1885. Dienslag den 7. Uovember. 2 136. hberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- ode Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), r Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Amtlicher Theil. Aten m cn g. Unter Beziehung auf unsere Bekanntmachung vom 28. October 1878— Oberhessischer Anzeiger Nr. 129— bringen wir zur allge— meinen Keuntniß, daß der Schmied Johann Baptist Karl Fertig zu Assenheim vom 3. October 1884 bis zum 17. September 1885 in der Militar⸗Lehrschmiede Gottesau einen Lehrcursus absolvirt und hierbei die Prüfungen dortselbst mit dem Prädicat„gut“ bestanden hat. Friedberg den 14. November 1885. Der unten näher bezeichnete Rekrut Conrad Heinrich Wagner des 2. Batalllons(Friedberg) Steckbrief, Großherzogliches Kreisamt Friedberg— Dr. Braden. 1. Großherzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115 hat sich der Gestellung entzogen. Sämmtliche Civile und Militärbebörden werden dienstergebenst ersucht, gefälligst auf denselben ein wachsames Auge zu haben, ihn im Ergreif— ungsfalle zu arretiren und an die nächste Militärbebörde abliefern zu lassen. Signalement. 6. Religion: evangelisch; 7. Stand oder Gewerbe: Schreiner; 8. besondere Kennzeichen: keine. Friedberg den 13. November 1885. 1. Name: Conrad Heinrich Wagner; 2. Geburtsort: Ober-Nosbach; 3. Kreis: Friedberg; 4. geboren: 26. März 1863; 5. Größe: 1,66 m; Roemheld, Major z. D. und Bezirks⸗Commandeur. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Finanzaspirant Thierolf aus Höchst wurde zum Registratur-Assistenten bei der Main-Neckar⸗Bahn, der Finanzaspirant Lang aus Gießen zum Ministerialkalkulator 2. Kl. ernannt. — 12. Nov. Prinz Franz Joseph v. Batten— berg, seither Sekonde-Lieutenant in dem 1. K. Pr. Garderegiment, st mit Zustimmung des Kaisers gestern in die Bulgarische Armee eingetreten, da er sich verpflichtet hielt, bei der jetzigen ernsten Lage der Verhältnisse in Bulgarien seinen Bru— der, den Fürsten Alexander, nicht zu verlassen. Berlin, 14. Nov. Erkältung und Heiserkeit genöthigt, das Zimmer zu hüten. Der Kronprinz und Prinz Heinrich machten, von der Hofjagd kommend, dem Kaiser spät Abends noch einen Besuch. Die Aerzte sind mit dem Befinden des Kaisers zufrieden. — Der dem Bundesrathe zugegangene Ent— wurf des Gesetzes, betreffend die Feststellung des Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1886/87, beziffert seine Gesammtausgabe auf 709,268,860 M., wovon 626,929,302 M. auf „0 fortdauernde, 82,339,558 M. auf einmalige Ausgaben entfallen. — Zur Karolinenfrage schreibt der römische Berichterstatter des„Standard“:„Die gegen- wärtig im Umlauf befindlichen Meldungen über die Vermittelung des Papstes zwischen Deutsch— land und Spanien beruhen auf einem Mißver— ständniß. Die Mittheilung vom Vatican nach Berlin und Madrid, die allgemein für die end— gültige Ansicht des Papstes gehalten wird, war nur dazu bestimmt, zu einem allgemeinen Ein— vernehmen und einem Zugeständniß von That— sachen zu gelangen. Dies ist erzielt worden, und der Papst ist jetzt mit dem Entwurf seines Gutachtens beschäftigt, welches nicht vor dem Ablauf von acht bis zehn Tagen an seinen Be— stimmungsort abgehen dürfte; aber ich erfahre im Vatican, daß die beiden Mächte inzwischen durch directe Unterhandlungen so ziemlich zu einem Einverständniß gelangt sind.“ Wolfenbüttel, 13. Nov. Prinz Albrecht ist heute Vormittag hier eingezogen und von der Bevölkerung mit enthusiastischen Kundgeb— ungen empfangen worden. Die Stadt ist fest⸗ lich geschmückt. Karlsruhe, 14. Nov. Das Großherzog liche Paar reiste heute nach Amsterdam ab zum Besuche der dort erkrankten schwedischen Kron— prinzessin. München, 12. Nov. Abgeordnetenkammer. Bei Berathung des Etats des Ministeriums des Auswärtigen vertheidigte der Minister des Aus— treten. Der Kaiser ist durch wärtigen gegenüber den Ausführungen der Ab— geordneten Frankenburger, Geiger, Marquardsen und Kopp eingehend den baierisch-russischen Aus— lieferungsvertrag, der in Folge des preußisch— russischen Auslieferungsvertrages nothwendig sei, solange der Reichskanzler den Reichsvertrag für inopportun halte. Er übernehme als alleiniger baierischer Unterzeichner die Verantwortung für den Vertrag. Die neuen Abmachungen seien durch das Auftreten der Anarchisten nothwendig geworden. Da die Reichscompetenz nicht aus— geübt werde, müsse die Staatscompetenz ein— Der Vertrag sei analog mit dem preu— ßischen Vertrage abgeschlossen, welcher vom Bundesrath eiustimmig gebilligt wurde. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 13. Nov. Meldungen britischer Blätter aus Cattaro über österreichische Truppenconcentrationen in der Herzegowina werden zuständigerseits als voll— ständig unbegründet bezeichnet, mit dem Hinweis auf die bestimmteste Erklärung Kallay's, daß die Occupationstruppen nicht vermehrt würden und durchaus kein Nachtragscredit nothwendig sei. — 14. Nov. Die ungarische Delegation nahm das Budget des Ministeriums des Aeußern an. Frankreich. Paris, 15. Nov. Dem„Vol— taire“ zufolge waren im gestrigen Ministerrathe über die Amnestiefrage Meinungverschiedenheiten hervorgetreten. Brisson, Allain-Targé und die Majorität des Kabinets wollen den Fürsten Krapotkin, sowie Louise Michel und zwei Anar— chisten aus Lyon begnadigt wissen. Die Minister Sarrien, Goblet, Demole und Freycinet, sowie der Präsident Grevy seien für eine Amnestie und gingen dabet von der Ansicht aus, daß die Con— centrirung aller Republikaner durch die Amnestie erleichtert werden würde. Gestern Abend ging das Gerücht, Ministerprästdent Brisson und der Minister des Innern Allain-Targs seien ent— schlossen, zu demissioniren. Türkei. Constantinopel, 12. Nov. Im Arsenal und in der türkischen Marine herrscht die größte Thätigkeit. Hunderte von Arbeitern sind Tag und Nacht beschäftigt.— Auf Ersuchen des Sultans hat Hobart Pascha, der nach England abzureisen im Begriff war, seine Abreise ver— schoben.— In Salonichi herrscht eine außer— ordentliche militärische Thätigkeit, und es kommen sehr beträchtliche Truppenmassen an, die in Eile an die grlechische Grenze gesendet werden. — 14. Nov. Die Minister traten, nachdem der Pforte die Nachricht von der Kriegserklärung Serbiens an Bulgarien zugegangen war, alsbald zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Der Großvezier Kiamil Pascha hatte eine längere Unterredung mit dem deutschen Botschafter v. Rado— witz; hierauf begaben sich die Minister nach Bil— diz-Kiosk zum Sultan. Serbien. Nisch, 14. Nov. Officiell. Der Minister des Aeußeren, Garaschdanin, wies den Geschäftsträger in Sofia, Rhangabe, an, der dortigen Regierung zu erklären, daß die serbische Regierung auf die seitherigen bulgarischen Her— ausforderungen mit der Kriegserklärung ant— worte. Der König ist Nachts nach Pirot ab⸗ gereist, um als Obercommandeur den Truppen— befehl zu übernehmen. Die Grenzüberschreitung erfolgte ohne starken Widerstand um 1 Uhr Nachts. Bei Trin, Blasina und auf der Straße nach Rosar fanden scharfe Gefechte statt. Die Bulgaren weichen überall zurück. Die serbische Armee ist bereits ganz auf bulgarischem Boden. Bulgarien. Sofia. Die Meldung, daß der Fürst Alexander Aeußerungen gethan habe, welche verletzend für russische Offiziere gewesen seien, wird von unterrichteter Seite als unbe— gründet erklärt. — 14. Nov. Fürst Alexander hat folgenden Tagesbefehl erlassen:„Unsere serbischen Brüder erklären uns den Krieg, anstatt uns zu helfen, und wollen unser Vaterland vernichten. Muth, Soldaten! Vertheidigt Eure Frauen und den heimathlichen Herd. Verfolgt den Feind, welcher uns feige und verrätherisch angreift bis zur völligen Vernichtung. Möge Gott uns helfen und den Sieg verleihen.“ Der Fürst wird Abends hier erwartet. Derselbe meldete tele— graphisch dem Sultan, daß er den bulgarischen Truppen befohlen habe, den serbischen Angriff zurückzuweisen und fragte an, welches die Ab— sichten des Sultans als Souverän hinsichtlich der Vertheidigung der Reichsintegrität seien. Die Truppen sind Morgens nach der Grenze abmarschirt. Die Nachrichten von der Grenze reichen bis 5 Uhr heuke Abend. Der Haupt— angriff der Serben erfolgte im Laufe des Tages gegen Zaribrod. Rumänien. Bukarest.„Monitorul official“ veröffentlicht die Einberufung der Kammern zum 27. November. Montenegro. Cettinje, 12. Nov. Die Türkei verbot die Ausfuhr von Getreide aus Albanien, wie es heißt wegen Rüstungen in Montenegro. In Skutari werden Truppen concentrirt. Rußland. Petersburg. Die„Nowoje Wremja“ meldet, falls die Conferenz für Ruß— land eine ungünstige Wendung nehme, gebe Ruß— land seine Theilnahme auf und suche sich eine 8 —* andere Basis zur Wiedererlangung seines Ein— flusses auf der Balkanbalbinsel. — Die„N. Fr. Pr.“ weldet: Anscheinend wird Rußland auf der Absetzung des Fürsten Alexander nicht mehr bestehen. Die Patronen— fabrik Tula erhielt die nach der ostrumelischen Umwälzung entzogene Erlaubniß, Bulgarien wieder Patronen liefern zu dürfen. Indien. Kalkutta. Eine„Times“-Depesche aus Rangun bringt Nachrichten aus Mandaley vom 9. d., wonach den Fremden verboten wurde, Mandaley zu verlassen. Andreino, Agent der englischen Handelscompagnie daselbst, berichtet von einer Proclamation des Königs von Birma mit einem Aufrufe an das Volk zu den Waffen. Der Grenzübergang der englischen Truppen wird ungefähr am 15. d. erwartet. Rangun, 14. Nov. Die englische Regierung richtete eine Proklamation an die birmanische Bevölkerung, in welcher sie versichert, daß Nie— mand in seinen Handelsprivilegien oder in der Ausübung der Religion beeinträchtigt werden würde. Der Buddhismus werde die Religion des Landes bleiben. Alle birmanischen Officiere und Beamte sollten provisorisch auf ihren Posten verbleiben, vorausgesetzt, daß sie auch fernerhin ihre Pflichten treu erfüllen. Die Einwohner werden aufmerksam gemacht, daß die Ermordung oder Mißhandlung englischer Soldaten strengstens bestraft wird. Die Proklamation schließt mit der Erklärung, daß König Thibau das Land nicht mehr regieren werde. Aus Stadt und Land. Friedberg, 13. Nov. Heute wurde das Urtheil des Oberlandesgerichts in Darmstat in der bekannten Rechtssache Hintze contra Jöckel-Bindernagel verkündet; es lautet auf Verwerfung der Nevizon, zum großen Erstarnen, namentlich auch vieler Rechtsgelehrten. n. Friedberg. Der Musikverein gab am 8. Nov. sein erstes diesjähriges Concert. Als Solisten wirkten Frl. Dienstbach aus Frankfurt und Seminarlehrer Link von hier mit. Erstere, eine Schülerin des Raffconser vatoriums, ist eine junge Sängerin mit voller, wohl— lautender, gut ausgebildeter Stimme und seelenvollem Vortrag. Sie sang denn auch sowohl die Solopartien in„Die Birken und die Erlen“ und„Jubilate, Amen“ von Bruch, als auch ihre Sololieder von Riedel, Dessauer und Bach in sehr zufriedenstellender Weise. Nur hätten wir andere Lieder gewünscht, die, obgleich meisterhaft gesungen, so wenig in Text und Melodie ihrem Titel entsprachen. Link brachte eine Sonate von Haydn und drei Solostücke von Rheinberger, Silas und Chopin in bekannter musterhafter Weise zum Vortrag, wobei er durch den schönen Bechstein'schen Flügel auf's Beste unter: stützt wurde. Der Chor war in den Männerchören von dem ganzen Seminarchor und in den gemischten Chören von einem Theil desselben unterstützt. Diesmal zeigte es sich zur Eoidenz, was Fleiß und Eifer bei Dirigent und Mitgliedern endlich zu Wege bringen. Unserer Meinung nach hat der Musiverein noch nie so exact gesungen als diesmal, es ging alles so glatt und schön zusammen, daß man wirklich seine Freude daran hatte. Der Chor gehorchte dem leisesten Winke Schmidt's und so war denn auch die Wirkung auf die Zuhörer eine packende. Der Besuch des Coneertes war ein guter und scheint sich im Publikum das Verständniß für das, was der Verein anstrebt, immer mehr Bahn zu brechen. Möge der Verein auf dem betretenen Wege weiterschreiten. Schöllenbach, 13. Nov. Gestern Mittag kam ein junger Mann in die Schuck'sche Wirthschaft zwischen hier und Kallbach und bestellte sich einen Schnaps, den er gleich mit einem größeren Geldstück bezahlen wollte. Die alte Frau Schuck, welche zum Geldwechseln den Kassendeckel öffnete, wurde beim Bücken derart von dem Manne über den Kopf gehauen, daß sie zusammenstürzte, sich jedoch wieder aufraffte und mit einer Sichel den Attentäter an der Stirn verwundete. Letzterer entwendete aus dem Kasten den ganzen Geldvorrath im Betrage von 1040 M. in Baar und machte sich eiligst davon. Des Räubers ist man nach der St. P. noch nicht hab— haft geworden, obgleich sofort Hilfe herbeigerufen wurde und die Gendarmerie alles aufbietet. Allerlei. Gera, 11. Nov. Gestern Abenb fand man die Wohnung einer in der Schulstraße hier wohnenden Trödlerin verschlossen. Da sich die Inhaberin der Wohnung auch im Laufe des Tages nicht gezeigt hatte, so wurde ein Schlosser geholt, der das Zimmer öffnete. Beim Eintritte in dasselbe bemerkte man, daß die alte Frau das Opfer eines Mordes geworden ist. Noch lebend, aber besinnungslos, wurde sie in das städtische Krankenhaus gebracht, wo sie indessen gestorben sein soll. Eine Sistirung oder Verhaftung wurde vorgenommtn, doch verlautet noch nichts Näheres darüber. Berlin. Der Verdacht, die Frau Paepke ermordet zu haben, ist auf den Handlungsdiener Kowalski aus Danzig, welcher bereits mehrere Zuchthausstrafen wegen schweren Diebstahls erlitten hat, gerichtet worden Die Ueberführung des Beschuldigten ist allerdings noch nicht gelungen; indeß erscheint derselbe so schwer belastet, daß überteführt worden ist. noch mehrere Dlebstähle zur Last gelegt. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 17.: Gastspiel des Kammersängers Herrn Nachbaur. Fidelio. Florestan: Herr Nachbaur. Mittwoch den 18.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: Trompeter von Säkkingen. Außer Abonn.. Donnerstag den 19.: Gastspiel des Kammersängers Herrn Nachbaur. Oberon. Hüon: Herr Nachbaur. Freitag den 20.: Geschlossen. Samstag den 21.: Silvana. Sonntag den 22.: Gastspiel des Kammersängers Herrn Nachbaur. Neu einstudirt: Fra Diavolo. Fra Dla— volo: Herr Nachbaur. Schauspielhaus. Dienstag den 17.: Zum ersten Male: Denise. spiel von Alex. Dumas Sohn. Schau⸗ Donnerstag den 19.: Geschlossen. Freitag den 20.: Arria und Messalina. Samst. d. 21.: Durch's Ohr. Hierauf: Monsieur Hercules. Sonntag den 22.: Denise. Für die Wittwe des verunglückten H. Kreuter in Schwalheim 1 gingen bei den Unterzeichneten ein und werden mit herz— lichem Danke quittirt folgende Gaben: Frau Geh. Me— dieinalrath Bode 5 M. nebst 1 Leintuch und Kleidungs⸗ stücke; A. Höpfner 5 M.; Schulverwalter Görlach 1 M.; Hartm. Langsdorf 1 M.; P. Stoll II. 3 M.; Gebrüder Rosenthal 3 M.; Frau Pfarrer Pauli 2 M. 50 Pf.; Provisor Sellheim 2 M.; Buchdruckereibesitzer Ganß 1 M.: sämmtlich in Bad-Nauheim. Direktor J. P. Schäfer 3 M.; Prof. Weiffenbach 3 M.; Rechtsanwalt Brentano 2 M.; Frau Hilbrecht Wittwe 1 M. 50 Pf.; Karl Trapp 10 M.; Jos. Müller 5 M.; Metzger Hanstein 1 M.; W. 3 M. 5 Pf.; Ungenannt 5 M.; Metzger Zimmer⸗ mann 2 M.; sämmtlich in Friedberg. Gräfin Friedrich zu Solms Rödelheim 10 M.; Fräul. Hainer in Dorheim 3 M. nebst 1 Fl. Wein; H. Fleischhauer in Schwal⸗ heim 1 M.; Pfarrer Müller in Nieder-Rosbach 3 M.; Pfarrer Walz in Grüningen 3 M.; Pfarrer Götz in Langenhain 2 M.; Pfarrer Franck in Rohrbach 3 M.; Frau Ostermeyer 2 M.; Frau Weydner 2 M.; Frau Heinr. Schneider J M.; E. Th. 2 M.; J. Engel 1 M.; G. Linkmann 30 Pf.; sämmtlich in Bad-Nauheim. Um weitere Gaben bitten, da die Schuldenlast der Wittwe eine bedeutende, sie selbst aber durch Krankheit arbeits— unfähig geworden ist: Walz, Pfarrer in Bad⸗Nauhelm, Winter, Lehrer in Schwalheim. 0 5* Konkurs-Verfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bäcker Philipp Christian Keßler von Bad-Nauheim ist zur Abnahme der Schluß rechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß der bei der Verthetlung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Montag den 14. Dezember 1885, Vormittags 9¼ Uhr, vor dem Großherzozlichen Amtsgerichte daselbst bestimmt Bad-Nauheim den 13. November 1885. Schütz, 3964 Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. In der Privatklagesache des Kaufmann Stern von Friedberg, Privatklägers, gegen den Jacob Meier in Staden, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen— gericht zu Friedberg am 27. Oktober 1885 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 20 Mark, eventuell in eine Gefäng— nißstrafe von 4 Tagen, sowie in die Kosten des Ver— fahrens und in die dem Privatkläger erwachsenen noth— wendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird dem Beleidigten die Befugniß zuerkannt, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der Zustellung an, einmal im Oberhess. Anzeiger und zwar auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urthellsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. 5 Friedberg den 7. November 1885. Weber, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgericht. Für die Abschrift: Windecker, 3965 Die Gräfliche Gärtnerei zu Assenheim offerirt: Korb— weiden, für gewöhnliche graue Körbe und Futterkörbe geeignet, pro Centner M. 2.50; Stecklinge von 10 er— probten Sorten, welche sich durch ihre vorzüglichen Eigen— schaften und hohe Extragsfähigkeit zur Anpflanzung empfehlen, pro 1000 Stück M. 2.50 bis M. 3.50. Sorten⸗Verzeichniß, sowie Kulturverfahren franeo und gratis. NB. 1 Centner Weiden gibt 25 Stück graue Simmer⸗ Körbe. 3885 Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 19. November l. J., Vormittags 9 Uhr beginend, werden in dem Saale den Herrn Gast— wirths Heinrich Fritz daher folgende Mobiliargegenstände: vollständiges Bett, 1 rothe Plüschgarnitur, be— stehend in 1 Causeuse und 4 Stühlen, 1 Vertlkow, 1 Buffet mit Marmorplatte, 1 Chalselongue, 1 Nacht- tisch, 1 Waschkommode, 4 Kleiderschränke, 2 Küchen— schränke, 6 Tische, 6 Rohrstühle, 6 Strobstühle, 1 Nähmaschine, 1 Servirtisch, 3 Spiegel, 3 Bilder, 1 Kronleuchter, 1 goldene Damen-Uhr, 3 Tischdecken, 3 Bettvorlagen, verschtedene Vorhänge mit Rouleaux und Galerien, eine Parthie Porzellan und Gläser, sowie verschie— dene sonstige Haus- und Küchengeräthschaften öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung ver— steigert. Sämmtliche, zur Versteigerung kommenden Mobllien können nächsten Mittwoch den 18. l. Mts. besichtigt werden. Bad⸗Nauheim am 12. November 1885. Weitzel, 3960 Gerichtsvollzteher. Nach Ausspruch eines berühmten H. Universitäts-Professors wären bei künftigen Generationen wenig od. keine Kahlköpfe mehr zu erwarten, wenn man sich von Jugend auf statt der schädlichen Oele u. Pomaden ausschließlich des Haarwassers von C. Retter, München, bedienen würde, welches allein Alles enthält, was einer rationellen Haar- und Kopfhautpflege dienlich ist. Zu haben um 40 Pf. u. M. 1.40 bei J. Baumeister. 593 Jagdschuhe in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. Spier& Rupfer, gegenüber dem Rathhaus. 3890 5 SE Buchführung, sowle andere Comptoir Arbeiten werden von einem jungen Kaufmann zu übernehmen gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 3968 1 Schirmständer, 1 Wand-Uhr, Pbotographie als Teleihnachtsgelchenl. Meine werthen Kunden, sowie verehrliches Publikum von hier und der Umgegend mache ich in ihrem eigenen Interesse aufmerksam, die Aufnahmen vor Weihnachten der trüben Jahreszeit zufolge von Morgens 8 Uhr bis spätestens Nachmittags 3 Uhr möglich machen zu wollen. Friedberg. 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Schnitzler in Wetzlar erbeten. 3957 er heute in das gerichtliche Untersuchungs-Gefängnlß N Außer den Morde werden ihm Mittwoch den 18.: Zum ersten Male wiederholt: Denise. 1 Vl in bekan: täten fin! 3975 Dienst arfangend Rest eine zur Verste eine groß; einzelne 0 und Dam elne groß Handtüch decken, n noch vers Auch Versteige reisen * Nn e . Kteuter 1 5 kungs, 1. * E. 15. Pf., E *. 5— Scar Erstere i.; Kal — 7 ᷑ S N Concursmasse⸗ Ausverkauf. Durch Uebernahme eines großen Concurslagers verkaufen wir, um rasch damit zu räumen, zu außergewöhnlich billigen Preisen. 100 St. doppelt breite Cachemire in allen Farben pr. Elle 55 100 r 100„ ächtfarbige 200 5 5 extra schwere Tuchlamas, neueste Muster, pr. Elle 80 Elsässer Piqué- u. Räper-Cattune zu Ueherzügen pr. Elle 20 u. 25 Pige., Hausmacher-Belttzeuge pr Elle 28 und 30 Pige. 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Für die vielen Beweise herzlicher Thellnahme bei der Beerdigung von Frau Bürgermeister Foucar, sowie für die reichen Blumenspenden, sagen herzlichen Dank Friedberg den 14. November 1885. 3966 Die trauernden Hinterbliebenen. Nur bis Ende nächsten Monats. Im rascher zu räumen verkaufen wir sämmtliche Waaren zu abermals 3820 bedeutend herabgesetzten Preisen J. Fürth's Eten. und offeriren wir: Eine Parthie reinwollener Anzüge von M. 16 an bis zu den Feinsten. Eine Parthie Herbst- und Winter-Ueberzieher von M. 15 an bis zu den Feinsten. Parthie Normal-Joppen(System Professor Jäger) von M. 14 an bis zu den Feinsten. Parthie schwerster Winter-Joppen von M. 6 an bis zu den Feinsten. Parthie Schlafröcke von M. 7 an Feinsten. Parthie Herren-Regenmäntel von M. den Feinsten. Parthie Knaben-Regenmäntel von M. 7 an bis zu den Feinsten. Parthie Knaben-Ueberzieher und Kaisermäntel von M. 6 an bis zu den Feinsten. Parthie reinwollene Knaben-Anzüge von M. 4 an bis zu den Feinsten. 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Das erste einfache Damen⸗Casino findet Sonn⸗ tag den 22. November, Abends 8 Uhr statt. Der Vorstand. nächsten Concert⸗ Programms werden alle aetiven Mitglieder ein⸗ geladen, Dienstag(den 17.), Abends, in dem Vereins⸗ Der Vorstand. 3961 3962 3969 Colporteure ge Offerte 92— Georg Spamer, Ee bef. ee eee— ee Lebe Tuchmacher aus Schotten, bezieht den hiesigen Jahrmarkt am 18. d. Mts. mit Prima ⸗Tuch⸗ und Buxkin⸗Wagren. (Ho 2530.) Dem, welcher uns den Dieb der Korbweiden(s. 89 5 derselbe zur Bestrafung gezogen werden kann. Grube Weckesheim, 14. November 1885. 3963 10 Mark Belohnung Amyg- dalina) auf dem Bergwerk Weckes heim so nachweist, daß Die Fürstl. Bergverwaltung. Verantw. Ned.: Carl Bindernagel. 3871 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 28. l. Sinazg 5 50 919 anz Wird hie Die einspal Annonc Betreffen 2 weiter eil der Kreisk Formulare Betreffen an die Or Friedberg, Ecchbach, 1 2 9 Scheinet des Grun Betreffe ohne irg abholen! 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