Jsotli ——— —ͤ ß ĩ——— —— 1 ft ——— — ö — züte 1 1 a ben 119 tukgebügztlt rüthe Er antrurz ned mur, Dienstag den 19. Mai. 4. 59. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. a Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstande des„Mitteldeutschen Kunstgewerbe-Vereins“ zu Frank— furt a. M. die Erlaubniß ertheilt, Loose für eine im Dezember d. J. in Frankfurt a. M. zu veranstaltende Verloosung von kunstgewerblichen Erzeugnissen der Neuzeit im Großherzogthum zu vertreiben. Der Reinerlös dieser Verloosung ist zum Ankauf von Gegenständen für die kunst— gewerbliche Vorbildersammlung(Museum) des Vereins zu verwenden. Nach dem von dem Königlich Preußischen Oberpräsidenten der Provinz Hessen⸗Nassau genehmigten Ausspielungsplane dürfen nicht über 15,000 Loose, das Stück zu 3 M. ausgegeben werden. Der Werth der zu verloosenden Gegenstände muß mindestens 60% des Erlöses aus dem Verkauf der Loose, abzüglich des Beitrags der Stempelkosten der Loose, betragen. Betreffend: Die Wittwen⸗ und Waisenk k 5 a ö 5 8 ff 1 lichen e senkasse der Volksschullehrer, insbesondere die Höhe der Pensionen und Friedberg den 12. Mai 1885. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Nachdem durch das Gesetz vom 28. April d. J., die Wittwen- und Waisenkasse der Volksschullehrer, insbesondere die Höhe der Pen⸗ sionen und der jährlichen Beiträge betreffend(Regierungsblatt Nr. 8), die Größe der Pensionen der Wittwen und Waisen von Volksschullehrern auf 450 M. jährlich und die Beiträge der zur Theilnahme an der Schullehrer-Wittwen- und Waisenanstalt berechtigten und verpflichteten Lehrer bezw. Lehrerstellen auf 42 M. jährlich mit Wirkung vom 1. April 1885 an festgesetzt worden sind, beauftragen wir höherer Weisung entsprechend hiermit Sie, die Großherzoglichen Bürgzermeistereien, hiernach die Gemeinderechner anzuweisen, daß in Zukunft d. h. vom 1. April d. J. an der jährliche Wittwenkassebeitrag statt wie bisher mit 36 M., mit 42 M. zu entrichten, bezw. am Gehalte in Abzug zu bringen sei und Sie, die Schulvorstände, hiernach sämmtliche Lehrer zu bedeuten, bezw. durch die Oberlehrer bedeuten zu lassen. Dr. Braden. Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1885. Friedberg den 15. Mai 1885. Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Es ist in den letzten Jahren sehr häufig vorgekommen, daß Militärpflichtige, welche seit Beendigung der Musterung in den diesseitigen Kreis zugezogen waren, beim Ober⸗Ersatzgeschäft erschienen, ohne daß solche in den Vorstellungslisten standen, obgleich sie sich im hiesigen Kreis schon längere Zeit aufhielten und hier gestellungspflichtig waren. Ich lade Sie deshalb hierdurch ein, mir sofort unter Anschluß des Loosungs— scheines des betr. Militärpflichtigen gemäß§. 45 pos. 13 der Ersatzordnung Bericht zu erstatten, wenn ein in einem anderen Bezirke gemusterter, inzwischen in den hiesigen Kreis verzogener Militärpflichtiger sich in Ihren resp. Gemeinden aufhält oder demnächst seinen Aufent⸗ halt nimmt, damit ich dessen Ueberweisung hierher vor dem Ober-Exsatzgeschäft rechtzeitig beantragen und Ladung des betr. Militärpflichtigen zum Ober⸗Ersatzgeschäft pünktlich erfolgen kann und hierdurch Störungen bei dem Ober-Ersatzgeschäfte— wie solche früher vorkamen— mög lichst vermieden werden. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Bekanntmachung. Nachfolgendes Polizeireglement betreffend das Schlachten von Vieh außerhalb der öffentlichen Schlachthäuser wird hiermit zur allge⸗ meinen Kenntniß gebracht. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 15. Mai 1885. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Polizeireglement. Betreffend: Das Schlachten von Vieh außerhalb der öffentlichen Schlachthäuser. Auf Grund des F. 78 der Kreis- und Provinzial-Ordnung vom§. 4. Die groben Schlachtabfälle müssen innerhalb 24 Stunden auf 12. Juni 1874 wird mit Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz für den Kreis Friedberg hiermit verordnet: §. 1. Die Privatschlächtereien sind so einzurichten, daß weder durch den Anblick des Schlachtactes, noch durch die damit verbundenen Geräusche die Anwohner erheblich belästigt werden. 6. 2. Die Einrichtung der Schlachthäuser, auch der bereits be— stehenden, unterliegt folgenden Vorschriften: 1. Das Schlachthaus muß so geräumig sein, daß der ganze Schlacht— act in geschlossenen Räumen geschehen kann. 2. Der Boden des Schlachthauses muß wasserdicht hergestellt sein und in allen Theilen ein Gefäll nach der Cysterne haben. 3. Die Cysterne muß cementirt sein und innerhalb des Schlacht—⸗ hauses liezen. §. 3. Die Aufbewahrung von Schlachtabfällen außerhalb des Schlachthauses, insbesondere auf Miststätten oder auf Pfuhlgruben de., ist verboten. f bestraft. den von der Localpolizeibehörde hierzu bestimmten Platz verbracht werden. F. 5. Nach jedem Schlachtact ist das Schlachthaus gründlich zu reinigen und der Inhalt der Sammelgrube fortzufahren. §. 6. Der von der Localpolizeibehörde für die Abladung der Schlachtabfälle bestimmte Platz darf nicht näher als 100 Meter von bewohnten Häusern liegen. Die groben Schlachtabfälle sind mit Erde zu bedecken. F. 7. In den kleineren Landgemeinden kann von den Bestimm⸗ ungen des F.( und 2 für die bereits bestehenden Schlachtstatten auf Antrag der Bürgermeisterei von uns Befreiung gewährt werden. §. 8. Das Aushängen von Fleischwaaren auf die Straße ist verboten. §. 9. Die in dem Reglement vorgeschriebenen Anlagen und Ver— änderungen müssen binnen drei Monaten von der ersten Bekanntmach— ung desselben ausgeführt sein. d Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 M. Bekanntmachung. Betreffend: Die Provinzial-Fohlenweide zu Merlau. Dieselbe wird Montag den 1. Juni l. J. zwischen 11 Uhr Vorm. und 3 Uhr Nachm. eröffnet werden und endet am letzten September l. J. mit derselben Tageszeit, wobei die Besitzer der Fohlen gehalten 1 sind, beim Einfangen derselben behilflich zu sein. Jedem Fohlen muß eine gezeichnete Kette und ditto Halfter beigegeben sein. Die Halfte des Gesammtweidegeldes für obige Zeitdauer(von 30 M.) muß mit 18 M. beim Eintritt und mit 18 M. bis zum 1. August an den Vorsitzenden der Kommission, Baurath Dr. Dieffenbach in Grünberg, bezahlt werden, welcher weitere Auskunft über alle näheren Verhältnisse geben wird.„ Die Fohlen erhalten neben Weide- und Kleefutter durchschnittlich 17 1½ Pfd. Hafer pro Tag, welche in obigem Weidegeld mitbezahlt sind. Dabei ist es aber jedem Besitzer ermöglicht, seinem Fohlen 1½ Pfd. Hafer täglich weiter geben zu lassen. Dieser Zusatz-Hafer kann in Natur geliefert, oder an Herrn Pachter Güngerich in Merlau bezahlt werden. Geschlechtlich entwickelte Hengstfohlen, oder bösartige Thiere, welche eine Störung des Betriebs veranlassen, können zurückgewiesen werden. Kurkosten sind von dem Eigenthümer der Fohlen zu tragen. Anmeldungen müssen bei gedachtem Vorsitzenden alsbald geschehen, um, für den Fall der Anmeldung von über 40 Stück Fohlen, noch zeitig für einen weiteren bedeckten Raum sorgen zu können. Friedelhausen den 8. Mai 1885. Der Präsident des landw. Provinzialvereins für Oberhessen: (gez.) A. Nordeck zur Rabenau. 3 Bekanntmachung. Betreffend: Das Budget des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen pro 1885/86. Nachdem Greßh. Mlusstertum des Innern und der Justlz das vom Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen pro 1885/86 festgestellte Budget genehmigt hat, wird dasselbe hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. A. Einnahme. 1. Ueberschüsse aus vorigem Jahre, elnschlleßlich Aus Nude d inen„ 2. Zuschuß aus Großh. Hauptstaatskasse im Ordinarlum 3. Zuschuß aus Großh. Hauptstaatskasse für Viehprels r, x J. Zuschuß aus Großh. Hauptstaatskasse für Wander lehrerthätigkeite,. 5. Muthmaßlicher Beitrag der Aachen Münchener Feuer verstcherungsgesellschaft N 6. Beltrag des Landespferdezuchtvereins zur Provinztal Fohlenweide. VVV 7. Beitraͤge der Vereinsmitglleder. Zusammen A. Zur Einnahme: pos, 5. Der hler eingesetzte maßlicher bezelchnet werden, indem zur Zeit eine Mittheilung der Direction der Aachen⸗Münchener Feuerversicherungs Gesellschaft über die Höhe des pro 1885/86 zu verwilligenden Beitrags nicht eingetroffen war. B. Zur Ausgabe: pos. 6. 200 M. als Unterstützung erhalten pos. 7. preise zur Verwendung kommen. Betrag zu Prelsen verwendet wird. Aus den hier vorgesehenen 2400 M. sollen die Ackerbauschulen zu Alsfeld und Friedberg je 1100 M. und diejenige zu Büdingen Aus der hier vorgesehenen Summe müssen 1000 M. als Staats Der ganze Betrag wird dem landw. Bezirksverein Gießen für Abbaltung einer Viehpretsverthetlung im Jahre 1885 unter der Beding— ung zur Verfügung gestellt, daß auch aus der Bezirksvereinskasse ein entsprechender Staatsfonds. Verelnsfonds. B. Ausgabe. M. M. M. M 1. Bureau, Kasse- und Rechnungswesen— 1270 1822,„ c 2. Unterstützung der landw. Bezirksvereine.— 2062 6000 J. Kosten der landw. Zettschrift e. 48— 3000 4. Gehalt des Wlesenbaumelst ers 2500— 1000 5. Für die Ackerbauschulen zu Alsfeld, Büdingen und Fee f 2400— 1000— 6. Beitrag zu den Kosten des Deutschen Landwirth— schaftsrathes.. e e, cee 100 200 750 7. Zur Hebung der Rindplehzucht durch Prelsverthellung 2000— 8. Zur Unterstützung der Vereine für die Züchtung 400 Wan Podeste es,,— 1000 6188 9. Zur Unterstützung der Provinzlalfohlenwelde,— 800 8000 8660,40 10. Zur Bestreltung der Kosten von Wandervorträgen, 1000— 1 11. Betriebsfonds. i, e e— 328,40 Zusammen 8000 8660,40 Bemerkungen. Betrag mußte als muth— 508. 8. 0 1 pos. 10. schläge zu machen haben. men werden. Der hler vorgesehene Betrag soll den in der Provinz bestehenden ober zu gründenden Vereinen für Zucht und Veredelung des reinen Vogelsberger Vlehes zu gleichen Theilen auf Anfordern überwiesen werden Ueber die Art der Verwendung dieses Betrags sollen zunächst die Direetlonen der landw. Bezirksvereine unter Vorsitz des Verelnsprästdiums Vor⸗ bos. 11. Aus dem Betriebsfonds sollen 202 M. 32 Pf. zu Entschädigungen für zu Grunde gegangene junge durch den Verein gelteferte Obstbäumchen entnom— Gleßen den 30. April 1885 Der Prästdent des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. J. V.: Der Vieepräsident Nover. Deutsches Reich. Darmstadt. Der prov. Real-Lehrer Dr. Gunther in Groß ⸗Umstadt wurde zum desinitiven Lehrer daselbst ernannt. Berlin, 15. Mai. Die Session des Reichstags wurde, nachdem der Reichstag das Mandat des Unterstaatssecretärs Grafen Bismarck für nicht erloschen erklärt und den spanischen Zusatzvertrag mit 225 gegen 50 Stimmen an- genommen hatte, durch eine von dem Staats— secretaͤr v Boͤtticher verlesene allerhoͤchste Schluß ordre nach einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser geschlossen. — 16. Mat. In der heutigen Sitzung des Bundes rathes wurde der Boͤrsensteuer-Gesetzent— wurf den Ausschüssen überwiesen und der Gesetz entwurf betreffend Ausdehnung der Kranken- und Unfallversicherung genehmigt. — 16. Mal. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Seit einigen Tagen wird der Reichs kanzler wieder von neuralgischen Gesichtsschmerzen heimzesucht. Die Schmerzen sind theilweise so vehement, daß dem Fuͤrsten das Sprechen un möglich ist. Dieserhalb betheiligte sich der Kanzler an den letzten Verhandlungen des Reichs tags nicht. Auch die Fürstin Bismarck ist neuer dings wieder leidend und infolge eines starken Bronchtalkatarrhs genöthigt, das Bett zu hüten; dieselbe wird voraussichtlich langere Zeit abso— luter Schonung bedürfen. Braunschweig, 15. Mai. Da die Com- mission des Landtags die Ablehnung der Vor— lage wegen Restaurtrung der Burg Dankwarde— rode(der Heinrichsburg, der Stammburg der Welfen, in der Stadt Braunschweig gelegen) beantragt, erklaͤrte der Staatsminister v. Goͤrtz Wrisberg in der heutigen Sitzung des Landtags, daß die Regierung die Vorlage zurückziehe, da nach der Art und Weise, wie die Berathung in der Commission stattgefunden habe, eine Ab lehnung der Vorlage im Plenum wahrscheinlich sei. Kömnigstein. Wie der„Rhein. Cour.“ meldet, trifft die herzogliche Familie am 18. d. Mis. bier ein. Anläßlich der Verlobung der Prin— zessin Hilda werden die Einwohner unseres Städtchens die Ankunft der hohen Herrschaften festlich begehen. Stuttgart, 15. Mai. Die Königin von Wuͤrttemberg kommt heute Abend via Paris zurück. Ausland. Schweiz. Bern, 15. Mal. Der als Schreiber eines Briefes, worin die Sprengung des Bundespalastes angedroht wurde, entdeckte Coiffeur Wilhelm Huft in Heiden, aus dem Großherzogthum Baden gebürtig, hat sich eine Stunde nach seinem letzten Verhoͤr erhängt. Frankreich. Paris. Eine Oepesche des Generals Briödre de l' Isle aus Hanoi vom 13. d. M. meldet, er habe die officielle Mit— theilung von der Räumung Langsons am 5. d. M. erhalten. Die Chinesen hatten Angesichts der materiellen Schwierigkeiten einige Tage Auf schub verlangt, die Posittionen am Rothen Fluß zu räumen. Bridre habe Patenötre davon ver— staͤndigt, daß er bereit sei, den Chinesen elnen neuen Aufschub von 140 Tagen zu bewilligen unter der Bedingung, daß Tuanquan am 23. d. M. den Franzosen übergeben werde. Die Banden von Piraten, welche sich seit Beginn der Räumung in der Richtung auf Tammoi und Daugson auf dem Schwarzen Flusse, dem Claire, Flusse und dem Songeau gezeigt hatten, werden lebhaft versolgt. — 16. Mai. Kammer. Hugues brachte den Amnestieantrag ein. Minister Allain Targe bekämpfte denselben, erklaͤrte aber gleichzeitig, die Regierung sei geneigt, von dem Gnadenrechte Gebrauch zu machen. Der Amnestieantrag wurde mit 270 gegen 122 Stimmen abgelehnt. Großbritannien. London, 15. Mai. Unterhaus. Gladstone erklärt auf eine Anfrage Northeote's, die Unterhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, die Antwort Rußlands auf die Mittheilung, betreffend die Regulirung der Grenze, werde noch erwartet und dürfte erst in einigen Tagen eintreffen. Der Schriftwechsel, welcher morgen vertheilt werden wird, breche mit der Pendjeh- Affaire ab, weil die Ver— handlungen noch nicht beendet sind. Ihm sei Nichts bekannt, daß Rußland angedeutet, es wolle einen Gesandten in Kabul haben. Er beabsichtige in der gegenwärtigen Session noch folgende Vorlagen einzubringen: betr. die Auf— besserung der Lage der Kleinbauern in Schott— land, den mittleren Unterricht in Wales und die Erneuerung von Theilen der irischen Ver— brechenverhütungsgete.— Das Oberhaus nahm in erster Lesung die Bill betreffs Errichtung eines Ministeriums für Schottland und in zweiter Lesung die Wahlbezirksbill an. Spanten. Madrid, 16. Mai. Der Minister des Auswärtigen brachte in der Kammer heute einen Gesetzentwurf ein, ihn zu ermächtigen, die Abänderung des spanisch-deutschen Handelsver— trags bezüglich des Roggenzolls zu ratificiren. Italien. Rom. Dem„Amtsblatt“ zu— folge ist nach einem Notenwechsel zwischen der oͤsterreichischen Regierung und der italienischen Botschaft die Convention betreffs Gewährleistung des literarischen und artistischen Eigenthums bis zum 31. Dezember 1885 verlängert worden. Serblen. Belgrad, 15. Mai. Das Cabinet ist in folgender Weise zusammengesetzt: Garaschanin Praͤsidium und Aeußeres, Marin— kowies Inneres, Vukarin Wetrowies Finanzen, Oberst Petrovies Krieg, Pavlowics Justiz, Popowics Cultus und Unterricht, Rafjowics Volkswirthschaft, Oberst Proties Bauten. Rußland. Petersburg. Die„Neue Zeit“ meldet aus Kronstadt, daß auf Anordnung des Marineministers der Mittelhafen am 15. Mai alten Styls, dem muthmaßlichen Eroͤffnungs— tage des Petersburger See-Canals, für Kauf— fahrteischiffe geschlossen werde. Das Einlaufen tiefgehender Handelsschiffe in Kronstadt wird mithin unmöglich werden. Nach einer Mit— theilung der„Nowosti“ von daselbst dürften, da nur solche Kriegsschiffe auf die Rhede hinaus— gehen, welche in das Navigationsprogramm aufgenommen sind, die übrigen Kriegsschiffe wieder abgerüstet und in Reserve gestellt werden. — Der Kaiser verlieh Komaroff einen goldenen Ehrensaͤbel mit Brillanten; auch Zakrschewsky erhielt einen goldenen Ehrensäbel— — 16. Mai. Gelegentlich einer Haussuch— ung in Charkow in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag leistete ein Mann, dessen Verhaftung angeordnet war, den betreffenden Polizeibeamten durch mehrere Schuͤsse Widerstand. Der Polizei— revier-Aufseher Fesfenko wurde getödet, der Gen— darmerie-Unter-Offizier Bullpakoff verwundet. Fesfenko wurde heute unter dem Geleite seiner Vorgesetzten und Collegen, sowie zahlreicher Theilnahme des Publikums beerdigt. Amerika. Ottawa, 16. Mai. Die cana⸗ dische Regierung empfing eine Depesche Middle— ton's, worin derselbe meldet: Das Gefecht vom 11. Mai endete mit einem glänzenden Siege der canadischen Truppen. Riel wurde gestern Abend als Gefangener in General Middleton's Zelt gebracht. Aus Stadt und Land. H.-V. Friedberg. Die beabsichtlgte Verlegung der Post, worüber sich berelts eln in Nr. 53 des Anzelgers erschlenener AUrtikel abfällig ausgesprochen hat, wurde in der letzten Vorstandssitzung des Vereins für Handels- und gemeinnütztge Zwecke erörtert. Einstimmig war man der Ansicht, daß— käme allein die Lage in Betracht unser Publikum nur den Wunsch haben wird, die Post möge da bleiben, wo sie bst, d. 1. im Mittel- punkt der Stadt. Gewiß ist die vorhandene Unzuläng⸗ lichkeit und Unbequemlichkelt der jetzigen Posträume nicht zu bestreiten, doch wäre deren Abhilfe durch bauliche Uenderungen wohl zu erreichen. Das Projeet, auf dem Platz um die Klosterkaserne ein Postgebäude zu errichten, begegnete allsettigem Wlderstande; von einer Berücksichtigung der hier in Betracht kommenden Interessen kann bel diesem Plane keine Rede sein. Es wurde beschlossen, eine Eingabe an die Kalserl. Ober-Postdireetlon in Darmstadt zu richten, zunächst um ein Aufgeben des gedachten Planes(Klosterkaserne) zu erzlelen und, für den Fall eines in dem jetzigen Postgebaude nicht zu exreichenden Erweiterungs- und Umbaues, als Platz für ein neu zu errichtendes, den jetzigen und künftigen Staatsfonds. Vereinsfonds. ne Dre lem al Hasta noch die den An, hetsamn deb Ele Aündige war. nur dan baude fast vo Hauses ulchtun würde Vlehste Hühne dem 5 entstar zu ge Aus sa gleichz waren Petter, deltte W. den 1 Somn elngeb vorhar Ni wurde U halle welche sörte Dachk war w. uten. 26 Einlaufen onstabt wird einet Mit⸗ let dürften, Wede binaus⸗ ens programm Lntgsschiff zestellt werden. lanten; auch en Cörensäbel. net Hauisu Donnerstag A 9 jelbtamten Der Volizei-⸗ det, der Gen⸗ 7 perpundel. Feleite seiner „ fahlteicher Die cars de Middle Leer 7 len eee 1 Gießen. ‚ welches die Holzverschalung des Vorbaues gänzlich zer— Bedürfnissen entsprechendes Postgebäude die Bismarck— straße vorzuschlagen. st. Dorn ⸗Assenheim. Unserer Gemeinde stehen demnächst zwei Feste bevor, wie solche dahler noch nicht gefeiert worden sind. Am 12. Juni d. J. sind es 25 volle Jahre, daß dem noch rüstig wirkenden Lehrer Brandt die hiesige erste Schulstelle übertragen wurde und den 1. Mat k. J. werden es 50 Jahre, daß der⸗ selbe definitiv als Lehrer angestellt ist. Die Schüler Brandt's zu Dorn-⸗Assenheim werden sich sicher den ersten Tag nicht entgehen lassen, ihre Liebe und Ver— ehrung ihrem Lehrer zu zeigen und Dorn-Assenheims Bürger werden beim zweiten Feste beweisen, welch hohes Interesse sie an ihren Schulen und dem Wohl der daran wirkenden Lehrer nehmen. Dem Jubilar aber möze Gott, die bisherige Kraft und Frische noch recht lange erhalten unserer Gemeinde und seiner Familie zum Segen. Die Schwurgerichts-Verhandlungen pro 2. Quartal 1885, unter dem Präsidium des Landgerichts— raths Werle, werden am 22. Juni ihren Anfang nehmen. Darmstadt. Am 18. Juni d. J. will der Garten— bauverein zu Darmstadt, der sich einen über das Weich— bild genannter Stadt hinaus erstreckenden Namen er— worben, sein 50jähriges Bestehen mit einer großen, fest— lichen Blumen- und Pflanzen-Ausstellung feiern. Allerlei. Friedrichsdorf, 16. Mai. Die Homb. Kreisztg. schreibt von hier: Vergangene Nacht, kurz nach 12 Uhr, wurden die Bewohner unseres Städtchens durch Feuer— lärm aus der ersten Nachtruhe geweckt. Es brannte die Hofraithe des W. Islaub(Gasthaus zum Löwen). Ehe noch die zur Hilfeleistung Herbeleilenden sich in genügen— der Anzahl mit den erforderlichen Löschvorrichtungen versammelt hatten, standen schon sammtliche Gebäude des Etablissements in hellen Flammen, so daß die voll— ständige Vernichtung derselben nicht mehr zu verhindern war. Die Thätigkeit der Löschmannschaft mußte mithin nur darauf gerichtet werden, die nebenanstehenden Ge— bäude zu retten, was denn auch in erfreulicher Weise fast vollkommen gelungen ist. Das Dtenstpersonal des Hauses konnte nur noch mit knapper Mühe der Ver— nichtung entgehen; noch einige Minuten und— dasselbe würde elendiglich mitverbrannt sein. Fast der ganze Viehstand des W. Islaub: Pferde, Kühe, Schweine und Hühner, sowie der dort stationirte Gemeindebulle sind dem Feuertode anheim gefallen. Wie und wo das Feuer entstanden ist, darüber vermögen wir keinen Aufschluß zu geben; sonderbar ist es nur, daß nach mehrfachen Ausssagen das Feuer fast an allen Selten der Gebäude gleichzeitig zum Ausbruch kam. Von auswärtigen Spritzen waren die von Homburg, Seulberg, Kirtorf, Rodheim, Petterweil und Holzhausen anwesend. Es ist dies der dritte Brand seit Weihnachten in Friedrichsdorf. Ww. Eichstädt. In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wurde in dem benachbarten Nassenfels im Sommerkeller des dortigen Bierbrauereibesitzers Schweiger eingebrochen, sämmtliche Lagerfässer entspundet und das vorhandene Sommerbier, eirea 2000 Eimer, laufen gelassen. Nordhausen, 15. Mai. Im Dorfe Ustrungen wurden durch eine Feuers brunst etwa 70 Gebäude zerstört. Hamburg, 15. Mai. In der großen Ausstellungs⸗ halle auf der Moorweide brach Nachmittags Feuer aus, 5 gegen Mitternacht jedoch der Brand im Wesentlichen zelöscht. Der Schaden wird auf eireg eine Viertel Million geschätzt und ist durch Versicherung gedeckt. Wien, 16. Mat. Durch einen kolossalen Sturm sind gestern, soweit von Seiten der Behörde festgestellt worden ist, 4 Personen um's Leben gekommen. Zürich, 15. Mal. Seit sechs Stunden findet in der ganzen östlichen Schweiz bedeutender Schneefall statt, der noch fortdauert. Der durch denselben angerichtete Schaden ist noch nicht zu übersehen, dürfte aber sehr bedeutend sein, da namentlich die Obsternte zum großen Theil vernichtet scheint. Graz, 13. Mal. Gestern Abend um halb 10 Uhr wurde im Murzthal abermals ein Erdstoß verspürt. In Wartberg vernahm man starkes Getöse. Die Bevölker— ung gerieth in große Aufregung. London, 16. Mat. Der Schraubendampfer„Messina“, vom mittelländischen Meere nach Hamburg unterwegs, collidirte am Donnerstag Abend, 16 Mellen südlich von Durleston Head, mit dem Londoner Dampfer„Numida“ und sank. Zehn Personen der Mannschaft, meist Heizer und Maschinisten, ertranken, die übrige Mannschaft wurde in Cowes gelandet. Quebeck, 12. Mai. Die Kapitäne von hier an— kommenden Dampfern melden, daß sie im St. Lorenzo⸗ Golf auf ungeheure Treib⸗Eismassen stießen. Der Dampfer „Sarmatian“ von der Allan Linie brachte acht Tage im Eise zu, welches welter als das Auge reicht zu sein scheint und von Gestade zu Gestade reicht, so daß es die übliche Ausfahrt aus dem Golf gänzlich versperrt. Mehrere Dampfer sollen sich, wie es heißt, in mißlicher Lage befinden. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Mai. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10— 1.20, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. 9 Pf. Homburg, 16. Mal. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 3.50—4, per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 5 und 6 Pf., Butter per Pfund 1. Qualität M. 1.30, 2. Qualität M. 1.20 Frankfurt, 15. Mai. Auf dem Heu- und Stroh⸗ markt waren 25 Wagen zugefahren. Heu kostete 100 Ko. M. 5.50— 6.20, Stroh M. 44.50. Frankfurt, 15. Mal. Auf dem heutigen Vieh⸗ markt waren 75 Ochsen und 330 Kälber angetrieben und zu den Preisen vom Montagsmarkt verkauft. Frankfurt, 16. Mai. Wochenmarkt. Die Spargeln prima Qualität kosteten 80 Pf. bis M. 1.10, Blauköpfe 60-70 Pf., Suppenspargeln 30—40 Pf., Bohnen das Hundert W. 2.60—3, das Pfd. 90 Pf. bis M. 1.20, Erbsen 4060 Pf., Gurken 30—80 Pf., Kohlrabi 20 Pf., Radieschen 2— 3 Pf., Spinat 20—40 Pf., Sellerie 10 bis 20 Pf., Lattig 10— 20 Pf., Kopfsalat 8— 10 Pf., Lauch 3—6 Pf., Rettig 10— 12 Pf., Zwiebeln das Pfd. 12—14 Pf., Meerrettig das Hundert M. 12— 15, das Stück 14—20 Pf., Kirschen 90 Pf. bis M. 1.10, Apri⸗ kosen das Hundert M. 12— 15, das Stück 15—20 Pf., Erdbeeren M. 10—12 das Hundert. Blumenkohl 40 bis 60 Pf., Haselnüsse 40—50 Pf. Neue Kartoffeln 20—25 Pf. das Pfd., alte das Gescheid 10— 12 Pf. Nusse das Hundert 30—40 Pf. Schwarzwurzel 40-80 Pf. Butter 50 Kilo M. 90-100, im Detail M. 1.10— 1.30, Eier 2 Stuck 11 Pf., das Hundert M. 4.20—6 Fleisch⸗ preise unverändert. Geflügel: Ente M. 33.50, Gans störte und in Folge des ungünstigen Windes auch die Dachkrone der Hauptkuppel ergriff. Die Löschungsarbeit war wegen der eigenartigen Bauconstruetion sehr schwierig, M. 4—7, Poularde M. 2—3, Hahn M. 1.70— 2, Huhn M. 2— 2.50, Taube 40-60 Pf., Rehkeule M. 8— 12, Rebziemer M. 10-15, das Pfd. M. 1. Die Königliche Eisenbahn⸗Direetion Hannover hat in diesem Jahre wiederum eine Nachweisung aller der Rund— reisebillets herausgegeben, welche auf Stationen des Be⸗ zirkes dieser Direetion aufliegen, oder welche durch Retourblllets mit verlängerter Gültigkeitsdauer von den Hannoverschen Stationen aus nutzbar gemacht werden können. In derselben sind auch die Bestinmungen über die combinirbaren Rundreisebillets mit enthalten. Wir wollen nicht verfehlen, hiermit im Interesse des reisenden Theils unserer Leser auf diese in Form eines Büchelchens herausgegebene Nachweisung besonders aufmerksam zu machen, welche bel jeder Billet⸗Expeditlon des Directions⸗ bezirks Hannover zu dem mäßigen Preise von 20 Pf. käufllch ist. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 19. Mat: Gastspiel des Herrn Perotti. Martha. Lyonel: Herr Perottt. Mittwoch den 20. Mat: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Der Bettelstudent. Laura: Fräul. Böhner. Außer Abonn. Donnerstag den 21. Mai: Gastspiel des Herrn Perotti. Die Jüdin. Eleazar: Herr Perotti. Freitag den 22. Mai: Geschlossen. Samstag den 23. Mai: Gastspiel des Herrn Perotti. Hugenotten. Raoul: Herr Perotti. Sonntag den 24. Mai: Die Zauberflöte. Montag den 25. Mai: Zum ersten Male: Herodias. Große Oper in 4 Akten von Massenet. Außer Abonn. Schauspielhaus. Dienstag den 19. Mai: Er muß auf's Land. Die wilde Toni. Mittwoch den 20. Mai: Don Juan's Ende. Donnerstag den 21. Mai: Geschlossen. Freitag den 22. Mai: Gastspiel der Frau Zerline Gabillon, k. k. Hofburgschauspielerin aus Wien. Ein Glas Wasser. Malborough: Frau Gabillon. Samstag den 23. Mal: Fedora. Sonntag den 24. Mal: Gastspiel der k. k. Hofburgschau⸗ spielerin Frau Gabillon. Zum ersten Male: Eine Laune. Lustspiel in 1 Akt von A. v. Musset. Be⸗ arbeitet von Zerline Gabillon. Hierauf: Frauenkampf. Frau von Lery und Autreval: Frau Zerl. Gabillon. Montag den 26. Mal: Gastspiel der k. k. Hofburgschau⸗ splelerin Frau Zerline Gabillon. Neu einstudirt: Ein Erfolg. Hermine Drossen: Frau Gabillon. Israelitischer Gotlesdienst in Friedberg. Mittwoch den 20., sowie Donnerstag den 21. Mai: Schebuoth⸗ oder Wochenfest. I. Festtag. Dienstag Abends 7 Uhr 20 Min. Mittwoch Morgens 8 Uhr. Mittwoch Nachmittags 4 Uhr. II. Festtag. Mittwoch Abends 8 Uhr 40 Min. Donnerstag Morgens 8 Uhr. Donnerstag Nachmittags 4 Uhr. Ausgang 8 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Freitag den 22. Mai an Morgens 6 Uhr. 1469 Halbverdeck:- Wagen, leicht, solid, elegant, preiswürdig. Abbildung gratis. J. G. Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. M.( 7922.) Hierauf: — 1 2 Submission. Die Lieferung von 80 Raummeter Buchen ⸗Scheit⸗ holz 1. Classe ist zu vergeben. Offerten wolle man vor dem 25. d. Mts. schriftlich bei uns einreichen. Friedberg am 18. Mai 1885. Großherzogliche Direktion des Schullehrer⸗Seminars. Schäfer. 1799 Bekanntmachung. Donnerstag den 21. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll der Obernutzen aus den städtischen Baumanlagen auf dem Schrenzer, am Lutherwäldchen und am kaiser⸗ lichen Kirchhof auf die Dauer von 10 Jahren in 27 Abthellungen unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle oͤffentlich verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist am alten Belustigungsplatz. Butzbach am 16. Mai 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. 1817 Küchel. Vergebung einer Drainagearbeit mit Materiallieferung. Samstag den 23. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Nathhaus zu Nieder ⸗Florstadt die zur Drainlrung der Gemeinde- Sandgrube im Birkensee er⸗ forderlichen Arbeiten resp. Materlallleferungen öffentlich vergeben werden: M. Pf. Grabenarbelt, veranschlagt zu 188 08 Drain⸗Ziegelröhren 107 50 Anfuhr der Röhren 21 20 Friedberg am 18. Mai 1885. 11811 Oreb, Provinzlal-Wlesenbaumeister. Arbeitshemden 3 3 n 3 billigst bet K. Friedrich neben der Post Nr. 77. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 20. d. Mts., Nachmittags um 5 Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbelten auf dem Rath— hause zu Ossenhelm öflentlich vergeben werden: Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 103 Mark, Steinhauerarbelt 2 Schreinerarbelt 2 Friedberg den 18. Mai 1885. Zörb II., 1800 Bezirks bauaufseher. Arbeits-Versteigerung. Samstag den 23. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Wohnbach die bei Er⸗ weiterung des Friedhofs und Einfriedigung eines Vor— gartens an der Kirche vorkommenden Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Aecord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 358 50 Plantrarbeit 30— Lieferung von hydraulischem Kalk 128— 1„ Mauersteinen 90— 0„ Schlackensand 187— 55„ Cement 33— Butzbach den 17. Mai 1885. Meßger, 1819 Bezirks⸗Bauaufseher. Bettnässen, Blasenschwäche(incont. d'urine etc.) wird unfehlbar beseitigt durch die unuͤbertroffenen, bel jedem Alter und Geschlecht bewährten Mittel des Apotheker Dr. Werner, Endersbach(Württemberg). Preis M. 2.75 Postein⸗ zahlung, Danksagung. Greiffenberg, 23. April 1885. Unsere Tochter ist vom Bettnässen durch den Gebrauch Ihrer Kur gründlich gehellt und sagen wir Ihnen dafür unseren besten Dank. Gottfried Hoffmann. 2 Arbeits-Versteigerung. Donnerstag den 21. d. M., Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Nathhaus zu Oppershofen nach⸗ stehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Aecord gegeben werden: M. Pf. Pflasterarbeit, lt. Kostenüberschlag 70— Chaussirarbeit 2 Lieferung von Sand 21 60 5„ Plflastersteinen 60— 7„ Chausseebausteinen 28— Steinaufsetzen und Sandmessen 8— Butzbach den 18. Mai 1885. Metzger, 1821 irks⸗Bauauff Bekanntmachung * Ich mache hlermit die ergebene Anzeige, daß ich mein seitheriges Nutzholzlager an der Friedbergerlandstraße mit dem Lager Schäfergasse 15 vereinigt habe und der Verkauf von Brettern, Dielen und Latten ze. ze. nur an letzterem Platze stattfindet. Das Engros-Bretter- u. das Nutzholz⸗Lager, somie die Bauzolzfabri⸗ kation, welche ich hiermit in empfehlende Erinnerung bringe, befindet sich nach wle vor am Obermainquat. Ferner bringe ich zur Anzeige, daß ich an der Taunus⸗ bahn, zweiter Bahnübergang auf der Mainzerlandstraße links, ein Kohlenlager errichtet habe und daselbst stets Fettschrottkohlen, der renommierten Zeche Ver. Hamburg, sowie Nuß⸗, Stück- und Schmtiedekohlen bester Qualitat Bezirks⸗Bauaufseher. (8645.) 1795 zu billigen Preisen vorräthig halte. Hduurd Leujeune, Frankfurt a. M., 15 Schäfergasse 15. 1 1 ö 9 1 ö 1 ö 1 1 — 5 5 e e Selzerbrunnen. Mittwoch den 20. Mai an den istaelitischen Pfingstfeiertagen findet dahier Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet N 85 Vereinsfahnen, Banner, gestickt und gemalt. Vereinsabzeichen, Schärpen.— Fahnen und Flaggen, Wappenschilder, Transparente, Offerten, Skizzen, Preis verzeichnisse versenden Wir franeo und umsonst. Weitzel Wittwe. Lampions, Feuerwerk. j 1790 Bonner Tahnenfabrik(Hiof-Fahnenlabric) in Bonn a. Nn. ee ee eee Submission. Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer kleinen Brücke, einer Stützmauer, eines Hofthors und einer Wasserpumpe für die Gemeinde Gambach sollen im Submissionswege vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeiten, lt. Kostenüberschlag 256 58 Steinhauerarbeiten 59 40 Schreinerarbeiten 105 30 Schlosserarbeiten 198— Weißbinderarbeiten 35 56 Pflasterarbeit 45— Lieferung u. Einstellen einer eisernen Pumpe 93 509 5 von Kalk 61 40 5„ Mauersteinen 91 20 7„ Russensteinen 64 80 5„ Sand 58 50 f„ Cement 11— 5„ Pflastersteinen 13 20 Bedingungen, Kostenüberschlag und Zeichnung liegen auf dem Bürgermeisterei⸗Bureau zu Gambach zur Ein— sicht auf. Die Anerbietungen sind versiegelt und mit ent— sprechender Aufschrift versehen postfrei bis Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 11 Uhr, an obige Buͤrgermeisterei einzusenden, zu welcher Zeit die Eröffnung derselben im Beisein etwa erschienener Anbieter stattfinden wird. An demselben Tage(27. Mai), Nachmittags um 1 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Gambach nach⸗ stehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Chaussirarbeit, lt. Kostenüberschlag 264 Brechen von Chausseebau- und Unter⸗ haltungssteinen 194— Steinfahren 326— Steinzerschlagen 9 Grabenarbeiten 150— Butzbach den 17. Mai 1885. Metzger, 1820 Bezirks⸗Bauaufseher. 4 0 e 6 1 0* 1* Zuchluiehbersteigerung. Donnerstag den 28. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, beabsichtigt der Unterzeichnete abzugshalber 40 Stück Rindvieh(Kühe, Rinder, Bullen), großentheils reiner Simmenthaler Abstammung, öffentlich versteigern zu lassen. Das Gut Kloster Thron liegt an der Homburg— Weilburger Straße und ist von Homburg v. d. H. auf dieser in einer Stunde zu erreichen. Etwa gewünschte nähere Auskunft ertheilt bereitwilligst Kloster Thron im Mal 1885, t W. Steinberger. Post Wehrheim(Nassau). Nach Ausspruch eines berühmten H. Universitäts-Professors wären bei künftigen Generatlonen wenig od. keine Kahlköpfe mehr zu erwarten, wenn man sich von Jugend auf statt der schädlichen Oele u. Pomaden ausschließlich des Haarwassers von C. Retter, München, bedienen würde, welches allein Alles enthält, was einer ratfonellen Haar⸗ und Kopfhautpflege dienlich ist. Zu haben um 40 Pf. u. M. 1.10 bei J. Baumeister. 593 Wiener Puddingspulbet, 1803 1 Packet 25 Pf., ausreichend für 4 Personen zur Bereitung delikater kalter Puddings ohne Eter und Butter. 1 Carton— 1 Mark, enthält 4 Pac. Apfelsine, Chocolade u. s. w. Alleingie Niederlage bei J. A. Windecker. Taseline-Cold-Cream-Seile 3 Stück 50 Pf. 1466 Hofapoth. Liilam. Einige Malter gute Eßkartoffeln hat abzugeben Frau Jos. Bender Wwe. l. d. Burg. 1807 Himbeer Vanille, Vorräthig à Packet Kunstwaben aus reinem Bienenwachs, ea. 32 Stück auf das Kilo, sowie Befestigungsbrettchen empsiehlt Bernbeck. Gebrunnlen Kaffee nach Zuntz'scher Methode, per Pfund M. 1.40, sowie selbstgebrannten in vorzüglichen Qualitäten empfiehlt P. Theis, 1708 vormals G. Haustädt. Wir warnen hiermit Jedermann auf unseren Namen Etwas zu borgen, da wir für Nichts aufkommen. 1809 Fritz Rühl und Frau. r 1785 5 Die Jampf-Kaffeehrennerei 5 Gegr. 1837. von Gegr. 1837. AJ. TZuntz Sel. Wittwe, Hofl 1 bringt ihre Specia⸗ 15 litäten: 9 Gebrannte Java-Kaffee's in empfehlende Erinnerung. Sorgfältigste Auswahl und Mischung nur feinster Rohsorten verbunden mit rationeller Brenn⸗ methode, garantiren ein stets gleichmäßig vorzüg⸗ liches Produkt, das allen anderen Sorten gegen⸗ über eine Ersparniß von 250/ gestattet. 5 Niederlage in Friedberg bei Herren J. A. Windecker, L. Adler, 2 H. Strauß, 8 Boönstadt bei Herren A. Haas und El. Müller, Dorheim bei Herrn Johs. Braun, Nauheim bei Herrn Gg. Ph. Ludwig, Nieder⸗Florstadt bei Herrn Mich. Adler, Nieder⸗Wöllstadt bei Herrn Tobias David, Staden bei Herrn Hessenberger Sohn. in feinster, süßschmeckender Qualität, à Liter 80 Pf., bei 1804 J. Baumeister. 17 Feinstes ausgelossenes 5 deutsches Schweineschmalz 1814 bei Fr. Hilbrecht Wittwe⸗ 7 Ein ueues Pony⸗- oder Eselswägelchen ist für M. 50. abzugeben. Wo? sagt die Expedition d eee 1 Entlaufen 5 ein halbjähriger, schwarzer Pommer(Hündin) mit weißer Brust und ledernem Hals band, auf den Namen„Lottchen“ hörend. Vor Ankauf wird gewarnt. Dem Wiederbringer eine Belohnung. 1798 Klein⸗Karben. J. J. Geibel. Ein Sattlerlehrling kann sofort in Stelle treten bei Steinfurth. Wilhelm Uhl. 9 Uerlobungs⸗Anzeige.“ 1 Die Verlobung unserer Tochter Charlotte mit Herrn Albert Handrich zu Gießen beehren wir uns statt be⸗ sonderer Nachricht hiermit ergebenst anzuzeigen. Friedberg am 18. Mai 1885. 1810. Evangelischer Verein. Mittwoch den 20. Mai, Abends 7 Uhr, gesellige Zusammenkunft auf dem Windecker'schen Felsenkeller, Von 8 Uhr an Vortrag über einen neueren Dichter. 1794 Der Vorstand. Monatsversammlung Donnerstag den 21. Mat, Abends 8 Uhr, in der Win⸗ decker'schen Gartenwirthschaft. Tagesordnung: Referat der Commisston: Lehrlings⸗ wesen. 1822 Mittwoch den 20. Mal findet bei mir Der Vorstand. 1 Tanzmusik für Israeliten statt, wozu ich freundlichst einlade. Vilbel. Anton Thuy. „Frische Bierhefe, Die billigsten und besten Schuhe und Stiefel kauft man bei Louis Waas in der Metzgergasse. Selbstgefertigte gute Handarbeit, keine Strafanstalts⸗ waare und keine Schundwaare, sondern garantirt dauer hafte Waare in reicher Auswahl. Bestellung nach Maaß, 1752 sowie Reparaturen werden prompt besorgt. 15 Gebrannten Kaffee, eine ganz vorzügliche, reinschmeckende Qualität à M. 1., sowie meine anderen bekannten Qualitäten a M. 1.20, M. 1.40, M. 1.60 empfiehlt 1813 Fr. Hilbrecht Wittwe. Für 3 Knaben des Versorgungshauses werden Meister gesucht. Der Eine will Schneider, die beiden Andern wollen Schreiner werden. a 1818 Herrenkleider werden nach dem neuesten Verfahren gewaschen und gefärbt in der Kunstfärberet und chemischen Wascherei von 1685 Ludwig Schmidt, neben der Realschule. Krebse kauft in jedem Quantum 1801 Jean Huber. Für Confirmanden. Zug- und Schaftenstiefel in großer Auswahl bei 1753 Louis Waas. Lehrling gesucht für ein gemischtes Waarengeschäft. Näheres bei der Expedition d. Anz. 1812 Glacchandschuhe, ene u. 7 L Eee seidene u. Fil d' Ecosse- Handschuhe billigst bei Han K. Friedrich. Einen zur Zucht tauglichen Eber, unter dreien die Wahl, hat zu verkaufen 1769 Okarben. Jean Müller. Ein neu 3 für eine kleine Familie hergerichtetes Logis hat zu vermiethen 1806 Jos. Bender Wittwe in der Burg. placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Relt⸗ N Stellensuchende jeden Berufs bahnstraße 25. 1816 Danksagung. Allen denen, welche unsere liebe Mutter, Schwieger⸗ mutter, Großmutter und Schwägerin Margaretha Weith, geb. Kern, zur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir den innigsten Dank. Friedberg, 18. Mai 1885. 1815 Die trauernd Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. er Gesammtauflage des Oberh. Anzeigers liegt bei eine Preisliste des Partiewaaren-Geschäfts von E. Aronstein, Bleiden⸗ straße 9 Laden, Bleidenstraße 7 und 9 im 1. Stock in Frankfurt am Main- (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 1 und 2.) Wiesenbaumelster Greb und Frau. 5 Lokalgewerbverein Friedberg. Inch Oeräu — ird 1— Die eit An — — meinen Betreff 2 12 9 Oenehr für den g 0 fend 5 25. 95 Schle ist ve ange gelte angel Silbe