1 6 1 eicher 1 * J ift. en und Lau N. U. Nitel. „ Betistellen, karren und „** Welelseile 11 1 Dunnerstag den 18. Zuni. M 7. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Betreffend: Die gemeinschaftlichen Ortskrankenkassen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Theil. Friedberg am 15. Juni 1885. Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit Rücksicht darauf, daß bei der jetzigen Jahreszeit viele auswärtige landwirthschaftliche Arbeiter beschäftigt werden, welche dem Ver— sicherungszwang unterliegen, empfehlen wir Ihnen, die Zugezogenen bei ihrer Anmeldung zum Register über die zugezogenen Fremden auf ihre Ver— sicherungspflicht hinzuweisen, und Polizeianzeigen gegen die Arbeitgeber alsbald vorzulegen, wenn dieselben ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Dr. Braden. Betreffend: Maßregeln gegen den Coloradokäfer. Friedberg den 16. Juni 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Der Reichskanzler hat Veranlassung genommen, durch die Kaiserlichen Vertreter in den hauptsächlich in Betracht kommenden Ländern Amerikas Erkundigungen über den gegenwärtigen Stand der Verbreitung des Coloradokäfers in diesem Erdtheile einzuziehen. Die Ermittel⸗ ungen haben ergeben, daß der Coloradokäfer dem Kartoffelbau in den Vereinigten Staaten und in Mexiko noch jetzt bedeutenden Schaden zufügt und daselbst in einer Weise auftritt, welche die Gefahr seiner Verschleppung nach Europa keineswegs als beseitigt erscheinen läßt. Indem wir Sie auf unser Ausschreiben vom 23. August 1877, Oberhessischer Anzeiger Nr. 100, und vom 18. März 1882, Oberhessischer Anzeiger Nr. 33, verweisen, laden wir Sie ein, die genaue Beachtung der nachsteheud abgedruckten Art. 1 und 2 des Gesetzes vom 11. Juni 1879„Maß— regeln gegen den Coloradokäfer betr.“ einzuschärfen. Das Feldschutzpersonal ist zugleich auf strenge Ueberwachung der Kartoffelfelder hinzuweisen und ihm aufzugeben, von allen verdächtigen Erscheinungen in fraglicher Beziehung Ihnen sofort Anzeige zu machen. Eintretenden Falls wollen Sie, unter Einsendung von Käfern, Larven und Eiern, alsbald Vorlage hierher machen und zugleich nach Vorschrift obenallegirten Ausschreibens verfahren. Dr. Braden. Artikel 1. Wer von dem Vorkommen des Coloradokäfers(Kartoffelkäfer, Chrysomela decemlincata), seiner Eier, Larven oder Puppen innerhalb der Gemarkung seines Wohnorts, sowie der angrenzenden Gemarkungen glaubhafte Kenntniß erhält, hat hiervon sofort der Ortspolizeibehörde Anzeige zu machen. Artikel 2. Wer, abgesehen von dem Fall des unter poltzeilicher Leitung erfolgenden Durchsuchens von Grundstücken(Artikel 3), in den Besitz von Käfern, Eiern, Larven oder Puppen in lebendem Zustand gelangt, hat dieselben sofort an die Ortspolizetbehörde abzuliefern. Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1886. 5 Friedberg den 9. Juni 18885. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Das diesjährige Ober-Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg findet nach dem untenstehenden Reiseplan am 27., 29. und 30. l. Mts. in dem Rathhaussaale zu Friedberg statt. Hierbei haben zu erscheinen: 1. die von den Truppen-(Marine-) Theilen abgewiesenen Ein— jährig- Freiwilligen; 2. die von Großherzoglicher Ersatz-Commission als dauernd un— tauglich erkannten, 3. die von derselben zur Ersatz-Reserve II. Klasse und 4. die von derselben zur Ersatz-Reserve J. Klasse in Vorschlag gebrachten, sowie 5. die von derselben als tauglich erkannten Militäxrpflichtigen. Die Ihnen demnächst unter Couvert zugehenden Ladungen wollen Sie den Militärpflichtigen sofort zustellen lassen und dafür sorgen, daß dieselben reinlich und— da die Reihenfolge noch nicht bekannt— sämmtlich präcis zu der in der Ladung angegebenen Stunde er— scheinen. Sollten Militärpflichtige, welche der Großherzoglichen Ober— Ersatzcommission vorzustellen sind, bis dahin in einen anderen Ausheb— ungsbezirk verziehen, so ist hiervon nach§. 45, pos. 13 der Ersatz— ordnung alsbald Anzeige hierher zu machen. Unter Hinweis auf die nachstehend abgedruckten Bestimmungen der Wehrordnung wollen Sie die betreffenden Militärpflichtigen be— deuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen unter— lassenen oder nicht rechtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Be— stimmungen bemerkten Strafen genommen werden, sowie dieselben weiter darauf aufmerksam machen, daß diejenigen unter ihnen, welche der Beorderung zum Ober-Ersatzgeschäft keine Folge leisten, sich sofortige zwangsweise Vorführung zu gewärtigen haben. Sie selbst haben sich an den genannten Tagen, sofern an denselben Militärpflichtige aus Ihren Gemeinden zu erscheinen haben, pünktlich einzufinden. Die der Großherzoglichen Ober-Ersatzeommission vorzulegenden Reclamationen werden unmittelbar nach der ärztlichen Untersuchung der Reclamirten in der Reihenfolge der betreffenden Liste verhandelt. Eltern oder Geschwister von Militärpflichtigen, welche bei Beurtheilung der Neclamationen irgendwie in Frage kommen, wollen Sie auf den Tag, an welchem der betreffende Militärpflichtige zur Vorstellung kommt, Vormittags präcis zu der Stunde, auf welche der Militärpflichtige ge— laden ist, auf das Rathhaus dahier vorladen und dieselben zugleich auf die Nachtheile, welche ihr Nichterscheinen im Gefolge hat, hinweisen. Dr. Braden. Deutsche Wehrordnung. §. 24. 7) Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Ersatzbehörden nicht pünktlich erscheinen, sind, sofern sie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen zu be⸗ strafen. Außerdem können ihnen von den Ersatzbehörden die Vortheile der Loosung (§. 65) entzogen werden. Ist diese Versäumniß in böslicher Absicht oder wieder— holt erfolgt, so konnen sie als unsichere Dienstpflichtige(§. 65, 3) behandelt werden. Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseltigung nicht in dem Willen der Gestellungspflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein R. M. G. F. 33. §. 65. 3) Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem von den Ersatzbehörden abzuhaltenden Termine nicht pünktlich erschienen und denen deßhalb von den Ober-Ersatzeommissionen die Vortheile der Loosung entzogen wor⸗ den sind. R. M. G. F. 33. Stehen solchen Militärpflichtigen gesetzliche Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zur Seite, so können sie von den verstärkten Ober-Ersatzeommissionen dieser Vergünstigungen nur dann als verlustig erklärt werden, wenn ihre Versäumnisse in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt sind. Unter gleicher Voraussetzung können solche Militärpflichtige von den Ersatzbehörden als unsichere Dienstpflichtige sofort zur Einstellung gebracht und durch die Landwehr— Bezirks-Commandeure dem nächsten Infanterie-Truppentheil oder Marinetheil über⸗ wiesen werden.(§. 67, 3). R. M. G.§. 30 4b und 7. Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen des betreffenden Militär⸗ pflichtigen lag, so treten die vorerwaͤhnten Folgen nicht ein. R. M. G.§. 38. Reiseplan für das Aushebunasgeschäft der 49. Infanterie-Brigade(t. Großberzoalich Hessischen) pro 1885. Datum. Wochentas Ort 9 5. e a . und Beginn 1 Geschäfts des Geschäfts. Reisetour und Angabe der Dienstverrichtungen. c. 1 c.— Juni 27.[Sonnabend, 9½ Uhr Morgens,] Friedberg Liste Bp, Ca, b, e, D. Beilagen 1—3, Felddienstunfähige, Invaliden. Juni 28. Sonntag, Friedberg Ruhe. Juni 29. Montag, 8½ Uhr Morgens,] Friedberg 5 Liste E. Juni 30. Dienstag, 8½ Uhr Morgens,] Friedberg Liste E. Reise nach Lich. N. N. 20. An die Großherzoglichen Der Aufenthaltsort des Wagnergesellen Justus Bagus, Friedberg den 15. Juni 1885. Bei der heutigen Wahl der sachverstär Bürgermeistereien und die Großh Betreffend: Entwässerung der Grundstücke zu Wölfersheim, Der Civilvorsitzende der Großh Dr. digen derselben: 1. Johannes Müller IV., 2. Chr. Hofmann, 3. Ad. Rückeisen; und als Stellvertreter: erzogliche Gendarmerie des Kreises. geboren am 2. Juni 1864 zu Flieden, Kreis Fulda, ist zu ermitteln und anzuzeigen. erzoglichen Ersatzeommission Friedberg. Braden. 1. Anton Huber, 2. Friedrich Reitz, 3. Heinrich Dr. Braden. Deutsches Reich. Berlin, 15. Juni. Wie bereits mitge-] Salisbury hat die Bildung des Cabinets an— theilt, wurde Prinz Friedrich Karl am Sonn- genommen. J 35 tage auf Jagdschloß Glienicke von einem Schlag—— 15. Juni. Das Unterhaus nahm mit anfall betroffen, wodurch halbseitige Lähmungs— erscheinungen hervorgerufen wurden. In Folge des Schlaganfalls ist Prinz Friedrich Karl heute gestorben. Prinz Friedrich Karl Nikolaus von Preußen war geboren am 20. März 1828 als Sohn des Prinzen Karl von Preußen und der Prinzessin Marie von Sachsen-Weimar. Der Prinz war seit 29. November 1854 vermählt mit Prinzessin Maria Anna von Anhalt, aus welcher Ehe 4 Kinder hervorgingen. Prinz Friedrich Karl war einer der hervorragendsten Heerführer der Deutschen Armee. Im deutsch⸗ französischen Kriege befehligte er die„Zweite Armee“ und errang bedeutende Siege. Der am heutigen Abend stattgehabten Leichenfeierlich— keit wohnten die Gemahlin des Entschlafenen, der Kronprinz, Prinz Friedrich Leopold, der Hofmarschall, die Adjutanten und die Haus— dienerschaft bei. Der einfache, offene Eichensarg war in dem Arbeitszimmer des verstorbenen Prinzen aufgebahrt, die Leiche mit dem rothen Attila der Ziethenhusaren bekleidet. Hofprediger Rogge hielt die Leichenrede. Darauf erfolgte die Ueberführung des Sarges in die Glienicker Dorfkirche. Der Kronprinz, Prinz Friedrich Leopold, der Hofmarschall, die Adjutanten und der Hofstaat folgten zu Fuß. Hier fand dann eine weitere Trauerfeierlichkeit statt, welcher außer den oben Genannten auch die Kronprinzessin mit ihren Töchtern, die Prinzessin Wilhelm, Prinz Günther von Schleswig-Holstein, der Stadt- commandant und andere Offiziere beiwohnten. Hofprediger Rogge hielt ein längeres Gebet, segnete darauf die Leiche ein, worauf der Schluß⸗ gesang folgte. Die militärische Leichenfeier findet in den nächsten Tagen in der Garnisonkirche zu Potsdam statt; von dort wird die Leiche in aller Stille nach Nikolskoe übergeführt. München, 15. Juni. Wie der„Allgem. Ztg.“ aus Kissingen berichtet wird, treffen die Minister v. Lutz und Crailsheim Donnerstag dort ein, um den Fürsten Bismarck zu begrüßen. Ausland. Frankreich. Paris, 15. Juni. Admiral Courbet ist am Gallenfieber auf Makung(Fischer— inseln), plötzlich gestorben. Der Marineminister theilte den Tod Courbets, welcher an Bord des „Bayard“ am 11. d. erfolgte, in der heutigen Kammer mit. Auf Antrag des Ministers wird die Sitzung zum Zeichen der Trauer aufgehoben. — 15. Juni. Die Budgetcemmission ge⸗ nehmigte mit 8 Stimmen bei 24 Stimmenent— haltungen das rectifirative Budget Sadi Car- not's, welches die Emission von 319 Million in 30 Jahren zu amortisirender Obligationen bezweckt. — 16. Juni. Deputirtenkammer. Band⸗ ryasson(Rechte) schlägt für Admiral Courbet eine nationale Leichenfeier vor und bezeichnet den Antrag als dringlich. Seitens der Regier— ung wird der nationalen Leichenfeier zugestimmt, doch sei es vorher nöthig, das Testament und den Willen der Familie kennen zu lernen. Die Dringlichkeit wurde schließlich mit 292 gegen 94 Stimmen verworfen. Die Kammer nahm hier— zur Wahlbezirksbill an und genehmigte in dritter Großbritannien. London, 14. Juni. kleinen Modificationen das Oberhausamendement Lesung die Bill betreffs Gewährung der Jahres— gelder für die Prinzessin Beatrice. Italien. Rom, 16. Juni. Kammer. Bei der Berathung des Budgets des Auswärtigen erklärte Mancini, daß die Lage seit dem dem Ministerium am 8. Mai ertheilten Vertrauens- votum unverändert sei. Rußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersbourg“ bezeichnet die Nachricht der „Times“ von einer russischerseits erfolgten Be— setzung des Hafens von Korna als gänzlich un— begründet. Aus Stadt und Land. h. Friedberg, 16. Juni. Heute ist Lehrer Volk dahier gestorben. Es gebührt sich, daß wir diesem von uns geschiedenen Manne, der nahezu fünfzig Jahre unter uns gelebt hat und nahezu vierzig Jahre als Lehrer in unserer Stadt wirksam war, ein Denkmal in diesem Blatte setzen, wenn auch nur durch Anführung der aller⸗ wichtigsten Umstände aus seinem langen und thätigen Leben. Sein Alter hat er auf nahezu 76 Jahre ge— bracht; im 29. Lebensjahre, bei Errichtung der Muster⸗ schule, wurde er gleichzeitig mit seinem noch im besten Andenken unter uns stehenden, vor elf Jahren verstor— benen treuen Collegen Störger hier angestellt. Viele unserer Mitbürger hat er durch Unterricht, Zucht und Vorbild zum Betreten des rechten Weges zum Glück und Wohlergehen verholfen und ihnen Mittel und Kräfte gezeigt, auf diesem Wege zu bleiben. Die Wichtigkeit und Verantwortlichkeit seines Berufes stand ihm stets lebendig vor Augen. Volk ging ganz in seinem Berufe auf, war unermüdlich fleißig, sah vor Allem auf Zucht und Ordnung, er war ein einfacher, gerader und fester Charakter, ein zuverlässiger, treuer College, ein guter Haushalter, ein liebevoller Gatte und Vater, ihn zierten Gottesfurcht, ungeschminkte Frömmigkeit und innige Vaterlandsliebe. Er war ein Freund alles Guten, ein Feind alles Bösen. Auch außer seinem Amte war er noch besonders im Gewerbeverein und an der Hand⸗ werkerschule erfolgreich thätig. Liebevolle Beweise von Dankbarkeit seiner Schüler sind ihm in seinem Leben vielfach gegeben worden. geschiedenen ist auch vom Großherzog durch eine ebren— volle Ordensauszeichnung belohnt worden. Pensionirt wurde Volk vor etwa 10 Jahren, da er sich in Folge einer Lungenentzündung angegriffen fühlte. Möge ihm die Erde leicht sein. h. Friedberg. Am 22. und 23. August dieses Jahres wird unser Gesangverein Liederkranz die Feier seines fünfzigjährigen Bestehens festlich begehen. Der Verein wurde am 19. August 1835 mit 27 Mitgliedern gegründet und ging aus der Bürgerschaft ganz natürlich und mit innerer Nothwendigkeit hervor. Es hatten sich nämlich vorher schon begabte Sänger zusammen gethan, um sich und andere durch Gesang zu erfreuen. Der Llederkranz hat stets in Vorstand, Dirigent und Mit⸗ gliedern unverrückt und rastlos dem Ziele eines guten Gesangvereins zugestrebt und unsere Stadt durch seine Leistungen in den fünfzig Jahren des Bestehens gar manchmal erfreut und die Wirkung eines schönen Männer⸗ gesangs auf Sinn und Gemüth verspüren lassen. Theil⸗ genommen hat der Liederkranz an drei und zwanzig größeren Gesangfesten, bei denen er freudige und eh ren⸗ volle Anerkennung gefunden und auch die Auszeichnung eines Ehrenpreises erfahren hat. Die Fahne ist mit zahlreichen Erinnerungsbändern geschmückt. Das im Jahr 1842 zu Friedberg gefeierte großartige und glänzende Gesangfest war sein Werk. Deputationen der etwa zwanzig Vereine des Mainthalsängerbundes, den er 1858 mit in's Leben gerufen und dem er seitdem auch angehört, werden die Festlichkeit des Tages erhöhen und gewiß dürfen wir mit Bestimmtheit annehmen, daß die Bürger unserer Stadt dem Feste volle Sympathie entgegen zu bringen bestrebt sein werden. d. Friedberg. Der projeetirte gemeinschaftliche Familienausflug des Taunusclubs und des Dülettanten⸗ Abfahrt von hier Nachmittags 1 Uhr 52 Minuten, An⸗ kunft in Erbstadt⸗Kaichen um 2 Uhr 14 Minuten. Von da Gang auf die Naumburg und die Hainmühle, wo⸗ selbst für eine kleine Erfrischung gesorgt ist. Um 5 Uhr 2 Minuten Rückfahrt nach Assenheim in die Gartenwirth⸗ schaft des Herrn Haas. Um 8 Uhr 24 Minuten zurück nach Friedberg. Fahrpreisermäßigung ist bewilligt und beträgt der Preis eines Billets für Hin⸗ und Rückfahrt 50 Pf. Diejenigen Mitglieder und Freunde der Ver⸗ eine, welche sich an diesem Ausflug betheiligen wollen, werden freundlichst gebeten, sich in die eireulirenden Llsten einzeichnen zu wollen und spätestens eine halbe Stunde vor Abgang des Zuges sich an der Bahn einzufinden. Schönes Wetter, einen guten Humor und es gibt eine herrliche Partie. s. Groß⸗Karben. Am 14. l. Mts. fand auf dem benachvarten Selzerbrunnen eine Versammlung des landw. Bezirksvereins„Section Vilbel“ statt, welche die Er⸗ richtung von Wasenmeistereien zum Gegenstand ihrer Berathung auf der Tagesordnung hatte. Obwohl die Bethelligung eine geringe war, so wurde doch die Sache gründlich besprochen. Kreisthierarzt Pr. Gebb hob die Wichtigkeit einer geordneten Wasenmeisterei in Bezug auf die Gesundheit und das Leben von Menschen und Thieren, sowie die wirthschaftlichen Vortheile einer solchen hervor. Der Zustand der meisten Ortswasenmeistereien steht gegenwärtig nicht in Uebereinstimmung mit den diesbezüglichen polizeilichen Vorschriften. Nach diesen muß der betreffende Platz von einem jederzeit fahrbaren Wege aus zugänglich sein, eine gegen den Zugang von Hunden, Füchsen, Rehen u. s. w. schützende Einfriedigung haben, der Boden darf weder felsig noch naß sein, sodaß eine Grube von 1½ Meter tief aufgeworfen werden kann; jede Gemeinde muß einen eigenen Karren zum Transport der Thierleichen anschaffen, welcher inwendig mit Zink beschlagen, keinerlei Flüssigkeiten beim Transport durchläßt und dicht verschließbar ist. Wenn nun diese Vorschriften in jedem Ort des Kreises durchgeführt werden, so veranlaßt das einen sehr hohen Kostenpunkt. Wird hierbei noch berücksichtigt, daß, wenn auch all diese Kosten aufgewendet werden, es dann immer wieder an geeigneten Personen in den einzelnen Orten fehlt, welche den Obliegenheiten eines gewissenhaften Wasenmeisters nachkommen, wenn man ferner berechnet, daß sehr viele Theile der Thierleichen durch Auskochen und Zerstören der Ansteckungsstoffe wirthschaftlich benutzt werden können, welche jetzt verscharrt werden, so liegen die Vortheile größerer gemein samen Wasenmeistereien klar zu Tage. Hierbei hat die einzelne Gemeinde weniger und der Eigenthümer der gefallenen Thiere nicht mehr Kosten, im Allgemeinen wird aber für Gesundheit und Leben von Menschen und Thieren ein besserer Schutz erreicht. Die Tüchtigkeit des Dahln⸗ Nach der Lage unseres Kreises dürften drei größere Wasenmeistereien, welche sich nach Maßgabe der Ent⸗ fernungen der Ortschaften in den südlichen, mittleren und nördlichen Theil des Kreises theilten, wohl den Bedürfnissen entsprechen. Die Anschassung und Ein⸗ friedigung von drei Plätzen mit je einem schuppenartigen Baue, der Ankauf von je 2 Wagen für einen Platz und die Indienststellung eines gut instrutrten und leicht zu beaufsichtigenden Wasenmeisters, der durch die Benutzung der jetzt ganz in Verlust kommenden thierischen Theile beinahe vollständig seine Bezahlung findet, ist viel billiger und besser, wie sämmtliche Anlagen in den einzelnen 72 Orten des Kreises zusammen. Man sollte sich dieser besseren Einsicht nicht verschlteßen durch die Redensart: „All' diese neuen Sachen kosten nichts wie Geld, es mag beim Alten bleiben.“ Man nehme nur das Bleistift und rechne! deßhalb nicht an unserer heimathlichen„Schindkaut.“ h. Vilbel, 16. Juni. Bel der heute stattgehabten Wahl eines Bürgermeisters erhielt, trotz aller Agitationen gegen unseren sestberigen Bürgermeister, derselbe 345 Stim⸗ men. Der Gegencanditat erhielt nur 54 Stimmen. s. Vilbel, 15. Juni. Vor einigen Tagen trafen sich zwei Handwerksburschen in der hlesigen Herberge. Beide hatten nicht viel Geld und übernachteten in einem Strohhaufen auf dem Felde. Hier stach der Eine seinen Kameraden mit kaltem Blute nieder, um sich— in den Besitz von dessen Notizbuch zu setzen, in welchem er einige Notizen für sich verwerthen zu können glaubte. Mit Recht fragt man, wie soll das enden und wo soll das hinaus, wenn wegen solcher geringfügigen Gegen⸗ stände sich Einer nicht scheut, einen Mord zu begehen? Denn daß das Messer keine edleren Theile traf, dies lag nicht in der Hand des Thäters. Der Verwundete liegt im Hospitale in Friedberg und kommt wahrschein⸗ auf die Berathung des Recrutirungsgesetzes auf. Vereins wird nächsten Sonntag den 21. Juni stattfinden. lich davon. Dem Thäter ist man auf der Spur. Auch wir sind sparsam und conservativ, doch hängen wir 8 * zu Gießen wurde beschlossen, das diesjährige landw. Ver⸗ einsfest hier in Hungen abzuhalten. ein Exeigniß für den Ort, an dem jenes Fest abgehalten male vor Jahrzehnten abgehalten worden ist. Feuerwehrtag abgehalten, wozu ca 3500 bis 4000 aus- straßen im Baubezirk Friedberg sollen mit Wirkung vom Freitag den 19. und Samstag den 20. d. Mts. auf Bürgermeisterei ihres Ortes ausgestelltes Leumundszeug— w. Büdesheim. Das diesjährige Bundesfest des Nidderthal⸗Sängerbundes, verbunden mit der Fahnenweihe des Gesangvereins Frohsinn in Büdesheim, wird Sonntag den 21. Juni dahier gefeiert. Als Bundes- chorlied wird gesungen werden:„Dir moͤcht ich diese Lieder weihen ze.“ v. Kreutzer. Die Festrede wird Lehrer Mörschel von hier halten. 0 w. Hungen. Auf der letzten landw. Versammlung Bekanntlich ist das wird, besonders aber für hier, wo dasselbe zum Letzten— Nach den neuesten Vereinbarungen ist die Zeit vom 26. bis 28. Aug. d. J. für die Abhaltung des Festes angesetzt und als Schauplatz die Pfingstweide und der Galgenberg(an der Grünberger Landstraße) ausersehen worden. Mainz, 14. Juni. Heute wurde hier der 12. Hess. wärtige Feuerwehrmänner erschienen waren. Allerlei. Frankfurt, 15. Juni. Heute Nachmittag etwa 0 um halb 6 Uhr zog ein starkes Hagelwetter über unsere Stadt. In dicken Strahlen strömte der Regen und da— zwischen fielen massenhaft die Hagelschlossen, im Durch- schnitt bobnengroß, viele aber auch so groß wie Hasel⸗ und manche so groß wie Wallnüsse. Aus der Ferne! tönte ein schwaches Gewitter herüber. Berlin, 15. Junl. Der wegen des an der Bauers frau Büttner zu Ruhlsdorf am 30. September 1884 be— gangenen Mordes zum Tode verurktheilte Arbelter Ma— schunat wurde heute früh enthauptet. Paris, 15. Juni. Bei dem gestrigen Wettrennen um den Hundertausend-Franken-Preis hat sich ein be— dauerlicher Zwischenfall ereignet. Ueber den Steg des englischen Pferdes erfreute Engländer schwenkten auf ihrem Wagen eine englische Fahne, worauf französische Chauvins den Wagen stürmten und die englische Fahne zerrissen. Die Polizel hatte große Mühe, die Kämpfen— den auseinanderzub ringen. Madrid, 15. Juni. Die Cholera ist im Zunehmen begriffen. Aus Murcla werden gegen 100 Cholerafälle gemeldet. 23 Dorfer in der Provinz Valenela sind von der Krankheit heimgesucht. Im Durchschnktt sind täglich 15 Cholerafälle vorgekommen. Handel und Verkehr. Friedberg, 17. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Friedberg, 16. Juni. Fruchtber. Walzen M. 18— 18.50, Korn M. 16.75— 17.00, Gerste M. 15 16.00, Hafer M. 15.50— 16. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund. Bußbach, 13. Juni. Wochenmarkt. per Pfund M. 0.80, Käse per Pfund 45—46 Eier 1 Stück 5 Pf. Butter kostete Pf., Butter per Pfd. M. 0.75— 0.90, Eier 1 Stück 5 Pf., Käse per St. 4— 9 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.80, Hühner per Stück M. 0.85— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.80—1.50, Enten per Stuͤck M. 1.80—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 6470 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 9— 10, Kirschen per Pfd. M. 0.35— 0.40. Grünberg, 13. Juni. Fruchtpreise. Welzen M. 18.00, Korn M. 16.80, Gerste M. 15.50, Hafer M. 15.00, Samen M. 22.00, Kartoffeln M. 4.30. Wasserwürme der Usa. 16. Junt Abends 18 Grad Reaumur. 17. Juni Mittags 17 Grad Reaumur. Walter. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 20. Juni 1885. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 7 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr 20 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 21. Junt an Morgens 6 Uhr, Abends 9 Uhr. 2003 Halbverdetk⸗Wagen, leicht, ol,, eleg., preisw. Abb. Gießen, 16. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete grat. J. 6. Rumpf. Eis. Hand 18, Frankfurt a. M.(9248. Straßenwärterstelsen. Für die Unterhaltung und Beaufsichtigung der Staats— 1. Juli l. J. Straßenwärter angenommen werden und können Gesuche um Uebertragung einer Straßenwartstelle unserem Büreau zu Friedberg abgegeben werden. Die Bewerber haben persönlich an den bezeichneten Tagen bei uns sich zu melden und ihren schriftlich ein— zureichenden Gesuchen ein von der Großherzoglichen niß und ein ärztliches Zeugniß über ihre körperliche Qualification beizuschlleßen. Friedberg den 15. Juni 1885. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 2212* Schneller. 2 Heu⸗ und Grummetgras— * a Versteigerung. Montag den 22. Juni l. J., Morgens 8 Uhr, wird das diesjährige Heu- und Grummetgras der fiscalischen Mautzerwiese in der Gemarkung Ober-Mörlen an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Ober⸗Rosbach am 15. Juni 1885. Großherzogliche Oberförsterel Ober-Ros bach. S back!! 2 Immobiliar-Versteigerung. Dienstag den 23. Juni, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Martin Sehrt Wittwe dahier die nachbenannten Im— mobilten öffentlich meistbietend versteigert werden: Flur 1 Nr. 135, 128,2 Klftr. 2 Hofraithen in der Stadt, 5 en 5 Grabgarten daselbst, * 1 0 137, 177„1* 0 „ 18, 201%, Grasgarten 5 Das ganze Anwesen kommt zuerst zusammen und dann getrennt zum Ausgebot. Die Hofratthe an der Straße erhält ihren Eingang durch das an der südlichen Grenze gelegene Gärtchen, während dem hinteren Wohnhaus der jetzt bestehende Eingang zugetheilt wird. Friedberg den 11. Juni 1885. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2233 Steinhäußer. — 5 51* Lohholz-Versteigerung. Freltag den 19. Juni d. J. kommen in den Wald— ungen der Gemeinde Stammheim, Distrikt Steinkaute und Honigberg, zur Versteigerung: 410 Stück Eichen-Schälstangen, zu Baumstützen ge— eignet, Stück Eichen-Schäl-Derbstangen von 4—9 m Länge und 7— 11 em Durchmesser, Stück Eichen-Schälstämme von 3—6 m Länge und 11—20 em Durchmesser, 303 Raummeter Eichen-Schäl-Knüppelholz, 4375 Stück Elchen-Wellen. Anfang Morgens 9 Uhr an der Steinkaute. Zusammenkunft im Ort. Stammhelm den 13. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Stammheim. 2180 Thaler. Heugras-Versteigerung. Freitag den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll das hlesige Gemeinde-Heugras versteigert werden. Rödgen am 16. Juni 1885. Großherzogliche Wargtemeisterel Rödgen. Luft. 71 45 75 wird in dle Lehre Ein braver Junge wee 2 I 7 U 1 8 Dr 0 Un Heugras-Versteigerung. Das diesjährige Heugras von den hlesigen Gemeinde— wlesen, oberhalb der Einhäusermühle, soll Montag den 22. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ab— theilungswelse auf Ort und Stelle meistbletend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an dem Fürstlichen Teich. Hausen am 16. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. 2234 Häuser. Heugras-Versteigerung. Montag den 22. d. Mts., Nachmittags 1½ Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Heugras auf dem Rathhause meistbletend versteigert werden. Dortelweil am 15. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Hensel. Holzversteigerung. Dienstag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr an— fangend, sollen in dem Langenhainer Gemeindewald, Distrikt Eichkopf, folgende Holzsorttmente öffentlich ver steigert werden: 4 Raummeter Eichen-Schälknüppel, 7000 Stück Eichen Schälwellen, 28 Raummeter Hauspähne, 430 Eichen-Baumstützen. Sodann soll nach Beendigung der Holzversteigerung der Gras- und Birkensamen in hiesigem Gemeindewald zur Versteigerung kommen. Ziegenberg am 16. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Langenhaln. Rumpf. Heugras-Versteigerung. Donnerstag den 18. Juni l. J., Nachmittngs 1 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Heugras öffent— lich meistbietend versteigert werden. Bruchenbrücken am 15. Juni 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Bruchenbrücken. Wagner. 2226 2228 2210 55* 51 514 Lohholz-Versteigerung. Freitag den 19. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Freiherrlich von Ritter'schen Walde bei Hof Haselheck versteigert: 355 Stück Schäleichen Reisstangen(Baumflützen), 4 Raummeter Eichenschäl-Schelter, 475 5 75 Knüppel, 1 1 5 Stöcke, 3336 Wellen Eichenschäl⸗Reisig. Die Zusammenkunft ist im Schälschlag. Frledberg den 10. Juni 1885. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim: 2111 Heidt. Schälholzversteigerung. Montag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ wald bei Ziegenberg versteigert werden: 8500 schwere Wellen(Schälholz), 3000 leichte Wellen(Backholz). glegenberg den 15. Junk 1885. Die Gräfliche Verwaltung. 2216 Sommerlad. kann das Bäckergeschäft erlernen. 2063 Simon Ruppel, Barbler, Köhlerstr. Nr. 431. Exped. d. Anz. fangend, sollen in dem Gräflich zu Rantzau'schen Schnelder— Ein ordentlicher, kräftiger Junge Näheres bel der 2172 Grassamenbversteigerung. 2203 Dienstag den 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, wird in hiesigem Rathhause auf Antrag der Erben des verstorbenen Samenhändlers W. Gökus die Grassamen— Ernte(Wiesenschwingel) von ohngefähr 32 Morgen an den Meistbietenden versteigert. Friedberg den 15. Juni 1885. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Dampf. Dresch-Maschine von 5 Pferdekraft, wenig gebraucht, bester Construktion, Anschaffungspreis M. 7000., ist eines Sterbefalls wegen aus freier Hand sehr billig zu verkaufen. Die Maschine ist anzusehen bei Herrn Castelan Kayser, in Hanau. (Ag. 781.) 2169 8 ö Alan lieben Freunden und Bekannten theilen wir mit, daß der liebe Gott heute früh unseren treuen Vater, den pens. Lehrer Jacob Volk, im 76. Lebensjahr nach längerem Leiden zu sich genommen hat. Friedberg, 16. Juni 1885. Lina Volk, Richard Volk, Ida Volk, geb. Dieterich. Beerdigung: Donnerstag Abend 5 Uhr. Besondere Einladung erfolgt nicht. 0 Man bittet freundlichst, die Blumenspenden zu unterlassen. 2217 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem All— mächtigen gefallen hat, unseren innigstgeliebten Vater, Großvater und Schwiegervater Johannes Wetzstein, Glasermeister, in seinem vollendeten 87. Lebensjabre nach kurzem schwerem Krankenlager in ein besseres Jensests abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Friedberg den 15. Juni 18885. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 18. Juni, Nachmittags 4 Uhr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. 2221 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei dem Begräbnisse unseres unver— geßlichen Gatten, Vaters, Bruders, Schwiegervaters und Onkels Georg Engel, sowie für die reichen Blumenspenden, sagen innigsten Dank 2229 Die trauernden Hinterbliebenen. willige Feuerwehr Spar- und Leihkasse, e. Binzel's Garten. Donnerstag den 18. Juni, Abends 8 Uhr: 4 Concert der Kapelle Schellhaas.— Entree für Herren 20 Pf., für Damen 10 Pf., G., zu Ober-Erlenbach. Bilanz für 1884. Die Mitglieder des hlesigen Volksbildungs-Vereins werden zu der diesjährigen General⸗Versammlung, für die frei⸗ welche Freitag den 19. Juni, Abends 8¼ Uhr, im 2207 Windecker'schen Gartensaale stattfindet, ergebenst Entrée frei. eingeladen. Tagesordnung: 1) Bericht über die Thätigkeit des Vereins im Jahre 1884/85. 2) Rechnungsablage über 1884/85. 3) Festsetzung des Voranschlags für 1885/86. Friedberg den 7. Juni 1885. Der Vorstand. Activa. 5 M. Pf. Ausgellehene Kapitalien... 55687 66 Rückständige Zinsen von denselben. 1448 80 Güͤͤterkaufschillingn ee 48955 5 Rückständige Zinsen von denselben 1244 57 Steinkohlenvorrath und Ausstände von denselb(en 2854 44 An Mobilien.„ 338 44 Kassen⸗ Vorrath 7877 10 Vorgelegte Gerichtskosten 111 47 118517 39 2209 unterzogen, welche ergab, daß die qu. Chocolade aus Ca denen das Eisen in leicht löslicher Form und genau in de Die Chocolade enthielt durchschnittlich 1,23% meta Sie ist demnach als ein gewissenhaft, nach der ärztlichen Vorschrift gefertigtes, reines, unverfälschtes Präparat zu bezeichnen. Berlin den 17. September 1884. Dr. Paul Jeserich, Chemiker, vereidigter Sachverständiger bei den Könkgl. Gerichten, Innhaber des Sonnenschein'schen 9 (H. 12390.) Laboratoriums. echt Liebig Fleisch- (Fray Bentos) zu haben in Friedberg in den beiden Apotheken, sowi J. Baumeister, in Bad⸗Naubeim in der Apotheke Kein Geheimmittel! Eisen⸗Chotolade von Franz Schulz in Berlin, Hoflieferant. Von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. Depot in der Mohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). Herrn Franz Schulz, königl. Hoflieferanten, hier! Die mir von Ihnen zur Analyse übergebene Eisen⸗Chocolade, welche nach ärztlicher Vorschrift auf 25 Gramm 2214 28 Centigr. metallisches Eisen enthalten sollte, wurde einer eingehenden qualitativen und quantitativen Analyse 298 P iva. 1 ö ö 2 ——„ Tauunusclub Wellerau und 7 e e ee 3095 37. 0„ ace e. Dilellantennerein. Schuldsch einn Ee 5 5 Reservefonds.„ 199 42 Gemeinschaftlicher Familienausflug auf dle Naumburg Reingewinn 672 60 Sonntag den 21. Juni. 118517 39 Abfahrt 1 Uhr 52 Min. nach Erbstadt Kalchen. 2218 Fahrpreisermäßigung. Taannenäpfel, per gehäuftes 25 Liter- Maaß 15 Pf. sind zu haben bei Der Ausschußvorsteher: P. Theis, Schieler. 2098 vormals G. Haustädt. 1 Silberne Medaille Amsterdam 1883. Der Director: Veith.. N 25 1921 cao, Zucker und nur geringen Mengen Stärke bestand, in meinem Neubau sst anderweit zu vermiethen und n angegebenen Mengen zugesetzt war. 15. September zu beziehen. . C. Th. Kranz. llisches Eisen. 2211 Gute weiße Schafwolle verkauft pfundweise Friedberg. Hochachtend Paul Rudelius, Brauerei„Zum steinernen Haus“ Berlin C., Klosterstraße Nr. 49. Compam's Sensenwürfe& nechen E X 4 r A C 1 7 Carl Damm. Usag asse Ehrenerklärung. e bei den Herren W. Fertsch, G. Groß, W. Bernbeck, 2. 85 Di 8 Bolizei ier i i 715 bel e pb. J. Weiß, Richard Wörner. b ie gegen Herrn Polizeidiener Fourier in Friedberg ausgesprochene Beleidigung bei der diesjährigen statt⸗ gehabten Musterung nehme ich hiermit als voll ständig Deulsche Lebens-Vershetungsgeselschaft in Lübeck. 8888er eee Gegründet 1828. Ein Posten 37 und 44 mum Vermögen Ende 1884 M. 31,126,821. 92 Pf. 8 zu Mark 12. pr. 1000 Stück freo. Draintröhtren Waggon Friedberg oder Nachbar⸗ Die Vertretung unserer Gesellschaft für Nie der-W eisel und Umgegend ist dem Herrn 5 stationen gegen Cassa abzugeben wegen Aufgabe des Philipp Seipp in Nieder Weisel übertragen worden. Lübeck im Juni 1885. Die Deutsche F. à 146%/.) Geschäfts. Näheres unter R. T. 13 an die Exp. d. Anz. J. A. Windecker empfiehlt Holländischen Tabak von vorzüglichem Geschmack, per Packet 25 Pf. 2232 Lebens⸗Versicherungs-Gesellschaft in Lübeck. Der Director Bernh. Sydow. Unter Bezugnahme auf vorstehende d gestatte ich mir, die gedachte, im Ein braves reinliches Dienstmädchen Jahre 1828 gegründete Gesellschaft, wünschte nähere Auskunft zu ertheilen. Nieder⸗Weisel im Juni 1885. 2215. Haupt⸗Agent der Deutsch 5 Das große 1991 85* Bettfedern Lager f William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnahme(nicht unter 10 Pfund) gute neue Bettfedern für 60 Pf. das Pfund, vorzüglich gute Sorte M. 1.25, prima Halbdaunen M. 1.60 und M. 2. 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MWM. ausgezeichnet, besonders auch für Institute eindringlichst zu empfehlen ist. Zu haben um 40 Pf. und M. 1.10 1 5 8 5 2178 Karlgruhe(Baden). N Stelleusuchende jeden Berufs Anhängzettel und Musterdüten ie J. Seuwelber n Fler. 100 5. 5 5 plaelrt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Relt⸗ 8 Ein tüchtiger Butterformer in 9 f Das Wunderbuch fertigt billigst Jos. Haber, Papierwaarenfabrik,. bahnstraße 25. 2225 in eine auswärtige Fabrik gesucht. Reflectirt wird nur auf einen gut empfohlenen ledigen Mann. Offerten(6. und 7. Buch Mosis), enthält Geheimnisse früherer unter K. J. 210 an Haasenstein& Vogler, Frank-] Zeiten, sowie das vollst. siebenmal versiegelte Buch, ver⸗ e 3 2 e(H. 62369.) sendet für 5 Mark R. Jacobs, Buchhandlung, von Feege Rotthard in Offenba 1. 22301890 Magdeburg. 1499 empfiehlt i. 5 Eine Scheuer Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Bad⸗Nauheim. Richard Wörner. hat zu vermiethen P. Falck. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu eine Beilage:„Henriette Davidis Kochbuch“.) Volftsbildungs- Verein. 2 hat Bei Karl könig adjut dem sein. seine Sch