1884 Dienstag den 29. April. M 51. DO berhessischer Anzeiger. d: ö itzender Wi 5 5 5 g 9 5— 2 ird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch ö 8 7„ Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblutt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. 5 Ng Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. behalt 55 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ung———.—.—————ñ———————— i, a Amtlicher Theil. Betreffend: Ausführung des 6. 3 Absatz 2 des Gesetzes betreffend die Freizügigkeit vom 1. November 1867 und 362 des Strafgesetzbuchs. Friedberg den 26. April l884. be Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 55 8 IW: 5 5 20 4 5 8 2e 930 f 94.. f 5* a.. handenen. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 20. Februar 1882, Oberhessischer Anzeiger Nr. 24, benachrichtigen wir Sie, daß die bis jetzt ecken. weiter eingesandten Trausportkosten-Verzeichnisse an die betreffenden Bürgermeistereien visirt zurückgesandt worden sind, und daß der Rechner 1 der Kreiskasse nunmehr Anweisung zur Auszahlung dieser Kosten erhalten hat. Dr. Braden. 75 anwalt, Betreff 5 100 5 76177 8 d Ar GC 5 1 N fend: Die Anschaffung des von der Forstverwaltung für Communalwaldungen zu verwendenden 79„„„ 15„ oT Formularpapiers, insbesondere Ersatz der hierdurch pro 1882/83 entstandenen Kosten. Friedberg den 25. April 1884. . N 0 5 1 1 1 91 7 7* 77 0 Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Markoorstände ꝛc. des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, die alsbaldige Auszahlung der nachstehend aufgeführten Beiträge an Großherzogliches Rentamt Friedberg zu veranlassen. . Dr. Braden. f en M. M. M. M. N Gemeinde Butzbach 5,65 Gemeinde Wölfersheim„39 Gemeinde Nieder-Ros bach 2,58 Gemeinde Nieder-Wöllstadt 0,517 2— 1 0 1— 1 7 Arronge Hospital St. Wendel Butzbach Gemeinde Wohnbach 2,28 Gemeinde Ober-Mörlen 8,30 Gemeinde Ober⸗-Florstadt 0,82 al.(Armenfonds) 0,40 Gemeinde Weckes heim„66 Gemeinde Ober Rosbach 6,41 Gemeinde Reichelsheim 1,67 gettel. Gemeinde Beienheim 0,73 Gemeinde Bodenrod—1 754 Gemeinde Ockstadt 3,07 Gemeinde Stammheim 55 Gemeinde Gumbach 3,97 Gemeinde Fauerbach v. d. H. 4,44 Gemeinde Assenheim 0,33 Gemeinde Harheim 1,71 Gemeinde Griedel 2,09 Gemeinde Hausen 0,83 Gemeinde Bönstadt 1,92 Gemeinde Holzhausen v. d. H. 2,11 Gemeinde Kirch-Göns 2,31 Gemeinde Hoch-Weisel 7,25 Gemeinde Buͤdesheim 1,13 Gemelnde Massenheim 0,55 Gemeinde Nieder-⸗Weisel 8,54 Gemeinde Langenhain 3,35 Gemeinde Burg-Gräfenrode 0,88 Gemeinde Nieder-Erlenbach 2,34 Gemeinde Oppershofen 6,07 Gemeinde Maibach 2,89[Gemeinde Groß-Karben 1,78 Gemeinde Nieder-Eschbach 2,04 do g Nockenberger und Oppershofer Mark 5,05 Gemeinde Münster 2,91 Gemeinde Heldenbergen 0,85 Gemeinde Ober Erlenbach 2,45 * Gemeinde Pohl-Göns 2,42 Gemeinde Ostheim 4,14 Gemeinde Ilbenstadt 0,08 Gemeinde Ober-Eschbach 2,5% Gemeinde Södel 2,07 Gemeinde Burgvorstadt Friedberg 0,13 Gemeinde Kalchen 6,70 Gemeinde Peterweil 2787 „Möbel. Gemeinde Steinfurth 0,12—(Gemeinde Bad-Nauheim 1,98 Gemeinde Klein-Karben 1,67 Gemeinde Rodheim 9,25 Märkerschaft Trais-Münzenberg 0,62 Gemeinde Nieder-Mörlen 2,25 Gemeinde Nieder-Florstadt 3,80[Gemeinde Vilbel 2,44 ing. * Polizei-Reglement, 5 ö betreffend das Feuerlöschwesen der Stadt Butzbach. Um den Mannschaften der Pflichtfeuerwehr die nöthige Fertigkeit im itlagz.. Nach Vernehmung des Gemeinderaths, sowie der Lokalpolizeibehörde, und§. 3. 2 en d ö 0 hig alter. nach, erfolgter zustimmung des Kreisausschusses wird mit Genehmigung Großher Handhaben ihrer Maschinen und Geräthe anzueignen, können die, Führer, nach vor— . zoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. April 1884 zu Nr. gängiger Genehmigung der Lokalpolizeibehörbe Uebungen mit ihren Abtheflungen WM. J. 9541 auf Grund des Artikel 78 der Kreisordnung und des§. 368 pos. 8 vornehmen. Die Uebungen müssen einige Tage vorher angesagt und durch die des Reichsslrafgesetzbuchs für die Uebungen der Pflichtfeuerwehr zu Butzbach fol-[Schelle bekannt gemacht werden. 0 gendes Reglement erlassen.§. 4. Die Großherzogliche Bürgermelsterei hat die Befugniß, jährlich drei (Allee).§., 1. Die Vutzbacher Pflichtfeuerwehr wird gebildet aus sämmtlichen männ-[ Mal Inspeetlon der gesammten Feuerwehr mit allen Spritzen, Geräthen de. abzu— seste Aus⸗ lichen Bewohnern Butzbachs vom 20. bis 50. Lebensjahre, soweit dieselben nicht[halten und mit einer durch das Commando der freiwilligen Feuerwehr zu leitenden „ AN. und nach§. 2 der Verordnung vom 21. März 1857 vom Löschdienste befreit sind oder[Hauptübung zu verbinden. der freiwilligen Feuerwehr angehören. F. 5. Die Mitglieder der Pflichtfeuerwehr können, im Falle besondere Ent— Preise. 2 Die Pflichtfeuerwehr wird eingethellt in: a. Spritzenmannschaften,[ schuldigungsgründe vorhanden sind, von den Uebungen durch die Bürgermeisteret 1 b. Nettungsmannschaften. Die Spritzenmannschaften werden durch die jüngsten Jahr dispensirt werden. Die Dispensationsgesuche können nur dann berücksichtigt wer— ? gänge der Pflichtigen gebildet. Ihnen liegt die Bedienung der Spritzen, sowle der den, wenn sie dem Führer eingereicht worden sind. ichen. auswärtige Dienst ob. Zu Ende eines jeden Jahres werden die im laufenden Jahre F. 6. Wer bei den Uebungen nicht erscheint, ohne entschuldigt zu sein, und l ö pflichtig Gewordenen der Spritzenmannschaft beigeschrieben und gehen dafür, soweit sich auch nicht durch einen befähigten, im Voraus von der Lokalpolizei angenommenen st ll 0 als thunlich, die älteren Jahrgänge zur Rettungsmannschaft über Die Arbeiten Vertreter ersetzen läßt, oder aber, wer den Anordnungen der Großh. Bürgermetsterei N ö der Rettungsmannschaft bestehen in dem Ausräumen gefährdeter Gebäude, in dem und deu Führern nicht Folge leistet, hat Strafe bis zu zehn Mark zu gewärtigen. meister. Herbeischaffen von Wasser, dem Einreißen u. s. w. Die Führer der einzelnen Ab⸗ Friedberg den 25. April 1884. N 1 theilungen werden von den Mannschaften gewählt und bedürfen der bürgermeister⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg. je lichen Bestätigung.. Dr. Braden. 68:. 1 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. C. Müͤller⸗Marchand zu Groß-Karben ist mit Ausübung des Jagdschutzes in den Gemarkungen Okarben und Rodheim v. d. H. beauftragt worden. 1 1 Johannes Zörb III. von Pohl-Göns wurde als Polizeidiener dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. sagasse. 1 Deutsches Reich. Kirtorf übertragen; der Gondukteur Malch bei der Main- und Jungfrauen der Stadt der Prinzessin Victoria saga— Neckar-Bahn zum Zugmeister, sowie der A. Lennert aus ein Hochzeitsgeschenk, bestebend aus einem kost⸗ Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 6, enthält: J. Bekanntmachung, die Bildung von Sachverständigen— Vereinen in Gemäßheit der Reichsgesetze vom 11. Juli 1870, betr. das Urheberrecht an Schriftwerken u. s. w. und der Reichsgesetze vom 9., 10. und 11. Januar 1876 über das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste, sowie den Schutz der Photographien und das Urheberrecht an Mustern und Modellen. 11. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung der Vrandversicherungskasse von 1881 betr. 111. Bekanntmachung, den Ausschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für 1884 betr. Iv. Ordensverleihungen. V. Namens veränderungen. VI. Zulassung zur Rechts-Anwaltschaft. Der Ge⸗ richtsaee. Dr. Löb aus Darmstadt wurde bei dem Land— gericht der Prov. Starkenburg als Rechts-Anwalt zu— gelassen. VII. Dienstnachrichten. Es wurde: der Privatdocent Dr. Mehmke zu Stuttgart zum ordentl. Prof. der Matbe⸗ matik an der technischen Hochschule ernannt; dem Schul— lehrer Otto zu Elsheim eine Lehrerstelle zu Waldmichelbach, dem Schullehrer Fröhlich zu Hüttenthal die Lehrerstelle zu Nieder-Liebersbach zum Condukteur bei dieser Eisenbahn ernannt; dem Schulamtsasp. Müller aus Nauheim die Lehrerstelle zu Lumda übertragen; die Bauaufseher Diehl zu Laubach und Kleinschmitt zu Vosenheim zu Steuer— aufsehern ernannt; dem Schulasp. Kunz aus Fehlheim eine Lehrerstelle zu Mainz, der Schulamtsaspirantin Beisler aus Büdirgen eine Lehrerinnenstelle daselbst übertragen. VIII. Ruhestandsversetzungen. IX. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die ev. Pfarrstelle zu Höchst, im Deeanat Reinheim, Gehalt 3150 M. Das Präsentationsrecht steht dem Fürsten zu Löwenstein und dem Grafen zu Erbach-Schönberg zu. Die Lehrerstelle zu Allertshausen, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Hirzenhain, Gehalt 900 M. Dem Grafen zu Stolberg-Ortenberg⸗Roßla steht das Präsentations⸗ recht zu. Eine Lehrerstelle zu Heusenstamm, Gehalt 900 bis 1100 M. Die Lehrerstelle zu Seibelsdorf, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Wippenbach, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Messel, Gehalt 900 M. Eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Stelle zu Bretzenheim, Gehalt 900 M. — 25. April. Heute überreichte eine aus 12 Damen bestehende Deputation der Frauen baren silbernen Service. Eine darauf folgende Deputation der Stadtverordneten-Versammlung, unter Führung des Oberbürgermeisters Ohly, überreichte als Geschenk der Stadt zwei pracht— volle silberne Kandelaber, welche durch die Firma Vietor dahier in Verbindung mit der Berliner Firma Sy und Wagner hergestellt und geliefert worden sind. — 26. April. Die Deutsche Kronprinzessin, die Erbprinzessin von Meiningen und die Prin— zessin Victoria von Preußen sind gestern Abend hier eingetroffen und von dem Großherzog, der Prinzessin Victoria, den Prinzen Heinrich, Wilhelm und Alexander, sowie von den Prinzen Heinrich und Franz Josef Battenberg am Bahn— hof empfangen und begrüßt worden. Das Regierungsblatt Nr. 7 enthält: Bekanntmachung, den Ausschlag der direkten Steuern für das Etatsjahr 1884/85 betreffend. Berlin, 25. April. Der Kronprinz, die Kronprinzessin und Prinz Heinrich, Prinzessin Victoria und die Erbprinzessin von Meiningen sind heute nach Darmstadt abgereist. Der Kron— prinz und Prinz Heinrich reisen von Eisenach aus zur Auerhahnbalz zum Großherzog von Sachsen nach der Wartburg und treffen von dort am 29. April in Daumstadt ein. 25. April. In Folge von Erkältung sind der Reichskanzler und Staatssecretär Graf Hatzfeld an das Zimmer gefesselt, von wo aus sie die Geschäfte führen. Der Unterstaatssecretär des Auswärtigen, Busch, hat„Gesundheitsrück— sichten wegen“ um Urlaub nachsuchen müssen. upril. Der Bundesrath genehmigte in der gestrigen Sitzung die Anträge über die Denaturirung des Branntweins zur Fabrikation von Auilinfarben, über die Ausführungsvergüt— ung für Tabak in das Ausland ab l. Mai und über den Anschluß der Insel Reichenau im Bodensee an das deutsche Zollgebiet. — 25. April. Reichstag. Auf der Tages— ordnung steht die erste Berathung des Relicten— gesetzes für das Reichsheer und die Marine. An der Debatte betheiligen sich v. Bernuth, v. Köller, Windthorst, Richter(Hagen), Meyer(Jena), v. Manteuffel und Ger— lach, worauf auch diese Vorlage an die für den Antrag Büchtemaun und das Pensions— gesetz beschlossene Commission von 21 Mitgliedern verwiesen wird. Hierauf wird die zweite Be— rathung der Hilfskassennovelle fortgesetzt. Die namentliche Abstimmung über den Commissions— zusatz, wobei neulich das Haus beschlußunfähig wurde, wurde nicht wiederholt, da der Antrag auf namentliche Abstimmung zurückgezogen war. Der zweite von der Commission vorgeschlagene Satz wurde angenommen. 26. April. Die Commission für den Bau des Reichstagsgebäudes genehmigte unter dem Vorsitze des Staatsseeretärs v. Bötticher den abgeänderten Bauplan definitiv. Der Kaiser soll nunmehr ersucht werden, den Termin der Grundsteinlegung zu bestimmen.— Der Gesetz— entwurf, betr. den Feingehalt der Gold- und Silberwaaren wurde von der Commission heute im Wesentlichen nach der Regierungsvorlage in zweiter Lesung angenommen. Darnach darf auf goldenen und silbernen Geräthen(Tafel-, Haus— und Kirchengeräthen) und Uhrgehäusen, auch wenn sie zum Export bestimmt sind, der Fein— gehalt nur angegeben werden, wenn derselbe bei Silber mindestens 800 und bei Gold min— destens 585 Tausendtheile beträgt. Goldene und silberne Schmucksachen unterliegen jener Be— schränkung betreffs der Höhe des Feingehalts nicht. Fabrikant und Verkäufer haften aber auch bei Schmucksachen für den auf denselben angegebenen Feingehalt.— Die Commission für das Socialistengesetz trat heute auf Antrag Richters's zunächst in die Berathung der zweiten Resolution Windthorst, betr. den Verkehr mit Sprengstoffen. Dieselbe wurde in einer von der deutsch⸗freisiunigen Partei verschärften Fass⸗ ung einstimmig angenommen, wobei Staats— minister v. Bötticher die baldige Einbringung eines von der preußischen Staatsregierung ge— planten Gesetzentwurfes bei dem Bundesrath in Aussicht stellte. 5 — Die vereinigten Vorstände der National— überalen des Reichstags und Landtags haben beschlossen, einen nationalliberalen Parteitag auf den 8. Mai nach Berlin einzuberufen. — 26. April. Im Abgeordnetenhause be— gann heute die dritte Lesung der Jagdordnung. — 26. April. Der Magistrat beschloß in heutiger Sitzung, die Beschwerdeschrift der Stadt— verordneten über den Erlaß des Oberpräsidenten, betr. das Verbot, den Antrag Singer auf die Tagesordnung zu stellen, an den Minister des Innern abzusenden. Ausland. Holland. Haag, 25. April. Die erste Kammer genehmigte den Gesetzentwurf, welcher die Regierung zur eventuellen Demonetesirung von 25 Million Silber ermächtigte, mit 26 gegen 10 Stimmen. Dänemark. Kopenhagen. Kiar in Wien wird am 1. Mai zum Gesandten in Petersburg ernannt werden. Frankreich. Paris, 25. April. Admiral Lespes telegraphirte, er sei von den chinesischen Behörden in Futschu freundlichst empfangen worden. Das Gerücht, Frankreich beabsichtige, Canton zu blokiren, wird von der Agence Havas dementirt. General Millot halte es für aus⸗ reichend, Thaingnuyen und Philanthuan zu besetzen. — Die Nachricht, daß der diesseitige Bot⸗ schafter in Berlin, Baron Courcel, nach hier berufen sei, um an den Berathungen, betreffend die Conferenz über die egypthische Finanzfrage, theilzunehmen, wird von bestunterrichteter Seite als unrichtig bezeichnet. Baron Courcel begibt sich lediglich in Privatangelegenheiten hierher. — 256. April. Die französische Regierung errichtete in Obock am rothen Meere eine Kohlen— station für die Marine. Großbritannien Dublin, 25. April. Heute wurde hier ein Mann verhaftet, der im Besitze einer Quantität Dynamit sich befand. Birmingham, 26. April. Bei der heutigen Verhandlung gegen den am 11. April wegen Besitzes von Sprengstoffen verhafteten Egan vor dem Polizeigerichtshofe erklärte der Ankläger in Egan's Garten sei eine gedruckte Constitution der irischen Republik gefunden worden, worin es heiße, die irische Republik solle von einem aus 11 Personen bestehenden obersten Rath regiert werden. Spanien. Madrid, 25. April. Die hiesige nordamerikanische Gesandtschaft zeigte an, die Regierung habe den Abgang einer neuen Freischaarenexpedition nach Cuba, die die Bande Agueros verstärken wollte, verhindert. — 26. April. Imparcial meldet die Ver⸗ haftung einiger Offiziere und Unteroffiziere in Barcelona. In Cordova wurde ein Gensdar— merie-Capitän, in Cadix wurden vier Civilper— sonen verhaftet. welcher an befindet sich — 26. April. Der König, einem schwachen Wechselfieber litt, auf dem Wege der Besserung. Rumänien. Bukarest, 25. April. Das österreichische Kronprinzenpaar, welchem das Königspaar bis Comana entgegenfuhr, traf Abends hier ein und wurde auf der Fahrt durch die festlich geschmückte, glänzend erleuchtete Stadt von der Bevölkerung mit lautem, ununterbroche— nem Jubel begrüßt. Von allen Balconen und Fenstern wurde mit Blumen geworfen. Kurz nach der Ankunft im Palais brachten 9 Mili— tärmusikkorps ein Fackelständchen. — 26. April. Zu Ehren des Kronprinzen und der Kronprinzessin von Oesterreich fand heute ein Galadiner statt, an welchem auch die Minister, der österreichische Gesandte und der Präsident der österreichischen Colonie Theil nahmen. Nach dem Diner begab sich der ge— sammte Hof in das Nationaltheater, wo das kronprinzliche Paar mit der österreichischen Volks— hymne begrüßt wurde. Das Haus war über⸗ aus prächtig erleuchtet. Die Königin und die Kronprinzessin trugen rumänisches Nationalcostüm, der König und der Kronprinz hatten österreichische Regimentsuniform angelegt. Sämmtliche Damen im Theater waren im Nationalcostüm erschienen. — 27. April. Das österreichische Kronprinzen paar hat um 12 Uhr die Heimreise fortgesetzt. Die Verabschiedung der kronprinzlichen Gäste von dem Konig und der Königin auf dem Bahn⸗ hofe war überaus herzlich. Vor der Abreise hatte der Kronprinz dem König den Orden vom Goldenen Vließ überreicht. Serbien. Belgrad, 26. April. Der Mini⸗ sterrath beschloß definitiv die Skupschtina nach Nisch einzuberufen.— Für den Empfang des österreichischen Kronprinzenpaares werden große Vorbereitungen getroffen, die Straßen und Häuser werden decorirt und 5 Triumphbogen errichtet. Egypten. Kairo, 26. April. Einer Blätter— meldung vom Gestrigen zufolge empfing der eng— lische Vertreter die Meldung von Berber, daß es hinfort unmöglich sei, Briefe oder Telegramme nach Khartum zu senden. Die letzten Brief⸗ boten retournirten unverrichteter Sache. Die Lage Berbers ist hoffnungslos. Osman Digma steht mit seinem Anhang sieben Meilen von Suakin. Die dortigen britischen Kanonenboote treffen Vorbereitungen. den jüngsten Aufständen zusammenhängen. Die Antwort der britischen Regierung ist heute eingetroffen. Dieselbe er— klärt, daß die Expedition nach Berber gegen: wärtig unmöglich sei und vor 4 Monaten nicht abgehen könnte. Diese Entscheidung wurde dem Gouverneuer von Berber mitgetheilt und derselbe Zebehr Pascha soll mit im Norden Khartums ermächtigt, sich, wenn irgendwie möglich, zurück— zuziehen. Asien. Shangai, 25. April. Nach einer Meldung aus Reuter's Bureau werden die Ge— tüchte vom Tode des Vicekönigs Bünan und des Prinzen Kung dementirt.— Unter den Chinesen geht das Gerücht, Trotsungtang, Mit— glied des großen Secretariats, der als den Aus— ländern feindlich gesinnt gilt, hätte eine Mission nach Sueden erhalten. Aus Stadt und Land. N Friedberg, 28. April. In der gestern Nach- mittag in der Rosenau in Frankfurt abgehaltenen, aus allen Theilen des Hessenlandes zahlreich besuchten Landes- Versammlung der hessischen Fortschritts-Partei wurde nach kurzer Debatte einstimmig beschlossen, sich dem Heidelberger Programm in allen Punkten anzuschließen und verschiedene Anträge auf Zusätze oder Erläuterungen mit großen Majoritäten abgelehnt. Bezüglich der auf der Tagesordnung stehenden Neuorganisation der Partei wurde der Antrag, daß in jedem der neun hessischen Reichstag-Wahlkreise sich ein Comite aus Partei-Mit— gliedern bilden, und daselbst die Partei-Interessen, insbesondere bei Wahlen vertreten, und leiten solle, ebenfalls einstimmig angenommen. Im Anschluß hieran wurde vestimmt, daß nach der in dieser Weise herge— stellten Neuorganisation aus jedem der neun Wahlkreise zwei Mitglieder gewählt, und die also Gewählten zu— sammen in Zukunft den Landes Ausschnß bilden sollen. Endlich beschloß die Versammlung nach vorausgegangener und sehr erregter Debatte, daß bei Wahlen, insbesondere für den Reichstag, in jedem Wahlkreise Seitens der Partei ein Candidat aus ihrer Mitte aufgestellt und für dessen Wahl mit allen Kräften gewirkt werde. Frledberg. Nach dem in der am 16. April dahier stattgehabten Generalversammlung der Lehrer des Kreises Friedberg erstatteten Rechenschaftsbericht zählte der Kreis im Jahre 1875 138 Schulklassen, jetzt dagegen 165. Hierdon sind 26 einklassige Schulen, 38 zweiklassige Schulen, 6 dreiklassige Schulen, 4 vierklassige Schulen, 1 mehrklassige Schulen. An denselben sind in 75 Ge meinden 165 Lehrer beschäftigt, nämlich 131 evangelische und 31 katholische. Die Kinderzahl betrug 1878: 9100, dagegen 1883: 10,400. Die duichschnittliche Zahl einer Schulklasse beträgt 62 Kinder. : Naichen. Auf eine an Minister Maybach ge— richtete, instanzmäßig der Kgl. Eisenbahn Direktion Han⸗— nover überwiesene Eingabe, betr. die Exleichterung des Verkehrs auf der Friedberg Hanauer Bahn wurde einem der Interessirenden unter dem 22. d. M. von genannter Direktion folgender Bescheid zu Theil:„Für den dies— jährigen Sommerfahrplan haben wir böheren Orts die Umwandlung der jetzigen Güterzüge 715 und 716 in gemischte Züge empfohlen, ersterer Zug soll demnach von Hanau um 340 Nm. abfabren und 528 in Friedberg an: kommen, Zug 716 aber 342 Nm. von Friedberg abfahren und 53“ in Hanau eintreffen. Ferner beabsichtigen wir, den Zug 717 so viel später zu legen, daß derselbe von Hanau um 712 Nm. abfährt und 8ös in Friedberg an⸗ kommt, wodurch ein Anschluß an den künftig später cour— sirenden Zug 72 nach Frankfurt hergestellt wird, sowie in Hanau ein Anschluß an den Frankfurter Zug 27 (Hanau an 6585) und der Hessischen Ludwigsbahn Züge 301 und 302(Hanau an von Eberbach 6290, Hanau an von Frankfurt 631). Weitere Umgestaltungen des Fahr- plans der Hanau⸗Friedberger Strecke erscheinen bei dem z. noch schwachen Verkehr nicht gerechtfertigt. Darmstadt, 25. April. Der Thäter, welcher vor einigen Tagen den Raubanfall zwischen König und Breitenbrunn verübte, ist gestern von einem hiesigen Kriminal-Schutzmann von König aus in das Provinzial Arresthaus hierher verbracht worden. Allerlei. l Port Said, 24. April. Das hiesige Araberviertel ist durch eine Feuersbrunst zur Hälfte zerstört worden. 4000 Araber sind obdachlos. Das Feuer brach heute Nachmittag im Kohlendepot aus. Die englischen Matrosen halfen bei der Löschung. Gerichtssaal. Friedberg, 22. April. In der heutigen Schöffen⸗ gerichtssitzung kamen folgende Sachen zur Verhandlung 1) In der Privatklagesache des von Nieder Wöllstadt gegen Wilh. und es wurde erkannt: Georg Heinrich Rausch nenboote soll mit hartums oritischen elbe er⸗ r gegen⸗ en nicht irde dem derselbe ö zurück⸗ ich einer die Ge⸗ nan und iter den ug, Mit⸗ den Aus⸗ e Mission — stein Nach— tenen, aus ten Landes⸗ tel wurde sich dem nzuschließen fäuterungen ich der auf der Partei hessischen zartei-Mit⸗ Interessen, eiten solle, yluß hieran zeise herge⸗ 1 Wahlkreise wählten zu⸗ vilden sollen. asgegangenet insbesondete Seitens der e ausgestell wirkt werde, April dahler r des Rresses lte der Kreis agegen 165. zweiklassige ge Schulen, in 75 Ge⸗ 0 evangelische 1878: 9400, he Zahl ener Maybach ge⸗ sirektion Hal, schterung de 5 einem Haas von da, wegen Beleidigung, auf eine Geldstrafe von 40 Mark; 2) in der Privatklagesache des Konrad Lind von Wölfersheim gegen Jacob Fourier II. von da, wegen Beleidigung, auf eine Geldstrafe von 15 Mark; 3) in der Strafsache gegen Georg Brück von Ober⸗ Rosbach, wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung, auf eine Gefängnißstrafe von 6 Tagen und 4) in der Privalklagesache des Konrad Christoph Weis von Södel gegen Caspar Petersohn III. von da, wegen Beleidigung, auf Einstellung des Verfahrens, unter Verurtheilung des Privatklägers in die Kosten, nachdem dieser den Strafantrag zurückgezogen hatte. Butzbach. In der am 18. April stattgehabten Schöffengerichtssitzung kamen folgende Sachen zur Ver handlung: 1) die Privatklagesache der Elisabetha Schmidt von Butzbach gegen Anton Bergens daselbst, wegen Be— leitigung; das Schöffengericht erkannte gegen Bergens auf eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen und Tragung der Kosten. 2) die Strafsache gegen Johs. Meyer und Johs. Tritsch von Pohl⸗Göns, wegen Körperverletzung und Miß— handlung. Die Parteien einigten sich jedoch, eine Vor⸗ stellung bei Großh. Ministerium wegen Niederschlagung der Untersuchung einzureichen; die Hauptverhandlung fiel deßhalb aus. 3) die Strafsache gegen Heinr. Kullmann von Münzenberg, wegen Diebstahls; derselbe erhielt eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen und Tragung der Kosten. 4) die Strafsache gegen Wilh. Streb von Griedel, wegen Jagdvergehens. 5) die Sache gegen Joh. Luft Ehefrau von Kirch⸗Göns, wegen Hehlerei, fiel aus, da die Angeklagte nicht geladen werden konnte, es wurde sofort Haftbefehl erkannt. 6) die Sache gegen Heinr. Gorr und Consorten von Münzenberg, wegen Ruhe— störung, wurde ebenfalls ausgesetzt, da die Angeklagten den Einspruch vor der Verhandlung zurücknahmen.— In der am 25. April stattgehabten außerordentlichen Sitzung des Schöffengerichts kam die Strafsache gegen Johs. Lufts Ehefrau von Kirch-Göns, wegen Hehlerei, zur Verhandlung. Dieselbe wurde von Strafe und Kosten fretgesprochen. Altenstadt. In der Donnerstag den 1. Mai d. J. dahier stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen fol⸗ gende Sachen zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Nicolaus Speh Wittwe von Altenstadt, wegen Dleb⸗ stahls; 2) Strafsache gegen Heinrich Kratz von Lindheim und dessen Dienstknecht Ernst Gerlach von Düdelsheim, wegen gemeingefährlichen Vergehens; 3) Strafsache gegen Frledr. Karl Kraft, Leo Altenheim und Conr. Blum III., sämmtlich von Höchst a./N., wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und bezw. Mißhandlung; 4) Straf— sache gegen Johannes Sperling Ehefrau von Hainchen, wegen Pfandveräußerung; 5) Strafsache gegen Leo Alten— heim von Höchst a./N., wegen Uebertretung der Feier- abendstunde. Handel und Verkehr. Friedberg, 26. April. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 0.95— 1.10, Eier 1 Stück 5, 2 Stück 9 Pf. Gießen, 26. April. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.10— 1.16, Eier 2 Stück 9 Pf., Käse per Stück 5— 9 Pf., Tauben per Paar M. 0.80 bis M. 0.00, Hühner per Stück M. 1.20—1.50, Hahnen per Stück M. 1.30— 1.70, Enten per Stück M. 2.30— 2.80, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 50—60 Pf., Kalbfleisch 40— 50 Pf., Schweinefleisch 5460 Pf., Hammelfletsch 64-70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00—4.00., Zwiebeln per Ctr. M. 15. Gießen. abgehaltene Viehmarkt war mit 1191 und 1859 Stück Schweinen befahren. nicht so lebhaft wie am letzten Markt. Dienstag den 6. Mai d. J. Frankfurt, 25. April. Vuttermarkt. Für Butter wurde im Engroshandel bezahlt per Ctr. M. 100, im Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1.20 bis 1.30. Homburg v. d. H., 26. April. Marktpreise. Kar⸗ toffeln per Malter M. 4.00— 4.50, per Gescheid von 9 bis 10 Pf., Eier per Stück 4, 5 und 6 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 1.30, II. Qual. M. 1.20. Eingesandt. Theater. Nachdem schon am vergangenen Freitag sich der Theatersaal in erfreulicher Weise gefüllt gezeigt hatte, war gestern das Haus total ausverkauft!„Der Registrator auf Reisen“ hatte eine größere Anziehungs— kraft ausgeübt als das heitere Wetter, das für Manchen doch elwas zu kühl ist. Den„Registrator Wichtig“ spielte Herr Ricklinger und erwarb sich durch die natürlich— komische Wiedergabe dieser Rolle noch größeren Beifall als er schon am Freitag mit der Darstellung des ita— lienischen Balletmeisters Tamborinb erzielt hatte und dürfen wir auf die nächsten Sonntag stattfindende Aufführung von„Einer von uns're Leut!“, worin Herr Rick⸗ linger den Isaak Stern spielen wird, wohl gespannt sein. Am Mittwoch wird ein Lustspiel gegeben.„Er muß auf's Land“, welches ständiges Repertoirstück der Verliner Hofbühne— auch am Frankfurter Stadt— theater oft aufgeführt wird und zu den Besten gehört, die wir aus der französischen Lustspielltteratur durch Ueber⸗ setzung bezw. Bearbeitung der uns'rigen zu eigen gemacht haben. Vielleicht, wenn das oben verzeichnete ausver— kaufte Haus einige Nachfolger gleicher Qualität bekommt, daß dann die Direktion doch den Muth bekommt, den so vielseitig begehrten, Probepfeil“ aufzuführen. Bei der Vortrefflichkeit der einzelnen Kräfte kann die Be— setzung des Stückes wohl keine Schwierigkeiten machen und wir sind der Ueberzeugung, daß der„Probepfeil“ hier sicher vor gut besetztem Hause aufgeführt wurde, da das Stück das Interesse aller Kreise in Anspruch nimmt. Der am 22. und 23. d. Mts. dahier Stück Rindvieh Der Handel war Nächster Markt Friedberg. Die Kapelle des„Dilettantenvereins“ beabsichtigt im Monat Juni eine Parthie nach dem Nie— derwald zur Besichtigung des Nationaldenkmals zu unter— nehmen. Da der Niederwald dieses Jahr fast allgemein als Reiseziel der Vereine bei größeren Ausflügen benutzt wird, so glaubt die Kapelle ihren außerordentlichen Mit⸗ gliedern, sowie sonstigen Freunden und Freundinnen der⸗ selben mit diesem Unternehmen eine große Freude zu bereiten, und spricht dieselbe den Wunsch aus, daß man sich recht zahlreich an gedachter Parthie betheiligen möge, zumal durch eine starke Betheiligung die Möglichkeit er⸗ mäßigter Preise fast überall erreicht werden wird. Von Seiten der Kapelle wird die Versicherung gegeben, daß sie Alles aufbieten wird, um dieses Unternehmen, soweit es in ihren Kräften liegt, so zu verherrlichen, daß es gewiß jedem sich daran Bethelligten stets in freudiger Erinnerung bleiben wird. Alles Nähere wird später in einer besonderen Annonce bekannt gemacht werden. Literarisches. Daheim. Nr. 30 enthält: Torilde von Tornau. (Forts.)— Naturstudie von Joseph Heicke.— Das schöne griechische Relief. Mit 1 Illustr.— Unentgelt— liche Schriftenvertheilung. Von H. Stölting.— Nach sieben Jahren.(Forts.)— Seenen von den Exerzier⸗ plätzen unserer Reiterei. Von H. Vogt. Mit 3 Abbild. — Am Familientische: Unsere Vilder von W. Gause und J. Leisten.— Gesundheitsrath.— In unserer Spielecke. Mit 2 illustr. Beilagen. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt⸗-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 29. April Euryanthe. Mittwoch den 30. geschlossen. Donnerstag den 1. Mai Margarethe. Freitag den 2. geschlossen. Samstag den 3. Götterdämmerung. Sonntag den 4. Don Juan. Schauspielhaus. Dienstag den 29. April Amerikanisch. Mitwoch den 30. Der Probepfeil. Donnerstag den 1. Mai geschlossen. Freitag den 2. Harold. Samstog den 3. Viel Lärm um Richts. Sonntag den 4. Feenhände. Montag den 5. zum ersten Male Der Richter von Zalamsg. Schauspiel in 3 Akten von Calderon de la Barca übersetzt und eingerichtet von A. Wilbrandt. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 26. April 1884. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20 Fran kenstük!!! 16. 20 do. in ½,ʒ-n; l( Englische Sovereings.... 20. 38 20. 33 Russische Imperkales.. 16. 76 16. 71 Ducaten„ 9 55ͤ „ al mareo 8 9763 8 Dollars in Gold 4. 23 9 Submission. Die Lieferung der für die Entwässerungsanlagen in den Gemarkungen Kaichen, Ober⸗Florstadt und Okarben erforderlichen Mündungssteine und Eisengitter soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Offerten sind schrfftlich, versiegelt und mit ent⸗ sprechender Aufschrift versehen bis Samstag den 3. Mai er., Nachmittags 2 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen, an welchem Tage die Eröffnung derselben stattfindet. Zeichnungen und Bedingungen liegen von heute ab auf dem Vüreau des Unterzeichneten(Glockengasse Nr. 17 part.) zur Einsicht offen. Hanau den 23. April 1884. 5 Der Culturtechniker Schneider. Bekanntmachung. Donnerstag den 1. Mai d.— Nachmittags 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger zum Schlachten geeigneter Faselochse auf hiesiger Bürgermeisteret öffent⸗ lich meistbiend versteigert werden. Ober ⸗Mörlen den 24. April 1884. 8 Großerzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Jeckel. 1680 17 Gras- Verpachtung. Mittwoch den 30. April d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen die städtischen Begrasungen für das Jahr 1884 an Ort und Stelle meistbietend verpachtet werden. 5 8 Die Zusammenkunft ist am Fauerbacher Thor. Friedberg den 28. April 1884. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stein häußer. 1711 Tabea neueste Muster, unglaublich wunderbar billig. Musterkarten versenden wir auf Wunsch franco und umsonst, aber nicht an Tapezierer, nicht an Tapetenhändler, nicht an Wiederverkäufer, sondern nur an Privatleute, Ta es uns absoluf nicht möglich auf diese unglaublich billigen Preise und ausgezeichnet schöne Waare noch Nabatt bewilligen zu können. Man ver⸗ gleiche und lasse sich von Niemand beeinflussen. 1707 Bonner Fahmnenfahrik, Bonn a RI. Die Fahnen-Mauufa ctur von Carl Schulze in Gießen empfiehlt: Doppelt seidene Fahnen von 150 Mark an, doppelte Dowlas⸗Fahnen von 100 Mark an, sowie Traus⸗ parente, Schärpen und Abzeichen aller Art. 1619 Sa be Ee eee age „nF I Mit den neuen Schnelldampfern des Uorddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika in 9 Tagen 5 Näheres bei dem Genueral-Agenten 176 Chr. Emil Derschov, Oflenbach a. V., und dessen Agenten: Isidor Schulhof, Friedberg. Nic. Spieselher ger, Butzbach. *— Ein Junge zus guter Familie kann sofort in meine Buchhandlung als Lehrling eintreten. Ebenso kann in meiner Buch⸗ druckerei ein solcher sofort oder später angenommen machen. werden. Catl Bindernagel. * 7 7 Für Confirmanden empfehle Taschentücher, Kragen, Manschetten, Krausen, Vorstecker, weiße Unterröck, Strümpfe, Socken, Hemden, feine Einsätze, Corsetten, Halsbinden, Handschuhe aller Art, sowie Myrtenkränze zu den billigsten Preisen. 1064 K. Friedrich. Mobiliar— Versteigerung. Nächsten Mittwoch den 30. April und Donnerstag den 1. Mai d. J., jedesmal von 8¼ Uhr Motgens bis 6 Uhr Abends, findet in der Villa Britannia dahier nochmals Versteigerung der P. Kröll's Concursmasse statt. Zum Verkauf gelangen: 2 vollständige Betten, 1 Kinderbett, 5 Kellnerbetten, 5 Commoden, 1 Nähtisch, 1 großer Weißzeugschrank, 1 Spiegelschrank, 1 Küchen⸗ schrank, 1 Silberschrank, diverse Tische, Stühle, Wasch⸗ tische, 1 Clavier, 6 große Zimmerteppiche, 3 große Läufer, Weißzeug, z. B. 50 Stück Tisch⸗ und Tafeltücher, 100 Stück Servietten, weiße und farbige Bettwäsche, Herren⸗ hemden und Leibwäsche, 14 Plümeau's und Kissen, Kolter, Tisch- und Sophadecken, Porzellan, 200 Stück Biergläser, Einmachgläser, Kupfergeräth, Küchengeschirr, eine Parthie Fässer und Weinflaschen und andere Mobi— lien. Die Gegenstände gelangen zum Ausgebot, wie sie verzeichnet sind. Bad⸗Nauheim den 25. April 1884 Der Concurs-Verwalter: Jean Wörner jun. Tüchtige Schneidet 1641 Unterzeichneten vom 28. April d. J. jährlich erhalten. Rödgen den 23. April 1884. 1666 B. W. Weh Wittwe. d Das Neueste in Sonnen- üegenschirmen, be garnirten Damen und Kinderhüten zu billigen Prelsen bei K. Friedrich. Kaiseistraße Nr. 77 neben der Post. 1719 G Sttohhüte werden gewaschen, gefärbt und fagonnirt. Die Berliner Hag L⸗Assecuranz⸗Gesellschaft von 1832 versichert Feldfrüchte gegen Hagelschaden zu festen Prämien, also ohne die Versicherten zu irgend welchen Nachzahlungen zu verpflichten, falls die Prämien- Einnahme zur Deckung der Schäden und Kosten des betreffenden Jahres nicht ausreichen sollte. f In solchem Falle deckt die Gesellschaft den Verlust aus ihrem Reserve— Fonds, der gegenwärtig 73,000 Mark enthält und, wenn dieser nicht zureichen sollte, aus ihrem Grundkapital von 3,000,000 Mark. Die Prämien sind billig und überdies treten bei Verpflichtung zu mehrjähriger Versicherungsnahme, sowie bei Erneuerung vorjähriger Versicherungen noch Ermäßigungen derselben ein. Entschädigungen werden binnen kürzester, längstens Monatsfrist nach Feststellung voll ausgezahlt. Zur Vermittelung von Versicherungen empfehlen sich: C C. Weis in Friedberg, Carl Kulhfleisch in Butzbach, Carl Fendt in Hungen II. C. Ringmunn Wittwer in Lich, J. Rieeinger in Vilbel, 1699 W. Schmidd in Reichelsheim. 8 P S Y= e TFCCCCCCCCCCCCCCCCCCCC Ss 8 2— e 100 Bernhardiner 8 r e. Alpenkräuter⸗ K&K 5 Magenbitter; 92 5 f„ Al- 291 31 n 8 Wallrad Ottmar Bernhard, 8 königl. bayer. Hofdestillateur in Lindau im Bodensee, Zürich und Bregenz,. allgemein als vorzüglicher Magenliqueur bekannt und beliebt, ist stets ächt zu haben in Flaschen zu S 2 M. 4., M. 2.10(Probeflaschen M. 1.05) in Friedberg bei Herrn W. Bernbeek..— es Kautschuk Stempel, Apfel-Gelee unter Garantie der Haltbarkeit, empfiehlt zu Fabrikpreisen in bester Qualität empfiehlt J. A. Windccker. Usagasse. 16²⁷ eh. Dienl. 1706 N IT i Fil n de 0* 18 In Friedberg bei Carl Bindernagel ist zu haben: Dr 8. Elss.(Beachtenswerth für junge Männer.) praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer leber den Umgang mit dem in Groß⸗Karben. weiblichen Geschlecht, oder: die Kunst, wie sich junge Männer die Neigung Meine Wohnung befindet des weiblichen Geschlechts erwerben und dauernd er— ö. halten können.. sich von heute ab Alicenplatz Ven A. Eber gar kesesson Nr 363, I. Ein Rathgeber für Heiraths-Candidaten in 50 be lehrenden Aufsätzen. 10. Aufl. Preis 2 M. Meine Sprechstunden sind vom 1. Mai an: Morgens 9 10 Uhr, Nachmittags von 3—5 Uhr. 1697 Erust'sche Buchhandlung in Quedlinburg. 5 8 75— Bad⸗Naubeim den 29. April 184. Ein kr äftiger Junge Dr. Potschweid, prakt. Arzt, kann in die Lehre treten bei 95. g J. Krause 17⁰⁵ Specialist für Chirurgie. 1692 Wagnermeister in Vilbel. Cunsirmanden-Zugstiefel ziehung und für Mädchen und Knaben habe ich erhalten und verkaufe N 225 5 8 3 an Rudolf 8 solche, um damit zu räumen, zu 5 Mark per Paar. 5 5 f se, 1695 Mi ina Garde. Franmmfurt ua. M.(F. A 149,/4.) 5 8 75 5 Ein ordentlicher Junge Ein Kindermädchen kann die Kappenmacherei gründlich erlernen bei 1574 gegen, hohen Lohn gesucht. Friedberg. Adam Steinbach.[des Ar zeigers. 1693 Eine Wohnung Ein ordentliches Zienstmädchen 5 86088 1 wir ofo 9 Wo? z 5 von fünf schönen, ineinandergehenden Zimmern nebst 1 den ae Wo? zu erfragen in der Exped. allem Zubehör, frei belegen, mit kostenfreier Garten— r 1715 vergnügung und schöner Aussicht zu vermietben. Die— Ein braves Mädchen selbe kann auch getrennt bezogen werden. Näheres bei der Exped. des Anz. 1702[wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die 3—Erped. des Anz. 1709 Cuchiemir Ein möblirtes Zimmer in allen Farben, Mull, Handschuhe, Krausen, Taschen⸗]. vermiethen; auch kann Kost dabei gegeben werden. tücher, Röcke, Kragen, Manschelten, Hemden ꝛc. ꝛc. Ju erfragen bei ber Exped. des Anz. 101 empfiehlt billigst Wäsche zum Bügeln 1236 6. F. Aletter. wird ae in und außer dem Hause. Kleine * 38 n Augustiner Schulstraße Nr. 374 J. Stock 8. N Gute weiße Kernseife ee eee. empfehlt Sen Die Bleiche auf der Seewiese 1694 usagasse. ist eröffnet. 1718 Ein braver Junge ein e. kann in dle Lehre treten bei J 9 1686 Ein starker Junge„ Man sucht in ein Manufaeturwaaren-Geschäft in Hessen Lehrmädchen von guter Er— 7JJJCCCCCCCCCCCCTCCbCCCCCCCCCCCCC Friedberg. J. stissel, Wagner. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 1700 Bekanntmachung. Zum Zwecke der Reinigung des Wasser Reservoirs wird die Wasserzuleitung Mittwoch den 30. April, Mit⸗ tags 12 Uhr, abgestellt werden. Friedberg den 28. April 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Stein häußer. Theater in Friedberg. 171⁰(Im Casinosaal.) Mittwoch den 30. April 1884: Er muß auf's Land. Lustspiel aus dem Französischen von Friedrich. Anfang 8 Uhr.— Das Näbere durch die Zettel. In Vorbereitung: Kean, oder: Leidenschaft und Genie. Einer von unscre Leut Turnverein. Versammlung Mittwoch den 30. April, Abends 9 Uhr, bei Herrn Gg. Ulrich. 1712 Tagesordnung: Rechnungsablage. Das Anturnen in Vilbel am 4. Mai. Neuwahl des Vorstandes. 1708 Der Vorstand. 2* 71* Lukalgewerbverein Friedberg. General versammlung Montag den 28. April, Abends 8 Uhr, im Saale von Georg Ulrich am Bahnhof. Tagesordnung: Rechnungsablage. wahl. Friedberg den 25. April 1884. Der Vorstand: 1685 Limpert, Vorsitzender. Einladung. Die Mitglieder des Gesammt Comité's zur Verwalk— ung des Fonds von der Wetterauer In dustrie-Ausstellung lade ich hiermit ergebenst zu einer Sitzung auf Donnerstag den 1. Mai, Abends 8 Uhr, in die Bierbrauerei von Binzel ein. Tages-Ordnung: Beschlußfassung über das Gesuch des hiesigen Localgewerb- Vereins um Ueberweisung der vorhandenen Gelder zu baulichen Zwecken. Friedberg den 22. April, 1884. Vorstands Jckel, 1649 Rechtsanwalt. Amerikanischen Pferdezahn-Fulter-Mais 1714 bei J. Herrmann. Leber⸗ und Blutwurst à Pfd. 52 Pf., Schwartenmagen à Pfd. 60 Pf. in Prima-Waare empfiehlt Georg Hanstein II., 1716 vis-à-vis der Post. Trauben-Brust-Syrup in Flacons à 50 Pf., 1 und 1½ Mark. 1690 J. A. Windecker, Friedberg. Arbeits-Vergebung. Das Bearbeiten(Abbinden und Aufschlagen ꝛc.) von ca. 1500 lfd. Meter Tannen resp. Kiefernholz zur Er— bauung eines Samen-Lagerhauses, sowie sonstige Zimmer arbeiten sollen an den Wenigstnehmenden in Aecord ge— geben werden. Refleetanten wollen ibre Gebote bei dem Unterzeich— neten bis zum 7. Mai abgeben, woselbst auch die Pläns eingesehen und die näheren Bedingungen zu erfahren sind: Friedberg den 28. April 1884. 1717 ö W. Gockus. 2 8 Todesanzeige& Danksagung. Theilnehmenden Verwandten und Freunden widmen wir die schmerzliche Nachricht, daß heute Morgen 674 Uhr nach langem, schwerem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Großvater u. Schwieger— vater. UE ö Peter Mengel dem Herrn sanft entschlafen ist. Für die vielen Beweise herzlicher Theitnahme während des Krankseins und bei der Beerdigung des Verblichenen, sagen herzlichen Dank 1 Groß⸗Karben den 26. April 1884. 1698 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Truck und Verlag von Carl Bindernagel. Hierzu eine Beilage von C. Mosqua in Hildesheim.