1 10 erich. Pf., 60 an macher, 0 885. Bonnerstag den 22 . October. 2 125. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. rtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Annoncen von auswä Amtlicher Theil. Betreffend: Die Holzpreistarife der Gemeindewaldungen des Kreises Friedberg. Friedberg den 17. October 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Antrag der Forstbehörden und Gemeindevorstände wird hiermit die von uns im Kreisblatt Nr. 74 von 1880 unterm 21. Juni 1880 veröffentlichte Einrichtung dahin abgeändert, daß nunmehr für die Gemeindewaldungen der Oberförstereien Altenstadt, Bingenheim, Butzbach, Hoch⸗Weisel und Ober-Rosbach vom Rechnungsjahr 1886/87 an bis auf Weiteres der jeweilige Holzpreistarif für die Großherzoglichen Doma— nialwaldungen vollständig in Anwendung kommt, wogegen für die Gemeindewaldungen der Oberförsterei Nieder-Eschbach die im vorerwähnten Kreisblatt Nr. 74 ven 1880 angegebenen Ermäßigungen der Preissätze des Domanialtarifs noch beibehalten werden, der Beilage Nr. 24 zum 1881er Regierungsblatt veroffentlicht wurde und dermalen noch gültig ist. welcher Tarif zuletzt in Zugleich wird bemerkt, daß, wenn auch die Holzpreisansätze in den 1886/87er Gemeindevoranschlägen der oben zuerst genannten Ober— förstereien noch einmal mit den bisherigen Ermäßigungen der Holzpreise des Domanialtarifs gemacht worden sein sollten, schon mit Beginn des Rechnungsjahres 1886/87 die Preise dieses Tarifs immer voll in Anwendung zu bringen sind. doch im Uebrigen Dr. Braden. Betreffend: Die Revision der Brandversicherungs-Kapitalien. Friedberg den 20. October 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die im Verfolg unserer Verfügung vom 19. November 1885 bei uns eingereichten Verzeichnisse derjenigen Gebäude, deren Versicherungs— Kapitalien einer neuen Feststellung bedürfen, weil solche von dem wahren Werthe wesentlich abweichen, erhalten Sie unter der Auflage zurück, die betreffenden Gebäudebesitzer zur alsbaldigen Abgabe neuer Brandversicherungs-Deklarationen anzuhalten. Die Brandexperten werden entsprechende Weisung erhalten. Dr. Braden. Bekanntmachung. Die Herbst-Control-Versammlungen pro 1885 im Kreise Fried— berg, 1. und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Groß— herzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115, werden in nach— stehender Weise abgehalten: A. In Butzbach, auf dem Viehmarkt. Am 13. November, Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen sämmtliche Reservisten und die zur Dis— position der Truppentheile und Ersatz-Behörden beurlaubten Mann— schaften aller Waffen, sowie diejenigen Wehrleute, welche im Herbst dieses Jahres zum Laudsturm überzuführen sind(das sind diejenigen Mannschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. April und 30. Sep— tember 1873 in den Militärdienst eingetreten sind), aus den Ortschaften: Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Langenhain mit Ziegenberg, Mai— bach, Münster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppershofen, Ostheim, Pohl⸗Göns, Rockenberg, Trais-Münzenberg, Wohnbach. B. In Friedberg, im Hof der Kloster-Kaserne. Am 13. November, Nachmittags 2 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Ortschaften Bad-Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Friedberg, Ockstadt, Bauernheim, Beienheim ö Dorn a Asseuheim, Melbach, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ossenheim, Neichels heim, Rödgen, Schwalheim, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim, Wisselsheim. C. In Nieder⸗Wöllstadt, am Eisenbahn-Viaduct über der Friedberger Chaussee. Am 14. November, Vormittags 8½ Uhr. Gräfenrode, Holzhausen, Ilbeustadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder— Wöllstadt, Nieder-Florstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Okarben, Ober-Florstadt, Ober-Wöllstadt, Petterweil, Rodheim, Staden, Stammheim, Wickstadt. D. In Vilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südliches Ende von Vilbel. Am 14. November, Nachmittags 3 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Ortschaften Buͤdesheim, Dortelweil, Groß-Karben, Helden— bergen, Harheim, Klein-Karben, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder— Eschbach, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Rendel, Vilbel. Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältnisse Dispen— sations-Gesuche von den Control-Versammlungen vorbringen wollen, so sind diese,— von der Ortsbehörde beglaubigt,— mindestens 8 Tage vor der Control-Versammlung dem betreffenden Bezirksfeld— webel vorzulegen. Nur für außerordentliche Fälle ist eine kürzere Frist statthaft. Wer Dispensation von der Control-Versammlung erhält, hat sich spätestens 14 Tage nach der Control-Versammlung bei dem zuständigen Bezirksfeldwebel zur Nachcontrole zu melden. Außerdem werden die Großherzoglichen Büͤrgermeistereien ersucht, jeden Controlpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter darauf aufmerksam zu machen, daß keine besonderen Ordres zur Ge— stellung ausgegeben werden. 0 Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien Das Großherzogliche Bezirks- Kommando Friedberg. * aus den Ortschaften Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗ 3 Roemheld. ne Betreffend: Die gemeinschaftlichen Ortskrankenkassen. Friedberg den 20. October 1885. * Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 1 an die Vorstände der gemeinschaftlichen Ortskrankenkassen, sowie die Bürgermeistereien der gemeinschaftlichen Kassenbezirke. ter Wir haben wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß der 8.14 der Statuten zu Irrthümern Veranlassung gegeben hat, welche zu 2 großen Unzuträglichkeiten und Streitigkeiten zwischen den Ortskrankenkassen und den Armenverbänden geführt haben. a tig g Wir machen Sie daher auf folgende Grundsätze, welche bei der Berathung der betreffenden Bestimmungen maßgebend gewesen sind 11. 7. aufmerksam, und beauftragen Sie, sich nach denselben zu bemessen. 5 0 1 9 564 1. Wird die Hospitalverbringung auf Antrag des Kassenarztes von dem Vorstand verfuͤgt, so hat der Vorstand demjenigen Ortsarmen— verband, welcher nach 8. 28 des Unterstützungswohnsitzgesetzes zur vorläufigen Unterstützung eines Hülfsbedürftigen verpflichtet erscheint, sogleich 1 8 0 nach verfügter Verbringung hiervon Mittheilung zu machen, damit derselbe bei etwaiger langerer Dauer der Unterstützungsbedürftigkeit über die g Janil. 13 Wochen hinaus, oder im Falle bei der Hospitalverpflegung andere als die statutenmäßigen Leistungen nöthig werden, dem Huͤlfsbedürftigen N die gesetzliche Armenunterstützung rechtzeitig gewährt werden kann. f a. 2 a don 5 42 en der Vorstand die Hospitalverbringung verweigert, so hat, falls dieselbe nothwendig erscheint, der Erkrankte, falls er huͤlfs⸗ f unten bedürftig ist, sich an den Bürgermeister derjenigen Gemeinde, welche gemäß§. 28 des Unterstützungswohnsitzgesetzes zur vorläufigen Unterstützung ne verpflichtet ist, zu wenden, welcher die Verbringung in ein Hospital nach den Grundsätzen der Armenunterstützung zu veranlassen hat. Sogleich —— nach verfügter Verbringung hat aber der Buͤrgermeister dem Vorstand hiervon Mittheilung zum machen, um die dem Armenverband gemäß 9§. 57 des Krankenkassengesetzes zustehenden Rechte zu wahren. 11 f * . Verbringung in das Hospital auf Antrag des Arztes bewirkt. In diesen Fällen erscheint den Hospitalverwaltungen gegenüber lediglich der betreffende Armenverband zur Kostenerstattung verpflichtet, und kann derselbe die Ortskrankenkasse nur auf Grund des§. 57 des Krankenkassengesetzes angehen. Was die Auslegung dieses Paragraphen betrifft, so machen wir darauf aufmerksam, daß, wenn ein Armenverband eine Person unter— stützt, welcher ein Anspruch gegen die Ortskrankenkasse zusteht, dieser Anspruch in Höhe der geleisteten Unterstützung auf den Armenverband übergeht; d. h. der Versicherte erhält das Krankengeld nur soweit ausbezahlt, als es die Auslagen des Armenverbandes übersteigt. Hat aber ein Armenverband mehr geleistet, als die statütenmäßige Krankenunterstützung beträgt, so sind die Mehrausgaben als Armen— unterstützung anzusehen, und sind die Worte„ein Betrag der geleisteten Unterstützung“ nicht etwa so zu verstehen, als ob die Ortskrankenkasse über ihre statutenmäßigen Verpflichtungen hinaus sämmtliche Kosten, die ein Armenverband geleistet hat, zu ersetzen habe. Da die Ortskrankenkasse neben dem Krankengeld noch freie ärztliche Behandlung und Arzneimittel zu leisten hat, im Falle der Hospital— verpflegung aber diese letzteren Leistungen in den Normalsätzen dieser Anstalten einbegriffen sind, so empfehlen wir mit Rücksicht auf die Schwierigkeit der Berechnung, nach Analogie des F. 15 der Statuten auch hier statt der Kosten für Arzt und Apotheke ein weiteres Viertel des ortsüblichen Tagelohnes in Ansatz zu bringen, so daß die Kasse dem Armenverband im Ganzen ¼½ des Tagelohnes zu ersetzen hat, wenn die Verbringung von dem Armenverband veranlaßt worden ist. Das gleiche gilt bei Gefahr im Verzug, wenn der Vorstand nicht rechtzeitig benachrichtigt werden kann, und der Bürgermeister die Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Sekretär an der Uni— versitätsbibliothek zu Würzburg Dr. Haupt wurde zum Bibliothekar an der Landes-Universität er— nannt, der Direktor der Hofbibliothek Geheime— rath Dr. Walther auf Nachsuchen, unter An— erkennung seiner Dienste, in den Ruhestand ver— setzt, der Oberförster Krauß in Grebenau nach Nieder-Ramstadt, der Oberförster Freih. von Schenk zu Schweinsberg in Wald-Michelbach nach Alzey versetzt, der Forstassessor Grünewald aus Harreshausen zum Oberförster in Wald— Michelbach, der Forstassessor Walther aus Wörr— stadt zum Oberförster in Grebenau, der Hof— bibliotheker Dr. Maurer zum Direktor der Hof— bibliothek, der prov. Lehrer an dem Schullehrer— Seminar zu Friedberg Schüler zum Lehrer an dieser Anstalt ernannt. Berlin, 19. Okt. Gegenüber den unwahren Mittheilungen über ein bereits erzieltes Abkom— men zwischen Deutschland und Spanien ist darauf hinzuweisen, daß in Spanien keine besondere Befriedigung über den Inhalt der letzten deutschen Note herrscht; man hatte dort factisch geglaubt, Deutschland werde sich ohne Weiteres zu jeder Concession bereit finden. Das spanische Mini— sterium will noch in dieser Woche die deutsche Note beantworten. — 19. Okt. Die Frage der Berufung einer Conferenz in der bulgarischen Angelegenheit wird binnen Kurzem gelöst sein, da die Verhandlungen der Mächte über die Grundlage für das Con— ferenzprogramm einen günstigen Verlauf nehmen und gehofft werden darf, daß die noch bestehen— den Meinungsverschiedenheiten baldigst ausge— glichen werden. — Commodore Paschen, der seine Sache vor Zanzibar so gut gemacht hat, daß nicht ein ein— ziger Schuß zu fallen brauchte und der Sultan doch in allen Stücken nachgab, ist außer der Reihe zum Contreadmiral befördert worden. Man sagt, dies habe er Bismarck zu verdanken. — Die landesherrliche Anerkennung Kre— mentz's als Erzbischof von Köln ist mittelst allerhöchster Urkunde vom 16. Oktober erfolgt. — Auch in der Provinz Posen sind jetzt wirthschaftliche Conferenzen von der Regierung in's Leben gerufen worden. — Es gilt jetzt als sicher, daß der preußische Landtag erst im Januar berufen, dagegen der Reichstag in der Woche zwischen dem 16. und 26. November zusammentreten wird. — Die Berufsgenossenschaften werden darauf aufmerksam gemacht, die Ausscheidung der bei ihnen irrthümlicher Weise angemeldeten Betriebe vor Feststellung des Katasters im Wege der Corxespondenz bewirken zu wollen, weil später durch das im Gesetze vorgeschriebene umständliche Verfahren viele Weiterungen entstehen würden. — 20. Okt. In der Generalsynode berichtete Professor Foerster-Halle heute über die vorliegen— den Anträge, betreffend die Sonntagsruhe; die Generalsynode nahm den Vorschlag an, den Oberkirchenrat zu ersuchen, darauf hinzuwirken, daß durch eine einheitliche Gesetzgebung und Anordnung der Verwaltungsbehörden die Sonn— tagsordnung mehr als bisher durchgeführt werde. Die General-Superintendenten werden zur Weck⸗ ung und Belebung des Sonntagssinnes einen Hirtenbrief an die Gemeinden richten. Braunschweig, 20. Okt. Die staats— rechtliche Commission beantragt heute im Land— tage: Der Landtag wolle sich verwahren gegen die in dem Schreiben des Herzogs von Cumber— land vom 22. September ausgesprochene Be— schuldigung, er habe durch die Mitwirkung bei der Landesregierung durch den Negentschaftsrath an der thatsächlichen Beeinträchtigung der herzog— lichen Rechte theilgenommen; die Commission sprach den Grundsatz aus, daß sie staats- oder landesverfassungsmäßige Mittel nicht besitze, um die vom Herzog von Cumberland selbst geschaffene Lage zu beseitigen. Dieser Antrag wurde mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Der Staatsminister Graf Görtz schlug sodann Namens des Regentschaftsrathes den Prinzen Albrecht von Preußen zum Regenten vor. Die Abstim— mung soll morgen erfolgen. Stuttgart, 19. Okt. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist zum Besuch der königlichen Familie hier eingetroffen, München, 20. Okt. In der Abgeordneten— kammer wurde heute das Militärpensionsgesetz bei namentlicher Abstimmung einstimmig ange— nommen. Der Kriegsminister zog die Vorlage, betreffend den Neubau einer Infanterie-Kaserne in Bamberg, zurück, indem er sich eine ent— sprechende neue Vorlage vorbehielt. Der Mi— nister constatirte, daß von 3300 nachträglich in Deutschland bewilligten Kriegspensionsgesuchen allein 1060 auf Bayern entfallen. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 19. Okt. Graf Taaffe beantwortet eine Interpellation be— treff? der böhmischen Excesse. Die Regierung mißbilligte schärfstens die Ausschrettungen, an welchen Angehörige beider Nationalitäten be— theiligt seien. Die Behörden hätten überall ihre Schuldigkeit gethan, die Regierung könne daher die Behauptung, den Deutschen würde kein aus— reichender Schutz gewährt, entschiedenst zurück— weisen. Sie müsse auch die Behauptung des Armee als vollständig unbegründet bezeichnen. Falls die Ausschreitungen sich wiederholen sollten, werde die Regierung, von welcher Seite die— selben auch ausgehen mögen, rücksichtslos mit der ganzen Strenge des Gesetzes vorgehen. — 20. Okt. Das„Wiener Tagblatt“ meldet, die europälsche Conferenz habe vorgeschlagen, die bulgarische Union mit einer Revision des rumelischen Statuts zu genehmigen und die serbische Grenze im Osten auf bulgarische Kosten zu rectifieiren. Fürst Alexander werde abdanken. England erhebe Einwendungen gegen das Con— ferenz-Programm, Oesterreich solle die Führung übernehmen. Diese Meldung wird jedoch bis jetzt von keiner Seite bestätigt. Frankreich. Paris, 19. Okt. Bei den 214 Stichwahlen sind 199 Republikaner oder Radicale und 15 Conservative gewählt worden. — Ein dem„Univers“ über die Christen— verfolgungen in Annam von dem Missionär Martin zugegangenes Telegramm aus Saigun meldet, daß der Missionär Chatelet, sowie zehn eingeborene christliche Priester und gegen 7000 Christen niedergemacht worden seien. Großbritannien. London. Die„Times“ will wissen, Lord Salisbury habe Englands Eindringens des Nationalitätenhaders in die! Theilnahme an der Conferenz von einigen Vor— behalten abhängig gemacht. Spanien. Madrid, 19. Okt. Die Be⸗ hörden ließen gestern Militär zusammenziehen und durch Mannschaften der Polizei und Gendarmerie die Zugänge zum Prado und zur deutschen Ge— sandtschaft bewachen. Es lief nämlich das Gerücht um, daß eine neuerliche anti-deutsche Mani— festation beabsichtigt werde. Der Tag verlief jedoch ruhig, von keiner Seite wurde die Ord— nung gestört. Türkei. Konstantinopel, 18. Okt. Sir H. D. Wolff hatte eine lange Unterredung mit dem Großvezier und mit dem Minister der aus— wärtigen Angelegenheiten. Es ist ein Irade erlassen worden, welches die Pforte anweist, Vorschläge für eine Convention zu machen, die als Basis für das Arrangement der egyptischen Commission dienen soll. ist von türkischer Seite zum Commissions-Chef empfohlen worden Serbien. Belgrad, 19. Okt. Das serbische Haupt-Quartier wurde nach Leskovac verlegt; nur zwei Regimenter verbleiben in Nisch. Drei— zehn Infanterie-Regimenter, dazu Cavallerie und Artillerie, sind an die Grenze vorgerückt. Den Kosiakpaß an der bulgarischen Grenze, der theil— weise türkisches Gebiet ist, besetzten serbische Truppen. Rumelien. Philippopel, 19. Okt. Der Fürst inspitirte die Grenztruppen, die den Be— fehl erhielten, jeden Zusammenstoß mit den türkischen Vorposten zu vermeiden.— Die Per— sonalunion acceptirten die Bulgaren nicht. Die Annahme derselben würde die Situation auf der Balkanhalbinsel verwickeln. Das Land verlangt unbedingte Vereinigung unter Fürst Alexander. Rußland. Petersburg.„Nowosti“ melden die Einsetzung einer Spezial-Commission im Finanzministerium zur Berathung über Heran— ziehung der Eisenbahn- Unternehmungen zur Handelssteuer und über die Besteuerung der Einkünfte aus Eisenbahn-Actien. — Die„Povosti“ constatirt, daß befohlen wurde, so schnell als möglich 4 weitere Stahl— kreuzer für die baltische Flotte zu bauen und 3 große Eisenpanzer für das schwarze Meer, sobald die 3 Panzerschiffe von etwa 10,000 Tonnen vom Stapel gelassen worden sind, welche jetzt auf den Docks von Sebastopol und Nikolajeff gebaut werden. Kronstadt, 17. Okt. Die Corvette„Vitiaz“ und die Fregatte„Olaf“ sind heute von hier ab— gegangen, um der kaiserlichen Nacht„Derschawa“ entgegenzufahren. An Bord der Corvette„Vitiaz“, die zugleich eine Probefahrt macht, befindet sich der Marineminister Viceadmiral Schestakow, welcher unterwegs die baltische Flotte inspieiren wird. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Wir erlauben uns, da die Errichtung einer Naturalverpflegungsstatton auch hier im Werke ist, unsere Leser auf folgende Mittheilungen der D. Z. hinzuweisen.„Naturverpflegungs⸗ station. Die schon erwähnte Naturverpflegungsstation für mittellose Durchreisende ist nunmehr errichtet; die Station erstreckt sich auf den Kreis Darmstadt und ist der Leitung des Großh. Polizeiamtes Darmstadt unterstellt. Das genannte Poltzetamt richtet im Hinblick auf diese neue Einrichtung an das Publikum die dringende Aufforderung, alle um ein Almosen bittenden fremden Handwerksgesellen ze. unter allen Umständen ab⸗ weisen und an die Verpflegungsstation verweisen zu Hassan Fehmi Pascha —— 2 S— — wollen. Mit dem Büreau der Verpflegungsstatlon ist eine Arbeltsnachwelsestelle verbunden, und sind seitens des Polizetamts alle Industrielle und Gewerbe— treibende, welche Gehilfen und Arbeiter bedürfen, ersucht, ihren Bedarf jeweils dem Büreau schriftlich mitzuthellen, damit ihnen vorkommenden Falles die Statlonshilfe in Anspruch nehmende Arbeitsuchende der betreffenden Branche zugewiesen werden können.“„Ferner:„Die Natural— verpflegungsstation verpflegte gestern, als am Tage ihrer Eröffnung, 18 Personen. Dieselben erhielten Nachtessen, Quartier für die Nacht u. s. w. Heute Morgen mußten dieselben 1 bis 2 Stunden für das ihnen Gebotene arbeiten, wie Holz kleinmachen ꝛe. Die Leute bezeigten sich sehr dankbar und zogen dann wohlgemuth weiter. Mainz, 20. Oct. Die Polizei fand heute in dem Aborte der Wirthschaft„Zum Tannenbaum“ in der Sack— gaffe den Kopf, sowle die Beine des ermordeten Schuh— macher Wothe und wurden diese Körpertheile mit Be— stimmtheit als zu dessen Rumpf gehörig eruirt. Das letzte Dunkel über den sensationellen Mord wäre somit gelichtet. . Allerlei. Usingen. Unter den standesamtlichen Aufgeboten in Nr. 226 der„Nassaulschen Volksztg.“ heißt es:„Der Tünchergehilfe Adam Karst von Hasselbach, Amts Usingen, wohnhaft dabier, und Katharine Hilz von Fischbach, Amts Königstein, wohnhaft dahier, und Karoline Elise Susanna Wilhelmine Schweitzer von hier, wohnhaft da— hier.“ Und das Standesamt billigt dieses bigamische Verhältniß? Oberammergau, 16. Oet. Gestern Nachmittag erhob sich ein starker, auffallend warmer Südwind, der die Nacht über andauerte und allmählig an Heftigkeit zunahm, so daß er die Häuser erzittern machte. In Ober⸗ und Unterammergau deckte, den„N. N.“ zufolge, der Wind viele Dächer ab, 60 bis 70 Fuß hohe Baume wurden massenweise entwurzelt, besonders am Sonnen— berg knickte er Hunderte von starken Bäumen wie Zuͤnd— hoͤlzer ab. Die Straße von hier nach Oberau wurde von kreuz und quer über dieselbe geworfenen Stämmen unpassirbar gemacht und die Bewohner der anliegenden Ortschaften hatten schwere Arbeit, diese wieder frei zu machen. In Graswang soll der Sturm ähnlich gehaust haben und auch in Partenkirchen wurde unter vielen anderen Beschädigungen das Dach der Schnitzschule stark mitgenommen. Literarisches. Ein fröhliches„Glück auf!“ rufen wir einer neuen jungen Zeitschrift„Siegfried“ zu, welche es sich zur speztellen Aufgabe gestellt hat, der schädlichen Colportage⸗ Literatur entgegenzuwirken, und welche für den denkbar billigsten Preis(für drei Monatshefte! Mark) anregende, unterhaltende und belehrende geistige Kost bietet. Das erste uns vorliegende Heft des„Siegfried“, dessen Redaktion Lindenberg in Berlin führt, macht durch seinen Inhalt den besten Eindruck. Einem warmen Begrüßungs— Gedicht von Storck folgt eine gemüthreiche Erzählung: ö „Die Tochter des Brandstifters“ von E. Mentzel; dieser reiht sich ein spannender Theater Roman aus der Gegen— wart„Anny“ von Fr. Ewald an. Ueber die ersten abenteuerlichen Luftballon-Fahrten plaudert R. Schmidt und in packenden Farben schildert uns Baron A. von! Gerste, Brauerwaare M. Moltke elne Tigerjagd auf Java. Von den ferneren Beiträgen erwähnen wir noch:„Was Alles aus einem Schneiderbub' werden kann“ von P. Lindenberg und zwei fesselnde Skizzen von P. K. Rosegger:„Aus meinem Wanderleben“ zc. ꝛc. Fährt der„Siegfried“ so fort; so wird er bald eine gute volksthümliche Zeltschrift im besten Sinne des Wortes sein!— Probehefte und Prospekte versendet gratis jede Buchhandlung sowie Meinhard's Verlagsbuchhandlung in Beerfelden J. O. Handel und Verkehr. Friedberg, 21. Oet. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 7—8 Pf. Friedberg, 20. Oet. Fruchtberlcht. Watzen M. 16.75 bis 00.00, Korn M. 14.75—00., Gerste M. 14.—16., Hafer M. 12.50— 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund. Butzbach, 17. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10, Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 2 Stück 12 Pf. Gießen, 17. Oct. Auf dem heutigen Wochen— markte kostete Butter per Pfd. 0.90 0.95 M., Eier 1 Stück 7 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 3.00— 4.00 M., Zwiebeln per Ctr. 4 bis 4.50 M. Weißkraut per Stück 4— 7 Pf. Grünberg, 14. Oct. Auf dem heutigen Gallus— markte waren 278 Rinder und 2184 Schweine auf⸗ getrieben, sowte 355 Krämerstände aufgestellt. Die für Schweine erzielten Preise können recht gute genannt werden Frankfurt, 19. Oct. Fruchtberscht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 32—33, Nr. 1 M. 26.50 27 50, Nr. 2 M. 25— 26, Nr. 3 M. 23—24, Nr. 4 M. 16.50 bis 17.50, Nr. 5 M. 15.50 16.50. Milchbrod und Brodmehl im Verband M. 50—52, norddeutsches und westfälssches Weizenmehl 00 M. 23—23.50, Roggen⸗ mehl Nr. 0(htesiges) M. 23—24, do. 0/1 do. M. 21 bis 22, do. 1 do. M. 19.50 20.50, do. 2 do. M. 17.25 bis 17.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 16.75— 17, frei ab Bahnhof hier M. 17.25, do. fremder je nach Qual. M. 17.75— 18.50, Roggen hiesiger M. 14.75— 15, 15.50—19, do. zu Mahl⸗ zwecken M. 12, Hafer je nach Qual. M. 13.25 14.25, Raps M. 22.50— 22.75, Mais, bunter(mixed) M. 12 bis 12.25. Kartoffeln M. 2— 2.50.— Heu M. 3—3. Roggenstroh M. 2 per Ctr. Roggenklete M. 5, Weizenkleie M. 4.50 per Ctr. Rüböl im Detail M. 52 bis 53. Stimmung ruhig. Frankfurt, 19. Oet. war mit 410 Ochsen, 27 Bullen, 465 Kuͤhen, Stieren und Rindern, 258 Kälbern, 777 Hämmeln und 134 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 66 bis 67, 2. Qual. M. 54— 64, Bullen 1. Qual. M. 38 Der heutige Viehmarkt bis 40, 2. Qual. M. 34— 36, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50—55, 2. Qual. M. 35-45, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 58-60 Pf., 2. Qual. 48—50 Pf., Hämmel 1. Qual. 55—56 Pf., 5 „Qual. 35— 45 Pf., Schweine, inländische 58—62 Pf. Herberge zur Heimath An Beiträgen gingen eln, gesammelt durch Professor Göttingen 3 M.; Pfarrer Briegleb in Wingershausen! M.; Prof. Bassermann in Heidelberg 5 M.; Rector Schenk in Berlin 3 M.; Geheimerath Fischer in Mainz 3 M.; Ministertalsecretär Dr. Linß in Darmstadt 6 M.; Professor Dr. Weiffenbach 3 M.; Krelsassistenzarzt Dr. Lehr in Mainz 3 M.; Rentner W. Schwab in Darmstadt 5 M.; Buchdruckerei-Besitzer Wittich in Darmstadt 5 M. Durch Decan Meyer gesammelt: Von E. Häberle hier 50 M.; Pfarrer Götz in Langenhain 1 M.; Pfarrer Bornagins in Fauerbach 1 M. Durch Seminarlebrer Wahl gesammelt: Von Prof. N. N. in Gleßen 3 M.; Pfarrer Seriba in Alsbach 1 M.; Oberpostmelster Pfaltz in Darmstadt 2 M.; Seminarlehrer Flegler in Bens⸗ heim 1 M.; Freimaurerloge in Friedberg als erste Gabe 25 M.; Mehrerlös aus 4 Predigten 1 M. 35 Pf. Durch Pfarrer Walz in Bad⸗Nauheim gesammelt: Von Bürgermeister Wörner 5 M.; Pfarrer Walz 5 M.; Geberinger 3 M.; H. Stoll II. 5 M.; G. Hartmann! M.; Langs dorf 1 M.; Tielemann 5 M.; Huber 3 M.; G. Wibdendorff 5 M.; B. 3 M.; Hahn 2 M.; Wieder⸗ hold 2 M.; Nebhuth 3 M.; Schmidt 2 M.; Jager 3 M.; Dr. Bode I. 5 M.; Frl. Münch 3 M.; Hch. Oster⸗ meyer 2 M.; B. Schwab 1 M.; Ph. J. Weiß 5 M.: Dr. Grödel 5 M.; Dr. W. Bode 5 M.; F. Schmidt 3 M.; Lehrer Reuß 1 M.; Frau Professor Blümmer 5 M.; Andreas 1 M. Ferner gingen ein bei dem Rechner: Von Decan Meyer 20 M.; Dr. Becker 40 M.; G. Schwarz 25 Mark. Für verkaufte Predigten 15 M. 56 Pf. Friedberg, 21. Oetober 188. Der Rechner. Die fünf Mark, welche vorigen Sommer im kirchlichen Opferstocke„zu mildem Zwecke“ bestimmt waren, wurden von belden Beauftragten dem blinden Brack gegeben. Dr. Diegel. Geld- Cours. Frankfurt am 20. Oktober 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke. W. do. in ½ 16. 5 1 Englische Sovereings 20. 30 20. 26 Russische Imperiales. 4 16. 72 16. 68 Ducaten. 0 9. 60 9. „al maten 9. 63 9. 59 Dollars in Gold.. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedperg. Sabbathfeier vom 24. Oktober 1885. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 35 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Win. Sabbathausgang 5 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 25. Oktober an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr. Montag den 26., sowie Donnerstag den 29. Oktober Morgens 6 Ubr 30 Win.(Selichoth). Dr. Weiffenbach: Von Freifrau v. Eschel in Eisenach 5 M.; Decan Bechtel in Durlach 3 M.; Prof Dr. Bechtel in! 3185 Halb. Wagen, neu, leicht, sol., eleg., preisw. Abb. grat. J 6 Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. H.(1827.) 8* Immobiliar-Versteigerung. Im Auftrag Großherzoglichen Amtsgerichts Friedberg sollen die nachverzeichneten Immobilien, zum Nachlasse des Adam Feiling dahier gehörend, Freitag den 23. October, Vormittags 10% Uhr, auf hiesigem Rath⸗ hause öffentlich meistbietend versteigert werden: Flur. Nr. Klafter. „218. 27. Hofraithe in der Stadt, 1. 217. 7,2. Grabgarten daselbst, 35,5. 106. Acker am Sodenweg, 4. 134. 110. Acker am grünen Weg, „ 95. Grabgarten am Mainzerthor. Bemerkt wird bezüglich der Hofraithe, daß dieselbe in einem gut erhaltenen Zustande sich befindet und ver— möge ihrer vorzüglichen Lage auf der Katserstraße auch zum Betriebe eines offenen Ladengeschäfts geeignet sein wird. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3605 Steinhäußer. 65 1 1** — 5 51 Mobiliar-Versteigerung. Freitag den 23. Oetober l. J., Nachmittags 1½ Uhr anfangend, sollen in der Behausung des verstorbenen Adam Felling, Kaiserstraße Nr. 550, folgende gut erhaltene Mobilien, nämlich: 2 Sopha, 2 Commode, 1 Pfeilerschränkchen, 3 Kleider— schränke, 4 Bettstellen, 1 Standuhr, 1 Brandkiste, mehrere Tische, Stühle, Spiegel, Porträts, 1 Küchen— schrank mit Glasaufsatz, Kleidungsstücke, Bettwerk, Weißzeug, 1 Regenfaß, Brennholz, Braunkohlen, so— wie sonstige Haus- und Küchengeräthschaften erbvertheflungshalber an den Meistbietenden versteigert werden. Frtedberg den 16. October 1885. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. + 1 2 irken-zalsam- eile von Bergmann& Co, Frankfurt a. M., vorzüglich gegen Hautunreinigkeiten, à Stück zu 30 und 50 Pf. 3606 3641 auf hiesigem Bürgermelsterei-Büreau eln der hiesigen Gemeinde zustehender, zur Nachzucht zu schwer gewordener Faselochs öffentlich meistbletend versteigert werden 3631 Aktienverloosung. Bei der heute stattgefundenen Aktienverloosung der gezogen: Nr. 34. 39. 68. 128. 143 und 160 und können die Beträge gegen quittirte Rückgabe der Obligation, der noch übrigen Zinsabschnitte und Talon bei dem Rechner, Herrn Gatzert hier, am 1. Januar 1886 erhoben werden. Sollte ein Betrag bis zum 1. April 1886 nicht erhoben werden, so wird es angesehen, als habe der Besitzer der Aktie dieselbe der Anstalt zum Geschenk ge— macht und wird nach diesem Termin keine Zahlung mehr geleistet. Friedberg den 20. Oktober 1885. Großherzogliche Direktion der Blinden-Anstalt. 3643 Schäfer. Güter⸗Verpachtung. Freitag den 23. d. Mts., Vormkttags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus verschiedene, dem Großherzogthum Hessen gehörende, unter der Verwaltung der Groß⸗ herzoglichen Blindenanstalt dahter stehende Grundstücke, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, auf weitere neun Jahre nochmals an den Meistbletenden verpachtet werden. Friedberg den 20. October 1885. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Faselochs-Versteigerung. Freltag den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll Fauerbach b. Fr. am 18. Oktober 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. 1 g Neisel, Trauben-Brust Syrup Pf. und 1½ Mark bei bel Apotheker Län. 3188 in Flacons à 50 Pf., 90 3636 5 J. A. Windecker, Friedberg. 3 Großherzoglichen Blinden-Anstalt zu Friedberg wurden Stadt Alzeyer 3648 0 ein der hiesigen Gemeinde g eigneter Faselochs auf dem Rathhause meistbietend ver— steigert werden. 3632 empfiehlt billigst gegen rauhe und spröde Haut. Bekanntmachung. Bei der am 15. d. Mts. vorgenommenen Verloosung Obligationen sind die Nr. 3. 4. 5. 11 und 12 der V. Serie zur Rückzahlung gezogen worden. D — en Inbabern dieser Obligationen wird vom 1. Januar 1886 an gegen Aushändigung derselben, sowie der nicht fälligen Zinseoupons der Nennwertb durch die Stadtkasse zu Alzey, oder die landwirthschaftliche Creditbank zu Frankfurtza. M. ausbezahlt werden. Vom 1. Januar 1886 ab hört der Zinsenlauf der benannten Obligattonen auf. Alzey, 17. Oktober 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Alzey. Liessem. 3 8* 5„ Faselochs-Versteigerung. Freitag den 23. Oktober l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau ein der Ge— meinde zustehender Faselochs oͤffentlich versteigert werden. Nieder-⸗Weisel den 20. Oktober 1888 Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Weisel. Reuter. 89 1 oy 5 Faselochs-Versteigerung. Freitag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ehöriger, zum Schlachten ge— 642 Nieder⸗Florstadt den 19. Oktober 1885. Großherzogliche Buͤrgermeisterel Nleder-Florstadt. Alles. Normal⸗Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Leibbinden, System„Jager“, 3595 Heinr. Diehl. Usagasse. Vaseline-Cold-Cream-Seife Vorräthig à Packet Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühsn. 3187 To ränderungshalber uf unserer beiden Waaren-Lager, und verkaufen wir, um rasch zu räumen, den ganzen Waarenbestand bedeutend unter Einkaufspreis. 2 J. Für th's Curn. J. A. Uauheim nachsulger Lungen- und Hals krauken, Schwindsüchtigen und Asthmaleidenden zur Anzeige, daß die Pflanze„Homeriana“ für Deutschland allein ächt bei dem unterzeichneten, notariell bestellten General-Depositär erhältlich ist. Prospekte übersendet kostenfret über diese Pflanze 3150 Ernst Weidemann. Liebenburg am Harz. 3 Kein Geheimmittel! e Eisen⸗Chocolade von Franz Schulz, Berlin, Hoflieferant. Von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blntarmuth immer mit Erfola angewendet. Devot in der Mohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). Oesfarben. 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Schwindel, würde man sagen, 1422 wenn heute eine Zahntinktur empfohlen würde, die neue Zähne in alten Lücken hervorbringt, und doch wäre dieses gleichbedeutend mit dem Versprechen neuer Haare auf kahlen Stellen! Deßhalb kann man bei den sich massenhaft mehrenden Mitteln für Haarleidende nicht genug auf das seit Jahren bewährte, von allen Autoritäten empfohlene, wegen seiner wirklichen Güte und Billigkeit sich auszeich— nende Carl Retter'sche Haarwasser, München, aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht, nämlich Corservirung und Kräftigung des Haares, Neinigung aller Kopfhautübel, als Schuppen ꝛc., Herstellung eines weichen glänzenden Haares und festen Scheitels.— Zu haben um 40 Pf. und M. 1.10 bei J. Baumeister in Friedberg. Ameiseneier, getrocknet, empfiehlt E J. Baumeister. 1 Neue 5 Italienische Kastanien Maronen) 3478 bei Wilhelm Fertsch. Englische Speckbückinge 3620 empfiehlt. Bernbeck. 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Meine Wohnung befindet sich von heute an Bismarckstraße in dem Hause des Herrn Bender. A. Winkler, 3538 Zahntechniker. Ausverkauf. Durch Uebernahme der Gastwirthschaft des Herrn Bierbrauer Burck verkaufe ich meine sämmtlichen Waaren aus, als: Unterhosen, Unterjacken, Hamburger und Arbeitsblousen, Hemden, Kragen, Halstücher, Strümpfe, Binden, Schürzen, sowie sämmtliche Kurz⸗ und Galanterie-Waaren. Conrad Hess, 3645 neben der Görtz'schen Apotheke. Brumata-Leim, bestes Schutzmittel für Obstbäume, um dieselben vor am Stamm hinaufkriechenden Insekten zu bewahren, empfiehlt 3646 J. Baumeister. Prima Hammelfleisch n Thee⸗Compagnie eie grünen und schwarzen Thee in Pack. von 125 Gr. à 80 Pf., M. 1.05, M. 1.10 in vorzüglicher Qualität bei 8 3649 J. A. Windecker. Ein ordentlicher Junge, welcher die Metzgerei erlernen will, kann in die Lehre treten bei Adolf Engel, 3576 Wetzgermeister. Ein lüchliger Schweizer wird gegen guten Lohn sofort gesucht. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt Herr Sch. Waltz, Friedberg. 3635 Unterjacken& Unterhosen Felder. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. entha 9 5 betre wurd eric assess Amte hofer richte anwe Hom Alsz bach Off in zum Nied dem Sch bei Sch Lau zum stent Regi des Eiser Bess.