— — 1—— — 7— S 2 2—* ä denten ul i, keen een 1 92 2 2 — — — Dienstag den 17. März. M3. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Nontag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Areisblatt sür den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Siusendern(soweit Letztere nicht Jahres conte bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend. Zur Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm wird Sonntag den 22. März cr., Nachmittags Friedberg und der Umgegend hierdurch freundlichst eingeladen werden. gesetzte Liste nicht zukommen sollte, werden gebeten, bis zum 20. I. Mts. ihre Anmeldungen im Hötel Trapp machen zu lassen. 2½ Uhr, im Hötel Trapp dahier ein Festmahl stattfinden, zu welchem die Bewohner der Stadt Auswärtige, sowie solche hiesige Einwohner, welchen die in Umlauf Die Bewohner Friedbergs werden gebeten, durch Schmückung der Haͤuser zur Feier des Tages mitwirken zu wollen. Im Auftrag des Comité's: Roemheld, Major z. D. und Bezirks⸗Commandeur. Aus Stadt und Lond. m. Friedberg. Die Volkskuͤche wurde für diesen Winter am 3. März geschlossen. An 50 Tagen wurden in derselben täglich durchschnittlich 52,7 Liter Suppe ausgegeben und zwar 3167 Liter an Stadtarme und 29½ Liter an Durchreisende verschenkt und 1019 Liter à 10 Pf. verkauft. Außerdem erhielten die Armen wöchentlich zweimal Brodmarken à 10 Pf. Die Ansalt hat sich auch in diesem Winter als eine reiche Wohlthat für unsere Armen bewährt. Ste hat in der verdienstlosen Zeit gebrechliche und alte Personen fast vollständig er⸗ nährt, armen Eltern die Sorge um ihre Kinder erleichtert und die Kinder, welche in ihrer körperlichen Entwickelung durch ungeeignete Ernährung oft ganz besonders im Winter Noth leiden, kräftig und gesund erhalten. Indem man dies mittheilt, erlaubt sich die Armen-Commission nochmals allen Wohlthätern der Anstalt, sowohl den Männern, Frauen und Jungfrauen, welche wöchentlich einmal mit ihrer Arbeit ihr gedient haben, und der Köchin, welche täglich von früh Morgens an unverdrossen und uneigennützig gegen billigen Lohn die Suppe bereitet hat, als auch den vielen freundlichen Gebern, welche sie durch ihre mitunter sehr hohen Gaben unterhalten haben, den wohlverdienten Dank auszusprechen. b. Friedberg. Bei der hiesigen Sammelstelle sind bis jetzt eingegangen aus den Orten: Bauernheim von 8 Zeichnern M. 2.30, Burg⸗Gräfenrod von 86 Z. M. 22.15, Belenheim von 72 Z. M. 4.26, Fauerbach b. F. von 58 Z. M. 8.50, Ilbenstadt von 2 3. M. 22, Dorn⸗ Assenheim von 2 3. M. 1, Kaichen von 53 Z. M. 25.05, Nieder⸗Florstadt von 14 Z. M. 34, Ober⸗Florstadt von 21 Z. M. 9.50, Ossenheim von 21 Z. M. 18.20, Mel bach von 28 Z. M. 13.50, Reichelsheim von 37 Z. M. 18, Södel von 100 3. M. 12.98, Weckesheim von 5 J. M. 3.80, Friedberg von 407 Z. M. 675.42, zusammen M. 870.66, gespendet von 992 Personen. 6. Bad⸗ Nauheim. Die im Amtsgerichtsbezirk Bad⸗Nauheim veranstaltete Sammlung zum Besten der Bismarcks Spende ergab folgendes Resultat: aus der Stabt Bad⸗Nauheim ging ein M. 170, aus der Gemeinde Steinfurth M. 22, Schwalheim M. 12.40, Dorheim M. 11, Wisselsheim M. 6.65, Rödgen M. 2.75, zus. M. 224.80, welcher Betrag an Bürgermeister Bramm in Gießen, zwecks Uebermittelunz an das Central-⸗Comité, eingesandt wurde. Allerlei. Berlin. Bei der Concurrenz für die Errichtung des Reichsgerichtsgebäudes in Leipzig erhielt den ersten Preis Architekt Ludwig Hoffmann in Darmstadt und Peter Dybwad in Berlin, die beiden zweiten Preise er⸗ hielten der Entwurf von H. Lende in Straßburg und der Entwurf der Architekten Eisenlohr und Weigle in Stuttgart. Berlin, 14. März. Der berühmte Medleiner Professor Frerichs ist heute gestorben. Karwin, 7. März. Die„N. Fr. Pr.“ berichtet über die hiesige Grubenkatastrophe Folgendes: Der Johann⸗ schacht, die Stätte der entsetzlichen Katastrophe, war mit ca. 600 Mann belegt, und zwar waren 130 Arbeiter im 4. Horizont und die übrigen 470 im 3. und 5. Hortzont beschäftigt. Der vlerte Horizont, wo die Gasepplosion stattfand, ist 203 Meter tief und wird durch einen eigenen Luftschacht, der mit einem Ventilator von 9 Meter Durchmesser und 3 Meter Flügelbreite versehen ist, ventilirt. Dle Wetterzirkulatlon betrug in diesem Hori— zont eirea 18 Kubikmeter per Sekunde. Durch die Ex- ploston wurde der eiserne Verschluß detz Luftschachtes 6 Meter hoch in dle Luft geschleudert, und eine mächtige Feuersäule entstieg diesem Schachte. Durch die Zer— störung des elsernen Verschlusses des Wetterschachtes wurde die Wetter-Ventllatton des 4. Horizontes unter— brochen, und die Stickgase verbreiteten sich in den Gruben; bauen dieses Horlzontes so schnell, daß von den 104 verunglückten Arbeltern die meisten sofort ihren Erstick— orm. 8½ Uhr: Angeklagter Posthilfsbete Ludwig Schäfer von Watzenborn, wegen Verbrechens im Amte. Staats⸗ anw. Jockel, Verth. Dr. Schwarz. 5) Freitag den 20. März, Vorm. 9½ Uhr: Angeklagter Carl Schleunt g II. Ehefrau von Feldkrücken, wezen Betrugs bezw. Brand⸗ stiftung. Staatsanw. Zimmermann, Verth. Dr. Muhl. 6) Samstag den 21. März, Vorm. 8½ Uhr: Angeklagter Heinrich Schmidt II. von Steinbach, wegen Urkunden⸗ fälschung und Betrugs. Staatsanw. Jockel, Vertheidiger Dr. Dittmar. 7) Montag den 23. März, Vorm. 9 Uhr: Angeklagte Marie Berg von Rodenbach, wegen Brand⸗ stiftung. Staatsanw.: Gerichts Assessor Seeger. Ver⸗ tbeidiger Dr. Reatz. 8) Dienstag den 24. März, Vor⸗ mittags 8½ Uhr: Angeklagter Heinrich Bender von Friedberg, wegen Brandstiftung. Staatsanw. Zimmer⸗ mann. Verth. Weidig. und in der Nähe des Johannschachtes gearbeitet hatten, konnten sich retten, die übrigen vor der Kohlenwand und mit der Kohlenförderung beschäftigten Arbeiter fanden ausnahmslos den Tod. Die Abbau- und Förderstrecken sind durch die Explosion verbrochen, und man konnte, obwohl die größten Anstrengungen gemacht wurden, bis heute 8 Uhr Morgens im Ganzen erst 64 Leichen zu Tage fordern. Die größere Hälfte derselben ist schreck— lich verbrannt, die Uebrigen sind erstickt. Noch liegen 40 Leichen unten, deren Auffindung sehr schwierig ist, weil die Grubenstrecken auf 300 Meter weit zerstört sind. Es dürfte noch mehrere Tage dauern, bevor sämmt⸗ liche Leichen aufgefunden und zu Tage gefordert sein werden. Der Häuer Halama wurde durch einen wunder- baren Zufall gerettet; er lag unmittelbar am Schacht, wurde von den aus dem 5. Hortzonte ausfahrenden Bergleuten bemerkt, mitgenommen und wieder zum Leben 1 Handel und Verkehr. gebracht. Dle zuletzt heraufbeförderten Leichen sind Friedberg 14. März. Buttermarkt. Butter kostete furchtbar verstümmelt. Erst jezt stößt man bei den per Pfd. M. 0.70— 9.85, Eier 1 St. 5 Pf., 2 St. gr. 11 Pf. Arbeiten auf das eigentliche Explofionsfeld. Die Arbeiten Gleßen, 14. März. Auf dem heutigen Markt kostete geben langsam vor sich, da wegen der Stickgase die Butter per Pfd. M. 0.85—.0.90, Ster 1 Stück 5 Pf., Arbeiter anfänglich nur 2 Stunden unten verwellen] Käse per St. 4— 10 Pf., Tauben per Paar N. 0.90— 1.00, konnten. Morgen Nachmittags findet das Leichenbegäng- Hühner per Stück M. 1.20— 1.50, Hahnen per Stück niß der Opfer statt. In einer Halle unweit der Unglücks. M. 1.20— 2.00, Enten per Stück M. 2.00— 2.40, stätte liegen die Leichen längs der Wande dicht aneinander Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Nind⸗ gereiht. Fortwährend finden hier herzzerreißende Scenen fleisch 56— 60 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel⸗ statt.— 8. März. Heute um 2 Uhr Nachmittags fand fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln das Leschenbezänzniß von 53 Todten statt. Die Leichen per 100 Kilo M. 3.50—5.00, Zwiebeln per Str. M. 5. lagen in schwarzen, mit Kreuzen geschmückten Särgen, Frankfurt, 14. März. Wochenmarkt. Preise der e eee rugen. e Aufbahrung fand in der nächst dem Un-] M. 4.50—5, 8 Kart 3. e oßenden Halle statt. or letzterer drängten sich in roth tausch 20 Pf., E. großer Aufregung Angehörtge der Todten um Einlaß, Ctr. M. 6, per Gescheid 20 Pf., Blumenkahl per Stück der nicht möglich war, da die darin befindlichen An⸗ 30—40 Pf., Rosenkohl per Pfd. 40 Pf., Pariser Salat gehörigen sich von den Todten nicht trennen wollten. per Stück 16— 20 Pf., Wirsing 6—10 Pf., Notbkraut Eine unabsehbare Menschenmenge, die aus meilenwettem 15—2⁵ Pf., Weißkraut 1020 Pf., grüne Kohlrabi Umkreise hierher gekommen war, harrte auf dem Platze 1—6 Pf., gelbe 610 Pf., Feigen per Pfd. 30—35 Pf., vor der Brettsäge. Die Lelchen waren kupferroth und kleine Kastanien 15 Pf. Eier per Hundert: deutsche von Stickgasen aufgebläht. Ver der Brettsäge hatten M. 4.80—5, italtenische M. 6— 6.50. die uniformirte Knappschaft aus Karwin und Peters Frankfurt, 6. Marz. Heu⸗ und Strohmarkt. wald mit Fahne und Musikkapelle, ferner eine Ehren- Die Anfuhr belief sich auf ea. 60 Wagen und wurde compagnie der Erzherzog Albrecht'schen Knappschaft mit bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.50—8, brennenden Grubenlampen Aufstellung genommen. Die für Stroh M. 2— 2.20.— Buttermarkt. Für„Butter Särge wurden auf schwarz drapirte Wagen gestellt. wurde im Engroshandel bezahlt per Ctr. M. 80, im Jammergeschrel war schon weit vor der Brettsaͤge zu Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1— 1.10. fade fanden. Nur 7 Arbeiter, welche im Querschlage hören. Einige von den Todten wurden heute noch nicht a beerdigt, weil sie bisher nicht agnosclrt sind. Der g Eingesandt. g r Leichenzug war mehr als eine ½ Stunde lang. Man Theater. Die morgige Vorstellung dringt uns ein Benefiz und zwar das fur Frau Herrmann- Ihm, die Gattin des strebsamen Leiters unseres Ensembles, die in anerkennenswerther Treue jetzt schon das 5. Mal unsere Stadt besucht und heute ebenso wie vor 5 Jahren der anerkannte Liebling unseres Theaterpublieums ist. Es steht zu erwarten, in Rücksicht darauf, daß die morgige Vorstellung zum Vortheil einer so beliebten Künstlerin stattfindet, daß ein Jeder gern sein Scherflein dazu bei⸗ tragen wird, daß die Vorstellung in jeder Beziehung zu einer recht ehrenvollen für die Benefizlantin wird, und ein recht volles Haus Zeugniß ablege, daß unser Publi⸗ kum dankbar ist und seine Lieblinge zu ehren und zu belohnen weiß. Das gewählte Stück ist eins von den guten alten, in denen Scherz und Ernst in angenehmer Abwechselung enthalten ist.— Muttersegen ist ja auch bei unserem Publieum als gut bekannt. 45 Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 17.: Figaro's Hochzeit. Mittwoch den 18.; Geschlossen. Donnerstag den 19.: Gastsplel des Herrn Nawlaski vom Hoftheater in Stuttgart. Rigoletto. Rigolette: bezeichnet als die Ursache des Unglücks einen an ver— botener Stelle abgegebenen Sprengschuß. Andererseits verlautet darüber, der Ventilator sei 4einige Zett stlll— gestanden. Alle diese Gerüchte sind jedoch vorläufig mit Vorsicht aufzunehmen. Reval, 14. März. Die Rhede ist vollständig mit Treibeis bedeckt. Der deutsche Pampfer„Sirius“ blieb in demselben eine halbe Werst ei Hafen stecken, ebenso fünf Werst vom Hafen der englische Dampfer„Wintrop.“ Der dänische Dampfer„Knud“(ft mtttelst eines Bergungs- dampfers durch das Treibeis ineben Hafen gelangt. Gerichtssaal. Gießen. Verzeichniß der Sitzungen des Schwur⸗ gerichts vom 1. Quartal: 1) Montag den 16. März, Vorm. 9 Uhr: Angeklagter Heinrich Döll II. von Nieder— Ohmen, wegen Körperverletzung mit tödtlichen Erfolz. Staatsanw. Zimmermann, Staatsanw. Joͤckel, Gerichts Assessor Seeger, Verth. Balst. 2) Dienstag den 17. Marz, Vorm. 8½½ Uhr: Angeklagter Heinrich Helster von Hain— gründau, wegen Melnelds. Staatsanw. Jöckel, Ver— theldiger Dr. Gutfleisch. 3) Mittwoch den 18. Maͤrz, (Neu inseenirt.) Vorm. 8 ½ Uhr: Angeklagter Christtan Klein von Heisters, wegen Meinelds und Betrugs. Staatsanw. Zimmermann, Herr Nawiaski. Verth. Dr. Dittmar. 4) Donnerstag den, 19. März, FF e W 1 e eee 5 Ne . . ä * 3 Freitag den 20.: Geschlossen. Samstag den 21.: Gastspiel des Herrn Nawiaski. fliegende Holländer. Holländer: Herr Nawiaskl. Sonntag den 22. Zur Feier des Geburtstages des Kaisers: Jubel-Quverkure von Weber. Hierauf: Lohengrin. Der Schauspielhaus. Dienstag den 17.: Wallensteins Tod. Mittwoch den 18. Welse. Die Widerspänstige. Hierauf: Die Versucherin. Donnerstag den 19.: Geschlossen. Freitag den 20.: Die Maler. Hierauf: Samstag den 21.: Der Veilchenfresser. So sein se! Anfang 6 Uhr. 1 Engelbach in Butzbach 10 Mk., Wiederauftreten des Fräulein Ninna t Mk., B. Sonntag den 22.: Zur Feier des Geburtstages des Katsers: Zopf und Schwert. Montag den 23. Neu einstudirt: Macbeth. Fur unsere Armen-Anstalten haben wir welter folgende Gaben erhalten, deren Empfang mit herzlichem Dank bescheinigt wird. A. Für das Bürger⸗ Hospital Fr. Frl. M. Garde das Versorgungsbaus, Stadtrechner Melchior: Mk., C. Fuͤr die Volksküche: Stadtrechner Melchior 1 Mk., Steuerrath Schober zweite Gabe 3 Mk, Bäcker Theis 60 Wecke, 3 Leib Brod. Stadtrath Philippi: ein Säckchen Bohnen. Kaufmann Kranz: 16 Pfd. gze⸗ Für schälte Erbsen, 16 Pfd. Bohnen. Direetor Dlegel, zweite Gabe 3 Mk., Ungenannt 5 Mk., Fabrlkaufseher Joseph Müller 2 Mk., Stadtrath Votlippt eine Mahne Kartoffeln. Dr. Lorenz 5 Mk., Cand. Wahl 1 Mk., Cand. Bernbeck 1 Mk., Ungenannt 10 Pf. Frievber g, den 4. März 1885. Für die Armen⸗Commisston Meyer. 788 Wagen zum Selbstfahren, Bock zum Abnehmen, gleicher Spur, elegante, saubere und sollde Arbeit, empfiehlt billigst J. G.[Rumpf, Frankfurt a. M., Eiserne Hand. Abbildungen auf Wunsch gratis.(6598.) Oeffentliche Aufforderung. Der am 21. Juli 1883 verlebte Martin Werner II. von Ober-Mörlen hat mit seiner verstorbenen Ehefrau Katharine, geb. Wagner, zwei Kinder, Heinrich Werner J. von Ober-Mörlen und Martin Werner, unbekannt wo? in Amerika abwesend, erzeugt. In einem am 6. August 1880 von beiden Eheleuten gemeinschaftlich errichteten gerichtlichen Testament wurden beide Söhne zu Erben eingesetzt und weiter bestimmt, daß Martin Werner sein Reisegeld mit 687 M. 50 Pf. zu conferiren hade, während Heinrich Werner J. für seine Verpflegungs⸗ Ansprüche 514 M. 29 Pf. voraus empfangen solle. Nach dem am 7. September 1883 gerichtlich aufgenommenen Inventar beziffert sich der Nanleß nach Abzug der Schulden auf 718 M. 34 Pf. Da der Heinrich an Vermögen noch nichts erhalten, so würde mit Rücksicht auf die erwähnten testamentarischen Bestimmungen der ganze Nachlaß an Heinrich Werner J. fallen, auf Martin Werner also nichts kommen. Zu dem RNachlasse gehören insbesondere Immo— bilten im Taxationswerthe von 1723 M. Auf Antrag des Heinrich Werner J. wird dem Martin Werner in Amerika und bezitehungsweise im Falle seines Ablebens seinen etwaigen Leibeserben aufgegeben, bis zum Auf— gebotstermin Mittwoch den 6. Mai l. J., August 1880 und Vormittags 8 Uhr, das obenerwähnte Testament vom 6. das gerichtliche Inventar vom 7. September 1888 um so gewisser klagend anzufechten, beziehungsweise dem unterzeichneten Gerichte den Nachweis zu liefern, daß dies geschehen sei, als sonst der zesammte Nachlaß dem Heinrich Werner I. überwiesen und ins besondere die zum Nachlaß gehörigen Immobilien auf seinen Namen über— schrieben würden. Bad⸗ Nauheim den 8. März 1885. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. Bauer. 1005 Schũ tz. Oeffentliche Aufforderung. Der am 17. Juli 1884 im Wittwenstand und ohne Testament verlebte Johannes Krebs VII. von Ober⸗ Mörlen hat mit seiner vorverstorbenen Ehefrau Salomone, geb. Burk, folgende Kinder erzeugt: 1 Margarethe, verstorb. Ehefrau des Jacob Wagner VII. von Ober⸗Mörlen, 2) Jacob Krebs in Amerika, 3) Joseph Krebs in Amerika. Der Letztere ist nach der materiellen und eidlichen Versicherung seines sub 2 erwähnten Bruders schon im Jahre 1872 ohne Hinterlassung von Kindern verstorben. Am 8. September 1884 hat Jacob Wagner VII. von Ober⸗Mörlen Namens seiner beiden minderjährigen, mit der verlebten Margarethe, geb. Krebs, erzeugten Kinder mit Jacob König XVI. von Ober-Mörlen, als dem General bevollmächtigten des Jacob Krebs in Amerika, einen Erbvergleich dahin abgeschlossen, daß der ganze noch vorhandene Nachlaß des Johannes Krebs VII. den Kindern des Jacob Wagner VII. gegen die Verpflichtung überwiesen werden solle, 600 M. an Jacob und Joseph Krebs in Amerika herauszuzahlen. Diese 600 M. sollen dem Jacob Krebs allein zufallen, sobald der Tod des Joseph Krebs genügend bescheinigt werde. Auf Antrag der übrigen Erbinteressenten wird dem Joseph Krebs in Amerika und beziehungsweise seinen etwaigen Leibeserben aufgegeben, im Aufgebotstermin Mittwoch den 6. Mai 1885, Vormittags 8 Uhr, etwaige Erbansprüche an den Nachlaß des Johannes Krebs VII. und eventuell an den seiner Ehefrau Salomone, geb. Burk, in Ober⸗Mörlen anzumelden und beziehungs⸗ weise obigen Erbvertleich klagend anzufechten. Geschieht dies bis dahin nicht, so wird unterstellt, Joseph Krebs in Amerika sei vor Johannes Krebs VII. von Ober-Mörlen ohne Hinterlassung von Leibeserben verstorben. Unter dieser Voraussetzung wird der Erb vergleich in Vollzug gesetzt. Bad⸗ Nauheim den 9. März 1885. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. Schü tz. Bekanntmachung. Die am 10. d. Mts. im hiesigen Gemeindewalde ab— gehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Erbstadt den 13. März 1885. Der Bürgermeister 1010 Seib. Damen- und Kinder-Schürzen 80 zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. 101 725 5 r Oeffentliche Bekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Christlan Philtpp Lorenz Ulrich von Friedberg wegen Verschwendung entmündigt und Christoph Ritzel von Friedberg als Curator für ihn bestellt worden ist. Friedberg am 4. März 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Weber. 5— 1 5 Holzversteigerung. Mittwoch den 18. März l. J., von Vormittags 10 Uhr an, werden in den Freiherrlich von Ritter'schen Waldungen bei Hof Hasselheck versteigert: 4 Eichen⸗-Stämme, 28 om Durchmesser u. 6 m Länge, 6 Nadel⸗Stämme, 60 Nadel⸗Stangen, 6 Raummeter Eichen-Scheiter, 4 90 Elchen⸗Knüppel, 4 1 Nadel Knuͤppel, 7450 Wellen Eichen- und Birken-Reiser, 442 Wellen Nadel-Reiser, 365 Gebund Ginstern, 34 Gebund Dörner. Die Zusammenkunft ist im Schlag 1, Friedberg den 12. März 1885. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Guts-Verwaltung zu Rüdesheim: Heidt. 934 Tannenwald. 1000 Material-Lieferung. Freitag den 7. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll auf unserem Bürxeau dahter die Anlieferung nachstehender Materialien, als: 5000 gewöhnliche Backsteine, 1500 feuerfeste Backsteine, 1500 kleine Spitzsteine, 10000 Platt⸗ ziegel, 200 Firstziegel, 50 Centner Kalk, 200 gewöhnliche Schreinerdielen, 200 Latten, 70 Tafeln Eisenblech, 300 Kilogr. mm starkes Eisen, 50 gußeiserne Muffen⸗— röhren, 53 gußeiserne Wasserleitungsröhren, 700 Reiser⸗ besen, 10 Tonnen Cement, 50 Kllogr. Schweineschmalz, 150 Kilogr. Maschinenöl, 150 Kilo Petroleum, 100 Kilo Kienöl, 180 Kilo Rüböl, 1000 Kilo Eisenoxyd, 100 Kilo Korbrohr, 80 Kilogr. Kordel, 500 Holzkübel, 300 Kllogr. Nieten, 200 Roststäbe, 500 Säcke zu 2 Ctr., 3000 Säcke zu 1 Str., 5500 Säcke zu ½ Ctr., 150 Kilegr. Seifen⸗ pulver, 600 Salzkörbe aus Korbrohr, 900,000 Kilo Stein⸗ kohlen und 1000 Kilo Wermuth auf dem Submisstons wege vergeben werden. Die Offerten sind versiegelt und mit der Aufschrift:„Materiallteferung“ versehen, vor der angegebenen Zeit abzugeben. Die Eröffnung der— selben findet in Gegenwart der erschienenen Submittenten statt. Die Bedingungen können vom 19. d. Mts. an eingesehen werden. Bad⸗Nauheim am 14. März 1885. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. 10²⁰ Jäger. Holzversteigerung. Mittwoch den 18. u. Donnerstag den 19. März d. J., jedesmal Vormittags um 10 Uhr anfangend, werden nachstehende, bequem abzufahrende Holzsortimente, im Distrikt Haubergsgrund, Abth. 40, hiesigen Gemeinde— waldes lagernd, öffentlich versteigert: Mittwoch den 18. März: Eichen-Bau- und Werkholz⸗Stämme, 95 Fest⸗ meter, darunter Stämme 3,50 Festm. haltend, 5 Rothbuchen-Stämme von 11,77 Festm., hierunter Stämme von 4,87 Festm. Inhalt, 3 Weißbuchen-Stämme von 1,22 Festm. Inhalt, 7 Aspen⸗Stämme von 2,61 Festm. Inhalt. Donnerstag den 19. März: 177 Raummeter Eichen⸗Scheit- und Knüppelholz, 219 7 Buchen⸗Scheitholz, 92* Buchen⸗Knüppelholz, 3425 Stück Buchen⸗Wellen, 1075„ Eichen Wellen, 9 Raummeter Aspen⸗Nutzholz. Wehrheim den 12. März 1885. Manck, Bürgermelster. Bekanntmachung. Die am 9. Februar l. J. im Nieder-Weiseler Ge⸗ meindewald abgehaltene Holzverstelgerung hat die Ge— nehmigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf Mittwoch den 18. März bestimmt. Nieder⸗Weisel den 13. März 1885. N Bürgermeisterei Nieder⸗Weisel. Reuter. 152 982 1016 Holzversteigerung im Fürstlich Solms⸗Braunfelser Langsdorfer Wald. Montag den 23. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen im obigen Schutzbezirk 86 Stuck Eichen⸗, Buchen- und gemischtes Stamm holz von 14— 69 Centimeter Durch- messer und 4— 13 Meter Länge— 43 Festmeter; 4 Eichen⸗ Stangen= 0,29 Festmeter; 12 Buchen- Lenkwieden =(0,48. Festmeter; 1850 Fichten-Hopfenstangen, zum Theil in Schichten aufgeformt; 21 Rm. Fichten⸗Bohnen⸗ stangen, 86 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 304 5 Eichen- und Buchen⸗Prügelholz, 70 5 7 7„ Stockholz, 3968 1„ Reiser öffentlich verkauft werden. Hungen den 15. März 1885. Fürstliches Rentamt. 1019 Demme. Faselochs⸗Versteigerung. Mittwoch den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Holzhausen ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs versteigert werden. Holzhausen den 14. März 1885. Großherzogliche e Holzhausen. 1021 Holzversteigerung. 989 Dienstag den 24. März, Vormittags 11 Uhr, sollen im Groß-Karber Gemeindewalddistrikt: Seif 57 Eichen⸗ Stämme von 38 bis 83 em Durchmesser und von 4 bis zu 13 m Länge, mit einem Cubikinhalt von zusammen 128 Festmeter versteigert werden. Das Holz lagert 12 Stunde von der Station Groß-Karben der Main⸗ Weserbahn entfernt. Groß Karben den 9. März 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Karben. Lanz. Versteigerung. 968 Wegen Aufgabe seiner Oekonomie läßt Konrad Wehrheim III. dahier den 20. d. M., Morgens 9 Uhr, nachverzeichnete Gegenstände gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigern: 2 Arbeitspferde, 3 Kuͤhe, 2 Rinder, 2 Anbinder, 4 Schweine, 1 Wagen, 3 Pflüge, 2 Vorderpflüge, 2 Fahr- und 2 Ackergeschirre, Ketten u. s. w. Rodheim v. d. H., 12. März 1885. Großherzogliches Ortsgericht Rodheim v. d. H' A.: Wehrheim, Ortsgerichtsmann. Bekanntmachung. Mittwoch den 18. März l. J., des Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhaus ein Faselochs, der Gemeinde angehörig, öffentlich meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Weisel, 13. März 1885. Großherzogliche 1 Nieder-⸗Weisel. Reuter. 1015 Holzversteigerung. Freitag den 20. d. Mts. sollen im Walde der Ge⸗ meinde Beienheim bei Bingenheim nachstehende Holz— sortimente versteigert werden: 2 Raummeter Buchen-Scheiter, 8,3 Buchen⸗Knüppel, 3 1 Aspen ⸗Knüppel, 216 5 Buchen Reisig, 190 5 Eichen⸗Reisig, 5 Buchen⸗Stöcke. Zusummenkunft am Bauberg Vormittags 9½ Uhr. Beienheim am 16. März 1885. Großherzogliche Bürzermeisterel Beienheim. N Stein. Drainageröhren, eirea 150,000 Stück, sind wegen Kufzabe des Artikels gegen Baar sehr billlg abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 812 7 Daus 2 9992 S G enz A0 ö Pfd. Sein stam U Dien Mach 8 1 5 7. wers W Sent n 1 — 4 Holzversteigerung. Im Gemeindewald Nieder-Rosbach werden Freitag den 20. März, Distrikt Alterheegwald, nachstehende Holz⸗ sortimente meistbietend versteigert: 36 Raummeter Buchen-Scheiter, 1,5 5 Eichen-Scheiter, 7 7 Buchen Knüppel, 6 3 Eichen Knüppel, Wellen Buchen-Reiserholz, Wellen Eichen-Reiserholz, Raummeter Buchen- Stockholz, 5 Eichen⸗Stockholz, 7 Stück Eichen-Stämme von 4—9 Meter Länge, 10„ Buchen⸗Stämme von 4—7„ N und 31—59 Centim. Durchmesser, 16,42 Festmeter Inhalt, 14 Nadel-Derbstangen, 2„ Nadel- Reisstangen. Zusammenkunft Morgens 9½ Uhr am Steinbruch. Nieder-Rosbach am 13. März 1885. Großherzogliche Bürgermetsterei Nieder-Rosbach. 1014 Groh. 6 n* U Holzversteigerung. Freitag den 20. März, Vormittags 9 Uhr, werden in dem Gemeindewald Fauerbach v. d. H., Distrikt Obernberg, folgende Holzsortimente versteizert: 37 Stück Eichenstämme(Wagnerholz), 11 Stück Eichen⸗Derbstangen, 53 Raummeter Buchen⸗Knüppel und Scheiter, 22. Eichen-Knuͤppel, 9400 Stück schwere Buchen⸗Durchforstungswellen, 660 Eichenwellen, 104 Raummeter Buchen- und Eichen ⸗Stockholz. Sodann Samstag den 21. März, Vormittags 9 Uhr, in den Distrikten Eichberg und Filzhardt: 30 Raummeter Radel-Knuͤppel, 8 1 RNadel⸗Stöcke, 4800 Stück Buchen-Wellen erster Durchforstung, 150„ Eichen- Wellen, 4600„ Nadel-⸗Wellen vierter Durchforstung. Am ersten Tag Zusammenkunft am Weltboden, am. zweiten Tag am Eichberg(Müsterer Pfad). Fauerbach v. d. H. den 12. März 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. 1006 Dilges. Arbeits-Vergebung. Donnerstag den 19. d. Mts., Nachmittags um 2½ Uhr, sollen zu Nieder⸗Mörlen im Gasthaus„Zur Rose“ nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 149— Zimmerarbeit 228— Dachdeckerarbeit 150 Schlosserarbeit 10— Russensteinlieferung 174— Sandlieferung 36— Weißkalklieferung 42 50 Friedberg den 14. März 1885. Zorb, 1030 r* 5 2 Weißer Hafer, zur Saat abgegeben auf der Domäne Gronauer Hof bei Vilbel gegen Baarzahlung von 17 M. per 200 Pfd. Hierselbst lieferte die vorjährige Erndte von 1 Ctr. Aussaat durchschnittlich 26 Ctr. Körner und reichlichen Strohertrag. Bei Bestellungen durch die Post sind Säcke franco einzusenden, sowie der Betrag von 1 Mark mehr für 200 Pfund. 954 Haide-Scheiben-Honig, Pfd. 75 Pf., zweite Waare 55 Pf., Leckhonig 50 Pf., Seim⸗(Speise⸗) Honig Pfd. 40 Pf., Futterhonig ge⸗ stampft 40 Pf., in Scheiben 50 Pf., täglich frisch. Bienenwachs, Posteollt gegen Nachnahme, en gros billiger. Nichtpassendes nehme umgehend franco zurück. Soltau, Lüneburger Haide.(à 57/1 4.) 386 E. Drausfeld's Imkereien. Bauirks Bauaufseher. a Hischiche 9 6 D FOoAOAOAFEULVER OHOOCGLADE E. O. MOSERRACN 4% S TUrTeART burg. Hope Zu haben bel Herren W. Fertsch, M. Philippi II., F. J. Lühn, Apotheker, Friedberg. Matertal-⸗ H. 72950 und Farbwaaren— In elner Colonlal-⸗, Handlung ist eine Lehrlingsstelle Offerten unter Nr. 500 befördert die Expeditlon a 1024 feinster u. billigster Quali tät empflehlt K. Friedrich. offen. des Anzeigers. Hosenträger .* 896 Kunstgewerbeschule Frankfurt a. M. Vorschule mit Abend⸗ und Sonntags Cursus in dret Abthellungen. Fachschule, umfassend: t) Fach⸗ klasse für Schreiner, Schlosser und verwandte Fächer. Director Luthmer. 2) Fachklasse für Maler, Llthographen ze. Maler Widmann. 3) Fachklasse für Bildhauer, Modelleure ze. Bildhauer Kloueek. 4) Fachklasse für Ciseleure, Gold und Silberschmlede ꝛc. Bildtzauer Widemann. Zweck der Fachschule: Jungen Kunsthandwerkern nach ganzer oder theilwetser Absolvirung ihrer Lehrzeit Gelegenheit zu einer höheren künstlerischen Ausbildung in ihrem speziellen Beruf zu geben. f Schulgeld der Vorschule: Sonntag 6 Mark, Abends 12 Mark pro Jahr, 5„ Fachschule 75 Mark pro Jahr, in drei Raten zahlbar, Der Beginn des Sommersemesters 22. April. Schulstatut und Lehrpläne beim Unterzeichneten, Neue Mainzerstraße 35.(F. à 342/.) Frankfurt a. M., 20. Februar 1885. Der Director: Luthmer. Die Zeugen der Wahrheit, Lebensbilder zum evangelischen Kalender auf alle Cage des Jahres Unter Mitwirkung von Ahlfeld, Arndt, Auberlen, Barth, Köstlin, Krummacher, Lange, Ledderhose ꝛc. ꝛc. berausgegeben von 8 Dr. Ferdinand Piper. Vier Bände groß Oktav(205 Bogen)(geheftet 28.80 M.), liefere ich, wenn bis zum 1. April d. J. bestellt, zu M. 8.—, gebunden in 4 Ganz Lwbde. zu M. 11.—. Später tritt Preiserhöhung ein. Die anerkannte Vortrefflichkeit des Werkes, für welche die Reihe glänzender Namen unter den Mitarbeitern am Besten spricht, wie die beispielose Billigkeit dürften Viele der Herren Geistlichen, die noch nicht im Besitze des vortrefflichen Werkes sind, sowie sonstige Interessenten zum Ankaufe veranlassen. Friedberg. Carl Bindernagel. Vorschuß⸗& Creditverein zu Wohnbach. (Eingetragene Genossenschaft.) Samstag den 21. März d. J., Nachmittags 1 Uhr, Generalversammlu ug auf dem Rathhause dahier. Tagesordnung: 1. Wahl des Rechners. 2. Ergänzungswahl des Ausschusses. Alle Mitglieder des Vereins sind hierdurch eingeladen. Der Vorsitzende: Philipp Pfeifer 6. Vorschuß⸗ und Creditverein Assenheim. ¶Eingetraqene Genossen,]. Bilanz am 31. Dezember 1881 1008 Activa. Passiva. M. Pf. M. Pf. Vorschuß Conto. 8861— Stammantheil-Conto. 780 39 Zinsen-Conto 4 460 72 Spar Einlagen Conto. 25837 7 Conto Corrent⸗Conto 2295 51 Zinsen Conto. 5 124 10 Ausgeliehene Kapitalien 7052 12 Conto⸗Corrent Conto. 345 44 Kaufschilling Conto. 13809 68 Reservefonds Conto 8 1104 75 Kassa⸗Conto. 1136 1 Gewinn- und Verlust⸗Conto. 93 58 Dividenden- und Zinsen-Conto. 329 6 33615 4 33615 4 Zahl der Mitglieder Ende 1884= 153. Der Vorstand: 1018 Best Berntheusel. Tönges. — Den weltbekannten munten — aul E Bernhardiner Alpenkräuter-Magenbitter aus der Fabrik von 0 Wallrad Ottmar Bernhard, Lindau i. B.— Zürich— Bregenz a. B., empfiehlt in Flaschen& M. 4., M. 2.10, Probeflaschen& M. 1.50 bestens 442 Wilm. Bernbech, Friedberg. Gesangbücher für die evangelische Kirche in Hessen. Dusdez Format, gewöhnliches und feines Papier, liefern in 200 ver— schiedenen Einbänden. Text bitten einzusenden. Hahn& Mäller, Leipzig, 1011 Gesang- und Gebetbuch-Fabrik.(H. 32704.) Decken werden abgegeben. Kathol. Gebethücher. Curbolineum 1033 empfiehlt W. Bernbeck. Kleesamen. Nothklee(grobkörnig), Pfälzer, Luzerne, feinster Provencer in seidefreien, doppelt ge reinigten Qualitäten bei. 82² Wilhelm Fertsch. Cuchemires, schwarz und farbig, in schöner Waare empfiehlt 6. F. Alelter. 1026 Nicht als Heilmittel, sondern als Universalmittel zum täglichen Ge— brauche im Interesse für Alle, denen an Erhaltung eines schönen, natürlichen Haupthaares und immer reiner, thätiger Kopfhaut etwas gelegen ist, empfiehlt man statt Oel oder Pomade C. Retter's Haarwasser(München), welches durch die ehrendsten Zeugnisse erster Autorktäten ausgezeichnet, besonders auch für Institute eindringlüchst zu empfehlen ist. Zu haben um 40 Pf. und M. 1.10 bel J. Baumeister in Friedberg. 1007 Eine hübsche Wohnung, eine Stlege hoch, 3 Zimmer, Kuͤche mit Speisekammer, Waschkuͤche, Bleichplag ze. zꝛe., ist zu vermiethen und kann sofort bezogen werden. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1022 J. A. Windecker empflehlt Deutschen und Luzerne⸗Kleesamen in bekannter keimkräftiger Qualltät. 1041 Annonce. Einige Hundert Hanf⸗Seile von Javatabaks-Ballen, ca. 4 Meter lang, für Welßbinder und Maurer geeignet, sind zu verkaufen bei C. W. Altmannsperger, Cigarrenfabrik, Reichelsheim. sowie 1038 S A 2 ee —. — * * — Geburtstag Sr. Mafeslät des Kaisers. Am Sonntag den 22. d. Mts., präcis 8 Uhr Abends, findet zur Feier des Geburts- tags Sr. Majestät des Kaisers ein Fest⸗ Bankett im Saale des Hotel Trapp statk. Die unterzeichneten Vorstände der Vereine Friedberg's laden alle Bewohner unferer Stadt und Umgegend hierzu freundlichst ein. Um eine recht allgemeine Theilnahme der Feier zu ermöglichen, ist mit dem Hötel Trapp die Vereinbarung getroffen, daß Bier verabreicht wird. Die Unterzeichneten werden es sich zur besonderen Aufgabe machen, die Feier zu einer schönen und würdigen zu gestalten. Wahl, H. Bindewald, J. Koob, Vorstand Ehren⸗Präsident Präsident des Gesangvereins Liederkranz. des Veteranen- und Militär-Vereins. Valentin, Musikmeister Schellhaas, Vorstand Dirigent den Weber der Kapelle Schellbaes Mufikverein Friedberg. 5 Concert Donnerstag den 19. März im Saale des Hôtel Trapp unter gef. Mitwirkung der Concertsäugerin Frl. Anna Göring von Darmstadt, des Herrn Concertmeisters B. Triebel(Violine) aus Frankfurt, sowie des Herrn Seminarlehrers F. Link (Clavier) von hier. Der Chor ist durch eine Abtheilung des Seminar Chores verstärkt. Anfang 8 Uhr. Billets sür nummerirten Platz a M. 1.50, für nichtnummerirten Platz à M. 1.— sind in den beiden hiesigen Buchhandlungen, sowie Abends an der Kasse zu haben. Für die passiven Mitglieder des Musikvereins stehen nummerirte Platze bei Herrn Lehrer 1040 F. Hecht, Vorstand des Gesangvereins Frohsinn. Schmidt, Seminarlehrer, Dirigent 1029 1 Mark— ohne Verköstigung der Pflegerin; 2) Nichtmitglieder mit demselben Wohnorte je 1 Mark 50 Pf.— ohne Verkoͤstigung; 3) Vereinsmitglieder außerhalb Friedbergs je 1 Mark mit Verköstigung der Pflegerin und Ersatz der Reisekosten für die Hin- und Ruͤckfahrt; 4) Nichtmitglieder außerhalb Friedbergs je 1 Mark 50 Pf., Verköstigung und Ersatz der Reisekosten; 5) Geringer Bemittelte erhalten auf Nachsuchen Ermäßigung; 6) Unbemittelte werden unentgeltlich verpflegt. Bei längerer Krankheitsdauer kann auch den unter Ordn.⸗Nr. 1—4 aufgeführten Personen auf Anstehen das Pfleggeld ermäßigt werden. Gesuche sind an die Präsidentin des Vereins, Frau Dr. Trapp, Fräulein Hilda Dieffenbach, zu richten. Seitens der Herren Aerzte kann direkte Requisition erfolgen. Friedberg am 16. März 1885. 1027 Das Comité des Alice⸗Frauenvereins für Krankenpflege zu Friedberg. zillig! Billig! Billig! Da wir fertige Herren- Kleider nicht mehr weiter führen, unterstellen unser nicht unbedeutendes Lager darin dem vollstän- adligen Ausverkauf und werden demgemäß Knaben, Confirmanden⸗ und Herren⸗An⸗ züge, sowie Joppen, Sommer ⸗Ueberzieher, Hosen, Hosen und Westen, Saeecos ze. ꝛc., um schnell zum Ziele zu gelangen, hedeutend unter dem Selhstkostenpreis abgegeben. A. Spier& Söhne, gegenüber dem Nathhause. oder deren Stellvertreterin, 1013 i 8 5 799 Landwirthschaftsschule zu Weilburg an der Lahn. Oeffentliche Prüfung zum Schluß des Wintersemesters 31. März. Beginn des neuen Schuljahres 16. April. Die Abgangszeugnisse der Anstalt berechtigen zugleich zum einjährig⸗ freiwilligen Militärdtenst. Anmeldungen bis zum 12. April an Direekor Mazat in Weilburg, welcher auch Programme(kostenfret) versendet und weitere Auskunft ertheilt Das Curatorium: (6609.) gez. v. WA rnb, Reglerungspräsident in Wiesbaden. Evangelischer Verein. Mittwoch den 18. März, Abends 8 Uhr, Ver⸗ sammlung im Vereinslocal. 1012 header in griedberg. Dienstag den 15. März 1885, 8 Uhr Abends: Zum Benefiz für Frau Herrmann-Ihm. Muttersegen, oder: Die neue Fanchon. Lebensbild mit Gesang in 5 Abtheilungen von Lemolne. Deutsch von Friedrich. Musik von Schäffer. Zu dieser Vorstellung ladet höflichst ein 1036 Kleesamen in seidefreier Prima-Waare empfiehlt 945⁵ Wilh. Bernbeck. Der obere Stock meines Hauses ist zu vermlethen und per 1. Juli d. J. zu beziehen. P. Theis, 1031 vormals G. Haustädt. la Pfälzer Rothklee empfiehlt r 4 Nindfl eisch, 1025 I Neuhof. 8 Pf. prima Rindfleisch, Nierenfett 40 Pf. 1035 bei M. Iseuburger. Alle Sorten Farben, trocken, sowie in Oel gerieben, bei. 1034 W. Bernbeck. von Georg Andreas, Frankfurt a. M., Rebstock 5, bringt ihr Lager in Gemüse⸗, Blumen⸗, Feld⸗, Gras⸗, Klee⸗ und Wald⸗Samen in empfehlende Erinnerung. Deutscher und ewiger Kleesamen wird unter Garantie seideftei geliefert. Ferner Weißklee, Schwedischklee, Gelbklee, Esparsette, Seradella, Pferdezahnmais, Erbsen, Wicken, Linsen, weißen Senf ꝛc. Grassamen für Bleich⸗ und Zierrasen, sowie Wiesenanlagen. Kleegrasmisch⸗ ungen für mehrjährigen Futterbau. Italienisches Gras als Ersatz für Deutschklee. Kartoffeln: Imperator, Schneeflocke, Frühe-Rosen, Johannes, Champion, Ele— phanten ze. Sämmtliche Sämereien sind auch bei Herrn Theodor Andreas, Bad⸗Nauheim, zu haben. 781 F. Weihl. 1009 1 Todes⸗Anzeige. Freunden, Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß unser innigst geliebter Sohn, Gatte, Vater, Schwager und Schwiegersohn Heinrich Georg Friedrich Stoll ganz plötzlich heute Morgen 2½ Uhr in seinem 35. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet Die trauernde Familie. Nieder⸗Wöllstadt den 14. März 1885. 1037 Danksagung. Unseren tiefgefühlten Dank sprechen wir Allen denen aus, die aus Nah und Ferne herbeieilten, um unserem lieben Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Herrn Friedrich Langsdorf I, Ortsgerichtsmann und Beigeordneter a. D., durch das Geleite zur Ruhestätte die letzte Ehre zu er—⸗ weisen. Herzlichen Dank für die so überaus große Blumen⸗ spende. Innigsten Dank dem Herrn Pfarrer Walz und Bürgermeister Wörner für die so erhebenden Worte, welche sie dem Verblichenen am Grabe widmeten, sowie dem Vereine„Concordia“ für den ergreifenden Chorgesang. Bad⸗Nauheim den 15. März 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.; Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu eine Beilage.) — ä——— — Anna Herrmann⸗Jhm. b ———„— 108 12 90 Betat der Re oslasta dem a nallibe willig ostaste gez en Die! haͤtte haben erhalt fange unsete willige tin leb bindur Felten oftitat politik dlrekt von 50 reiche Abschl keit u ju red übers unser⸗ In A Mont von n in de teure Engl dem Abg. Ver, deut went Ma mann Ausf ihre dersel vorwe sache in di Englä Jolo werde füt d der d dobl, denn erde Vite Aegu Nutt gereg werd uns ein uns self deu sind dem arb so l Gage aftst fön ern das Was duet, kann redn. dart hahe auf zoser mir nend dal Jenbutztt. hen. I. Berabel. sauung att a. N. Feld,, Fuß, t mm Beilage. Hberhessischer Anzeiger. M 33. Deutsches Reich. Berlin, 18. März. Reichstag. Fortsetzung der Berathung der Dampfersubventlons-Vorlage. Zu 8. 1 der Regierungs Vorlage beantragt das Centrum, nur die ostasiatische, die Socialdemokraten auch diejenige nach dem australischen Festland, die Conservattven und Nattio nalltberalen außerdem noch die afrikanische Linie zu be— willigen. Außerdem liegt ein Antrag Richter vor, die ostasiatische und die afrikanische Linie zu bewilligen, da getzen die australtsche zu streichen. Rintelen bemerkt: Die ursprünglich mangelhafte Motivirung der Vorlage hätte die Abweisung à limine gerechtfertigt, indessen haben wir werthvolle Mittheilungen in der Commission erhalten, die uns bestimmen, zwar nicht im vollen Um fange für die Vorlage einzutreten, aber wohl im Rahmen unseres Antrages, d. h. die ostasiatische Linie, zu be willigen, weil allerdings der Handelsverkehr mit Ostasien ein lebhaft entwickelter ist und einer regelmäßigen Ver— bindung mit Deutschland bedarf australische und afrikanische Linie stehe einfach im Dienste der Colonial politik; wenn das Centrum auch der Colonsalpolitik nicht ditekt entgegentrete, so behalte es sich doch die Prüfung von Fall zu Fall vor, und theile nicht ungeprüft den künstlich wachgerufenen Enthusias mus für alle Colonien. Fürst Bismarck: Der Vorredner hat weniger von der Dampfersubvention als von der Colonialpolitik ge sprochen. Unzweifelhaft ist zwischen beiden insofern ein Zusammenhang, als die Ablehnung der Vorlage eine Entmuthigung der Regierung in der Colonialpolttik sein müßte. Ich bitte aber unter der Abneigung gegen die Colontalpolitik nicht die Vorlage leiden zu lassen, denn wenn man auch vielleicht sagen kann: ohne Subvention keine Colonialpolitik, kann man doch den Satz nicht ohne Sub Die welteres umkehren: Ohne Colontialpolitik keine ventton. Ohne Colonien würde die Subvention von Postdampfern nach den östlichen Meeren noch lange nicht überflüssig sein. Wenn Sie eine oder die andere Linie strelchen, werden wir eine Linie oder zwei dankbar als Abschlagszahlung annehmen, denn über die Nothwendig keit und Zweckmäßigkeit der einzelnen Linien werde sich ja reden kassen. Wenn nicht heute, vielleicht gehen Ste übers Jahr weiter. Die Bedenken des Vorredners gegen unsere jetzige Colonlalpolitik treffen übrigens nicht zu. In Angra Pequena ist große Aussicht, eine blühende Montanindustrie entstehen zu sehen. Auch die Behauptung von mangelnden Consumenten trifft nicht zu, denn die in den Colonien etablirten Geschäfte werden die Spedi teure des deutschen Handels nach dem Innern sein. England machte mit dieser Speeulation auf Absatz nach dem Innern Afrikas bisher gute Erfahrungen. Der Abg. Woermann hat uns schriftlich und mündlich ein Verzeichniß von hunderten von Artikeln gegeben, die die deutsche Industrie nach jenen Gegenden hinliefert, und wenn nicht Jeder hier bloß für seine Fraetion und seinen Wahlkreis zu sprechen und zu hören gewohnt wäre, würden diese sehr lehrreichen Darlegungen des Abg. Woer— mann die Herren abgehalten haben, über die unbedeutende Ausfuhr zu spotten. Warum halten denn die Portugiesen ihre Colonien so fest und sind auf das kleinste Stuck derselben eif ersüchtig? Und den Engländern mögen Sie vorwerfen, was Sie wollen, aber dumm ein Handels sachen sind sie gewiß nicht. Man läuft Gefahr, selbst in diesen Vorwurf zu verfallen, wenn man itn den Engländern macht. Ich halte für die aussichtsreichsten Colonien diejenigen, die hier als Gründunzen qualifieirt werden, wie die in Neu⸗Guinea. Wir reden und streben für die Hebung des wirthschaftlichen Gesammt vermögens der deutschen Nation, und dazu gehören die Reichen so— wohl, wie die Armen. Freuen Sie sich doch mit uns, wenn wir das thun; dann werden Sie weniger bemüht werden für die Ihnen so unbequeme Bewilligung von Mitteln. Colonien wie Cuba, wie die ostindischen, die Aequatorlalcolonien, sind stets in ihrem Geldwerth vom Mutterlande sehr hoch geschätzt. Man hat nicht darauf gerechnet, daß Weizen und Wolle dort produeirt werden, sondern es sind eben tropische Producte, die bei uns nicht wachsen. Nehmen Sie nur einmal an, daß ein Theil der Baumwolle, des Kaffees, den wir bei uns importiren, auf deutschem Grund und Boden über seelsch wüchsen, wäre das nicht eine Vermehrung des deutschen Natlonalreichthums? Betreffs der Baumwolle sind wir auf ein gewisses Monopol der Amerikaner an gewiesen, weil die egyptische und indische nicht so ver arbeitet wird, wie die amerlkantsche, und deshalb nicht so leicht in Gebrauch zu nehmen ist. Wenn wir in Gegenden, wie Neu-Guinea, wie Kemerun, wie die aftikansschen Acquatorkalzegenden, Baumwolle züchten könnten, die wir dann nicht mehr von Aus ländern, son dern von deutschen überseeischen Vesitzern kauften, wäre das nicht ein Vortheil für unser Natiogalvermögen? Was wir für Kaffee und alle anderen Aequatortalpro— ducte ausgeben, das ist alles jetzt fonds perdu. Ich kann mir nicht denken, daß diese Vortheile dem Vor rebner so ganz entgangen seln sollten, daß er gar nscht darüber nachgedacht hatte, was andere Staaten davon haben, daß sie an ihren Colonien festhalten. Er hat anf bie Schwlerigkelten verwlesen, mit denen die Fran⸗ zosen in Hinterindten zu kämpfen bätten. Ja, dle liefern mir nur den Bewels, daß eine kluge und nichtig rech— nende Natlon, wie die Franzosen, auf den Besitz solcher Golonlen einen großen Werth legt und sich nicht scheut, eine solche Colonie zu erwerben. Ich bin aber weit entfernt davon, der französischen Politik auf diesem Pfade zu folgen. Wir folgen überhaupt keinem fremden Beispfele, sondern unseren Kaufleuten mit unserem Schutz. Das ist das Prineip, welches wir von vornherein beob— achtet haben; aber ich wiederhole immer, ich muß auch fordern, daß Sie vor dem Volke die Thatsache klar stellen, daß es nicht die Reglerungen sind, die die Mittel für diesen Schutz nicht geben wollen, sondern die Ab— geordneten des Volkes,— die verweigern uns diese Mittel! Sie dürfen die Thatsache, das Sie uns die Mittel dazu verweigern, nicht durch allerhand andere Gründe verdecken und bemänteln und sagen, wir würden sie bewilligen, wenn dies, wenn das nicht wäre, wir wollen Colonien, aber nicht diese! Damit kommen Sie nicht durch! Wir werden jedes Mittel anwenden, um Ste dahin zu bringen, daß Sie in diesem Spiele Farbe bekennen müssen dor dem Publikum. Wir werden von den Herren in der Commission das Fragestellen lernen, wir werden Sie so in die Enge treiben, daß Sie Farbe bekennen müssen. Die Qualität unserer Colonien an— langend, bemerke ich, daß die Bedenken und Gefahren, die der Vorredner befürchtet, nicht von ihnen drohen, und daß sie diejenigen Ansprüche, die er an Colonten zu machen schien, zu realisiren überhaupt nicht bestimmt sind, das h ich auseinander gesetzt. Nach meiner Ueberzeugung auf die tropischen Colonien hauptsächlich Werth zu legen. Die Kamerun Colontien sind wir durch Verhandlungen zwischen uns und der enzlischen Regier ung, die bisher elnen erfreulichen Fortgang nahmen, in der Hoffnüng, zu consolidiren.(Beifall.) Ebenso glaube ich, daß wir über die auf Neu-Guinea mit England berelts zu elner Einigung gelangt sind. Dann möchte ich nur noch auf eine Aeußerung zurückkommen, die der Vorredner im Eingange seiner Rede gethan hat. Ich habe mir neulich gestattet, eine Analogie aus der altgermanischen Mythologie zu eittren, auf die der Vor redner zurückging. Ich fürchte, daß ich dabei etwas dunkler geblieben bin, als ich zu sein wünsche, und mich etwas unklar über das, was ich meinte, ausgedrückt habe. Es liegt überhaupt nicht in meiner Gewohnheit, solche mythologische Anspielung weit auszuspinnen; es war nur etwas, was, ich kann es nicht leugnen, mich ununterbrochen gequält und beunruhigt hat. Das ist diese Analogie unserer deutschen Geschichte mit unserer a be Geb lete blete deutschen Göttersage. Ich habe unter dem Begriff N38 4 Ab 1 60 1 „Völkerfrühling“ ganz etwas Anderes verstanden als Colonsalpolitik. Ich habe unter dem„Frühling, der uns Deutschen geblüht hat“, die ganze Zeit verstanden, in der sich, ich kann wohl sagen, Gottes Segen über Deutschlands Politik seit 1866 ausgeschüttet hat, eine Periode, die mit einem bedauerlichen Bürgerkriege be gann, welcher jedoch zur Lösung eines geschürzten gordtschen Knotens unentbehrlich und unabweisbar war. Einige Jahre später war die Begeisterung im Norden wie im Süden so groß, daß die Ueberzeugung Platz gewann, daß diese, ich mochte sagen, chirurgische Operatkon zur Heilung der alten deutschen Erbkrankheit nothwendig war. Sobald sie sich Bahn brach, war auch aller Groll vergessen, und schon 1870 konnten wir uns uͤberzeugen, daß das Gefühl der nationalen Einheit durch das Un glück dieses Bürgerkrieges nicht gestört war, und daß wir wirklich als„ein einig Volk von Brüdern“ dem An griff des Auslandes gegenüber treten konnten. Das alles schwebte mir beim„Völkerfrühling“ vor; daß wir bald darauf die alten deutschen Grenzsteine wieder gewonnen, daß wir einen deutschen Reichstag, einen deutschen Kaiser hier haben, das alles schwebt mir vor und nicht die heutige Colonialpolitik. Dieser Frühling hielt leider nur wenige Jahre nach den großen Stegen vor. Ich weiß nicht, hat der Milliardensegen erstickend auf ihn gewirkt? Aber dann kam, was ich unter dem Begriff „Loki“ verstand, der alte deutsche Erbfeind des Partei⸗ hasses, der confessionellen und Stammes verschiedenheit, der übertrug sich auf das öffentliche Leben, auf das Parlament. Und wir sind angekommen in einem Zu— stande unseres öffentlichen Lebens, wo die Regierungen zwar treu zusammenhalten, im Parlament und im Reichs tage aber der Hort, den ich darin gesucht und auf den ich ge— hofft hatte, nie zu finden ist. Der Partelgeist uͤberwuchert uns, und ihn mit seiner Lokt- Stimme, die an den blöden„Hödur“, d. h. den unverständigen Wähler, appellirt, und der dann das Vaterland todtschlägt; den klage ich vor Gott und der Geschichte an, wenn das ganze herr liche Werk unserer Natlon seit 1866 durch die Feder wieder verdorben wird, nachdem es durch das Schwert geschaffen ist.(Der Reichskanzler hatte den letzten Passus selner Rede mit erhobener Stimme und augen scheinlicher Erregung unter lautloser Stille des Hauses gesprochen. Nach Schluß der Rede brach ein nicht end enwollender Belfallssturm los, der auch auf den Trilbünen Wiederhall fand und sich in lebhaftem Hände— klatschen kund gab.) Der Präsident v. Wedell-Pies dorf drohte, bet u einer Wiederholung dieser Kundgebung die Tribünen räumen zu lassen, da sich diese bekanntlich leder Kundgebung zu enthalten haben. Nachdem der Reichskanzler wieder Platz genommen hatte, eilten die Bundesraths bevollmächtigten auf ihn zu, um ihm ihrer— selts durch Haͤndedruck ihren Beifall zu bezeugen. Windthorst sucht Bismarck zu wiederlegen und gibt, ihm die Schuld allein an der Spaltunz der Parteien. Er möge vor allem den Culturkampf abschaffen. Die weitere Diskussion wird vertagt.— 14. März. Fort⸗ setzung der zweiten Lesung der Dampfersubventions⸗ Vorlage. Richter ist für die Bewilligung nur der ostasiatischen Linie, welche der Reichskanzler als Abschlags— zahlung anzunehmen erklärt habe, mit dem Bemerken, man müsse erst Erfahrungen sammeln. Die gestern vom Reichskanzler skizzirte Colonialpolitik weiche wesentlich von den Angaben ab, mit denen der Regierungscom⸗ missär in der Commisston die Vorlage befürwortet habe. Redner wendet sich schließlich gegen die Wirthschafts— politik, weist auf den österreichisch-deutschen Zollkrieg hin und bekämpft die gestrigen Ausführungen des Reichs kanzlers, daß der nationale Gedanke zuruͤckgegangen sei. Dle Förderung materieller Sonderinteressen in der Steuer— und Zollpolltik werde nicht beitragen, den nationalen Sinn zu heben. Redner bemerkt, daß er im Namen des Volkes rede und im Namen der deutschen Wähler, die Bismarck als„Hödur“ bezeichnet habe. Bismarck: Der Abgeordnete Richter ist meines Erachtens weit davon entfernt, im Namen der Mehrheit des deutschen Volkes überhaupt hier sprechen zu können; er soll im Namen seines Wahlkreises und seiner Partei sprechen, die ihn in den Stand gesetzt hat, durch eine geschickte Wahlmache mit einer Majorität von, ich weiß nicht wie viel Stimmen, den anderen Theil des Volkes zu schlagen. Aber man soll doch nicht den Mund so voll„Volk“ nehmen, als wenn man ganz allein das Volk wäre. Ich habe das schon einmal gesagt und der Abgeordnete notirt sich ja Alles, was ich zweimal sage. Ich weiß, daß eine größere Menge des deutschen Volkes in mir ihren Ver— treter sieht, als in ihm.(Unruhe links.) Meine Herren, geniren sich nicht, ich kann warten, wenn Sie schreien wollen. Ich war vollständig gefaßt, daß der Abgeordnete mir den„Hödur“ geschimpften Urwähler vorführen würde. Er hat sofort die Seinigen aus— genemmen, ich kann ihm aber darauf erwiedern, daß ich gerade nur die Fortschrittlichen damit gemeint habe. (Gelächter rechts.) Hödur wußte nicht, was er that. Die Wähler, die Sie gewählt haben, haben in der Mehrheit auch nicht gewußt, was sie thaten. Wie gestern Herr Windthorst, hat heute Herr Richter die Debatte so geführt, als wäre nicht von Dampfersubventklonen, sondern von Coloniengründung die Rede. Die Dampfer⸗ vorlage ist von der Colonlalfrage in der Hauptsache ganz unabhängig. Er warne, sich einreden zu lassen, daß die neuen Dampfersubventionen blos bezweckten, die Verbind⸗ ung mit Kamerun und Angra Pequena aufrecht zu halten; er warne davor, daß man für den neuen Zolltarif Cislei— thaniens unseren Zolltarif verantwortlich macht. Wenn Herr Richter sich freue, daß in der Colonialfrage eine Verständigung mit England erzielt worden set, so wäre eine solche noch leichter zu erzielen gewesen, wenn Herr Richter nicht zuvor hier einen Standpunkt vertreten, der unsere Stellung in den Verhandlungen wesentlich erschwert hätte. Ueber eine Aeußerung des Herrn Windthorst, daß beute zwischen uns und England Alles in bellen Flammen stehe, war ich geradezu bestürzt. Es sei allerdings erklärlich, wenn die Mitglieder solcher Fractionen, deren Ideal nur durch einen Krieg realisir— bar(Wiedervereinigung Schleswigs mit Dänemark, Elsaß⸗ Lothringens mit Frankreich, Wiederherstellung der König— reiche Polen und Hannover), ungeduldig werden, weil der Friede sich immer mehr consolidire; aber man solle doch vorsichtig sein, unser Verhältniß mit befreundeten Mächten ohne Grund als gefährdet zu bezeichnen. Glauben Sie, ich hätte meinen Sohn nach England geschickt, um Händel zu suchen?(Lebhafter Beifall, Heiterkeit). Der Conflikt soll zur Zeit noch nicht gelöst sein!? Er ist ge⸗ löst und ich hoffe, der Herr Abgeordnete empfindet Freude darüber, aber es ist wohl eine Freude,— wie der Fran⸗ zose sagt— Haves un rire jaune“.(Heiterkeit). Man klagt uber die hohen Kosten. Ja, hat denn England das reiche Indien ohne Kosten erworben? Man darf doch nicht immer blos die Kehrseite der Frage ansehen. Der Reichskanzler bittet schließlich, die Reichstagsverhand— lungen nicht mit einem negativen Resultate endigen zu lassen wie die Commissions verhandlung. In diesem Sinne sei seine gestrige Aeußerung von einer Abschlagszahlung gemeint; aber hoffentlich dewillige man alle dret Linien. Staatsseeretär Dr. Stephan: Es hat Herrn Neichskanzler vollkommen fern gelegen, auf einen Theil der Vorlage zu verzichten; der Herr Reichskanzler hat die Gewährung einer Linie nur als eine kümmerliche Abschlagszablung bezeichnet, und er wollte nur aus der Sache keine Cabinetsfrage machen; sodann aber wird in nattonaler Beziehung auch auf die anderen Linien der größte Werth gelegt. Das Haus vertagt sich bis Montag. — Der Berliner Correspondent der„Times“ telegrapbirt, er habe Grund zu der Annahme, daß die englische Regierung beschlossen habe, Deutschland durch einige wirkliche Concessionen in den Colonlalstreitigkeiten zu versoͤhnen, bis jetzt jedoch sei dortselbst noch keine Bestaͤtigung von der Nachricht eingetroffen, daß England in dieser Richtunz bis zur Abtretung der Nordost— kuͤste von Neu-Guinea, von der Huon Bay bis zum Ostceap, gegangen sei. Sie em 5. 88 — — Dem Bundesrath ist ein Gesetzentwurf zugegangen, welcher die Bestimmung des Zoll⸗ vereinsgesetzes, betreffend das Aufhören der Communalabgaben, wenn der Eingangszoll für bestimmte Gegenstaͤnde uͤber 3 M. pro Doppel⸗ centner beträgt, aufhebt. — 14. Marz. Die Zolltarifcommission hat heute die Zoͤlle auf Müuͤhlenfabrikate, Reis und Stärke nach den Anträgen der wirthschaftlichen Vereinigung, also 1 M. höher, als die Regier— ungsvorlage, angenommen.— In der Holzzoll⸗ commission wurde der Antrag Ausfeld verhan— delt und die Zulassung des Rechtsweges bei Beschwerden über das Sperrgesetz abgelehnt. Wiesbaden. Der„N. V.“ wird ge⸗ schrieben, daß die Veröffentlichung der Verlob— ung des Erbgroßherzogs von Baden mit der Prinzessin Hilda von Nassau aller Wahrschein— lichkeit nach am Geburtstage des deutschen Kai— sers, also am 22. d. Mts. erfolgen wird. Nach der Vermählung wird das Paar in Mannheim residiren. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Von der „Nat.⸗ Ztg.“ gebrachte Pester„Enthüllungen“ über eine angeblich von der ungarischen Regier— ung ergriffene Jvitiative zur endgültigen Lösung der staatsrechtlichen Frage Bosniens und der Herzegowina, sowie darüber, daß die Orientreise des Kronprinzenpaares den Zweck habe, den Weg hierfür zu ebnen, wird in verläßlichen Be⸗ richten aus Wien als vollständig aus der Luft gegriffen bezeichnet. — Der Ausschuß des Abgeordnetenhauses für das Socialistengesetz beschloß, mit Rücksicht auf den bald bevorstehenden Schluß der Session, die Vorberathung des Socialistengesetzes abzu— brechen und nur die eine Bestimmung desselben, welche die Aufhebung von Geschworenengerichten zur Aburtheilung von anarchistischen Verbrechen verfügt, zu einem besonderen Gesetze zu formu⸗ liren und zur Berathung vor das Plenum zu bringen. Die Regierung erklärte sich damit ein— verstanden. Frankreich. Paris. Depesche Briere's aus Hanoi vom 12. d.: Die Chinesen, welche ihre Verbindungen durch die Stellungen der Franzosen jenseits Langson bedroht sahen, räum⸗ ten Thatke und zogen sich über die Grenze nach China zurück. — 14. März. Der„Agence Havas“ wird aus Shanghai gemeldet: Das Fort Siaokung von Chinhae wurde gestern zerstört. Admiral Courbet bereitet einen Angriff auf Maopaoshan vor. Großbritannien. London, 13. März. Der gestrige Cabinetsrath betraf ausschließlich die afghanische Frage. Die Regierung soll be⸗ schlofsen haben, ihre gegenwärtige Stellung in der afghanischen Frage entschieden festzuhalten und eine Erklärung in diesem Sinne an die russische Regierung abgesandt haben. Von der Admiralität werden noch sechs Transportdampfer für eventuelle Fälle vorbereitet. Das Kriegs— departement befahl ferner, daß die Arsenale von Bombay und Bengalen Munition aller Art bereit halten. Ferner sollen Vorbereitungen für die Mobilisirung zweier Armeecorps getroffen wer⸗ den, jedes 28,000 Mann Infanterie, 8000 Mann Cavallerie und 90 Kanonen stark. Die Admira— lität stellt eine Transportflotte in Bereitschaft. — 12. März. Unterhaus. Arthur fragt an, ob die Regierung die Huon Bay auf Neu— Guinea an Deutschland abgetreten habe und ob die Grenzlinie zwischen England und Deutsch⸗ laud auf Neu-Guinea der achte Breitegrad suͤd— lich vom Aequator sei. Gladstone erwiedert, am 2. d. erneuerte die Regierung ihr Anerbieten an Deutschland in freundlicher Weise, den besten Punkt an der Nordostküste von Neu-Guinea fest⸗ zustellen, von welchem die Grenze zwischen dem deutschen Protectorat und jenem Theil, den Eng⸗ land übernommen habe, zu ziehen wäre. Die Unterhandlungen darüber haben in befriedigen— der Weise begonnen, aber das Stadium noch nicht erreicht, in welchem positive Erklärungen über die Einzelheiten der Grenzlinie erfolgen könnten.— 13. Maͤrz. Gladstone theilt mit, mittelst diplomatischer Correspondenz set ein Ab⸗ kommen mit Rußland getroffen, daß vorlaufig weder die Russen noch die Afghanen weiter vor⸗ rücken. Fitzmaurice antwortet Bourke, es sei ver— einbart, daß die Unterredung zwischen Granville und Herbert Bismarck einen vertraulichen Cha— rakter habe; die Resultate, welche sich aus den⸗ selben ergeben hätten, würden üblicher Weise auf—⸗ gezeichnet und dem Parlamente vorgelegt werden. — 14. März. Gladstone erklärte hinsichtlich der afghanischen Grenzfrage, jüngst seien zwei Fragen von Besorgniß entstanden: die eine bilde das vor einiger Zeit mit Rußland getroffene Abkommen, die Grenze mittelst Untersuchung und Correspondenz festzustellen; die andere sei der Vormarsch der russischen resp. afghanischen Streit— kräfte auf Punkte innerhalb des bestreitbaren und bestrittenen Terrains. Hinsichtlich letzterer habe Rußland mit England vereinbart, daß keine Seite weiter vorrücken solle. Ueber das Grenz— abkommen werde augenblicklich durch diploma— tischen Schriftwechsel verhandelt.— Das Haus votirte 20,000 Pfd. St. für die Familie Gordon's. — 14. März. In der gestrigen Versamm⸗ lung der Parnellitischen Mitglieder des Unter— hauses wurde eine Resolution angenommen, welche den Besuch des Prinzen von Wales in Irland für inopportun erklärt, und den Bewohnern Ir— lands und seinen Vertretern empfiehlt, ohne einer Unhöflichkeit sich schuldig zu machen, dem Empfange fern zu bleiben. — Eine Meldung von„Reuter's Bureau“ aus Zanzibar vom 13. d. Mts. bestätigt, daß die Belgier ihre Stationen in Ostafrika ver— lassen haben. — Dem„Reuter'schen Bureau“ zufolge wird das Abkommen über die egyptischen Finanzen am Montag in London unterzeichnet. — Der amerikanische Gesandte Lowell hat seine Demission gegeben. Italien. Rom. Die„Agenzia Stefani“ meldet aus Massauah: Der Konig von Abyssinien hat die Verhaftung des verrätherischen Führers des Reisenden Bianchi angeordnet. Die italienische Gesandtschaft unter Ferrari ist am 13. d. nach Abyssinien abgegangen. Spanien. Madrid. Die Convention zwischen Spanien, Deutschland und England, betreffs der Souveränetat Spaniens über die Sulu-Inseln, wird demnächst veröffentlicht. Egypten. Kairo, 10. Marz. Lord Wolseley wird in Kurzem hier erwartet. Der Khedive hat dem General Graham vor seiner Abreise nach Suakin ein prächtig geschirrtes Reitkameel zum Geschenk gemacht. Alexandrien, 15. März. Zebehr Pascha, sein Sohn und drei andere Personen in Kairo wurden heute verhaftet und hierher gebracht, auch viele Papiere beschlagnahmt. Die Ver⸗ haftung soll durch den dringenden Verdacht, daß Zebehr mit dem Mahdi Verbindungen unter— halten habe, veranlaßt worden sein. Persien. Teheran, 13. März. Sir Lumsden und die Mitglieder der Grenzeommission sind augenblicklich auf persischem Gebiet in der Nähe von Herat. Die„Teheraner Zeitung“ veröffent⸗ lichte einen über England sich verächtlich äußern— den Artikel, wogegen der englische Gesandte bei der persischen Regierung Beschwerde erhob. Die Zeitung hat sich in Folge dessen entschuldigen müssen. Amerika. Washington. Präsident Cleve— land zog den dem Senate übergebenen Vertrag mit Nicaragua zurück, damit das neue Cabinet ihn wieder einer Prüfung unterziehe. New⸗Pork. Nach hier vorliegenden Depeschen aus La Libertad wurde die Proklamation des Präsidenten Barrios zur Herstellung der Re⸗ publik von Honduras beifällig aufgenommen, von San Salvador, Nicaragua und Costarica aber verworfen. Die Truppen von Quatemala begannen sofort gegen San Salvador vorzu— gehen, dessen Bevölkerung sich in Masse erhoben, um Widerstand zu leisten, worauf Quatemala die Feindseligkeit eingestellt hat. Präsident Barrios schlug vor, zwei Commissäre zur Ver⸗ handlung der Frage zu senden. Inzwischen tele⸗ graphirte der Praͤsident von Mexiko, er hoffe, daß angesichts der gegen das Project Barrios gerichteten Politik Mezikos, sowie bei der fried⸗ lichen Stimmung des Präsidenten von San Salvador Feindseligkeiten verhindert würden und Barrios überhaupt ven der Ausführung seines Planes abstehen werde. — 14. Maͤrz. Nach Depeschen aus La Libertad ist die mexikanische Gesandtschaft in Guatemala angewiesen worden, Guatemala zu verlassen und sich nach San Salvador zu be— geben. Von der Republik San Salvador werden Truppen an der Grenze von Guatemala zusammengezogen. Die Haltung Mexikos, dem Vorgehen des Präsidenten Barriss gegenüber, findet in den durch dasselbe bedrohten Staaten von Centralamerika lebhafte Zustimmung. Verloosungen. Badische 35 fl.⸗Loose von 1845. Serien⸗ ziehung am 28. Februar 1885. Gezogene Serien: Nr. 2 156 165 184 234 279 289 676 741 762 793 812 940 1050 1179 1288 1348 1422 1437 1442 1472 1502 1692 1729 1748 1768 1769 1788 1791 1809 1995 2046 2065 2090 2114 2165 2185 2259 2289 2335 2366 2445 2462 2466 2474 2485 2605 2661 2669 2699 2742 2805 2806 2809 2866 2890 2921 2926 2940 2944 2992 2999 3013 3062 3124 3128 3201 3216 3236 3246 3274 0 34.5 3428 3730 3822 4034 4057 4118 4155 4289 4387 4441 4561 4580 4601 4620 4688 4746 4814 4819 4837 4846 4860 4866 4868 4922 5022 5278 5345 5452 5478 5543 5569 5582 5618 5817 5990 6037 6051 6087 6093 6168 6399 6548 6555 6570 6587 6629 6636 6679 6709 6755 6814 6859 6877 6896 6900 6952 6960 6988 6993 7049 7117 7235 7428 7431 7458 7477 7643 7565 7611 7618 7693 7742 7765 7795 7813 7850 7903. Die Gewinn-Ziehung findet am 31. März 18885 statt. Augsburg, Stadt, 7 fl.⸗Loose von 1864. Gewinnziehung am 1. März 1885. Heimzahlung sofort. Serle 600 Nr. 32 6000 fl. S. 1102 Nr. 97 1000 fl. S. 128 Nr. 89, S. 339 Nr. 16, S. 1437 Nr. 28, S. 1718 Nr. 61, S. 2035 Nr. 19* 100 fl Nr. 95, S. 557 Nr. 68, S. 580 Nr. 95, S. 600 Nr. 5, S. 954 Nr. 26 99, S. 1103 Nr. 18 47, S. 1415 Nr. 59, S. 2058 Nr. 62 à 50 fl. S. 1 Nr. 29 56 59 S. 128 Nr. 35 65 72, S. 339 Nr. 9 20 32 35 39, S. 409 Nr. 14 34 92 95, S. 444 Nr. 7 79 95 97, S. 557 Nr. 34 38 45, S. 600 Nr. 16 45 46 90, S. 927 Nr. 1 7 21 58 67, S. 954 Nr. 47, S. 1102 Nr. 22 81, S. 1103 Nr. 29 54 56 58 72 89 90, S. 1191 Nr. 9 19 32 49 57 59 68 90, S. 1370 Nr. 16 18 36 56, S. 1415 Nr. 11 26 42 87, S. 1437 Nr. 10 77 80, S. 1682 Nr. 9 43, S. 1718 Nr. 23 36 76, S. 2035 Nr. 13 22 34 65 98, S. 2058 Nr. 26 58 68 à 30 fl. Auf alle übrigen in den am 1. Febr. 1885 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von 9 fl. Bayerische 100 Thlr.⸗Loose vom Jahre 1866. Ziehung am 2. März 1885. Gezogene Serien: Nr. 2 38 81 88 128 131 230 292 326 341 373 508 528 562 604 704 775 843 903 972 986 996 1048 1063 1147 1213 1248 1259 1341 1375 1411 1498 1691 1703 1764 1826 1837 1840 1938 2047 2122 2150 2219 2236 2307 2309 231223212377 2885 2415 2424 2555 2592 2665 2731 2784 2802 3018 3021 30513165. Die Praͤmten⸗ Ziehung findet am 1. Mai d. J. statt. Braunschwelg, 2. März. Serlenztehung der Braunschweigischen 20 Thaler Loose: Nr. 200 436 1012 1186 1203 1558 1686 2522 2681 2712 2924 3178 3601 3872 4187 4988 4998 5231 548) 5576 5690 7099 7428 7485 7529 7560 7820 7881 8101 8126 8506 8522 9318 9414 9636 9956. Oesterelchische 100-fl.-Loose vom Jahre 1864. Ziehung am 2. März. Auszahlung am(. Juni 1885. Gezogene Serien: 28 98 191 514 563 717 791 843 919 955 1439 1587 1588 1675 1681 1727 1871 1893 2230 2600 2765 2777 2792 2800 2984 3007. Gewinne: S. 519 Nr. 52 150,000 fl. S. 2800 Nr. 59 20,000 fl. S. 2777 Nr. 73 10,000 fl. S. 1587 Nr. 81, S. 3007 Nr. 61 à 5000 fl. S. 1681 Nr. 61, S. 1727 Nr. 69 à 2000 fl. S. 98 Nr. 27, S. 791 Nr. 15, S. 919 Nr. 58 4 1000. S. 28 Nr. 8 13 69, S. 98 Nr. 3, S. 191 Nr. 63, S. 514 Nr. 21, S. 563 Nr. 42 47 88 9%, S. 717 Nr. 91, S. 791 Nr. 34 47 51 88, S. 919 Nr. 85, S. 955 Nr. 36 45, S. 1587 Nr. 30, S. 1588 Nr. 35, S. 1675 Nr. 2 20, S. 1681 Nr. 71 78 96, S. 1727 Nr. 56, S. 1893 Nr. 48 96, S. 2230 Nr. 69, S. 2765 Nr 58 73, S. 2777 Nr. 8 98, S. 2792 Nr. 22 37 48, S. 2800 Nr. 9 40, S. 2984 Nr. 32, S. 3007 Nr. 22 à 400 fl. Auf alle übrigen in obigen Serlen enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der gerlngste Gewinn von 200 fl. Wein⸗Etiquettes in über 100 Sorten von 35 Pf. per 100 Stück an bis zu den elegantesten vorräthig bei a Carl Bindernagel,. 3 in fol der Baue! ber J Burg id! Mili det Katb der Jlbe haln der bach, und der Erl und der hofe Ren