9 Coburg. Innen- Asche- ut Rettus u dbersendet 1885. Dienstag den 5. September. 2 109. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ö Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Ausübung der Fleischbeschau im Kreise Friedberg. Friedberg den 11. September 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie wollen berichten, wer als Fleischbeschauer und Stellvertreter in Ihren Gemeinden bestellt worden ist, und dabei bemerken, welches Gewerbe die betreffenden Personen betreiben. Betreffend: Die Revision der Neubauten. Dr. Braden. Friedberg den 12. September 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Vorlage der Revisiousberichte noch im Rückstande sind, wollen bis zum 1. October 1885 die mit den Revisionsbemerkungen versehenen Pläne einsenden. Im Falle sich Beanstandungen nicht ergeben haben, genügt ein Bericht hierüber. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Entwässerung der Grundstücke in den Fluren I- VII der Gemarkung Staden— Behufs Wahl dreier sachverständiger Mitglieder der Ausführungscommission und dreier Stellvertreter ist Termin auf Mittwoch den 30. September 1885, Vormittags von 10—12 Uhr, anberaumt. zu enthalten haben wird. vertreter eintreten. Friedberg den 11. September 1885. Zur Wahl berechtigt sind sämmtliche in dem auf dem Bürgermeistereibureau drei Tage vorher offen liegenden Verzeichnisse aufgeführten Grundbesitzer. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel von denen jeder sechs Namen Die drei Höchstbestimmten werden als ordentliche Commissionsmitglieder, die drei Nächsthöchstbestimmten als Stell— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Verloosung Großherzoglich Hessischer Staatsschuldverschreibungen für 1885/86. In Gemäßheit der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen sind für das Etats— jahr 1885/86 folgende Staatsschuldverschreibungen auf den 31. Dezember 1885 zur Rückzahlung berufen worden: Die verloosten Aprocentigen Staatsrenten⸗ Obligationen: a) d. d. 1. März 1879: Lit. A Nr. 2341, 2342, 3045 bis 3050 à 1000 M. b) d. d. 2. Januar 1881: Nr. 91 bis 93 à 2000 M. Nr. 1429 bis 1434, 1501 bis 1506 à 1000 M. Nr. 2843 bis 2854 à 500 M. Nr. 3901 bis 3930 à 200 M. Wir setzen die Inhaber dieser Staatsschuldverschreibungen hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß, die Nominalbeträge derselben zwischen dem 22. und 31. Dezember 1885 gegen Rückgabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zinscoupons nebst Talons ber Hauptstaatskasse dahier oder für deren Rechnung bei dem Bankhaus M. A. v. Rothschild& Söhne zu Frankfurt a. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben in Gemäßheit des Art. 3 des Gesetzes vom 16. Jult 1833 vom 1. Januar 1886 an nicht mehr verzinst werden und in Folge davon die nach dem Rückzahlungstermin noch eingelöst werdenden Zinscoupons von den bereits verloosten Obligationen an dem Kapitalbetrag dieser Obligationen selbst in Abzug gebracht werden. Von den bereits fruher verloosten und gekündigten Großherzoglich Hessischen Staatsschuldverschreibungen und bezw. Parttalschuldscheinen à 50 fl. sind noch rückständig: 1. Die 3½procentigen Staatsstraßenbau-Obligationen: Lit. 4 Nr. 1483 und 1519 vom 1. April 1838 à 100 fl., verloost pro 1. Januar 1879. 2. Die 3 procentige Provinzialstraßeubau-Obligation: Lit. C Nr. 1070 1. Juli 1882. Lit. A Nr. 591 vom 1. Januar 1825 à 1000 fl. Aus der Ver⸗ loosung pro 1. Januar 1885: Lit. C Nr. 518 vom 1. März 1879 à 200 M. Nr. 1954, 2937, 2938 vom 2. Januar 1881 2 500 M. „4. Die Aprocentigen Eisenbahn-Obligationen: Aus der Kündigung pro 1. Juni 1880: Nr. 2540“ vom 1. Juli 1843 und 9091 vom 1. Juli 1846 à 500 fl. Nr. 12861 vom 1. Juli 1846 à 200 fl. Von dem Anlehen vom 1. Juni 1876: Aus der Kündigung pro 1. September 1880: Nr. 42162, 42163, 43278, 43350, 43351, 44069 à 200 M. Aus der Kündigung pro 15. Juni 1881: Nr. 45480 à 200 M. Aus der Kündigung pro 15. November 1881: Nr. 252 à 2000 M. Nr. 15863, 15982 à 500 M. Nr. 46686 à 200 M. 5. Die Großherzoglich Hessischen Partialschuldscheine(Loose) à 50 fl. Aus der 38. Verloosung vom 2./9. Januar 1874: Nr. 123598“ 4 165 fl. Aus der 40. Verloosung vom 3./8. Januar 1876: Nr. 37364 à 200 fl. Nr. 85799, 110417 à 180 fl. Nr. 11894, 54051, 54615 4 172 fl. Nr. 21532, 42601, 82269, 104432, 105033, 123503, 129602 K 170 fl. Nr. 4289, 5989, 37758, 42606, 78419, 85732, 107910, 117729, 129873 à 167 fl. * Schließlich bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in Gemäß— heit des Amortisationsgesetzes vom 20. Juli 1858 binsichtlich der Jyproeentigen Staatseisenbahn Obligation Nr. 2540 vom 1. Juli 1843 über 590 fl. und des Partialschuldscheines Nr. 123503 à 50 fl. das Amortisationsverfahren eingeleitet und Zahlungssperre verfügt worden ist. Darmstadt den 27. August 1885. vom 1. Juli 1838 à 500 fl., verloost pro 1. Januar 1885. 3. Die 4procentigen Staatsrenten-Obligationen: Aus der Kündigung pro Großherzogliche Staatsschulden Commission: Michell. Schleiermacher. Best. Deutsches Reich. Darmstadt. Anläßlich des Geburtstages des Großherzogs wurde eine große Menge Charakter-Ertheilungen, Decorationen und sonstige Auszeichnungen angeordnet, zu deren Aufführung uns leider der Raum fehlt. Für unseren Leserkreis bemerken wir nur, daß Kreis— schulinspektor Schmidt in Friedberg den Charakter als„Schulrath“ erhielt. — Der Ministerial-Registratur Assistent Schilling wurde zum Ministerial-Registrator ernannt. Berlin, 11. Sept. Zuverlässigen Jufor— mationen zufolge ist ein Courier der spanischen Regierung an Graf Benomar, den spanischen Gesandten am Berliner Hofe, unterwegs, welcher die Entschuldigung der Madrider Regierung wegen der Beleidigung der deutschen Gesandt— schaft, und Vorschläge für eine Genugthuung überbringt. Erst nach Erledigung dieser for— mellen Angelegenheit wird die Verhandlung über die materielle Frage zwischen Deutschland und Spanien aufgenommen werden konnen. — Wie verlautet, werden die preußischen Landtagswahlen wahrscheinlich im ersten Drittel des November vorgenommen werden. — 12. Sept. Der Reichskanzler kommt in der nächsten Woche nach Berlin und geht dann nach Friedrichsruhe. — Der Bundesrath wird ohne Zweifel die Ausführungsbestimmungen zum Börsensteuergesetz unverändert annehmen, da, wie schon gemeldet, vor der Berathung der Ausschüsse eine Verstän— digung mit den Einzel-Regierungen erfolgt ist. In derselben Sitzung, der ersten nach den Ferien, wird der Bundesrath noch Entscheidungen über die Organisation der Berufsgenossenschaften treffen und schließlich sich über die Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes über Berlin, Pots— dam und Hamburg-Altona bis zum 30. Sep— tember 1886 schlüssig machen. Der Bundesrath wird ferner die Frage in Erwägung ziehen, ob, wenn bis dahin die socialpolitischen Gesetze in Kraft getreten, nicht das Socialistengesetz über— haupt aufzugeben sei. Bekanntlich ist dasselbe ohnehin nur bis zu diesem Termine verlängert worden. — In nächster Zeit werden einige Con— ferenzen zwischen den betheiligten Ministerien statifinden wegen Erlasses provisorischer Aus— führungsbestimmungen zum Huene'schen Gesetze. Zunächst werden hierbei jedoch formelle Zweifel 1 100 zu lösen sein, welche bezüglich der Wirkung des Gesetzes auf die bestehenden Vorschriften über die Kreis- und Gemeinde-Besteuerung erwachsen sind; ferner sollen die Directiven festgestellt werden, welche den Kreis- und Gemeinde-Auf— sichtsbehörden bezüglich der ihnen obliegenden Prüfung der Kreis- und Gemeindebeschlüsse wegen Verwendung der Ueberweisungs- Beträge zur Erleichterung der Schul- und Armenlasten zu geben sind. Bei dem Umstande, daß die Kreise mit den Schul- und Armenlasten keinen organi— schen Zusammenhaug haben, ist es höͤchst schwierig, geeignete Grundlagen für eine positive Einwirk— ung der Aufsichtsbehörden zu gewinnen; vermuth— lich wird man sich deshalb darauf beschränken müssen Vorschriften darüber zu erlassen, in welchen Fällen die Genehmigung versagt werden soll. — Der„Reichsanzeiger“ dementirt die Nach— richt einiger Zeitungen vom Untergange des Dampfers„Nachtigall“. Der Dampfer liege in Falmouth, sei seetüchtig, werde aber wegen der vorgerückten Jahreszeit erst im Frühjahr 1886 seine Reise nach Westafrika antreten. — 13. Sept. Der frühere Finanzminister Bitter ist im 73. Lebensjahre gestern plötzlich gestorben. Bonn, 10. Sept. Prinz Bernhard zu Sachsen-Weimar ist der„Bonner Zeitung“ zu— folge gestern von Jülich hier wieder eingetroffen. Dank seiner vorzüglichen Constitution hat sich der Prinz in fast unglaublichey Weise von seinen lebensgefährlichen Verletzungen erholt, die in einem Schädelbruch, einem doppelten Kiefer— bruch, einer starken Verletzung der Rückenwirbel— säule und einer Quetschung der Brust bestanden. Er begibt sich morgen nach Heidelberg, um sich dort weiter von dem Professor Chelius behan— deln zu lassen. Königstein(Taunus), 10. Sept. Der König von Rumänien, welcher, wie man böͤrt, an den Folgen des in Bukarest sehr häufigen Wechselfiebers litt, hat jetzt ein blühendes Aus— sehen; er bewegt sich viel in unseren Wäldern und Bergen. Auch die anderen fürstlichen Per— sonen fühlen sich wohl. Man bofft auf deren Rückkehr im nächsten Jahre. Die rumänischen Majestäten verlassen uns am 19. oder 20. d. M. und geben sich dann in München ein Rendez— vous mit ihren Verwandten. Von München geht ihre Reise über Wien nach Bukarest weiter. Der Kornprinz von Schweden und der Prinz Nikolas von Nassau sind heute hier eingetroffen. Karlsruhe, 11. Sept. Die Kaiserparade bei Beiertheim verlief glänzend. Der Kaiser traf um 10 Uhr ein, begleitet von dem Groß— herzog, dem Kronprinzen, den badischen und den preußischen Prinzen und riesiger Suite, und fuhr sämmtliche Treffen entlang. Während des De— filirens blieb der Kaiser über eine Stunde im Wagen stehend. Der Großherzog und die ba— dischen Prinzen führten ihre Regimenter per— sönlich vor. Schließlich fuhr der Kaiser langsam die Front der badischen Kriegervereine entlang. Die Kaiserin wohnte im Wagen an, die Groß— herzogin und die Kronprinzessin Victoria er— schienen zu Pferde. Der Erbgroßherzog führte das erste Bataillon der Leibgrenadiere. Prinz Ludwig war in dem gleichen Regiment einge— treten. Das Wetter war anfangs günstig, später trat Regen mit Sturm ein.— 12. Sept. Gestern Abend fand große militärische Hoftafel statt; geladen waren außer den Fürstlichkeiten sämmt⸗ liche Generale und Stabsoffiziere des vierzehnten Armeecorps und die fremdherrlichen Offiziere. Der Kronprinz, die preußischen Prinzen und Prinz Arnulph von Bayern wohnten der Fest— vorstellung im Theater bei. Das Wetter ist heute etwas besser, der Himmel ist bedeckt, doch ist die Luft trocken. Das heutige Kaisermanöver wurde wegen ungünstiger Witterung abbestellt; die Truppen wurden vom Manöverfeld zurück— berufen. Der Kasser ist, trotz der gestrigen Strapazen, vollkommen wohl.— 13. Sept. Der Kaiser wohnte mit den badischen Herr— schaften, sämmtlichen Prinzen, Suiten und den fremden Offizieren gestern Abend den 3 letzten Akten der Oper„Carmen“ an. Ein auserlesenes; Publikum bereitete dem Kaiser und den übrigen Herrschaften einen stürmischen Empfang. Der Kaiser dankte wiederholt, an der Brüstung stehend. Das gestern abgesagte Manöver findet am Montag statt. Ausland. Dänemark. Kopenhagen, 11. Sept. Die russische Kaiserfamilie und die dänische Königs— familie trafen heute aus Fredensborg hier ein und fuhren durch die reich beflaggten Straßen nach der russischen Kapelle, um anläßlich des Namenstages des Kaisers der dort stattfindenden Messe beizuwohnen. Nach der Messe wurde an Bord des„Dershava“ das Frühstücks eingenommen. Frankreich. Paris, 13. Sept. Das „Petit⸗Journal“ erfährt, Marokko habe die an der Grenze der Sahara gelegene unabhängige, aber Marokko tributpflichtige Oase Figuig, welche den Unzufriedenen und Auffständischen stets als Zufluchtsort diente, an Frankreich abgetreten. Großbritannien. London, 11. Sept. Auf der Staatswerfte in Portsmouth lief gestern ein Befehl der Admiralität ein, sofort mit dem Bau eines neuen mächtigen, gepanzerten Thurm— schiffes von 12,000 Tonnen Tragkraft zu beginnen. Spanien. Madrid. Ueber die Situation in Spanien wird im Allgemeinen wenig bekannt; indessen sickert doch dann und wann eine Nach— richt durch, welche allerdings, wie die letzte, Schlimmeres befürchten läßt, als wir bisher an— zunehmen geneigt waren. So hat am 9. Sept. in Madrid ein Pronunciamento des Regimentes der Königin stattgefunden. Trotzdem die spanische Regierung alle darauf bezüglichen Depeschen unter— drückt, ist an der Thatsache selbst nicht zu zweifeln. Wenn aber die Bewegung das Heer ergreift, wenn mißvergnügte oder republikanische Generale und soustige Offiziere die allgemeine Verwirrung benutzen, um das Heer zu revoltiren, so tritt damit ein neues Element in die Bewegung ein, welches leicht für die Monarchie und den König verhängnißvoll werden könnte. Die Regierung, welche entschlossen ist, auf alle Fälle den Krieg zu vermeiden, soll strenge militärische Maßregeln getroffen haben, um jeden eutstehenden Militär— aufstand im Keime zu erdrücken. Hoffen wir, daß es ihr gelingen und daß das junge Königthum ungefährdet aus der Krisis hervorgehen moͤge. — 12. Sept. Der deutsche Gesandte Graf Solms wurde beim gestrigen Empfang im könig— lichen Palais anläßlich des Namensfestes der Prinzessin von Asturien vom Könige herzlichst begrüßt. Rußland. Petersburg, 13. Sept. Gegen— über anderweitigen Meldungen mehrerer Blätter über politische Trausactionen, welche zwischen Rußland und Korea abgeschlossen sein sollen, kann das„Journal de St. Petersbourg“ gegen— wärtig versichern, daß dieselben absolut unrichtig sind. Rußland habe mit Korea nichts anders als eine Handelscouvention abgeschlossen, welche in sämmtlichen Punkten analog denjenigen sei, wie sie andere Mächte z. B. England und Deutschland erlangt hätten. Egypten. Kairo, 9. Sept. Wenn man der Regierung des Khedive Glauben schenken darf, so wäre der Aufstand im Sudan, trotz des Vorrückens der Armee der Derwische nach Norden, im Niedergange. Der Mudir von Sennaar soll sogar zu einer energischen Hand— lungsweise gegenüber den Rebellen im Sudan übergegangen sein, indem er im Namen des Khedive die Garnison von Khartum zur Ueber— gabe aufforderte, und seine Absicht ankündigte, im Weigerungsfalle den Platz stürmen zu wollen. Aus Suakin entsandte Spione bestätigen die Meldung von dem Tode Osman Digma's. Indien. Bombay. Die Regierung von Mysore trifft alle Vorbereitungen, um einer Hungersnoth vorzubeugen. Der Regenmangel verursacht in Dekkan lebhafte Besorgniß. Amerika. Winnipeg, 11. Sept. Der Appellhof in Manitoba wies den Appell Louis Riel's zurück und bestätigte das Todesurtheil, welches wahrscheinlich am 18. Oct. vollstreckt wird. Aus Stadt und Land. Friedberg, 12. Sept. Anläßlich des Geburts— tages des Großherzogs fand heute im Hötel Trapp ein sehr gut besuchtes Festessen statt. Kreitsrath Dr. Braden brachte den Toast auf S. K. H. den Großherzog aus, in den die Anwesenden jubelnd einstimmten. Die öffent⸗ lichen und zahlreiche private Gebäude hatten geflaggt. i. Friedberg. Der hiesige Bienenzüchter⸗ Verein, welcher dermalen über 50 Mitglieder zählt, beabsichtigt auch im kommenden Winter seine regelmäßigen Versammlungen je am ersten Samstag eines Monats in seinem Vereinslokale, bel Bierbrauer Rudelius dahier, Abends von 8 Uhr an abzuhalten. Die erste derselben fand bereits statt und zwar ausnahmsweise am vorigen Sonntag. In ihr hielt Seminarlehrer Süß einen Vor⸗ trag über die volkswirthschaftliche Bedeutung der Bienen⸗ zucht. In überaus schöner und fesselnder Weise schil⸗ derte Reoner die Vortheile der Bienenzucht in Beziehung auf Honig und Wachs, auf Beförderung der Frucht- und Körnerbildung, sowie auf ihre läuternde Einwirkung auf Zucht und Sitte des Volkes. Nach seiner Ansicht liefert ein gesunder Stock bet richtiger Behandlung in einem einigermaßen günstigen Jahre einen Reinertrag von ca. 10 M. Durch diese Angabe allein sei schon der Beweis geliefert, daß die Bienenzucht noch heutigen Tags umso mehr ein lohnendes Gewerbe sei, als sie weder Arbeits- kraft noch Kapital, noch Grund und Boden in nennens⸗ werthem Umfange auf Kosten eines andern Geschäfts in Anspruch nehme. Werde sie auch in letzterer Zeit in größerer Aus dehnung und in ratkonellerer Weise betrieben, so könnte doch noch mehr geschehen, um die Einfuhr fremden Honigs, die jetzt noch ungefähr 5 Milllon Mark jährlich betrage, zu verhindern, diese Summe Deutsch— land zu erhalten und dadurch zur Hebung des Wohl— standes beizutragen. Nicht minder nutzbringend hielt Redner die Bienenzucht in Bezug auf Frucht- und Körner⸗ bildung. Die Ansicht, daß die Entnahme des Honigs und Blumenstaubes den Pflanzen schade, sei durchaus irrig. Im Gegentheil beförderten die Bienen durch das Einsammeln von Honig und besonders des Blumenstaubes die Befruchtung der Pflanzen und die Frucht- und Körner— bildung in hohem Maße. Darwin habe nachgewiesen, daß 100 Stöcke weißen Klee's, welche den Bienen zu— gänglich waren, 2290 keimfähige Samenkörnchen lieferten, während 20 Stöcke, zu welchen den Bienen der Zutritt durch Netze verwehrt wurde, kein einziges Samenkorn ergaben. Ferner würde durch das Auflecken des Honigs aus den Blüthen und von den Blättern der Pflanzen auch das Gedeihen derselben selbst befördert. Manche Pflanze müßte im Honigsafte ersticken, wenn ihn nicht die Bienen aufsaugten, ohne daß sie dabei die weichen Fruchtaugen und Schößlinge zernagen oder ganz zer— stören, was von den meisten anderen Insekten geschehe. In ethischer Beziehung sei aber die Bienenzucht ein mäch— tiger Hebel zur Veredelung des Menschen. Die Biene gebe stets Anlaß zum denken, sie führe in die tiefsten Schachte göttlicher Gesetze. Sie fessele außerdem an's Haus und fasse damit die gesellschaftlichen Krebsschäden unserer Zeit an der Wurzel an. Der Bienenzüchter finde in der Be— schäftigung mit seinen Lieblingen trotz deren hin und wieder vorkommenden eigenartigen Liebkosungen Freude und Befriedigung und soviel Unterhaltung, daß er auf andere gerne verzichte. Allseitiger Beifall lohnte dem Redner, welcher gebeten wurde, den ebenso interessanten wie belehrenden Vortrag in einer Bienenzeitung zu ver— öffentlichen. s. Hartmanns hain. Vorletzten Sonntag fand ein Gesammtausflug des Vogelsberger Höhenelubs nach dem neuerbauten Aussichtsgerüst auf der Herchenhainer Höhe statt, an dem sich, trotz des sehr zweifelhaften Wetters, die Mitglieder der nächstgelegenen Seetionen sehr zahlreich betheiligten. Apotheker Seriba aus Schotten übergab im Namen des Centralausschusses in kurzen, aber kernigen Worten das Gerüst dem Schutze des Publikums und schloß mit einem Hoch auf den Protektor des Clubs, unsern Großherzog. Gemüthliches Zusammensein im Saale des Bürgermeisters Weidner zu Herchenhain reihte sich an die Einweihungsfeier. Hier gedachte Lehrer Laubinger von Herchenhain in einer längeren, sehr ge— diegenen Rede des segens reichen Wirkens des Central— ausschusses, welchem das Entstehen des schönen Gerüstes zu verdanken sei und beleuchtete zugleich die Vorzüge, die dasselbe den Bewohnern der nahe gelegenen Ort schaften sowohl, als auch den Touristen gewährt. Redner schloß mit einem Hoch auf die Mitglieder des Central— ausschusses. Postverwalter Cellarkus erwiederte hierauf dankend dem Vorredner, daß nur durch ein Zusammen— wirken sämmtlicher Mitgleider Großes geschaffen werden könne und gedachte besonders des Gemeindevorstandes, sowie der Einwohner zu Herchenhaln, welche das Holz zu dem Bau kostenfret auf die Höhe geschafft haben. Allgemeine Gesänge und geschickt ausgeführte Lieder— vorträge des Gesangvereins zu Herchenhain unter ihrem Dirigenten Lehrer Laubinger würzten die Feier. Mainz. Dreihundert Mark Belohnung sind nun durch das hiesige Untersuchungsgericht für Denjenigen ausgesetzt, welcher die fehlenden Körpertheile, Kopf, Arme und Beine, zu der am 27. August im Rbeine auf— gefundenen männlichen Leiche, oder die bunte Reise— tasche auffindet, mit welcher der muthmaßliche Mörder G. Friedrich Herbst am Tage nach der That hier wieder— holt gesehen worden ist. In der Untersuchung hat sich ein weiteres wichtiges Indieium dafür ergeben, daß der ermordete Mann der Schuhmacher Wothe und daß der inhaftirte Schustergeselle Herbst dessen Mörder ist. In der Arrestzelle zu Laubenheim, woselbst Herbst bekanntlich in der Nacht nach den Mordthaten untergebracht war, fanden sich nämlich, in einer Maueröffnung versteckt, zwei Fingerringe vor, die als Wothe's Eigenthum agnosecixt wurden. Herbst hatte dieselben offendar dem von ihm ermordeten Wothe abgezogen und solche nach seiner In— haftnahme aus Furcht vor Entdeckung im Gefängniß verborgen. Ebenso fanden sich zwei Schlüssel, die als Wothe's Eigenthum agnoseirt wurden. Dem„M. J.“ zufolge hat sich ergeben, daß der eine der gefundenen Schlüͤssel der Hausschlüssel und der andere der Zimmer⸗ schlüssel zu Wothe's Wohnung ist. Im Weiteren ist nach zuverlässigem Vernehmen durch die Untersuchung Folgendes festgestellt worden: 1. daß Herbst am Abende der That zwischen 8 und 9 Uhr allein die Wothe'sche Wohnung betreten und daß man bald darauf einen heftigen Schrei aus derselben gehört hat; 2. daß sich die Ehefrau Wothe in der kritischen Zeit außer Hause befand, ihrem Gewerbe nachgehend; 3. daß dieselbe beim Eintritt ins Haus nach einer Wirthschaft verwiesen wurde, woselbst sie von Herbst und ihrem Mann erwartet werde; 4. daß sie in dieser Wirthschaft mit Herbst zusammengekommen ist und mit Letzterem ein vertrautes Gespräch im Flüsterton geführt hat, dessen Inhalt die Ehefrau Wothe heftig zu beunruhigen schien; 5. daß die Wothe die Wirthschaft in Gesellschaft des Herbst verlassen und sich mit Letzterem nach ihrer Behausung begeben hat; 6. daß der ermordete Mann im Bette liegend, und zwar eher als die Frau, umgebracht und dann im Zimmer zerschnitten worden ist, wobei die Frau geholfen haben muß; 7. daß die Ehefrau Wothe später, in den Kleidern und außer Bett und zwar durch einen wuchtigen Hieb auf den Hinterkopf, getoͤdtet und darauf erst auf das Bett gelegt worden ist. geldung elfe liz“ mie 5 der Ine mann Nemand wut, 5210 solffer Hob storben. g doris berschie zuklelnette J lach der Prot —— Was zu Peränder Sternhimme iu erkennen, als ein ur nehreren 2 furzen Mitt 30. August uu Winkel! leinen Fer Androme löͤthlicher nem noch vie Dr. 7 warte an in iel beri wig aus 2 eingetroffen des großen stern 7. Dr. Lam theilt, da l. Septer Stern schi 05 wird gleichung stuͤheren 1 der Annal fallende u. ige.“— Ada gehõ Objekten d kiste Nebel Afronomie Mittwoch zelötendt öffentlich m Die Ver dierecklgen Feldgemart welse und Friedb der er Allerlei. Berlin. Die preußtische Generalsynode, welche am 10. Oetober zusammentritt, wird sich hauptsächlich be— schäftigen mit der Neuregelung des Diensteinkommens der Geistlichen, mit der Aenderung der preußischen Pfarr— wahlordnung, der Regelung des kirchlichen Reliktenwesens, der Neuordnuntz des Verfahrens bei Diseiplinar-Unter— suchungen, mit dem Erlaß einer neuen kirchlichen Ver— waltungsordnung, sowie endlich mit den Verordnungen über das Dienstalter der Geistlichen und deren nach— trägliche Beitritt zum landeskirchlichen Pensionsfonds. Fredertkshaven, 10. Sept. Zufolge weiterer Meldung erfolgte der Zusammenstoß des deutschen Aviso's „Blitz“ mit dem englischen Dampfer„Oakland“ nördlich von der Insel Laesöe, 8,5 Seemeilen südsüdwestlich vom Feuerschiff bet Trindeln, in Folge eines falschen Manövers des„Oakland“, der sofort sank. Von der 17 Mann starken Besatzung des„Oakland“ konnten nur zwei ge rettet werden, der Steuermann Napier und der Boots mann Batty. Der Aviso„Blitz“ blieb völlig unbeschädigt, Niemand wurde verletzt. Paris. Der in den weitesten Kreisen bekannte Luft schiffer Godard ist in Saint-Quen nach langem Leiden gestorben. Godard fertigte während der Belagerung von Paris verschiedene Ballons an, welche Personen und verkleinerte Zeltungen, Briefe ꝛc. aus der Hauptstadt nach der Provinz beförderten. Himmelserscheinung. Was zuvor noch Niemals gelungen ist, die Veränderung eines Nebelflecks am Sternhimmel im Laufe der Zeit mit Sicherheit zu erkennen, das hat sich endlich in diesen Tagen als ein unerhoͤrtes Ereigniß vollzogen. Von mehreren Seiten sind darüber schon die ersten kurzen Mittheilungen ergangen. Am Abend des 30. August beobachtetete Freiherr von Spießen zu Winkel im Rheingau um 9½½ Uhr mit einem kleinen Fernrohr von 3½ Zoll Oeffnung im Andromeda-Nebel einen hellen Stern von töthlicher Farbe, der auch im Sucher(also einem noch kleineren Fernrohr) sichtbar war, wie Dr. Deichmüller von der Bonner Stern— warte an die Centralstelle für astron. Telegr. in Kiel berichtet. Ferner ist daselbst von Dr. Hart— wig aus Dorpat die Nachricht vom 31. August eingetroffen:„Höchst merkwürdige Veränderung des großen Andromeda-Nebels. Fixsternartiger Kern 7. Größe.“— Außerdem wird noch von Dr. Lamp von der Kieler Sternwarte mitge— theilt, daß die Erscheinung am 31. August und 1. September auch dort beobachtet wurde. Der Stern schien an Helligkeit zugenommen zu haben. Es wird dabei noch erwähnt,„daß die Ver— gleichung der jetzigen Nebelgestalt mit einer früheren vorzüglichen Zeichnung im 8. Bande der Annalen des Harvard⸗College eine auf— fallende und höchst merkwürdige Veränderung zeige.“— Dieser große Nebelfleck der Andro— meda gehört bekanntlich zu den vorzüglichsten Objekten der Art am Himmel. Es ist auch der a. Nebelfleck, von dem in der Geschichte der Astronomie eine Erwähnung geschieht, und zwar 2 (nach einer Mittheilung der„N. A. Z) von dem persischen Astronomen Al-Susi im 10. Jahr— hundert, der ihn also mit bloßen Augen als Nebelfleck erkannte. Später, nach der Erfindung der Fernrohre, beschreibt ihn Simon Marius (Mayr) zu Ansbach im Jahre 1612 und ver— gleicht die Erscheinung mit einem Kerzenlichte, durch eine Hornscheibe gesehen. Die spectrosko— pischen Untersuchungen unserer Zeit ergaben keine hellen Linien, so daß dieser Nebel nicht, wie einige andere, sich als Gasmasse zu erkennen gibt, sondern aus festen Körpern bestehen wird; auch ist durch große Fernrohre schon eine Menge sehr kleiner Sterne darin aufgefunden worden. Die Länge des Nebels wird auf 2½ Grad ge— schätzt, seine größte Breite in der Mitte etwas mehr als ein Grad. Er ist leicht am Himmel aufzufinden jetzt des Abends an der Ostseite, über dem mittleren Stern(8) der Andromeda, etwa 8 Grad davon entfernt, wo er mit drei anderen Sternen, zwei helleren und einem schwächeren, ein unregelmäßiges Viereck bildet. Es wird gewiß von Interesse sein, daß recht viele Beobachter, auch mit kleineren Fernrohren, die Erscheinung weiter verfolgen, besonders da es sich vielleicht um einen Zustand handelt, der möglicher Weise bald wieder verschwindet, ähnlich der seltenen Erscheinung eines neuen Fißxsterns, der nur sehr kurze Zeit sichtbar blieb, wenn er auch hell genug wurde, um mit bloßem Auge gesehen zu werden. In höherem Maße handelt es sich bei dem gegegenwärtigen Falle um die Vorgänge, welche den Zustand einer fernen Welt verändern. Verloosung. Pappenheimer 7 fl.⸗Loose von 1864. Ge winnziehung vom 1. Sept. 1885. Heimzahlung am 1 Bez 1885 S. 255 Nr. 3 7000 fl. S. 41 Nr. 18, S. 4895 Nr. 19 a 450 fl. S. 370 Nr. 11, S. 5210 N, S. 5201 Nr. 20 8 100 fl. S. 151 Nr. 16, S. 1618 Nr. 9, S. 2350 Nr. 2, S. 3460 Nr. 13, S. 4106 Nr. 20, S. 4473 Nr. 3, S. 4759 Nr. 10& 40 fl. S. 521 Nr. 18, S. 1709 Nr. 14, S. 1990 Nr. 7, S. 2938 Nr. 13, S. 3930 Nr. 11, S. 4320 Nr. 9, S. 4374 Nr. 11, S. 4415 Nr. 14, S. 5017 Nr. 8, S. 5159 Nr. 4, S. 5346 Nr. 1, S. 6882 Nr. 5 a 30 fl. S. 2193 Nr. 19, S. 2350 Nr. 13, S. 3982 Nr. 1, S. 4169 Nr. 6, S. 4328 Nr. 4, S. 4374 Nr. 110 20, S. 4410 Nr. 11, S. 4430 Nr. 13, S. 4895 Nr. 12, S. 5016 Nr. 3, S. 5159 Nr. 6, S. 5291 Nr. 2, S. 5540 Nr. 17, S. 5975 Nr. 16, S. 6069 Nr. 18, S. 6083 Nr. 17, S. 6126 Nr. 13, S. 7009 Nr. 14 a 15 fl. Auf alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 8 fl. Handel und Verkehr. Friedberg, 12. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80 0.90, Eier 2 St. 13 Pf. Homburg, 12. Sept. Marktpretse. Kartoffeln per Malter(neue) M. 5—6, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. Frankfurt, 12. Sept. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markte kostete das Malter Kartoffeln M. 4— 5. Eier das Hundert M. 4.50 5.50. Butter im Großen M. 80-85, im Detail M. 1— 1.20. Einmachgurken das Hundert 60 Pf. bis M. 1, Weißkraut 15— 20 Pf., Rothkraut 25—30 Pf., Kohlkraut 12 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., Rosenkohl 90 Pf., Kohlrabi 3—4 Pf., Gelberüben der Pack 6 Pf., Spinat 30—50 Pf., Mäuse⸗ kartoffeln das Gescheid 25 Pf., Bohnen das Pfd. 12 bis 15 Pf., Kopfsalat 5 Pf, Endivien und Eskarol 6 bis 10 Pf., Romainsalat 15—20 Pf.— Fleisch. Ochsen⸗ fleisch 60-70 Pf., Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 50 bis 60 Pf., Kalbfleisch 50-60 Pf., Schweineflelsch 70 bis 75 Pf., Hammelfleisch 50—70 Pf.— Geflügel. 1 Hahn M. 1.20—2, 1 Huhn M. 1—2, 1 Ente M. 2.50 bis 3, 1 Gans M. 4—8, 1 Poularde M. 2.50—3, Capaun M. 3—4, Welsche M. 5— 10, Taube 40-60 Pf. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 15.: Herodias. Mittwoch den 16.: Die weiße Dame. Carnevalsfest. Außer Abonn. Donnerstag den 17.: Die Afrikanerin. Herr Sigelli als Gast. Freitag den 18.: Tell. Außer Abonn. Samstag den 19.: Lakmé. Sonntag den 20.: Der Prophet. Montag den 21.: Gasparone. Außer Abonn. Schauspielhaus. Dienstag den 15.: Die Schauspielerin. Mittwoch den 16.: Arria und Messalina. Donnerstag den 17.: Geschlossen. Freitag den 18. Neu einstudirt: Unsere Freunde. Louis Caussade: Herr Anton Roll als Gast. Samstag den 19.: Die Leibrente. Sonntag den 20.: Probepfeil. Montag den 21.: Unsere Freunde. Brodpreise vom 16. September bis 1. Oktober. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Hierauf: Ein Vasco de Gama: Freund Fritz Für Bad-Nauheim: Erste Sorte 2 Kilo 50 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 43 Pf. *„ 1 1„ 17 1 1 5 „„ 72„** 5 7e 5 Dritte Sorte Brod 2 Kilo 38 Pf. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Sept. bis 1. Oktober. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad-Nauheim: Per ½ Kilo. M. Pf. M. Pf. Ochsenfleisch— 70 Geräucherter Speck— 80 Kuh- oder Rindfleisch— 56 Schinken—— Kalbfleisch— 60 Leber- u. Blutwurst— 64 Hammelfleisch— 60 Schwartenmagen— 80 Nzerenfett— 40 Cervelatwurst 8 Schweinefleisch— 56 Fleischwurst— 80 Keil und Karre— 60 Bratwurst— 80 Dörrfleisch— 80 Schmalz, ausgel.,— 90 Solperfleisch— 60 unausgel.,— 80 Bei H. Aletter V. ksstet das ½ Kilo Fleischwurst 88 Pf. Bei H. Fritz Solperfleisch 64 Pf., Leber- und Blut wurst 68 Pf. Bei F. Graff Schwartenmagen 84 Pf., M. 1.10, 2. Qual. M. 1.05. Fleisch-Wurst 88 Pf., Brat-Wurst 88 Pf. Bet H. Klinkerfus Leber- und Blutwurst 60 Pf. Bei F. Langsdorf II. Leber- und Blutwurst 68 Pf. Obst Versteigerung zu Friedberg. Mittwoch den 16. September soll das der Stadt Friedberg gehörende Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen u. Zwetschen, öffentlich meistbletend versteigert werden. Die Versteigerung beginnt Vormittags 8 Uhr am sog. viereckigen Weiher und wird Nachmittags 2 Uhr in der Feldgemarkung fortgesetzt. Das Ausgebot erfolgt baum— weise und in der Feldgemarkung in Abtheilungen. Friedberg den 11. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. 3153 Steinhäußer. Obstversteigerung. Mittwoch den 16. September, Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Nodheim zustehende Obst, be— stehend in 10 Malter Acpfeln und 25 Malter Birnen, an Ort und Stelle meistbletend versteigert werden. Zusammenkunft ist an der Krelsstraße nach Holzhausen. Rodheim v. d. H. den 12. September 1885. Großherzogliche Bürgermelsterei Rodheim v. d. H. 3164 Jacobi. Aepfel-Versteigerung. Dienstag den 15. September l. J., ormittags 11 Uhr, sollen die hlesigen Gemeinde-Aepfel öffentlich meistbietend versteigert werden. Bruchenbrücken am 13. September 1885. 5 Großherzogliche Bürgermelsteret Bruchenbrücken. 3174 Wagner. Obstversteigerung. Das fiscalische Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen, Zwetschen und Nüssen, um die Burg Friedberg soll Donnerstag den 17. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, meist⸗ bietend verkauft und der Anfang im Hirschgraben gemacht werden. Ober-Ros bach den 14. September 1885. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 3179 Strack. ** Obst-Versteigerung. Donnerstag den 17. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll das hiesige gemeinheitliche Obst, Aepfel, Birnen und Zwetschen, abtheilungsweise auf Ort und Stelle ver— steigert werden. Sôödel am 13. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Söͤdel. Reitz. Nicht als Heilmittel, sondern als Unlversalmkttel zum täglichen Ge⸗ brauche im Interesse für Alle, denen an Erhaltung eines schönen, natürlichen Haupthaares und immer reiner, thätiger Kopfhaut etwas gelegen ist, empfiehlt man statt Oel oder Pomade C. Retter's Haarwasser(München), welches durch die ehrendsten Zeugnisse erster Autoritäten ausgezeichnet, besonders auch für Institute eindringlichst zu empfehlen ist. Zu haben um 40 Pf. und M. 1.10 bei J. Baumeister in Friedberg. 1007 * 2 0„billigster Quali⸗ Hosenträger a len Poriemohuaieg 3175 empflehlt billigst 2380 K.(Friedrich. Arbeus⸗Vergebung und Lieferung von Materialien in Bad⸗Nauheim. Samstag den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, findet auf hiesigem Rathhause die Versteigerung nachstehender Arbeit und Matexialien-Lieferung statt: IJ. Arbeit. Das Klopfen und Messen von Basalt- und M. Pf. Quarzitsteinen zum Eindecken der Park⸗ straße 200— II. Materialien⸗Lieferunßz. 25 ebm Basaltsteine, 8 bis 15 em stark, franeo Bad- Nauheim a M. 4.— 100— 25 ebm la Quarzitsteine, 8— 15 em stark, ab Bruch a M. 2.— 50— 10 ebm la Deckkies à M. 3.— 30— 2200 Stück hartgebrannte Russensteine à M. 19.— 41 80 6 Centner Schwarzkalk M. 1.20 9 1½ Tonnen la Portland⸗Cement 17— 2 ebm scharfen Mauersand à M. 4.— 8— 29 Meter Steingutrohre von 20 em l. W. à M. 2.70 78 30 1 Meter Rohr mit Krümmling von 15 om l. W. 2 30 M. 534. 60 Bad⸗Nauheim den 12. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Bad-Nauhelm. 3180 Woͤrner. Einen zur Zucht tauglichen, 15 Monat alten Faselochsen hat zu verkaufen Petterweil. 3065 Philipp Wall. Herbst Markt zu Münzenberg. Der diesjährige Herbstmarkt, verbunden mit Schweine⸗Markt wird Donnerstag den 17. September in herkömmlicher Weise abgehalten, wozu Verkäufer wie Käufer hierdurch eingeladen werden. Münzenberg den 11. September 1885. e Großherzogliche Bürgermeisterei Münzenberg. 3162 — n C 2 21 6 Landwirthschaftsschule zu Weilburg a. d. Lahn. Oeffentliche Prüfung zum Schluß des Sommersemesters 29. September. N für die Abtheilung der Anstalt, deren Abgangszeugnisse zugleich zum einjährig⸗ freiwilligen Militärdienst berech— tigen, am 12. Oetober, für die andere(Wimterkurse) 10. Oetober an Direktor Matzut in Weilburg, welcher auch Programme(kostenfrei) versendet und weitere Auskunft ertheilt. 3161 gez. V. Wurm, Regierungspräsident in Wiesbaden. Jäger. Das Wintersemester beginnt am 3. November.— Anmeldungen für beide bis zum (1321. Das Kuratorium: 1885 Versteigerungs⸗Anzeige. Mittwoch den 16. September l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden vor dem Rathhause zu Friedberg 1 Kleiderschrank, 1 Schreibkommode, verschiedene Mobilien aller Art, 2 Schweine, eirea 2 Morgen Kartoffeln gegen Baarzahlung zwangsweise versteigert— Friedberg den 10. September 1885. König, 3151 Gerichtsvollzieher. 3 Anweisung zur Rettung Unentgeltlich von Truuksucht mit auch ohne Wissen versendet M. C. Falkenberg. Berlin, (à 51/ B.) Rosenthalerstraße 62. 100te gerichtl. geprüfte Atteste. 3090 7 8 N 0 Ein junger Mann, der den Buchhandel mit allen Nebenzweigen gründlich erlernen will, kann in meine Buchhandlung eintreten. Parl Eludernagel. Geruchloses Fleckwasser à 30, 70 Pf., M.(. 20, Putzpomade 10, 15 und 25 Pf., Maschinenöl 25 und 40 Pf., Anilinfarben per Päckchen 15 Pf. 2181. A. Windecker, Friedberg. 3033 Für mein Tuch⸗ und Manufacturwaaren Geschäft suche ich 7 mit sehr guten einen L e h 1 in 14 Schulkenntnissen zum baldigen Eintritt. Butzbach. Wilhelm Hölzer. Rosen- Abfall- Seife in ganz vorzüglicher Qualität per Packet(3 Stück) 40 Pf. bei Apotheker Görtz. 2913 Kein Geheimmittel! 2977 7 2 6 3 von Franz Schulz Eisen 55 Chocolade Berlin, Hoflieferant. Von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet; pro Packet 75 Pf. mit Gebrauchs⸗Anweisung. Depot in der Mohren-Apotheke in Friedberg(Hessen). 8(H. 14495.) 3163 Für das Bureau einer größeren General-Agentur in Fraukfurt a. M. werden zwei junge Leute mit guter Schulbildung, welche sich der Afsecuranzbranche widmen wollen, als 1 Lehrlinge gesucht. Je nach den Leistungen findet schon vom ersten Jahre ab eine angemessene Dotirung statt. Nur schriftliche Offerten können Berücksichtigung finden. Dieselben sind unter R. P. 468 an die Central⸗ Annoncen Exped. von 6. L. Daube& 00. in Frankfurt am Main zu richten. 9 70 * 5 ö 5 5 Ein Zimmer mit Cabinel im mittleren Stock, nach der Straße gehend, hat mit oder ohne Möbel zu vermiethen P. Theis. 3075 1 Apfel mühle, Eine kleine neue welche einen Mann zum Drehen braucht, nebst einem ein— schraubigen neuen Kelterchen für die Haushaltung, steht billig zu verkaufen bei Georg Weckfort 3113 in Nieder⸗Eschbach. — 14 N. 77 Für Großhändler. In der Nähe von Bad⸗Nauheim ist eine große Parthie reifer Zwetschen baumweise, sowie per Centner zu ver⸗ Kein Geheimmittel! Eisen⸗Chocolade von Franz Schulz, Berlin, Hoflieferant. a 4 und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. Depot in der Mohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). kaufen. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3118 (H. 12884.) Von den Aerzten gegen Bleichsucht Holländische Voll- Häringe, Marinirte Häringe, Neue Russ. Sardinen, Neue Rollmöpse 3141 empfiehlt W. Bernbeck. Gesucht eine gute Qualität Milch, täglich 80 Liter. Bockenheim, Weserstraße Nr. 14. Gefunden ein grauer Pferdeteppich mit schwarzen und rothen Streifen auf der Chaussee von Friedberg nach Schwal— heim. Derselbe kann gegen Erstattung der Inserat— gebühren in Empfang genommen werden bei Schwalheim. Johannes Hensel III. 55 FCPCCCTCTCTCTCTCTbCTCCGCCCTTTTTT Ein Dienstmädchen, welches kochen kann, wird alsbald zu miethen gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 5 3133 Ein Junge von 14—16 Jahren, wird als Hausbursche gesucht. Näheres bei der Exped. des Anzeigers. 25 g 3184 In meinem neu erbauten Magazin beabsichtige einen Boden ganz oder getrennt zu vermiethen. 3076 P. Theis. Pergamentpapier 2123 3167 Für die Herbst- und Winter-Saison erlaube ich mir mein Stofflager, bestehend in reich assortirtes allen Neu⸗ helten, sowie das Anfertigen eleganter Herrenkleider nach Maaß in empfehlende Erinnerung zu bringen. Specialität im Anfertigen von Damenmänteln. Luowig Schmidt, 3091 1 5 Kaiserstraße. 2 Zwetschen kauft C. C. stullmann 3117 in Vilbel. Strickwolle empfiehlt billigst 3176 Heinrich. Diehl. Usagasse. Es kann Obst gekeltert werden e SGioeorg Philippi. Flische Repskuchen empfiehlt äußerst billig 76 ;ß,ß e eee e 20 bis 25 Centner Zwetschen at zu verkaufen 3160 Mel bach. Ph. Keller IV. Eine fteundliche Wohnung, 3—4 Zimmer, Wasserleitung nebst allem Zubehör, ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und alsbald zu be⸗ ziehen. Haagkstraße 535. 3171 Imcarnatklee frisch eingetroffen bei 3173 J. Baumeister Incarnat-Kleesamen ist frisch angekommen, per Pfund 25 Pf. 3170 1 18 Ph. Dan. Kümmich. Ein Pferd, unter 2 die Wahl, ein- und zweispännig gefahren, hat zu verkaufen Ober ⸗ Mörlen. Heinrich Schneider, Müller. Ein Rock wurde am 10. September auf dem Vieinalweg nach Bad—⸗ Nauheim durch die Saline verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben bet Fritz Graff in Bad⸗Nauheim abzugeben. Carl Bindernagel, 0 Friedberg— Bad Nauheim. 2 Prima Nepskuchen stets frisch von der Mühle empfiehlt äußerst billig 280 Ph. Dan. scüm mich. Für 2020 Für Brauer. Empfehle unter Garantie des besten Erfolges meine Klär Essenz, binnen 24 Stunden glanzfein wirkend. (H. 11659.) M. Milleder in Coburg. Der mittlere Stock meines Hauses ist anderweitig zu vermiethen. Frau Fillmar Wittwe. Steinerne Töpfe und Krüge in großer Auswahl bei 3142 W. Berubeck. Zm Reinigen van Bettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. vorräthig bei 3178 Kan Siebe in allen Sorten billigst bei Carl Damm, Usagasse. 100 Bun und Freunden hiermit die schmerz— 0 liche Mitthellung, daß unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, der evang. Pfarrer Eduard Hainer zu Dorheim, im 77. Lebensjahre stehend, heute Morgen um 9 Uhr nach langem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Dorheim den 14. September 1885. Im Namen der Hinterbliebenen: Hainer, Pfarrer zu Hungen. Die Beerdigung findet nächsten Mittwoch, Nachmittags 4 Uhr statt. 3181 Ein gut empfohlenes, gesetztes 72 Mädchen wird zu miethen gesucht. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. 3159 Die Pfandscheine Nr. 3618 u. 4787 wurden angeblich verloren. Ansprüche an die auf diese Nummern eingelegten Pfänder wolle man binnen 8 Tagen erheben, als sie sonst den Eigenthümern gegen Bezahlung der darauf haftenden Schuld überlassen werden. 3172 Schmidt, Pfandhausverwalter. Seidene Umknböpftücher Gott dem Allmächtigen hat es nach seinem weisen Rathschlusse gefallen, heute Morgen 5¼ Uhr! nach kurzem, aber schwerem und hartem Kampfe unser innigstgeliebtes und unvergeßliches Söhnchen 955 Johann Georg in einem zarten Alter von 1 Jahr 7 Monat und 16 Tage zu sich zu nehmen. 5 Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Eltern und Geschwister: 3168 Adam Demmerling und Frau. N Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 230 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. Druck und Verlag von Carl Btindernagel, (Hierzu Praktischer Rathgeber fuͤr Landwirthe Nr. 9.) 3166 Wird hie Die enen Annon Pinter erstreckt Landwirt gewähren belehrend die obere die Kenn! beträgt f Dr. Tobi meisterel 51 Dr. B Betreff 0 die Acke hierbei, aus wel Betreff Cultur vier W herzogli 10½ l tragen bewirkt stücke g aufgefüs Erkläru spatester jenigen, der Aus säumniß Jonst el Kosten offen g — Da Prinz Ueutene Hertel Reglern lebend eim, f cums Offtein übertrag nüge au wurde und de schloß, des J verlieh Staate sind di und d Gina iim anti