185 ik en el der die 59 3 —— 22—⅛8) —— ———— 1885. Donnerstag den 15. Zanuar. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch t 8 3 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. 1 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. g 3 1— Betreffend: Die Beaufsichtigung der gegen Entgeld in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Friedberg den 14. Januar 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erwarten binnen drei Tagen die Erledigung unserer Verfügung rubr. Betreffs vom 5. Januar l. J., Kreisblatt Nr. 4. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Friedberg den 14. Januar 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung rubr. Betreffs vom 7. Januar l. J. erwarten wir längstens binnen drei Tagen. 0 ö J. V.: Dr. v. Gemmingen. Betreffend: Die Revision der Brandversicherungskapitallen. Friedberg den 14. Januar 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Erledigen Sie unsere Verfügung rubr. Betreffs vom 19. November v. J.— Amtsblatt ohne Nr.— binnen 24 Stunden. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Belgien über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst. Judem wir im Nachstehenden die Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 30. Dezember 1884, betreffend die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Belgien über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst nebst der Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 18. Dezember 1884 zur allgemeinen Kenntniß bringen, beauftragen wir die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises diese Bestimmungen genau zu befolgen, und die in F. 6 der Bekanntmachung des Reichskanzlers genannten Ver⸗ zeichnisse nach Maßgabe beifolgenden Formulars bis spätestens am 30. April 1885 uns vorzulegen. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen. Bekanntmachung, die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Belgien über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst betreffend. Zur Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deusschland und Belgien, betreffend den Schutz an Werken der Literatur und Kunst vom 12. Dezember 1883, publlelrt in Nr. 24 des Reichsgesetzblattes für 1884, hat der Herr Reichskanzler in Nr. 52 des Centralblattes für das Deutsche Reich vom laufenden Jahre die in Abdruck nachstehende Bekanntmachung erlassen, welche unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß die Ortspolizeibehörden des Großherzogthums mit entsprechender Anweisung versehen worden sind. Großberzogliches Ministerium des Innern und der Justiz. Darmstadt am 30. Dezember 1884. Finger. Rautenbusch. Bekanntmachung, die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Belgien uber den Schutz an Werken der Literatur und Kunst betreffend. In Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Belgien, betreffend den Schuß an Werken der Literatur und Kunst, vom 12. Dezember 1883 (Neichsgesetzblatt 1884 S. 173) hat der Bundesrath die nachfolgenden Bestimmungen über die Eintragung und Stempelung der Exemplare von Schriftwerken ꝛe., sowie der zur Herstellung jener bestimmten Vorrichtungen erlassen: §. 1. Gemäß den Bestimmungen des zu der deutsch⸗belgischen Uebereinkunft vom 12. Dezember 1883 gehoͤrigen Protokolls dürfen diejenigen beim Inkrafttreten dieser Uebereinkunft, dem 11. November 1884, erlaubterweise bereits hergestellten Exemplare von Werken der Literatur und Kunst(Schriftwerke, Abbildungen, musikalische Kompositionen, Werke der bildenden Künste), deren Herstellung nach den Vorschriften der Uebereinkunft nicht mehr gestattet sein würde, auch ferner verbreitet und verkauft werden, vorausgesetzt, daß sie innerhalb dreier Monate, vom Inkrafttreten der Uebereinkunft ab gerechnet, amtlich abgestempelt werden. nter der gleichen Voraus setzung darf der Druck solcher Exemplare, wenn deren Herstellung beim Inkrafttreten der Uebereinkunft erlaubterweise im Gange ist, vollendet werden. Wer sich daher im Besitze von Exemplaren der im Absatz 1, 2 erwähnten Art befindet, hat dieselben bis zum 11. Februar 1885 einschließlich der Polizeibehörde seines Wohnortes zur Abstempelung vorzulegen. Sortimentsbuchhändler, Kommissionäre ze. welche solche Exemplare besitzen, konnen dieselben Namens der Verleger oder ihrer Auftraggeber zur Abstempelung vorlegen, ohne daß es einer besonderen Vollmacht bedarf. §. 2. Die Poltzeibebörde stellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten Exemplare nach dem nachstehenden Muster A“) auf und bedruckt einzelne Exemplar mit ihrem Dienststempel. §. 3. Gemäß der im Einganze des F. 1 erwähnten Bestimmungen dürfen ferner diejenigen beim Inkrafttreten der Uebereinkunft vorhandenen, bisher erlaubter⸗ weise angefertigten Vorrichtungen— wie Stereotypen, Holzstöcke, gestochene Platten aller Art, sowtie lithographische Steine— deren Benutzung nach der Uebereinkunft untersagt sein würde, während eines Zeitraums von vier Jahren von dem Inkrafttreten der Uebereinkunft ab zur Anfertigung von Exemplaren benutzt werden, voraus⸗ gesetzt, daß diese Vorrichtungen innerhalb der im§. 1Merwähnten dreimonatlichen Frist amtlich mit einem Stempel versehen werden. Wer sich daher im Besitze von Vor⸗ richtungen der bezeichneten Art befindet und dieselben noch ferner zur Herstellung von Exemplaren benutzen will, hat die Vorrichtungen bis zum 11. Februar 1885 ein⸗ schließlich der Polizelbehörde seines Wohnortes vorzulegen. Die Exemplare selbst, welche mit Hülfe gestempelter Vorrichtungen und innerhalb des vereinbarten Zeitraums hergestellt worden sind, bedürfen eines Stempels nicht. Auf Verlangen sollen sie indessen ebenfalls amtlich abgestempelt werden. Wer Exemplare der bezeichneten Art abgestempelt zu haben wünscht, hat dieselben bis zum 11. Februar 1889 einschließlich der gedachten Behörde vorzulegen. 8. 4. Die Polizeibehörde stellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten Vorrichtungen nach dem nachstehenden Muster B auf und bedruckt die Vorrichtungen demnächst unter thunlichster Schonung derselben mit ihrem Dienststempel, und zwar in einer Weise, welche die Erhaltung des Stempelzeichens moͤglichst sicher stellt. Sie stellt ebenso ein genaues Verzeichniß der mit jenen Vorrichtungen hergestellten ihr vorgelegten Exemplare nach dem im F. Werwäbnten Muster 4 auf und bedruckt demnächst jedes einzelne Exemplar mit ihrem Dienststempel. §. 5. Ob die Herstellung der Exemplare oder Vorrichtungen nach dem bisherigen Vertragsrechte erlaubt war, hat hat dieselbe die Stempelung zu verweigern, wenn sie ermittelt, daß die im F. 1 bezeichneten Exemplare oder die im F. 3 11. November 1884 oder die im F. 3 bezeichneten Exemplare mit Hülfe ungestempelter Vorrichtungen oder erst nach dem 11. November 1888 hergestellt worden sind. F. 6. Die Verzeichnisse“)(88. 2, 4) werden binnen 6 Wochen nach ihrem Abschluß von der Polizelbehoͤrde an die zuständige Centralbehörde im Geschäftswege eingereicht und von der letzteren aufbewahrt. Einer Anzeige, daß bet u der Poltzeibehörde Exemplare oder Vorrichtungen zur Abstempelung überhaupt nicht vorgelegt wor den sind, bedarf es nicht. §. 7. Für die Eintragung und Abstempelung der Exemplare und Vorrichtungen werden Kosten nicht erhoben, Der Reichskanzler: J. V.: v. Boetticher. demnächst jedes die Polizeibehoͤrde nicht zu prüfen; dagegen bezeichneten Vorrichtungen erst nach dem Berlin den 18. Dezember 1884. d „) Die vorgeschriebenen Muster werden den betheiligten Ortspolizeibehörden durch die Großherzoglichen Kreisämter mitgetheilt werden. A * 2 22 Verzeichniß der bel der unterzeichneten Polizeibehörde zur Abstempelung vorgelegten Vorrichtungen. Stereotypen, Holzstoͤcke, Platten, Steine ze. Verzeichniß ver bel der unterzeichneten Pollzeibehörde zur Abstempelung vorgelegten Exemplare. Titel Titel Näbere Beschrelbun Namen Zahl 84 es de Naͤbere Beschreibung Nr A. oder Firma des e Ab. der abgestempelten Tag Name n 3(Platte, Form, Stein, I der Vorlage V eldaunzen, Gempo“* Nr. oder Firma des aan,*Stereotypabguß de.) K orlegenden. Exemplare. Rr.„ 3 St 1 0 der Vorlage. Vorlegenden. positlonen de., auf der Vorrichtung und sittonen ze. de die U 0 90 tuns 17 welche die Vorrichtung deren Größe. sich bezieht. 9 ee —— A A ——— — K N — —— eee 13. Januar. Die Budgetcommission * CCC ˙ Ä 5 8 Bekanntmachung. Betreffend: Die Erbauung einer Kreisstraße von Beienheim nach Weckes heim. Das Anfahren von 1000 Kubikmeter Chaussirsteinen auf rubr. Straßenstrecke soll abtheilungsweise(à 50 Kubikmeter) Samstag den 17. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, zu Weckesheim in der Wirthschaft des Herrn Schleuning öffentlich vergeben werden. Friedberg den 6. Januar 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Das Großh. Amtsgericht Friedberg Wir geben Ihnen auf, in den von Ihnen gefü bis zum 1. Februar 1885 anher einzusenden, durch Vorlage der betreffenden Einlagebücher bei uns auszuweisen. Ende März 1885 bei uns eingereicht werden. mit Ordnungsstrafen vorgegangen werden. an sämmtliche Vormünder und Curatoren im Amtsgerichtsbezirk. hrten Vormundschaften und Curateln die Rechenschaftsberichte vom Jahr 1884 längstens auch bis dahin die Beischreibung der Zinsen bei der Mathildenstiftskasse. zu bewürken und sich Die Verwaltungsrechnungen, insoweit solche jetzt zu stellen sind, müssen bis Gegen säumige Vormünder und Curatoren wird nach Ablauf der bemerkten Fristen ohne weiteres Sellheim. Weber. Deuisches Meich. Darmstadt, 11. Jan. Gestern ist Prinz Heinrich von Battenberg aus Osborne dahier eingetroffen; derselbe wird sich nach kurzem Aufenthalt von hier nach Berlin begeben.. — An die Stände ist ein Gesetzentwurf, die Kosten des Unterhalts der Sträͤflinge im Landeszuchthause und den Gefängnissen betr., gelangt. Berlin, 12. Jan. Reichstag. Etat des Kriegs⸗ ministeriums. Die ersten 3 Titel werden genehmigt. Bei Titel 4, betr. den Generalstabsarzt ꝛc., wobei die Budget— Commission 1500 M. abzusetzen beantragt hat, bittet der Kriegsminister um Wiederherstellung der Reglerungsvor⸗ lage. Der Titel wird nach dem Commissionsantrage angenommen. Die übrigen Titel des Kapitels, sowie das Kapitel über die Wilitärgeistlichkeit und höheren Truppenbefehlshaber, werden nach unerheblichen Debatten durchweg nach den Commissionsanträgen unter Ablehnung weiter gehender, von Richter beantragter Abstriche ge⸗ nehmigt. Bei dem Kapitel über die Gouverneure, Com⸗ mandanten und Platzmajore erklärt auf Anfragen v. Vollmar's der Kriegsminister: daß den Mannschaften der Armee das Betreten einzelner politisch oder mora— lisch verdächtiger Locale verboten werde, sei im Interesse der Disciplin unumgänglich. Ebenso weist der Minister den Vorwurf zurück, daß auf den Controlversammlungen Wahlagtitation getrieben werde. Die Mahnung, dem Kalser den Eid der Treue zu halten, könne man nicht eine Agitation nennen, sondern nur billigen.— 13. Jan. Die allgemeine Rechnung über den Etat 1881/82 gebt an die Rechnungscommission. Der Nachtragsetat für Kamerun wird in dritter Berathung ohne Debatte definitiv genebmigt. Hierauf wird die zweite Berathung des Militäretats fortgesetzt. Zu Capitel 22(Generalstab) beantragt die Budgescommission, die Mehrforderung für 2 Generalstabsofficiere in Königsberg und Thorn mit 11,400 M. zu streichen. Auf Antrag Saldern⸗Ahlimbs, dem auch Richter mit Rücksicht auf die besonderen Ver— hältnisse beitritt, stellt das Haus gegen die Stimmen des Centrums die Regierungs vorlage wieder her. Zu Capitel 21(Adjutantur) batte Richter beantragt, statt 450,00 M., für 94 Officiere in besonderen Dienst⸗ stellungen, nur 350,000 M. für 74 Offietere zu be willigen. Die Cömmission beantragt, die Regierungs vorlage aufrechtzuerhalten; das Plenum beschlleßt dem⸗ gemäß. Bei Capitel 23(sächsischer Militäretat, In⸗ genieurcorps) wird ein Antrag der Budgetcommission angenommen, statt eines Stabofficiers mit 7800 M. Gehalt und zweier Stabsofficiere mit je 5700 M. Ge halt, drei Stabsofficiere mit je 5700 M. zu bewilligen. Bei Capitel 24(Geldverpflegung der Truppen) erhebt sich eine kurze Debatte, wobei der Kriegs minister die Landräthe dagegen in Schutz nimmt, daß sie bei den Regulirungen der Flurschäden durch Manöver das fis kalische Interesse vor Allem im Auge hätten. Bei Titel „Assistenzärzte“ will die Budgeteommission 20 Assistenz⸗ ärzte bei der Infanterie streichen und statt 369 nur 349 bewilligen. Massow beantragt, statt der im Etat speelalisirten 673 Assistenzarztstellen 661 zu bewilligen. Bundescommissär Major Haberling empsiehlt An⸗ nabme des Antrages Massow. Richter und Kalle befürworten den Commissionsantrag. Der Antrag Massow wird mit 148 gegen 114 Stimmen angenommen. — 12. Jan. Die Budgetcommission, die Berathung des Marineetats fortsetzend, beschloß mit Rücksicht auf die billigeren Lebensmittelpreise 150,000 M. vom Naturalverpflegungs Etat ab— zusetzen. Dieselbe genehmigte die übrigen Posi— onen, sowie die für mehrere Ersatzschiffe ge— forderten Bauraten unverändert.— Die Dampfer— bventions-Commission berieth heute über die australische Linie, deren Nothwendigkeit Kraul mit Hinweis auf den geringen Antheil Deutsch— lands an dem australischen Export, hervorge— rufen durch die Langsamkeit der Slomanlinie, begründet und auf die, wie Stephan aus— führt, die Regierung das Hauptgewicht lege.— beendete die Berathung des Marineetats und genehmigte alle Positionen unverändert. Dieselbe votirte teilen Junerafrikas gegen die eine Stimme Hueue's. — Der Gesetzentwurf, betreffend die Er— höhung der Getreidezoͤlle, wurde beim Bundes— rath eingebracht. — 12. Jan. Prinz August von Württem— berg ist heute in Zehdenick, woselbst er gestern auf der Jagd erkrankte, gestorben. — Die letzte Verhandlung im deutschen Reichstage und die eminent bedeutsamen Erklär— ungen des Fürsten Bismarck werden in den großen Wiener publicistischen Organen mit größ— ter Aufmerksamkeit behandelt. Das„Fremden— blatt“ und die„N. Fr. Presse“ bringen heute bereits Leitartikel, in welchen sie sich für die deutsche Colonialpolitik sehr sympathisch äußern. Mit großer Genugthuung bespricht das letztere Blatt deshalb die Bismarck'sche Rede vom Sonn— abend, die es als„eine der stärksten Bürgschaften für die Festigkeit und Dauer des europäischen Friedens, die überhaupt in dem bis an die Zähne bewaffneten Europa sich erdenken lassen,“ be— zeichnet.„Sie gipfelt in dem Satze: Deutsch— land ist von Freunden umgeben.“ Ein compe— tenteres und zugleich entschiedeneres Urtheil über die eminent friedliche Lage des heutigen Europa könne es nicht geben. — Der deutsche Reisende und Agent Ein— wald setzte heute den englischen Beamten des Colonialamts die Gründe für die Berechtigung der deutschen Schutzherrschaft über den Zulu— könig Dinizulu, Cetewayos Sohn, auseinander und erhielt eine allgemein gehaltene Zustimm— ung, doch blieb der Streitpunkt in Aubetracht der Abwesenheit Lord Derby's unentschieden. Kiel. S. M. S.„Prinz Adalbert“, 12 Ge⸗ schütze, Comm. Cap z. S. Mensing I., ist am II. Jauuar d. J. in Lima eingetroffen. S. M. Brigg„Rover“, 6 Geschütze, Comm. Corvetten-Cap. Cochius, ist am 10. Jan. d. J. in Madeira eingetroffen und am folgenden Tage nach St. Vincent(Cap Verde) in See gegangen. Königstein, 12. Jan. Heute Mittag traf, von Soden kommend, der Großherzog von Baden auf dem herzoglichen Schlosse ein. Der Herzog von Nassau fuhr in einer vierspännigen Hof— Equipage seinem hohen Gaste bis Soden eut— gegen. Der Aufenthalt des Großherzogs wird, wie wir erfahren, nur von kurzer Dauer sein, dagegen wird der Erbgroßherzog noch eine zeit— lang in Königstein verweilen. Strußburg, 13. Jan. Der Landesaus— schuß für Elsaß-Lothringen wurde heute in Ver— tretung des Statthalters durch den Staats— secretär von Hofmann mit einer geschäftlichen Ansprache eröffnet. Ausland. Oesterreich. Wien. Die Meldungen, daß Deutschland und Rußland(auch Oesterreich) der französischen Regierung erklärt hätten, au einer internationalen Garantie der egyptischen Anleihe nicht theilnehmen zu wollen, finden in hiesigen unterrichtetea Kreisen Glauben. Frankreich. Paris. Eine dem Marine— ministerium zugegangene Depesche meldet, daß in Kambodscha eine gewisse Erregung herrsche und der Gouverneur die erforderlichen Maß— regeln ergreife. Der„Temps“ meint, die Er— regung in Kambodscha sei ziemlich ernsthaft. Der ferner die an die Budgetcommission zurückver-JBruder des Königs habe wahrscheinlich, durch wiesene Position von 150,000 M. zur Er- den letzteren aufgereizt, die Waffen ergriffen und die französischen Posten angegriffen; nach Saigun wurden sofort Truppenverstärkungen gesandt.— 13. Nach einer dem Marineministerium zuge— gangenen Depesche aus Saigun von heute sind die seit dem 11. d. Mts. eingetroffenen Nach⸗ richten aus Kambodscha durchaus günstig. In Phumpanh und Umgegend herrscht Ruhe, im Junern Kambodscha's haben sich keine weiteren Banden gezeigt. Die Zeichen der Erregung sind fast überall geschwunden. — 13. Jan. Der Senat wählte heute ein provisorisches Bureau mit Leroyer als Präsi— denten und vertagte sich bis zum 21. Januar. — Die Kammer wählte sämmtliche Mitglieder des früheren Büreaus wieder und vertagte sich bis morgen. Großbritannien. London. Alle Zeit⸗ ungen sprechen sich zustimmend zu den Erklär— ungen des Fürsten Bismarck in der Sitzung des Reichstags vom Sonnabend aus. Die„Times“ sagt, sie beeile sich, das richtige Gefühl und den guten Sinn der Erklarung hervorzuheben. Daß einzelne delicate Fragen zwischen England und Deutschland entstehen könnten, sei wohl möglich, doch liege kein Anlaß zu ernstlichen Mißver— ständnissen vor. Spanien. Madrid, 13. Jan. Der Senat beschloß mit 136 gegen 48 Stimmen ein Ver— trauensvotum für die Regierung in der Stu— dentenangelegenheit. Italien. Rom, 12. Jan. Der Senat nahm den Gesetzentwurf betreffs gesundheitlicher Maßnahmen für Neapel mit 96 gegen 21 Stim— men an. — 12. Jan. Im Senate wies Abgeordne— ter Caracciola auf die Gerüchte bezüglich der Absichten der Regierung in colonialpolitischer Hinsicht hin. Die Truppensendung nach Assab rief Besorgnisse wach und erheischt einige Auf— klärungen. Er bitte um solche, wenn die Re— gierung es für opportun erachte, solche zu geben. Ministerpräsident Depretis behält sich diesbezüglich eine Verständigung mit dem Minister des Aeußeren vor, welchen die Angelegenheit haupt— sächlich angehe. — Die„Rassegna“ schreibt, die kleine Ex⸗ pedition nach Assab bezweckt lediglich, die Er— forschung und Bestrafung der Mörder Bianchi's und seiner Gefährten zu erleichtern und die Oertlichkeiten für den Fall einer etwa nothwen— digen Expedition in das Innere zu studiren. Neapel, 12. Jan. Die Einschiffung des Materials für die nach Assab abgehende Gar— nison wurde heute beendigt. Morgen geht die Fregatte„Principe Amadeo“ mit Artillerie und einem Genie-Detachement, übermorgen das Packet⸗ boot, Gottard“ mit Chasseurs zu Fuß nach Assab ab. Türkei. Constantinopel. Wie verlautet, wird Fehmi Pascha auf der Rückreise von Lon— don mehrere Tage in Paris verweilen und sodann auch nach Berlin und Wien gehen. Griechenland. Athen, 13. Jan. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine Verfügung, welche den Zwangscours aufhebt. Rußland. Petersburg, 13. Jan. Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern hierher über— gesiedelt. Heute fand eine große Gratulations— cour im Winterpalais statt.— Anutschin ist seiner Stellung als Generalgouverneur von Ost— sibirien enthoben und zum Senator ernannt worden. — Das Reichsbudget von 1885 balancirt in den Einnahmen und Ausgaben mit 866,294,997 . I — —— gegen Blätte beseßt. heim, und L trat Bekla auwal Ober v. Ot von Ritge dekan lärt ihn zeichn Inter als Wahl Bewe Ritz; gelief meiste gebt unge daß um brüf frag Con Mit Obe dar mich 1 den anla und stint gehe der glei Na geh Au ver seir Er! ——. Dr —— ö— Rubel gegen 801,997,412 Rubel des Vorjahres. Die ordentlichen Einnahmen sind mit einem Plus von 66,775,440 Rubel, die ordentlichen Aus— gaben mit einem Plus von 62,931,928 Rubel präliminirt. sind 50 Million Rubel aufgeführt, welche durch eine Rentenemission aufzubringen und der Reichs- bank als Deckung für temporär emittirte Credit. billets zu überweisen sind, ferner 22,167,642 Rubel, welche von der Realisation der siebenten Als außerordentliche Einnahmen! gewlesen sei, daß dle Beklagten provoelrt worden sesen und daß es schlleßlich im Allgemeinen den Beklagten gelungen set, den Wahrheitsbewels zu führen. Es set erwiesen, daß, wie behauptet worden, der Kläger einen Lieferanten um ein Darlehen angegangen, daß es ihm abgeschlagen worden, daß der Lieferant dann Aufträge nicht mehr erhalten, und daß, als das Offietercorps die Sache er— fahren, Kläger seinen Abschted genommen. Ein strteter Nachweis für alle Punkte hätte zwar in Folge der Aus kunftsverwelgerung des Oberst v. Struensee nicht geführt werden können, aber Alle, welche der Verhandlung bei gewohnt hatten, würden die Ueberzeugung von der Nich anlaßt, daß man nicht mehr wagt, die Häuser zu be— treten, sondern im Freien wohnt. Arm und Reich hat sich im Freten um mächtige Feuer gelagert und führ; ein vollständiges Zigeunerleben. Schon in den Jahrer 1788 und 1829 wurde die Provinz Granada während einer Rethe von 20 Tagen von solchen Erschütterungen heimgesucht; auch damals wohnte, wer nicht aus wanderte, unter freiem Himmel und auch damals entstanden für den Volkswobhlstand große Verluste. Verloosungen. Malland, Stadt, 45 Lire⸗Loose von 1861. . r g tigkeit auch dieser Punkte gewonnen haben. Gerade die; Serien- und Gewinnziehung am 2. Januar 1885. Heim Serie der consolidirten Eisenbahn Obligationen eien verw l gerung 5 die Veranlassung des Ab 1128 30 am 1. Jull 880 3 Nr. 108 103 251 übrig geblieben sind. Für Eisenbahn und Hafen- schledsgesuchs sei nach Ansicht des Gerichts ein sebr wich- 278 314 317 378 442 579 743 857 905 931 1038 bau sind im Extraordinarium 27 Million Rubel tiges Zeugntß dafür, daß die diesbezüglich behaupteten 1044 1091 1096 1116 1146 1216 1234 1464 1506 ausgeworfen. e 0 de n der FVV 1 a 1 1 f ren, dür i edo n Anbetrach er] 2918 3040 3136 3303 3365 158 36 3827 3877 Egypten. Kairo. Eine Depesche General Aussichtslosigkelt eines anderen Urtbells und der enormen] 3937 3910 4087 477 4236 4242 4497 4500 4519 Wolselev's aus Corti vom 11. d. meldet: Ein Kosten wohl noch eines Anderen besinnen. 769 4929 4999 517 5173 5248 5555 5600 5756 aus Khartum am 28. December abgegangener st. Friedberg. Im Jabr 1884 kamen 138 Ge. 5786 5897 6068 8106 6113 6212 6232 6245 6278 Bote ist hier eingetroffen und berichtet, General 548 5— 1 1 1 ver. 5*„—45 10% e 7439 8 3 r aß vo esen odes ällen 25 im Hospital si: Serie 6245 Nr. 9 60,000 Lire. S. 0 Gordon und seine Truppen befanden sich wohl. ereigneten, von welch letzteren der größte Theil keine] Nr. 43, S. 3691 Nr. 21 à 1000 Lire. S. 317 Nr. 20, Gordon's Dampfer beschafften zur Verproviantir-[Einwobner der Stadt betrifft, und außerdem 3 tragische S. 743 Nr. 16, S. 3877 Nr. 38 4 400 Lire. S. 192 ung der Stadt aus dem Norden Vieb und Getreide.] Fälle darunter enthalten sind, so ist das Jahr 1884 als] Nr 7, D. 44% Nr. 445 S. 1234 Nr. 16, S. 3827 China. Peking. Der„Times“ wird aus— deer günstiges— die Zunahme der Bevölkerung Nr. 3 Nr. 5 8* 32——* Niang 0 N 8 5 0 Friedbergs zu verzeichnen. S. 1737 Nr. 8, S. 1767 Nr. 39, S. 3303 Nr. 45, Tientsin vom 12. d. gemeldet, daß die Korea— W. Bruch en brücken. Am 4. Januar fand im] S. 4407 Nr. 25, S. 4500 Nr. 6, S. 5786 Nr. 41, Frage zwischen China und Japan beglichen sei. Wichel'schen Saale dahler die Generalversammlung des S. 7325 Nr. 3 à 150 Lire. S. 857 Nr. 35, S. 905 Wie verlaute, sei am 9. d. der betreffende Ver-[Wetterauer Sängerbundes statt Außer von Nieder Rosbach Nr. 11, S. 1116 Nr. 39, S. 1219 Nr. 18, S. 3458 trag in Seul unterzeichnet worden. waren von sämmtlichen Vereinen die Bundes Vertreter Nr 25, S 3691 Nr. 14, S. 3827 Nr. 37, S. 4500 N. erschtenen. Neu aufgenommen wurde der Gesangverein 2 0 5* 100 Lire.—— 2 69, zu Erbstadt. Nach Begrüßung der Versammlung Seitens] S. 3 Nr. 1, S. 931 Nr. 27, S. 1146 Nr. 50, Aus Stadt und Land. Ades Vorsitzenden und 9 Verlesung det lehten Biotokolle S. 1216 Nr. 3, S. 1464 Nr. 31, S. 1779 Nr. 39, J. Friedberg. Heute fand vor hiesigem Schöffen. ging man zur Besprechung der Tagesordnung über. S. 1851 Nr. 19, S. 2306 Nr. 20, S. 3040 Nr. 42, gericht die Verhandlung der Klagesache des Major Hinze Punkt 1 derselben betraf die Bestimmung des dleßlfäbrigen S. 3136 Nr. 29, S. 3303 Nr. 50, S. Nr. 27, gegen Rechtsanwalt Jockel und den Redacteur dieser] Festortes, sowie die Wahl des Chocltedes. Der biesige] S. 3877 Nr. 9, S. 3940 Nr. 9, S. Nr. 9, Blätter statt. Der Gerichtssaal war dicht von Zuhörern Veteln„Concordia“ übernimmt für 185 das Bundes. S. 4242 Nr. 46, S. 4497 Nr. 37 47, 9 Nr. 40, besetzt. Die Verhandlung leitete Oberamtsrichter Sell fest und feiert zugleich hiermit in Verbindung sein] S. 4929 Nr. 35 38, S. 4999 Nr. 22, S Nr. 26, heim, als Schöffen fungirten Gastwirth Schott von hier 25 äbriges Stiftungsfest. Als Festlied wurde bestimmt: S. 5218 Nr. 15, S. 5600 Nr. 44 46, S. Nr. 19, und Landwirth Faist von Belenheim. Den Ankläger ver„Weihgesang v. Abt.“ Musiker Hertel von Friedberg S. 5797 Nr. 41, S. 6245 Nr. 26 44, S. 6569 Nr. 47, trat Rechtsanwalt Dr. Geiger von Frankfurt, für die wurde einstimmig als Festotrigent gewählt. Vor dem S. 6997 Nr. 17 20, S. 7070 Nr. 9 28 36, S. 7325 Beklagten plaidirten Rechtsanwalt Jöckel selbst und Rechts-] Feste sollen einige Proben abgehalten werden und zwar Nr. 40, S. 7329 Nr. 41, S. 7371 Nr. 6 15* 60 Lire. anwalt Windecker von hier. Als Zeugen waren geladen zu Groß Karben, Ober Woͤllstadt und Assenbeim. Da Auf alle übrigen in den vorstehend verzeichneten Serien Oberst v. Struensee, Major v. Koppellow und Major] der Rechner am Erscheinen verhindert war, so konnte die entbaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern ent⸗ v. Oesfeld von Frankfurt, Major Schnell v. Schnellenbühl] Rechnung von 1881 nicht abgehört werden, es soll dies fällt der geringste Gewinn von 47 Lire. von Wetzlar, Zahlmeister Collignon und Armeelleferant auf einer späteren Versammlung gescheben. Nachdem Oesterreichtsche Credit 100 fl.⸗Loose von Ritgen von Frankfurt. Die Anklage setzen wir als noch mehrere andere, minder wichtige Gegenstände ihre u 58. Serien- und Gewinnziehung am 2. Jan. 1885. vekannt voraus. Vor Eintritt in die Verhandlung er[Erledigung gefunden und Toaste auf Kalser und Groß- Serten: 68 236 666 687 1099 1437 1466 1837 1866 klärte Rechtsanwalt Jöckel, daß die beklagte und von berzog, den Sängerbund und die Gemeinde Brachen 1871 1902 2801 2818 2914 2936 3176 3287 3730 ihm im Auftrag des natlonalliberalen Comité's unter brücken ausgebracht worden waren, schloß der Vorsitende 3783. Gewinne: S. 1837 Nr. 40 150,000 fl. S. 3730 zeichnete Erklärung in Wahrung berechtigter öffentlicher die Versammlung. Erwähnt selen noch die mit großem Nr. 26 30,000 fl. S. 2936 Nr. 7 15,000 fl. S. 1466 Interessen geschehen und daher straflos sei, um so eher, Beifall aufgenommenen Liedervorträge des Gesangdereins Nr. 42, S. 2936 Nr. 52 à 5000 fl. S. 68 Nr. 63, als die darin behaupteten Thatsachen sämmtlich der„Concordia“ dahler. Die nächste Versammlung findet S. 1866 Nr. 95 à 2000 fl. S. 1099 Nr. 96, S. 2936 Wahrbeit gemäß seten und er sich bereit erkläre, denim Herbst d. J. statt. N. 3 1 1500 fl. S. 68 Nr. 47, S. 1902 Nr. 1, Beweis der Wahrheit anzutreten. Es wurde nun zunächst b. Nieder Florstadt. In der Metzgerei des S. 2801 Nr. 39, S. 2818 Nr. 87 à 1000 fl. S. 68 Ritgen vernommen. Ritgen, der für das Regiment] Ab. Stern III. dahler wurde heute ein Rind aus dem] Nr. 38 67, S. 236 Nr. 32, S. 687 Nr. 12 85, geliefert, bestätigte, daß Major Hinze ibn durch Zahl- Stalle des Barons G. v. Löw dahler geschlachtet, welches S. 1437 Nr. 23 37 39 51, S. 1466 Nr. 10 58 91, meisler Collignon um ein Darlehen von 2000 Mark ein Lebend Gewicht»on nahezu 15 Centner hatte. Die S. 1837 Nr. 19, S. 1866 Nr. 82, S. 1871 Nr. 34 gebeten, und daß, als er es verweigerte, er keine Liefer Eingewelde ergaben ein Fett von 150 Pfund. 38 66 70, S. 1902 Nr. 57, S. 2801 Nr. 47 69, ungen mehr erhalten habe. Zeuge Collignon bestätigte, 5 S. 2818 Nr. 43 67 88, S. 2936 Nr. 36 49 54, daß Major Hinze, nachdem dleser ihn selbst vergeblich Allerlei S. 6 Nr. 14, S. 3287 Nr. 10 48, S. 3730 Nr. 35 um dies Darlehen ersucht, sich durch ihn, den Zeugen 3 g 484, S. 3783 Nr. 17 18 22 à 400 fl. Auf alle brteflich dieserhalb an Ritgen gewendet. Darüber be— Frankfurt, 13. Januar. Heute Abend zwischen übrigen in vorstebenden Serien enthaltenen und hler fragt, weßhalb Letzterer später die Lieferungen von der Commission nicht mehr erhalten, verwelgerte Zeuge als Mitglied dieser Commission die Auskunft. Auch Zeuge Oberst von Struensee verweigerte jede näbere Auskunft darüber. Rechtsanwalt Jockel: Ich bitte den Herrn Oberst, mich eine wichtige Frage an ihn richten zu lassen. Ste sollen — und das hat mir Herr Hinze selber erklärt— den Major haben zu sich kommen lassen und ihn ver anlaßt haben, wegen des Vorfalls mit Herrn Ritgen und seiner bedenklichen Vermögens Verhältuisse halber seinen Abschied einzureichen. Da Herr Hinze Neigung gezeigt, an das Ehrengericht zu appelliren, so soll auch der Divistonär darüber gefragt worden seln und dieser gleichfalls zu Gunsten eines Abschledsgesuchs sich aus gesprochen haben. Wollen Sie mir hierüber Auskunft geben? Oberst v. Struensee: Ich kann hierüber keine Auskunft geben.(Sensation). Rechtsanwalt Dr. Geiger verlas die Antwort des Generalcommandos, in welcher seinem Clienten der Abschied mit Pension und mit der Erlaubniß zur Tragung der Uniform bewilligt worden ist und fragte Oberst v. Struensee, ob diese Form nicht die ehrenvollste resp. eine ehrenvolle sei. Der Oberst antwortete: Es ist die übliche Form. Dr. Geiger: Eine ehrenvolle? Zeuge: Die übliche. Die Mafore v. Kop pellow, v. Oesfeld und Schnell v. Schnellenbühl haben zwar von der Affaire Hinze⸗Ritgen gehört, koͤnnen aber nicht angeben, ob das Abschledsgesuch des Major Hinze mit dleser Affaire in Verbindung gestanden und ob Hinze wegen Ablehnung des gewünschten Darlehens nun andere Muster als die des seitherigen Lieferanten Rltgen, wie dies allerdings geschehen, der Commission als für den Ankauf günstig bezeichnet habe. Dr. Geiger er achtete den Bewels der Wahrhelt für nicht erbracht und beantragte eine Strafe von 150 M.(150 M. für jeden einzelnen Fall) gegen Jöckel als Beleldiger und von 20 N. gegen den Nedacteur dieser Blätter als Verbrester ber Veleldigung. Die Rechttz anwälte Windecker und Jockel plaldirten belbe in glänzender Rede für Freisprechung. Dos Schöffengericht erkannte auf Freisprechung der An— geklagten und Verurthellung des Major Hinze in die Kosten und motlvirte sein frelsprechendes Urtheil vamtt, daß die Beklagten erstens in Wahrung berechelgter In 7½ und 8 Uhr ist der Königl. Poltzetrash Ur. Rumpff in dem Garten seiner Behausung meuchlerisch erstochen Wunde rührt von einem langen, dreikantigen Stilet her, das von einem Menschen gehandhabt worden sein muß, der mit einer solchen Waffe umzugehen versteht. Obne Zweifel ist die Heimkehr des Polizetraths von dem Ver brecher abgewartet worden und der Ermordete dann, kurze Zeit vor der Rückkunft des ausgesandten Dienst mädchens, durch den aus dem Dunkel hervorspringenden Meuchelmörder, ohne daß dieser Widerstand gefunden, und wahrschelnlich ohne daß der Ueberfallene auch nur einen Laut von sich hat geben können, niedergestoßen worden. Berlin, 13. Jan. Heute fand im Reichstags gebäude elne Versammlung hervorragender Persoͤnlich keiten, darunter der Reichstagsprästident, der Gouverneur, der Pollzeipräsident, der Oberbürgermetster, Reichstags zu beschlleßen. Der Reichstagspräsident wurde ernannt. Sammlungen zu erlassen. London. in anderen Theilen des Landes, verbunden und Hagel. Gegen 6 Uhr Abends am Samstag ein fürchterlicher Windstoß den Thurm von der Misstons und warf ihn mitten auf die Straße. wurde Niemand verleßt. Madrid, 11. Jan. Anwesenheit die Hülfelelstungen für die von den Erd erschütterungen betroffenen Landstrecken zu fördern. Empf lich. 17 Tagen von 30 mehr oder minder starken Erderschüt terungen betroffen worden ist; diese haben einen derartigen teressen gehandelt und die Absicht zu belelblgen nicht nach mitglieder ze. statt, um über gemeinsame Hilfeletstung für die durch die Erdbeben in Spanken Verunglückten zum Vorsitzenden, der spanische Gesanbte zum Ehrenpräsidenten Die Versammlung beschloß, einen Aufruf zu Ein furchtbarer Sturm herrschte letzten Samstag Abend und Sonntag früh in London, sowie mit Regen rche St. Mark in Camberwell(ein eilsernes Gebäude) Glücklicherweilse König Alfonso ist mit Gefolge gestern in Granada eingetroffen, um durch persoͤnliche Der ang seltens der Bevölkerung in Granada war herz Man hat jetzt nachgerechnet, daß Granada während nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Ge winn von 200 fl. aufgefunden worden. Ein mit furchtbarer Wucht ge führter Dolchstoß, der den Ueberzteber, Rock, Weste, Handel und Berkehr. Leinen und Flanellhemd durchdrungen und das Herz Friedberg, 13. Jan. Fruchtber. Waizen M. 16.50, getroffen hatte, war die Ursache des Todes. Dies Korn M. 16.25, Gerste M. 15—16, Hafer M. 13.00, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Friedberg, 14. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70 0.80, Eier 1 Stück 6—7 Pf. Grünberg, 10. Jan. Fruchtpreise. Welzen M. 16.70, Korn M. 15.50, Gerste M. 14.90, Hafer M. 13.00, Erbse M. 16.00. Gießen, 13. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.85, Eiter 1 Stück 7— 8 Pf., Käse per Stück 4— 7 Pf., Tauben per Paar M. 9.80, Hühner ver Stück M. 1.00— 1.40, Habnen per Stück M. 1.30 2.00, Enten per Stück M. 2.00— 2.30, Gänse per Pfd. 50—60 Pf., Welsche M. 0.00 00.90, Ochsenfleisch per Pfd. 66—68 Pf., Kuh und Rind⸗ fleisch 54 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 6068 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 0.00, Zwiebeln per Ftr. M. 4, Weißkraut per Stück 4— 7 Pf. Homburg, 13. Jan. Marktprelse. Kartoffeln per Malter M. 4— 4.50, per Gescheid 9— 10 Pf., Eier per Stück 7, 8 und 9 Pf., Butter per Pfund 1. Qualität M. 1.00, 2. Qualität M. 0.90. Frankfurt, 12. Januar. Fruchtmarkt. Mebl Nr. 0 M. 32½—33½, Nr. 1 M. 26—27, Nr. 2 riß] M. 25— 26, Nr. 3 M. 28— 24, Nr. 4 M. 17, Nr. 5 M. 14½— 15, Milchbrod- und Brodmehl im Ver band M. 48—50, norddeutsches und westfältsches Weizen mehl 00 M. 23½ 24 ½, Suppengries je nach Qual. M.„Roggenmehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 25—26½, do. 0% do. M. 28—24½, do. 1 do. M. 20—21, do. 2 do. M. 18, Weizen ab unserer Umgegend M. 17— ½, Roggen bles. M. do. M. 16/17, do., frei ab Bahnhof hier fremder je nach Qual. M. 16— 17 ½ 16½, do, franz. M. 16½, do. Königsberger Odessa M. 14% Gerste, zu Mahlzwecken M. 13. 14½. Raps M. 26ʃ½ 15974 M. 15½, Nieolajeff M. 16., Brauerwaare M. 16— 19, do. Hafer je nach Qual. M. 13½ Schrecken bel dem größten Theil der Bevölkerung ver bis 27½. Mals, buntes(mixed) per April Mat M. 13. — ———— — — 9—— 2———— 2 Roggenklele M. 5. Detail M. 59. 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Frankfurt, 12. Jan. Viehmarkt. waren: Ochsen 448, Kühe und Rinder 406, Bullen 14 Weizenklele M. 4— ½. waren: Ochsen 1. Qual. M. 68 per Centner Schlacht gewicht, nur ganz vereinzelt wurde bis M. 70. erztelt 2. Qual. M. 62— 64, Kühe und Rinder 1. Qual M. 56, 2. Qual. M. 45 48, Bullen M. 45 per Pfund 1. Qual. 62-65 Pf., 2.! Hämmel 1. Qual. 5556 Pf., Schweine, prima Han noveraner 52— 56 Pf., aus hlesiger Gegend vieh, 808 Kälber, 151 Spansäue. Mainz, 11. Jan. bis 17.50. Korn hiesiges M. M. 14.75— 15. Gerste, fränkische M. 18.25— 18.75. Mohnöl M. 5458. Leinöl M. 24 25. M. 25.75— 28. Rapskuchen M. 125— 130. rohes M. 28.— 28.15, gereinigtes M. 29.75— 176 Schafe, Fruchtmarkt. pfälzer M. Schweine anfgetrieben. Bezahlt wurden für Farren M. 44—46, fuͤr Ochsen 1. Qual. M. 72.— 74., 2. Qual. M. 68— 70, fuͤr Kühe 1. Qual. M. 66 68, 2. Qual. M. 56-62. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 656—68 Pf. und Schweine mit 53—655 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht. Brodpreise vom 16. Januar bis 1. Februar. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Jan. bis 1. Februar. Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 13. Januar 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. nnn, ᷣ ne ni. do. t eee Englische Sovereinggs... 20. 40 20. 35 Kafsische anne, eb. 58 e e, 0 eee, Dollars in Gold 1 1. AN (3800 Morgen), soll Dienstag den 10. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Gemeindehaus auf weitere 6 Jahre verpachtet werden, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Heldenbergen den 12. Januar 1885. Großherzogliche Burgermeisteret Heldenbergen. Löhner. 5 ersteigerung. Samstag den 17. Januar, Nachmittags 2 Uhr, wird auf unserem Güterboden dahter eln Wiegeklotz für Metzger, nebst Kranz und Untersatz öffentlich versteigert. Friedberg, 14. Januar 1885. Koͤnigliche Güter Expedition. Rauber. Bekanntmachung. Die am 12. d. Mts. in dem Domantlalwalddistrikt Lohwtese stattgefundene Holzverstelgerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine von Freitag den 16 d. M. an bel Großherzoglichem Rentamt Frtedbberg in Empfang genommen werden. Ueberweisung des Holzes und erster Fahrtag Montag den 19. d. Mts. Homburg v. d. H, 13. Januar 1685. Großherzogliche Oberförsterel Nieder Eschbach. Schwarz. Ungarn-Meine, selbstgekelterte, garantirt rein, 22 228 226 Grlauer M. 1. per Flasche mit Glas, Farlowitzer„ 1.35„* 6 9 Ungar. Burgunder, besonders für Magenleidende zu empfehlen, M. 1.35, Ruster Ausbruch(Frühstücks- u. Gesundheitswein) M. 1.65, Medielnal⸗Tokayer ½ Original Flasche M. 1.65, 1„ ½ 1 90 Pf. Ungarssche Weingroßhandlung von 34 J. Leuchtmann, Wien Nußvorf und Frankfurt a. M. 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