ost. f en, 1 dutzlestzen, bung endtheile gase maren 2 beginnen. Reichseisenbahnamtes 1885. Dienstag den 8. Dezember. M45. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 P f. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Beitreibung der Communalintraden, hier Einsendung der Mahn- und Pfandlisten über das erste und zweite Zlel Umlagen für 1885/86. ö 1 Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Der Einsendung der Mahn- und Pfandbefehle des ersten und zweiten Zieles Umlagen fur 1885/86 sehen wir längstens binnen 14 Tagen entgegen. Das Großherzogliche Kreisamt Dr. Braden. Bekanntmachung. Friedberg den 5. December 1885. 5 In Gemaͤßheit der Justruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat November 1885 sich folgendermaßen und zwar fur je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 6.65, Heu M. 3.25, Stroh M. 2.—. Friedberg den 5. December 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Lorenz Kreuz III. von Nieder-Erlenbach wurde als Nachtwächter dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt, 3. Dec. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat sich heute mit den Kliniken der Universität Gießen wiederholt be— schäftigt und sich, wie man vernimmt, schlüssig gemacht, die Vorlage im Allgemeinen, jedoch unter Abstrich von 10% der vorgesehenen Bau— summe und unter einigen anderen Einschränk— ungen, der Kammer zur Annahme zu empfehlen. Berlin, 4. Dec. Der Reichstag setzte heute die Berathung der Arbeiterschutzgesctze fort. Abgeordneter Czegielski. hält eine Reform der auf die Vorlagen bezüglichen Gesetze für noth— wendig und beantragt Commissionsberathung. Abg. Baumbach ist gegen die Vorlage, welche direct auf den socialistischen Zwangsstaat hin— führe und geeignet sei, die Einzelkraft des Men— schen zu schwächen. Man könne die sociale Frage durch Gesetzesfragen nicht lösen. Ueber die Be— schränkung der Kinderarbeit und der Frauen— arbeit ließe sich in der Commission ausführlicher discutiren, doch solle man die Sache nicht so— weit treiben, dadurch den Erwerb zu schmälern. Der Normal- Arbeitstag sei undurchführbar; übrigens sei durch die Fabrikinspectoren die Mög— lichkeit geboten, in besonders dringenden Fällen gegen zu lange dauernde Arbeitszeit einzuschreiten. Abg. Kropatschek tritt für die Beschränkung der Arbeitszeit, namentlich bei Kindern, jedoch gegen die Einführung eines Normalarbeitstages ein. Staatssecretär Bötticher empfiehlt möglichste Vorsicht bei der Beschränkung der Arbeitszeit, um die Löhne nicht herabzudrücken. Abg. Halben tritt Namens der Minorität der Freisinnigen für die Arbeiterschutzanträge ein, ebenso Abg. Grohe Namens der Volkspartei. Nach einem Schlußwort des Antragstellers Abg. Auer wur— den sämmtliche Anträge einer Commission von 28 Mitgliedern überwiesen.— 5. Dec. Der Reichstag genehmigte den Reichsjustizetat nach den Commissions anträgen. Der Commissions⸗ berichterstatter theilte dabei mit, eine Ermäßigz— ung der Gerichtskosten sei gegenwärtig von 12 00 Bundes regierungen in Erwätzung gezogen. Die für das Reichsgericht eingestellte Mebrforderung wurde auf Erklärung des Staatssecretärs Schel⸗ ling, daß er demnächst eine Nachforderung für die Errichtung eines sechsten Civilsenats ein— bringen werde, von der Tagesordnung abgesetzt. Der Bau des Reichsgerichtsgebäudes soll nach einer Erklärung des Bundescommissärs demnächst Die Etats des Reichsschatzamtes, des und des Nechnungshofes wurden alsdann nach einer unerheblichen Debatte genehmigt. Auch heute wurde vom Centrum, diesmal durch den Abg. Franckenstein, dem An— trage der Polen, ihre Interpellation wegen der Ausweisungen auf die Tagesordnung vom Don— nerstag gesetzt zu wissen, widersprochen. — Die Commission zur Berathung der Uufall— versicherung der Beamten hat die§F. 2, 3 und 4 angenommen, mit Amendements, dahin gehend, daß die Ascendenten Verunglückter 20% des Dienst— einkommens erhalten, ferner, daß ein Monatsge— halt für die Beerdigungskosten gezahlt wird. — Seitens des Reichsjustizamts sind Er— hebungen wegen Ermäßigung der Gerichtskosten eingeleitet und die Einzelregierungen aufgefor— dert worden, über die Frage sich zu äußern. — Der Landeseisenbahnrath hat seine drei— jährige Sitzungsperiode beendet. Nach Erneuerung der Bezirkseisenbahnräthe, deren Mandat gleich— falls abgelaufen ist, wird er neu zu wählen sein. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 4. Dec. Heute empfing der Kaiser Khevenhüller in längerer Audienz. Später empfing ihn der Kronprinz. Khevenhüller reist morgen nach Belgrad. — Die„N. Fr. Pr.“ meldet: Sehr bestimmt wird versichert, daß die Mission Khevenhüllers nicht allein wissentlich, sondern unter ausdrück— licher Zustimmung Deutschlands erfolgte. Schweiz. Bern. Der Bundesrath hat bei der Bundesversammlung die Genehmigung der am 6. v. M. in Paris mit Frankreich, Griechen— land und Italien abgeschlossenen Münzverträge beantragt. Frankreich. Paris. Das„Journal des Deébats“ meldet, es werde eine neue Conferenz in Berlin beabsichtigt, welche eine Grenzberich— tigung Serbiens und eine neue Organisatien Ost⸗Numeliens beschließen soll. Großbritannien. London. Es sind nun— mehr 571 Abgeordnete gewählt, von welchen 283 der liberalen, 228 der conservativen und 60 der irländischen Partei angehören. Die Liberalen besitzen die absolute Mehrheit noch immer nicht, da den 283 Abgeordneten ihrer Partei 288 Ab— geordnete der conservativen und irländischen gegen— überstehen. Es sind nunmehr noch ungefähr 100 Abgeordnete zu wählen. Auch im besten Falle können die Liberalen nur auf eine ganz kleine Mehrheit von wenigen Stimmen rechnen. Spanien. Madrid. Nach einer Depesche des„Temps“ soll Ruiz Zorilla seitens der Be— hörden des Departements Basses-Pyrénces ver⸗ stäudigt werden sein, daß seine Auwesenheit in Bayonne für Frankreich unliebsame internatio— nale Schwierigkeiten schaffen könne. Zorilla sei daraufhin sofort nach Bordeaux zurückgekehrt. Die Zeitung„El Resumen“ glaubt zu wissen, daß Don Carlos bereits die Führer seiner Partei— gänger in Navarra, Aragonien, Catalonien und iu den Basken ernannt habe. Türkei. Constantinopel. Die Pforte no— tifieirte den Mächten, daß nur die Pforte und nicht der Fürst von Bulgarien die Bedingungen des Waffenstillstandes regeln dürfe. Es heißt, die Pforte sei gegen den neuesten englischen Vorschlag bezüglich des Zusammentritts einer neuen Conferenz in London. Serbien. Belgrad, 4. Dec. Der„N. Fr. Pr.“ wird aus Nisch gemeldet: Es wird be— hauptet, die Bulgaren wollten neue Feindselig— keiten provociren. Petrovic bleibt Kriegs minister. — Der Kriegsrath beschloß, den Ausnahme— zustand über das ganze Land zu verhängen. Die Bildung eines Coalitionsministeriums findet keinen Anklang. Der„P. Ll.“ meldet über die Ergebnisse des Nischer Ministerrathes, daß die Bulgaren den Antrag Serbiens, den Waffenstillstand auf Grundlage der Räumung des gegenwärtig be— setzten Terrains abzuschließen, zurückwiesen. Bul— garien verlangte, die Serben sollten das bul— garische Terrain räumen; Serbien wollte West— bulgarien räumen und von den Bulgaren nur einen bestimmten Räumungstermin verlangen. Serbien beschloß, da Bulgarien nicht nachgab, die Wiederaufnahme des Krieges, doch will Ser— bien die Feindseligkeiten nur, falls die Bulgaren angreifen, wieder aufnehmen. — Von allen Seiten mehren sich die Nach— richten, daß König Milan vor einer Katastrophe steht; überall im serbischen Lande zeigen sich die Spuren einer weitverbreiteten revolutionären Be— wegung; ja, man nimmt in gut unterrichteten Kreisen als Thatsache an, daß diese revolutionäre Bewegung bereits vor zwei Monaten so kraͤftig gewesen ist, daß der König sich gegen seinen Willen zur Kriegserklärung gezwungen gesehen habe, um seinen Thron mit dem Blute der Feinde zu befestigen. Bulgarien. Sofia, 4. Dec. Die Ant⸗ wort des Fürsten von Bulgarien auf ein Schreiben des Großveziers vom 1. December betont, daß der Fürst, seinem Worte getreu, die Entschließ— ungen des rumelischen Volkes in keiner Weise beeinflussen werde und empfiehlt dringend, die Absendung eines kaiserlichen Commissärs nach Philippopel bis nach Abschluß des Friedens zu verschieben. . FP — ä— — Die Waffenstillstands Verhandlungen machen keine Fortschritte. Die Bulgaren sind zur Wiederaufnahme der Feindseligkeiten bereit. Rumelien. Philippopel, 3. Dec. Bei dem biesigen Bischof fand eine Versammlung von Notabeln statt, welche erklärte, daß die Bewohner jeden Vorschlag ablehnen, der nicht die Union enthält und beschloß, die türkischen Delegirten zu ersuchen, ihre Mission zu ver— schieben und die Provinz zu verlassen. — 5 Dec. Die türkischen Delegirten be— suchten den Bischof und wiesen auf das be— waffnete Einschreiten hin, falls die Wunsche des Sultans unberücksichtigt blieben, worauf ihnen erwiedert wurde, es sei unmöglich, solchen Vor⸗ schlägen nachzugeben. Die Delegirten möchten sich nach Sofia wenden, die Rumelioten seien bereit, zu acceptiren, was Fürst Alexander gutheiße. Rußland. Petersburg, 4. Dec. Der gestrigen Versammlung des slavischen Wohlthätig⸗ keitsvereins wohnten Tschernajeff und Ignatieff bei. Der Vorsitzende, General Durnowo, gedachte mit Bedauern der Umwälzung in Rumelien und des Bruderkrieges, wozu König Milan anscheinend stachele, und sieht in dem jüngsten Tagesbefehl des Kaisers den Beginn einer neuen Aera. Moskau. Die„Moskauer Zeitung“ erklärt, — anläßlich der Drohung Khevenhüllers, die bulgarische Armee könne beim Weiterrücken auf österreichische Truppen stoßen,— daß Bulgzarien nicht so verlassen sei, wie man glaube. Die heldenmüthig erkauften Siege seien aus der po— litischen Rechnung zwischen Serbien und Bul— garien nicht zu streichen. Egypten. Kairo. Es hat wieder den An— schein, als würden im Sudan neue Kämpfe be— vorstehen. In Kairo wollte man bereits vorige Woche wissen, daß Wady-Halfa in die Hände der Mahdisten gefallen sei; thatsächlich war die Telegraphenverbindung unterbrochen. Von den Engländern werden in aller Stille, doch in un— genügender Anzahl, Verstärkungen an die Grenze geschickt. Aus Stadt und Land. st. Friedberg. Die in voriger Nummer des Anzeigers stattgehabte Veröffentlichung des Resultats der Volkszählung im Zählbezirk Burg Friedberg bedarf einer Berichtigung, indem nicht 304 sondern nur 302 orts- anwesende Personen constatirt waren. Die ortsanwesende Bevölkerung der ganzen Stadt Friedberg beträgt, wenn nicht nachträglich noch Fehler bei der Revision der Controlliste festgestellt werden, 4997 Seelen. si. Friedberg. Wie in früheren Jahren wird der hiesige Lokalgewerbverein abwechselnd mit dem Volks bildungsvereln öffentliche Vorträge im Laufe des Winters veranstalten, zu welchen ebenfalls der Zutritt unentgeltlich und Jedermann gestattet ist. h. Friedberg. Den zweiten Vortrag von den in diesem Winter veranstalteten Vorträgen des Volks bild— ungsvereins dahter, hat am letzten Freitag Professor Dr. Köstlin gehalten. Obgleich man für annähernd ein halbes Hundert Sitzplätze mehr als sonst gesorgt hatte, so konnte unser geräumiger Rathhaussaal doch wohl uur die Hälfte derjenigen aufnehmen, die den beliebten Redner hören wollten; die Thuͤr des Saales war ausgehoben und sogar der Vorplatz noch besetzt, und doch hatten noch Viele weggehen muͤssen. Der Vorstand hatte wohl erwogen, ob nicht etwa ein größerer Saal zu nehmen sei, aber das hatte Schwierigkeiten, wie jede sonstige Aenderung, die man hier und da bezüglich der Vor— lesungen wünscht. Die Anziehungskraft zu diesem Vor— trag hatte in zweierlei ihren Grund: einmal darin, daß Redner jederzelt gerne gehört wird, und weiter darin, daß das Thema seines Vortrags allgemeinen Anklang gefunden hatte. Es lautete:„Ein Winter im Feldlager.“ Der Vorstand des Volksbildungsvereins hatte den Wunsch gehabt, daß die große, heilige Zeit unseres Vaterlandes von 1870— 71 wieder anschaulich vor dem Publikum aufgerollt und vorgeführt werde, und sofort war er sich klar, daß dazu Professor Dr. Köstlin der rechte Mann sei, zumal er den Krieg als Feldprediger selber mitgemacht und zwar so ehrenvoll, daß ihm das eiserne Kreuz verliehen worden ist. Professor Dr. Köstlin hat seine Aufgabe so gelöst, daß der Berlchterstatter es nicht unternehmen darf und will, das Sachliche des Vortrags auch nur Vortrags für's Nachempfinden und Nacherleben nicht wiedergeben kann. Das Geschichtliche der Sache kann man ohnedies verschiedentlich nachlesen. Redner knüpfte an an die Thaten des Füͤrsten in dem fernen Osten, der nicht nur die Sympathie der Hessen habe, weil er unserem Fürstenhause entstamme, sondern wegen seiner Ritterlich— keit auch die von ganz Deutschland, und führte uns so— dann in das Kriegsleben von 1870— 71 mitten hinein. Dies geschah so intensiv und anschaulich, daß es den Zuhörern war, als seien sie in dem Kriegsleben selber darin, oder als habe es Jeder selber mitgemacht. Es hat an der Darstellung des Humors, der auch im Kriege vorkommt, nicht gefehlt, aber auch nicht an dem Ernst und den Leiden, die derselbe mit sich führt. Den Sol— daten im Felde hat's an Ertragung von Hunger, Nässe und Kälte und Strapazen nicht gefehlt und der Bau des deutschen Kaiserreichs ist auch mit Blut und Tod gekittet worden. Bei der Vorführung solcher Thatsachen konnte man fast das Athmen der einzelnen Personen hören, so gespannt haben sie den Worten des Redners gelauscht und Thränen konnte man in vielen Augen perlen sehen. Der Redner hat nicht nöthig gehabt, all— gemeine Lehren an seinen Vortrag anzuschließen, d. h. besonders zusammenzustellen und hervorzuheben. Die Tapferkeit, Hingebunz nnd Ausdauer, mit welcher Liebe, Begeisterung und Aufopferung für Kaiser und Vater— land unsere Soldaten, unsere heldenmüthigen Armeen gekämpft haben, trat durch den Vortrag ganz und voll vor unser geistiges Auge. Der echte Sinn der Kamerad— schaftlichkeit, Gemelnsamkeit und rechten Gütergemein— schaft entwickelt sich nirgends besser als in einem solchen Kriegsleben, wie es die Deutschen geführt und führen, wo neben strenger Manneszucht, Aufrechterhaltung der Ordnung und Reinlichkeit, noch deutsche Gemüthlichkeit skizzirt wiederzugeben, da er das Eigenthümliche des und naturwüchsiger Humor Raum hat. Sowie aber der Vortrag von echter Vaterlandsliebe zeugte, so hat er auch die Vaterlandsllebe und die Liebe zum Kaiser gefördert und gehoben. Ganz besonders aber wollen wir hervorheben, wie jedem Zuhörer deutlich und zur Ueberzeugung gekommen ist, welcher Trost den Ver⸗ wundeten und Sterbenden religiöser Zuspruch und Hilfe⸗ leistung des Feldgeistlichen gewähren kann. Der ganze Vortrag hatte Geist und Gemüth der Hörer mächtig ergriffen und sich mit deren besten und höchsten Ideen, Gedanken und Empfindungen verbunden, kein Wunder, daß den Redner am Schlusse desselben allgemeine leb⸗ hafte Beifalls- und Dankes bezeugungen lohnten. Wir dürfen hoffen, daß der Vortrag dem Druck übergeben werden wird, und zwar nach dem Wunsch des Redners, zum Besten unserer Herberge zur Heimath. v. Bönstadt. Nachdem die am 21. August d. J. stattgehabte hiesige Bürgermetsterwahl vom Kreisausschuß wegen eines Formfehlers kassirt worden ist, wurde auf Samstag den 5. d. M. eine abermalige Wahl angesetzt. Die Betheiligung war diesmal nicht so lebhaft, als das erste Mal. Von den 116 Wahlberechtigten gaben das vorige Mal gerade 100 ihre Stimme ab, und zwar 656 für Beigeordneten Hofmann, 28 für Landwirth Friedrich Wagner und 6 für Sparkassen-Rechner Gröninger. Diesmal stimmten nur 81 ab und erhielt Beigeordneter Hofmann 70 Stimmen, Landwirth Friedrich Wagner 11 Stimmen. Beigeordneter Hofmann ist also nunmehr gewählt. Die fast einstimmige Wiederwahl zeigt that sächlich, daß Hofmann, welcher schon seit Juli die Bürger— meisterei verwaltet, das vollste Vertrauen und die An— hänglichkeit der hlesigen Gemeinde sich erworben hat. Laubach, 4. Dez. Heute fand im hiesigen Schlosse die Verlobung der Gräfin Elisabeth zu Solms Laubach, ältesten Tochter des Grafen, mit dem Prinzen Hein⸗ rich XXV. Reuß j. L., Sohn des Fürsten, statt. Stadtkirchenbau⸗Verein. Mit herzlichem Danke bescheinigen wir den Empfang von den weiteren Gaben: Von H. Diehl 2 M., L. Trapp in London 20 M., einigen Herren Spielgeld 1 M. 20 Pf., Forstmeister Herpel 10 M., Frau Megerle 10 M., Graf Leiningen Antheil eines Gewinnes 2 M. 27 Pf., Bürger meister Steinhäußer desgl. 2 M. 27 Pf., Dr. A. Trapp 20 M., M. Gauff 1 M., Prof. Dr. Welffenbach 10 M., Direetor Dr. Matthias 3 M., durch Gr. Amtsgericht von geeinigten Partheten 6M. und Zeugengebühren 6 M. Zinstragend angelegt sind bereits 600 M. Dr. Weiffen bach. Wahl. Für die Wittwe des verunglückten H. Kreuter un Schwalheim gingen ferner folgende Gaben ein und werden mit herz— lichem Danke quittirt: Direktor Dr. Diegel 3 M. 50 Pf., Major Römheld 2 M., M. Netscher, Nachlaß von dessen Forderung im Betrag von 4 M., Adam Heß 1 M. 50 Pf., sämmtlich in Friedberg. Dekan Buchhold, Ossenheim, 3 M. Walz, Pfarrer in Bad⸗Nauheim. Winter, Lehrer in Schwalheim. Briefkasten. Mehrere Correspondenzen und Mittheilungen mußten des mangelnden Raumes wegen für die nächste Nummer zurückgestellt werden. Die Redaction. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 9. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen auf dem Rathhause zu Assenheim öffentlich vergeben werden: Chaussirarbeit, veranschlagt zu 400 Mark, Chaussirsteine anzufahren 11 Kies anzufahren 59 Lieferung von zugerichteten Wandsteinen 100„ Aufsetzen der Steine und den Kies zu messen 0 0 Friedberg den 3. Dezember 1885. Zörb II., 4208 Bezirks⸗ Bauauffeher. Versteigerung. Mittwoch den 10. 4 15 Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt Herr M. Blum auf dem Dorheimer Bergwerk wegzugshalber sämmtliches Pieh und Oekono⸗ mie⸗Gegenstände gegen Baarzahlung versteigern, als: 2 Pferde, 1 zwei- und 1 einjähriges Fohlen, 7 Stück Kühe, worunter 2 frischmilchende, 1 Rind, 1 trächtiges Mutterschwein, 11 Springer, 2 Ziegen, 70—80 Stück Hühner, 3 Paar Pfauen, 2 Oekonomiewagen, 10 Stück Vorder- und Hinterpflüge, 5 Eggen, 1 Extirpatror (7schaarig), 1 Kartoffelhackpflug, 1 Aufstreichpflug, sowie eine große Parthie Heu, Stroh, Dickwurz und verschiedene Oekonomle- und Haushaltungsgegenstände. 4207 In Auftrag: J. Butzbach, Auettonator. Für ein gemischtes Waarengeschäft, 8 Spezerei⸗, Woll⸗ und Manufactur-Waaren ꝛc. wird ein Lehrling mit den nöthigen Vorkennutnissen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 4199 Feinstes Blüthenmehl, Feinste gestossene Raffinade, Orangeat und Citronat, Mandeln, Anis etc. empfiehlt 4194 Assenheim. Carl Bauer. Apfelbäume und Korb⸗ weidensetzlinge. Die Gräfl. Hofgärtnerei zu Assenheim 1 Apfelhochstämme, 5 Centim. Stammumfang, 1,80 bis zur Krone, in Wirthschaftssorten pro Stück M. 1. pro 100 Stück M. 95., Korbweidensetzlinge in Sorten pro Tausend M. 2.50. NB. Apfelbäume von 8 Centim. Durchmesser, sowie Flechtwelden sind vergriffen. 4230 Ein Logis, bestehend aus 2 Zimmern, Küche ꝛc. ꝛc., hat zu vermiethen Jos. Bender Wittwe in der Burg. 4231 Eine Hofraithe in Homburg v. d. H. mit 20— 40 Morgen Land ists unter sehr günstigen Be dingungen sofort zu verkaufen. Zu erfragen Louisen straße 43 im Hinterhaus. 4148 Ein kräftiger Lehr junge 171 72 gesucht von stonr. Häuser Wittwe, Schmiedgeschäft. Petroleumlampen aller Art, wie deren einzelne Theile billigst bei 4192 Assen heim. Carl Bauer. Für Weihnachten empfehle ich mein reichhaltiges Lager in den feinsten Gold- und Silber-Pijouterie-aaren (eigenes Fabrikat), Wand u. Taschen⸗Uhren, Christoffle⸗ waaren, als: Tafelaufsätze, Services ꝛc., Elfenbein⸗ artikel, sowie eine große Auswahl von Mufikwerken, Spieldosen u. dergl. aus einer der ersten Fabriken der Schwelz, welche mir den Alleinverkauf ihrer Fabrikate für hiesige Gegend übertragen hat. Für Tanzunter⸗ haltungen empfehle ich besonders Aristons, größtes Format, inel. 6 Notenblätter, für 35 Mark. Der direkte Bezug vorstehender Artikel, sowie der große Absatz derselben ermöglicht mir die reellste und billigste Bedienung des Publikums. Bestellungen für Weihnachten werden umgehend besorgt. Georg Heimburg, RNaiserstraße 96. Reinen Bienenhonig, per Pfund 80 Pf., verkauft 4110 Carl Bopp in Reichelsheim. Feinstes Vorschußmehl, bei Abnahme von 5 Pfund an 1s Pf, empfiehlt 4244 J. A. Windecker. Neue ital. Haselnüsse, 77 Wallnüsse 4235 empfiehlt W. Bernbeck. Baum Sick! 1117 Reelle Bedienung! Krtuter —— Amun Cuileffe Cienbeln gstetlts, Ae det und praltischsten Die billigsten Weihnachtsgeschenke 1* apezierer, N Prima Nepskuchen„T pez Kundschaft, als Vertreter s frisch von der Mühle empfiehlt äußerst billig für Tapeten gesucht. Gefl. Anerbleten wolle man an findet man in dem Concursmassen- Ausverkauf. Eine große Parthie echtfarbige Bettzeuge Ir. Elle 25, 28, 80 Pf. Eine große Parthie doppeltbreite Tuch-Lamas pr. Elle 80, 0 Pf. 1 5 8 waschaͤchte Elsäͤsser Cattune pr. Elle 20, 25, 30 Pf. 1 5„ doppelbxreite farbige Cachemire pr. Elle 55, 60 Pf. „„ Hausmacher Hemdenleinen pr. Elle 30, 35, 40 Pf. 5 4„ doppeltbreite reinwollene schwarze Cachemire per „ 5 doppelbreite leinene Betttücher pr. Stück M. 2., Elle 90, 100, 120 Pf. M. 2.50, M. 3. Eine große Parthie verschiedene schöne Kleiderstoffe pr. Elle 30, 40, 50 Pf. Winter⸗Mäntel in großer Auswahl von M. 10 bis M. 40. Baumwollbieber 20 Pf., Baumwollflanell 25 Pf., Baumwolltuch 20 Pf., Rockzeuge 40 Pf., Druckzeuge 25, 30, 35 Pf., Tischtücher per Stück M. 1.50, Pferdedecken M. 1.80, sowie rothe und bunte Kolter, rothe und weiße Damaste, Pelzpiqués, Barcheute und Zwillich, blau 3 gefärbtes Leinen, englische und schweizer Tüll Gardinen ꝛc. ꝛc. Alles in grüßter Auswahl und in rühmlichst bekannten guten Aualitäten. 5 ö 2 2 1 2— „ Gebrüder Strauß, i. avis der Post. lelzwaaren, 5 Schneddergesele, g 5 ein tüchtiger, findet dauernde Veschäftigung bei 42⁴3 — i 5 Bad Nauhelm. J. Kolter. E(eigenes Fabrikat) an nos N d 2 1* 0 1—* II II — als: Müffe, Kragen, o! lagen 4 Pelzbesatz, 2(Männchen) wird zu* gesucht. Von wem? 9— 2 1 1 800 der Exped. d. Anz. zu erfahren. 232 — 28 7. 4* 1 i i S Schwarze 1 0 Dumen⸗Müffe schon für N. 3, Seine Glaserwerkstätte e * für Damen S8 8 a bel Wittwe 3 1 eZ 2 IBBa retis und Kinder— W 88 3 3 Glaser. — empfiehlt in größter Auswahl—* 8„ Lebkuchen C. Nalbfleisch. 5 N 5— 90 empfiehlt At 2 wen 1 S Damen- und Rinder-Schürzen Kür schner. 8 5 Die 3 8 8 Uhrenfabrik& Musikwerk-Handlung von Oito Hecht in Frankfurt a. M., 16 große Eschenheimerstraße 16 (neben dem Bundespalais), empfiehlt zu Weihnachtsgeschenken ibr großartiges Lager in: Goldenen und silbernen Uhren, sowie goldenen und sil⸗ bernen Uhrketten, Pendulen, Regulateuren, Wand Uhren und Weckern. Eine große Anzahl von Pendulen von 20 Mark aufwärts werden bis Weihnachten zum Einkauss⸗ preis ausverkauft Meine sämmtlichen Verkaufspreise sind Engros-Preise, keine Detail-Preise Niemand versäume, der Bedarf in oblgen Artikeln hat, sich meine reich illustrürten, 88 Seiten starke Cataloge, welche ich auf Verlangen gratts versende, kommen zu lassen. Das Geschäft ist auch Sonntags bis 8 Uhr Abends 4246 geöffnet(T. à 55/12.) 500 Meter!! Brillanten!!! 5 0 als Speelalttät empfiehlt zu ganz außergewöhnlich billigen gara utirt U ch U 6 und. 14karat. Gold m. 1 Brillant v. M. 17. an, 6857 — 7 4 7 1 Paar Fe 5 1 3 5 8 0 schwerste Seideuze, in,. 1 4 805 0 8 1 5 15. Grosgrains, Satin mer- en te, Ge gtd,“ J. A. Notzke, Juwelier, Jeilleux und Atlasse perso 1 Hamburg, Graßkeller Nr. 17. Lei le für l4Akarat. Gold und Meter M. 7 7 5 U. 4. 155 1710 W n 8 2 Aufträge, sowte Auswahlsendungen werden gegen 2 Nachf.“ Nachnat t effeetuirt. Umtausch gerne gestattet. J. A. Nauheim Nachf.] Nachnahme prom 9 0 6 5 8 1 Prima Frankfurter Sauerkraut Weißbinder „ Salzgurten empfiehlt Fr. Gunderloch, 4227 oben C. 4 44% 0 68 Ufagasse. 1 0 gte 1 Stare in rar kfurt a. M. richten. . Inn 1 1 14 U U. Ph. Dan. st ü mia lch. n 80 zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Todes- Anzeige. Wir machen hiermit die traurtge Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen bat, unseren innigstgeltebten unvergesslichen Gatten, Vater, Sohn und Schwager Anton Vorbach. Mühlenbesitzer, nach langem, schwerem Leiden im 56. Lebensjahre Samstag Nachmittag 3 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten 4233 Frierberg den 5. Dezember 1885. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 8. Dezember, Nachmittags 3 Uhr. Besondere Einladung erfolgt nicht. Todes- Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Anzeige, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat unseren lieben Gatten, Vater, Bruder und Schwager 2* 4—* * N 18 Ileinrich Heck in Düsseldor nach längerem Leiden am 6. Dezember in ein besseres Jenseits abzurufen. Duͤsseldorf und Frledberg. 4242 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die ihnen anläßlich des Hinscheldens ihres ge lebten Gatten, Vaters und Großvaters, des Großh. Majors a. D. Carl Bienh mann. erwiesene herzliche Theilnahme, insbesondere auch für die zahlreschen Blumenspenden, sagen innigsten Dank Friedberg, 4. Dezember 1888. 4228 Die trauernden Hinterbllebenen. eee eee EEC ˙· vA — — e . 5 L — — * PPPPPPPPPPCTTTTCCTTC0T0C0T0TTT ä — — Total⸗ „Nur bis Ende dieses Monats Sv erkauff⸗ unsrer beiden Waarenlager zu wiederholt herab⸗ * 9 Fürth's Erben. gesetzten Preisen. Am allerbilligsten Baumwollbier, gute Waare 18 Pf. Piqué zu Bettbezuügen 16 Kleider-Cattune, neueste Muster 15„ Hemdenflanelle 30„ ferner alle Sorten Kleiderstoffe Nur gute neue Waare 2 64 f. Bazar 5 25 2 8 S 22 8 2 5 22 2 Jedes Stück nur 50 Pfennig. 3 8 8 8 8 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen einen 28 — 8 — 2 9 2 2 8 50 Pfennig⸗Pazar 22 988 228 im Hause des Herrn Photograph Schmittner, gegenüber Herrn P. Netscher, SS 2(zum billigen Laden), errichtet habe und halte mich zum Weihnachts- S E 2 U 7 2 2 D S2 einkauf bestens empfohlen.* 2. 2 2 2 8 e Le 2 7 Großen Ausverkauf von u. Schulhof, Kaiserstraße 120, Tuche, Buckskins, Herren-Ueberzieher, Knaben-Anzüge, Kinder— Regenmäntel, Damen-Re enmäntel, Winter-Mäntel zu außer⸗ gewöhnlich billigen Preisen im großen Ausverkauf von G. Schulhof. 5 kauft man im Rein wollene Lamas zu Kleidchen und Hemden 50 Pf. Friedrichsdorfer Rockzeug zu Kleidern und Röckchen 2 Prima waschächte Bettzeuge 2 und Cachemire von 25 Pf. an, este billige Preise. (H. 64870.) webnachts Ausstelung in Spiel waaren aller Art, Puppenbälge(auch e Puppenköpfe, sewie alle Bestandthelle terzu bei 4209 Carl Damm. Usagasse. Für Weihnachtsgebäck. Empfehle meinen selbstgestoßenen Zucker. 4215 J. A. Windecker. Prima Nidlederfelle zu Schürzen empfiehlt 4238 Abr. Hammel, Gerber. 3538 Zahntechniker. Acchte e nedricgdorlers Westen und Wämse empfiehlt billigst 3350 125 Heinr. Diehl, Usagasse. Meine Wohnung befindet sich Vismarckstraße in dem Hause des Herrn Bender. A. Winkler, 8 Wasch⸗ u. Wildleder, Negen⸗ 114236 empfiehlt Hammelfleisch 4287 Siegmund Neuhof. in bekannter Prima⸗Qualität, 40 Pf. per Pfd. bei * Uauheim Hachsolger Pilettantenverein Friedberg. Sonntag den 13. Dezember 1885; Geselliges Zusammensein auf Windecker's Felsenkeller mit Concert. Für die verehrlichen Mitglieder und deren Angehörige bleibt der suͤdliche Saal reservirt. 4241 e Vorstand. 5 Hrößles Cager 5 in Filz, Seidenhüten und 5 Kappen, Handschuhen in 5 schirmen, Halsbinden bei 2 3701 C. HKalbfleiscli. 5 eee Prima holl. Vollhätinge, Marinirte Häringe, Berliner Rollmöpse, Russ Sardinen, Engl. Speckbückinge, Sardines à Thuile, Kron-Sardinen W. Bernbeck. 00 Saag 5 in Filz⸗ und Seidenbüten, Negen⸗ schirmen und Cravatten bei Fritz Schmidt, 4163 im Hause von n Henn& Jamin. F ü ür empfehle Citronen, Rosenwasser, Orangeat, Strenzucker(bunt), Citronat, Vanillezucker, Candis Farin Backoblaten, (hell und dunkel), Ceylon⸗Zimmt, Citronenöl, Nelken, Hirschhornsalz, Cardamomen, Pottasche, Anis, Mandeln, ganz und gerieben. 4234 J. Baumeister. Verantw. Red.: Carl Bmdernagel. Druck und Verlag von Earl Bindernagel. Betrt öffentl. solgen Großb die A Untertit am 2. diesem vorzulet das Se unterzet und Unte sitzen zwar beschaͤf die Ba welche machen olschen definstit — D enthäl . ordnun