.de ede nuster del Reuss, feln, u Preisen 54. „ U 0 Carl Sauct. ellscdern en der Basthe Stadelna!. levald. Laistcrstraßt. 58 Lager bestem um Pttist. Donnerstag den 23. April. 4 48. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Theil. Betreffend: Die Bildung der für das Jahr 1885/86 nöthigen Weinsteuer-Einschätzungs Commissionen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Ersuchen Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen, vom 14. d. Mts. und unter Hinweisung auf die Artikel 4, 6 und 7 des Gesetzes vom 9. Dezember 1876, die Besteuerung des Weines betreffend, tragen wir Ihnen auf, für Ihre resp. Gemeinden, in welchen seither Commissionen behufs Abschätzung der Weinsteuerschuldigkeiten bestanden haben, die Wahl von drei Commissions— Mitgliedern und zwei Stellvertretern für das Jahr 1885/86 durch den Gemeinderath sofort vornehmen zu lassen und dem Großherzoglichen Hauptsteueramte Gießen unter Angabe der Gewählten Nachricht hiervon zu geben. Betreffend: Die Ausführung der Bestimmungen der Gewerbe-Anlagen über die Arbeitsbücher, Arbeitskarten und Beschäftigung von Arbeiterinnen, sowle jugendlichen Arbeitern in den Fabriken. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Bezugnehmend auf unser Ausschreiben vom 20. Februar 1880, Kreisblatt Nr. 24 von 1880, beauftragen wir Sie, uns bis zum 158. k. Mts. die Summe der in der Zeit vom 1. April 1884 bis Ende April 1885 für Ausfertigung von Arbeitsbüchern, Duplikaten verein— nahmten Gebühren anzugeben oder zu berichten, daß derartige Duplikat-Ausfertigungen nicht stattgefunden haben. Dr. Braden. Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr 1885. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Wie in den vorderen Jahren hat auch in diesem Jahre eine Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags Jah 8 U 9 stattzufinden. Friedberg den 20. April 1885. Dr. Braden. Friedberg den 16. April 1885. Friedberg den 20. April 1885. Unter Bezugnahme auf unsere gedruckte Verfügung vom 30. Mai 1883, sowie unser Ausschreiben vom gleichen Datum(Kreis⸗ blatt Nr. 65) beauftragen wir Sie, genau nach Maßgabe der daselbst ertheilten Instruction zu verfahren und die erforderlichen Aufnahmen unter Mitwirkung von zu bildenden Commissionen und etwaiger Zuziehung weiterer orts- und sachkundiger Personen vorzunehmen. diesem Zwecke erforderliche Formular werden wir Ihnen in zwei Exemplaren durch die Post zugehen lassen. Concept und ist bei Ihren Acten aufzubewahren, das andere aber nach ordnungsmäßiger Ausfüllung bis längstens I. an uns einzusenden. Es soll ein vollkommen arbeitsunfähiger Mann von 50 Jahren auf Kosten der Kreiskasse in Pflege gegeben werden. Jah f ge f Bekanntmachung. Das zu Das eine Exemplar dient als November d. J. Dr. Braden. Personen, welche geneigt sind, den Hülfsbedürftigen bei sich aufzunehmen, wollen ihre Anmeldungen nebst Pflegegeldforderung bei den betreffenden Großherzog— lichen Bürgermeistereien einreichen. Die Großherzoglichen Burgermeistereien wollen die Anmeldungen mit den Leumund, sowie die Familienverhältnisse des Anmeldenden an uns einsenden. U Friedberg den 12. April 1885. Bericht über die Qualifikation und Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Peter Pfeiffer, Johannes Rausch, Georg Schuld, sämmtlich von Staden, wurden als Nachtwächter Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Karl Hofmann von Ober-Lais, Kreis Friedberg am 18. April 1885. Ausschreiben. dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Schotten, wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsassessor Kolb zu Fürth wurde zum Amtsanwalt bei den Amtsger. Fürth, Beerfelden, Hirschhorn und Wald-Michel— bach, der Gerichts-Assessor Theobald in Mainz zum Amtsanwalt bei dem Amtsgerichte in Mainz und der Kalkulator 2. Kl. bei der Hauptstaatskasse Bormet wurde zum Kalkulator 1. Kl. eryannt. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 5, enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. 1. Bekanntmachung, die Prüfungseommission für das Justiz, und Verwaltungsfach betr. 111. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. IV. Ordensverleihungen. V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. VI. Namensveränderung. VII. Dienstnachrichten. Es wurde: Der auf die evang. Pfarrstelle zu Ehringshausen präs. Pfarramts— Kand. Ohly aus Kriegsheim, der auf dle evang. Pfarr⸗ stelle zu Holzheim präs. evang. Pfarrer Weller zu Königshardt, der auf die 2. evang. Pfarrstelle zu Lauterbach präs. Pfarrer Vogt zu Langd bestätigt; dem Schullehrer Rieth zu Wirtheim eine Lehrerstelle zu Biblis übertragen; der Finanzasp. Pfelffer aus Friedberg zum Steueraufseher ernannt; dem Unteroff. Schmidt aus Nieber-Florstadt die Stelle des Pedellen an dem Real- gymnastum zu Gießen übertragen; der auf die Lehrer⸗ stelle zu Unter⸗Sensbach präs. Schulamtsasp. Bernhard aus Groß-Zimmern bestätigt; dem Schulamtsasp. Heberer aus Wolfskehlen eine Lehrerstelle zu Griesheim, dem Schullehrer Hoffmann zu Bonswelher eine Lehrerstelle zu Arheilgen übertragen; der Dammwärter-Asp. Scherrer von Rhein-Dürkheim zum Dammwärter zu Lampertheim ernannt; die auf Lehrerinnenstellen zu Offenbach präs. Schulamtsaspirantinnen Dauber und Klink aus Darmstadt und Lichtenberg aus Bessungen bestätigt; dem Schul— amtsasp. Schubert aus Dautenheim eine Lehrerstelle zu Dietersheim, der Schulamtsaspirantin Eichberg aus Darmstadt eine Lehrerinnenstelle zu Worms übertragen; der auf die Lehrerstelle zu Schöͤnnen präs. Schulamtsasp,. Schwinn aus Hainstadt bestätigt; dem Schulamtsasp. Heyl aus Klein Umstadt eine Lehrerstelle zu Niedernhausen, dem Schulamtsasp. Busch aus Hollen eine Lehrerstelle zu Ober-Mörlen übertragen; der auf die 1. Lehrerstelle zu Zell präs. Schulamtsasp. Schmitt aus Rimbach bestätigt. VIII. Charakterverleihungen. IX. Dienstentlassung. X. Nuhestandsversetzungen. XI. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die evang. Pfarrstelle zu Gettenau. Die Lehrerstelle zu Ilbeshausen, Geh. 900 M. Die Lehrerstelle zu Rülfenrod, Geh. 900 M. Eine Lehrerstelle zu Nidda, Geh. 950 bis 1150 M. Eine Lehrerstelle zu Michelstadt, Anfangs- gehalt 1000 M., aufsteigend bis zu 1500 M. Dem Grafen zu Erbach Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Zell, Geh. 900 M. Dret Lehrerstellen zu Lampertheim, Geh. 1000- 400 M. Eine Lehrerstelle in Worms, Geh. 1200- 2000 M. Eine Lehrerstelle zu Nieder Mörlen, Geh. 900 M. Dem Gemeinderath und dem Schulvorstande zu Nieder-Mörlen steht das Präsentatfonsrecht zu. XII. Sterbefälle. Gestorben sind: Der Rechnungs- rath Petsch zu Darmstadt; der Rechnungsrath Reuning zu Gießen; der Oberförster Rohr zu Nidda; der Steuer⸗ rath Kraus zu Darmstadt; der Hofgerichtssekretär Reitz; der Lehrer Offenbächer zu Darmstadt. e249. April. Die 2. Kammer trat heute wieder zusammen. Den Hauptgegenstand der Tages— ordnung bildete die Regierungsvorlage betr. die Herstellung von Nebenbahnen. Der erste Aus— schuß, Berichterstatter Theobald, beantragte Ge— nehmigung der Vorlage und wird der Bau der Bahnen von Weinheim-Viernheim-Mannheim und Worms⸗Offstein-Landesgrenze in der Fass— ung der Regierungsvorlage einstimmig ange— nommen. Büchner fragt Großh. Regierung, warum die Linie Pfungstadt-Eberstadt noch nicht in Angriff genommen ist. Jöckel bespricht in ausführlicher Weise die Verhältnisse in Ober— hessen und wünscht, Großh. Regierung möge noch einmal die Bahnprojecte, welche für Oberhessen vorliegen, prüfen. Ministerialpräsident Weber vertritt den Standpunkt der Regierung und de— finirt die verschiedenen Arten der Bauausführ— ung der Bahnen. Er bittet die angeforderte Summe von 75,000 M. zur Prüfung der vor liegenden Projekte zu bewilligen. Abg Schrö— der wünscht, daß die bereits bewilligten Linien so bald als möglich in Angriff genommen wer den. Ministerialrath Horst erwiedert dem Abg. Büchner, daß das Projekt Eberstadt-Pfungstadt die bewilligten Kosten überschreite und zur Zeit einer auf Reduktion der Kosten abzielenden Um— arbeitung unterliege. In der sich hierauf entwickelnden Debatte ergreifen die Abg. Jockel, Weith, Ellenberger, Pfannstiel, Jost und Mi— nisterialpräsident Weber wiederholt das Wort und werden schließlich die angeforderten 75,000 M. bewilligt.— 22. April. In heutiger Sitzung wurde der Neubau eines Kreisamtsgebäudes in Friedberg einstimmig bewilligt.— Den Kam— mern ist ein Gesetzentwurf zugegangen, betr. die Wahlen zu den Vertretungen der Gemein— den, Kreise und Provinzen, in welchem um den keine Einkommensteuer zahlenden, aber der Ge— meindesteuer unterliegenden Personen das Wahl— recht zu wahren, das letztere an die Gemeinde— steuerpflicht geknüpft wird. Berlin, 20. April. Reichstag. Fortsetzung der zweiten Lesung der Zollnovelle. Nachdem die Disecussion der Positionen 25g(Fleisch ꝛc.) und 26(Oel) vorläufig verschoben worden, beantragt Frege, die Postition 38 (Thonwaaren) wegen der zahlreich eingegangenen Peti— tionen an die Holzzoll-Commisston zu überweisen. Der Antrag wird angenommen. Es folgt die Berathung der Viehzölle und zwar nach dem Antrage Schorlemer's zu⸗ nächst Lit. A.(Pferde, Maulthiere, Esel). Der Antrag der freien Vereinigung wird durch Auszählung mit 126 gegen 94 Stimmen angenommen, wonach für Pferde der Zoll 20 M. pro Stück genehmigt wird, Maulthlere und Esel aber zollfrei sind. Es folgt Berathung von Lit. B., C., D., E.(Stiere, Kühe, Ochsen, Jungvieh, Kälber). Der Zoll von 9 Mark für Stiere und Kühe wird ge⸗ nehmigt. Ueber den Zoll von 30 M. für Ochsen wird namentlich abgestimmt. Der Ochsenzoll von 30 M. wird mit 122 gegen 111 Stimmen angenommen. Auf Jung⸗ vieh wird ein Zoll von 6 M., auf Kälber unter sechs Wochen ein solcher von 3 M. gelegt und hierauf die Weiterberathung vertagt.— 21. April. Fortsetzung der Berathung der Zolltarifnovelle. Die freie Vereinigung beantragt Schweine pro Stück mit 6 M., Spanferkel mit 1 M. zu verzollen. Der Antrag, wird in nament⸗ licher Abstimmung mit 133 gegen 106 Stimmen ange— nommen Für Fleisch, ausgeschlachtetes, frisches und zu— bereitetes, für Fleischextraet und Tafelbouillon bean⸗ tragen Kardorff und Genossen einen Zollsatz von 20 M. pro 100 Kilogramm. Der Antrag wird wird angenom— men. Es folgt Berathung des Antrages Loewe und Genossen, wonach die im bisherigen Zolltarif für Gnappe-, Mobair⸗ und Alpaccagarn geltenden Zollsäße auch auf hartes Glanzgarn aus Wolle(in Oel und Fett gespon— nenes enzlisches Westgarn) ausgedehnt werden solle. Der Antrag wird an eine Commission verwiesen. — Für die neuen deutschen Colonien sind, wie der„Hamb. Corr.“ erfährt, folgende Er— nennungen erfolgt: Frhr. v. Soden, früher in der Havana, zuletzt Consul in Petersburg, als Gouverneur für Kamerun; demselben wird Re— ferendar v. Puttkamer, der Sohn des Ministers, als Adlatus beigegeben. Nach Angra Pequena ist Landrichter Göhring aus Metz designirt, und Assessor Falkenthal verläßt demnächst Berlin, um sich nach Togo zu begeben. — 21. April. Der König von Schweden ist heute hier eingetroffen und wurde von dem Kaiser, dem Kronprinzen und dem Prinzen Wil— helm am Bahnhofe empfangen und auf das Herzlichste begrüßt. Der Kaiser geleitete den König in seinem Wagen nach dem königlichen Schlosse, wo Letzterer sein Absteigequartier nahm.— Der braunschweigische Staatsminister Graf Görtz-Wrisberg ist zu kurzem Aufenthalte aus Stuttgart hier eingetroffen. Hamburg. Nach den bisherigen Besprech— ungen ist anzunehmen, daß die Bürgerschaft die staatliche Uebernahme von 3 Million Actien der eventuell subventionirten Dampferlinie Ostasien genehmigen wird. Karlsruhe, 19. April. Die Kaiserin von Oesterreich und Erzherzogin Valerie er— wiederten gestern den Besuch des badischen Hofes in Karlsruhe und verweilten zwei Stunden im Schlosse. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 20. April. Das Herrenhaus nahm die Nordbahnvorlage ohne Debatte unverändert an. Belgien. Brüssel, 21. April. Repräsen⸗ tantenhaus. Bernaert verlas ein Schreiben des Königs worin derselbe die Ermächtigung ver— langt, den Titel:„Souverän des Congostaats“ anzunehmen. Das Schreiben hebt hervor, daß der neue Staat vollkommen unabhängig sein werde und es sich zwischen beiden Staaten nur um ein persönliches Band handeln solle. Belgien solle mit Rücksicht auf den Congostaat weder besondere, noch militärische Lasten tragen. Bernaert schlug Namen des Cabinets vor, dem Könige die verlangte Ermächtigung zu ertheilen. Die Kammer überwies den Antrag zur Prüfung an die Sectionen. Großbritannien. London, 20. April. „Daily News“ erfahren, daß die Gerüchte über die Abtretung Pendjehs völlig erfunden sind und hegen Besorgniß, daß militärische Vor— bereitungen noch durchaus nothwendig sind. „Standard“ sagt, die Grenzverhandlungen hätten ein weniger günstiges Aussehen angenommen, weil Rußland Fragen wieder aufgenommen habe, welche als endgültig geregelt betrachtet wurden. — 20. April. Unterhaus. Gladstone theilt mit, daß wegen der Unterdrückung des„Bos— phore egyptien“ in Kairo ein Schriftenwechsel zwischen der englischen, der französischen und der egyptischen Regierung stattfinde. Die Re⸗ gierung wünsche nur, daß die egyptische Regierung den Gesetzen gemäß verfahre. Möglich sei, daß es sich in dieser Angelegenheit um eine völcer— rechtliche Frage handele. Die egyptische Re— gierung sei in dieser Sache nicht allein vor— gegangen, England könne die Verantwortlichkeit hierfür nicht ablehnen. Die Angelegenheit hat gespannte Beziehungen zwischen England und Frankreich hervorgerufen.— Oberhaus. Gran— ville brachte eine Creditforderung von 11 Million Pfund Sterling ein, wovon 4½ für den Sudan und der Rest für allgemeine, nicht auf den Sudan bezügliche Vorbereitungen bestimmt ist. — 21. April.„Standard“ sagt, die neuesten Schwierigkeiten seien dadurch entstanden, daß die britische Regierung verlangte, Rußland solle über die neu zu fixtrende afghanische Grenze unter keinen Umständen hinausgehen. Rußland habe hierüber allgemeine Versicherungen ertheilen, aber keine bestimmte Verpflichtung eingehen wollen.— Ein Telegramm des„Standard“ meldet aus Tirpul: Lumsden constatirt, daß der Angriff Komaroff's völlig unprovocirt ge— wesen sei; Komaroff habe vielmehr die Afghanen gezwungen, die nöthigen Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. — 21. April. Eine neue Depesche Lumsden's, deren Eintreffen Gladstone als bevorstehend be— zeichnete, ist heute eingegangen. Der Cabinets— rath ist sofort zusammengetreten. Es verlautet, die Depesche ändere materiell den Eindruck der ersten Depesche Lumsden's nicht; genauere Nach— richten liegen über den Inhalt derselben nicht vor, da in officiellen Kreisen Stillschweigen darüber beobachtet wird. Lumsden und die Officiere seiner Begleitung verweilen noch in Tirpul. — 19. April. Der Prinz und die Prin⸗ zessin von Wales befinden sich seit zwei Tagen am See von Killarney, als Gäste des Lords Kenmare. Das Fegefeuer ihrer Reise, die Stadt Cork, wurde ungewöhrlich glücklich über— standen, weil sich die Wuth der Parnelliten in Mallow ausgetobt, oder weil der Haß der Be— völkerung die königliche Familie unangetastet läßt. Vergebens versuchte das Parlamentsmit— glied John O'Connor, den Pöbel aufzuhetzen. Man hißte einige schwarze Flaggen auf, warf gelegentlich mit Apfelsinen, schrie sich an dem „Gott erhalte Irland“ heiser, aber zu einer eigentlichen Kundgebung kam es nicht, denn die Reichsgetreuen überschrieen die Parnelliten und der Erfolg blieb bei dem Prinzen. Italien. Rom, 21. April. Gestern sind an alle Mächte Einladungen zu der am 15. Mai in Rom stattfindenden Sanitätsconferenz ver— sendet worden. Alle geladenen Mächte werden durch einen Bevollmächtigten und durch tech— nische Delegirte vertreten sein. a Serbien. Nisch, 19. April. Die Skupsch⸗ tina ist heute vom Könige mit einer Thronrede eröffnet worden, welche zunächst der Reise des Königs zu den Manövern in Oesterreich und der demselben vom Kaiser Franz Joseph gewährten Gastfreundschaft gedenkt, was nur dem Ansehen Serbiens förderlich gewesen sei. Die Thronrede erwähnt ferner den Besuch des Königs von Rumänien in Belgrad als einen Beweis der guten, zwischen den beiden Nachbarstaaten be⸗ stehenden Beziehungen. Was die getrübten Beziehungen zu Bulgarien anbelange, so liege es leider nicht an dem Könige und an der serbischen Regierung, wenn eine Beseitigung der Ursachen zu dieser Trübung noch nicht stattte⸗ funden habe. f Rumänien. Bukarest, 20. April. Der frühere Präsident der Kammer und Minister Rosetti ist heute gestorben. Egypten. Kairo, 21. April. Heute früh erklärte der diplomatische Agent Frankreichs Nubar, daß die französische Regierung von der Antwort Egyptens auf ihre Forderung einer Genugthuung, wegen der Unterdrückung des„Bos— phore Egyptien“, nicht befriedigt sei. Er lasse der egyptischen Regierung bis 4 Uhr Nachmit⸗ tags Zeit zur weiteren Antwort. Hierauf theilte Nubar Nachmittags um die angegebene Zeit dem diplomatischen Agenten Frankreichs mit, daß die Pforte das Verfahren der egyptischen Regier— ung gebilligt habe. Nubar fügte hinzu, er stehe noch in telegraphischem Verkehr mit der eng— ischen Regierung und bitte um Verlängerung der Frist. Amerika. New Vork, 21. April. Reuter's Bureau meldet aus Ottowa: Es cursirt das Ge— rücht, Fort Pitt, nördlich von Battleford, sei in die Hände der Insurgenten gefallen; man befürchtet, daß alle Vertheidiger niedergemetzelt se ien. Asien. Tientsin, 19. April. Die Unter⸗ handlungen zwischen China und Japan führten zu einem gestern unterzeichneten Protokoll, wo— nach die chinesischen und japanischen Truppen von Corea zurückgezogen werden. Japan hat auf eine Entschädigung verzichtet. Zur Auf⸗ rechthaltung der Ordnung in Corea wird eine Gendarmerie unter fremden Offizieren ge— bildet werden. Aus Stadt und Land. Friedberg, 22. April. Der Gesammtvorstand des Vereins zur Gründung einer Arbeitereolonie für das Groß⸗ herzogthum Hessen, Frankfurt a. M. und Nassau hat in Frankfurt a. M. gestern eine Sitzung abgehalten, in welcher diese gemeinnützige Angelegenheit in entscheidender Weise gefördert worden ist. Nachdem nämlich die fort⸗ gesetzten Bemühungen, ein für die einzurichtende Arbeits⸗ stätte geeignetes Gut anzukaufen, wegen der besonderen, im Vereinsgebiete obwaltenden Verhältnisse ohne Erfolg geblieben waren, ist es dem genannten Vorstande— Dank dem Entgegenkommen der Großh. Hess. Domänen⸗ Verwaltung— fetzt gelungen, für die Errichtung der Anstalt, in welcher arbeitsfähige und arbetts willige, aber zur Zeit arbeltslose Männer landwirthschaftlich vorübergehend beschäftigt werden sollen, das hessische Domänengut Neu-Ulrichstein pachtweise zu erwerben. Dasselbe sst in der Provinz Oberhessen bei Homberg an der Ohm, unweit Kirchhain, belegen, ist 320 Morgen groß, gewährt die Möglichkeit späterer Vergrößerung des landwirthschaftlichen Betriebes, sowie die Gelegenhelt zur Ausführung von Cultur-⸗Arbeiten auf der Pachtung und außerhalb derselben und erscheint daher für die Errichtung einer Arbeitsstätte nach dem Vorbilde der Colonie Wilhelmsdorf in Westphalen gut geeignet. Im Falle der Genehmitzung durch die Generalversammlung soll die Anstalt am 1. Juli d. J. ins Leben treten. Als ihr Leiter ist ein technisch gebildeter Landwirth in Aus: sicht genommen und wird, wie wir hören, die Inspeetor⸗ stelle, mit welcher außer freier Station(auch für die etwaige Familie) ein Anfangsgehalt von 800-1000 M. verbunden sein soll, ungesäumt öffentlich ausgeschrieben werden. Meldungen sind an den Vereinsvorsitzenden, Wirkl. Geh. Rath Dr. Goldmann zu Darmstadt, zu richten. Ph. Friedberg, 22. April. Während der gestrigen Musterung der Gestellungspflichtigen entwendete ein Bursche einem anderen das Portemonnaie mit M. 9.—. Sofort arretirt, entsprang er am Arresthause seinem Vorführer, wurde dann von reitenden Gendarmen verfolgt und geschlossen von Ossenheim, bis wohin er entkam, wieder eingebracht. Als eine große Wohlthat wird es empfunden und seitens der Einwohner unserer Stadt dankend anerkannt, daß das Umherziehen der jungen Leute und deren mitunter recht wüster Gesang und das Schreien auf der Straße nicht mehr gestattet wird. v. Rendel. Nächsten Sonntag den 26. April, Nachmittags 3 Uhr, findet dahier im Leonhardt'schen Saale die diesjährige Delegirtenversammlung der Krieger⸗ vereine des Bezirks Vilbel statt. Wichtige Fragen sind Gegenstand der Tagesordnung. Es wird deßhalb er⸗ wartet, daß alle Vereine durch mehrere Delegirten ver— treten sind. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Grünberg, 16. April. Gin schreckliches Unglück ereignete sich heute in der ersten Klasse der hiesigen Bürger⸗ 1 wachsenen Finder ko — Lud w Loh, de welche in Gels. Nacht sin geh Ver der Betre den Leib haug na. Bra elne Dol mittelst der Arb Koßmid der letz Hauser viele N grenzen! Nensche Alt dahier folgt er von O Unter k Lackfirn mehr v unter d kdergeme ge tdergemegelt Seendt Arbeits ert, en; man rr 1 2 Faerr ENI een inte n ee ee eee eee ee rtr- e schule. Drei vierzehnjährige Knaben hatten in einem Steinbruche Dynamit entwendet und hlermit und mit einem Stück Blei eine kleine Messingkanone geladen, die sie im nahen Brunnenthal mittelst brennenden Zunders abzufeuern suchten. Als dies nicht gelang, steckte einer der leichtsinnigen Burschen das gefährliche Spielzeug in selne Tasche und brachte es mit in die Schule, in welcher 72 Kinder versammelt waren. Nachdem der Lehrer die Mädchen zur Industrieschule entlassen und die Knaben, um zeichnen zu können, sich auf die leergewordenen Plätze verthellt hatten, bohrte der vorerwähnte Junge, um das Kohr wieder zu entladen, die Ladung mit einem Zirkel an. Eben wolte der Lehrer nachsehen, was der Junge, der nicht zeichnete, sondern sich unter dem Bücherbrett der Subsellten zu schaffen machte, treibe, als durch die bei dem Bohren entstandene Reibung das Dynamit sich entzündete und eine gewaltitze Explosion erfolgte, die das ganze Haus erschükterte. Nachdem der erste Schrecken vorüber war, konnte man das angerichtete Unhell über— sehen. Das starke Messingrohr war zersprengt, dem Urheber des Unglücks an der linken Hand das Fleisch zerrissen und einem ziemlich entfernt sitzenden Knaben das Stück Blel, das zuvor die Bank durchbohrt hatte, in den linken Oberschenkel gedrungen. Der letztgenannte Knabe wurde nach Gießen in die Klinik verbracht. Moͤge dieser traurige Vorfall den weitesten Kreisen eine Mahnung zur Vorsicht sein; nur durch die Fahrlässigkeit der Er⸗ wachsenen können so gefährliche Dinge in die Hände der Kinder kommen. Allerlei. Ludwigshafen, 19. April. Buchdruckereibesitzer Volz, der die Postsendung von Mannheim absandte, welche in Temes var explodirte, wurde verhaftet. Gelsenkirchen, 17. April. In der vergangenen Nacht sind auf Zeche Bismarck⸗Schönhausen(Schacht 2) sechs Bergleute vom Wetter überfallen worden. Zwet der Betroffenenen fanden sofort ihren Tod, vier wurden, den Leib mit schweren Brandwunden bedeckt, ins Kranken— haus nach Buer übergeführt. Braunschweig, 18. April. Gestern wurde hier eine Doppel-Hinrichtung durch den Scharfrichter Reindel mittelst des Beils vollzogen. Die Delinquenten waren der Arbeiter Anton Gilbß und die Ehefrau des Arbeiters Koßmider, geb. Blajiaska. Ersterer hatte auf Anstiften der letzteren deren Ehemann im Oetober vorigen Jahres auf dem Felde bei Adelnau mit einem Beile ermordet. Krakau. Von einem furchtbaren Brande ist am 17. April das galizische Städtchen Wisnitz heimgesucht worden. Das Feuer wüthete mehrere Tage hindurch und wurde durch einen starken Wind angefacht. 150 Häuser sammt Nebengebäuden sind eingeäschert worden, viele Nahrungsmittel sind verbrannt und das Elend ist grenzenlos. Sechshundert Familien sind obdachlos, zwei Menschen sind umgekommen. Gerichtssaal. Altenstadt. In der Donnerstag den 9. d. Mts. dabier abgehaltenen Schöffengerichtssitzung wurde wie folgt erkannt: 1) In der Strafsache gegen Heinrich Röder von Oberau, wegen Beleidigung, erhielt der Angeklagte eine Geldstrafe von 25 Mark, event. 5 Tage Haft und die Kosten; 2) Konrad Seitz und Franz Stürtz, belde von Stammheim, angeklagt wegen Uebertretung der Feier- abendstunde, wurden Belde freigesprochen; 3) Heinrich Lauster, Karl Kalser und Karl Nahruntz III., sämmtlich von Nieder-Mockstadt, angeklagt wegen Uebertretung der Feierabendstunde, wurden freigesprochen; 4) in der Strafsache gegen Christian Grießmer von Staden, wegen Beleidigung, wurde der Angeklagte in eine Gefängniß⸗ strafe von 6 Wochen und in die Kosten verurtheilt; 5) in der Strafsache gegen Karl Friedrich Meides von Oberau, wegen Sachbeschädigung, erfoltzte Verurthetlung des Angeklagten in eine Geldstrafe von 4 Mark, event. 1 Tag Gefängniß und in die Kosten; 6) in der Straf⸗ sache gezen Heinrich Reifschnelder von Altenstadt, wegen Unterschlagung wurde dem Angeklagten eine Gefängniß straße von 1 Woche und die Kosten zuerkannt. Handel und Verkehr. Friedberg, 20. April. Fruchtber. Waizen M. 19.00, Korn M. 16.50, Gerste M. 17.00, Hafer M. 15.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 21. April. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 0.95, Eier 1 St. 5 Pf. Butzbach, 18. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.00, Käse per Pfund 45—46 Pf. Eier 1 Stück 5 Pf. Gleßen, 21. April. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90— 0.00, Eier 2 Stück 9— 10 Pf., Käse per St. 4— 8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.90, Hühner per Stück M. 1.40— 1.80, Hahnen per Stück M. 2.00— 0.00, Enten per Stuck M. 2.00— 2.50, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56—60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 6470 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00— 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6. Grünberg, 18. April. Fruchtpreise. Weizen M. 18.50, Korn M. 16.80, Gerste M. 16.50, Hafer M. 15.00, Erbsen M. 18.00, Kartoffeln M. 4.40, Wicken M. 16.00. Homburg, 21. April. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4— 4.50, per Gescheld 9—10 Pf., Eier per Stück 5, 6 und 7 Pf., Butter per Pfund 1. Qualität M. 1.10, 2. Qualität M. 1.00. Frankfurt, 20. April. Fruchtmarkt. Hiesiges Mehl Nr. 0 M. 33½—34½, Nr. 1 M. 28—29, Nr. 2 M. 26¼ bis 27½ꝙ, Nr. 3 M. 24½— 25½, Nr. 4 M. 18—19, Nr. 5 M. 1718.00, Milchbrod- und Brodmehl im Ver— band M. 53—54, norddeutsches und westfälisches Weizen⸗ mehl 00 M. 24—24½, Suppengries je nach Qual. M.—.—, Roggenmehl Nr. 0(Berlin. Marke) M. 25 ½, do. 0/ do. M. 228¾—238/, do. 1 do. M. 21 bis 21/4, do. 2 do. M. 17½ 18 ¼, Weizen ab unserer Umgegend M. 18— 19, do. frei ab Bahnh. hier M. 19— ¼, do. fremder je nach Qual. M. 1820. Roggen hies. M. 16, do. französischer M. 16¼, do. Königs— berger M. 16¼, Nieolajeff M. 16— /, Galatz-Odessa M. 15½-/, Gerste, Brauerwaare M. 17— 19, do. zu Mahlzwecken M. 13— ½, Hafer je nach Qual. M. 15½ bis 16, Raps M. 26½— 27, Mais buntes(mixed) M. 12¼— ½, Wicken M 16—17.(Alles per 200 Pfd. Zollgewicht 100 Ktlo.) Roggenkleie M. 5—5½¼, Weizenkleie M. 4½ per 50 Kilo. Ruͤböl im Detail M. 60. Stimmung fest Frankfurt, 20. Aprll. Viehmarkt. Zugetrieben waren 459 Ochsen, 321 Kühe und Rinder, 14 Bullen, 300 Kälber, 22 Hämmel und 143 Schweine. Die Preise, welche für Ochsen erzielt wurden, waren bei sehr guten Stücke(jung und fett) M. 63—65 per Ctn. Schlachtgewicht, 1. Qual. M. 58—60, 2. Qual. M. 50 bis 54, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 55, 2. Qual. M. 48—50, 3. Qual. M. 40, Bullen 1. Qual. M. 48, 2. Qual. M. 45, Kälber 1. Qual. per Pfd. 60—62 Pf., 2. Qual. 50—55 Pf., Hämmel 1. Qual. 58 Pf., 2. Qual. 45—50 Pf., Schweine 1. Qual.(Hannoveraner) 54 56 Pf., 2. Qual.(Landschwelne) 52—54 Pf. Ge⸗ sammtzutrieb in der verwichenen Woche 1136 Stück Horn⸗ vieh, 859 Schweine, 781 Kälber, 52 Stüuͤck Schafvleh und 202 Spanferkel. Mainz, 19. April. Fruchtmarkt. Weizen M. 18.75 bis 19.50. Korn hiesiges M. 17.00-17.15, fremdes M. 15.75 16.30. Gerste, pfälzer M. 18.50 18.75, fränkische M. 18.70-19.00. Hafer M. 15.70 16.50, Kohlsamen M. 26.70— 27.10. Rapskuchen M. 148-150, Leinöl M. 24— 25.00. Mohnöl M. 54—58. Rüböl, rohes M. 27.00— 27.50, gereinigtes M. 28.75— 29.10 ohne Faß. Mainz, 19. April. Viehmarkt. In der abgelaufenen Woche waren auf unserm Viehmarkte im Ganzen 929 Stück Vieh und zwar 4 Farren, 103 Ochsen, 258 Kühe, 276 Kälber und 288 Schweine zugetrieben. Bezahlt wurden für Farren M. 42— 46, für Ochsen 1. Qual. M. 68—70, 2. Qual. M. 66-67, Kühe 1. Qual. M. 58—62, 2. Qual. M. 50— 54. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber kamen auf 65— 70 Pf., Schweine (inländische) auf 51-55 Pf. per/ Kilo Schlachtgewicht. Literarisches. Wer ein Herz für's Handwerk hat, dem können wir nicht genug empfehlen„Die Werkstatt“, Meister Konrads Wochenzeitung. Die Nummer 16 hat folgenden Inhalt; Aus der Welt.— Für die Werkstatt: Wie man gerade feilt.— Lehrverträge macht man allemal schriftlich.— Vom Submittiren.— Sommerholz und Winterholz.— Handwerker, die viel gehen oder stehen müssen.— Beim Doctor.— Allerhand Nützliches für den Handwerker.— Für den Abendschoppen: Wie der Bauer Franz trotz einem Pfarrherrn dichtet.— Wo's dem Handwerk eigentlich fehlt.— Die Feilenhauer in alter Zeit.— Ein alter Schneidermeister.— Für Haus und Herd: Den Mund geöffnet.— Gegen Rheumatismus. — Für den Feierabend: Johann Noge, der Harnisch⸗ macher.— Dynamit in der Schneiderwerkstatt.— Eine Anekdote vom Kaiser Wilhelm. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 25. April 1885. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 35 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr— Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 26. April an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 50 Min.(Omergebet.) Montag den 27. April 1885: Selichoth. Bekanntmachung. In dem Firmenregister unterzeichneten Gerichts wurden vollzogen: IJ. Eintragungen: a. am 18. Februar 1885: der seitherige Inhaber des unter der Firma„Franz Megerle“ dahier betriebenen Lackfirniß Geschäfts ist gestorben und wird dasselbe nun⸗ mehr von dessen Wittwe Wally Megerle, geb. Meier, unter der seitherigen Firma fortbetrieben: b. am 26. März: die Firma„B. K. Stern“ dahler, Mehl⸗ und Landesprodueten Handlung, ist auf August Stern daselbst ohne Activa und Passiva übergegangen und betreibt der letztere das Geschäft unter der Firma „B. K. Stern Sohn“ fort; o. am 27. März: das unter der Firma„C. Seriba's Buchhandlung“ dabier betriebene Geschäft, dessen seit; heriger Inhaber gestorben, ist auf Carl Sertba jun. zu Friedberg übergegangen und wird solches von diesem unter der seithertgen Firma fortgeführt; d. am 15. April: das von Christian Werner dahier betriebene Geschäft, dessen Inhaber gestorben ist, wird von der Wittwe Karoline, geb. Witte, unter der seitherigen Firma fortgeführt. II. Löschungen. Gelöscht wurden: a. am 13. April die Firmen: Christian Vogt in Friedberg, Georg Fr. Schweitzer daselbst, M. Maul daselbst, Konrad Diehl II. daselbst, Louts Schaab daselbst, Karoline Anzer daselbst, Wolf Isaae daselbst, Kaninchenzüchterei von A. von Zweidorff in Melbach, Heinrich Nanz in Frledberg, Wilhelm Sturmfels daselbst, Georg Wagner's Wittwe daselbst; b. am 14. April die Flimen: J. C. Diehl II. in Friedberg, Andr. Carl Maul in Bruchenbrücken, Joel Simon in Nieder Florstadt, W. Philippi in Melbach, Joseph Reichenberg in Bruchenbrücken, Johs. Waltz III. in Friedberg, Fritz Hecht in Friedberg, S. Butzbach's Wittwe daselbst, L. Hirsch daselbst, F. W. Nau daselbst, B. Grödel daselbst, J. C. Hagemann daselbst, Philipp Adam Ritzel daselbst, Wilhelm Bechstein daselbst, Lazarus Eschborn daselbst, H. J. Simon daselbst, Mal& Oppenheimer daselbst, Siegmund Simon daselbst, Peter Moxter Wittwe in Assenheim, Wilhelm Scheuner in Heldenbergen, E. Freundlieb in Friedberg, E. Garde Wittwe daselbst, Karl Spamer daselbst, G. H. Freundlieb& Cie. daselbst, S. G. Katzenstein daselbst, L. Goldmann daselbst, Karl Bingmann daselbst, Ph. Vitrtartus daselbst, Heinrich Stöppler daselbst, Karl Huppuch, daselbst, S. Steinhäuser daselbst, J. Feist auf der Halnaumühle bei Assenheim, Hartmann Walz II. in Friedberg, M. Bing daselbst, Chr. Hecht daselbst, Johs. Supp daselbst, M. L. Goldmann daselbst, K. F. Lang daselbst, Louis Wetterhahn daselbst. Frledberg am 14. April 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzverger. Hohensteln, 1506 Hülfsgerichtsschreiber. Veilchen-Abfall-Seife, E Rosen-Abfall-Seife Qualität empfiehlt à Packet(3 Stülek) Hofapotheker Görtz. in vorzüglicher 40 Pf. Betanntmachung. Johannes Klyp von Ockstadt beabsichtigt in seiner Hofralthe zu Ockstadt eine Schlachtstätte zu errichten. Pläne und Beschrelbung liegen 14 Tage auf unserer Registratur zur Einsicht der Interessenten offen und sind etwaige Einwendungen in dieser Frist vorzubringen, widrigenfalls dieselben unberücksichtigt bleiben müssen. Friedberg am 9. April 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Eichenholzlieferung. Die Anlieferung eines Stammes Eichenholz von 7,2 m Länge und 75 em mittlerem Durchmesser soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Anerbleten sind bis zum 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf unserem Büreau versiegelt und mit der Aufschrift„Eichenholz Lieferung“ versehen, zu übergeben. Die Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen. Bad⸗Nauheim den 22. April 1885. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad⸗Nauheim. 1507 Jäger. Markt Verlegung. Da der auf den Philipp⸗Jacobus Tag— 1. Mai d. J.— dahier abzuhaltende Krämermarkt auf einen Freitag fallen würde, so ist derselbe auf Montag den 4. und Dienstag den 5. Mai d. J. verlegt worden. Homburg v. d. H. den 16. April 1885. (Ag. 409.) Bürgermeister Amt. 1488 A. Schleußner. Planirarbeit-Versteigerung. Frestag den 24. d. Mts., Nachmittags 2⅛ Uhr, soll dahler auf hiesigem Rathhaus das Plansren der sog. [Renngaß oberhalb des Weihers, veranschlagt zu 140 M., oͤffentlich wenigstnehmend vergecordirt werden. Bönstadt den 19. April 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Bönstadt. 1491 Geibel. Cuba Land- Cigarre Holzversteigerung. Im Gemeindewald Ober-Rosbach, Distrikt Alter Busch und Dachsbau, wird Freitag den 24. d. Mts. folgendes Holz öffentlich meistbietend versteigert: 6 Raummeter Buchen-Scheiter, 9 155„ Knüppel, 52 15 Eichen⸗Knüppel, 750 Wellen Buchen-Reiser, 1475 Eichen Reiser, 228„ Nadel⸗Reiser, 3200„ Eichen-Birken Reiser(Backholz), 13 Raummeter Eichen-Stöcke, 14 Eichen⸗Stämme, 1,64 Festmeter haltend, 13 Eichen⸗Derbstangen, 75 Nadel⸗Reisstangen(Baumpfähle). Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr in der Märzenecke. Ober⸗Rosbach am 20. April 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. 149 Blecher.. 0 2 3 2. 0 0 Holzversteigerung in der Gemeinde Pfaffenwiesbach. Montag den 27. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen in dem Gemeindewald, Distrikt Wehrholz: 361 Stück Eichen⸗Stämme, theils zu Bau- und Werk⸗ holz, theils zu Grubenholz geeignet, 1 Birken⸗Stamm, 116 Rothtannen⸗Stämme von 23,77 Festm. Inhalt, 200 Rothtannen⸗Stangen 1. Klasse, 2 32⁰„7 17 5 0 541„„ 3.„ 315„* 462 5„ 5. 555 6.„(Bohnenstangen). Dienstag den 28. April, Vormittags 9 Uhr: 94 Raummeter Eichen⸗Scheit⸗ und Knüppel, 3880 Stück Eichen⸗Wellen, 47 Raummeter Buchen⸗Scheit⸗ und Knüppel, 17690 Stück Wellen 2. Klasse, 31 Raummeter Weichholz⸗Scheit- und Knüppel, 175 Stück Weichholz Wellen, 223 Raummeter Nadelholz-Scheit- und Knüppel, 1295 5 Aus buschreisig, 5 5 16 Abraum zur Versteigerung. 1477 Stephan, Bürgermeister. 8 2 8 Lehrlingsgesuch. Zur Erlernung der Uhrmacherei und Goldarbeiterei wird ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Expedition 1436 1498 Dieses unübertroffene Präparat beseitigt sicher, gefahr- und schmerzlos aueh das hartnäckigste Hühner- auge, indem es nicht nur die Hornhaut, sondern auch die Wurzel derselben vollständig zerstört. Zu haben: Sämmtliche Draht⸗ Geflechte, Patent⸗Stachelzaundraht. Preis⸗Courant gratis und franeo von 1055 S. Rumpf, 7030.) Draht⸗Weberei und Geflechte⸗Fabrik, Frankfurt a. M. Eine feine offerirt in Orig.⸗Bündeln à M. 1.20 und per Mille A M. 45.— 1508 Assenheim. Carl Bauer. Kartoffeln: 4 Spätrosa, Chardon, Frührosa nebst Mäusekartoffeln im Großen wle im Kleinen abzugeben. HKaufmann Stern, Usagasse. Aechter rother Medicinal- Tosrasier aus der Tokayerwein⸗Großhandlung Franz Schiemann in Frankfurt a. M. wird ärztlicherseits als wirksamstes Stärkungsmittel für schwächliche Kinder, Frauen und Reconvalescenten verordnet. Erhältlich in Friedberg in ½¼1, ½ und ½ Originalflaschen à M. 3., M. 1.59 und 75 Pf. bei Herrn M. Scheibel. 815 Ladenmädchen für ein Spezerei⸗ und Delleatessen-Geschäft in Hanan gesucht. 1502 Eintritt sofort event. in einigen Wochen. Offerten unter K. 21 befördert die Exped. d. Anz. Einen tüchtigen Gesellen Heinrich Schneider, Dachdeckermeister, Friedberg, Metzgergasse. 1503 sucht 1482 habe. Für gute Speisen und Getränke, sowie empfehle ich ein gutes Billard. Friedberg. NB. Die Wirthschaft ist den ganzen Tag geöffnet. Wirthschafts-Eröffnung. Dem geehrten Publikum Friedbergs und der Umgegend die ergebene Mittheilung, daß ich von heute an die Gartenwirthschaft auf Windecker's Felsenkeller übernommen prompte Bedienung ist bestens gesorgt. Zugleich Achtungsvoll HKonrad Stenger. 1500 Grab- in ächt belg Friedberg. Nretter, Lutten& Stollen 1 0 125 1 Carl Bauer. Kleesamen. 1374 Feinsten Rothklee, Prima Luzerne, Weiß- und Schwedisch Klee, Wicken, sowie Mischungen für Zier⸗ gräser, Böschungen und Wiesenanlagen empfiehlt billigst P. Theis, vormals G. Haustädt. 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Für Consirmanden empfehle Taschentücher mit und ohne Namen, Kragen, Manschetten, Krausen, Vorstecker, weiße Unterröcke, Socken, Strümpfe, Hemden, feine Hemd⸗Einsätze, Corsetten, enk male ischem Granit, Melchior Boll. Steinmetzmeister. 11094 Halsbinden, Handschuhe aller Art, sowie Myrtenkränze K. Friedrich. Die erste diesjährige Sommer⸗Parthie findet Donners⸗ tag den 30. April nach dem Teich hause Der Vorstand. Gustav-Adalf-Herein. Da die Sammlung für die Zwecke des Gustav-Adolf⸗ Vereins eben im Gange ist, so verfehlt der unterzeichnete Vorstand nicht, die warme Unterstützung der edelen Be⸗ strebungen des genannten wichtigen Vereins den evan⸗ gelischen Glaubensgenossen recht dringend an's Herz zu legen. Möchten die seitherigen Mitglieder ihr liebevolles Interesse dem Vereine bewahren und möchten neue Freude demselben gewonnen werden. Der Vorstand des Wetterauer Zweigvereins der Gustav⸗ Adolf-Stiftung: statt. Dr. Diegel, Dr. Welffen bach, Präsident. Seeretär. 1492 Erweiterte Handwerkerschule, unterstützt durch Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein, ausgestattet mit reichlichen Unter— richtsmitteln, verbunden mit einem offenen Zeichensaal. Unterricht im Freihand- und Ornamentzeichnen, kunst⸗ gewerbl. Zeichnen, Linearzeichnen, darstell. Geometrie, Schattenlehre, Bauconstrukttonslehre, Fachzeichnen für sämmtliche Gewerbe, Geometrie, gewerbl. Rechen-Unter⸗ richt ꝛe. Das Unterrichtsgeld beträgt nur 50 Pf. pro Monat. Nähere Auskunft durch den Vorstand des Lokal⸗ gewerbvereins. 5 20 Bergmann's Original allein ächte Zahnseife ist das vor 40 Jabren von Dr. Bergmann erfundene allein von Bergmann& Co., Frankfurt a. M. fabrizirte vorzügliche Zahn- Reinigungs- Mittel, welches einen europäischen Ruf erworben. Zu haben bei Hof- Apotheker Läühn. 1497 1189 Nach ärztlicher Vorschrift angefertigte Eisen⸗ Chocolade von Franz Schulz, Hoflieferant in Berlin. Depot in der Mohrenapotheke in Friedberg.(H. 11314.) 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