erg. Weißen J Vaga⸗ Schwabe dramg⸗ Wiese⸗ banieng land erg. Uhr: 8) rei von gino in Elnsicht tand: rt, nder. alter ick, sprelsen. lohnen⸗ ich— tion des n erren⸗ und t. lschule. . einel, hnung lin. . ibu l. — aße vol 1 960 . 1884. Donnerstag den 31. Januar. M4. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per ein Beleg kostet 9 Pf. Post nachgenommen. Amtlicher Theil. ei n unt m a ch u n g Betreffend: Die Nachsuchung der Verechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschristen mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein— jährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: u. Geburts— zeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormunds mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fahigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen;. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen J. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz— ordnung(J. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§F. 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Erfatzordnung verwiesen. Großherzoglich Hessische Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. f Gros. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Philipp Karl Leithäuser von Ober-Florstadt wurde als Fleischbeschauer dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Johannes Wissig von Bodenrod wurde als Polizeidiener dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kammerjunker und Finanzassessor Freih. von Bellersheim wurde zum Kammerherrn und der Obereinnehmer Weil zu Lauterbach zum Rentamtmann in Alsfeld ernannt. — Von dem Abgeordneten Ellenberger ist bei der zweiten Kammer der dringliche Antrag: „Die Großh. Regierung zu ersuchen, daß sie im Interesse der allgemeinen Volkswohlfahrt bald— möglichst einen die Vorzüge der neueren Ablös— ungsgesetzgebung berücksichtigenden und die Fehler derselben vermeidenden Gesetzentwurf, die Ab— lösung der auf Waldungen haftenden Berechtig— ungen betr., an die Stände gelangen lassen möge“ gestellt worden. Berlin, 28. Jan. Der Kaiser hatte eine gute Nacht und erhob sich zur gewöhnlichen Zeit. Die Genesung schreitet regelmäßig fort. Da der Kaiser dem ersten, auf den 31. d. anberaumt Awesenen Hofballe beizuwohnen wünscht, so ist derselbe um einige Tage verschoben worden. — Der siamesische Prinz Prisdang ist hier anwesend, um im Auftrage des Königs von Siam dem Kronprinzen ein kostbares Geschenk, ein Er— zeugniß feinster siamesischer Arbeit, zu überreichen. — 28. Jan. Der Volkswirthschaftsrath nahm in seiner heutigen Schlußsitzung die Grund— zuge mit allen gegen eine Stimme an. — 29. Jau. Der elsaß-lothringische Unterstaats— Secretär v. Puttkamer begab sich heute zum Reichs— kanzler Fürsten Bismarck nach Friedrichsruhe. — 29. Jan. Im Abgeordnetenhause begann die Berathung des Cultusetats. Zu Cap. 109, Tit.[der Ausgaben haben sich 9 Redner gegen und 2 für den Titel gemeldet. Windthorst lichtet die directe Frage an den Minister, ob er noch im Laufe der Session Vorschläge wegen Revision der Maigesetze zu machen beabsichtige. Der Cultusminister erwiedert, die Stellung der Regierung gegenüber einer Revision der kirch— lichen Gesetzgebung ergebe sich aus der Note vom 5. Mai 1883 und seinen(Redners) vor— jährigen Erklärungen; zu weiteren Erklärungen glaube er im Moment nicht berechtigt zu sein. Schließlich wird Cap. 109 des Etats bewilligt. — Die in einer Zuschrift an den Hannov. Courier enthaltene Behauptung, der Standpunkt, wonach den künstlichen Wasserstraßen den Eisen— bahnen gegenüber jede Concurrenzfähigkeit ab— gesprochen werde, finde gegenwärtig auch bei den maßgebenden Persönlichkeiten des Arbeits— ministeriums die entschiedenste Vertretung, wird von der Nordd. Allg. Ztg. im Einklang mit den jüngsten Erklärungen des Arbeitsministers bei Berathung des Bauetats als unrichtig bezeichnet. Dresden, 28. Jan. Zweite Kammer. Der Autrag, die Regierung zu ersuchen, diesem Land— tag noch ein Gesetz vorzulegen, wonach böswillige und schuldbare Steuerrestanten einem Schank— und Tanzstättenverbot unterworfen werden dürfen, wurde nach heftigen Angriffen Bebel's zur Schluß— berathung verwiesen. N — 29. Jan. Im Befinden der Prinzessin Georg ist eine Besserung nicht eingetreten. Schwere Krankheitserscheinungen, besonders des Gehirns dauern fort. Die ganze vorige Nacht hat die Prinzessin schlaflos verbracht. München, 28. Jan. Landtag. Bei Er⸗ örterung der Petitionen, betreffs des Offizier— Consumvereins wurde der Antrag Ruppert's, die Petitionen der Regierung zu übergeben, an— genommen. Der Kriegsminister erklärte, daß er bereits in der Lage sei, über den Gegenstand, welcher natürlich auch die Aufmerksamkeit des Königs erregt habe, ein Gutachten abgeben zu müssen, selbiges werde nicht anders, als in früherem Sinne erfolgen; er habe sich übrigens mit dem Minister des Innern in's Einvernehmen gesetzt. Der Minister des Innern erklärte, daß rechtlich das Gesetz über die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften maßgebend sei, der Kriegsminister und er die Interessen von Gewerbe und Industrie wie immer berücksichtigen werden. — 29. Jan. In der Generaldebatte des Cultus— etats erklärt Minister v. Lutz, er habe Con— cessionen gemacht, so weit er sich für berechtigt glaubt, augenblicklich aber habe er nicht im Sinne, weitere Concessionen zu machen. Bezüglich des Altkatholicismus könne die Regierung dem Bischof Reinkens die Vornahme von Amtshandlungen weder erlauben noch verbieten. Das neue Kirchen— gesetz dürfe Angesichts des königlichen Placets in Bayern nicht vollzogen werden. Karlsruhe, 29. Jan. Der Landtag be— willigte heute 66,000 M. für besondere Vor— arbeiten zur Erhaltung des Heidelberger Schlosses. Der Finanzminister bezeichnet es als die Auf— gabe der badischen Regierung, von sich aus Vorarbeiten zu veraulassen und so eine Ent— scheidung über das künftige Schicksal des wich— tigen Baudenlmals herbeizuführen; er kann aber jetzt noch nicht mittheilen, ob die Anspruchnahme der gesammten deutschen Nation nothwendig wird. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 28. Jan. Das Abgeordnetenhaus setzte die Berathung des Sprachenautrages fort und nahm einen Antrag auf Schluß der Generaldebatte in namentlicher Abstimmung mit 174 gegen 168 Stimmen an. Zu Generalrednern bei der Specialdebatte wur— den Plener und Czartoryski gewählt.— 29. Jan. Nach mehrtägiger Debatte über den Wurm— brand'schen Antrag(Codificirung der deutschen Sprache als Staatssprache) wurden sowohl die Ausschußauträge als die beantragten vermittelnden Tagesordnungen abgelehnt, womit der Gegen— stand erledigt ist. Die Abstimmung war tumultuös. Die Minister stimmten nur gegen den Wurm— brand'schen Antrag mit. Die Linke und die Galerien zischten lärmend jedes Ministervotum nieder. Schließlich wurde die Galerie geräumt. — 28. Jan. angeblich Brüllmeyer Florisdorfer Pappendeckelfabrik beschäftigt, ist unter dem Verdachte der Mütwissenschaft des an Blöch begangenen Mordes gestern auf dem Südbahnhofe verhaftet worden. Brüllmeyer war am Thatorte gesehen worden, als der Mord ver— übt wurde. Bei der polizeilichen Vernehmung stellte sich, wie verlautet, jedoch alsbald die Schuldlosigkeit desselben heraus. — 29. Jan. Ein heute Abend abgehaltener Ministerrath unter dem Vorsitz des Kaisers hat die unverzügliche Verhängung des Ausnahme- zustandes über Wien beschlossen. Pest, 29. Jan. Die liberale Partei des Reichstags beschloß, das Mischehengesetz von der Tagesordnung durch Protokollbeschluß abzusetzen und die Regierung aufzufordern, eine die Ehefrage regelnde Vorlage einzubringen.— Bezüglich sei— ner Wiener Reise theilte Tisza mit, daß er nebst der kroatischen Angelegenheit über das Mischehe— gesetz und die Lage dem Monarchen berichtete und von demselben ermächtigt wurde, zu erklären, daß das Cabinet sein vollstes Vertrauen besitze. Schweiz. Bern, 29. Jan. Die gestern im Canton Aargau stattgehabten Wahlen zum Verfassungsrath sind in der Mehrheit conser— vativ ausgefallen. Dänemark. Kopenhagen. Der König wird an den im Frühjahre am großherzoglich badischen Hofe stattfindenden Familienfesten Theil nehmen und dann in Wiesbaden wieder die Kur ge— brauchen, zu welchem Ende die Wohnung dort bereits gemiethet ist. Frankreich. Paris, 28. Jan. In der Kammer erklärte Ferry, er erkenne die Schwere der in Paris herrschenden Krisis an. Zu den Ursachen der Pariser Krisis gehöre die über— triebene Lohnsteigerung, welche der Concurrenz des Auslandes Thür und Thor öffne. Frank— reich könne seine Grenzen nicht abschließen, es exportire an fabricirten Artikeln für 1200 Million mehr, als es importire; es sei unmöglich, die ausländischen Arbeiter auszuschließen, weil auch französische Arbeiter im Auslande sind.— 29. Jan. Die Kammer genehmigte das außer— ordentliche Budget mit den Modfficationen des Senates, ausgenommen den vom Senate wieder— hergestellten Credit von drei Million Fraucs für die Fortsetzung der Bahnarbeiten am oberen Senegal, welcher in einer Sondervorlage neu beantragt werden soll.— Der Senat nahm ein— stimmig das außerordentliche Budget definitiv au und glaubt, die Emission der neuen Anleihe vor dem 10. Februar bewerkstelligen zu können. Spanien. Madrid, 29. Jan. Das Mi— nisterium beschloß, alle Bankets anläßlich des Jahrestags der Einführung der republikanischen Verfassung zu verbieten. Montenegro. Cettinje. Die Bewohner der Bezirke von Gusinje und Plava sind ent— schieden gegen die Grenzregulirung und gegen ihre Abtretung an Montenegro. Zehn türkische Bataillone sind von Kossovo nach Berane ab— marschirt. Die von verschiedenen Blättern ge— brachte Nachricht, die montenegrinische Regier— ung treffe militärische Vorkehrungen an der Grenze gegen Albanien, ist anderem Vernehmen nach unbegründet. Rußland. Petersburg. Jun Charkow hob die Polizei am 23. d. ein ganzes Nest von So— cialisten auf, verhaftete die meisten derselben und beschlagnahmte mehrere wichtige Schriftstücke. Egypten. Kairo, 28. Jan. General Gordon und der neue Sultan von Darfur traten am Samstag Abend die Reise nach Khartum an. Gordon wurden 100,000 Lstrl. zur Verfügung gestellt, wovon er alsbald 40,000 Estrl. baar ausgezahlt erhielt. Khartum, 25. Jan. Ein Versuch, durch von hier ausgesandte Dampfer die Pontonbrücke über den blauen Nil zu zerstören, ist wegen des seich— ten Wasserstandes mißlungen. Die Rebellen griffen die Dampfer an, wurden aber nach hef— tigem Kampfe mit starkem Verlust zurückgeschla— gen. Der Gouverneur von Dongola meldete Ein socialistischer Agitator, aus Berber, daß gestern vier Abgeordnete des heißend, zuletzt in der mächtigen Bischarinstammes in Berber erschienen seien und ihre Unterwerfung angeboten, sowie die Erlaubniß erbeten hätten, behufs Einkäufen Berber betreten zu dürfen. Dieselben hätten sich verpflichtet, den Karavanen und Händlern in ihrem gesammten Gebiete freien Verkehr zu ge— statten. Der Gouverneur fügt hinzu, die Unter— werfung der Bischarius habe den Muth der Bevölkerung gehoben; er hoffe, daß andere Stämme dem Beispiele folgen wurden. Aus Stadt und Land. w. Bad-Nauheim. Mit Freuden wurde der von dem Landtagsabgeordneten v. Rabenau in der 2. Kammer eingebrachte Antrag auf Errichtung einer Landeseredit— kasse mit Amortisalion nach Art des in Kurhessen be— stehenden Instituts von der hiesigen Einwohnerschaft auf— genommen. Wie segensreich dieses Institut in dem früheren Kurhessen wirkte und wie sehr dasselbe bei dem Uebergang der hiesigen Stadt an das Großherzogthum Hessen im Jahre 1866 vermißt wurde, davon weiß Nau— heim aus eigener Erfahrung zu reden. Der neue Stadt theil, die sog. Kurstadt, und auch viele Häuser der Alt⸗ stadt haben ihre Entstehung diesem volkswirthschaftlichen Institute zu verdanken. Die meisten noch zur kurhessischen Zeit hergestellten Gebäude, welche mitunter von ganz unbemittelten Leuten mit Hülfe der Landes-Creditkasse gebaut wurden, werden in Folge der günstigen Gelegen— heit, mit der jährlichen Entrichtung von 6% des auf— genommenen Kapitals auch einen Theil der Schuld mit den Zinsen abzutragen, in wenigen Jahren schuldenfrei dastehen und die Besitzer derselben werden alsdann die Genugthuung haben, als Resultat ihres Fleißes und ihrer Sparsamkeit, wozu sie gleichsam durch dieses Insti— tut gezwungen waren, sich ohne bedeutende pecuniäre Anstrengung ein Vermögen erworben zu haben. Hierzu ist noch zu bemerken, daß, um der Sparsamkeit keine Grenzen zu ziehen, auch Stückzahlungen des Kapitals angenommen wurden. Der Zinsfuß betrug im Jahr 1858 4½% und der Kapitalabtrag 1%, im Jahr 1871 stieg der Zinsfuß auf 50%, der Kapitalabtrag blieb dagegen auf gleicher Höhe stehen und eben beträgt der Zinsfuß 4½0/ und der Kapitalabtrag 1½%. In seiner letzten Sitzung beschloß der hiesige Gemeinderath, den Abge⸗ ordneten des Bezirks, Gutsbesitzer Weith in Nieder— Wöllstadt zu ersuchen, diesem außerordentlich wichtigen Antrag nicht nur im Interesse der hiesigen localen Ver— hältnisse, sondern auch, weil derselbe für das ganze Land von weitgehender Bedeutung ist, bet den landstän— dischen Verhandlungen die größte Unterstützung ange— deihen zu lassen. Allerlei. Göttingen, 28. Januar. Der bekannte Professor Dr. Klinkerfues erschoß sich heute auf der hiesigen Sternwarte. Berlin, 28. Januar. Die Bestattung der Leiche Lasker's fand heute statt. Die festlich erleuchtete und würdevoll geschmückte Synagoge war vollständig gefüllt. Nach Chorgesang und Orgelbegleitung hielt Oberrabbiner Frankl die Trauerrede. Derselbe entwarf ein Lebensbild Lasker's und dankte den Bürgern der Vereinigten Staaten für die gastliche Aufnahme der Vertreter des deutschen Volkes. Nach abermaligem Gesange widmete Dr. Fried— rich Kapp dem Verstorbenen einen längeren Nachruf Namens seiner Partei, und legte einen Kranz am Sarge nieder. Sodann bewegte sich der Zug nach dem Fried— hofe, wo unter wiederholten Ansprachen der Sarg in die Gruft versenkt wurde. Brüssel. Das Echo du Parlament meldet, daß das belgische Nationalinstitut für Geographie eine Ent— deckungsexpedition nach Centralafrika aus sendet, welche unter der Leitung des Dr. Joseph Chavanne aus Wien steht und den Auftrag hat, eine Karte vom Kongogebiet aufzunehmen. Wien, 28. Jan. Der Arbeiter Schaffek ermordete seinen sechsjährigen Sohn und meldete sich dann bei der Polizei mit dem Geständniß, daß er aus Noth die That vollbrachte. Wien. Der Wiener Männer-Gesangverein beschloß, die Einladung zu einer Sommerfahrt nach Frankfurt anzunehmen. Christiania, 29. Jan. Eine in Laurvig gestern Nacht ausgebrochene Feuersbrunst ist erst gestern Nach— mittag gelöscht worden, 62 Häuser sind niedergebrannt. London, 28. Jan. Aus allen Landestheilen kommen Nachrichten über die großen Verwüstungen des beispiellos heftigen Orkanes am letzten Samstag. Von den Kuͤsten wird eine große Anzahl Schiffbrüche gemeldet. London, 28. Jan. In der Kohlengrube„Peny— craig“ bei Rhonda(Wales) fand gestern eine Explosion statt, wodurch 11 Bergarbeiter getödtet wurden; ferner erstickten bei den vorgenommenen Rettungsarbeiten drei weitere Personen. Gerichtssaal. Butzbach. Nächsten Freitag den 1. Febr. d. I,, Vormittags 9 Uhr, findet an hiesigem Amtsgerichte eine außerordentliche Schöffengerichts-Sitzung und zwar in Strafsachen gegen Ludw Suppes und Heinrich Jung, Nachtwächter, beide von Kirch Göns, wegen Beleidigung des Polizeidieners Zörb daselbst, und gegen Karl Burk— hardt aus Kassel, wegen Landstreicherei und unerlaubter Rückkehr in das Großherzogthum Hessen, statt. Verein zur Uuterstützung armer Kinder Friedbergs. Vor beinahe zwei Jahren wurden von dem unter⸗ zeichneten Comité 66 Sammelkasten in 34 hiesigen öffent⸗ lichen Lokalen aufgestellt, um von dem Erlöse des In⸗ halts derselben zu geeigneter Zeit hiesige arme Kinder zu kleiden. Es wurden bis heute vereinnahmt:“) 1. an baarem Gelde in den Kistchen 281,06 M. 2. an Geschenken und Sammlungen in Privatgesellschaften 21,90 M. 3. an Zinsen aus den Jahren 1882 u. 1883 6,91 M. 4. aus einer Versteigerung alter Münzen 4,45 M. 5. Erlös für verkaufte Abschnitte 30,52 M. in Summa 344,84 M. Die fünfte Summe ist eine verhältnißmäßig geringe, aber einerseits sind die zuletzt eingegangenen Abschnitte noch nicht verwerthet, andererseits ist auch ein großer Theil der eingegangenen, aber mit Asche und ange⸗ brannten Stücken vermischten Abschnitte werthlos. Wir sprechen daher hier wiederholt die dringende Bitte aus, doch keine solche werthlose und den Inhalt der Kästchen verderbende Reste in dieselben zu werfen. Im Februar v. J. wurden von den bis dahin einge⸗ gangenen 233,95 M. zur Unterstützung von 23 Kindern 140,35 M. verausgabt und zwar erhielten bei der oͤffent⸗ lichen Vertheilung auf dem Rathhause 10 Knaben und 8 Mädchen Schuhe und wollene Strümpfe, 2 Knaben Rock und Hosen und 3 Mädchen Kleider. Sonstige Un⸗ kosten, wie Reparatur, Aufstellen und Abholen der Käst⸗ chen, sind entstanden in der Höhe von 14,33 M., so daß also heute ein Kassevorrath von 190,16 M. verzinslich angelegt ist. Auch jetzt sollen in gleicher Weise wie im vorigen Jahre arme Kinder durch zweckmäßige Bekleidung unter- stützt werden. Freunde der Armen! die Ihr seither Euch durch Spenden von Münzen und Abschnitten dieser Sache an— genommen habt, nehmt den Dank Derer entgegen, die Ihr durch Eure Gabe bereits erfreut habt und bald wieder erfreuen werdet! Laßt Euch aber auch für die Ferne nicht verdrießen, die kleinen Spitzchen aufzube— wahren und in die Sammelkästchen zu bringen! Vergesset endlich nicht, wo Ihr auch vergnügt zusammen seid, der armen Kleinen zu gedenken, indem Ihr zu ihren Gunsten Sammlungen, Scherzversteigerungen und dergleichen mehr veranstaltet. Friedberg den 28. Januar 1884. Das Comité: Dr. Möller. H. Bechstein. Blickhahn. Carl Groß. *) Eine detaillirte Abrechnung über Einnahme und Ausgabe liegt vom 1. Februar d. J. ab 8 Tage lang bei Herrn Kaufmann C. Groß zu Jedermanns Einsicht offen. H. Bindewald. Karg. Seyd. Handel und Verkehr. Friedberg, 30. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 6, 2 St. gr. 00 Pf. Friedberg, 29. Jan. Fruchtber. Waizen M. 19.00. Korn M. 16.50, Gerste M. 16, Hafer M. 13— 14, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Grünberg, 26. Jan. Fruchtpreise. Welzen M. 19.40, Korn M. 16.12, Gerste M. 00.00, Hafer M. 14.70, Erbsen M. 18.00, Samen M. 30.00, Kartoffeln M. 4. Gießen, 29. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90— 0.96, Eier per St. 6—8 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 5-9 Pf., Tauben per Paar M. 0.90— 1.20, Hühner per Stück M. 1.00— 1.50, Hahnen per Stück M. 1.00— 1.80, Enten per Stück M. 1.80— 2.30, Ochsenfleisch per Pfd. 70-00 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54 60 Pf., Kalbfleisch 50— 54 Pf., Schweinefleisch 60—00 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00— 0.00, Gänse per Pfd. 42—54 Pf., Zwiebeln per Centner M. 9.—00., Weiß⸗ kraut per Hundert M. 5.—8. Homburg v. d. H., 29. Januar. Wochenmarkt. Kartoffeln per Malter M. 3.50— 4, per Gescheid von 7 bis 8 Pf., Eier per Stück 6, 7 und 8 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 0.90, 2. Qual. M. 0.80. Frankfurt, 28. Jan. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Nottrungen. Weizen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 19- 19.50, fremder M. 19— 19.50, per diesen Monat M. 19. Roggen still, eff. hiesiger M. 16 bis 16.25, fremder M. 16 16.50, per diesen Monat M. 16. Gerste still, eff. hiesige und Wetterauer M. 17 bis 17.50, fremde M. 17— 19. Hafer still, eff. hiesiger M. 14.25, fremder M. 14— 14.50, per diesen Monat M. 14.25. Rüböl still, eff. ohne Faß hiesiges in Par⸗ thien von 50 Ctr. M. 38. Branntwein still, eff. ohne Faß M. 46.— Mehl Nr. 1 M. 38, Nr. 2 We. 36, Nr. 3 M. 31, Nr. 4 M. 26, Nr. 5 M. 23. Roggen⸗ mehl%(Berliner Marke) M. 23 23.50, 1.(Berliner Marke) M. 22— 22.50, 11. do. M. 18. Frankfurt, 28. Jan. Viehmarkt. Der Zutrieb von Ochsen betrug ca. 330 Stück. Preise für 1. Qual. M. 65— 66 per Ctr. Schlachtgewicht, für 2. Qual. M. 55—58. Kühe und Rinder, Zutrieb ca. 330 Stück, 1. Qual. M. 58, 2. Qual. M. 40— 50. Bullen nur ca. 10 Stück vochanden, 1. Qual. M. 46—48, 2. Qual. M. 40. Kälber, 365 Stück, beste Qual. 60 Pf. per Pfd., 2. Qual. 48—50 Pf. Hämmel, ca. 100 Stück, 1. Qual. 65-66 Pf., 2. Qual. 50 Pf. Schweine behaupteten ihre seitherigen Preise. Mainz, 27. Jan. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkte im Ganzen 982 Stück Vieh und zwar 9 Farren, 110 Ochsen, 249 Kühe, 234 Bezahlt wurden Kälbe und 380 Schweine zugetrieben. 2 22 inge, nitte oßer nge⸗ los. ͥitte der inge⸗ dern fent⸗ und laben Un- Käst⸗ daß idlich rigen inter⸗ durch e an⸗ „die bald die zube⸗ esset der isten nehr fostete 0 Pf. 9.00. 14, fund. 9.40, 4.70, M. J. kostete 8 Pf, en per 1 für Farren 52—54 M., für Ochsen 1. Qual. 69—71 M., 2. Qual. 65— 70 M., Kühe 1. Qual. 64— 65 M., 2. Qual. 52—62 M. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 60— 65 Pf. und Schweine mit 50—55 Pf per ½ Kilo lebend Gewicht. D. Frankfurt a. M., 29. Jan. Nach dem gestrigen Animo griff heute eine lustlosere Haltung Platz und nur in einzelnen Werthen, wie Egypter und Spanier, für welche die westlichen Plätze höhere Nottrungen sandten, fanden größere Umsätze statt. Trotz der besseren Tendenz Wiens für Creditaetien waren dieselben eher offerirt und nachgebend. Das Interesse der Spekulation concentrirte sich größtentheils auf die Ultimoliquidation. Geld auf Prolongationen stellte sich auf ea. 3½0/. Creditactien, gestern Abend 2655/4, heute 266½¼ 5¼ʒ. Staatsbahn⸗ actien, gestern Abend 269⅝, heute 270— J— 698/. Galtzier, gestern Abend 249¼, heute 249½⁰2— 77— 3/4. Lombarden, gestern Abend 1205/8, heute 120¾ bis /. Oesterr. Bahnen still, aber fest. Nordwest ½ Gulden, Duxer 2½ fl. matter. Westsicilianische Bahnaetien bis 333 gefragt. Von deutschen Werthen zogen Marien— burger // an. Mainzer 1/160/ niedriger. Von schweize⸗ rischen Eisenbahnaetien waren Gotthard heute bis 98½ offerirt. Central lagen 1% matter. Fremde Fonds fest, Egypter und Spanier gefragt, erstere 5/160%/ͥ, letztere 13/80%, dann Italiener 3/160/0. 40% Ungarn und beide Drient-Anleihen je 1/16% höher. Oesterr. Rentenwerthe, Türken, 80er und 77er Russen, sowie Rumänier fest. Banken wenig belebt. Disconto ea ½0/, Darmstädter 1½80/ schwächer. Deutsche Staatsobligationen und österr. Prloritäten in guter Nachfrage. Amerik. Prioritäten still. 60% Oregon-California 3/0, ͤ Jersey City 20% höher, Georgia Aid 10% matter. Deutsche Industriepaplere fest. Deutsche Verlagsanstalt ½0/, Brodfabrik(Hausen) 10% höher. Wechsel auf London fest. Privatdisconto 30%. Brodpreise vom 1. bis 16. Februar. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 54 Pf. 1„ 1 + 1 7* 1 õ—e 7 7 7 Erste Sorte 2 Kilo 52 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 45 Pf. 1„ 1 a„„ 1„„ „„ 1 õ—e 1/„ 7e„ 5 Dritte Sorte Brod 2 Kilo 40 Pf. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Februar. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Friedberg kostet bei sämmtlichen Metzgern das / Kilo Ochsenfleisch 70 Pf. Mitgliedskarten, à 30 Pfennig pro Jahr, zu der Generalfechtschule des Reichswaisenhauses in Lahr sind bei der Expedition des Anzeigers zu haben. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. Die Expedition des Oberhess. Anzeigers. Israclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 2. Februar 1884. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 20 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. 1 Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 3. an Morgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr. Februar Holzversteigerung. Im hiesigen Gemeindewalde kommt folgendes Holz zur Versteigerung: Freitag den 1. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, 180 Stück Eichen-, Bau-, Werk- und Nutzholzstämme, 34 Cubikmeter enthaltend; 17 Stück Buchen⸗Stämme 12 Cubikmeter enthaltend; 59„ Nadelholz 5 15 7 5 382„ Eichen- Derbstangen, 20„ Buchen⸗ 1 F Nedelhsts Samstag den 2. Februar, Vormittags 9 Uhr: 214 Raummeter Buchen-Scheiter, 6 1 Eichen 5 4 5 Nadelholz„ 85 1 Buchen-Knüppel, 200 0 Eichen-Knüppel, für Wagner geeignet, 40 0 Nadelholz-Knüppel, 200 Wellen Vuchen⸗„(darunter 10“ lange 3000„ Eichen⸗ Reisig, holzwellen) 800„ Nadelholz hen. 136 Raummeter Buchen⸗Stöcke, 13 05 Eichen⸗„ Södel am 23. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Södel. 375 Reitz Bekannt Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der Verbindungsweg zwischen Nieder-Erlenbach und Ober⸗Erlenbach in der Gemarkung Nieder-Erlenbach in Folge Ausführung der Erdarbeiten bis auf Weiteres Anpassirbar ist. Nieder⸗Erlenbach den 25. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Erlenbach. Kötter. 369 Bekanntmachung. Die am 21. und 22. Januar im Nieder-Rosbacher Gemeindewald abgehaltenen Holzversteigerungen sind ge— nehmigt und ist der erste Fahrtag auf Freitag den 1. Februar bestimmt worden. Die Abfuhr des Stammholzes kann vorerst wegen des eingetretenen Windfalls nicht statthaben und wird hierüber weitere Bekanntmachung erfolgen. Nieder-Rosbach am 26. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Rosbach. 392 Croh. Jagd Verpachtung. Die der hiesigen Gemeinde zustehende Jagdberechtig— ung in der Gemarkung Münzenberg, auf einem Flächen⸗ raum von 774,5 Hektaren(ganze Gemarkung mit Aus⸗ schluß der Fluren XII und XIII), soll Mittwoch den 6. Februar 1884, Vormittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf eine weitere Leihe von 9 Jahren mittelst öffentlicher Versteigerung in Pacht gegeben werden, wozu Pachtliebhaber hiermit eingeladen werden. Münzenberg den 25. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Münzenberg. 396 3 25 Di * Jagd- Verpachtung. Mittwoch den 6. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll bei Gastwirth Steffan dahier die der Gemeinde ge⸗ hörende Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre meist— bietend verpachtet werden. Echzell den 25. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell. Immobiliar-Versteigerung. Freitag den 1. Februar J. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die zu dem Nachlaß des Lazarus Eschborn gehörenden Immobilien, bestehend in einer Hofraithe und einem in den sog. Eulengärten gelegenen Grabgarten, nochmals an den Meistbietenden versteigert und bei entsprechenden Geboten die Genehmig— ung alsbald erthbeilt werden. Friedberg den 24. Januar 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Jagd⸗ Verpachtung. Die der Gemeinde dahler in hiesiger Gemarkung zu— stehende Jagd, ausführbar auf 1015,5 Hectaren, wird Freitag den 1. Februar, Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rathhause verpachtet. Nieder-Wöllstadt den 20. Januar 1884. N 290 Weith. Bekanntmachung. Die am 25. d. Mts. im Ober-Rosbacher Gemeinde— wald abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt worden und wird der erste Abfahrtag später bekannt gemacht. Ober-Rosbach am 29. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. 401 Blecher. 9 0 Holz Versteigerung in der Kürstlichen Oberförsterei Lich. Montag den 4. und Dienflag den 5. Februar sollen im„Höler“ und„Kellers berg“ versteigert werden: 600 Raummeter Buchen-Scheit- und Prügelholz, 80 0 Eichen- und Kiefern Prügelholz, 167 5 Buchen- und Kiefern-Stockholz, 17500 Wellen Buchen, Eichen- und Kiefern Reisholz; ferner: 3 Elsbeer⸗Stämme, 130 Eichen-Derbstangen und 5000 Fichten ⸗Reisstangen(Bohnenstangen, Wagner— holz ꝛc.) Hiervon kommen: Buchen- und Eichen Brennholz, sowte Eichenstangen an beiden Tagen, Kiefern-Brennholz und Fichtenstangen nur am zweiten Tage zum Verkauf. Die Zusammenkunft findet jedesmal Morgens 10 Uhr statt und zwar: am Montag auf der alten Gießener Straße zunächst dem Albacher Hof, am Dienstag auf dem Garbenteicher Weg am„Sölereck“. Lich am 26. Januar 1884. 403 Holz⸗-Versteigerung. Im hiesigen Gemeindewald kommt folgendes Holz zur Versteigerung: Dienstag den 5. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr: 1030 Stück Eichen-Durchforstungs-Wellen, 870„ Fichten⸗Wellen, 450„ Saalwpeiden-Wellen, 27 Fichtenstämme, 2,82 Festmeter Inhalt, 34 Fichten⸗Derbstangen, 1,28 Festmeter Inhalt, 36 Fichten Reisstangen, 0,15 Festmeter Inhalt. Die Zusammkunft ist am Langertweg. Assenheim den 29. Januar 1884. Großherzogliche Burgermeisterei Assenheim. Best. Wimmenauer. 409. 15 Für einen soliden, mit den nöthigen Kenntnissen versehenen jungen Mann ist bei uns Stelle als Lehrling offen. Anmeldungen sind schriftlich einzureichen. Vorschuss-& Creditverein zu Friedberg. Habicht. 398 Eingetragene Genossenschaft. 26 Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Wöllsta dt. Bekanntmachung. Die am 11. und 22. d. Mts. im Rodheimer Ge— meindewald abgehaltenen Holzversteigerungen sind ge— nehmigt worden. Bezüglich der Fahrtage erfolgt weitere Bekanntmachung. Rodheim v. d. H., 29. Januar 1884. Großherzogliche Vürgermeisterei Rodheim v. d. H. 0 Jacobi. Jagdverpachtung. Donnerstag den 7. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, soll die hiesige Feldjagd, bestehend in 635 Hektaren, anderweitig auf 6jährige Bestandzeit auf hiesigem Rath— haus verpachtet werden. Nieder⸗Eschbach den 29. Jannar 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Eschbach. 1 i Eein Junge aus guter Familie kann sofort in meine Buchhandlung als Lehrling eintreten. Ebenso kann in meiner Buch⸗ druckerei ein solcher sofort oder später angenommen werden. Carl Bindernagel. Ein junges Mädchen aus anständiger israelitischer Familie als Buffetdame gesucht. (6151.) Cale Goldschmidt, 326 Frankfurt a. M. Casfeler Roggenbrod, per 2 Kilo 45 Pf., bei Wilh. Malzi, 343 vormals Wilh. Rumpf. 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Die Eintheilung der Pflegbezirke hat durch den Eintritt neuer Mitglieder in die Armen— Commission einige Aenderungen erfahren. Indem wir dieselbe zur öffentlichen Kenntniß bringen, erlauben wir uns an die Bewohner der Stadt die Bitte auszusprechen: 1) Bei Privatunter⸗ stützungen an Stadtarme Rücksprache mit den betreffenden Pflegern eintreten zu lassen; 2) das Betteln einzelner Kinder aus der Stadt nicht durch Gaben vor der Thüre zu befördern; 3) die Nothleidenden möglichst an ihre Pfleger zu verweisen. Ia. Pfarrer Meyer: Burg. Ib. Gemeinderath Philippi: Vorstadt zum Garten, See— mühlgäßchen, Kapellenweg und Städterweg. U 1 ö Ila. Prof. Dr. Weiffenbach: Westseite der Kaiserstraße. IIb. Prof. Dr. Köstlin: Ost— seite der Kaiserstraße. 0 III. Gemeinderath Hieronimus: Sämmtliche Nebenstraßen auf der Westseite der ö Kaiserstraße. Iv. Gemeinderath Hieronimus: Haagk, Fauerbacher Landstraße, Färbergasse und Schnurgasse. v. Gemeinderath Pfeffer: Schirngasse mit Engelgasse bis Große Klostergasse, Große klostergasse und die Verbindungsgasse zwischen dieser und der Schnurgasse. Kirchenrath Baur: Schulstraße, Engels, Kirch-, Köhler- und Kleine Klostergasse. Philipp Vogt: Apothekergasse, Schuhmacher⸗, Augustiner-Schulstraße. VIIb. Gemeinderath Huber: Gemeinderath Ruths: Usa⸗Vorstadt, Mühlweg und Sandgasse. Friedberg den 28. Januar 1884. VI. VIIa. 5 Judengasse und Judenplacken. VIII. Für die Armen-Commission: 395 Meyer. Zu dem aus der Fischer'schen Concursmasse habe ich noch eine große. 3 Coupons und Reste Buxkin solche zu ganz außerordentlich billigen Preisen. (Ag. 3037.) 394 Züber, Eimer, Butter⸗ fässer, Wasch⸗& Bade⸗ bütten Sali Greif, Kesselstadt. Kalbfleisch, Die Dampf-Kaffeebrennerei * Curl Damms, 316— 8 usagasse. 9112 von 0. Als 381 2 0 1001 N höchst praktische Neuheit A. Juntz sel. Wwe. 0 empfehle f 9 2.. Kautschukstempel mit Federhalter] gonn a. Ah. 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Weifenbach. a hotographie. 5 Heldenbergen bei Herrn Moses Strauß. 211 Ein Lehrling gesucht. Fritz Rühl. 7 bei Herrn Löb Speier Wittwe. 1 Homburg v. d. H. bei Herrn Ferd. Datz. Hungen bei Herrn A. Buch. Klein-Karben bei Herrn S. Ortenberger. Lich bei Herrn H. Zimmer VII. Nauheim bei Herrn Geo. Ph. Ludwig. Nialender für 1884. Lahrer Hinkende Bote M. 30 Pf. 1 große Volksausg.„ 1.—„ 100 1 bet. 5 Hessischer Landkalender 8 3 20 7 Nieder ⸗Florstadt bei Herrn Michel Adler. „ 5 durchschossen 5 Nieder-Weisel bei Herrn H. Heinemann. Reichsbote i„ Nieder-Wöllstadt bei Herrn Tobias David. Familienkalender 10 55 Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. 0 Hebel's Rheinländischer Hausfreund 7 30 Rodheim v. d. H. bet Herrn D. Stern I. ö Einsiedler Kolender 10 35 Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. Vorräthig bei Carl Bindernagel.(und Gamaschen, sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich. Metzger-, Verbindungsgasse und Große Kleine Augustiner-Schulstraße, Bahnhofstraße, Usagasse und Restbestand des Tuch u. 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Schuvert. 3. Im e o?ß 4. Wasserfahrt, Duett F. Mendelssohn. 5. Sängerfahrt, Chor.„ e een 6. Nur ciumal blüht im Jahr der Maß, für Spaß wie 7. Aus der Jugendzeit, Chor.. C. Radccke. 8. Fanutasie über ein Alpenlied, für Clarinette in B.. 81 J. Küffner. Vorgetragen von Herrn Rauch. 8 II Grünen, Chor 7 Mendes 10. Mein Heimaththal, für Sopran L. Liebe. 11. Nimm deine schönsten Melodien, Chor II. 392 Im Negligé. Lustspiel in 1 Akt von Hans von Reinfels. Wie zwei Tropfen Wasser. Lustspiel in 1 Akt von Julius. Der Concertflügel ist aus dem Lager des Herrn Hof— Instrumentenmacher C. Glück dahier. Nach dem Concert und Theater:„Tanz“. Züreau für Architektur und Bautechnik. 397 Anfertigung von Entwürfen, Zeichnungen, Kosten— anschlägen, Berechnungen ꝛc. jeder Art, sowie Ueber— nahme der Leitung von Bauten und Ertheilung von Rath in allen bautechnischen Angelegenheiten. Friedberg. H. Diesener, Schnurgasse 395 J, Architekt. Die auf Donnerstag den 31. Januar angezeigte. Versteigerung im hiesigen Rathhause wird nicht abge— halten. f Friedberg den 30. Januar 1884. Fey, Gerichtsvollzieher. und Verkauf von Immobilien, und Ablage von Kapitalien reell und pünktlichst 102 An⸗ Au⸗ besorgt 399 Conrad Engel. Ein Logis von 4—5 Zimmern hat zu vermiethen r Chr. ulrich II. Damen- und Kinder-Schürzen 80 zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. 272 Dr. Kirehoffer, Spez.- Arzt in Straßburg, heilt Bettnässen, Blasenleiden ꝛc. zꝛc.(II. 233 90 Es hat dem Allmächtigen gefallen unseren lieben Sohn, Gatten und Vater den Metzgermeister Wilhelm Kreuter II. heute früh 9 Uhr nach längerem schwerem Leiden in seinem 55. Lebens jahre in das bessere Jenseits abzurufen. Friedberg den 30. Januar 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr statt. 408 Druck und Verlag vnn Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Vindernagel. ——