— 2 2 — —— — 1 1 — 6 11 1 ö 0 1885. Bamstag den 3 Hctoher. M It. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 98 ee eee E micht Jan 1 ha eee eee Betreffend: Unfallversicherungsgesetz. Amtlicher Theil. Friedberg den 30. September 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Brauereien und Mälzereien vorhanden sind, wollen alsbald die Namen des Betriebs— unternehmers, den Ort des Betriebs und die Anzahl der beschaͤftigten Arbeiter angeben. Betreffend: Die diesjährige zweite Definitorlalprüfung der Schulamtsaspiranten und Aspfirantinnen. Die Großherzogliche Kreisschulcommission Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen diejenigen Schulverwalter und Verwalterinnen an Ihren Schulen, welche sich der betreffenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, auf die in der Darmstädter Zeitung(Nr. 226 vom 25. d. Mts.) erschienene Bekanntmachung der obersten Schulbehörde vom 18. d. Mts. hinweisen, wonach diese Prüfung Montag den 9. November l. J. stattfindet und die Gesuche mit den vorgeschriebenen Anlagen bis spätestens zum 10. October d. J. uns eingereicht werden müssen. Betreffend: Die Fortbildungsschule im Winter 1885/86. Die Großherzogliche Kreisschulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendunz der in der Verordnung vom 13. Juli 1875(in§. VI. pos. 2, 4.— 4d.) vorge⸗ schriebenen Verzeichnisse im Rückstande sich befinden, werden hiermit an deren berichtliche Einsendung bis spatestens zum 8. October d. J. erinnert. Sie wollen hierbei insbesondere unser Ausschreiben im Amtsblatt vom 18. April l. J. beachten. Bei Dr. Braden. Friedberg den 29. September 1885. Dr. Braden. Friedberg den 30. September 1885. wesentlichen Abänderungen im fraglichen Unterrichte, z. B. bei Lehrerwechsel, anderer Klasseneintheilung u. s. w. erwarten wir, nach Berathung mit dem Gesammtschulvorstande, noch besonders Vorlage. Dr. Braden. Die Vermittelung des Papstes ist in der Karolinenfrage von den betheiligten Mächten, Deutschland und Spanien, angerufen und von dem heiligen Vater übernommen worden. Am 4. Mai 1493 erließ Papst Alexander VI. an Ferdinand und Isabella von Spanien eine Bulle, durch welche alle Entdeckungen westlich der Inseln des Kap Verdi bis zum 180. Grad den Spaniern, alle Länder aber von diesem Grad bis 21. Grad den Portugiesen zugesprochen wurden. dem zwischen Spanien und Portugal am 7. Juni Die Bulle diente als Grundlage zu 1494 zu Tordesillas abgeschlossenen Friedens— vertrag, welcher langjährigen, blutigen Kämpfen ein Ziel setzte. Heute nach fast 400 Jahren wird der Papst noch einmal berufen, mit einem Federstriche die Machtsphäre zwischen einem alten dahinsiechenden und einem jungen, mächtig emporstrebenden Kolonialreiche zu begrenzen; und Deutschland ist es, welches das Oberhaupt der katholischen Christenheit um Uebernahme dieses an alten Glanz und entschwundene Herrlichkeit mahnenden Amtes angeht. Fürst Bismarck war derjenige, welche zuerst Leo XIII. als Schiedsrichter in der Karolinen— frage vorschlug und nachdem er dazu die Ein⸗ willigung des Kaisers Wilhelm erhalten, beauf— tragte er den deutschen Gesandten in Madrid, Grafen Solms, der spanischen Regierung diesen Vorschlag zu übermitteln. Sowohl König Alfons von Spanien wie das spanische Ministerium gingen bereitwillig auf denselben ein. Die Note, worin der heilige Vater um Uebernahme des Schiedsrichteramtes gebeten wurde, traf am 24. September aus Madrid in Rom ein und noch am Vormittag desselben Tages hatte der spanische Botschafter Audienz beim Papst; Abends bereits ertheilte Leo XIII. Weisungen behufs Abfassung der Note, in welcher seine Zustimm⸗ ung zu dem ihm gemachten Antrag ausge— sprochen wurde. g Der Vorschlag Bismarcks ist, trotz seines anscheinend mittelalterlichen Beigeschmacks, un⸗ zweifelhaft einer der geschicktesten Zuge der Bismarck'schen Staatskunst. Das auf den ersten Blick geradezu Verblüffende desselben ist auch durchaus im Chrakter dieses Meisters im poli— tischen Schachspiel. Der Vorschlag des Fürsten Bismarck ent— hält eine Anerkennung der hohen Bedeutung des Papstthumes, seiner Stellung und moralischen Macht. Leo XIII. tritt momentan wieder in wo der Hirt der katholischen Christeuheit die höchste Instanz des Völkerrechts war, in jener Zeit, in welcher streitende Fürsten und Völker sich an die Paͤpste wandten, damit diese die Fehde schlichteten, Ansprüche auf Länder und Städte entschieden. Die Anrufung der Vermittelung des Papstes zeigt aber auch, daß Deutschland auf den Besitz der im Stillen Ozean weit verstreuten und wenig umfangreichen Juselgruppen nur geringen Werth legt, einen sehr großen hingegen darauf, daß eine völkerrechtliche Frage, eine Frage, welche erst kürzlich auf der Congokonferenz in Berlin genauer definirt wurde, eine präjudizielle Lösung durch einen über jeden Verdacht der Parteilichkeit erhabenen Vermittler erfahre. Das ist für die von Deutschland seit Jahr und Tag praktisch eingeschlagene Kolonialpolitik und für die dadurch bereits vielfach entstandenen Differenzen von weittragendster Bedeutung. Möge der Spruch des Papstes aller Welt den Beweis liefern von einem weiten und über— schauenden Blick, von Unbefangenheit und un— erschütterlicher Gerechtigkeit. Deutsches Reich. Darmstadt, 30. Sept. Die Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein ist gestern, von Homburg kommend, zu mehrtägigem Besuche im Großherzoglichen Neuen Palais hier eingetroffen. Berlin, 30. Sept. Der Stab der Ca— valleriedivision des 15. Armeecorps ist von Straß— burg nach Metz verlegt worden. Es ist dies jedenfalls in Verbindung mit der Nachricht zu bringen, welche von Concentrationen von fran— zösischen Reiterregimentern berichtete. — Der„Nationalzeitung“ zufolge bereitet der Herzog von Cumberland ein Exposs vor, welches dem braunschweigischen Landtage die pekuniären Nachtheile auseinandersetzen soll, die dem Lande drohen, wenn er von der Thron— folge ausgeschlossen würde. — 1. Okt. Der österreichisch-ungarische jenen Wirkungskreis, welchen die Papste vor schon langer Zeit inne hatten, in jener Zeit, Botschafter Graf Szechenyt, welcher vorgestern hier eingetroffen ist, hat sich heute nach Fried— richsruh begeben. — 1. Okt. Nach allen Berichten steigert sich die kriegerische Erregung Serbiens. Die Mächte sind bestrebt, der serbischen Regierung klar zu machen, daß ein Nutzen für das Land auf diesem Wege nicht erreicht werde. Die Bot— schafter der drei Kaisermächte werden in Kon— stantinopel nach gleichlautenden Instructionen handeln. — 1. Okt. Der Botschafter Deutschlands in London, Graf von Münster, ist vorgestern, von Hannover kommend, in Paris eingetroffen und wollte heute seine Rückreise nach London fortsetzen. Gestern dinirte Graf Münster bei dem Fürsten Hohenlohe, als dessen Nachfolger er bekanntlich designirt ist. Der zweite Militär— Attaché der deutschen Botschaft, Generalstabs— Hauptmann v. Schwarzkoppen ist zum Militär— Gouverneur des Erb-Großherzogs von Hessen ernannt worden und hat Paris bereits gestern verlassen. — 1. Okt. Der„Reichsanzeiger“ publicirt heute eine Mittheilung Caprivi's, wonach alle Nachforschungen über den Verbleib der Corvette „Augusta“ resultatlos geblieben und daß keine Hoffnung mehr vorhanden, daß die Corvette noch schwimmt und die Besatzung noch am Leben ist. Aus dem Verzeichniß der an Bord ge— wesenen Personen ergibt sich, daß 223 brave Männer in den Wellen ihren Tod gefunden. Frankfurt. Die hier in Haft befindlichen Anarchisten Gebrüder Adolf und Friedr. Sauter— meister sind, wie das Fr. Journ. in Erfahrung gebracht hat, aus Rindlingen bei Wittenberg gebürtig. Beide sind sehr thaͤtige Agenten von Most gewesen und haben die Propaganda der That in einem großen Theil der civilisirten Welt gepredigt. Sie haben sich der Verbreit— ung anarchistischer Schriften gemeinsam schuldig gemacht, während einer von ihnen außerdem noch der Bedrohung des Polizeirathes von Mainz beschuldigt wird. Baden-Baden, 29. Sept. Beide Ma— jestäten empfingen heute Mittag den Besuch des Königs der Belgier. Spaͤter empfingen beide Majestäten die Besuche der aus Anlaß der Ein zugsfeierlichkeiten am badischen Hofe anwesenden p—p—— enen fürstlichen Gäste. Um 5 Uhr findet zu Ehren des Königs der Belgier bei den Majestäten Diner statt. Nach demselben erwarten die Ma— jestäten den ersten Besuch des Erbgroßherzogs und der Erbgroßherzogin von Baden nach deren Vermählung. München, 30. Sept. In dem heute er— öffneten Landtage legte der Finanzminister den Budgetentwurf für das Jahr 1885/86 vor, welcher einen Ueberschuß von 7,051,952 M. aufweist. Der Minister schlägt die Stabilisir— ung des Malzaufschlags vor unter Anstrebung der Gewichtssteuerberechnung, und kündigt eine neue Subhastationsordnung an, sowie die Wie— dereinbringung eines Gesetzentwurfs, betreffend die Beamtenaufbesserung. Ausland. Dänemark. Kopenhagen, 1. Oct. Nach Meldungen Londoner Blätter von hier hat der Zar es abgelehnt, die bulgarische Deputation zu empfangen. Holland. Haag. Die niederländische Re— gierung hat England und Belgien den Abschluß eines Vertrages zur Verhinderung des Mädchen— handels vorgeschlagen. Die Vorschläge haben eine günstige Aufnahme gefunden. Tärkei. Constantinopel, 30. Sept. In Folge eines Irade, welches die Concentrirung von Truppen an der rumelischen Grenze bei Salonichi anordnet, erhielt die Orientbahn die Weisung, eine Anzahl Waggons für Truppen— Transporte vorzubereiten. Drei Nizam-Tabors besetzten Djakowa(Albanien). Die aufständische Bewegung der Arnauten dauert fort. — 1. Oct. Der deutsche Botschafter v. Rado— witz ist hier eingetroffen. — Die Pforte hat auch die Eisenbahnen Haidar-Ismid und Constantinopel-Adrianopel zum Truppentransport requirirt. Die rumelische Revolution war von den Panslavisten-Comités geplant. Sie sollte im nächsten Jahre gleich— zeitig in Sofia, Philippopel und Belgrad zum Ausbruch kommen. Die Verschwörer beabsichtigten die Entthronung des Königs Milan von Serbien und des Fürsten Alexander, und die Vereinig— ung des größten Theils der Balkanstaaten unter Peter Karageorgevitch. Karavelloff überredete jedoch die Verschwörer, den geplanten Umsturz zu Gunsten Alexanders zu beschleunigen. Rumänien. Bukarest, 30. Sept. Der Dampfer„Hildegarde“ landete gestern mit Truppen in Rustschuk. Der Bahnverkehr zwischen Rust— schuk und Bazardschik(beide Orte liegen in Bulgarien) ist ausschließlich für Militärtrans— porte reservirt. Rußland. Petersburg. Das„Petersb. Journal“ sagt: Angesichts der fortdauernden Rüstungen in Sofia, Belgrad und Athen sei eine Action der Mächte mehr als je erforder— lich, welche allein eine ernstere Krisis verhin— dern könne. Egypten. Kairo, 28. Sept. Ein Bote von dem Scheich der Beni Amers, der sich bei dem abessynischen General Nas Alulu befindet, kam am 24. d. M. in Massauah an. Er be⸗ richtet, daß 3000 Hadendowas in Chorarca stehen, und daß ein Treffen mit den Abessyniern erwartet wird.— Ein Deserteur aus Dongola meldet, daß dort 4000 bewaffnete Männer ver— sammelt sind; eine große Anzahl derselben sei indessen mit den Kabbabishs übereingekommen, letzteren ihre Waffen zu überliefern, wenn sie ihnen zum Desertiren behülflich sein wollen. Aus Stadt und Land. Kloppenheim, 24. Sept. Gestern gegen Abend beschäftigten sich einige Kinder in Abwesenheit ihrer Eltern mit dem Anzünden von Feuer in einem Kochherde der Küche des Anton K., wobei auch die Sjährige Lina Hirsch— berger anwesend war. Die arme Kleine, auf einem Auge erblindet, fing mit ihrem Kleidchen Feuer; um 9 Uhr Abends war das arme Wesen bereits seinen Wunden unter fürchterlichen Schmerzen erlegen. Lampertheim, 29. Sept.„Die Sonne bringt es an den Tag.“ Am 24. d. Mts. wurde zwischen hier und Bürstadt ein 12jähriges Mädchen von einem ihm unbekannten Mann angepackt und vergewaltigt. Alle Nachforschungen waren ohne Resultat. Heute wurde der Thäter in der Person des 26jährigen Fabrikarbeiters Maul, verheirathet und Vater von zwei Kindern, erulrt. Der Thäter hatte am Morgen nach der That seiner Frau erzählt: Es gibt doch noch schlechtere Kerle wie ich, und erzählte, er habe die Vergewaltigung des Mädchens gesehen und habe den Schurken verfolgt, aber nicht fangen können, wobei er seine Kleider durch Hinfallen beschmutzt. In der That hatte Maul gestohlene Gänse nach Mannheim verkauft und auf dem Rückweg die schändliche That verübt und wurde nun durch seine eigene Schwatzhaftigkeit(Gewissen) verrathen. Allerlei. Zweibrücken. In unserer Gegend treibt ein Wolf sein Unwesen. Derselbe hat schon mehrfach Schafpferche überfallen und Schafe zerrtssen. Biel(Schweiz), 30. Sept. Zwei lang verfolgte russische Staatsbankdiebe wurden heute hier verhaftet. Danzig. Als am vergangenen Sonntag ein Zug voll Reservisten auf dem Bahnhofe zur Abreise bereit stand, bemerkte man dicht an einem der Waggons ein hübsches junges Mädchen mit rothgeweinten Augen, ein allerliebstes Kind auf dem Arme tragend, in sehr tiefem Gespräch mit einem der entlassenen Soldaten. Die Bahnhofsglocke ertönte zum zweitenmal, das Mädchen reicht dem Scheidenden noch einmal das Kind, damit er noch einen Kuß auf die zarten Wangen desselben drücke. Er nimmt es, es lächelt ihn so freundlich an, als ob es„Papa“ sagen wollte— da pfeift die Loko— motive!„Hier, Luise, das Kind!“ Aber Luise ist ver— schwunden und der Reservist dampft mit ihrem und seinem jungen Ebenbilde der Heimath zu. durch den russischen Gelehrten Fodtschenko eine Pflanze entdeckt und im Moskauer botanischen Garten acelimatisirt, welche als ein sehr wirksames Mittel gegen Cholera und Typhus gilt. Diese Pflanze, Ferula sumbul genannt, wurde von den Einhelmischen gegen allerlei Krankheiten verwendet, den Europäern gegenuber jedoch bis jetzt streng geheim gehalten. Kalkutta, 29. Sept. Ein Orkan zerstörte False⸗ point in Bengalen und ins besondere die für die Schiff— fahrt bestimmten Anlagen mit Ausnahme des Leucht— thurmes. An 300 Personen sind umgekommen. Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Okt. Auf dem gestrigen Markte waren aufgetrieben 872 Stück Schweine. 2 Butzbach, 30. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95— 1.00, Käse per Pfd. 45—46 Pf., Eler 1 Stück 6 Pf. Frankfurt, 1. Oktober. Fruchtbericht. Htesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 31.75 32.75, Nr. 1 M. 26.25 bis 27.25, Nr. 2 M. 24.75— 25.75, Nr. 3 M. 22.75 bis 23.75, Nr. 4 M. 16.25— 17.25, Nr. 5 M. 15.25 bis 16.25. Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 49.75— 51.75, norddeutsche und westfälische Wetzen⸗ mehle 00 M. 23— 23.75. 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Die Zusendung der aufgefundenen Gegenstände erfolgt auf Wunsch durch die Bahn als Fracht- oder Eilgut oder durch die Post auf Kosten der Reelamanten. Verloosung. Karlsruhe, 30. Sept. Prämien⸗Ziehung der Badischen 35 fl.-Loose. Je 1000 fl. fielen auf die Nr. 35481 86008 172568 183790 254749 281360 307846 371168 371197 372469. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Ebangelische Gemeinde. 18. Sonntag nach Trinttatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1¼⁰ʒ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Vicar Guyot von Butzbach. athslische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 3¾7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 1 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Empfehlung. 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J. von ohlen, 15(welche auf dem Markt angekauft werden), einigen Pferdegeschirren 1 sonstigen nützlichen Gegenständen 5 88(im Ganzen 250 Gewinne). 75 5 Loose à 1 Mark 30 Pfennig sind zu beziehen durch die Herren Ph. Billau, E. Hirsch und C. F. Schleuning. 5 85 Zur Benutzung unserer neuerbauten Pferdeställe wolle man sich rechtzeitig an den Unterzeichneten wenden. 15 2 a Für das Pferdemarkt-Comité: 2 2 A. Steinhäußer, Bürgermeister. 8 85 r Am 28. October findet Vieh⸗ und Krämer⸗Markt, sowie Faselmarkt des landw. Vereins 5 55 3345 und Prämiirung von schönen Faseln statt. 8 FEFFFFFFFCCFCCCCCCCCCCCCCCCCCCTTbTTTbTTbTTTbbbbbbbTcc 2 Bekanntmachung. Johannes Friedrich Stork von Rendel beabsichtigt in einer Hofraithe eine Schlachtstätte zu errichten. Pläne nd Beschreibungen sind 14 Tage lang auf unserer Registratur offen gelegt und sind etwaige Einwendungen egen die Anlage bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung 1 gei uns in dieser Zeit vorzubringen. Friedberg am 23. September 1885. 5 weinen Kreisamt Friedberg. 3413 Braden. Bekanntmachung. Friedrich Roßbach von Friedberg beabsichtigt auf einem Grundstück Flur IV. eine Ladfabrik zu errichten. Zläne und Beschreibungen liegen 14 Tage auf unserer Legistratur offen und sind Einwendungen gegen die Anlage in dieser Zeit bei uns vorzubringen, widrigen⸗ alls dieselben auf Berücksichtigung keinen Anspruch haben. Friedberg am 30. September 1885. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 410 Dr. Braden. Steinkohlenllieferung. Die Lieferung der Steinkohlen für die Zeit vom Oktober 1885 bis Ende März 1886 für das Maschinen— Laus der hiesigen Wasserleitung soll im Submissionswege ergeben werden. Angebote sind bis zum 3. d. Mts., Vormittags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde, alwo auch die zäheren Bedingungen erfahren werden können, einzu— zeichen. Friedberg den 1. Oktober 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 128 Steinhäußer. Obligations⸗Verloosung. Von den Partial⸗Obligationen der israel. Gemeinde Zilbel aus dem Anlehen vom 1. Juli 1847 wurde mittelst Berloosung die Nr. 11 u 171 M. 43 Pf. zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber derselben wird hierdurch auf— sefordert, den genannten Vetrag am 31. Dezember 1885, nit welchem Tage die Verzinsung aufhört, bel dem stechner der israel. Gemeinde Vilbel gegen Rückgabe der Obligation und der nicht fällig gewordenen Zinsabschnitte in Empfang zu nehmen. Vilbel den 25. September 1885. ** Der israel. Vorstand. m Birkenbalsam- Seife von Bergmann& Co. in Dresden st nach den neuesten Forschungen durch seine eigen, tige Composition die einzige medicinische Seife, welche sofort alle Hautunreinlichkeiten, Mitesser innen, Röthe des Gesichts und der Hände beseitigt nd einen blendend weissen Teint erzeugt. Preis * Stück 30 und 50 Pf. bei Apoth. Görtz. 2877 Ein tüchtiger Koch mpflehlt sich den geehrten Hertschaften für Friedberg ind Umgegend zum Kochen bel 17 7 festlichen Gelegentzetten. 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Die Zusammenkunft ist Nachmittags ½3 Uhr bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Ilbenstadt. Friedberg den 29. September 1885. Müller, 3375 gedeiht auf allen VBodenverhältnissen, auch nach später Aussaat, bei guter Qualität mit feuriger Farbe. Die Saat bestockt sich reichlich und hat große Widerstands— fähigkeit gegen Witterungsverhältnisse, lieferte hier von 1 Centner Aussaat 19 Centner Reinertrag. Sächsischer Saat⸗-Roggen, bewährt als sehr ertragreich und widerstandsfähig gegen Krankheiten, sowie Witterungsverhältnisse. Abzugeben von der Domäne Gronauer Hof bei Vilbel Waizen fuͤr 22 M., Roggen für 20 M. per 200 Pfund. Bei Versendung durch die Bahn sind vorher Säcke und der volle Betrag von 1 M. mehr per 200 Pfund franco einzusenden. Soweit der Vorrath reicht wird das Gewünschte sofort befördert, oder der Betrag zurückgesandt. Bei Entnahme von mindestens 10 Centner werden die 200 Pfd. 2 M. billiger berechnet. 3404 Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg Eingetragene Genossenschaft. Ausweis pro September 1885. 3409 Einnahme. Kassebestand pro 1. September 1885 M. 32785. 17 Wechsel„ 48932. Depofiten 7 9150.— Conto-Corrente A.„ 64031. 40 Conto-Corrente B.„ 45495, 55 Spar⸗Einlagen⸗Conto„ i Anlehen Conto„ 4180.— Bank⸗Conto„ 65000.— Pfennig ⸗Sparkasse 5 166. 30 effeeten⸗Conto 27078 05 Aswärkige Cotrespondenten 8 8748. 27 Wechsel-Zinsen Conto 7 74. 40 Depositen-Zinsen⸗Conto 5 362. 65 Effeecten-Zinsen⸗Conto 1 1454.— Unkosten⸗Conto 15 11.— M. 353393. 69 Ausgabe. Wechsel M. 32665. 05 Depositen 1. 1250. Conto-Corrente A.„ 108701. 88 Conto⸗Corrente B.„ 32980. 25 Spar⸗Einlagen⸗Conto„ 32562. 74 Anlehen-Conto 5 2455. 25 Bank ⸗Conto„ 28710. 58 Effeeten⸗Conto 4154, 05 Auswärtige Correspondenten 5 962. 28 Giro-Conto 1 6000.— Unkosten-Conto 55 1529. 80 Kassebestand pro 1. October 1885„ 61221. 81 M. 353393. 69 Eingang. Ausgang. M. 37345. 13 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 41732. 23 „ 353. 20 Wechsel⸗Conto⸗Corrent B.„ 11591. 54 „ 36483. 42 Wechsel-Bank-Conto„ 28702. 21 „ 1001. Wechsel-Giro-Conto 12886, 9 „ 15277. 59 Wechsel⸗-Auswärtige Corresp., 1020. 72 1 Effekten⸗Conto 57 M. 104813. 85 M. 102106. 37 3211 N f 35„ yrenendult. Neues, überraschend schönes Parfüm aus den Blüthen des Nägelchen- oder Fliederbaumes destillirt. Vorräthig à FI. M. 1., M. 1.25 u. M. 1.50 bei Apoth. Luhn. Kein Geheimmittel! 2977 2 von Franz Schul Eisen⸗Chocolade due oect, Von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet; pro Packet 75 Pf. mit Gebrauchs- Anweisung. Depot in der Mohren⸗Apotheke in Friedberg(Hessen).(H. 14495.) Bei Verladungen auf hiesiger Station empfehlen wir unsere bequem gelegene Brückenwaage und machen gleichzeitig auf unser großes Lager in Steinkohlen, besonders grusfreie Anthracit- und Nußkohlen, Ia. Portland- Cement, Tuffsteinen und Röhren, Schlackensand. aufmerksam. Gebrüder Lentz am Bahnhof. Bad- Nauheim. 679 par- und Vorschuß-Verein e. G. Steinfurth. Für den Ausschuß: 7 3 Netto⸗Bilanz 5 am 30. Juni 1885. Activa. Passiva. 3 Effecten-Conto 1180 5 9 Stamm-⸗Autheil⸗Conto 5914— 14 Zinsen, rückständige 6077 91 15 Reservefonds-Conto 8000— 27[ Wechsel-Conto 1845— 29] Spezial-Reservefonds— 30] Immobilien-Conto 465 02 Conto 5000— 31] Conto-Corrent-Conto 8649 58 14 Zinsen auf Spareinlagen 32 Schuldschein-Conto e v. 1./1.— 30/6. 85. 3606 35 33[ Kaufschillings-Conto 125716 33[42 Spareinlagen ⸗Conto 173728 96 35] Cassa-Conto 825 83 40 Dividenden-Conto 690— 39[ Hypotheken-Conto 5150—[38] Gewinn- u. Verlustconto 95 61 197034 92 197034 92 ö Lehrer J. Huber, erster Vorsitzender. Der Vorstand: Thönges. Soedler. 3323 NB. Nach Maaß ohne Preisaufschlag. Normal- Hemden,„System Professor Jäger,“ empfiehlt in großer Auswahl die Hemdenfabrik von Isidor Stern. 1885 und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. Kein Geheimmittel! Eisen⸗Chocolade von Franz Schulz, Berlin, Hoflieferant. Depot in der Mohren-Apotheke zu Friedberg(Hessen). (H. 12384.) 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