8 110 1885. 7 Dienstag den 7. Zuli. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- od Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welch er Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. en der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Rückstande. Wir erwarten umgehende Einsendung Amtlicher Theil. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler in 1885. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Friedberg den 4. Juli 1885. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. der Verzeichnisse der bedeckten Stuten, oder Bericht, daß keine bedeckt worden sind. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Friedberg den 4. Juli 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die meisten von Ihnen sind noch mit Wir erwarten die Einsendung der fehlenden Tabellen oder Bericht, Einsendung der Tabellen uber die im J. Semester l. daß in der betreffenden Gemeinde im I. Semester l. J. keine J. crepirten oder getödteten Thiere im Thiere crepirt sind oder getödtet wurden, nunmehr binnen drei Tagen bei Meidung von Strafe. J. V.: Dr. v. Gemmingen. Betreffend: Abnahme des Verfassungseides vom II. Quartal 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zur Ausschwörung des Verfassungseides befindenden Ortsbürger und die, welche ohne Ortsbürger zu werden, geheirathet haben, Mittwoch den 15. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, und Dienstag den 14. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier, für aus den Gemeinden des früheren Kreises Friedberg Termin anberaumt. hörigen der ersteren Orte, welche Beschwerden und Wünsche vorbringen lassen und die im Rückstand befindlichen unten Verzeichneten zugleich bei Verzeichnisse mit Bescheinigung, daß Vorladung erfolgt oder Bericht, daß keine zu laden Sebastian Föller von Friedberg, Moses Nagel von Nieder-Erlenbach, Johann August Weber von Ober-Erlenbach, Heinrich Der Großherzogliche Kreisr beehrt sich die Herren Bürgermeister der Gemeinden des Sparkassebezirks stifts auf Montag den 13. d. Mts., Vormittags Wahl von je drei Mitgliedern des der Tagesordnung einzuladen: durch die im II. Quartal 1885 aufgenommenen, aber in der Gemeinde wohnen, haben wir auf Friedberg den 6. Juli 1885. sowie die hiermit sich noch im Rückstande auf dem Selzerbrunnen bei Groß⸗Karben für die aus den Orten des früheren Kreises Vilbel Zugleich Dr. Braden. wollen, Audienz ertheilen. 3 Mark Strafe vorladen lassen und bis zum 12. l. Mts. unfehlbar sind, an uns einsenden. die zur Ausschwörung des Verfassungseides Verpflichteten werden wir in dem erstgenannten Termine anderen Ange— Sie wollen hiernach Einladung ergehen Kaufmann von Gambach, Jacob Metzger von Gambach, Philipp Falk von Melbach, Heinrich Georg Hinkel von Vilbel. ath des Kreises Friedberg Friedberg⸗Butzbach mit Bezug auf 9 Uhr, in dem Rathhaussaal zu Friedberg zur Verwaltungsraths der beiden Kassenbezirke. §. 7 der Statuten des Mathilden⸗ Erledigung folgenden Gegenstandes Im Falle der Großherzogliche Bürgermeister verhindert sein sollte, ist der Beigeordnete und in dessen Verhinderung ein Gemeinderathsmitglied zum Erscheinen einzuladen. Friedberg den 2. Juli 1885. zu der auf Montag den Generalversammlung des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach. kommen in derselben, mit Bezug auf§. 8 der Statuten, zur Verhandlung: 1. Rechnungsablage. 2. Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder zu Friedberg. 3. Festsetzung des Voranschlags für 1886, wobei 4. Bestimmung des Gehalts des für die Kasse zu Friedberg an— zustellenden Rechners. 5. Festsetzung der von demselben zu leistenden Caution. 6. Bestimmung der Höhe des Zinsfußes von Einlagen— F. 23 der Statuten. Dienstnachrichten aus Heinrich Wilhelm Appel von Nieder-Florstadt wurde als Erledigung. Mein Ausschreiben gegen die Elise Eberhardt, Ehef als erledigt zurück. hiermit Friedberg am 3. Juli 1885. 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf Einladung Dr. Braden. Grund des F. 9 der Statuten des Mathildenstifts anberaumten Die Versammlung findet in dem Rathhaussaale zu Friedberg statt und 7. Mittheilung über Aenderung der Statuten bezüglich der Be⸗ stimmung in F. 28, Schlußsatz. 8. Mittheilung über Aufnahme neuer Mitglieder. 9. Ergänzung des Vorstandes. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Friedberg den 2. Juli 1885. Der Präsident des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach. Dr. Braden. dem Kreise Friedberg. Feldgeschworener dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. rau des Johannes Eberhardt von Ober⸗ Schmitten, nehme ich Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner Deutsches Reich. Darmstadt. Die Bauaufseher Schmitt zu Nidda, Weide zu Ober-Mörlen, Stipp zu Assenheim, Engel zu Butzbach, Schäfer zu Vilbel, Lohfink zu Bleichenbach, Bingel zu Unter⸗ Schmitten, Dingeldein zu Götzen, Schneider zu Friedberg, Glitsch zu Nieder-Florstadt, Reitz zu Schotten, Einhäuser zu Altenstadt, Pfaffen⸗ roth zu Berstadt, Schädel zu Lißberg, Dörsam zu Dorheim, Mettenheimer zu Lindheim, Herrn— brodt zu Bingenheim, Körber zu Gedern, Spatz zu Nieder⸗Mockstadt und Konrad zu Ilbenstadt wurden in den Ruhestand versetzt, der Ober— förster Thaler zu Octenberg zum Forstmeister in Grünberg, der Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Schädel zum Lehrer an dem Gym— nasium zu Bensheim, J. Klein in Mainz zum Gehülfen bei der Provinzialdirektion Rheinhessen, G. Spamer in Darmstadt zum Gehülfen bei der Provinzialdirektion Starkenburg, J. Hartmann in Gießen zum Gehülfen bei der Provinzial— direktion Oberhessen, P. Thiery in Mainz zum Gehülfen bei dem Kreisamt Mainz, K. Müller in Darmstadt zum Gehülfen bei dem Kreisamt Darmstadt, J. A. Geißler in Dieburg zum Gehülfen bei dem Kreisamt Dieburg, L. Mar⸗ quard in Erbach zum Gehülfen bei dem Kreis— amt Erbach, J. B. Lautenbach in Bingen zum Gehülfen bei dem Kreisamt Bingen, K. Wurstius in Alsfeld zum Gehülfen bei dem Kreisamt Alsfeld, G. Weitz in Offenbach zum Gehuͤlfen bei dem Kreisamt Offenbach, H. Kreuder in Friedberg zum Gehuͤlfen bei dem Kreis amt Friedberg ernannt. — Das Reglerungsblatt, Beilage Nr. 14, enthält: 1. Bekanntmachung, den Steuerausschlag zur Be⸗ zahlung des Gehalts des Rabbinen zu Offenbach für 1885/86 betreffend. 11. Uebersicht der für 1885/86 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kreises Dieburg. 5 III. Desgleichen in den Gemeinden des Kreises Schotten. IV. Ordensverleihungen. V. Dlenstnachrichten. ——— 2— VI. Konkurrenzeröffnung. Erledigt ist: Die evan— gelische Pfarrstelle zu Leeheim. — Post⸗Personalnachrichten. Versetzt sind der Post⸗ kassierer Kutter von Darmstadt nach Posen behufs Uebernahme einer Postinspektorstelle, der Ober-Post— direktionssekretär Kobelt von Bromberg nach Darmstadt behufs Uebernahme der Postkassiererstelle, der Postsekretär Wittich von Darmstadt nach Kassel behufs Uebernahme einer Bureaubeamtenstelle 1. Kl. und der Postsekretär Tietz von Mainz nach Wesserling im Elsaß behufs Ueber— nahme der Postmeisterstelle daselbst. In den Ruhestand getreten ist der Ober-Postassistent Sassenfeld in Kastel. Gestorben ist der Ober-Postkommissarsus Welcker in Darmstadt. — Militärdienstnachrichten. Keppler, Prem. Lieut, vom 4. Gr. Inf. Regt. Nr. 118 wurde unter Stellung à la s. des Regts als Adjutant zur 41. Inf.⸗Brig. kommandirt; Wagner, Sec.⸗Lieut. von dems. Regt., zum Prem. Lieut. befördert. Jugenheim. Der Fürst von Bulgarien trifft am 12. Juli dahier ein. Von hier aus wird sich der Furst mit seinen Eltern zur Hoch— zeit des Prinzen Heinrich nach Englaud begeben. Berlin, 3. Juli. Fürst Bismarck ist heute in erwünschtem Wohlsein von Kissingen zurück gekehrt. Die Kur hat kräftigend gewirkt, be— sonders aber hat Kissingen der Fürstin genützt. Der Kanzler reist übermorgen nach Kröcheln— dorf, wo Montag die Hochzeit des Grafen Wil— helm stattfindet. — 3. Juli. Im Bundesrath stimmten gestern Mecklenburg-Strelitz und Reuß ältere Linie gegen den Antrag des Justizausschusses über die braunschweigische Erbfolgefrage, Meck— lenburg-Schwerin und beide Lippe dafür, unter Abgabe von besonderen Erklärungen, während Oldenburg ebenso wie Braunschweig sich der Abstimmung enthielten. — 4. Juli. Der Bundesrath hat heute die Beschlußfassung über die Zollbehandlung der Petroleumfässer ausgesetzt, sodann von dem Aus— schußbericht über die Festnahme v. Vollmar's und Frohme's Kenntniß genommen, und sich demnächst bis zum 15. September vertagt. Die„Kreuz— zeitung“ bespricht den Beschluß des Bundesraths in der braunschweigischen Frage und betont, daß derselbe ausdrücklich zwei Gründe in präciser Formulirung anführt, wegen welcher die Regier— ung des Herzogs von Cumberland mit den Grund— prinzipien der Bündnißverträge und der Reichs— verfassung nicht vereinbar sei. Würden diese Gründe beseitigt, so werde offenbar der Beschluß des Bundesraths gegenstandslos werden. Das genannte Blatt will die Beschlußfassung des braun— schweigischen Landtags abwarten, Cumberland habe dann die Eutscheidung immer noch in der Hand. — 4. Juli. Der Reichskanzler hat gestern den Vertrag mit dem Norddeutschen Lloyd in Bremen, betr. die Dampfersubvention, vollzogen. Ems, 3. Juli. Prinz Wilhelm von Preußen traf heute zum Besuche des Kaisers hier ein und wurde vom Flügeladjutanten Grafen Lehndorff am Bahnhofe empfangen. Der Prinz reist heute Mittag nach Coblenz zur Kaiserin. Bischof Roos von Limburg traf ebenfalls heute hier ein und wurde vom Kaiser zur Tafel gezogen. Der Kaiser besuchte gestern zum ersten Male das Theater. — 5. Juli. Prinz Wilhelm traf aus Cob— lenz kommend heute wieder hier ein und ver— weilt bis morgen. Fürst Leopold von Hohen— zollern, welcher heute Morgen hier ankam, wurde vom Kaiser empfangen und mit dem Prinzen Wilhelm zur Tafel geladen. Weimar, 5. Juli. Das Befinden der Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Weimar, welche gestern bei einem Spazierritt mit dem Groß— herzog das Unglück hatte, mit dem Pferde zu stürzen und bewußtlos in das Schloß getragen werden mußte, hat sich gebessert. Dem Vernehmen nach liegt keine gefährliche Verletzung vor. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Nach einer Gasteiner Privatdepesche ist die Disposition be— treffs der Ankunft des deutschen Kaisers fallen gelassen. Das Reiseprogramm wird erst ge— legentlich des Kaiserbesuches auf der Mainau festgesetzt. Die Kaiserreise nach Gastein ist da— her noch zweifelhaft. Fraukreich. Paris. Das„Memorial diplomatique“ meldet, das englische Cabinet habe die unverzügliche Ersetzung des Khedive Tewfik durch den Exkhedive Ismael Pascha in Aussicht genommen. Spanien. Madrid, 3. Juli. Die Kammer hob, als sie erfuhr, daß sich der König nach Aranjuez begeben, unter Hochrufen auf den König die Sitzung auf. Als der König Nach— mittags zurückkehrte, erwartete ihn am Bahn— hofe eine sehr große Meuschenmenge, welche ihn mit enthusiastischen Kundgebungen bis zum Palais begleitete. Griechenland. Athen. Kalliphornas von der ministeriellen Partei ist mit 146 gegen 60 Stimmen zum Präsidenten der Kammer gewählt worden. Aus Stadt und Land. Friedberg, 4. Juli. Gestern Abend wurde Lieske per Bahn von Frankfurt hier durchgebracht. Er war stark gefesselt, von einem Polizeieommissär und mehreren Schutz— leuten begleitet. Ueber das Endziel der Fahrt konnten wir nur in Erfahrung bringen, daß die Billete nach Kassel lauteten. Dies läßt annehmen, daß er wohl nach dem Zuchthause zu Wehlheiden gebracht wurde. Falls der Kaiser das Todesurtheil bestätigt, woran wohl kaum zu zweifeln ist, wird die Hinrichtung in etwa 4 Wochen erfolgen. h. Friedberg. Die Delegirtenversammlung der 23 Nereine des Mainthalsängerbundes findet am 22. Aug. d. J. im Hötel Trapp dahler bei Gelegenheit der gol— denen Jubelfeier unseres Gesangvereins„Nederkranz“ statt. Auch dadurch wird diese Feier eine erhöhte werden. Aus der Tages ordnung für die Delegirtenversammlung heben wir hervor: das Aufnahmegesuch eines Vereins, der Sängertag in 1886, Rechnungsablage, Wahl von Mit⸗ gliedern zum Controlausschuß, Referate über die Thätig keit der Vereine, Rückblick auf den Sängertag in Offen⸗ bach u. s. w. H. Friedberg. In Nr. 417 des Frankf. Journals hat ein Berichterstatter unsere Stadt und unser Geschäfts— und Verkehrsleben einer derartigen Kritik unterzogen, daß er wirklich eine öffentliche Rüge verdient, zumal derselbe völlig unwahre Angaben gemacht hat, um seine Zwecke zu erreichen, nämlich die projeetirte Bahn aus dem Vogelsberg und der oberen Wetterau in Nieder⸗ Wöllstadt und um keinen Preis in der Kreisstadt Friedberg einmünden zu lassen. Und doch ist der weitaus größte Theil der interessirten Bevölkerung für eine Einmündung in Friedberg. Nieder-Florstadt wird z. B. in jenem Artikel als ein sehr wohlhabender und sehr bevölkerter Ort bezeichnet im Gegensatz zu Friedberg, das ja„gar keinen Güterverkehr hat“. Diese geradezu lächerliche Be— hauptung zu widerlegen, wird wohl Niemanden einfallen. Wenn der Arttkelschreiber aber gerne einmal wissen will, welch kolossaler Güterverkehr hier statifindet, dann möge er einmal auf hiesigem Bahnhofe nachfragen, die Be— amten sind sehr höfliche Leute und geben gerne Auskunft. Hoffentlich wird jenem Berlchterstatter demnächst im „Frankfurter Journal“ von berufener Seite nach Gebühr geantwortet. H. Friedberg. Zur Schlachthausfrage freut sich Einsender dieses vor allem darüber, daß sich aus den Kreisen des Metzgerhandwerks eine Stimme hören läßt, die selbstredend gegen das erwähnte Projeet spricht. Aber welche Gründe führt der geh.-Correspondent an? Sind sie doch alle durchaus nicht stichhaltig! Aus unserem ersten Artikel ist auch nicht im Enferntesten zu ersehen, daß Friedberg nach dem Muster einer Großstadt verwaltet werden soll. Aber es sind doch nicht zu leug— neude Thatsachen, daß wir die erwähnten zwel Vorzüge einer Großstadt besizen. Zwar sind wir, selbst wenn wir den dritten Vorzug, ein Schlachthaus, besitzen, immerhin noch keine Großstadt, haben auch kein Gelüste darnach. Aber die Behauptung des geb.-Correspondenten, Friedberg sei in geschäftlicher Beziehung zurückgegangen, zeugt von vollständiger Unkenntniß der hiesigen Verhält⸗ nisse. Räumen wir auch ein, daß einige Geschäfte, ja sogar einige Branchen, Noth gelitten haben, so sind doch die Gründe hierfür ganz anderer Art, da sich die Verhältnisse im Allgemeinen eben geändert haben. Gerade das Gegentheil von jener Behauptung ließe sich leicht erweisen. Der weiteren Bemerkung, daß in den letzten Jahren bedeutend weniger als vor einem Decenium ge schlachtet worden sei, stellen wir die amtliche Zahl des im vergangenen Jahre geschlachteten Viehes entgegen, welche 742 Stück Großvieh und 4058 Stück Kleinvieh ergibt. Betreffs des neuen Polizeireglements muß, wie schon erwähnt, der Erfolg erst abgewartet werden, aber bet uns steht es zweifellos fest, daß, wenn eine strenge Handhabung jener Verordnung erfolgt, die Metzger bald selbst den Wunsch nach einem Schlacht— haus laut werden lassen werden. Doch was will der geh.-Einsender eigentlich mit„noch weiteren theueren städtischen Anlagen“ und mit seinem Satze:„Sparen, wo es irgend geht“? Wähnt er etwa, das Schlacht— haus würde eine Anlage werden, die die Stadtkasse schädlgen und die Communal-Steuern erhöhen würde? Da ist der Einsender leider gar schlecht in unsere finanziellen städtischen Verhältnisse eingeweiht. Das Schlachthaus würd, wie die Gas- und Wasserleitungs— Anstalten, eine Rente für die Stadt abwerfen, außer den übrigen Wohlthaten und Annehmlichkelten, die mit seiner Eylstenz eintreten dürften. Sobald sich das Profekt als solches gestalten wird, wollen wir dem geh.-Corre⸗ spondenten über diesen Punkt nähere Eklärungen geben, vorerst halten wir es für überflüssig. n. Vilbel, 2. Jull. Heute Vormittag fand eine Siz⸗ ung des Verwaltungsrathes des Mathildenstifts Vilbel in hiesigem Rathhaussaale statt. Nach dieser tagte die dies; jährige Generalversammlung des Mathildenstifts. Die Ver⸗ treter der betheiligten Gemeinden waren bis auf zwei alle erschtenen, die übrigen Mitglieder dagegen nicht minder zahlreich. Gestützt auf das Prinzip, die Ueberschüsse der Kasse, soweit als möglich oder thunlich immer den im Mathlildenstiftsbezirk etablirten Anstalten ꝛc. ꝛc. an: gedeihen zu lassen, mußte der Verwaltungs rath mehrere Gesuche um Unterstützung von Anstalten außerhalb des Bezirks unberücksichtigt lassen, dagegen wurden alle Ge⸗ suche von Anstalten ꝛc. innerhalb des Bezirks(z. B. Ge⸗ werbeschule und Bezirkskrankenhaus zu Vilbel) mit ent⸗ sprechenden Unterstützungen bedacht. Die von dem Ver⸗ waltungsrath gefaßten und der Generalversammlung zur Genehmigung vorgelegten Beschlüsse wurden mit großer Majorität angenommen. Für die austretenden 5 Mit⸗ glieder des Verwaltungsrathes wurden von 46 Ab⸗ stimmenden: Karl Guth mit 37 Stimmen, Karl Friedrich Brod mit 33 Stimmen, Buͤrgermeister Weitzel von Kaichen mit 32 Stimmen wiedergewählt, neugewählt Bürgermeister Hinkel dahier mit 43 Stimmen und Bürgermeister Herling zu Rendel mit 23. Stimmen. Gießen, 3. Juli. In der Rechtssache Hinze e. Jöckel, die heute behandelt wurde, setzte das Landgericht seine Entscheidung bis zum 10. Juli aus. Bingen, 4. Juli. Anläßlich des heute beginnenden amerikanischen Schützenfestes prangt die Stadt in vollem Flaggenschmuck. Um 8½ Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und wurde überall von der Bevölkerung freudig begrüßt. Vor Beginn des Schießens ließ Haupt⸗ mann Diehl von den Independent-Newyorker-Schützen dret Ehrensalven für den Kaiser Wilhelm, den Präsidenten Cleveland und die Stadt Bingen abgeben. Allerlei. Frankfurt. Ein eingeschriebener Drohbrief wurde der Frau Camphausen, der bekannten Zeugin in dem Prozesse Lieske, zugestellt. Es wird ihr mit der Rache der Anarchisten gedroht. Berlin, 3. Juli. Die diesjährige Uebungsreise des großen Generalstabes findet Mitte August statt und er⸗ streckt sich durch die Provinzen Posen und Westpreußen. Wien, 3. Juli. In Horodenka(Galizien) sind über 600 Häuser abgebrannt; 5000 Menschen, meistens arme Juden, sind obdachlos und brodlos. Zwei Menschen verbrannten, mehrere Kinder werden vermißt; es herrscht große Noth. London. Ein schreckliches Unglück ereignete sich am 1. Jull Mittags, wie der„K. Ztg.“ aus Leeds ge⸗ schrieben wird, in der dortigen Ingham'schen Nagelfabrfk, indem ein Theil des Gebäudes einstürzte und sechs Ar beiterinnen auf der Stelle getödtet wurden. Das Ge⸗ wicht eines großen Vorraths an Nägeln und der schweren Maschinen soll den Einsturz bewirkt haben. Nur dem Umstande, daß das Unglück sich zur Mit⸗ tagszeit ereignete, wo der größte Theil der Arbeiterinnen die Werkstätte verlassen hatte, ist es zu danken, daß die Zahl der Opfer nicht bedeutend größer gewesen. Madrid. In Spanien wüthet die Cholera fortge⸗ setzt in erschreckender Weise. Am 2. ds. kamen im ganzen Choleragebiete 1354 neue Choleraerkrankungen und 664 Todesfälle vor. Am meisten heimgesucht ist die Provinz Valeneta, in welcher am genannten Tage 366 Todesfälle vorkamen. Die Zähmung des Straußes. In ganz Afrika und in Arabien jagt man nach dem Strauß seiner prachtvollen Federn wegen, die fest, elastisch, graziös und wallend sich so wunderbar jeder Zubereitung fügen und alle Nuancen der Färbung annehmen. Die Strauße von Hoggar und aus der Berberei sind, inclusive der sich in Syrien findenden, die schönsten in der Welt. Die von Ober-Negypten, von Sennar und Darfour haben auch das Renommee, vorzüglich zu sein. Die Strauße am Kap geben hinsichtlich der Qualität geringere Federn, haben aber nicht ihres Gleichen hin— sichtlich der Lange. Die rohen Federn kommen in großen Kisten nach London und nach Havre. Nach Millionen beziffern sich die Geschäfte in den Docks von London; die Einfuhr vom Kap be— ziffert sich auf zwei Drittel der Summe. Der französische Handel der Straußfedern versorgt sich theilweise von Havre. Die Deutschen, die noch unlängst sich aus diesen beiden Städten damit versahen, kaufen jetzt ihre Federn in Hamburg; die Kommissionäre dieses Hafens hatten die Initiative ergriffen, und auch die Intelligenz, sich direkt mit dem Bezugslande in Verbindung zu setzen. Um den Fortschritten der Vernichtung der Strauße infolge der be— ständigen Nachfragen nach Federn zu steuern, ä——— DP Kairo befindet. ratstellen eingetheilt, als man Straußenpaare beschloß man, einen Versuch en gros mit der Züchtung dieses interessanten und kostbaren Vogels zu machen. Die ersten Einrichtungen für derartige Etablissements gingen von der eng— lischen Kolonie am Kap aus, und bald folgten Algerien und Aegypten dem Beispiel. Es war das eine glückliche Spekulation und eine der interessantesten Unternehmungen der Neuzeit. Schreiber kann es aus eigener Anschauung schildern, da er Gelegenheit hatte, die von einer italie— nischen Gesellschaft neu eingerichtete Kolonie für Strauße zu sehen, die sich in der Ebene, wo früher die Stadt Heliopolis sich erhob, unfern Der Park ist in soviel Sepa⸗ hat; oft gibt man einem Strauß auch zwei Weibchen. In den großartigen Anlagen am Kap, wo es an Raum nicht fehlt, findet eine andere Einrichtung statt. Der weite Park, sagt ein Reisender, der die englischen Kolonien in Zentral-Afrika besuchte, ist wie ein Wildpark, mit einem großlöcherigen Drahtgitter umzogen, das den Zweck hat, das Entfliehen der kostbaren Vögel zu verhindern. Da sie aber nicht fliegen, nur schnell laufen können, so ist die Gefahr durch das Gitter beseitigt; nur will man ihnen durch die weite Ausdehnung soviel wie möglich gestatten, nach ihrer Bequemlichkeit zu leben, sich ihre Nahrung nach Gefallen zu suchen, und sich ihre Nester da anzulegen, wo ihnen die Oert— lichkeit passend erscheint und sie von der Nach— barschaft der Menschen nicht beunruhigt werden. Alle Jahre gehen die Pächter und ihre Ge— hilfen um die Mauserzeit auf die Auswahl der zu rupfenden Strauße. Sie verstehen es, die Thiere durch ungefährliche Schüsse vor sich her zu jagen, bis sie sie zu einem eingeengten Ge— hege bringen, in das sie hineinflüchten, und wo man sie alsdann fassen kann, um sie ihres schönsten Schmuckes zu berauben. Ist das ge— schehen, so gibt man ihnen die Freiheit wieder und läßt sie bis zum nächsten Jahre laufen, rupft sie auch wohl dreimal innerhalb zweier Jahre. Ein völlig ausgewachsenes Straußenpaar kostet am Kap 12,000 Francs. Seine Ernähr— ung kostet in einem gut verwalteten Etablis— sement gegen 225 Fres. jährlich und der Werth seiner Federn ist auf circa 2500 Fres. abge— schätzt. Somit ist wie man sieht, der Vortheil schon ein sehr bedeutender, aber er repräsentirt doch nur einen kleinen Theil des Gewinns, den die Anlage durch den alljährlichen und be— ständigen Zuwachs der Herde einbringt, also das Kapital selbst mehr als verdoppelt. Die Steigerung erreicht oft in einem Musteretablis— sement die fabelhaftesten Ziffern. So bringen B. 10 ausgewachsene Straußenpaare, die gut verpflegt werden, im Durchschnitt 30 Eier pro Paar, das macht 300 Eier das Jahr. Hierzu tritt die natürliche und künstliche Aus— brütung; man kann also die sämtlichen Eier verwershen und erhält dann im 8. Jahre der Anlage eine Brutto-⸗Revenüe von 500,000 Fres. von den Federn, während die Herde einen Werth von 5 Million Fres, repräsentirt. Die ländlichen Etablissements sind gewöhnlich mit 150 bis 200 Straußen bevölkert; man läßt die Eier nicht durch die Strauße ausbrüten; man benützt dazu künstliche Brutmaschinen, die ganz vortreffliche Resultate geben. Die Ausbrütung findet im Monat Juni und Juli statt und dauert 43 Tage. Man ernährt die kleinen Strauße dadurch, daß man sie auf einen sehr zarten, feinen Nasen bringt; merkwürdiger Weise aber verleugnen sie ihre Natur so wenig, daß sie so⸗ fort, nachdem sie ausgekrochen, kleine Kieselsteine verschlingen, die zu ihrer Verdauung durchaus nothwendig sind. „In der Nacht,“ schreibt ein Mann, der vier Jahre bei der Aufzucht der Strauße thätig war,„werden die Kleinen ins Zimmer genommen, und die besonders zart und schwäch—⸗ lich erscheinen, werden warm zugedeckt; wenn sie einige Monate alt sind, bringt man sie in einen abgegrenzten Raum, wo sie ihre regel— 1 mäßige Nahrung in feinen Gräsern und Klee erhalten. In einem daneben liegenden Park befinden sich ältere, ein-und zweijährige Strauße. Jede Umzäunung hat einen kleinen Schutz— schuppen, im Fall, daß es regnet oder hagelt, und der Boden ist dick mit Sand oder kleinen Kieselsteinen bestreut, damit die kleinen Kost— gänger ganz nach ihrer Phantasie und ihrem Geschmack ihren Hunger stillen können, Die männlichen Strauße sind es, welche die schönsten und theuersten Federn liefern. Einzelne Federn erreichen oft ein Meter Länge und werden pro Stück im Lande selbst mit 75 Fres. bezahlt. Die großen Mittel- und kleinen Federn, welche nach England expedirt werden, finden auf dem Markt von London oft Preise, die ins Große gehen, oft über 2000 Fres. das Pfd. für die schönsten Qualitäten. Ein stattlicher Strauß liefert im Durchschnitt 40 Federn aus den Flügeln und 100 Federn aus dem Schwanz. Anerkennend muß man es hervorheben, daß Frankreich seit 1857 die Idee erfaßte, den Strauß in Algerien zu züchten, und England 1864 es praktisch durch die Kolonie am Kap ausführte; seit jener Zeit hat die Zähmung des Straußes Riesenschritte gemacht. Die Statistik zeigt uns durch eine einfache Zahlenzusammen— stellung die Bedeutung dieser neuen Industrie. Nach einer im Jahre 1865 gemachten Zählung waren zu jener Zeit nur 83 gezähmte Strauße im ganzen Umfange der englischen Kolonie. Nach der Zählung von 1879 übersteigt die Zahl der dort gegenwärtig gezüchteten 70,000, und der bloße Werth der nach England ge— sandten Federn ist auf die runde Summe von 15 Million Franks zu fixiren. Es ist in der That ein staunenswerthes Re— sultat, zu welchem ein Volk mit praktischem Geist und unermüdlicher Ausdauer gelangen kann, wenn es die Dinge mit jenem Ernst er— faßt, wie sie, einmal ins Leben gerufen, auch erfaßt werden müssen. Handel und Verkehr. Friedberg, 4. Juli. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75— 0.80, Eiter 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Gleßen, 4. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.70— 0.75, Eier per St. 5—6 Pf., Käse per St. 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.80, Hühner per Stück M. 0.80— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stuck M. 1.50—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel fleisch 64—70 Pf., Kalbfleisch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 5— 7, Kirschen per Pfd. 1018 Pf. Frankfurt, 3. Juli. Auf dem Heu⸗ und Stroh⸗ markt waren 48 Wagen zugefahren. Heu kostete 100 Ko. M. 6.—6 60, Stroh M. 4.— 5.20. Frankfurt, 4. Juli. Wochenmarkt. Der Centner Erbsen kostete M. 10—15, der Ctr. Zwiebel M. 14— 16, das Gescheid 50 Pf., das Viertelhundert neue Zwiebel 60—70 Pf. Butter im Großen 70 80 Pf., im Detail 90 Pf. bis M. 1.10, Tafelbutter M. 1.20— 1.30. Eier das Hundert M. 4—5. Neu Wirsing und Weißkraut 15—20 Pf., Kohlrabi 3—4 Pf., das Hundert Gurken M. 10-20, das Stück 12—25 Pf., das Pfd. Erbsen 12— 15 Pf., das Pfd. Zuckerschoten 20—25 Pf., Heldel—⸗ beeren der Liter 12— 15 Pf., Walderdbeeren der Liter 60—70 Pf., Stachelbeeren das Pfd. 20 Pf., Schwämme 25—30 Pf., Blumenkohl 20—70 Pf., Schneidbohnen das Hundert 80 Pf. bis M. 1, das Pfd. gewöhnliche Beockelbohnen 40 Pf., Kirschen 6—8 Pf., im Kleinen 10-20 Pf., Orangen das Hundert M. 18— 20, Melonen das Pfd. M. 1, Himbeeren das Pfd. 50—60 Pf., Johannisbeeren, rothe 18—25 Pf. Fleisch- und Gefluͤgel— preise unverändert. 53737 12484 3086 157336 141377 151965 52746 147233 155274 122327 und 112181; je 200 Thaler fielen auf Nr. 7098 132814 2977 20258 124965 130137 85719 102546 51904 und 20676; je 400 Thaler fielen auf Nr. 89940 91807 60365 89048 und 21685; je 1000 Thaler fielen auf Nr. 89038 122328 und 149492; je 1500 Thaler fielen auf Nr. 43242 und 571813 2000 Thaler fielen auf Nr. 146313, 4000 Thaler auf Nr. 58563, 8000 Thaler auf Nr. 41303 und 32,000 Thlr. auf Nr. 164343. Oesterreichische fl. 250.⸗Loose von 1854. Serienziehung vom 1. Juli 1885. Ser.⸗Nr. 130 160 212 764 803 881 942 1182 1228 1230 1257 1265 1330 1475 1480 1594 1758 1797 1861 1920 1998 2019 2082 2233 2397 2575 2738 2805 2822 2847 2982 3039 3121 3193 3264 3304 3310 3371 3372 3497 3551 3676 3751 3906. Die Gewinnziehung findet am 1. Oktober 18885 statt. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Gastspiel der Münchener. Dienstag den 7.: Im Austragstüberl. Mittwoch den 8.: Zum ersten Male: Die Zwiderwurzen. Volksstück in 5 Akten von Dr. Hermann Schmidt. Donnerstag den 9.: Der Schlagring. Freitag den 10.: Zum ersten Male wiederholt: Die Zwiderwurzen. Samstag den 11.: Herrgottschnitzer. Sonntag den 12.: Die Zwiderwurzen. Literarisches. Daheim Nr. 40 enthält: Sigrit. Eine Geschichte aus Finnland von E. Berg.— La mina de los Padres. Von A. Niemann. Mit Illustr.— Richard Böhm, der Afrikareisende. Von R. Andree. Mit Porträt.— Von den Samoa-Inseln. Nach Briefen von G. v. Brauchitsch. Mit 4 Illustr.— Am Familientisch: Generalfeldmarschall v. Manteuffel. Mit Porträt.— Abgeschätzt und unter⸗ schätzt. Von W. Hügel.— Berliner Theaterenthusiasmus vor 100 Jahren.— Briefkasten.— In unserer Sptelecke. Mit 1 illustr. Beilage. „Die Werkstatt“, Meister Konrads Wochenzeitung Nr. 27 enthält: Aus der Welt.—„Sollen die Meister in der Zahl der Lehrlinge beschränkt werden?“„Wo's dem Handwerk eigentlich fehlt.“— Für die Werkstatt: Wie es zu Zeiten des alten Fritz in Schlesien mit den wandernden Handwerksburschen gehalten wurde.— Auf Stück gearbeitet.— Spruch.— Allerhand Nützliches für den Handwerker.— Für den Abendschoppen: Vor⸗ sicht mit dem Zunftzwang.— Malermeister und Agitator J. Klasse.— Wahrhaftig in's Garn gegangen.— Was die Zeitungen über den Meister Konrad schreiben.— Für Haus und Herd: Vom Wirthshausgehen.— Das Vogelnest.— Gegen die Fliegen.— Verschossenen schwarzen Tuchhosen wieder ein gutes Aussehen zu geben. — Formkuchen ohne Hefe.— Spruch.— Für den Feier⸗ abend: Doktor und Apotheker.— Briefkasten.— Fragen und Antworten.— Anzeigen. Eingesandt. Am 12. Juli nächsthin feiert„Onkel Dietrich“ mit seiner braven Frau den goldnen Hochzeitstag. Einsender dieses denkt sich, daß diese Mittheilung Vielen in unserer Stadt von Interesse sein und daß man vielfach Ver⸗ anlassung nehmen wird, dem„goldenen“ Paare eine Freude zu bereiten. w. Wasserwärme der Usa. 5. Juli Abends 12 Grad Reaumur. 6. Juli Mittags 18 Grad Reaumur. Walter. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassere übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½ʒ Dutzend 1 e 8.50 „ Dutzend 18.78 Die Expedition des Anzeigers. Verloosung. Kassel, 1. Juli. Ziehung der Kurhessischen 40 Thlr.: Loose. Je 100 Thaler fielen auf Nr. 66973 51019 6232 138834 89535 155259 129490 54273 61853 130532 117608 33780 87363 34614 56109 147899 150690 20683 130527 130133 112184 61854 69963 51003 58379 73999 75137 96417 57196 88751 85704 41314 120208 50874 102828 94056 106311 44411 130138 57302 59745 70102 35517 55248 20682 58467 107078 117602 89036 48413 147247 68493 92157 130130 152267 133825 147245 120200 96205 22197 37063 91459 73567 49648 26655 69 155 106301 122339 69255 133810 151334 48788 74716 149651 69827 104633 37070 85720 109689 20818 89527 69252 47416 60356 26206 52747 64749 42964 161894 577 51921 147248 66970 139534 123674 33248 142373 134185 150493 69158 20271 68516 149681 112150 99944 und 111369; je 140 Thaler fielen auf Nr. 48422 58383 88770 89541 99229 118644 69826 94290 104389 Holzversteigerung. Freitag den 10. d. Mts., von Morgens 9 Uhr ab, werden im Domanialwald Burgwald, Schlag XVIII (Zusammenkunft am Forsthaus) versteigert: Schäleichen: 110 Baumstützen, 4 Rm. Scheiter, 86 Rm. Knüppel, 12000 Wellen und 20 Rm. Spähne. Ober-Ros bach, 2. Juli 1885. Großherzogliche Oberfͤrsterel Ober-Rosbach. Strack. Bekanntmachung. Die am 22. Juni l. J. auf der fisealischen Mautzen⸗ wiese abgehaltene Grasversteigerung ist nicht genehmigt. Ober⸗ Rosbach am 3. Juli 1885. 2408 Großherzogliche Oberforsteret Ober⸗Rosbach. Strack. 2447 Wetterauer Sängerbund. Der ungünstigen Witterung halber konnte das Sängerfest Sonntag den 5. Juli nich abgehalten werden und findet dasselbe nunmehr W f Sonntag den 12. Juli in Bruchenbrücken statt. Empfang der Vereine von 12 bis 1½ Uhr. anzmusif das 2439 uringia in Erfurt Kirschenfe woz Die Versicherungsgesellschaft Ch gewährt— außer Feuer⸗ und Transport-Versicherungen— a. Kapitalversicherungen auf den Todesfall mit und ohne Dividende. Dividenden werden schon von der dritten Jahresprämie an gewährt und steigen nach Verhältniß der Versicherungsjahre. Bei An⸗ nahme einer Durchschnitts Dividende von 3 Prozent erhält der Versicherte beispielsweise für das 10., 20., 30., 40. Versicherungsjahr der Jahresprämie als 30 60 90 120 Prozent Dividende; b. Altersbersorgungen, Aussteuer⸗, Militärdienst⸗ und Renten⸗Versicherungen; e. Versicherungen gegen Reiseunfälle, sowie gegen Unfälle aller Art. Prospecte und Antragsformulare stehen bei Unterzeichnetem unentge ist derselbe zur Ertheilung jeder Auskunft gern bereit. 255 Philipp Vogt, Agent der Thuringi ltlich zu Diensten und a. 1921 Kein Geheimmittel! Eisen⸗Chotolade von Franz Schulz in Berlin, Hoflieferant. Von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. Depot in der Mohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). Herrn Franz Schulz, königl. Hoflieferanten, hier! Die mir von Ihnen zur Analyse übergebene Elsen⸗Chocolade, welche nach ärztlicher Vorschrift auf 25 Gramm 28 Centigr. metallisches Eisen enthalten sollte, wurde einer eingehenden qualitativen und quantitativen Analyse unterzogen, welche ergab, daß die qu. Chocolade aus Cacao, Zucker und nur geringen Mengen Stärke bestand, denen das Eisen in leicht löslicher Form und genau in den angegebenen Mengen zugesetzt war. Die Chocolade enthielt durchschnittlich 1,23% metallisches Eisen. Sie ist demnach als ein gewissenhaft, nach der ärztlichen Vorschrift gefertigtes Präparat zu bezeichnen. Berlin den 17. September 1884. Hochachtend Dr. Paul Jeserich, Chemiker, vereidigter Sachverständiger bei den Königl. Gerichten, Innhaber des Sonnenschein'schen Laboratoriums. Berlin C., Klosterstraße Nr. a 95 Bekanntmachung. Freitag den 10. Juli l. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen in meiner Behausung folgende Gegenstände öffent— lich meistbietend versteigert werden: 14000 Stück Ziegelbretter, 2 schwere Wagen mit sämmtlichem Zubehör, 30 Centner Hafer- und Waizen⸗ stroh, sowie sonst zu der Ziegelei gehörende Gegen⸗ stände. Bei annehmbarem Gebot erfolgt sofortige Genehmigung. Friedberg den 6. Juli 1885. „reines, unverfälschtes (H. 12390.) Bek ch Bekanntmachung. Dienstag den 7. Juli l. J., Nachmittags 5 Uhr, werden in den hiesigen städtischen Pferdeställen 300 Säcke Erbsen auf Grund des Handelsgesetzbuchs öffentlich gegen Baarzablung versteigert. Friedberg am 4. Juli 1885. König, 2443 Großh. Gerichtsvollzieher. Kirschen⸗Versteigerung. Am Mittwoch den 8. Juli, Nachmittags 2¼ Uhr, sollen eine große Parthie Kirschen von etwa 15 Bäumen an der Bahnböoͤschung, beim Wärtergebäude 205 stehend, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle gegen Baar⸗ zahlung verkauft werden. Friedberg, 6. Juli 1885 2440 Martin Leißner. empfiehlt Apfel- Gelee in vorzüglicher Qualität. Hochwild, Hirsche und Rehböcke kauft zu jeder Zeit 2365 F Fr. Gunderloch. Kunstwaben 15 Bienenwachs empfiehlt 2⁴⁴ů 2 r Die Bahnmeisterei 17 5— Bergmann's g Original-Theerschweselseile von Bergmann& Co., Frankfurt a. M. Allein ächtes, erstes und ältestes Fabrikat in Deutsch- land. Anerkannt von vorzüglicher Wirkung gegen alle Arten Hautunreinigkeiten, Sommersprossen, Frost- beulen, Finnen etc. Vorräthig Stück 50 Pf. bei Herrn Apotheker Luhn in Friedberg. 2051 Silberne Medaille Amsterdam 1883 Lofodinischer Medicinal-Darsch-Leberthran von H. von Gimborn, Emmerich a. Rh. In Flaschen à 60 Pf., 1 M., und 1 M. 60 Pf. W. Bernbeck. Alle Sorten 2423 Farben, eupfeblt siuigft Im Reinigen . erabeg. von Bettfedern jeden Mittwoch, Cacke& Pinsels⸗ 9 Das Lesezimmer ist täglich von 11 Uhr Vormittags von Büchern aus der Bibliothek findet Nachmittags von 1½ bis 2 Uhr statt. bis Abends 10 Uhr für Jedermann geöffnet. Die Ausgabe Auch Nichtmitg gliedern Bücher erhalten. Aufträge können täg werden. Musikverein. Parthie in den Nauheimer Hochwald und auf den Johannisberg Mittwoch den 8. Jult 1885. Zusammenkunft Nachmittags 3½.(Uhr am dicken menen Infolge Abschlusse Infolge 2 usses mit einer bedeutenden schweizer Uhrenfabrik befinde ich mich in der Lage 5 trotz bedeutender Zoller höhung auf Taschen⸗ Uhren solche zu außerordentlich billigen Preisen verkaufen zu können und offerire silberne Cylinder⸗Uhren von M. 14.80 an, goldene Uhren von M. 30 an, gut abgezogen, unter 2jähriger Garantie. bringe ich mein außerordentlich reichhaltiges Lager in Gold-, Silber- und versilberten Waaren in empfehlende Erinnerung. A. Maass. Uhrmacher und Goldarbetter. Noß haare, Schweifabschnitte, kauft zu den höchsten Preisen Theobald Steinel, Bürstenmacher. lich im Lesezimmer abgegeben 2445 2438 WaarenEtiquettes in verschiedenen Größen per Schachtel 35, Pf., bei Carl Bindernagel. 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