b Freise. Druck- . Lelter- Aepfelu. 1885. Dienstag den 18. August.. r. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch 5 43 4 1 1 771* Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Diensta und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. 75 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Den Zustand der Schulräume und Lehrerwohnungen. Friedberg den 12. August 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und unsere früheren Ausschreiben in der betreffenden Sache z. B. vom 28. Juli 1882(ek. Nr. 89 vom 1. August 1882) beauftragen wir Sie, wegen etwa nöthiger Ausbesserungen, wie Ausweißen der Schulsäle, Anstreichen des Getäfels u. s. w. in den betreffenden Räumlichkeiten, falls es noch nicht geschehen sein sollte, alsbald mit Ihren Bezirksbauaufsehern sich zu benehmen und dafür Sorge zu tragen, daß diese Arbeiten jedenfalls mit den beginnenden Herbstferien in Angriff genommen werden. Eine Verlängerung der letzteren durch diese Arbeiten ist unstatthaft. Durch die Bezirksbauaufseher werden wir uns binnen 14 Tagen nähere Vor— lage machen lassen und würden wir bedauern, wenn Sie durch Verweigerung von noͤthigen Reparaturen weitere Verhandlungen herbeiführen sollten. Dr. Braden. Betreffend: Die Heegzeit der Feldhühner. Friedberg den 14. August 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Verfügung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Dr. Braden. Betreffend: Die Heegzeit der Feldhühner. 2. August 1885. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Mit Rücksicht auf den Stand der Erndte und der Weinberge haben wir bestimmt, daß die Heegzeit für Feldhühner in dem ganzen Großherzogthum, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten, im laufenden Jahre mit dem 16. d. Mts. endigt. Sie wollen daher durch die Kreisblätter zur öffentlichen Keuntniß bringen, daß mit dem 17. l. Mts. die Jagd auf Feldhühner im Großherzogthum mit den bezeichneten Ausnahmen eröffnet sei. J. B.; Far. Dr. Linß. enen. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hoheren Burgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, fur alle hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat.] die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den 2) Die Verechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht[Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu koͤnnen, vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein- Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und jährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April[Realschulen J. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz— Darmstadt am 1 desselben Jahres zu erbringen. ordnung(I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§§. 88, 89, 90, 93 Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. und 94 der angeführten Erfatzordnung verwiesen. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts- Großherzoglich Hessische Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige zeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormunds mit zu Darmstadt. der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen Gros. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf den Verlauf der Reichstagsverhandlungen über die Ab— des bemerkten Fragebogen⸗Formulars sowohl von den Großherzoglichen Kreisämtern, änderung des§. 105 der Gewerbeordnung soll durch eine sachgemäße Erhebung fest-[den Großherzoglichen Handelskammern, dem Großherzoglichen Fabrikinspeetor, den gestellt werden, in welchem Umfang thatsächlich die Beschäftigung gewerblicher Ar- Vorständen der Localgewerbvereine, als von uns ausgegeben werden und von diesen beiter an Sonn- und Feiertagen vorkommt, sowie ob und in wie welt eine Beschränk— Stellen bezogen werden können, richten wir an alle Diejenigen, welche sich bei der ung derselben ohne Schädigung berechtigter Interessen möglich ist. Die vorzunehmende vorzunehmenden Erhebung betheiligen wollen, das ergebene Ersuchen, die Ausfertig⸗ Untersuchung soll alle Gewerbszweige einschließlich der Handelsgewerbe und des ung und Rückgabe der Fragebogen bis längstens zum 1. September l. J. bewirken Handwerks umfassen, in welchen überhaupt elne Beschäftigung gewerblicher Arbeiter zu wollen. Ins besondere ersuchen wir auch die Vorstände von Innungen, die Vor⸗ an Sonn- und Festtagen vorkommt. Auf einem Fragebogen wurden diejenigen Fragen stände von Arbeiter-Krankenkassen, sowelt diese nicht Betriebskrankenkassen sind, um zusammengestellt, um deren Beantwortung es sich bei der vorzunehmenden Unter— Beteiligung an der angeordneten Untersuchung, und bemerken noch, daß bis zum suchung handelt. Zur Beantwortung dieser Fragen sind, außer den vorhandenen 1. September l. J. auch auf unserem Bureau Neckarstraße Nr. 3— mündliche Organen des Gewerbe- und Handelsstandes und sonstiger freien Vereine von In— Erklärungen zu den Fragen abgegeben und protokollirt werden konnen. dustrlellen und Handwerkern, auch einzelne Gewerbetreibende und insbesondere auch Darmstadt den 4. August 1885. Arbeiter eingeladen. Großberzogliches Minsstertum des Innern und der Justiz hat Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. uns mit der Vornahme und einheitlichen Leitung der fraglichen Erhebungen für das Fink. Busch. Großherzogthum beauftragt. Indem wir darauf aufmerksam machen, daß Exemplare Personen, bezüglich deren Aufenthaltsorte Auskunft begehrt wird. J. Nuppert, Georg, von Langenprozelten, 2. Auneberg, Philipp von Ober-Bessingen, 3 Groh, Johannes, von Egelsbach. Friedberg den 12. August 1885, Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Reich. Berlin, 13. Aug. In der heutigen fast ungen sehr getheilt, weshalb die Diseussion sehr Darmstab t. Milstärbtenstnachrichten. Die Assistenz-sechsstündigen Sitzung der Telegraphen Con- lebhaft wurde. Daß die gegenwärtigen Zustande Aerzte 2. Kl. der Res. Dr. Kolb vom 1. Bat... ferenz fand die Generaldiscussion der Tariffragen im internationalen Tazwesen gänzlich unhaltbar 5 1 1 5 S ü„—— 1* N* 1 N* 8 1 B e eee au Kiten: Kalt; besonders waren bezüglich der Vorschläge seien, wurde allgemein anerkannt. Eine ausehnliche Aerzten 1. Kl. der Res. befördert. Deutschlands und Oesterreich Ungarns die Mein- Mehrheit sprach sich günstig aus über den deutschen Stimmen dagegen nicht fehlte. wurden an die Tarifcommission verwiesen. — 14. Aug. Der Sultan von Zanzibar hat ohne Beding— ungen die Schutzherrschaft des Kaisers über alle von Deutschen in Besitz genommenen Gebiete einschließlich des Festlandsgebietes Vitu aner— kannt. Die Truppen und Beamten von Zanzibar haben sich bereits aus gedachten Gebieten zurück— gezogen. Man wird deutscherseits bestimmte Garantien verlangen, damit sich die Verwickel⸗ ungen nicht wiederholen. Dazu ist der Abschluß eines förmlichen Vertrages mit dem Sultan Bargasch⸗Ben⸗Said erforderlich, und erst wenn ein solcher Vertrag abgeschlossen sein wird, dürfte die Aufgabe des Geschwaders als erfüllt anzu— sehen sein.— Das Reuter'sche Bureau in London und die Agence Havas in Paris melden von der Besetzung einer Insel der Karolinengruppe durch Deutschland, sowie von den Vorstellungen, die Spanien deswegen in Berlin erhoben habe, und von der Absendung zweier spanischen Kriegs— schiffe nach den Karolinen. Wenn sich die Nach⸗ richt von der deutschen Besetzung der Karolinen bestätigt, so wird es sich aller Wahrscheinlichkeit nach darum handeln, in den dieselben bewohnen— den Mikronesen Arbeiter für unsere Besitzungen auf Neu-Guinea zu gewinnen. Einen anderen, etwa colonisatorischen Werth haben die Inseln thatsächlich nicht, wenn man vielleicht absieht von den auf einigen größeren Inseln zu gewin— nenden Cocosnüssen. — Eine Meldung, daß General Albedyll zum Hausminister ernannt sei, ist dahin zu be— richtigen, daß die Angelegenheit bis jetzt noch nicht zum förmlichen Abschluß gelangt ist. Kiel. Die Veränderungen, welche an dem für den Gouverneur von Kamerun bestimmten Dampfer„Nachtigal“ zur Ueberführung nach Afrika vorzunehmen waren, als Verkürzung der Masten, Vertauschung der schweren Takelage mit einer leichteren ꝛc. sind jetzt zu Ende ge— führt. Der„Nachtigal“ ist denn auch bereits unter Führung des Lieutenants z. S. Vanselow nach Kamerun in See gegangen. Karlsruhe. Nach neuesten Nachrichten treffen der Kaiser und die Kaiserin am 10. Sep⸗ tember hier ein und nehmen im Schlosse Wohn— ung. Die Majestäten werden bis zum 16. Sept. bleiben, worauf der Kaiser sich nach Stuttgart begeben wird, während die Kaiserin nach Baden reist. Am 26. September wird das Kaiserpaar zum Einzug des neuvermählten großherzoglichen Enkels wieder hier sein. Die hiesigen Gesang— vereine werden sowohl dem Kaiser als dem erb— großherzoglichen Paare Ständchen bringen. Nach dem 30. September, dem Geburtstag der Kai— serin, welcher in Baden gefeiert werden soll, wird das erbgroßherzogliche Paar wieder auf einige Zeit hierherkommen und den Hoffestlichkeiten beiwohnen. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Von hier wird aus zuverlässiger Quelle berichtet, daß dem Besuche des Grafen Kalnoky in Varzin ein schriftlicher Verkehr zwischen Wien und Berlin über die zollpolitische Frage vorausgegangen ist, dessen Natur zu der Hoffnung berechtigt, daß die Begegnung der beiden Staatsmänner auch nach dieser Richtung greifbare Resultate nach sich ziehen werde. Im Uebrigen kann consta— tirt werden, daß die Neigung zur Retorsious— politik sich in den maßgebenden Kreisen Ungarns in der letzten Zeit wesentlich verminderte. Es ist dies sicherlich eine Folge des Umstandes, daß sich die Chancen dafür mehrten, es werde denn doch möglich sein, mindestens in der Zollpolitik dritten, fremden Staaten gegenüber(welchen die beiden Reiche gleichsam als ein zollpolitisches Ganze entgegenstehen würden) ein dauerndes Einvernehmen zu erzielen. Frankreich. Paris.„Temps“ meldet, der Kriegsminister habe angeordnet, daß sogleich nach den Manövern 30,000 Mann von den Jahr— Vorschlag, wenngleich es auch an gewichtigen gangen 1881 und 1882 mit widerruflichem Ur— Beide Vorschläge laube entlassen werden sollen. — Der„Temps“ erklärt die Nachrichten Commodore Paschen meldet: über die Niedermetzelung von Christen in Annam für stark übertrieben. Es scheine sicher, daß die Zahl der Opfer einige Hunderte nicht übersteige. „— 15. Aug. Da in Algerien am letzten Sonntag die Judenverfolgungen erneuert wurden, so sandte die jüdische Bevölkerung eine aus vier Personen bestehende Abordnung nach Paris, um bei der Regierung Klage zu führen. Diese Ab— ordnung wurde nach ihrer Ankunft in Paris so— fort vom Conseilspräsidenten empfangen, der ihr versprach, daß die strengsten Maßregeln ergriffen werden würden, wenn die Verfolgungen fort— dauern sollten. Großbritannien. London. An Stelle des Herzogs von Richmond ist Stanhope, bis— her Vicepräsident des Conseils, zum Präsidenten des Handelsamtes mit einem Sitze im Cabinet ernannt worden. — 14. Aug. Die letzte Session des gegen— wärtigen Parlaments wurde heute geschlossen. Die Thronrede bedauert das Mißlingen der Expedition nach Khartum, lobt aber die Tapfer— keit der daran betheiligt gewesenen Soldaten und Matrosen. Der Tod des Mahdi werde die Königin wahrscheinlich in den Stand setzen, die ihr durch die Ereignisse gegenuͤber dem Herrscher und dem Volke Egyptens auferlegten Pflichten mit weniger Schwierigkeiten als seither auszuführen und werde dieselbe in ihren An⸗ strengungen, die Regierung und die gute Ord— nung in Egypten auf eine feste Grundlage zu stellen, nicht nachlassen. Die Beziehungen zu den anderen Mächten sind freundschaftlicher Natur. Die Verhandlungen mit Rußland be— treffs der Grenzen des Gebietes des Emirs von Afghanistan als Bundesgenossen der Königin dauern noch fort. Die Königin hofft, daß die Verhandlungen bald zu einer befriedigenden Regelung führen werden. Die Regierung thue die nothwendigen Schritte, um die Nordwest— grenze in angemessenen Vertheidigungszustand zu versetzen, ohne welchen die Wohlfahrt und Ruhe der indischen Unterthanen von Zeit zu Zeit der Unterbrechung und Störung ausgesetzt seien. Der Rest der Rede betrifft innere Angelegen— heiten ohne allgemeines Interesse. Die Mission Drummond Wolff's wird nicht erwähnt. Rußland. Petersburg, 14. Aug. Die Ab— reise des Kaisers, der Kaiserin und des Thron— folgers nach Kremsier erfolgt am 19. und 20. August. Von den Ministern folgen dem Kaiser Woronzow-Daschkow und Wannowsky. Giers soll, wie versichert wird, ebenfalls an der Kaiserbegegnung theilnehmen. In der großen Suite befinden sich: die Generale Richter, Tscherewin und Danilewski, der deutsche Mili— tärbevollmächtigte General Werder, Hofmarschall Obolenski und der Leibarzt Hirsch. Ein längerer Aufenthalt ist nur in Kiew und auf der Rück— reise in Moskau in Aussicht genommen. Aus Stadt und Land. m. Friedberg. In den letzten Tagen wurde zweimal versucht im Hause des Gerichtsvollziehers Köntg Feuer anzulegen. Beidemale wurde es so rechtzeitig entdeckt, daß der entstehende Brand gelöscht werden konnte. Der ganzen Sachlage nach, kann das Feuer nur von Jemand angelegt worden sein, der im Hause sehr bekannt ist. H. Friedberg. Es wird wohl den Lesern Ihres geschätzten Blattes noch nicht bekannt sein, daß seit einiger Zeit direkte Billete und Retourbillete via Hanau von Station Friedberg nach Aschaffenburg zu allen Wagenklassen verausgabt werden. hin und zurück mit 2tägiger Gültigkeit kostet nur M. 3.30. s. Friedberg. Der erste hiesige Gesangverein war durch die Aufregungen des Jahres 1848, auch durch veraltete, unpraktische Statuten nach fast 15jährigem Bestehen etwas in Unordnung gekommen. Dazu kam noch die Ueberwerfung einiger Mitglieder mit dem Diri— genten, und so war es denn nicht wunderlich, daß der Verein in den Jahren 1849 und 1850 fast ganz unthätig war. Als man im Jahre 1851 daran ging, den Verein wieder in die Höhe zu bringen, zeigte es sich, daß hlerzu leider zu dem Gewaltmittel einer Auflösung geschrltten werden mußte. Vier Sänger, von denen aber keiner zu den Gründern des Vereins gehörte, blieben sortan der Gesellschaft fern, alle übrigen Sänger, darunter 15, welche Ein Billet J. Klasse den Verein hatten gründen helfen und demselben ununter⸗ brochen angehörten, waren keinen Augenblick darüber zweifelhaft, daß diese Auflösung nur eine formelle set und daß so bald als möglich weiter gesungen werden müsse, weßhalb sie das sämmtliche Inventar des Vereins an sich brachten. Einige Monate später fingen die Singübungen unter dem Schutz der alten Fahne wieder an; der seit— herige Präsident, der Dirigent, die seitherigen Sänger, dasselbe Instrument und die Musikalien: Alles war beim Alten geblieben und es ist nie elnem Menschen eingefallen, den Verein, welcher nun den Namen„Liederkranz“ führte, als einen neuen anzusehen. Dies ist in kurzen Worten die Geschichte des Liederkranzes, wie sie in den Proto— kollen verzeichnet steht. Hiermit stimmen die Erinnerungen sowohl der drei Mitglieder, die dem Verein seit dem Jahre 1835 bis heute angehören, als auch derjenigen Mitglieder, welche dem Verein erst nach seiner Gründung beitraten, aber bei der Neubelebung mit thätig waren, überein. Der Liederkranz ist seit einem Menschenalter als die Fortsetzung des„Gesangvereins“ angesehen und behandelt worden, er war als 21jähriger Verein auf dem Sängerfest zu Straßburg(1856), als 23 jähriger in Baden-Baden(1858) u. s. w., in allen Broschüren und Zeitungen, welche über den Verein berichten, wird das Jahr 1835 als Jahr der Gründung angegeben; 1860 feierte er unter dem Präsidium des Hofgerichtsadvokaten Trapp III. sein 25 jähriges Jubiläum, seit Jahren ist von der 50 jährigen Jubelfeter die Rede, und so kann man sich leicht das Erstaunen der Vereins mitglieder vor⸗ stellen, als die in der vorigen Nummer des Anzeigers offenbarten Ansichten bekannt wurden. Auf das Prälu— dium des. Correspondenten wollen wir nur bemerken, daß der„Liederkranz“ nicht nöthig hat, Stimmung zu machen. Derselbe wird sich auch nicht beirren lassen, son— dern nach wie vor auf der betretenen Bahn weiter schreiten zur Freude seiner Mitglieder und Freunde, sowie zum Wohle unseres Volksgesanges; er wird nie aufhören, sich als das zu betrachten, was er ist: die Fortsetzung des ersten Friedberger Gesangvereins. i. Friedberg. Der Veteranen- und Militärverein feierte am Sonntag den 16. August sein Stiftungsfest und den Gedenktag an die Schlacht von Gravelotte in hergebrachter schöner Weise. Am Morgen marschirte der Verein mit flohrumhüllter Fahne auf den Friedhof an das Denkmal der dort ruhenden Krieger der Jahre 1870/71. Die Dilettanten Kapelle eröffnete die Feier daselbst durch einen Choral und der Ehrenpräsident des Vereins, Seminarlehrer Wahl, sprach tiefempfundene Worte, die auf die zahlreich Ansesenden einen feierlich ernsten Eindruck machten. Ein Choral schloß diese Feier; vom Friedhofe marschirte der Verein in die Stadtkirche zu gemeinsamem Gottesdienste. Wenn die Stimmung der Festtheilnehmer schon eine sehr feierliche war, so wurde dieselbe nur noch gehoben durch den Festgottes dienst, den der Musik⸗Verein durch Gesang in schönster Weise mit verherrlichte. Um 2 Uhr traf die Festmusik des 1. Hess. Inf.⸗Rzts. Nr. 115 aus Darmstadt ein und fand nun unter deren Marschmusik der Zug durch die Stadt in den Binzel'schen Garten statt. Groß war die Zahl der Festtheillnehmer und kaum konnten die Festräume deren Zahl fassen. Der Präsident des Vereins, Bindewald, begrüßte die Erschienenen und gedachte besonders des Festes als Stiftungsfest und als freudiges Erinnerungs- fest an den Tag von Gravelotte. Sein Hoch auf Kaiser und Großherzog fand begeisterten Wiederhall. Abwechselnd mit den schönen Coneertstücken der Kapelle erfreute Real- lehrer Wiesehahn die Anwesenden mit einer herzlichen Ansprache, die dem deutschen Vaterlande galt, sowie stud. A. Baur, welcher in begeisterten Worten das Heer feierte. Bis zur späten Stunde blieben die Fest⸗ theilnehmer versammelt und werden Alle des schönen patrfotischen Festes noch lange mit Freuden gedenken. W. Bad Nauheim, 16. August. Der gestern Nachmittag stattgefundene Ausflug des Gesangvereins „Concordia“ von Friedberg auf den Johannisberg verlief in der schönsten und gemüthlichsten Weise. Die unter Leitung des Lehrers Schneider von Friedberg zum Vor— trag gekommenen Chorgesänge wurden recht gut aus⸗ geführt und fanden besonders die Solovorträge zweier Damen allgemeinen Beifall. Späterhin wurde dann noch ein kleines Tänzchen veranstaltet. Homberg a. d. Ohm. Das benachbarte Dorf Appenrod wurde am 13. Aug. bei starkem Sturm und während die Einwobner auf dem Felde waren, von einem entsetzlichen Brand heimgesucht, es brannten nämlich 22 meist neue Wohnhäuser mit Scheunen, sowie sonstige Gebäulichkeiten, 43 an der Zahl, größtentheils bis auf die Fundamente nieder. Unter den abgebrannten Gebäuden befindet sich auch die Kirche und Schule, die Glocken im Kirchthurm waren zu einem Klumpen zusammen geschmolzen. Menschenleben sind glücklicherwelse nicht zu beklagen. Alle Vorräthe und viel Vieh ist jedoch mit⸗ verbrannt. Allerlei. Berlin, 14. Aug. Der Wiener Männergesang— verein ist heute hier eingetroffen und wurde von den Mitgliedern der österreichischen Botschaft, des Consulats, von Dupulationen des Maglstrats, der Stadtverordneten, des österreichisch-ungarischen Vereins, von hiesigen Gesang— vereinen und Liedertafeln in corpore auf dem Bahnhofe empfangen und jubelnd begrüßt. Namens der Wlener dankte Ritter Olschauer auf die Willkommgrüße. Warmbrunn, 14. Aug. Der ordentliche Pro⸗ fessor der Universität Leipzig, Geheimrath Dr. Georg Curtius, ist am Mittwoch im Hermsdorf, 65 Jahre alt, gest orben. ein Wir perleßte wolke u bahn we elnet B — Fri pet Pfd Ole Butter Käse pe Ho Malter Dos sollen öffentl! 2 2 Fr 6 1 2 N ferner von utenst Verste 8 2851 tusten dom — Paris Die Nachrichten aus Marseille lauten be— unruhlgender; die Cholera-Epidemie nimmt bedenklich zu. Madrid, 14. Aug. Nach Mittheilungen aus Sevilla bat die gesammte Munietpalktät demissionirt, well der Präfect die Quarantainebestimmungen aufhob. Auf den öffentlichen Plätzen fanden Ansammlungen der Bevölker— ung statt, welche die Aufrechterhaltung der Bestimmungen gegen die Cbolexa verlangt.— In Spanien kamen gestern 4000 Erkrankungen und 1300 Todesfälle in Folge der Cholera vor. Vom Beginn ihres Aus bruches bis heute hat die Epidemie 56,000 Todesfälle unter 145,000 er— krankten Personen verursacht. Alexandria. Der Nil steigt mit fast beispielloser Schnelligkeit. Während der letzten 24 Stunden ist der Fluß über 60 Ctm. gestiegen und gegenwärtig beträgt seine Höhe 12 Mtr. Wenn er, wie man befürchtet, in den naͤchsten zwei Tagen in dem gleichen Maße zu steigen anhält, wird er wahrscheinlich durchbrechen und einen großen Theil von Ober-Egypten überschwemmen. Aus Wady Halfa wird telegraphirt, daß dort der Fluß noch immer steigt, was bedeutet, daß er in Kairo noch weitere zwölf Tage zu steigen fortfahren wird. Ueber 13 bis 14 Mtr. binaus muß die Fluth verheerend wirken, selbst wenn alle Vorberestungen zur Eindämmung der Gewässer getroffen worden sind, wohingegen jetzt die Behörden unvermuthet überrascht werden. New⸗Nork, 13. Aug. Eine neue Hitzewoge, be— gleitet von Wirbelstürmen, zieht über das Land. In Norwood, im Norden des Staates Newyork, zerstörte ein Wirbelsturm viele Gebäude, tödtete 8 Personen und verletzte mehrere. Zu fleicher Zeit platzte eine Regen⸗ wolke und spülte 500 Fuß der Newyork Central Etsen— bahn westlich von Albany hinweg. Durch das Platzen einer Wasserhose in Dakota ertranken 6 Personen. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.95, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 12 Pf. Gießen, 15. August. Auf dem beutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 5—6 Pf., Käse per St. 49 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.50, Hahnen ver Stück M. 0.50—0.75, Enten per Stück M. 1.20—1.60, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64— 70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.50—5.50, Zwiebeln per Ctr. M. 5.50 bis 7.00. Homburg, 15. August. Marktpreise. Kartoffeln per Malter(neue) M. 5—6, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eier per Stück 6—7 Pf., Butter per Pfd.. M. 1.10, 2. Qual. M. 1.05. Frankfurt, 15. Aug. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markte kosteten Bohnen im Centner M. 5—10., das Pfund 812 Pf., Einmachgurken das Hundert 60 Pf. bis M. 1., Kartoffeln das Malter M. 5— 6., Mäusekartoffeln das Gescheid 25— 30 Pf., Weißkraut 15—20 Pf., Rothkraut 25 35 Pf., Zuckerschoten 30 Pf., Wirsing 12— 15 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., Romainsalat 6— 10 Pf., Kopf— salat 3—4 Pf., frische Erbsen per Pfund 10— 20 Pf., Spinat 40—50 Pf., Carotten Gebund 10 12 Pf., Gelbe rüben 5— 6 Pf., krause Endivlen 8— 12 Pf., Eskarol 6— 10 Pf., Orangen 100 Stück M. 18., das Stück 20—25 Pf., Citronen 7 10 Pf., Heidelbeeren der Liter 8 Pf., Aprikosen per Pfund 18 Pf., Pfirsiche 60 Pf., Melonen M. 1—4. das Stück, grüne Nüsse 100 Stück 50 Pf., Trauben, französische, M. 1— 1.20. Butter en gros M. 78— 84., en detail 90 Pf. bis M. 1.20. Zwiebeln 50 Kilo M. 8. Eier das Hundert M. 4.50 bis 5.50. Fleischpreise unverändert. Geflügel. Sommer— gans M. 3— 6., Habn M. 1.50—2., Huhn M. 1—2., Ente M. 2— 3.50, Taube 40— 60 Pf., Welsche M. 5 bis 10, Poularden M. 2.50 3.50, Capaun M. 3.50—4. Literarisches. Daheim. Nr. 46 enhält: Der Schatz des Fräuleins von Itzleben. Geschichtliche Erzählung von H. Hlllna. — Pferdemusterung auf einem ostpreußischen Edelhofe. Illustr. von R. Kastel.— Beleuchtung und Auge. Von Dr. H. Schäfer.— Schloß Wilbelmsthal bet Kassel. Mit 10 Illustr.— Sigrit.(Schluß.)— Am Familien— tisch: Im Atelier. Mit Bild.— Herzog Bernhard von Qual. Weimar. Von B. Rogge.— Protest. Von Dr. A. Ebrard.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 18.: Carmen. Mittwoch den 19.: Die Meistersinger. Außer Abonn. Donnerstag den 20.: Trompeter von Säkkingen. Freitag den 21.: Herodias. Außer Abonn. Samstag den 22.: Hans Heiling. Sonntag den 23. Afrikanerin. Schauspielhaus. Dienstag den 18.: Die relegirten Studenten. Mittwoch den 19.: Reif Reiflingen. Donnerstag den 20. Geschlossen. Freitag den 21.: Zum erstenmale: Die Leibrente. Schwank in 5 Akten von G. v. Moser. Samstag den 22.: Gastspiel des Frl. Gertrude Glers. Zum erstenmale: Arria und Messallna. Trauersplel in 5 Akten von A. Wilbrandt. Messalina: Frl. Giers. Sonntag den 23.: Zum erstenmale wiederholt: Die Leibrente. Eingesandt. Ueber den amerlkanischen Circus, welcher am 19 und 20. d. Mts. hier und in Bad⸗Nauheim Vorstellungen gibt, schreibt die„Hess. Ztg.“ aus Kassel, 8. Aug.:„Der amerikanische Circus, welcher gestern Morgen hier ein⸗ getroffen, hat am Abend seine erste Vorstellung gegeben und großen Erfolg gehabt. Die Leistungen der Mit⸗ glieder in der Kunstretterel, wie namentlich auf 4 unge⸗ sattelten Pferden und in der hohen Schule, sowie in der Gymnastik, rechtfertigen vollkommen die lebhafte Aner⸗ kennung, welche denselben zu Theil wurde Die Dressur der Elephanten und Pferde erregte allgemeine Bewun— derung. Für angenehmste Unterhaltung war außerdem durch die trefflichen Clowns bestens gesorgt.“ Wir können den Besuch des Circus, welcher nur noch Mittwoch und Donnerstag hier und in Bad-Nauheim verweilt, sehr anempfehlen. Verloosung. Köln⸗Mindener 3½ pCt. Thlr. 100⸗Loose von 1870. Gewinn⸗Ziehung vom 1. August 1885. Heimzahlung am 1. Oktober 1885. Berichtigung. Höchster Gewinn statt M. 160,050. M. 165,000. Geringster Gewinn statt M. 350 M. 330. Wasserwärme der Usa. 16. August Abends 14 Grad Reaumur. 17. August Mittags 14 Grad Reaumur. Walter. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 15. August 1885. Geber. Nehmer M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 6.1 do. in ½ 16. 19 16. 15 Englische Sovereings 20. 34 20. 30 Russische Imperiales. 16. 71 16. 68 Ducaten.*. 9. 60 9. 55 , Dollars in Gold. e Bekanntmachung. Donnerstag den 27. August l. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen folgende Gegenstände vor dem Rathhause dabter öffentlich meistbietend zwangsweise versteigert werden: 2 Kühe, 1 Wagen, 2 Gänse, 1 Ziege, 15 Hühner, 2 Springer, 1 Schwein. Friedberg den 15. August 1885. Fey, 2550 Oaulchtsvelieher Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 20. August l. J., Vormittags 9 Uhr beginnend, werden in dem Gemeindepfandlokale zu Ober⸗ Mörlen folgende Mobilien: 2 Pferde, eine Quantität Heu, 1 Hausirwagen, 1 Oekonomiewagen, 2 Kleiderschränke, J Commode, 6 Stühle, 3 Tische, 1 Regulator, 1 Schlitten, 1 Kaffeebrenner, 1 Deeimalwaage, ea. 8000 Cigarren, 2 Ballen Reis, 1 Kiste Seife, 1 Faß Rüböl,! voll— ständige Laden Einrichtung, ferner sämmtliche zur Concursmasse des Jakob Hahn von Ober⸗Mörlen gehörigen Waarenvorräthe, Geschäfts— utensilten und Hausgeräthschaften einer zwangsweisen Versteigerung gegen Baarzahlung ausgesetzt. Bad⸗Nauheim den 14. August 1885. Weitzel, Gerichtsvollzieher. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 19. d. Mts, Nachmittags um 4 Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten auf dem Rath— hause zu Bönstadt öffentlich vergeben werden: Maurerarbelt, lt. Kostenüberschlag 92 M.— Pf., 2551 Zimmerarbeit ee Schlosserarbeit 18—„ Frledberg den 15. August 1885. Zörb II., 2859 Bezirks ⸗Bauaufseher. Grummetgras-Versteigerung. Donnerstag den 27. August, Morgens 9 Uhr, soll vas Grummetgras von 17½ ha Domantalwiesen in den Preisen. Zad-Nauleim. II. J. 1885 8 Eisen⸗Chocolade von Franz Schulz, und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. In Karl Köhler's Verlag in Carl Bindernagel in Fried Depot W * N 8 stich. 10 Der Verkauf von Nach Ausspruch eines berühmten H. Universitäts-Professors wären bei künftigen Generationen wenig od. keine Kahlköpfe mehr zu erwarten, wenn man sich von Jugend auf statt der schädlichen Oele u. Pomaden ausschließlich des Haarwassers von C. Retter, München, bedienen würde, welches allein Alles enthält, was einer rationellen Haar- und Kopfhautpflege dienlich ist. Zu haben um 40 Pf. u. M. 1.10 bet J. Baumeister. 593 Im Reinigen von Veltfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen- Gemarkungen Okarben, Groß- und Klein-Karben auf dem Selzerbrunnen versteigert werden. Heldenbergen den 17. August 1885. Großherzogliche Oberförsterel Altenstadt. Pückel. Steinerne Töpfe und Krüge in großer Auswahl bel 2845 W. Bernbeck. 2861 8 Ae Vakanzen etc. werden am sichersten dureh Annoncen in zweekent- sprechenden Zeitungen zur Kenntniss der bez. Reflek- tanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Fxped. von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Rossmarkt Nr. 3. Strümpfe und Socken 820 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. ausgekümmtem Haar Zöpfe, Stecklocken nete. angefertigt. Kein Geheimmittel! 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Sonntag: ½10 Uhr Frühschoppen im Vereinslokal(Senn& Jamin), 2 Uhr Festessen im Hötel Trapp, ½4 Uhr esellige Vereinigung unter gütiger Mitwirkung der Dilettanten— Kapelle in Stein häußer“ 5 Garten. 2805 Großer amerikanischer Circus, das größte Etablissement ür in seinem a 6 Friedberg nur 1 Fag. Nur 2 Vorstellungen, um 4 und um 8 Uhr. Donnerstag, 20. August, um 4 Uhr Vorstellung, ermäßigte Preise; die Kinder zahlen nur 20 Pf. auf 3. Platz. Abschieds ⸗Vorstellung Abends 8 Uhr. Hauheim am Mittwoch, 19. Augus. . Platz 2 M.; II. Platz 1 M.; III. Platz 50 Pf. e Landwirthschaftliches Fest der Provinz Oberhessen zu Hungen FE ü ß August 1883 Große Verloosung von Vieh, landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen. Bei Ausgabe von 10,000 Loosen& 1 Mark kommen zur Verloosung 18 Stück Ninder, 18 Stück Hämmel, landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe, im Gesammtwerthe von circa Mark 6000. Bei Abnahme von 50 Loosen werden 10 pCt. Rabatt bewilligt. Den Verkauf der Loose haben wir dem Herrn Louis Buch übertragen. Das Verlobosungs- Comilé. Ge schaͤfts- Empfehlung. 3 Den geehrten Damen hiesiger Stadt und Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß ich : unterm Heutigen ein Damen ⸗Confeetions⸗Geschäft etablirt habe und empfehle ich mich im Anfertigen von Costikus von den einfachsten bis zu den elegantesten, Jaquets, Regenmänteln und Kinder⸗Garderoben nach neuestem Schnitt und Methode und hoffe, da ich das Geschäft bei meiner Schwägerin, Frl. Marie Berg, erlernt habe, Allen Anforderungen entsprechen zu können und halte mich bei Zusicherung prompter und reeller Bedienung bestens empfohlen. Hochachtungsvoll zeichnet Friedberg. Frau Elise Berg, 2866 Kaiserstraße Nr. 494. Städtische Baugenerkschule zu IDSTEIN im TAUNUS. Heranbildung zu Baugewerksmeistern. Abgangsprüf. n. d. Prüfungsordn. v. 6. Sept. 1882 v. e. königl. Prüfungscom. Vorkursus beg. 5. Oct., Wintersemester 2. Nov. Programm u. Auskunst kostenlos d. d. Direction. 2701 Saat Getreide. Auf Veranlassung mehrerer Landwirthe beziehe ich Aechten Probsteier Saatroggen (direkt aus der Probstel, plombirt), sowie reinen Shirrisfs Square Head-Waizen f und Nassauer Rothwaizen. Bitte Landwirthe um baldigste Aufgabe ihres Bedarfs. G86 B. Marxsohn Frankfurt a. M. D E E Umänderungen werden bestens besorgt. den 23. August: Evangelischer Verein. Mittwoch den 19. August, Abends 8 Uhr, gesellige Zusammenkunft auf dem Windecker'schen Felsenkeller. 2855 Der ee Musikverein. Parthie auf das Teichhaus Mittwoch den 19. Au gust 1885. Zusammenkunft Nachmittags 3½,ʒq Uhr am dicken Thurm. Lokalgemerbverein Friedberg. Dienstag den 18. d., Abends ½8 Uhr, im Rathhaus wird unser Vorstandsmitglied Herr Fuendeling die Güte haben, eine gr. Dinamo-Maschine in ihrer Thätig⸗ keit zu zeigen und zu erklären. Wir laden dazu die Mitglieder und die Freunde des Vereins höflichst ein. 2860 Der Vorstand. Aechten Schweizerkäse 2846 empfiehlt W. Bernbeck. 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Lebensjahre gestern Abend 9½ Uhr von uns abzurufen. Bad- Nauheim den 15. August 1885. 2853 Die trauernden Hinterbliebenen. CCC ͤ v Verantw. Red.! Carl Bindernagel. 7 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 8.) Bette stasse haben sind, einsch zum! veisie Die auch Geno männ stimn Bein nicht nach werd maßi alle Die dasse schaf Reick