ndemitgleber rledberg. erbekasse gewerb⸗ Nr. 3). uch 526 Zahl- einen Nie liges Eintzitts⸗ der Mitglied, nehmen wo er nken, erhaltet ber diese Kasse ssen, besondere n und nehmen 44, 4205 hrelnermesster, sdermeister, renarbeiter. ergs zu elnen obengenannten bends 8½ Uhr, d Reuß ein. ctallarbeiter. nge t- Ferit Aung 1 Sltelluh. schuhe ben der Po. hät nab, Orne anden u.. 1. Blaetter 900 1884. Famstag den 29. Uouember. M42. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Biss fan nem ach un g. Montag den 15. Dezember 1884, Vormittags 9 Uhr, findet in dem Rathhaussaale zu Friedberg eine öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg statt. Gegenstände der Tagesordnung sind: 1. Rechnung der Kreiskasse pro 1883/84. 2. Verwaltungs-Rechenschaftsbericht des 3. Voranschlag der Kreiskasse pro 1885/86. Kreisausschusses pro 1883. erhöhung, b. eventuelle Auschaffung einer Straßenwalze. 4. Unterhaltungsvoranschläge der Kreisstraßen pro 1884/85 und 1885/86. 5. Neubau von Kreisstraßen. 6. Kapitalaufnahme für die Kreiskasse. Friedberg den 27. November 1884. Hierbei: a. Gesuch der Bezirksbauaufseher Zörb J. und II. zu Friedberg um Gehalts— Der Vorsitzende des Kreistags: Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 26. Nov. Die Eröffnung des 25. Land— tages erfolgte heute durch den Großherzog mit einer Thronrede, in welcher gesagt wird: Es gereicht Mir zu lebhafter Befriedigung, daß es Mir möglich ist, Sie zur Eröffnung des 25. Landtags persönlich willkommen zu heißen. Eine der ersten Aufgaben wird darin bestehen, im Anschlusse an die neue Steuergesetzgebung Bestimm— ungen über die Erhebung der Gemeindeumlagen zu treffen und im Zusammenhange damit die Berechtigung zur Theilnahme an den öffentlichen Wahlen neu zu regeln. Wenn auch zu Meiner großen Freude in dem laufenden Jahre die Mühen des Landmanns durch eine reichere Ernte gelohnt worden sind, so ist doch nicht zu verken— nen, daß die Landwirthschaft fortdauernd unter un— günstigen Verhältnissen leidet und daß sie gegenwärtig einen erhöhten Anspruch auf Berücksichtigung von Seiten des Staates hat. In ihrem Interesse wird Ihnen mög lichst bald zur Verbesserung der bisherigen ungenügenden Bestimmungen ein Gesetzentwurf über Zusammenlegung der Grundstücke zugehen. In Vorbereitung sind ferner Gesetzentwürfe über das landwirthschaftliche Genossen— schaftswesen, sowie über die Benutzung der Wasserläufe. Ueber die allseitig als wünschenswerth erkannte Entwässer— ung des Riedes ist ein umfassendes Gutachten erboben, dessen Vorschläge voraussichtlich noch auf diesem Land— tage zu einer Vorlage an Sie führen dürften. Die von dem vorhergehenden Landtage beantragten und von Meti— ner Regierung bereitwillig zugesagten besonderen Erheb ungen über die Lage der Landwirthschaft sind im Gange; inwiefern dieselben zu weiteren Maßnahmen im Interesse der Landwirthschaft Veranlassung bieten, kann erst beur⸗ theilt werden, wenn deren Ergebnisse vollständig vorlie— gen; insbesondere muß die Entscheidung der Frage über die Schaffung einer Landeskreditkasse von der sorgfältigen Prüfung jener Ergebnisse abhängig bleiben. Zum besseren Schutze der Rheinniederungen gegen Ueberschemmungen wird Ihnen ein Gesetzentwurf wegen Erhöhung und Ver— stärkung der Rheindämme unterbreitet werden. Sofern die Verhältnisse und die dermalen im Gange befindlichen ferneren Ermittelungen dies veranlaßt erscheinen lassen, werden weitere Spezialgesetzentwürfe über die Gewähr— ung von staatlichen Beihülfen zur Erbauung von Neben— bahnen Ihre Thätigkeit in Anspruch nehmen. Die Lage der Finanzen des Landes gestattet, allerdings unter Her⸗ anziehung des Staatskredits, zwei großen Aufgaben, die bisher unberücksichtigt bleiben mußten, näher zu treten; die eine betrifft die Errichtung einer den heutigen Anfor⸗ derungen entsprechenden Centralstrafanstalt, die andere die Errichtung neuer unentbehrlicher Gebäude für ver— schledene Kliniken und medizinischen Institute an der Landesuniversität. Der Hauptvoranschlag der Staats- Einnahmen und Ausgaben liegt zur Uebergabe an Sie bereit. Der Abschluß desselben ermöglicht zu Meiner besonderen Befriedigung, daß trotz der vorgeschlagenen Verwendung erheblicher Summen aus den Ueberschüssen der laufenden Finanzperiode zu außerordentlichen Aus— gaben gleichwohl eine mäßige Herabsetzung des Steuer— ausschlags in Betreff aller Gattungen der Steuerkapita— lien in das Auge gefaßt werden kann. Hierauf verlas der Staatsminister die Eidesformel und forderte die neuen Mitglieder zur Eidesleistung auf. Sodann erklärte der Staatsminister den Landtag für eröffnet.— 27. Nov. Zweite Kammer. Ministerialpräsident Weber trug eine „Uebersicht des Inhalts des Hauptvoranschlags über die Staatseinnahmen und Staatsausgaben für die Finanz— periode 1885—88 vor. Der Hauptvoranschlag wurde dem Präsidenten übergeben und gelangte alsbald zur Vertheilung ö unter die Mitglieder. Die Kammer ging hierauf zum ersten Gegenstand der Tagesordnung, die Ausschußwahlen betr., über. Es wird durch Acelamation beschlossen, daß jeder Ausschuß, wie früher, 7 Mitglieder zählen solle. In den ersten Ausschuß(Finanzausschuß) wurden gewählt: Möllinger, Jöckel, Theobald, Schröder, Wolfskehl, Ellenberger und Osann. In den zweiten Ausschuß (Justizausschuß) wurden gewählt: Arnold, Haas, Heinzerling, Küchler, Metz-Darmstadt, Ohly und Schade. In den dritten Ausschuß(Beschwerden) wurden gewählt: Reinhart, v. Rabenau, Friedrich, Stephan, List, Heinzerling und Muth. In den vierten Ausschuß wurden gewählt: Baur, Böhm, Hanstein, Haas, Grünewald, von Wedekind. Die von dem Bureau vor— geschlagene Adresse an den Großherzog gelangt hierauf einstimmig zur Annahme Der Präsident verkündet so⸗ dann noch den Einlauf einer Interpellation der Abgg. Schröder, Arnold, und Gen., in welcher die Anfrage an die Regierung gerichtet wird, ob sie beabsichtige, als— bald einen Gesetzentwurf über die Zwangserziehung ver— wahrloster Kinder vorzulegen.— Die erste Kammer hielt ebenfalls eine Sitzung, in der das Präsidium dem An— denken des verstorbenen Mitgliedes Frhrn. v. Leonhardi ehrende Worte widmete. Hierauf wurde der Erlaß einer Adresse an den Großherzog als Antwort auf die Thron— rede beschlossen. Weiterer Gegenstand der Tagesordnung war die Wahl der Ausschuͤsse. Berlin, 26. Nov. Reichstag. Es fand heute die erste, eventuell zweite Berathung des Antrages der Abgg. Ausfeldt und Genossen, be— treffend die Abänderung des Art. 32 der Ver— fassung des Deutschen Reiches(Bewilligung von Diäten an die Mitglieder des Reichstages) statt. §. 1 wird mit 180 gegen 99 Stimmen ange— nommen. Dagegen stimmten beide conservative Gruppen und die Mehrheit der Nationalliberalen. Die§§. 2 und 3 werden ohne Debatte ange— nommen.— 27. Nov. Heute begann die erste Berathung des Etats. — 27. Nov. In der heutigen Congoconferenz— sitzung wurde der Bericht der Commission er— stattet und dessen Vorschläge über die Grenzen des Congobeckens in allen weseutlichen Punkten angenommen, einschließlich des von der Con⸗ ferenz auszudrückenden Wunsches, betr. die Aus— dehnung des Congogebiets nach Osten unter Wahrung der dort bestehenden Souveränetäts— rechte, welche namentlich von Portugal, Zanzibar und einem eingeborenen König ausgeübt werden. Zur Regelung der einschlägigen Fragen werden die Mächte ihre guten Dienste dort anbieten. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ theilt mit, daß die hiesige Facultät in einem Schreiben an den! Professor Schweninger einhellig erklärte, mit ihm nur den dienstlich und gesetzlich vorgeschrie— benen Verkehr unterhalten zu wollen. Das Blatt fügt hinzu, das Vorgehen der Facultät habe in— zwischen die erforderliche Remedur erhalten. Braunschweig, 26. Nov. Windthorst erklärte heute auf dem hiesigen Amtsgerichte für den Herzog von Cumberland dessen Erbschafts— antritt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 26. Nov. Heute begann vor dem Ausnahmegericht der Prozeß gegen 20 Anarchisten, welche anarchistisch— revolutionäre Flugschriften mittelst einer geheimen Druckerpresse erzeugten und verbreiteten. Die Anklage stützt sich auf das theils umfassende, theils partielle Geständniß der Angeklagten. Die Mittheilung der in der Anklage erwähnten Flug— schriften erfolgte unter Ausschluß der Oeffent— lichkeit. Für die Verhandlungen sind drei Tage anberaumt. Belgien. Brüssel, 26. Nov. Die Kam⸗ mer beendete die Discussion der Interpellation über die innere Politik und nahm mit den Stim— men der Rechten gegen diejenigen der Linken eine Tagesordnung an, damit aussprechend, daß die Kammer durch die Erklärungen der Regier— ung befriedigt sei. Frankreich. Paris, 26. Nov. Kammer. Bei Berathung der Tonkinvorlage erklärt Ferry, er wolle keineswegs jede Verantwortlichkeit des gegenwärtigen Ministeriums für die augenblick— liche Lage in Tonkin zurückweisen, er wolle in— dessen den dem Ministerium zukommenden Theil der Verantwortlichkeit begrenzen und Jedem geben, was ihm zukomme. Die Forderungen Chinas seien, daß Frankreich dem Protektorat Annams entsage und die neue Grenze Tonkins unterhalb Caobang bestimmt, die Einführung von Erzeug— nissen Tonkins in chinesische Provinzen untersagt werde. Die einzige Antwort auf diese unerfüll— baren Forderungen sei Bewilligung eines wei— teren Credits von 43 Million für das erste Semester 1885.(Lebhafter Beifall.) Ferry brachte die Vorlage, betreffend den neuen Credit von 43 Million ein und beantragte Dringlich— keit.— 27. Nov. Heute wurde der Tonkinkredit fertig berathen. Mehrere, verschiedenen Par— teien angehörige Deputirte erklärten, sie würden für die Credite stimmen, ihre Abstimmung solle aber kein Vertrauensvotum für das Ministerium sein. Der schon früher geforderte Credit von 16 Million wird mit 361 gegen 166 Stimmen, der neuerlich geforderte von 43 Million mit 351 gegen 179 Stimmen bewilligt. Verschiedene Tagesordnungen werden eingebracht. Ferry er— klärt, er müsse die einfache Tagesordnung zu— rückweisen. Die einfache Tagesordnung wird hierauf mit 301 gegen 233 Stimmen abgelehnt. Türkei. Konstantinopel, 27. Nov. Der deutsche Botschafter v. Radowitz ist an einem typhösen Fieber erkrankt.— Der apostolische Gesandte Rotelli, stattete dem neuen griechischen Patriarchen einen Besuch ab, welchen diesen er— widerte. Es ist das erste Mal, daß derartige Besuche ausgetauscht werden. Italien. Rom, 27. Nov. In der Kam⸗ mer legte der Finanzminister das reectificirte Budget für 1884/85 und den Voranschlag für 1885/86 nebst einem allgemeinen Bericht über die Finanzlage vor. Depretris bringt einen Eutwurf betr. die Assanirung Neapels ein, welcher für dringlich erklärt wird. Rumänien. Bukarest, 27. Novbr. Die Kammern wurden heute mit einer Thronrede des Königs eröffnet. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Der hliesige Gustab-Adolf-Frauen⸗ Verein in Verbindung mit einer Anzahl anderer Damen und Herren, darunter auch mehrere Mitglieder des hies. Prediger-Seminars, gedenkt zu Woh lthätigkeits⸗ zwecken(einmal zur Beschaffung der Mittel für eine würdige und kirchlich stilvolle Altar- und Kanzelbe— kleidung in der hiesigen ev. Stadtkirche und sodann be⸗ hufs Zuwendung von Geld- u. a. Gaben an Gustav⸗ Adokfsvereins-Gemeinden und Anstalten) am Abend des 7. Dezember„im großen Saale des Hotel Trapp“, unter der gütigst gewährten und erprobten kunst⸗ verständigen Leitung des Hofmalers Hieronimus eine Aufführung mit lebenden Bildern und musikalisch⸗ gesanglich deelamatorischen Zwischenlagen zu veranstalten. Nach dem, was wir bisher darüber in Erfahrung ge— bracht haben, verspricht diese Aufführung eine recht schöne und genußreiche zu werden. Aus diesem Grunde, noch mehr aber wegen der guten und wohlthätigen Zwecke jener, hoffen und bitten wir, daß sich die hiesige Bevölkerung recht freundlich zu der in Rede stehenden Aufführung stellen und dies durch einen recht zahlreichen Besuch an dem Abend des 7. De⸗ zember documentliren möge. W. Bad Nauheim. Die im Laufe dieser Woche im Deutschen Hofe dahter stattgehabte General-Ver⸗ sammlung des Kur- und Verschönerungs Vereins erfreute sich eines sehr guten Besuches. Nach Eröffnung der Versammlung wurde von Lehrer Wagner der Jahres- bericht verlesen. In demselben wurde constatirt, daß die abgelaufene Saison eine überraschend gute gewesen sei, nicht nur durch die hohe Zahl der verabreichten Bäder, sondern auch im geschäftlichen Verkehr und in der Nachfrage nach Wohnungen. Auf die spezielle Thätig keit des Vorstandes im Laufe des Vereinsjahres über— gehend, bemerkte der Bericht, daß dieselbe sich wieder auf die Eisenbahnanlegenheit erstreckte. Zu 2 Punkten dieser Anträge wurde die Genehmigung erwirkt, näm— lich das Anhalten des Courierzuges 57 ab Frankfurt 12 Uhr Mittags und die Herstellung eines Glasver— schlags an der Eingangsthüre des Bahnhofs. Der Vorstand spricht die Hoffnung aus, daß die Königl. Elsenbahndireetion sich ferner von der Nothwendigkett folgender Punkte überzeugen werde: 1. Das Anhalten des aus Norden kommenden Courierzuges 52a an hiesiger Station; 2. Einführung von Sonntagsretourbilleten zu ermäßigten Preisen, eventuell Einrichtung eines soge nannten Vergnügungszuges an Sonn- und Festtagen, während der Sommermonate auf der Linie Frankfurt— Kassel; 3. Erweiterung und Ausdehnung des Bahn— körpers an hiesiger Station bezüglich des Güterverkehrs. Als der Vorstand hörte, daß die Frankfurter Handels kammer Schritte thue, um eine baldige Bahnverbindung zwischen Homburg und Friedberg zu erstreben, richtete derselbe sofort eine Eingabe an das Großh. Ministerium in Darmstadt, dahin ge end, daß dasselbe dieses Project bei der Königl. Preuß. Regierung befürworten und be— fördern möge. Auch wohnten Vertreter des Vorstandes einer Besprechung bei, welche von Interessenten zur Herbeiführung einer Bahnverbindung zwischen der Main Weser- und der Lahnthalbahn via Usingen angeregt war. Bei Gelegenbeit des 50 jährigen Doetor-Jubiläums des Geh. Med.-Raths Dr. Bode wurde derselbe zum Ehren mitgliede des Vereins ernannt in Anerkennung seines langjährigen, vielseitigen und wohlthätigen Wirkens am hiesigen Bade und in hiesiger Stadt. Die Zahl der in diesem Jahre zu einer Badekur hierher gesandten Militärpersonen vom Feldwebel abwärts betrug neun und ist zu eonstatiren, daß einige derselben mit ganz auffällig günstigem Erfolge entlassen werden konnten, was hoffentlich dazu beitragen wird, daß unser Bad auch in dieser Richtung immer mehr Anerkennung und Berücksichtigung findet. Als beim Schlusse der offiziellen Saison am 1. Oktober eine noch ziemliche Anzahl Kur— gäste hier weilten, wurden durch Veranlassung des Vor— standes sämmtliche Räume des Kurhauses bis zum 15. von Gr. Badedirection offen gelassen. Die Jahresrechnung schloß ab mit einer Einnahme von 755 M. 31 Pf., und einer Ausgabe von 425 M. 19 Pf., so daß ein Kassenbestand von 330 M. 12 Pf. bleibt. Für Milttärpersonen wurden vorlagsweise 1040 M. ausgegeben. Hierauf fand die Neuwahl von acht ausschetldenden Vorstandsmitgliedern statt. Nach Erledigung dieses geschäftlichen Theils sprach Dr. Grödel über die möglichen und wünschenswerthen Verschönerungen in der Umgebung unserer Stadt. Der— selbe machte nachstehende Vorschläge: 1. Erschließung des oberen Theils des Parkes durch Herstellung eines dahin— führenden Weges, welcher von dem großen Teiche aus⸗ geht, da dieser Theil oberhalb des Kurhauses, als die Terrasse noch nicht durch eine Halle abgeschlossen, zu— änglicher gewesen sei. Ueberhaupt will er die ganze Anlage daselbst noch waldartiger gestaltet haben; 2. Ver— mehrung der Bänke im Park; 3. Verbesserung der Waldwege im Nauheimer Hochwald und Herstellung einer gedeckten Halle daseldst; 4. Beibehaltung und richtige Herstellung des seitherigen Fuhrweges nach dem Walde durch die Steingasse und Bepflanzung der beiden Seiten mit schatter bringenden Bäumen. Desgleichen wünscht er durch die Wiesen einen besseren Fußweg, dessen Anlegung keinen Schwierigkeiten unterliegen könne; 5. Umwandlung des Goldsteins in Anlagen und Be⸗ pflanzung derselben mit Tannen, welcher alsdann ein beliebter Ausflugspunkt für die Kurfremden werde. 6. Be— pflanzung des Weges nach dem Winterstein mit Tannen. 7. Auch die weitergelegenen Ausflugspunkte: Hollar⸗ kapelle, Winterstein, Steknfurth, Ober-Mörlen, Ziegen berg und Kranzberg zog Redner in den Kreis seiner Be trachtungen. Lehrer Wagner wünscht noch die Auf- schließung des Frauenwäldchens durch Herstellung eines Weges von dem Teiche nach dem Frauenwäldchen und von da nach dem Johannisberg. Bürgermeister Wörner ist mit den Ausführungen Grödel's einverstanden, hält jedoch die Ausführung des Fuhrweges von der Park⸗ straße nach der Steingasse für sehr schwierig und macht auch die Mittheilung, daß ein Projekt betreffs der An lage eines Weges von dem Kirchner'schen Hause(Städter— weg) bis in den Wald bei Gr. Badebehörde vorliege und daß mit dem Perfektwerden dieses Weges auch die Eröffnung der Halle perfekt werden würde. Chirurg Deuring referirte hierauf über die hiesige Weinbergs— anlage und Traubenkur. Kaufmann Weiß verbreitete sich dann noch über die Zweckmäßigkeit und Nothwendig— keit der Herstellung einer neuen Broschüre:„Das kohlen— säurehaltige Soolbad Nauheim.“ Dr. Grödel und Dr. Abée sind vorläufig gegen die Herausgabe eines größeren Werkes im Hinblick darauf, daß die Erbauung eines neuen, Badehauses und Verbesserungen des Heilapparates in Aussicht genommen seien, welche Neuerungen dann eben⸗ falls in das Werk aufgenommen werden könnten. t. Schotten. Am 15. November hielten die Lebrer des Bezirksvereins Schotten in ihrem Vereinslokale da— selbst eine Conferenz ab, welche, wie dies fast jedesmal der Fall ist, sehr zahlreich besucht war. Eine besondere Freude wurde der Versammlung dadurch bereitet, daß ein werther Gast, näm ich Lehrer Funk aus Marienschloß dieselbe mit seinem Besuche beehrte. Nachdem die Con— ferenz durch den Vorsitzenden, Lehrer Schultheis, eröffnet worden war, referirte Lehrer Döll von Eichelsdorf über das Thema:„Wie sind die den Conferenzen noch fern stehenden Lehrer zum fleißigen Besuche derselben anzu— spornen.“ Hieran schloß sich eine lebhafte Debatte, an welcher sich die meisten der Anwesenden betheiligten Auch Lehrer Funk belebte die Discussion, indem er aus seiner vieljährigen Erfahrung und aus dem reichen Schatze seines umfassenden Wissens manches Beherzigenswerthe vortrug. Dann wurden manche an Funk, der dem Vor— stande des Landeslehrervereins als Mitglied angehört, gestellte Fragen von demselben auf das Zuvorkommenste und Bereitwilligste beantwortet. Auch dem gemüthlichen Theile wurde durch ein gemeinschaftliches Abendessen, das durch manchen Toast auf die Schule und ihre Vertreter gewürzt wurde, Rechnung getragen. Durch den Obmann des Bezirksvereins Scholten war Funk zu dem Zwecke, einen zeitgemäßen passenden Vortrag im hiesigen Lokal gewerbeverein zu halten, vorgeschlagen und in Folge dessen hierher berufen worden. Funk entledigte sich dieses Auftrags in ausgezeichneter Weise, indem er Abends im Kißner'schen Saale einen sehr gediegenen Vortrag vor einem sehr zahlreichen Publikum über:„Das Handwerk, seine Kämpfe und seine Zukunft,“ bielt. Die tiefdurch⸗ dachte und klare Ausführung dieses Thema's fand den ungetheiltesten und lebhaftesten Beifall aller Anwesenden. Das Honorar für den Vortrag überließ Funk den Lehrer— Wittwen und-Watsen. Funk geht da den Lehrern mit einem guten Beispiele voran und zeigt durch sein Ver⸗ fahren, wie noch gar mancher Lehrer für die gute Sache etwas thun könnte. Selbsthilfe ist das beste Mittel zur Verbesserung unserer Lage. Offenbach, 20. Nov. Die Offenbacher Schiff— brücke ist wegen Treibeises abgefahren worden. Allerlei. Paris, 27. Nov. Heute feuerte in dem Schwur⸗ gerichtssaale Frau Clovis Hugues, die Frau des der äußersten Linken angehörenden Deputirten, mehrere Revolverschüsse auf einen gewissen Morin ab, welcher sie verleumdet hatte. Morin ist todt. Savona, 27. Nov. Zwischen Seva uod Savona (Oberitalien) riß heute früh ein aus 43 Waggons be— stehender Eisenbahnzug in zwei Theile. Der zweite, aus 33 Waggons bestehende Theil stieß so heftig auf den ersten, daß dieser über den Ahhang hinuntergeschleudert wirde. Von den Bahn-Beamten blieb einer todt und vier wurden verwundet, die Passagiere blieben unverletzt. Brodpreise vom 1. bis 16. Dezember Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Dezember. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. Evangelische Gemeinde. 1. Advent. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat J. Biegler. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½, Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Katholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 6 Uhr: Beicht. 3/47 Uhr: Austheilung der beil. Communkon. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Spielwaaren-Kusstellung. Für die bevorstehenden Weihnachten erlaube ich mir mein auf's Reichhaltigste und mit sehr vielen Neuheiten assortirte Lager bestens zu empfehlen. 4233 Adam Söllner II. Vorschuß und Creditverein zu Friedberg. Des Bücherabschlusses wegen ist unsere Kasse vom 1. 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Zur Aufführung kommt das Oratorium ** 60 „Die Schöpfung von Haydn. Billets für nummerirten Platz a M. 1.50, für nichtuummerirten Platz à M.(. sind in den beiden hiesigen Buchhandlungen und Abends an der Kasse zu haben. 2 Für die passiven Mitglieder des Musikvereins stehen nummerirte Plätze bis zum Samstag Abend bei Herrn Lehrer Heyland zur Verfügung. Hauptprobhe Samstag Abend 8 Uhr im Trapp'schen Saale. Eintrittspreis zur Hauptprobe 50 Pfennig. Vorschuß-& Creditverein in Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Generalversammlung. Die außerordentliche Generalversammlung des Vorschuß- und Creditvereins, eingetragene Genossenschaft, findet Montag den 1. Dezember I. J., Abends% Uhr, im Casino-Saale dahier statt und beehren wir uns hierzu unsere Mitglieder einzuladen. Tages-Ordnung: 1. Ergänzungswahl des Ausschusses. 2. Bericht des Ausschusses über die Abänderung des Statuts. 3. Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes. Aus dem Ausschusse treten die Herren Heinrich Bechstein, Wilhelm Fertsch jun., Jacob Pfeffer und Fritz Reuß aus und ist deren Wiederwahl statutengemäß zulässig. Friedberg(Hessen) den 27. November 1884. Für den Ausschuß: Bürgermeister Adam Steinlidusser, J. Vorsitzender. Große Weihnachts-Ausstellung aller Arten von Spielwaaren in reicher Auswahl, sowie Puppen- und Kinder⸗ wagen zu festen und billigen Preisen bei Jos. Hoffmann am Natbbaus. Aeltestes, größtes und billigstes Mübelmagazin in Friedberg 0 9 1 0 von J. Pfeffer& Metzendorf. vor 4 Jahren unter der Firma J. 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J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die zu dem Nachlasse der Georg Krauchs Ehefrau gehörenden Mobllien und zwar: 1 Commode, 1 Kleiderschrank, Bettstellen, Tische, Stühle, Bettwerk und Welßzeug, sowie sonstige Haus- und Küchengeräthschaften gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 28. November 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Bekanntmachung. Montag den 1. Dezember d. J., Nachmittags 2 Uhr, läßt der Unterzeichnete 1 Schreibseeretär, 1 Nähttischchen, 1 Sopha, 1 runden Tisch, 1 Commode, 2 Klelderschränke vor dem Rathhause zu Friedberg meistbletend gegen Baarzahlung versteigern. Friedberg am 15. November 1884. König, Gerichtsvollzieher zu Friedberg. Bekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß durch den Neubau der Kreisstraße zwischen Weckes heim und Beienheim der Feldweg auf unbestimmte Zeit nicht fahrbar ist. Man fahre auf der nördlichen Seite des Ortes zwischen Weckesheim und Beienheim den sogenannten Kreuzweg durch die Sauerwiese. Weckesheim den 27. November 1884. Großherzogliche Bürgermetsterel Weckes heim. . Hilger, Beigeordneter. Belanntmachung. Samstag den 29. November el. Nachmittags 2 Uhr . im hlesigen Bahnhöfe 2 Fässer Rüböl auf Grund des Handelsgesetzbuchs gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg am 26. November 1884. König, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. 2 Pferde und 1 vollständiger Wagen werden Montag den 1. Dezember, Nachmittags 1m Uhr, öffentlich meist— bietend versteigert. 42²ꝛ5⁵ Ober-Ros bach. Jacob Stetzer Wittwe. Mitteldeutsche 42⁴⁵ 4203 4212 4227 Frankfurt a. M. Ziehung am 15. Dezember 1884. 1. Hauptgewinn hochelegante ed vollständige Speisezimmer⸗Ein⸗ 85 1 4 mit Decoration für 12 Personen de. ꝛc. Loose n nur 1 Mark, 11 Loose 10 Mark empfiehlt D. Kaufmann, ere al⸗Debit Frankfurt a. M., Fahrgasse 122. 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