—— a . rn I ͤͤ 000 ——— ——-„-——ůů——xꝛů 2— ——— —— — 1885. Luumrnag den 1. Zanuar. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Areisblatt für den Areis Fritdberg und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dien stag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Neclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Ginsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden flets per Post nachgenommen. —————— ————— Amtlicher Theil. Betreffend: Legitimatlonskarten für Handlungs retsende. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Zufolge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. vorigen eröffnen wir Ihnen das Nachstehende: 1. Nach§ 44a der Gewerbeordnung bedürfen inlän und 2 der Gewerbeordnung Waarenbestellungen des stehenden Gewerbebetriebs Umfang des Reichs ausgestellt wird. 2. die bisherigen in den Zollvereins⸗ berechtigen den Inhaber zum Aufsuchen von Gewerbeordnung Anwendung Nichterfüllung dieser Verpflichtung, des§. 44a der Gewerbeordnung). Die unter pos. inländische Kaufleute und Handlungsreisende regelmaͤßig die Sie wollen deßhalb vorkommenden Falls in Anträgen welche Karte gewünscht wird, da, im Falle Antrag auf Ausstellung einer Karte nach pos. (pos. 1) genügend erweisen dürften. oder Erneuerung solcher ausdrücklich angeben, von der für dessen Niederlassungsort zuständigen Neben diesen durch die erwähnte Gesetzesvorschrift el und Handelsverträgen vorgesehenen Gewerbelegitimattonskaxten aarenbestellungen ꝛc. nicht nur innerhalb des Deutschen Reichs, Gebietes der Vertragsstaaten(dermalen Deutsches Reich, Luzemburg, Oesterreich-Ungarn, Dieselben unterscheiden sich daher von den unter 1. erwähnten Legttimationskarten, für wel bereichs; stimmen dagegen mit letzteren darin überein, finden und somit in Bezug auf die Verpfl ferner über Versagung und Zurücknahme der Karten gemein W̃᷑ 2 erwaͤhnten Gewerbelegitimationskarten Großherzoglichen Friedberg den 29. Dezember 1884. Bürgermeistereien des Kreises. Monats zu Nr. M. J. 28,146 dische Kaufleute und Handlungsreisende, welche in Gemäßheit des§. 44 Absatz 1 aussuchen oder Waaren aufkaufen, einer Legitimationskarte, welche auf den Antrag des Inhabers gestellt wird, immer Ausstellung der Karte nach pos. 1 erfolgt. Betreffend: Das Vormundschaftswesen. Das Großh. Amtsgericht Friedberg Wir geben Ihnen auf, in den von Ihnen geführten Vormundschaften und Curateln die bis zum 1. Februar 1885 anher einzusenden, auch durch Vorlage der betreffenden Einlagebücher bet uns auszuweisen. Gegen säumige Vormün Ende März 1885 bei uns eingereicht werden. mit Ordnungsstrafen vorgegangen werden. Durch rechtskräftiges am 18. Dezember 1884 von dem kommandirenden General des 11. Compagnie 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie Regiments(Großherzog) Nr. 116 für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldstrafe von 200 Musketier Philipp Geck der 7 Darmstadt, 23. Dezember 1884. Sellheim. Bekanntmachung— Mark verurtheilt worden. Großherzogliches Gericht an sämmtliche Vormünder und Curatoren im bis dabin die Beischreibung der Zinsen bei der Mathildenstiftskasse ꝛc Die Verwaltungsrechnungen, der und Furakoren wird nach Ablauf der bemerkten Fristen ehne weiteres Verwaltungsbehoͤrde für die Dauer des Kalenderjahres und den geführten Legitimationskarten gelangen auch fernerhin zur Ausgabe und sondern innerhalb des ganzen Portugal, Rumänien, Schweiz, Serbien und Spanien). che sie einen Ersatz bilden, bezüglich des Geltungs⸗ daß bei beiden Arten von Karten die Vorschriften der Absätze 2—5 des F. 44a der ichtung der Inhaber zum Mitführen der Karten, schaftliche Bestimmungen gelten(el. Schlußabsatz sowie die Folgen der werden nur auf ausdrückliches Verlangen ausgestellt, da sich für auf Grund des§. 44a der Gewerbeordnung auszugebenden Legitimationskarten auf Ausstellung von Gewerbelegitimationskarten 2 nicht Dr. Braden. Friedberg den 29. Dezember 1884. Amtsgerichtsbezirk. Rechenschaftsberichte vom Jahr 1884 laͤngstens zu bewirken und sich insaweit solche jetzt zu stellen sind, müssen bis Weber. Armeecorps bestätigtes Erkenntniß vom 9. Dezember 1884 ist der aus Ober⸗Mörlen, Kreis Friedberg, id contumaciam der Großberzoglich Hessischen(25.) Diviston Zum neuen Jahr! So verschieden auch die Gefühle sein mogen, die das menschliche Herz bewegen, wenn uns in der Sylvesternacht der Minutenzeiger verkündet, daß das alte Jahr Abschied genommen und ein neues seinen Einzug gehalten habe, um gleich— falls das Loos alles Irdischen, das der Ver⸗ gänglichkeit, zu theilen und zu seinen Millionen Brüdern zu gehen,— Eines ist gewiß: der Augenblick der Jahreswende muß uns als ein wichtiger erscheinen und nicht in tollem Jubel, sondern mit ernsten Betrachtungen sollen wir die Schwelle des neuen Jahres überschreiten, Rück— blicke werfend auf Das, was uns das verwichene brachte. Und wenn wir nun dieses letztere thun und sagen müssen, daß das scheidende Jahr manche Wunde geschlagen, manche berechtigte Hoffnungen unerfüllt gelassen hat, danken können wir der Vorsehung immerhin dafür, daß es ein Jahr des Friedens geblieben ist, daß die Fackel des Krieges nicht geleuchtet und den Wohlstand der Staaten untergraben hat. Was aber läßt uns das neue Jahr hoffen? so fragen wir uns welter. Obwohl der Mensch nicht begehren soll, den Schleier der Zukunft zu lüften und sein eigenes Schicksal zu wissen, so geziemt es sich doch nicht, gleichgültig zu bleiben in Bezug auf das, was das Wohl und Wehe der Völker in sich begreift. Nicht mit Bangen aber treten wir in dieser Be— ziehung in das neue Jahr. Denn am politischen Hortzonte sind düstere Wolken bis jetzt nicht sichtbar. Die vor wenigen Monaten stattgehabte Zusammenkunft der Herrscher dreier maͤchtigen Reiche ist eine Thatsache, an die sich die be— rechtigte Annahme knüpft, daß zwischen diesen Herrschern und den leitenden Staatsmännern Abmachungen getroffen worden sind, welche die Fortdauer des Friedens bezwecken. Und letzteren haben Regierungen und Volk durchaus nöthig. Ueberall gibt es Schaden im eigenen Hause aus zubessern; die Wogen der Parteikämpfe gehen fast überall noch hoch. Moͤgen wir an den Verfassungsstreit in Scandinavien denken, oder nach der Hauptstadt des Königreichs Italien blicken; moͤgen wir die Vorkommnisse in den politischen Körperschaften der österreichischen Lande oder die aufregenden Beschlüsse der fran zoͤsischen Nationalversammlung in Betracht ziehen; oder mogen wir endlich uns die grausigen Thaten auf der grünen Insel, auf Irland, ver— gegenwärtigen— überall toͤnt die Mahnung entgegen:„Ein Jeder kehre vor seiner eigenen Thür!“ Frankreich und England sind es aber ganz besonders, welche ihre Aufmerksamkeit auf ihre eigenen Angelegenheiten zu richten, welche ihre Blicke nach Asien und Afrika zu werfen haben, woselbst ihre Sohne in blutigem Kampfe mit den Fremden sich befinden. Zwar auch wir versetzen uns im Geiste nach jenen fernen Erdtheilen, nach Westafrika und der Südsee, allein mit einem Gefuͤhle der Freude und des Stolzes; denn dort weht ja die deutsche Flagge, aber nicht in Folge blutiger Siege, sondern als Beschützerin unserer Bürger, welche Civilisation und redlichen Erwerb foͤrdern und suchen. Wir haben nach den vorstehenden Andeutungen An griffe von außen wohl nicht zu fürchten, dürfen vielmehr getrost in die Zukunft blicken. Das deutsche Reich steht geeint da, sein Heldenkaiser, unterstützt von dem größten Staatsmanne unserer Zeit, hält das Scepter mächtig in der Hand, und Fürst und Regierung unseres engeren Vater— landes sind die treuesten Mitarbeiter an dem inneren Ausbaue des herrlichen Gebäudes. Deshalb müssen auch wir uns mehr als je aufgefordert fühlen, alles Gute zu unterstützen, einzutreten für Wahrheit und Recht, und das Wort unseres groͤßten Dichters zu beherzigen: „An's Vaterland, an's theu're, schließ' dich an.“ Dr. Luther aber ruft uns zu: „Ein Jeder lern' sein Leetion, So wird es wohl im Hause stohn.“ Befolgen wir diese Lehren, so wird auch das Jahr 1885 für uns ein gesegnetes werden. Das walte Gott!. Deutsches Nesch. Darmstadt. Dem vortragenden Rath im Ministerium der Finanzen, Oberdomaͤnenrath Friedrich Schenk, wurde der Charakter als Geh. Oberdomaͤnenrath verliehen; der Stellenanwaͤrter Weinwirt Zimmer zu Mainz wurde zum Amts gerichtsdiener in Mainz ernannt Berlin. Wie der„Berliner Aetionär“ erfahren hat, ist der bereits aufgestellte Entwurf eines Reichs-Versicherungs-Gesetzes an maß gebender Stelle nicht genehmigt worden, so daß er nicht einmal den Regierungen der Bundes staaten zur Aeußerung vorgelegt werden konnte. — Gegenüber einem Artikel der„Daily an über die angeblichen Gründe, welche die Machte, namentlich Deutschland, abhielten, Eng — lands egyptische Vorschlage zu beantworten, schreibt die„Nordd. Allg. Ztg.“: die continentalen Mächte hatten an ihren Beziehungen zu einander ein wichtigeres Intresse als an ihren Be⸗ ziehungen zu Egypten. Fuͤr jede sei die Frage viel wichtiger, ob sie mit ihren continentalen Nachbarmächten in Frieden und gutem Einver⸗ nehmen lebe, als was aus Eaypten werde. Die Mächte würden also die egyplische Frage in erster Linie aus dem Gesichtepunkte auffassen, ob sie nicht, wenn sie auf die englischen Vorschläge eingehen, die Beziehungen zu den übeigen Maͤchten verschlechtern oder gar gefährden werden. Nächst England sei Frankreich am meisten bei der egyptischen Frage interessirt. Die deutsche Politik lege einen zu hohen Werth darauf, sich die gute Meinung Englands zu er⸗ halten, um lediglich aus Muthwillen oder persönlichen Verstimmungen ungefällig gegen englische Wünsche zu sein, nur müßten diese Wuͤnsche nicht soweit gehen, daß Deutschland, ohne die eigenen Interessen zu schädigen und lediglich, um den Interessen Englands einen Dienst zu erweisen, seine seit dem Kriege Frank— reich gegenüber beobachtete vorsichtige und fried⸗ liebende Politik aufgeben solle. Hamburg. Nach einer Mittheilung der „Post“ ist der hiesigen Polizeibehörde ein an⸗ onymer Brief zugegangen, in welchem gedroht wird, die Seewarte in die Luft zu sprengen. In Folge dieser Drohung ist das Gebäude in den letzten Tagen durch eine Anzahl Criminal— bamter bewacht worden. Kiel. Man erfäbrt, daß die Corvette „Carola“ am 1. Februar d. J. in Dienst ge⸗ stellt werden wird, um als Ersatz für die Cor— vette„Ariadne“, welche bereits aus dem west— afrikanischen Geschwaderverbande ausgeschieden ist, nach der Küste von Westafrika zu gehen. Die„Ariadne“, ein älteres Schiff, 1871 auf der Danziger Werft erbaut, soll in die Heimath zurückkehren, angeblich um einer größeren Re⸗ paratur unterzogen zu werden. Die„Carola“, eine der schnellsegelndsten Kreuzer unserer Flotte, 1880 zu Stettin erbaut, führt 10 Geschütze und hat ein Deplacement von 2169 Tonnen, ist also beträchtlich größer als die„Ariadne“, welche nur 1719 Tonnen Raumgehalt hat und nur 8 Geschütze führt. Bremen. Die„Weserzeitung“ erfährt, daß die Kaufcontracte über die Santa Lucia— Bay und das umliegende Gebiet, vom November datirt, bei Lüderitz eingetroffen sind. Ausland. Holland. Haag, 30. Dec. Erste Kammer. Fransen⸗Vandeputte interpellirte die Regierung wegen der Gefangennahme von Holländern durch französische Unterthanen am Congo. Minister Vanderdös erwiederte, daß die französische Re— gierung diese Angelegenheit in die Hand genom— men und versprochen habe, am Congo Erkun— digungen einzuziehen. Belgien. Brüssel. Die portugiesischen Blätter sprechen von einer nahe bevorstehenden und definitiven Besitzergreifung des linken Ufers des Unteren Congo durch Portugal. Dieses Vermittelungsproject, wonach das linke Ufer Portugal und das rechte der Juternationalen afrikanischen Gesellschaft überlassen werden solle, ist bereits in vertraulichen Pourparlers erörtert worden. Die Portugiesen werden wohl wahr— scheinlich auf keinen Widerstand stoßen, wenn sie das linke Congoufer besetzen. Frankreich. Paris. Die Prinzen von Orleans wurden vertraulich gewarnt, daß die Regierung entschlossen sei ernstlich gegen sie einzuschreiten, falls der Eifer der Propaganda ihrer Anhänger nicht gemäßigt würde. — Das„Journal officiell“ meldet die Er⸗ nennung des bisherigen Consuls in Tripolis Feraud, zum Gesandten in Tanger, diejenige Ordega's zum Gesanden in Bukarest. i — Die Kammer genehmigte mit 351 gegen 127 Stimmen den Credit von einer Milliarde für die Ausgaben des ersten Quartals 1885 eee eee und nahm das Einnahmebudget debattelos nach den Beschlüssen des Senats an. St. Vallier fragte uber die Ackerbaukrise an, wobei er be⸗ klagt, daß die Commision betreffs der Zoll⸗ erhöhung auf Wiener Getreide mit ihren Arbeiten so langsam vorwärts komme. Er fragte an, ob die Regierung beabsichtige, die von der Com⸗ mission abgeschafften Viezölle aufrecht zu halten. Meline erwiedert, die Regierung werde die Viehzolle aufrecht halten und bei dem Wieder— zusammentritt der Kammern verlangen, die Ackerbaufrage auf die Tagesordnung zu setzen. Die Regierung werde alles mögliche thun, um die Lage der Ackerbautreibenden zu verbessern. — Der Senat genehmigte mit 192 gegen 3 Stimmen den von der Kammer votirten Credit von einer Milliarde für das erste Quartal 1885. Dauphin legte den Bericht über das Ausgabebudget vor, und wurde hierauf die Session geschlossen. — 30. Dec. Officiell. Die französischen Truppen machten einen Vorstoß gegen Tuyenquan. — Eine Depesche Brière's vom 28. d. M. be⸗ richtet, daß in der Umgegend von Hongyen mehrere Gefechte mit Seeräubern stattgefunden haben. — Die Nachricht, der französische Consul in Tientsin sei angewiesen, mit Patenotre in Shanghai zusammenzukommen, ist unbegründet. Großbritannien. London, 30. Dec. In der heutigen Sitzung des Geheimraths theilte Osborne mit, daß die Königin der Verlobung der Prinzessin Beatrice mit dem Prinzen Heinrich von Battenberg unter der Bedingung zustimme, daß dieselben in England bei der Königin wohnen. — 30. Dec Dem„Daily Telegraph“ zu⸗ folge wäre der Befehlshaber des englischen Ge⸗ schwaders in den australischen Gewässern ange⸗ wiesen, die englische Flagge auf den Lussiaden, den Woodlarinseln, der Longinsel und Rookinsel aufzuhissen, im Falle versucht würde, in der Nachbarschaft des australischen Festlandes An— nezionen vorzunehmen. Türkei. Konstantinopel. Die Einnahmen der türkischen Tabakregie-Gesellschaft betrugen in der ersten Hälfte des December 5 Million Piaster. Italien. Rom, 30. Dez. Mancini hat Unterhandlungeu mit der Berliner Regierung angeknüpft, um zu verhindern, daß für die zu subventionirenden Dampfer-Linien Triest zum Ausgangshafen gewählt würde, und gebeten, Genua zu wählen. Die dortige Generalschiff— fahrtsgesellschaft hat gleich der Gotthardbahn⸗ gesellschaft zur Wahrung ihrer bedrohten In⸗ teressen eine Deputation nach Berlin abgesandt. Serbien. Belgrad. In den hiesigen poli— tischen Kreisen würde man das Zustandekommen einer directen Verständigung mit Bulgarien einer Intervention der Mächte vorziehen. Man glaubt auch, daß es dem Fürsten Alexander gelingen werde, diese Verständigung doch herbeizuführen, und daß, wenn die bulgarische Regierung sich den Interventionen des Fürsten widersetzen sollte, dies zu einem Cabinetswechsel führen dürfte. Griechenland. Athen, 30. Dec. Die Kammer genehmigte in dritter Lesung den deutsch— griechischen Handels- und Schifffahrtsvertrag. Rußland. Petersburg. Der„Times“ wird von hier telegraphirt:„Es ist soeben entdeckt worden, daß 10,000 Rubel in Gold und Silber aus der Staatskasse entwendet worden sind, in Folge dessen die Zahlung der Gehälter sammt— licher Beamten des Finanzministeriums bis zum Schluß der eingeleiteten Untersuchung suspendirt wurde. Einer der Beamten soll sich vergiftet haben.“ Egypten. Kairo, 30. Dec. Das Reu⸗ ter'sche Bureau meldet: Die egyptische Regier⸗ ung appellirte gegen die Entscheidung des Ge⸗ richtshofes erster Instanz im Prozesse der Staats⸗ schuldenkasse. Afrika. Durban. Hier eingegangenen Nachrichten von Pretoria zufolge, wird es dort amtlich in Abrede gestellt, daß bewaffnete Boeren sich von Transvaal nach Betschuanaland begeben. Allein der Umstand, daß der Com⸗ * 15 mandanut Cronje nach der Grenze gesandt wurde, um die Boeren an der Ueberschreitung der Grenze zu verhindern, beläßt wenig Zweifel darüber, daß das Gerücht begründet ist, welches auch durch Privatberichte bestätigt wird. Aus Stadt und Land. Friedberg. Wie in früheren Jahren, so auch in diesem, spielt die Dilettantenkapelle in der Neujahrs⸗ nacht um 12 Uhr mehrere passende Stücke vom Rathhause. 8. Friedberg. In letzter Nummer des Anzeigers begegnen wir einer Concertanzeige von Wallenstein, Heß ꝛe. Frledberg scheint in die Reihe der Großstädte eintreten zu wollen, man braucht nicht mehr nach Frankfurt zu fahren, wenn man ausgezeichnete Künstler hören will. Vor kurzem erst hatten wir den Genuß, Dengremont zu hören, und nun zeigen Wallenstein, Heß, Fräulein Kugelmann ein Concert an. Der Besuch des Dengremont'schen Concerts, das an dem denkbar un⸗ günstigsten Tage abgehalten wurde und der trotzdem ein guter zu nennen war, beweist, daß man unserem Publikum nur Gutes zu bieten braucht, um es zur regen Theilnahme zu veranlassen. Ueber Wallenstein's Spiel etwas zu sagen, hieße Eulen nach Athen tragen, seine Leistungen sind überall anerkannt und seln Spiel hier bekannt. Concertmeister Willy Heß zählt zu den be— deutendsten Geigern der Gegenwart. Eine unfehlbare Technik verbindet sich mit einem äußerst sympathischen Ton; der Künstler erringt überall einen sensationellen Erfolg. Wir freuen uns durch die belden ausgezeichneten Künstler die Kreuzer-Sonate von Beethoven und das herrliche Schubert'sche Duo zur Ausführung gebracht zu hören. In Fräulein Kugelmann lernen wir eine der jüngsten Aqussittonen des Frankfurter Opernhauses kennen. Zwar ist das Organ der Künstlerin nicht über⸗ mäßig groß, aber höchst sympathisch und in der besten Schule herangebildet. Frl. Kugelmann's Specialttät sind ihre Liedervorträge, von denen sich eine ganze Anzahl auf dem Programm verzeichnet findet. Und so hoffen wir denn, daß das Publikum sich so zahlreich wie möglich einfinden wird, denn nur durch starke Theilnahme des Publikums finden sich Künstler dann auch wieder veran⸗ laßt, hierher zu kommen. e. Nieder Wöllstadt. Wie frech die Stromer ge⸗ worden, geht aus folgendem Vorfall hervor. In einem Gasthause in der Räbe des Bahnhofes dahier wurde am ersten Feiertage ein Braten von 8 Pfund für das Mittag⸗ essen angerichtet, als die Hausfrau in die Wirthsstube gerufen wurde. In diesem Augenblicke kamen zwei Stromer in die Küche, um sich einen Teller Suppe oder sonst etwas zu erbetteln. Den Braten sehen, denselben anneetiren, in ein daliegendes Papier einwickeln und in den gerade abgehenden Zug einsteigen, war das Werk einer Minute. Etsenbahnbedienstete sahen wohl, daß die Kerle etwas Fettes eingewickelt hatten und sich sehr eilten, hatten aber weiter kein Arg dabet. Zu spät erst stellte sich der Schaden heraus. Zu verwundern ist nur, daß nicht der Telegraph benutzt wurde, um die Bratenräuber auf der nächsten Station abzufangen. W. Nieder⸗Mörlen. Der hiesige Gesangverein hat seinem tüchtigen Dirigenten Lehrer Kohl dahter in Anbetracht seiner uneigennützigen Bemühungen besonders für die Hebung des Kirchengesanges ein sehr werthvolles Weihnachts geschenk bestehend in einem Regulateur über reicht. Möge diese tüchtige allgemein beltebte Lehrkraft unserer Gemeinde noch lange erhalten bleiben. Allerlei. Straßburg, 30. Dez. Heute früh um 3½ Uhr fuhr der von Luxemburg kommende Schnellzug auf den innerhalb der Station Schiltigheim haltenden Güterzug. Die Locomotive des Schnellzuges wurde beschädigt und wurden mehrere Kohlenwagen zertrümmert. Personen sind nicht verletzt worden. Wien. Die in der Defraudationsaffaire der Es⸗ comptegesellschaft verhafteten Kuffler und Amschler wur⸗ den von der Polizei beim Landesgerichte eingeliefert. Klagenfurt, 29. Dez. In Tarvis und Umgegend fanden Samstag in der Nacht heftige Erderschütterungen statt, insbesondere wurden drei Stöße von großer Stärke wahrgenommen. Die Mauern der Häuser zeigen vielfach Sprünge und Risse. London, 30. Dez. In den Dorothea-Steinbrüchen in der Nähe von Carnavon hat heute in Folge einge⸗ tretenen Thauwetters ein großer Felsenrutsch stattgefunden. Sieben Mann liegen unter den Steinmassen begraben und keine Hoffnung auf Rettung ist für sie vorhanden, da die Fortschaffung der Steintrümmer mehrere Wochen dauern wird. Madrid, 29. Dez. Das Erdbeben zerstörte den größten Theil der Stadt Alhama. Die Vorderseite der Kathedrale von Granada hat sich etwas gesenkt. Die Kathedrale in Sevilla und der Giralda sind beschädigt. Von den Einwohnern der Ortschaft Albunuelos(Provinz Granada) sind viele umgekommen.— 30. Dez. Montag früh fanden in Torrox(Provinz Malaga) neue sehr heftige Erderschütterungen statt. Viele Häuser erhlelten Risse. Die Matrie wurde besonders stark beschädigt. Im Dorfe Trigliane sind viese Häuser eingestürzt. Die Einwohner fliehen auf das freie Feld. Eingesandt. Zu den geplagtesten Leuten gehören unstreitig die Briefträger und Postboten, welche, mag die Witterung noch so ungünstig sein, das ganze Jahr hindurch mit größter Pflschttreue ihrem anstrengenden Berufe obliegen muͤssen. Deshalb wird gewiß Jedermann, namentlich 9 — S 8 774⸗10 4 — EE 6 p fue err * Diejenigen, welche bäufiger Briefe erhalten, den Boten Stephans gerne zu Neujahr elne Gratlfication zuwenden, wenn denselben auch von ihrer Behoͤrde verboten ist, zu gratultren. Es ist diese Extravergütung den vielgeplagten und nicht besonders honorirten Leuten von Herzen zu goͤnnen und sind dieselben öfters auch dieser außer⸗ gewöhnlichen Einnahme recht dringend bedürftig. Verloosung. Aproc. vorm. Nassaulsches Staats⸗Anlehen von 1862. Ziehung am 10. December 1884. A. Ruͤck⸗ zahlbar am 1. April 1885. Lit N. Nr. 23 29 33 39 43 189 209 289 428 570 679 918 928 1097 1120 1127 1670 1689 3107 3187 3197 3612 3756 3766 4214 4464 4474 4484 4547 5031 5041 5483 5487 5549 5815 5825 5835& 100 fl. Lit. O. Nr. 208 256 385 409 565 633 765 1225 1297 1355 1428 1615 1739 1783 1793& 200 fl. Lit. P. Nr. 140 223 467 477 481 492 505 518 562 868 1156 1221 1225 1412 1422 1531 1857 1875 1877 1887 1965 1999 2182 2206 2331 2467 2543 2772 2898 2990 3050 3399 3471 3584 3914 4203 5055 5560 5655 6052 6063 6615 6616 6785 6830 7020 706! 7355 7651 à 500 fl. Lil. Q. Nr. 181 204 348 358 549 698 708 1005 1242 1262 1419 1429 1517 1814 à 1000 fl. B. Rückzahlbar am 1. Oktober 1885. Lit. N. Nr. 49 555 574 669 848 858 871 1034 1099 1109 1298 1650 1660 1879 2220 2298 2336 2343 2417 2456 2466 3064 3350 3500 3790 4077 4340 4396 4478 4519 4811 4870 4991 5288 5473 5852 5892 à 100 fl. Lit. O. Nr. 261 300 629 687 784 970 1002 1005 1015 1161 1239 1440 à 200 fl. Lit. P. Nr. 75 169 273 344 435 664 674 698 722 732 742 814 913 1021 1041 1281 1585 1957 1996 2057 2157 2321 2429 2971 3240 3243 3253 3273 3293 3310 3578 3598 3608 3618 3624 3648 4016 4118 4252 4802 5189 5216 5227 5399 5404 5975 6151 7068 7378 7623 7831 7855& 500 fl. Lit. Q. Nr. 97 107 127 355 684 814 938 1065 1075 1229 1289 1743 1889 1899 à 1000 fl. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Dez. Fruchtber. Walzen M. 16.25. Korn M. 16.00, Gerste M. 15— 16, Hafer M. 12.00, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 30. Dez. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75— 1.00, Eler 1 Stück 8 Pf. Buß bach, 7. Dez. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.05, Kaͤse per Pfd. 46—47 Pf. Cier 1 Stück 8 Pf. Gießen, 30. Dez. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.95— 1.03, Eier 1 Stück 8—0 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 9.50 bis M. 0.60, Hühner per Stück M. 0 85— 1.20, Hahnen per Stück M. 1.00— 1.50, Enten per Stück M. 1.40— 1.80, Gänse per Pfd. 48—62 Pf., Welsche M. 9.50— 12.00, M. 20— 26, Nr. 3 M. 23— 24, Nr. 4 M Nr. 5 M. 14½— 15, Milchbrod- und Brodmehl im Ver- mehl 00 M. 23½½— 24½, Suppengries je nach Qual. M.—.—, Roggenmehl Nr. 0(berliner Marke) M. 24 25½, do. 0/ do. M. 22— 23 ½, do. 1 do. M. 20—21, do. 2 do. M. 17, Weizen ab unserer Um⸗ gegend M. 16½— 16¼, do. fret ab Babnhof hier M. 17, do., fremder je nach Qual. M. 16-17 ½. Roggen hies. M. 153/16, do. französischer M. 16½½, do Königsberger M. 15½, do. Petersburger. M. 00 00—, do. Galatz, Nieolajeff und Odessa M. 14.80. Gerste, Brauerwaate M. 16—19, do. zu Mablzwecken M. 13. Hafer je nach Qual. M. 13¼— 14½. Raps M. 26½— 27 ½. Mals, buntes(mixed) M 13. Roggenkleie M. 5 5½½. Weizenkleie M. 4—. Rüböl im Detall M. 59. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht — 100 Kilo. Frankfurt, 29 Dez. Viehmarkt. Es waren zu gefahren: 253 Ochsen, 236 Kühe und Riader, 9 Bullen, 294 Kälber, 131 Haͤmmel und 92 Schweine. Der sehr geringe Stand war nach kurzem Handel vollständig ge räumt. Preise für Ochsen 1. Qual. per Ctr. Schlacht⸗ gewicht M. 70- 72, 2. Qual. M. 64— 566, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 61—62, 2. Qual. M. 50, Bullen M. 48—52, Kälber per Pfd. 1. Qual. 65— 70 Pf., 2. Qual. 40— 45 Pf., Schweine, Prima Hannoveraner 52—56 Pf., aus biesiger Gegend 48 P. 3 Zutrieb in der letztverflossenen Woche 743 Stück Horn⸗ vieh, 894 Kälber, 157 Stück Schasvieh und 797 Schweine. Bekanntmachung. In den Orten Harheim, Oppershofen, Kloppenheim, Nieder Erlenbach und Nieder Rosbach treten mit dem 1. Januar 1885 Posthülfstellen in Wirksamkeit. Die Verwaltung derselben ist übertragen worden: in Harheim dem Herrn Bürgermeister Guth, in Oppershofen dem Herrn Bürgermeister Schmidt, in Kloppenheim dem Herrn Beigeordneten Scheurich, in Nieder-Erlenbach dem Herrn Beigeordneten Maiß, in Nieder Rosbach dem Herrn Beigeordneten Bullmann. Darmstadt, den 24. Dezember 1881. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Hagemann. Viterarisches. Verloosungsliste über alle bis Dezember ge. zogenen Serlenloose nebst Verloosungs Kalender für's neue Jahr. Diese heuer in ihrem 19. Jabrgang er- schlenene Liste ist in der That für jeden Loosbesitzer die lohnendste Geldausgabe, wenn man bedenkt, wie viel Tausende von gezogenen Loosen(sogar mit Hauptterffern von 100,00, 80,000, 70,000, 60,000, 50,000 ꝛc.) noch unerhoben sind und der Verjährung anheimfallen. Gegen Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 5460 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60— 68 Pf., Kalbfleisch 50—00 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 3.50, Zwiebeln per Ctr. M. 4, Weißkraut per Stück 4— 7 Pf. Frankfurt, 29. Dezember. Fruchtmarkt. Mehl erzäbluug von M. Boyen 50 Pf. Briefmarken wird Jedem die Liste franco ein gesandt vom Herausgeber A. Dann in Stuttgart. Daheim Nr. 12 entbält: Weihnachten. Gedicht von P. Kämpfe.— Dr. Hollmann. Eine Weihnachts- Winterliches Geböft von band M. 48— 50, norddeutsches und westfällsches Weizen- Stöcker in seinen Reden. Nr. 0 M. 32½—33½, Nr. 1 M. 26-27, Nr. 219. Schön.— Deutsche Weihnacht in Argentinlen.— 17, Große und kleine Weihnachtskünstler. Von E. Frommel. Mit Bild. Von den Wachtfeuern des Mahdi V. Von Th. H. Pantenius.— Am Familientisch: Die Einweihung der Kirche für Epileptische in Bielefeld.— Ein Spandauer Weihnachts⸗ spiel. Seidels Idyllen und Scherze. Mit Bildern. Gesundheitsrath. Briefkasten. In unserer Spielecke. Mit einer illustr. Beilage. Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die zur Aufnahme neuer Ladung von 5, 10, 20, 50 Pf. Stücken auf's Beste aus gerüsteten Sammelboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger werden besonders zum Sylvester und Neujahrstage der Berücksichtigung aller fröhlichen Geber auf's Wärmste empfohlen. Sammelboot⸗Stationen sind im Casino, bei Herren Gärtner, Henn& Jamin, Rudelius, Scheibel, G. Steinhäußer, G. Ulrich, Hötel Trapp und dem Locale des Vorschuß Vereins. Der Vertreter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Carl! A. Bekanntmachung. Bel der am 24. Dez. d. J. stattgefundenen öffent⸗ lichen Verloosung eines Marmor-Mosaik⸗Tischchens ist der Gewinn auf Nr. 25 gefallen. Gr. Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. Neufahrsgratulation⸗Entbindungskarten haben gekauft: Director der Blindenanstalt Schäfer; Seminarlehter Schmidt; Kaufmann E. Schneider; Hof⸗ maler Georg Hierontmus. Geld Cours. Frankfurt, am 30. Dezember 1884. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke 16. 19 16. 16 do. in ½. 16. 14 16. 13 Englische Sovereings 20. 37 20. 32 Nassische Impertales. 16. 73 16. 68 Ducaten 8 9. 70 9. 65 „dae ane 9 9. 63 9. 58 Dollars in Gold 4.0„ Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Ebvangelische Gemeinde. Neujahr. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags ½ Uhr: Herr Candidat Stock. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katholische Gemeinde. Donnerstag ¾7 Uhr: Austheilung der hl. Communton 10 Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt. 2 Ubr: Andacht. Bekanntmachung. Infolge Statutenänderung besteht der Vorstand des Vorschuß⸗ und Creditvereins zu Friedberg(eingetragene Genossenschaft) in Zukunft aus 3 Witzliedern, nämlich: 1. dem Herrn Fritz Hecht, 3„ Erasmus Ermus, 8 aan r Der frühere Ersatzbeamte, Herr Ludwig Weis, ist aus dem Vorstande geschteden. Zur gültigen Zeichnung ist die Unterschrift von 2 Vorstandsmitgliedern erforderlich. Frledberg am 1. Januar 1885. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. 15 Weber. In der Privatklagesache des Ferdinand Schmidt von Ilbenstadt, Privatklägers, gegen den Johannes Zimmermann III. von Ilbenstadt, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen⸗ gericht zu Frledberg am 9. Dezember 1884 für Recht erkannt: Der Angeklagte Jobannes Zimmermann III. von Ilbenstadt, geboren 8. Januar 1816, katholisch, Wittwer, Maurergeselle, wird wegen Beleldigung in eine Geldstrafe von 20 Mark, eventuell in eine Gefängulß— strafe von 4 Tagen, sowie in die Kosten des Verfahrens und in die dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen verurthellt. Zugleich wird dem Beleldigten die Befugniß zugesprochen, den Urthellstenor innerhalb 14 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, einmal im Oberhess. Anzeiger auf Kosten des Angeklagten zu ver— offentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkelt des Urthells beschelnigt. Frlebberg den 23. Dezember 1884. Weber, Gerichtsschrelber des Großherzoglichen Amtsgerichts. 7 Neue Ital. Haselnüsse empflehlt W. Bernbeck. 13 Lieferung eines Mantels. Die Lieferung eines Mantels soll auf dem Submissions wege oͤffentlich vergeben werden. Angebote und Stoffmuster sind bis zum 5. k. Mts., Vormittags 10 Uhr, bet der unterzeichneten Bürger meisterei, wo auch die näheren Bedingungen zu erfahren sind, einzureichen. Friedberg den 30. Dezember 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Stein häußer. 7* v1 Holzversteigerung. Die am 22. l. Mts. im hiesigen Gemeindewald abge haltene Holzversteigerung ist nicht genehmigt worden und kommt deßhalb nachverzeichnetes Gehölz Montag den 5. Januar 1885, Vormittags 9 Uhr anfangend, noch mals zur Verstelgerung: 1450 Wellen Birken Reisig(Besenreiser), 90334„ Weichholz Reisig, 575„ Dornen 5 1550 Gebund Pfriemen. Die Zusammenkunft ist im Schlag, in der Nähe der 7 Wege. Gegen Büͤrgschaft Zahlungsfrist bis Ende Jult 1886. Ober Mörlen den 30. Dezember 1884. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen. 4 Jeckel. Bekanntmachung. Freitag den 2. Januar 1885, Nachmittags 2 Uhr, sollen folgende Gegenstände meistbletend gegen Baar— zahlung ver dem Rathhause daher zwangsweise ver steigert werden: 1 Pferd, 2 Kaͤhe. Frtedberg den 19. Dezember 1884. Fey, Gerichtsvollzteher. Ein Dienstmädchen Holzversteigerung. Montag den 5. Januar 1885 wird im Ober⸗Ros bacher Gemeindewald, Distrikt Katzenstirn und Salzberg, fol⸗ gendes Holz öffentlich meistbietend versteigert: 23 Raummeter Eichen Scheitholz, 16 0 Kiefern-„ 2 N Kastanien⸗„ 14 8 Eichen⸗Knüppelholz, 32 5 Kiefern 4 10* Kiefern⸗Stockholz, 300 Wellen Buchen Reiserholz, 5800 1 Eichen 3 1000 Nadel- 4 6 Kubikmeter Eichen Hauspähne, Eichenstämme von 3— 18 Meter Länge und 18 bis 34 Centimeter Durchmesser, 38 Festmeter enthaltend, Nadelstämme von 1,75 Festmeter Inhalt, Nadel Derbstangen von 1 Festmeter Inhalt. Zusammenkunft ist Vormittags 9½ Uhr auf der Sang, an der steinernen Brücke. Ober Rosbach am 30. Dezember 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Rosbach. Blecher. Ankauf eines Faselochsen. Die Gemeinde Dorn Assenheim beabsichtigt einen zur Zucht tauglichen, etwa 1—1½ Jahr alten Faselochsen, Berner Race, anzukaufen. Besitzer solcher Thiere wollen sich an unterzeichnete Buͤrgermeisterxet wenden. Dorn Assenheim den 30. Dezember 1884. Großherzogliche Bürgermelsteret Dorn-Assenhelm. 32 Rack. Neue Linsen und geschälte Vietoria⸗Erbsen in bestkochender Waare bei Georg Groß. Neue Orangen 11 11 Die 2 2 auf Petritag gesucht. 36 M. Scheibel. 14 bei Wilhelm Fertsch. n Bei Verladungen auf hiesiger Station empfehle meine bequem gelegene, sehr exact wiegende und nach dem neuesten System construirte Fuhrwerks Brückenwaage. Bei der vorzüglichen Einrichtung meiner Waage, kann jeder Interessent das Waagresultat von der Scala der Waage selbst ablesen und sind deßhalb Irrthümer vollständig ausgeschlossen. Im benöthigten Falle steht unentgeltliche Vorspann bis zur Hohe der Umladeplätze, sowie kostenfreie Benutzung meiner geräumigen und gesunden Stallungen zur Disposition. G. H. Freundlieb, „Zur Stadt Hanau“. N . e 3 Annonce. Ein zuverlässiger und durchaus erfahrener Maschinist, welcher sämmtlich ev. vorkommende Reparaturen zu machen im Stande ist, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Schwalheimer Brunnen bei Friedberg(Hessen). 8 M. Schimmelb usch. „ Braunkohlen Verkauf *— Braunkohlen Verkauf. Für die gegen Bürgschaft auf Credit von dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung bei Melbach vom 1. Januar 1885 bis Ende März bezogenen Braunkohlen wird Frist zur Zahlung bis Ende Juni 1885 gegeben. Die Preise der Kohlen sind für 100 gewöhnliche Klötze 3 Mark und für 100 Stück Preßklötze 1 Mark. 2 f Die im 4. Quartal 1884 eingelegten Bürgscheine haben fur das 1. Quartal 1885 Gültigkeit. Bad⸗Nauheim am 30. Dezember 1884. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. 9 r* 2 Vaseline-Cold-Cream-Seife gegen rauhe und spröde Haut. Vorräthig à Packet (3 Stück) 50 Pf. bei Apotheker Lübhn. 25 Chocoluden ꝙ Cacao s aus den Fabriken der Compagnie frangaise in Straß⸗ burg und h. Suchard in Neuchatel, sowie alle Sorten Thee's und Vanille in den feinsten Qualitäten empfiehlt Georg Groß. Ilandkoffer empfehle billigst. Carl Damm, Usagasse- Hosapolheßte zum Engel. Vanille- und Orange-Punsch-Essenzen, Mandarinen-Arac und Rum de Gose, Cognac, sine Champagne 1 F 2 E 85 Preisen.. Görg. Aufforderung. Mit dem Elnkassieren meiner Ausstände in den Orten meiner früheren Praxis habe ich Herrn Lehrer Hüfner in Rodheim v. d. H. beauftragt und ersuche hiermit die betreffenden Schuldner, ihre restirenden Rechnungsbeträge binnen 6 Wochen an denselben berichtigen zu wollen. Rödelheim am 29. Dezember 1884. Di. H. Momberger. 6 Die Wohnung im 2. Stock 5 bei mir zu vermiethen. e Limburger Käse, Bayer. Rahmkäse, Emmenthaler Kase, Hohenburger Rahmkäse, Grüner Kräuterkäse in den feinsten Qualitäten bei 23 Georg Groß. Ungar-Meine, selbstgekelterte, garantirt rein, Erlauer M. 1, per Flasche mit Glas, Carlowitzer„ 1.35„ 5 5 5 Ungar. Burgunder, besonders für Magenleidende zu empfehlen, M. 1.35, Nuster Aus bruch(Frühstücks⸗ u. Gesundheitswein) M. 1.65, Medieinal⸗Tokayer ½1 Original⸗Flasche M. 1.65, „ 3 8 90 Pf. Ungarische Weingroßhandlung von J. Leuchtmann, Wien⸗Nußdorf und Frankfurt a. M. Niederlage in Friedberg bei Ph. Dan. Küm mich. Feinste Punsch-Essenzen, Arac, Rum, Cognac, Kirschwasser u. Ss. W. 46 empfiehlt WM. Berubeck. Aecht chinesisch, Thee, in feinster Qualität empfiehlt P. Theis, 45 vormals G. Haustädt. Die rühmlichst bekannten Fleischmann'schen Punsch-Hssenzen empfehle als vorzügliche Fabrikate zur gefälli Abnahme. 6 zur gefälligen Zuntz⸗Kaffee stets frisch zu haben. 18 5 Kaufmann Stern. Orangen und Citronen 38 empfiehlt W. 8 idee UAE Nies lEn i Unparteiische zeitung e ne e Silligste Berliner Zeilung n auch Montags.— Ausführliche politische Mit- t n, objectiv, mit Wiedergabe interessanter Meinungsausscrungen aus der Presse aller Parteien.— Nachrichten über Theater, Musik, Kunst, Wissen- schaft; Gerichtshalle; locale Nachrichten. Spannende Romane. Sorgfältige Börsen- und Han- delsnachrichten— Vollständiges Berliner Cours- blatt.— Lotterielisten.— Amtliche Nachrichten. 6(Gratis-) Beilagen: I. Neueste Berliner Fliegende Blätter(illustrirt). 2. Unterhaltungsblatt. 3. Die Hausfrau.. Zeitung für Landwirthschaft und Gartenbau. 5. Neueste Moden(illustrirt und 4 Schnittmuster). 6. Verloosungsblatt.(betr. Obliga- 97 tionen. Prioritäten und Anlehensloose) N N NN 4 eee Frische Schellsische, „ Bralbückinge Slich auch Nontags 2 r— Fa J. Baumeister. Arbeitsschuße 1 zum Fabrikpreise. Strafanstalt⸗ Schuh ⸗ Magazin, 13 bet findet dauernde Beschäftigung bei H. skröll, Sattlermeister, Damen Cafins statt. Wilhelm Fertsch. 1 Sattler⸗ u. Tapeziergehülfe Friedberger Casino. Am 1. Januar 1885, Abends 8 Uhr, findet Der Vorstand. PDilettanten-Verein. Donnerstag den 1. Januar 1885: Abend-Unterhallung. im Saale des Hötel Trapp. ö Der Vorstan d. Anfang 8 Uhr. 15 en Turnverein. — 2 4 4. A. am 8. Hornung- Der Vorstand. 5 Erweiterte Handwerkerschule, unterstützt durch Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein, ausgestattet mit reichlichen Unter⸗ richtsmitteln verbunden mit einem offenen Zeichensaal. Unterricht im Freihand⸗ und Ornamentzeschnen, kunst⸗ gewerbl. Zeichnen, Linearzeichnen, darstell. Geometrie, Schattenlehre, Bauconstrukttonslehre, Fachzeichnen für sümmtliche Gewerbe, Geometrie, gewerbl. Rechen⸗Unter⸗ richt ze. Das Unterrichtsgeld beträgt nur 50 Pf. pro Monat. Nähere Auskunft durch den Vorstand des Lokal⸗ gewerbvereins. 20 5. Einladung. Alle Mitglieder der Ludwig⸗ und Alicenstiftung der Agentur Friedberg werden gebeten, sich den 3. Januar, Nachmittags 2 Uhr, bei Gastwirth Ulrich einzufinden. Tages ordnung: 1) Wahl eines neuen Agenten. 2) Er⸗ hebung des Beitrags pro 1885 und Eintragung der⸗ selben in die mitzubringende Urkunde. Maul. 17 General versammlung Dienstag den 6. Januar 1885, Nachmittags 1¼½ Uhr, im Gasthause zum„Solmser Hof“ in Hungen. Tagesordnung: Rechnungsablage, l Berathung uͤber Vereins angelegenheiten. Lich, 30. Dezember 1884. Dir Direetor 31 Gros. Min werthen Kunden zur Nachricht, daß ich vom 1. Januar an auf der Kaiserstraße Nr. 121 einen Laden eröffne und halte ich mich in Bouquets, Kränzen, Makart⸗Bouquets, Blatt- und blühenden Pflanzen, Rosen, Maiblumen und Veilchen bestens empfohlen. 26 Block Cho J. Jordan. olade, per Pfund M. 1., lose gewogene Chotolade, garantirt rein von Cacao und Zucker, per Pfund M. 1.20, sowie kleine Tafel⸗Chocolade in allen Preislagen empfiehlt 44 5 2 Fr. Hilbrecht Wittwe. Hemden, i e,. Frlebnig Frische Vollhaͤringe, per Stück 6 Pf., 19 Marinirte 10 Pf. zu haben. Raufmann Stern. Ein sunger und sehr gewandter Naufmann, welcher Abends freie Zeit hat, wünscht Nebenbeschäftigung. Gefl. Offerten unter R. 5 an die Epd. d. Anz. 16 Ein Monatmädchen gesucht. 12 Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. Theilnehmenden Freunden und Bekannten hier⸗ mit die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigstgeliebtes Kind Heinrich in seinem 4. Lebens jahre zu sich zu nehmen. Friedberg. Die trauernden Eltern: Georg Krämer, Bertha Krämer, geb. Tag. Die Beerdigung findet Freitaz den 2. Januar, Nachmittags 3 Uhr statt. 151 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. gegenüber dem Rathhause. 2818 in Bleichenbach Druck und Verlag von Carl Bindernagel. n A N 5 923* — 5 1 S