1 gerg. uche. fler Donnerstag den 12. Fehruar. M. 9. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 1 4 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Auslieferungsvertrag zwischen Hessen und Amtlicher Theil. den Niederlanden, hier das Verfahren wegen Erwirkung der vorläufigen Festnahme flüchtiger Verbrecher. Das Großherzogliche Kreisamt Wir beauftragen Sie, Anträge wegen unverweilter vorlaͤufiger Weiterbeförderung vorzulegen. Betreffend: Unrichtig geaichte Maße und Gewichte. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien Indem wir Sie darauf aufmerksam machen, daß gegen Gewerbtreibende, welche, obwohl sie den Vorschriften der Aichordnung in Bezug auf Form oder sonstige Beschaffenheit nicht entsprechen, lichen Aichungsstempel versehen sind, nur dann wenn die Maße und Gewichte über die Verkehrs-Fehlergrenzen hinaus unrichtig sind, letzteren Punktes in jedem einzelnen Falle derartige Maße und Gewichte bei polizeilichen dem nächstliegenden Großherzoglichen Aichungsamte zur Prüfung zu übergeben. nach als über die Verkehrs Fehlergrenzen hinaus unrichtig, so ist auf Grund des allegirten Friedberg an die Großherzoglichen Festnahme von nach den auf Grund des§. 369 Nr. 2 des Strafgesetz Erweisen sich Friedberg den 9. Februar 1885. Bürgermeistereien des Kreises. Niederlanden geflüchteten Verbrechern uns zur Dr. Braden. Friedberg den 9. Februar 1885. „sowie an die Großh. Gendarmerie des Kreises. bei denen solche Maße und Gewichte vorgefunden werden, dennoch mit dem gesetz⸗ buches strafrechtlich eingeschritten werden kann, weisen wir Sie hierdurch an, behufs Feststellung dieses Revisionen vorläufig mit Beschlag zu belegen und dieselben hierbei ihrem Inhalte oder Gewichte §. 369 Nr. 2 gegen die Besitzer Anzeige zu erheben. Im anderen Falle ist die Beschlagnahme aufzuheben und hat die Ruͤckgabe der betreffenden Maße oder Gewichte an die Besitzer zu erfolgen. In Gemaͤßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten 1884 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 14.—, Heu M. Friedberg den 9. Februar 1885. Dr. Braden. Bekanntmachung. Naturalleistungen für die bewaffnete Artikel für den Monat Januar 6.—, Stroh M. 4.—. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Veutsches eich. Darmstadt. Den Oberförstern Königer zu Richen, Preuschen zu Darmstadt, Klüpstein zu Laubach, Georgi zu Gießen, Löwer zu Nieder— Ramstadt, Klipstein zu Groß-Gerau, Irle zu Heppenheim, Seeger zu Lörzenbach, Trautwein zu Seligenstadt, Schleuning zu Bingen, Dr. Präͤ— torius zu Langen, Bott zu Höchst, Theobald zu Jugenheim, Morneweg zu Groß-Bieberau wurde der Charakter als Forstinspektor verliehen und denselben das Tragen der Uniform der Forst— meister gestattet. Dem Schullehrer Storck zu Hetschbach wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Juschrift:„Für langjährige treue Dienste“ und dem Schullehrer Ritter zu Hopfmannsfeld das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünfzigjährige treue Dienste“ verliehen, ferner der provisorische Lehrer an der Realschule zu Michelstadt, Sturmfels, zum Lehrer an dieser Anstalt ernannt. — 10. Febr. Heute nahm die evangelische Landessynode ihre Arbeiten wieder auf und er— klärte zunächst das Kirchenregiment, daß der nächsten Synode eine Vorlage wegen Abänder— ung der Wahlordnung für die Decanatssynode und Landessynode unterbreitet werden solle. Weiter wurde eine Interpellation in der Richt— ung eingebracht, ob das zugesagte Gesetz über die Mitwirkung der Gemeinden bei Besetzung erledigter Pfarreien nunmehr zu erwarten stehe. Hierauf trat man in die Berathung des Kirchen— budgets für die Jahre 1885— 1890 ein. Berlin, 10. Febr. Reichstag. Erste Berathung der Zolltarlfnovelle. Rickert wendet sich gegen die Ge— trelbde⸗ und Holzzölle und führt auf Grund des vom Minister Luelus erstatteten Berichtes über die Ergebnisse ber Land wirthschaft von 1881-1888 aus, daß die dort gegebenen Zahlenangaben durchaus nicht einen Rückgang der Land wirthschaft und Waldwirthschaft bewelsen. Ohne den Bewels einer Nothlage dürfe aber auf Kosten Drltter niemals ein Schutzzoll bewilligt werden, namentlich nicht ein solcher, der progressiv nach unten wirke. Statt Zoll— erhöhungen wolle man lieber die Reform der Brannt— welnsteuer und Zuckersteuer in Angriff nehmen. Bundes⸗ bevollmächtigter Mintster Luetus: Die trüben Prophe— zethungen Nsckertt würden sich ebensowenig erfüllen, als von dem bie Prophezelhungen im Jahre 1879 sich erfüllten, welche damals berathenen Zolltarif den Untergang vieler Industriebranchen Deutschlands vorhersagten. Unter dem Einflusse einer Reihe mittelmäßiger und schlechter Ernten sei die deutsche Landwirthschaft in üble Lage ze rathen und durch die Einfuhr vom Ausland seien die Preise der landwirthschaftlichen Erzeugnisse aufs Bedenk lichste herabgedrückt; es gebe kein Untversalmtttel, welches den Klagen der Landwirthschaft mit einem Schlage ab— helfen koͤnne. Es kommen dabei eine große Zahl Einzel factoren in Betracht, indessen wolle die Vorlage doch, soweit das die Steuerpolitik vermöge, der Landwirth schaft zu helfen suchen. Man konne eine mäßige Erhöh ung des Preises der landwirthschaftlichen Produete um so ruhiger ins Auge fassen, als erfahrungsgemäß von Zöllen das Aus land den größten Theil zahle. Holz mann ist gegen die Erhöhung der Getreidezölle unter Bezugnahme auf Sachsen, welches dem Boden nach auf einen bedeutenden Getreldeimport angewlesen sei und einer großen Arbetterbevoͤlkerung eine auch noch so geringe Be⸗ lastung der Lebensmittel nicht bleten dürfe. Von den Holzzoͤllen befürchtet Holzmann, sie würden dazu bei⸗ tragen den Bestand des deutschen Waldes zu devastiren. Der Reichskanzler erwiedert: Die Dabatte hat sich wesentlich auf die Getreide- und Holzzoͤlle beschränkt. Ich will nicht die Spezialdebatte über diesen Titel ab warten, sondern schon in der Generaldebatte mich äußern. Bismarck spricht nun in längerer Rede für Holz- und Rornzölle. Schließlich wird die Debatte vertagt. Berlin. Die Deutschfreisinnigen und das Centrum haben in der Budget-Commission große Fragebogen bezüglich der Colontalpolitik vorge lezt. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ sagt bezüglich dieser Fragebogen:„Die Antragsteller mochten gern zu jeder Regierungsvorlage, die sich auf Anknüpfung von überseeischen Verbindungen be— zieht, Nein sagen. In dem Bewußtsein aber, daß die ganze öffentliche Meinung hinter den ganze U 5 verbündeten Regierungen steht, wagen sie es nicht, eine klare bestimmte Antwort zu geben, sondern ergreifen jedes Mittel, die Sache hin— zuziehen. Dieselben müssen wissen, daß die Re— gterungscommissäre die meisten der ihnen ge stellten Fragen zu beantworten gar nicht befugt sind. Zur Beantwortung derselben bedarf es zunächst der Beschlußfassung des Bundesraths, der seitens der Commission nicht präfudieirt werden darf.“ — 9. Febr. Die Unfallversicherungs-Com misston begann die Specialdiscusston. Der Re— gierungsvertreter haͤlt den Regierungsentwurf gegenüber allen Anträgen auf über den Rahmen U der Vorlage hinausgehende Erweiterungen der Versicherung aufrecht. Bei der Post⸗, Tele⸗ grapheu⸗, Eisenbahn- und Militärverwaltang beschloß die Commission, für die nächste Sitzung Vertreter des Reichs-Eisenbahnamts und der Reichs-Postverwaltung einzuladen und Erklaͤr⸗ ungen uber die Ausdehnung der Versicherung in ihren Betrieben zu erbitten.— Der Laudwirth⸗ schaftsrath beschloß nach langer Debatte fol⸗ gende Zollsätze zu beantragen: für Weizen und Roggen 3 M., für Gerste und Buchweizen 2, für Mais 1½, für Hafer, Hülsenfrüchte und nicht besonders genannte Getreidearten Die heutige Versammlung von Vertretern der Seestaͤdte nahm Resolutionen an, welche sich gegen die Erhöhung der Getreidezölle, sowie gegen eine procentuale Börsensteuer aussprechen. Hamburg, 8. Febr. Vorgestern wurden am Bord des von New Vork in Cuxhaven an⸗ gelangten Dampfers„Bohemia“ durch hiesige Polizeibeamte 9,(nach anderen Mittheilungen 10 bis 11) anarchistischer Umtriebe verdächtige Per⸗ sonen verhaftet, darunter einige Frauen. Bei einer der letzteren fand man socialistische Schriften. Einige der Verhafteten wurden wieder in Frei⸗ heit gesetzt, die anderen aber per Dampfer„Hansa“ hierher trausportirt. Näheres ist noch nicht be— kannt geworden. 2 2. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Zwischen der Regierung und der Majoritaͤt ist ein ernstes Zerwürfniß entstanden. Füͤrst Lichtenstein letzte sein Mandat nieder und es konnte nur mit Muͤhe die vorläufige Rücknahme des Demissions— gesuchs erwirkt werden. Namentlich wollen die Slovenen weder die Gebührennovelle noch die Nordbahnvorlage und das Socialistengesetz erle— digen, ehe ihre nationalen Wünsche erfüllt worden. — 10. Febr. Im Abgeordnetenhause brachte die Regierung eine Vorlage betreffs Arbeiter Krankenversicherung ein. Sodann begann die Wien. 2 Geueraldebatte über die Gebührennovelle. — Wie verschiedene Blätter melden, beab— oͤsterreichischen sichtigen die Kreise der Holz 3 industriellen die österreichisch-ungarische Regier— ung zur Einführung eines Ausfuhrzolls auf Rundholz, Grubenholz und Faßdauben, welcher die große Differenz zwischen dem Einfuhrzoll auf rohes und bearbeitetes Holz ausgleicht, zu veranlassen. Holland. Luxemburg, 10. Febr. Kam⸗ mer. Simons interpellirte die über die Gründe der letzten Ministerkrisis, ob die Ministerkrisis endgiltig beigelegt oder ob die Regierung des König-Großherzogs definitiv darauf verzichte, das durch europäischen Vertrag garantirte Thronfolgerecht zu modificiren. Frankreich. Paris, 9. Febr. Die für heute Abend durch Anarchisten beabsichtigte Versammlung unbeschäftigter Arbeiter auf dem Opernplatze hat nicht stattgefunden, nur einige Neugierige fanden sich ein. Die Polizei hatte alle erforderlichen Vorsichtsmaßregeln getroffen. Heute früh fanden drei neue Verhaftungen von Anarchisten statt. — 10. Febr. Kammer. Bei der fort— gesetzten Berathung der Zolltarife trat der Ackerbau-Minister für den Zuschlagszoll ein, dabei hervorhebend, alle Großmächte, außer England, seien gegenwärtig Anhänger des Schutzzollsystems. — 10. Febr. Gestern Abend zertrümmerte ein Haufen von ca. 100 jungen Leuten das Schaufenster eines Waffenhändlers in der Rue Lafayette, drang in den Laden ein und raubte mehrere Gewehre und Revolver. Die Polizei verhaftete mehrere der Plünderer, darunter den 18 jährigen Fuhrer. Die Fenster eines Optikers auf dem Boulevard poissonidre wurden eben— falls von Ruhestörern eingeschlagen. Im Ver— laufe des Abends wurden weitere zahlreiche Verhaftungen vorgenommmen, etwa 30 Jndi— viduen wurden in Haft behalten, die Uebrigen wieder freigelassen. Mitternachts war die Ruhe überall vollständig ungestört. Großbritannien. London, 9. Febr. Wie verlautet, sind 8000 Mann Verstärkungen unter den Befehl Newdegate's für Egypten bestimmt und sollen über Suakin nach Berber dirigirt werden. Eine gestern Nachmittag eingegangene Depesche Wolseley's sagt, daß über das Schicksal Gordon's noch nichts weiter ermittelt sei; Wol— seley hoffe, daß sich Wilson auf dem Rüͤckwege in Sicherheit befinde.— Eine Meldung aus Gubat vom 2. Febr. ist über Korti gestern ein— gegangen und besagt, die Truppen des Mahdi seien beschäftigt, die Gebäude außerhalb Me— tamneh's durch Schießscharten zur Vertheidigung einzurichten. Ein englischer Convoi wurde am 30. Jan. 3 Meilen von Gakdul durch circa 1000 Mann angegriffen. Englischerseits wurde der Angriff mit Geschützfeuer zurückgewiesen, wo— rauf der Marsch fortgesetzt wurde. Der Convoi befindet sich jetzt in Elhowiijat in Sicherheit. Italien. Rom, 9. Febr. Der Ministerrath hat beschlossen, 20,000 Mann nach dem Sudan zu senden und einen Credit von 20 Million Lire von den Kammern zu verlangen. Die italienischen Occupationen an der Ostkuͤste Afrikas werden, sobald die neue Expedition an Ort und Stelle sein wird, eine wesentliche Erweiterung erfahren. Es sollen in der That sämmtliche Hafenplätze besetzt werden und hält man auch die Ersetzung der englischen Garnisonen in Alexandrien und Kairo durch italienische nicht für unmöglich und zwar zu dem Zwecke, damit England seine Garni— sonen im Sudan verwenden könne, wohin Italien keine Truppen senden wird. — Die„Agenzia Stefani“ meldet: Die italienische Regierung erklärte, daß sie den letzten französischen Vorschlägen zur Lösung der egyp— tischen Finanzfrage zustimme. Türkei. Costantinopel. Die Pforte über⸗ gab den Mächten eine Erklärung des Khedive, worin sie über die italienische Occupation am rothen Meere klagt. Auch hätte die Pforte neuerdings in Rom Beschwerde erhoben. Egypten. Kairo, 9. Febr. Der Khedive erhielt erst heute die Nachricht von der Besetz⸗ ung Massauahs. Auf verschiedene, augesichts Regierung der bevorstehenden Besetzung Massauahs nach Constantinopel gerichtete Anfragen wegen Ver— haltungsmaßregeln hatte der Sultan nur er— klärt, man dürfe die egyptischen Truppen aus der Stadt nicht zurückziehen. In Folge dessen werden eine italienische und eine egyptische Gar— nison dort bleiben. — Obwohl über das Schicksal Gordon's die verschiedenartigsten Gerüchte umlaufen, so stimmen doch viele derselben darin überein, daß Gordon nach langem, heldenmüthigen Kampfe gegen die von allen Seiten eindringenden Araber gefallen ist. Der Correspondent der„Daily News“ berichtet hierüber:„Fünf Eingeborene, welche in Khartum waren, als es sich übergab, sagen aus, daß die Rebellen durch den Verrath zweier Paschas, welche früher einmal von Ge— neral Gordon bestraft worden waren, in die Stadt eingelassen wurden. — Das„Reuter'sche Bureau“ meldet ans Korti vom 9. ds.: Wilson und seine Begleiter wurden durch einen Dampfer des Lord Beresfort von der Jusel bei dem Cataract von Schabluka, wo sie Schiffbruch gelitten, gerettet. Wilson wird hierher kommen, um Wolseley detailirten Bericht über die Recognoscirung nach Karthum zu geben. Während der Fahrt nach Gubat wurde der Dampfer durch Rebellen angegriffen, dieselben aber zurückgeworfen.— Ungefaͤhr 10,000 In— surgenten sind von Agig nach dem Lager Osman Digma's in Tamai herangezogen. Amerika. Ottawa. Die canadische Re— gierung beabsichtigt besondere gesetzgeberische Maßnahmen zu treffen, um zu verhindern, daß sich in Canada eine Basis für Operationen von Dynamitarden gegen England und fremde Staaten bilde. Aus Stadt und Land. i. Friedberg. Die letzte Monats versammlunz des Lokalgewerbevereins, welche bei starker Betheiligung der Mitglieder am Samstag im Burck'schen Lokale abgehalten wurde, bot für sämmtliche Anwesende viel Interessantes. Als erster Punkt der Tagesordnung stand der Bericht der hierzu ernannten Commission über Submissions wesen. Die Commission entledigte sich ihres Auftrags, indem sie das Resultat ihrer Berathung verlas, welches dahin geht:„Bei Arbeitsvergebunz auf dem Submissionswege das bei der königl. preuß. Bahnverwaltung eingeführte Verfahren zu empfehlen, nach welchem nicht nach Pro— centen, sondern nach Detailpreisen die Angebote zu er— folgen haben, ohne daß vorher die Preisansätze des Hauptvoranschlags bekannt getzeben werden; ferner die Arbeit oder Lieferung nur leistungsfähigen Bewerbern zu übergeben und bei Abnahme der Arbeit oder Lieferung auf das Genaueste die eontraktlichen Bedingungen zu prüfen“. Die Versammlung tbeilte mit beinahe Stimmen— einheit die Ansicht der Commission. Nach einigen münd— lichen Verhandlungen wurden ferner mehrere Artikel aus Fachblättern über diesen Gegenstand verlesen, aus welchen zu ersehen war, daß außer unserem Lokalverein noch Viele bemüht sind, den richtigen Weg bei Arbeitsver⸗ gebungen zu finden. Den zweiten Punkt der Tages⸗ ordnung bildete ein interessanter Vortrag des Archttekten und Lehrers unserer Handwerkerschule, Bronner, uber Baustyle. In leicht verständlicher Weise und durch viele Beispiele und Abbildungen veranschaulicht, gab der Vor— tragende in großen Umrissen eine interessante Beschreibung der Baustyle. Bezinnend mit den ersten Anfängen der Baukunst, 3000 v. Chr., fuhrte er stufenweise das Charakteristische der später entstandenen Baustyle bis auf unsere Zeit vor und verweilte eingehender mit seinem Vortrag auf dem augenblicklich gebräuchlichsten Styl der deutschen Renaissance, was er noch durch prachtvolle Zeichnunzen der hervorragendsten Gebäude Deutschlands erläuterte. Mit großer Aufmerksamkeit folgten ihm die Zuhörer und dankten ihm am Schluß für den interessanten Vortrag. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die Vorlage einer von Bronner für den Verein gefertigten Zeichnung eines Schrankes, welcher unter den Mitgliedern des Vereins auf dem Submissionsweze zur Anfertigung vergeben werden soll. Am Schluß des Versammlungs⸗ abends boten noch die verschiedenen Fachblätter, als: Deutsches Baugewerkblatt, Die Werkstatt(Meister Konrads Wochenzeitung), Zeltschrift des Kunstgewerbevereins in München, Gewerbeschau, Deutsche Industriezeitug u. A., den Mitgliedern Gelegenheit, sich über manche Neuerung und Erfindung zu unterhalten und zu belehren. Wieder hat die Versammlung von einem zuten Geist unserer Handwerker und Industriellen und einer Neubelebung unseres Vereins Zeugniß abgelegt. Der zahlreiche Besuch und die lebhafte Betheiltgung an den Verhandlungen zeigte das zur Genüge. Schmäh⸗ artikel aber, welche dem Verein und der Handwerkerschule zu schaden suchen, werden von unseren gutgesinnten Mit⸗ gliedern und Freunden so behandelt, wie sie es verdienen. Die wenigen Feinde der zuten Sache und die Miß⸗ zünstigen sind längst erkannt und längst moralisch gerichtet. n. Friedberg. lischen Verein“ veranstalteten Vorträge hielt am letzten Freitag Pfarrer Bauer aus Frankfurt a. M. über„Ulrich Den zwelten der vom„Evange⸗ Zwingli“. Mit kräftigen Strichen zeichnete der Redner die Kerngestalt des edlen Reformators und begleitete den— selben von dem stillen Helimathhaus in den Bergen auf die Arena des weltgeschichtlichen Kampfes, den er ge— kämpft, bis zum frühen Heldentod, den er auf dem Schlachtfeld bei Cappel gefunden. Mit feinem Verständ⸗ niß und sorgsamer Auswahl des Wesentlichen gab uns Redner ein plastisch abgerundetes Charakterbild und licht⸗ volles, ergreifendes Lebensbild, das um so mehr an⸗ sprechen mußte, als der warme, gemüthvelle Ton des Vortragenden hindurchfühlen ließ, wie sein ganzes In⸗ teresse dem Helden gehoͤrte, dessen Andenken er unter uns auffrischte. Die zahlreiche Zuhörerschaft folgte denn auch dem Vortrage mit der wärmsten Theilnahme und wirb dem verehrten Gaste dankbar sein, wenn er demnächst uns mit weiteren Gaben erfreuen würde. h. Friedberg. Das Bankett der 88. Geburtstags⸗ feier unseres Kaisers wird diesmal veranstaltet vom Veteranen⸗ und Militärverein, den beiden Gesangvereinen Frohsinn und Liederkranz, dem Turnverein durch seine Gesangsabtheilung und dem Dilettantenverein und findet am 22. März, Abends 8 Uhr, im Hotel Trapp statt. Auch diesmal werden Gesang, Instrumentalmufik und Reden miteinander abwechseln und die Feier zu einer schönen und angemessenen gestalten. Elin Comité, be— stehend aus Mitgliedern der genannten Vereine, hat es übernommen, die nöthigen Vorbereitungen nach voraus⸗ gehender Berathung zu treffen. h. Friedberg, 11. Febr. Gestern Abend fand im Hötel Trapp die erste Comité Sitzung bezüglich einer würdigen Feier des 70. Geburtstags unseres Reichs kanzlers, Fürsten Bismarck, in unserer Stadt statt. Soviel steht fest, daß man sich sowohl an der Samm— lung zu einer Ehrengabe bethetligen, als auch den Tag in volksthümlicher, festlicher Weise begehen wird. Einig war man besonders darin, daß eine allgemeine Be⸗ theiligung wuͤnschenswerth sei, ohne Unterschled der Partei⸗ und Confessionsstellung. Bezüglich der Gabe war man der Meinung, daß eine Bethätigung ächt nationaler Gesinnung auch durch eine kleine Gabe dokumentirt werden könne. B. Bad- Nauheim. Von Seiten des Central⸗ Comité's in Berlin ist der Eingang der dahier für Spanien veranstalteten Collekte mit 200 M. dem hiesigen Local Comits notifieirt worden.— Gelegentlich des Geburtsfestes des Kalsers soll dahier, gleichwie in fruͤheren Jahren, ein Festmahl im neuen Kurhause stattfinden. Allerlei. Frankfurt. Aus Bern geht der„Neuen Züricher Zeitung“ nachfolgendes Telegramm zu, das wir unter allem Vorbehalt wiedergeben:„In Frankfurt a. M. wurde der Anarchist Kuttmann arretirt, wahrscheinlich weil er im Verdacht steht, an dem Mord des Polizei— raths Rumpff betheiligt zu sein. Kuttmann wurde vor einigen Monaten wegen Verbreitung des Stellmacher⸗ Plakats in Burgdorf gerichtlich bestraft und dann aus dem Gebiet der Eidgenossenschaft auszewiesen.“ Mannheim. Die Verdachtsgründe gegen den muth⸗ maßlichen Mörder der Margaretha Ries werden immer belastender. Es siellt sich namlich, dem„M. A. zufolge, heraus, daß der verhaftete Jean Kief zur Gründung seines Geschäftes von der Ermordeten 1400 M. lieh, mit dem Versprechen, die Ries zu heirathen. Als jedoch das Geschäft im Gang war, heirathete er ein anderes Mädchen, wovon die Ries erst länzere Zeit nach der Verheirathung Kenntniß erhielt. Es liegt also sehr nahe, daß Kief, in der Absicht, sich seiner Geliebten und seiner Schuld zu entledigen, das Mädchen aus dem Wege räumte. Gerichtssaal. Bußbach. Bei der Freitag den 13. Febr. am hles. Amtsgericht stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen folgende Strafsachen zur Verhandlung: 1) gegen Fritz und Karl Schmidt zu Butzbach, wegen Körperverletzung; 2) gegen Konrad Zerb II. und Gen. von Münzenberg, wegen Uebertretung des§ 366 Pos. 9 und 10 des R.⸗St.⸗G.; 3) gegen Heinr. Ratz von Gambach, wegen Körperverletzung; 4) gegen Christoph Suppes Wwe. und ihren Sohn Louis, belde von Kirch⸗Göns, wegen Dieb⸗ stahls; 5) gegen Georg Bender von Gambach, wegen Uebertretung des§ 366 Pos. 9 des R.⸗St.⸗G.⸗z 6) gegen Heinrich Heim von Trais⸗Muͤnzenberg, wegen Diebstahls; 7) gegen Gr. Bürgermeister Jäger von Münzenberg und Genossen, wegen Uebertretung des § 366 Pos. 9 des R.⸗St.⸗G. Verloosungen. Nassauische 25⸗fl.⸗Loose vom Jahre 1837. Ziehung am 2. Febr. Auszahlung am 1. Mai 1885. Bei der heute fortgesetzten Ziehung wurden folgende Oewinne gezogen: Nr. 43740 à 20,000 fl. Nr. 15145 36722 49487 61098 95722 99701 u 65 fl. Nr. 4648 e 26909 51598 80404 89799 96203 102311 A 1 Sachsen-Meiningen 7 fl. Loose von 1870. Gewinn⸗Ziehung am 1. Februar 1885. Serie 2905 Nr. 39 4000 fl. S. 2457 Nr. 34 2000 fl. S. 5269 Nr. 17, S. 8068 Nr. 10, S. 9436 Nr. 33 8 300 fl. S. 994 Nr. 49, S. 1156 Nr. 50, S. 1416 Nr. 30, S. 1738 Nr. 10, S. 2905 Nr. 50, S. 3088 Nr. 16, S. 3874 Nr. 42, S. 4622 Nr. 15, S. 4890 Nr. 13, S. 6051 Nr. 41, S. 8284 Nr. 33, S. 8660 Nr. 46, S. 8841 Nr. 18, S. 9509 Nr. 16, S. 9852 Nr. 34 1 Fee Freiin 1 erbetes t nach der 40% feht Wetten nr ett render 570 b tgtd * 50 fl. S. 758 Nr. 23, S. 891 Nr. 18, S. 994 Nr. 46, S. 1302 Nr. 2, S. 1927 Nr. 41, S. 3088 Nr. 22, S. 3406 Nr. 41, S. 3565 Nr. 28, S. 3807 Nr. 16, S. 3874 Nr. 22 24, S. 4664 Nr. 48, S. 4918 Nr. 39, S. 5269 Nr. 15 38, S. 5304 Nr. 41, S. 5340 Nr. 30, S. 6378 Nr. 49, S. 6744 Nr. 43, S. 7782 Nr. 18, S. 7987 Nr. 6 7, S. 8042 Nr. 31, S. 8187 Nr. 29, S. 8660 Nr. 2, S. 8892. Nr. 9, S. 91656 Nr. 2, S. 9435 Nr. 7, S. 9795 Nr. 21, S. 10000 Nr. 40& 20 fl. Auf alle übrigen in den am 2. Jan. 1885 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht auf⸗ geführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von 8 fl. Köln Mindener 3½ proc. 100 Thlr. ⸗Loose von 1870. Ziehung am 2. Februar 1885. Heimzablung am 1. April 1885. Nr. 112418 55000 Thlr. Nr. 38595 8000 Thlr. Nr. 112440 4000 Thlr. Nr. 70050 174448 A 2000 Tolr. Nr. 169142 169144195934 à 1000 Thlr. Nr. 121618 500 Thlr. Nr. 7235 24306 69950 70019 98763 120913 121577 140646 169124 174450 185498 à 200 Thlr. Auf alle übrigen in den am 1. Dez. 1884 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht auftzeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von 110 Thlr. Augsburger 7 fl.⸗Loose vom Jahre 1864. Ziehung am 2. Februar. Gezogene Serien: Nr. 1 128 339 409 444 557 580 600 927 954 1102 1103 1191 1370 1415 1437 1682 1718 2035 2058. Die Prämien- Ziehung findet am 1. Marz d. J. statt. Finnländer 10 Thlr. ⸗Loose von Serienziehung am 1. Februar 1858. Nr. 171 243 339 429 512 677 868 930 946 987 1181 1234 1382 1423 1425 1491 1620 1865 2094 2113 2131 2283 2469 2470 2554 2972 3168 3329 3436 3487 3745 3860 3915 4011 4033 4085 4548 4753 5165 5214 5307 5338 5344 5385 5413 5992 6038 6040 6052 6117 6189 6223 6562 6615 6686 6722 6935 6948 6974 7151 7202 7323 7362 7429 7468 7505 7646 7664 7758 7936 8107 8251 8456 8505 8574 8724 8911 8934 9442 9603 9638 9794 10135 10195 10238 10384 1868. 189 193 1021 1134 1760 1848 2473 2510 3774 3808 4962 5034 5420 5498 6332 6443 7141 7152 10416 10454 10464 10475 10515 10634 10636 10791 10841 10946 11012 11261 11292 11337 11478 11674 11686 11849 11868 11885 11903. Die Gewinnzlehung findet am 1. Mal 1885 statt. Bukarester 20 Fr.⸗Loose von 1869. Serien und Gewinnziehung am 1. Februar 1885. Heimzahlunßz am 5. März 1885. Gezogene Serien: Nr. 28 160 304 342 365 403 676 793 948 974 995 1009 1094 1287 1360 1423 1608 170t 1702 1736 1826 1925 1955 1965 2051 2110 2186 2204 2218 2286 2287 2314 2320 2458 2461 2524 2533 2551 2584 2621 2668 2671 2689 2827 2840 2870 2984 3036 3103 3114 3159 3175 3189 3452 3476 3591 3635 3637 3639 3659 3697 3743 3762 3772 3812 3921 3940 3943 4102 4177 4358 4433 4594 4719 4796 4906 4917 5051 5322 5340 5352 5353 5379 5394 5429 5502 5547 5588 5670 5747 5769 5772 5809 5997 6146 6298 6334 6381 6444 6461 6498 6519 6521 6544 6684 6752 6881 6937 7096 7228 7253 7291 7292 7493. Gewinne: Serie 28 Nr. 56 25,000 Fr. S. 2110 Nr. 52 3000 Fr. S. 3943 Nr. 4, S. 4594 Nr. 50, S. 4906 Nr. 12, S. 6381 Nr. 92, S. 6521 Nr. 35 à 1000 Fr. S. 28 Nr. 91, S. 1826 Nr. 9, S. 2218 Nr. 34, S. 4433 Nr. 36, S. 4719 Nr. 9, S. 5379 Nr. 71, S. 5670 Nr. 81, S. 6521 Nr. 98, S. 6544 Nr. 76, S. 7096 Nr. 36 à 500 Fr. 28 Nr. 41, S S. S. 842 Nr. 100, S. 793 Nr. 67, S. 1702 Nr. 63, S. 1786 Nr. 17, S. 2286 Nr. 79, S. 2533 Nr. 79, . 2584 Nr. 4, S. 2871 Nr. 94, S. . 3697 Nr. 53, S. 3743 Nr. 57 91, S. 4358 Nr. 4719 Nr. 22, S. 5051 Nr. 62, S. 5502 Nr. 5547 Nr. 7, S. 5588 Nr. 38, S. 5747 Nr. 3, 6146 Nr. 15, S. 6298 Nr. 38, S. 6461 Nr. 15 A 100 Fr. Die weiteren Gewinne können auf unserem Bureau nachgesehen werden, da uns zu deren Aufführung der Naum mangelt. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Feb. Fruchtber. Watzen M. 17.50— 75, Korn M. 16.50, Gerste M. 16.25, Hafer M. 13.50, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 11. Febr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eter 1 St. 6 Pf., 2 St. 13 Pf. Bußbach, 7. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.85, Käse per Pfd. 45—46 Pf. Eier 1 Stuck 8 Pf. Grünberg, 7. Febr. Fruchtpreise. Welzen M. 17.60, Korn M. 16.20, Gerste M. 15.50, Hafer M. 14.00. Erbsen N. 17.60. Kartoffeln M. 4. Gießen, 10. Febr. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90— 0.95, Eter 1 Stück 7-8 Pf., Käse per Stück 4— 8 Pf., Tauben per Paar M. 1.00, Hühner per Stück M. 1.10— 1.50, Hähnen per Stück M. 1.50— 2.50, Enten per Stück M. 2.00— 2.20, Ochsenfleisch per Pfd. 66—68 Pf., Kuh- und Nind⸗ fleisch 54-60 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60—68 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00, Zwiebeln per Centner M. 4, Weißkraut per Stück 4— 7 Pf. Homburg, 10. Febr. Marktpreise. Kartoffeln per 2984 Nr. 68, 76, oe Malter M. 4— 4.50, per Gescheid 9—10 Pf., Eier per— 357 Ochsen, ca. 13 Bullen, ca. 397 Kühe und Rinder, ca. 214 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66, 2. Qual. M. 60—64, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 56, 2. Qual. M. 50— 52, Kälber 1. Qual. M. 65-68, 2. Qual. M. 58—60 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Frankfurt, 9. Februar. Fruchtmarkt. Mehl Nr. 0 M. 33—34, Nr. 1 M. 26½—27½, Nr. 2 M. 25½ bis 26 ¼, Nr. 3 M. 23½ 24 ½, Nr. 4 M. 17½—18, Nr. 5 M. 15½— 16½, Milchbrod und Brodmehl im Ver⸗ band M. 50— 53, norddeutsches und westfältsches Wetzen⸗ mehl 00 M. 24½— 25½, Suppengries je nach Qual. M.—.—, Roggenmehl Nr. 0(Berliner M. 25½— 26½, do. 0/1 do. M. 23—24½, do. 1 do. 28 M. 21— 22, do. 2 do. M. 18, Weizen ab unserer Umgegend M. 17%— 18, do., frei ab Bahnhof hier M. 18— ½, do., fremder je nach Qual. M. 18—19½. Roggen bies. M. 16— ½¼, do. franz. M. 16½, do. Königsberger M. 16, Nieolajeff M. 15½— ¼ß, Odessa, Galatz und Taganrog M. 15 ½, Gerste, Brauerwaare M. 16— 19, do. zu Mahl zwecken M. 13— ½,q Hafer je nach Qual. M. 14—15½, Raps M. 26—½, Mais, buntes(mixed) M. (Alles per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Roggen kleie M. 5-5 ½, Weizenkleie M. 4.25— 4.35 per 50 Kilo. Räböl im Detail M. 69. Mainz, 8. Febr. Viehmarkt. In der abgelaufenen Woche waren im Ganzen 997 Stück Vieh und zwar Stuck 7 und 8 Pf., Butter per Pfund 1. Qualttät M. 1.00, 2. Qualität M. 0.90. Frankfurt, 9 Febr. Viehmarkt. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren:“ Marke) 96, M. 5662. 13. 8 Farren, 104 Ochsen, 216 Kühe, 185 Kaͤlber und 484 Schweine aufgetrieben. Bezahlt wurden für Farren M. 45—48, fur Ochsen 1. Qual. M. 72.—74., 2. Qual. M. 68- 70, für Kube 1. Qual. M. 65 67, 2. Qual. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber kamen auf 60-65 Pf., Schweine(inländische) auf 52-55 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht. Literarisches. Daheim. Nr. 19 enthält: Herrn Fortunatus Braut⸗ fahrt.(Schluß.) Verrechnet.(Forts.)— Unsere Südsee Inseln. II. Der Neu-Britannta Archipel. Mit 10 Illustr.— Ein merkwürdiger Komet. Von Or. Klein. — Am Familtentisch: Spindelpoesie. Mit Bild.— Brief⸗ kasten.— Rechtsrath.— In unserer Spielecke.— Mit 2 llustr. Beilagen. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: 29. Jan. Der Hälfsbremser Friedrich Gehbert von Kafken, mit Anna Katharina Lehr von Langen⸗ selbold. Geboren: 4. Jan. Dem Hülfsweichenst. Tob. Naumann 1 Tochter. „ Dem Schneider Peter Andreas Wolf 1 Sohn. 11 9 Dem Handarbeiter Heinrich Karl Herrmann 1 Tochter. 8 Dem Büreaugehülfen Jakob Knab 1 Tochter. 8 Eine uneheliche Tochter. W. Dem Gaͤrtner Johannes Jordan 1 Sohn. Gestorben: 2. Jan. Die Dienstmagd Marie Kautz von Maar, 24 Jahr alt. 88 Katharine Hisserich, Ehefrau des Eisenbahn⸗ wagen-Revisors Wilh. Hisserich, 29 Jahr alt. 8 Margarethe Antoinette Füller, Wittwe des verstorbenen Schuhmachers Emmerich Füller, 71 Jahr alt 7 5 Eva Marie Faist, Wittwe des verstorbenen Taglöbners Wilhelm Fatst, 76 Jahr alt. 1 Ein uneheliches Toͤchterchen, 1 Jahr alt. 8 Die Dienstmagd Katharine Seim von Sellnrod, 42 Jahr alt. 1 Marte Magdalene Schafer, Wittwe des verst. Gr. Landgerichtsdieners Georg Schäfer von Brensbach, 79 Jabr alt. A Die Nätherin Louise Katharine Weis, ledig, 62 Jabr alt. 66 Georg Friedrich Richard Allendorfer, Sohn des Gerbers Friedrich Wilhelm Allendörfer, 10 Jahr alt. 1 Phil. Bullmann von Nieder Rosbach, Söhnchen des Küfers Jobannes Bullmann, 2 Jahr alt. 8 Die Köchin Katharine Treut von Büdingen, 29 Jahr alt. 20.„ Der Schneider Jobannes Metz, 42 Jabr alt. 1. Febr. Der Lack Fabrikant Franz aver Megerle, 33 Jahr alt. 7 Geld- Cours. Frankfurt, am 10. Februar 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. N. 20 Frankenstücke 16. 22 16. 18 do. in/ 16. 18 16.46 Englische Sovereings 20. 42 20. 37 Kussische Impertales. 16. 75 16. 70 Dukaten. 8 9. 60 9. 55 „ al mare. 9. 62 9. 7 Deller i Geld 4. 21 4. 17 Holzversteigerung. Montag den 16. Februar l. J. werden im Domantal— wald Burgwald, Schlag 1, von Morgens 10 Uhr an versteigert: 1 Lärchenstamm mit 0,18 Festmeter Holzgehalt, 4850 Wellen Eichen-Reisig, 6200„ Weichholz Relsig. Zusammenkunft am Holzschlag, beim Burgvorstädter Wäldchen. Ober⸗Rosbach den 10. Februar 1885. Großherzogliche Oberförsterel Ober Rosbach. Strack. Bekanntmachung. Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll die Verbreitung eines Haufen Mauerschuttes an der neuen Schützenstraße an Ort und Stelle ͤͤffentlich wenlgst— nehmend vergeben werden. Frledberg den 10. Februar 1886. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Stein häußer. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 536 Montag den 16. Februar sollen in dem Distrikt„Höler“ verstelgert werden: 420 Raummeter Buchen Scheit, und Prügelholz, 59 Eichen, und Kiefern-Prügelbolz, 289* Buchen„Eichen- u. Klefern Stockholz, 5850 Wellen Buchen, Eichen- und Klefern-Ressholz. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der alten Sleßener Straße am Schlndkopf. Lich am 9. Februar 1885. f 5 Wimmceuauer, Forstrath. * 2 Jagd Verpachtung. Samstag den 14. d. Mts, Vormittags 1 Uhr, wird die der Gemeinde gehoͤrige Jagd, bestebend in elrca 300 Heetaren Wald und 665 Hectaren Feld, auf weitere 6 Jahre auf biesigem Ratbhause verpachtet. Nleder⸗Florstadt den 3. Februar 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder Florstadt 459 Alles. Ochsen. Nächsten Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Rathhaus der Gemeinde Stammheim ein zum Schlachten geeigneter Faselochs gegen gleich baare Zahlung verstelgert werden. Zugleich beabsichtigt die Gemeinde einen alten Simmenthaler Faselochs anzukaufen. Besitzer dieser Thiere wollen sich bei der unterzeichneten Bürgermeistere melden. Stammheim den 8. Februar 1885. Großherzogliche Bürgermeisteret Stammheim. Thaler. Jagd Verpachtung. Donnerstag den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, wird die der Gemeinde gebörlge Feldiagd auf weitere 6 Jahre auf dem hlesigen Rathhaus verpachtet. Dortelwell am 9. Februar 1886. Großherzogliche Bürgermelsterel Dortelwell. 519 Hensel. Vaseline-Cold-Cream- Seife gegen rauhe und spröde Haut,. Vorräthig à Packet 1½% Jahr 517 ( Stück) 50 Pf. bel Apotheker Lihhes. 2. An⸗ und Verkauf eines Fasel-, Holzversteigerung. Freitag den 13. Februar, Vormittags 10 Uhr an⸗ angend, sollen im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Halde und Unterbauwald, nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 24 Eichenstämme 10 Festmeter haltend, 1 Buchenstamm 0,48 „* 1 Aspenstamm 0,63— 70 86 Nadelstämme 25 1 9 130 Raummeter Buchen-, Eichen- u. Radel⸗Scheitholz, 19„„„„„ Kuppel, 115 1 N 1 1600 Stück Wellen. —. Die Zusammenkunft ist am Ebersgönserweg, am Pflanz garten Bemerkt wird, daß das Nadel Brennholz zuerst zur Versteigerung kommt und dann mit dem Stammholz fortgefahren wird. Pohl⸗Goͤns den 9. Februar 1888. Großherzogliche Bürgermeisteret Pohl Goͤns. Seltz. Versteigerungs-Anzeige. J., Nachmittags 2 Uhr, Montag den 16. Februar l. J., werden vor dem hiesigen Rathhause drei Pferde und zwel Kuͤhe oͤffentlich an die Meistbietenden gegen Baar zahlung zwangswetise verstelgert. Bad-Nauhelm am 9. Februar 1886. Weltzel, Gerichtsvollzteher. 518 499 Ein junges, kräftiges, fehlerfretes 8 Pferd 7 eln, und zwesspannig eingefahren, steht zu verkaufen bei 47 Müller König in Ober Mörlen. * ů— 1 6 Vorschuß- und Creditverein zu Pruchenbrücken. Eingetragene Genossenschaft. Wir beehren uns hiermit unsere Mitglieder zu einer ordentlichen Generalversamm— lung auf Freitag den 13. Februar I. J., Nachmittags 2 Uhr, in der Behausung des Herrn Ph. Best II. hier ergebenst einzuladen. Tages⸗Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über die jetzige Geschäftslage. 2. Be Bruchenbrücken. . 2 0 Rinder schuhe& Stiefe in großer Auswahl Zu eschluß über Fortbestehen oder Auflösung des Vereins. Für den Ausschuß: Jacob Guth, II. Vorsitzender. enorm billigen Preisen. Spier& Kupfer, Strafanstalt-Schuhmagazin, Holzversteigerung. Donnerstag den 19. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, anfangend, kommen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Oberes⸗Kolbeuroth, folgende Holzsortimente zur Versteigerung: Inhalt, 193 Stück Nadelholz-Stämme, 58,58 Festm. 8 8 Stangen 1. Cl., 8 5 7 ne * N. 44 Naummeter 8“ Nutzholz, 26 Scheit⸗ und Knüppel, 525 Stück Aus buschreisig-Wellen. Die Herren Burgermeister werden um gefällige Be— kanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Pfaffen wiesbach den 9. Februar 1885 520 Stephan, Bürgermeister. Veilchen- Seife, gossen- Seife empfiehlt in Packet à 3 Stück 40 Pf. 295 1 Lühn. Das große ellchrrr- Lig William Lübeck in Altona? versendet zollfrei gegen Nachnahme(nicht unter! 10 Pfund) gute neue Bettfedern für 60 Pf. “vorzüglich gute Sorte M. 1.25 das Pfund, das Pfund, prima Halbdaunen M. 1.60 und M. 2. das Pfd. 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Der Finder wird gebeten, dasselbe bel dem Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein dahier abzugeben. 1 Dreschmaschine, unter zweien die Wahl, ist unter günstigen Zahlungs- Bedingungen zu verkaufen. Beide Maschinen sind erst 2 Jahre in Betrieb. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 516 Ein Lehrling, 255 welcher die Bäckerei erlernen will, kann sogleich ein— treten bei Ilbenstadt. Ferd. Schmidt, Bäcker. Hochfeine Blut Orangen 575 eingetroffen 12 W. Bernbeck. 5 Das nunmehr 17 Jahre so beliebte, trotz aller Nachahmungen unübertroffene Haarwasser von C. Retter, München(staatlich geprüft u. begutachtet), welch. statt Oel od. Pomade tägl. gebraucht, bestens zu empfehlen ist, vkft. zu 40 Pf. u. M. 1.10 J. Baumeister. Einjährigen-Prüfung. Gesucht ein Kamerad für gemeinsame Vorbereitung. Recht baldige Anmeldung sehr erwünscht bei der Exped. des Anzeigers. 514 Unterhosen und Unterjacken, empfiehlt zu äußerst billigen Preisen Usagasse. Hel. Diehl.. dels frisch gebrannten Kaffee. per Pfund M. I., M. 1.20, M. 1.40, M. 1.60, empsiehlt P. Theis, 396 vormals G. Haustädt. Die Verlobung meiner Tochter Rüthchen mit Herr Gottfried stleine aus Calcum bel Düsseldorf beehe ich mich ergebenst anzuzeigen. Friedberg, Februar 1885. J. Schott. Käthchen Schott, Verlobte. Friedberg. Februar 1885. Cale um b. Düsseldorf, Einladung des Volksbildungs-Vereins zu Friedberg zu dem Freitag den 13. Februar l. J., Abends 8 Uhr, im Rathhaus saale stattfindenden Vortrage des Herrn Lehramtsaceessisten Dr. Karg: Formen des gesellschaft⸗ lichen Verkehrs im Mittelalter. Der Eintritt ist Jedermann gestattet. . den 11. Februar 1885. 523 Der Vorstand. Casino. Fastnacht⸗Dienstag: Herren⸗Abend, präeis 7 Uhr 71½ Minuten. Entrée: 999/10 Pfennig, wogegen Kappe und Trunk frei. 525 Der Vorstan d. Thealer in Friedberg. Casino⸗Saal. Donnerstag den 12. Februar 1885. Novität! Novität! Der Raub der Sabinerinnen. Schwank in 4 Aeten von Paul und Franz v. Schönthan. 529* Herrmann. Junggeselleuverein Friedberg. 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Um stille Theilnahme bitten Ober⸗Mörlen, 10. Februar 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 12. Febr., Nachmittags 2 Uhr statt. 527 Todes-Anzeige. Gestern Abend 8¼ Uhr wurde uns nach Gottes unerforschlichem Rathschlusse unsere innigst⸗ geliebte Gattin, Mutter, Schwester und Groß— mutter Frau Therese Burck, 7 geb. Völker, nach langem schwerem Leiden durch den Tod entrissen. . Friedberg, 10. Februar 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 12. Febr., [Nachmittags 4 Uhr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. 522 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Goltfried Kleine, 9———— 0 N