dler. er.“ Tn. H. 1238l.) r leichsucht 8 1885. NR Dienstag den 6. Bctober. J IIS. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 7 J. 75„ l. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Areis Friedberg. Boner un S Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 P Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 8 8 Amtlicher Theil. Betreffend: Die Anschaffung des von der Forstverwaltung für Communalwaldungen zu verwendenden 8— 5 Formularpapiers, insbesondere Ersatz der hierdurch pro 1884/85 entstandenen Kosten. Fried berg den 1. October 1885. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Markoorstände ꝛc. des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, die alsbaldige Auszahlung der nachstehend aufgeführten Beiträge an Großherzogliches Rentamt Friedberg zu veranlassen Dr. Braden. 8 M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf Gemeinde Butzbach 4 39 Gemeinde Wohnbach 177 Gemeinde Ober-Mörlen 6 45 Gemeinde Ober-Florstadt— 64 Hospital St. Wendel Butzbach— 31 Gemeinde Weckes heim— 52 Gemeinde Ober-Rosbach 5 00 Gemeinde Reichelsheim 130 Gemeinde Beienheim— 57 Gemeinde Bodenrod 120 Gemeinde Ockstadt 238 Gemeinde Stammheim 2 43 Gemeinde Gambach 3 09 Gemeinde Fauerbach v. d. H. 3 46 Gemeinde Assenheim— 26 Gemeinde Harheim 1 33 Gemeinde Griedel 1162 Gemeinde Hausen— 64 Gemeinde Bönstadt 1149 Gemeinde Holzhausen v. d. H. 1 64 Gemeinde Kirch-Göns 180 Gemeinde Hoch-Weisel 5 63 Gemeinde Büdes heim— 88 Gemeinde Massenheim— Gemeinde Nieder-Weisel 6 64 Gemeinde Langenhain 2 61 Gemeinde Burg⸗Gräfenrode— 68 Gemeinde Nieder-Erlenbach 1 83 Gemeinde Oppershofen— 05 Gemeinde Maibach 2 24 Gemeinde Groß-Karben 138 Gemeinde Nieder-Eschbach 1 59 Die Mark Rockenberg mit Oppershofen 3 91 Gemeinde Münster 229 Gemeinde Heldenbergen— 66 Gemeinde Ober⸗Erlenbach 1 91 Gemeinde Pohl⸗Gons 188 Gemeinde Ostheim 3 22 Gemeinde Ilbenstadt— 07 Gemeinde Ober Eschbach 1 94 Gemeinde Södel 1162 Gemeinde Burgvorstadt Friedberg— 10 Gemeinde Kaichen— 54 Gemeinde Petterweil 1 84 Gemeinde Steinfurth— 09 Gemeinde Bad-Nauheim 1154 Gemeinde Klein-Karben 130 Gemeinde Rodheim 7 19 Märkerschaft Trais-Münzenberg— 48 Gemeinde Nieder-Mörlen 175 Gemeinde Nieder-Florstadt 2 95 Gemeinde Vilbel 1 90 Gemeinde Wölfersheim 108 Gemeinde Nieder-Rosbach 2 01 Gemeinde Nieder-Wöllstadt— 13 Winterkursus an der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg pro 1885—86. Der diesmalige Winterkursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Montag den 2. November und schließt mi der Charwoche. Der Unterricht erstreckt sich auf allgemeine Schulfächer, die verschiedenen Zweige der Naturkunde und landwirthschaftliche Gegenstände. Er wird von zwei Landwirthschaftslehrern, einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer und mehreren geeigneten Hülfslehrern ertheilt. Die nöthige Anschauung gewähren die reichen Lehrmittel der Anstalt, sowie Exkursionen nach nahe gelegenen Gutswirthschaften, gewerblichen Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen. Aufnahmsfähig sind alle unbescholtenen jungen Leute, welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvirt haben. In die obere Klasse werden nur solche Schüler aufgenommen, welche vorher die untere Klasse besuchten, oder nachweisen, daß sie sich anderweitig die Kenntnisse angeeignet haben, welche das Lehrziel der unteren Klasse bilden, der alle anderen Schüler zugetheilt werden. Das Schulgeld beträgt für die untere Klasse 45, für die obere 35 Mark. Anmeldungen nimmt der Anstaltsdirigent, Großherzoglicher Landwirthschaftslehrer Dr. Tobisch, entgegen, welcher auch anderweitige Auskunft ertheilt. Die Neuangemeldeten haben ein Wohlverhaltungszeugniß der Bürger⸗ meisterei und ein Schulabgangszeugniß beizubringen. 5 5 Friedberg den 7. September 1885. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden, Kreisrath. Dr. Freih. v. Gemmingen, Amtmann. Schmidt, Kreisschulinspector. Dr. Tobisch, Landwirthschaftslehrer. Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1885/86. Friedberg den 9. September 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, daß die Ackerbauschule durch recht viele junge, der Landwirthschaft sich widmende Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird. Wir bemerken zugleich hierbei, daß für wenig Bemittelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir es nicht zu beanstanden finden, wenn auch von Gemeinden, aus welchen junge Leute die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden, indem wir recht gerne derartigen Beschlüssen Genehmigung ertheilen. Dr. Braden. 5 5 Der Großherzogliche Kreisrath des Kreises Friedberg beehrt sich die Herren Bürgermeister der Gemeinden des Sparkassebezirks Friedberg-Butzbach, mit Bezug auf§. 7 der Statuten des Mathilden— stifts auf Montag den 12. October l. J, Vormittags 9½ Uhr, in den Nathhaussaal zu Friedberg zur Erledigung folgenden Gegenstandes der Tagesordnung einzuladen:„Aenderung der Statuten.“ N Im Falle der Großherzogliche Burgermeister verhindert sein sollte, ist der Beigeordnete und in dessen Verhinderung ein Gemeinderaths— mitglied zum Erscheinen einzuladen. Friedberg den 22. September 1885. Dr. Einladung zu der auf Montag den 12. October, Vormittags 10 Uhr, auf Grund des F. 9 der Statuten des Mathildenstifts anberaumten außerordent— lichen Weneralbersammlung des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach. Die Versammlung findet in dem Rathhaussaale zu Friedberg statt und es kommen in derselben mit Bezug auf F. 8 der Statuten zur Verhandlung: 1. Anstellung eines Rechners bei der Kasse zu Friedberg. 2. Gesuch um Erhöhung des Gehalts des Rechners zu Butzbach und der beiden Controleure. 3. Aenderung der Statuten bezüglich der Bestimmung in§. 23 pos. c. und in§. 31. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein. Der Präsident des Mathildenstifts Friedberg-Butzbach. Friedberg den 22. September 1885. Dr. Braden. Braden. Betreffend: Die Krankenversicherung. Bekanntmach ung. Das nachstehende Verzeichniß der im Kreise Friedberg bestehenden Huͤlfskassen, welche dem F. 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 entsprechen, bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 28. September 1885. Dr. Braden. Verzeichniß über die eingeschriebenen Hülfskassen im Kreise Friedberg. Krankenunterstützungskasse„zur Liebe“ zu Harheim. Krankenunterstutzungskasse(frelwilliger Krankenunter“ Allgemeine Krankenunterstützungskasse zu Ilbenstadt. Allgemeine Männer-Krankenunterstützungs-Kasse zu stützungsverein) zu Ober ⸗Wöllstadt. Krankenunterstützungskasse St. Martinus zu Ober merkte Heldenbergen. Krankenunterstützungskasse„Eintracht“ zu Vilbel. Erlenbach. acht K. 6 Krankenunterstützungskasse zu Budeshelm. KLrankenunterstützungskasse zu Bad-Nauheim. Krankenunterstützungskasse„zur Eintracht“ zu Nieder — z Krankenunterstüßungskasse, Mathilde“ zu Ober-Mörlen. Krankenunterstüßungskasse„Hoffnung“ zu Vilbel. Eschbach. St. Josephs Kranken-Unterstützungs und Sterbekasse zu Ober Erlenbach. 11 Krankenunterstützungskasse und Sterbeverein zu Nieder-“ Krankenunterstützungskasse zu Rodheim v. d. H. Mörlen. Krankewanterstützungskasse zu Holzhausen. —— — 2 5 2 ee ee eee 12 * Bekanntmachung. Betreffend: Entwässerung der Grundstücke in den Fluren I bis VII der Gemarkung Staden. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 11. v. Mts. bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß bei der gestrigen Wahl der sachverständigen Mitglieder der Ausführungscommission als deren sachverständige Mitglieder gewählt wurden: 1. Friedrich Laukert, 8 2. Johannes Braun, 3. Martin Hammel, und als deren Stellvertreter 1. Friedrich Schuhmann, 2. Johannes Schuld, 3. Richard Decher, sämmtlich von Staden. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Wahlprotokoll nebst dem Verzeichniß der Stimmberechtigten drei Tage lang und zwar von Donnerstag den 8. bis Sonnabend den 10. d. Mts. einschließlich auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürger— meisterei zur Einsicht der Interessenten offen liegt. Etwaige Reclamationen gegen die Gultigkeit oder Rechtsbeständig— keit der Wahl wäre spätestens bis zum 12. d. Mts. bei der unter⸗ zeichneten Behörde und zwar bei Meidung des Ausschlusses einzureichen. Friedberg den J. October 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Den Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins zu Friedberg pro 1885. Der diesjährige Herbstfaselmarkt des landw. Bezirksvereins Fried⸗ berg soll Mittwoch den 28. l. Mts. zu Friedberg abgehalten werden. Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte Com⸗ mission gemustert und wird den Eigenthümern der als preiswürdig er⸗ kannten Thiere eine Geldprämie bewilligt, wozu der landwirthschaftliche Bezirksverein und die Kreisstadt Friedberg entsprechende Beträge zur Disposition gestellt haben. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint nicht als eine Bedingung der Prämiirung. Von der Preisbewerbung sind Gemeindefasel ausgeschlossen, des- gleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind. Betreffend: Den Herbstfaselmarkt des landw. Bezirksvereins zu Friedberg pro 1885. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber nicht prämiirt wer— den, wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte Thiere werden von dem Platze wegge— wiesen werden Die zum Abschlusse kommenden Verkäufe wollen dem Großher— zoglichen Bürgermeister, Herrn Steinhäußer, zur Anzeige gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg den 1. October 1885. Der Director des landw. Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Friedberg den 1. October 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in den Publikationskasten einheften lassen. Dr. Braden. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. September 1885 zu Nr. M. J. 22376 und nach Vernehmung des Gemeinderaths, sowie des Wiesenvorstandes zu Holzhausen, wird unter Zustimmung des Kreisausschusses für die Ge⸗ markung Holzhausen auf Grund des Art. 48, V. 2 und 78 der Kreis- und Provinzialordnung nachfolgendes 8 Wiesenpolizei-Reglement erlassen. §. 1. Es sollen die Wiesen in zwei Abtheilungen eingetheilt werden, welche bestehen sollen aus: a. Abtheilung J. Mühlenwiesen, Föller, Zubrodswiesen, Niederwaid(ausschließlich der Ge— meindewiesen) untersten Dornbach, von der unteren Dornbach bis an den obersten Seulberger Weg und Schwabenwiesen. b. Abtheilung II. Soll alle andere Wiesen umfassen. §. 2. Von den gebildeten Abthetlungen sollen ausgenommen sein: die Stein⸗ äcker, die kleinen Feldwiesen, die Gemeindehollerwiese und die Wiesen in der Ober— wald Flur II. Nr. 332— 352. §. 3. Der Termin zum Beginn des Mähens wird durch den Wiesenvorstand festgesetzt und durch die Schelle publicirt. §. 4. Das sogenannte Vormähen darf frühestens am Tage vor dem im§. 3 erwähnten Anfangs termin Nachmittags 2 Uhr begonnen werden. § 5. Zwischen dem Abernten beider Abtheilungen findet eine Ruhepause für des Mähens der II. Abtheilung in Folge der eingetretenen Witterungsverhältnisse für zweckmäßig erachtet. §. 6. Die Abtheilung, welche zuerst zum Mähen gelangt, bestimmt der Wiesen⸗ vorstand in der Weise, daß die Abtheilung, welche vorerst hierzu gelangt, im nächsten Jahre zuletzt zugezogen wird und dieselbe Ordnung, welche beim Heumähen, auch beim Grummetmähen befolgt wird. §. 7. Es ist Niemand gestattet, beim Einfahren der Crescenz noch stehendes Gras oder Heu zu überfahren, wenn lichte Wege vorhanden sind. §. 8. Beim Mähen, sollen sobald dasselbe gestattet, von den Wiesenbesitzern, welche sich auf ihre Stücke begeben wollen, die vorhandenen Wege, resp. Gewannen eingehalten werden.. §. 9. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden nach Art. 43 des Wiesenculturgesetzes vom 7. October 1830 mit Geldstrafe bis zu 2 M. und im Uneinbringlichkeitsfalle mit Haft bis zu 2 Tagen geahndet, sofern nicht höhere Strafe nach dem Feldstrafgesetze einzutreten hat. Friedberg den 3. October 1885. Großh. Kreisamt Friedberg. das Maͤhen von einem Tage statt, falls nicht der Wiesenvorstand eine Verschiebung Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Georg Bockenheimer und Ludwig Möglich von Harheim wurden als Nachtwächter dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Valentin Hinkel von Massenheim wurde als Nachtwächter dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Franz Triebert von Oppershofen wurde als Straßenwart für die Strecke Oppershofen—Staatsstraße bei Bad-Nauheim ernannt und verpflichtet. Heinrich Schramm III. von Holzhausen wurde als Straßenwär ter ernannt und verpflichtet. Johannes Philippi IV. von Wohnbach wurde als Feldgeschworener dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Ferdinand Friedrich Walther von Bauernheim wurde als Feldgeschworener dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Bekanntmachung. Zum Zweck einer Aufnahme von Vereins-Reservestuten werden die Besitzer fehlerfreier, nicht über 7 Jahre alter Zuchtstuten eingeladen, solche am Montag den 26. October, gegen 11 Uhr Vorm der hierzu bestellten Kör Commission vorzuführen. Stammheim den 4. October 1885. ittags in Friedberg, nordöstlich des Kirchenplatzes daselbst Im Auftrag: Adolf Rullmann. Deutsches Reich. Berlin Det. zu Tage getreten seien. Der Kaiser hat den Ztg.“ bringt Mittheilungen aus Belgrad, wo— Die„Nordd. Allg. ö lant, zu Inhalt der deutschen Antwortnote auf das Ent— schuldigungsschreiben der spanischen Regierung genehmigt. Dieselbe geht morgen ab und wird Mitte der Woche in Madrid überreicht werden. — 3. Oct. Said Pascha, bisher türkischer Botschafter in Berlin, ist nach Baden-Baden gereist, um sich von den kaiserlichen Majestäten zu verabschieden. — Der Polizeipräsident v. Madai hat von Königstein i. T. aus an den Kaiser die Bitte gerichtet, ihm den Abschied aus dem Staats— dienste zu bewilligen und bis zum Zeitpunkt seines Eintritts in den Ruhestand ihm Urlaub zu ertheilen. — Maßgebenden Orts wird entschieden be— stritten, daß Differenzen zwischen den Mächten bezüglich der Erledigung der bulgarischen Frage nach die Armee Serbiens gut bewaffnet, aber sehr schlecht bekleidet sei und die Unbill eines Winterfeldzuges nicht ertragen könne. — 3. Oct. Die hiesigen Böttchergesellen beschlossen Arbeitseinstellung von heute Abend ab überall da, wo ihre Lohntarife nicht be— willigt werden. Braunschweig. Der Herzog von Cumber— land, durch Windthorst und die jüngste conser— vativ⸗welfische Propaganda zweifelsohne in seinen Prätensionen neuerdings bestärkt, gibt noch keine Ruhe. Unterm 22. Sept. hat er aus Gmunden ein Schreiben an die deutschen Bundesstaaten (abgesehen von Preußen) erlassen, um noch einmal seine Rechtsansprüche als Regent im Herzogthum Braunschweig geltend zu machen und den bekannten Beschlüssen des Bundesraths entgegenzutreten. Ausland. 5 Oesterreich-Ungarn. Pest, 3. Oetbr. Abgeordnetenhaus. Auf die Interpellation be⸗ treffs Bulgariens erwiedert Ministerpräsident v. Tisza: In Kremsier war von der Annexion Bosniens, sowie der bulgarischen Union keine Rede. Der Ausbruch der Verschwörung uͤber⸗ raschte sämmtliche europäische Cabinete. Alle Mächte wünschen die Aufrechterhaltung des Ber⸗ liner Vertrages und des status quo. Niemand hindere die Türkei an der Geltendmachung ihrer Rechte. Oesterreich-Ungarn beabsichtige keines— wegs eine Vermehrung der Complikation durch Besetzung türkischen Gebiets; falls jedoch jedes Bemühen scheitere und vitale Interessen der Monarchie gefährdet würden, müsse sich Oester⸗ reich-Ungarn die Freiheit seiner Entschließungen wahren. lienisch. allen 1 meu, Ti llcher rumelis S0 wird g Milan 1 verden . ̃ T—.... ͤ—T—— in grof Fri 8 Bo 3076 in größt billigen S2 S — = N Da 12 500 (obo J eich tigten end den f urger⸗ 1 .— ständig⸗ 9. Unter- nüchen. 5 r * 14 t wer⸗ wegge⸗ toßher werden. geladen. 1 3 1 70 und en 11 eine über⸗ Alle + Ber⸗ Nemand + teintsz“ 1** ö r dur 1 lebes del 5 Och aue en 3349 tha bet J. A. Windecker, Friedberg. Medicinal-Dorsch-Leberthran N * Dänemark. Kopenhagen, 3. Oct. Der Praͤsident des Folkethings, Berg, kebrte gestern Abend nach Kopenhagen zurück Eine große Menschenmenge fand sich zum Empfange ein; Socialisten spannten unter dem Gesange eines Kampfliedes die Pferde vom Wagen und zogen Berg nach Hause, woselbst er eine längere An— sprache an die Versammelten hielt. Italien. Rom. Die Ernennung des ita— lienischen Botschafters in Wien, Grafen Robi— lant, zum Minister des Aeußern wird zwar von allen italienischen Blättern als sicher angenom— men, ist aber noch nicht vollzogen. Türkei. Constantinopel. Zuverlässige Meld— ungen constatiren die Zusammenziehung beträcht— licher türkischer Streitkräfte sowohl an der rumelischen Grenze wie in Macedonien. Serbien. Belgrad, 3. Oct. Von hier wird gemeldet, daß die Skupschtina dem Konig Milan die Dictaturgewalt übertragen habe. Rußland. Petersburg. Gerüchtweise ver— lautet, daß Rußland zwei Armeecorps in Bessa— rabien concentrirt. Warschau. Dem„Dziennik pozn.“ meldet man von hier, in der Nacht vom 1. zum 2. wären in verschiedenen Stadthetlen strenge Haussuchungen vorgenommen, 40 Personen ver— haftet, darunter Universitätsprofessor Dr. Habs— zewiez und Archangielski, sowie viele Studenten, angeblich auf Grund nihilistischer Umtriebe. In der Stadt herrsche große Aufregung. Indien. Simla, 3. Oct. Der der Re gierung gegenwärtig vorliegende allgemeine Plan der Armeereform enthalt dem Vernehmen nach auch Vorschläge für die Reorganisation der Heere der eingeborenen Fürsten und Verwendung der— selben zu Reichszwecken.— Aus Singapore wird gemeldet, daß Partab-Sing, der Sohn des versterbenen Maharajah von Kachemir, sich zu Jummoo formell als Nachfolger seines Vaters ausrufen ließ. Der neue Maharajah hat eine Erklarung erlassen, in welcher er seine unver— änderliche Ergebenheit gegen die englische Re— gierung betheuert; er fügt hinzu, daß sämmtliche Hilfsmittel seines Staates stets zur Verfügung Englands stehen werden. Allerlei. Stockholm. Nach einer der„Polit. Corrsp.“ von hler zugehenden Meldung sieht man hier mit großer Spannung der Publikatlon eines größeren Werkes des Königs Oskar II. entgegen, welches die politischen Er⸗ eignisse in Europa während der Jahre 1864—1872 zum Gegenstande hat. Montreal, 29. Sept. Die Einführung des Impf⸗ zwanges seltens der Behörden, behufs Unterdrückung der Blattern-Epidemie in dem Distrikt veranlaßte gestern Abend ernste Ruhestörungen. Die Verordnung erbitterte die französischen Bürger, welche beschlossen, derselben Widerstand zu leisten. Ein Volkshaufe rottete sich zu⸗ sammen, zog durch die Straßen und verübte grobe Aus- schreitungen. Weiße Brief-Couverts, Postgröße, empfehle zum Wieder ⸗ Verkauf pr. 1000 = M. 3.50. Carl Bindernagel. Versteigerungs-Anzeige. Donerstag den 8. Oktober l. J., Nachmittags 1 Uhr, werden zu Ober⸗Florstadt 2 Kühe, 1 Rind, 1 Wagen, 1 Mutterschwein, eine Quantität Heu und 12 Bienenstöcke zwangsweise gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 3. Oktober 1885. König, 3461 Gerichts vollzieher. Marktverlegung. Der diesjährige hiesige Herbstmarkt wird nicht den 19., sendern den 26. Oktober d. J. abgehalten. Heldenbergen den 3. Oktober 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. 3450 Schäfer. Filzhüte von 2 M.,. Seidenhüte 4 M. 50 Pf., Mützen 1 M., Regenschirme M. 1.60 an in großartiger Auswahl zu auffallend billigen Preisen bei Fritz Schmidt, Hutmacher, im Hause von Henn& Jamin. 3420 In meinem neu erbauten Magazin beabsichtige einen Boden ganz oder getrennt zu vermiethen. 3076 P. Theis. Winterschuhe& Stiesel in größter Auswahl und bekannter Güte zu äußerst billigen Preisen bei Heinr. Diehl. Usagasse. e 3396 Der Oberhessische Bienenzüchter Verein sucht in Friedberg Kaufleute, welche bereit wären, den Verkauf des von den Vereins Mitgliedern erzielten Schleuderhonigs, für dessen Aechtheit garantirt wird, zu übernehmen. 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U 5 Terwandten, Freunden und Bekannten machen 5 wir hierdurch die traurige Mittheilung, daß ö es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Frau Helene Germer am Samstag den 3. d. Mts., in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Friedberg. Die trauernden Hinterbltebenen: Familie Sulzbach. Die Beerdigung findet Dienstag den 6. d. M., Nachmittags 4 Uhr statt. 3457 Besondere Einladung erfolgt nicht. N n N. * Danksagung. Allen, welche unserem theuren Vater, Schwiegervater und Großvater Reinhard Marlosr die letzte Ehre erwiesen, sagen hiermit den herzlichsten Dank Dorheim den 3. Oktober 1885. 3454 Die trauernden Hinterbliebenen. . eee .—— — — unserer rasch zu räumen, den ganzen Waarenbestand bedeutend unter Einkaufspreis. 0 J. Fürth's Eiben Pelzwaaren, als: Müffe, Kragen, Baretts, Kindergarnituren u. s. f., empfiehlt Fritz Schmidt. Hutmacher, im Hause von Henn& Jamin. 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Januar 1886 bezogen werden. 3458 Carl Reuß, Haagkstraße. Feinstes Salatöl g. Sen aug. Zu haben in den beiden hiesigen Buchhandlungen, bei den Herren Geistlichen, Herrn Seminarlehrer Wahl, Herrn G. Schwarz und Seminardiener L. Haber: Predigt am 13. Sonntag nach Trin. uber Ev. Lucae 10 V. 23 37, Kassel M. in der Burgkirche zu Friedberg am 30. Angust 1885 gehalten von Dr. Wilhelm Weiffenbach. Der Reinertrag(bei einem Minimalpreis von 10 Pf. per Stück) ist zum Besten der hier zu gründenden „Herberge zur Heimath“ beslimmt. Halsbinden und Shlips, Vorstecker, seidene Umknöpftücher, weiße und schwarze seidene Halstücher, Herren- und Damen-Kragen, Manschetten und Kransen, sowie Handschuhe und Hosenträger billgst bei K. Friedrien 265 neben der Post. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel, 6 — Dar ö und un General Frbr. außerkte zu Art. 1. Bat. der Res Waldsch Nr. 80, Schüͤrm der Res Stoll,! Nr. 115 Ulan.⸗R des 1. A. befo Nr. 115 2. Gr. If. 9 Haupti Compo setzt;! Nr. 1 D sst der zum J Darm Danzt Gießen von J Gießer nach und dem J Auilie. 151 101 Beilage. Gberhessisch er Anzeiger: 1 118. Deutsches Reich. Darmstadt. Milttärdtenstnachrichten. v. Wulffen, Oberst, beauftragt mit der Führung der 49. Hessischen Inf. Brig., wurde unter Ernennung zum Kommandeur der Brigade zum Generalmajor befördert; Becker, Hauptm. vom 1. Gr. Inf. Regt Nr. 115, in das 4. Posensche Inf.⸗Regt. Nr. 59, Papst v. Ohain, Hauptm. à la s. des 6. Westfäl. Inf.⸗Regts. Nr. 55, als Komp. ⸗Chef in das 1. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 115, Graf zu Solms Laubach, Sek. Lt. vom Leib⸗Kür.⸗Regt. Nr. 1, in das Regt. der Gardes du Corps versetzt; Graf Vitzthum v. Eckstaedt, Sek.⸗Lt. vom 4 Garde-Gren.⸗Regt. Königin, zur Dienstleistung bet dem 2. Gr. Drag.-Regt. Nr. 24 kommandirt; v. Oven, Port.-Fähnr. vom 1. Gr. Inf. Regt. Nr. 115, v. Pander, Frhr. v. Autenried, Port.⸗ Fähnrs. vom 2. Gr. Inf. Regt. Nr. 116, Böhme, Siebert, Westernacher, Pennrich, Port. Fähnrs. vom 4. Gr. Inf. Regt. Nr. 118, Frhr. v. Münster, Port. Fähnr. vom 1. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 23, v. Loessl, Frhr. Gleichen gen. v. Rußwurm, Port. Fähnrs. vom 2. Gr. Drag. Regt. Nr. 24 zu Sek. Lts. befördert; v. Merckel, Major vom 1. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 115, zum Bat. Komm. ernannt; Mangold, Hauptm. von dems. Regt., zum Major, Mickel, Pr.⸗Lt. von dems. Regt., zum Hauptm., v. Bothmer J., Sek.⸗Lt. von dems. Regt., zum Pr.⸗Lt., v. Hülst, Port.⸗Fähnr. vom Or. Feld⸗Art.⸗Negt. Nr. 25, zum Sek. Lt. befördert; Leydhecker, Hauptm. vom Gr. Feld-Art. Regt. Nr. 25, unter Stellung à la s. des Nass. Feld⸗Art. Regts. Nr. 27 und unter Beförderung zum Major, zum Adjutant der General Insp. der Art. ernannt; Bock v. Wülfingen, Frhr. v. Richthofen, Frhr. v. Rotsmann, Petersen, außeretatsm. Sek.⸗Lts. vom Gr. Feld⸗Art.⸗Regt. Nr. 25, zu Art.⸗ Offiz. ernannt; Schmitz, Vize-Wachtm. vom 1. Bat. 4. Westfäl. Landw.⸗Regts. Nr. 17, zum Sek.⸗Lt. der Res. des 2. Gr. Drag.-Regts. Nr. 24 befördert; Waldschmidt, Vize-Wachtm. vom Res.⸗ Landw. ⸗ Bat. Nr. 80, zum Sek.⸗Lt. des 1. Gr. Drag.-Regts. Nr. 23, Schürmann, Vize-Wachtm. von dems. Bat., zum Sek. Lt. der Res. des 2. Gr. Drag.-Regts Nr. 24 befördert; Stoll, Vize Wachtm, vom 2. Bat. 1. Gr. Landw. Regts. Nr. 115, zum Sek. Lt. der Res. des Schlesw.-Holst. Ulan.⸗Regts. Nr. 15, Schaich, Sek.⸗Lt. der Landw.⸗Inf. des 1. Bats. 4. Gr. Landw. Regts. Nr. 118, zum Pr. Lt. befördert; v. Beyer, Major vom 1. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 115, als Oberstlieutenant, Boldt, Pr. Lt. vom 2. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 24, Siber, Hauptm. vom 3. Gr. Inf.⸗ Regt. Nr. 117 der Abschied bewilligt; Tauscher, Hauptm. à la s. des Holst. Inf.⸗Regts. Nr. 85, als Compagniechef in das 3. Gr. Inf.⸗ Regt. Nr. 117 ver⸗ setzt; Knappe v. Knappstaedt, Hauptm. 3. Gr. Inf.⸗Regts. Nr. 117, als Major zur Disp. gestellt. Darmstadt. Post-Personalnachrichten. Ernannt ist der Oberpostdireettonsseeretär Kunow in Offenbach zum Postkassirer. Versetzt sind der Postrath Heyse von Darmstadt nach Danzig, der Postrath Winkelmann von Danzig nach Darmstadt, der Postseeretär Mittler von Gießen nach Neu Breisach, die Postseeretäre Lubowski von Mainz nach Danzig, Schüsling von Mainz nach Gießen, die Obertelegraphenassistenten Baitz vou Bingen nach Gießen, Boschen von Bad-Nauheim nach Bingen und Keydel von Bingen nach Nuhrort. Uebertragen ist dem Postseeretär Riedel eine Oberpostseeretärstelle in Darmstadt. Gestorben ist der Postverwalter Groh in Neckar⸗Steinach. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 24, enthält: I. und 11. Oeffentliche Anerkennung von edlen Thaten. III. Bekanntmachung, den Steuerausschlag der Land⸗ judenschaftskasse zu Darmstadt betr. IV. Bekanntmachung, die Umlagen der israel. Re⸗ ligions⸗Gem. Sickenhofen betr. V. Ordens verleihungen. VI. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. VII. Namens veränderungen. VIII. Erhebung in den Adelsstand. IX. Abwesenheitserklärung. X. Militär-Dienstnachricht. XI. Dienstnachrichten. Es wurde: dem Postrath Winkelmann in Darmstadt die landesherrliche Bestätigung ertheilt; dem ev. Pfarrer Eckstein in Nidda die Pfarr— stelle zu Bischofsheim, dem ev. Pfarrer Wahl zu Münzen— berg die Pfarrstelle zu Wleseck, dem ev. Pfarrer Luft in Münster die Pfarrstelle zu Ostheim, dem ev. Pfarrer Schrimpf zu Vilbel die 2. Pfarrstelle zu Butzbach über⸗ tragen; dem Lehrer Hotz zu Muschenhelm eine Lehrer⸗ stelle zu Nidda, dem Lehrer Schlitt zu Wirtbeim eine Lehrerstelle zu Klein-Steinheim übertragen; die prov. Gefangenwärter Hedderich, Weber und Platz in Mainz zu Auffehern am Gefängniß daselbst, der Bremser Michel aus Dauernheim zum Schaffner bei den Oberhessischen Eisenbahnen, der Hilfsschaffner Hahn aus Großen Buseck zum Schaffner bei der Matn-Neckar⸗Etsenbahn ernannt; dem Schullehrer Schaffnit zu Reinheim elne Lehrerstelle zu Alzey, dem Schulamtsasp. Cronenberg aus Londorf die Lehrerstelle zu Stadecken übertragen; der prov. Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Heppenheim Zilch zum Lehrer an dieser Anstalt ernannt; dem Schulamtsasp. Bausch aus Robau eine Lehrerstelle zu Zell, dem Schul— XII. Charakterverleihungen. XIII. Dienstenthebung. XIV. Dienstentlassungen. XV. Ruhestandsversetzung— XVI. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die Lehrerstelle zu Nieder-Liebersbach, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Bickenbach, Gehalt 900 M. Eine Lehrer— stelle zu Woͤlfersheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Ruppertenrod, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Langen Brombach, Gehalt 900 M. Dem Fürsten von Löwenstein⸗Werthelm⸗Rosenberg und dem Grafen zu Erbach⸗Schönberg steht das Präsentatlonsrecht zu. Zwet Lehrerstellen zu Offenbach, Anfangsgehalt je 1200 M. Dem Fürsten zu Isenburg-Birstein steht das Präsentations— recht zu. Die Lehrerstelle zu Alt-Wiedermus, Geh. 900 M. Dem Grafen zu Bsenburg und Büdingen in Meerholz steht das Präsentationsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Ober Ingelheim, Gehalt 1000— 1300 M. Eine Lehrerin Stelle zu Pfungstadt, Gehalt 1000 M. Die Lehrerstelle zu Unter⸗Flockenbach, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Dietesheim, Gehalt 900 M. XVII. Sterbefälle. Gestorben sind: Der Lehrer Hipp zu Gensingen; der Schullehrer Schäg zu Lollar; der Forstmeister Dr. Haberkorn in Gleßen; der Forstwarrt Wilhelm zu Kürnbach; der Oberförster Marchand zu Alzey; der Distriktseinnehmer Meyer zu Oppenheim. — Das Regierungsblatt Nr. 26 enthält: Verordnung, die Anwendung des Gesetzes vom 26. Juli 1884 über die Enteignung von Grundeigenthum auf den Erwerb von Terrain zur Erbauung neuer Schießstände in der Gemarkung Gonsenhelm durch das Reich betr. — Das Regierungsblatt Nr. 27 enthält: Bekannt machung, die Erhebung von Reichsstempelabgaben betr — Der Oberrechnungsprobator 1. Kl. Becker wurde zum Oberrechnungsrevisor, der Hülfsge— richtsschreiber Weigand in Gießen wurde zum Hülfsgerichtsschreiber in Langen, der Hülfsge— richtsschreiber Lind in Gießen zum Hülfsgerichts— schreiber am Großh. Amtsgericht in Gießen, der Gerichtsschreiber-Asp. Dosch in Vilbel zum Hülfs— gerichtsschreiber an dem Landgericht der Prov. Oberhessen ernannt. Berlin, 2. Oct. Eine„Times“-Depesche meldet, daß nach der jüngsten Unterredung des Ministers Giers mit Bismarck in Friedrichsruh, Rußland auf die Entthronung des Bulgaren— fürsten verzichte. Der rumänische Ministerprä— sident Bratianu reist heute nach Friedrichsruh und begibt sich Morgen von dort, wahrscheinlich mit eintägigem Aufenthalte in Wien, nach Bukarest zurück. Bratianu soll eine Rückgängigmachung der Vereinigung Bulgariens für unthunlich, da— gegen eine Compensation Serbiens aus den alt— serbischen Gebietstheilen Bulgariens für geboten erachten. — 2. Oct. Sicherem Vernehmen nach ist maßgebenden Orts dahin entschieden worden, daß der Umtausch der 4½ procentigen in Apro— centige Consols als Anschaffungsgeschaͤft nicht zu betrachten ist und deßhalb stempelfrei zu bleiben hat. — Die Kronprinzessin verweilte in der letzten Zeit mit den drei jüngsten Prinzessinnen in Venedig. Mitte des Monats October wird die kronprinzliche Familie voraussichtlich wieder in Berlin eintreffen, und sodann ihren Winter— aufenthalt im hiesigen kronprinzlichen Palais nehmen. Die Prinzessin Wilhelm ist von Baden— Baden zunächst nach Wien abgereist. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 2. Oet. Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht ein kaiser— liches Handschreiben, durch welches die Dele⸗ gationen auf den 22. October nach Wien ein— berufen werden. Im Abgeordneteuhause wurde Smolka mit 292 von 325 Stimmen zum Praͤ— sidenten, zum ersten Vicepraͤsidenten Richard Clam⸗Martinitz mit 181 von 322, zum zweiten Vicepräsidenten Chlumetzky mit 228 von 283 Stimmen gewählt. Der Antrag, die Thron— rede durch eine Adresse zu beantworten und einen Adreßausschuß von 24 Mitgliedern zu wählen, wurde angenommen. Die Regierung legte die Entwürfe vor, welche die Betriebs— übernahme und die eventuelle Ginlösung der Dux⸗Bodenbacher Asenbahn, die Vermehrung lehrer Schäg zu Maar vie Lehrersichle zu Grebenhain übertragen. des Fahrparks der Staatsbahnen und In⸗ vestitionen für das garantirte Nordwestbahnnetz betreffen Agram, 2. Oct. Heute wurde der croatische Landtag eröffnet. Schon die erste Sitzung brachte eine panslavistische Demonstration. Der Abg. Barcsics brachte nämlich den dringlichen Antrag ein, die Rumelioten zu der Vereinigung mit Bulgarien zu bezlückwünschen. Nach längerer Debatte, an welcher sich fast nur die Opposition betheiligte, wurde die Dringlichkeit abgelehnt. Der Fuhrer der extremen Nationalen, Starc— sevies, brachte eine Interpellation ein über die Entsendung der croatischen und bosnischen De— putationen an das Hoflager in Pozega. Schweiz. Beru. Der Congostaat erklärte seinen Beitritt zum Weltpostverein von Neu— jahr 1886 ab. Dänemark. Kopenhagen, 3. Oct. Wie verlautet, wird der Kaiser Alexander heute Mittag die bulgarische Deputation in Fredens— borg empfangen. Spanien. Madrid, 2. Oct. Der König der am Fieber erkrankt war, ist wieder voll⸗ ständig hergestellt.— Die„Gaceta“ veröffent— licht von jetzt ab keine Cholerabulletins mehr, da die Epidemie in Madrid verschwunden ist und in den Provinzen bedeutend abnimmt. — Eine Depesche der„Times“ von hier besagt, die Hauptcorrespondenten der ausländischen Blätter in Madrid seien mit Ausweisung bedroht. Türkei. Konstantinopel, 2. Oet. Der rumänische Gesandte gab gestern auf der Pforke eine mündliche Erklärung ab, in welcher er in Abrede stellte, daß eine Abmachung Rumäniens mit Griechenland und Serbien bestehe. — 2. Oct. Da Essad Pascha in Paris verbleibt, wurde der Botschaftsrath in Berlin Chan Effendi zum Geschäftsträger ernannt. Der für Paris ernannte Edhem Pascha erhält wahr— scheinlich einen Posten im Inlande. Serbien. Belgrad, 2. Oct. In Serbien ist die Lage fortgesetzt eine höͤchst gefahrdrohende, da man in Folge der außerordentlichen Rüstungen die Nothwendigkeit eines kriegerischen Einschreitens befürchtet, wenn die Stellung des Königs Milau nicht erschüttert werden soll. Alle Anstalten scheinen auf eine in wenigen Tagen bevorstehende kriegerische Bewegung zu deuten. Nisch, 2. Oct. Die Thronrede des Königs bei der heute erfolgten Eröffnung der Skupschtina besagt: Im gegenwärtigen erusten Momente, wo das Gleichgewicht auf der Balkanhalbinsel er— schüttert sei, müsse Serbien auf der Hut sein. Serbien wünsche auch heute den Frieden zu weiterer Culturarbeit, muͤsse aber seine vitalsten Zukunftsinteressen sichern; es sei bemüht, den status quo zu erhalten, oder das nothwendige Gleichgewicht zur Wahrung der Interessen der verschiedenen Balkan-Nationen zu ermöglichen. — Die Skupschtina wählte eine Commission von 21 Mitgliedern, um die vom Kriegsminister uud Finanzminister eingebrachten Gesesetzentwürfe vorzuberathen. Der Ausschuß der Skupschtina genehmigte die Anleihe von 25 Million und das Tabakmonopol. Bulgarien. Sofia, 2. Oct. Gavril Pascha wurde heute freigelassen und ist nach Constantinopel abgereist.— Der Commandant der rumelischen Gendarmerie, Borthwick, ist hier eingetroffen. Griechenland. Athen. Von hier wird gemeldet, daß Griechenland zur bewaffdeten Intervention entschlossen scheint, falls Europa die bulgarische Union anerkennt. Die an den Grenzen versammelten Truppen erreichen dem nächst die Stärke von 23,000 Mann, ungerechnet die Reserven, welche mit Eilzügen nach Larissa befördert werden sollen. Bei Wiederzusammen— tritt der Kammer wird die Regierung die Mobilisirung der beiden anderen Classen der Reserve beantragen. . Amerika. Rio de Janeiro, 1. Oct. Die Deputirteukammer wird aufgelöst. Der Tag der Neuwahlen ist auf den 15. Jannar 1886 festgesetzt. Die neue Kammer wird am 3. Mai 1886 zusammentreten, welcher Tag das ordnungs— mäßige Datum der jeweiligen Einberufung des Parlaments begreift. Aus Stadt und Land. Lich. Am 29. Sept. fand die Feier des 50jährigen Dienstjubiläums des verdienstvollen und würdigen Lehrers Walz statt, welcher nunmehr schon 44 Jahre in unserer Stadt wirkt, während er vorher in kürzeren Zwischen⸗ räumen in Waldgirmes, Königsberg und Ober-Bessingen verwendet war. Allerlei. Frankfurt. Der Gauner Wilhelm Sachs, der würdige Bruder und Compliece des bekannten Spitzbuben Albert Sachs, Firma Gebr. Sachs, welch letzterer vor einigen Jahren zu längerer Zuchthausstrafe verurtheilt wurde, während ersterer entkam, ist in Brasilien, wo er seine Betrügereien fortsetzte, verhaftet worden. Dort macht man kurzen Prozeß und es dürfte leicht dem Be— trüger an den Kragen gehen. 8 Stuttgart. Von den in Kirchheim und Teck seit⸗ her in Quartier gewesenen Dragonern werden nächster Tage 3 Unteroffiziere als Instruktoren nach Kamerun abgehen. Dieselben erhalten bei freier Fabrt und Ver⸗ pflegung 1000 Mark Baar, nach 2 Jahren weitere 2000 Mark. Köln. Wie nach dem„Düss. Anz.“ verlautet, hat der Zuchthäusler Hofer, welcher in dem Schwurgerichts⸗ prozeß gegen Tilmann Hans als diesen schwer graviren⸗ der Belastungszeuge auftrat, das Geständniß abgelegt, daß Alles, was er gegen Hans ausgesagt, auf Unwahr⸗ heit beruhe uud er sich eines Meineides schuldig ge— macht habe. Berlin, 2. Oct. Der Congoforscher, Lieutenant Franz Müller, ist dem gelben Fieber zum Opfer gefallen. Die Wissenschaft verliert in dem Verblichenen einen her⸗ vorragenden Jünger. Hamburg. Die Auswanderung deutscher Unter— thanen über deutsche Häfen und Antwerpen betrug in den ersten 8 Monaten des Jahres 1885 im Ganzen 79,933 Personen gegen 114,253 Personen im gleichen Zeitraume des Vorjahres. Lima, 2. Oet. Eine Feuersbrunst in Iquique zer⸗ störte fast das ganze Geschäfts viertel. Nur das Post amt und die Gebäude am Ufer blieben verschont. Der Schaden wird auf zwei Million Dollars geschätzt. Calcutta. Die Katastrophe bei False Point er— weist sich als schrecklicher als man anfänglich geglaubt hatte. Die Sturmwoge fegte den Ort fast ganzlich vom Erdboden und 3000 Menschen büßten ihr Leben ein. Zahlreiche Schiffe gingen mit Mann und Maus zu Grunde; andere wurden erheblich beschädigt und ihrer Masten beraubt. Eröffnung der Arbeiter⸗Colonie Neu⸗Ulrichstein. Am 27. September herrschte auf dem Bahnhofe der Station Kirchhain der Main-Weser-Bahn ein reges Leben. Wagen von mancherlei Beschaffenheit und Gestalt waren vorgefahren, die alle dasselbe Ziel im Auge hatten. In raschem Trabe ging es dann, Wagen hinter Wagen, in südöstlicher Richtung durch anmuthige Waldthäler und über sanft ansteigende Höhen auf der Staatsstraße über Niedergleen, Lehrbach und die schauerliche Brandstätte des erst kürzlich so schwer heimgesuchten Appenrod immer weiter aufwärts bis zu dem Plateau, auf welchem ein einsamer, von beiden nächstgelegenen Orten je eine Viertel— stunde entfernter Hof weithin die Gegend beherrscht. Hier befindet sich in 344 Meter Meereshöhe die Arbeiter— Colonte Neu⸗Ulrichstein, die junge Schöpfung menschen— freundlicher Liebe, zu welcher Hunderte, ja Tausende aus dem Großherzogthum Hessen, dem Regierungsbezirk Wies— baden und besonders auch aus Frankfurt werkthätig mit— geholfen haben. Heute sollte ste feierlich eröffnet werden, nachdem sie schon vom 1. Juli d. J. an ihre Thätigkeit begonnen hatte. Aber in dem unfertigen Zustande, in welchem sich damals noch die inneren Einrichtungen be— fanden, hätte sich die Colonie gewiß nicht so vortheihaft präsentirt, als es jetzt, wo die Thätigkeit des Großh. Kreisbauamts ihr Ziel so ziemlich erreicht hat, der Fall ist. Der Präsident des Vereins, wirklicher Geheimerath Dr. Goldmann aus Darmstadt, empfing denn auch die zahlreich aus der Nähe und Ferne erschtenenen Gäste— man konnte es deutlich bemerken— mit dem Gefühle froher Befriedigung über das gelungene Werk. Der Verein kann mit Recht stolz darauf sein. In dem neu hergerichteten Anstaltssaale, der als Speisesaal und bei feierlichen Anlässen als Versammlungsort dient und in seiner geschmackvollen Schlichtheit einen sehr wohlthuen— den Eindruck macht, hatten sich die Colonisten, 11 an der Zahl, mit dem Inspeetor versammelt. Sie begrüßten die von nah und fern zusammengekommenen Gäste mit einem von Harmoniumspiel begleiteten Choral. Der Prästdent Dr. Goldmann eröffnete die weihevolle Stunde mit einer Ansprache, in welcher er die Erschienenen be— grüßte und Allen, welche mit Rath und That, mit Geld— beiträgen und in anderer Weise an vem Zustandekommen des Werkes mitgeholfen, insbesondere auch den belder— seitigen Regierungen, Namens des Vereins dankte; Pfarrer Dr. Stromberger, der als Vorstandsmitglied sich um die innere Einrichtung große Verdlenste erworben, schloß eine würdige Betrachtung auf Grund des Psalm— wortes Pf. 127, 1 daran. Dann hielt Geistlicher Rath Münzenberger aus Frankfurt eine warme Ansprache an die Colontsten, in welcher er sie aufforderte, den ihnen von allen Seiten entgegengebrachten guten Willen ihrer⸗ selts durch„guten Willen“ zu erwiedern, und hierdurch nicht nur sich zeitlich eine sie befriedigende Existenz zu gründen, sondern auch den wahren inneren Frieden zu finden. Ministertalrath Rothe aus Darmstadt brachte die sympathisch aufgenommene Versicherung der Großh. Staatsregierung, auf deren Domantialgrunde die Anstalt sich befindet, daß sie das bereits bewiesene Wohlwollen der guten Sache fernerhin bewahren werde. Landes— director Sartorius, der sich ebenfalls mit ernsten Worten an die Colonlsten wandte, gab für den Regierungsbezirk Wiesbaden eine ähnliche wohlwollende und alle Anwesen⸗ den angenehm berührende Erklärung ab,— und dann schloß mit einem Gebete die Feier. Alle Redner hoben hervor, daß hier ein Werk geschaffen sei, zu welchem alle Confessionen sich brüderlich die Hand gereicht hätten, und welches auf der Grundlage herzlicher Duldung fort und fort bestehen solle. Hier werde also kein Zwang über die Gewissen geübt; jeder Confession bleibt itzr Recht unverkümmert.— Nun vertheilte sich die inzwischen immer mehr angewachsene Versammlung über dle Anstalts⸗ räume. Alles ist neu hergerichtet, solld, einfach und praktisch. Rechts unten ist die Küche mit Speisekammer, links ein kleineres Versammlungszimmer, eine Stiege hoch befinden sich die außerordentlich langen Schlafsäle, die wegen ihrer Größe und der Ventklationseinrichtungen je 75 Mann aufnehmen können. An jeden Schlafsaal stößt ein Schlafraum für den Aufseher, von wo aus er den Saal überblicken kann. In einem anderen Gebäude befindet sich die Badestube mit äußerst praktischen Ein⸗ richtungen, Douchen, Badewannen, auch Desinfeetions— kammern, ferner Werkstätten für Schreiner und Schuh⸗ macher. Vorgesehen ist auch ein Isolirzimmer für Kranke. Die Geräthekammer mit ihren mannigfaltigen Utensilten erregte die besondere Aufmerksamkeit; ebenso der Vieh⸗ stall mit dem prächtigen Rindvieh. Diejenigen, welche sich trotz des rauhen Wetters auch einen Blick auf die Felder gestatteten, überzeugten sich, daß der Boden er⸗ tragsfähig ist und, wenn, wie beschlossen, die Drainirung in größerem Maße erfolgt ist, sogar recht gute Ernte ergeben dürfte. Auch beweisen die schönen und zum Theil reichbeladenen Obstbäume, daß dieser Zweig der Land— wirthschaft hier oben eine Zukunft hat. Gegen 3 Uhr versammelte sich die Gesellschaft im Speisesaal zu einem Gabelfrühstück, bei welchem der Freude über das ge⸗ lungene Werk und der Hoffnung auf eine gedeihliche Weiterentwickelung der Colonie Ausdruck gegeben wurde. Verschtedene Toaste, voran der auf Se. Majestät den Kalser und Se. Königl. Hoheit den Großherzog von Hessen, ausgebracht von Pollzeipräsident von Hergenhahn, folgten sich. Auch des Inspectors und seiner jungen Gattin wurde freundlichst gedacht, haben doch beide den günstigsten Ein⸗ druck auf die Anwesenden gemacht. Daß das große Ver⸗ dienst des Vereinspräsidenten um das Zustandekommen des schönen Werkes gebührend gewürdigt wurde, versteht sich von selbst. Ebenso wurde anerkennend gedacht des Pfarrers Dr. Stromberger und des Kreisbaumeisters Schnitzel. Die Wagen waren inzwischen vorgefahren und entführten die Gäste nach verschiedenen Richtungen dem Orte, der von nun an eine Art Mittelpunkt der barm⸗ herzigen Liebesübung an unseren arbeitslosen Mitbrüdern bilden wird. Es ist Hoffnung vorhanden, daß zu den Gebieten, welche Neu-Ulrichstein ihre Arbeiter Colonie nennen, sich vielleicht auch recht bald der Regierungs⸗ bezirk Cassel, wenigstens zum Theil, gesellen wird. Wie dem auch sei, eines steht fest: Soll Neu-Ulrichstein ge⸗ deihen, so darf der schöne Eifer, der sich für dies Werk allenthalben geregt hat, nicht erkalten. Es sei daher auch bei dieser Gelegenheit allen Menschenfreunden herz— lich empfohlen. Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Oetob. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.20, Eier 1 St. 7 Pf., 2 St. 13 Pf. Gießen, 3. Oetober. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.15— 1.20, Eier 1 St. 6—7 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 9.60, Hühner per Stück M. 0 85— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.50— 1.00, Enten per Stück M. 1.40—1.70, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 6070 Pf., Kalbfletsch 48—50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 34.00, Zwiebeln per Ctr. M. 4—6. Homburg, 3. Oct. Marktpretise. Kartoffeln per Malter(neue) M. 4—5, per Gescheid(neue) 8—9 Pf., Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.40, 2. Qual. M. 1.30. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 6.: Violetta. Mittwoch den 7.: Bettelstudent. Außer Abonn. Donnerstag den 8.: Zum ersten Male: Silvana. Oper von Weber. Freitag den 9.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Götz von Berlichingen. Außer Abonn. Samstag den 10.: Jessonda. Sonntag den 11.: Lohengrin. Schauspielhaus. Dienstag den 6.: Unsere guten Freunde. Mittwoch den 6.: Don Carlos. Donnerstag den 7.: Abonnements-Vorstellung A. 130. (Für einen ausgefallenen Freitag): Ein Gesandtschafts⸗ Attaché. Freitag den 9. geschlossen. Samstag den 10.: Neu einstudirt: Anna⸗Liese. Das Tagebuch. Sonntag den 11.: Ein Gesandtschafts- Attache. Literarisches. Daheim. Nr. 50 enthält: Der Schatz des Fräuleins von Itzleben.(Forts.)— Im Gotscheer Ländchen. Von W. Groos⸗St. Blasien.— Ein umgänglicher Räuber. — Die vermißte Kreuzereorvette„Augusta“. Mit zwei Illustr.— Die Reise nach Rothenburg. Novellette von M. von Reichenbach.— Am Famllientisch: Das bekannte Wort des Archimedes von Syrakus.— Zu den Bildern: Am frühen Morgen von Hiddemann.— Schützende Bäume von R. Schrader.— Ein verzweifelter Entschluß. — In unserer Spielecke.— Mit 1 lllustr. Betlage. Wenn ein Blatt in nur 3 Jahren eine Auflage von 80,000 Exemplaren erreicht, so ist damit gewiß der Beweis erbracht, daß diese Zeitschrift Tüchtiges leistet. Und dies gilt in der That für das praktische Wochen— blatt für alle Hausfrauen„Fürs Haus.“ Diese Wochenschrift gehört in jede Familie und namentlich Frauen, welche den Umgang mit gebildeten Freundinnen oft schmerzlich vermissen, treten durch diese Zeitschrift in Verkehr mit Tausenden der edelsten und erfahrendsten Frauen Deutschlands. Denn unter den Abonnenten, von denen jede als Mitarbeiterin willkommen ist, sofern sie etwas Nützliches mitzutheilen weiß, hat sich ein reger Meinungsaustausch entsponnen und die Leserinnen so eng verbunden, daß durch dieses Blatt bereits viele Freundschaften, namentlich zwischen jungen Mädchen, geknüpft wurden. Es ist hier jeder Hausfrau Gelegenheit geboten, ihre Erfahrungen zum allgemeinen Besten zu veröffentlichen und mit denen anderer Hausfrauen in Nord und Süd, in Ost und West auszutauschen. Wir können den Leserkreis, welchen sich„Fürs Haus“ errungen hat, mit einer großen Famille vergleichen, deren einzelne Glieder sich mit Rath und That unterstützen.„Fürs Haus“ ist unablässig bemüht, jedem seiner Leser— er stehe auf den Höhen des Lebens oder im bescheldenen Thal— mit mütterlichem Rath zur Hand zu gehen. Die erstaunliche Verbreitung dieses Blattes ist daher sehr erklärlich und umsomehr als der Abonnementspreis vierteljährlich nur 1 Mark beträgt. Es wird Niemand bereuen, dieses schöne und wirklich praktische Blatt an— geschafft zu haben. Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hessen während des Monats Juli 1885. Rotzkrankheit. Infolge früherer Feststellungen der Seuche stehen noch als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung: 7 Pferde in Gießen, 3 Pferde eines Besitzers in Seligenstadt, 4 Pferde, von denen je 2 einem Besitzer gehören, in Offenbach und 4 Pferde eines Besitzers in Neckar-Steinach, im Kreise Heppenheim. Der Verdacht der Seuche in Hainstadt, im Kreise Offen— bach, hat sich bei der am 29. Juli erfolgten Tödtung und Obduktion des verdächtigen Pferdes nicht bestätigt. Milzbrand wurde festgestellt im Kreise Gleßen in Allendorf a. d. Lahn am 7. und 9. Juli und in Leih— gestern am 20. Jult bei je einem krepierten Rindvpiehstück, im Kreise Friedberg in Nauheim am 14. Juli bei einem krepierten Rinde, im Kreise Lauterbach in Herbstein und Lanzenhain am 19. Juli und zwar in ersterem bei einem krepierten, in letzterem bei einem erkrankten Rinde, endlich im Kreise Dieburg in Gundernhausen am 24. Juli bei 24 krepierten Schweinen, welche verschiedenen Besitzern angehörten. Lungenseuche. Wegen Verdachts der Ansteckung stehen noch unter polizeilicher Beobachtung 4 Stück Rindvleh in Kelsterbach, im Kreise Groß-Gerau. Maul⸗ und Klauenseuche wurde im Monat Juli nicht konstatlert. Der Bläschenausschlag ist erloschen in Leusel, im Kreise Alsfeld, sowie in den Orten Queckborn und Reinhardshain, im Kreise Gießen, und in Hausen, im Kreise Offenbach. Fortbesteht die Seuche noch in Angenrod und Schwabenrod, im Kreise Alsfeld. Festgestellt wurde die Seuche in Ruppertenrod, im Kreise Alsfeld, am 1. Juli. Die Räude gilt noch als vorhanden unter den Schafen in Ruppertenrod, Merlau, Eudorf, Heidelbach und Elbenrod, im Kreise Alsfeld, in Hörgenau und Maar, im Kreise Lauterbach, in Ulrichstein und Michelbach, im Kreise Schotten, und in den Orten Wenings, Dauernheim, Bergheim, Wallernhausen, Ranstadt, Eckartsborn und Lorbach, im Kreise Büdingen. Geld Cours. Frankfurt am 2. Oktober 1885. Geber. Nehmer M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke. 16 18 16.14 do. in ½ 16%% 16, 12 Englische Sovereings 5 22e e Russische Imperiales. 16. 72 16.68 Dukaten ie ee „ al mar; 6 Dollars in Gold. 4. 19 4. 16 Ein jun M in junger unn, der den Buchhandel mit allen Nebenzweigen gründlich erlernen will, kann in meine Buchhandlung eintreten. Carl Bindernagel. 8 — Mird h — ie einsp Anno — Betreff NA Der Ei Betref gesezes Unfälle Hesse! Betref an die Friedbe Macht 1885 Betref 2 berg se 1 misston kannten Bezitks Döpof deren 6 2 gleichen