dein d. Nuutt 2 — — 2 — — 2 — 2 7 * — — *. ö— 9 *— 4 23 7— 9— 2 7 1— * 2 2 1* f 1— 1 1885. Dienstag den 13. Zanuar. M6. berhessischer Anzeiger. c Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. ird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt 3 10. r Kreisblatt für den Areis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden flets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Berichtigung der Stempelkosten bei Großherzoglichem Kreisamte Friedberg. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Da in letzterer Zeit wieder vielfach die Erhebung der Stempelbeträge für Staatsangehörigkeits-Ausweise, Tanzzettel ꝛc. ꝛc. mittelst Nachnahme bei der Post nothwendig geworden ist, bringen wir hierdurch unser Ausschreiben vom 1. Juli 1879, Kreisblatt Nr. 78 de 1879, Friedberg am 10. Januar 1885. in Erinnerung und erwarten eintretenden Falles dessen Beachtung. Dr. Braden. Betreffend: Die Einsendung der für die Landes⸗Watsenanstalt zu erhebenden Collecten und üchsengelder. Friedberg am 10. Januar 1885. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 5 von 1877 weisen wir Sie au, die in Ihren Gemeinden vorhandenen Waisenbüchsen am 31. l. Mts. unter Zuziehung des Controleurs zu öffnen und die hieraus entnommenen Beträge bis längstens zum 31. März l. J. entweder persönlich oder durch eine, Kosten nicht veranlassende, Gelegenheit an uns abzuliefern. Wir erwarten pünktliche Einhaltung des Ein— sendungs-Termins. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Italien über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst. Indem wir im Nachstehenden die Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 30. Dezember 1884, betreffend die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Italien über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst nebst der Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 18. Dezember 1884 zur allgemeinen Kenntniß bringen, beauftragen wir die Großherzoglichen Bürgermeisteretien des Kreises diese Bestimmungen genau zu befolgen, und die in F. 6 der Bekanntmachung des Reichskanzlers genannten Ver⸗ zeichnisse nach Maßgabe beifolgenden Formulars bis spätestens am 30. April 1885 uns vorzulegen. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen. Bekanntmachung, N 5 8 die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Italien über den Schutz an Werken der Literatur und Kunst betreffend. Zur Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Italien, betreffend den Schutz an Werken der Literatur und Kunst vom 12. Dezember 1883 D laufenden Jahre die *— publieirt in Nr. 24 des Reichsgesetzblattes für 1884, hat der Herr Reichskanzler in Nr. 52 des Centralblattes für das Deutsche Reich vom r Abdruck nachstehende Bekanntmachung erlassen, welche unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß die C en des Großherzogthums mi entsprechender Anweisung versehen worden sind. Großherzegliches Ministerium des Innern f Darmstadt am 30. Dezember 1884. Finger. Rauten busch. Bekanntmachung, die Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Italien uber den Schutz In Ausführung der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Italien, betreffend den Schuß an Werk (Reichs gesezblatt 1884 S. 173) hat der Bundes rath die nachfolgenden Bestimmungen über die Eintragung und St der zur Herstellung jener bestimmten Vorrichtungen erlassen: §. 1. Gemäß den Bestimmungen des zu der deutsch⸗italienischen Uebereinkunft vom 12. Dezember 1883 gehörigen Prot dieser Uebereinkunft, dem 11. November 1884, exlaubterweise bereits hergestellten Exemplare von Werken der Literatur und Kunst(S Kompositionen, Werke der bildenden Künste), deren Herstellung nach den Vorschriften der Uebereinkunft nicht mehr gestattet sein werden, vorausgesetzt, daß sie innerhalb dreier Monate, vom Inkrafttreten der Uebereinkunft ab gerechnet, amtlich abgestempelt darf der Druck solcher Exemplare, wenn deren Herstellung beim Inkrafttreten der Uebereinkunft erlaubterweise im Gange i* 80 von Exemplaren der im Absatz 1, 2 erwähnten Art befindet, bat dieselben bis zum 11. Februar 1885 einschließlich der Po 90 eines Wohnortes zur Abstempelung vorzulegen. Sortimentsbuchhändler, Kommlissionäre zc., welche solche Exemplare besitzen, konnen dieselben Namens der Verleger oder ih Auftraggeber zur Abstempelung vorlegen, ohne daß es einer besonderen Vollmacht bedarf. 3 8. 2. Die Polizeibehörde stellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten Exemplare nach dem nachstehenden Muster A“) auf und bedruckt demnächst jedes einzelne Exemplar mit ihrem Dienststempel. J 5 §. 3. Gemäß der im Eingantze des§. 1 erwähnten Bestimmungen dürfen ferner diejenigen beim Inkrafttreten der Uebereinkunft vorhandenen, bisher erlaubter an Werken der Literatur und Kunst betreffend. er Literatur und Kunst, vom 12. Dezember 1883 pelung der Exemplare von Schriftwerken ꝛc., sowie en Voraussetzung t sich daher im Besitze weise angefertigten Vorrichtungen— wie Stereotypen, Holzstöcke, gestochene Platten aller Art, sowie lithographische Steine— deren Benutzung nach der Uebereinkunft untersagt sein würde, während eines Zeitraums von vier Jahren von dem Inkrafttreten der Uebereinkunft ab zur Anfertigu Fremplaren benutzt werden, voraus gesetzt, daß diese Vorrichtungen innerhalb der im§. 1 erwähnten dreimonatlichen Frist amtlich mit einem Stempel versehen werden. Wer sich daher im Besitze von Vor⸗ hat d tungen bis zum 11. Februar 1885 ein richtungen der bezeichneten Art befindet und dieselben noch ferner zur Herstellung von Exemplaren benutzen will, schließlich der Polizeibehörde seines Wohnortes vorzulegen. Die Exemplare selbst, welche mit Hülfe gestempelter Vorrich hergestellt worden sind, bedürfen eines Stempels nicht. Auf Verlangen sollen sie indessen ebenfalls amtlich abgestempelt abgestempelt zu haben wünscht, hat dieselben bis zum 11. Februar 1889 einschließlich der gedachten Behörde vorzulegen. b 5 §. 4. Die Polizeibehörde stellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten Vorrichtungen nach dem nachstehenden Muster B auf und bedruckt die Vorrichtungen demnächst unter thunlichster Schonung derselben mit ihrem Dienststempel, und zwar in einer Wetse, welche die Erhaltung des Stempelzeichens moͤglichst sicher stellt. Sie stellt ebenso ein genaues Verzeichniß der mit jenen Vorrichtungen hergestellten ihr vorgelegten Exemplare nach dem im§. 2 erwähnten Muster auf und bedruckt demnächst jedes einzelne Exemplar mit ihrem Dtienststempel. thalb des vereinbarten Zeitraums Exemplare der bezeichneten Art K— 2 8 8 1 98 t die Noltzeibebörd nich dag §. 5. Ob die Herstellung der Exemplare oder Vorrichtungen nach dem bisherigen Vertragsrechte erlaubt war, hat die Polizeibehörde nicht en; dagegen bat dieselbe die Stempelung zu verweigern, wenn sie ermittelt, daß die im F. 1 bezeichneten Exemplare oder die im F. 3 bezeichneten Vorrichtungen erst nach dem 9 worden sind. im Geschäftswege elegt wor kovember 1888 1 11. November 1884 oder die im F. 3 bezeichneten Exemplare mit Hülfe ungestempelterx Vorrichtungen oder etst nach dem 11. ö §. 6. Die Verzeichnisse“)(§8. 2, 4) werden binnen 6 Wochen nach ihrem Abschluß von der Polizeibehörde an die zuständige Ger eingereicht und von der letzteren aufbewahrt. Einer Anzeige, daß bei der Poltzeibehöͤrde Exemplare oder Vorrichtungen zur Abstempelung den sind, bedarf es nicht. 9. 7. Für die Eintragung und Abstempelung der Exemplare und Vorrichtungen werden Kosten nicht erhoben 0 Berlin den 18. Dezember 1884. N Der Reichskanzler: J. V.: v. Boetticher. „) Die vorgeschriebenen Muster werden den betheiligten Ortspoltzeibehörden durch die Großherzoglichen Krei A. 3 Verzeichniß Verzeichniß f 1 2 N 2 Mo eanelune vorgelegten der bei der unterzeichneten Polizeibehörde zur Abstempelung vorgelegten Exemplare. der bei der unterzeichneten Polizeibehörde zur Abstempelung vorgelegten Vorrichtungen. (Stereotypen, Holzstocke, Platten, Steine Lämter mitgetheilt werden. de. 9 Titel ö a Titel N NN„„„ Näbere Beschreibung Ta Namen der Schriftwerke, A Zahl Wa des Schriftwerkes der Platte, Form, Stein, Nr. 9 oder Firma des r Schrlf e e estempelten Tac Name Abbildung, der Com 7 alte, Norm. Stel bild 6 5 g Stereotypabguß de.) der Vorlage. Vorlegenden J ungen, ompo⸗ Eremplare Nr.* l oder Firma des positlonen zen auf 2 ered ypadguß de. „ sittonen ze. 0 a der Vorlage. Vorlegenden. N R. e. der Vorrichtung und N welche die Vorrichtung * deren Größe. sich bezlebt. ö . r— 5— — — —— 3 r —ů— — —— 1— r — — Nr . .— . ˙ 1 — * A W * r 3——— ————— ͤ . r. A 0 ———— 2 — 3 — r FFF Nr——f — r 222 125 5 Bekanntmachung. Betreffend: Die Erbauung einer Kreisstraße von Beienheim nach Weckesheim. Das Anfahren von 1000 Kubikmeter Chaussirsteinen auf rubr. Straßenstrecke soll abtheilungsweise(à 50 Kubikmeter) Samstag den 17. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, zu Weckesheim in der Wirthschaft des Herrn Schleuning öffentlich vergeben werden. Friedberg den 6. Januar 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Deutsche, Reich. Darmstadt. An die Zweite Kammer ist nachstebende Proposition gelangt: Zur Aus— führung des Artikels 81 des Gesetzes vom 16. Juni 1874, das Volksschulwesen im Groß— herzogthum betreffend, waren für Unterstützungen von Gemeinden bei Schulhausbauten fuͤr die Finanzperiode 1876—78 und 1879—82 je 36,000 M. und da diese Summe sich als durchaus unzureichend erwies, für 1882—85 die Summe von 72,000 M. in das Staats— budget eingestellt worden. Der gleiche Betrag ist auch in dem Staatsbudget für die Finanz periode 1885—88 unter Kapitel 80 Tit. 45 vorgesehen. Die Großh. Regierung konnte schon bei Aufstellung des Budgets sich nicht verhehlen, daß diese Summe voraussichtlich nicht ausreichen werde und glaubt daher nachträglich eine weitere Summe zu diesem Zwecke anfordern zu sollen und ergeht an die Stände das An— sinnen: statt der vorgesehenen 72,000 M. die Summe von 100,000 M. der Gr. Regierung zur Verfügung stellen zu wollen. Berlin, 9. Jan. Reichstag. Der Reichstag beschloß die vorläufige Sistirung des gegen den Abg. Rödiger schwebenden Strafverfahrens. Es folgt hierauf Berathung des Etats. Zu Capital 9, Oberseeamt, veranlaßt Geb⸗ hard eine Erklärung des Staatssekretärs v. Bötticher, daß die Novelle zum Seeunfallgesetze in Vorbereitung sei. Bei Capitel: Reichsgesundheitsamt, fragt Lingens, wie die von der Choleracommission gesammelten Erfahrungen verwerthet werden sollen und wie man den andauernden Wein⸗ und Bierfälschungen entgegentreten wolle. Geheim rath Köhler entgegnet, daß das Material der Com— mission theoretisch verwerthet worden sei, es praktisch zu verwerthen, sei Gott sei Dank kein Anlaß gegeben, da die Cholera im Jahre 1884 Deutschland verschont habe. Es seien ärztliche Cholerakurse abgehalten worden, an denen 150 Aerzte aus den verschiedensten Landestheilen sich betheiligten. Dies sei ein sehr wichtiges Moment. Was die andere Frage angehe, so set nicht mit Sicherheit vorauszusagen, ob nach dieser Richtung in nächster Zeit eine wirksame gesetzgeberische Maßregel in Angriff genom men werden könne. So sehr in Bezug auf die theoretische Lösung der Angelegenheit Einigkeit herrsche, so groß seten andererseits die Schwierigkeiten auf wirthschaftlichem Gebiete. Nach weiterer Debatte wird der Etat des Ge— sundheitsamtes bewilligt, ebenso die weiteren Capitel. Zu Capitel 3 Titel 3, 150,000 M. Beihilfe zur Er forschung von Centralafrika, beantragt die Budgeteom mission, nur 100,000 M. zu bewilligen und 50,000 M. abzusetzen, was Referent Bunsen rechtfertigt. Witte bittet, denen, die gegen das Plus stimmen, nicht falsche Motive unterzulegen. Wenn die Regierung Nova beibringe, könne aus Nein noch Ja werden. Er beantragt die Rückverweisung an die Budgeteommission. Der Reichs kanzler: Andere Nationen werden mit Colonisationen nicht warten, bis wir die Gegenden erforscht und bereist haben. Eile ist noth. Die Colonisationsbestrebungen Deutschlands seit zwei Jahren haben in dem Volke leb— haftesten Anklang gefunden, so daß wir wohl erwarten dürfen, daß der Reichstag als Träger der öffentlichen Meinung unsere Posttion durch geringe Mehrbewilligungen stärken wird. Es handelt es sich um Necognosetrungen. Colonialpolitik können wir nur treiben, wenn die Re— gierung eine enthusiastisch gesinnte nationale Reichsmehr— heit hinter sich hat. Ohne diese wird die Regierung sich damit begnügen müssen, das Beste gewollt zu haben. Nach weiterer Debatte wird der Antrag Witte auf Zurück— weisung des Tit. 3 in die Commission in namentlicher Abstimmung mit 135 gegen 128 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten belde conservative Fracttonen, die Nattonalliberalen und der deutsch⸗freisinnige Abg. Lorenzen. Der Rest des Extraordinariums und die ganze Einnahme werden ohne Debatte genehmigt. 10. Jan. Erste Lesung des Nachtragsetats von 180,000 M. zum Bau einer Dampfbarkasse für den Gouverneur von Kamerun. Windhorst bemerkt: Mir scheint Deutschland vor einem der bedeutendsten Schritte zu stehen, vor dem Schritte von der Landmacht zur Seemacht, die aber dann auch so mächtig sein muß, daß sie den übrigen Seemächten gewachsen ist. Ich glaube, wir werden dadurch leicht in auswärtige Verwickelungen kommen. Ich werde unseren Marineminister fragen, ob er unsere Maxine für fähig hält, allen Anforderungen zu genügen. Ich beantrage daher, diese Vorlage der Budgeteommisston zur schleunigen Berathung zu überweisen. Der Reichskanzler bittet die Vorlage anzunehmen und sich für Belbehaltung und Befolgung der bisherigen Colonialpolltik zu entschelden. Abg. Richter: Es ist ja möglich, daß später die Colonial politik doch über den beabsichtigten Rahmen hinausgehen wird, die heutige Forderung aber halte ich für durchaus in den Rahmen passend, den der Reichskanzler als für unsere Colontalpolitik maßgebend erklärt hat, ebenso paßt auch noch die Anstellung eines Gouverneurs, der Nichts anderes ist, als ein Consul mit anderem Namen. Wir hätten Nichts dagegen, wenn eine große Partei die Berathung in der Commission verlangt, einer solchen zuzustimmen. Hier aber liegt die Sache so, daß die Schiffe zum Sommer fertig gestellt sein sollen und eine sofortige Bewilligung nothwendig ist, sonst hätte der ganze Nachtragsetat keinen Zweck. Wir werden deshalb für die unbedingte Bewilligung stimmen. Windhorst zteht den Antrag zurück, weil er keine Hoffnung für seine Annahme habe.„Ich werde für die Position stim⸗ men, ohne mich jedoch mit Bezug auf die Weiterentwickel⸗ ung der Colonialpolitik irgendwie zu engagieren.“ Hterauf wird der Nachtragsetat in erster und zweiter Berathung angenommen. — 9. Jan. Gegenüber von hier coursirenden Gerüchten über ein Unwohlsein des Kaisers ist zu bemerken, daß der Kaiser heute Vormittag wie gewöhnlich den Regierungs-Geschäften ob— gelegen hat. — 9. Jan. Die Budget-Commission des Reichstags hat in ihrer heutigen Sitzung in Betreff der von der Reichsregierung beantragten nachträglichen Genehmigung der für das Militär, die Marine und die Post über den Etat pro 1883/84 gemachten Mehrausgaben beschlossen, Indemnität zu ertheilen, soweit dieselben die Militär-Verwaltung betreffen. Bezüglich der Post und Marine wurde der Beschluß noch ausgesetzt. Die Regierungsvertreter hatten ent— schieden diese von Huene beantragte Fassung bekämpft und an dem bisherigen Gebrauch der einfachen nachträglichen Bewilligung festgehalten. — In der heutigen Sitzung der Dampfersub— ventionscommission erklärten sich Staatssekretär v. Bötticher und Woermann für Triest als Aus— gangspunkt der Hilfslinie nach Alexandrien, Bamberger für Genua. Auf Antrag Racks's wird zur Prüfung der Kostenvoranschläge eine Subcommission, bestehend aus Stiller, Nacks, Graf Behr, Woermann und Meier gebildet, gegen die Bötticher spricht, weil ein zuverlässiger Anschlag unmöglich sei.— Nach der„Voss. Zeitung“ würde der Reichstags-Abgeordnete Oechelhäuser im Namen der Nationalliberalen einen Börsensteuerentwurf einbringen, der auf dem Princip des Schlußnotenzwanges mit steigen— den Staffelsätzen beruht.— 10. Jan. Die Budget⸗ Commission des Reichstages bewilligte den Marine— Etat. Caprivi erklärte, die Mehrforderung von 5 Million sei eine Folge der Colonialpolitik, die voriges Jahr nicht ganz so zu übersehen gewesen sei. — Contreadmiral Knorr, Chef des west— afrikanischen Geschwaders, der sich mit den Schiffen„Bismarck“ und„Olga“ vor Kamerun befindet, telegraphirt an die Admiralität:„Bis— marck“ und„Olga“ haben am 20., 21. und 22. Dezember aufrührerische Negerparteien in Kamerun mit Waffengewalt niedergeschlagen. Mehrere Häuptlinge und eine größere Zahl Krieger sind gefallen, vertrieben oder gefangen. Mehrere Ortschaften wurden vernichtet. Unter den schwierigen klimatischen und Terrainverhält— nissen war die Haltung der Truppen eine vor— zügliche. Die diesseitigen Verluste sind: Der Matrose Bugge von der„Olga“ todt, vier schwer, vier leicht verwundet, unter Letzteren Unterlieutenant von Ernsthausen. Die Autorität der deutschen Flagge und die Ruhe am Ort ist wiederhergestellt.“ Der Kaiser befahl, dem Ge— schwader die allerhöchste Anerkennung auszu— sprechen. Ausland. Frankreich. Paris. Vier von der Re— gierung gemiethete Dampfer gehen mit 5000 Mann und reichlichen Vorräthen zwischen dem 10. und 13. d. M. nach Tonkin ab. — In Betreff der französischen Gegenvor— schläge in der egyptischen Angelegenheit meldet eine einzige unter gemeinsamer Garantie der Mächte stehende Anleihe von 9 Million Pf. St. zu 3½ Procent vorschlagen; außerdem sollen die in Egypten wohnenden Ausländer fortan eine Personalsteuer zahlen. Die Vorlegung dieser Gegenvorschläge ist um Mitte Januar zu erwarten. Großbritannien. London, 10. Jan. Betreffs der von der Regierung von Neuseeland geforderten Annexion Samoas durch England findet mit einer Colonialmacht Schriftwechsel statt. Lord Derby antwortete bereits der Regierung von Neuseeland derartig, daß die Ausfuhrung dieses Verlangens unwahrscheinlich sei. Spanien. Madrid, 10. Jan. Botschafter Silvela in Paris demissionirte wegen Meinungs— verschiedenheit zwischen der Regierung und ihm, betreffs einer inneren spanischen Angelegenheit, der Universitätsfrage. Wie Silvela erklärt, ver— bleibt er bei der conservativen Partei. Italien. Rom. Die Congo-Expedition ist nicht aufgegeben, sondern hat sich blos ver— zögert. Nur die Schiffe„Garibaldi“ und„Ves— pucci“ betheiligen sich daran und geht deren Fahrt über Suez und das Cap der guten Hoff— nung. Die Schiffe begleiten die für Assab be— stimmte Garnison nach diesem Punkte. — Nach einer Depesche„Esecritos“ von Spezzia, 9. Januar, ist dort der Befehl ein— gelangt, die disponiblen Panzerschiffe in Bereit— schaft zu setzen. Der Contre-Admiral Caini, der Commandant des„Vespucci“, hatte zwei versiegelte Ordres erhalten, welche auf hoher See zu eroͤffnen seien und auf eine Mission des Commandanten des„Vespucci“ und„Gari— baldi“ Bezug hätten. — 9. Jau. Im Modenesischen herrscht un— geheure Aufregung wegen verübter Agrarver— brechen. In St. Martino haranguirte ein Unbekannter die Landbevölkerung und predigte Eine 500 Mann starke Bauernbande hat an die Gutsbesitzer Drohbriefe Cesolo wurde ein Herrengut umzingelt und wurden rings um dasselbe Scheiterhaufen ange— zündet und Feuerbrände geschleudert. Die Bande wurde mit Flintenschüssen zurückgetrieben. Türkei. Constantinopel, 10. Jan. Der Justizminister Hassan Fehmi ist heute in außer— ordentlicher Mission via Varna nach London abgereist. Rußland. Petersburg. Nach einer Meld— ung aus Blgawestschentsk traf dort jüngst der chinesische Praͤfect von Aigum ein, um die russi— schen Behörden zum Einschreiten gegen russische Unterthanen zu veranlassen, welche die auf dem chinesischen Ufer des Amur befindenden Gold— felder ausbeuteten. Der russische Gouverneur lehnte eine Einmischung ab und stellte den Chinesen anheim, sich selbst zu schützen. Wie verlautet, seien darauf 500 chinesische Truppen zum Schutze der Goldfelder abgesandt worden. Amerika. Washington, 9. Jan. Das Repräsentantenhaus nahm eine Resolution an, nach welcher Auskunft uber die Congoconferenz verlangt wird. 8 New Vork, 10. Jan. Dem irischen Natio— nalisten Thomas Phelan, welcher Aufseher des Arbeitshauses zu Kansas City(Missouri) ist, wurde in Odonovan Rossa's Bureau in New— Vork von einem Manne, dessen Name angeblich Richard Short ist, eine erhebliche Stichwunde beigebracht, weil er die Geheimnisse der irischen Invincibles verrathen habe. — 10. Jan. Eine Depesche aus Washing⸗ ton constatirt, daß der britische Botschafter keine Mittheilung über das angebliche Vorhandensein einer Dynamitgesellschaft in Pennsylvanien er— halten hat. die„Gazette diplomatique“, dieselben würden Bestätigung des Gerüchtes vor. Kampf bis auf's Messer gegen die Gutsbesitzer. 9 abgesendet. In — Auch aus New⸗Vork liegt keine gestel dieser recht auf der alsd dere a o,. n Jau. —— ö 5 * 1 1 Panama, 10. Jan. In vier der inneren Staaten ist eine Revolution ausgebrochen. Von Panama sind Truppen nach Canca gesandt worden. Die Regierungstruppen wurden von den Aufständischen bei Junga geschlagen. Der Ausbruch eines allgemeinen Krieges wird be— fürchtet. Gestern fand die Einfuͤhrung des Generals Santodomindo Vila als Präsident von Panama statt. Australien. Melbourne. Am 7. Januar fand hier unter dem Vorsitz des Mayors eine Kundgebung statt, an welcher sich etwa 4000 Personen betheiligten. Es wurde eine Resolutton angenommen, welche das Verhalten Lord Derby's gegenüber den deutschen Besitzergreifungen ver— urtheilt, gleichzeitig aber auch jedwede feindliche Gesinnung gegen Deutschland in Abrede stellt. — 10. Jan. Es sind hier Nachrichten ein— gegangen, die für authentisch gehalten werden und dahin lauten, daß zwischen dem König von Samoa und dem dortigen deutschen Consul ein Vertrag abgeschlossen wurde, wodurch Deutsch— land drei Sitze in dem Rathe des Königreichs gesichert werden. Die Wirkung dieses Zuge— ständnisses wird sein, daß der deutsche Einfluß auf diesen Juseln bedeutend erhöht wird. Aus Stadt und Land. b. Friedberg. Die öffentlichen Vorlesungen im hiesigen Volksbildungsderein werden in dieser Woche wieder ihren Anfang nehmen; zunächst wird Reallehrer Ur. Schmid seine Vorträge über Gothe für diesen Winter zu Ende führen und nächsten Freitag„über Göthe als lyrischer Dichter“ sprechen. Weitere Vorträge haben Rechtsanwalt Curtman aus Gleßen(23. Januar), Professor Dr. Köstlin und Reallehramtscandidat Dr. Karg hier zugesagt. k. Friedberg. Die Ehre der ersten Beobachtung des Encke'schen Kometen in seiner jetzigen neuen Erschein⸗ ung gebührt nicht dem Professor Barnard in Nashoille (Amerika,) sondern einem deutschen Astronomen, Wilhelm Tempel, an der Sternwarte in Arcetri bei Florenz, der den Kometen bereits am 13. Dez. v. J. nach den Rech nungen Backlund's iu Pulkowa bei Petersburg aufge funden und beobachtet hat. Auf der Sternwarte in Algier ist der Komet ferner am 2. Jan., in Straßburg i. E. am 3. Jan. gesehen und beobachtet worden. Dauernheim. In unserer Gemeinde ist bei einem für den Privatgebrauch eines Ortsbürgers geschlachteten Schweine das Vorhandensein von Trichinen amtlich fest gestellt worden. Durch den Genuß des Fleisches diesem Thiere waren mehrere Personen, theilwetse recht erheblich, erkrankt, befinden sich indessen sämmtlich auf dem Wege der Genesung. Die zur Unterdrückung der Trichinose erforderlichen amtlichen Maßregeln sind alsbald von den Behörden ergriffen worden und scheint deren Erfolg verbürgt. Allerlei. Schaumburg a. d. L., Der königliche Revier⸗ förster Abraham hier hatte am 7. d. M. das seltene Glück, einen riesigen Eber zu schießen. Derselbe, von halber Manneshöhe, wog 384 Pfd., ausgeweidet noch 342 Pfd. Die Leber allein hatte ein Gewicht von 5½ Pfd. Der Fall wurde sofort an die Regterung in Wiesbaden berichtet, welche dem Mann eine Prämie von 25 M. und ein Schußgeld von 10 M. bewilligte. Der Eber selbst wurde nach Berlin zur Verwendung für dle Hoftafel des Kaisers gesandt. W. Leipzig, 8. Jan. In der Heute in der Buch— händlerbörse dahler stattgefundenen Versammlung deut— scher Brauer und Mälzer, welche von dem Präsidenten des Reichsversicherungsamtes, Ober-Regterungsrath Böbdiker, einberufen und die von 200 unfallversicherungs— pflichtigen Brauern aus allen Gegenden Deutschlands besucht war, wurde nach kurzer Debatte die Bildung einer einzigen, ganz Deutschland umfassenden Unfallver sicherungs-Berufsgenossenschaft für Brauer und Mälzer beschlossen und eine Commission von 12 Personen, 10 aus dem Brauer- und 2 aus dem Maͤlzereigewerbe, mit der Ausarbeitung der Statuten für die Genossenschaft beauftragt. Zum Vorsitzenden wurde bei der Versamm lung F. Henrich aus Frankfurt, Brauereibesitzer und Prästdent des deutschen Brauerbundes, per Acelama— tion gewählt, welcher auch den Vorsitz bel der gewählten Commisston führt. Wien, 9. Jan. Der achtzehnjähriger Spengler gehülfe Napratil wurde unter dem dringenden Verdachte, im Herbst vorigen Jahres die Eisentrödlerin Schinke und den Schriftsteller Koestler hler ermordet zu haben, verhaftet. Navratlil gestand nach zehnstündigem Verhör, die Mordthaten begangen zu haben. Brüssel. Der„Etolle belge“ meldete kürzlich die Ermordung der vor Kurzem unter der Leitung Becker's via Zanzibar nach dem Congo abgegangenen belgischen Ex pebitlon. Der Afrikantschen Assoesation ist hiervon Nichts bekannt, man hält die Nachricht für unrichttg. Paris, 9. Jan. Das Schwurgericht sprach Frau Hugues von der Anklage der Ermordung Morins frel, verurthellte sie jedoch mit Rücksicht auf die Clollkläger 318302 04 05 07 09 12 von zu einer Entschädigungssumme von 2000 Fr. mit Zinsen, sowle zur Erstattung der Kosten. Madrid, 9. Jan. In der Provinz Malaga fanden neue Erderschütterungen statt. Das Terrain, worauf das Dorf Guevejar steht, wurde 22 Meter aus seiner bisherigen Lage gerückt und der Lauf des Flusses Cogollos verändert. In den Provinzen Malaga und Granada sollen in Folge der fortdauernden Erderschütterungen gegen 40,000 Personen ihre Wohnsitze verlassen haben und nach anderen Provinzen ausgewandert sein. Verloosungen. Badische 35 fl. Loose von 1845. Gewinn ziehung am 30. December 1884. Heimzahlung am 1. April 1885. Nr. 32850 36992 39403 294351 80 305302 315416 49 316197 388328 à 1714 M. 29 Pf. Nr. 2001—3 05 06 08 09 11—13 16—19 22 24 26—28 31 35 39 40 47 50 14653 55 56 58 61—63 68 72 74 75 77 79 84 85 88 89 93 95 96 99 700 32801 04 07 11 13 15 17 21—23 26 27 30—36 39 40 43 44 46 47 36951—53 56 60—63 66 67 70 71 73 74 80—82 84 86—89 91 93 99 37000 39404 05 07 09 11—13 18 21 24 28 33 35 39 40 42—44 47—50 43851—55 59 62 65—67 69—71 75 76 78 81 82 84 85 90 94— 96 98 900 46601 02 05 08 12 14 16 19 22—24 29 31—33 35 36 39—43 47-50 71101 05 08 11 13,16—17 19 21 22 24 27 81 32 35 37 40 41 45—50 82051 57—59 61 64 66 69 74 77 81 82 84 85 87 89—91 93 96 98 9105153 58-60 63 65 69 72—75 77 80 82—85 88 91 93 95 96 98 100 121551 53 56 58 60 61 63 66—70 73 75 76 78 80 83-85 87 89 90 93—95 600 126152 55—57 61-63 65 68 69 71 72 74 78 82 84 86—88 90 92—94 96 131252 54 58 60 61 64 65 69 71 73 75—84 92—95 97 99 134501 03 06 10 14 15 18 20 24 25 28—31 33 34 37 40—41 49 186302—10 14—17 20 21 23 24 29 31—33 37—40 43 48 201202—04 06 12 16 17 19 21 23 29—33 35 37 38 40 42 43 45—47 50 204551 52 55—59 62 65 67 68 72 73 75 78 82 86 88—91 93—95 97-99 222202 63—7 09 12 15—17 20 21 23—26 29 31 37—49 44—47 223853 59—62 64—66 68 70 71 7377 75 82 83 85 87 90 95-99 243402—07 09—12 14 15 20 21 25 26 29 30 33 34 36 37 39 42—49 264554 57 59 60 62 65—73 75 77 78 81 86—89 92 94 97-600 268251—53 56—61 63 64 67 69 71 74 76 77 80 82 86 91 95 97—99 292302 06 08 11 12 14 17 18 20 22 27 28 31 32 34 36 39 41—45 47 49 50 294352 53 55 58 61 65 68 69 71 72 78 79 81—83 86—88 92-95 97 99 305301 03 05 07 13 16 18 20 22—24 26— 428 30—32 35 36 38 41—44 48—50 313251—54 56 58 63 64 69 75 79 81-84 86 88 89 91—93 97 315401—03 05—07 09 15 17 18 20—24 28 30 34 36 39—43 45 316151—54 56 57 63 68 71 72 77 81.85 87—89 91—93 95 96 99 200 317201—05 11 12 15 20 24—26 30—33 34—37 40 42 44—48 16 19 22 23 25 27 30 33 34 13—15 17—19 331702—04 06 36 39 44 46—48 321702 05 06 08 09 24 26 30 35 36 43 44 46 47 49 50 12—14 16 19—22 26 30 32 34—36 39 42 45 47 332401- 03 05 07-12 14 19 26 31 32 35 37 39 41 44—46 48 49 356753 54 56 58 61 64—67 70 71 74 81 82 84—86 88 91 93-96 98-800 365801 02 05 67 10 13 14 16 23 27 28 30-82 34 35 37 42 43 45—48 387701 03 06 08 10 11 13 16-19 23 30 32 34 37 38 43 44 46—48 50 388004 05(8 13 1418 19 23 25 28— 30 34 35 38 39 43 46 47 38•301—04 06 09 13 18 23 26 29 30 32 33 35—39 43 44 46 47 49 392201—03 07 09 10 12 13 15—17 19 26—28 1133 34 37 39 40 46 49 50 394502 04—06 08 10 13 14 16 20—22 26 27 30 33 35 37 38 41 43 46 17 à 128 M. 58 Pf. Auf alle übrigen in den am 29. November 1884 gezogenen Serien enthaltenen und hler nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von M. 108. Brüsseler Fr. 100⸗Loose von 1879. Ziehung am 24. Dezember 1884. Heimzablung am 15. Jun 1885. Nr. 562810 25,000 Fr. Nr. 201449 2500 Fr. Nr. 635488 500 Fr. Nr. 36287 224585«„ 250 F. Nr. 48447 53100 70314 83768 97157 200780 328839 392736 156841 631189 K 150 Fr. öproe. Donau- Regultrungs Lo ose von 1874 Ziehung am 2. und 3. Januar 1885. Heimzahlung sofort. Nr. 118645 90,000 fl Nr. 105243 24,000 fl. Nr. 20137 8000 fl. Nr. 223325 4000 fl. Nr. 63090 1000 fl. Die übrigen Nummern konnen in unserem Bureau nachgesehen werden. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Jan. Buttermarkt. per Pfd. M. 0.70— 0.80, Eier 1 Stück 7—8 Pf. Butzbach, 10. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—0.90, Käse per Pfd. 45—46 Pf. Eier 1 Stück 8 Pf. Gleßen, 10. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.75— 0.85, Eier 1 Stück 7—8 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60, Hühner per Stück M. 1.20— 1.40, Hahnen per Stück M. 1.20—1.50, Enten per Stück M. 2.00— 2.30, Gänse per Pfd. 50—60 Pf., Welsche M. 0.00 00.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66—68 Pf., Kuh- und Rind sleisch 54 60 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel flelsch 60- 68 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50— 0.00, Zwiebeln per Ctr. M. 4, Weißkraut per Stück 4— 7 Pf. Homburg, 9. Jan. Marktpreise. Kartoffeln per Butter kostete Malter M. 4 4.50, per Gescheild 910 Pf., Eier per 8 und 9 Pf., Butter per Pfund 1. Qualität 00, 2. Qualität M. 0.90. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 13.: Gastpiel des Herrn Perottl. Die Stumme von Porttei. Masanlello: Herr Perotti. Mittwoch den 14.: Geschlossen. Donnerstag den 15.: Gastsptel des Herrn Perottt. Pro⸗ phet. Joh. v. Leyden: Herr Perottl. Anfang ½7 Uhr. Freitag den 16.: Geschlossen. Samstag den 17.: Die Meistersinger. Anfang ½7 Uhr. Sonntag den 18.: Nachmittags 3½ Uhr. Eulenspiegel. Außer Abonn.: Abends 7 Uhr. Gaspiel der Frau L' Allemand und des Herrn Perotti. Martha. Lady Harrsch: Frau L' Allemand. Lyonel: Herr Perottl. Schauspielhaus. Dienstag den 13.: Doctor Klaus. Mittwoch den 14. Zum ersten Male wiederholt: Der vornehme Schwiegersohn. Hierauf: Versprechen hinterm Herd. Donnerstag den 15.: Geschlossen. Freitag den 16.: Zum ersten Male: Mademoiselle Angot. Komtische Oper von Le Coque. Samstag den 17.: Ein Glas Wasser. Sonntag den 18: Der vornehme Schwiegersohn. sucht einen Erzieher. Man Litergrisches. Daheim. Nr. 15 enthält: Herrn Fortunatus Brautfahrt.(Forts.)— Ein Asyl für die Kleinsten. Von Or. P. Heine. Edward Jenner, der Menschen⸗ freund. Von Dr. M. Dyrenfurth. Mit Bild.— Ver⸗ rechnet.(Forts.) Am Familientisch: Bilder:„Zur letzten Ruh.“ Von H. Bachmann.— Parthie aus dem wilden Rosenthal.— Das Mtlitärwaisenhaus in Pots⸗ dam.— Extrapost.— Zeitdauer der Sinneneindrücke.— Ein Wetterprophet. Von Br. Strauwald.— Dle Buddhistenvereinler auf Ceylon.— Gesundheitsrath.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. Briefkasten. 2 Vilbel. Kann in dieser Form selbst⸗ verständlich garen in anderer nur als Annonce gegen die üblichen Gebühren Aufnahme finden. Die Redaction. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 10. Januar 1885. 10 Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstsicke„ 1d i do. in... 1 f Englische Sovereings. 20. 40 20. 35 Nussische Imperiales. 186. 72 16. 68 Ducaten„%. . alan Dollars in Gold. 4. 21 4. 17 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, 2 Dutzend 5 880 Dutzend. Die Expedition des Anzeigers. — Holzversteigerung. Mittwoch ven 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, kommen im Koͤrperner Gemeindewald, Schlag Nr. 5, Distrikt Vorderwald: 8 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 6 2 Eichen Prügelholz, 3* Buchen Prügelholz 1 0 Birken Prügelholz, 10 8 Kiefern Scheitholz, 24 5 Kiefern Prügelholz 17* Eichen ⸗Stockholz, 71 Nadel⸗Stockholz, 3 400 Stück Eichen Wellen, 1925⁵ gemischte Laubholz Wellen, 2225 9 Nadelholz Wellen, 25„ Eichen Bau- und Werkholz⸗Stämme, 285„ Nadel Bau- und Werkholz⸗Stämme, 250 Nadel-Stangen zur offentlichen Versteigerung. Die Zusammenkunft ist im Schlag Nr. 5. Köỹppern, 8. Januar 1885. Der Buürgermetster 163 Stamm. Arbeitsschuhe zum Fabrikpretse. Strafanstalt-Schuh- Magazin, gegenüber dem Nathhause— 0 . 3— —— / ———— einn Holzversteigerung. Mittwoch den 14. Januar l. J. werden im Domanial- wald Burgwald, Schlag 1, von Morgens 10 Uhr an versteigert: 1 Lärchen⸗Stamm mit 0,18 Festmeter Holzgehalt, 4850 Wellen Eichen-Reisig, 6200 Weichholz-Reisig. Zusammenkunft am Holzschlag, beim Burgvorstädter Wäldchen. Ober⸗Rosbach den 7. Januar 1885. 69 Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach. 148 Strack. Bekanntmachung. 164 Die am 9. d. Mts. in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Vorderwald, abgehaltene Brenn⸗ und Stamm- holz Versteigerung ist genehmigt und der erste Abfahrtag auf Mittwoch den 14. Januar bestimmt worden, wovon die Steigerer hiermit benachrichtigt werden. Rodheim v. d. H. den 10. Januar 1885. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Rodhelm v. d. H. Jacobi. Bekanntmachung. Herr Richard Westernacher von Lindheim ist aus dem Vorstande der Aetien-Zucker Fabrik Wetterau in Fried⸗ berg ausgetreten. Friedberg am 5. Januar 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Versteigerung. Mittwoch den 14. Januar 1885, Vormittags 10 Uhr, läßt Joseph Bender Wittwe in ihrer Behausung in der Burg versteigern: 1. eine große Parthie Eichen⸗Bohlen, meist 2zöllig, 2. 10 Eichen⸗Stämme verschiedener Stärke, Buchen⸗ und Tannen⸗Bohlen, mehreres Zimmergeschirr, Aexte, Beile, verschiedene Bohrer, 4. mehrere Hebgeschirre, 5. 1 Flaschenzug, fast neues Seil, 6. 1 Heblade, 2 Winden, 4 8 1 9 . 3 Hobelbänke nebst Hobel, „ Stoßka rren, 1 Schleisstein, sonstiges Holz und allerlei Geschirr. Friedberg den 8. Januar 1885. 135 Joseph Bender's Wittwe. Strümpfe und Socken garantirt gutkochend, empfiehlt 137 Unterhosen und Unterjacken 10 empfiehlt zu äußerst billigen Preisen Regenschirme e Januar beginnt ein neuer Kursus im Muster⸗ W. zeschnen, Maßnehmen, Zuschnelden und Schneidern, zu welchem ich Anmeldungen möglichst früh erbitte. Dauer des Kursus 8 bis 10 Wochen. Friedberg, Schnurgasse 395 J. Martha dlesener. 3. A. Windecker Rasierseife beißend, per Stück 10 Pf. empfiehlt 5 aus Talg und Lauge, ohne Soda gewonnen, schaumstehend und imnicht 207 Erbsen, Bohnen, Linsen, P. Theis, vormals G. Haustädt. 2 Usagasse. He. Diehl. Prische Schellsische, 195 bei zu vermiethen. 5 Anzeigers. 14 bei Schablonen zur Wüschestickerei, „ Bratbückinge Wilhelm Fertsch. Cine Wohnung 140 zu vermiethen an eine stille Familie. Jos. Hoffmann. Ein möͤblirtes Zimmer Zu erfragen bei der Expedition des 111 Zwei zur Zucht taugliche Eber, 4 und 11 Monat alt, hat zu verkaufen Nieder-Erlenbach. Bäckermeister Jacob Schüler. Neue Orangen Wilhelm Fertsch. 208 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. unverlöschliche Tinte zum Zeichnen der Wäsche, vorräthig bei Carl Bindernagel. Ungar-Meine, selbstgekelterte, garantirt rein, Erlauer M. 1. per Flasche mit Glas, TCarlowitzer„ 1.35„ 7 5 1 Ungar. Burgunder, besonders für Magenleidende zu empfehlen, M. 1.35, Ruster Ausbruch(Frühstücks⸗ u. Gesundheitswein) M. 1.65, Medicinal⸗Tokayer/ Original-Flasche M. 1.65, * 1 172* 1 90 Pf. Ungarische Weingroßhandlung von 34 e). Leuchtmann, Wien⸗Nußdorf und Frankfurt a. M. Niederlage in Friedberg bei Ph. Dan. Kümmich. Cautionsfähiger 91 Auswanderungs⸗Agent gesucht für die Bremer⸗, Hamburger⸗ und Antwerpener 2 Dampfer von Bücking jun. in Alsfeld, 5 (H. 63975.) General-Agent. ö Ia Nepskuchen 9 von der Mühle empfiehlt zu äußerst billigem C Ph. Dan. Küm mich. Zm Reinigen von Bettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. 5 Kalender für 1885. Lahrer Hinkende Bote, große Volksausgabe M. 162 2 Corsetten Chinesischen Thiee in vorzüglicher Qualttät empfiehlt. 0⁵ Apotheker Luhn. 204 sowie in allen übrigen grösseren Städten nalten sich bestens empfohlen zur Vermittelung von inseraten in alle Zeitungen, Localblätter, Auslandes, unter Zusicherung promptester, billigster u. gewissenhaftester Bedienung; auch stehen dieselben den P. 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M., des In- und Auslandes, deisebücher, Kalender te, des In- und Inserenten gerne Rathschlägen in Insertionsangelegenheiten zur Ver- fügung. Bei grösseren Aufträgen wird der höchst- unögliehste Rabatt bewilligt. Ausführliche Zeit- ungscstaloge und Kostenvoranschläge gratis, in Seide⸗, Gloria-, Zane Stoffen, stets zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Polksbildungs- Verein. Das Lesezimmer ist täglich von 11, Uhr Vormittags bis Abends 10 Uhr für Jedermann geöffnet. Die Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek findet jeden Mittwoch, Nachmittags von 1½ bis 2 Uhr statt. Auch Nichtmitglieder können auf Namen von Mit gliedern Bücher erhalten. 1 Aufträge können täglich im Lesezimmer abgegeben werden. 206 Casino. Sonntag den 18. Januar findet Damencasino mit Musik statt. Der Vorstand. Ein Mitleser für das Frankfurter Journal in der Nähe der Burg wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 59 198 n 7 13 e 2 1 Todes⸗Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unsere gute Mutter, Schwieger⸗ mutter und Großmutter 4 f Frau Landgerichtsdiener Schäfer Wittwe nach kurzem Leiden im 80. Lebensjahre sanft ver⸗ schieden ist. 200 Im Namen der Hinterbliebenen: Ernst Nieß, Distrikts⸗Einnehmer. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 14. Januar, Nachmittags 3 Uhr. Besondere Einladung erfolgt nicht. Blumenspende wird nicht gewünscht. 8 und Freunden theilen wir hierdurch 5 mit, daß unsere geliebte Schwester Louise Katharina Weis 1 nach langem Leiden im 63. Lebensjahre Heute Nacht dem Herrn entschlafen ist. 5 Friedberg den 11. Januar 1885. Charlotte Weis. Magdalene Weis. Die Beerdigung findet Mittwoch den 14. d Nachmittags 2 Uhr statt. N Auf besonderen Wunsch der Verstorbenen bitten FN wir die Blumenspende zu unterlassen. Besondere Einladung erfolgt nicht. 201 5 7855 Todes-Anzeige. Tiefbetrübt machen wir hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mit—⸗ thellung von dem nach längerem Leiden erfolgten! Ableben unseres guten Gatten, Vaters, Schwieger und Großvaters 5 Friedrich Huber, Mühlenbesitzer zu Wisselsheim. Wisselsheim den 11. Januar 1885. Familie Huber und Beez. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag f 1/8 Uhr statt. 196 Danksagung. Allen Denen, welche unserer Schwiegermutter und Großmutter Eva Faist, geb. Schad, die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unseren tief— gefühlten Dank. 203 Friedberg. H. Miiller und Kinder. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme, sowie für die zahl⸗ reiche Blumenspende bei der Beerdigung meiner geliebten Gattin Eleonore Thomas, geb. Schmidt, sage ich hiermit den herzlichsten Dank. Assenheim den 10. Januar 1885. 199 Heinrich Thomas. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 7 und Alpaka⸗ 1 1 1 Bett Bett