* Jedtrede At ꝛ erg. et. 1885. Dienstag den 14. Zuli. M 82. 5 . Oberhessischer Anzeiger. * Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Areisblatt für den Kreis Friedberg.— Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 U Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit L etztere nicht Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. — Betreffend: Die Versicherung von Mobilien. Nach den Bestimmungen des Reglen Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft 11. Dezember 1871 die Versicherung von 2 herzogthum zugelassenen meistereien, sofern nach der Ihnen ob hoch gegriffen sind, den Versicherungsantrag reduciren oder seine Zustimmung zu einer vo Taxation zu veranlassen. Da Ueberversicher wiesener Maßen der Fall gewesen ist, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Mobiliar-Feuerverst liegenden pflichtmäßigen Erwägung die in leicht Anlaß zu Brandstiftungen Amtlicher Theil. Friedberg den 10. Juli 1885. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. lents über das in Beziehung auf die Versicherung von Mobiliargegenständen bei der Aachener und zu beobachtende Verfahren vom 19. April 1837, welches durch§. 7 der Verordnung vom kobilien in Feuerversicherungsanstalten betreffend, auf die Versicherungen bei sämmtlichen im Groß— icherungsanstalten für anwendbar erklärt worden ist, haben Sie, die Großherzoglichen Bürger— einem Versicherungsantrage enthaltenen Werthbestimmungen zu etzen und ihn zu befragen, ob er diese Werthbestimmungen eventuell aber nach näherer Vorschrift des Reglements die wieder bei verschiedenen Bränden nachge— irgend thunlich zu verhüten sind, so enden hiervon alsbald in Kenntniß zu 0 rzunehmenden Taxation ertheilen will, ungen von Mobilien, wie dies gerade in letzter Zeit geben und daher soweit nur empfehlen wir Ihnen im Auftrage Großherzoglichen Ministertums wiederholt und dringend bei jedem Versicherungsantrag pflichtgemäß zu erwägen, ob die in dem Antrag enthaltenen Werthbestimmungen nach der Ihnen beiwohnenden oder kurzer Hand durch Erkundigung oder Ein⸗ sind und weisen Sie an eventuell sicht zu erwerbenden Kenntniß der Ver ben hältnisse nicht über den wahren der Gegenstaͤnde angegeben In den Berichten, mit we Werth erwähnten Reglements zu verfahren. lchen Sie die Versicherungsauträge nach Maßgabe der Bestimmungen des o uns vorzulegen haben, wollen Sie sich in Zukunft namentlich auch darüber äußern, daß Sie die Ihnen in der fraglichen Richtung obliegende Prüfung vorgenommen haben. Dr. Braden. 4 Betreffend: Die, Anschaffung des von der Forstverwaltung für Communalwaldungen zu verwendenden„* 2 Formularpapiers, insbesondere Ersatz der hierdurch pro 1883/84 entstandenen Kosten. Fried berg den 11. Juli 1889. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Markvorstände ꝛc. des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, die alsbaldige Auszahlung der nachstehend aufgeführten Beiträge an Großherzogliches Rentamt Friedberg zu veranlassen. N Dr. Braden. Gemeinde Butzbach M. 3.10 Gemeinde Wölfersheim M. 07% Gmeinde Mieder-⸗Noß bach N. 141 Gemeinde Nieder⸗Wöllstadt M. 0.10 Hospital St. Wendel Butzbach„ 0.22 Gemeinde Wohnbach„ 1.25 Gemeinde Ober⸗Mörlen„ 4.54 Gemeinde Ober⸗Florstadt„ 0.45 Gemeinde Beienheim„ 0.40 Gemeinde Weckes heim„ 0.36 Gemeinde Ober⸗Ros bach„3.51 Gemeinde Reichelsheim„ 0.92 Gemeinde Gambach„ 2.18 Gemeinde Bodenrod„ 0.85 Gemeinde Ockstadt„ 1.68 Gemeinde Stammheim 1122 Gemeinde Griedel„ 1.15 Gemeinde Fauerbach v. d. H.„ 2.44 Gemeinde Assenheim„ 0.18 Gemeinde Harheim„ 0.94 Gemeinde Kirch⸗Göns„ 1.27 Gemeinde Hausen„ 0.46 Gemeinde Bönstadt„ 1.05 Gemeinde Holzhausen v. d. 1 Gemeinde Nieder⸗Weisel„ 4.68 Gemeinde Hoch-Weisel„ 3.97 Gemeinde Büdes heim„ 0.62 Gemeinde Massenheim„ 0.30 Gemeinde Oppersbofen„ 0.04 Gemeinde Langenhain„ 1.84 Gemeinde Burg Gräfenrode„ 0.48 Gemeinde Nieder Erlenbach 75 Rockenberger und Oppershofer Gemeinde Maibach„ 1.58 Gemeinde Groß Karben„ 0.97 Gemeinde Nieder⸗Eschbach 11 Mark„ 2.76 Gemeinde Muͤnster„ 1.61 Gemeinde Heldenbergen„ 0.46 Gemeinde Ober Erlenbach„ 1.34 Gemeinde Pohl⸗Göns„ 1.33 Gemeinde Ostheim„2.27 Gemeinde Ilbenstadt„0.05 Gemeinde Ober⸗Eschbach 3 Gemeinde Södel l Gemeinde Burgvorstadt Friedberg„ 0.07 Gemeinde Kaichen„ 0.38 Gemeinde Petterweil„ 1.30 Gemeinde Steinfurth„ 0.07 Gemeinde Bad Nauheim„ 1.08 Gemeinde Klein Karben„ 0.92 Gemeinde Rodheim„ 5.07 Märkerschaft Trais⸗Münzenberg 0.34 Gemeinde Nleder-Mörlen„ 1.23 Gemeinde Nieder-Florstadt„2.08 Gemeinde Vilbel 2 3 Bekanntmachung. Es soll ein vollkommen arbeitsunfä geneigt sind, den Hülfsbedürftigen bei sich lichen Bürgermeistereien einreichen. Die G den Leumund, Friedberg den 6. Juli 1885. Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisstraßen, Die Stelle eines Kreisstraßen! dem 1. August l. J. neu zu besetzen. anmelden und ihr Gesuch mit Leumundszeu Friedberg den 8. Juli 1885. Se Vom 16. bis incl. 18. l. Mts. fin Exerzierplatze statt, wollen dies noch besonders in Friedberg den 10. Juli 1885. vinandsstraße gestattet. Friedberg den 11. Juli 1885. sowie die Familienverhältnisse des Bew was hiermit zur öffentliche der Gemeinde bekannt machen. Um Auskunft über den dermaligen Auf sten der Kreiskasse in Pflege gegeben werden. Personen, welche gen nebst Pflegegeldforderung bei den betreffenden Großherzog— mit Bericht über die Qualification und riedberg. higer Mann von 50 Jahren auf Ko aufzunehmen, wollen ihre Anmeldun roßherzoglichen Bürgermeistereien wollen die Anmeldungen Anmeldenden an uns einsenden. Großherzogliches Kreisamt F Dr. Braden. hier die Besetzung einer Kreisstraßenwärterstelle. värters für die Kreisstraße IV, Straßenstrecke: erber um diese Stelle wollen sich bis zum 25. guiß dort abgeben. Ober⸗ Erlenbach— Petterweil— Okarben ist mit d. Mis. bei Bezirksbauaufseher Brod zu Vilbel Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. iden seitens der Garnison Butzbach Gefechtsschießen n Kenntniß gebracht wird. Die Großherzoglichen mit scharfer Munition auf dem dortigen großen Büͤrgermeistereien der zunächst gelegenen Orte Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Polizeiverordnung. ung vom 10. Februar 1875, be— Auf Grund der 86. 5 und 6 der Allerhöchsten Verordnung über die Pollzei⸗§. 2. Die Bestimmungen der Polizelverordn verwaltung vom 20. September 1867 wird— mit Zustimmung der communalstän- treffend das allgemeine Verbot des Befahrens der Promenade, des Schwedenpfads dischen Bauinspeetlon und im Einvernehmen mit dem Gemeindevorstande— für die[und der Kisseleffstraße mit schwerem und Oeconomle⸗Fuhrwerk, bleiben aufrecht Stabt Homburg verordnet, was folgt: erhalten. . 1. In der Zeit vom 15. Mal bis 15. September jeden Jahres, von§. 3. Zuwliderhandlungen werden mit Geldbußen von 3 bis 9 Mark, im Abends 9 bis Morgens 6 Uhr, dürfen die Straßen hiesiger Stadt— mit Aus- J Falle des Unvermögens mit Haft bis zu 3 Tagen geahndet. nahme des„Neuen Wegs“ und der„Straße vor dem Unterthor“ mit durchgehen—§. 4. Gegenwärtige Pollzeiverordnung kritt einen Tag nach der Publikatton dem Fuhrwerk nicht befahren werden; das letztere ist vielmehr über die ebenerwähnten in Kraft. a Straßen und dle Ferdinandsenlage(sog. Verschönerungsweg) zu letten. Für lelchtes Homburg den 7. Juli 1885. Buͤrgermeisteramt. Personenfuhrwerk ist auch der Weg durch die Höͤhestraße, Promenade und Fer—. 4 Der Beigeordnete: F. Loß. Ausschreiben. enthaltsort des Philipp Margraf von Nieder-Erlenbach wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt Wagner. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Die Assistenz— Aerzte J. Kl. der Landw. Dr. Baas, Dr. König, vom 1. Bat. 4. Gr. Hess. Landw. Regts. Nr. 118., Dr. Vier⸗ heller, vom 1. Bat. 3. Gr. Hess. Landw. ⸗Regts. Nr. 117, wurden zu Stabsärzten der Landw. befördert; Dr. Michaelis, Assistenzarzt II. Kl. vom 3. Gr. Hess. Inf.⸗Regts. Nr. 117, zum 3. Ostpr. Gren.⸗Regt. Nr. 4 versetzt. — Der Amtsrichter Obenauer in Mainz wurde zum Landrichter am Landgericht der Provinz Rheinhessen und der Amtsrichter Fa— bricius in Oppenheim zum Amtsrichter in Mainz ernannt. Berlin, 10. Juli. Fürst Bismarck hat vor seiner Abreise nach Varzin den Afrikareisen— den Denhardt empfangen, der sich soeben zu einer neuen Reise nach Afrika anschickt. — Selbst die„Kreuzzeitung“ erklärt jetzt, daß der Herzog Cumberland in Braunschweig unmöglich geworden sei und ein Verzicht auf Hannover jetzt keinen Glauben mehr finden könne. — In Sachen des projectirten Nordsee— Canals haben nunmehr alle Minister Preußens schriftlich votirt und sich für die Ausführung des Canals ausgesprochen. Es erübrigt daher nur noch ein formeller Beschluß des Staats— ministeriums, worauf die Ausarbeitung der Vor— lage für den Bundesrath erfolgt. Preußen leistet bekanntlich einen Präcipualbeitrag von 50 Million Mark. — Amtlicherseits wird die Warnung erlassen, niederländische Gerichtsvollzieher mit der Ein— klagung von Wechseln u. s. w. seiteus deutscher Kaufleute zu beauftragen, da, wenn diese sich Pflichtwidrigkeiten zu schulden kommen lassen, im Disciplinarwege nichts auszurichten sei. — 12. Juli. Aus Ems wird mitgetheilt, daß der Kaiser nach beendeter Kur am nächsten Donnerstag von dort mit den Herren seiner Begleitung abreisen und sich wie alljährlich wieder auf einige Zeit nach Wildbad Gastein be— geben wird. Vorher jedoch stattet der Kaiser noch der Kaiserin in Coblenz und demnächst mit derselben der großherzoglich badischen Familie auf der Mainau mehrtägige Besuche ab. Nähere Nachrichten über die ferneren Reisedispositionen des Kaisers von Bad Ems aus sind jedoch bis zur Stunde noch nicht hier angelangt.— Die kronprinzliche Familie wird sich in der zweiten Hälfte dieses Monats nach der Schweiz, zunächst nach Zermatt, begeben. Der Kronprinz wird, nachdem er seine Familie begleitet hat, voraus— sichtlich anfangs August wieder in Potsdam eintreffen.— Prinz Georg wird sich zunächst auf etwa vier bis fünf Tage nach Wilhelmshöhe bei Cassel begeben; von dort gedenkt derselbe dann am 16. d. M. zu mehrwöchigem Kur⸗ gebrauch in Ems einzutreffen. — Der Premier-Lieutenant Friedrich vom Eisenbahn-Regiment zu Berlin wird sich, Berliner Blättern zufolge, in den nächsten Tagen als Organisator der chilenischen Armee nach der Republik Chile in Süd⸗Amerika begeben. Die chilenische Regierung hatte sich bereits vor einiger Zeit durch ihren diesseitigen Gesandten an unsere Regierung um Ueberlassung eines Militär-In— structeurs gewandt, da sie beabsichtigt, in Chile die allgemeine staatliche Wehrpflicht nach deutschem Muster einzuführen. Ems, 10. Juli. Am gestrigen Diner beim Kaiser nahmen außer dem Fürsten Schwarzburg⸗ Rudolstadt, dem Fürsten und der Fürstin Wied und General Stosch, noch Prinz Nikolas von Nassau, Gräfin Fürstenberg, Fürst Urussow Theil. Abends geleitete der Kaiser das Fürsten⸗ paar Wied zum Bahnhofe. Braunschweig. Interessant ist die Vor⸗ geschichte des für den Herzog von Cumberland so verhängnißvoll gewordenen Briefes an die Königin von England, aus welchem Graf Görtz— Wrisberg in der geheimen Sitzung des braun⸗ schweigischen Landtags die entscheidende Stelle mittheilte, daß der Herzog von Cumberland, auch wenn er den braunschweigischen Thron be— stiegen, seine Ansprüche auf Hannover niemals fahren lassen werde. Dem„Hannover'schen Courier“ wird jetzt berichtet, wie der Herzog überhaupt dazu gekommen, jenen Brief an die Königin von England zu schreiben, und danach hat sich die Sache solgendermaßen zugetragen: „Vor Beginn des Berliner Congresses, ehe Lord Beaconsfield nach Berlin abreiste, verabsäumte die Königin Victoria nicht, ihrem ersten Minister zu eröffnen, wie sehr es ihr am Herzen liege, einen Ausgleich zwischen Preußen und dem Hause Hannover herbeigeführt zu sehen, und ihn zu bitten, über die Anbahnung eines solchen Aus— gleiches mit dem deutschen Reichskanzler zu be— rathen. Lord Beaconsfield mochte finden, daß das britische Staatsinteresse, für welches er den Kanzler auf dem Congreß mehrfach in Anspruch zu nehmen gedachte, möglicherweise Schaden nehmen könnte, falls vom Fürsten Bismarck eine Interpellation wegen Braunschweig-Hannover unliebsam vermerkt werden sollte. Der englische Premier ließ deshalb den Kanzler zuvor durch eine Vertrauensperson beiläufig befragen, ob ihm eine solche Besprechung uberhaupt gelegen sei, worauf Fürst Bismarck bereitwillig erklärte, mit Lord Beaconsfield recht gern auch diese Angelegenheit erörtern zu wollen. Der Lord trug demnächst dem Kanzler die Wünsche der Königin Victoria rückhaltslos vor und erhielt die loyale Antwort, daß der Thronbesteigung des Herzogs von Cumberland in Braunschweig zur Zeit durchaus Nichts im Wege stehe, sofern derselbe einen in aller Form offenen, bindenden Verzicht auf Hannover aussprechen und die Zu— sage ertheilen wolle, niemals in Braunschweig welfische Restaurationsbestrebungen dulden, den— selben vielmehr mit der einem deutschen Bundes— fürsten pflichtmäßigen, unnachsichtlichen Schärfe entgegentreten zu wollen, wo immer sich ein Herd solcher Bestrebungen anzusetzen im Begriff sei. Lord Beaconsfield übermittelte die Antwort des Reichskanzlers der Königin, und diese, sowie alle Mitglieder der englischen Königsfamilie waren der Ansicht, daß der Herzog von Cumberland, wie er dies der Königin selbst in Aussicht ge— stellt hatte, die von Preußen, bezw. dem Reiche geforderten Garantien unbedingt geben könne und solle; auch zweifelte damals kein Mitglied des englischen Königshauses, daß der Herzog von Cumberland dieselben in der verlangten Form geben werde. In dieser Voraussetzung und ihren Wunsch angelegentlich empfehlend, schrieb die Königin Victoria an den Herzog von Cumber— land. Der vom Staatsminister Grafen Görtz— Wrisberg auszugsweise bekannt gegebene Brief ist die Antwort des Herzogs, die im Kreise der euglischen Verwandtschaft desselben eine so tief— greifende Verstimmung erzeugte, daß seitdem von London aus nicht die geringste Bemühung zu Gunsten des Herzogs von Cumberland mehr stattgefunden hat.“ Hiernach ist es klar, daß für den Herzog von Cumberland alle Brücken abgebrochen sind, die ihn in das Land Braun— schweig hätten führen können. Schillingsfürst, 10. Juli. Der deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe ist mit Familie über München nach Aussee abgereist. Ausland. Frankreich. Paris. Ein von den re— publikanischen Gruppen erlassenes Manifest spricht sich für Neduction des Militärdienstes in den mit den Erfordernissen der nationalen Ver— theidigung verträglichen Grenzen aus, sowie für öconomische Reformen, namentlich für Abänderung des Abgabewesens und ernstliche Herstellung des Gleichgewichts des Budgets. Bezüglich der Frage der Trennung der Kirche vom Staate heißt es in dem Manifest: Wenn es auch bezüglich dieses Punktes Meinungsverschiedenheiten in der republikanischen Partei gebe, könne man doch in Uebereinstimmung sein über eine Politik, welche die Freiheit des Gewissens respectiren, aber entschieden das Priesterthum bekämpfen wolle, welches unter der Maske der Religion nur eine Vereinigung aller der Republik feind— lichen politischen Parteien sei. Das Manifest blikanischen Union gegen die Monarchisten. — General Courcy theilt in einer Depesche mit, daß er die Notablen und die Kaufleute aufgefordert habe, unter dem Schutze Frankreichs nach Hue zurückzukehren. Den Aufstaändischen habe er eine 10tägige Frist zur Unterwerfung gegeben und die Entlassung der annamitischen Armee binnen längstens 21 Tagen verlangt. Die Waffen sollen unter der Verantwortlichkeit der Gouverneure der Provinzen nach Hue ge— sandt werden. Großbritannien. London, 9. Juli. Unterhaus. Hicks-Beach wies gegenüber Childers zurück, daß mit der Untersuchung des Handels— Nothstandes eine Rückkehr zum Schutzzoll be⸗ absichtigt sei. Die Budgetbill wurde in erster Lesung angenommen. Ferner erklärte Hicks— Beach auf eine Anfrage von Childers, er gebe dessen Vorschlag, den Alkoholgehalt der Weine von 26 auf 30 Grad zu erhöhen, auf. Hicks— Beach wies ferner die Annahme zurück, daß mit der Uutersuchung des Nothstandes im Handel eine Rückkehr zum Schutzzollsysteme beabsichtigt sei. Die Budgetbill wurde in erster Lesung angenommen. Das Unterhaus nahm sodann die Bill zum Schutze junger Mädchen gegen die Verleitung zu unsittlichem Lebenswandel und die Bill wegen Errichtung eines australischen Bundesraths in zweiter Lesung an.— Im Unterhaus erklärte Hicks⸗Beach, die Regierung beabsichtige selbst die Einbringung einer Vorlage, betreffend die Aufhebung der Wahlrechts-Ent— ziehung. — Die„Times“ erwähnt ein Gerücht, daß die baldige Ausführung der egyptischen Finanz⸗ convention durch England und Frankreich er— folgen werde, bevor die Ratification durch die anderen Mächte stattgefunden. — Aus der amtlichen Correspondenz über den Rückzug der englischen Truppen aus Dongolo geht hervor, daß General Wolseley auf ein Telegramm des Kriegsministers Smith vom 26. v. M. antwortete, es wäre leicht, die auf⸗ gegebenen Positionen in Dongola wieder zu besetzen. Gleichzeitig protestirte Wolseley gegen die Räumung Dongolas energisch. Die Briten könnten Egypten vor Ablauf mehrerer Jahre nicht verlassen, und man werde früher oder später den Mahdi bekämpfen müssen. Einen Einfall des Mahdi in Egypten werde keine Truppenmacht an der Grenze hindern können. Ein Herbstfeldzug gegen Khartum sei leicht, Erfolge seien gewiß. Spanien. Madrid, 12. Juli. Minister⸗ präsident Canovas verlas gestern im Senat und in der Kammer ein Decret, welches die Cortes— sitzuungen vertagt.— In mehreren Orten sind wegen der Zölle Unruhen ausgebrochen; in Lerida wurde ein Soldat getödtet und drei ver— wundet, die Soldaten tödteten drei der Aufüh rer, vierzehn wurden schwer verwundet. Griechenland. Athen, 10. Juli. Delyannis gab gestern das Finanzexposs. In den drei letzten Rechnungsjahren betrug das Defielt 39 Million, darunter 11 Million pro 1885. Im Jahre 1886 werde das Gleichgewicht her— gestellt werden. Der Minister legte einen Ge— setzentwurf vor, welcher das Finanzsystem modi— ficirt und den Minister ermächtigt, die Mono: pole abzuschaffen. Egypten. Kairo, 12. Juli. Ein Tele⸗ gramm des Generals Brackenbury aus Fatmeh vom 10. d. meldet, er habe den Brief eines Kaufmanns in Handak erhalten, welcher besagt, der Mahdi sei todt, seine Anhänger befänden sich im Kampfe miteinander. Nach einem weiteren Telegramm Brackenbury's von heute ist ein egyptischer Soldat auf der Flucht in Fatmeh eingetroffen, welcher am 1. d. M. einen Araber aus Khartum in Dbudom getroffen haben will, der den Tod des Mahdi bestatigt habe. Asien. Simla. Die indische Regierung erhielt von London aus die Versicherung, daß verwirft jede äußere Politik der Abenteuer und verlangt eine würdige und feste Politik. Das!: die Unterhandlungen zwischen Rußland und Eng⸗ land einen guten Fortgang nähmen.— Das Manifest schließt mit einem Appell der repu⸗ gigs n l bag benacht in eint kansas wegung Fr 0 contra legentlie bel Gro 1 — aue vusivabpzg ara Urtheil erkannt berg) dreier anwalt im Fal Verlege von 60 zur Tee wach sen⸗ Reoision 5 1 N 1 stadt d. gefunde unzlück worden 1 5 Stadtd frau C Abend Abend Die g mend, Gratu! paar a freund! Dietric seinen d keine men. leicht, 2 Gerücht, die englische Regierung werde die Er— richtung einer englischen Cantontrung in Kandahar begünstigen, findet in amtlichen Kreisen keinen Glauben. Amerika. Newyork. Eine Depesche aus Lima meldet, daß die Feindseligkeiten in Peru wieder begonnen hatten. Die ganze Steitkraft des Generals Caceres habe die Regierungs— truppen bei Jauja angegriffen und der Kampf habe 5 Stunden gedauert. Beide Theile hatten beträchtliche Verluste erlitten und der Waffen— stillstand sei in Folge dessen erneuert worden. —. Nachrichten aus St. Thomas melden, daß in Venezuela ein Aufstand stattgefunden hat. Die Aufständischen hätten sich eines Dampfers bemächtigt, die Truppen in Carupano seien für ein Zusammengehen mit den Aufständischen, und Cumana, Barcelona und Maturin hätten sich gegen die bestehende Regierung erklärt. Washington. Der Gouverneur von Kansas benachrichtigte den Secretär des Krieges, daß in einer Anzahl Grafschaften des südwestlichen Kansas unter den Ansiedlern eine gewisse Be— wegung herrsche. Einige Tausend Ansiedler hätten aus Furcht vor einem Einfall der Indianer ihre Besitzungen verlassen. Der Gouverneur bittet die Regierung dringend, unverzüglich Maß regeln zum Schutze der Ansiedler zu treffen. Afrika. Zanzibar, 10. Juli. Gerhard Rohlfs ist nach Europa abgereist. Aus Stadt und Land. Friedberg, 10. Juli. In dem Prozesse Hinze contra Jöckel und Bindernagel, wegen Beleidigung ge legentlich der letzten Reichstagswahl, wurde heute Morgen vei Großh. Strafkammer das am 3. d. Mts. ausgesetzte Urtheil verkündet. Dasselbe lautet:„Es ist für Recht erkannt worden, das Urtheil des Schöffengerichts(Fried— berg) aufzuheben und die beiden Angeklagten wegen dreier Beleidigungen des Privatklägers, den Rechts- anwalt Hermann Jöckel in eine Geldstrafe von 320 M., im Falle der Uneinbringlichkeit 30 Tage Gefängniß, den Verleger und Redakteur Bindernagel in eine Geldstrafe von 60 M., bezw. 6 Tage Gefängniß, außerdem beide zur Tragung der Kosten und der dem Privatkläger er— wachsenen nothwendigen Ausgaben zu verurtheilen“. Revision ist sofort eingelegt worden. 5 Friedberg, 11. Juli. Heute Morgen wurde * Strecke zwischen Groß⸗Karben und Nieder-Wöll⸗ stadt der Bahnwärter Appel todt und verstümmelt auf— gefunden; auf bis jetzt nicht aufgeklärte Weise ist der Ver⸗ unglückte jedenfalls von einem der Nachtzüge überfahren worden; er hinterläßt eine Frau mit fünf Kindern. J. Friedberg, 13. Juli. Gestern feierte der hiesige Stadtdtener und Kirchendiener Dietrich mit seiner Ehe frau Clara das seltene Fest der goldenen Hochzett. Am Abend vorher brachte die„Dilettantenkapelle“, gestern Abend der„Liederkranz“ dem Jubelpaar ein Ständchen. Die Kinder und Enkel, theilweise aus weiter Ferne kom mend, hatten sich eingefunden und viele Geschenke und Gratulationen blesiger Einwohner erfreuten das Jubel paar an seinem Ehrentage. Mögen demselben noch viele freundliche Tage werden und es namentlich„Onkel. Dietrich“ vergönnt sein, mit gleicher Rüstigkeit wie seither seinen Obliegenheiten noch lange nachkommen zu können. k. Bönstadt. Einen schweren Verlust hat unsere Gemeinde zu beklagen, denn am Samstag den 11. d. Mts. starb unser würdiger Bürgermetster Geibel im 81. Lebens: jahre. Mehr als 32 Jahre hat er ununterbrochen als Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher in unserer Ge⸗ meinde gewirkt und sich durch seltene Pflichttreue, Ge— rechtigkeitssinn, Charakterfestigkeit und wahre Religlosität die Uebe, Anerkennung und Dankbarktit der Gemeinde sowohl, als auch seiner Vorgesetzten im hoͤchsten Grade erworben, so daß er schon vor mehreren Jahren bet nder Feier seines 25 jährigen Dienstjublläums von unserem Großherzoge mit einem Orden deeorirt worden ist. Mit großer Rüͤstigkeit hat er noch seines Amtes bis vor wenigen Tagen gewaltet, und machte der Rückfall eines erst vor wenigen Jahren eingetretenen Nierenlesdens seiner seegensreichen Laufbahn unerwartet schnell ein Ende. Möge schule gekommene, leicht erregbare, junge Arzt auf dem die Erde ihm leicht sein und sein Andenken ein gesegnetes Heimwege von einer Tanzerki mit einem Unterofficter unter uns bleiben. gerathen war. Derselbe versetzte ihm mit einem Faschinen— 9 Vilbel. Schwere Gewitterwolken ziehen eben am messer einen allerdings sehr schweren, aber von vorn⸗ Hortzonte unseres Gemelndevertreterhimmels auf und ob⸗ gleich verschledenartiges Donnergrollen fortwährend hör⸗ dar ist, hat der Blitz bis jetzt noch nicht merkbar einge— schlagen. Den derzeitigen Witterungsverhältaissen ange messen, konnte es auch nicht fehlen, daß in der am vorigen Donnerstaz stattgehabten Gemelnderathssitzung es sehr stürmisch herging. Nämlich bei der am 16. Jun! stattgehabten Bürgermeisterwabl suchte, wie überall, jede Partei ihren Candidaten durchzubringen und waren zur Förderung der Wahl beiderseits Flugblätter erschienen, welche auf die Vergangenhelt, Gegenwart und Zukunft der beiden Candidaten anspielten. Unter Anderem war in dem elnen Flugblatt dem neuen Bewerber um den Bürgermeisterthron vorgehalten und den Wählern kund gethan, wie oft er in den Gemeinderathssitzungen gefehlt habe. Diese Daten glaubt nun der betreffende Bewerber, seten nur mit Benutzung des Protokollbuchs zu erhalten gewesen und in der erwähnten Gemeinderathsfitzung wurde deßhalb von demselben die Anfrage an den seitherigen und wiedergewählten Bürgermeister gerichtet, auf welche Weise das Protokollbuch vielleicht benutzt worden sein könnte. Da dem Anfrager, sowohl von dem Bürger— meister, als auch von dem Secretär eine nach seiner An⸗ sicht ungenügende Antwort zu Theil wurde, so verließ derselbe mit einigen hierauf bezüglichen Bemerkungen den Sitzungssaal. Gleichzeitig erhoben sich noch weitere fünf Gemeinderäthe und eilten dem Davongegangenen nach. Die Sitzung mußte hierauf wegen Unvollzähligkeit des Gemeinderaths vertagt werden. Allerlei. Ems, 11. Jull. Als der Kaiser gestern Abend in Begleitung des Grafen Lehndorff vom Kurhause aus seine Ausfahrt lahnaufwärts unternahm, hatte sich, wie dies regelmäßig geschieht, eine große Menschenmenge, meist Touristen, im Kurhofe aufgestellt, um bei dieser Gelegenheit den Kaiser einmal in naͤchster Nähe sehen zu dürfen. Unter der Menschenmenge befand sich auch ein ziemlich anständig gekleideter ältlicher Mann, der einen in Zeitungspapier eingewickelten Gegenstand vor sich hielt. Beim Passiren des kaiserlichen Wagen ließ der Mann den Krug, den er trug, plößlich fallen und brach dabei in die Worte aus:„So wie dieser Krug zer— bricht, so wird das Königreich Preußen in 13 Monaten zerbrochen sein.“(Nach einer von anderer Seite kom— menden Mittheilung soll der Mensch im Verhör erklärt haben, er sei in einer Mission an den Kaiser nach Ems gekommen und wolle demselben ein Wittel gegen Ueber⸗ schwemmungen enthüllen, durch Zerbrechen des Kruges habe er sich anmelden wollen.) Man sah es dem Un⸗ glücklichen sofort an, daß man es bier mit einem Irr— sinnigen zu thun hatte, und erwies sich der Inhalt des Kruges als Hirsen- und Kaffeekörner, die mit Ameisen elern und Walderde vermengt waren. Selbstredend ent stand durch den hier wahrheitsgetreu mitgetheilten Vor— gang eine nicht unbedeutende Aufregung im Publikum, deren Zeuge der Kalser jedoch nicht weiter sein sollte, indem er ruhig weiterfuhr. Der Unglückliche ist ein Böttcher aus Frankfurt a. d. O. und ist vorläufig im Hospital untergebracht, bis er in seine Heimath zurück- transportirt werden kann. Cassel, 7. Juli. Ein blutiges Rencontre mit einem Wilddiebe hatte, wie dem„H. C.“ berichtet wird, ver— gangene Nacht der in Wickenrode(unweit Großalmerode) stattontrte königl. Reviexförster Müller zu bestehen. Der selbe traf in einem zu den ausgedehnten Waldungen des Meißner gehörigen Reviere den Fuhrmann Brandt aus Großalmerode auf der Pirsche. Brandt, ein unver— besserlicher, berüchtigter Wilddieb, folgte dem„Halt“, Rufe des Forstbeamten nicht, sondern lag sofort im Anschlage und gab Feuer. Glücklicherweise streifte die Kugel den Arm Müller's nur leicht, und ebe Brandt ein Weiteres thun konnte, machte der Föͤrster von seinem Recht der Nothwehr Gebrauch ein zweiter Schuß krachte und die Kugel hatte die Brust des Brandt durch— bohrt— der verwegene Wilderer sank todt zu Boden. Wie man erfährt ist übrigens zur objectiven Klarstellung des blutigen Vorfalles gerichtliche Untersuchungz einge— leitet worden. Nodenberg. Der gemeldete gewalsame Tod des hlesigen Arztes Dr. Schlichting stellt sich nicht als Meuchelmord heraus, sondern als die Folge eines Streites, in welchen der erst unlängst von der Hoch— hereln nicht absolut tödtlichen Hleb über den Kopf. Eine Reihe unglücklicher Complicatlonen dieser Wunde führte darauf den Tod herbei. Paris. Der von Valencia, wohin ihn die franzs— sische Regterung gesendet, zurückgekehrte Professor Brou⸗ ardel verlas in der heutigen Sitzung der Academie de Medeeine einen Bericht über die Cholera-Impfung des spanischen Doctors Ferran. Die Hartnäckigkeit des Doctors Ferran, das Geheimniß seines Präparates für sich zu behalten, eine Hartnäckigkeit, welche allen, in allen Ländern und bei allen Gelehrten üblichen wissenschaftlichen Gebräuchen zuwider ist, gilt dem berühmten französischen Speclallsten als sicheres Anzeichen eines empirischen Ver⸗ fabtens. Brouardel bestreitet deßhalb durchaus den wissenschaftlichen Werth der angeblichen Endeckung des spanlschen Arztes. Madrid. In der Provinz Valencia kamen 484 Er⸗ krankungen und 216 Todesfälle an Cholera vor. In einigen Städten von Valencia nimmt die Cholera ab, anderswo aber mehren sich die Fälle in schreckener⸗ regender Weise. Große Holzfeuer, in welche Schwefel hineinzeworfen wird, werden in den Straßen angezündet. Konstantinspel, 8. Juli. Ein heftiger Sturm zerstörte in Kirhebir(Vllajet Angora) über 300 Wohn⸗ gebäude. Handel und Verkehr. Frledlerg, 11 Juli. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70— 0.80, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Gießen. Auf dem am 7. und 8. d. Mts. abge⸗ haltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 1697 Stück Rindvieh und 953 Schweine. Der Handel bei Zucht⸗ und Jungvieh war lebhaft und die Preise höher, als am lezten Markte, dagegen machte sich bei Schlachtvieh aller Art eine Aenderung nicht merklich. Auf dem am zweiten Tage mit abgehaltenen Krämermarkt(Kirschen⸗ markt) waren 400- 450 Centner Kirschen angefahren und wurden dieselben das Pfund von 6— 25 Pf. ver⸗ kauft. Nächster Markt Dienstag den 21. d. Mts. Gießen, 11. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. Me. 0.70— 0.80, Eier per St. 5—6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.80, Hühner per Stück M. 0.80— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Sammel⸗ fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln ver 100 Kilo M. 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 8—9, Kirschen per Pfd. 7— 12 Pf. Frankfurt, 11. Juli. Auf dem heutigen Markte kostete Butter im Centner 75—80 M., im Detail 90 Pf. bis M. 1.10, Eier das Hundert M. 4.10— 5.20, Kar⸗ toffeln, alte das Malter 7 M., neue Sachsenhäuser das Malter 12 M., das Pfd. franz. Bohnen 35— 40 Pf., Schneidbohnen das Hundert 1 M., Erbsen der Centner 10 M., das Pfd. 12 Pf., das Hundert Nüsse 60- 70 Pf., der Liter Heidelbetren 8 Pf., Walderdbeeren 50 Pf., Klosterbeeren 12— 18 Pf., krause Salat 20 Pf., Weiß⸗ kraut 15— 20 Pf., Kohlrabi 3—4 Pf., Salat und übrige Gemüse unverändert, ebenso Flach- und Gefluͤgelpreise. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Gastspiel der Muͤnchener ze. Dienstag den 14.: Zum ersten Male: Der Proßzenbauer. Gebirgsposse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Hartl-Mitius. Mittwoch den 15.: Zum ersten Male: Der Geigenmacher von Mittenwald. Volksstuͤck in 4 Akten von Gang⸗ hofer und Neuert. Donnerstag den 16.: Der Froßzenbauer. Freitag den 17.: Der Geigenmacher von Mittenwald. Samstag den 18.: Der Protzendauer. Sonntag den 19.: Zum letzten Male: Im Austrag stübchen. Montag den 20.: Abschledsvorstellung: Zum letzten Male: Der Herrgottschnitzer. Wasserwärme der Usa. 12. Juli Abends 20 Grad Reaumur. 13. Juli Mittags 21 Grad Reaumux, Walter. Aufforderung. Forderungen an den Nachlaß der Jacob Jacob Eheleute in Friedberg sind binnen 8 Tagen bei dem Vormunde Eduard Nuths in Frledberg anzumelden. Friedberg am 3. Juli 1885. Großherzogliches e Friedberg. S fert. 2504 Weber. Englische Ferkel, reine Vorkshire, thellweise noch zur Nachzucht verwend⸗ bar, bringe ich nächsten Mittwoch, als den 15. Jull, auf den Friedberger Markt zum Verkauf. 2487 Relchels heim. Wilhelm nöpp. Corsetten e billig bel K. Friedrich. Versteigerungs-Anzeige. Mittwoch den 15. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Pfandlokal zu Schwalheim folgende Moblliargegenstände: 2 Betten, 4 Kleiderschränke, 2 Commoden, 1 Sopha, 1 Schrelbpult, 4 Tische, 12 Stühle, 2 Bänke, 3 Kisten, 1 Wanduhr, 1 Obstkelter, 1 kupferner und! eiserner Kessel, 1 Küchenschrank, sowie ver— schiedene Haus- und Küchengeräthschaften öffentlich an die MWeistbietenden gegen Baarzahlung zwangs— weise versteigert. Bad Nauheim am 9. Juli 18885. Weitzel, Gerichtsvollzleher. Der untere Stock meines Vorderhauses ist vom ö ersten September ab zu vermlethen. 2509 2477 M. Sehrt Wittwe. — e Submission. Das Brechen von Mauersteinen und die Lieferung der nöthigen Russensteine(loço Fabrik) zur Erweiterung der Schulgebäude zu Ilbenstadt soll auf dem Sub- misstonswege vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen liegen vom 18. bis 20. d. Mts. auf dem Bureau des Unterzeichneten offen, woselbst Angebote bis zum 21. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 13. Juli 1885. ö rb II., 2510 Bezirksbauaufseher. Fruchtreffe, Fruchtsensen und Jicheln 2469 Carl Bauer. empfiehlt Assenheim. 8 — 2 52 2 5 21. 77 Die Herren Actionäre der Actien-Zuckerfabrik Wetterau Segeneame Eßkörbe, werden hiermit zu der am 1 ae korbwaaren zu äußerst billigen — 2 N el Donnerstag den 30. Juli, Vormittags 9 Uhr, 517 carl Damm. Ueagaese: im Sitzungszimmer des„ Rathhaussaales stattfindenden f Mein großes Lager 5 5 1 „ordentlichen General- Versammlung Sommerpantoffeln,— einberufen. Morgenschuhen in Lasting, mit und ohne Zug, empfiehlt Tagesordnung 4 wieder in großer Heinrich Diehl, Uf 90— 0 5 1415 Peintich Die„ Usagasse 354. Die ei 1) Ertheilung der Decharge und Genehmigung der Vorschläge zur Gewinnvertheilung.— A 2) Wahl von 2 Mitgliedern in den Aufsichtsrath. ru tre e,— 3) Aenderung der Statuten aus Anlaß des neuen Actiengesetzes. dazu passende Sensen, sowie Sicheln empfiehlt Die Empfangnahme beglaubigter Vollmachten, sowie die Ausgabe der Einlaßkarten und P. Theis, Stimmzettel findet nur in der Zeit zwischen 7 und 9 Uhr Vormittags im Rathhaussaale statt.] 2381 e vormals G. Haustädt. Friedberg den 13. Juli 1885. 7 8 7 U 50 3 Der Aufsichtsrath. Eine Wo nung dis 0 FCFCCPCPPPPVPPTGTGTbbThTkThkfThTbkGkv!.!.!..!.!.!.!.!.!.!.!.!...õͤõͤͥͤ zu vermiethen Metzgergasse 319. 2507 abgebe 5 1 er e„—— Die e Carl Christian Schneider& Co. in Steeden b. Runkel a. d. Lahn Wichtig für Hausfrauen. f (älteste und bedeutendste Ringofen ⸗Kalkbreunerei der Lahngegend) Nächsten Mittwoch, als am Markttag 5 empfehlen hiermit ihren 2 schen Stückkalk Ausverkauf von Bunzlauer Kochgeschirr f in täglich frisch gebrannter Waare(ab Station Kerkerbach) zur gefl. Abnahme bestens. 5 H. 626050 verschledener Größe, 6 Stück zu nur 60 Pfennig. f ö W. Conrad aus Beuern Nenten-& Lebens-Versicherungsanstalt zu Parmstadt.„ 8 5— 2 OCorsetien Wir haben an Stelle des Herrn C. C. Weis den 2506 r. 5 S 1 d 2 lt. p rie er in bestsitzenden Fagons und guten Oualitäten, sowie 2 Ex 1 U F db 9 Patent- Unrfeder-Corsetts der R Herrn 55 ommer a 7 etwa T l. P. 5 empfehle in großer Auswahl zu den billigsten Preisen. Zanzi mit Führung unserer Agentur daselbst betraut. 2386 Heinr. Diehl, Usagasse. des Darmstadt, 9. Juli 1885. Die Direction.= r 1 daß f F N Die Direclon.. Obrensausen,* . 1 Uebelhören.— Die vielfach mit bestem Erfolge erprobten Grün Mittel dagegen(M. 2.50) sendet Dr. Werner, Apotheker 3 —— in Endersbach(Württemberg). Schuhmachermeister stattu Ludw. Welsch in Alsenz(Bayern) schreibt:„Freudigst den, 5 N 2 18. dankend theile Ihnen mit, daß die Kur eine glückliche nissen empfiehlt zu den billigsten Preisen K. Friedrich, Kaiserstraße Nr. 77 neben der Post.[war, denn 1 etlichen Tagen hatte ich n mein 10 85 5 TTT 2 gutes Gehör und empfehle Ihre Mittel jedem Gehör⸗ 40 1 8 Es de Submission. Roßhaare,— 55 be Die zur Erweiterung der Schulgebäude zu Ilben⸗Schweifabschnitte, kauft zu den höchsten Preisen CCC T suls stadt erforderlichen Arbeiten und Materlallieferungen, Theobald Steinel, 1* r i 2%ũ Voursennacer. Todesanzeige u. Danksagung. ani Maurerarbeit, veranschlagt zu 2651 M Conf. Steinhauerarbeit(Heydefelder Sandstein) 2425„ ru tre e Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit hat Zimmerarbeit 70 die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Gz Dachdackerarbeit 1078„ mit Tuch, per Stück M. 1.0, bei ee ee hat, unseren lieben Gatten, 11 1 Schreinerarbeit 9 Carl Damm. Usagasse. Sohn un ruder. en 1 Schlosserarbeit 12 2... ̃² Friedrich Müller Gerb Glaserarbeit A am 10. Veld Nachmittags 4 Uhr, nach langem tecto 1 Weißbinderarbeit 1700„ f 8 2 f 8 schwerem Leiden im 42. Lebensjahr in ein besseres Spenglerarbeit 365„ Die Dampf-Kaffeehrennerei Jenseits abzurufen. trage 9 Tapezlerarbeit 35 2 1837 Zugleich sagen wir allen Denen, welche uns eben N Pflasterarbeit 0 8 Gegr. 1837. von Gegr. N während der Krankheit hülfreich zur Seite standen, unte 0 Die Lieferung von 10 Kubikm. Basaltpflaster⸗ 1 7 Wi 745 sowle Allen, welche den Verstorbenen zur letzten 1, 1 steinen e 150„ 1. Unt Se 0 iutwe, Ruhestätte geleiteten, besonders der freiwilligen 15 1 Die Lieferung von 9800 St uffsteinen 353„ Feuerwehr, den Schulkameraden desselben, sowie alter 5 160 Centner Schwarz⸗ 5 8 15 Bonn& erlin, für die Blumenspenden unseren innigsten Dauk. uͤbrig kalk(hydr.) 19„ 0 n NN led b d 13. 1 1 5 0„„ 33 Kubikm. Weißkalk 330„ R 5115 1 5 00 8 1 lchu 5 7„ 4 Tonnen Portland⸗ N e trauernden Hinterbliebenen. wurd . Cement 14„ ö 5 Vorf 1 sollen auf dem Submisstonswege vergeben werden. 9 ihm f Pläne, Voranschläge und Submissions bedingungen ar 4 Hoflieferant.. 8 falls 4 liegen auf dem Büreau 8 Unterzeichneten zur Einsicht N 1 bringt ihre Specia⸗ 0 f 0 8 offen, woselbst auch die Offerten, in welchen die Ange⸗ S litäten: 8 l 8 leß 1 bote in Prozenten der Voranschlagssumme zu erfolgen 850 5 5 Todes-Anseige. colon 4 0 1 kirt it d schrift: 0 5 a aut derte fer. een be ecken, J Gebrannte Java- Kallee's Faanzen anz beteten de emen. an. ain versehen, bis längstens zum 24. d. Mts., Vormitkatzs in empfehlende Erinnerung. zeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, blieb 9 9 Uhr, einzureichen sind. Sorgfältigste Auswahl und Mischung nur unseren lieben Vater, Großvater und Schwieger⸗ allei . Friedberg den 13. Juli 1885. 3576 feinster Rohsorten verbunden mit rationeller Brenn⸗ lier 8 reich 1 örb II. methode, garantiren ein stets gleichmäßig vorzüg⸗ errn Bür j Priedrie j Y N 2511 Bezirks Bauaufseher. liches Produkt, das allen anderen Sorten gegen— beute ee ee Nan 1 5 u 1 0 r r Trap Lechten Franzbranntwein, über eine Grsporuiß bon 280% gestattet. Lelden in ein besseres Jenseits abzurufen. 1 5 Schwarzwälder Kirschwasser, g Niederlage in Um stille Theilnahme bitten nuff Franz Cognac,„ 9 J. A. Windecker, L. Adler, Bönstadt, 11. Juli 1885. bol . 1 r a N 0 Arac, Rum, 2496 Bönstadt bei 1 8 Haas und El. Müller, 2505 Die trauernden Hinterbliebenen. Vian N f Dorheim bei Herrn Johs. Braun D „Hechten Kornbranntwein Shel ze Hern K. Sin en. e—— 5 15 empfiehlt billigst W. Bernbeck. 0 Herrn M. Simon. 0 ö — 5 Nauheim bei Herrn Gg. Ph. Ludwig, Für die liebevollen Beweise der Theilnahme bei dem Gen Selbstgekochten Latwerg, Nieder⸗Florstadt bei Herrn Mich. Adler, Tode und der Beerdigung unseres innigstgeliebten, un⸗ Tage Nieder⸗Wöllstadt bei Herrn Tobias David, vergeßlichen Söhnchens von Obstkraut, Holl. Syrup Staden bei Herrn Hessenberger Sohn. Michael, empfiehlt 2480 sowie für die Blumenspende, sagen herzlichsten Dank 0 6 Bad⸗Nauheim. G. Ph. Ludwig.„. FP riedberg, 13. Juli 1885. da f. N A Windecker Die trauernden Eltern: Cobl rima Russensteine J.. Nu pin. 0 empflehlt 2513 Marie Hottes. Hoch können von heute ab per Tausend 17 M. abgegeben 12 f 15 C ò ̊ 2 ꝗbbbbbb bbb 1 werden. Russensteinfabrik Reichelsheim l. d. W. Reis⸗ und Waizenstärke eee, f 2448 Louis Schiel. in bester Quallität. 2512 Druck und Verlag von Carl Bindernagel.