dorf L. Möbel. 8 Fanftein. en, undlieb 4 2 . * 5 2 2 1610 2 a 25 . 2 71 1885. Dunnerstag den J. Seplember. J 104. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei u berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Pf., ns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Deutsches Reich. Darmstadt. Post⸗Personalnachrichten. Angestellt ist der Postassistent Fischer in Waldmichelbach als Post-⸗ verwalter. Versetzt ist der Ober⸗Telegraphenassistent Heinrich von Gießen nach Darmstadt. Berlin, l. Sept. Der Kaiser empfing heute im Beisein des Unterstaatssekretärs Bis- marck den außerordentliche persischen Gesandten, Mohsin Khan, mit sämmtlichen Mitgliedern der Mission, ferner den neuernannten Minister⸗ residenten der südafrikanischen Republik Beelaerts, Blockland, in feierlicher Audienz zur Ueber— reichung der Acereditive. Nach der Audienz bei dem Kaiser werden die neuen Gesandten auch von der Kaiserin empfangen werden. Die Ausschüsse des Bundes rathes treten am 7. Sept. zur Berathung der Aus— führungsbestimmungen des Börsensteuergesetzes 1 nicht wie in Berlin mit den Arbeitern in eine gemeinsame Enquete treten wollen. Die Ver- Spanten. Madrid, 1. Sept. Ju Puccerda, Sevilla, Valencia, Saragossa und Barcelona sammlung beschloß, die Verhandlungen abzu- fanden gestern deutschfeindliche Demonstrationen brechen und sofort statt um 6 Uhr erst um statt; angesichts des ruhigen Verhaltens Deutsch— 7 Uhr die Arbeit zu beginnen. Wenn die Bau- lands gewiunt die Meinung Oberhand, daß die meister damit nicht einverstanden sind, werden die Maurer streiken. Die Zimmerleute erklärten, sich den Maurern anzuschließen 0 Dänemark. Drontheim, 31. Aug. Der Prinz von Wales ist gestern Abend bier ange— Serbien. Belgrad. Trotz der Publicirung des Standrechtes werden, der„N. Fr. Pr.“ zufolge, aus dem Innern des Landes neue Raub anfälle und Mordthaten gemeldet. Zwischen Obrenovac und Üb ist die Post überfallen wor⸗ den, und in Brezovica wurde das Haus des wieder zusammen. Die Vorlage ist ziemlich um fangreich, weil, um ein einheitliches Ganzes zu gewinnen, die Pestimmungen betreffend das alte noch in Kraft verbliebene Stempelgesetz darin Aufnahme finden mußten. Trotzdem ist zu hoffen, daß die Ausschüsse ihre Arbeiten bald beenden, da die Vorlage bereits vor längerer Zeit den Bundesregierungen mitgetheilt wurde, welche sich gutachtlich darüber geäußert haben. Das Plenum des Bundesrathes tritt dann am 16. Sept. zur definitwen Beschlußfassung zusammen. — Staatsminister v. Bötticher tritt in diesen Tagen eine Reise nach Westphalen und Hessen Nassau an, um theils über die Lage der In⸗ dustrieu, theils über die Ausführung des Ke anken— kassengesetzes sich zu informiren — Aus neueren Maßregeln der russischen Regierung in den baltischen Provinzen gegen die Protestanten folgert die„Kreuzzeitung“, daß die durch den Nystädter Frieden Livland auf ewige Zeiten gewährleistete Gewissensfreiheit schwer geschädigt wird. — Von dem deutschen Afrikareisenden Paul Reichard ist in Wiesbaden folgendes Telegramm eingetroffen: 29. August. In Zanzibar ist die ganze Karawane angekommen; ich bleibe vier— zehn Tage hier. — Die Nachricht, daß eine große Strecke der ostafrikanischen Küste nördlich von Witu bis reichen Zivan Sokic ausgeraubt und dessen drei Neffen als Geißeln zur Erpressung von Lösegeld abgeführt. Ein gleiches Schicksal erfuhr die Familie Aschkovic in Brus. Das Haus des Stephan Maximovic wurde bei hellem Tage förmlich ausgeplündert, die Familie arg miß— handelt und der Hausherr selbst ermordet. Die Zustände sind trostlos. Die Regierung setzte auf die Köpfe der Räuber Gaja Dedic und Pavle Bogicevac einen Preis von je 500 Ducaten. Cogobrkovie und Rakie wurden vogelfrei erklärt. Das Standrecht soll auf weitere Kreise ausge— dehnt werden. Türkei. Constantinopel, 30. Aug. In der gestrigen Audienz bei dem Sultan verlas Drum⸗ mond Wolff ein Schreiben der Königin, welches an die Loyalität des Vaters des Sultans er— innert, der der Freund und Alliirte der Königin gewesen sei und die Mitwirkung fuͤr die Her⸗ stellung eines Zustandes in Egypten in An⸗ spruch nimmt, welcher den Rechten des Sultans und den Interessen Englands sowie der übrigen Mächte entspreche und dem Volke zum Wohle gereiche. Der Sultan erwiederte: er lege großen Werth auf die Freundschaft und Allianz der Königin, sowie darauf, daß die Königin nach ihrem Schreiben strenge Rücksichten auf seine Rechte als Souverän von Egypten nehme; er werde Personen bestimmen, mit welchen Wolff zum Jubafluß unter deutsches Protectorat gestellt über die egyptische Frage berathen könne. sei, bedarf zwar noch der Bestätigung, indeß b dürfte so viel feststehen, daß die Gebrüder Den- paar besuchte gestern Vormittag das historische hard auch hier, an der sogenaunten Somaliküste, Verträge abgeschlossen haben, sowie daß die Corvette„Gneisenau“ im Februar oder März dieses Jahres, bevor sie nach Australien ging ihre Küstenfahrten bis an den Aequator ausge dehnt hat. Regensburg, 1. Sept. Die Feuerwehr die Turn- und Kriegervereine brachten gestern Abend dem zur Truppen-Inspektion hier ein getroffenen Kronprinzen vor der einen glänzenden Fackelzug dar. Bei der Sere nade wirkten sämmtliche Männergesangverein mit. Von dem glänzend beleuchteten Dampf boote aus richtete Dr. Gerster eine Huldigungs ausprache an den Kronprinzen. Auslanb. Oesterreich-Ungarn. Die gestrige Versammlung gehilfen und Zimmerleute Forderung zehnstündiger ihr Bedauern darüber aus, — beharrte auf de daß die Meiste Königsvilla Graz, 31. Aug. der hiesigen Maurer— Arbeitszeit und sprach Nußland. Kiew, 31. Aug. Das Kaiser⸗ berühmte Petschtscherskikloster, woselbst es dem Gottesdienste beiwohnte. Darauf folgten ein Thee beim Metropoliten Platon und am Mit- tag eine Truppenparade, welche glänzend ver- lief. In das Palais zurückgekehrt, empfing das Kaiserpaar die Civilbehörden, den Adel und die f Stadt-Duma. Am Abend wohnte dasselbe dem [Schlagen einer Pontonbrücke über den Dujepr „durch Militär bei und unternahm eine Dampfer— fahrt mit einer hierzu geladenen Gesellschaft.— 1. Sept. Im Laufe des gestrigen Tages be— el sichtigte das Kaiserpaar die öffentlichen Anstalten. Nach dem Diner, zu welchem 130 Personen geladen waren, besuchten der Kaiser und die Kaiserin die Galavorstellung in der städtischen Oper, wo von dem dichtbesetzten Hause die Nationalhymne wiederholt gesungen wurde. Nach der Vorstellung wurde eine Rundfahrt durch die reich illuminirte Stadt unternommen, wobei r das Kaiserpaar überall enthusiastisch begrüßt wurde. Dasselbe ist noch am Abend nach „ gebräunt die Gesichter, verglast die um seelen zu retten dadurch, und irrreligiöser Beeinflussung die rechte sittliche und uschen Officiösen die Bewegung schüren, um pan die wachsende Opposition gegen das Ministerium abzulenken. Aus Stadt und Land. h. Friedberg. Der berufsmäßige Bettel ist noch 5 9 kommen und in dem Britaniahötel abgestiegen. jetzt, wie früher, organtsirt, noch wandern 200,000 Land⸗ streicher durch unset Vaterland. Zerrissen sind die Schuhe, Augen. Sie flehen eine Gabe. Die Schwächen der Hausbewohner kennen sie und wissen, wer schenkt und wer nicht, oder wer sich einschüchtern läßt um zu geben. Sie wissen, wo sie um Geld, etwa für ein Nachtlager, oder um Suppe, oder Brod anhalten dürfen. Sie erfahren das aus kleinen Zeichen an den Thüren und werden darin, wie überbaupt in ihrem Treiben, von den Wirthen der Spelunken unterstützt. Von den privaten Herbergen gilt dies in der Regel. Was aber die Bummler den Tag über erfechten, das wird am Abend in lüderlicher Gesell⸗ schaft verpraßt. Die erbettelten Suppen mit Mittag- oder Abendessen stillen ihren Hunger, die Pfennige stillen den Durst oder werden anderen Leidenschaften geopfert. In der Menge und Zunahme der Vagabunden liegt augenscheinlich ein Krebsschaden, der an unserem Volksleben nagt. Die Brutstätten des unsittlichen Geistes und der Umwälzung des Bestehenden, des socialbemokratischen und anar⸗ chistischen Geistes müssen beseitigt werden und zwar nicht blos um uns, die Besitzenden, zu schützen, sondern um verdorbene oder noch nicht ganz verdorbene Menschen⸗ daß an die Stelle unsittlicher religlöse gesetzt werde. Dies geschieht durch die Her⸗ bergen zur Heimath, deren in Deutschland bereits 213 bestehen und deren jährlich neue gegründet werden. Herbergen zur Heimath sind ächte deutsche Gasthäuser, die dem Handwerksburschen die gute Familie ersetzen und ein Daheim sind. Die Handhabung einer guten, bestimmten, festen Hausordnung durch den rechten Haus⸗ vater, unterstützt von einem Comité, das die Verwaltung übernimmt, ist darum unerläßlich. Nicht sein sollen die Herbergen Bekehrungsanstalten und blose Wohlthätigkeits⸗ anstalten und nicht nur einer Confession, sondern allen dienen. Gegründet aber müssen sie von einer sein. Zu verbinden mit einer solchen ist eine Verpflegungs— flation für Arme, insbesondere auch wieder für arme Handwerksbursche. Kommt ein armer Handwerksbursche in eine solche Verpflegungsstatton, so erhält er Ver⸗ pflegung: Mittagessen, Abendbrod, Nachtlager, Frühstück. Mit einem Ausweis wird er nach der nächsten Station weiter geschickt, zuletzt wird er in der Arbeitercolonie an die Arbeit gestellt. Damit hat man den wichtigsten Schritt, wie erfahrungsgemäß, zu einer entschiedenen und praktischen Bekämpfung des Wanderbettels gethan und damit Menschen auf den rechten Weg geholfen! Schreiber dieses wollte mit dem Gesagten einige Auf— klärungen darüber geben, was man mit den Herbergen zur Heimath überhaupt, speelell in Friedberg mit der Errichtung einer solchen will; Schreiber schließt mit dem Satze:„Nuͤtzlich sein der wahren menschlichen Cultur, sie erhalten und weiter bilden helfen, das ist der Zweck des Daseins!“ Und wir alle haben es längst und vielfach erlebt, wir fühlen und erleben es jede Stunde, das Bewußtsein, den Menschen gedient und genüßt zu haben, glättet unser Herz und bringt Frleden in unser Gemüth! f. Friedberg. Die Vereinigung erwachsener Taub stummen ist nicht nur sehr wichtig und nützlich, sondern gewissermaßen eine Nothwendigkeit. Sehr viele Taub stummen sind zu gering begabt, um das Treiben der Welt richtig beurtheilen, den Schein von dem Sein, das Boͤse von dem Guten sicher unterschelden zu konnen. Sie sind zum Thell auch zu vertrauensselig, um recht zeitig die Verlockungen schlechter Menschen für das zu halten, was sie sind. Wie mancher Taubstumme ist sittlich heruntergekommen, weil er den Vorspiegelungen eines Verführers glaubte und— einmal gefallen— Niemanden batte, der ihn aufrichtete. Diesem Uebel stande abzuhelfen, hat sich in unserem Großberzogthum ein Taubstummen⸗Vereln gebildet, der seinen Sitz in Friedberg hat. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in unserem Großherzogthum zerstreut lebenden, aus der Schule entlassenen Tauostummen zu gemeinschaftlicher r Petersburg zurückgereist. Erbauung zu sammeln, sie durch geeignete Mittel vor sittlichem Verfall zu bewahren und, soweit dies möglich ist, auch geistig anzuregen. Daneben verfolgt der Verein noch einen anderen Zweck. Die Taubstummen bleiben unselbständig in ihrem Berufe und werden in ihren Stell— ungen noch dazu nicht selten schlechter bezahlt als ihre voll sinnigen Mitarbeiter. Ein Thell derselben fällt also noth— wendigerweise den Gemeinden zur Last. Der Staat hat durch Errichtung und Erhaltung geeigneter Schul— anstalten sehr viel dazu beigetragen, daß die Zahl der Unterstützungsbedürftigen eine bedeutend geringere ist, als ehedem. Aber es gibt deren immer noch genug. Auch hier sucht der Verein Abhülfe zu schaffen durch „Ansammlung eines Kapitals zur Unterstützung hilfs bedürftiger, arbeitsunfähiger oder altersschwacher Taub stummen“. Der Verein und seine Zwecke sind noch nicht genügend bekannt. Wir möchten deßhalb die Leser freund— lichst bitten, ihnen bekannte Taubstumme darauf auf— merksam machen zu wollen und sie zum Eintritt aufzu— fordern. Das Eintrittsgeld für ordentliche(taubstumme) Mitglieder beträgt 1 Mark, der jährliche Beitrag 2 M. Außerdem ist zu bemerken, daß von nun an auch Voll— sinnige, sogen. Ebren mitglieder, dem Vereine gegen einen Jahresbeitrag von 50 Pf beitreten können. Es ergebt deßhalb an alle edlen Menschenfreunde unseres Großherzogthums die Bitte, die Zwecke des Vereins durch Eintritt in denselben oder durch Geschenke fördern zu helfen Der Minimal Jahresbeitrag ist ja so gering bemessen, daß es wohl kaum Jemanden schwer fallen wird, ihn für den bezeichneten guten Zweck zu erübrigen. „Nur vereinte Kräfte führen zum Ziel.“ Zur Ertheilung näherer Auskunft, sowie zur Annahme von Anmeldungen und Geschenken ist der Präsident der Ver— eins, Kappenmacher Julius Friedrich dahier, gerne bereit. Friedberg, 2. Sept. Eine Zigeunerbande, welche 5 gute Fuhrwerke besaß, lagerte gestern kurze Zeit auf der Freibeit. Polizet und Gensdarmerie gab ihr das Geleite bis über das Weichbild der Stadt. v. Friedberg. Das Reichsgericht hat kürzlich in Ansebung der Haftpflicht der Etisenbahnen bei Körper— verletzungen eine sehr bemerkenswerthe Entscheidung ge— fällt, welche dem reisenden Publikum die Nothwendkgkeit einer besonderen Versicherung gegen Reiseunfälle recht nahe zu Gemüthe führt. Nach dieser Entscheidung ge— währt nämlich nicht jede durch die Verletzung beeinträch— tigte Arbeitsfähigkeit, sondern nur die Beeinträchtigung der Erwerbsthätigkeit einen Schadenersatzanspruch an die Elsenbahn-Verwaltung. Hat beispielsweise die Verletzung ein dauerndes körperliches Gebrechen zur Folge, welches den Verletzten in der Fortsetzung seines wissenschaftlichen, kaufmännischen oder amtlichen Lebens berufes nicht stört und auch nicht später zu stören geeignet ist, oder wird von einem solchen Unfall ein Rentner betroffen, der gar kein Gewerbe betreibt, so begründet die Verletzung, auch wenn sie den Verletzten zum Krüppel gemacht hat, keinen Anspruch auf eine Entschädigungsrente. Diese Entscheidung des Reichsgerichts mag den gesetzlichen Bestimmungen über die Haftpflicht der Eisenbahnen vollkommen ent— sprechen, kann aber das Publikum, welches der Eisenbahn seine gesunden Glieder anvertraut, ganz und gar nicht befriedigen, denn nach dieser Entschetidung wird die Eisenbahn-Verwaltung in vielen, wenn nicht in den meisten Fällen nicht genöthigt sein, einer Ersatzforderung nachzugeben. Um dieser Eventualttät zu entgehen, gibt es blos ein Mittel, die Versicherung gegen Unfälle bel einer soliden Versicherungs Gesellschaft. Hier bindert weder den Beamten oder Gelehrten noch den Rentner Jemand, eine Entschädigung für den Fall eines Unfalles zu stipultren, gleichviel ob seine Ecwerbsfähigkeit durch denselben tangirt wird, oder nicht. Butzbach, 1. Sept. Dem„W. B.“ zufolge wurde die Einwohnerschaft heute Nacht gegen ¼2 Uhr durch„Feuer— ruf“ aus ihrer Ruhe aufgeschreckt. In der Roßbrunnen— gasse in einem Nebengebäude des Metzgermeisters W. Schneider war auf bis jetzt unbekannte Weise Feuer ausgebrochen. Dank den rasch zur Stelle geeilten beiden hiesigen Feuerwehren und den sonstigen Bewohnern unserer Stadt, die Alle in einmüthigster Weise zur Bekämpfung des verheerenden Elements ihre volle Schuldigkeit thaten, gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Trotz der auf dem Boden lagernden Heuvorräthe, die dem Feuer reiche Nahrung gaben, brannte doch nur der Dachstuhl des fragl. Gebäudes nieder. H. Vilbel. Dem Carussellbesitzer Eckart aus Ost— hofen wurden gelegentlich unseres Nachmarktes am ver— flossenen Sonntag durch Elnstetgen in seinen Wohnwagen circa 1300 Mark gestohlen. Eine weitere Summe von 600 Mark in Gold entging dem Diebe. Am Montag wurde dann in Bornheim ein Individuum verhaftet, welches im Besitze von 176 Mark war und das Zuge— ständniß machte, er habe das Geld bei Eckart in Vilbel aus dem Wagen geholt. vergraben zu haben. Am Dlenstag begab sich die Behörde an die von dem Verhafteten bezeschnete Stelle und fand man in einem blutigen Tuch eingebunden rund 1100 Mark in einem Kartoffelacker vergraben. Offenbach. Der Typhus ist hier ausgebrochen und scheint bedauerlicherweise an Ausdehnung zu ge— winnen. Wie wir hören, sind nämlich bereits 14 bis 15 Erkcankungen und leider auch ein Todesfall zu ver⸗ zeichnen. Vorsicht scheint daher geboten, wenn auch nach einem Ausspruch von ärztlicher Seite Grund zu Ve— fürchtungen nicht vorliegt, indem in jedem Jahre eine gleich hohe Zahl von Typhuserkrankungen in Offenbach zu verzeichnen sein soll. Mainz, 31. Aug. Die Untersuchung wegen der Mordthaten wird wesentlich erschwert durch den Umstand, 5 Auf weiteres Eindringen in den Vechafteten gestand derselbe, das noch fehlende Geld daß bis jetzt noch alle Anhaltspunkte dafür fehlen, ob der ermordete Mann der Ehegatte der umgebrachten Frau Wothe oder ein Fremder ist. Für die erstere Annahme spricht einigermaßen die Thatsache, daß beide Mordthaten in derselben Vehausung begangen wurden und daß sich in den Mägen beider Ermordeten die gleichen Speise— überreste— grüne Bohnen— vorgefunden haben sollen. Es ist damit aber noch Nichts erwiesen, da die Ehefrau Wothe, als Lustdirne, auch mit einem Fremden zusammen gegessen haben kann, zumal sie nach Zeugenaussagen noch am Unglücksabend in fremder Gesellschaft gesehen worden ist. Die zarte, reine Haut des männlichen Leichnams läßt nicht gut auf den Schuhmacher Wothe schließen, wie auch das Fehlen der Kleidung Wothe's zu der An— nahme einladet, daß er sich auf flüchtigen Sohlen be— finde. Schließlich ist auch nicht gut anzunehmen, daß Herbst das Geld und die Werthgegenstände, in deren Besitz er sich bei der Verhaftung befand, dem Wothe geraubt haben kann, da beide mit Glücksgütern nicht gesegnet waren und sich eines redlichen Erwerbs kaum befleißigten. Alles dies drängt zu der Ansicht, daß Herbst und Wothe gemeinschaftlich, vielleicht noch mit einem Dritten, einen bei der prostituirten Ehefrau Wothe gewesenen, bis jetzt unbekannten Fremden beraubt und umgebracht, dann auch die Wothe selbst als lästige Zeugin getödtet haben und daß der Mitschuldige Wothe das Wette gesucht hat. Heute Morgen hat ein hiesiger Wirth der Staatsanwaltschaft Mittheilung gemacht, daß die ermordete Wothe an dem Tage des Verbrechens und zwar am Abend in Gemeinschaft mit dem Herbst in seiner Wirthschaft gewesen sei, wo er längere Zeit mit ihr ge— sprochen und zwischen ihnen von einer Erbschaft die Rede gewesen set Herbst bewohnt in dem Arresthaus eine einsame, gut verwahrte Zelle und gibt sich Mühe, den Irrsinnigen zu spielen; ein Geständniß hat der Verbrecher bis jetzt noch nicht gemacht, trotz der Belastung, dle gegen ihn vorliegt.— 1. Sept. In der Untersuchung gegen Herbst kommen immer mehr Einzelheiten zu Tage, welche von großer Wichtigkeit sind. Es ist nunmehr festgestellt worden, daß Herbst am Nachmittag, wenige Stunden vor der Ermittelung des zwetten Verbrechens, in einem hiesigem Geschäfte eine Reisetasche gekauft hat und dem Verkäufer erklärte, daß er von hier abreisen werde, worauf er mit der gefüllten Reisetasche den Weg über Weisenau nach Laubenheim einschlug; auffallend ist es nun, daß Herbst bei seiner Verhaftung nicht mehr in dem Besitze dieser Retsetasche gewesen ist, so daß es sehr wahrscheinlich ist, daß Herbst in der Tasche etwas getragen, was das Licht zu scheuen hatte, sonst hätte er die Tasche sammt Inhalt nicht auf dem Wege von Mainz nach Laubenheim verschwinden lassen. Ein früherer Arbeitgeber des Wothe glaubt in dem Rumpf des Ermordeten den Körper des Wothe mit Bestimmtheit erkennen zu können und schließt das aus einer charakteristischen Behaarung des Körpers, sowie einem noch vorhandenen besonderen Kennzeichen. Allerlei. Posen, 1. Sept. Bei Kobelnitz fand vergangene Nacht gegen 12 Uhr eine theilweise Entgletsung des von Thorn kommenden Courierzuges statt, wobei mehrere Personen, darunter ein Bremser, schwer verletzt wurden. Graz. Aus ganz Steyermark wird vom letzten Mittwoch ein Erdbeben gemeldet, das in vielen Orten beobachtet wurde. Theilweise hat dasselbe Schaden an Gebäuden angerichtet. Madrid, 30. Aug. In Spanien sind gestern 3639 Personen an der Cholera erkrankt und 1227 der Seuche erlegen. Yokohama, 30. Aug. In Nagasaki ist die Cholera ausgebrochen. Vokohama. In Osaga Fu(Nipon) hat Ende Junt eine furchtbare Ueberschwemmung in Folge ununter— brochener Regengüsse stattgefunden, wobei 15,000 Menschen ertrunken sein sollen und ein Schaden von mehr als 10 Milltonen Dollars verursacht worden ist. 18 Dörfer nordöstlich der Stadt sind vollständig verschwunden. In einem weiterliegenden Dorfe steht von 500 Häusern nur ein einziges Haus. Die armen Leute flüchteten auf die Bäume und befanden sich dort in Gesellschaft großer Schlangen und Kröten. Auch die Fremden mußten ihr Quartter, die sogenannte Concession, verlassen und er— hielten allen nur nöthigen Beistand seitens der japanesischen Behörden. Ueberhaupt zeigte sich bei dem gräßlichen Un— glück die Mildthätigkeit und Freundlichkeit der Japanesen gegeneinander im schönsten Lichte. Verloosungen. Nassauisches 4pCt Anlehen von 1853. Verloosung vom 6. August 1885. Heimzahlung am 1. Dezember 1885. Nr. 5 10 26 54 67 211 291 294 304 313 322 344 358 387 à 1000 fl. Nr. 14 16 20 55 68 71 113 211 215 222 244 347 363 371 375 407 448 458 486 499 507 522 623 672 686 757 848 857 858 881 918 940 961 à 500 fl Nr. 13 14 117 119 143 242 247 325 371 374 400 408 429 440 456 459 502 542 601 605 606 743 748 857 860 864 870 878 881 883 921 944 a 200 fl. Nr. 19 17 18 33 55 59 65 69 82 152 279 306 371 400 470 497 515 517 607 670 713 716 733 734 746 780 826 854 883 900 934 954 à 100 fl. Pappenheimer 7fl.⸗Loose von 1864. Serlen⸗ ziehung vom 1. August 1885. Berichtigung. Statt Serie 128 6239 sind gezogen Serie 1285 5239. Karlsruhe, 31. Aug. Serienziehung der Badischen 35 fl.⸗Loose: 389 710 747 788 1110 1122 1316 1691 1721 1908 2255 2299 2506 2712 3142 3452 3618 3676 4827 5067 5095 5140 5167 5194 5628 5686 6020 6157 6199 6378 6785 6793 6987 7163 7385 7410 7424 7435 7446 7450. Braunschweig, 31. Aug. Gewinnziehung der Braunschwelger 20 Thaler-Loose. 90,000 M. fiel auf Ser. 5938 Nr. 48. 9000 M. auf Ser. 2029 Nr. 7. 6000 M. auf Ser. 5938 Nr. 5. 3000 M. auf Ser. 7687 Nr. 39. Je 300 M. auf Ser. 219 Nr. 17, Ser. 784 Nr. 2, Ser. 784 Nr. 26, Ser. 5290 Nr. 24, Ser. 7167 Nr. 25, Ser. 7173 Nr. 6, Ser. 8943 Nr. 36, Ser. 9204 Nr. 32, Ser. 9550 Nr. 39, Ser. 9817 Nr. 14. Je 105 M. auf Ser. 2029 Nr. 36, Ser. 2802 Nr. 39, Ser. 5290 Nr. 47, Ser. 7547 Nr. 44, Ser. 8474 Nr. 40, Ser. 9277 Nr. 45. Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Sept Fruchtbericht. Walzen M. 16.25 bis 16.50, Korn M. 14.75—15., Gerste M. 15.— 16., Hafer M. 12.50— 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund. Friedberg, 2. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.90, Eier 1 St. 6 Pf. Grünberg, 29. Aug. Fruchtpreise. Walzen M. 16.60, Korn M. 14.40, Gerste M. 13.90, Hafer M. 12.00, Samen M. 21.10. Butzbach, 29. August. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.95 1.00, Käse per Pfd. 45—46 Pf., Eier 2 Stück 11 Pf. Homburg, 1. Sept. Marktpretse. Kartoffeln per Malter(neue) M. 5—6, per Gescheid(neue) 89 Pf., Eier per Stück 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 1.05. Gießen, 1. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butler per Pfd. M. 0.80 0.85, Eiter 2 St. 11 Pf., Käse per St. 5 9 Pf., Tauben per Paar M. 0.40 9.65, Hühner per Stück M. 0.90— 1.4), Hahnen per Stück M. 0.40 0.75, Enten per Stück M. 1.20 1.50, Ochsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 64— 70 Pf., Kalbfleisch 4850 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5—6., Zwiebeln per Ctr. M. 6—7. Frankfurt, 31. Aug. Fruchtbericht. Hiesiges Mehl Nr. O M. 32.—33., Nr. 1 M. 26.50— 27.50, Nr. 2 M. 25.—26., Nr. 3 M. 23.— 24., Nr. 4 M. 16.50— 17.50, Nr. 5 M. 15.50 1650, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 50.—52., norddeutsches und westfällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 23.— 23.25, Roggenmehl Nr. 0 (hiesiger Marke) M. 24.— 24.50, do./ M. 22.— 22.50, do. 1 do. M. 20.50—21., do. 2 do. M. 17.25— 17.50. Weizen neuer ab unserer Umgegend M. 16.59— 16.75, frei ab Bahnhof hier M. 17., do. fremder je nach Qual. M. 17.75 18.50. Roggen hiesiger neuer M. 14.75—15., Gerste, Brauerwaare neue M. 15.50— 17.50, do. zu Mahlzwecken M. 12., Hafer, je nach Qual., neuer M. 13.— 13.50, Raps per October M. 22.50—23., Mats, bunter(mixed) M. 12., Kartoffeln M. 3, Aepfel(Kelter⸗ obst), steigend je nach Qual. M. 9.50— 11. Roggenkleie M. 5. 5.25, Welzenkleie M. 4.25 4.50. Rüböl im Detail M. 52.— 53. Stimmung ruhig. Die Preise ver— stehen sich sämmtlich per 100 Ktlo. Frankfurt, 31. Aug. Der heutige Viehmarkt war mit 356 Ochsen, 42 Bullen, 395 Kühen, Stieren und Rindern, 240 Kälbern, 17 Hämmeln und 193 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. per 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 67.— 69., 2. Qual. M. 60.—64., Bullen 1. Qual. M. 36.—38., 2. Qual. M. 30.—32, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 55. 57., 2. Qual. M. 40. 50., Kälber 1. Qual. pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 5560 Pf., 2. Qual. 45— 50 Pf., Hämmel 1. Qual. 54— 56 Pf., 2. Qual. 48— 50 Pf., Schweine, inländische 62—64 Pf. Literarisches. Daheim Nr. 48 enthält: Der Schatz des Fräu— leins von Itzleben.(Forts.)— Aus dem Leben der Bergführer. II. Des Bergführers Gang und Ende. Von G. Wymann. Zur Erinnerung an A Knapp. Mit Porträt— Das Kadettenhaus zu Orantkenstein. Von Dr. P. Heine.— Das tiefe Geheimniß.(Forts.) — Am Familientisch: Die h. Barbara. Von A. Rosen berg. Mit Bild.— Bilder: Vorlesung im Park von A. von Ramberg und Klosterbruders Uebungsstunde von C. Otto.— Briefkasten.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. Die Werkstatt, Meister Konrads Wochenzeltung, Nr. 35 enthält: Meister Konrad an seine Freunde.— Für die Werkstatt: Tauschgeschäfte.— Für die Reise. — Ein sonderbares Mittel, um Wunden zu heilen.— Auch ein Grund zur Entlassung.— Wie Arbeiterinnen geschunden werden.— Zeichnungen zu fixlren.— Ar— beiter auf Ferien.— Allerhand Nützliches für den Hand⸗ werker.— Für den Abendschoppen: Zur Handwerkee— Bewegung— Keine Zahnschmerzen mehr.— Für Haus und Herd: Kinderkleider.— Der Herr Pfarrer auf Urlaub, — Zwiebelkartoffeln.— Für den Feierabend: Gefangen als Spion.— Graf, Schriftsteller und Schuhmacher. Für die Armen-Anstalten dahier sind uns folgende Gaben übergeben worden, deren Empfang wir mit dem Ausdruck unseres herzlichsten Dankes bescheinigen A. Für das Bürger Hospital: Durch Stadtrath Hirsch und Georg Hanau bei hiesigen israelttischen Einwohnern gesammelt mit dem Motto:„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ 50 M. Ungenannt: Wolle, Zwirn und Baum⸗ wolle zu Strümpfen. Frau Hottes: ein Korb Spinat und Salat. Ungenannt für Dienstleistungen der Schwester „ ——»—-— 4 Katharina 9g M., Kaufmann Söllner 5 M., v. D. F. 30 Pf., v. Pr. E. 30 Pf., Fräulein Sophte und Emilie Bindernagel für Dienstleistungen der Schwester Katharina 20 M., Glaser Bieler desgleichen 10 M., Vahnmeister Buß desgleichen 10 M., K. und M. 49 Pf. B. Für das Versorgungshaus: Baumeister Ruths drei Bücher für die Bibllothek. Frau Bauer von Assen— heim 2 M. C. Für die Stadtarmen: Ungenannt 5 M., J. K 5 M. D. Für die Mathlldenstiftung: Kammerrath Fresenius in Assenheim 3 M., Dr. Kratz in Nieder-Florstadt 1 M., Pfarrer Müller in Nieder- Rosbach 50 M. Für die Armen⸗Commission: Meyer, Pfarrer. »Brodpreise vom 1. bis 16. September. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. September. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad⸗Nauheim kostet das ½ Kilo Schweinefleisch 52 Pfennig. In Butzbach kostet das ½ Kilo Schweinefleisch 56 Pf., Kammstück 60 Pf. Geld Cours. Frankfurt am l. September 1885. Geber. Nehmer M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 18 16.15 do in /. ier e Englische Sovereings.. 20. 30 20. 28 Russische Imperiales. eee Walen 4. 60 9, 8 „ al mareo. T Dollars in Gold 1.190 4. 16 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 5. September 1885. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 50 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 7 Uhr 25 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 6, September an Morgens 4 Uhr 30 Min.(Selichoth), Abends 7 Uhr. Von Montag bis inel. Dienstag Morgens 5 Uhr. Mittwoch Morgens 4 Uhr 30 Min. Donnerstag den 10., sowie Freitag den 11. September 1885: Neujahrsfest 5646. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wasser übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ ½½ʒ Dutzend„ 850, „ Dutzend A 1,75. Die Expedition des Anzeigers, Grummelgras-Versteigerung. Freitag den 4. September d. J, Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus das Grummetgras von den sämmtlichen städtischen Wiesen öffentlich meist— bietend versteigert werden. Friedberg den 1. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 3007 Stein häußer. Immobiliar-Versteigerung. Mittwoch den 9. September, Vormittags 10 Uhr, werden die zum Nachlaß des Zieglers Konrad Knaf dahter gehörigen Immobilien, als: Hofralthe, bestehend in einem neuerbauten Wohn— haus, Scheuer und Stallung, Ziegelofen mit Trocken— bau und eirea 25 Morgen Gelände, melstbletend auf biesigem Gemeindehause versteigert. Rodheim v. d. H. am 17. August 1885. Großherzogliches Ortsgericht Rodheim v. d. H. 2901 Jacobi. Obstversteigerung. Freitag den 4. September, Morgens 10 Uhr, soll das hlesige Gemeinde-Obst, Aepfeln und 20 Malter Birnen, Zahlung versteigert werden, Lelbhecken den 31. August 1885. Großherzogliche Buͤrgermeisterel Leidhecken. Selzam. 3001 3 Ein steinernes Kaminthürgestell bestehend in eirea 50 Malter gegen gleich baare Arbeits-Vergebung. Freitag den 4. d. Mts., Nachmittags um 3 Uhr, soll das Liefern, Zerschlagen und Eindecken von Chaussir⸗ steinen und Deckkies in der Wirthschaft des H. R osen⸗ becker IV. zu Steinfurth öffentlich vergeben werden. Frledberg den 1. September 1885. Zörb, Bezirks-Bauaufseher. 5 Arbeits-Vergebung. Freitag den 4. d. Mts., Vormittags um 11 Uhr, soll das Liefern und Zerschlagen von 20 Cubikmeter Chaussirsteinen auf dem Gemeindehause zu Melbach öffentlich vergeben werden. Friedberg den 1. September 1885. Zörb, Bezirks⸗Bauaufseher. 3005 3004 Grummetgrasversteigerung Freitag den 4. September l. J., Vormittags 10 Uhr, wird das der Gemeinde gehörige Grummetgras in der Wirthschaft der Georg Höres Wittwe dahier meist⸗ bietend versteigert. Bauernheim den 1. September 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. Väth. Arbeits-Vergebung. Samstag den 5. d. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen in dem Gemeindezimmer zu Bruchenbrücken öffent⸗ lich vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 22 Steinhauerarbeit(Rockenberger Sandsteine) 35 3008 Pflasterarbeit 150— Cbaussirarbeit. Lieferung von Basaltpflastersteinen 242— 5„ Pflastersand 210— 2„ gußeisernen Kanaldeckplatten 60 50 Aufsetzen der Steine und Sandmessen 16 40 Friedberg den 1. September 1885. Zörb II., 3011 Bezirks-Bauaufseher. Grummetgras-Versteigerung. Das diesjährige Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen soll Montag den 7. September l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, an Ort und Stelle versteigert werden. Utphe am 1. September 1885. Groß herzogliche Buͤrgermeisterei Utphe. 3013 Filsinger. Henriette Davidis Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche. 25. Auflage. Mit über 1900 zuverlässigen und selbstgeprüften Re— zepten, darunter 260 Rezepte und Anweisungen zur Kuchen— bäckerei. Mit besonderer Berücksichtigung der Anfängerinnen und angehenden Hausfrauen. Mit einem Porträt der Verfasserin. Preis in elegantem Einbande 4 M. 50 Pf. Verlag von Velhagen& Klasing in Bielefeld und Leipzig, vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad-Nauheim. Haarbals eim für das Wachstum der Haare uud gegen das Ausfallen derselben in Flac. à 60 Pf. und M. 1.20. Eau de duinine 70 Pf. und M. 1.40. Haarfärbemittel in blauen Flaschen für 1 Jahr à 2 M. 1697 J. A. Windecker, Friedberg. Ein Luftkissei (noch ungebraucht) ist um den halben Einkaufspreis zu haben. Näheres bei der Exped. d. 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Kapitalversicherungen auf den Todesfall mit und ohne Dividende. Dividenden werden schon von der dritten Jahresprämie an gewährt und steigen nach Verhältniß der Versicherungsjahre. Bei An⸗ nahme einer Durchschnitts Dividende von 3 Prozent erhält der Versicherte beispielsweise für das 10., 20., 30., 40. Versicherungsjahr der Jahresprämie als 30 60 90 120 Prozent Dividende; b. Altersversorgungen, Aussteuer⸗, Militärdienst⸗ und Renten ⸗Versicherungen; c. Versicherungen gegen Reiseunfälle, sowie gegen Unfälle aller Art. Prospecte und Antragsformulare stehen bei Unterzeichnetem unentgeltlich zu ist derselbe zur Ertheilung jeder Auskunft gern bereit. Philipp Vogt, gen schirme, 8 von den billigsten bis zu den feinsten Sorten, Dir in Seide, Gloria, Zanella und Alpaka, in großer Auswahl zu reellen Preisen bei 450 K. Friedrich. Diensten und Agent der Thuringia. Die neuesten Damen⸗Regenmäntel und Herbst-Kleiderstoffe in verschiedenen Arten sind in großer Auswahl eingetroffen. 2972 3 12 Mayer J. 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Druck und Verlag von Carl Bindernagel, Be! schaften halte i dokt In hofe au Einlauf Potsda die kais massen über z geweilt die fte hohen vor de bei pr verlauf begleit spänne Michas Prinze den S vollme Front Taupp Wager felde n capdil angel Sigu führu länge nicht liche deutse fott; Hoffn spani lunge bert babe Tele schrif linen trage gebo halt rech sehe in 2 man Ueue will, gewi June schei sich ihre solle Ira Sei wer! dem Zuf schr.