e von Welbach Diegel. len. Communlon. c. 884; achagebet). 30. September en 1. Oetober 1 ihr. en 9. October Ing. 1 gewesenen Hols⸗ den hiermit U Mittwoch und nber 1881. de⸗Einnehmer. acken lligst bel 8 sler Schloß. etlfeder schen Torbau en Reuss. 6 Zimmer b! ugel Will. 0 mern, ann eine geb. l flal⸗ ae, 1 1884. Dienstag den 30. September. 16. D dhberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, 8 Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 wi 0 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffers Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der atz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per ein Beleg kostet 9 Pf. Post nachgenommen. des landwirthschaftlichen Vereins für Der diesmalige Winterkursus hiesiger richt erstreckt sich auf allgemeine Schulgegenstaͤ zwei Laudwirthschaftslehrern, einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer, dem Dr. med. Die nöthige Auschauung gewähren die reichen Lehrmittel der Austalt Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen. Aufnahmsfähig sind alle unbescholtenen jungen In die obere Klasse werden nur solche Schüler aufgenommen, weisen, daß sie sich anderweitig die Kenutnisse angeeignet haben in letztere. Das Schulgeld beträgt für die untere Klasse 45 Erfolg absolvirt haben. herzoglicher Landwirthschaftslehrer Dr. Tobisch, Friedberg den 18. September 1884. Das Curatorium der Ackerbau Dr. Braden, Kreisrath. Dr. Freih. v. Gem mingen, Kreisassessor. Ackerbauschule beginnt Montag den Amtlicher Theil. Winterkursus der Ackerbauschule die Provinz Oberhessen „sowie Exkursionen nach Mark, für die obere 35 Mark. entgegen, Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1884/85. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Unter Bezugnahme auf vorstehende Bek daß die Ackerbauschule durch recht viele junge, zugleich hierbei, daß für wenig Gemeinden, aus welchen Genehmigung ertheilen. C. Becker und anderen zu Friedberg pro 1884/88. 3. November und schließt nde, die verschiedenen Zweige der Naturkunde mit der Charwoche. Der Unter⸗ und landwirthschaftlichen Fächer. Er wird von geeigneten Huͤlfslehrern erthellt, gelegenen Gutswirthschaften, gewerblichen Leute, welche die Volksschule mit gutem nahe welche vorher die untere Klasse besuchten, oder mach— „welche das Lehrziel der unteren Klasse bilden, alle anderen Schüler kommen Anmeldungen nimmt der Anstaltsdirigent, Groß— welcher auch anderweitige Auskunft ertheilt. 1 0 schule zu Friedberg. Schmidt, Kreisschulinspector. Dr. Tobisch, Großh. Landw. ⸗Lehrer. Friedberg am 27. September 1884. Bürgermeistereien des Kreises. anntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, der Landwirthschaft sich widmende Leute aus Bemittelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir e junge Leute die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden Ihren Gemeinden besucht wird. s nicht zu beanstanden finden, wenn auch von „indem wir recht gerne derartigen Beschluͤssen Wir bemerken Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärnachrichteu. Frhr. v. Nordeck, Prem.⸗Lieut. vom 1. Gr. Drag. Regt. Nr. 23 wurde zum Rittm. und Eskadr.— Chef; v. Windheim, Sec. Lieut. von dems. Regt., zum Prem.⸗Lieut.; v. Schultzendorff, Frhr. v. Lehmann, Port.⸗Fähurs. vom 1. Gr. Juf.-Regt. Nr. 115, Krause, v. Plönies, Port.-Fähnrs. vom 2. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 116, Rehfeld, Felber, Leesemann, Vogel, Port.-Fähnrs. vom 3. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 117, Nolde, Frhr. Gugel v. Brandt, Frhr. v. Diemar, Port.⸗Fähnrs. vom 4. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 118, Kreemer, Wilms, Port.⸗Fähnrs. vom 1. Gr. Drag.-Regt. Nr. 23 zu Sec.⸗Lieuts. befördert; Balser, Major vom Inf.⸗Regt. Nr. 130, zur Disp. gestellt und zum Bezirks-Komm. des 1. Bats. 4. Gr. Landw. Regts. Nr. 118 ernannt; v. Uthmann, Graf v. Schweinitz, Frhr. v. Kauder, Frhr. v. Preu— schen, außeretatsm. Sec. Lieuts. vom Gr. Feld⸗ Art.⸗Regt. Nr. 25 zu Artillerie-Offizieren er— nannt; v. Heyden, Hauptm. und Komp. Chef vom 2. Gr. Juf⸗Regt. Nr. 116, dem Regiment, unter Beförderung zum überz. Major, aggregirt. Kleckl, Hauptm. à la s. des Magd. Füs.⸗ Regt. Nr. 36, als Komp.⸗Chef in das 2. Gr. Inf. Regt. Nr. 116, Bender(früher im 4. Gr. Juf.⸗ Regt. Nr. 118), Prem.⸗Lieut. vom 1. Rhein Juf.⸗Regt. Nr. 25, unter Stellung 2 la s. des Regts., als Lehrer zur Kriegsschule in Anclam versetzt; Ackermann, Prem.- Lieut. à la s. des Gr. Juf.⸗Regts. Nr. 118, unter Beförderung zum überz. Hauptmann und unter Belassung in seinem Kommando als Adj. bei der 30. Juf.⸗ Brig, zum Holstein. Inf-⸗Regt. Nr. 85, à la s. desselben versetzt; Schumacher, Vicefeldw. von dem Res.⸗Laudw.⸗Regt. Nr. 38, zum Sec. Lieut. der Res. des 4. Gr. Inf.⸗Regts. Nr. 118 be⸗— fördert; v. Wachter, Oberstlieut. z. D., 5 Stellung als Bezirks-Komm. des 1. Bats. 4 Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 118 entbunden.. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: ö i ffe d den von dem Königs- 8 5 izlers begaben fich! nien eingetroffen und wurden gs⸗ Auf Einladung des Reichs kanz 8 Handel paare in Predeal begrüßt. Dem zu Ehren des die hauptsächlichsten Hamburger, an 5 in Westafrika betheiligten Firmen 1 nichsruhe, um ihre Ansichten über eine 5 1 Fried⸗ a 1 lte. a Regelung wohnten auch die rumänischen Minister und die der deutschen Niederlassungs- äußern. Es verlautet, daß mit Frankreich und England Verhandlungen schweben über die Ge— staltung unserer nachbarlichen Beziehungen in Westafrika; es sei alle Aussicht auf eine freund— nachbarliche Verständigung vorhanden. Coblenz, 26. Sept. Die Stadt ist fest— lich geschmückt. Das Standbild v. Goeben's auf dem kleinen Paradeplatz ist von dem Kaiser— zelt und zwei Tribünen für Gäste umgeben. Auf dem Platze hatten die Schulen, Turner und Sänger Aufstellung genommen. Das kaiserliche Paar, sowie die übrigen höchsten Herrschaften trafen um 11 Uhr durch die mit Flaggen ge— schmückte Straße und durch die Ehrenpforte auf dem Festplatze ein. Nach einem Gesang sprach Oberbürgermeister Lottner als Festredner. Hier⸗ auf fiel die Hulle und die Nationalhymne er— tönte. Ein Umgang um das Denkmal beschloß die Euthüllungsfeier, worauf die Rückkehr der Majestäten in das Schloß erfolgte. Das kaiser— liche Paar ist heute Nachmittag über Mainz nach Baden-Baden abgereist und wohlbehalten dort eingetroffen. Dieselben hatten in Oos den Bahnzug verlassen und den Weg bis Baden zu Wagen zurückgelegt. Jeder öffentliche Em— pfaug war verbeten. Das kronprinzliche Paar hat sich mit der Prinzessin Victoria und dem Prinzen Heinrich nach Neuwied zum Besuche des Fürsten und der Fürstin von Wied begeben. Prinz Wilhelm ist nach Potsdam, Prinz Albrecht nach Kamenz abgereist. Kiel, 27. Sept. Ein Geschwader, bestehend aus den Corvetten„Bismarck“(Flaggenschiff), „Gueisenau“,„Ariadne“ und„Olga“ geht an⸗ fangs October nach Westafrika. Chef des Ge— schwaders ist Admiral Knorr. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 26. Sept. Der Kronprinz und die Kroapriazessin von Oesterreich sius im Schloß Pelesch in Rumä— Paares Diner kronprinzlichen veranstalteten Verhältnisse zus Mitglieder der Diplomatie bei. Abends war das Schloß beleuchtet und fand ein Feuerwerk statt. Pest, 27. Sept. Die beiden Häuser des Parlaments haben heute ihre erste Sitzung ab— gehalten. Die feierliche Eröffnung des Parla— ments findet am 29. d. durch den König mit einer Thronrede statt. Schweiz. Bern. Der Bundesrath hat sechs dem Handwerkerstande angehörige Personen aus Deutschland und Oesterreich wegen anar— chistischer Umtriebe ausgewiesen. Holland. Haag, 26. Sept. Die zweite Kammer beschloß mit 68 gegen 14 Stimmen die beantragte Abaͤnderung der Verfassung, wo— nach während der Regentschaft Verfassungsre— visionen nicht zulässig sein sollten, in Erwägung zu ziehen. Schweden. Stockholm, 27. Sept. Bei der heutigen Wahl von 19 Deputirten zur zweiten Kammer wurden fast durchweg liberale Candidaten gewählt. Belgien. Brüssel, 27. Sept. Der Con— greß des internationalen literarisch-artistischen Vereins wurde heute vom Minister Besnaert eröffnet. Der Minister erklärte, den belgischen Kammern werde in nächster Session ein frei⸗ sinniger Gesetzentwurf über das Urheberrecht und das literarische Eigenthum vorgelegt werden. Frankreich. Paris, 27. Sept. Im heute stattgefundenen Ministerrathe theilte Ferry die letzten Depeschen Courbet's mit, welche anzeigen, daß die Vorbereitungen zu einer weiteren Action, die unmittelbar bevorstehe, beendet seien. — 27. Sept. Die„Agence Havas“ meldet: Die Unternehmungen am Phuny unter dem Be— fehl des Obersten Berger und am Myluong unter dem Befehl des Obersten Maussion sind vollständig geglückt. Die Frauzosen sind Herren des Fusses Day.„Paris“ schreibt: Admiral Courbet werde nach Kelung abgehen, die chine— sische Besatzung vertreiben, die Kelung umgebeu— den Höhen befestigen und ein Occupationscorps zurücklassen. Der Maxineminister erwarte die Meldung davon schon nächste Woche. Frank— reich sei dany im Besitz eines Pfandes, dessen Werth den Betrag der geforderten Entschädig— ung übersteige und könne die Ausführung des Vertrags von Tientsin ruhig abwarten. Großbritannien. London, 27. Sept. Trotz der entscheidenden Siege Gordon's bei Khartum werden die Rüstungen für die Nil— Expedition fortgesetzt. Vorgestern nahm der von London nach Egypten abgegangene Dampfer „Australia“ 100,000 Pfd. für die Zwecke der Expedition mit Das Kameelcorps schifft sich heute in Portsmouth an Bord der Dampfer „Australia“ und„Deccan“ nach Kairo ein, nach— dem es gestern vom Herzog von Cambridge in Aldershot inspicirt worden war. Italien. Rom, 28. Sept. Der König wohnte gestern den Manövern der Cavallerie und der reitenden Artillerie bei Pordeuone bei. Von der zahlreich versammelten Bevölkerung wurde der König überall mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. — Wie der„Agence Havas“ gemeldet wird, hätte Italien der egyptischen Regierung den Ab schluß eines Handelsvertrags angetragen. Rumänlen. Sinaja, 28. Sept. Gestern Abend fand zu Ehren des Kronprinzen und der Krouprinzessin von Oesterreich ein Galadiner statt, an welches sich ein Fackelzug und großer Zapfenstreich schloß. Heute Vormittag 10 Uhr wohnten die hohen Gäste dem Gottesdienste bei. Egypten. Kairo, 25. Sept. Dem Ver⸗ nehmen nach bezeichnet die beute Nubar Pascha überreichte identische Protestnote die Suspendir— ung der Amortisation der Schuld als eine flag— rante Verletzung des Liquidationsgesetzes und behält den egyptischen Gläubigern alle denselben gesetzlich zustehenden Rechte vor. Die Note er— klärt den bezüglichen Erlaß des egyptischen Fi⸗ nanzministers für null und nichtig und macht die egyptische Regierung füt alle aus ihrem Vor gehen eutstehenden Folgen verantwortlich. — 27. Sept. Einer Meldung des„Daily Telegraph“ von heute zufolge, soll gegen den Finanzminister von den Mitgliedern der Staats schuldenkasse unverzüßlich ein Prozeß angestrengt werden. Amerika. Washington. Man nimmt an, daß Gresham die Leitung des Schatzamtes nur bis zum 1. October behalten, alsdann seine Eut— lassung aus dieser Stellung nehmen und zum Richter ernannt werden würde. New Pork, 26. Sept. Eine Depesche aus Mexiko meldet, der Congreß proklamirte Diaz zum Präsidenten vom 1. Dezember au. Rußland. Petersburg, 28. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern in Peterhof wohlbehalten wieder eingetroffen. Aus Stadt und Land. r. Friedberg, 28. Sept. Unter überaus zahl⸗ reicher Betheiligung fand heute in dem Steinhäußer'schen Gartensaale die erste von der national liberalen Partei einberufene Wählerversammlung statt, in welcher der Candidat der Partei für den Wahlkreis Friedberg Vüdingen, Oberlandesgerichtspräsident Görz, sein Pro gramm entwickelte, das den lebhaftesten Beifall der Versammlung fand. Als zweiter Redner trat Rechts anwalt Dr. Osann aus Darmstadt auf, der in längerer, von häufigem Beifall unterbrochener Rede die Stellung der Partei zu den wichtigsten Tagesfragen, sowie zu den andern polttischen Parteien, insbesondere der deutsch freisinnigen, darlegte. Er schloß mit einem Hoch auf den Candidaten, in welches die Versammlung lebhaft einstimmte. Die Versommlung nahm einen sehr ruhigen Verlauf. Ein Hoch auf Ur. Osann und ein solches auf die national liberale Partei bildeten den Schluß der Versammlung. Friedberg. Eine totale Mondfinsterniß findet Samstag den 4. Oktober statt. Der Anfang derselben ist um 8 Uhr 50 Minuten Abends, der Anfang der Ver dunkelung um 9 Uhr 50 Minuten, das Ende der totalen Verfinsterung um 11 Uhr 23 Minuten, das Ende über— haupt 23 Minuten nach Mitternacht. Groß⸗Rohrheim, 26. Sept. Der Brandstiftung verdächtig wurde heute der hiesige Ortsbürger J. Heß, bei welchem der große Brand anfing, verhaftet und in Unsersuchung abgeführt. Kaiser gewandt hätten, je zu 8 Jahren Zuchthaus(oder Festung) verurtheilt worden, beruht, nach den von uns angestellten Erörterungen auf müßiger Erfindung. Es ist allerdings ein ähnlicher Fall schwerer Insubordination vorgekommen, aber die Untersuchung gegen die betreffenden Wehrleute schwebt noch und daher ist auch das Urtheil noch gar nicht verkündet. l Paris, 26. Sept. Ein von Brüssel kommender Personenzug stieß Morgens 3 Uhr bei Creil auf einen anderen Zug. Acht Passagiere erhielten leichte Ver— letzungen, konnten jedoch die Reise fortsetzen. Parts, 28. Sept. In Oran sind 6 cholera— verdächtige Erkrankungen vorgekommen. Der von Cochin⸗ china dorthin gekommene Dampfer Abd el-Kader, auf welchem 2 Todesfälle vorgekommen sind, ist in Vona einer Quarantäne unterzogen worden. Im Departement Ostpyrenäen ist gestern ein Choleratodesfall vorgekommen. Calcutta. Nachrichten aus Batavia besagen, daß die zwei Inseln, die voriges Jahr zur Zeit des Aus bruches des unterseeischen Vulkans Krakatoa entstanden, vom Meere wieder verschlungen worden sind. Der Vul⸗ kan Merapi in Java ist seit einiger Zeit in einem Zu stande der Thätigkeit, der zuzunehmen scheint, und in mehreren der benachbarten kleineren Inseln sind An zeichen einer seismischen Aetion sehr fühlbar. Gerichtssaal. Bad Nauheim. In der Donnerstag den 25. Sept. stattgehabten Schöffengerichtssitzung wurde in folgenden Fällen erkannt: 1) gegen Schreiner Wilhelm Fück von Frankfurt a. M., wegen Uebertretung der Gewerbe— ordnung, auf eine Geldstrafe von 41 M. 80 Pf. und die Kosten; 2) in der Privatklagesache des Großh. Bürger— meisters Wörner dahier gegen den Wirth Heinrich Seib dahier, wegen Beleidigung, wurde Letzterer in eine Geld— strafe von 30 M., event. 6 Tage Haft und in die osten verurtheilt; 3) die Sache gegen Reinhard Marloff von Dorheim, wegen Nichtreinigen der Octsstraße, wurde wegen Kranksein des Angeklagten vertagt. Butzbach. Ja der Freitag den 19. September an hiesigem Amtsgericht stattgehabten Schöffengerichtssitzung kamen folgende Sachen zur Verhandlung: 1) Philipp Bork aus Vadenrod, zur Zeit in Rockenberg, erhielt wegen Thierquälerei eine Geldstrafe von 9 M. event. 3 Tage Haft; 2) Adolf Krämer und Johs. Clee von Griedel, angeklagt wegen Sonntagsentheiligung, erhielten jeder eine Geldstrafe von 3 M., event.! Tag Haft; 3) Heinr. Franks Ehefrau, Heinr. Wolf und Johs. Hammel, sämmtlich von Butzbach, angeklagt wegen Dieb stahls bezw. Hehlerei, erhielten die beiden Ersten wegen Diebstahls je eine Gefängnißstrafe von einer Woche, Hammel dagegen wurde von der Anklage der Hehlerei freigesprochen; 4) Johs. Vierheller's Ehefrau Maria, geb Waßmuth von Butzbach, erhielt wegen Diebstahls eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen und die Kosten; 5) Johs. Sames, 12 Jahre alt, und Georg Sames, 14 Jahre alt beide von Holzheim, wurden wegen Uebeitretung der Feierabendstunde in Gemeinschaft mit ihrem Vater Johs Sames zu Rockenberg, ein Jeder in eine Gelostrafe von 1 M. und in die Kosten verurtheilt; 6) Joh. Adam Klein von der Kröge bei Battenberg und Sebastian Weingärtner von Weiterstadt, erhielten wegen Diebstahls ein Jeder von ihnen eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr, auf welche sedoch jedem 1½,ʒ òÜVMonat Untersuchungshaft aufzurechnen sind, und die Kosten; 7) Philipp Reineck IV. von Münster und dessen Sohn Philipp, angeklagt wegen Körperverletzung, erhielten jedoch nur Ersterer wegen Beleidigung eine Geldstrafe von 5 M., wegen Bedrohung eine Geldstrafe von 3 M. und wegen Steinwerfens eine solche von 3 M.; Reineck Sohn dagegen wurde wegen Körperverletzung bezw. Beleidigung und Steinwerfens freigesprochen, wegen Bedrohung jedoch in eine Geld⸗ strafe von 3 M. verurtheilt; 8) die Sache Philipp Reineck IV. von Münster gegen Peter Jung von da, fand durch Vergleich ihre Erledigung. Die beiden anderen Strassachen gegen Johs. Sames von Holzheim, wegen Uebertrerung der Feierabendstunde, und gegen Johs. Karl von Trais- Münzenberg und Consorten, wegen verbotenen Fahrens, fanden dadurch ihre Er ledigung, daß die Angeklagten ihren gegen den amts richterlichen Strafbefehl erhobenen Einspruch zurück⸗ nahmen. Gleßen Schwurgerichtsverhandlung am 25. Sept. gegen Friedrich Hölzinger 11. von Mittel Gründau, wegen Körperverletzung und Meineids. Die Geschworenen sprachen das Nichtschuldig aus, in Folge derselbe von Strafe und Kosten freigesprochen wurde.— 26. Sept. gegen 1) Wilhelm Neun von Hitzkirchen, 2) Großh Buͤrgermeister Jobannes Reifschneider von Burgbracht und 3) Kaspar Orth von da, wegen Körxperverletzung mit tödtlichem Erfolg, verübt im Raufhandel. Die Geschworenen verneinten die ibnen bezüglich Reifschneiders und Orihs vorgelegten Schuldfragen, wogegen ditselben solche hinsichtlich des Wilhelm Neun bejahten, dabei die Frage nach den mildernden Umständen verneinten, und wurden in Folge davon Reifschneider und Orth von Strafen und Kosten freigesprochen, dagegen Neun in eine Gefängnißstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten verurtheilt. Allerlei. Lelpzig. Das„Leipz Tagebl.“ schracbt: Die in verschiedenen Blättern verbreitete sensationelle Mit theilung, es seien zwei Landwehrleute, weil sie sich auf ihrem dienstlichen Wege nach Torgau geweigert, in einem Gätertransportwagen sich befördern zu lassen und auf telegraphischem Wege sich beschwerdeführend an den Handel und Verkehr. Friedberg, 7. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05— 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf. Butzbach, 27. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.15, Käse per Pfund 46 Pf. Eier 2 Stück 13 Pf. Butzbach, 27. Sept. Der vorigen Donnerstag dahier abgehaltene Schweinemarkt war mit ca. 600 Stück Schweinen befahren. Der Handel war nicht sehr lebhaft, wis wohl seinen Grund darin haben dürfie, daß eben viele Käufer durch die Obsternte abgehalten wurden, den Markt zu besuchen. Die Verkäufe, welche abgeschlossen wurden, fanden zu guten Mittelpreisen statt. Nächster Markt den 23. Oktober. Gießen, 27. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.10— 0.00, Eier 1 Stück 6 Pf., Käse per Stück 5 9 Pf., Tauben per Paar M. 0.40, bis M. 0.55, Hühner per Stück M. 100— 1.50, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.30, Enten per Stück M. 1.20 1.60, Gäase per Pfd. 46—51 Pf., Welsche M. 0.00— 90.00, Ochsenfleisch pet Pfd. 6870 Pf., Kuh; und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 52—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60 70 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50 4 50, Zwiebeln per Ctr M. 4 bis 4.50, Weißkraut per Stück 5— 12 Pf. Frankfurt, 26. Sept. Heu- und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf 60 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2—3.20, für Stroh M. 1.80 2.10.— Buttermarkt. Für Butter wurde im Engrosbandel bezahlt per Ctr. M. 95, im Klein- verkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1.10—1.20. Frankfurt, 27. Sept. Wochenmarkt. Preise der Gemüse: Weißkraut per Hundert M. 7—10, im Etr. ab Griesheim M. 1.30, Bohnen per Pfd., 12 Speckbohnen 14 Pf., Gurken zum Einmachen von 40 Pf. per Hundert an bis M. 1.80, Salatgurken M. 3—4, Zwiebeln per Ctr. M. 6—7, per Gescheid 25 Pf., Kar⸗ toffeln per Malter(200 Pfd.) M. 4-5, in größeren Mengen von M. 3.25 an, per Gescheid 10— 12 Pf. Obst: Zwetschen per Ctr. M. 8.50- 9.50, Trauben korbweise per Pfd. 15— 18 Pf., en detail 20—30 Pf., Nüsse per Ctr. M. 18, Italienische Kastanien(die erste Sendung) per Ctr. M. 32, per Pfd. 45 Pf. Eier per Hundert M. 5.50—7. Bei den übrigen Marktwaaren keine Preis oeränderung. Verloosung. Freiburger, Stadt 10 Fr.⸗Loose von 1879. Gewinnziehung am 15. September 1884 zu den am 14. August 1884 gezogenen Serlen. Auszahlung am 5. Januar 1885. Gezogene Serien: Serie 155 204 841 918 1864 1934 2175 2383 2440 2482 3134 3287 3437 3539 3666 3990 4082 4461 4965 5422 6062 6101 6205 6295 6636 6898 7182 7554 8071 8439 9266 9443 9717 9903 10240 10324 10457 10374 10528 10684. Gewinne: S. 844 Ne. 5 7 19, S. 1864 Nr. 23, S. 2383 Nr. 6, S. 3437 Nr. 21, S. 3666 Nr. 8, S. 3990 Nr. 9, S. 6062 Nr. 24, S. 6898 Nr. 18, S. 8071 Nr. 23, S. 9266 Nr. 19, S. 10240 Nr. 16, S. 10374 Nr. 19 à 1000 Fr. S. 2383 Nr. 3, S. 3134 Nr. 2, S. 4461 Nr. 6 19, S. 4965 Nr. 1, S. 8439 Nr. 2, S. 9266 Nr. 10, S. 10357 Nr. 19 à 300 Fr. S. 155 Nr. 13, S. 3337 Nr. 19, S. 3539 Nr. 8, S. 3990 Nr. 7, S. 6062 Nr. 5, S. 7554 Nr. 11, S. 8439 Nr. 14, S. 9903 Nr. 10, S. 10240 Nr. 10, S. 10324 Nr. 22 à 100 Fr. S. 918 Nr. 19, S. 2410 Nr. 13 17 25, S. 3287 Nr. 6 17, S. 3990 Nr. 16, S. 4461 Nr. 22, S. 4965 Nr. 9, S. 5422 Nr. 14, S. 6062 Nr. 21, S. 6295 Nr. 24, S. 7182 Nr. 9 12, S. 9903 Nr. 6 24, S. 10240 Nr. 15, S. 10324 Nr. 7, S. 10374 Nr. 23, S. 10528 Nr. 6 à 50 Fr. Die übrigen Obligationen obiger Serien erhalten je 10 Fr. G Literarisches. Die dies wöchentliche Nummer des Daheim überrascht mit einer höchst interessanten Kamarunbetlage, die uns in fesselnder Weise und reich illustrirt, Kamarun, die neueste und wichtigste Erwerbung des deutschen Reiches an der Westküste von Afrika vorführt. Der Text be⸗ handert 1. Die Erwerbungen; 2. Das Kamarungebiet und seine Entdeckungsgeschichte; 3. Die Missionen am Kamerun; 4. Die Besteigung des Kamarun durch Mann und Burton; 5. Unsere neuen schwarzen Mitbürger; 6. Der deutsche Theil der Sklavenküste; 7. Wie sind die neuen Kolonien zu betreiben?; 8 Flußfahrten und Handels— saktoreien. Die Bilder sind sehr hübsch und instruktiv und bestehen zum größten Theil aus Typen und Land⸗ schaftsbildern; selbstverständlich feblt auch nicht das Porträt des deutschen Generalkonsuls an der afrikanlschen Westküste Dr. Nachtigal. Die Nummer dürfte wegen ihres Inhalts für die weitesten Kreise von Interesse sein und ist auch apart für 30 Pfennig zu haben. Der neue Reichsbote aus dem Verlag von Velhagen& Klasing erfreut uns auch dieses Jahr durch seinen ebenso gediegenen als reichen Inhalt und seine schöne Ausstattung. Neben einer Novelle des trefflichen Volksschriftstellers N. Fries, bringt derselbe eine sehr interessante bistotische Erzählung:„Die Nacht vor Stral⸗ sund“ von G. Hiltl, eine ausführliche Beschreibung der Einweihung des Niederwalddenkmals von E. Frommel mit einer Abbildung des Denkmals, viele neue Anekdoten die Weltbegebenheiten des letzten Jahres mit vielen Illustrationen, vollständige Jahrmarktverzeichnisse und sonstige praktische Notizen. Als Farbendruckbild bringt der„Reschsbote“ diesmal ein reizendes Genreblld. Bei diesem reichen Inhalt ist der Preis des Kalenders außerst billig, derselbe beträgt nur 40 Pf., wofür auch noch ein Wandkalender gratis beigegeben wird. Volks bibliothek des Lahrer Hinkenden Boten.— Verlag von Moritz Schauenburg in Lahr, — Preis jeder Nummer 5 Pfennig.— In dem mit hübschem Titelbilde in Buntfarbendruck und zahlreichen F „ S2 ( S ß. markt. bezahlt Stroh de im Klein⸗ 20. ie der m Ett. 2 Pf., 40 Pf. 5 94, „ Kar⸗ tößeren 12 Pf. rauben 0 f, ie erste ier per waaren ben. Holzschnitten ausgestatteten Hefte, das die Rummern 1—5 umfaßt, begegnen wir einer von Albert Bürklin meister⸗ haft verfaßten Preis-Erzählung:„Die Brüder.“ Es ist ein Stück aus dem wirklichen Leben, wie es sich leider noch jetzt da und dort abspielt, das der Erzähler mit sachkundiger Hand herausgegriffen hat, um durch das— selbe das Sprüchwort:„Schuster, bleib bei deinem Leisten“, und:„Hochmuth kommt vor dem Falle“ wieder einmal sich bewahrheiten zu lassen. Ein lehrreich Kapitel für Jedermann, hoch und niedrig. Das Büchlein ist darum allen Leuten, jung und alt, warm zu empfehlen. Brodpreise vom 1. bis 16. October Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. October. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗ Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 30.: Figaro's Hochzeit. Mittwoch den 1. Oct.: Carmen. Außer Abonn. Donnerstag den 2.: Lueia von Lammermoor. Ballet. Freitag den 3.: Der Bettelstudent. Außer Abonn. Samstag den 4.: Lohengrin. Sonntag den 5.: Die Zauberflöte. Schauspielbaus. Dienstag den 30.: Richter von Zalamea. Mittwoch den 1. October: Der Hüttenbesitzer. Donnerstag den 2.: Der Salontyroler. Außer Abonn. Freitag den 3: Feenhände. Samstag den 4.: Der Probepfeil. Sonntag den 5.: Neu einstudirt: Das Käthchen von Heilbronn(von Kleist). Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 27. Sept. 1884. Geber. Nehmer M. Pf. M. Pf. F ökenstücke 106 20 16. 16 do. 19 6 15 Englische Sovereinggs... 20. 34 20. 29 Russische Impertales 18 16 1 eee 9 0 „ al marco. 9 68 9 59 Dollars in Gold. t Edietalladung. Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke 1 in der Gemarkung Ilbenstadt. Nachdem auf Antrag des Ortsvorstandes von Ilben— stadt die Zusammenlegung der Grundstücke in der Ge— markung Ilbenstadt in Gemäßheit des Gesetzes vom 18. August 1871, betr. die Zusammenlegung der Grund— stücke ꝛc, beschlossen worden ist, werden auf Grund des Arttkel 14 des genannten Gesetzes unter Vorbestimmung einer zerstörlichen Frist von drei Monaten, vom ersten Erscheinen dieser Ladung an beginnend und unter dem Rechtsnachtheile, daß Rechte der unten genannten Art, welche bis zum Ablauf der vorbemerkten Frist weder in den öffentlichen Grund- oder Hypothekenbüchern, resp. den zu den Flurbüchern gehörigen Mutationsverzeich— nissen, noch in den in Gemäßheit der Anmeldungen auf— zustellenden Verzeichnissen gewahrt sind, bei der statt— findenden Zusammenlegung unberücksichtigt bleiben, sowie daß erloschene, aber in den öffentlichen Büchern noch nicht gelöschte Rechte als fortbestehend behandelt werden würden, hiermit aufgefordert: 1) Diejenigen, welche Grundstücke im Zusammen⸗ legungs bezirk erworben, aber ihren Eintrag im Grund⸗ buch resp. Mutationsverzeichniß noch nicht erwirkt haben: um die Errichtung und Ingrossation ihrer Erwerbtitel, oder die Berichtigung irriger Einträge zu erwirken. 2) Diejenigen, welche zwar im Grundbuch stehen, aber weil sie schon vor Einführung des Gesetzes vom 21. Februar 1852 eingetragen waren, ohne Beifügung des Erwerbtitels: um letzteren nach Maßgabe des Art. 28 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 eintragen zu lassen, indem sonst demnächst nur eine Bescheinigung des Besitz— standes statt einer Eigenthumsurkunde ausgestellt werden wird. 3) Diejenigen, welche an ein auf fremden Namen im Grundbuch eingetragenes Grundstück einen Vindi— cations-, oder einen unter gewissen Umständen zu reali⸗ sirenden An- und Rückfallsanspruch wegen eines vor Ein—⸗ führung des Gesetzes vom 21. Februar 1852 vertrags—⸗ mäßig gemachten Eigenthums vorbehalts, oder wegen einer bei der Veräußerung beigefügten auflösenden Bedingung, eines Endtermins, oder einer Zweckbestimmung zu bilden haben, ohne diesen Anspruch durch den Vermerk„streitig“ oder„beschränkt“ im Grundbuch gesichert zu haben, so— wie Diejenigen, welche unter Nachweis der gesetzlichen Voraus setzungen die Vormerkung„gehemmt“ wollen ein— tragen lassen: um ihren Anspruch unter Vorlage der betreffenden Urkunden im Grundbuche resp. Mutations— verzeichniß wahren zu lassen, oder im Falle des Wider⸗ spruchs des Gegners, die Anstelung der entsprechenden, Klage durch Vescheinigung nachzuweisen und eine ge— eignete Bemerkung bezüglich des Prozesses in dem von dem Gerichte aufzustellenden Verzeichnisse bei dem betr. Grundstücke zu beantragen. 4) Obereigenthümer und Fideieommißberechtigte, welche ihre Heimfalls- und Suceessionsrechte nicht durch Eintrag der Lehns-, Erb- oder Landsiedel-, Leih- oder Fideicommißqualität eines Grundstücks im Grundbuch haben wahren lassen: um ihre Rechte, soweit dies nach Art. 37 und 38 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 noch zulässig ist, im Grundbuch eintragen zu lassen. 5) Diejenigen, welche Pfandrechte, Eigenthumsvor— behalte, Revocations-, Resolutions- oder Nichtigkeits-, Separations oder andere Sicherbeitsrechte, die weder im Hypothekenbuch, noch im Grundbuch gewahrt sind, an zur Zusammenlegung bestimmten Stücken geltend machen können: um unter Vorlage der betreffenden Ur— kunden und genauer Bezeichnung der Forderung und derjenigen Grundstücke, welche zur Sicherheit dienen, die Einträge in die öffentlichen Bücher zu erwirken, resp. die Aufzeichnung der Grundstücke zum Zwecke der Con- stituirung eines dieselbe Sicherheit bietenden Surrogats bei der Zusammenlegung in dem vom Gerichte zu er— richtenden Verzeichniß zu beantragen. 6) Diejenigen, welche Realservituten, die nicht durch die bei der Consolidation vorzunehmende neue Weg- und Wasserleitungsregullrung erlöschen, sondern noch nach derselben geltend zu machen sind, ferner Diejenigen, welche solche Grundstücke zur lebenslänglichen Nutznieß— ung zur Benutzung als Brautgabe bis zur geschwister— lichen Theilung, zur Sicherung einer lebenslänglichen Leibzucht oder Auszugsberechtigung anzusprechen haben: um ihre Ansprüche unter Vorlage der betreffenden Ur— kunden, genauer Bezeichnung ihres Anspruchs und der betreffenden Grundstücke, oder im Falle des Widerspruchs des Gegners die Anstellung der entsprechenden Klage, unter Beibringung einer Bescheinigung über solche, in dem vom Gerichte aufzustellenden Verzeichniß wahren zu lassen. 7) Diejenigen, auf deren Grundstücken in den öffent⸗ lichen Büchern solche Rechte eingetragen sind, welche sie für erloschen halten, aber noch nicht haben löschen lassen: um diese Löschung unter Vorlage der nöthigen Beweise hierzu zu erwirken. Dieser dritte Zusammenlegungsantrag erstreckt sich auf die Parzellen: Flur J. Nr. 476 bis 481, 484 bis 529 und 537 bis dig Flur i. Ne. 1 bis 99 Flur II. Nr. 91 85/100. Flur VIII. Nr. 142 bis 145 und 14 bis 160, Flur IX Nr. 1 bis 9, Nr. 59 bis 68 und Nr. 70 bis 171, sowie auf die ganzen Fluren X bis XV. Friedberg den 21. August 1884. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. 3267 Weber. Submission auf Dachdeckeralbeit. Die Unterhaltung des Stadtkirchthurms mit Zubehör, bestehend in jährlich zweimaligem Befahren mit dem Zug, für Lieferung der nöthigen Schiefer, Zink, Nägel und Arbeitslohn, veranschlagt zu 110 Mark, soll auf die Dauer von drei Jahren in Accord gegeben werden. Die Submissionen sind versiegelt bis zum 4. Oetober l. J., Vormittags 11 Uhr, auf unserem Büreau einzu— reichen, woselbst die Bedingungen nebst Kostenüberschlag eingesehen werden können. Friedberg den 27. September 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. 35149 5 Versteigerungs-Anzeige. Samstag den 4. Oetober l. J., Vormittags 9 Uhr, wird die Zuckerrüben-Erndte von zwei in den Gemark— ungen Dorheim und Schwalbeim gelegenen Grundstücken an Ort und Stelle einer zwangsweisen Versteigerung gegen Baarzablung ausgesetzt. Zusammenkunft auf dem Großherzoglichen Buͤrger— meisteret Büreau Dorheim. Bad-Nauheim den 26. Dezember 1884. Weitzel, 3547 Gerichtsvollzieher. Großh. Landes-Irren-Anstalt. Die Anlieferung von 70,000 Kil. guten auserlesenen Eßkartoffeln soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungs bedingungen sind auf dem Büreau genannter Anstalt einzusehen und Offerten schriftlich, verschlossen und mit der entsprechenden Aufschrift ver sehen bis zum 15. October l. I, Vormittags 11½¼ Uhr, franco hierher einzusenden. Heppenheim den 27. September 1884. Großherzogliche Direetion der Landes-Irrenanstalt. A. A.: Schaum, Großh. Hausverwalter. 3556 5 8 5 2 l 2 3 Zu Pfuhlfässern sich eignend empfehle eine neu angekommene große Parthie längliche Oelfässer in allen Größen. Georg Groß. 2798 Frauenhemden, Hosen, Unterröckt und Nachtjacken, sowie Hemden und Hosen für Kinder Prima Gothaer Cervelatwurst, empfange täglich Sendungen, frische Sommerwaare. 3488 Nillielm Ferlsch. Saatfrucht Verkauf. aatfrucht Verkauf. Der Unterzeichnete verkauft: Champagner-Hjbrid— Roggen, erstmaliger Nachbau, per 100 Kilo 20 M., Bestehorns-Riesen-Roggen, erstmaliger Nachbau, per 100 Kilo 20 M. Groß-Karben den 20. September 1884. 3490 Ch. Brückmann. 3553 L. Schmidt. * Hächsischer Faat-Roggen. Durch Anbau mehrjährig bewährt, zeichnet sich diese ertragreiche Sorte ganz besonders durch Widerstands— fähigkeit gegen Witterungsverhältnisse aus und ist sehr geeignet zum Anbau in Waizenstoppel. Selbige wird abgegeben: Ab Gronauer-Hof bei Vilbel für 17 M. per 200 Pfund. Unter Zusendung per Bahn 50 Pf. mehr und werden Refleetanten ersucht, Säcke, sowie Betrag vorher per Post einzusenden. 3489 Eine Stube für ein älteres Frauenzimmer, zwei Zimmer mit und ohne Cabinet sind zu vermiethen bei 3532 Adam Engel Wittwe. HK/eider-Lamds 97 Auswahl empfiehlt ** 2— Branntwein-⸗Fässer sind wegen Aufgabe des Geschäfts billig zu verkaufen. M. Spielmann, 3546 Windecken. Ir 9 Tage. Bremen. NIA Mit den neuen Schnelldampfern des Uorddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika in 9 Tagen machen. Näheres bei dem General- Agenten Chr. Emil Derschov, Offenbach a. N., und dessen Agenten: Isidor Schulhof, Friedberg. Nie. Spiegelberger, Butzbach. Kalender für 1885. Lahrer Hinkende Bote, große Volksausgabe M. 1. N Hessischer Landkalender„—.20 —— durchschossen„—.25 Reichsbote„—.40 Familienkalender„—.50 Gustav-Adolf⸗Kalender„.35 Hebel's Rheinländischer Hausfreund„—.30 Spinnstube„ 130 Daheimkalender 5 10 Trewendt's Volkskalender 1 2 Lahrer Bote „ 30 Vorräthig bei Carl Bindernagel. Neue russische Sardinen, „ Berliner Rollmöpse Engroslager bei 301 biligs sei K. Friedriell nesen der Post 3487 Wilhelm Fertsch. Verkauf von Nutzholz im Fo Es sollen vergeben werden: rste Nidda. i 5 opfen⸗ Stämme. e 8 Schnittholz. Schwellenholz. 751575 Grubenholz. 2 Namen 7 2 2— 8 7 8 5„ 8 N 2 der r S 3 8 2 3 2. 5 SS HY H S 7 Oberförstereien. SS„ 5 5 S8*= S S SSE 8= 5 e S 8= — 1 2 E 2— obm ebm ebm ebm ebm ebm ebm 0 Kiefern TT!—„„———— 100——— 50— f 589 e ee—„25255 3— 3„..— 35⁰⁰ 3 Lich, Gr. Oberförsteri.—————— 55.— 1— 5 a. Gemeindewald Bellersheim und Bettenhausen. 5—————— 1—————— 88———— 3 b. Grüninger Mark⸗ 80——— D— 1——— 36— H———— 100 38 40 1 und Gemeindewald———„— 8.—— 25— 8 c. Gemeindewald Hatienrod.. 145—!————-“f——„——— 20 30 d. Gemeindewald Lich. 5 85 in——— 526— 30 Klefern e. Gemeindewald Nieder-Bessingen))!—— 15————. 70— 1 4 Lich, Fürstlich Solms'sche Ober— försterei. 190——— 60— 30 50 80 60 70—— 160 360 250— 300 %%, P A—————— 14——ͤ—— 5 8„ 50 180 „ f““///»A— 28——————— 3. 1———. E . 1 0 1 Sämmtliches Grubenholz kann auch in Schichten von 2, 3 ꝛc. m Länge aufgearbeitet werden und können deshalb auch Gebote pro Raummeter abgegeben werden. Die Gebote für die übrigen Sortimente haben pro ebm zu erfolgen. Jede weitere Auskunft wird auf Verlangen durch die betreffenden Oberförstereien ertheilt. Die Gebote sind für jede Oberförsterei, resp. Gemeinde, auf besonderem Blatte bis zum Abende des Holz“ bel dem Unterzeichneten einzureichen, später einlaufende Gebote können nicht berücksichtigt werden. Submittenslen am 17. Oktober d. J., Morgens 10 Uhr, im Gasthaus zur Traube dahier. Nidda am 25. September 1884. 3551 Vorschuß⸗ u. Creditverein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Wegen Verhinderung des Vorstandes bleibt unsere Kasse Freitag den 3. Oetober geschlossen. eehre mich ergebenst anzuzeigen, daß sich mein Geschäft von heute ab vis-à- vis meinem seitherigen Local, Kaiserstraße Nr. 114, neben dem Rathhaus. 3545 befindet. Friedberger Mähelmagazin und Nähmaschinenlager 020„on H. Bindewald. Abonnements-Einladung. Mit dem 1. October 1884 beginnt der im großen Zeitungsformat erscheinende Wetterauer Bote nebst illustrirtem Sonntagsblatt ein neues Quartal. Der Inhalt des Blattes, die interessantesten Vorkommnisse des In- und Auslandes umfassend, besteht u. A. aus allgemein verständlichen politischen Uebersichten, Leitartikeln, Mittheilungen aus dem Großherzogthum, Markt-, Cours- und Verloosungsnachrichten, Abschnitten eines spannenden Romans zc. ze. Durch den Abdruck der in den Kreisen Friedberg, Gleßen und dem königl. Amt Usingen erlassenen amtlichen Bekanntmachungen, sowie durch die Veröffentlichung aller neu in Kraft tretenden wichtigen Gesetze ze. wird der Inhalt des„Wetterauer Boten“ wesentlich bereichert. Durch rascheste und möglichst ausführliche Be— richterstattung erfreut sich der„Wetterauer Bote“ in der Provinz Oberhessen und dem königl. Amt Usingen einer großen mit jedem neuen Quarkal steis sich vermehrenden Abonnentenzahl. Viele Behörden und Private benutzen deßhalb das Blatt zur Veröffentlichung ihrer resp. Bekanntmachungen. Die kleine Inseratzeile kostet 12 Pf., bei Wiederholung desselben Inserats wird hoher Rabatt bewilligt.— Die Ausgabe des„Wetterauer Boten“ erfolgt Dienstags, Donnerstags und Samstags. Bestellungen auf den„Wetterauer Boten“ nebst 8 Seiten großem „Illustrirten Sonntagsblatt“ nehmen saͤmmtliche kaiserl. Postämter, die Posthülfsstellenverwalter, die Briefträger, unsere Briefboten und die unterzeichnete Expedition zum Preise von 1 M. 50 Pf. pro Quartal, jedesmal frei ins Haus geliefert, jederzeit entgegen. Wünscht man das Platt regelmäßig an dem Postschalter, oder bei den Posthülfsstellenverwaltern seines resp. Wohnorts abzuholen, so kostet der„Wetterauer Vote“ einschließlich Sonn— tagsblatt nur 1 M. 25 Pf. pro Quartal. Butzbach. Die Expedition des„Wetterauer Boten“. Ein Lehrling, 1 Repskuchen welcher tüchtige Vorkenntnisse besitzt, wird unter vor⸗ stets frisch von der Mühle empfiehlt zu äußerst billigem theilhaften Bedingungen per 1. November in mein Ge-Preis Ph. Dan. Kümmich. schäft gksucht. 2948 5100 F 0 111* 7 Hi 2 F. 0 Fertige Strohsäcke, Ein engl. Zucht Eber, per Stück M. 2. 2.75, M. 3., M. 3.50. kräftig von Körperbau, zur Zucht tauglich, ist zu ver⸗ kaufen bei 3511 3170 M. Netscher. 1 g N 22 br. Klrehotrer, Spez--Atzt in Straßburg,. 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October, Vormittags 10 Uhr, wird im hiesigen pomologischen Garten eine Parthle gute Speisekartoffeln(Anderssen und Fidelio) meist⸗ bietend gegen Baarzahlung verkauft. 3550 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des Fuhrmann Bernhard Schmidt zu Friedberg sind bis zum 15. October l. J. bei Heinrsch Wagner da⸗ hier anzumelden, widrigenfalls solche unberücksichtigt bleiben müssen. Friedberg den 29. September 1884. 3558 Die Erben. Versteigerungs-Anzeige. Mittwoch den 1. October, Vormittags um 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete verschledene Haus- und Küchen⸗ geräthe, Bettwerk, sowie eine eichene Treppe und ver⸗ schiedene Thüren versteigern. 3554 S. Bindewald. Kunstfärberei und chemische Mascherei 3552 3559 Carl Damm, Usagasse. Meine Sprechstunden sind von heute ab auf 11—2 Uhr Mittags verlegt. Bad⸗ Nauheim, 18. September 1884. Dr. Potschuneid, Alieenplatz 362. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. e Beilage:„Wochenschrist für's Haus“. billigst bei 3425 0 ö 1 werde richt zwei! Die! Aulag Ersole weisen in letz herzog Dr. B Betre daß d zuglel Geme Gene Wilhe Betre die B werdet beacht. hierng lr d Hessen