3 3 — * Slbudic nanppnu en 81 a2 — 135. Nzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Areis Friedberg. Donnerstag und Samstag. 1885. Bamstag den 14. Uauember. Oberhessischer Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Die einspaltige Petitzeile. wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Veleg kostet 9 Pf Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. 68 Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat der Reichsversicherungs-Anstalt(Gesellschaft auf Gegenseitigkelt) in Mannheim die nachgesuchte Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen auf Widerruf ertheillt, nachdem dieselbe sich durch die von ihr abgegebene Erklärung den nachstehenden Bedingungen unterworfen hat: 1. daß die Gesellschaft von jeder Veränderung der bei Zulassung gültigen Statuten bei Verlust der Concession dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justtz alsbald Anzelge macht, auch sich verpflichtet über ihre Geschäftsverhältnisse jede in Bezug auf die Interessen des Großherzogthums verlangt werdende Auskunft zu geben; 2. daß die Gesellschaft sich verpflichtet, einen Hauptagenten für das Großherzogthum Hessen, welcher in diesem Staate seinen Wohnsitz hat, zu bestellen und dem Großherzoglichen Ministerlum des Innern und der Justiz namhaft zu machen, durch dsesen sowie die übrigen Agenten ordnungsmäßige Bücher und Akten führen und solche den betreffenden höheren Polizeibehörden, auf deren Verlangen, jederzeit zur Einsicht vorlegen zu lassen; 3. daß die Gesellschaft in allen auf das Versicherungsgeschäft bezüglichen Rechtsstreitigketten zwischen der Gesellschaft und den Versicherten aus dem Großherzogthum Hessen als Klägerin und Beklagte vor den Großherzoglichen Gerschten Recht nimmt und zwar, sofern dle Gesellschaft als Beklagte erscheint, je nach der Wahl des Versicherten entweder bei dem Gerichtsstand ihres Generalagenten für das Großherzogthum oder des Agenten, welcher die Versicherung vermittelt hat. Diese Verpflichtung hat die Gesellschaft in jeder für einen Versicherten aus dem Großherzogthum auszustellenden Versicherungspoliee ausdrücklich auszusprechen; 4. daß die Gesellschaft die Verpflichtung übernimmt, die Namen der Personen, welche sie zur Besorgung von Geschäften für die Anstalt im Großherzogthum Hessen beauftragt, sowie jede Veränderung, welche in diesen Aufträgen eintritt, insbesondere auch das Erlöschen derselben, binnen 14 Tagen in der Darmstädter Zeitung bekannt zu machen, sowie auch alle wichtigeren Bekanntmachungen, ins besondere den jährlichen Rechnungsabschluß in diese Zeitung einzurücken, und zwar den letzteren so vollständig, daß derselbe jedenfalls aus einer Vermögensübersicht(Verzeichniß der Activa und Passiva in der herkömmlichen Form, Generalbilanz) und einer Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben der Gesellschaft während des letzten Jahres nach den üblichen Hauptrubriken(Gewinn- und Verlust⸗Conto), sowie einer summartschen Darstellung der im verflossenen Jahr im Großherzogthum betriebenen Geschäfte besteht; 5. daß die Gesellschuft ferner sich verpflichtet, jährlich den Verwaltungsbericht, den Rechnungsabschluß und die Generalbtlanz der Gesellschaft, sowie eine Uebersicht ihres Geschäfts— betriebs im Großherzogthum Hessen an das Großherzogliche Mintsterium des Innern und der Justiz einzusenden. Betreffend: Die Voranschläge der isr. Religlonsgemeinden des Kreises Friedberg für 1886/87, bezw. 1886/89. Frie dberg den 11. November 1885 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitischen Vorstände des Kreises. Wir bringen die Einsendung der rubrieirten Voranschlage bei Denjenigen von Ihnen, welche hiermit noch im Rückstande sind, in Erinnerung. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Erbauung einer Kreisstraße von Nieder-Erlenbach nach Ober-Erlenbach. a Nachdem der rubricirte Straßenbau beendigt und die Straße selbst dem Verkehr übergeben worden, finden auf dieselbe auch die Bestimmungen des unten abgedruckten Localreglements vom 7. August 1882 Anwendung, was wir andurch zur öffentlichen Kenntniß bringen. Friedberg den 12. November 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Localreglement für den Kreis Friedberg, die Benutzung der Kreisstraßen betreffend. Auf Grund des Artikel 48 V. 1 und Artikel 78 der Kreisordnung vom§. 4. Das Fahren durch die Seitengräben oder über die Böschungen der —. 16. Juni 1874 wird unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Ermächtigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1882 zu Nr. M. J. 17,139 für den Kreis Friedberg hiermit verordnet: §. 1. Das Fahren mit Wagen oder Karten, welche mit Zugvieh bespannt sind, auf den Banketten der Kreisstraßen, desgleichen das Fahren jeder Art und das Reiten auf den Banketten, in den Gräben oder auf den Böschungen an den bezeichneten Straßen, außer den Fällen, wo es des Ausweichens, Vorbeifahrens, Ab— fahrens und Umdrehens wegen geschteht, sowte das Viehtreiben in den Gräben oder auf den Böschungen an den bezeichneten Straßen ist verboten. Auf Straßen im Innern der Ortschaften finden vorstehende Bestimmungen nur insoweit Anwendung, als diese Straßen wirklich mit ausschließlich für Fußgänger bestimmten Banketts versehen sind und deren Gebrauch zum Fahren ze. durch die Polizeiverwaltungs— Behörde ausdrücklich untersagt ist. §. 2. Das Weiden des Viehes in den Gräben oder an den Böschungen der Kreisstraßen und deren Zubehö rungen ist untersagt. §. 3. Haben sich von dem auf der Straße getriebenen Vieh einzelne Stücke an solchen Stellen, wo nach§. 1 und 2 das Treiben und Weiden von Vieh unter— sagt ist, dem Anscheine nach ohne Schuld des Treibers verlaufen, so bleibt dieser straffrel; es wird aber hierdurch die Verbindlichkeit zum Ersatze des Schadens, den solches Vieh etwa verursacht hat, nicht aufgehoben. Ist aber das entlaufene Vieh dem Hirten einer zur Welde getriebenen Herde selbst gehörig, so ist er, wenn er nicht vermag, seine Unschuld vollständig zu bewelsen, nach§. 1 und 2 strafbar. Erledigung. a Kreisstraßen ist dann zulässig, wenn die Gräben muldenförmig ausgepflastert sind, oder vorher mit Stroh, Mist oder anderen dazu geeigneten Gegenständen, die jedoch alsbald wieder entfernt werden müssen, gehörig ausgefüllt werden, oder wenn die Böschungen mit Abfahrtsrampen versehen sind. §. 5. Wer Bäume auf den eine öffentliche Straße begrenzenden Grundstücken in einer näheren als der durch die Gesetze bestimmten Entfernung anpflanzt, oder die von solchen Bäumen über die Straße hängenden, den Verkehr hemmenden Aeste auf poltzeiliche Aufforderung nicht entfernt, ist strafbar. §. 6. Das Schleppen von Bauholz und anderen den Straßen nachtheiligen Gegenstaͤnden auf den Kretsstraßen und deren Zubehörungen, ohne den Gebrauch einer wirklichen Schleife, ist untersagt. §. 7. Wer in den Gräben oder an den Vöschungen der Kreisstraßen Gegen— stände unbefugt aufstellt, hinlegt oder liegen läßt, ist straf bar. §. 8. Verfehlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden in Gemäßheit des§. 366 pos. 10 des deutschen Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Durch vorstehendes Reglement werden die bestehenden Bestimmungen in Betreff der Staats- und Provinzialstraßen, sowie der in Unterhaltung der Gemeinden verbleibenden Vielnalwege und Ortsstraßen in keiner Weise berührt. Friedberg den 7. August 1882. Großherzogliches Kreisamt Frledbert. Dr. Braden. Der Steckbrief gegen die Elise Hinkel von Wiesenbach hat durch Polizeidiener Fourier zu Friedberg seine Erledigung gefunden und nehme ich denselben hiermit zurück. Friedberg den 11. November 1885. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt. Milltär-Dienstnachrichten. Kistner, Sek. Lt. vom 3. Gr. Inf.⸗Agt. Mr. 117, komm. zur Dienstleistunz bei dem Schlesw.-Holst. Drag.-Rgt. Nr. 13, wurde in dieses Regiment versetzt; Dr. Frank, Assistenz⸗Arzt. 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. 4. Gr. Landw. ⸗ gts. Nr. 118, zum Assistenz-Arzt 1. Kl. der Res. befördert. a 5 — Das Regierungsblatt Nr. 32 enthält: Verordnung, die Ausführung des Gesetzes über die Ausübung des Hufbeschlags betreffend. Berlin, 10. Nov. Der französische Bot— schafter Courcel ist heute mit Urlaub nach Paris gereist. N — Dem Bundesrath ist ein kurzer Gesetz⸗ entwurf zugegangen, der besagt, daß die Ge⸗ richtsbarkeit in den deutschen Schutzgebieten so— wie die Mitwirkung der deutschen Behoͤrden bei Ausübung dieser Gerichtsbarkeit und die hierbei zur Anwendung kommenden Vorschriften des bürgerlichen Rechts und Strafrechts durch eine kaiserliche Verordnung geregelt wird. — 12. Nov. Das Staatsministerium hielt heute eine Sitzung. Finanzminister Scholz ist nach Friedrichs ruh gereist. Dresden, 12. Nov. Der Landtag wurde heute durch den König eröffnet. Die Thronrede spricht die Freude darüber aus, daß die Ge— sammtlage des Landes eine günstige sei. Karlsruhe, 12. Nov. Die heutige vom Großherzog bei der Landtagseröffnung verlesene Thronrede gedenkt der Vermählung des Erb— großherzogs und des Besuches des Kaisers und kündigt finanzpolitische, land- und forstwirth— schaftliche Vorlagen an. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Das „Fremdenblatt“ bezeichnet die Nachrichten von dem bevorstehenden Rücktritt der Minister Pino und Falkenhayn und die Gerüchte über eine bevorstehende Neugestaltung des Cabinets als müssige Erfindung. — 12. Nov. Die hiesige serbische Gesandt— schaft erklaͤrte, daß ihr absolut nichts bekannt sei von der angeblichen Mittheilung des Königs von Serbien an die Cabinete, er werde sich nächstens zur Ueberschreitung der Grenze ge— nöthigt sehen. Holland. der zweiten Kammer wurde seitens der Regier— ung die Ecklaͤrung abgegeben, daß sie das Pro, ject, bei Scheveningen einen Hafen anzulegen, genehmige. Für die Ausführung des Projectes votirte die Provinz Holland 300,000 Gulden, die Stadt s'Gravenhage 750,000 Gulden. Frankreich. Paris. Eine Verfügung des Finanzministers ordnet die Emission von 45 Million Schatzbons an. Die„Kreuzzeitung“ meldet, daß die Petitions-Commission des fran— zösischen Senats entschlossen sei, die Spielbank— frage in Monaco auf die Tagesordnung zu setzen. Großbritannien. London, 11. Nov. In Folge von im Kriegsministerium gepflogenen Berathungen ist gestern beschlossen worden, die Genehmigung zur Errichtunz 10 neuer Batail— lone englischer Linien-Jnfanterie nachzusuchen. Motivirt wird der Beschluß mit der Vermehr— ung des englischen Heeres in Indien und mit der Verminderung der Truppenbestände in Eng— land durch Truppensendungen nach Egypten. Spanien. Madrid, 11. Nov. Es ver— lautet, die Einberufung der Cortes sei auf den 27. Dezember in Aussicht genommen.— In der Provinz Alicante wurden revolutionäre Procla— mationen mit Beschlag belegt. Drei Personen wurden verhaftet.— Der maroccanische Ge— sandte wird zu Madrid erwartet. Die Presse ist einhellig der Ansicht, die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Verhandlungen des neuen deutschen Ministerresidenten zu Tanger, Testa, zu lenken, sowie auf die Schritte, die Jener beim Sultan Muley unternehme, um einen Handelsvertrag mit Deutschland abzuschließen, ein Kohlendepot für die deutsche Marine auf maroccanischem Küstengebiete, sowie verschiedene Handels- und gewerbliche Etablissements daselbst zu errichten. Deutschland habe schon 1876, wiewohl vergeblich, gleiche Absichten auf Marocco geltend gemacht.— Der„Courier von Manila“ bringt die Nachricht, daß der spanische Kreuzer „Aragon“ die Palaos-Juseln nicht besetzen konnte, weil daselbst bereits durch deutsche Kanonenboote die deutsche Flagge aufgehißt war. Türkei. Constantinopel, 11. Nov. In ihrer am Montag stattgefundenen Sitzung be— stätigte die Conferenz nochmals die Rechte des Sultans auf Rumelien und Bulgarien. England schlug die Einsetzung einer Subcommission vor, um die Wünsche der Rumelioten zu erfahren. — Die„Wiener Allg. Ztg.“ meldet von hier, die Differenzen does türkischen Cabinets seien überwunden. Serbien. Nisch, 11. Nov. Amtlich wird mitgetheilt: Die serbische Regierung braucht nicht einen casus belli zu ersinnen; sie hat in— folge des Verhaltens Bulgariens genügende sachliche Gründe für eine Kriegserklärung, wenn dieselbe den Zeitpunkt für gekommen erachtet. Belgrad, 12. Nov. Sämmtliche Donaufahr— zeuge von Radujewatz sind im Timok bei Bre— gora zum Brückenschlag concentrirt. Von Nisch ist eine Pionier-Abtheilung zum Brückenschlag dorthin abgegangen. Pirot, 10. Nov. Die bulgarischen Truppen an der Grenze werden jeden Tag verstärkt. Heute ist eine neue Abtheilung Cavallerie an— gelangt; neue Verschanzungen werden aufge— worfen. Man kann bereits Geschütze in den Redouten sehen. Die beiderseitigen Truppen stehen auf Schußweite einander gegenüber. s' Gravenhage, 1. Nov. In! Bulgarien. Sofia, 11. Nov. Am Mon⸗ tag Abend suchten 300 Serben an der Grenze bei Trin 25 Bulgaren einzuschließen. Den Bulgaren gelang es, sich zurückzuziehen, sie wurden aber von den Serben eine Strecke weit auf bulgarischem Gebiet verfolgt. Rußland. Petersburg, 12. Nov. Der russische Generalkonsul Sorokin in Philippopel, welcher Dienstag nach Constantinopel abgereist war, erhielt der„Neuen Zeit“ zufolge Ordre, nach Philippopel zurückzukehren und sein Amt wieder anzutreten. Eine„Czas“-Meldung be— sagt, Rußland wünsche Wladimir als Nachfolger Alexanders. Indien. Calcutta. Der neue Colonial— krieg in Hinterindien wird in furchtbarer Weise eingeleitet. Eine Depesche der„Times“ meldet nämlich, König Thibau von Birma habe in einer Proclamation die Ermordung aller Eng— langer in seinem Reiche anbefohlen und man fürchte, daß in Mandaley alle Engländer ge— tödtet worden seien. Die Nachricht klingt nicht unwahrschelnlich; schon seit längerer Zeit waren Gerüchte über Christenmasseres in Birma im Umlauf und die Rachsucht des Wütherichs Thibau ließ das Schlimmste erwarten. Aus Stadt und Land. w. Friedberg. In der am 14. November statt— findenden General-Versammlung des Vereins gegen Bettelei soll hauptsächlich die Genehmigung zur Ueber— weisung des Vermögens an die errichtet werdende Her— berge zur Heimath erwirkt werden. Bevor dieses jedoch ohne Weiteres geschteht, glaubt Einsender, daß man erst die Einrichtung einer Verpflegungsstatlon für Handwerks— burschen, wie solche bereits an anderen Orten eingeführt worden ist, abwarten solle, resp. die Ueberweisung des vorhandenen Vermögens von der„Gründung einer Ver— pflegungsstation in Verbindung mit der Herberge“ ab— hängig machen solle. Es liegt im Interesse der Sache, daß zur genannten Versammlung recht viele Mitglieder erscheinen. Friedberg. Am 8. November wurde der vom „Evangeltschen Verein“ gegründete„Feierabend für Lehrlinge“ wiederum eröffnet. Es fanden sich 58 junge Leute ein. Möge dieser sehr erfreuliche Anfang eine gute Vorbedeutung für einen fleißigen und regel— mäßigen Besuch auch in diesem Winker sein. k. Bad Nauheim. Unsere Freiwillige Feuerwehr hält Sonntag den 15. November im Fritz'schen Saale ihre erste Abendunterhaltung ab— Grünberg, 12. Noob. Wie dem„Gr. A.“ mit— getheilt wird, verunglückten gestern in der Eisensteingrube bei Ilsdorf zwei Arbeiter. Der eine erlitt einen Bein— bruch, während der andere lebensgefährliche Verletzungen davontrug und heute in die Klinik nach Gleßen verbracht werden soll. Gießen. Die Schwurgerichts Sitzungen für das 4. Quartal werden unter dem Vorsitze des Landgerichts— raths Wiener am 14. December ihren Anfang nehmen. b. Ortenberg. Unser diesjähriger„kalter Markt“ war sehr gut besucht und es wurde lebhaft gehandelt. Bei der von dem Pferdezuchtverein für die schönsten zu Markt gebrachten Fohlen veranstalteten Prämitrung er— hielten Preise: Gebrüder Bendheim in Friedberg, Ge— brüder Kaufmann in Nieder Wetsel, Isage Kaufmann in Bockenheim, Israel Stern in Staden, Landwirth Müller in Usenborn und Bürgermeister Meyer in Eckartsborn. Auf dem mit ea. 800 Stück befahrenen Rindviehmarkt wurde sehr viel, besonders in gutem Milch- und Zucht⸗ vieh, umgesetzt und für gute Waare zufrledenstellende Prelse erzielt. Darmstadt, 11. Nov. Die feierliche Einweihung der evangelischen Martinskirche fand heute Vormittag unter überaus zahlreicher Betheiligung statt. Der ganze Stadtheil prangte aus Anlaß des freudigen Ereigntsses im reichsten Flaggenschmuck und war fast kein Haus ohne Fahnen, da auch die Angehörigen der anderen Confessionen darin mit ihren evangelischen Mitbürgern wetteiferten. Allerlei. Altenessen, 7. Nov. Eine schreckliche Blutthat wurde heute Vormittag hier unmittelbar an der Essener Grenze verübt. preußen wohnte als Kostgänger bei einer Wittwe, deren 19 jähriger Tochter er seine Liebe entgegenbrachte, ohne Gehör zu finden. Deshalb sann er auf Rache. Er unterbrach heute Morgen die Schicht, kehrte in seine Wohnung zurück und tödtete das Mädchen mit Messer— stichen und Hammerschlägen. Madrid. Der Sultan von Marokko ertheilte einem Spanler die Genehmigung zur Errichtung einer Telegraphenleitung im Innern von Marokko. Handel und Verkehr. Schiffsbewegung der Postdampfschiffe der Hamburg⸗ Amerikanischen Packetfahrtactiengesellschaft.„Lessing“, 4. Nov. von Hamburg nach Newyork;„Thuringia“, von Westindien kommend, 5. Nov. in Hamburg eingetroffen; „Hammonia“, 5. Nov. von Newyork nach Hamburg; „Stilesia“, 10. Nov. von St. Thomas nach Hamburg; „Albingia,, 21. Okt., von Hamburg nach Westindlen, 10. Nov. in St. Thomas angekommen;„Rugla“ 29. Okt. von New Nork, 11. Novbr. in Hamburg angekommen; „Bohemia“, 11. Nov. von Hamburg nach Rew-Pork; „Moravia“, 28. Oct. von Hamburg, 11. Nov. in Newyork angekommen. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: 15. Okt. Der Seribent Friedrich Joseph Johann Anton Eduard Seel von Biebrich mit Lehrerin Marg. Kath. Emilie Therese Zeh von Gießen. 22. Okt. Der Kleiderhändler Gust. Alb. Handrich mit Maria Elisab. Louise Charl. Greb von Rixfeld. 25. Okt. Der Handarbeiter Joh. Michael Schäfer von Marköbel mit Barb. Krahl von Bobenhausen. Geboren: 8. Okt. Dem Schneider Philipp Ludwig Döpp 1 Tochter. 11. Okt. Dem Bauaufseher Heinrich Zörb 1 Sohn. 12. Okt. Dem Gerber Johann Georg Volp 1 Tochter. 15. Okt. Dem Maler Eduard Busse 1 Sohn. 17. Okt. Dem Handarbeiter Leander Krahner 1 Tochter,. Gestorben: 8. Okt. Kath. Johanna Dorothea Falck, Töchterchen des Landwirths Heinrich Wilh. Falk, 2 Monat alt. 10. Okt. Ein todtgeborenes Söhnchen des Handarbeiters Phklipp Hünerwolf. 16. Okt. Peter Hagemann, 63 Jahr alt. 18. Okt. Katharina Hoffmann, 76 Jahr alt. 24. Okt. Georg Martin Berg, Söhnchen des Maurers Friedrich Karl Berg II., 4 Jahr 8 Monat alt. 28. Okt. Franz Joseph Grochtdreis, Söhnchen des Eisenbahnbremsers Friedrich Grochtdreis, 5 Monat alt. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 12. November 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke. 5 eee e do. an ½%je... e, Englische Sovereings 20. 31 20. 27 Russische Imperiales 16. 74 16. 70 Duedtee n „% al mare Dollaus iy Goddd Kirchliche Anzeigen für Kriedberg Evangelische Gemeinde. 24. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1¼⁰ Uhr: Herr Candidat Schönfeld. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Katholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag ¾7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Dr. Gensch prakt. u. Speeialarzt für Haut., Frauen- u. Unterleibs krankheiten ete. Frank- furt a. M., Stittstr. 22. fr. Assist. Pro- fessor Rièord's. Auswärts brieflich. 580 Alle Sorten Cischmesser, Gabeln, Dessertmesser und Gäbelchen, Tranchlirbestecke, Schnelderscheeren, Frauenscheeren, Pferdescheeren, Rosen— und Rebscheeren, Garten- und Veredlungsmesser, Rasir— messer, Schlachtmesser, Stähle, Hacknesser, Blenengeräthe, sowie alle in mein Fach einschlagende Arttkel bringe ich in empfehlende Erinnerung. Carl Schäfer, Messerschmied in Friedberg, 3943 Kalserstraße Nr. 26. Eibisch Zucker, billiges und bewährtes Mittel bet Husten und Heiserkeit, empfiehlt von 12 Pf. an in jedem Quantum 3679 Friedr. Hilbrecht Wittwe. Lebkuchen empfiehlt F. Reuß. Noßhaare, Schweif ⸗Abschnitte, kauft Ticobald Steinel, Bürstenfabrikant. Ein möblirtes Zimmer 3934 3904 zu vermiethen. Kaiserstraße 365. 3849 Tuchschuhe und Holzschuhe mit Leder a billig bet äußerst billig be Adam Söllner II. 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Außerordentliche General-Persammlung des Vereins gegen Bettelei Samstag den 14. November d. J., Abends 8 Uhr, in der Burck'schen Brauerei. Tagesordnung: Besprechung über die Stellung unseres Vereins zur Gründung der Herberge zur Heimath. 5 Zu allgemeiner Betheiligung der Mitglieder ladet ein Der Vorsitzende 39060 S. Schwarz. 1 5— Windecker's Felsenkeller. Samstag und Sonntag Schellsisch und Gans. 3936 3654 bei Wilhelm Fertsch. empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 46 und eine Beilage.) Frischer Labberdan 6 — . Kosene 0 N. alen Blätter stituitu Verein Präla er au Verbr. Leben dann Verein Nedak mit gt vereint welche absicht der S Zweck welche schuft stande ferent zur unvet, duklio der zu erprob höhun, In dr der Ti gebung Symp. lichkeit Gesetz lichtet für d Alle die V. Bezteh Arbeit Minis bisher Inter des L. daß finder des vor, durc geno leicht licher letzte Der hat Nach De. die! erstal die H eine Reihe die eine die! verd' Ausc vor: 12 „ — 182 2 EE ein⸗.. 7 48 7 N. 8 2* 2 8 4 5a 8 18 m 4 28 9 2 —*— 4 — 2 S 2 1— 2 32 —* 5 — 2 N — — Beilage. Hberhessischer Anzeiger. 135. Aud Stadt und Land. J. Darmstadt. Am 21. Oetober fand in der „Rosenau“ in Frankfurt unter erfreulicher Betheiligung von Männern der verschiedensten Berufskreise und aus allen Theilen des Großherzogthums die in öffentlichen Blättern kürzlich angekündigte Versammlung zur Con— stituirung eines hessischen Zweigvereins des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke statt. Prälat Dr. Habicht eröffnete die Versammlung, indem er auf die tiefgehenden Schäden hinwies, welche die Verbreitung des Alkoholismus für das gesammte sockale Leben in unserem engeren Vaterlande habe und ertheilte dann das Wort dem Geschäftsführer des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke, dem Redakteur Lammers aus Bremen. Lammers begrüßte mit großer Genugthuung die Bildung eines neuen Landes- vereins und machte dann Mittheilungen über die Schritte, welche der Verein in der nächsten Zeit zu thun be— absichtige. In erster Linie werde eine Verminderung der Schankstätten in Deutschland beabsichtigt. Zu diesem Zwecke sei eine Petition an den Reichstag ergangen, welche eine Verschärfung der gewerbegesetzlichen Vor— schriften über die Ertheilung der Concession zum Gegen— stande habe. Trotz eines gründlichen Verichts des Re— ferenten der Petitionseommission sei dieselbe nicht mehr zur Berathung gekommen und es müsse dieselbe nunmehr unverzüglich aufs neue eingebracht werden. Die Re⸗ duktion der Schenken sei der erste Schritt auf dem Wege, der zu dem in der schwedischen Stadt Gothenburg trefflich erprobten Systeme führe. In zweiter Linie sei die Er— höhung der Branntweinsteuer in Aussicht genommen. In dritter Linie sei eine Bestrafung und Entmündigung der Trunkenbolde nach Vorbild der holländischen Gesetz— gebung in Aussicht genommen und hierfür lasse sich die Sympathie der Regierungen mit ziemlicher Wahrschein— lichkeit erhoffen. Endlich müsse die Aufmerksamkeit der Gesetzgebung auf die Reinigung des Trinkschnapses ge— richtet werden und auch in dieser Hinsicht seien bereits für die nächste Zelt Schritte in Aussicht genommen. Alle staatliche Thätigkeit nütze aber nichts, wenn nicht die Vereinsthätigkeit sich kräftig entfalte und in dieser Beziehung empfahl der Redner dem hessischen Verein die Arbeitgeber und Frauen für seine Ziele zu interessiren. Ministerialsekretär Dr. Linß berichtete hierauf über die bisherige Thätigkeit. Nach seinen Mittheilungen ist das Interesse für die Ziele des Vereins in allen Theilen des Landes ein reges und die beste Hoffnung vorhanden, daß seine Bestrebungen Verständniß in der Bevölkerung finden. Linß legte als Statutenentwurf die Statuten des Provinzialvereins für die Provinz pessen-Nassau vor, welche von der Versammlung in eingehender Weise durchberathen und mit verschiedenen Aenderungen an— genommen wurden. Um den Beitritt möglichst zu er⸗ leichtern, machte man einen Unterschied zwischen ordent—⸗ lichen und außerordentlichen Mitgliedern und setzte für letztere den Jahresbeitrag auf mindestens 50 Pf. fest. „Der Vorstand des Vereins besteht aus 15 Mitgliedern, hat jedoch das Recht sich bis auf 21 zu ergänzen. Nachdem der Verein sich so eonstituirt hatte, erstattete Dr. Linß Bericht über die hessische Gesetzgebung gegen die Trunksucht. Es wurde sowohl von dem Bericht⸗ erstatter als auch aus der Versammlung eonstatirt, daß die Handhabung der Bestimmungen des Poltzeistrafgesetzes eine äußerst laxe sei. Es wurde constatirt, daß in einer Reihe von Städten des Landes in Läden, welche nur die Coneession zum Kleinhandel mit Branntwein besitzen, eine förmliche Schankwirthschaft betrieben werde, und vie Versammlung war darin einig, daß diese Läden viel verderblicher wirkten, als die eigentlichen Schenken. Im Anschluß hieran schlug Dr. Linß folgende Resolution vor:„Indem sich die Versammlung mit dem seitherigen Vorgehen des Hauptvereins behufs Erlangung einer die wirksame Bekämpfung des übermäßigen Genusses geistiger Getränke ermöglichenden Gesetzgebung einverstanden er— klärt, ist dieselbe der Ansicht: 1) daß im Großherzogthum Hessen eine schärfere Handhabung der bestehenden, der Trunksucht entgegenwirkenden Vorschriften, ins besondere derjenigen über die Poltzeistunde, den Wirths hausbesuch an Sonn⸗ und Feiertagen, die Veranstaltung oͤffentlicher Tanzbelustigungen, die Beschaffenheit der Schanklokale, die Vestrafung öffentlicher Trunkenheit, den Verkauf und das Feilbleten von Splrituosen zulässig und wünschens⸗ werth ist, 2) daß die nach§. 33 der Gewerbeordnung den Landesregterungen freigestellte Abhänglgmachung der Concessionirung von Schankstellen vom Bedürfnißnachweis Nr. 52861 53094 101809 je M. 600., auf Nr. 38485 39003 79655 85725 114169 je M. 300., auf Nr. 7181 110212 je M. Oester rei 1. Febr. 1886. Nr. Nr. 13, S. 68 5909 Nr. . 11614 Nr. 13391 Nr. 17074 Nr. 18070 Nr. Gg alle in obigen führten Numm Neuchate 1857. 1. Febr. Schwedis 1860. 1. Febr. 1886. Nr. 171136, 1 1868. 1. Februar 10,000 Thlr. Ziehu S. 2798 Nr. Bukarest 1885. Serien. 1173 1959 3033 4452 6196 7140 2289 3169 4475 6198 7205 Nr. 28, S. N N S. 4045 Nr. Gewinn-Zlehung vom 2. Nov. 1885. 19 à 50000 fl. S. Nr. 10, S. 6666 Nr. 12, S. e , Nr. 3, S. 19899 Nr. 3, d 5000 fl. s Nr. 3 18, S. 6666 Nr. 10, 9839 Nr. 16, 19820 Nr. von 500 fl. und 600 fl. und 120 fl. Ziehung am 1. 1886. Nr. 25399 73680 je 500 Fr. 93025 94903 je 100 Fr. Ziehung am 1. 1886. Nr. 5, S. 423 Nr. 5, S. 468 Nr. Heimzahlung Nr. 87 245 454 611 672 799 1020 1154 1170 1324 1505 1508 1645 1722 1802 1829 1842 1903 2373 3352 4911 6241 7219 Nr. 89 à 100000 Fr. S. S. 2373 Nr. 2 à 5000 Fr. S. Nr. 53, S. 4452 Nr. 87 à 2000 Fr. S. S. 3855 Nr. 71, S. S. 6477 Nr. 74 à 1000 Fr. S. v. 1 r. 82, S. 3416 Nr. 5, S. 4452 Nr. 6, S. 6241 r. 4, S. 6560 Nr. S. 87 Nr. 63, S. 611 Nr. 85, S. S. 1508 Nr. 75 80, S. 1645 Nr. 82, S. 1842 Nr. 66 S. 3416 Nr. 44 93, S. 3444 Nr. 84, S. 180. chische fl. 500-Loose von 1860. Heimzahlung am Wohlhabenden kann das schwere und verant- wortungsvolle, aber auch so heilbringende 22388 38626 40558 45735 74700 75143 104718 109176 Werk nicht begonnen, geschweige denn durch⸗ geführt werden. Darum helfet ihr Menschenfreunde in Stadt und Land, helfet ihr Gemeinden und Eln— zelnen, ihr Anstalten und öffentliche Fonds, helfet alle, S. 496 Nr. 1 à 300000 fl. S. 7223 die ihr ein Herz habt für die ernsten soetalen Aufgaben 9 Nr. 4, S. 2974 Nr. 13, 17, S. 5938 8780 Nr. 9, S. 9282 73 Nr. 5, S. 11262 Nr. 20, S. 11406 17567 S. 3651 Nr. 19, 4045 Nr. 2, S. 4468 Nr. 12, 6128 Nr. 1, S. 6523 Nr. 18, 8780 Nr. 18, S. 9093 Nr. 1 3, 11262 Nr. 11766 Nr. 13, S. 12437 Nr. 11, 13892 Nr. 9, S. 15170 Nr. 4 6, 17217 Nr. 17688 Nr. 11, 18113 Nr. 2, S. 19210 Nr. 1, 19953 Nr. 9 à 1000 fl. Auf Serten enthaltenen und hier nicht ange— ern entfällt, je nach dem Nom. Betrage 100 fl. der geringste Gewinn von 55 8 o 9, S. 1 S. ller 10 Frs. ⸗Loose vom Jahre Nov. 1885. Auszahlung am Hauptpreise: Nr. 63759, 6000 Fr. Nr. 11933 44718 58404 che 10 Thaler⸗Loose vom Jahre Nov. 1885. Auszahlung am Hauptpreise: Nr. 44350, 10,000 Thlr. 000 Thlr. Finnländische 10 Thlr.⸗Loose vom Jahre ng am 2. Nov. 1885. Auszahlung am Hauptpreise: Serie 1325 Nr. 1, S. 9220 Nr. 11, 2400 Thlr. S. 190 17 S. 813 Nel 7, 5, S. 5152 Nr. 3, S. 5694 Nr. 13, S. 6557 Nr. 12 18, S. 8385 Nr. 8 je 200 Thlr. er 20 Fr.⸗Losse. Ziehung vom 1. Nov. am 5. März 1886. Gezogene 2480 2633 2711 2781 3416 3444 3576 3855 4984 5238 5302 5407 6130 6137 6246 6477 6560 6669 6921 6945 7402 7429. Gewinne. S. 4045 1722 Nr. 48 à 25000 Fr. 1505 Nr. 96, S. 3169 611 Nr. 6, 6196 Nr. 56, S. 6189 Nr. 33, 1829 Nr. 1, S. 1903 2805 2885 3978 4045 2480 Nr. 62, S. 3169 97, S. 6945 Nr. 50 à 500 Fr. 1324 Nr. 85, 3576 Nr. 64, 76, S. 4475 Nr. 21, S. 5238 Nr. 58 59, S. 5302 Nr. 96, S. 6196 Nr. 58, S. 6241 Nr. 12, S. 6246 Nr. 47 95 à 100 Fr. können auf unserem Bureau eingesehen werden. Die übrigen Nummern Daheim „Von ihm“. Non H. Vogt. — Karl Spitzweg. freund.— Durch die vulkanlsche Eifel. Mit neun Illustr.— Berlin-Ostende mit zehntägigem Re— tourbillet. Forts.— Im Herbst. Mit Illustr.— Kapitän Frederick Marryat. Thräne.— Ein Wuͤstenbild. Schichtbuch.— Gesundheitsrath.— Eine Kleinkinder— ausstellung.— Briefkasten.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. Literarischek. Nr. 5 u. 6 enthält: Unser Neffe. Forts. Mit Porträt und Bild: Der Kaktus— Von F. Hey'l. Mit Porträt. Von R. Werner.— Bild.— Zur Geschichte des Veloeipeds. Mit 6 Illustr.— Am Familientisch: Die Bild.— Hänselmanns 20 Pfarrelen 26. August d. ichts der unverhältnißmäßig großen Zahl der in eee Gast⸗ und Schankwirthschaften und Branntweinverkaufsstellen und deren unzweifelhaft in sittlicher und materleller Beziehung höchst Wirkung als eine besonders dringliche Maßregel zu be— trachten ist.“ Die Versammlung nahm die Resolution an und beauftragte den Vorstand, eine Petlitson Sinne des zweiten 5 0 d die Stände zu nichten. Wet Cab— betont hatte, daß es vor Allem nothwendig sei, möglichst viele Personen zum Beitritt zu veranlassen, wurde die Versammlung geschlossen. Verloosungen. Oldenburger 40 Thaler-Loose. 2. November stattgehabten Nr. 92595 M. 30,000., auf Aufruf. Wie bekannt hat die Dekanatssynode Friedberg, die und 31 Gemeinden in sich befaßt, am J. einstimmig beschlossen, hier in Fried- berg eine„Herberge zur Helmath“ zu errichten. Dieselbe, wenn auch von der evangelischen Kirche ge— schädliche gründet, soll doch den Bekennern aller Confesstonen und Rellglonen, ohne den religtösen Anschauungen der Einzelnen zu nahe zu treten, also jedem Wanderer sigen Orte, zur Heimath“ eine dringen im in christlicher Liebe und Weitherzigkest offen stehen. Daß elben an die Gr. Reglerung eine solche Anstalt, von welcher der Branntwein, Streit Nachdem der Vorfitzende, und Unzucht ausgeschlossen sind, gerade an dem hle— in der Mitte zwischen den mit„Herbergen versehenen Orten Frankfurt und Gießen, de Nothwendigkeft ist, darüber braucht an dieser Stelle kein weiteres Wort gesagt zu werden. Nur an die wa Bei der am soll noch einmal kräftig appellirt werden. Gewinnzlehung fielen auf nachhaltige Unterstützung, große Gaben und Nr. 71163 M. 1500., auf wirkliche Opfer settens der Begüterten und rmherzige Nächstenllebe der Menschenfreunde Denn ohne 13, S. 11594 Nr. 5, Meyer, 13892 Nr. 20 à 25000 fl. der Gegenwart, damit ein Werk zu Stande komme, das S. 7942 Nr. 9, S. 17851 Nr. 1 à 10000 fl. S. 562 0 für Tausende und auf viele Jahrzehnte hinaus ein Werk des Segens werden kann. Helfet ganz besonders nachdrücklich am Anfang, wo Hülfe besonders noth thut. Ist die Herberge einmal im Gange, dann wird sich dieselbe, auf Grund der anderwärts gemachten Erfahr— ungen, nach menschlicher Voraussicht ganz oder doch in der Hauptsache durch sich selbst erhalten können. Dies wird um so mehr der Fall sein, da nach Versicherungen von zuständiger Selte begründete Aussicht vorliegt, daß durch das Wohlwollen der Verwaltungsbehörde die Naturalverpflegung für die Handwerksburschen im Kreise Friedberg der zu errichtenden Herberge zugewiesen wird. Darum helfet, helfet ihr Menschenfreunde, helfet nach— drücklich, helfet nach dem vollen Maaß euerer Kräfte, helfet willig und selbstlos! Dann wird abermals ein Stück„socialer Frage“ für unsere Gegend von der Tages ordnung verschwinden und Gottes Segen unserem Unternehmen nicht fehlen. Der geschäftsführende Ausschuß: Decan. Schwarz, Kaufmann. Wahl, Seminarlehrer. Dr. Weiffen bach, Professor. Walz, Pfarrer in Bad⸗Nauheim. Herberge zur Heimath. Bis heute gingen ferner ein: Von Herrn Hofprediger Grein in Darmstadt 5 M.; Verwalter Schwarz in Ockstadt 2 M.; Karl Hilbrecht hier 3 M.; Fräulein Aug. Engel hier 1 M.; Apotheker Görtz hier 10 M.; Kammerrath Fresenius in Assenheim 5 M.; Fräulein Hilda Dieffenbach hier 2 M.; Ungenannt 3 M.; Mini⸗ stertalrath Rothe in Darmstadt 3 M.; Landgerichts⸗ assessor Prätorius in Darmstadt 2 M.; Ungenannt 3 M.; Hch. Meier in Reichelsheim 5 M.; Frau Altmannsperger in Reichelsheim 10 M. 15 Pf: Ungenannt 10 M.; Superintendent Dr. Rletschel in Wittenberg 2 M.; R. N. 6 M.; Hch. Übrich hier 10 M.; Erlös für Predigten durch die Herren Pfarrer Sell in Beienheim 1 M.; Decan Buchold in Ossenheim 50 Pf.; Pfarrer Walz in Bad- Nauheim 20 Pf., deren Empfang wir hiermit bescheinigen und sagen wir den Gebern unsern innigsten Dank, verbinden aber auch die Bitte um weitere Gaben, da gerade der Anfang am schwersten ist. Friedberg den 10. November 1885. Der Vorstand. . Decan Meyer, Vorsitzender. G. Schwarz, Rechner. Für unsere Armen ⸗Anstalten ind folgende Gaben eingegangen, deren Empfang mit dem Ausdruck unseres herzlichsten Dankes descheinigt wird. A. Für das Bürger⸗ hospital: Maurer Hottes 6 Mark und ein Korb Aepfel; Ungenannt 15 M.; Uhrmacher Meyer für Dienstleistungen der Schwester Katharine 10 M.; Ungenannt in Bad— Nauheim desgleichen 20 M. B. Für die Stadtarmen: Seminardirektor Schäfer am 17. Sept. 1885 mit dem Motto:„Vergiß der Armen nicht, wenn Du einen fröhlichen Tag hast 10 M.; Martha Karg 10 M. C. Für die Volksküche: Ungenannt 3 M.; Ungenannt 70 Pf.; Decan Meyer 5 M.; Ungenannt ein Korb Gemüse; Ungenannt zwei Körbe Kartoffel und ein Korb Gemüse; Ungenannt desgl.; Ungenannt ein Korb Kar— toffel; Ungenannt ein Korb Gemüse; Ungenannt desgl.; Ungenannt desgl.; Ungenannt desgl.; Ungenannt eine Küchenwage und ein Spuͤlbrett; Kaufm. Fertsch ½ Ctr. Gerste, ½ Ctr. Reis; Metzger Blum 3 Pfd. Fett; Bei⸗ geordneter Reuß 12 Pfd. Mehl; Schmidts Erben ein Sack Kartoffel und ein Korb Gemüse; Johannes Engel desgleichen. Friedberg den 11. November 1885. Für die Armen-Commission: Meyer, Decan. Handel und Verkehr. Frankfurt, 12. Nov. Fruchtber. Hies. Weizenmehl Nr. 0 M. 31.75— 32.75, Nr. 1 M. 26.50— 27.50, Nr. 2 M. 24.75— 25.75, Rr. 3 M. 22.75— 23.75, Nr. 4 M. 16.25— 17.25, Nr. 5 M. 15.25— 16.25, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 49.75— 51.75, nord⸗ deutsche und westfälische Weizenmehle 00 M. 2323.50, Roggenmehl/ ruhig M. 18.50— 19.50 ab Berlin, Null allein M. 1.50 darüber, schwarze Sorten nominell, Roggenklete M. 4.50— 4.75, Weizenkleie M. 4 per Ctr. Ruͤböl im Detail M. 51. Brodpreise vom 16. November bis 1. Dezember. Nach eigener Angabe der Backer. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Nov. bis 1. Dezember. Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Frledberg und Bad Nauheim kostet das ½ Kllo Ochsenfleisch 61 Pf. S. Löb in Bad⸗Nauheim verk. das Hammelfl. zu 40 Pf. . F ˙ Bekanntmachung. In dem Firmenregister unterzeichneten Gerichts wurden vollzogen: 1. Einträge: a. am 25. Juni 1885: Die unter der Firma„C. W. Altmannsperger“ in Reichelsheim betriebene Cigarren— fabrik, deren seitheriger Inhaber verstorben ist, wird von der Wittwe des Christian Wilhelm Altmanns— perger, Friederike, geb. Schwarz, von Relchels heim fortgeführt. Wilhelm Schwarz von Friedverg ist Proeurtst; b. am 5. November 1888: 1. Richard Huber, Mitinhaber der Firma„Jean Huber“ dahier, ist verstorben und wird die Firma von dem verbleibenden Theilhaber Jean Huber allein fortgeführt; 2. Salomon Becker, Mitinhaber der Firma„Becker und Engel“ dahler, ist gestorben, Jakob Engel führt die Firma fort, dessen Ehefrau, Johanna, geb. Becker, hat Procura; 3. Abraham Adler betreibt in Nieder-Florstadt einen Handel mit Colontal-, Mehl- und Kurzwaren unter der Firma„Abr. Adler“; 4. Michael Adler betreibt in Nieder-Florstadt unter der Firma seines Namens einen Handel mit Spezerelwaaren, Brod und Mehl; 5. Adolf Mayer betreibt in Friedberg unter der Firma seines Namens einen Handel mit Uhren, Gold und Silber; 6. Alexander Maaß daselbst desgleichen unter der Firma„A. Maaß“; 7. Georg Martin Reuß betreibt in Friedberg eine Möbelhandlung unter der Firma„G. M. Reuß“; 8. Johann Baumeister betreibt in Friedberg eine Colonial⸗, Material- und Farbwaaren-Handlung unter der Firma„J. Baumeister“; 9. Friedrich Söllner betreibt daselbst ein Kurzwaaren— geschäft unter der Firma„Fr. Söllner“; 10. Reinhold Reibstein betreibt in Friedberg eine Schilefertafelfabrikation mit Schreibmatertalien— handlung unter der Firma„R. Reibstein“; 11. Johannes Krug betreibt in Ockstadt unter der Firma„Joh. Krug“ einen Handel mit Landes⸗ produkten; 12. Abraham Haas betreibt in Ober-Rosbach unter der Firma„Abr. Haas“ einen Mehl- und Frucht— handel. 11. Löschungen: a. am 23. Mai 1885: Eduard von Göbel in Friedberg; b. am 5. November 1885: 1. Gebrüder Grödel in Friedberg, 2. M. Scheibel daselbst, 3. Adam Damm 5 4. E. Ruths 5 5. Theodor Gauterin 5 6. J. A Wendel 5 7. Friedrich Netz 5 8. Philipp Simrock 5 9. Ernst Philippi 4 10. W. A. Muller 5 11. Konrad Heinrich Bausch in Nieder-Wöllstadt, 12. Heinrich Hermann in Ockstadt, 13. Joseph Klein 111. in Ilbenstadt, 14. Meyer Reichenberg in Bruchenbrücken, 15. Herz Haas in Ober-Ros bach, 16. G. Schwarz in Friedberg, 17. Jakob Stern daselbst, 18. Kaufmann Stern daselbst, 19. Manasse Schott in Burg⸗Gräfenrode, 20. Jakob Burck in Friedberg, 21. Heinrich Schaupp in Ockstadt, 22. G. F. Aletter in Friedberg, 23. Thomas Klein Wittwe in Ilbenstadt, 24. H. C. Müller in Friedberg, 25. Johannes Mörschel I. in Ilbenstadt 26. Aron Löser in Friedberg, 27. C. G. Viehweg daselbst. Friedberg am 6. November 1885. Großherzogliches Amtsgericht Frledberg. Herzberger. 3919 Weber. Oeffentliche Aufforderung. Ansprüche an die nachstehend, mit Flur und Nr. be⸗ zeichneten, den beibemerkten Personen im Grunbbuche zugeschriebenen Liegenschaften sind so gewiß binnen 14 Tagen dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die bezüglichen Veräußerungen und resp. Ueber⸗ schreibungen bestätigt, die Einträge„beschränkt“ gelöscht und die erforderlichen Einträge ins Mutattonsverzeichniß verfügt werden. I. Gemarkung Ober⸗Mörlen. Flur 43 Nr. 103 König, Johannes XXI., 1 1 5 28556 3583 5 1 0 4300 Krebs, Karl II., „ 700 1 2 0 4260 Werner, Anton, „** „ e ee, witer, . 1 1 5172Kenis, Anton XII., „„ 1126 König, Anton XII. und Frau, geb. Schneider. II. Gemarkung Bad⸗Nauheim. Flur 6 Nr. 177 Heinrich, Elisabetha, Kinder des Karl Steuernagel, „ 14„ 723 Langsdorf, Johannes I. Wittwe, geb. Hartmann, „ 7„ 149 Stoll, Christoph. 111. Gemarkung Schwalheim. Flur 2 Nr. 199 Bingel, Konrad IV. Wittwe, „ 7„ 413 Marloff, Reinhard und Ehefrau, Mar⸗ „ 12 8 garethe, geb. Jacobi, in Dorhelm. Iv. Gemarkung Steinfurth. Flur 2 Nr. 209 N n FF „ee ee W „ 7 17 0 13 n „ N 180 „5„ie e „ 8„ 172 Schultheiß, Ludwig II. „ „ e, 23 5 „ 14„ 287 N i n 17 16* 87 1 1 17 e e „ 18„ 128 Bad Nauheim den 10. November 1885. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim. Bauer. ** Bekanntmachung. Dienstag den 17. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei-Büreau die Kiefernzapfen Erndte in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Eichkopf, Filz⸗ hard und Bernhard, öffentlich versteigert werden. Ziegenberg den 11. November 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain. Rumpf. 3925 3921 Naeh Vorschrift des Universitäts-Professors Dr. Harless, Königl. Geheim. Hofrath in Bonn, gefertigte Stollwerck sche Brust- Bonbons. seit 40 Jahren bewährt, nehmen unter allen ähnlichen Hausmitteln den ersten Rang ein. Hegen Husten und Heiserkeit gibt es nichts gesseres. Vorräthig à 50 Pf. in versiegelten Packeten 4 in den meisten guten Colonialwaaren-; Droguen- Geschäften und Conditoreien, sowie Apotheken, durch Depotschilder kenntlich. 3206 ne 2 Winterhandschuhe empfiehlt zu den billigsten Preisen K. Friedrich. Eisengiesserei u. Waagenfabrik von Carl Schenck, Darmstadt. Fuhrwerkswaagen mit eisernem hett oder Stein- fundament. 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