res. burg. ager 5 Silber ungen 885. Dienstag den 13. October. „ 121. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht J oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigef . i ein Beleg kostet 9 Pf. ügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Visitationen der Standesämter des Das Großherzogliche Amtsgericht Vilbel an die Standesbeamten des 5 Wir theilen Ihnen mit, daß wir bei den bevorstehenden Visitationen die Standesbeamten aller der Standesämter Strafen nehmen werden, deren Sammelacten sich in Unordnung befinden, oder die gar keine Sammelacten angelegt haben. werden können. Amtlicher Theil. Aufsichtsbezirks Vilbel. Dr. Scriba. Landes-Baugewerkschule Darmstadt. Die Landes ⸗Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren zehnten Jahres- Cursus am 16. November l. J., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1886 andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technkschen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Muüͤhlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Ent— werfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Bau— gewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ze. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit er— theilt. Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unterrichtsgegenständen: Frei— hand⸗ und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie(leinschlleßlich Schakten— construetionen und Perspective), Baue onstruectlonslehre l(einschließlich Stabilltäts— und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinenconstruetionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunde leinschließlich Planzeichnen), Materialienkunde, gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung mit Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grund— lehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz de. Die Unterrichtslokale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Bureau— lokalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großherzoglichen Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt 1. Für die untere einem technischen Gewerbe zukommen sollen. besonderen Fällen gestattet. Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen Vilbel am 9. October 1885. Aufsichtsbezirks Vilbel. unnachsichtig in N —— e i ß. 8 Bedingungen zur Aufnahme find: Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in Von den Aufzunehmenden wird nur der Nachweis der 2. Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 M. und ist beim Beginn des Cursus vorauszubezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man mögzlichst frühzeitig und längstens bis zum 31. October l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße 3 im III. Stock— bewirken Darmstadt den 15. September 1885. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch. Deutsches Reich. Berlin. Provisorium in Betreff der Zuckersteuer ab; es ist indessen nicht zu zweifeln, daß die Reichsre— gierung einen Gesetzentwurf, betreffend die de— finitive Gestaltung der Zuckersteuer, dem Reichs— tage vorlegen wird; die Vorlage ist bereits im Reichsschatzamt in Bearbeitung genommen. — Im Verkehrsministerium wird gegen— wärtig der Plan für ein Regierungs- und Wohn— gebäude des Gouverneurs von Kamerun festge— stellt. Dasselbe soll als ein massiver Steinbau, nicht, wie Anfangs geplant, aus Eisenconstruction hergestellt werden. Die Baumaterialien werden von Hamburg nach Kamerun geschafft werden. — In weiteren Kreisen finden Vorbesprech— wegen der Feier des fünfundzwanzig— jährigen Regierungsantritts des Kaisers(am 2. Januar 1886) statt. — In der Karolinenfrage werden dem Frankf. Journ. von zuverlässigster Seite alle Mittheil— ungen über einen thatsächlichen Ausgleich als unzutreffend bezeichnet, vielmehr scheine jetzt der Zeitpunkt eingetreten, für welchen die Mediation des Papstes in Aussicht genommen worden ist. 10. Oct. Die preußische Generalsynode wurde heute durch den bisherigen Vorsitzenden, Graf Arnim, eröffnet. Auf Antrag Schrader's wurde Arnim durch Acclamation wieder zum Präsidenten gewählt, zum zweiten Vorsitzenden Superintendent Rübesam. Kiel, 10. Oct. S. M. Schiffe„Bismarck“, „Elisabeth“,„Gneisenau“,„Möwe“,„Hyäne“ und„Adler“ gehen unter dem Geschwaderchef Knorr nach Aden; die Schiffe„Stosch“,„Prinz Adalbert“,„Habicht“ und„Cyelop“ gehen nach Kamerun und St. Vincent,„Luise“ und„Mus— quito“, unter dem Geschwaderchef Paaschen, nach Bahia, und„Maria“ nach Aden. Stuttgart, 8. Oct. Der neuernannte württembergische Militärbevollmächtigte in Berlin, Oberst Graf v. Zeppelin, hat Stuttgart gestern verlassen, um sich nach Berlin zu begeben und Im nächsten Jahre läuft das Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Der Pariser „Temps“ meldet, Bismarck habe Oesterreich ge— rathen, die serbischen Prätensionen nicht zu unter— stützen. Oesterreich rathe nunmehr Serbien ab, die beabsichtigten Schritte zu thun. Die Diplo— matie wolle die Sache so lange hinziehen, bis die türkischen Nüstungen vollendet seien. Nach Berliner Nachrichten wird öͤsterreichischerseits ent— schieden in Abrede gestellt, daß die serbischen Vergzrößerungsgelüste von maßgebender Stelle in Wien irgend welche Forderung erfahren hätten. Oesterreich vertritt den Standpunkt, falls Ser— bien und Griechenland Waffengewalt anwenden, sollten die Mächte die Türkei mit genannten Staaten ihr Recht ausfechten lassen. Deutsch— land solle Rußland zur Nichteinmischung bestimmen unter der Bedingung, daß Oesterreich neutral bleibe. Nur in der Unsicherheit, ob Deutschland so vermittele liege die Gefahr der Situation. —„Egyetertes“ meldet, Kalnoky soll nach dem Schluß der Delegationen demissioniren und Andrassy berufen werden. Pest. Der„Pester Lloyd“ dementirt, daß Kalnoky's Stellung erschüttert sei. Holland. Haag, 10. Oct. Die Regier— ung brachte in den Kammern einen Gesetzent— wurf ein wegen Ratification des am 30. Juni 1885 zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden über die Lachsfischerei abge— schlossenen Vertrages. Belgien. Brüssel. Man versichert hier, daß die Münzconferenz, welche am 12. October zusammentreten wird, einfach die Verlängerung der lateinischen Union bis zum 1. Jauuar 1887 gutheißen wird, daß sie ferner den Vorbehalt der Liquidation gar nicht discutiren wird, welchen Belgien fortwährend zurückzuweisen entschlossen ist. Frankreich. Paris, 9. Oct. Reuter's Bureau meldet aus Tamatave(Madagaskar) vom 26. Sept.: Zwischen den Howas und den Franzosen hat ein Gefecht ohne entscheidendes Die Franzosen verloren 21 Todte und wundete, die Howas 200. — Am 4. October sind nach den jetzt vor— liegenden vollständigen Feststellungen bei den Wahlen für die Deputirtenkammer 127 repu— blikanische und 177 conservatine Candidaten ge— wählt worden. Außerdem sind 270 Stichwahlen erforderlich. f Spanien. Madrid, 10. Oct. Der Koͤnig präsidirte gestern einem Ministerrathe und hat sich heute zur Jagd nach dem Pardo begeben. Portugal. Lissabon, 8. Oct. Depeschen aus Saint Jacques, Cap Verde, melden, daß der Gouverneur von St. Thomas auf Ersuchen des Königs von Dahome das portugiesische Pro— tectorat über Königreich und Küste von Dahome proclamirt hat. Als Zeichen der Achtung Por— tugal gegenüber verpflichtet sich der König, den Metzeleien bei Gelegenheit der Feste ein Ende zu machen. Italien. Rom, 10. Oet. Der italienische Gesandte in Athen ist beauftragt, die griechische Retzierung zu ermahnen, den Frieden zu wahren, da die Maͤchte sonst Griechenland hierzu zwingen würden. Türkei. Constantinopel, 9. Das „Journal de St. Petersbourg“ ist ermächtigt, entschieden hiesige Nachrichten uͤber den schlechten Gesundheitszustand des Sultans, sowie über Unzufriedenheit der Bevölkerung und Anzettel— ung eines Complots zu dementireu. Zu der Philippopeler Nachricht über die Genehmigung der Personalunion durch den Sultan bemerkt das Journal, dieselbe scheine eine Eutscheidung des Sultans, welcher sich an die Mächte ge⸗ wandt habe, zu präjudieiren. 5 — Die Anerkennung der Vereinigung Ost rumeliens durch den Sultan bestaͤtigt sich nicht. Von Philippopel aus wurde die Nachricht offen bar verfrüht in die Welt geschickt. Dagegen ist es Thatsache, daß die bulgarische und die pro— visorische ostrumelische Regierung eine direete Verstaͤndigung mit dem Sultan anstreben und Ver⸗ Oet. sein neues Amt anzutreten. Resultat an der Passandava-Bai stattgefunden. aus diesem Grunde eine Deputation unter Führ 0 3 5 i e 1 N 1 e 5 8 „%%%( d — ung des Ministers des Aeußern Bulgariens, Zankow, nach Constantinopel entsendet haben. — Der„Pariser Temps“ meldet:„Die Pforte erklaͤrte den Botschaftern, falls nicht die Her— stellung des status quo durch die Mächte erfolge, erachte sie den Berliner Vertrag als nicht mehr bindend und behalte sich Actionsfreiheit vor. Die Türkei ist demnach zu energischem Handeln ent— schlossen.“— Der türkische Gesandte in Athen forderte eine Erklärung wegen der Concentrirung von Truppen au der Grenze und theilte mit, daß, wenn die Truppensendung fortdauere, die Pforte ebenfalls Truppen an die Grenze diri— giren werde.— Die Softas erklären die Pro— clamirung des heiligen Krieges als einziges Rettungsmittel der Türkei. — 10. Oct. Der bisherige Botschafter in Berlin, Said Pascha, ist heute vom Sultan empfangen worden und hat sodann seine Func— tionen als Minister des Auswärtigen übernommen. Gavril Pascha ist hier eingetroffen.— Wie der „Agence Havas“ versichert wird, steht die Her— stellung eines Einvernehmens zwischen der Pforte und Drummond Wolff unmittelbar bevor, und zwar auf der Grundlage der Entsendung eng— lisch⸗türkischer Commissäre nach Egypten. Serbien. Belgrad, 9. Oct. Der türkische Gesandte Halid Bey ist nach Nisch abgereist. Garaschanin und Khevenhueller conferiren, um dann nach Constantinopel abzureisen; eine Einig— ung Garaschanin's und Karawelow's durch Khevenhueller ist wahrscheinlich. — 10. Oct. Die„Times“ melden: Längstens in 14 Tagen durfte in Serbien die Revolution ausbrechen oder der Einmarsch der serbischen Truppen in Alt⸗Serbien erfolgen. Nisch, 9. Oet. Emigranten aus Bulgarien nahmen eine Position am Rtangberg und der Vrskakaska ein, von wo sie raubend und plün— dernd vorgehen. Die Gendarmerie hat Befehl, dieselben zu umzingeln.— Das hart an der Grenze gelegene Dorf Jassencvac gegenüber dem serbischen Dorf Brusnik im Kujacevacer Kreise wurde gestern von bulgarischen Truppen besetzt. Bulgarien. Sofia, 11. Oct. Minister⸗ präfident Karawelow erklärte dem ihn befragen— den Correspondenten Dr. Sloboda: Rußland ist noch verstimmt, allein wir sind zuerst Bulgaren, dann erst Slaven. Montenegro. Cettinje, 10. Oct. Das amtliche Blatt sagt, Montenegro beobachte die gegenwärtige Situation ruhig und warte die weitere Entwickelung der Ereignisse ab. Rußland. Petersburg, 10. Oct. Die Depesche des Zaren an den Fürsten war be— trächtlich milder im Ton, als die in diploma— tischen Kreisen umlaufende Version. Die an den Fürsten gerichteten Worte waren die folgenden: „Da Ew. Hoheit erklären, daß diese Ereignisse Sie unvermuthet überraschten, so darf ich Ihre Versicherung nicht bezweifeln. Dennoch kann ich nur das gefährliche Abenteuer beklagen, in welches sich die Bulgaren so unbedachtsam ge— stürzt haben.“— Rußland beginnt, Truppen nach Bessarabien vorzuschieben. — 11. Oct. Einer Meldung des„Temps“ zufolge soll das Resultat der Conferenz des russischen Ministers Giers mit Bismarck sein, daß Rußland die Aufrechthaltung des Berliner Vertrags, die Absetzung Alexanders und nöthigen— falls die Occupation Rumeliens durch die Türkei verlangen werde. Nach der Absetzung des Fürsten Alexander werde Rußland in die Personalunion einwilligen. Odessa, 11. Oct. Gestern sind hier 12 aus Bulgarien zurückkehrende russische Officiere ein— getroffen. Aus Stadt und Land. d. Friedberg. Wir machen die Interessenten darauf aufmerksam, daß der nächsten Mittwoch dahier stattfinden⸗ den Versammlung des Bezirkslehrer-Vereins Fried berg— Bad⸗Nauhelm, in welcher Seminarlehrer Schmidt sein Referat:„Der Lehrer als Organist“ fortsetzen wird, auch der Obmann des Landeslehrervereins beiwohnen wird. Rockenberg, 9. Okt. Daß auch in unserem kleinen Orte die Wissenschaft nicht unbeachtet bleibt, davon mag Folgendes Zeugniß geben: Der Heilgehilfe Menger an Großh. Landeszuchthause Marlenschloß, welcher sich unter Anleltung des Großh. Landeszuchthaus-Arztes Dr. Pfann⸗ müller der mikroskopischen Technik widmet, sandte einkge seiner selbstgefertigten mikroskoptschen Arbeiten, darunter Tuberkel⸗Baeillen, an den Präsidenten des Reichsgesund⸗ heltsamts Geheimerath Prof. Dr. Koch in Berlin und wurde Ersterem in einem Schreiben für die Güte und kunstgerechte Herstellung der angefertigten Präparate von Dr. Koch die höchste Anerkennung und das groͤßte Lob zu Thetl. Seligenstadt, 8 Okt. Ein fast unglaublicher und gleichwohl vollen Anspruch auf Wahrheit habender Fall der Lebensrettung hat sich gestern Morgen hier ereignet. Der sechsjährige Sohn des hiesigen Tünchers Winkler lehnte sich etwas zu weit aus dem Fenster des dritten Stockwerks einer im Bau begriffenen Fabrik, bekam das Uebergewicht und stürzte in die schauerliche Tiefe. Der unten stehende 14jährige Sohn des Tünchers Stenger beobachtete den Fallenden und empfing denselben mit ausgebreiteten Armen. Durch diese erstaunliche Geistes⸗ gegenwart wurde das Leben des niederstürzenden Knaben gerettet. Ganz unbedeutende Verletzungen bekunden den schrecklichen Fall. Mit Muth, Entschlossenheit und eigener Lebensgefahr hat ver kaum der Schule entwachsene Bursche das Kind vorm sicheren Tode bewahrt und es gebührt ihm sicherlich hierfür öffentliche Anerkennung. Die Freude der Eltern über diese wunderbare Errettung ihres Kindes läßt sich kaum schildern. Allerlei. Frankfurt. Das Urtheil gegen den Meuchelmörder Julsus Lieske aus Zossen ist immer noch nicht rechts kräftig geworden, indem sein Vertheidiger, Dr. jur. Fester, gegen den Beschluß der hiesigen Strafkammer, die Wieder⸗ aufnahme des Beweisverfahrens abzulehnen, bei der eompetenten Instanz remonstrirt hat. Die Angelegenheit kann sich auf diese Weise noch ziemlich lange hinausziehen. Montreal, 4. Okt. Die Blattern Epidemie in Montreal dauert fort. Die Todesfälle in Montreal und dessen Bezirk an Blattern beziffern sich im September auf 996. Der Widerstand gegen die Impfung dauert fort und noch dazu von unerwarteter Seite. So haben z. B. ein Arzt, der City Anwalt und ein Polzei⸗Sergeant, sämmtlich französischer Abstammung, ihren Tagespflichten obgelegen, während sie den Anordnungen der Behörden Widerstand leisteten und zwei derselben gleichzeitig Blattern— kranke in ihren Familien hatten. Newyork, 10. Okt. Gestern endlich wurde zur Fluthzeit der Felsen in der Hell-Gate Einfahrt zum Newyorker Hafen von Long Island Sound durch Dynamit fortgeschafft. Selt neun Jahren wurden Kammern in den Felsen getrieben und es waren daselbst 45,000 Dynamitpatronen seit dem Juli 1884 vertheilt worden, wozu man 275,000 Pfund Dynamit verbraucht hat. Die Explosion wurde durch Electrieität vom Lande aus bewirkt. Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten scheint die Sprengung vollständig gelungen zu sein. Die Explosion wurde an den Ufern nur leicht wahr⸗ genommen. Dagegen wurde die Erschütterung überall in Newyork und in der Entfernung von mehreren Meilen empfunden. Im Augenblick der Explosion war das Wasser sehr bewegt. Eine ungeheuere Menge Wasser mit Steinen und Holz wurde 150 bis 200 Fuß in die Höhe geschleudert. Irgend welcher Schaden ist nicht angerichtet. Die Ufer waren von Schaulustigen dicht besetzt. Verloosungen. Lübeckische Staats⸗-Prämien⸗Anleihe von 1863. Serienziehung vom 1. Oktober 1885. Nr. 46 59 66 111 166 199 211 316 359 465 470 531 609 679 825 871 1049 1189 1251 1644 1677 1728 1826 1906 1984 1997 2065 2078 2086 2169 2252 2267 2269 2393 2403 2469 2540 2577 2616 2803 2996 3046 3074 3119 3169 3265 3279 3289 3290 3302 3356 3378 3481. Die Gewinn⸗ Ziehung findet am 2. Januar 1886 statt. Oesterreichische fl. 250-Loose von 1854. Serten-Ziehung vom 1. Juli 1885. Serien-Nr. 130 160 212 764 803 881942 1182 1228 1230 1257 1265 1330 1475 1480 1594 1758 1797 1861 1920 1998 2019 2082 2233 2397 2575 2738 2805 2822 2847 2982 3039 3121 3193 3264 3304 3310 3371 3372 3497 3551 3676 3751 3906. Gewinn-Ziehung vom 1. Oktober 1885. Heimzahlung am 2. Januar 1886. Serie 3039 Nr. 30 à 40,000 fl. Serie 3372 Nr. 28 à 5000 fl. Serie 1475 Nr. 21, S. 1480 Nr. 28, S. 2233 Nr. 18, S. 2982 Nr. 31, S. 3304 Nr. 47 à 2000 fl. Serie 1480 Nr. 41, S. 1797 Nr. 6, S. 2082 Nr. 15, S. 2822 Nr. 28, S. 3193 Nr. 27 à 1000 fl. Serie 160 Nr. 4, S. 212 Nr. 28 34, S. 764 Nr. 5 6, S. 881 Nr. 41, S. 942 Nr. 23, S. 1182 Nr. 17, S. 1230 Nr. 5, S. 1257 Nr. 12, S. 1265 Nr. 22, S. 1330 Nr. 38 43, S. 1475 Nr. 23, S. 1594 Nr. 9, S. 1758 Nr. 3 13, S. 1797 Nr. 48, S. 1861 Nr. 29, S. 1920 Nr. 12 39, S. 1998 Nr. 18 26, S. 2082 Nr. 2 37, S. 2233 Nr. 12, S. 2379 Nr. 20 46, S. 2575 Nr. 21, S. 2805 Nr. 26, S. 2847 Nr. 4, S. 3039 Nr. 13 24, S. 3121 Nr. 1 3, S. 3264 Nr. 30 44, S. 3310 Nr. 11 18 47, S. 3371 Nr. 44, S. 3372 Nr. 21 47 48, S. 3551 Nr. 2 16 23, S. 3676 Nr. 37, S. 3751 Nr. 13, S. 3906 Nr. 33 à 400 fl. Auf alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 300 fl. Wiener 100 fl.⸗Loose von 1874. Ziehung vom 1. Oktober 1885. Heimzahlung am 2. Jan. 1886. Gezogene Serien. Nr. 463 776 790 1345 1498 1504 1300 1307 1348 1436 1686 1825 1828 1834 2160 2651 2660. Gewinne. Serie 766 Nr. 97 à 200,000 fl. Serie 1825 Nr. 26 à 20,000 fl. Serie 2860 Nr. 31 à 5000 fl. Serie 463 Nr. 23, S. 1825 Nr. 61, S. 1828 Nr. 49, S. 1834 Nr. 49, S. 2651 Nr. 87 à 1000 fl. Serte 776 Nr. 4 66, S. 790 Nr. 57, S. 1345 Nr. 68, S. 1504 Nr. 13, S. 1686 Nr. 95, S. 1425 Nr. 7, S. 1828 Nr. 7 36 95, S. 2160 Nr. 27 78 à 250 fl. Auf alle übrigen in obigen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 140 fl. Kalserin Elisabeth-Bahn, 4pCt. Gold⸗ Prioritäts⸗ Obligationen, Emisston 1883. Ztehung vom 1. Okt. 1885. Heimzahlung am 1 April 1886. A. Steuerpflichtiges Anlehen. Serie 36 153 162 164 187 199 206 236 306 413 503 635 698 707 723 739 878 883 897 1003 1014 1028 1205 1341 1353 1376 1405 1408 1421 1428 1429 1437 1705 1750 1766 1784 1789 1791. Jede dieser Serien enthält 4 Stück Obligationen Nr. 1—4 à 3000 M. und 30 Stück Nr. 5 bis 34 à 600 M. B. Steuerfreies Anlehen. Serie 713 964 998 1713 1768 1794 2175. Jede dieser Serien enthält 7 Stück Obligationen Nr. 1-7 à 2000 M. und 65 Stück Nr. 8— 72 à 400 M. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Oetob. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 1.00, Eier 1 St. 7 Pf. Gießen, 7. Okt. Auf dem gestern und heute dahler abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben: 1130 Stück Rindvieh und 998 Stück Schweine und war der Handel bei letzteren lebhaft. Nächster Markt Dienstag den 27. und Mittwoch den 28. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt( Zwiebelmarkt.) Gießen, 10. October. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90— 1.05, Eier 2 St. 13 Pf., Käse per St. 59 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 0.60, Hühner per Stück M. 0 85— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.50 0.80, Enten per Stück M. 1.60 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel⸗ fleisch 60— 70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 2.75—4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 4.50 bis 6.00, Zwetschen M. 6.508. Homburg, 10. Oct. Marktpreise. Kartoffeln per Malter(neue) M. 3.50—4, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eier per Stuͤck 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.00, 2. Qual. 90 Pf. Frankfurt, 10. Okt. Wochenmarkt. Weißkraut der Ctr. M. 2— 2.50, Zwiebeln der Ctr. M. 10—12, Kartoffeln 100 Kilo M. 4—5, Blumenkohl 20-30 Pf., Rothkraut 20- 25 Pf., Kohlkraut 8— 10 Pf., Kohl⸗ rabi 3 Pf., Weißerüben 3 Pf., Kopfsalat 5 Pf., Endivien 6—8 Pf., Gelberüben der Pack 6—8 Pf., Perlzwiebeln das Pfd. 50 Pf., der Liter 60 Pf. Eier das Hundert M. 6—8, Butter im Großen M. 90-100, im Detail M. 1.15— 30.— Fleischpreise unverändert.— Geflügel: 1 Hahn 90 Pf. bis M. 1.50, 1 Huhn M. 1— 2, Pou⸗ larde M. 2.50, Gans M. 5—9, Welsche M. 5— 10, Ente M. 2—3, Taube 40-60 Pf.— Reh 90 Pf., Haas M. 3 3.50. Litergrisches. Nr. 2 enthält: Unser Neffe.(Forts.)— Unter den Dienern des Feuers. Von M. v. Massow.— Im Cabinet des Kunstkenners. Bild von Lerche.— Im Zwischendeck eines Passagierdampfers. Von R. Werner. Mit Illustr.— Malivuka.(Schluß). Mit 4 Illustr. — Sternhaufen und Nebelflecke in den Tiefen des Welt— raumes. Mit Kärtchen. Von Dr. Klein.— Am Familten⸗ tisch: Lebensdauer der Ameise.— Rechtsrath.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Betlagen. Daheim. Von dem im Verlage von Schauenburg in Lahr er⸗ scheinenden„Kalender des Lahrer Hinkenden Boten“ ist die Ausgabe auf das kommende Jahr 186 erschtenen. Zum Lobe des vortrefflichen Büchleins läßt sich etwa nur sagen, daß es seinen bisherigen Ruf und Ruhm nicht nur bewahrt hat, sondern daß es sogar in Bezug auf Gediegenheit des textlichen Inhalts, wie der Illustratlonen noch Fortschritte gemacht hat. Und das genügt. Wer sich für wenige Pfennige eine ebenso unterhaltende wie belehrende, durchweg interessante und amüsante Lektüre verschaffen will, der greife nach dem Lahrer Hinkenden, welcher prächtige Erzählungen und Humoresken und neben vielem andern ebenso die wieder mit trefflichem Humor gezeichneten„Westbegebenheiten“, die Qulintessenz des Ganzen enthält.— Denjenigen Lesern, welche die Polltik in Kalendern nicht vertreten wissen wollen, bietet„Hebel's Rheinländischer Hausfreund für 1886“ eine entsprechende und sicher hochwillkommene Gabe. Was uns an diesem Kalender besonders gefällt und geradezu anheimelt, das ist der herzige und gemüthvolle Ton, der aus jeder Zeile des mannigfaltigen, unterhaltenden und belehrenden Teptes uns entgegentritt; es ist das noch ein, wir möchten sagen, fast pietätvoller Ton, den Manen des dahinge— schiedenen Dichters geweiht, dem er seinen Titel ver⸗ dankt. Der Text ist mit zahlreichen, guten Holzschnitten versehen. Als Titelbild prangt ein hübscher Buntfarben⸗ druck, die bekannte Seene zwischen dem alten Fritz und dem Windmüller in Sanssouet darstellend. Das ge⸗ diegene Büchlein ist ganz dazu angethan, sich zu den alten Freunden recht viele neue zu erwerben. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 13.: Zum erstenmale wiederholt: Silvana. Mittwoch den 14.: Vorstell. bei ermäßigten Prelsen: Tell. Freitag Somsie Sonnt f all U brachte, 60 sit losen W Herz zu vom 0 ungen nicht in und wil steiwill patrlott süzung N ützunt „Augu treten, beck in um Bi Samm Ole bertit, Comst. 2 8 n den 15.: Margarethe. Freitag den 16.: Gostspiel des Herrn Emil Götze: Martha. Lyonel: Herr Götze Außer Abonn. Samstatz den 17.: Freischütz. Sonntag den 18.: Silvana. Montag den 19.: Zweites und letztes Gastspiel des Herrn Emil Götze: Die Meistersinger. Walther Stoltzing: Herr Götze. Außer Abonn. Schauspielhaus. Dienstag den 13.: Neu einstudirt: Phädra. Mittwoch den 14.: Unsere guten Freunde. Donnerstag den 15.: Vorstellung im Abonnement A. für einen ausgefallenen Montag. Die relegirten Studenten. Freitag den 16: Neu einstudirt: Donna Diana. Samstag den 17.: Phädra. Sonntag den 18.: Krieg im Frieden. Vorher: Neu ein⸗ studirt: Ein Wort an den Minister. Aufruf. Von S. M. Kreuzer⸗Corvette„Augusta“ fehlt seit vier Monaten jede Nachricht; unzweifelhaft haben Schliff und Besatzung in wild erregter Fluth den Untergang gefunden. Das Verzeichniß der an Bord der Corvette eingeschifften Personen ist von dem Chef der Kaiserlichen Admiralität veröffentlicht; es bringt die schmerzliche Kunde, daß 223 rüstige Söhne des Vaterkandes in seinem Dlenste früh und plötzlich dabin gerafft sind! An der Kuͤste und im Binnenlande beklagen hart be— troffene Famillen den Tod des Hauptes, des Vaters, des Sohnes oder des Bruders. Mit ihnen trauert das Land. Aber, wo dieser Schicksalsschlag nicht Trauer „ sondern auch Sorge und Noth in das Haus brachte, wo die Wellen die Stütze der Eltern begruben, wo sie Frauen zu darbenden Wittwen, Kinder zu hilf— losen Walsen machten, da ruft die Katastrophe wie unser Herz zum Mitleid, so unsere Hand zum Helfen. Die vom Gesetz bestimmten Unterstützungen und Entschädig— ungen erleichtern das den Familien auferlegte Opfer nicht in dem Grade, wie es herzlicher Theilnabme moglich und wünschenswerth erscheint. Ausreichend kann nur die freiwillige Thätigkeit Derer helfen, die den Dank für das patrlotische Verdienst todesmuthiger Seeleute in der Unter⸗ stützung ihrer Hinterbliebenen zu bethätigen wünschen. In diesem Sinne ist ein Comité für die Unter⸗ stützung der Hinterbliebenen der mit S. M. Corvette „Augufla““ untergegangenen Besatzung zusammenge— treten, an dessen Spitze Ober-Bürgermeister von Forcken⸗ beck in Berlin steht, und bittet um Gaben, sowie event. um Bildung von Zweig⸗Comités resp. Errichtung von Sammelstellen. Die Expedition des Oberhessischen Anzelgers ist gerne bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und an das Comité weiterzubefördern. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 10. Oktober 1885. Geber. Nehmer M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke e do. in ½ 16. 15 16. 1 Englische Sovereings 20. 30 20. 26 Russische ä 2246. 72 18, 08 Ducaten. 55 e ee Dollars e Bd Inde 4. 18 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassere übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.30, „ ½, Dutzend 16 850, „ Dutzend 105. Die Expedition des Anzeigers Aufgebot. Die am 10. Dezember 1851 verstorbene erste Ehefrau des Adam Feiling in Friedberg, Anna Katharine, geb. Neurer, hat durch Testament vom 29. März 1849 den leiblichen Nachkommen der Barbara Diel, verehelichten Steter, von Echzell vierhundert Gulden legirt, welche nach Köpfen, ohne Rücksicht auf den Grad der Verwandt⸗ schaft, vertheilt werden sollen. Hiernach bestehende An— sprüche und Rechte sind auf Antrag des Hellgehülfen Heinrich Diel in Friedberg spätestens im Aufgebotstermine Freitag den 4. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, anzumelden und zu begründen, anderen Falls ohne Rück— sicht hierauf die Kopfthelle berechnet und ausgezahlt werden, wobei die Kopftheille der nach Fälligkeit des Vermächnisses(10. Dezember 1851) verstorbenen Legatare für deren Descendenten als Stammantheile behandelt werden. Friedberg am 3. Oktober 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. S üffert. Weber. Seidene Umknöpftücher 230 in den schönsten Farben billigst bel R. Friedrich. 3531 Konkurs- Verfahren. Ueber das Vermögen der Firma„Schwalbeimer Brunnen“, Inhaberin„M. Schimmelbusch“, und über das Vermögen der gedachten Inhaberin Mina Schimmel— busch, der Ehefrau des Alfred Schimmelbusch auf dem Schwalheimer Brunnen bei Schwalheim, wird, da Rechts— anwalt Windecker zu Friedberg, Namens des Kaufmanns Reinhold Goldschmidt in Frankfurt a. M., den Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt und die Forderung des Letzteren, sowie die Zahlungsunfähigkeit der oben erwähnten Firma und ihrer Inhaberin glaub— haft gemacht hat, heute am 9. Oktober 1885, Vormittags 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Jean Wörner jun. dahier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 24. Oktober 1885 bet dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in §. 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag den 2. November 1885, Vormittags 9½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse ge— hörige Sache in Besitz haben, oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache ab— gesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Kon— kursverwalter bis zum 24. Oktober 1885 Anzeige zu machen. Bad⸗ Nauheim, 9. Oktober 1885. Das Großherzogliche Amtsgericht Bad Nauhelm. Veröffentlicht: Schütz, Gerichtsschreiber. Bekanntmachung. Freitag den 16. Oktober, Nachmittags um 3 Uhr, soll die Lieferung von 225 ebm Bruchsteinen und 50 ebm Bachsand auf dem hiesigen Rathhause öffentlich an die Wenigstnehmenden veraccordirt werden. Friedrichsdorf den 8. Oktober 1885. Der Bürgermeister D. Garnier. 3535 3497 A. Eisengiesserei u. Waagenfabrik von Carl Schenck, Darmstadt. Fuhrwerkswaagen mit eisernem Bett oder Stein- kundament. 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