Novität! an. settel. u. 1 Verwalt⸗ ssellung I, s Gesuch Vereins handenen cken. el, walt. ung. 1g schen bst dem elster. ausch, straße. Ife (079 ue I ili aud gan Pf. und Vt igt. läßt det lonomiee, in Baar⸗ Hühner 2 Ische/ eibpult, Fisser/ Schalter⸗ 0 Stühle Rol sel. f. l. fel. 1884. Jamstag den 26. April. M 50. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ei Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg.(rhein: dreimal wöchentlich und zwar Diensag, f 3 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Aufruf zur Gründung einer Arbeiter-Colonie für das Großherzogthum Hessen und den? Königlich Preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden. Schon seit Jahren wird mit Recht darüber geklagt, daß auf den Land— straßen eine große Anzahl arbeits- und mittelloser Menschen herumzieht, welche auf die öffentliche Unterstützung angewiesen sind und dadurch nicht nur der ansässigen Bevölkerung zur Last fallen, sondern auch Gefahr laufen, körperlich und moralisch zu Grunde zu gehen. Wohl hat man in anerkennenswerther Weise durch Gründung von Antibettelvereinen und durch ähnliche Einrichtungen diesem Uebel entgegen zu wirken gesucht; diese Maßregeln haben indessen nur in sehr beschränktem Grade die Belästigung der Bevölkerung gemindert, eine gründliche Abhülfe wurde aber nicht geschafft, wie auch auf diesem Wege den Arbeitslosen auf die Dauer nicht geholfen werden konnte. Und doch muß gerade in dieser Richtung Etwas geschehen, wenn man bedenkt, daß der größte Theil der arbeitslos Umherziehenden ursprünglich wirklich Arbeit suchten, und daß auch unter Denjenigen, die schon lange umher— ziehen, sich immer noch Viele finden, die gerne Arbeit nehmen, wenn thnen solche geboten wird, und die freudig die helfende Hand ergreifen, um sich aus ihrem leiblichen und sittlichen Elend herauszuarbeiten. Von diesen Anschauungen aus— gehend, hat Pastor von Bodelschwingh, unterstützt von anderen für das Wohl ihrer Mitmenschen begeisterten Männern, in der Nähe von Bielefeld die Arbeiter⸗ colonie Wilbelmsdorf gegründet, welche den Zweck hat, männliche Arbeiter, welche keine regelmäßige Arbeit gefunden haben, aufzunehmen, sie an regelmäßige Arbeit zu gewöhnen, dadurch leiblich und sittlich zu stärken, und ihnen die Möglichkeit zu gewähren, wieder nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft zu werden. Die in der Colonie Wilhelmsdorf erztelten Resultate sind so sehr zu Tage getreten, daß in anderen Gegenden unseres deutschen Vaterlandes das Beispiel Nachahmung gefun⸗ den bat; in Schlesien, Hannover-Braunschweig, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Württemberg, Bremen-Oldenburg sind Colonien gegründet worden, in Baden sind vorbereitende Schritte gethan, um so dringender ist auch für unsere Gegend ein gleiches Vorschreiten geboten, und es wurde deshalb in einer am 14. Januar l. J. Frankfurt a. M. den 3. April 1884. Allmann, Bürgermeister zu Bingen. von Berlepsch, Amtmann zu Hochheim a. M. Boekmann, Dr., Provinzial-Direktor zu Gießen. Braden, Dr., Kreisrath zu Friedberg. Cramer, Gutsbesitzer zu Wiesbaden. Deißmann, Pfarrer zu Grävenwiesbach.„ Goldmann, Dr., Geheimrath, Ober-Consistorial-Präsident zu Darmstadt. Heller⸗Gölzenleuchter zu Frankfurt a. M. von Hergenhahn, Polizei-Präsident daselbst. Heyl, Geh. Commerzienrath zu Worms. Hilf, Justizrath zu Limburg. Hirsch, F. L., Gutsbesitzer zu Alsheim. Kalle, F., Stadtvorsteher zu Wiesbaden. Küchler, Provinzial-Direktor zu Mainz. Küchler, Bürgermeister zu Worms. Ladenburg, Geheimerath zu Frankfurt a. M. zu Frankfurt a. M. abgehaltenen, stark besuchten Versammlung ein Verein für Gründung einer Arbeitercolonie für das Großherzogthum Hessen und den Königlich Preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden ge⸗ gründet. Die Anstalt, welche arbeitsfähige, arbeitslose Männer ohne Unterschled des Standes, der Religion und der Würdigkeit aufnimmt, soll das Werk freier Vereinsthätigkeit sein, wie auch der Eintritt in die Anstalt, das Verbleiben in und der Austritt aus derselben lediglich von dem freiwilligen Entschluß des Pfleglings abhängt. Die Anstalt ist demnach kein Ort, in welchem die Arbeiter durch die Anordnung einer Gerichts- oder Polizei-Vehörde Aufnahme finden, sie muß deshalb auch lediglich durch die freie Vereinsthätigkett gegründet und unterhalten werden. Sie wird zwar der thatkräftigen Unterstüßung der Behörden nicht entbehren können und diese Unterstützung wird ihr nicht fehlen, sie ist aber zunächst auf die Beiträge Derjenigen angewiesen, die ein Herz für die Noth der Brüder haben und gerne bereit sind, an dieser ächt religiös ⸗sittlichen Thätigkeit mitzuarbeiten. Indem der unterzeichnete Vereins⸗Vorstand hiermit um die thatkräftige Hülfe bei seinem Liebes⸗ werk bittet, bemerkt er, daß mit Genehmigung des Großherzoglich Hessischen Mink⸗ steriums und des Königl. Preuß. Herrn Oberpräsidenten in der nächsten Zeit eine Collecte in dem Vereins bezirk erhoben werden wird. Die Gründung der Colonie bedarf reichlicher Mittel und auch ihre Unterhaltung wird nicht ohne stän digen Zuschuß möglich sein; wir zwelfeln jedoch nicht, daß, wie anderwärts, es auch bel uns gelingen wird, das Ziel zu erreichen. Wir bitten unsere Mitbürger, nicht nur der Colleete ihre Theilnahme zuzuwenden, sondern auch durch Bildung von Hocal— Comité's und in anderer Weise für die Sache thätig zu sein, und erbitten uns Beitrittserklärungen, sowie Bewilligung von Beiträgen. Möge unser Wort freund— liche Aufnahme und einen kräftigen Wiederhall in den Herzen unserer Mit— bürger finden! von Marquaro, Provinzial⸗ Direktor zu Darmstadt. May, Arthur, Rentner zu Frankfurt a. M. Miquel, Oberbürgermeister daselbst. Münzenberger, Geistlicher Rath und Stadtpfarrer daselbst. Ohly, Oberbürgermeister zu Darmstadt. Ponfik, Dr., Rechtsanwalt zu Frankfurt a. M. Frhr. A. von Nordeck zur Rabenau zu Friedelhausen bei Pothe, Kreisrath zu Offenbach. Schlosser, Pfarrer zu Frankfurt a. M. Sonnenberg, H., Kaufmann daselbst. Stamm, Justizrath zu Wiesbaden. Stammler, Dr., Landgerichts-Direktor zu Gießen. von Strauß, Dr., Poltizei-Präsident zu Wiesbaden. Stromberger, Dr., Pfarrer zu Zwingenberg. Walther, Dr., Decan zu Nieder-Ingelheim. Walz, Pfarrer zu Bad- Nauheim. Lollar. Deutsches Reich. in der letzten Session eingegangenen Petitionen — 23. April. Die Eisenbahn-Commission Darmstadt. Der Fürst von Bulgarien trifft den 29. d. Mts. hier ein zur Theilnahme an der bevorstehenden Vermählungsfeier. — 24. April. Die deutsche Kronprinzessin, die Erbprinzessin von Meiningen und die Prin— zessin Victoria von Preußen treffen morgen hier ein. Ebenso wird der englische Minister Lord Carlingford morgen erwartet. 4 — Der prov. Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Schaum wurde zum Lehrer an dieser Anstalt ernannt. — Militärdienstnachricht. von Bachmayr, Rittm. vom 2. Rhein. Hus.-Regt. Nr. 9 und commandirt als Adjutant bei der Gr. Division, wurde der Charakter als Major verliehen. Berlin, 23 April. Reichstag. Büchte— mann begründet seinen Antrag wegen Erwirk⸗ ung einer Pension für im Reichsdienste beschäf⸗ tigte Civilpersonen mit dem Grundsatz der Haft⸗ pflicht. Der Antrag geht an eine Commission von 21 Mitgliedern. v. Czarlinski begründet hierauf seinen Antrag auf facultative Zulassung der polnischen Sprache im Gerichtsverfahren, wo das Bedürfniß vorliege. Der Antrag wird nach einer längeren Debatte an eine Commission von 14 Mitgliedern überwiesen. Ein Antrag Schenk's und Gen., welcher nunmehr zur Ver— handlung kommt, geht dahin, den Reichskanzler zu ersuchen: In Veranlassung der betreffenden, Erhebungen darüber anzuordnen, ob und unter welchen Voraussetzungen es sich empfiehlt, auch solchen ehemaligen Militärpersonen einen Pen— sionsanspruch zu gewähren, bei denen im Kriege erlittene innere Dienstbeschädigungen erst nach dem Präclusivtermin für Pensionsansprüche her— vorgetreten sind. Der Antrag geht an eine Commission von einundzwanzig Mitgliedern. — 24. April. v. Bernuth befürwortet die commissarische Berathung des Pensionsgesetzes und erklärt, seine Fraction halte auch jetzt wie im vorigen Jahre an den beiden in der Com— mission vereinbarten Grundsätzen fest: 1) Das Diensteinkommen der Offiziere von der Com— munalbesteuerung freizulassen, nicht aber die Revenuen aus Privatvermögen, und 2) soll die günstigere Lage der Pensionirten nicht blos den Kampfgenossen von 1870/71 zu Gute kommen, sondern auch weiter zurück rückwirkende Kraft haben. Der Gesetzentwurf wird schließlich nach dem Antrage v. Bernuth's an die Commission von 21 Mitgliedern verwiesen, der bereits der Antrag Schenk's und Gen.(Gewährung von Pensionen nach dem Präclusiv-Termin) über⸗ geben ist. — 23. April. Die Reichstags⸗Commission für den Gesetzentwurf über den Feingehalt von Gold- und Silberwaaren begann heute die Generaldiscussion. des Abgeordnetenhauses genehmigte sämmtliche Verträge über den Erwerb neuer Bahnen, mit Ausnahme der Bremer Bahn, worüber wegen Abwesenheit des Referenten die Berathung aus— gesetzt wurde. — 24. April. Die Commission des Reichs— tages für das Aktiengesetz nahm den Artikel der Vorlage an, welcher den Minimalbetrag für Aktien auf Namen auf 2000 und für Aktien auf Inhaber auf 1000 Mark feststellt. — Die Reise des Kaisers nach Wiesbaden ist wegen des Unwohlseins der Kaiserin auf den 1. Mai verschoben worden. Vor der Abreise wird der Kaiser der Grundsteinlegung des Reichs— tagsgebäudes beiwohnen. Das Befinden des Kaisers ist fortdauernd vortrefflich. Ausland. Oesterreich-⸗Ungarn. Wien, 23. April. In Krakau schleuderte gestern ein gewisser Ma— lankiewitz eine Petarde gegen das dortige Poli— zeidirectionsgebäude, und wurde darauf verhaftet. Derselbe ist zweifellos das Werkzeug einer ge— heimen Socialistengesellschaft; er gab an, daß er den Polizeicommissär Kostrzewski tödten wollte, weil dieser die Socialisten verfolge. Italien. Rom, 24. April. Das Königs⸗ paar ist heute nach Turin abgereist, um der Er— öffnung der Nationalausstellung beizuwohnen. Türkei. Constantinopel, 23. April. Bei der Verabschiedung des österreichischen Kron— prinzenpaares vom Sultan, wobei der Kronprinz für die außerordentliche Gastfreundschaft wärm⸗ stens dankte, drückte der Sultan den Wunsch aus, der Dampfer„Miramar“ möge auf der Rückfahrt von Brussa noch einen ganz kurzen Aufenthalt im Bosporus nehmen, damit er dem Krouprinzenpaare vor dessen gänzlicher Abreise noch einen freundlichen Gruß senden könne. „Miramar“ ist heute Morgen in Mudania ein— getroffen. Prinzessin Stephani wollte in Folge leichten Unwohlseins die Fahrt nach Brussa nicht fortsetzen. Da der Kronprinz seine Frau nicht ver— lassen wollte, ging das Gefolge allein nach Brussa. — Der Bauten-Juspector Raif Effendi ist zum Arbeitsminister ernannt. Rumänien. Bukarest, 23. April. Der Fürst von Bulgarien ist heute incognito von Rustschuk eingetroffen, nahm bei dem Königs— paar das Deseuner ein und kehrte darauf zurück. Bulgarien. Rustschuk, 24. April. Der Fürst reist heute nach Varna ab, um morgen früh das daselbst eintreffende österreichische Kron— prinzenpaar zu begrüßen. Portugal. Lissabon. Die Pairskammer ge— nehmigte am 22. April den Entwurf, welcher die Regierung zur Reform der Verfassung ermächtigt. Rußland. Petersburg. In Cronstadt wurden am 18. d. drei Marineoffiziere Namens Rachmanoff, Dobrotworsky und Postelnikoff, unter der Anklage, der Umsturzpartei anzuge— hören, verhaftet und in der Peter-Pauls-Festung eingekerkert. In Saratoff wurden in voriger Woche neun böhere Regierungsbeamte aus der gleichen Ursache verhaftet und nach Petersburg transportirt. Egypten. Kairo, 23. April. Nubar Pascha weigert sich bestimmt, im Amte zu bleiben, wenn Berber nicht sofort Hilfe erhalte. General Wood trifft deßbalb eilige Vorbereitungen zur Absendung von Truppen, welche in dieser Woche aufbrechen werden, falls die englische Regierung nicht das Gegentheil auordnet. Daily Tele— graph meldet von gestern das Gerücht, Berber sei bereits gefallen. Nach einem Briefe Giegler Pascha's gelang es 3000 Personen, Kbartum zu verlassen, bevor die Stadt von den Auf— ständischen vollständig eingeschlossen wurde. 600 Personen kamen in Korosko an und wurden nach dem Norden weiter befördert. In Kairo wurden die Polizeikräfte bedeutend verstärkt, weil man eine Kundgebung der eingeborenen Bevölkerung gegen die Engländer befürchtete. Die englische Flotte, welche am Dieustag nach Malta zu segeln beabsichtigte, erbielt von der Admiralität den Befehl, bis auf Weiteres in Alexandrien zu bleiben. — 24. April. Heute wurde ein außerge— wöhulicher Cabiuetsrath unter dem Präsidium des Khedive abgehalten, um über die militärische Situation zu berathen. Riaz Pascha und Sherif, vom Khedive berufen, wohnten dieser Berathung ebenfalls bei. Es wurde beschlossen, daß die sofortige Absendung von Truppen nach Ober— egypten unbedingt nothwendig sei und Nubar Pascha beauftragt, diesen Beschluß der englischen Regierung zu unterbreiten. Der Gouverneur von Berber telegraphirt, die einzige Hoffnung zur Rettung der Garnison bestehe noch in der Uebergabe der Stadt; es werde in zwei bis drei Tagen ein Angriff der Rebellen erwartet. Amerika. Washington, 23. April. Ge⸗ mäß des jüngst vom Senate gefaßten Beschlusses hat der Staatssecretär Freelinghuysen nunmehr die Flagge der internationalen afrikanischen Ge— sellschaft als befreundete Flagge anerkannt. Asien. Shangai, 23. April. Einer Meld— ung des Reuter'schen Bureaus von hier zufolge, ist der Vicekönig von Bünnan in Hang:-soa plötz— lich gestorben. Man vermuthet einen Selbstmord. Aus Stadt und Land. Friedberg. Wie wir aus guter Quelle erfahren, soll die zu gründende Arbeitercolonie für das Großher— zogthum Hessen und die Provinz Hessen⸗Nassau auf der Oes bei Hausen in unserem Kreise errichtet werden. König t. O., 22. April. Zwischen Breitenbrunn und König ist am Montag ein Raubanfall an einem 72 Jahre alten Manne verübt worden. Letzterer traf in einer Wirthschaft in König mit einem Menschen zu— sammen, der sich ihm auf dem Heimwege anschloß. Unter⸗ wegs schlug der Unbekannte den alten Mann, der sich nur wenig zur Wehre setzen konnte, zusammen und be⸗ raubte ihn seiner Baarschaft von— M. 1.10. Der Beraubte ist bereits verstorben. Dem Thäter ist man auf der Spur. Allerlei. r. Wehrheim. Wie man vernimmt, soll in der Kurze auf der„Lochmühle“ eine Versammlung stattfinden zur Berathung der nöthigen Schritte über den Neubau einer Chaussee von Wehrheim durch's Köpperner Thal über Frtedrichsdorf nach Homburg. Hoffentlich führt man dieselbe auf halber Höhe rechts oder links an den Bergen her, wo es sich dann nur um die Verbreitung bereits vorhandener Fahrstraßen handelt, und nicht etwa durch die Sohle des Thales, denn da wäre es jammerschade um die schönen Baumgruppen. Bombay. In Rangoon(Birma) wüthete 2 bindurch eine furchtbare Feuersbtunst. Schaden wird auf 1,200,000 Pfund 44 Million Mark) geschätzt. Rangoon ist der größte Reisstapelplatz der Erde. Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. April. Wochenmarkt. Weißraut per Stück 1525 Pf., Rothkraut 20 Kohlrabi 3—6 Pf., kleiner Häuptersalat Mistbeet-Salat 8—20 Pf., neuer Rettig Tage Der angerichtete Sterling(über bekanntlich Gemüse: 40 Pf., 3—5 Pf., 12-15 P., alter Rettig 46 Pf, Gurken 80 Pf. bis M. 1.50, rothe Rüben 3—6 Pf., Spargeln per Pfd. M. 1.20, Suppenspargeln 80 Pf., Zwiebeln per Cte. M. 14, per Gescheid 50 Pf., Steckzwiebeln M. 1. Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 3.80— 1.50, per Gescheid 9—10 Pf., neue Malteser Kartoffeln per Ctr. M. 18, per Pfd. 25 Pf., Mäuschen per Ctr. rote M. 6, gelbe M. 8, per Gescheid 20 Pf. und bezw. 25 Pf. Handkäse 42—50 Pf. Italienisches Geflügel: junger Hahn M. 1.50—2, junge Taube 80 Pf. bis M. 1, welscher Hahn M. 5—7, welsches Huhn M. 4—6, zabme Ente M. 3.20, wilde Ente M. 3, Poularde M. 3, Capaun M. 3.50. Homburg v. d. H., 24. April. Wochenmarkt. Kar— toffeln per Malter M. 4.00— 4.50, per Gescheid von 9 bis 10 Pf., Eier per Stück 4, 5 und 6 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 3.20. Eingesandt. Theater. Am Mittwoch sahen wir Bened in's „Störenfried“ und waren von der vorzüglichen Darstell ung dieses Lustspiels ungemein befriedigt. Wir stimmen mit ein in den Beifall, der den Mitwirkenden an diesem Abend in reichstem Maße gespendet wurde. Nachdem heute der„Schwabenstreich“ über die Bretter gegangen sein wird, wird am Sonntag ein Stück aufgeführt, was seiner Zeit in Berlin, ebenso wie an andern Orten, unzählige Aufführungen erlebte(in Breslau z. B. 100), da es geradezu das drastischste, heiterste Bühnenwerk ist, das in diesem Genre eristirt— und man es dem„Mein Leopold“ desselben Verfassers an die Seite setzen könnte, wenn nicht im„R egistrator auf Reisen“ das komische Element nicht das aus schließlich vorherrschende wäre. Es verspricht uns also die Aufführung des„Registrator“ ungeheure Heiter keit“ und ist daher der Besuch dieser Vorstellung Jedem anzurathen, der„des Weltlaufs Elend und Sorgen“ vergessend, sich einmal so recht herzlich aus lachen will. — Den Einsendern der Annonce, worin die Aufführung des„Probepfeil“ gewünscht wird, sind wir er mächtigt, zu antworten, daß die Direktion diesen Wunsch gern erfüllen möchte,— aber wobl davon wird abstehen müssen, da die Honorarforderung bei diesem Skücke eine zu hohe ist. Bekanntmachung. Bei der Posthülfstelle zu Steinfurth(Hessen) wird am 1. Mai ver Telegraphen Vetrieb mit Fernsprecher eröffnet. Darmstadt, 23. April 1881. Der Kaiserliche Ober Postdirektor. In Vertretung: Heyse. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. Misericordias. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffen bach. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burglirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag: 6—85⁰47 Beicht 7 Uhr: Austheilung der heil. Communkon. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht. Eisenbahn- Dircktions- Bezirk Hannover- Eisenbahn-Getriebs- Amt Cassel. (Main Weser-Bahn.) Die Gras- und Klee-Erndte auf den Bahnböschungen soll auf 3 Jahre wie folgt verpachtet werden: 1) auf der Strecke Friedberg— Butzbach Frektag den 2. Mai er., Vormittags 7 Uhr, an der Friedberg —Schwalheimer Grenze beginnend; 2) auf der Strecke Friedberg— Nieder- Wöllstadt Sams- tag den 3. Mai er., Vormittags 7 Uhr, an der Friedberg— Schwalbeimer Grenze beginnend 3) auf der Strecke Nieder-Wöllstadt Vilbel Freitag den 2. Mai er., Vormittags 7 Uhr, am Bahnhofe zu Vilbel beginnend. Frankfurt a. M., 23. April 1884. 1661 Königl. Eisenbahn-Bau-Inspection. Bekanntmachung. Die Lieferung von 56 Warnungstafeln aus Blech soll vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf unserem Büreau zur Einsicht auf. Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, längstens bis zum 5. Mai e., Vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureicheu, zu welcher Zeit auch die Eröffnung der Offerten stattfinden wird. Homburg v. d. H., 24. April 1884. Großherzogliche Oberförsterei Nieder Schwarz. Für Confirmanden. Corsetten, Kragen, Manschetten, Krausen, Vorstecker, weiße Unterröcke, Strümpfe, Handschube billigst bei . 8 1591 Geschwister Schloss. Eschbach. 1881 Pferch⸗Versteigerung. Montag den 28. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 10- 15 Schafpferche öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 25. April 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. Arbeits-Vergebung. Montag den 28. d. Mts., Nachmittags 4½ Uhr, werden in der Gastwirthschaft des Ph. Feuerbach VII. zu Ober-Wöllstadt nachstehende Arbeiten und Liefer— ungen öffentlich vergeben: 1684 Maurerarbeit, veranschlagt zu 26 M., Steinhauerarbeit 5 Cbaussirarbeit 1 Pflasterarbeit 0„ Das Zerschlagen von Basaltsteinen 983 Das Brechen von Chaussirsteinen 385 Das Brechen von ungerichteten Basalt vflastersteinen 18 Das Anfahren von Basaltsteinen 59 0 Das Anfahren von einem Waggon Schlacken sand von der Station Nieder-Wöllstadt 14„ Die Lieferung von 8 lfd. w, 30 om weiten Cementröhren 10 Friedberg den 24. April 1884. Zörb, 1679 Bezirksbauaufseher. Man sucht in ein Manufacturwaaren-⸗Geschäft in 6 Lehrmädchen von guter Er⸗ 1 ziehung und empfehblendem Aeußeren. 1637 Offerten unter F. 2135 an Rudolf Mosse, Frankfurt u. M.(F. a 149%.) Arbeits-Vergebung. Dienstag den 29. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, sollen die zur Umbauung einer Scheuer und die zur Unterhaltung von gemeinbeitlichen Gebäuden nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen auf dem Rathhause zu Ockstadt öffentlich vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 740 Steinhauerarbeit 60— Zimmerarbeit 245 Dachdeckerarbeit 50 Schreinerarbelt 18— Schlosserarbeit 50— Weiß binderarbeit 89— Pflasterarbeit 15— Die Lieferung von Grubensand 75 5„ Schwarzkall 165— 5„ Weißkalt 45 0 5„ Russensteinen 80 2 8„ Platt- und Firstziegeln 26 50 Das Anfahren von Mauersteinen 44 Das Aufsetzen von Mauersteinen und Sand— messen 12 Das Anfahren von Schlackensand 12— Friedberg den 23. April 1884. Zörb, 1665 l Bezirks Bauaufseber. Bekanntmachung. 1668 Die am 18. April c. im hiesigen Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und erster Abfuhrtag auf Dienstag den 29. d. Mts. festgeseßt worden. Rodheim v. d. H., 22. April 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. Jacobi. 72 Hens Ames I 501 2 10a 2 nn 1% fu un 8 — Kiesen pun uolfeg ene 2 Zuspetug genau 2 8 2 — . 8 — 2 * 7 eee e . 18 5— 3— 4— 1 2 = 8 2 2 —— — 2 — — 12 2 — —— * 8 7— Ei 2—. 275— 2— 22 2 E 27 7— — — — ue on * 5 10 1 1 0 1 S 2 ND sr en June) 1 Ua pofaeune) Markt Verlegung. Der im Landkalender auf Montag den 12. Mai an⸗ gesetzte Frühjahrsmarkt soll Montag den 5. Mai abge⸗ halten werden. Echzell den 18. April 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell. 1642 Habicht. ———— Nachmittags 2 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen, Bekanntmachung an welchem Tage die Eröffnung derselben stattfindet. 8. 5* Zeichnungen und Bedingungen liegen von heute ab Donnerstag den 29. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, auf dem Büreau des Unterzeichneten(Glockengasse soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger zum Schlachten geeigneter Faselochse auf hiesiger Bürgermeisteret öffent⸗ lich meistbiend versteigert werden. Ober⸗Mörlen den 24. April 1884. Großerzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen. Jen — 7 7 5 * 0 N Coco rose. Eine aus Nordfrankreich bezogene Stangenbohne mit wachsartigen, 1688 großem rundem Samen, mattgrüner, speckigen Schaale, beste aller bekannten Brechbohnen, die selbst in fast reifem Zustande zart und weich ist. Ihre Hauptvorzüge sind: Enorme Ertragfähigkeit, wunderbar feiner Geschmack, hält selbst einen leichten Frost aus, trägt bis tief in den Herbst, wenn alle andere Bohnen ist sowohl als Brechbohne bereits abgestorven sind und if e 8 zum Frischkochen und zum Einmachen, wie auch als empfiehlt 1 Bohne zum Trockenkochen unvergleichlich. Preis pro 1071 J. IBBaumeister. 10 Pfund zu 10 Mark. Ver⸗ Pfund 1 Mark 20 Pf., der nach Einsendung des sendung gegen Nachnahme o Betrages.(H. 33842.) 1653 Berger& Co., Kötzschengroda⸗Dresden. Versteigerungs-Anzeige. Mittwoch den 30. April, Morgens 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung folgende Oekonomie, Haus- und Küchengeräthschaften öffentlich gegen Baar⸗ zahlung versteigern: 1 vollständigen Wagen, 8 Hühner und 1 Hahn, 2 Gänse, 2 Enten, 3 Bettladen, 2 Tische, darunter 1 massiver von Nußbaumholz, 1 Schreibpult, 1 Kleiderschrank, mehrere Kisten, Bütten und Fässer, mehrere Parthien Brennholz, 1 Webstuhl, 10— 12 Schalter⸗ bäume, geeignet zu Sparren, 1 Küchenschrank, 6 Stühle und 1 Wiege, mehrere Centner Gerstenstroh und 1 Rollseil. 1644 Wirth Hartmann, Nieder⸗Wöllstadt. Cuchemir in allen Farben, Mull, Handschuhe, Krausen, Taschen⸗ tücher, Röcke, Kragen, Manschetten, Hemden ꝛc. ꝛc. empfiehlt billigst 1236 iter Aecht 1656 Schwarzwälder Kirschwasser empfiehlt g W ilh. Ber nb e 3 Einen gesitteten Zungen 1654 8 Heinr. 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Wollt Ihr, daß das moralische und finanzielle Ansehen unserer Gemeinde mehr als in hinter Euch liegenden Perioden zum Wachsthum und zur Entfaltung gelange, so vereinigt Eure Stimmen zur Auswahl einer Kraft, welche die allseitige Befähigung in sich vereinigt, die Ge⸗ meindeverwaltung im Sinne und Geiste der Gemeindeordnung vom 15. Juni 1874 zu führen. Wollt Ihr einen Mann zum Bürgermeister, der sein Amt selbstständig, nach eigenen Ueberzeugungen, ohne fremde Beihülfe und ohne anderwärtige Einflüsse, nach eigenen und den Erwägungen der gesetzlich berufenen Gemeindevertreter zu führen versteht; T wollt Ihr einen Mann zum Bürgermeister, dem das Licht der Oeffentlichkeit von keiner Seite her die Augen verblendet und der daher auch den Muth hat, die Oeffent⸗ lichkeit der Gemeinderathssitzungen in den gesetzlich zulässigen Fällen einzuführen;— wollt Ihr einen Mann zum Bürgermeister, der das Muster eines gesetzestreuen Ortsbürgers, eines treuen Haus- und Familienvaters, eines ordnungsvollen Vermögensverwal⸗ ters ist;— wollt Ihr mit einem Wort einen Mann zum Bürgermeister, der unsere Gemeinde Rockenberg mit vollem Ansehen einer würdigen und ebrenvollen Vertretung bekleidet, dann laßt Euch nicht von Anderen in's Schlepptau nehmen, sondern vereinigt Eure Stimmen auf die Wahl unseres Mitbürgers Johann Georg Anselm. Viele Wähler von Nockenberg. 4 alligen B lat i Zur gefälligen Beachtung. Durch Umbau und Veränderung meiner Localitäten bin ich genöthigt mit den noch aus der Landau' schen Concursmasse vorhandenen Waaren schleunigst zu räumen und habe dieserhalb eine bedeutende Preisermäßigung eintreten lassen. Gleichzeitig empfehle ich eine große Parthie Corsetten und billigen Preisen. Achtungsvoll M. Netscher. „Lum hilligen Laden.“ Carl Bauer in Assenheim empfiehlt zu äußerst billigen Preisen: Ina Schmied⸗ und Walz⸗Eisen in allen gangbaren Dimenstonen, Wagen und Pflug⸗Achsen, Wagen⸗ büchsen, Stahl und Stahl ⸗Schaare, Eisenbleche, Zink, Dachfenster, Röder'sche Tafelherde, Herd⸗ und Kesselröste, Kesselgestelle, Fußkratzeisen, Kroppen, Kuchenformen, Waffeleisen, amerikanische Dunggabeln mit und ohne Stiel, Grabschippen, Ketten, wie alle sonstigen Eisenauß— und Eisenwaaren. 8⁵⁴ J. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand-Handlung. Große Auswahl. Billige Preise. 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