. 1 5 ert Iuetts Deibenset. Jacken g nichl.. Ilsedern erbaut. kauf. 1885. Donnerstag den 8. Januar. N Oberhessischer 3* Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donne rstag und Sam stag. Areisblatt für den Areis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffe rsatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22, ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nc achgenemmen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Beaufsichtigung der gegen Entgeld in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Friedberg am 5. Januar 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. * Die Ueberwachungsbogen über die in fremder Verpflegung befindlichen Kinder unter 6 Jahren wollen Sie binnen 8 Tagen vorlegen. Wenn solche Kinder in diesem Jahre verzogen oder verstorben sind, oder das 6. Jahr zurückgelegt haben, so wollen Sie in Ihrem Begleit⸗ berichte auf diese Umstände hinweisen, die Vorlage der Ueberwachungsbogen aber auch in diesem Falle nicht versäumen. Diejenigen, in deren Gemeinden Pflegekinder unter 6 Jahren nicht vorhanden sind, haben dies binnen 3 Tagen an uns zu berichten. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen. Betreffend: Beitreibung der Communalintraden, hier diejenige des 1. und 2. Ziels Umlagen für 1884/85. Friedberg den 7. Januar 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises ö Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung vom 25. October v. J., Kreisblatt Nr. 128, noch im Rückstande sind, werden hieran wiederholt erinnert bei Meidung von Strafe. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen. Betreffend: Die Führung der Register über die Zuzüge und Wegzüge in 1884. Friedberg am 5. Januar 1885. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises! und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Januar 1878, Oberhessischer Anzeiger Nr. 8, fordern wir Sie hiermit auf, die rubr. Register bis zum 20. l. Mts. ordnungsmäßig abgeschlossen an uns einzusenden oder deßfallsige Negativbescheinigungen nach Maßgabe der Vorschrift unter Nr. 10 der Anleitung zur Führung der Register vorzulegen J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen. Deutsches Reich. Ausland. sentschiedener Gegner der gesammten äußeren Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 1 Oesterreich-Ungarn. Wien. Dem Fr. Politik Ferry's sei, der sich durch Deutschland enthält die Bekanntmachung, die Ausführung Journ.“ telegraphirt man von hier: Die in dupirer lasse. der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Bel-deutsche Blätter übergegangene und auch hierher— 6. Jan. Den Abendblättern zufolge legte gien über den Schutz an Werken der Literatur telegraphirte Nachricht des„Corriere“, daß der der neue Kriegsminister, General Lewal, dem und Kunst betr. deutsche Botschafter v. Keudell dem römischen] Ministerrathe einen Plan für die Organisation — Dem Hilfsgerichtsschreiber an dem Land- Correspondenten dieses Blattes betreffs der deut- des Expeditionscorps für Toukin vor, wonach gerichte der Provinz Starkenburg Zimmermann schen Schifffahrtslinie erklärt habe, daß Triestsnächste Woche 6000 Mann Verstärkungen von wurde der Amtstitel„Landgerichts⸗Sekretär“ ver als Kopfstation in maßgebenden Kreisen bereits Algier abgehen. Eine zweite Sendung von liehen; die Kreisbauaufseher-Asp. Dorn von definitiv angenommen worden sei, muß ange- 6000 Mann soll im Februar abgehen, um die Gernsheim, Faust von Münster, Oswald von zweifelt werden, da im Falle einer solchen Ent Operationen vor Eintritt der Regenzeit zu be— Darmstadt und Sablfeld von Zwingenberg wur- scheldung wohl eine directe Mittheilung an die fendigen. Negrter hofft bei der Verfolgung der den zu Straßenmeistern ernannt; der Oberlan⸗ Regierung hier eingetroffen wäre. Ich kann ver Chinesen Langson Ende der Woche zu erreichen. desgerichtsrath Clement wurde auf Nachsuchen, sichern, daß dies nicht der 5 ist. Die ver— 5. Jan. Die heutige Beerdigung der unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhe- schiedenen, diese Schifffahrtslinie-Frage betreffen.] Mutter L ouise Michel's war eine Monstre-Mani⸗ stand versetzt. den Stimmen und Na ichrichten, sowohl aus Italien, festation der Communarden und Anarchisten. Berlin. Der„Reichsanzeiger“ publicirt als aus O esterreich, werden überhaupt mit einiger Ven m Eintreffen auf dem Kirchhofe betrug die eine königliche Verordnung, nach welcher beide Vorsicht aufzunehmen sein, da viel politische Men schenmenge über 15,000; Rochefort und Häuser des Landtags zum 15. Januar einbe-J[Tendenzmacherei im Spiele ist. Fach befanden sich im Zug. Die Polizei rufen werden.— Nicht nur die Gerüchte über eine Con mußte d darauf verzichten, die rothen Fahnen zu — 5. Jan. In der heutigen Commissions- ferenz oder Enquete in der egyptischen Ange- entfernen. Am Grabe hielten verschiedene Com— sitzung der Conferenz wurde das Project der legenheit, sondern auch alle Meldungen, die sich munarden und Anarchisten Brandreden. Declaration, betr. den Sclavenhandel festgestelltf auf Gegenvorschläge der Mächte gegenüber den—„Voltaire“ will wissen, daß die fran⸗ und wird dasselbe den Conferenzmitgliedern heutessenglischen Propositionen, sowie auf die Aufnahme zöstsche Regierung der englischen keinen Gegen— zugestellt. In demselben verpflichten sich die eines Anlehens beziehen, werden aus unterrichteten vorschlag der egyptischen Angelegenheiten gemacht Mächte, welche Souveränetätsrechte oder Ein-J[Kreisen von hier aus dem te Journal, babe und die Besprechungen noch fortdauern. fluß im Congobecken ausüben, dort weder den als auf leeren Combinationen beruhend bezeichnet.“ In Betreff des Zusammentritts einer neuen Sclavenhandel noch den Transit von Sclaven, Es wird versichert, daß in der letzten Zeit settensConferenz habe das Pariser Cabinet weder Er— gleichviel welcher Race zu dulden. keiner Macht irgend eine diplomatische Kund-öffnungen entgegengenommen noch gemacht. — Die„Nordd. Allgem. Zeitung schreibt; gebung erfolgt sei, auf welche sich auch nur,— 6. Jan. Infolge des Gefechts östlich Die Nachrichten über die Erwerbungen Lüderitz' eines dieser Gerüchte stützen könnte. von Chu kehrten etwa 12,000 Mann Chinesen an der Lucia Bay entbehren bisher jeder Be— Frankreich. Paris, 5. Jan. Mehrseitig] zurück, um die Offensive zu ergreifen. General stätigung durch die amtlichen Berichte. Zur wird gemeldet, daß der Marineminister ebenfalls] Negreter durchbrach ihre durch Forts ver⸗ Giltigkeit einer solchen Erwerbung und zur demissionirt. Als Nachfolger wird Admiralhftheidigten Positionen. Die Chinesen wurden Uebertragung der Hoheitsrechte würde ein Ver-] Jaurès, ehemaliger Botschafter in Petersburg, vollstaͤn idig zurückgeworfen, verließen nach hef 9 trag mit den eingeborenen Häuptlingen nicht designirt. Der Armeecorpe-Commandeur General tigem Widerstande ihre sämmtlichen Stellungen genügen, ein solcher würde die Zustimmung der] Courcy wird Oberbefehlshaber der gesammten] und ließen 2 Batterien, Gewehre, Munitions- Boeren-Republik bedürfen, welche das Protectorat Streitkräfte in Tonkin und China. General vorräthe, Lebensmittel, Fahnen und den ganzen über das Zululand ausübt. Außerdem wäre Brière behalt das Commando des Corps in] Wagenpark zurück. das Verhältniß des Letzteren zu England in Tonkin. Die radicalen Organe greifen den neuen Großbritannien. London. Die amtliche Rechnung zu ziehen, welches sich das Bestätig— Kriegsminister, General Lewal, als einen angeb- Untersuchung der Explosionsstelle der unterir ungsrecht für die von der Republik abzuschließen-lichen Orleanisten heftig an dischen Eisenbahn ergab, daß als Sprengmittel den Verträge vorbehalten hat.— 6. Jan. Wie es heißt, ist der Wechsel im ei ine kleine mit Dynamit oder einer Salpeter— Stuttgart, 5. Jan. Der„Staatsanzeiger“]Marine-Ministerium verschoben. Das„Evene-mischung gefüllte Bombe, welche aus dem Zuge, berschtet aus Nizza, das Befinden des Königs ment“ bringt einen Bericht über eine Unter- der eine Beschaͤdigung davontrug, geworfen ward, habe sich durch die Fortsetzung der örtlichen undsredung mit Campenon, worin derselbe direkt verwendet wurde. Bisher ist keine Spur der allgemeinen Behandlung erheblich gebessert. erklart, er habe demissionirt, weil er ein] Uebelthaͤter ermittelt. ————ͤ— ĩ 9 5 N e 5* 3— nne CCCCCCCCCCCã 0 ²³˙ c — 5 N — 5. Jan. Das Canalgeschwader erhielt Befehl von der Admiralität, sich zum sofortigen Auslaufen bereit zu halten. Deu Blättern ging ein Communiqus der Admiralität zu, worin es heißt, daß hinsichtlich der Bewegungen des Ca⸗ nalgeschwaders keinerlei anderweitige Bestimm—⸗ ung erlassen sei. Die Ordre, sich segelfertig zu halten, sei dem Geschwader bereits vor 3 Wochen gegeben, damit dasselbe in der Lage sei, bereits am 7. d. Mts. zu der gewöhnlichen Winterreise in See zu gehen. — Die„Times“ bringt einen Artikel, welcher sich gegen die Politik der Regierung in Egypten mit Entschiedenheit ausspricht und den Ministern empfiehlt, lieber zu demissioniren, als ein gegen das Cabinet gerichtetes Votum des Unterhauses abzuwarten. — Anläßlich der Verheirathung der Prin⸗ zessin Beatrice mit dem Prinzen von Battenberg wird die Regierung vom Parlament eine Mit⸗ gift von 30,000 Lst. und eine Jahresrente von 6000 est. für die Prinzessin beantragen. Wie verlautet, würde die Hochzeit im April d. J. staitfinden. Seinen Wohnsitz soll das junge Ehepaar in dem nahe bei Windsor gelegenen Schlosse Frogmore nehmen. — Hiesige Depeschen melden, der englische Premierminister sei fest entschlossen, den Vor⸗ schlag zu einer neuen egyptischen Conferenz nicht zu genehmigen, wenn nicht London zum Sitze derselben gewahlt, und dem„Foreign office“ nicht gestattet werde, das Programm der Con⸗ ferenz aufzustellen. Italien. Rom. Mancini, der Minister des Aeußern, wird schwerlich noch lange sein Portefeuille behalten, weil seine Politik von Mißerfolgen begleitet wird, für welche ihn Freunde und Feinde verantwortlich machen. Bald nach der Wiedereröffnung des Parlaments soll er mit Fragen und Interpellationen be⸗ stürmt werden, die er nicht nach dem Wunsche der Deputirten-Mehrheit wird beantworten können, so daß sein Sturz nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint. Amerika. New⸗Pork. „Lancaster“ und„Kearsage“ erhielten Befehl, zum Schutz der amerikanischen Interessen an der westafrikanischen Kuste zu kreuzen. Irgend⸗ welche besondere Bedeutung wird dieser Maß regel nicht beigelegt. Washington. Der Congreß hat am 5. ds. die Sitzungen wieder aufgenommen. präsentantenhause wurde eine Resolution ein⸗ gebracht, welche erklärt, daß die Allianz, wie sie durch die Verhandlungen der Berliner Con- ferenz angezeigt sei, der traditionellen Politik der Union widerspreche. Die Resolution ersucht gleichzeitig den Präsidenten Arthur, dem Hause Die Kriegsschiffe Aufklärung zu geben über die Ernennung der amerikanischen Delegirten zur Berliner Con— ferenz, sowie darüber, ob die Instruction der Delegirten irgend welche Vorbehalte oder Ein- schränkungen bezüglich der Ausübung ihrer Be⸗ fugnisse enthielten, oder ob sie eine unbeschränkte Vollmacht, als amerikanische Delegirte zu han— deln, erhalten hätten. Afrika. Durban. Der„Times“ wird von hier gemeldet: Eine an Lord Derby ge— richtete Petition ist hier unterzeichnet worden, welche die Ausdehnung der britischen Herrschaft über ganz Zululand verlangt, als das einzige Mittel, weitere Verwickelungen zu verhindern, die britischen Interessen in Südwestafrika zu schützen und das Wohlergehen der eingeborenen Bevölkerung zu sichern. Aus Stadt und Land. l Friedberg. Die Signalleine bei den Eisenbahn— zügen, welche bisher über die Waggons hinwegkief, ist bei allen Zügen seit kurzer Zeit an der rechten Seite des Zuges, der Fahrrichtung entsprechend, oberhalb des Fensters angebracht, so daß es jedem Passagier ein Leichtes ist, dieselbe vom Coupé aus zu erreichen, um bei eintretender dringender Gefahr dem Locomotiv- resp. Zugführer ein Nothsignal zu geben. 6 befinden sich Placate, welche die Handhabung der Leine erläutern. Diese Einrichtung wird von dem reisenden Publikum mit Freude begrüßt. gebäude beschädigt wurde. In jedem Coupé Allerlei. Frankfurt, 5. Jan. Der Feldberg wurde gestern vom Taunuseclub bestiegen. An dem Ausflug betheiligten sich die statiliche Anzahl von 68 Mitgliedern, darunter 4 Clubisten von Wiesbaden, 4 von Idstein, 8 von Schmitten. In Anbetracht der eolossalen Schneemassen konnte Auf- und Abstieg nur über Eronberg genommen werden; doch wurden die Tourksten durch einen fast voll⸗ ständig blauen Himmel auf dem Gipfel des Berges für die nicht geringe Mühe des Steigens überraschend be— lohnt. Die mit Schnee und Reif belasteten Waldungen boten einen wunderschönen Anblick, so daß nur eine Stimme der Genugthuung über diese gelungene Winter— tour zu hören war. Rödelheim. Vormittag die Leiche eines Aus der Nidda wurde am Sonntag jungen Mannes gezogen. Dem Vernehmen nach ist sie als die eines in der Mühle zu Hausen bedlensteten Menschen agnoseirt worden, der vor ca. 4 Wochen verschwand und von dem man alsbald vermuthete, daß er auf dem Nachhausewege bezw. bei dem Versuche das verschlossene Thor zu übersteigen, in die Nidda gestürzt und ertrunken sei. Hanau. Die Grimm⸗⸗Feier ist hier, in der Vaterstadt der berühmten Brüder, ernst und würdevoll und doch zugleich als wahres Volksfest verlaufen. Alles, was nur Anspruch auf öffentliches Wirken hat, war bei der Feier vertreten, welche in einer Festvorstellung im Theater und einem Festbankett im Saale der„Krone“ bestand. Fulda, 2. Jan. Gestern wurde ein Artillerist hiesiger Garnison am Hirzrain von zwei Knechten er⸗ schlagen. Nach der„H. M. Z.“ soll Eifersucht der Be⸗ weggrund zur That sein. Mülhausen. Der„Expreß“ stellt die Nachricht einiger Zeitungen, es sei der vierte Theilnehmer an den Straßburger und Stuttgarter Mordthaten in der Person eines gewissen Marowski in Mülhausen entdeckt worden, dahin richtig, daß die Polizei von Mülhausen wirklich eine gehetmnißvolle Persönlichkeit verhaftet habe, die sich weigert, Auskunft über Namen, Beruf, den letzten Aufenthalt ꝛc. zu geben; indessen set Grund zur An⸗ nahme vorhanden, daß dieses Individuum an den Atten— taten von Straßburg und Stuttgart Theil genommen habe. London, 6. Jan. Der Bischof von London ist heute plötzlich gestorben. Edinburg, 6. Jan. Auf der Nordwestbahn zwischen Bushbury und Wolverbampton stieß am Montag der schottische Courierzug mit einem Güterzuge zusammen. Der Locomottvführer und der Heizer des Personenzuges sprangen von der Locomotive, als sie sahen, daß eine Collision unvermeidlich sei, und retteten so ihr Leben. Die Güterwaggons wurden in Splitter zerschmettert. Die z. Passagiere des Courierzuges trugen fast alle Verletzungen davon, 7 darunter solch schwere, daß sie nach dem Hospftal in Wolverhampton geschofft werden mußten. Madrid, 6. Jan. Montag Abend wurde in Malaga wiederum eine leichte Erderschütterung gespürt, in Granada fand dagegen ein starker Erdstoß statt, wobei das Präfeetur— Ebenso wurden in Motrtl und Loja Erderschütterungen wahrgenommen. Nach amtlicher Feststellung wurden durch die jüngsten Erd— beben in Alhama 1300 Häuser zerstört und 302 Per- sonen getödtet, sowie 280 verwundet. Philadelphia. Nach einem Komet wieder erschienen ist. Telegramm der („Times“ von hier vom 4. d. hat Professor Barnard Im Re⸗ von der Vanderbilt-Untoersity in Nashyille, Tennesee, die Entdeckung gemacht, daß der verloren geglaubte Encke'sche ursachen, entfernen lassen sollen. Die Zaͤhne sollen als Kauorgane die Speisen zermalmen und zur Verdauung geeignet machen, indem sie dieselben mit Speichel vermengen, ohne welchen eine gute Verdauung nicht stattfinden würde. Hat nun aber Jemand hohle und schlechte Zähne oder sind dieselben nicht vollzählig, so ist es klar, daß sie diesen wichtigen Akt nicht gründ⸗ lich ausführen können. Dazu kommt noch, daß sich in hohlen und schlecht gereinigten Zähnen faulende Speisereste, Säuren, Parasiten, über⸗ haupt Elemente befinden, welche, mit den Speisen vermischt, in den Magen gelangen, der Schleim— haut des letzteren keine willkommenen Gäste sind. Die Zähne dienen ferner dem Prozeß der Sprache und Tonbildung(jeder Sänger und jede Sängerin, weiß dies aus Erfahrung) und geben den Lippen und Wangen eine angenehme Rundung. Man denke hierbei nur an die„ein⸗ gefallenen Backen“ beim Fehlen der Backenzähne. Wir wissen, daß die Ursachen der Erkrankung der Zähne begründet sind in einer vorhandenen allgemeinen Anlage oder in örtlichen Veranlass— ungen. Zu ersteren gehören ursprünglich mangel- hafte Bildungen, welche auf Erblichkeiten oder dem Mangel irgend welcher nothwendigen Er⸗ nährungsstoffe beruhen, sowie Altersanlagen. Im Kindesalter wie im späten Alter haben Krankheiten der Zähne höhere Bedeutung als im mittleren Alter; im ersteren Falle deshalb, weil sie die Gesammtorgane leichter in Mitlei⸗ denschaft ziehen, und im späten Alter deshalb, weil die Produktion der für die Ernährung der Zähne nöthigen Stoffe geringer geworden ist. Wichtiger als die allgemeinen Anlagen sind an dieser Stelle die äußeren Schädlichkeiten, und zwar unterscheiden wir mechanische, chemische und thermische Einflüsse. Die mechanischen Schäd— lichkeiten bestehen in mancherlei ungeeigneten An⸗ griffen, welche die Zähne zu erleiden haben, B. durch einen heftigen Druck, Stöße und Schläge. Es gehören u. a. dazu das Nußknacken und Korkausziehen mit den Zähnen, abgesehen von anderen mit den Zähnen ausgeführten brod— losen Künsten. Was die thermischen Einflüsse betrifft, so ist allerdings erwiesen, daß schneller Temperaturwechsel den Zahnsubstanzen direkt sehr selten schadet, indem z. B. ein Zahn, der aus eiskaltem in siedendes Wasser versetzt wird oder umgekehrt, in den allermeisten Fällen völlig un⸗ verletzt bleibt; es wird jedoch durch plötzlichen Temperaturwechsel, also durch zu heiße oder zu kalte Speisen und Getränke jedenfalls haufig eine Reizung des Zahnkeims oder des„Nerven“, Gerichtssaal. Butzbach. gerichtssitzung statt. Strafsachen: 1) gegen Anton Fett von Langenhain wegen Langenhain, wegen Diebstahls; Lorenz Wenderoth und Adolf Clawunder von Butzbach wegen Uebertretung und Beleidigung. Nächsten Freitag den 9. Jan., Vorm. 9 Uhr, findet am hiesigen Amksgericht eine Schöffen⸗ Zur Verhandlung gelangen folgende Betrugs; 2) gegen Konrad Möckel VII. von 3) gegen Moritz Heß von Schmitten, wegen Uebertretung; 4) gegen Konrad Reinigung sorge man stets auf das Sorgfältigste; Engel von Holzheim, wegen Uebertretung; 5) gegen es genügt nicht, sowie der Wurzelhaut des Zahns ausgeübt. Die chemischen Schädlichkeiten bestehen in Säuren und faulenden Produkten, die man unschädlich zu machen suche durch sorgfältige Reinigung mit Stoffen, welche die Säuren neutralisiren und faulende Produkte entfernen. Für eine solche daß man, wie es wohl jeder „reinliche Mensch thut, die Zähne morgens reinigt; Wie sollen wir unsere Zähne pflegen? auf die Krankheiten der Zähne anzuwenden für ihre seien, um allmählich hohl zu werden und aus andererseits schlecht gepflegte, schmutzige Zähn einen Ckel erregenden Anblick gewähren; si sind auch eine der Grundbedingungen, welch Organismus zu schaden; jeder hat an seine die Natur hat uns sicher nicht so viele Zähn Das Verhüten einer Krankheit ist leichter als die Heilung derselben. Dieser Satz ist auch Für die leider nicht geringe Anzahl derer, welche Zähne überhaupt nichts thun, und die Mittel. glauben, daß die Zähne nur dazu vorhanden zufallen, schicken wir folgende Bemerkungen vor— aus: Gute, wohlgepflegte Zähne sind nicht nur der schönste Schmuck des Menschen, während zum allgemeinen Wohlbefinden erforderlich sind. Denn man glaube ja nicht, daß von 32 Zähnen gern einige verloren gehen können, ohne dem Stelle seinen bestimmten Zweck zu erfüllen, und gegeben, damit wir dieselben verkommen lassen, oder sobald sie uns nur geringe Schmerzen ver— mindestens zweimal am Tage, am besten nach jeder Mahlzeit, sollte es geschehen, will man die Zähne gesund und in einem reinlichen, appe— titlichen Zustande erhalten. Wie sollen nun aber die Zähne gereinigt werden? Es gibt zur Reinigung der Zähne mechanische und chemische Es genüge, wenn wir, als zu ersteren gehörig, die allgemein bekannte Lindenholzkohle, - gepulverten Bimstein, gebranntes Brot anführen. Zu den chemischen Mitteln gehören erstens die Alkalien, die rein chemisch wirken, also die Säuren neutralisiren, z. B. doppelt kohlensaures Natron, e kohlensaure Magnesia; dann solche, die chemisch e und mechanisch zugleich wirken, z. B. Korallen⸗ e pulver, präparirte Austerschalen u. a. m. Das beste Zahnputzmittel ist die Schlemmkreide, die bei gut erhaltenen Zähnen in chemischer und mechanischer Hinsicht vollkommen genügt. Diese r Mittel kommen nun in verschiedener Form, als Pulver und als Pasten oder Seifen zur Au— e wendung. Es ist von keiner sehr großen Be— deutung, ob man Pulver oder Zahnpasten an— wendet, doch wird das Pulver da, wo die Zahn— — ————— — — — reinigung sehr vernachlässigt ist, wegen stärkerer Wirksamkeit empfehlenswerther sein. Was spe— ziell den Gebrauch der Zahnbürste betrifft, so soll die nicht zu harte Bürste nicht in horizon— taler, sondern in vertikaler Richtung bewegt werden, so daß man sie also von der Schneide des Zahns gegen das Zahnfleisch und zurück gleiten läßt. Es hat diese Methode den Vor— zug, daß man dabei leichter in die Zwischen— räume der Zaͤhne gelangt und daselbst lagernde Speisenreste entfeenen kann. Selbstverständlich sollen auch Kinder ihre Zähne mit der Bürste reinigen. Nun ist es aber in vielen Fällen trotz der sorgfältigsten Reinigung nicht möglich, die Zaͤhne gesund zu erhalten und besonders dem Hohlwerden vorzu— beugen. Es liegen dann jene allgemeinen Dis— positionen zu Grunde, gegen die allerdings Zahn— bürste und Mundwasser vergebens kämpfen. Hohle Zaͤhne müssen sobald als möglich plom— birt werden und zwar je eher desto besser. Häufig ist nun der Patient gar nicht im Stande, etwaige hohle Stellen an seinen Zähnen zu entdecken, da dieselben so versteckt liegen oder noch so unbe— deutend sind, daß nur durch eine* rsuchung durch den Zahnarzt ihr Vorhandensein zu constatiren ist; es empfiehlt sich daher eine öfter wieder— kehrende zahnärztliche Untersuchung der Zähne, und zwar nicht nur der bleibenden, sondern auch der Milchzahne. Hohle Zähne, welche in keiner Weise mehr zu erhalten, besonders nicht mehr zu plombiren sind, lasse man entfernen, und zwar deshalb, weil sie den Säuren und Speisenresten einen willkommenen Aufenthalts— ort bieten und somit indirekt den Nachbarzähnen schaden, während sie selbst wenig oder gar keinen Nutzen mehr Zahnstein, der den Zahnsubstanzen nicht direkt schadet, der jedoch unter das Zahuyfleisch dringt und die Zähne lockert, muß sobald als möglich auf mechanischem Wege von sachkundiger Hand entfernt werden.— Eines sehr häufig vor kommenden, die Krankheiten der Zähne begleiten den Leidens sei noch gedacht, nämlich des üblen Mundgeruchs. Sind die Zähne und die Weich theile des Mundes gesund und werden sie rein gehalten und gepflegt, so wird ein solcher Geruch nicht vorhanden sein(es sei denn, er kommt aus dem Magen oder den Lungen), sind aber hohle Zähne vorhanden und fehlt obendrein eine sorg— fältige Zahnreinigung, so wird sich dies durch einen höchst unangenehmen Geruch aus dem Munde kund thun. Es ist dieser Zustand einer der Widerwärtigsten, welche es gibt; er hat Ehen aufgelöst und die innigsten Freundschafts— bande gelockert. Er ist nicht so sehr wider— wärtig für den damit Behafteten, als für Die— jenigen, die gezwungen sind, mit ihm zu ver— kehren. Wir geben als Mittel und zwar als unfehlbares gegen den schlechten Mundgeruch das übermangansaure Kali an, welches faulende Riechstoffe zersetzt und nicht, wie die gewoͤhn— lichen Zahntinkturen, durch einen angenehmen Geruch wirkt, der schlechte Gerüche nur momentan beseitigen kann. Man nehme von dem über— mangansauren Kali so viel zum Mundwasser, daß dasselbe eine hellrothe Farbe erhält, und wird nach dem Gebrauch desselben von dem Uebel befreit sein. Vom Gebrauch der Salicyl— säure als Mundwasser ist man abgekommen und zwar, weil dieses sonst höͤchst schaͤtzenswerthe Medikament vermöge seiner sauren Beschaffen— heit die Zahnsubstanzen angreift. Das Tabak— rauchen ist den Zähnen nicht schädlich, vielmehr scheint dasselbe, abgesehen von dem unschönen, aber unschädlichen schwarzen Niederschlage, welcher sich bel Nauchern auf den Zähnen vorfindet, eher eine konservirende Wirkung auszuüben. Ganz anders verhält es sich mit dem Zuckergenuß, und zwar deßhalb, weil sich der Zucker bei längerem Verweilen in der Mundhöhle in Milch— säure verwandelt, welche die Zahnsubstanzen auflöst. Wer also viel Zucker genießt, der sorge durch fleißige Reinigung für die Beseitig— ung der zwischen den Zähnen zurückgebliebenen Reste.— Zur Erfrischung und Belebung der haben.— Der Weinstein oder Weichtheile der Mundhoͤhle, besonders des mit den Zähnen eng re Zahn— fleisches, empfiehlt sich der Gebrauch eines aroma— tischen schwach zusammenziehenden Mundwassers, welches in jeder Apotheke zu haben ist. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. Jan. Fruchtber. Waizen M. 16.25. Korn M. 16.00, Gerste M. 15—16, Hafer M. 12.00, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 7. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75— 0.90, Eier 1 Stück 8 Pf. Butzbach, 3. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.05, Käse per Pfd. 46—47 Pf. Eier 1 Stück 8 Pf. Grünberg, 3. Jan. Korn M. 16.00, Erbses M. 16.00. Gleßen, 6. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eiter 1 Stück 7-8 Pf., Käse per Stück 4— 7 Pf., Tauben per Paar M. 0.60 bis M. 0.90, Hühner per Stück M. 100— 1.20, Hahnen per Stück M. 1.40— 1.80, Enten per Stück M. 1.70 2.30, Gänse per Pfd. 50—64 Pf., Welsche M. 0.00—00.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66—68 Pf., Kuh und Rind⸗ fleisch 5460 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel fleisch 60— 68 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.30— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 4, Weißkraut per Stück 4—7 Pf. Homburg, 6. Jan. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4— 4.50, per Gescheid 9 10 Pf., Eier per Stück 7, 8 und 9 Pf., Butter per Pfund 1. Qualttät M. 1.00, 2. Qualität M. 90. Frankfurt, 5. Jan. Viehmarkt Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren: 357„Ochsen, ca. 17 Bullen, ca. 451 Kühe und Rinder, ca. 328 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70, 2. Qual. M. 64-66, Kübe und Rinder 1. Qual. M. 58, 2. Qual. M. 45- 50, Kälber 1. Qual. M. 65—70, 2. Qual. M. 55— 60 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 5. Januar. Fruchtmarkt. Mehl Nr. 0 M. 32½- 33½, Nr. 1 M. 26—27, Nr. 2 M. 25— 26, Nr. 3 M. 23— 24, Nr. 4 M. 17, Nr. 5 M. 14½— 15, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Ver band M. 48— 50, norddeutsches und westfälisches Weizen mehl 00 M. 23½ 24 ½, Suppengries je nach Qual. [M.—.—, Roggenmehl Nr. 0 Marke) Fruchtpreise. Welzen M. 16.30, Gerste M. 15.00, Hafer M. 12.90, Berliner M. 24— 25½, do. 0/1 do. M. 22—23½, do. 1 do. M. 20—21, do. 2 do. M. 17, Weizen ab unserer Um „gegend M. 16½— 16%, do. frei ab Bahnhof hier M. 17, do. fremder je nach Qual. M. 16—17½. Roggen bies. M. 158/16, do. französischer M. 16½, do. Königsberger M. 15½, do. Petersburger. M. 00- 00—, do. Galatz, Nieolajeff und Odessa M. 14.50— 80. Gerste, Brauerwaagre [M. 16—19, do. zu Mahlzwecken M. 13. Hafer je. nach Qual. M. 13½—-14½. Raps M. 26½—27½ [Mais, buntes(mixed) per Frühsahr M. 13. Roggen⸗ kleie M. 5. Weizenkleie M. 4— ¼. Rüböl im Detail M. 59. Die Preise verstehen sich sammtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Mainz, 4. Jan. Viehmarkt. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkte im Ganzen 834 Stück Vieh zugetrieben und zwar 5 Farren, 83 Ochsen, 220 Kühe, 186 Kälber und 336 Schweine. Die Preise stellten sich für Farren auf M. 45.— 48., für Ochsen 1. Qual. M. 72.— 74., 2. Qual. M. 66. 70., für Kühe 1. Qual. M. 65.— 68., 2. Qual. M. 56.—62. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber kamen auf 65 bis 70 Pf., Schweine(inländische) auf 53—55 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht. D. Frankfurt a. M., 6. Jan. Die Börse ver kehrte auch heute in lustloser und schwacher Tendenz und 5 Course der leitenden Papiere gaben langsam nach. Aus Prag wurde die Concursanmeldung seitens der Firma 2 Tschinkel berichtet und von London ein neues Falliment bekannt. Diese Nachrichten wirkten verstimmend auf die Speculatton ein, welche sich großer Reserve be fleißigte. Auf dem Rentenmarkte fanden lediglich Russen und Ortent gute Beachtung. Auch Serbische Rente gefragt und fest. Creditaetlen, gestern Abend 250, beute 250½ 249%—218½/. Staatsbahngetten, gestern Abend 250½, heute 2499¾. Galizter, gestern Abend 220, heute 221—219⅜. Lombarden, gestern Abend 1203,¼8, heute 120/% 120. Egypter, gestern Abend 64 ½, beute 645,16—64½. Von Oesterr. Bahnen buͤßten Böhm. Nord. 2½ fl., Duxer 2 fl. ein. Schweizer Bahnen schwächer. Gotthard waren 10% rückgängig. Deutsche Bahnen nachgebend, nur Ludwigshafen-Bepbacher besser und zwar 3% höher. Von ausländischen Fonds: Türken etwas besser. Oesterr. Prioritäten sehr fest. Von Banken: Disconto Commandit 28/0½ ntedriger. Andere speeulative Bankenwerthe ebenfalls niedriger. Amerikan. Prioritäten fest. Denver-Rio höher. Von Industrieaetien: Bad. Zuckerfabrik 1% schwäͤcher. Von Wechseln: Wien billiger. Privat- Disconto 3¼0%, Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. 1884. Getraut: 9. Dez. Der Gastwirth August Albert Burck mit Margaretha Klein von Ockstadt. Der Kreiswlesenbaumetster Johannes Kehl von Ascherode mit Ottilte Sophie Karoline Katha rine Bindewald von Friedberg, 11. Dez. Geboren: 30. Nov. Dem Großh. Gerichts vollzieher Karl König 1 Sohn. 6. Dez. Dem Stattonsassistenten Georg Adam Kümmel 1 Sohn. 8. Dez. Dem Metzger August Neuhof 1 Tochter. 9. Dez. Dem Metzger Samuel Neuhof 1 Sobn. 11. Dez. Dem Kreisingenleur Richard Limpert 1 Tochter. 11. Dez. Dem Metzger Georg Emmerich Wilh. Hanstein 1 Tochter. 13. Dez. Dem Schmied Friedrich Wilhelm Hanstein 1 Sohn. 19. Dez. Dem Kaufmann Johann Peter Arnold Otto Gatzert 1 Sohn. 29. Dez. Ein unehelicher Sohn. Dem Gendarmen Friedrich? 1 Sohn. Wilhelm Steinbach Gestorben: Der Schuhmacher Jakob Jakobt, 65 Jahr alt. Adam Sulzbach, Söbnchen des Handarbeiters Christian Sulzbach, 7 Monat alt. Margarethe Helene Hohmann, Töchterchen des Russensteinmachers Johann Heinrich Hohmann, 1 Jahr, 8 Monat alt. Christine Abicht, geb. Treß, Pfarrers wittwe, von Hof- Marienpforte bet Kreuznach, 82 Jahr alt. Der Knecht Heinrich Langlitz von Hartmanns⸗ hain, 50 Jahr alt. 20. Dez. Friedrich Bornmann, Sohn des Seminar dieners Wilhelm Bornmann, 18 Jahr alt. ez. Johann Heinrich Krämer, Söhnchen des Bier⸗ brauers Johann Georg Krämer, 4 Jahr alt. Mitgliedskarten, a 30 Pfennig pro Jahr, zu der Generalfechtschule des Reichswaisenhauses in Lahr sind bei der Expedition des Anzeigers zu haben. Geld ⸗ Cours. Januar 1885. Geber. Nehmer. M: Pf. M. Pf. Frankfurt, am 6. 20⸗Frankenstücke„„ do. ///(0K Englische Sovereings.. 20. 40 20. 35 Russische Imperiales. 16. 73 16. 68 Ducaten.. 9 508 8 al Dollars in Gold.. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln at uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und emp 8 wir dasselbe per Glas M. 1,50, „ 1/5„ tzend„ Die Expedition des Anzeigers. Arbeitsvergebung. Die Ausführung nachverzeichneter Arbeiten in den Badehäusern 1 und II dahier, nämlich: Maurerarbeit im Ganzen veranschlagt zu 2519,40 M., Zimmerarbeit 1318,90„ Dachdeckerarbeit 44,00„ Schreinerarbeit 6515,40„ Schlosserarbeit 64,00„ Weißbinderarbeit 2053,10„ Spenglerarbeit 20,00„ soll auf dem Submisstonswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen vom 8. bis 14. d. Mts. auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde zur Einsicht offen und sind Angebote längstens bis zum 14. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, versiegelt und frankirt und mit der Aufschrift„Arbeitsangebot“ versehen, einzureichen. Die Eröffnung der eingelaufenen Offerten findet im Termin in Gegenwart der erschtienenen Submittenten statt. Bad Nauheim am 5. Januar 1885. Großherzogliche Badedireetion Bad Nauheim. 115 Jäger. Bekanntmachung. Freitag den 9. Januar, Vormittags 11 Uhr, soll in hlesigem Rathhause die zur Einfriedigung des neuen Friedhofs erforderliche Zimmer- oder Schreinerarbeit an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Dazu gehoͤrt folgende Holzlieferung: 22 Stück flos tannene Pfosten à 2,50 m lang, rund 0, 15/0, 16 m stark; 16 Stuͤck dergleichen Stangen à 9,00 m lang, 0,12/0,18 m stark; 354 Stück Latten à 3,00 m lang, 0,03 m stark; ferner die Lieferung der erforderlichen Drahtstiften, so⸗ wie die Lieferung von 75 k Carbolineum, nebst dem Anstrich des sämmtlichen Holzwerks, Alles zusammen nel. Arbeitslohn, veranschlagt zu 225 Mark. Friedberg den 6. Januar 1885 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 122 Stein häußer. Kragen, Mauschetten ae ede 0 ————— . ͤ———— S TCCCCCCCCCCCb0C00CC 2 N e . 1 f 1 * Holzversteigerung in der königl. Oberförsterei Usingen. Freitag den 9. Januar 1885, Vormittags 10 Uhr, wird im Schutzbezirk Cransberg, Distrikt Herrnacker 36a, nachstehendes Nutz- und Brennholz öffentlich meistbietend versteigert: Nadelholz: 170 Stämme von 44,33 Festmeter; 20 Stangen 1. Classe; 63 Raummeter Nutzholz 1. und 2. Classe; 48 Raummeter Scheit und Knüppel und 630 Reisig⸗Wellen 3. Classe. Bei schlechter Witterung findet die Verstelgerung eine Stunde später im Gasthause„Zur Sonne“ in Usingen att. 8 Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be⸗ kanntmachung ersucht. Usingen den 29. Dezember 1884. 0 Der königl. Oberförster 93 Prömpeler. Bekanntmachung. Donnerstag den 8. Januar 1885, Nachmittags 2 Uhr anfangend, sollen folgende Gegenstände meisibletend gegen Baarzahlung vor dem Nathhause dahier öffentlich ver— steigert werden: 1) 2 Kühe, 2) 3 Schweine, 3) 2 Wagen, 4) eirca 100 Malter Kartoffeln, N sodann werden annähernd 5000 Cigarren in Kistchen à 100 Stück, freiwillig unter denselben Bedingungen versteigert. 5. Es wird hierbei bemerkt, daß die Versteigerurg betreffs der Cigarren bestimmt stattfindet. Friedberg den 5. Januar 1885. Fey, Gerichtsvollzieher. Holz⸗Versteigerung zu Jad-Uauheim. In hiesigem Stadtwalde, Distrikt Sumpf, werden nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend ver⸗ steigert und zwar: Montag den 12. Januar l. J., von Vormittags 9 Uhr ab, 43 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 18 5„ Knüppel, 44 Stöcke, 7800 Wellen Eichen⸗Reisholz, 1200 Dorn⸗Wellen. Dienstag den 13. Januar l. J, von Morgens 9 Uhr ab, 201 Stück Eichenstämme von 3— 16 Meter Länge und 19— 59 Centimeter Durchmesser 172,76 Festmeter Inbalt. Bad⸗ Nauheim den 5. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Wörner. 110 ——— 5 Holzversteigerung. Mittwoch den 14. Januar 1885 wird im Münsterer Gemeindewald, Distrikt Schweinzel, folgendes Gehölz öffentlich meistbietend versteigert: 162 Stück Nadel⸗Stämme von 33,07 Festm. Inhalt, 32„ Nadel-Derbstangen von 1,47 Festmeter Inhalt, 24 Raummeter Nadel-Scheiter, 55,4„ Knüppel, 1450 Wellen Nadel⸗-Reisig, 30,6 Raummeter Nadel Stöcke. Die Zusammenkunft ist in Münster, Vormittags 9½ Uhr. Münster am 6. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. Ludwig. Holzversteigerung. Mittwoch den 14. Januar 1885, Vormittags 9 Uhr, sollen in den Gräflich Leiningen ⸗Westerburgischen Wald⸗ distrikten„Loh“ und„Niederwiesenfeld“: 3300 Stück Eichen-Wellen und 50„ Dorn-Wellen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in der Lohremise bei Burg⸗ Gräfenrode. Ilbenstadt den 6. Januar 1885. Gräflich Leiningen-Westerburgische Rentkammer. F Meran; Emmenthaler Schweizerkäs, frische Waare, bei P. Theis, 47 vormals G. Haustädt. Ein Mitleser für das Frankfurter Journal in der Nähe der Burg wird gesucht. Von wem? sagt die Sxped. d. Anz. Maäarlirt's neuer Roman:„Die Frau wit den Har'funkelstelnen“ beginnt im Januar in der„Gartenlaube“ zu erscheinen.— Preis vierteljährlich M. lungen und Postämter. (Stg. 150/12) 88 Wer zweckmäßig annonciren will, d. h. seine Anzeigen in efektvoller Form durch die für den jeweiligen Zweck erfolgreichsten Blätter zu verbreiten beabsichtigt, wende sich an die Expedition von allgemein bekannte, leistungsfähige Annoncen— Rudolf Mosse, Roßmarkt 3. Frankfurt a. M., Roßmarkt 3. Dieses Institut steht mit allen Zeitungen und Fach-Zeitschriften in intimem Geschäfts—⸗ verkehr und ist vermöge seiner großen Umsätze mit den Zeitungen in der Lage, die f günstigsten zu gewähren.— Zeitunßs-Cataloge, sowie Kosten-Anschläge gratis. Conditionen — 80— 5— Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 14. d. Mts., Mittags um 12 Uhr, soll die jährliche Unterhaltungsarbeit(Schlosserarbelt) an den gemeinheitlichen Pumpen zu Reichelsheim auf dem Rathhause daselbst öffentlich vergeben werden. Friedberg den 6. Januar 1885. Zörb II., ... ͤvV — 1 2 Faselochs-Versteigerung. Ein der Gemeinde gehörender, zur Zucht untauglich gewordener, noch gut gehaltener Bulle soll Donnerslag den 15. Januar 1885, Nachmittags 2 Uhr, auf dem hlesigen Rathhaus meist— bietend versteigert werden. Dortelweil den 6. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Hensel. Bekanntmachung. Das Ausgrabeu eines Kellers soll auf dem Sub— missionswege vergeben werden. Lusttragende Uebernehmer können die Bedingungen bei mir einsehen und ihre Offerten bis zum 12. d. Mts. einreichen. Friedberg den 7. Januar 1885. 117 Aug. Frank. Arbeitsschuhe zum Fabrikpreise. Strafanstalt- Schuh- Magazin 4 gegenüber dem Rathhause. 28 8 7 5„ Neue Orangen 14 bei. 8 Wilhelm Fertsch. Ein möblirtes Zimmer „ Zu erfragen bei der Expedition 110 Frische Schellsische in Etspackung sind soeben eingetroffen, per Pfd. 26 Pf., empfiehlt 118 J. A. Windecker. Kalender für J885. Lahrer Hinkende Bote, große Volksausgabe M. Hessischer Landkalender 18 —— durchschossen„—.25 Reichsbote— 0 Famtlienkalender 10 Gustav-Adolf-Kalender 1335 Hebel's Rheinländischer Hausfreund„ 30 Spinnstube 1 0 Daheimkalender 9150 Trewendt's Volkskalender„„ Lahrer Bote—.30 Carl Bindernagel! Vorräthig bei * 8 3 aus guter Famille, gesetzten Ein Mädchen Alters, in allen feinen Hand⸗ arbeiten erfahren, wünscht Stelle in einem Weißwaaren⸗ oder dergleichen Geschäft. Zu erfragen bei der Expe⸗ 109 15 0 Lokalgewerb- Verein. Zu dem am 9. Januar, Abends 9 Uhr, im Rath⸗ haussaal stattfindenden Vortrag des Herrn Ingenieur Wagner aus Darmstadt, über künftliches Trocknen des Werkholzes, ladet die Mitglieder des Vereins und alle Interessenten höflichst ein 100 Der Vorstand. 9574 Januar beginnt ein neuer Kursus im Muster zeichnen, Maßnehmen, Zuschneiden und Schneidern, zu welchem ich Anmeldungen möglichst früh erbitte. Dauer des Kursus 8 bis 10 Wochen. Friedberg, Schnurgasse 395 J. 69 Martha Diesener. 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Kümmich. 2 34 2 Todes-Anzeige. f Verwandten, Freunden und Bekannten die 4 unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Groß— 15 mutter Margaretha Füller, geb. Holly, nach kurzem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten 00 Friedberg, 5. Januar 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. um 3 Uhr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. ln 9 116 e Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Unterjaden& Unterbosen Be, traurige Mittheilung, daß es Gott gefallen hat, 9 Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 1 9 1.60 durch alle Buchhand⸗ word Mini Betr. ordne versit auf gefüh auf d beffn diesen die f 0 Mon Kasser dorig anzu