er 1 Soltitt, ftuchet, Alpafa⸗ Aden fur r Donnerslag den 13. August. N 95. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen gon der V. Perkode 1884/85. Friedberg den 10. August 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der V. Periode 1884/85 zukommenden Forststrafen resp. Antheile an Holzwerth und Schadenersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedecretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. Dr. Braden. 5 W. Pf.“ M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. Bad⸗Nauheim 2 Griedel(Mark)— 42 Hausen— 90 Klein-Karben— 84 Nieder⸗Ros bach— 56 Rodheim 6 20 Büdesheim— 56 Groß Karben 2 10 Heldenbergen 126 Nieder⸗ Erlenbach— 42 Ober⸗ Mörlen 3 40 Vilbel 402 Burg ⸗Gräfenrode 2 76 Harheim— 28 Holzhausen 5 47 Nleder Florstadt 8 18 Ockstadt— 72 Wölfersheim— Betreffend: Den Voranschlag des evang. Centralkirchenfonds für 1885/86, hier die auf die Lokalkirchen—* 9 90 5 und milden Stiftungsfonds ausgeschlagenen Umlagen. a Friedberg den 10. August 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, für baldige Auszahlung der in nachstehend abgedrucktem Auszuge genannten Beträge an den Rechner des evang. Centralkirchenfonds, Rechnungsrath Jost in Darmstadt, zu sorgen. Dr. Braden. 1 M. Pf. M. Pf. M. Pf. W. Pf. M. Pf. W. Pf. Bũdes heim 186 29 Friedberg 200— Münzenberg 6 16 Ober ⸗Eschbach 20— 1 239 92 Trais⸗Münzenberg 26 93 Butzbach 59 23 Groß Karben 84 61 Nauheim 5 57 Ober Ros bach 40— odheim 469 Weckes heim 13 40 Jauer bach v. d. H 22 70 Klein⸗Karben 3 62 Nieder-Erlenbach 130 24 Ostbeim 7 05 Schwalheim 35162 Wohnbach 135 85 Florstadt 1030 43 Langenhain 26 90 Nieder Eschbach 36 15 Reichelsheim 156 86 Staden 221 47 Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf den Verlauf der Reichstagsverbandlungen über die Ab— änderung des§. 105 der Gewerbeordnung soll durch eine sachgemäße Erhebung fest— gestellt werden, in welchem Umfang thatsächlich die Beschäftigung gewerblicher Ar— beiter an Sonn- und Feiertagen vorkommt, sowie ob und in wie weit eine Beschränk ung derselben ohne Schädigung berechtigter Interessen möglich ist. Die vorzunehmende Untersuchung soll alle Gewerbszweige einschließlich der Handelsgewerbe und des Handwerks umfassen, in welchen überhaupt eine Beschäftigung gewerblicher Arbeiter an Sonn- und Festtagen vorkommt. Auf einem Fragevogen wurden diejenigen Fragen zusammengestellt, um deren Beantwortung es sich bei der vorzunehmenden Unker— suchung handelt. Zur Beantwortung dieser Fragen sind, außer den vorhandenen Organen des Gewerbe- und Handelsstandes und sonstiger freien Vereine von In— dustriellen und Handwerkern, auch einzelne Gewerbetreibende und insbesondere auch Arbeiter eingeladen. Großberzogliches Ministerium des Innern und der Justtz hat uns mit der Vornahme und einheitlichen Leitung der fraglichen Erhebungen für das Großherzogthum beauftragt. Indem wir darauf aufmerksam machen, daß Exemplare des bemerkten Fragebogen⸗Formulars sowohl von den Großherzoglichen Kreisämtern, den Großherzoglichen Handelskammern, dem Großherzoglichen Fabrikinspeetor, den Vorständen der Localgewerbvereine, als von uns ausgegeben werden und von diesen Stellen bezogen werden können, richten wir an alle Diejenigen, welche sich bei der vorzunehmenden Erhebung betheiligen wollen, das ergebene Ersuchen, die Ausfertig— ung und Rückgabe der Fragebogen bis längstens zum 1. September l. J. bewirken zu wollen. Ins besondere ersuchen wir auch die Vorstände von Innungen, die Vor⸗ stände von Arbeiter Krankenkassen, soweit diese nicht Betriebskrankenkassen sind, um Betheiligung an der angeordneten Untersuchung, und bemerken noch, daß bis zum 1. September l. J. auch auf unserem Bureau— Neckarstraße Nr. 3— mündliche Erklärungen zu den Fragen abgegeben und protokollirt werden können. Darmstadt den 4. August 1885. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch. Plan über die Prämienvertheilung bei der landwirthschaftlichen Ausstellung in Hungen am 26. August 1885. 1. Es werden ausgesetzt: J. Für Pferde, und zwar: 1. Zuchtstuten mit zugehörigen diesjährigen Fohlen 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 50 und 1 zu 40 M. 2. Zucht⸗ stuten, bezüglich deren dies jähriger Deckschein vorliegt, 2 Vereinspreise zu je 30 M. 3. Fohlen, die nicht mehr saugen, 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 50 und 1 zu 20 M. II. Für Rindvieh, und zwar: 1. Vogelsberger Rasse: a. Bullen von Pri— vaten, Gemeinden und Gemeindebullenhaltern im Alter von 1—3 Jahren 1 Staats- preis zu 70 M., 1 Vereinspreis zu 60, 1 zu 40 und 1 zu 30 M.; b. Rinder, die sichtbar trächtig sind, im Alter von 2— 3 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Ver⸗ einspreis zu 40 und 2 zu je 20 M.,(das schönste Rind erhält außerdem Glocke mit Halsband; e. Zuchtkühe 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 40 und 1 zu 20 M.; d. ganze Zuchten von Rindvieh, sowie Rinder unter 2 Jahren 1 Staats- preis zu 60 M., 1 Verelnspreis zu 30, 1 zu 20 und 1 zu 10 M. 2. Simmen⸗ thaler und andere fremde Rassen: a. Bullen von Privaten, Gemeinden und Gemeinde— bullenhaltern im Alter von 1—3 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 50, 1 zu 40 und 1 zu 30 M.; b. Rinder, die sichtbar trächtig sind, im Alter von 2— 3 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., J Verxeinspreis zu 40 und 2 zu je 20 M.; e. Zuchtkühe 1 Staatspreis 60 M., 1 Vereinsprels zu 40 und 1 zu 20 M.; d. ganze Zuchten von Rindvieh, sowie Rinder unter 2 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 30, 1 zu 20 und 1 zu 10 M. 3. Kreuzungsproducte vorgenannter Rassen: a. Bullen von Privaten, Gemeinden und Gemeindebullenhaltern im Alter von 1— 3 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 50, 1 zu 40 und 1 zu 30 M.; b. Rinder, die sichtbar trächtig sind, im Alter von 2— 3 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 40, 2 zu je 20 M.;«. Zuchtkühe 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereinspreis zu 40 und 1 zu 20 M.; d. ganze Zuchten von Rindvieh, sowie Rinder unter 2 Jahren 1 Staatspreis zu 60 M., 1 Vereins- preis zu 30, 1 zu 20 und 1 zu 10 M. III. Für Schweine, und zwar: 1. Mutterschweine, trächtig oder mit Fer⸗ keln, 1 Staatspreis zu 30 M., 2 Vereinspreise zu je 20 M. 2. Eber 1 Staats⸗ preis 30 M., 2 Vereinspreise zu je 20 M. 3. Zuchtschweine von wenigstens ½ Jahr 1 Staatspreis zu 30 M., 2 Vereinspreise zu je 20 M. IV. Für Schafe, und zwar: 1. Zuchtschafe, in Loosen von wenigstens 3 Stück, 1 Staatspreis zu 30 M., 3 Vereinspreise zu je 10 M. 2. Böcke 1 Staats- preis zu 30 M., 2 Pereinspreise zu je 15 M. V. Für Ziegen 5 Vereinspreise zu je 6 M. Summe: 19 Staatspreise mit zusammen 1000 M., 55 Vereinspreise mit zu— sammen 1400 M. 2. Den Preisrichtern, deren Namen noch besonders in der landwirthschaft— lichen Zeitschrift veroffentlicht werden, steht das Recht zu, je nach der wirklichen Beschlckung der Ausstellung, Preise, welche in einer Abtheilung nicht verwendet wer— den können, auf eine Abtheilung, welche stärker mit preiswürdigem Vieh vertreten wird, zu übertragen. Bezüglich der Verwilligung der Staatspreise stebt dem Groß— berzoglichen Geyeralseeretär der landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums, eventuell seinem Vertreter die entscheidende Stimme zu. 3. Für die am schönsten geschmückten Wagen des Festzuges hat der land— wirthschaftliche Bezirksverein Gießen 4 Preise im Gesammtbetrage von 60 M. aus— gesetzt, deren Zuerkennung dem Festeomits zusteht. Gießen den 1. August 1885. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins 7 Oberhessen. V.: J. U Nover, Vieepräsident. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ernennung der Preisrichter für die zu Hungen am 26. d. Mts. stattfindende Viehpreisvertheilung. Für die zu Hungen am 26. l. Mts, stattfindende Vlehpreisvertheilung sind zu Prelsrichtern ernannt worden: a. Für Pferde und Fohlen die Herren: 1. Bürgermeister Steinhäußer zu Friedberg, 2. Mühlenbesitzer Ernst Zimmer zu Bingermühle bel Lauter, 3. Pachter Grabe zu Erbenharhof bei Büdingen, und als Ersatzmann Pachter Rullmann sen. zu Stammhelm. b. Für Rindvieh der Vogelsberger Rasse die Herren: 1. Freiherr Adolf Nordeck zur Rabenau zu Frledelhausen, 2. Pachter Joseph Güngerich zu Großen— Huseck, Bürgermesster Bieber zu Allendorf a. d. Lumda, und als Ersatzmänner: Vürgermeister Faulstich zu Weitersheim, Pachter Hahn zu Schellenhof bei Schotten. o. Für Rindoleh der Berner und anderen fremden Rassen die Herren: 1. Pachter Karl Hahn zu Wenings, 2. Adminlstrator Hermann zu Winnerod, 3. Pachter Meinert zu Konradsdorf bei Ortenberg, und als Ersatzmänner: Guts— besitzer Heinrich Stoll zu Nieder Woͤllstadt, Pachter Reif zu Steinfurth. d. Für Rindvieh Kreuzungen die Herren: 1. Landwirth Pfannstiel zu Angerod, 2. Mühlenbesitzer Baum zu Nidda, 3. Pachter Grimm zu Vilbel, und als Ersatz⸗ männer: Bürgermeister Köhler zu Langsdorf, Pachter Sturmfels zu Ulfa. e. Für Schweine, Schafe und Ziegen die Herren: 1. Landwirth Georg Dörr J. zu Rixyfeldt, 2. Friedrich Vogt zu Reichelsbeim, 3. Pachter Karl Heffmann zu Hofgüll, und als Ersatzmann: Gutsbesitzer Schlenke zu Hardthof bel Gießen. Gießen am 10. August 1885. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. N Der Vleepräsident Nover. n eee Regen ee dees Deutsches Reich. Jugenheim, 10. August. Der Fürst von Bulgarien, welcher am 5. d. M. aus Trouville auf Schloß Heiligenberg dahier eingetroffen, hat gestern die Rückreise nach Bulgarien über Wien angetreten. Berlin, 10. August. Ueber die Rückreise des Kaisers ist Folgendes bestimmt: Die Ab- reise von Gastein findet am 11. August Nach⸗ mittags statt. Von Lend wird die Reise mittelst Extrazuges bis Salzburg fortgesetzt, woselbst der Kaiser in dem„Europäischen Hof“ Nacht— quartier zu nehmen gedenkt. Am anderen Tage Nachmittags wird die Keise über Attnang, Regens— burg, Hof, Leipzig, Roßlau, Drewitz nach Pots— dam fortgesetzt werden, wo der hohe Herr am 13. morgens eintreffen wird, um sich nach Babelsberg zu begeben.— Die Großherzogin von Weimar trifft heute in Gastein ein.— Die Kaiserin wird dem Vernehmen nach, von Hom— burg kommend, erst am 15. d. M. in Potsdam eintreffen und für die nächste Zeit auf Schloß Babelsberg ihren Aufenthalt nehmen.— Der Kronprinz wird bereits am 12. d. M. aus der Schweiz hierher zurückkehren, um seine Eltern bei deren Rückkehr zu begrüßen.— Prinz Friedrich Leopold hat heute Vormittag von Bonn aus seine Reise nach dem Orient ange— treten. Dem Vernehmen nach begibt derselbe sich von Bonn aus durch die Schweiz, Ober— Italien und Griechenland nach Konstantinopel und von dort später zurück durch Ungarn und Oesterreich. Mitte November gedenkt der Prinz wieder in der Heimath einzutreffen. — 10. August. Die internationale Tele— graphen-Conferenz wurde heute durch den Staatssecretär Stephan eröffnet. Es sind 33 Staaten und 17 Kabelgesellschaften vertreten, sowie 72 Delegirte anwesend. Stephan wurde zum Präsidenten, General-Telegraphendirektor Hake zum Vizepräsidenten auf Vorschlag Eng— lands gewählt; die Geschäftsordnung der Londoner Conferenz wurde angenommen und zwei Commis⸗— sionen für Tarife und für Betrieb wie für Technik eingesetzt, welche sofort ihre Arbeiten beginnen. Wegen des sehr umfassenden Materials duͤrften die Berathungen 4— 6 Wochen Zeit erfordern. — 10. Aug. Der Gouverneur von Kame— run, Freiherr von Soden, ist mit dem Kanzler von Puttkamer in Kamerun eingetroffen. — 11. August. Wie der„K. Z.“ von hier telegraphirt wird, gilt es in unterrichteten Kreisen als wahrscheinlich, daß auf die Zusammenkunft der Kaiser von Oesterreich und Rußland eine Zusammenkunft der Kaiser von Deutschland und Rußland folgen werde. — Die Prinzessin Wilhelm hat gestern Abend über München die Reise nach St. Moritz im Engadin angetreten. — 11. Aug. Der preußische Gesandte am Vati— can, v. Schlözer, ist gestern nach Varzin gereist. Kiel. Unsere Marine hat einen empfind— lichen Verlust erlitten. Wie aus Zanzibar tele— graphisch gemeldet wird, ist Kapitän zur See v. Nostiz, Kommandant von Sr. M. Kreuzer— fregatte„Stosch“, die unter dem Oberbefehl des Commodore Paschen mit den übrigen Schiffen des beorderten Geschwaders vor Zanzibar liegt, am 5. August während der Fahrt von St. Mau— ritius nach Zanzibar am Herzschlag gestorben. Zum Geschwader vor Zanzibar werden nach einem Telegramm der„Magdb. Ztg.“ noch 4 Kriegsschiffe und ein Tender stoßen. München. Dem„Bayer. Kurier“ zufolge wurde heute an Stelle des verabschiedeten Hauptmanns Gresser der bisherige Hauptcassier des Hoftheaters, Klug, zum Hofsecretär des Königs ernannt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 11. August. Graf Kalnoky ist heute Vormittag zum Besuch des Fürsten Bismarck nach Varzin abgereist.— Wie die„Presse“ erfährt, wird der Reichsrath frühestens in der letzten Septemberwoche einberufen. Gastein, 11. Aug. Kaiser Wilhelm machte und nahm sodann den Thee bei der Gräfin Lehndorff. Heute Morgen promenirte der Kaiser. Karlsbad, 6. August. Gestern ist hier die Kaiserin Eugenie eingetroffen. Schweiz. Luzern. Eine hiesige Versamm⸗ lung schweizerischer Gewerbevereine sprach sich gegen die Kündigung des deutsch-schweizerischen Handelsvertrages aus. Belgien. Brüssel. van Eltvelde theilt den Maͤchten mit, daß er zum Generalver— walter der auswärtigen Angelegenheiten des Congostaates ernannt sei; in einer zweiten Note erklärte er, daß der neue Staat den Neutrali— tätsverhältnissen, wie sie von der Berliner Con⸗ ferenz festgestellt seien, sich unterstelle. Frankreich. Paris.„Figaro“ bringt die übrigens sehr wahrscheinlich lautende Nachricht, Deutschland und Oesterreich hätten erklärt, sich an der für 1889 beabsichtigten Weltausstellung anläßlich der Feier des Jubiläums der großen Revolution nicht betheiligen zu können und diesen Entschluß durch die Unmöglichkeit moti— virt, eine Feier einer Revolution mitzumachen, welche einen Königsmord als Hauptereigniß zu verzeichnen hat. Der offiziöse„Temps“ be— richtigt diese Nachricht dahin, es sei noch gar keine offizielle Einladung zur Betheiligung an der Ausstellung ergangen, dagegen hätten offi— ziöse Unterhandlungen darüber stattgefunden, in welchen sich die vom„Figaro“ behauptete Ab— neigung keineswegs bekundet habe. Großbritannien. London, 10. Aug. Im Oberhause theilte der erste Lord des Schatzes, Lord Iddesleigh mit, daß die Commission zur Untersuchung der Handelsstockung gebildet sei. — Das Unterhaus nahm in zweiter Lesung die Bill zur Beschaffung besserer Arbeiter-Wohn— ungen an. — 10. Aug. Eine Depesche des Generals Courcy meldet, daß die Fuhrer der Schwarz— flaggen aus Tonkin verschwunden und ihre Banden augenblicklich zerstreut seien.— Ein Telegramm der„Agence Havas“ meldet: Briefen aus Kelung zufolge ist Kelung am 22. Juni geräumt worden. Bald nach dem Abmarsch der französischen Truppen besetzten die Chinesen die Stadt, plünderten sofort die Niederlassungen der dort wohnenden Europäer und zerstörten die Baracken der französischen Truppen. Die englischen Kaufleute verlangen von den Chinesen Schadenersatz. Serbien. Belgrad, 8. August. Ueber die Ermordung des serbischen Abgeordneten Veljko Jakovljevic durch politische„Räuber“, wird berichtet: Gestern um 6 Uhr Abends überfielen 15 Räuber in Bersics bei Gorni Milanovac(Rudniker Kreis) das Haus des Skupschtina-Abgeordneten Veljko Jakovljevie, welcher sich in Gesellschaft von zwölf anderen Männern befand, tödteten den Abgeordneten und führten zwei wohlhabende Leute als Geiseln mit, die sie nur gegen ein hohes Lösegeld frei— lassen wollen. Die Räuber kamen unter Anführ— ung des berüchtigten Dedic über das Uzicaer Gebirge nach Gorni Milanovac; sie trugen theils bosnische, theils montenegrinische Tracht und waren mit Handschar, Revolver und Ge— wehren bewaffnet. Nach vollbrachter Mordthat zogen sie sich ins Gebirge gegen Uzica zurück. Die Blutthat wird hier von Vielen als ge— dungener politischer Mord bezeichnet. Veljko Jakovljevic war von der Opposition abgefallen und gegenwärtig ein eifriger Anhänger der Re— gierung. In seinem Wahlkreise war er eine sehr beliebte Persönlichkeit. Rußland. Helsingsfors, 10. Aug. Gestern Vormittag hielt der Kaiser über die auf der hie— sigen Rhede besindlichen Kriegsschiffe eine Revue ab. Am Abend fand bei dem Kaiser und der Kaiserin ein Paradediner zu 171 Couverts statt. Nach dem Diner zogen die hiesigen Universität mit ihren Fahnen auf den Schloßhof und brachten dem Kaiserpaar eine Serenade dar. Später fand ein Ball bei dem General-Gouverneur und eine festliche Beleucht— gestern eine Spazierfahrt in das Kötschachthal ung der Stadt statt. Eine Deputation von Studenten der; Studenten überreichte der Kaiserin einen Blumen— strauß. Heute um 5 Uhr Nachmittags begab sich das Kaiserpaar unter enthusiastischen Hoch⸗ rufen der Bevölkerung an Bord der„Dershawa“, welche bald darauf die Anker lichtete. Das Kaiserpaar kehrt direkt nach Kronstadt zurück und begibt sich von da nach Peterhof. Baku. Unter den Tukmenen in Mer herrscht beträchtliche Aufregung und zwar an— scheinend wegen Ausscheitungen, die gegen ihre Frauen verübt wurden. Amerika. New-Pork, 8. August. Das Leichenbegängniß des verstorbenen General Grant fand heute in großartiger Weise statt. Der Leichenzug war fast sechs englische Meilen lang und unter den Theilnehmern befanden sich der Präsident Cleveland, der Vicepräsident Hendricks, die früherern Präsidenten Hayes und Arthur, die Minister und Mitglieder des obersten Gerichtshofes, das diplomatische Corps, die Mitglieder des Congresses und die Gouverneure der verschiedenen Staaten. Alle Geschäfte waren geschlossen. Aus Stadt und Land. IJ Friedberg. Was bei dem Niederschreiben des Artikels, betreffend die Begießung und Spülung der Straßenrinnen und Kanaleinläufe durch Oeffnen der Wasserleitungshydranten erhofft worden ist, nämlich die Unterstützung dieses Bestrebens der Straßenreinhaltung von anderer Seite und Vorschlag weiterer Mittel, ist bereits eingetreten, indem ein 8 Correspondent die Miß⸗ stände rügt, welche vielfach von Anwohnern der kanali⸗ sirten Straßen durch Ausschütten und Fließenlassen von unreinen Flüssigkeiten in die Straßenrinnen und Kanal⸗ einläufe veranlaßt werden und auf deren Abstellung er dringt. Möge es ihm gelingen, diese Ursachen der Straßenverunreinigung zu beseitigen; so lange aber dieses Ziel nicht erreicht ist, dürfte es doch wohl nicht über⸗ flüssig sein, durch Oeffnen der Hydranten die sich an⸗ sammelnden Unreinigkeiten von Zeit zu Zeit fortzuspülen. Daß übrigens der in seinen Wirkungen dem& Corre⸗ spondenten sehr wohl bekannte Hochdruck unserer Wasser⸗ leitung für das Uebergießen der Straßen und das dadurch bewirkt werdende Abspülen der Rinnen zc. ein Hinderniß nicht ist, davon kann sich der§ Correspondent überzeugen, wenn er dem bei Gelegenheit der Reinigung des Hochreservoirs stattfindenden Oeffnen der Hydranten und dadurch bewirkt werdenden Uebergleßen der Straßen einige Aufmerksamkeit widmen will. Er dürfte hierbei aber auch zu der Einsicht gelangen, daß der Gedanke, die Hydranten zum Fegen der Rinnen und Kanäle zu benutzen, nicht in einem Kopfe ausgedacht worden ist, der den Druck der Wassersäule, wie sie aus den Hydranten strömt, nicht kennt, sondern einfach auf Erfahrung beruht; er wird sich aber auch sagen müssen, daß seine entgegen- gesetzte Ansicht eine irrige, jeglicher Begründung ent— behrende ist. H.-v. Friedberg. Auf das von 118 Gewerbtreiben⸗ den, 52 Kaufleuten und 29 Privaten vor Kurzem an den Staatssekretär des Reichs-Postamts gerichtete Gesuch ist eine abschlägliche Antwort eingetroffen. Aehnlich wie in derjenigen, welche unser Stadtvorstand erhalten hat, heißt es darin,„daß die Bedenken, welche gegen die be⸗ absichtigte Verlegung des dortigen Postamts nach dem Klosterkasernen-Grundstück geltend gemacht worden sind, nach dem Ergebnisse der stattgehabten Erörterung als begründet nicht anerkannt werden können.“„Das Reichs⸗ Postamt sieht sich unter diesen Umständen nicht veranlaßt, von der in Aussicht genommenen Erwerbung eines Theils des Klosterkasernen-Grundstücks zu Postzwecken Abstand zu nehmen.“ Es ist zu bedauern, daß die Post⸗ verwaltung die„Ergebnisse der stattgehabten Erörterung“, von welcher in gedachtem Schreiben die Rede ist, nicht mitgetheilt hat. Man wüßte dann wenigstens, weßhalb die Verwaltung an einem Projeete hängt, welches ein großer Theil der Einwohnerschaft als verfehlt bezeichnet hat. Zu der in Aussicht genommenen Erwerbung des Klosterkasernen-Grundstücks hat u. A. auch der Reichs- tag seine Zustimmung zu geben. Es wird sich dann zeigen, ob die Mehrheit seiner Mitglieder auf Seiten der Ansicht des Staatssekretärs Dr. von Stephan steht, wie dieselbe am 3. Februar 1883 gelegentlich der Be⸗ rathung des Post- und Telegraphen-Etats im Reichstage gethan hat.„Wenn wir(so waren die Worte), was neulich der Abgeordnete für Lübben verlangte, die Post⸗ gebäude, wo doch gerade der Verkehr von Fremden und Einheimischen zusammenströmt, in entlegene Stadttheile, aus dem Centrum der Städte verlegten, was würde man wohl dazu im deutschen Reiche sagen?“ 2 Friedberg. Am nächsten Sonntag den 16. Aug., Nachmittags von 2 Uhr ab, wird das diesmalige Jahresfest des Wetterauer Zweigvereins der Gustav— Adolf⸗Stiftung in Bönstadt gefeiert werden. Die Fest⸗ predigt hat der von seinem Aufenthalt in Friedberg her in gutem Andenken bei uns stehende Pfarrvicar Dr. Flöring von Bickenbach gütigst übernommen. Nach vollendeter kirchlicher Feier soll noch eine Nachfeier im Freten stattfinden, wobei verschiedene Ansprachen ge— halten werden sollen. Wir versprechen uns also ein recht schönes und gesegnetes Fest. Bemerkt sei noch, daß am Sonntag um 12 Uhr Mittags vom hiesigen Bahnhofe Schiffer Vasser selnem von zu ungen werden Ue von O bezügl und be Nerd * m: 4 übe Das eneral statt. Neilen en sich ident s und dersten die eure Daren dierbei Ievanke, malt zu 1 4 „ aus ein Omnibus nach Bönstadt gehen wird; wer mit demselben fahren will, wird gebeten, sich vor Freitag Abend bei Kaufmann Huber anzumelden. Auch der um 1284 von hler abgehende und in Bruchen⸗ brücken haltende Eisenbahnzug läßt sich bequem be— nutzen. Schließlich bedauern wir das aus unüberwindlichen Gründen unvermeidlich gewordene Zusammenfallen unseres Gustav Adolf⸗Festes mit der hiesigen Gravelotte-Feier. Lauterbach, 7. Aug. Bei dem Gewitter am Dienstag wurde der Semeindeschäfer Greb in Allmenrod, ein 60jähriger Mann, beim Hüten der Schafe vom Blitz erschlagen. Ein Kornhaufe in der Nähe brannte infolge Blitzschlages nieder. Mainz, 10. Aug. Der hiesige Trödler M., welcher als geheilt aus der Irrenanstalt zu Heppenheim entlassen worden war, hat sich offenbar in einem neuen Anfall von Wahnsinn von der Etfenbahnbrücke hinab in den Rhein gestürzt und ist gestern als Leiche in dem benach— barten Budenheim gelandet worden. Ein Schiffer hat die That mit angesehen, konnte aber den Mann nicht mehr retten; vor dem Trödler ist nach Angabe des Schiffers noch ein Körper von der Brücke aus in's Wasser gestärzt, und glaubt man, da der Trödler mit seinem Sohne, einem jährigen Knaben am Donnerstag von zu Hause sich entfernte, seitdem aber Beide ver— schwunden waren, daß der Vater seinen Sohn zuerst in den Rhein gestürzt hat und ibm nachher gefolgt ist. Nach einer gestern Abend bier eingelaufenen Depesche ist auch das Söhnchen des M. in Walluf geländet worden. Allerlei. Halle, 6. Aug. Der türkische General Kähler Pascha ist, wie man der„Magd. Ztg.“ mittheilt, heute bei seiner hier wohnenden Familie zu längerem Aufent- halt eingetroffen. Marseille, 10. Aug. Von Sonnabend 5 Uhr bis Sonntag 1 Uhr Nachmittags kamen 17 Choleratodes-⸗ fälle, im Laufe des heutigen Tages 35 Todesfälle vor. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Aug. Fruchtbericht. Waizen M. 17., Korn M. 15.00, Gerste M. 15.— 16.00, Hafer M. 13.50 — 14.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 12 Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—0.90, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Buß bach, 8. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95, Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 2 Stück 11 Pf. Grünberg, 8. Aug. Fruchtpreise. Waizen M. 17.00, Korn M. 14.40, Gerste M. 14.40, Hafer M. 14.20, Samen M. 21.10. Gießen, 11. August. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 1.00, Eter 1 St. 5—6 Pf., Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.70, Hühner per Stück M. 0.85— 1.20, Hahnen ver Stück M. 0.50— 1.00, Enten ver Stück M. 1.20 1.50, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind— fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00 6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6.00 bis 7.00. Homburg, 11. August. Marktpreise. Kartoffeln per Malter(neue) M. 6—7, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eier per Stück 6—7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M. 1.10. Frankfurt, 10. Aug. Fruchtmarkt. Hiesiges Mehl Nr. 0 M. 32.50— 33.50, Nr. 1 M. 27.— 28., Nr. 2 M. 25.50- 26.50, Nr. 3 M. 23.50— 24.50, N. 4 M. 17. bis 18., Nr. 5 M. 16.—17., Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 52.—54., norddeutsches und westfälisches Watzenmehl 00 M. 24— 24.50. Roggenmehl Nr. 0 (Berliner Marke) M. 24.75— 25.75, do. 0/1 M. 22.50 bis 23.50, do. 1 do. M. 21.— 21.50, do. 2 do. M. 17.25 bis 18. Waizen ab unserer Umgegend M. 16.75—17., do. frei ab Bahnhof hier M. 17.25., do. fremder je nach Qualität M. 17.75— 18.50. Roggen hiesiger neuer M. 14.75— 15. Gerste, Brauerwaare neue M. 16.50 bis 17.50, do. zu Mahlzwecken M. 12. Hafer je nach Qualität M. 13.50— 15.50, do. russischer M. 13.25—50. Raps, steigend, M. 22.75—25. Mais, bunter(mixed) M. 12. Roggenkleie M. 5— 5.25. Waizenkleie M. 4.25. Rüböl im Detail M. 53. Stimmung matt. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 100 Ko. Frankfurt, 10. Aug. Viehmarkt. Dertheutige Markt war mit 371 Ochsen, 13 Bullen, 382 Kühen, Stieren und Rindern, 277 Kälbern, 86 Hämmeln u. 164 Schweinen befahren. Die Preise stellen sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 66.— 68., 2. Qual. M. 60.—64., Bullen 1. Qual. M. 50.—55., 2. Qual. M. 40—45., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 56. bis 58., 2. Qual. M. 44—48., Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 5558 Pf., 2. Qual. 45—50 Pf., Hämmel 1. Qual. 56 58 Pf., 2. Qual. 50—52 Pf., Schweine, inländische 60—63 Pf. Schiffsbewegung der Postdampfschiffe der Hamburg⸗ Amerikanischen Packetfahrt⸗Actiengesellschaft.„Moravia“ 5. Aug. von Hamburg nach New Pork;„Rugia“ 6. Aug. von New⸗ Vork nach Hamburg;„Holsatia“, von West⸗ indien kommend, 8. Aug. in Hamburg eingetroffen; „Silesia“ 8. Aug. von St. Thomas nach Hamburg; „Borussia“ 8. Aug. von St. Thomas nach Hamburg; „Bohemia“, 25. Juli von New⸗Nork, 8. Aug. in Ham⸗ burg angekommen;„Rhaetia“, 8. Aug. von New-Vork nach Hamburg;„Hammonta“, 26. Juli von Hamburg, 7. Aug. in New Vork angekommen u.„Suevia“, 29. Juli von Hamburg, 9. Aug. in New⸗Vork angekommen. Wasserwärme der Usa. 11. August Abends 15 Grad Reaumur. 12. August Mittags 16 Grad Reaumur. Walter. Jsraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 15. August 1885. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 30 Min. Samstag Morgens 8 Uhr Samstag Nachmittags 4 Ubr. Sabbathausgang 8 Uhr 10 Min. Wochengottes dienst von Sonntag den 16. August an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 45 Min. 2003 Halbverdeck⸗Wagen, leicht, sol., eleg., preisw. Abb. grat. J 6. Rumpf, Eis. Hand 18, Erankfurt a. I.(92438.) Bekanntmachung. Johannes Neumann von Ockstadt beabsichtigt in seiner Hofraithe eine Schlachtstätte zu errichten. Pläne und Beschrelbungen liegen 14 Tage auf unserer Registratur zur Einsicht der Interessenten offen und sind Einwend⸗ ungen gegen die Anlage in dieser Frist bei uns vorzu— bringen, widrigenfalls dieselben unberücksichtigt bleiben werden. Friedberg am 24. Juli 1885 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Konkurs-Verfahren. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Jacob Hahn J. von Ober-Mörlen wird, da der Gemeinschuldner dahin bezüglichen Antrag gestellt und seine Zahlungsunfähigkeit und bezw. Ueberschuldung genügend bescheinigt hat, beute am 10. August 1885, Nachmittags 4 Uhr, das Konkurs- verfahren eröffnet. Der Kaufmann Richard Wörner von Bad-Nauheim wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 31. August 1885 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 8. September 1885, Vormittags 9 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben, oder zur Konkursmassen etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein— schuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Ver— pflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abge— sonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkurs— verwalter bis zum 31. August 1885 Anzeige zu machen. OGroßherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. Bauer. J. B . 9.. Wa a 8. Bekannt Bekanntmachung. Die Elsen- und Blechwaarenhandlung des verstorbenen Konrad Kuteriem von Bad Nauheim ist mit allen Aetiven und Passiven unter Fortführung der seitherigen Firma auf dessen Sohn Reinhard Kniertem von Bad-Nauheim übergegangen, der„Konrad Kniertem“ zeichnen wird. Eintrag ins Firmenregister ist erfolgt. Bad⸗Nauheim den 10. August 1885. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauhelm. 2804 2799 Bauer. 9. 0. 2813 5 Wa as. 8 Neue. Holl. Vollhäringe 2562 bel Wilhelm Fertsch. 2 7 7 55 U 2 or Steinkohlen-Cieserung. Die Lieferung der Steinkohlen für die hiesigen Schulen und das Rathhaus, sowie für das Hospital und Ver— sorgungshaus soll pro 1885/86 auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Submittenten wollen ihre Angebote für Knabbel— kohlen und melirte Kohlen längstens bis zum 17. August bei der unterzeichneten Stelle einreichen. Friedberg den 12. August 1885. Großherzogliche VBürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. Bekanntmachung. Die Stelle eines Glöckners wird vom 1. October d. J. an vacant werden. Bewerber wollen sich bis zum 17. unterzeichneten Stelle melden. Friedberg den 12. August 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. . Stein häußer. F* 1222 Submission. Die zur Reparatur der Fluthschleuße in der Ge— markung Ilbenstadt erforderlichen Arbeiten und Liefer— ungen, nämlich: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 575 81 Brechen von Mauer- und Chaussirsteinen 517— Die Lieferung von 80 Centner Schwarzkalk 2818 Auzust bei der 2817 (hydr.) 96— Die Lieferung von 15 Tonnen Portland— Cement, Dyckerhoff& Sohne 150— sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau Großh. Bürgermeisterei Ilbenstadt zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten bis längstens zum 14. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, einzureichen sind. Friedberg den 10. August 1885. Zr I.., 2802 Bezirks-Bauaufseher. Jagd Verpachtung. Montag den 31. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Bodenrod in der Gemarkung Boden— rod zustehende Feld- und Waldjagd von ea. 2608 Großh. Hess. Morgen auf weitere 6 Jahre auf dem Bürger— meisterei-Büreau dahter melstbietend verpachtet werden. Bodenrod den 12. August 18885. Großherzogliche Bürgermeisterei Bodenrod. 2812 Wissig. Noch ein tüchtiger Geselle, welcher bewandert ist im Einziehen in Pferdebürsten, kann sofort eintreten bet Theobald Steinel, 2682 Bürstenmacher. Bester Einmach-Ulein-Essig 2778 bei Assenhelm. Carl Bauer. Erweiterte Handwerkerschule, unterstützt durch Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein, ausgestattet mit reichlichen Unter⸗ richtsmitteln, verbunden mit einem offenen Zeichensaal. Unterricht im Freihand- und Ornamentzeichnen, kunst⸗ gewerbl. Zeichnen, Linearzeichnen, darstell. Geometrie, Schattenlehre, Bauconstruktionslehre, Fachzeichnen für sämmtliche Gewerbe, Geometrie, gewerbl. Rechen-Unter⸗ richt ꝛc. Das Unterrichtsgeld beträgt nur 50 Pf. pro Monat. Nähere Auskunft durch den Vorstand des Lokal- gewerbvereins. 20 Neue Grünkerne 2571 bei Wilhelm Fertsch. Tüchtige Schlossergesellen können Arbeit erhalten bei Friedberg. Ph. Diener, 796 Schlosser. Trauben-Brust⸗Syrup in Flacons à 50 Pf., 1 und 1½ Mark. 2087 J. A. Windecker, Friedberg. 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Samstag den 22. und Sonntag den 23. August: Feier des 50jaͤhrigen Bestehens. A. Samstag: Empfang der Gäste, Abends 8 Uhr Festbankett mit darauffolgendem Tanz im Hötel Trapp. B. Sonntag: ½10 Uhr Frühschoppen im Vereinslokal, 2 Uhr Festessen im Hotel Trapp, ½4 Uhr gesellige Vereinigung unter gütiger Mitwirkung der Dilettanten-Kapelle in Steinhäußer's Garten. 2805 Der Veteranen-& Militärverein Friedberg Sonntag den 16. August zur Erinnerung an die Schlacht von Gravelotte sein Stiftungsfest in folgender Weise: Vormittags 9¼ Uhr: Versammlung im Vereinslskale. Zug nach dem Friedhofe. 5 9½„ Bekränzung des Denkmals auf dem Friedhofe. Choralmusik und Ansprache daselbst. Darnach Bekränzung der Gedenktafel in der Stadtkirche. Gemeinsamer Gottesdienst in der Stadtkirche. Aufstellung des Festzuges in der Burg. Zug durch die Stadt nach dem Binzel'schen Garten. Daselbst Concert, ausgeführt von der Kapelle des 1. Großherzoglich Hess. Infanterie⸗(Leibgarde⸗) Regiments Nr. 115 in Darmstadt, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Hilge, Ansprachen und gesellige Unterhaltung. Abends: Concert. Der Vorstand bittet alle Einwohner der Stadt durch Schmückung der Häuser, sowie zahlreiche Betheiligung zur Verherrlichung des Festes beitragen zu wollen. Die geehrten Herren Ehrenmitglieder erlauben wir uns ganz besonders einzuladen. Eintrittskarten, gültig für Mittag- und Abend-Concert à 50 Pf. sind bei Herrn C. Scriba und an der Kasse zu haben. Für das Abend-Concert à Person 30 Pf. 2788 Der Vorstand des Veteranen- und Militär- Vereins. 5 10„ Nachmittags 2½„ Großer amerikanischer Circus, das größte Etablissement Europa's in seinem Genre. Friedberg nur 1 Tag. Nur 2 Vorstellungen, um 4 und um 8 Uhr. Donnerstag, 20. August, um u Uhr Vorstellung, ermäßigte Preise; die Kinder zahlen nur 20 Pf. auf 3. Platz. Abschieds⸗Vorstellung Abends 8 Uhr. Hauheim am Mittwoch, 19. Augul. I. Platz 2 M.; II. Platz 1 M.; III. Platz 50 Pf. gg Pferde-Rennen Rheinischen Rennvereins in Frankfurt a. M. am 16. und 17. August 1885, Nachmittags 3 Uhr, am Forsthaus. 14 Nennen mit Preisen zusammen im Werthe von circa 37,000 Mark. Eintritts- Preise: Erster Platz für Herren jeden Tag M. 10.—, Zweiter Platz jeden Tag.... M. 2.—, 5 5 1 Damen„ 5 105. Dritter 1% Ein Herren⸗Billet für 2 Tage„ 20.— Stehplatz 5 eee i f Kinder bis zu 10 Jahren zahlen zur ersten Tribüne M. 2.— ver Tag. Kinder bis zu 10 Jabren zahlen zur zweiten Tribüne(zweiten und dritten Platz) 50 Pf. per Tag. Equipagen per Tag M. 20.—, Reiter M. 5.—. — Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. 560 Das Directorium des Rheinischen Rennvereins. L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung. 755 Große Auswahl.— Billige Preise. E ene eine grosse Auswahl Aller IdR deen HAN-A„eiten zu reellen Preisen. Alte Flechten werden aufgefärbt und schnell aufgearbeitet, sowie von ausgekümmtem Haar Zöpfe, Stecklocken etc. angefertigt. 2801 H. J. Stockhausen, Friseur. Bad- Nauheim. Gustav-Adolf-Fest. Das diesjährige Jahres- Fest des Wetterauer Zweigvereins der Gustav⸗Adolf⸗Stiftung findet am 16. August l. J.(11. n. Trin.), Nachmittags 2 Uhr, in Bönstadt statt.(Festprediger: Herr Vicar Dr. Flöring von Bickenbach.) Zu einem recht zahl⸗ reichen Besuche desselben laden herzlich ein Für den Vorstand: Für den Kirchenvorstand: Dr. Diegel. Dr. Weiffenbach. Möbins. 2816 Missionssest zu Vilbel. Donnerstag den 20. August fetert, so Gott will, der Wetterauer Missionsverein sein Jahresfest zu Vilbel. Vormittags predigt Herr Pfarrer von Seydewitz aus Frankfurt, Nachmittags Herr Missionär Thum m von der Baseler Mission. Zum Besuche des Festes ladet freundlich ein 2800 Der Vorstand. Kriegskameradenverein Friedberg. Generalbersammlung Donnerstag den 13. August, Abends 8 Uhr, im Vereinslokale. 2810 Der Präsident. Hammelfleisch von jetzt an wieder stets zu haben und empfehle solches in nur Prima⸗Waare. 5 Gg. E Hanstein, 2809 neben Herrn Ph. Windecker. 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