1885. Samstag den 5. Dezember. Oberhessischer Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. M 144. In zeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. N Die einspaltige Petitzeile wird bei A e i f. 1 grö 5 5 vird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mi f 5 0% Re . n errechnet,. it 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht bligefügt ist, werden stets—* ee 15 Amtlicher Theil. Friedberg den 3. Dezember 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Fri 5 ö. riedber an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Butzbach, Dorheim, Dortelweil, ae e Groß-Karben, Harheim, Ilbenstadt, Klein-Karben, Ober-Florstadt, Rockenberg und Wölfersheim. Areisblatt für den Kreis Friedberg. — Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1885. 5 — 85 24 . 2 2 5 — 2 1 J bis zum 8. I. Mts. unfehlbar. Bekanntmachung. Betreffend: Die Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Kalchen. Es wird andurch in Gemäßheit des Art. 2. Januar 1858 zur öffentlichen Kenntniß gebra 1. Verzeichniß der Grundbesitzer unter ein solches vom 26. November d. J. über Beifügung der zugezogenen 42 des Gesetzes vom cht, daß den Ziele die Höhe der von den Wir erwarten umgehende Erledigung der Verfügung vom 16. v. Mts., Kreisblatt Nr. 137, und erwarten Einsendung der Berichte Dr. Braden. Grundbesitzern zurückzuerhebenden Beträge, sowie die einzuhalten— innerhalb einer[Atägigen Frist und zwar von Sonnabend den 12. bis . 6 ö—— und entwässerten Flächen nebst den auf die einzelnen[Freitag den 25. d. Mts. auf dem Bürgermeistereibureau zu Kaichen 1 N e Lace n Kostenantheile vom 14. September 1885, zur Einsicht der Interessenten offen liegen und daß das Heberegister N. e ee er zugezogenen Grundstücke und der entwässerten unter Berücksichtigung des in dem Commissionsbeschluß vom 26. v. Mts. N 3 Flächen vom 14. September 1885, beantragten Zusatzes für vollziehbar erklärt werden wird, wenn nicht 1 N 3. Heberegister über die auf die einzelnen Grundbesitzer entfallenden innerhalb der gedachten Frist Einwendungen bei uns erhoben werden. ö Kostenantheile vom 14. September 1885, Friedberg den 1. Dezember 1885. g 4. Protokoll der Ausführungscommission vom 26. Mai d. J. und Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Postpersonalnachrichten. An— gestellt sind: die Postpraktikanten Gothe in Darm⸗ stadt und Baxmann in Mainz als Postsekretäre, sowie der Postassistent Singhof in Offenbach. — Das Regierungsblatt Nr. 34 enthält: Bekanntmachung, die Konzessien zum Betrieb einer Ketten⸗ oder Drahtseil-Schleppschifffahrt auf dem Main betreffend. Berlin, 1. Dez. Die Kaiserin ist gestern aus Coblenz mittelst Extrazuges wohlbehalten hier eingetroffen. — 2. Dez. Der Reichstag genehmigte nach unerheblicher Debatte in erster und zweiter Les— ung den Antrag Köller, betreffs Abänderung des Reichsbeamtengesetzes; im Verlaufe der Debatte erklaͤrte der Secretär des Reichsschatzamtes, Burchard, das Reichsbeamtengesetz müͤsse in noth— wendigem Konnex mit dem Militärpensionsgesetz stehen, das Reichsbeamtengesetz allein werde nichts Die verbündeten Regierungen, vor Allem der Reichskanzler, werden sich die gründliche Unter— suchung angelegen sein lassen. Er stehe keines— wegs don vornherein diesen Bestrebungen ab— lehnend gegenüber. Bezüglich des Arbeiter— schutzes sei die Regierung ebenfalls thaͤtig; er habe diesbezüglich eine Zusammenstellung des actuellen Rechts der Einzelstaaten angeordnet und werde dieselbe dem Hause demnächst vor— legen. v. Bötticher bestreitet, daß die Enquete tendenziös und oberflächlich gewesen sei. Be— züglich der Sonntagsruhe muͤsse man die Er— gebnisse der Enquete abwarten. Auch bezüglich des Maximalarbeitstages seien die verbündeten Regierungen zu genauen commissarischen Erörter— ungen bereit. Für jetzt seien die Regierungen noch nicht in der Lage, die Anschauungen des vorliegenden Gesetzentwurfes in jeder Beziehung zu theilen. Die Socialdemokraten brachten wiederum den Antrag auf Diätengewährung wolle über den Antrag„Kopp“ in der Er— wägung, daß der bayerisch-russische Vertrag in der Sitzung vom 12. November in einer für die Staatsregierung nicht mißzuverstehenden, nachdrücklichen Weise besprochen worden ist, zur Tagesordnung überzugehen“, wurde abgelehnt. Die Frage des Präsidenten, ob die Kammer zu den Anträgen competent sei, wurde einstimmig bejaht. Ausland. Spanien. Madrid. Ein Nundschreiben des Ministers des Innern an die Präfekten weist dieselben an, Versammlungen von Ver— einen, gleichviel welche politische Parteistellung dieselben einnehmen, zu gestatten, wenn sie sich innerhalb der gesetzlichen Schranken halten. Türkei. Constantinopel, 2. Dez. Officiell wird gemeldet, daß die beiden türkischen Com— missäre Lebib Effendi und Gadban Effendi an der ostrumelischen Grenze zut aufgenommen wurden eins nützen. Graf Moltke erklärte, er habe soeben beim Reichstage ein. Nachdem noch der Abg. und mit einer Escorte von einem Officier und k einen Antrag auf Erlaß eines Militärpensions-PLohren auf die Mißstände bei der Beschäftig- 20 Gendarmen nach Philippopel weiterreisten. gesetzes eingebracht. Richter spricht gegen die ung weiblicher und jugendlicher Arbeiter hinge-] Der„N. Fr. Pr.“ wird von hier gerüchtweise 1 Us, Verkuppelung mit dem Militärpensionsgesetz, wiesen und Abg. Hitze fuͤr den Antrag Lieber gemeldet, die türkischen Delegirten seien an der l Ham welche beide Gesetze zum Scheitern bringen werde.] eingetreten, wurde die Fortsetzung der Berath- rumelischen Grenze mit Flintenschüssen empfangen last. Der Antrag Jazdzewski, betr. die Gleichberech-( ung auf morgen vertagt. worden. Die Pforte habe die Botschafter behufs tigung der polnischen Sprache mit der deutschen— Aus Rom wird gemeldet, daß gestern wichtiger Mittheilung einberufen. Bertuld. in polnischen Landestheilen bei dem Gerichts-Uim Vatican das den deutsch⸗spanischen Conflict Serbien. Belgrad, 2. Dez. Die allge— verfahren, wird einer vierzehngliedrigen Com— mission überwiesen. Das Haus begann hierauf die Berathung des Antrags Auer; es vertagte die Fortsetzung, nachdem Pfannkuch den Antrag eingehend begründet hatte, auf morgen. 3. Dez. Reichstag. Seitens des auswärtigen Amtes gelangte abermals eine Denkschrift an den Reichstag betreffend die Rechtsverhältnisse in deutschen Schutzgebieten. Der Reichstag setzte sodann die Berathung des Antrags Auer und Genossen fort. Abz. Lieber begründet den Antrag, betreffend die Sountagsruhe, und er— applanirende Protokoll aus Madrid eingetroffen ist. Wie die„K. Z.“ aus Madrid erfährt, hat das Abkommen über die Karolinen sechs Artikel. Im ersten erkennt Deutschland Spaniens Souveränetät über die Karolinen und Palaos an; der zweite setzt die Grenze der Inselgruppen fest; der dritte enthält in Bezug auf die Deutsch— land zu gewährende Schifffahrts- und Handels— freiheit dieselben Bedingungen wie der Vertrag über die Sulu-Inseln von 1885; der vierte bewilligt Deutschland eine Schiffsstation und eine Kohlen-Niederlage und erkennt die deutschen meine Kündigungsfrist der Waffenruhe ist kürzer als 24 Stunden. Officiell wird gemeldet, daß trotz der Waffenruhe gestern früh ein bulgarischer Angriff auf die serbischen Positionen bei Wlasina mit vier Bataillonen und einer Eskadron erfolgte. Bulgarien. Sofia, 2. Dez. Die An⸗ kunft des serbischen Obersten Milanswitsch im bulgarischen Hauptquartier zu Pirot zur Ver— handlung über die Waffenstillstandsbedingungen wurde für heute officiell angezeigt. — 3. Dez. Die„N. Fr. Pr.“ meldet aus Pirot: Fürst Alexander verlangt in seinen L klärt die über letztere angestellte Enquete durch-⸗WPHandels-Gesellschaften auf den Karolinen als zu Friedensbedingungen eine vollständige Kriegs— aus nicht für erschoͤpfend und für unvollständig Recht bestehend an; der sechste bestimmt, die entschädigung, die Anerkennung der Bulgaren⸗ (f. bezüglich derjenigen, welche zur Beantwortung T Ratification solle binnen acht Tagen erfolgen. Union, die Occupation des Gebietes von Pirot bis Pf. der gestellten Fragen herangezogen wurden. Jede Schwierigkeit, welche bei der Ausführung der Kriegstribut gezahlt ist, und die Räumung des Auch seten die Ersatzbehörden nicht befragt, der Vereinbarung zu Tage treten sollte, wird Widdiner Distriets durch Serbien. Falls Serbien * ferner die Frage der Criminalität außer Acht gelassen. Staatssecretär v. Bötticher em⸗ pflehlt die Commissionsberathung, weil es sich um Dinge von einschneidender Wichtigkeit handle. 8 74 —— durch einen Schiedsspruch geregelt werden. München, 3. Dez. Der Antrag Kopp wurde angenommen. Ein während der Sitzung eingebrachter Antra Schauß':„die Kammer 1 diese Bedingungen nicht annimmt, beschließt der Ministerrath die Fortsetzung der Offensive. Rußland. Petersburg. Das„Fr. Journ.“ schreibt: Nicht besser kann der tiefgehende Um— schwung der öffentlichen Meinung Rußlands zuf„Ruß“ zufolge sandte General Tschernajeff seinen Gunsten Bulgariens gekennzeichnet werden, als] Takowa-Orden an König gleitung eines Schreibens, ausführt, Diensten gewesenen russischen Officieren] welche ihn zur Theilnahme am bewog, ihn jetzt veranlasse, sich von der serbischen Ehrenbezeugung loszusagen, da König Milan gegen Die Nachahmung des seitens vieler russischer Offieiere steht durch den großen Euthusiasmus, mit welchem der kaiserliche Tagesbefehl, welcher den in bul— garischen den Dank für ihre glänzend erfolgreiche Wirk; samkeit ausspricht, in Rußland aufgenommen wird. Es geht ein Gefühl tiefster Befriedigung durch das russische Volk, daß man auch an höchster Stelle der heldenmüthigen Tapferkeit der Bulgaren gerecht geworden ist und daß das Alpdrücken, aun welchem die öffentliche Meinung Rußlands in Folge der feindlichen Haltung des Kaisers Alexander gegen den Fürsten von Bul⸗ garien litt, von ihr gewichen ist. Frei kann sich nun die warme Antheilnahme der Nussen für die um ihr Vaterland kämpfenden Bulgaren äußern, da das erlösende Wort gesprochen ist. Im Ganzen läßt sich behaupten, daß sich das Bild: Rußland hinter den kämpfenden Bul⸗ garen, Oesterreich hinter den kämpfenden Serben, deutlich am politischen Horizonte abhebt. In⸗ zwischen bat sich die Türkei zu etwas Thatkraft ermannt, und sandte zwei ihrer Functionäre nach Philippopel, welche dem für Ostrumelien er⸗ nannten Commissär Djevdet Pascha die Wege ebnen sollen. Auch steht eine nicht unbeträcht⸗ liche türkische Truppenmacht zum Einmarsch in Ostrumelien bereit. Die Ansicht, daß es trotz⸗ dem zu einer Trennung der beiden Bulgarien, die ihre Vereinigung auf den serbisch-bulgarischen Schlachtfeldern besiegelt, nicht kommen, daß die Krise überhaupt nicht ohne wesentliche Aender— ungen der staatlichen Verhältnisse auf dem Balkan vorübergehen werde, hat indessen noch immer die Oberhand. — Die hiesigen Zeitungen äußern die Be— sorgniß, Serbien könnte den Waffenstillstand zu neuen Rüstungen ausnützen. Die„Neue Zeit“ räth dem Fürst von Bulgarien, sich mit der Pforte und Rußland völlig auszusöhnen, länder rückten ohne Kampf in Mandaley ein. Thibau unterwarf sich bedingungslos. Depesche aus Panama meldet, Nachrichten aus Lima zufolge ergab sich General Iglesias heute. General Eusebio Sanchez Milan zurück in Be— in welchem der General daß dieselbe slavische Bruderliebe, Kriege von 1876 die Bulgaren brudermörderisch vorgehe. Beispiels Tschernajeff's bevor. Dez. Die Eng— Indien. Rangoon, 1. Die europäische Colonie ist in Sicherheit. König Amerika. New⸗Pork, 3. Dez. Eine wurde provisorisch zum Präsidenten ernannt. Eine weitere Depesche meldet, daß alles geregelt und eine Commission ernannt sei, welche den Oberbefehl über die Armee übernehmen und die Wahlcollegien zur Vornahme von Wahlen für den neuen Congreß einberufen soll. Es wurde eine allgemeine Amnestie proclamirt. Herberge zur Heimath. Bis heute gingen ferner ein: Von Herrn Bahnmeister Buß 2 M.; Medielnalrath Dr. Lorenz 5 M.; N. N. 1 M.; Freih. Schenk von Schmittburg, Darmstadt, 5 M.; Frl. Kritter 2 M.; Stadtrechner Melchior 1 M.; Jean Huber 5 M.; Beigeordneter Reuß 2 M.; F. W. Reuß Wittwe 2 M.; Oberförster Rumpf, Ockstadt, 3 M.; Inspeetor Müller, Weckesheim, 6 M.; Frau Gossi hier 20 M.; Erlös von Predigten durch Herrn Pfarrer Katser in Reichels— heim 4 M. 10; von der Gemeinde Ostheim bei Butzbach einen Wagen voll Naturalien; C. Kalbfleisch 2 M.; Kammerdirektor Dr. Geyger in Assenheim 10 M.; Forst— meister Herpel 10 M. Wir sagen hierfür unseren besten Dank und bitten um weitere Gaben; besonders bitten wir die Landge— meinden auch um Zuwendung von Naturalien, da wir diese in den nächsten Tagen gut gebrauchen können. Friedberg den 1. Dezember 1888. Der Vorstand. Bitte. Zur Christbescheerung für die Fried⸗ berger Kleinkinderschule wird um gütige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfang erklärt sich jede der Unter— zeichneten gern bereit. Käthchen Baur. Johannette Klipstein. Adele Braden. Christiane Schmidt. Hilda Dieffenbach. Christiane Werner. Minna Diegel. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 3. Dezember 1885. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke. 16. 18 16. 14 do. in/ 16. 16 16. 12 Englische Sovereings 320 Russische Imperiales. 16. 74 16. 70 Daeaten 9. 60 9. 55 „ al res,, 9. 63 9. 59 Dollars in Golde. 4320 Kirchliche Anzeigen für Friedberg Ebangelische Gemeinde. 2. Advent. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Götz. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abends 5 Uhr: Herr Dr. Diegel. Katholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 3/7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Israelitische Gemeinde. Dienstag den 8., sowie Mittwoch den 9. Dezember: Neumond Thebet. Montag Abends 3/7 Uhr. Dienstag Morgens 7 Uhr. Dienstag Nachmittags 3/1 Uhr. Mittwach Morgens 7 Uhr. dann werde er die Friedensverhandlungen mit J. V.;: Mittwoch Nachmittags 3¾4 Uhr Serbien nachdrucksvoller führen köanen. Dem] Decan Meyer, Vorsitzender. G. Schwarz, Rechner. Donnerstag Ende des Chanukafestes. Meine Unserem Freunde J... Scen r zu seinem ein⸗ *** Möbellager G. M. Heuß empfiehlt Große Auswahl in Betten. 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Behufs ordnungsmäßiger Sohteulz des Besuchs der Singstunden wird gebeten, Entschuldigungen fehlender Mitglieder nur an Herrn Mor. Gauff schriftlich zu richten. 4200 Der Vorstand. Casino„Eintracht“ in Friedberg. Musikalisch⸗theatralische Abend- Unterhaltung mit darauffolgendem Tanz Samstag den 5. Dezember 1885, Anfang 7½ Uhr, im Saale des Hötel Trapp. Karten sind zu haben bei den Herren Isidor Stern unb A. Maaß hier. 4190 Veteranen- und Militaͤrverein Friedberg 4206 Samstag den 5. er., Abends 855 Uhr, Monats⸗ Versammlung. Der Präsident. Geschäfts- Empfehlung. Hlermit mache ich meinen verehrlichen Kunden und einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich das Uhrmachergeschäft meines seeligen Mannes weiter⸗ führe und bitte ich um geneigten Zuspruch. Friedberg, 4. Dezember 1885. 4216 J. Suchsland Wittwe. Piasava-Vesen gut und billig, auch alle Sorten Bürsten bet Assenheim. Carl Bauer. 4193 Danksagung. Für die mir anläßlich meines 90. Geburtstages in so reichem Maße gewordenen Beweise von Liebe und Theilnahme, spreche ich hiermit meinen allerherzlichsten Dank aus. Friedberg den 4. Dezember 1885. Peter Hasselbaum, Unteradjutant a. D., für sich und Familie. Lebkuchen 3934 empfiehlt F. Reuß. 4222⸗ Prüfungsball der Tanzschüler Samstag den 5, d. Mts., Abends 8 Uhr beginnend, im Lokale„Windecker's Fels senkeller“. Hochachtungsvoll 4187 Ferd. Teute. Windecker's felsenkeller. Samstag und Sonntag: Gans⸗ und Hasenbraten. 4104 Mittagstisch zu 50 und 80 Pf. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 49 und eine Beilage.) geil — Jin ettab uta ö 1 schoͤnster aaf ein, leren und ar peist 105 Stadt Menge.“ bach, t. 5 ö 1 2 1 1 Schoͤff 2. ., Gafwirth! Bürgern Wah. in O In Abenstad Kaufmann Pachter in Ernst Kleb Koob, Nat Grnst Cage v. Ftankenf 24. August und Heine rode; 7 Alles, Bü Becker II., 28. Oktobe Helnrich C Florstadt; Rentner in in Frledbe Bausch, 0 Volz II., schöffen w glaser; 2 3) Ludwi Metzger; Vuchbinde wirth; 8 9) Adolf Beigeordn haltunge und 174 34 kath. hierbel 7 d. 5 a lands, m Laufe die schicken, derselben Ackerman: die Wiede und Lehr. der zweite Strafanste Anatsons vereln Fri un dleser ugegangef dersamml. Vortrag b dis Gegen der unge 5 Stadt wa comité ir krankten d in Cireul altag vor bzu 110** wohnhaft gar en nach Dar elnertra⸗ fern g enn — D Juno 1010 ꝙœοmꝛmun⁰ An- zwischen Beilage. Bberhessischer Aweiger. M144. Aus Stadt und Land. Friedberg, 3. Dee. Der 90. Geburtstag des pens. Unteradjutanten Hasselbaum verlief für den Gefeierten in schönster Weise. Ein Telegramm unseres Großherzogs traf ein, Geschenke und Gratulatlonen von hohen Offi— zieren und ehemaligen Kameraden, welch letztere theilweise sogar persöͤnlich gekommen waren, Glückwuͤnsche aus hie— siger Stadt und Umgegend erhielt der Jubilar in großer Menge. Mögen ihm noch recht viele freundliche Tage beschieden sein. s. Friedberg. Im Jahre 1886 baben nachfolgende Personen als Schöffen an den beigesetzten Sitzungstagen des Schöffen-Gerichts zu Friedberg zu fungiren: am 5., 12. und 26. Januar: Gustav Wilhelm Schmid, Gastwirth in Reichelsheim und Johann Heinrich Wagner, Bürgermeister in Bruchenbrücken; 2., 9. und 23. Febr.: Karl Leonhard, Essigfabrikant in Friedberg und Cristoph Wißmer II., Landwirth in Kaichen; 2., 16. und 30. März: August Steln, Bürgermeister in Beienheim und Karl Friedrich Neisel, Bürgermeister in Fauerbach b. F.; 6., 13. und 20. April: Simon Schütz, Metzger und Wirth in Ober Wöllstadt und Jakob Zwier, Beigeordneter in Ilbenstadt; 4., 11. und 25. Mal: Moritz Pappenheimer, Kaufmann in Friedberg und Johann Friedrich Schwind, Pachter in Nieder⸗Woͤllstadt; 8., 22. und 29. Juni: Ernst Kleberger, Landwirth in Melbach und Jehann Koob, Kappenmacher in Friedberg; 6., 13. und 27. Juli: Ernst Engel, Metzger in Friedberg und Wilhelm Rumpf, v. Frankenstein'scher Oberförster in Ockstadt; 3., 17. und 24. August: Georg Karl Hensel, Landwirth in Södel und Heinrich Moscherosch, Bürgermeister in Burg Gräfen— rode; 7., 14. und 28. September: Heinrich Wilhelm Alles, Bürgermeister in Nieder-Florstadt und Jakob Becker II., Landwirth in Nieder⸗Wöllstadt: 5., 12. und 26. Oktober: Karl Werner, Kaufmann in Friedberg und Heinrich Caspar Stoffel, Gemeinde-Einnehmer in Ober⸗— Florstadt; 9., 16. und 23. November: Martin Ewald, Rentner in Ockstadt und Karl Theodor Kranz, Kaufmann in Friedberg; 7., 14. und 21. Dezember: Hermann Bausch, Landwirth in Nieder- Wöllstadt und Heinrich Volz II., Landwirth in Burg⸗Gräfenrode. Zu Hilfs- schöffen wurden bestimmt: 1) Johannes Bieler, Hof— glaser; 2) Johann Christoph Trumpfheller, Bäcker; 3) Ludwig Gros, Kaufmann; 4) Philipp Windecker, Metzger; 5) Christoph Blum, Metzger; 6) Ludwig Weiß, Buchbinder; 7) Philipp Wilhelm Altmannsperger, Land— wirth; 8) Jobann Heinrich Flaschenträger, Kaufmann; 9) Adolf Mayer, Hof- Uhrmacher; 10) Friedrich Reuß, Beigeordneter, sämmtlich von Friedberg. H. Friedberg. Im 9. Zählbezirk, Burg⸗Friedberg (ohne die Seminargebäude) nebst noch 7 angrenzenden Wohnungen befanden sich am 1. Dezember in 65 Haus— haltungen 304 Bewohner vor, und zwar 130 männlichen und 174 weiblichen Geschlechts; hiervon sind 227 evang., 34 kath., 43 mosaisch; Kinder unter 10 Jahren sind hierbei 74 und verheirathet sind 97 Personen. d. Friedberg. Der deutsche Handwerkerbund, eine Vereinigung von Handwerkern aus allen Gauen Deutsch⸗ lands, mit der Centralstelle in München, beabsichtigt im Laufe dieses Monats eine Petition an den Reichstag zu schicken, welche aus drei Theilen besteht. Der erste Theil derselben soll dem Antrag des Reichstagsabgeordneten Ackermann und Genossen, welcher der Hauptsache nach die Wiedereinführung von gesetzlichen Meister-, Gesellen— und Lehrlingsprüfungen bezweckt, Nachdruck verleihen; der zweite Theil enthält ein Gesuch um Beschränkung der Strafanstaltsarbeit; der dritte, die Einführung von Legt⸗ timatlonspapleren für alle Arbeiter. Der Localgewerb— verein Friedberg, dem ein Schreiben zur Betheiligung an dieser Petitlon von dem deutschen Handwerkerbund zugegangen, wird dieserhalb in aller Kürze eine größere Versammlung veranstalten und in dleser über die Sache Vortrag halten; erwünscht wäre es bei dem hohen Werth des Gegenstandes, wenn alle Handwerker Friedbergs und der Umgegend au dieser Versammlung sich betheiligten. O Bad⸗Nauheim, 2. Dez. Auch in hiesiger Stadt war im Anschluß an das Darmstädter Haupt⸗ comité ein Localcomité für die Verwundeten und Er— krankten des bulgarischen Heeres zusammengetreten. Die in Clreulatlon gesetzte Gabenliste hat einen Gesammt— ertrag vor 152 M. 30 Pf. ergeben, welcher heute nach Abzug der Colportage, Coplal⸗ und Portokosten mit 140 M. nach Darmstadt abgeschickt wurde. Eln hier wohnhafter früherer Regimentskamerad des Fürsten von Bulgarlen hatte seinen Beitrag von 10 M. schon vorher nach Darmstadt abgeschickt und ist somit der gesammte Resnertrag der hlesigen Sammlung auf 150 M. zu be⸗ ziffern, ein für unser kleines Städtchen sehr schönes Resultat. Wie wir vernehmen, beabsichtigt der Verein „Concordia“ in der Kurze ein Concert für den gleichen edlen Zweck zu veranstalten und wird also voraussichtlich eine weitere Spende von hier folgen. 5 Erbach. Wie die„W. 3.“ aus zuverlässigster Quelle erfährt, beruht die Nachricht, die vor etwa 14 Tagen durch dle Blätter lief, wonach am 12. d. M. in der Schuck'schen Wirthschaft an der Staatsstraße Schöllenbach und Kailbach am hellen Tage ein Betrag von über 1000 M. geraubt und die sich zur Wehr setzende Wirthln zu Boden geschlagen worden sei, nach dem Ergebniß der eingeleiteten Untersuchung au reiner Erfindung. — Allerlei. München, 2. Dez. In unserem Nachbarorte Bogen— hausen ist in letzter Nacht ein Raubmord verübt worden. Der verwittwete 62 Jahre alte Oeconomtebesitzer Michael Bader wurde heute Morgen todt vor seinem Hause liegend gefunden. Im Hause waren mehrere Behältnisse erbrochen und des Inhalts beraubt. Von den Thätern, man nimmt an, daß es mehrere seten, ist bisher keine Spur entdeckt. Wien, 30. Nov. Heute Morgen wurde der Wach— mann Zillich von einem verdächtigen Subjekt, das er verhaftet hatte und zur Wache schaffen wollte, nieder— geschossen. Zillich ist schwer verwundet, doch hofft man auf seine Rettung. Neapel. Ein geheimnißvoller Mord setzt die Be wohner von Castellamare in nicht geringe Aufregung und hat bereits zur Verhaftung dreier deutscher Unterthanen geführt. In einer Schlucht fand man den Leichnam eines etwa 12 Jahre alten Knaben mit blondem Haar und blauen Augen, der auf dem Körper mehrere Amulette trug, welche vermuthen lassen, daß er katholisch gewesen ist. Durch zahlreiche Zeugen ist festgestellt, daß er noch kurz vorher in Begleitung eines älteren Herrn, der einen großen Mantel trug, gesehen worden ist. Die Pollzei nimmt deswegen an, daß er gewaltsam in die tiefe Schlucht gestürzt worden ist und zwar aus Gründen, die mit einer noch nicht ganz aufgeklärten Erbschafts— geschichte zusammenhängen. Vor 10 Tagen logirte der Begleiter des Knaben mit diesem im Hotel de Geneve zu Neapel und schrieb einen unleserlichen Namen ins Fremdenbuch. Es liegt mithin sehr nahe, daß er der Mörder desselben, aber schon längst in Sicherheit ist. Die Polizei hat aber trotzdem drei arme Teufel, sämmt— lich Deutsche, verhaftet, und vorläufig dem deutschen General Consul übergeben. Zwei davon sind Maler und einer ist Barbier, Namens Carl Althoff. Inzwischen ist der Name, den der vermuthliche Mörder im Hotel de Gendve unleserlich ins Fremdenbuch eingetragen hat, sämmtlichen Consulaten photographirt zugestellt worden. Bis jetzt ist irgendwelche Aufklärung über Namen und Heimath des todten Knaben noch nicht erfolgt. Aber die Vermuthung, daß er ein Deutscher oder Schweizer aus guter Familie seti, gewinnt immer mehr an Wahrscheinllchkeit. Verloosungen. Cassel, 1. Dee. Serienziehung der Kurhessischen 40 Thaler-Loose: 3216 37 5397 4752 15 6102 3595 5377 5339 2876 2664 1239 1593 4658 5021 3703 5978 1913 3232 5082 4493 5675 4387 4663 6110 2234 5665 4012 4166 2155 4448 4272 6522 1478 4926 6478 1409 549 4867 6036 2172 6715 5062 4225 1458 5784 1177 4285 6449 554 2001 3799 1566 3363 5427 4637 1606 633 931 2178 714 9 5 1053 83 569 5158 5237 1050 5668 221 2321 4869 3412 1901 3796 4866 1127 75 4309 1197 2748 1424 4085 6045 6082 2973 955 871 2775 2352 5219 2459 289 1778 3420 961 1387 1687 476 3077 614 867 4847 335 2519 2076 5101 2308 3034 5858 6702 1978 2631 3873 5515 6032 5093 2109 1015. Meiningen, 1. Dez. Serten-Ziehung der Mei⸗ ninger Prämten- Pfandbriefe. Es wurden folgende Serien gezogen: 131 394 971 1050 1433 1475 1606 1931 1988 2144 2391 2401 2439 2560 2562 26417 2665 2702 2735 2937 3082 3187 3138 3167 3250 3449 3934 3968 3973. Hamburg, 1. Dez. Ziehung der Köln Mindener Loose. Serien: 43 285 510 595 865 969 1087 1291 1335 1371 1436 1493 1547 1617 1669 1689 1799 1922 1962 2056 2322 2323 2395 2611 2642 2737 2760 3011 3550 3671 3775 3844 3846 3989 3999 Karlsruhe, 30. Nov. Ziehung der Badischen 35 Gulden⸗Loose. Serien: 166 178 194 229 310 317 343 510 543 558 615 622 719 804 1085 1092 1099 1300 1364 1390 1404 1475 1484 1504 1508 1541 1547 1684 1737 1776 1927 1962 2038 2078 2115 2150 2191 2282 2292 2337 2394 2536 2589 2720 2730 2785 2816 2820 2846 2991 2997 3031 3059 3127 3133 3148 3158 3199 3211 3227 3294 3353 3374 3407 3532 3541 3590 3647 3704 3753 3779 3785 3793 3814 3832 3874 3902 4114 4235 4248 4263 4264 4267 4295 4298 4308 4320 4378 4382 4385 4470 4566 4605 4649 4693 4695 4995 5078 5107 5147 5171 5276 5372 5394 5458 5468 5469 5516 5651 5665 5741 5809 5834 5984 6025 6045 6112 6115 6134 6138 6156 6288 6246 6277 6477 6517 6531 6572 6575 6595 6639 6696 6786 6908 6942 6958 7001 7058 7134 7168 7240 7241 7283 7310 7413 7457 7473 7482 7489 7513 7530 7535 7548 7609 7724 7738 7799 7803 7936 7959. Wien, 1. Dez. Ziehung der Osterr. 100 fl.⸗Loose von 1864. Der Haupttreffer fiel auf S. 95 Nr. 40, 20,000 fl. auf S. 95 Nr. 15, 10, 0 fl. auf S. 1410 Nr. 92, je 5000 fl. auf S. 2884 Nr. 54 und S. 3040 Nr. 73. Von Serien wurden noch gezogen: 9 53 301 588 763 1287 1344 1421 1513 1550 1865 2466 2658 2822 2955 3302 3503 3505 3744 3786 3827. Handel und Verkehr. Butzbach, 2. Dez. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 9005 f., Käse per Pfd. 45— 46 Pf., Eier 1 St. 7 Pf. Frankfurt, 2. Dez. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markte kosteten Butter 100 Pfd. 90 4100 M., im Detail M. 1.10— 1.30, Eier das Hundert M. 650 bis 8, italienische M. 9. Weißkraut der Ctr. M. 3—4, Sauerkraut der Ctr. M. 10, Blumenkohl der Ctr. M. 20 35, das Stück 25—40 Pf., Rothkraut 20 bis 25 Pf., Spinat 50 Pf. die Portion, Rosenkohl 50 Pf. die Portlon, Meerrettig 20 Pf., Weißerüben 2 Pf., Gelberüben der Str. M. 6—8, der Pack 6 Pf., Endivien 8 Pf., Schmalzkraut 20 Pf. die Portion.— Geflügel: 1 Hahn 80 90 Pf., 1 Huhn M. 1— 2, Ente M. 2.50, italienssche M. 3, Poularde M. 2.50, Capaun M. 3, Gans M. 4—8, Welsche M. 5— 12, Taube 40-60 Pf. Haas M. 2.803. Frankfurt, 3. Dezbr. Fruchtbericht. Hiesiges Welzenmehl Nr. 0 M. 31-32, Nr. 1 M. 26—27, Nr. 2 M. 24— 25, Nr. 3 M. 22— 23, Xr. 4 M. 16—17, Nr. 5 M. 15— 16, Milchbrod- und Brodmehl im Ver⸗ band M. 49— 5, norddeutsche und westfälische Weizen⸗ mehle 00 M. 23— 23.50, Roggenmehl/ ruhig M. 18 bis 19 ab Berlin, Null allein M. 1.50 darüber, schwarze Sorten nur genannt, Roggenkleie M. 4.75 und Weizen⸗ kleie M. 4 übrig.(Die Preise verstehen sich bei Ab⸗ nahme von mindestens 200 Ctr.) Rüböl im Detail M. 51. Stadtkirche Bauberein. Den Bewohnern der Stadt und Umgegend Friedbergs ist durch verschledene Artikel, durch den dankenswerthen Grattsabdruck der Statuten und der Geschenkeverzeichnisse in dem„Oberh. Anz.“ bekannt geworden, daß sich hier ein ev. Stadtkirche⸗Bauverein gebildet hat, der sich die Wiederherstellung, Erhaltung und Verschönerung der als ein herrliches Denkmal gothischer Baukunst be— kannten hiesigen evang. Stadtkirche zum Zweck gesetzt hat. Jeder, der auch ohne der evang. Kirche an⸗ zugehören, ob Christ oder Nichtchrist, diesen Zweck zu befördern bereit ist und einen Jahres beitrag von mindestens 50 Pfennig leistet, kann Mitglied dieses Vereins werden. Wir glauben uns mit der Annahme nicht zu täuschen, daß der neue Verein einem tief und in allen Kreisen empfundenen Bedürfnisse entgegenkommt und schon jetzt sich einer nicht geringen Sympathie in und außerhalb unserer Stadt erfreut. Darum hoffen wir auch keine unangenehme Nachricht mitzuthellen, wenn wir ankündigen, daß demnächst Listen mit der ergebenen Aufforderung zur Einzeichnung von Mitgliedern in Cireulation gesetzt werden sollen, und wir halten uns versichert, keine Fehlbitte zu thun, wenn wir unseren Mitbürgern in Stadt und Land kräftig zurufen:„Vergeßt und verlaßt unsere liebe Stadtkirche nicht!“ Der Vorstand des evang. Stadtkirche⸗Bauvereins: Baur, Kirchenrath. G. Hlerontmus, Hofmaler. Schneller, Kreisbaumeister. Steinhäußer, Bürger- meister. Dr. A. Trapp, Fabrikant. Wahl, Seminar⸗ lebrer. Dr. Weiffenbach, Professor. Ueber die Großherzogl. Landes ⸗Irrenanstalt zu Heppenheim und das Landes hospital in Hofheim wird uns geschrieben: Am 2. Januar 1866 wurde die Großh. Landes-Irrenanstalt bei Heppenheim eröffnet. Anfänglich bestimmt für 200—250 Kranke, wurde dieselbe im Jahre 1877 zum erstenmale, im Jahre 1881 zum zweitenmale erweitert und die Sollzahl der in der Anstalt gleichzeitig anwesenden Kranken auf 400 festgesetzt. Die vor dem 2. Januar 1866 allein vorhandene staakliche Irrenanstalt, das ehrwürdige Landeshospital zu Hofheim, mit 400 Betten bestand unverändert fort. Somit war seit dem Jahr 1881 der öffentlichen Irrenfürsorge die Möglich⸗ keit geboten, in den genannten beiden Anstalten bis zu 800 Irre gemeinsam verpflegen zu lassen. Von der Er⸗ öffnung der Heppenheimer Anstalt an bis zum 1. Januar 1885(also während 19 Jahren) wurden in die Großh. Landes⸗Irrenanstalt bei Heppenheim 2497, in das Landes⸗ hospital zu Hofheim 1068, demnach in beide Anstalten zusammen: 3560 Geisteskranke aufzenommen. Dagegen bellef sich die Zahl der während der letzten 19 Jahre vor der Eröffnung der Heppenheimer Anstalt(1847 bis 1865) in das Großh. Landeshospital zu Hofheim auf- genommenen Kranken auf 1368. Hieraus ergibt sich, daß in dem zuerst erwähnten Zeitraum 2192 Geistes⸗ kranke mehr aufgenommen worden sind, wie in dem gleich langen Zeitabschnitt 18471865, mit anderen Worten, daß in jenem Zeitraum, d. h. in den seit der Eröffnung der Heppenheimer Anstalt verflossenen 19 Jahren, eine Vermehrung der Aufnahmen um 160 Prozent stattge— funden hat.— In dem Großh. Landes hospltal zu Hof⸗ heim befanden sich Ende 1847: 385 und Ende 1868: 437 Kranke. Neunzehn Jahre später, zu Ende des Jahres 1884, waren in Hofheim und Heppenheim zu⸗ sammen: 847 Geisteskranke anwesend. Das Großher⸗ zogthum Hessen hatte im Jahre 1847: 852,679, im Jahr 1865: 853,316 und im Jahr 1884: 936,840 Ein⸗ wohner. Wahrend also in den Jahren 1847— 1865 die Ziffer der Bevölkerung des Landes um 0,074 Prozent und in den Jahren 1866-1884 um 9,7 Prozent wuchs, erhöhte sich ber Stand der in der Pflege des Staates befindlichen Geisteskranken in dem ersten Zeitraum um 30,4 und in dem zweiten um rund 94 Prozent. Für Bulgarien gingen bei der Expedition d. Anz. weiter ein: Von Dir. Schäfer(Blindenanstalt) 3 M., Berginspektor Müller in Weckesheim 5 M., N. N. 3 M., Dir. Dr. Diegel 10 M., Major Römheld 6 M. Bekanntmachung. Die Erden der verlebten Ehefrau des Joseph Vetter, Margaretha, geb. Volz, von Burg-Gräfenrode haben dargethan, daß sie die in der Gemarkung Groß; und Klein⸗Karben gelegenen beiden Grundstücke: 1. N. XXVII. Kr. 1653 dem Joseph Vetter in Burg— Gräfenrode zugeschrieben, 2. Fl. XXVII. Nr. 165b, dem Konrad Kalbhenn daselbst zugeschrieben, besitzen und haben glaubhaft gemacht, daß sie diese Grund— stücke durch Ersitzung erworben haben. Auf Antrag dieser Erben werden Alle, welche Ansprüche auf diese Grunstücke zu haben glauben, aufgefordert, diese ihre Ansprüche so gewiß 1 binnen 4 Wochen bei dem unterzeichneten Amtsgerichte geltend zu machen, als sonst Anerkenntniß des Eigenthums der genannten Erben an den fraglichen Items unterstellt und die zum Eintrag der Ersitzung im Mutatlonsverzeichnisse erforder— liche Verfügung erlassen werden wird. Vildel den 26. November 1885. Großherzogliches Amtsgericht Vilbel. Dr. Seriba. 41409 0 1 Versteigerung. Dienstag den 8. Dezember or., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Bahnhof ea. 600 alte Bahnschwellen in einzelnen Abtheilungen öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Friedberg den 3. Dezember 1885. 4196 Die Bahnmeisterei 17. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 9. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen auf dem Rathhause zu Assenheim öffentlich vergeben werden: Chaussirarbeit, veranschlagt zu 400 Mark, Chaussirsteine anzufahren 1 Kies anzufahren 5 Lieferung von zugerichteten Wandsteinen 100 Aufsetzen der Steine und den Kies zu * messen 60 Friedberg den 3. Dezember 1885. Zörb II., 1208 Bezirks⸗Bauaufseher. An⸗ und Verkauf eines Fasel⸗Ebers. Nächsten Montag den 7. Dezember, Nachmittags 1 Uhr, wird auf dem Rathhause der Gemeinde Stamm⸗ heim ein zweijähriger, fehlerfreier(wofür garantirt wird), gut gehaltener und noch zur Zucht tauglicher Fasel-Eber, rein englischer Race, öffentlich meistbietend versteigert. Zugleich beabsichtigt die Gemeinde einen ohngefähr järigen Eber derselben Race anzukaufen. Besitzer dieser Thiere werden ersucht, dahier Anzeige zu machen. Stammheim den 30. November 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Stammheim. 4174 Thaler. Verstei 8⸗Anzei Versteigerungs-Anzeige. Montag den 14. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Wohnung des Restaurateurs J. Burck nachverzeichnete Mobilien meistbietend gegen Baarzahlung verstelgert: 1 Sekretär, 1 Spiegelschrank, 3 Kleiderschränke, 3 Commoden, 7 vollständige Betten, 3 Sophas, Spiegel, 1 Pianino, Bilder, Waschtische, 1 Dreh⸗ bank, 1 Hobelbank, eine Parthie Fässer, Bütten, 1 Schrotmühle, Tische, Stühle, 1 Winde, 1 kupferne Pumpe, Haus geräthschaften und sonstige Gegenstände. Bemerkt wird, daß die Mobilien sich noch in sehr gutem Zustande befinden. „ Friedberg im Dezember 1885. a F. J. Nees, Auettonator. Phosphor saurer Kalk. Die Zugabe von phosphorsaurem Kalk zum Futter gibt die Sicherheit, daß das Wachsthum junger Thiere durch Mangel an Knochenerde nicht Noth leidet und trächtiges Vieh möglichst vor Knochenbrüchigkeit bewahrt bleibt, ferner dient es zur Erzielung starker knochen⸗ fester Zugthiere. Selbst die Knochenbrüchigkeit und Bein⸗ wesche, welche Krankheit bei jungen Thieren, hauptsächlich Schweinen, in Folge Manzel an Knochenerde in der Nahrung häufig vorkommt, wird in den meisten Fällen schon mit wenigen Kilo geheilt. Man gibt jungen Schweinen täglich 1—2, jungen Rindern und Pferden 2—4 Eßlöffel voll in den ver— schtedenen Futterrationen, am besten im Getränke, ver⸗ theilt. Den bereits mit Knochenbrüchigkeit oder Bein⸗ weiche behafteten Thieren kann das Doppelte verabfolgt werden. Zum Bezug empfiehlt sich 4191 Reichelsheim i. d. W. Reinen Bienenhonig, per Pfund 80 Pf., verkauft 4110 Carl Bopp in Reichelsheim. 4202 A. Maaß, Uhrmacher und Goldarbeiter, empfiehlt auf bevorstehende Weihnachten sein in diesem Jahre ganz außerordentlich reich— haltiges Lager in Uhren, Gold, Silber und versilberten Waaren. Gleichfalls erlaube mir auf mein großartiges Lager in Bernsteinwaaren, sowie auf die geschmackvolle Aufertigung von MHaarketten mit Goldbeschlägen auf⸗ merksam zu machen. 4198 Geschäfts-Prinzip: Streng reelle Bedienung bei äußerst billigsten Preisen. Pelzwaaren,;, (eigenes Fabrikat) als: Müffe, Kragen, Vorlagen& Pelzbesatz, Schwarze elegante Damen⸗Müffe schon für M. 3. Pelz- Baretts dna Rinser und Hinder empfiehlt in größter Auswahl C. Rallfleisch, 2064 Kürschner. 5 Vorschuß und Credit-Verein zu Friedberg (eingetragene Genossenschaft). Durch Beschluß der General-Versammlung vom 1. Dezember v. J. ist jedem Vereins⸗ mitgliede nach§. 54 der Statuten gestattet, 5 Stamm-Antheile à M. 120.— zu erwerben und machen wir darauf aufmerksam, daß Einzahlungen hierauf, dividendenberechtigt für das Jahr 1886, nur bis zum 20. Dezember d. J angenommen werden können. 4147 Reelle Bedienung! 1 ig aun pant nomine Großes Labriklager in Spielwerken: Drehdosen von M. 3.—, Spieldosen von M. 10.—, große Musikwerke von M. 36 an bis zu M. 1000., Photographiealbums von M. 12.—, Altdeutsche Bierkrüge von M. 20.— Neeessaires für Damen von M. 14 an, Alles mit Musik. Aristons, Drehorgeln, auf welchen man hunderte von Stücken spielen kann, mit 6 Notenblättern, M. 28.—. Herophones— Harmonika— Melodions. Größte Auswahl in allen Sorten Ühren: Taschenuhren von M. 15 an bis zu den theuersten Stücken, Regulateure von M. 18 an in schönen Gehäusen, Steh-Wecker von M. 6 an, Schwarzwälder Uhren von M. 3.50 an ꝛc. ꝛc. Alles in bester Qualität und für alle Uhren 2jährige Garantie. bei Ta. Briese, vorm. J. Eckhardt, Frankfurt a. M., 3847 große Gallussiraße 13; gegründet 1832.(2996) rr Ph. Mayfarth& Co., Frankfurt a. 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