8 1885. 1 1 6 Hamstag den 8. August. N 93. 9 L an n Unt 1 5 J engel 4 L zen, Nn. enetrie an füt * Unter, ö 0 0 9 Lola— 90 8 ier i 9 ei Mittwock 3 1 9030 721 2 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienste 20 Wird hier und in Bad Nauheim Montag, 0 5 5 ein f 5 0 öch) und zwar Dienstag, g und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. dert 0 f 9 b Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ler. Deutsches Reich. Hälfte des August, wahrscheinlich am 24., 25. corps zu besetzen. Der Emir ist ein unab— 1 Darmstadt, 4. Aug. Prinz Alexander und 26., in Kremsier stattfinden. hängiger Potentat und wir können solches selbst— 3 und Gemahlin sind gestern aus England wieder Gastein, 6. Aug. Kaiser Wilhelm promenirtesredend nicht ohne seine Zustimmung thun, aber ttinel, J trüge ———— r— hier eingetroffen und haben sich heute nach Jugen— heim begeben. Der Fürst von Bulgarien und sein Bruder Prinz Franz Joseph von Battenberg sind nach den Vermählungsfeierlichkeiten in Os— borne nach Trouville gereist. Der Prinz wird seinen Bruder nach Sofia begleiten und auch den Manövern der bulgarischen Truppen beiwohnen. — Der Prof. Dr. Freih. von der Ropp wurde zum Rektor der Landesuniversität für die Zeit vom 1. October 1885 bis dahin 1886 ernannt. — Militärdienstnachrichten. v. Dresky, Oberst und Comm. des 2. Gr. Drag. Regts. Nr. 24 wurde unter Stellung d la s. dieses Regts. zum Comm. der 22. Cav.⸗ Brig. ernannt; v. Alvensleben, Oberstlieut. und Comm. des Brandenb. Hus.⸗Regts. Nr. 3, in gleicher Eigenschaft zum 2. Gr. Drag. Regt. Nr. 24 versetzt; Michaelis, Oberstlieut. des 1. Oberschl. Inf. ⸗Regts. Nr. 22, behufs Vertretung des Regts.⸗Comm. zum 3. Gr. Inf. Regt. Nr. 117 kommandirt. — Dem Präsidenten des Bienenzüͤchter— Vereins für Oberhessen, Pfarrer Deichert zu Groß-Buseck, wurde das Ritterkreuz 1. Cl. des Philipps⸗Ordens verliehen. Berlin. Bezüglich der Besetzung des Pariser Botschafterpostens, ist, wie die„Nat.⸗Ztg.“ er— fährt, noch keine Bestimmung getroffen. Nament— lich sind die Nachrichten, daß Radowitz oder Schweinitz für den Pariser Posten ernannt seien, unrichtig. Als wahrscheinlich gilt noch immer die Sendung des Grafen v. Münster. Der griechische Gesandte Rangabe wird in den nächsten Tagen Berlin für immer verlassen. — 6. Aug. Schlözer ist heute aus Rom hier angekommen. — Der Etat des Eisenbahn-Regiments wird im nächsten Militäretat um die Stärke des jetzigen Ballondetachements erhöht werden. Ein drittes geplantes Bataillon des Eisenbahn-Regi— ments dürfte ein Telegraphen-Bataillon werden. Weimar, 3. Aug. Von hier schreibt man der„Nat.⸗Ztg.“: Die Besorgnisse, die das Be— finden der Prinzessin Elisabeth in Folge des Sturzes mit dem Pferde erweckte, dürfen nun— mehr wohl als geboben bezeichnet werden. Die Prinzessin ist gestern nach Schloß Hersburg über— gesiedelt und ihr Zustand ein so beftiedigender, daß Bulletins nicht mehr ausgegeben werden. Fulda, 5. Aug. Zur Theilnahme an der Bischofsconferenz sind der Fürstbischof von Bres— lau, der Bischof Crementz, die Bischöfe von Hildesheim, Trier, Osnabrück, Münster und Limburg hier eingetroffen. Die Bischöfe von Paderborn und Culm sind durch Domcapitulare vertreten.(Als Vertreter des Ersteren fungirt der Domcapitular und General-Vicariatsrath Dr. Fr. X. Schulte.) Die Conferenzen begannen heute und werden, wie es heißt, bis Freitag dauern. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die offi⸗ ciöse„Presse“ enthält bezüglich der von ihr gebrachten Nachricht von der Zusammenkunft der Kaiser von Rußland und Oesterreich die weitere Mittheilung, daß auch die Kaiserin Elisa— beth und die Czarin Maria Feodorowna, wahr— scheinlich auch Kronprinz Rudolf der Entrevue beiwohnen werden. Die Anwesenheit der beider— seitigen Minister des Aeußern, Giers und Kalnoky, sowie des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe bei der Zusammenkunft stehe außer Frage. ist nicht die Absicht, Wie es heißt, wird die Entrevne in der zweiten[Lande des Emirs diesen Herbst mit Observations— heute mit dem Prinzen Reuß und dem Grafen Lehndorff auf dem Kaiserweg. Abends nach dem Eintreffen des österreichischen Kaiserpaares findet ein intimes Souper und morgen ein Diner von 36 Gedecken statt. Die Einwohner Gasteins beendeten die Vorbereitungen für den Empfang des österreichischen Kaiserpaares. Frankreich. Paris, 6. Aug. In der gestrigen Sitzung der Münz-Conferenz stellten die Delegirten Frankreichs, Griechenlands, Italiens und der Schweiz den Text des Con— ventionsentwurfs fest, welchen sie ihren Regier— ungen unterbreiten werden. In dem Entwurf ist auch eine Klausel für die Liquidation vor— gesehen. Auf den Autrag der italienischen Dele— girten, welche wünschten, mündliche Instructionen einzuholen, setzte die Conferenz vorläufig ihre Sitzungen aus. Eine Einigung soll auf diplo— matischem Wege angestrebt werden, und wenn nicht vor dem 1. October eine Einigung bereits erzielt ist, soll die Conferenz an diesem Tage wieder zusammentreten. Großbritannien. London, 4. August. Oberhaus. Lord Salisbury erklärte, Merutschak verbleibe bei Afghanistan, Pendjeh bei Rußland. Dies ist von der, vorigen Regierung zugestanden, f ö g zugef nichts von beiden Seiten ist seitdem angeregt, das Abkommen zu stören. Betreffend den Zul— fikarpaß kann ich nicht sagen, daß die Dinge in sehr verschiedener Lage sind von der, als wir die Regierung antraten. Wir behaupten, der Zulfikarpaß ist Afghanistan versprochen, und auf Grund dieses Versprechens versprach Lord Dufferin dem Emir, daß er ihn haben solle. Wir halten uns durch dies Versprechen gebunden; ebenfalls hält sich Rußland durch sein Versprechen ge— bunden. Rußland gibt unsere Behauptung nicht zu. Ich kann nicht sagen, wann der Schrift— wechsel vorgelegt wird. Der Verzug ist haupt— sächlich dem Wunsche Rußlands zuzuschreiben, mehr Information über den streitigen Gegenstand zu erhalten. Es ist nicht wünschenswerth, den Ge— sammtbericht über die Zusammenkunft Dufferin's und des Emirs zu publiciren. Die fremden Po— tentaten, besonders solche, wie der Emir, ver— stehen unsere Parlamentsart nicht, sie könnten es als Vertrauensbruch betrachten; die Beding— ungen unseres Uebereinkommens mit dem Emir sind keinerlei Modifikationen oder Amendements unterworfen worden. Was die Frage betrifft, ob es unsere Absicht ist, das Pischinthal zu be— setzen, so ist sie schwer zu beantworten, denn sie beruht auf einem Mißverständnisse; wir haben schon das Pischinthal besetzt, das nicht im Be— sitze des Emirs ist, sondern England gehoͤrt. Das Pischinthal wird mit der Zeit wahrschein— lich stärker occupirt, da die gebieterische Noth— wendigkeit eine Stärkung der indischen Grenze erfordere und die Regierung diese Politik so schnell und energisch als möglich verfolge. Keine ephemere Abänderung der diplomatischen Situa— tion würde uns veranlassen, in irgend einem Grade eine Politik zu erschaffen oder zu ver— andern, die nicht von transitorischem Zustande unserer Beziehungen mit dieser oder jener Macht abhängt, sondern die absolut zur Sicherheit unseres indischen Reiches nothwendig ist. Es strategische Positionen im es ist kein Wunsch vorhanden, es gegenwärtig zu thun, was unter gewissen Eventualitäten der Zukunft geschehen kann. Ich will nicht sagen, ich spräche nur von der Gegenwart, ich sage, es ist kein derartiges Project von der indischen Regierung in Aussicht genommen.— Unterhaus. Bourke theilte mit, die britische Regierung hätte sich den Vorstellungen der anderen Regierungen an Chili angeschlossen, worin auf die Ausführ— ung des Versprechens, mit den berechtigten Gläu— bigern Perus ein billiges Abkommen treffen zu wollen, gedrungen wird. Das Haus nahm in zweiter Lesung die Bill, betr. den Verkauf von Pachtgütern in Irland, an und erledigte in der Spezialdebatte die Bill über die Einrichtung eines Bundesraths in Australien. — 5 Aug. Unterhaus. Bei der dritten Lesung des Finanzgesetzes präcisirte Hicks-Beach die Stellung der Regierung in der egyptischen Frage dahin: Wolff ist als Specialgesandter bei dem Sultan accreditirt. England, das in Egypten nicht allein sei, müsse mit anderen Mächten, welche ebenfalls dort interessirt sind, in Gemeinschaft vorgehen. Die Pforte besitze aber in Egypten gemäß des Pariser Friedens sou— veräne Rechte, daher sei es Englands Pflicht, sich den guten Willen der Pforte in Behandlung der egyptischen Angelegenheiten zu sichern. Ueber die Räumung Egyptens wünsche er Nichts zu sagen; Nichts sei gefährlicher, als darauf anzu— spielen. Das Haus nahm in dritter Lesung das Finanzgesetz an, ferner die Bills über die Er— richtung des Bundesraths für Australien und des Ministeriums für Schottland. Ferner ge— nehmigte das Haus die Bill, in welcher die Ermächtigung zum Bau eines schiffbaren Canals bei Manchester ertheilt wird. — 5. Aug. Eine Reuter'sche Meldung aus Teheran besagt, nach Nachrichten aus Saraks soll die afghanische Garnison in Zulfikar ver— stärkt werden. Auch infolge von Gerüchten über die Concentrirung von afghanischen Truppen bei Pendscheh wurden russische Truppen nach Pendscheh geschickt. Serbien. Belgrad. Konig Milan nahm dankend die Einladung des Prinzen Wilhelm von Preußen zu den Herbsthofjagden an; der— selbe unternahm heute in Begleitung des deut— schen und des österreichisch-ungarischen Gesandten einen mehrtägigen Jagdausflug nach Nisch. Rußland. Petersburg, 5. Aug. Minister v. Giers ist heute in das Ausland abgereist. — 5. Aug. Das Kaiserpaar ist gestern Nachmittag in Willmansstrand angelangt und begab sich in's Lager der finnischen Truppen; der Empfang war allenthalben ein enthusiastischer. Egypten. Kairo, 4. Aug. Aus Suakin telegraphirt Capitän Chermside, daß sich die Nachricht vom Tode Digma's nicht bestaͤtige. Afrika. Tripolis. Die türkischen Be— hörden beschäftigen sich energisch mit den Ver— theidigungsmitteln dieses Ortes. Außerhalb des Hafens sind Torpedos versenkt worden, und alle ankommenden Schiffe haben Lootsen an Bord zu nehmen, um in den Hafen einlaufen zu koͤnnen. Asien. Bombay. Die„BombayGazette“ will wissen, Jacub Beg's Sohn habe von Kaschgarten Besitz ergriffen und bedrohe jetzt das Ili-Gebtet. Aus Stadt und Land. b. Friedberg. Das nächste Gesangfest des Main⸗ thalsängerbundes, wie alle 2 Jahre ein solches stattfindet, wird im Juli nächsten Jahres zu Darmstadt abgehalten werden. Friedberg. Ein in Folge der anhaltenden Trockenheit und des gänzlichen Mangels an Ab⸗ und Ausspülen der Straßenpflaster, der Rinnen und vor Allem der Kanaleinläufe mit reinem, erfrischendem Wasser sich mehr und mehr bemerkbar machender Mißstand, der den Kanälen und Rinnen entsteigende üble Geruch, fängt an höchst lästig und gesundheitsgefährlich zu werden. Wenn wir unsere Wasserleitung zu benutzen verständen, so wäre es ein Leichtes, dem Uebelstand abzuhelfen, oder doch denselben wesentlich zu mindern; man soll nur öfter, bei der Hitze täglich, die Hydranten öffnen und die Straßen und Rinnen tüchtig übergießen; beide würden dadurch gereinigt und die Kanäle durch das abfließende Wasser ausgespült werden, die übeln Gerüche werden sich dann wohl von selbst verlieren. Man wird sich da⸗ hin aussprechen dürfen, daß, wenn es sich um einen so wichtigen Gegenstand handelt, wie die allgemeine, öffent— liche Gesundheitspflege, wegen einiger Cubikmeter Wasser nicht geknausert werden sollte. Mainz, 5. Aug. In der heute stattgehabten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde mit 25 gegen 5 Stimmen— welche weiße Zettel abgaben— der seit— herige Adjunet Dr. Oechsner zum Bürgermeister gewählt. r. Bingen. Der Erinnerungscommers des Gießener Corps„Hassia“ wurde am 4/5. August in der hiesigen Stadt abgehalten. Am ersten Festtage fanden sich gegen 100 Aetive und„Alte Herren“ in der Stadthalle zu Mainz ein; um 4 Uhr wurde das von der Hessischen Ludwigs bahngesellschaft gemiethete, reich beflaggte Dampf⸗ boot bestiegen und der Curs rheinabwärts genommen. Es war eine lustige Fahrt. Die heiteren Klänge der Festkapelle wechselten mit munteren Liedern ab. Die Städte, Orte und Villen am Ufer wurden mit Böller— schüssen begrüßt. Auch das aufsteigende Gewitter ver— mochte die Feststimmung nicht zu dämpfen; unter Donner und Blitz und bei strömendem Regen landete man in Bingen. Der Commers fand im Rochusberghötel statt; von dem aus der Blick auf die Rheinlandschaft ein ge— radezu bezaubernder ist. Forstinspeetor Blok von Gießen, der den Commers präsidirte, hieß die zahlreich Erschtenenen herzlich willkommen und schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Dr. med. Hirsch von Oppenheim lies einen Salamander auf das Vivat, Floreat und Crescat der activen„Hassia“, stud. Stoll, der Senior des Corps, einen solchen auf die alten Herren reiben. Der vom Vorsitzenden commandirte Salamander auf den Groß— herzog wurde demselben telegraphisch übermittelt, und kam am zweiten Tag eine Dankdepesche aus Osborne an. Oberamtsrichter Bauer von Bad-Nauheim gedachte in seiner Ansprache der schönen Studienzeit und der wohl— thätigen Eindrücke des Corpslebens auf die nachakade— mische Zeit; das am Schlusse auf die„Hassia“ ausge— brachte Hoch fand in der Festversammlung begeisterten Wiederhall. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde das Nationaldenkmal auf dem Niederwald bengalisch be— leuchtet. Das unvergleichlich schöne Schauspiel hielt die Aufmerksamkeit lange gefesselt; das rothe Flammenmeer stach auf das Wirkungsvollste gegen den dunklen Horizont Aussee. Wie von hier telegraphisch gemeldet wird, ist daselbst bie Wittwe des Erzherzogs Johann, Gräfin Anna von Meran, Freifrau v. Brandhofen, am 4. August im 82. Lebensjahre gestorben. An ihrem Sterbebette weilte ihr Sohn Graf Franz von Meran mit seiner ganzen Familie. Sie starb in demselben Hause, in welchem stie am 6. Januar 1804 geboren worden war. Gräfin Anna von Meran war bekanntlich bürgerlicher Abkunft, und zwar eine Tochter des Postmeisters Plochel in Aussee. Marseille, 5. Aug. Seit gestern Nachmittag 5 bis heute Nachmittag 5 Uhr sind 35 Todesfälle an Cholera beim Standesamte gemeldet worden. Verloosungen. Pappenheimer 7 fl.⸗Loose vom Jahre 1864. Ziehung am 1. August 1885. Gezogene Serien: Nr. 8 41 49 71 91 128 151 184 187 245 360 370 394 499 519 521 524 529 578 581 604 813 820 822 900 948 958 966 1103 1151 1152 1217 1316 1319 1456 1562 1577 1598 1618 1649 1690 1709 1723 1732 1753 1851 1981 1986 1990 2088 2102 2140 2161 2193 2350 2370 2386 2476 2608 2658 2689 2699 2726 2755 2777 2864 2938 2988 3044 3109 3132 3460 3576 3695 3709 3766 3847 3887 3930 3982 4106 4152 4169 4190 4230 4241 4275 4320 4328 4349 4359 4374 4410 4415 4430 4473 4475 4478 4494 4630 4687 4722 4759 4760 4814 4861 4889 4895 4917 4935 5016 5017 5079 5144 5159 5212 5213 5251 5291 5346 5485 5535 5540 5560 5565 5606 5657 5708 5769 5803 5885 5975 5985 6049 6067 6069 6076 6078 6083 6085 6100 6123 6126 6136 6179 6186 6230 6239 6258 6313 6349 6401 6455 6462 6470 6509 6512 6520 6573 6853 6882 6887 6909 6918 6958 7009 7081. Die Prämien-Ziehung findet am 1. September statt. Cöln Mindener 100 Thaler-Loose vom Jahre 1870. Ziehung am 1. August. Auszahlung am 1. No⸗ vember 1885. Am 1. Juni gezogene Serien: Nr. 391 1380 2038 3540. Hauptpreise: Nr. 101890 55,000 Thlr., Nr. 68963 8000 Thlr., Nr. 68994 4000 Thlr., Nr. 19549 68996 176991 2000 Thlr., Nr. 101892 1000 Thlr., Nr. 101900 176965 500 Thlr., Nr. 19518 19531 68954 68976 68978 68983 101895 101896 101899 176970 176977 200 Thlr. Handel und Verkehr. Butzbach, 5. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95, Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf. Gießen, 5. August. Auf dem heute und gestern dahier abgehaltenen Vieh-Markt waren aufgetrieben: 1752 Stück Nindvieh und 485 Schweine. Der Handel bei ersteren war nicht lebhaft, dagegen bei letzteren sehr und die Preise hoch. Nächster Markt Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt. Frankfurt, 5. Aug. Wochenmarkt. Das Malter rothe Kartoffeln M. 5— 5.50, gelbe M. 8., das Gescheid Mäuskartoffeln 30— 35 Pf., der Centner Zwiebeln M. 8., das Gescheid 15— 20 Pf, das Viertelhundert neue Zwie⸗ beln 35—40 Pf., das Hundert Einmachgurken M. 1.— 1.20, Salatgurken 5—10 Pf., der Centner Bohnen M. 6.— 10., gelbe 1 Bohnen das Pfund 15— 20 Pf., das Hundert ab. Die patriotisch erregte Stimmung fand in der be- Meerrettig M. 20., Kopfsalat 3— 5 Pf., krause Salat geistert angestimmten„Wacht am Rhein“ ihren äußeren Ausdruck. Erst mit Tagesgrauen suchten die letzten Fest— theilnehmer ermüdet das Lager. Am zweiten Festtag wurde das Niederwalddenkmal besichtigt und gegen 11 Uhr im Commerslocal das Frühstück eingenommen. Der Nachmittag war Ausflügen rheinabwärts gewidmet. Allerlei. Annen(Westfalen), 5. Aug. Auf der Zeche Wien⸗ dahlsbank sind gestern 10 Bergleute durch schlagende Wetter zum Theil erheblich verletzt worden. 6.—8 Pf., Eskarol 5—8 Pf., Weißkraut 18—25 Pf., Wirsing 12—20 Pf., Rothkraut 2030 Pf., Gelberüben 3— 5 Pf., Carotten 5—8 Pf., Sommersalat 6-10 Pf., Kolrabi 3—5 Pf., Selleriekopf 25 Pf., Blumenkohl 50—80 Pf., neue Aepfel das Stück 5— 10 Pf., das Pfund Erbsen 15— 20 Pf., Aprikosen das Pfund 12-30 Pf., Melonen 50— 60 Pf., Trauben das Pfund M. 1.— 1.20, das Hundert Pflaumen 20—30 Pf., das Pfund Birnen 6— 12 Pf., das Hundert Orangen M. 18., Citronen M. 7.—9. Geflügel: Ente M. 2.50—3., Gans M. 5.— 10, Taube 50— 60 Pf., Poularde M. 2.50- 3.50, Huhn M. 1.80— 2.50, Hahn M. 1.50— 2.20. Butter im Großen 8085 Pf., im Detall M. 1.— 1.15, Tafelbutter M. 1.30 — 1.40, Handkäse das Pfund 45—50 Pf., Eter das Hundert M. 4.20—5.50, 2 Eier 11 Pf., Fleischpreise unverändert. Frankfurt, 6. Aug. Fruchtmarkt. Hiesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 32.25 33.50, Nr. 1 M. 27— 28, Nr. 2 M. 25.50—26.50, Nr. 3 M. 23.50— 24.50, Nr. 4 M. 1718, Nr. 5 M. 16— 17. Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 52— 54, Roggenmehl 0/1 kaum genannt und unter Notirungen käuflich M. 19.75 bis 20.75 ab Berlin, Null allein M. 1.50 darüber, schwarze Sorten nominell. Futterstoffe ruhig. Roggen⸗ 1 M. 5 Weizenkeile M. 4.25. Rüböl im Detail . 52—53. Herr Professor Plath aus Berlin wird Montag den 10. August, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche zu Friedberg einen Missionsvortrag halten, wozu alle Freunde der Mission in Fried— berg und Umgegend herzlichst eingeladen werden. Friedberg den 4. August 1885. Meyer, Decan. Wasserwärme der Usa. 6. August Abends 18 Grad Reaumur. 7. August Mittags 16 Grad Reaumur. Walter. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 6. August 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke. e eee e do. in ½]] id Englische Sovereingg... 20. 32 20. 28 Russische Imperiales.. 16. 69 16. 65 Ducaten. JJC ↄ „ ah mar 32 ̃ g Dollars in Gold 45 19 18 Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 10. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffen bach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Nachmittags 1 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katechismuslehre. Montag, 10. August. Burgkirche. Nachmittags 5 Uhr: Missionsvortrag des Herrn Professor Plath aus Berlin. statholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 47 Uhr: Austheilung der heil. Communton. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Israelitische Gemeinde. Dienstag den 11., sowie Mittwoch den 12. Autust 1885: Neumond Elul. Beginn: Montag Abends 8 Uhr. Dienstag Morgens 6 Uhr. Dienstag Abends 8 Uhr. Mittwoch Morgens 6 Uhr. Dr. Gensch prakt. u. Speeiglarzt für Haut-, Frauen- u. Unterleibskrankhelten ete. Frank- furt a. M., Stiftstr. 22. fr. Assi 9 fessor Ricord's. 580 t. Pro- Auswärts brieflich. Oeffentliche Aufforderung. Philipp Kaufmann und Philipp Welter VI. von Rodheim haben dargethan, daß sie die auf die Namen des „Johannes Kaufmann und Wehrheim, Philipp Heinrich Sohn Wittwe Erben“ im Grundbuch der Gemarkung Rodheim eingetragene, in Rodheim belegene Hofraithe Flur I. Nr. 1798, OMeter 79 besitzen und haben glaub— haft gemacht, daß sie diese Hofraithe durch Ersitzung erworben haben.. Auf Antrag derselben werden Alle, welche Ansprun auf die vorgeschriebene Hofraithe zu haben glauben, auf— gefort, ihre Ansprüche so gewiß binnen 6 Wochen bei dem unterfertigten Amtsgericht geltend zu machen, als sonst unterstellt werden soll, sie wollten das Eigen— thum der Antragsteller an dem fraglichen Item an⸗ erkennen und die zum Eintrag der Ersitzung im Mutattons⸗ verzeichniß erforderliche Verfügung erlassen werden wird. Vilbel am 30. Juli 1885. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Dr. Sertba. 2 3 2 5 5— 8 Birnen-Versteigerung. Dienstag den 11. August d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen mehrere Bäume Birnen öffentlich meistbietend ver— steigert werden. Die Zusammenkunft ist am Neuenthor. Friedberg den 6. August 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 2754 Steinhäußer. Vilbeler Markt. Dienstag den 11. August l. J., Nachmittags 4 Uhr, sollen die Marktplätze an Ort und Stelle versteigert werden. Der Markt findet Sonntag den 23. und Montag den 24. August l. J. statt und werden Carussels, Schau⸗ buden, Schießbuden ꝛc. ꝛc. zugelassen. Vilbel den 31. Juli 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Vilbel. 2697 Hinkel. Mittwoch den 12. August, Vormittags ½12 Uhr, wird das auf der Kirchenanlage zu Ockstadt befindliche Obst, Mirabellen und Reineclaudes, abtheilungsweise oͤffentlich versteigert. 2763 Der Kirchen vorstand. * 2 Reeller Verdienst ohne Kapital und ohne ERisico bietet sich anständigen, intelligenten Personen, die sich mit dem Verkauf von Loos- und Staatspapieren gegen Theilzahlungen zu be- fassen wünschen. Offerten bef. unter B. 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Reservefonds der Spar⸗ und 6. Mobilien(Kassenschrank ze. ꝛc.) 282 Leihkasse(e. G.) 1704 11 Summe 76822 11 5. Reingewinn in 1884. 417 40 Summe[76822 11 Mitgliederzahl am 31. Dezember 1884= 119. Für den Vorstand: 2 Müller, Direktor. 7 2 mit neuem verstellbarem Doppelhebel-Druck- W Eeilnpressen werk, Holz- oder Eisenbett von M. 55. an, Kelter- schrauben mit Druckwerk, Mühlen für Aepfel u. Ph. Mayfarth& Co., Maschinenfabrik und Eisengieserei, Frankfurt a. M., Baumweg 7 und Hanauerlandstr. 169. Trauben fabriciren als Speeialität Dilettanten-Ferein Friedberg. Steinhäußer's Garten. Sonntag den 9. August, von Nachmittags 4—7 Uhr: Concert, von Abends 8— 11 Uhr: Tanz. Entrée für Nichtmitglieder zum Concert 30 Pf. 2769 Der Vorstand. Hesangverein Eintracht zu Fauerbach b. Fr. Sonntag den 9. August findet zur Feier unseres Stiftungsfestes im Saale bves Gastwirths A. Sang Harmonie⸗ und Tanzmusik 1 wozu freundlichst einladet Der Vorstand. Lokalgewerbuerein Friedberg. 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