— 1885. Dienstag den 6. Zanuar. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen: von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden flets per Post nachgenommen. —— — Amtlicher Theil. Betreffend: Das Militärersatzgeschäft pro 1885. Friedberg den 31. Dezember 1884. Der Cioil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Bezugnehmend auf mein Ausschreiben vom 26. Dezember 1876, Kreisblatt Nr. 155 die deutsche Wehrordnung vom 28. September 1875(Regierungsblatt zu beginnen und dieselben so zu beschleunigen, das Reichs-Militärgesetz vom 2. Mai 1874 und 55) lade ich Sie ein, mit den Vorarbeiten zum Militär-Ersatzgeschäft daß die Stammrollen und Recl lamationsprotoko lle nebst dazu gehörigen Belegen bis(ängstens zum 15. Februar 1888s bei mir eintreffen. Nach§. 23 der Ersatzordnung wollen Sie sofort bekannt machen lassen, daß die Anmeldung zur Stammrolle Seitens der im Jahre 1865 geborenen Militärpflichtigen, sowie derjenigen, welche dieses Alter bereits überschritten, sich jedoch zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der 1884er M. kusterung zurückgestellt worden sind, beziehungsweise über welche überhaupt eine endgültige Entscheidung hinsichtlich der Dienstpflicht noch nicht getroffen worden ist, während der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar 1885 bei Meidung der in F. 23,10 der Ersatzordnung angedrohten Strafe bis zu 30 Mark oder Haft von 3 Tagen zu erfolgen habe. Bei Aufstellen der Stammrollen wollen Sie sich genau nach der Ersatzordnung richten und nur vollständige, deutlich geschriebene Stammrollen vorlegen, namentlich auch die alphabetische Ordnung mit den Zwischen räumen inne halten. zur Zeit noch dient oder gleichzeitig zur Vorstellung kommt, wollen Sie Bei Leuten, von welchen ein Bruder in der Stammrolle einen kurzen Vormerk:— 1 Br. dt. S oder: w. vorget.. 1 ebenso bei Leuten, welche mit Pferden umzugehen verstehen, in der Rubrik:„Stand oder Gewerbe“ ent— sprechenden Vormerk: S Pf. D aufnehmen. Schließlich mache ich Sie noch auf das Ausschreiben vom 31. Dezember 1879, Kreisblatt Nr. 2 de 1880:„Die 5a 7 der tele unehelicher Sohne in der Stammrolle“ zur genauen Befolgung aufmerksam. Dr. Brad Betreffend: Das e r ft pro 1885. en. Friedberg den 31. Dezember 1884. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg an die Großberzoglichen Burgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf F. 30 der Ersatzordnung bemerke ich welche pro 1885 erneuert werden sollen, wollen Sie einfordern und, Ihnen, daß Gesuche um Zurückstellung Militärpflichtiger genau zu pro— tokolliren und die Protokolle mit Beilagen bis längstens zum 15. wenn keine. Veränderungen in den Verhältnissen eingetreten sind, dies auf Februar 1885 anher einzusenden sind. Frühere Reclamationen, Seite 4 des Protokolls bescheinigen, andernfalls die etwaigen Aenderungen genau angeben. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1885. Di 5 5 gen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Früh jahr 1885 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1885 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der An— bringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange— geben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Geburts— zeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder a mit der Erklärung über dessen e und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; in diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des ein— jaͤhrigen Dienstes unterhalten zu koͤnnen, nicht fehlen, auch muß di⸗ Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbe— scholtenbeitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorge— setzten Dienstt ehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener zebenslar if. f 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Franzoͤsisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung— I. Teil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875) Ausschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt den 8. Dezember 1884. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. An die Großherzoglichen Bürgermeister des Kreises. Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehoͤrigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem 2. Halbjahr 1884 gegen die vorschrüftsmäßige Bescheinigung und Quittung Montag den 12. Januar d. J. auszahlen wird. Friedberg den 3. Januar 1885. Für den Vorstand der Mathildenstiftung: Meyer. Deutsches Reich. VI. Dienstnachrichten. Darmstadt. Der Ritttmeister à la s. der Kavallerie Graf zu Bsenburg-Philippseich Schulamtsasp. Zimmer wurde zum Major à la s. ernannt. Es wurde: dem Schullehrer 2. D Grieb zu Runkel eine Lehrerstelle zu Ober Flörsbeim[Grafen zu Stolderg Ortenberg Koßla stebt das Präsen⸗ übertragen; der auf die Lehrerstelle zu Offenbach präs. tattonsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Walldorf, Gehalt Lehrerinnenstelle zu Offenbach präs. Schulamtsaspfrantin Lehrerstelle zu Ortenberg, Gehalt 900 M. Dem Ueberau, die auf die 900 M. Die Lehrerstelle zu Rixfeld, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Weckesheim, Gehalt 900 W. Dem — Das Regterungsblatt, Beilage Nr. 29 enthält:[Stauch aus Heppenheim bestätigt; dem Schullehrer Lehr Fürsten zu Solms Braunfels steht das Präsentations 1. Uebersicht der für 1884/85 genehmigten Umlagen zu Blebelnheim eine Lehrerstelle zu Dienheim, dem Schulrecht zu. der israel. Nel. Gem. des Kr. Worms. lehrer Schwebel zu Groß Gumpen eine Lehrerstelle zu; X. Sterbefälle. Gestorden find: der Oderquartier⸗ 11. Bekanntmachung, die für 1884/85 in der Ge- Auerbach, dem Schullehrer Lanz zu Buͤdesbelm eine meister Nischwitz zu Welsenau; der Hauptmann Clax zu meinde Dalheim zu erhebenden Umlagen betreffend. 111. Ordens verlethungen. IV. Ernächtigung zur Annahme und zum Tragen VII. Dienstentlassung. Lehrerstelle daselbst, dem Schullehrer Dirlam zu Gründergs Gießen; der kath. Pfarrer Henrsel zu Ebersbeilm; der die Lehrerstelle zu Ermenrod übertragen. Hofopernregisseur Cramelint zu Darmstadt; der Kanzlei [Sekretär Wimmenauer zu Bessungen; der Kammermusiker eines fremden Ordens. VIII. Ruhestandsversetzung. Eberle zu Darmstadt; der Schullehrer Söllner zu V. Namens veränderungen. IX. Konkutrenzeröffnungen. Erledigt sind: Diel Vadeurod; der Zeichenlehrer Bender zu Darmstadt; der FFP W eee ee zu Darmstadt; der Haupt⸗ mann Ludwig Kebrer zu Bessungen; der Oberfoͤrster Bok zu Schellnhausen; der Bauausseher Mittelstädter zu Darmstadt; der Forstmeistee Müller zu Offenbach. Gefängnißbeschließer Keil — Postpersonalnachrichten. Verliehen ist dem Oberpostkassen-Rendauten Jungmann in Darmstadt der Charakter als Rechnungsrath. Ernannt ist der Oberpostdirektions- Sekretär Uersfeld in Mainz zum Postkassierer. Gestorben ist der Posteppediteur Hirzinger in Laubach. Berlin. Der„Kreuzzeitung“ zufolge ist der Staatsrath zum 12 Januar einberufen und wird derselbe die für den Landtag bestimmten Vorlagen zur Begutachtung vorgelegt erhalten. — Der Kronprinz und die Prinzen Wilhelm und Heinrich statteten der Fürstin Bismarck und dem Reichskanzler am Neujahrstage Besuche ab. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die letzten Enthüllungen der Londoner„Allg. Correspondenz“ über Vereinbarungen der Mächte, betr. Maß— nahmen gegen den Anarchismus, welchen Maß— nahmen Frankreich zugestimmt habe, werden hier als„aufgewärmter alter Kohl“ bezeichnet. Man ist der Meinung, daß derlei von London aus neuerlich lancirt werde, um die französischen Kreise zu Ungunsten Deutschlands zu beeinflussen. Belgien. Brüssel. Die Versionen, daß der neue Congostaat eine monarchische Spitze erhalten solle, werden angezweifelt und alle weiteren, sich hieran knüpfenden Meldungen als auf müßigen Combinationen beruhend bezeichnet. Man hält vielmehr die Organisation des neuen Staates nach dem Muster der„Ostindischen Compagnie“ für wahrscheinlich und wird der Gedanke der Schaffung eines„Protectorates“ (das selbstverständlich der König der Belgier auszuüben hätte) ventilirt. Frankreich. Paris. Der„National“ glaubt, die französische Regierung werde das Gebiet von Cheiksaid nunmehr käuflich erstehen. — 3. Jan. Der Kriegsminister Campenon demissionirte wegen Differenzen mit Ferry hin— sichtlich der Verstärkungen für Tonkin, General Lewal wird sein Nachfolger. Lewal hat fol— gendes Programm aufgestellt: Sofortige Ab— sendung von Verstärkungen nach Tonkin; Räum⸗ ung Kelungs auf Formosa; Fallenlassen des Gesetzes über die Rekrutirung der Armee von Seiten der Regierung. Es wird für wahr— scheinlich angesehen, daß der Rücktritt Cam— penon's auch jenen des Marineministers Admiral Peyron nach sich ziehen dürfte, was in der Marine, in der Peyron sehr beliebt ist, auf— richtiges Bedauern hervorrufen wird. — Eine offizielle Depesche aus Hanoi vom 4. d. M. meldet: General Negrier schlug gestern eine ca. 6000 Mann starke chinesische Truppen⸗ abtheilung, eine Tagereise östlich von Chu, voll— ständig. — 4. Jan. Heute empfingen der Präsident und der Vicepräsident des Gemeinderathes die in Folge der von der letzten Versammlung Arbeitsloser (Anarchistenversammlung) angenommenen Reso⸗ lution ernannte Abordnung. Die Mitglieder derselben reichten die schriftlich abgefaßten Vor— schläge zur Abhilfe des Elends der Arbeiter ein, welche der Präsident dem Gemeinderath zu unterbreiten versprach. Im Uebrigen herrschte bei der Zusammenkunft ein kühler Ton und in Folge dessen werden morgen Kundgebungen auf dem Kirchhofe Pére Lachaise an Blanqui's Grabe erwartet, wohin eine revolutionäre Wallfahrt bei Gelegenheit des Todestages dieses Ver— schwörers angeordnet ist.— Die Mutter der Louise Michel tst diese Nacht gestorben. Zu dem Begräbnisse am Montag sind umfassende Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von Unruhen getroffen worden. Clemenceau und Rochefort wollen eine Kundgebung in Scene setzen, weil Louise Michel noch nicht begnadigt ist.— Es heißt der Nihilist Fürst Krapotkin solle be— gnadigt, dann aber ausgewiesen werden. Großbritannien. London, 2. Jan. Gladstone ist gestern nach London zurückgekehrt, auch die übrigen Minister treffen zum Zwecke eines außerordentlichen Cabinetsrathes hier ein. — Die„Times“ bespricht die Ansprüche von Lüderitz auf Santa Lucia, wobei sie sagt: Wenn ein afrikauischer Häuptling einem deutschen Unter— thanen Territorium verkaufe, werde dieses Terri— torium dadurch nicht unter den Schutz und die Souveränetät des Deutschen Reiches gestellt. Angra Pequena sei nicht deutsches Territorium durch den Verkauf an Lüderitz geworden. — 3. Jan. Gestern Abend 9 Uhr fand auf der unterirdischen Eisenbahn zwischen den Stationen Gowerstreet und Kingscroß eine Ex— plosion statt. Die Essenbahnbeamten behaupten, dieselbe sei durch Dynamit verursacht. Die Fensterscheiben der Eisenbahnwagen wurden zer— trümmert, das Gas erlosch, auch wurde in die Mauer des Tunnels ein Loch gerissen von zwei Fuß im Quadrat. Die Explosion war so heftig, daß die in der Nähe liegenden Gebäude er— schüttert wurden. Drei Personen sind leicht verletzt worden. In dem Tunnel wurden eine Spiralfeder, sowie einige angebrannte Stücke von Stoff gefunden, wie solcher bei der Fabri— kation von Schießbaumwolle verwendet wird. Spanien. Madrid, 3. Jan. Die Oppo⸗ sitionspartei in den Cortes beantragte ein Tadels— votum gegen den Minister des Auswärtigen, welcher den Vertrag mit den Vereinigten Staaten einem Senator und zugleich einem Correspon— denten der New-Vorker„Times“ mitgetheilt hatte. Der Antrag wurde nach langer Debatte mit 141 gegen 43 Stimmen verworfen. Italien. Rom, 2. Jan. Botschafter v. Keudell erklärte einem römischen Reporter betreffs der deutschen Schifffahrtslinie, Triest sei als Kopfstation maßgebenderseits bereits de— finitiv acceptirt.„Corriere“ meldet, der italienische Minister des Aeußeren, Mancini, beabsichtige dieser Angelegenheit wegen zu demissioniren. — 3. Jan. Die chinesischen Gesandten Li⸗Fong-Pao und Tschu-Sin-⸗Tschen reisen heute von hier nach Berlin ab. Türkei. Constantinopel. Der Gesandte in Teheran, Fabri Bey, weilt gegenwärtig in Konstantinopel und wurde an Stelle Artin Effendi's zum Unterstaatssecretär im Auswärtigen Amte ernannt. Serbien. Belgrad. Die Skupschtina ist auf den 11. Januar einberufen und wird gleich— zeitig bis zum 27. Mi vertagt werden. Griechenland. Athen, 2. Jau. Die Kammer hat die Tagesordnung, nach welcher das Verhalten der Regierung in der Armee-Reorgani— satiousfrage gutgeheißen wird, angenommen. Rußland. Petersburg. Bezüglich der von Wiener Blättern jüngst gebrachten Nachrichten aus Belgrad schreibt das„Journal de St. Peters— bourg“: Die russische Regierung und ihre Ver— treter in Sofia und Belgrad hätten nie einen anderen Rath gegeben, als eine billige Lösung der Schwierigkeiten auf dem Wege der Versöhn— ung zu suchen. Das Blatt hofft, daß dieses Resultat erreicht wird und meint, daß dasselbe zu sehr den Interessen der beiden Länder ent— spreche, als daß es zu phantastischen Vermuthungen der Blätter hätte Veranlassung geben dürfen. Egypten. Kairo, 2. Jan. General Wolseley erhielt gestern einen Zettel mit den Worten: Khartum allrigbht. C. Gordon, 14. Dezember. Das Papier trägt das Siegel Gordon's. Die Authenticität desselben ist nicht zu bezweifeln. Amerika. Washington. Mac⸗Culloch er⸗ klärte in einer Unterredung mit einem Bericht— erstatter, die geringe Schuldabnahme im Dezem— ber sei der Verminderung der Staatseinnahmen zuzuschreiben. Das Schatzamt empfinde den allgemeinen Handelsnothstand und glaube, daß im Jauuar wieder eine größere Abnahme der Staatsschuld zu gewärtigen sei. Allerlei. Die„Köln. Ztg.“ schreibt: In der hiesigen Nippes wurde am 30. December allem Anschein nach ein wichtiger Fang gemacht. Aus Belgien traf eine Kiste ein, deren Inhalt als alte Köln. Vorstadt Kleldungsstücke bezeichnet war. Die Kiste, welche ein recht unansehnliches Aeußere hatte, wurde dann auch einem Güterbestätter übergeben, damit er sie in die Wohnung des Adressaten schaffe, eines Arbeiters, der sich bis zum Spätsommer dieses Jahres in der Fremde aufgehalten hatte. Auf dem Wege zur Wohnung des Betreffenden rieselte etwas Schwarzes, Feinkörniges aus einer Fuge der Kiste heraus; der Fuhrmann hielt seine brennende Cigarre daran und es entzündete sich. Nach⸗ dem die Kiste in der Wohnung des Arbeiters abgeliefert war, erfolgte Anzeige bei der Polizei. Diese begab sich sofort an Ort und Stelle und nahm die Kiste in Be— schlag. Dieselbe enthielt Sprengpulver, Schießpulver, Dynamit und Zündschnur. Der Arbelter wurde verhaftet. Münster i. W. Elin nach Tausenden zählender Zug Wanderratten passirte am 16. December den Ort Recklinghausen in Westphalen. Die Ratten kamen an Coesfeld vorbei über die Dörfer Lette, Wehlde, Bornste. Sie durchschwammen die Stever und bei Flasheim die Lippe, worauf sie nach Recklinghausen wanderten. Von da gings über Herten, worauf sie sich bei Grimberg in die Emscher warfen. Von Zerstörungen hört man nicht viel. Berlin, 4. Januar. An der heutigen Feier der Universität zum Gedächtniß des vor 100 Jahren ge— borenen Jakob Grimm nahm auch der Kronprinz Theil. Anwesend waren außerdem die Minister des Innern v. Puttkamer und der Finanzen v. Scholz, Wirkl. Geh. Rath Dr. Greiff, die Geheimräthe Or. Lucanus, Schoene, Hordan, General Inspeetor des Militär-Erziehungswesens General-Lieutenant von Strubberg u. A. Nach dem Ge— sange des Psalms:„Wohl dem der ohne Wandel lebet“ hielt Germanist Prof. Dr. Scherer die Gedächtnißrede, die sich über die sprachforscherische Thätigkeit des stets gemeinsam arbeitenden Brüderpaares Grimm an der Hand von deren Lebenslauf eingehend verbreitete. Der Rede folgte die Cantate:„Den Samen edler Lehren trägt ein Sturmwind Gottes übers Reich auf Lebens— flügeln fort und legt ihn nieder, wo die Lehrer selbst nicht ahnen.“— In Hanau, der Geburtsstadt der Ge- brüder Grimm, fand ebenfalls eine größere Feier statt. Salzburg. Hier bat sich dieser Tage ein Verein zur Gründung einer freien katholischen Universität constituirt. Madrid, 2. Jan. In Torrose fanden gestern wiederum starke Erderschuͤtterungen statt, verbunden mit heftigem, unterirdischem Rollen. In Albunuelas(Provinz Granada) spaltete sich der Erdboden, die Kirche versank bis zur Thurmspitze, Menschen und Vieh verschwanden in den Erdrissen.— 3. Jan. In Granada fanden gestern wiederum starke Erderschütterungen statt. Die ganze Bevölkerung flüchtet. Details fehlen noch. Die Zahl der in der Provinz Granada seit dem 25. December durch Erdbeben Umgekommenen beträgt 910. Rom, 4. Jan. In Borgovierte und Gaeta ist die Cholera ausgebrochen. Depretis hat befohlen, diese Orte zu isoliren. Gerichtssaal. Altenstadt. In der Donnerstag den 8. d. Mts. da⸗ hier stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen folgende Sachen zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Johannes Meub II. von Stammheim, wegen Hehlerer; 2) Straf- sache gegen Peter Heppner IV. von Stammheim, wegen Diebstahls; 3) Privatklagesache des Johann Wilhelm Wagner von Nieder-Mockstadt gegen Wilhelm Jäger Ehe⸗ frau von da, wegen Beleidigung; 4) Privatklagesache der Heinrich Altvater III. Ehefrau von Höchst a. M. gegen Jacob Sellheim von da, wegen Beleidigung; 5) Privatklagesache des Frledrich Hochstein von Engheim gegen Heinrich Weigand König Ehefrau von da, wegen Beleidigung. Verloosungen. Meiningen, 2. Jan. Ziehung der Meininger 7 fl.⸗Loose. Serien: 335 485 597 693 727 753 891 983 994 1004 1134 1156 1232 1285 1302 1381 1384 1416 1436 1571 1583 1738 1751 1819 1840 1858 1927 2320 2457 2553 2665 2691 2749 2841 2874 2905 2978 3004 3027 3088 3094 3406 3493 3565 3648 3807 3874 3987 4407 4514 4581 4622 4664 4890 4918 5031 5110 5269 5304 5340 5345 5527 5669 5997 6051 6119 6150 6378 6449 6547 6622 6744 6984 7289 7443 7446 7500 7619 7782 7793 7852 7923 7987 8042 8068 8133 8158 8187 8284 8561 8632 8660 8841 8892 8959 8962 9156 9347 9435 9436 9509 9523 9795 9852 10000. Bei der Ziehung der Meininger Prämlenpfandbriefe fielen 105,000 Mark auf Serie 18 Nr. 21, 30,000 M. auf S. 1746 Nr. 8, je 3000 M. auf S. 1507 Nr. 19, S. 1557 Nr. 14, S. 2920 Nr. 9, S. 3150 Nr. 20, S. 3518 Nr. 1 und S. 3866 Nr. 14. Braunschweiger 20 Thaler⸗Loose vom Jahre 1868. Gewinn⸗Ziehung vom 31. Dez. 1884. — Heimzahlung am 31. März 1885. Serie 4569 Nr. 27 M. 60,000. S. 3119 Nr. 40 M. 10,800. S. 6380 Nr. 26 M. 6000. S. 800 Nr. 15 S. 3119 Nr. 8 8 M. 1800. S. 437 Nr. 2, S. 1658 Nr. 15, S. 2668 Nr. 27, S. 4747 Nr. 11, S. 5237 Nr. 36, S. 5858 Nr. 2, S. 6861 Nr. 6, 22, 32, 42 à M. 300. S. 1385 Nr. 34, S. 3502 Nr. 28, S. 8295 Nr. 23, S. 9790 Nr. 9, S. 10,000 Nr. 19 M. 225. Auf alle übrigen in den am 1. November 1884 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern, entfällt der geringste Gewinn von M. 69. Hamburg, 2. Jan. Serienziehung der Hamburger Z3procentigen 50 Thaler-Loose von 1866. 76 100 109 124 382 407 452 509 607 637 676 686 689 762 829 944 987 1027 1093 1096 1119 1168 1204 1272 1374 8 2 . ——ů—̃ v—Ä— U ret 3 Nahe der Burg wird gesucht. 1441 1551 1560 1678 1715 1745 1787 1798 1914 ihnen bessere Dienste leistet, als jede andere Unterstütz— 1974 2031 2079 2125 2242 2279 2360 2451 2578 ung an Geld und Naturallen. Die Armen Commisston 2651 2836 2906 3018 3020 3222 3249 3344 3426 hat darum einstimmig den Beschluß gefaßt, auch für den 3506 3556 3595 3604 3661 3683 3686 3777 3869] Winter 1884/85 diese Anstalt in ihrer seitherigen Ein 3942 3964. richtung wieder zu eröffnen. Die vereinigten Armen— Wien, 2. Jan. Ziehung der Oesterr. Creditloose.] fonds, welche aus ihren Einkünften die ganze Last der Der Haupttreffer fiel auf Serie 1837 Nr. 40, 30,000 fl. auf S. 3730 Nr. 26, 15,000 fl. auf S. 2936 Nr. 7. Außerdem wurden noch folgende Serien gezogen: 68 230 666 687 1099 1437 1166 1866 1871 1902 2801 2818 2914 3176 3287 3783. Wien, 2. Jan. Serienziehung der 1854er Loose. 56 84 134 167 306 402 441 446 669 816 873 911 980 983 1220 1295 1801 1923 2151 2263 2322 2376 2413 2463 2493 2549 2561 2793 2720 2851 3012 3016 3070 3118 3162 3338 3407 3520 3613 3775 3815 3819 3855. Die Gewinnliste des Mitteldeutschen Kunst⸗ gewerbevereins zu Frankfurt kann auf unserem Bureau eingesehen werden. Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75— 0.80, Eier 1 Stück 7—8 Pf. Gießen, 3. Jan. Auf dem heutigen Warkt kostete Butter per Pfd. M. 0.83— 0.95, Eier 1 Stück 7—8 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen ver Stuck M. 1.00— 1.50, Enten per Stück M. 1.70— 2.20, Gänse per Pfd. 45—62 Pf., Welsche M. 9.50—12.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh- und Rind- fleisch 54— 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60—68 Pf., Kalbfleisch 50—00 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.30— 4.00, Zwiebeln per Str. M. 4, Weißkraut per Stück 4—7 Pf. Frankfurt, 3. Jan. Wochenmarkt. Weißkraut per Hundert M. 8— 12, Rothkraut per Stück 20-30 Pf., Wirsing 5—8 Pf., Blaukraut 5 Pf., gelbe Kohlrabi 5 bis 8 Pf., Blumenkohl 15—30 Pf., Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 3.75—5, per Gescheid 9—10 Pf., Mäuschen 18— 20 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 5, per Gescheid 20 Pf. Kochäpfel per Ctr. M. 8—9, Bors⸗ dorfer M. 20— 22, Goldreinette M. 1618, Grau— reinette M. 10— 12. Kochbirnen M. 10—12, Eß birnen M. 18— 25, Kastanien per Pfd. 15—20 Pf., Nüsse per Hundert 25—30 Pf. Dürrobst: Apfelschnitte per Pfd. 45—50 Pf., Zwetschen 30 Pf., Hutzeln 25—35 Pf., Kirschen 50 Pf. Italienische Obstsorten: Orangen per Kiste(450 Stück M. 30, per Stück 9—12 Pf., Citronen(Kiste 300 Stück) M. 16—18, per Stück 8 bis 10 Pf., Maronen per Ctr. M. 15, Haselnüsse M. 35. Eier per Hundert: Deutsche M. 6— 7, Italiener M. 8 bis 9.50. Gänse kosteten je nach Waare per Pfd. 50! bis 60 Pf., Hasen ohne Pelz per Stück M. 3. An die Bewohner der Stadt Friedberg. Seit zwei Jahren besteht eine Volksküche in unserer Stadt, welche sich in den Wintermonaten als eine zweck— mäßige Einrichtung für die Armen bewährt hat. Dieselbe liefert den alten und gebrechlichen Personen, den erwerbs losen Familien eine gutgekochte, nahrhafte Suppe, welche öffentlichen Armenpflege tragen, die Anstalten für Kranke, Alte, Gebrechliche und arme Kinder unterhalten, sind nicht in der Lage, auch noch alle nöthigen Mittel zum Unterhalt der Volksküche aufzubringen. Wir erlauben uns darum auch in diesem Jahre an die Bewohner unserer Stadt die Bitte zu richten, diese Anstalt mit Gaben an Geld und Naturalten zu unterstützen. Möchte uns, da wir für die Aermsten in unserer Stadt bitten, Niemand vergessen, der Etwas geben kann. Auch die kleinste Gabe wird mit herzlichem Dank in Empfang genommen, da wir wissen, daß auf dem Schärflein der Wittwen ein besonderer Segen ruht.— Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der Volksküche ist mit der Rechnung der vereinigten Armenfonds verbunden und nach Abschluß derselben zu Jedermanns Einsicht auf hiesiger Bürgermeisterei nach vorausgegangener Bekannt machung offen gekegt. Für die Armen Commisston: Meyer, Pfarrer. Steinhäußer. Zu unsern Bildern: Der Treiber von J. Schmitzberger und der Mann mit der Pelzmütze von Rembrandt. Eine Wassermaus und eine Kröte. Von H. Schults.— Rechts rath.— In unserer Spielecke.— Mit 1 tllustr. Beilage. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt- Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 6.: Gastspiel des Herrn Perotti. Der Prophet. Johann von Leyden: Herr Perottl. An⸗ fang ½'7 Uhr. Mittwoch den 7. Nachmittags 3½ Uhr. Eulenspiegel. Außer Abonn. Donnerstag den 8.: Neu einstudirt: Anfang ½7 Uhr. Freitag den 9.: Geschlossen. Samstag den 10.: Nachmittags 3½ Uhr: Eulensplegel. Der Maskenball. Abends 7 Uhr: Gastspiel des Herrn Perotti. Die Jüdin. Eleazar: Herr Perotti. Sonntag den 11.: Nachmittags 3½ Uhr: Eulenspiegel. Abends 7 Uhr: Trompeter von Säkkingen. Montag den 12.: Concert zum Besten des Orchester⸗ Pensions-Fonds. Außer Abonn. Für unsere Armen-Anstalten sind folgende Gaben eingegangen, deren Empfang mit dem Ausdruck unseres berzlichen Dankes bescheinigt wird. A. Für das Bürger Hospital: Ungenannt ein Wasserkissen, Ungenannt 5 Pf Bürgermeister Wörner von Bad Nauheim 5 M., Fräul. Phtlippi von Fauerbach ein neues Verbandbrett, Karl Trapp 10 Flaschen Marsala, Oberförster Rumpf von Ockstadt 3 M. B. Für die Volksküche: Ungenannt ein Schubkarren mit Gemüs, Grünes und Kartoffe n, Un⸗ genannt 3 Stühle, Ungenannt 50 Ctr. Kohlen, Ungenannt 1 M., Fr. W. 2 M., Frl. J. K. 5 M., Rentier Schutt 5 M., Ungenannt 3 M., Ungenannt 5 M., Ungenannt 50 Pf., Kaufmann Netscher 2 M., 1 Korb Kartoffel, Ungenannt 4 Tassen, Kanne u. dgl., Weißenbach 6 Laib Brod und 50 Brödchen, Kaufmann Windecker 20 Pfd. 1 1 ö „ Linsen, Frl. Ungenannt 3 Handtücher, 1 steinerner Topf, Frl. Kritter 3 M., Kaufmann Huber 10 Pfd. Gerste, 10 Pfd. Linsen, 10 Pfd. Erbsen, Fr. El Hanau 2 M., Photograph Schmittner 3 M., Dr. Schmid 5 M., Frau Ag. Werner 3 M., Rentier L. Grödel 20 M., Fr. Söllner 5 M., Ungenannt ein Küchenschrank, Forstmelster Herpel 10 M., Frl. W. und Frl. G. 2 M., A. H. 2 M., Tbst.⸗ Lehrer Rübl 2 M., ohne Entbindungskarte, Friedrich Hanstein 1 Korb Kartoffeln und Gemüse, Fr. Frick 2 M. und 6 Löffel, B. G. 10 M. Friedberg den 2. Januar 1885. Für die Armen Commission: Meyer. Literarisches Daheim Nr. 14 enthält: Herrn Fortunatus Braut- fahrt. Novelle von M. von Reichenbach. Mit Bild.— Augenblicks photographie von O. Anschütz.— Major Nepomuk. Milttärhumoreske von H. Ferschke.— Unser! Koch. Mit Bild.— Verrechnet.(Forts.)— Am Familien tisch: Bauernprotest. Von E Frommel Mit Bild [Montag den 12.: Schauspielhaus. Emilia Galotti. Anfang ½7 Uhr. Mittwoch den 7.: Fatinstza. Anfang 7 Uhr. Donnerstag den 8.: Geschlossen. Freitag den 9.: Nareiß. Anfang 1½7 Uhr. Samstag den 10.: Käthchen von Heilbronn. 7 Uhr. Sonntag den 11.: Raub der Sabinerinnen. Anfang 7 Uhr. Zum ersten Male: Ein vornehmer Lustspiel in 4 Acten von Augier und Dienstag den 6.: Anfang Sch wiegersohn. Sandeau. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 3. Januar 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 19 16. 16 do. in ½.. Englische Sovereings r Russische Impertales. 186. 73 16. 68 Ducaten J7JVCC CCC , W% w 1 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend 5 „ Dutzend„ 186.78. Die Expedition des Anzeigers Holzversteigerung im Ossenheimer Waldchen. Donnerstag den 8. I. Mts., Vormittags 9½ Uhr, sollen in dem Gräflich Solms-Rödelheim'schen Wald revier Ossenbeim versteigert werden: 50 Raummeter Buchen Scheitholz, 95* Buchen⸗Prügelholz, 8 55 Eichen⸗Prügelholz, 38 5 Buchen ⸗Stockholz, 9 8 Eichen⸗Stockholz, 100 Buchen- und Eichen⸗Astreisholz, 3000 Wellen Eichen-Durchforstungs-Reisholz(Back— holz), 7 Stück Eichenstämme von 2126 em Durchmesser und 6—12 m Länge mit 2,35 ebm Inhalt, 2 Stück Radelstämme von 15—22 em Durchmesser und 15 m Länge mit 0,84 ebm Inhalt. Zusammenkunft bei dem Jagdhaus. Wickstadt den 2. Januar 1885. Der Gräfliche Revterförster Habich. Holzversteigerung. Mittwoch den 7. Januar sollen im Burg Gräfenroder Gemeindewald, Distrikt Hochholz: 20 Naummeter Buchen-Stamm-Prügelholz, 9 Raummeter Buchen-Stockholz, 2300 Buchen Wellen meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Groß— Karben nach Kaichen Vormittags um 10 Uhr. Burg⸗Gräfenrode den 3. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterel Burg Gräfenrode. Moscherosch. Emmenthaler Schweizerkaͤs, frilsche Waare, bei P. Theis, 47 vormals G. Haustädt. Ein Mitleser für das Frankfurter Journal in der Von wem! sagt die 59 8 2 Exped. d. Anz. Holzversteigerung in der königl. Oberförsterei Usingen. Freitag den 9. Januar 1888, Vormittags 10 Uhr, wird im Schutzbezirk Cransberg, Otstrikt Herrnacker 36a, nachstehendes Nutz« und Brennholz öffentlich meistbietend versteigert: Nadelholz: 170 Stämme von 44,33 Festmeter; 20 Stangen 1. Classe; 63 Raummeter Nutzholz 1. und 2. Classe; 48 Raummeter Scheit und Knüppel und 630 Reisig⸗Wellen 3. Classe. Bei schlechter Witterung findet die Versteigerung eine Stunde später im Gasthause„Zur Sonne“ in Usingen statt. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be kanntmachung ersucht. Usingen den 29. Dezember 1884. Der koͤnigl. Oberförster 93 Prömpeler. Holz-Versteigerung in der königl. Oberförsterei Usingen. Der Holzverkauf vom 16. Dezember 1884 im Distrikt Sperbersborn 13a ist nicht genehmigt worden und findet deswegen ein neuer Termin Donuerstag den 15. Januar 1885, Vormittags 10 Uhr, statt, wobet nachstehendes Gehölz wieder zum Ausgebot kommt: 90 Nadelholz Stämme von 68,41 Festmeter Inhalt, 6 Raummeter diverses Brennholz. Bei schlechter Witterung findet dle Versteigerung eine Stunde später im Gasthause„Zur Sonne“ in Usingen statt. Usingen den 2. Januar 1885. Der koͤnigl. Oberföͤrster Prömpeler. feinster u. billigster Quali tät empflehlt K. Friedrich. 96 Hosenträger 98 92 Ein kleines Logis dolzversteigerun Holzve ge Freitag den 9. Januar, Vormittags halb 10 Ubr, werden im Rodheimer Gemeindewald, Distrikt Vorder⸗ wald, folgende Holzsortimente meistbietend versteigert: 96 Raummeter Eichen⸗Scheiter, 12* Birken 8 14 5 Nadel 5 46 5 Eichen⸗Knüppel, 108 5 Eichen- und Nadel⸗Stöcke, 4920 Eichen- und Nadel Wellen, 113 Eichen Stämme von 30— 72 und 6—11 m Länge, 110 ob Inhalt, 14 Nadel Stämme von 29— 48 em Durchmesser und 5—11 m Länge, 14,97 ebm Inhalt. Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs- frist bis den 1. September d. J. gestattet. Rodheim v. d. H. den 3. Januar 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. Jacobi. Faselochs-Versteigerung. Donnerstag den 8. 10 Ubr, em Durtchmesser Januar, Vormittags soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Faselochs gegen gleich baare Zahlung hause versteigert werden. meistbietend auf hiesigem Nath— Leidhecken den 1. Januar 1885. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Leihdecken. Selzam. Arbeitsschuhe zum Fabrikpreise. Strafanstalt-Schuh- Magazin, gegenüber dem Rathhause. 28 eue Ora Neue Orangen 14 bei Wilhelm Fertsch. ist zu vermietben. 97 Katserstraße Nr. 23. r N 2 ——— — 3 3 A 32 Bei Carl Bindernagel in Friedberg sind bete Schulbücher Lehranstalten neu eingeführten in neuestet Auflage und guten Einbänden stets vorräthig. — pee]ꝗ 1 S e e e— Einladung zum Abonnement auf die Ueuen Hessischen Volksblätter. Hessische Landeszeitung⸗Volksblätter. Mit dem 1. Januar 1885 eröffnen die Neuen Hessischen Volksblätter, Hessische Landeszeitung; Volksblätter, ein neues Abonkement. Tendenz und Haltung unseres Blattes, das in seiner Unabhängigkeit ledig⸗ lich und allein auf sich selbst und die Gunst seiner Leser angewiesen ist, bleibt unverändert dieselbe, so daß wir uns der zuversichtlichen Hoffnung hingeben dürfen, nicht nur die alten Leser fortzuerhalten, sondern auch immer mehr neue zu gewinnen. Local⸗Nachrichten aus Hessen bringen wir durch unsere in allen Theilen des Landes thätigen Correspondenten so vollständig, wie Dies nur immer möglich und wenden wir denselben unsere größte Sorgfalt zu. Dem Feuilleton widmen wir ganz besonders Aufmerksamkeit und haben auch für das nächste Quartal einige überaus spannende und fesselnde Novellen beliebter Autoren erworben. Der Abonnementspreis beträgt für Darmstadt und Bessungen 2 M. 20 Pf., auswärts mit dem ent⸗ sprechenden Postaufschlag. Inserate finden bei der großen Auflage der Neuen Hessischen Volksblätter, Hessische Landeszeitung⸗Volksblätter, die weiteste und wirksamste Verbreitung. Gleichzeitig ersuchen wir die geehrten auswärtigen Abonnenten, damit wir vollständige Exemplare liefern für Bestellungen nach dem 27. d. Mts. einen Portozuschlag von 10 Pf. erhebt, ihre können und da die Post gefälligen Bestellungen rechtzeitig und womöglich bis zum 27. Dezember machen zu wollen. Darmstadt im Dezember 1884. 1 2 Die Expedition der Neuen Hessischen Volksblätter. Hessische Landes zeitung-Volksblätter. Musik Verein. Hliftungs-Teier Samstag den 10. Januar, Abends 7½ Uhr, im Hotel Trapp. Der Vorstand. Lokalgewerb- Verein. u dem am 9. Januar, Abends 9 Uhr, im Rath⸗ haussaal stattfindenden Vortrag des Herrn Ingenieur Wagner aus Darmstadt, über künflliches Trocknen des Werkholzes, ladet die Mitglieder des Vereins und alle Interessenten hoͤflichst ein 107 100 5 Der Vorst and. Frische Schellsische, „ Bralbückinge 99 bei 1 Wilhelm Fertsch. Die berühmten Holzbriquetts, nebst Weckesheimer Preßklötze liefert jederzeit 106 H. Weisensee. Möbeltransporte ea ue Wagen; ladungen und Stückgüter von und zur Bahn befördert jederzeit 105 H. Weisensee. Unterhosen und Unterjacken empfiehlt zu äußerst billigen Preisen 102 Frische Schellfische. G vorschuß-& Credit-Verein Zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Ausweis pro Dezember 1884. Aechl chinesilch. 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