1885. „ Honnerstag den 10. Dezember. M46. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 5 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem? Air j f f 1 9 Mf. ei . l n mi berechnet, größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Abhaltung von Unterrichtskursen im Hufbeschlag. 1 Nachstehende Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 1. d. Mts. bringen wir mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß mit dem ersten Unterrichtscursus am 2. Januar k. J. begonnen werden wird, dem der nächste am 15. März k. J. folgen soll. Anmeldungen zu dem nächsten Cursus können ausnahmsweise bis zum 28. l. Mts. bei dem Director der Veterinäranstalt an Großh. Landesuniversität zu Gießen eingereicht werden. Friedberg den 7. Dezember 1885. Bekanntmachung, die Abhaltung von Unterrichtskursen im Hufbeschlag betreffend. An der Veterinäxanstalt der Großherzoglichen Landesuniversität zu Gießen werden vom kommenden Jahre ab regelmäßig zweimal im Jahr achtwöchentliche Unterrichtskurse im Hufbeschlag abgehalten werden. Die regelmäßigen Unterrichtskurse beginnen jedesmal am 15 am 2. Januar. Der Unterricht erfolgt unentgeltlich. Gesuche um Aufnahme zu den Unterrichtskursen müssen 14 Tage vor Beginn der . Für die Aufnahme ist der Nachweis einer leinschlteßlich der bestandenen Lehrzeit) mindestens vierjährigen Thätigkeit im Schmiedehandwerk erforderlich. diesem Nachweis kann nur durch das unterzeichnete Ministerium dispensirt werden. 5 Jeder Aufzunehmende hat bei Beginn des Unterrichtskursus ein von der zustä vorzulegen, daß er die nothwendigen Mittel besitzt, um während der Unterri f Können wegen zu großer Anzahl von Anmeldungen nicht alle Gesuche berü Diejenigen, welche hiernach zurückgestellt w Angebörige des Großherzogthums sind unter allen Umständen vorzugsweise aufzunehmen. unterzeichnete Ministerium der Director' der Veterinäranstalt. Die Schüler haben sich den Bestimmungen der Lehrordnung zu unterziehen, das Schmiedehandwerk ausgeübt haben. Darmstadt den 1. Dezember 1885. Einladung. Die nächsten Bezirksconferenzen der Lehrer des Kreises Friedberg sollen stattfinden: 1. für den Bezirk 2. für den Bezirk 3. für den Bezirk und zwar in den bisherigen Räumen, beginnend um 10 Uhr. Außer der Tagesordnung sitzenden im Schulvorstande bezw. die Herren Bürgermeister werden ersucht, diese Einl Unterrichtsstunde statt. Friedberg den 8. Dezember 1885. Aus Anlaß der Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Der Localgewerbeverein in Mainz hat Es ist dringend nothwendig, sich zunächst über die zu erwartende Der Vorstand des Localgewerbevereins in M zwar in Mainz zu veranstalten. beschäftigt. die Baupläne bemessen zu können. welche gesonnen sind, die Ausstellung zu beschicken, das Ersuchen, machen und zu diesem Zwecke die Anmeldeformulare zu benutzen, welche, nebst Programm, Nach Beendigung der Vorarbeiten wird Denj Großherzogliche Centralstelle f Fink dischen Localgewerbevereine bezogen werden können. definitirer Anmeldung zugeschickt werden. Darmstadt den 18. November 1885. Vilbel(Groß Karben) Mittwoch den Bekanntmachung. Hessische Landesgewerbe Ausstellung in Mainz Landesgewerbevereins wurde beschlossen, im Jahr 1887 die Ausführung des Unternehmens übernommen und ist gegenwärtig mit den Vorarbeiten hierzu Bethetligung an der Ausstellung und die räumlichen alnz richtet deßhalb an alle Gewerbetreibenden und längstens bis zum 31. Dezember 1. J., vorläufige Mittheilung zu von der unterzelchneten Centralstelle und von sämmtlichen Vorständen der inlän— jenigen, welche sich auf diese Weise angemeldet haben, ein Formular behufs demselben hiervon möglichst bald, in den beiden Sectionen ein Vortrag des Herrn abung den Herren Lehrern zugehen zu lassen. Großherzotliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bet vorhandenem Bedürfniß soll noch ein dritter Kursus von derselben Dauer eingeschoben werden. März und am 1. Oktober; wird noch ein weiterer Kursus abgehalten, so beginnt derselbe jedesmal selben bei dem Direetor der Veterinäranstalt schriftlich eingereicht werden. Von ändigen Ortsbehörde auszustellendes Führungsattest, sowie einen Ausweis darũber chtszeit seinen Lebens unterhalt zu bestreiten. cksichtigt werden, so entscheidet die längere Zeitdauer, während welcher die Angemeldeten erden, sollen in den nächsten Unterrichtskursen aufgenommen werden. Ueber die Aufnahme entscheidet vorbehältlich des Rekurses an das widrigenfalls sie unter Umständen Ausschluß von dem Unterricht zu gewärtigen haben. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz. Schaum. Butzbach Montag den 14. December 1885, Friedberg Dienstag den 15. Dezember 1885, 16. Dezember 1885, In Butzbach und Friedberg findet in einer Klasse von 9 bis 10 Uhr eine Probe— Becker von Frankfurt. Die Herren Vor— Schmidt, Schulrath. eine Hessische Landesgewerbe-Ausstellung und Ansprüche zu vergewissern, um hiernach Industriellen des Großherzogthums, ür die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Busch. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 35 enthält: J. Bekanntmachung, Wehr⸗ ordnung betreffend. II. Bekanntmachung, die Ausführung des Reichsgesetzes über die Krankenversicherung der Arbeiter betreffend. — Militärdienstnachricht. Freih. Löw von und zu Steinfurth, Sec.⸗Lt. vom. Gr. Drag. ARgt. Nr. 23 wurde in das 1. Garde-Drag. Rgt. versetzt. Berlin. Die Commission zur Berathung des bürgerlichen Gesctzbuches beginnt jetzt den fünften und letzten Theil, welcher das Erbrecht behandelt.— Die Verhandlungen mit den Einzelregierungen wegen des Branntweinmono— pols sind in vollem Gange; dieselben sollen ein dem Projekte günstiges Resultat erwarten lassen. — Nach einer am 5. Dezember aus Capstadt im Auswärtigen Amt eingegangenen Depesche hat der König Kamaherero im Namaqualande sich unter deutsches Protectorat gestellt. f — Die Zuckersteuervorlage, welche zur Zeit dem Kalser zur Genehmigung vorliegt, soll auch die Moglichkeit vorsehen, den Industrien, welche stark zuckerhaltige Fabrikate exportiren, eine die deutsche Ausfuhrvergütung zu gewähren; sonst schließt sie sich der Vorlage vor zwei Jahren an und nimmt eine Erhöhung des Steuersatzes von 20 Pf. in Aussicht. Freiburg i. Br., 7. Dez. Heute Nach⸗ mittag erfolgte der feierliche Einzug des erb— großherzoglichen Paares in unsere Stadt, die bekanntlich für die nächsten Jahre zum Wohn— siz des hohen Paares ausersehen ist. Seit Wochen, ja seit Monaten wurden hier für diesen Tag Vorbereitungen getroffen. Die Stadtbe⸗ hörden sowohl, als Private waren bestrebt, dem jungen fürstlichen Ehepaare die herzlichsten Ovationen zu bereiten. Ausland. Frankreich. Paris. Der Kriegsminister Campenon wird von den opportunistischen Or— ganen heftig angegriffen und beschuldigt, daß er in der Tonkin-Affaire von Anfang an ein Doppelspiel gespielt habe, daß er die größte Schuld an dem augenblicklichen mißlichen Zu— stande des Unternehmens trage und noch jetzt der Tonkin-Commission gegenüber durch sein Verfahren beweise, daß er nur im Auge habe, für spätere Eventualitäten sich die Sympathien der Radicalen zu sichern. Freitag nach Wady-Halfa und übernimmt den — 7. Dez. Fürst von Hohenlohe-Schillings⸗ fürst hat gestern Abend seine Weiterreise nach Madrid angetreten. Der deutsche Botschafter, Graf zu Muͤnster, ist gestern Abend von London wieder hier eingetroffen und hat sofort die Geschäfte der Botschaft wieder übernommen, welche während seiner Abwesenheit der erste Botschafts-Secretär als interimistischer Geschäͤfts— träger geführt hatte. Großbritannien. London, 8. Dez. „Pall Mall Gazette“ haͤlt einen Vergleich mit den Parnelliten für die einzige Hoffnung der Liberalen.„Globe“ läßt die Annahme eines Bündnisses mit Parnell seitens der Conser— vativen, falls ein solches angeboten wird, durch— blicken. Auf der Böͤrse ist heute das Gerücht vom Rücktritt Lord Salisbury's verbreitet. Nach anderen Nachrichten bleibt Salisbury im Amte bis zur Eröffnung des Parlaments. Was dann geschieht, hängt von der Entwickelung der Ereignisse ab. — Drei Bataillone Infanterie werden zur Verstärkung der britischen Truppen nach Egypten beordert. General Stephensohn begibt sich am Ober-Befehl die vordringenden Auf— ständischen. gegen Db . Spanien. Madrid. Den Organen des Gouverneurs von Madrid ist es gelungen, ein geheimes Depot von alten Waffen, Scapulieren und Boinas(die nationale baskische Kopf bedeckung und gleichzeitig die carlistische Uni⸗ formmütze) zu entdecken. — Zur Karolinen- Angelegenheit wird der „Koln. Ztg.“ vom 5. d. M. telegraphirt: Der Ministerrath nahm den Vertrag über die Karo— linen unverändert an und ratificirte die von dem früheren Minister Elduayen eingegangene Vereinbarung; ferner verlängerte er den im Jahre 1887 ablaufenden Handelsvertrag mit Deutschland bis zum Jahre 1892. Zugleich beschloß die Regierung, sofort die nöthigen Maßregeln zu treffen, um Spaniens Rechte auf anderen Punkten zu wahren oder die Prio— rität der Besetzung zu ordnen, welche unter Berufung auf die Berliner Conferenz etwa be— ansprucht werden könnte. Italien. Rom, 5. Dez. Kammer der Deputirten. In Beantwortung der Inter— pellation Canzi's über die Colonialpolitik der Regierung erklärte der Ministerpräsident De— pretis, es sei für eine commercielle, aber nicht für eine erobernde Colonialpolitik. Damit stehe die Besetzung Massauahs nicht im Widerspruch, weil dies ein specielles, durch besondere Ver— hältnisse veranlaßtes Factum sei. Der Minister des Aeußern, Graf Robilant, erklärte sich mit Depretis vollkommen einverstanden; er sagte, er gedenke der Politik Mancini's zu folgen. Italien müsse Deutschland nachahmen, dessen Schutzaction den commerciellen Unternehmungen seiner Reichsangehörigen folge. Auf die Frage Canzi's, ob Italien Massauah werde verlassen müssen, erwiederte Graf Robilant, daß, wenn man irgendw die nationale Flagge aufzepflanzt, die nationale Ehre verpfändet habe, man die Flagge nicht mehr fortnehme. Serbien. Nisch, 6. Dez. Der Kriegs- minister Petrovic hat seine Entlassung genommen, an seiner Stelle ist der bisherige Gesandte in Rom, Franassovic, zum Kriegsminister ernannt worden. General Horvatovic ist zum Ober- befehlshaber der vereinigten Nisch-Armee ernannt worden, Oberstlieutenant Milanovic zum Chef des Generalstabes derselben und der bisherige Commandant der Nisch-Armee zum Chef des großen Generalstabes. ö Belgrad, 8. Dez. Die„Presse“ meldet von hier: Trotz der Friedensaussichten dauern die Rüstungen fort. Khevenhäller soll, mit einer wichtigen Mission betreffs der Friedens-Ver— handlungen betraut, nächster Tage wieder nach Nisch abgehen. Nußland. Petersburg. Die„Neue Freie Presse“ meldet aus Paris: Hiesige diplomatische Kreise glauben, Rußland beabsichtige, falls es den frühereren Einfluß auf die Bulgaren nicht wiedererlangt, eine directere Action. Nach einer; „Temps“⸗Meldung versprach Serbien Oesterreich, den Wiederbeginn der Feindseligkeiten nicht zu provociren. Amerika. Washington. Nach dem Bericht des Schatz-Secretärs betrutzen die Staatsein— nahmen des letzten Rechnungsjabres 323 Million, 24 Million weniger als im Vorjahre; die Aus— gaben 260 Million, 16 Million mehr als im Vorjahre. Für die Schuldentilguntz sind bis Ende des Jahres die disponiblen Ueberschüsse um 40 Million geringer als 1884 Egypteu. Kairo, 4. Dez. Der gepanzerte Dampfer„Lotus“ nahm heute auf dem Nile eine Recognoscirung bis Giniß vor, wo 4000 Re— bellen mit zwei Kanonen bemerkt wurden. Es entspann sich ein Kampf mit der etwa 1000 Mann starken Vorhut. Indien. Nangoon. Am Abend des 28. Nov. war Mandaley der Schauplatz eines blutigen Aufruhrs, dem mehr Menschenleben zum Opfer fielen als in irgend einem Scharmützel während der ganzen Expedition. Das italienische Consulat und andere europäische Häuser wurden angegriffen. Die militärischen Anordnungen zum Schutze der Stadt waren äußerst mangelhaft. — 7. Dez. Nach Nachrichten von hier ist König Thibau hierselbst eingetroffen. Betreffs seiner schließlichen Bestimmung ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Es verlautet, der französische Consul in Mandaley, Haas, rieth dem König an, sich zu unterwerfen, als man einsah, daß Widerstand gegen die bri— tische Expedition fruchtlos sein würde. Sieben Halbschwestern des Königs sind nach sechsjähr— iger Gefangenschaft aus dem Kerker befreit worden. Sie klagten bitter über die ihnen von der Königin zu Theil gewordene grausame Be— handlung und gaben ihrer Freude über die Ankunft der Engländer offenen Ausdruck. Unter den von den birmanischen Militärbehörden nach der jüngsten Ruhestörung getroffenen Maßnah— men für die Sicherheit von Leben und Eigen— thum gehen die Einwohner wieder ihrem Be— rufe uach und der Handel ist im Aufleben begriffen. Verwaltungsbericht des Bürgermeisters der Stadt Friedberg über den Ertrag des städtischen Wasserwerkes. Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben im Betriebs jahr 1884/85. Einnahme. M. Pf. 1. Für an Private abgegebenes Wasser 15234 62 2. Für Messingsauger, Anbohrung ꝛc. von 12 neuen Anschlüssen und Ueberlassung von 2 Wassermessern 227 85 15462 47 Ausgabe. 7 1. An Kapitalzinsen aus 200,00 Marke. 8000— 2. An Verwaltungskosten, Besoldungen 2300— 3. An Materialien zur Förderung des Wassers: a. für Kohlen, 2736 Ctr. 47 PfbDb.. 1923 49 b. Beitrag zum Dampfkessel-Ueberwach— ungsve renn 52— c. für Petroleum, Talg, Oel, Putz— IUuüm pen 56— d. für Anschaffung von kleineren Werk— zeugen, Reparaturen, Wassermessern, Fuhr und Taglohnarbetten bei dem Neuen Neffe, 577 83 e. für Wassermesser an Private. 72 50 1298182 Zur Erläuterung der einzelnen Posten diene Folgendes: Zur Einnahme. ad 1. Anschlüsse waren bis zum 31. März 1885 vorhanden 317. Diese hatten insgesammt einen Ver brauch nach der Rechnungstellung für 1884/85 von 46051,310 Cbm. Unter diesen 317 Consumenten sind nur 6, welche mehr als 300 Cbm. pro Jahr verbrauchten und 147, welche einen Wasserverbrauch über die Taxe hatten, während die große Mehrzahl(170 Consumenten) einen Wenigerverbrauch der ihnen zugebilligten Taxe von zusammen 4926 Cbm. hatten. ad 2. Es werden für jeden neuen Anschluß für Sauge- und Arbeitslohn 5 Mark gerechnet, außerdem müssen Consumenten, welche die Leitung in Gärten haben wollen, die ganze Anlage nebst Wassermesser auf ihre Kosten anschaffen und sind diese hier in Einnahme gestellt. Zur Ausgabe. Die Kapitalaufnahme zur Errichtung des Wasserwerkes und der damit ver— bundenen Kanalisirung betrug Hiervon sind verausgabt Es bleibt mithin ein disponibler Ueber⸗ schuß von M. 5,070. 78, welcher wohl ausreichen dürfte, um für die beiden defekten, der Firma Aird in Berlin zur Verfügung gestellten Dampfkessel, einen Reservekessel anzuschaffen, sowie auch die Wassergewinnungsanlage zu vervollständigen. Die vollen Zinsen kommen übrigens hier in Verrech; nung, da das ganze Anlehen schon seit vorigem Jahre begeben ist und der Rest schon seine Verwendung gefunden hätte, wenn die Differenz mit der Firma Aird in Berlin M. 200,000.— M. 194,929. 27 beglichen wäre Zur Förderung von 91,184 Cbm Wasser waren er⸗ forderlich 2736 Ctr. 47 Pfd. nach Reduztrung des ver— wendeten Gries zu dem halben Werthe und dem in's neue Rechnungsjahr übergegangenen Vorrath ist der wirk- liche Verbrauch 2628 Ctr. 37 Pfd. und stellt sich eine durchschnittliche Förderung von elrea 35 Cbm. auf den Ctr. Kohlen heraus, während der seit diesem Jahre im Betrieb stehende Röhrenkessel nach dem letzten Monats- bericht nahezu 40 CEbm. auf den Ctr. Kohlen fördert. In den sonstigen Ausgaben sind nur die ordentlichen mit dem Betrieb verbundenen enthalten, während in der, Rubrik 126 Einrichtung eines Wasserwerks für neue An- lagen, Erweiterung des Stadtröhrennetzes ꝛe. 1853 M. 51 Pf. verrechnet und aus dem noch vorhandenen Kapi— talstock entnommen sind. Wer also die laufenden Ausgaben von den Einnahmen abzieht und glaubt nun einen Gewinn von 2480 M. 65 Pf. vor sich zu haben, der wird doch nicht ganz richtig ealeultren, denn diese Neuanlagekosten werden sich in jedem Jahr wiederholen und wenn der disponsbele Vorrath, wie schon früher angeführt, verwendet sen wird, dann wird der Ueberschuß sehr Noth thun. Die Dampfkessel und Maschinen nutzen sich ab hierfür unbedingt ein Erneuerungsfonds ge dem in jedem Jahr mindestens 100% der erforderlichen Summe zugeschrieben werden müssen, da⸗ mit wir für vorkommende Fälle alto ind und die Amortisirung nach dem Amortisaklonsplan im Jahre 1892 beginnen und auch fortsetzen können. Werfen wir einen vergleichenden Blick-auf—den.-Ga⸗ trag unseres Wasserwerks mit denjenigen großeren Städte, so werden wir merkwürdige Unterschsede finden. Während die Förderungskosten. in Darmstadt nach. dem Bericht von 1883/84 pro Cbm. Wasser 16,74 Pf, betragen, belaufen sich dieselben hier nur auf 14,23 Pf., hingegen stellt sich in der Einnahme der Cubikmeter ver⸗ kauften Wassers in Darmstadt auf 23,45 Pf. im Durch⸗ schnitt und hier in Friedberg auf 37,40 Pf. Dleser auffallende Unterschied in dem durchschnittlichen Ver— kaufspreise kommt theilweise daher, daß in Darmstadt der größte Theil des Wassers von Consumenten ver— braucht wird, welche weit über 1000 Cbm, pro Jahr et werden, Erneuerung verbrauchen und daher einen billigeren Satz haben, the weise aber auch, weil hier ganz unverhältniß mäßig vi Wasser frei abgegeben wird gegen dort. In Darmstadt wurden von 648,323 Cbm. geförderten Wassers verkauft: 462,907 Cbm., also 71,40%, in Frtedberg dagegen von 91,118 Cbm. nur 41,25 Cbm., also 45,10%.. Bedenkt man, daß der Verwaltungs— bericht der Bürgermeisterei Darmstadt im Jahre 1883/84 nur 3 öffentliche Brunnen verzeichnet und jetzt erst die Zahl auf 7 gestiegen ist, dahier bet dem achten Theil der Seelenzahl Röffentliche Brunnen und ein Springbrunnen bestehen, so wird man schon eine Erklärung finden für die Vertheuerung des unverkauften Wassers. Die große Masse hat übrigens der Verwaltung doch Ursache zur Anstellung von Nachforschungen und theil— weiser Messung des in öffentlichen Brunnen verbrauchten Wassers gegeben und sind wir zu folgendem Resultate gekommen. Es wurde verbraucht: An Ueberlaufwasser beim Probepumpen im August 188, Dsgl. bei ßmaliger Reinigung d. Reservoirs 1250„ Beim Spülen des Rohrnetzes und der Hydranten 500„ Zur Feuerlöschzwecken und Uebung der Mannschef t 200 Gießen der Straßen und Baumanlagen 50 Für Schulhäuser und sonstige öffentliche Gebäuden. ee 300„ Bei neuen Röhrenleitungen u. Anbohrungen 200 Ausspülen der Endrohrstationen. 100„ Der Springbrunnen bei St. Georg nach Messuß sz 9 Der öffentl. Brunnen in der Vorstadt. 3825 2 7 0 auf der Kaiserstraße 6000„ 1 5 5 in der Usagasse. 3000„ 1 15 1 am Fauerbacher Thor 3000„ 1 5 1 an den Schulen. 3000„ 1 5 1 am neuen Thor. 2500„ 1 5 1 in der Usavorstadt. 1000„ 1 5 0 an der Bleiche 1000„ 1 0 2 an den Pferdeställen 100 1 3 5 am Burgthor 100 7 38837 Cbm. Die noch fehlende Differenz dürfte wohl zu erweisen sein auf Entweichung bei undichten Stellen im Rohrnetz, hauptsächlich aber bei Gelegenheiten, wo die öffentlichen Brunnen nicht dicht schließen. Obgleich sämmtl. städtische Bedienstete verpflichtet sind, sobald sie Kenniniß erlangen von einem defekten Brunnen oder einer sonstigen Stelle im Rohrnetz, sofort Anzelge bet dem Stadtbaumeister zu machen, soll es doch schon häufig vorgekommen sein, daß Anwohner von öffentlichen Brunnen das Rauschen des Wassers durch die defekten Stellen vernommen haben, ohne eine Anzeige zu machen. Im Interesse sämmtlicher Steuerzahler empfiehlt es sich, von solchen Vorfällen sofort dem Stadtbaumeister oder der Bürgermeisterei Kenntniß zu geben. Hoffentlich wird dann der freie Wasserverbrauch an den öffentlichen Brunnen und der Wasserverlust sich um so viel vermindern, daß die städtische Verwaltung nicht in die Lage kommt, zur Er⸗ langung und Erhaltung der Rentabilität des Wasser— werks die Zahl der öffentlichen Brunnen zu vermindern. Meine Wohnung befindet sich Bismarckstraße in dem Hause des Herrn Bender. A. Winkler, 3588 e Zahntechniker. 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Dezember ab 4252 555 1 Die Die Annonce hätte schon in unserer vorigen Nummer erscheinen sollen, war jedoch in der Druckere pelzwaaren, (eigenes Fabrikat) als:Müffe, Kragen, Vorlagen& Pelzbesatz, 7 elegante Damen⸗Müffe schon für M. 3., Pelz- Baretts ur Damen und Kinder empfiehlt in größter Auswahl C. Valbsleisch, r, Kürschner. Reelle Bedienung! n kautpt ubmpibcen * Grubenholzversteigerung. Freitag den 11. Dezember d. J., lich versteigert. Ossen heimer Bergwerk. Gräfl. Bergverwaltunz. Mathildenstift Vilbel. Bekanntmachung. Der Verwaltungsrath des Mathildenstifts hat die Aufhebung des letzten Zahltages des Kalenderjahres, am 30. Dezember a. e. beschlossen, was den Interessenten hiermit bekannt gemacht wird. Vilbel den 7. Dezember 1885. Der Direktor des n J. C. 425⁵4 Guth. NRegulaleure größte Auswahl, billigste Preise, bei Adolph Mayer, 4266 Großh. Hofuhrmacher und Goldarbeiter. Prima Lebkuchen zu haben bei 4246 Ch. Weißenbach. 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Druck und Verlag von Carl Bludernag— (Hierzu eine Beilage.) kauf Cours; lepräse zuviel erstaun daher lich de von R daß si hat, sonder Mehrz beinah a. hiesige Hofe“ besucht mann aus de glieder mit 60. Verlesu selbe ve nommen 984 M so daß Ju Rer lichts ae Christia denen 9 wurden wa 1 Lehrer 9 hurdt u der Sit dem g Ku g den mo sodan in lange ir Ausfüh des hies aufmerf Henzkra pünsch Badeort Lerrai U qu berse mußte en Johann werden scäztr und m dle B beim, ummlu — 0 Malt Welche chen Seißtabec. it enyfichlt Theis, Schürzen . Inti luck, — uren, elmich achlillen nig. 70 25 V fen m gun e. 1 5 4 . Ent. 1 Beilage. 2—— berhessischer Anz Aus Stadt und Land. 8 D. Friedberg. Zur Warnung für alle Käufer von sogenannten Ratenloosen wird in einer Heidelberger Zeitung ein Vorfall erzählt, der des öffentlichen Interesses halber weitere Verbreitung verdient, damit die Leute auf den alten Schwindel nicht reinfallen. Eln Agent der verflossenen Firma Grünewald, Salzberger& Cie., jetzt Engel& Cie in Köln, verkaufte einem Handwerker ein Zproe. Madrider 100 Franes-Loos r MN 70 laut Courszettel heute für M. 47. erhältlich— zahlbar in monatlichen Raten zu M. 5., wozu die Firma die Postanweisungsformulare frankirt stellte. Der Agent stellte erst einen Interimsschlußschein aus, der richtige Schlußschein kam dann später von Köln. Nachdem die 14 Raten, d. h. M. 70., bezahlt sind, wünscht der Käufer das Loos zu erhalten, schreibt an die Kölner Firma und erhält folgende Antwort:„Nachdem Sie uns mitgetheilt haben, daß Sie das Loos nicht mehr in unserer Verwalt— ung(?) lassen wollen, so ersuchen wir Sie, 14 Mal 20 Pf.= 2 M. 80 Pf. für Postanweisungsporto erst einzusenden, worauf wir Ihnen das Loos übermachen werden“. Das Loos hat der Käufer durch Vermittelung einer befreundeten Kölner Firma holen lassen und es fehlte nur, nebenbei demerkt, der Coupon pr. 1885. Also für das Loos, welches jeder Bankter für M. 47. besorgen kann, nahm die Firma Engel& Cie. in Köln, man kann dieselbe nicht oft genug nennen, M. 70., hierzu kommen obige M. 2.80, ferner Porto für Rücksendung 40 Pf., zusammen M. 73.20, mithin wurden M. 26. zu viel bezahlt.— In unserer Gegend kommen derartige Fälle ebenfalls massenhaft vor. So kam kürzlich ein Schwalheimer Landwirth zu dem hiesigen Vorschuß und Creditverein, e. G., zeigte einen Interimsschein, ausge⸗ stellt von einer Frankfurter Firma, über ein Pappen heimer fl. 7. Loos, ein Meininger fl. 7. Loos und ein Malländer Fres. 10. Loos mit der Mittbhetlung und Bitte vor, daß er für diese 3 Loose ea. M. 100. inel. Porto in ca. 17 Raten bezahlt hätte und man sollte ihm doch behülflich sein, daß er in Besitz dieser Loose käme. Die Vermittelung wurde von genanntem Institut bereitwilligst entgegengenommen, dasselbe machte jedoch den Käufer darauf aufmerksam, daß nach dem letzten Courszettel fragliche Loose einen Werth von ea. M. 58. repräsentiren und er mithin ca. M. 42.= 7212/90% zuviel bezahlt hätte. Der Betreffende war nicht wenig erstaunt über diesen bedeutenden Verlust und kann man daher nicht oft und eindringlich genug die Leute, nament lich den Handwerker- und Bauernstand, vor dem Kauf von Ratenloosen warnen. Einsender dieses bemerkt noch, daß sich die Heidelberger Zeitung nach seiner Ansicht geirrt hat, indem Madrider Fres, 100. Loose nicht 47 M., sondern 47 Franes, also M. 37.60 werth sind. Die Mehrzahlung bei diesem Loos beträgt also ca. M. 35., beinahe das Doppelte. a. Bad⸗Nauheim, 6. Dez. Gestern Abend hielt der hiesige Kur⸗ und Verschönerungs-Verein im„Deutschen Hofe“ seine General Versammlung ab, welche sehr stark besucht war. Zunächst eröffnete der Vorfitzende, Kauf— mann Weiß, die Versammlung mit einer kurzen Anrede, aus der wir hervorheben, daß die Zahl der hiesigen Mit glieder von 205 im vorigen auf 224 in diesem Jahre mit 600 M. Beitrag gestiegen ist. Hierauf wurde zur Verlesung des Rechenschaftsberichtes geschritten und der⸗ selbe von der Versammlung genehmigt. Die hierauf vorge nommene Abhörung der Rechnung ergab eine Einnahme von 984 M. 17 Pf. und eine Ausgabe von 383 M. 22 Pf., so daß ein Kassenbestand von 550 M. 95 Pf. verbleibt. Zu Revtsoren der Rechnung wurden per Acelamatton Ge— richts accessist Mörler, Nentier Fritz Koch und Oeconom Christian Schäfer ernannt. Bei der sodann stattgefun⸗ denen Neuwahl des theilweise ausscheidenden Vorstandes wurden Dr. med. Müller, Restaurateur Henkel, Bürger⸗ meister Wörner, Kaufmann Grünebaum, Bernh. Schwab, Lehrer Wagner, Gastwirh Geberinger, Hausbesitzer Schuck⸗ hardt und Rentier Fritz Koch gewählt. Ein im Verlauf der Sitzung eingebrachter Antrag, daß die Beiträge zu dem Kurverein mit der Mitgliederliste veröffentlicht wer⸗ den möchten, wurde abgelehnt. Chirurg Deuring brachte sodann seine alljährlichen Beschwerden vor über die schon lange in Aussicht genommenen, aber leider noch nicht zur Ausführung gebrachten wünschenswerthen une des hiesigen Heilapparats. Ferner machte Redner darauf aufmerksam, daß bel der ungemein großen Zahl von Herzkranken, die Bad Nauhelm besuchen, es böͤchst wünschens werth sel, Einrichtungen zu treffen, um unserem Badeorte gleichzeitig den Character elnes i ene Terrain⸗Kurortes nach dem System von Professor Oertel g lle Bedingungen gegeben seien. Es a ene W e ch dem müßten zu diesem Zwecke an den verschtedenen, wat 1 Johannisberg führenden Waldwegen Merkzeschen ue 0 werden. Unser als tüchtiger Geologe bekannter un bin schätzter behrer Reuß hielt hierauf einen ee und mit großem Beifall aufgenemmenen; b 0 bie Bovenverhältnisse der Wetterau, speziell Bad: 755 bhelms, und die Entstehung seiner Sprudel. 07 Wer sammlung vottrte dem Repner den wärmsten Dank. Allerlei. 8 st. Frankfurt. Die Hofopernsängerin Fräulein Malten* der Hofopernsänger Gudehus aus. welche im Frankfurter Opernhause an einigen Abenden, namentlich in Wagner Opern, gastkren werden, treten zunächst diesen Freitag den 11. im„Lohengrin“ auf. Die übrigen Parthien der betr. Opern werden mit den besten Kräften des hlesigen Personals besetzt, wodurch ein ungewöhnlich interessantes Ensemble zu erwarten ist. Platz Anmeldungen für diese Vorstellungen werden täglich an der Kasse des Opernhauses entgegengenommen. Bonn, 3. Dez. Gestern wurde bel Plittersdorf eine männliche Leiche geländet, welche im Gesicht eine schwere Wunde trug. Auch der Finger, an dem an— scheinend ein Ring gesteckt, war arg verletzt, die Uhr fehlte. Diese Umstände lassen auf ein Verbrechen schließen, mit dessen Aufhellung die Polizei emsig beschäftigt ist. Essen, 5. Dez. Wie die„Rh. Westph. Zeitg.“ meldet, hat gestern früh in der zur Gutehoffnungshütte gehörigen Zeche Osterfeld bei Oberhausen eine Exploston schlagender Wetter stattgefunden, wodurch 3 Bergleute ums Leben kamen, 9 mehr oder minder schwer und 3 leicht verletzt wurden. Fürth, 7. Dez. Bei der offietellen Jubelfeier der Nürnberg Fürther Bahn im festlich decorirten Saale des Nürnberger Bahnhofes, an der 140 Personen theilnahmen, sprachen Director Münch, Minister Crailsheim, der Re— glerungspräsident Hermann und die Bürgermeister beider Städte. Berlin, 3. Dez. In Charlottenburg ist gestern eine schreckliche Mordthat entdeckt worden. Vor 13 Monaten verschwand dort plötzlich der Maurer Marunge und bald darauf verhaftete die Polizei dessen Ehefrau und einen Sohn, weil sie Grund zur Annahme hatte, Marunge sei von ihnen ermordet und im Grunewald verscharrt worden. Da aber die damaligen Nachgrab⸗ ungen und die weitere Untersuchung erfolglos blieben, wurden die Verhafteten entlassen. Jetzt hat ein Pflege— sohn des Marunge, der für sein Schweigen vergeblich Geld gefordert hatte und ohne weitere Lebensmittel war, vom Hunger getrieben bei der Behörde den Thatbestand aufgedeckt. Dementsprechend fand gestern ein Erkminal— Commissär in dem an das Schlafzimmer der Marunge⸗ schen Eheleute angrenzenden Hauskeller die Leiche in zusammengekauerter Stellung unter der Erde verscharrt. Es scheint kaum mehr einem Zweifel zu unterliegen, daß die Ehefrau und die Söhne des Marunge den Mord begangen haben. Hannover, 28. Nov. Heute lag den städtischen Collegien die in hiesigen Kreisen mit so großer Spann⸗ ung erwartete Entscheldung hinsichtlich der Pläne für das Kestner-Museum vor. Auf der engeren Wahl standen die Projekte von Professor Stier hier und Architekt Manchot in Mannheim, der bekanntlich ein Hesse ist. Die Collegien entschieden sich mit großer Majorität für das Projekt Manchols und bestätigten somit das Urtheil des Preisgerichtes, welches bereits im Juli d. J. unter den 45 eingelaufenen Conecurrenzprojeeten das letztge⸗ nannte für die künstlerisch und praktisch beste Lösung erklärt hatte. Wilen, 1. Dez. Der Mörder des Gendarmen Hiller wurde in Untergriesbach festgenommen und heute einge— liefert. Das Signalement paßt den„N. N.“ zufolge vollständig. Auffallend ist auch, daß der anständig ge⸗ kleidete Landstreicher als einzige Legittmation einen alten zerfetzten ungarischen Heimathschein mit sich führte, dabei aber norddeutschen Dialeet spricht. Wien, 7. Dez. Große Sensation erregt ein Ein— bruch in dem ersten Juwelierladen am frequentesten Punkte des Centrums der Stadt, am Graben. Der Einbruch erfolgte gestern Nachmittag; die Thäter drangen durch die Hinterthüre ein. Die Elsenkassen, in welchen sich Brillanten und Schmucksachen im Werthe von einer viertel Million Gulden befanden, wurden total ausgeplündert. Die Hauptkassa wurde angebohrt, das Schloß zertrüm— mert und die Schluͤssel für die anderen Kassen derselben entnommen. Man hat noch keine Spur von den Thätern. Moskau, 7. Dez. Heute vor der Vorstellung ist das deutsche Theater Paradies theilwetse abgebrannt. Der Zuschauersaal ist total ausgebrannt, Bühne und Foyer sind erhalten. Ein Theil der Decorationen und Costüme wurde gerettet, ist aber verdorben New Pork, 5. Dez. Telegramme aus Panama melden einen schrecklichen Orkan auf der Höhe der Küste von Aspinwall. Es schelterten mehrere Schlffe und auf dem Lande wurde die Eisenbahn beschädigt. Da auch die telegraphische Verbindung unterbrochen worden ist, so werden weitere Depeschen uber den genauen Umfang des Schadens verzögert. Man befürchtet, daß in Colon ein großer Verlust an Menschenleben zu beklagen sein wird. Algter, 4. Dez. In der vergangenen Nacht hat hier ein Erdbeben stattgefunden. Die Erdstöße wurden besonders heftig in Massara, Blidah und Medeah ver— spuͤrt, wo mehrere Häuser eingestürzt sind. Von dem Dorfe Msila sind drei Viertheile zerstört, 32 Versonen sind todt und 12 verwundet. In Bodyserpaut stürzte das Haus des Administrators ein und begrub mehrere Europäer unter seinen Trümmern. Literarisches. Dahelm. Nr. 9 u. 10 enthält: Unser Neffe.(Schluß.) — Was sich liebt, das neckt sich.— Berlin Ostende mit zehntägigem Retourbillet. Schluß.— Des Hohenzollern Elnzuz in die Welfenstadt. Mit 9 Illustr.— Auf Turnanstalt. Von Fr. Klten.— Der alte Jungherr und seine Liebe. Von Th. H. Pantenius.— Dle stille Insel. Skizze aus dem neuen Berlin. Von Szezepanskl.— Fünfzig Jahre deutschen Eisenbahnwesens. Mit 3 Illustr. Von H. v. Spielberg.— Am Familientisch: Die Welt des Kleinen.— Die Weihnachtsgabe der Münchener. Mit Bildern.— In unserer Spielecke.— Rechts rath. — Briefkasten.— Mit vier illustr. Beilagen. „Was sollen wir lesen?“— Diese Frage taucht bei den jetzt immer länger werdenden Winterabenden in Famllienkreisen immer häufiger auf. Wahrlich, an Aus⸗ wahl fehlt es auf dem Gebiete der Unterhaltungsliteratur nicht. Aber einmal hat der auch die Qual,, der die Wahl hat, und zweitens steht der Preis der allermeisten Unterhaltungsschriften mit den Mitteln des Lesebedürfti— gen oft nicht recht im Einklang. Diesem Verhältniß, oder vielmehr Mißverhältuiß, sucht Nonnemann's„Was Ihr wollt!“ Rechnung zu tragen, ein Unternehmen, welches außerdem— und in unserer Aera der Schund— literatur möchten wir ganz besonders derauf Gewicht legen— von den edelsten und sittlichsten Motiven be⸗ seelt und durchdrungen ist.„Was Ihr wollt!“ erscheint für den Spottpreis von 1 Mark vierteljährlich in vier⸗ zehntägigen Heften, welche zwei Nummern, jede einen Bogen stark, enthalten und bieten reichen Lesestoff auf allen Gebieten des Wissens und der Unterhaltung. Außerdem enthält jede Nummer„Sociale Plaudereien“, welche die einschneidensten Lebensfragen in populärster Form behandeln, ohne darin natürlich das leidige Ge⸗ biet der Politik zu berühren. Schließlich bemerken wir, daß„Was Ihr wollt!“ durch ein Pretsausschreiben von 200 Mark fuͤr die beste Novelle aus dem Arbeiter-, Handwerker- und„kleinen“ Beamtenleben wohl deutlich kund giebt, daß es so recht ein Blatt für's Volk sein will, das sich uns hier bietet. Wir laden daher recht warm zum fleißigen Abonnement auf diese gediegenste aller Wochenschriften ein. „Die Werkstatt“, Meister Konrads Wochenzeitung. Nr. 10 enthält: Aus der Welt.— Für die Werkstatt: Wie da zu helfen ist.— Meister Konrad, was denkt denn Ihr vom Annoneiren?— Verschiedene Nägel.— Eine Gefängniß bäckerei.— Ein Anstrich gegen die Fäul⸗ niß.— Verkaufshalle für Tischler.— Löhne und Lebens⸗ mittel in Liegnitz in Schlesien.— Die Maschinen beim Landwirth.— Allerhand Nützliches für den Handwerker. Fuͤr den Abendschoppen:„Ja, ja, Singen macht die Arbeit leicht.“— Allerlei Neues und Merkwürdiges.— Für Haus und Heerd:„Die Fenster auf!“— Wie man billig zu Handtüchern kommt.— Gescheidte Wirthe.— Wie Trunkenbolde gemacht werden.— Sparsamkeit beim Waschen.— Der Geizhals und die Maus.— Fuͤr den Feierabend: Die Brüder.(Forts.)— Der neue Adam. (Eine Geschichte zum Nachdenken am Sylvester-Abend). — Rache ist süß. Hondel und Verkehr. Friedberg, 8. Dee. Fruchtbericht. Waizen M. 16.25 16.50, Korn M. 14.50— 14.75, Gerste M. 14.00-15.50, Hafer M. 12.50— 13.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund. Friedberg, 9. Dee. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.95, Eier 1 St. 8 Pf. Grünberg, 5. Dec. Fruchtprelse. Waizen M. 16.20, Korn M. 13.70, Gerste M. 12.30, Hafer M. 12.50, Erbsen M. 14.50, Linsen M. 28.00, Lein M. 24.00, Samen M. 20.00, Wicken M. 15.00. Frankfurt, 7. Dee. Fruchtbericht. Hiesiges Weizen— mehl Nr. 0 M. 31.—32., Nr. 1 M. 26.—27., Nr. 2 M. 24.— 25., Nr. 3 M. 22.—23., Nr. 4 M. 16.—17., Nr. 5 M. 15.—16., Milchbrod⸗ und Brodmehl im Ver⸗ band M. 49.—51., norddeutsches und westfälisches Weizen⸗ mehl 00 M. 23.— 23.50, Roggenmehl Nr. 0(hiesiges) M. 23.— 24., do. Nr. 0/1 M. 21.— 22., do. Nr. 1 M. 19.—20., do. Nr. 2 M. 17.— 17.50. Weizen ab unserer Umgegend M. 16.50— 16.75, frei ab Bahnhof hier M. 17., do. fremder je nach Qualität M. 17.75— 18.50. Roggen hiesiger M. 14.75—15., Gerste, Brauer waare M. 15.50—19., do. zu Mahlzwecken M. 12., Hafer stark beregnet mit Geruch M. 11.50— 12., do. mittel M. 13.— 13.25, do. prima M. 14.— 14.25, Ra 29. Mais, bunter(mixed) M. 12.— 12.25. Her a Roggenstroh M. 2. per Etr. Roggenkleie M. 4.75, Weizen⸗ klete M. 4. per Ctr.(Die Preise verstehen sich bei Ab— nahme von mindestens 200 Ctr.) Rüböl im Detall M. 59. Stimmung ruhig. Frankfurt, 7. Dee. Viehmarkt. Angetrieben ca. 400 Ochsen, 350 Kühe und Rinder, 250 Kälber, 500 Hämmel und Schafe, 15 Bullen, 130 Schweine. Die Preise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 66.—67., 2. Qual. M. 60.—62., Kuͤhe 1. Qual. M. 54.— 56., 2. Qual. M. 45. 50., Kälber je nach Qual. M. 40.—55., Hammel 1. Qual. M. 56.—58. 2. Qual. M. 40.—42., Schweine das Pfd. 5860 Pf., Bullen 1. Qual. M. 40.—42., 2. Qual. M. 35.—88. Weihnachts Sendungen betreffend. Das Reichs-Postamt eulchtet auch in diesem Jahre an das Publikum das Ersuchen, mit den Weihnachtssendungen bald zu beginnen, damlt die Packetmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen, wodurch die Puͤnktlichkeit in der Beförderung leidet, PP . ä Anna Marie Gerhard, Ehefrau des Schneiders Die Packete sind dauerhaft zu verpacken. Dünne Vapp⸗ 14. Nov. kasten, schwache Schachteln, Cigarrenkisten ze. sind nicht Alexander Gerhard, 73 Jahr alt. zu benutzen. Die Aufschrift der Packete muß deutlich, 17. Nov. 15 906 Ans Rentamtsdiener in Penston, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Auf 88 Jahr alt. 2 schrift uicht in deutlicher Weise auf das Packet geseßt 48. Nov. Der Uhrmacher Johann Jakob Suchsland, h werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines 27 90, 40 Jahr alt. e weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach fe Nov. 5 0 aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigzsten sind ge⸗ 2. Dez. Der Handarbelter Johann Lotz aus Breiten d druckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen vürfen 1 Formulare von Vost Vacketadressen für Packetaufschriften] 5. Dez. nicht verwendet werden. Der Name des Bestimmungs a a orts muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder ge⸗ Repertoir⸗Entwurf schrleben senn. Die Packetaufschrift muß sämmiliche an der vereinigten Stadt- Theater in Frankfurt. gaben der Begleitadresse enthalten, zutreffendenfalls also Opernhaus. den Frankovermerk, den Nachnahmebetrag nebst Namen Donnerstag den 10. Barbier von Sevilla. Hierauf: und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbe⸗ Coppelie(Ballet.) e stellung u. s. w., damit im Falle des Verlustes 8 De Freitag den 11.: Außer Abonnement. Gastspiel der gleitadresse das Packet auch ohne dieselbe dem Empfänger Hofopernsängerin Fräulein Malten und des Hof⸗ ausgehändigt werden kann. Auf Packeten nach größeren sangers Herrn Gudehus vom Hoftheater in Dresden. Orten ist die Wohnung des Empfängern, auf Packeten e Elsa: Frl. Malten. Lohengrin: Herr nach Berlin auch der Buchstabe des Postbezirks(C., Gubehus. W., SO. u s. w. anzugeben. Zur Veschleunigung des Samstag den 12.: Gastspiel des kgl. Kammersängers 0 Betriebes trägt es wesentlich bei, wenn die Packete Herrn Nachbaur: Fra Diavolo. Dtavolo: Herr frankirt aufgellefert werden. Das Porto für Packete Nachbaur. Werth nach Orten des Deutschen beträzt bis zum Gewicht von 5 Kilo- Meilen, 50 Pf. ohne angegebenen Reichs-Postgebiets gramm: 25 Pf. auf Entfernungen bis 10 auf weitere Entfernungen. Sonntag den 13.: Gastspiel des Fräulein Malten und des Herrn Gudehus vom Hoftheater in Dresden: Tannhäuser. Elisabeth: Frl. Malten. Tannhäuser: Herr Gudehus. Montag den 14: Coneert der Frankfurter Sänger— Vereinigung zum Besten der Pensions-Anstalten der vereinigten Stadttheater. Schauspielhaus. Donnerstag den 10.: Zum ersten Male: Pluto. Operette von Triebel. Außer Abonn. Freitag den 11.: Tagebuch. Anna Lise. Samstag den 12.: Zum ersten Male wiederholt: Lueretta. Hierauf zum ersten Male wiederholt: Venus durch— ang. Zum Schluß zum ersten Male: Der Volks⸗ zähler. Lustspiel in 1 Akt von Dr. Otto Kamp. Sonntag den 13.: Die zärtlichen Verwandten. Hierauf zum ersten Male wiederholt: Der Vollszähler. 85 Bitte. Zur Christbescheerung für die Fried⸗ berger Kleinkinderschule wird um gütige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfang erklärt sich jede der Unter— zeichneten gern bereit. Käthchen Baur. Johannette Klipstein. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Geboren: 26. Okt. Dem Poliztediener Franz Fourier 1 Tochter. 29. Okt. Dem Samenhändler Johannes Kempel! Sohn. 29. Okt. Dem Küfer Heinrich Wilhelm Weith Zwillings⸗ söhnchen. 1. Nov. Dem Handelsmann Nathan Löw 1 Sohn. 1. Nov. Dem Schlosser Philipp Faulstroh 1 Tochter. 2. Nov. Dem Handelsmann David Steinhardt! Sohn. 2. Nov. Dem Dienstknecht Konrad Köhler 1 Sohn. 4. Nov. Ein unehelicher Sohn. 6. Nov. Dem Handarbelter Ph. Karl Hofmann! Sohn. 8. Nov. Dem Bärgermeistereigehülfen Werner Graulich 1 Tochter. 17. Nov. Dem Uhrmacher Karl Chrtstian Friedrich Ludwig Eich 1 Tochter. 17. Nov. Dem Handarbeiter Karl Mathes Sohn. 29. Nov. Dem Bierbrauer Paul Otto Eugen Rudelius 1 Sohn. 30. Nov. Dem Lederh. Engelh. Albert Bechstein 1 Sohn. 6. Dez. Dem Hülfs bahnwärter Leopold Wieland 1 Sohn. Gestorben: 10. Nov. Marie Christiane Foucar, Ehefrau des früheren Buͤrgermeisters und jetzigen Rentners Albert Foucar, 81 Jahr alt. Adele Braden. Christiane Schmidt. Hilda Dieffenbach. Christiane Werner. Minna Diegel. unserer Stadt erfreut. unangenehme Nachricht mitzutheslen, wenn wir ankündigen, daß demnächst Listen mit der ergebenen Aufforderung zur Einzeichnung von Mitgliedern in Clreulatlon gesetzt werden kräftig zurufen: Stadtkirche nicht!“ Baur, Kirchenrath. Schneller, Kreisbaumeister. Steinhäußer, Burger⸗ meister. Dr. A. Trapp, Fabrikant. Wahl, Seminar⸗ Stadtkirchenbau Verein. Den Bewohnern der Stadt und Umgegend Frledbergs ist durch verschledene Artikel, durch den Abdruck der Statuten und der Geschenkeverzelchnisse in dem„Ober⸗ essischen Anzeitzer“ bekannt geworden, daß sich hier ein van g. Stadtklrche⸗Bauverein gebildet hat, der Karl Vichmann, Major i. P., 74 Jahr alt. sich die Wiederherstellung, Erhaltung und Verschönerung er als ein herrliches Denkmal gothischer Baukunst be⸗ bach, 36 Jahr alt. kannten hiesigen evang. Stadtkirche zum Zweck gesetzt Der Müller Anton Vorbach, 55 Jahr alt. hat. Jeder, der auch ohne der evangelischen Kirche nzugehöͤren, diesen edlen Zweck zu befördern bereit ist und einen Jahresbeitrag von mindestens 50 Pfennig leistet, kann Mitglied dieses Vereins werden. Wir glauben uns mit der Annahme nicht zu taͤuschen, daß der neue Verein einem tief und in allen Kreisen mpfundenen Vevürfnisse entgegenkommt und schon jetzt sich einer nicht geringen Sympathie in und außerhalb Darum hoffen wir auch keine ollen, und wir halten uns versichert, keine Fehlbitte zu thun, wenn wir unseren Mitbürgern in Stadt und Land „Vergeßt und verlaßt unsere liebe Der Vorstand des evang. Stadtkirche Bauvereins: G. Hierontmus, Hofmaler. Dr. Weiffenbach, Professor. Herberge zur Heimath. Bis heute gingen weiter ein von: Frl. Hainer in Dorheim M. 2., Buchdruckerelbesitzer Winter in Darm⸗ stadt M. 5., Pr. Dr. K. M. 10., Colleete in den Kirchen Friedbergs M. 22.20, Dir. Dr. Matthias hier M. 3., S. Hirschhorn hier M. 2., A. Fink hier M. 3., E. Schneider hier M. 3., Ungenannt M. 10., Domänerath Stoltz M. 5., welches wir mit dem herzlichsten Danke be— scheinigen und sehen weiteren Gaben gern entgegen. Friedberg den 9. Dezember 1885. Der Vorstand. A Decan Meyer, Vorsitzender. G. Schwarz, Rechner. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 8. Dezember 1885. lebrer. Geber. Nehmer M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke 16. 17 16.18 do. in 1/Ä2 18. 16 16. 2 Englische Sovereings 20, 31 20. Russische Imperiales. 16. 74 16. 70 Diegten 9. 60 9. 55 „ al ü 9. 63 9. 59 Dollars in Wold a. Im Namen des Großherzogs! In der Privatklagesache des Majors a. D. Hinze in Berlin, Privatklägers, den Rechtsanwalt Jöcel und Redacteur Karl Bindernagel in Friedberg, Angeklagte, wegen Beleidigung, hat, auf die von dem Privatkläger gegen das Urtheil des Großh. Schöffengerichts zu Friedberg vom 13. Januar 1885 eingelegte Berufung, die Strafkammer des Großh. Landgerichts zu Gießen in der Sitzunz vom 8. Jul 1885, an welcher Theil genommen haben: 1. Großherzogl. Landgerichts-Direktor Muth, 25 1 5 Rath Kullmann, 3. 15„ Werle, als Richter, Gerichts Assessor Dr. Löwe, als Gerichtsschretber, Faselochs-Versteigerung. Dionnerslag den 10. Dezember l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender, zur Zucht untauglich gewordener, in ganz vorzüglichem Nahrungszustand befindlicher Zuchtbulle öffentlich auf hiesigem Rathhaus versteigert werden. Trals Münzenberg den 7. Dezember 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Trais- Münzenberg. 4250 Gorr. Holzversteigerung. Montag den 14. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gemeindewald, Distrikt Zimmet, ver— steigert: 11 Raummeter Buchen⸗Knüppel, 9 Eichen⸗„ 6 5 Kirschen⸗„ 1280 Stück Buchen Wellen, für Recht erkannt: daß die beiden Angeklagten wegen. dreler Beleidigungen des Privatklägers im Sinne des 350 1 1 2 S 80— 1 7 27„ 7 8. 185. 186 des Steg V verübt in Nr. 138, 139 14 Raummeter Stöcke verschledener Sorten. und 136 des Oberhessischen Anzeigers vom 8., 15. November 1884 und zwar: 1. Hermann Jöckel, Rechtsanwalt in Friedberg, in eine Geldstrafe von zusammen 320 Mark, welch im Falle der Uneinbringlichkeit mit 30 Tagen Ge fängniß zu verbüßen, 2. Karl Biadernagel, Redaeteur in Friedberg, in eln Geldstrafe von zusammen 60 Mark, welche im Fall der Uneinbringlichkeit mit 6 Tagen Gefängniß zu verbüßen, 3. zur Tragung der Kosten beider Instanzen und zum Ersatze der dem Privatkläger erwachsenen noth— wendigen Auslagen, bezüglich letzerer als Gesammt— schuldner haftbar, zu verurtheilen sei. Zuglleich wird dem Privatkläger die Befugnf zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheil nach Rechtskraft des Urtheils dreimal von acht z acht Tagen durch den in Friedberg erscheinende Oberhessischen Anzeiger bekannt zu machen. V. R. W. Muth. Kullmann. Werle. Nachdem obiges Urtheil die Rechtskraft beschritten, wird solches zur Veröffentlichung gebracht. Gleßen den 8. Dezember 1885. Der Anwalt des Prlvatklägers: Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt. billigst bei 4258 Unterjaden& Unterhosen 13. und K. Friedrich. Bemerkt wird, daß das Holz gut abfahren ist. Zahlungstermin gegen Burgschaft bis 1. September 1886. 6 Ilbenstadt den 8. Dezember 1885. 7 Großherzotliche Bürgermeisterei Ilbenstadt. 4 4257 Veith. e Silberne Medaille Amsterdam 1883 Antwerpen 1885. Lofodinischer Medic. Dorsch-Leberthran 6 II von Gimborn 8 Emmerich a. Rh. u. 8˙Heerenberg(Holland): u in Originalflaschen 60 Pf., M. 1. und M. 1.60, der⸗ n selbe eisenhaltig M. 1. per Flasche bei 3616 J. A. Windecker, Friedberg. Im Reinigen von Bettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause folg garantirt. Fr. Jos. Lühn. Apothek. Bergmann's Zahnwolle zum augenblicklichen Stillen jedes Zahnschmerzes. Er- Vorräthig à Hülse 30 Pf. bei Apotheker 3817 Oellarben. Lacke& Pinsel. sowie Hauptniederlage von Carbolineum Avenarius 2653 bei Richard Wörner. 4218 empfiehlt Bäckerei Theis. 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