endet. ürzen nehrich ird eine erne,;, Ecosse- itdtich elle, debürsten, gltintl, nl. 1 Donnerstag den 20. August. 2 98. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Wahl der Vertreter der Krankenkassen und Knappschaftskassen nach§. 45 des Unfallver— August 1885 sicherungsgesetzes. gu 885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Krankenkassen ihren Sitz haben, wollen das nachstehende Ausschreiben den Vorständen der Kassen mittheilen, und bis zum 30. August 1885 berichten, daß die betreffenden Wahlen stattgefunden haben. Die Vorstände der Krankenkassen haben bis zu diesem Termine uns die Namen der Gewählten mitzutheilen. Dr. Braden. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Zur Beseitigung von Zweifeln, welche bei Ausführung der Vorschrift des§. 45 des Unfallversicherungsgesetzes mehrfach entstanden sind, hat sich das Reichsversicherungsamt zu nachstehenden Bemerkungen veranlaßt gesehen. 1. Bei den gemäß§ 45 cit. vorzunehmenden Wahlen sind, abweichend von den Wahlen nach§. 42 a. a. O. alle Krankenkassen— einschließlich der eingeschriebenen Hülfskassen, sowie der auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten Hülfskassen, für welche ein Zwang zum Beitritt nicht besteht,— wahlberechtigt, sofern der einzelnen Kasse mindestens zehn in den Betrieben der Genossenschaftsmitglieder beschäftigte versicherte Pesonen angehören.(Bericht der VII. Commission des Reichstags vom 11. Juni 1884, Drücksachen des Reichstags Nr. 615 S. 42.) Die Gemeindekrankenversicherung gilt im Sinne des§. 45 nicht als Krankenkasse. 2. Die„Kassenmitglieder“, aus deren Zahl die Wahl zu geschehen hat, müssen unfallversicherungspflichtig sein und müssen die Gewählten auch die übrigen Erfordernisse des§. 42 des Gesetzes erfüllen. 3. Die Vorstände der wahlberechtigten Kassen haben, unter Ausschluß der denselben angehörenden Vertreter der Arbeitgeber, für jede Genossenschaft, in deren Betrieben mindestens zehn versicherte Kassenmitglieder beschäftigt sind, je einen Bevollmächtigten und je zwei Ersatz— männer für den Bezirk einer, oder, wenn die Kasse sich über die Bezirke mehrerer Ortspolizeibehörden erstreckt, für den Bezirk mehrerer be— stimmter Ortspolizeibehörden zu wählen. 4. In dem letzteren Falle haben die wahlberechtigten Kassenvorstände die Bezirke der Bevollmächtigten abzugrenzen. Dabei wird in Betracht zu ziehen sein, daß die Bevollmächtigten gemaͤß F. 55 des Unfallversicherungsgesetzes wohl einen Ersatz für entgangenen Arbeitsverdienst, nicht aber einen Ersatz der Reisekosten und sonstiger baaren Auslagen zu beanspruchen baben. 5. Eine Vertheilung der Funktionen der Bevollmächtigten und der beiden Ersatzmänner unter die jedesmal betheiligten drei Personen nach örtlichen Grenzen oder nach Industriezweigen erscheint nicht ausgeschlossen und könnte hierüber schon bei der Wahl Bestimmung getroffen werden. Da, wo eine Kasse sich über die Bezirke mehrerer Ortspolizeibehorden erstreckt, wird indeß die Wahl mehrerer Bevollmächtigten regel— mäßig einer solchen Vertheilung der Funktionen nach örtlichen Grenzen vorzuziehen sein. 6. Dem Wortlaut des F. 45 eit. widerspricht es nicht, wenn ein für mehrere Berufsgenossenschaften wahlberechtigter Kassenvorstand für alle in Betracht kommenden Genossenschaften, oder für mehrere derselben, dieselben Personen zu Bevollmächtigten, oder zu Ersatzmännern wählt. Die Entstehungsgeschichte des§. 45 indessen, sowie das Prinzip der Berufsgemeinschaft, welches die Grundlage des Gesetzes und der durch dasselbe geschaffenen Institutionen bildet, dürfte es jedoch wünschenswerth erscheinen lassen, daß in der Regel für die einzelnen Berufsgenossen— Friedberg den 21. 14 17 Aug. schaften besondere Bevollmächtigte und Ersatzmaͤnner gewählt und nur aus besonderen Gründen hiervon abgewichen werde. Mit Bezug auf unser Anusschreiben vom 25. v. Mts. zu Nr. M. J. 17,892 theilen Reichs versicherungsamtes zur Berücksichtigung mit. J. V.: Knorr. wir Ihnen die vorstehenden Bemerkungen des Rautenbusch. Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Karl Linn von Besigheim(Wüͤrtemberg.) Deutsches Reich. Darmstadt. Der prov. Reallehrer Roskopf zu Mainz wurde zum definitiven Lehrer, der prov. Reallehrer Eck aus Heidelberg zum Reallehrer zu Wimpfen a. B., der prov. Reallehrer Obenauer zu Oppenheim zum definitiven Lehrer ernaunt. Berlin. Nach näheren Erkundigungen er— fährt die„Kreuzzeitung“, daß von einem Wechsel des Hausministeriums, welches Graf Stolberg vorläufig auf 1 Jahr übernommen, nicht die Rede ist, da Kaiser Wilhelm wohl kaum ge— sonnen sein dürfte, in den intimsten Stellen jetzt Aenderungen eintreten zu lassen. 17. Aug. Schloͤzer ist gestern Abend aus Varzin zurückgekehrt. f Potsdam, 16. Aug. Der Kaiser begrüßte heute seine Gemahlin nach deren Rückkehr von Homburg und ebenso auch den Kronprinzen nach dessen Ankunft aus der Schweiz. Die Kaiserin ist mit ihrem Gefolge gestern Abend, von Hom— burg zurückkehrend, wohlbehalten in Potsdam eingetroffen. Nachdem sie im Potsdamer Stadt— schlosse übernachtet und heute Vormittag dem Gottesdienste beigewohnt hatte, begab sie sich nach Schloß Babelsberg, um für die nächste Zeit dort ihren Wohnsitz zu nehmen. Der Kron— prinz traf mit dem Courierzug von Frankfurt auf Station Wildpark ein und fuhr direct nach dem Neuen Palais. Prinz Wilhelm war zum Empfang auf Station Wildpark anwesend.— Kaiser Wilhelm und seine Aerzte list an Stelle des plötzlich verstorbenen Capitäns sind dauernd mit der Heilwirkung der Gasteiner' 0 Man hegt ev. Diederichs, unter Aufhebung seines Com— unter diesen Umständen die Hoffnung, daß auch wie der Emser Bäder zufrieden. das Reiseprogramm des Monarchen für den Herbst, einschließlich der Theilnahme an den Kaiser-Manövern, keine Abänderung erfahren werde.— In Berliner, der russischen Botschaft nahestehenden Kreisen, gilt es nunmehr als beschlossene Sache, daß das russische Kaiserpaar nach der Begegnung mit dem Kaiser und der Kaiserin von Oesterreich sich zum Besuch der daͤnischen Königs-Familie von Kremsier oder Gmunden nach Kopenhagen begeben werde. Dort werden gleichzeitig der König und die Königin von Griechenland, sowie der Prinz und die Prinzessin von Wales erwartet. Der nächste Weg aus Oesterreich nach Dänemark führt durch Deutschland, und bei dieser Gelegen— heit würde sich, wie man meint, eine Zusammen— kunft des russischen Kaiserpaares mit dem Kaiser von Deutschland leicht bewerkstelligen lassen. Bei allen diesen Angaben ist indeß zu berück— sichtigen, daß die Reisepläne des Zaren häufig noch im letzten Augenblick eine vollständige Aenderung erfahren. — Die Annahme der deutschen Vorschläge wegen der Einführung einer Einheitstaze im europäischen Telegraphenverkehr erscheint leider aussichtslos. Kiel. Durch Cabinetsordre vom 9. August zur See v. Nostiz, der Covetten-Capitän mando's zur Dienstleistung in der Admiralität, zum Commandanten der Kreuzerfregatte, Stosch“ ernannt worden. Derselbe ist bereits am 12. d. M. zum Antritt seines Commando's von Berlin abgereist. Hamburg, 18. Aug. Der heute hier tagende Voͤlkerrechtscongreß wird morgen, einer Einladung des Fürsten Bismarck folgend, Fried— richsruhe besuchen. Ausland. Belgien. Brüssel.„Mouvement Geéographique“, das als offictöses Organ des neuen Congostaates zu betrachten ist, bringt eine etwas abenteuerliche, aber doch nicht un— möglich klingende Nachricht. In Folge der Berliner Abmachungen bildet der Tanganykasee die Ostgreuze des Congo-Staates, und dem— entsprechend mußte die darüber hinaus liegende Station Karema aufgegeben werden.„Es scheint nun“, so schreibt das„Mouvement Géopraphique“, „daß der frühere belgische Lieutenant Storms, der diese Station befehligte, sich geweigert hat, sich dieser Bestimmung der Berliner Conferenz zu unterwerfen. Er hat seine Entlassung als Beamter des Congostaates und belgischer Offi— zier gegeben und sich unlkr dem Namen Emil J. zum Kaiser von Tangauyka aus eufen lassen.“ Frankreich. Paris, 17. August. Der Kriegsminister Campenon und auch verschiedene Das Reporter, welche der gestern stattgehabten Enthüll— ung des Monumentes für Chanzy beigewohnt, sind von Le Mans zurückgekehrt. Zuverlässige Reporter berichten, daß die officielle Feier ohne besonderen Zwischenfall verlaufen ist. — Officiell wird gemeldet, daß der franzö— sische Gesandte in Rumänien, Ordega, der sich bekanntlich in Bukarest unmöglich gemacht, aus Gesundheitsgrunden einen längeren Urlaub er— halten habe und vorläufig durch den Grafen Diesbach ersetzt sei. Offieiös wird hinzugefügt, daß Ordega nicht nach Bukarest zurückkehren werde. Dadurch erhält die rumänische Regier— ung die verlangte Satisfaction, sodaß die gleich— zeitig eingeleiteten Unterhandlungen zur Besei— tigung des Zollconflictes Aussichten auf Erfolg haben. Egypten. Kairo. Khartum war am 26. Juli der Schauplatz eines von blutigen Kämpfen begleiteten Aufruhrs. Das Schatzamt wurde angegriffen und geplündert und der Schatzmeister getödtet. Mahomed-el-Kheir und Abdulla-Kalifa⸗el-Taishi, der Nachfolger des Mahdi, wurden sammt ihren Vakils erstochen, während sie den Aufrührern Widerstand leisteten. Die Derwische haben an der Spitze großer Araber-Abtheilungen Berber verlassen, um nach Dongola zu marschiren. Einige Anhänger Os— man Digma's sind in Suakin mit der Nachricht angekommen, daß er sich mit 14 Mann, da— runter Mahomed Adam Sadun, insgeheim nach Khartum begeben haben soll. Sie überbrachten auch einen Brief an Mahmud Ali, das Haupt der freundlich gesinnten Stämme, worin derselbe ersucht wird, sich mit Amed Mahamur, dem Haupte der Amarastämme, über die besten Mittel, sich mit der britischen Regierung aus— einanderzusetzen, in einer persönlichen Zusammen— kunft zu verständigen. Indien. Simla, 16. Aug. Es arbeiten jetzt 3000 Menschen an den Befestigungen von Herat, welches gegenwärtig von 12,000 Mann Truppen besetzt ist. Die Russen spinnen Intriguen, deren Zweck zu sein scheint, Herat dem Emir abwendig zu machen und eine der Politik Ruß⸗ lands günstig gesinnte Partei in der Stadt zu schaffen. Amerika. Rio de Janeiro, 17. Aug. Das gesammte Cabinet demissionirte wegen der Oppo— sition, welche die Majorität in der Kammer ihm in Sachen der Sclavenbefreiungsfrage machte. Aus Stadt und Land. ? Friedberg. Am letzten Sonntag beging der Wetterauer Zweig verein der Gustav Adolf⸗ Stiftung sein Jahresfest in Bönstadt, zu dem sich auch eine größere Zahl auswärtiger Festgäste, darunter etwa 20 Friedberger Damen(meist Mitglieder des Frauen⸗ Vereins) und Herren eingefunden hatten. Durch die Freundlichkeit und die Freigebigkeit des Bönstädter Ge- meinderaths, den Eifer des dortigen Kirchenvorstandes und das sehr anerkennenswerthe und erfreuliche Hand— inbandgehen des Lehrers Volk mit dem Ortsgeistlichen Pfarrer Möbius war es gelungen, nicht nur das ganze Dorf mit jungen Fichten, Kränzen, Ehrenpforten und Fahnen schön zu schmücken, sondern auch der ganzen Feier Schwung zu geben und ein festliches Gepräge auf⸗ zudrücken. Nach dem von dem Ortsgeistlichen verrichte— ten(liturgischen) Altardienst hielt Pfarrvicar Dr. Flöring von Bickenbach eine erweckliche Predigt über Jes. 35, 3 ff., in der er durch eine interessante Schilderung der in früheren Jahrhunderten über die Evangelischen ergangenen Leiden und Verfolgungen die Wichtigkeit und den Segen des „die müden Hände stärkenden und die strauchelnden Knlee erquickenden“ Gustav Adolf Vereins geschichtlich nachwies. Hierauf begrüßte der Präsident, Director Dr. Diegel von Friedberg, die Festversammlung durch eine kurze, aber sehr kräftige und wirksame Ansprache, in welcher er u. a. auch Allen, die zum Gelingen des Festes beige— tragen, insbesondere den oben genannten Corporationen und Personen Bönstadt's und der Gemeinde überhaupt herzlich dankte. An diese Ansprache schloß sich der durch Professor Pr. Weiffenbach von Friedberg erstattete Rechen⸗ schaftsbericht, aus dessen reichem Inhalt wir hier nur er⸗ wähnen, daß die Einnahmen des Zweigvereins im Rechnungsjahr 1884/85 zusammen 731 M. 46 Pf. be⸗ trugen, wozu noch 53 M. an Geld und eine Anzahl Kleidungsstücke kamen, die der sehr eifrige Friedberger Frauenverein gesteuert hatte. Hervorgehoben verdient noch zu werden, daß der Berichterstatter mit großem Nachdruck auf die immer unleugbarer zu Tage tretende Thatsache hinwies, es habe die evang. Kirche gegenüber dem allerorten sich neu regenden feindlichen Ansturm einen Existenz⸗Kampf zu führen und allen Grund, innerlich und äußerlich ihre ganze Kraft zusammenzufassen. Die sehr reichliche Collecte ertrugß etwas über 40 M., die der böhmischen Dlaspora-Gemeinde Bochuslawitz zuge— wiesen wurden. Bei der nach einer ½stündigen Pause sich anschließenden, sehr stark besuchten Nachfeler in einem gütigst überlassenen großen Pfarrgarten wechselten geistliche und weltliche Gesänge eines tüchtig geschulten Kinderchors und eines gut geleiteten Männergesangvereins mit Ansprachen, die von Dir. Dlegel und Professor Weiffenbach gehalten wurden. Ersterer erinnerte daran, daß in dieses Jahr(18. October) der 200jährige Jahres- tag der Aufhebung des Edietes von Nantes falle, und gab eine fesselnde und bewegliche Schilderung der dadurch über die Evangelischen Frankreichs herbei— geführten Leiden und Verfolgungen. Prof. Weiffenbach aber gab eine Reihe drastischer Belege(aus neuerer Zelt) zu der Behauptung des Berichtes, daß der evang. Kirche immer mehr aufs Neue eln„Kampf um das Dasein“ aufgenöthigt werde. Beide Redner verfehlten übrigens nicht, auch andererseits„im Interesse der Wahr; heit und Gerechtigkeit“ auf mehrere Beispiele ächter christlichen Liebe und Toleranz gegnerischerseits mit ge— bührendem Nachdruck hinzuweisen. Das Fest war ein schönes und erhebendes und wird, so Gott will, nicht nur in guter Erinnerung bleiben, sondern auch dauernden Segen an Glauben, Liebe und Hoffnung bringen. Babenhausen. Im Garten des Lehrers Bock dahier befindet sich eine Schlangengurke von seltener Länge; dieselbe ist 1 Meter 60 Centimeter lang. Allerlei. Bad Soden, 16. Aug. Heute kehrte Graf Herbert Bismarck, dessen Königsteiner Kur beendet ist, von hier aus nach Berlin zurück. Die Fürstin Bismarck und Dr. Schwenninger fuhren heute Morgen von Homburg per Wagen nach Königstein, von wo sie dem Grafen bis zu unserem Bahnhofe das Geleit gaben und hierauf wieder über Niederhöchstadt nach Homburg zurückkehrten. Kassel, 14. Aug. Eine große Feuers brunst wüthet in Korbach; bereits sind 20 Häuser eingeäschert. Korbach, die Hauptstadt des Kreises Eisenberg in Waldeck, an der Itter, hat 2412 Einwohner. Marseille, 15. Aug. Heute kamen hier 61 Todes— fälle vor, darunter 34 Choleratodesfälle. In den Straßen brennt wieder jeden Abend Feuer. Madrid, 16. Aug. In Spanien erkrankten gestern 4522 und starben 1727 Personen an der Cholera, wo— von 46 Erkrankungen und 17 Todesfälle in Madrid und 42 Erkrankungen und 29 Todesfälle in der Pro— vinz Barcelona. New⸗Nork. Ueber Philadelphia wird gemeldet, daß in dem Vulkan Cotopaxi(der Vulkan liegt in den Anden von Quito, ist 17700 Fuß hoch, hat einen Krater von 2800 Fuß Durchmesser und ist beständig in Thätig— keit) am 23. Juli eine ernstliche Eruption stattgefunden hat. Lavaströme, Asche und Steine fielen auf Chimbo und zerstörten Hunderte von Häusern. Vlele Menschen kamen um, doch ist die Zahl der Verunglückten noch nicht bekannt. Thüren und Fenster rasselten und die durch die Eruption hervorgerufene Erschütterung wurde in Gayaquil, in einer Entfernung von 185 Kilometer, wahrgenommen. Das Geräusch glich einem ununter— brochenen Artilleriefeuer. Ein Nürnberger Ei. Im„Fränkischen Cour.“ findet sich ein in— teressantes Feuilleton über„Nürnbergs lebendige Eier.“ So nannte man die ersten zu Anfang des 16. Jahrhunderts in Gestalt eines Hühner— oder Tauben-Eies angefertigten tragbaren Uhren. Die in Museen oder Privatsammlungen jetzt noch vorhandenen derartigen Uhren stammen meist aus der Zeit zwischen dem Ende des 16. und dem des 17. Jahrhunderts, während die auf die Erfindungsperiode(1500— 1540) zurück- zuführenden äußerst selten geworden sind. Solch ein seltenes Nürnberger Ei ist nun, wie in dem erwähnten Feuilleton des„F. C.“ berichtet wird, von den Hofantiquaren Rösch und Zimmermann in der Nähe Nürnbergs angekauft worden, und zwar ohne Gehäuse, welch' letzteres jedenfalls aus Gold oder Silber war und dem Metall— werth nach von unkundiger Hand getrennt vom Werk verkauft wurde. Das Werk selbst war noch in ganz komplettem Zustand und ist dem Hofuhrmacher Gustav Speckhart in Nürnberg zur Nachbildung von den Genannten übergeben worden. Es werden nun drei solche hochinteressante und bis in die kleinsten Details nachgebildete Eier in der diesjährigen Internationalen Metall— ausstellung zu Nürnberg von dem Verfertiger ausgestellt. Das Original selbst ging nach der Nachbildung in den Besitz des Buͤrgermeisters von Köln a. Rh., v. Thevalt, über. Dieses Ei gehört zu den kleinsten, welche hergestellt wurden, und ist nach den vorhandenen fachgeschichtlichen Merkmalen um 1540 gefertigt, also noch zu Lebzeiten Peter Hele's, oder min— mit der Marke M. K. versehen. Die Länge des Werkes ist 25, die Breite 20 Millimeter. Am Zifferblatt von Silber mit eingravirter Rosette zeigt nur ein vergoldeter Messingzeiger die Stunden. Die Platinen sind von vergoldetem Messing, sämmtliche 6 Räder aher aus Eisen und mit Kupfer an ihre Triebwellen gelötet— (Als Kuriosität sei erwähnt, daß Eier-Uhren mit 39, 4, 5 und beckigen Rädern gebaut wurden, wovon ein Exemplar sich in der Schatz— kammer zu Wien befindet, gefertigt von Gerard Muth in Frankfurt a. M zu Ende des 17. Jahr⸗ hunderts, ein zweites ist im Grünen Gewölbe zu Dresden ohne Angabe des Verfertigers aus dem gleichen Jahrhundert.) Die spiralförmige Zugfeder liegt offen, ähnlich wie heute bei den amerikanischen Schiffsuhren, sie war die Vor— bedingung für die von Hele erfundenen Eier, während alle anderen Uhren jener Zeit ohne Ausnahme durch die Kraft eines fallenden Ge— wichts getrieben wurden. Der Zug dieser Feder war ein sehr unregelmäßiger, was hauptsächlich auf die schlechten Verhältnisse von Rad und Trieb zurückzuführen ist. Infolge dieser Mängel mußte Abhilfe durch eine Bremse geschaffen werden, welche ähnlich wie die Bremse an einem Wagenrade wirkt. Eine starke, komma— artig gebogene Feder, an ihrem Ende mit einer kleinen Rolle versehen, drückt vermittels der letzteren auf die mit einer Hohlkehle eingedrehte Peripherie einer Scheibe, welche mit der Zug— feder in Verbindung steht und somit hemmend auf den Zug und die Gangart der Uhr ein— wirkt, um zwischen beiden einen günstigen Aus— gleich zu schaffen. Diese primitive Konstruktion wurde später glücklich beseitigt durch die Er— findung der Schnecke, um welche sich eine Darmsaite und in nicht fernerer Zeit eine Kette wickelte, und es wird letztere Erfindung noch heute an Chronometern verwendet. Die Hemmung oder der Gang an jenem merkwürdigen Ei ist die der alten Hausuhren, eine Spindelhemmung mit Unruhe. Diese ist rund(man machte auch solche ähnlich den Armen einer Kopirpresse) und hat zwei Schenkel, sie macht 30,000 Be— wegungen in der Stunde. Zur Regulirung des Werkes ist ein interessantes Stück vorhanden. Es ist dies ein verschiebbarer Hebel, in dem sich in Ermangelung zweier Federchen aus Stahl 2 kleine aufrechtstehende Schweinsborsten befinden, welche die Anregung zu der später erfundenen Spirale gaben, die heute die Seele der Uhr genannt wird. Auf diese Borsten schlägt die Unruhe mit ihren Schenkeln bei ihrer Hin— und Herbewegung an. Geht die Uhr vor, so wird der Hebel, resp. die Schweineborsten mehr nach dem Befestistigungspunkte der Unruhe an der Spindel zugeschoben, so daß ihr Schwing— ungsbogen ein größerer wird; geht sie nach, so wird in entgegengesetzter Weise verfahren, wo— durch der Schwingungsbogen kleiner und ein schnellerer Gang erzielt wird. Freilich ist diese Regulage eine sehr unsicher wirkende, doch sieht man an ihr, mit welcher Anstrengung die Forsch— ungen fortgesetzt werden, um nach und nach einen tragbaren, zweckentsprechenden Zeitmesser zu er— halten. In unserer heutigen Zeit, der Zeit des Blitzes, des Dampfes und der Elektrizität, ist die Uhr zu einer würdigen, von ihrem Erfinder wohl nie geahnten Vollkommenheit emporgekom— men und somit der Regulator der ganzen civili— sirten Menschheit geworden. Künstliche Edelsteine. Der Handel in kuͤnstlichen Edelsteinen, so schreibt Rod. Nellenburg in der„Natur“, ist in den letzten 70 Jahren ein sehr bedeutender ge— worden und die chemischen Experimente, mittelst deren verschiedene Qualitäten von nachgeahmten Diamanten, Rubinen, Smaragden und Saphiren hergestellt worden, sind neuerdings ungemein vervollkommnet und mit einem staunenswerthen Erfolge betrieben worden. Es ist nachgerade selbst fuͤr das Auge des Sachverständigen immer schwieriger geworden, auf den ersten Blick einen destens kurze Zeit nach seinem Tode, und es ist künstlichen Edelstein von einem ächten zu unter⸗ harter upsta sowie Nache versch einen und d ul o wilklie trächti, künstli und di ist no Diam samme wirksa ist ma das 5 auf k. wenig chemis Thon stoff; angeb ruͤhrt ordnu besitz Dich! roth fenen dem b aus Farbt Einig Wirk. chemi Farbe gang erde ö Saph Zwei haben und That wesen achtet wurd, Men Roth gebilt stalle storu er m Kalis lichen Kobal —— scheiden, wenn man sie nicht in allzu großer Nähe nebeneinander hält. Das entscheidendste Merkmal zum Erkennen des ächten Edelsteins ist seine Härte, obwohl selbst diese Eigenschaft neuerdings mit ziemlichem Erfolge nachgeahmt worden ist. Des Ausdruckes„Härte“ bedienen sich der Juwelier und Mineralog zur Bezeich— nung der Fähigkeit, mit dem einen Stein einen andern ritzen zu können; man hat darunter nicht das Vermögen zu verstehen, einem Schlage zu widerstehen, denn manche krystallinischen Steine von großer Härte sind ebenfalls leicht zu zer— trümmern. Der Diamant z. B. ritzt zwar jeden anderen Stein, kann aber leichter zerschlagen werden, als viele andere Steine von geringerer Härte. Nach dem Diamant kommen in der Härte der Rubin und der Saphir als die nächst harten; dann die Smaragde, Topase, Berg— krystalle und endlich eine Menge anderer Steine, sowie Glasflüsse und künstliche Edelsteine. Die Nachahmung der natürlichen Edelsteine mittelst verschiedener Silikate und Oxyde hat bereits einen hohen Grad von Vollkommenheit erreicht und dieser scharfsinnige Industriezweig muß über kurz oder lang den Handel des Juweliers mit wirklichen, ächten Edelsteinen wesentlich beein— trächtigen. Man kann bereits einen hübschen, künstlichen Diamanten um 4—5 Mark kaufen und die Nachahmung des Rubins und Smaragds ist noch leichter und erfolgreicher, als die des Diamants. Durch sorgfältige Wahl der zu— sammenzuschmelzenden Substanzen, durch guten, wirksamen Schluff und fleißige, kunstreiche Fassung, ist man jetzt im Stande, den Glanz, die Farbe, das Feuer und das Wasser der ächten Edelsteine auf künstlichem Wege nahe zu erreichen— wenigstens für das Auge des Laien. Die chemische Analyse zeigt, daß der Saphir eine Thonerde ist, wie der Diamant reiner Kohlen stoff; allein sie erklärt seine Farbe nicht, welche angeblich nur von einer optischen Wirkung her⸗ rührt und nur von einer eigenthümlichen An— ordnung der Moleküle abhangt. Der Saphir besitzt jene besondere Eigenschaft, welche man Dichroismus nennt, nämlich, daß er in 2 Farben, roth und blau, schillert. In einem gutgeschlif— fenen Steine erscheint oft ein rothes Kreuz in dem blauen Saphir. Der Rubin besteht ebenfalls aus reiner Thonerde und seine lebhaft rothe Farbe wird, wie die blaue des Saphirs, von Einigen nur für eine eigenthümliche, optische Wirkung gehalten. In der That ist noch keine chemische Analyse im Stande gewesen, die rothe Farbe des Rubins, oder die blaue des Saphirs ganz befriedigend zu erklären; denn reine Thon— erde(Aluminium⸗Oxyd) ist ganz wa und der Saphir zeigt, wie wir gesehen haben, 2 Farben. Zwei französische Chemiker, Fremy und Feil, haben künstliche Rubine und Saphire hergestellt und ihr Verfahren ist hauptsächlich durch die Thatsache interessant, daß ihre künstlichen Steine wesentlich die chemische Zusammensetzung der ächten besitzen. Um dies zu bewerkstelligen, wurden gleiche Mengen von Thonerde und Mennige in einem irdenen Tigel bis zu einer Rothglühhitze erhitzt und dadurch ein Glasfluß gebildet, welcher aus kieselsaurem Blei und Kry— stallen von weißem Korunde besteht. Um diesen Korund in künstlichen Rubin umzuwandeln, muß er mit ungefähr zwei Prozent doppeltchromsauren Kalis geschmolzen werden; will man aber künst— lichen Saphir erhalten, so muß ein wenig Kobaltoxyd und ein sehr kleiner Theil doppelt— chromsauren Kalis beigesetzt werden. Die auf diese Weise hergestellten Steine besitzen min— destens nahezu die Härte der ächten Steine; denn sie ritzen sowohl Ouarz, als Topas. Die franzoͤsische Paste, welche den Diamant so genau nachahmt, ist eine eigenthümliche Art von Glas, deren Fabrikation schon vor etlichen und fünfzig Jahren von Donault-Wieland in Paris zu einem hohen Grade von Vollkommenheit gebracht worden ist. Die feinste Qualität von Paste erfordert außerordentliche Sorgfalt in der Wahl der Materlalien und im Schmelzen u. s. w. Die Basis derselben in der Hand des eben erwähnten . Fabrikanten war gepulverter Quarz oder Berg— krystall, welchem er in bestimmten Mengeverhält— nissen Mennige, reines kohlensaures Kali, etwas Borsäure und weißen Arsenik zusetzte. Das auf diese Weise erzielte Produkt war ungemein schön, aber ziemlich theuer im Verhältnisse zu den Preisen, womit gegenwärtig künstliche Diamanten bezahlt werden, ist aber an Glanz und Wasser niemals übertroffen worden. In den letzten Jahren aber haben die größere Reinheit des verwandten Kalis und der Mennige, die man anwendete und die Verbesserungen in den Oefen und der Beheizung derselben sehr beigetragen, den Preis der künstlichen Diamanten zu ermäßigen und denselben eine Härte zu geben, welche ihnen den schönsten Schliff sichert. Handel und Verkehr. Friedberg, 18. Aug. Fruchtbericht. Watzen M. 16.75 bis 17., Korn M. 15.00, Gerste M. 15.— 16.00, Hafer M. 13.50— 14.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko. = 200 Zollpfund. Friedberg, 19. Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.10, Eier 1 St. 6 Pf. Butzbach, 15. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0. 95— 100, Käse per Pfd. 45—46 Pf., Eier 2 Stück 11 Pf. Gießen, 18. August. Auf dem beutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. Käse per St. 4— 9 Pf. 0.90—0.00, Eier 1 St. 5—6 Pf., Tauben per Paar M. 0.50—0. 60, Hühner per Stück M. 0.90 1.50, Hahnen per Stück M. 0.50—0.75, Enten per Stück M. 1.20— 1.60, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64-70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.50 6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 5.00 bis 6.00. Grünberg, 15. Aug. Korn M. 14.30, Samen M. 20.80. Frankfurt, 17. Aug. Nr. 0 M. 32.—33., Nr. Fruchtpreise. Gerste M. 14.00, Waizen M. 16.70, Hafer M. 12.60, Fruchtbericht. Hiesiges Mehl 1 M. 26.50— 27.50, Nr. 2 M. 25.—26., Nr. 3 M. 23.—24., Nr. 4 M. 16.50— 17.50, Nr. 5. M. 15.50 16.50, Milchbrod⸗ und Brod⸗ mehl im Verband M. 50.—52., norddeutsches und west— fälisches Weizenmehl 00 M. 23.— 23.25. Roggenmehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 24.— 24.50, do. 0/1 M. 22 — 22.50, do. 1 do. M. 20.50—21., do. 2 do. M. 17.25 — 17.50. Weizen ab unserer Umgegend M. 16.75— 17. do. frei ab Bahnhof hier M. 17.25, do, fremder je nach Qual. M. 17.75— 18.50. Roggen hiesiger neuer M. 14.75 — 15. Gerste, Brauerwaare neue M. 16.50- 17.50, do. zu Mahlzwecken M. 12. Hafer, je nach Qual., alter M. 13.50— 15.50, do. neuer M. 13.50. Naps M. 23. — 23.25. Mais, bunter(mixed) M. 12. Roggenkleie M. 5.—5.25, Weizenkleie M. 4.25—4.50. Rüböl im Detail M. 52.—53. Stimmung fest. Die Preise ver stehen sich sämmtlich per 100 Ko. Frankfurt, 17. Ang. Viehmarkt. Der heutige Viehmarkt war mit 459 Ochsen, 21 Bullen, 434 Kühen, Stieren und Rindern, 272 Kälbern, 32 Haͤmmeln und 104 Schweinen ben Die Prelse stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 66.—68., 2. Qual. M. 60.— 64., Bullen 1. Qual M. 48.—50., 2. Qual. M. 38.—42., Kühe, Stiere und Ninder 1. Jus M. 54.—56., 2. Qual. M. 42.—48., Kälber 1. Qual. pro Pfd. Schlachtgewicht 6365 Pf., 2. Qual. 505.35 Pf., Hämmel 1. Qual. 52—54 Pf. 2. Qual. 48— 50 Pf., Schweine, inländische 60-64 Pf. Brodpreise vom 16. Angust bis 1. September. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. August bis 1. Sept. Nach eigener Angabe der Metzger. Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Aufruf. Am 13. d. Mts. brach während der Mittagsstunden bei starkem Sturm in dem eine Stunde von hier ent— fernten Fillaldorf Appenrod eine Feuersbrunst aus, die in wenigen Stunden fast die Hälfte des Orts zerstorte; 46 Gebäude, darunter Kirche und Schule, sind Trümmer und Asche; 30 Familien sind obdachlos, ein großer Theil der Erndte ist zerstört, ½ der Abgebrannten ist gar nicht, viele sind nur gering versichert und bet der rasen— den Geschwindigkeit, womit das Feuer um sich griff, haben viele nur das nackte Leben gerettet. Dazu kommt, daß bel der vorgeschrittenen Jahreszelt und bei den ländlichen Verhältnissen die Noth im Winter sich doppelt fühlbar machen und durch die unausbleiblich lang an— dauernde tlefe Störung in der Wirthschaft eine länger anhaltende Schädigung der überdies sehr mittelmäßigen Verhältnisse herbeigeführt werden wird. Schnellste Hülfe thut noth. Wer schnell gibt, gibt doppelt. Gütige Gaben zur Linderung der Noth nimmt ent— gegen der Rechner des Comité's, der mitunterzeichnete Für „12851 Stadtrechner Repp in Homberg a, d. Ohm; auch hat sich der mitunterzeichnete Freiherr Schenck zu Schwelns⸗ ber⸗Wälders haufen berest erklärt, Gaben in Empfang zu nehmen. Homberg a. d. Ohm, im Kreise Alsfeld, Groß⸗ herzogthum Hessen, den 15. August 1885. Das Unterstützungs⸗Comité: Rübsamen, Oberamtsnchter. Buchinger, Amtmann. Dieffenbach, Pfarrer. Wolf, Bürgermeister. Freiherr Schenck zu Schweinsberg⸗Wäldershausen, Großherzoglicher Kammerherr. Pfannstiel, Landtagsabgeordneter. Dr. Vogel, prakt. Arzt. K. Münch, Rentner. W. Engel, Postverwalter a. D. und Kreisausschuß mitglied. Höfling, Gerichtsschreiber. Schildwächter, Bürgermeister. J. Engel, Ortsgerichts-Vorsteher. G. Repp III., Bier⸗ brauer. G. Repp IV., Stadtrechner. Schnabel, Post⸗ verwalter. Die Expeditlon des Oberhessischen An⸗ zeigers ist gerne bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. Bereits gingen ein: Schäfer, Blinden-Anstalt, 3 M. Von Direktor der Wasserwärme der Usa. 18. August Abends 13 Grad Reaumur. 19. August Mittags 13 Grad Reaumur. Walter. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 18. August 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke 1 do. in ½. 16. 19 16. 15 Englische Sovereings 20. 32 20. 28 Russische Jubel 16. 72 16. 68 Ducaten. 9. 60 9. 55 al mare, 9. 62 Dollars in Gold. 11 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 22. August 1885. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 20 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 7 Uhr 55 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 23. August an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 30 Min. 2003 Halbberdeck⸗Wagen, leicht, sol., eleg., preisw. Abb. grat. J. 6. Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. M.(9243.) Versteigerungs⸗Anzeige. Donnerstag den 20. August J. J., Vormittags 9 Uhr beginnend, werden in dem Gemeindepfandlokale zu Ober— Mörlen folgende Mobilien: 2 Pferde, eine Quantität Heu, 1 Hausirwagen, 1 Oekonomiewagen, 2 Kleiderschränke, 1 Commode, 6 Stühle, 3 Tische, 1 Regulator, 1 Schlitten, Kaffeebrenner, 1 Deeimalwaage, ca. 8000 Cigarren, 2 Ballen Reis, 1 Kiste Seife, 1 Faß Rüböl, 1 voll⸗ ständige Laden Einrichtung, ferner sämmtliche zur Conecursmasse des Jakob Hahn von Ober-Mörlen gehörigen Waarenvorräthe, Geschäfts⸗ utensilien und Hausgeräthschaften einer zwangsweisen Versteigerung gegen Baarzahlung ausgesetzt. Bad⸗ Nauheim den 14. August 1885. Weitzel, Gerichtsvollzleber. Uiddaer Herbstmarkt. — Auf den am 7. September l. J. abgehalten werden- den Vieh⸗ und Rrämermarkt erlaubt man sich das Handel treibende Publikum aufmerksam zu machen. Nidda im August 1888. 2872 Das Markt⸗Comits. Grummetgrasversteigerung. Mittwoch den 26. August, Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Heldenbergen gehörige Grummetgras von eirea 200 Morgen Wlesen in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Heldenbergen den 18. August 1885. Großherzogliche Se Heldenbergen. d 2871 Schäfer, Beigeordneter. irnen-Verst Birnen-Versteigerung. Freitag den 21. d. Mts., Nachmittags 8 Uhr, sollen eirea 10 Bäume Birnen öffentlich verstesgert werden. Die Zusammenkunft ist am Neuthor. Friedberg den 19. August 1885. Großherzogliche e ert Friedberg. N B.: 2868 Neuß, 88 Ein steinernes Kaminthürgestell (Um 25 em hoch, 87 om breit) mit eiserner Thur, sowle ein sehr guter Werner'scher Kochofen zu verkaufen. Kalserstraße Nr. 77. 2696 r 9— ¶——— a r eee urnverein Bad-Uauheim. Sonntag den 23. und Montag den 24. August c.: Hahnenweihe und 25jähriges Stiftungsfest auf der städtischen Bleiche; daselbst Schauturnen, verbunden mit großem Ringkampf um 4½ Uhr, sowie Concert und Tanzmusik. Festzug: Nachmittags 2½ Uhr. Festball: Abends 8½ Uhr im Fritz'schen Saale. Eintrittspreis zum Festplatz A Person 50 Pf., 5„ Festball 1 Mark. Damen haben freien Zutritt zum Festball. 2870 Das Fest-Comité- 5 eine grosse Auswahl Aller modernen Haan- Arbeiten zu reellen Preisen. Alte Flechten werden aufgefärbt und schnell aufgearbeitet, sowie von ausgekämmtem Haar Zöpfe, Stecklocken ete. angefertigt. 2801 Bad- Nauheim. H. J. Stockhausen, Friseur. in Seide-, Gloria-, Zanella- u. Alpaka⸗ Regenschirme e Saat Getreide. Auf Veranlassung mehrerer Landwirthe beziehe ich Aechten Probsteier Saatroggen sowie reinen Chirrifrs Sener e und Nassauer Rothwaizen. Bitte Landwirthe um baldigste Aufgabe ihres Bedarfs. „Frank 8 7 (F. à 126.) 2863 furt a. M. 1 —— 2 2 8 beginnt einen neuen Jahrgang und ladet neue und alte Freunde zur Beteiligung am Abonnement ein. Jedes reiche Heft 1 Mark Jede Buchhandlung und jedes Postamt nimmt Bestellungen an.— Auch allen Inserenten wegen s. großen Verbreitung empfohlen! Für Friedberg, Bad⸗Nauhelm und Umgegend wird die Buchhandlung von Carl Bindernagel als Bezugsquelle empfoblen. 2869 Patronenhülsen. Durch Uebernahme der Niederlage einer be⸗ sowie Niederlage von deutenden Patronen⸗Hülsenfabrik bin ich in der Lage, bei bester Qualität zu folgenden Preisen Carbolineum Avenarius abzugeben: 2653 bei Lefaucheux per 100 Mark 1.70, Bad Nauheim. Richard Wörner. eier e 4.9 Der zweite Stock 2861 Carl Damm. Usagasse. f e f ———— meines vis.b-vis der Post gelegenen Hauses ist anderweitig Steinerne zu vermiethen. Töpfe und Krüge—— in großer Auswahl bei 5 175 f den weltbekannten ächten 2845 W. Berubeck. Neue Holl. Voschäringes E. Bernhardiner Alpenkräuter-Magenbitter 2745 22 2 Usagasse. aus der Fabrik von helle mit und WI 7 ar. Trunksucht aden Wallrad Oumar Bernhard. bewährtes Mittel und sende gerichtlich geprüfte und eidlich Lindau i. B.— Zürich— Bregenz a. B., erhärtete Zeugnisse gratis zu. 2815 empfiehlt in Flaschen à M. 4., M. 2.10, sowie Drogulst A. Vollmann, Berlin, N. Kesselsir. 38.[Probeflaschen à M. 1.50 bestens 442 Wiin. Bernbech, Friedberg. Ein Zimmer, auf Wunsch mit, auch ohne Möbel, zu vermtethen Kaiser— straße, event. Claviermitbenutzung. Zu erfragen bei der — N 7 Exped. d. Anz. 2821 „Lilienmilchseife“ * beseitigt sofort alle Sommersprossen, erzeugt K ur toffe ln einen wunderbar weissen Teint und ist von böchst im Detail verkauft angenehmem Wohlgeruch. Preis à Stück 50 Pfennig. 2746 f 11 Wie Oelkarben. Lacke& Pinsel. Ein junger Mann, der den Buchhandel mit allen Nebenzweigen gründlich erlernen will, kann in meine Buchhandlung eintreten. Carl Bindernagel. Zu haben bei Apotheker Görtz. 2875 CC Central-& Lefaucheur-Hülsen, Aechten Schweizerkäse sowie Schrot und Pulber empfiehlt billigst 2846 empfiehlt W. Bernbeck. P. Theis, 2867 0— 8 f N vormals G. Haustädt. Ein Stellvertreter für den Feuerwehrdienst wird gesucht. Von wem? sagt Ein Luftkissen die Exp. d. Anz. n 2752 (noch ungebraucht) ist um den halben Einkaufspreis zu 5* 1 8 70 Manschetten billigst haben. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2648 Her ren ragen bei K. Friedrich. Neue Linsen 2844 empfieblt W. Bernbeck. J. A. Windecker empfiehlt Neue holl. Vollhäringe, per Stück 8 Pf., marinirt 12 Pf. 2873 Erweiterte Handwerkerschule, unterstützt durch Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein, ausgestattet mit reichlichen Unter⸗ richtsmitteln, verbunden mit einem offenen Zeichensaal. Unterricht im Freihand- und Ornamentzeichnen, kunst⸗ gewerbl. Zeichnen, Linearzeichnen, darstell. Geometrle, Schattenlehre, Bauconstrukttonslehre, Fachzeichnen für sämmtliche Gewerbe, Geometrie, gewerbl. Rechen-Unter⸗ richt ꝛe. Das Unterrichtsgeld beträgt nur 50 Pf. pro Monat. Nähere Auskunft durch den Vorstand des Lokal⸗ gewerbvereins. 20 Noch ein tüchtiger Geselle, welcher bewandert ist im Einziehen in Pferdebürsten, kann sofort eintreten bei Theobald Steinel, 2682 Bürstenmacher. Roben, sowie gebrannten Kaffee in guter Qualltät empfiehlt Fr. Gunderloch, 2744 Usagasse. Jetzt ist entschieden die beste Zeit meine vor⸗ züglich singenden vorjährigen anarien vögel, weil kräftig und fest im Gesange, per Post zu beziehen.(à 334/7 A.) 2772 R. Maschke, St. Andreasberg, Harz. Glacchandschule, ene El Feet Handschuhe billigst bei K. Friedrich.. Silberne Medaille Amsterdam 1883. Migräne ⸗Stift von H. v. Gimborn, chem. Fabrik in Emmerich a. Rh. Preis per Etui 1 Mark. . J. A. Windecker, Friedberg. Zm Reinigen von Bettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 e wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. 4 Expedition e Frankfurt a. M. 1 9 Annahme von Annoncen tür sämmtl. Zeitungen d. Welt.“ Kataloge u. Kosten- Anschläge gratis u. franco. Prinzip: steesle, bünktlichste und 5. bil Monogramme auf Couverten und Briefbogen mit einem Buchstaben in Cassetten stets vorräthig, mit mehreren Buchstaben auf Bestellung in zwei Tagen in elegantester Ausführung zu haben bei Carl Bindernagel. Danksagung. und der Beerdigung unserer unvergeßlichen Schwester und Tante Fruulein Manie Meinhard sagen wir den herzlichsten Dank. 2874 Die Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Für die vielen Beweise der Theilnahme bei dem Tode Am — Be Stief. Franz nomme * II. Winterse Darmst III. die! mit Beho 6 Castl, direct Cong 8 Sich werd Hoffe die werd reits eine gepla