714 1 tel dier. narnat⸗ und zwei⸗ Groß. Odsad 2705 1884. Donnerstag den 24. Juli. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der der von demselben am 16. September, 28. October und 16. Dezember d. J Amtlicher Theil. anstaltenden Verloosungen von Industriegegenständen im Großherzogthum zu vertreiben. Bekanntmachung. Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke zu Vilbel. Nachdem die Zusammenlegung der Grundstücke in einem Theil der summarischen Darlegung und Namensverzeichnisses der betheiligten Grundbesitzer auf Freitag den 5. September d. J. unserseits angeordnet. dert im Termin Sonnabend den 6. September d. J., Vormittags von 9 bis 12 Uhr, jenigen, welche weder in Selbstperson noch durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte trags, 9. August d. J. bis Die stimmberechtigten Grundbesitzer werden aufgefor über das Projekt abzustimmen, wobei bemerkt wird, daß Die als für die Zusammenlegung stimmend angesehen werden. abstimmen, Es haben daher in dem Termin Auswärtige Stimmberechtigte haben bis zu dem genannten Termin einen weiter nöthig werdenden Handlungen eine besondere welche in dem Grundbuch bezw. Es kann jedoch bei zeitigem Nur diejenigen Grundbesitzer, aufgeführt sind, bezw. deren Erben, sind, zur Abstimmung legitimirt nur Diejenigen zu erscheinen, Aufforderung nicht mehr ergehen wird. der Offenlegungsfrist seitens des Großh. Steuercommissariats Friedberg gewahrt werden. Friedberg den 22. Juli 1884. Justiz hat dem Stadtrathe zu Baden-Baden die Erlaubniß ertheilt, die Loose J. zur Erhaltung der Baden-Iffezheimer Pferde-Wettrennen zu ver— der Gemarkung Vilbel beantragt wurde, wird die Offenlegung des An— dem Rathhause zu Vilbel von Sonnabend den welche gegen das Projekt stimmen wollen. Bevollmächtigten in der Gemeinde zu bestellen, ansonsten bei in dem auf Grund desselben aufgestellten alphabetischen Verzeichnisses Antrag das Ab- und Zuschreiben noch während Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Berlin, 21. Juli. Der Kronprinz ist heute in Begleitung des Prinzen Heinrich nach Freienwalde zur Beiwohnung des zweihundert— jährigen Brunnenfestes abgereist. Coblenz, 21. Juli. Die Kaiserin ist heute nach der Insel Mainau abgereist. Kissingen. Die Großfürstin Wladimir von Rußland sammt Gefolge wird am 8. August hier zur Kur eintreffen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Wie ver— lautet ist im Laufe der Untersuchung gegen den Anarchisten Kammerer auch herausgekommen, daß gegen die Wiener kaiserliche Hofburg ebenfalls ein Attentat von Kammerer, Stellmacher und Genossen geplant war. Sie wollten die Burg, während der Kaiser in Wien weilte, mittelst Dynamit in die Luft sprengen. Drei Anarchisten, welche dabei mit Kammerer und Stellmacher in Verbindung waren, sind noch nicht in den Händen der Polizei, welche sie jedoch verfolgt. Zwei davon sollen sich nach Deutschland geflüchtet haben, der dritte dagegen in Wien sein. — 21. Juli. Im Petroleumbezirk Drohobycz fanden gestern Judenkrawalle statt. Czechische Arbeiter schlugen die Häuser ein und erbrachen die Synagoge. Die Gendarmerie griff ein, wobei Todte und Verwundete auf dem Platze blieben. Holland. Haag, 21. Juli. Die General—⸗ staaten sind zur Berathung des Regentschafts— gesetzentwurfs auf den 29. Juli einberufen. Belgien. Brüssel, 22. Juli. Die Re⸗ präsentantenkammer wurde heute Vormittag er— öffnet. Dieselbe nahm Wahlprüfungen vor und erklärte die Wahlen der Brüsseler Abgeordneten für giltig.— Der Senat trat ebenfalls heute zusammen. Frankreich. Paris, 21. Juli. Die Kam⸗ mer berieth den Fünfmillionen-Credit für Mada⸗ gascar. Perin sprach dagegen, Freppel und Lanessan dafür. lichen Umtriebe der englischen Methodisten wodurch die Howas aufgereizt würden. Ferry bemerkte, das werde nicht hindern, in der Madagascar-Angelegenheit sehr behutsam vorzu— gehen, die Regierung werde ihre neue und ent— schlossene Politik gegenüber Madagascar mit der— jenigen Klugheit zu vereinigen wissen, welche durch die augenblicklichen Umstände geboten er— scheine. Die Kammer bewilligte den verlangten Credit mit 372 gegen 83 Stimmen.— Im Senat verlas Dauphin den Bericht der Revisions-Com— mission, welcher sich für die Revision ausspricht, davon aber den Art. 8 über die finanziellen Be— fugnisse des Senats ausgeschlossen wissen will. — 21. Juli. Die Abendblätter dementiren die Gerüchte von der Entdeckung eines orlea— nistischen Complotes. — Die Franzosen verstärken ihre Streit— kräfte auf Madagascar. Zwischen dem 22. und dem 30. Juni kamen in Tamatawe zwei fran— zösische Kriegsschiffe und der Transportdampfer „Vinhlong“ von China mit weiteren Verstärk— ungen an. Die Truppen werden in wenigen Tagen gegen die in der Nähe von Tamatawe stark verschanzten madagasischen Streitkräfte vorrücken. — Der„National“ schreibt, die Verhand— lungen Frankreichs mit Marokko wegen Regu— lirung der Grenzen seien suspendirt, die Regier— ung werde die Verhandlungen wieder aufnehmen, sobald sie mit den Mächten, welche gegen die Grenzregulirung Einwendungen erhoben hätten, zu einem Einvernehmen gelangt sei. — 22. Juli. Ferry theilte dem Minister— rathe mit, daß die Verhandlungen mit China einen guten Verlauf nähmen. Der Tsung— li'yamen(Ministerrath) habe den Vicekönig von Nanking beauftragt, die schwebenden Fragen, namentlich die Entschädigungsfrage, mit Patenotre zu regeln. Eine baldige Lösung stehe bevor. Das französische Geschwader solle bis zur voll— ständigen Zahlung der Entschädigungssumme vor Fu⸗tscheu bleiben. — 22. Juli. Die Kammer beschloß, den Antrag Constan's, betreffend die Wiederherstellung Delafosse wies auf die feind hin, in Erwägung zu ziehen. Der Marineminister erklärte, Admiral Miot werde Conferenz trat außer Tamatawe und Majunga auch andere Punkte Granville präsidirte. besetzen, deren Besetzung nothwendig erscheine. des Listenscrutiniums für die Deputirtenwahlen, Großbritannien. London, 22. Juli. Die heute Nachmittag zusammen. Sämmtliche Delegirte mit den finanziellen Beigeordneten waren auwesend. Um 4 Uhr vertagte sich die Conferenz, ohne den Tag ihrer nächsten Sitzung festzusetzen. Die fremden Regierungen weigern sich, auf eine Zinsreduktion einzugehen und so wird die Con— ferenz überhaupt resultatlos bleiben. Nußland. Petersburg. Der erste Seeretär der russischen Mission zu Teheran, Argyropulos, wurde zum Ministerresidenten in Cettinje er— nannt. Zum Gouverneur von Kjelze ist Vice— gouverneur Iwenenko in Siedlee ernannt worden. — Die Gesetzsammlung veröffentlicht das vom Kaiser sanctionirte Reichsrathsgutachten, betreffend die Einführung des obligatorischen Elementarunterrichtes für minderjährige in in— dustriellen Etablissements beschäftigte Arbeiter, sowie die Einsetzung einer diesbezüglichen Re— gierungsinspection vom 1. Juli ab. Die Tages— arbeit der minderjährigen Arbeiter soll nicht über eine sechsstündige sein. Ein zweites Reichs— rathsgutachten bestimmt die Bestrafung der In— haber und Directoren industrieller Etablisse— ments, welche den Verordnungen hinsichtlich der minderjährigen Arbeiter zuwiderhandeln, mit Arrest oder Geldstrafe. Ferner wird die Gründ— ung eines technologischen Jnstituts in Charkow, sowie die Errichtung eines Geueralgouvernements für das Amurgebiet angeordnet. Letzteres soll Transbaikalien, das eigentliche Amurgebiet, das Küstengebiet, das Militärgouvernement Wladi— wostock und die Sachalinsel umfassen. Egypteu. Kairo, 20. Juli. Der Mudir von Dongola meldet, er habe ein Schreiben Gordon's vom 22. Juni erhalten, worin der— selbe berichtet, daß Khartum und Sennagar un— beschädigt seien. Gordon, welcher noch über 800 Mann verfügte, habe Verstärkungen verlaugt. — Die Deserteure des türkischen Bataillons in der egyptischen Armee werden vor ein Kriegs— gericht gestellt werden. Der Khedive hat dem General Sir Evelyn Wood zu wissen gethan, daß, im Falle ein Todesurtheil über dieselben gefällt werden sollte, er der Gerechtigkeit ihren Lauf lassen werde. Asien. Shanghai, 21. Juli. Die Times meldet von hier, die der chinesischen Regierung zur Beantwortung der französischen Note gesetzte achttägige Frist sei um fünf Tage verlängert worden, in der Erwartung, daß der Abschluß der Verhandlungen zwischen dem Vicekönig in f 17 Nanking und dem französischen Gesandten Pa- sen. Juli 0 7 A1. a tenotre inzwischen erfolgen werde. Parsifalaufführungen fand heute bei vo Hause unter Levi's vorzüglicher Leitun Aus Stadt und Land. nahme Seitens des Publikums. Friedberg. Veranlaßt durch den Artikel„über die Bern, 22. Juli. Cholera“ in voriger Nummer des Anzeigers, Die erste theilt uns gegen die Heilsarmee Demonstrationen sta Fabrikant Fr. Roßbach seine diesbezüglichen Erfahrungen wobei sich gegen 2000 Personen betheiligten, wurde gestern Versammlungslocal der Salutisten in Petersburg mit, wozu wir allerdings bemerken müssen, das daß die sanitären Vorsichtsmaßregeln jetzt ganz andere] Verhinderung weiterer Ausschreitungen sind, als solche vor 40 Jahren Petersburger Verhältnisse nicht so hlesige anzuwenden sind. Immerhin interessant genug, um sie zu veröff 1849 grassirte die Cholera in Petersburg daß läglich viele Hunderte Menschen starben; hatte das Vergnügen, 2 Mal dieselbe durchzumachen und zwar bekam ich sie durch Ueberwachen und dadurch ssund von einer zahlreichen Volksmenge veranlaßtes un regelmäßiges Leben. Beidemal bekam ich grüßt. Der König blieb etwa Nachts die Anfälle und wurde ich mit Pfeffermünzthee Festplatze, besuchte die Schießstände un und Tropfen behandelt. Daß in einer solchen Stadt, halle in Augenschein. Abends die fast nur auf Sumpf gebaut ist und deren sämmtliche Festvorstellung im Theater bel, Kanäle in die Newa fließen, aus welch letzterer wieder[Säckingen“ aufgeführt wurde. das Wasser zum Kochen und Trinken geholt wird, sich Paris, 21. Juli. Von gestern eine Krankheit leicht verbreitet, ist sicher. Es hat sichf bis heute Vormittag 10 Uhr dieß auch im Jahr 1873 in München, Speyer und Hildes, Marseille 60 Personen an der Chole helm, in denen ähnliche Verhältnisse herrschen, gezeigt. 22. Juli. Trotz dleser ungünstigen Verhältnisse sterben in München in Toulon 49 und in Marseille 62 heute kaum noch die Hälfte der Kranken, da die ärztliche Cholera gestorben. Kunst in der Behandlung von Seuchen ungeheure Fort— Madrid. schritte gemacht hat. Und von dieser Hälfte erkrankt und stirbt wieder die Hälfte aus purer Angst! und dies solut unbegründet erklärt. veranlaßt mich eben zur Veröffentlichung dieser Zeilen. Athen. Wie dle„Athener Stoa“ In Petersburg schützt man sich vor der Cholera wie grlechische Kriegsdampfer„Paralos“ an folgt: Morgens nach dem Kaffee trinkt man ein gutes Nauplia zu begeben, um dort den Glas Cognac oder erwärmt den Magen, auch schafft man sich eine wollene Binde an um den Leib, um den Magen, unsere Dampf— maschine, warm zu halten; man lebe recht regelmäßig und genieße nicht viel auf einmal, Obst und dergl. nur mit größter Vorsicht. Auf fremden Aborten, namentlich in Bahnhöfen und Gasthäusern, sei man vorsichtig und Jult vermeide es womöglich, sich darauf zu setzen, um eine direete Berührung zu vermeiden. Man spüle den Abort öfter aus und wasche den Sitz; daß diese letztere Maßregel von Erfolg ist, beweist der Umstand, daß in sich Niemand zu diesem traurigen den Häusern mit selbstthätigem Wasserspüler die Cholera sich nicht verbreitete, während sie in den Häusern mit alten Aborten sehr häufig vorkam.“ W. Nieder Mörlen. Am 14. d., Vormittags, bewegte sich ein großer Trauerzug nach dem hiesigen Frledhofe. Galt es doch elnem alten, verdienstvollen Manne, einem im 74. Lebensjahre stehenden Gretse, einem Veteranen des Lehrerstandes die letzte Ehre zu erweisen, denselben zu seiner letzten Ruhestätte zu geleiten. Es war dies Lehrer Kempf. Im Jahre 1809 zu Nieder- Mörlen geboren, widmete er sich, nachdem der von seinem Vater, der ebenfalls Lehrer war, dle erste Anleitung er waren und daß ebenso pagnie Infanterie aufgeboten. ohne Weiteres auf Leipzig, 21. Juli. Das gestrig sind'die Mittheilungen läßlich des achten deutschen Bundesschte entlichen:„Im Jahr Bürgermeister Trentlin mit furchtbar, so an die Festgäste eröffnet. auch ich auf dem Festplatze, von dem Centralauss wo der zu nehmen und mit denselben dann ein das Königreich anzutreten. lich, um das viele Hin und Herre Scharfrichters des Landes und die d Spesen zu ersparen, die Hinrichtunge statt. Die Todescandidaten w Hinrichtung stattfindet. einigen Jahren einen neuen Scharfrichte Am und übertrug ihm diesen Posten. nicht entfliehe, wird er das ganze Nauplia gefangen gehalten. Tritt er d Rundreise an, so wird er der Obhut anvertraut. Newyork, 20. Juli. Am auf der Connoton Valley Bahn bei C Extrazug und stürzte den Fuß tiefes Wasser. andere vermißt; man befürchtet, daß Schritte gethan, um dem Umsichgreifen dieser Krankheit Nachdem bereits am sind in Tou Von gestern Abend bis heute 5 5 Scharfrichter samm sonst einen guten Kirschgelst und das seiner Guillotine und einer Abtheilung Soldaten an Bord einigen bestimmten Küstenstädten gebracht, in denen die Als die griechische Regserung vor begnadigte daher einen zum Tode verurtheilten Sträfling Damit derselbe aber Jahr hindurch in Sonnabend Eisenbahndamm hinab in drei 25 Personen wurden verletzt, 12 schießens, dem Vorstande des Schützenbundes empfangen, kuchen M. ra gestorben. Abend sind Personen an der Das Gerücht von einem hier vorgekom menen Cholerafall wird von authentischer Seite für ab⸗ meldet, wurde der gewiesen, sich nach e Rundreise durch In Griechenland finden näm- isen des einzigen amit verbundenen n immer nur im erden dann nach r suchte, da wolte te hergeben. Sie ann im Juli seine einiger Soldaten entgleiste anton(Ohio) ein dieselben getödtet 1 worden sind. halten hatte, dem Lehrerberufe und besuchte zu diesem 1775 Zwecke von 183133 die Seminarien zu Friedberg und Bensheim. Nach deren Frequentirung war er als dann Friedberg, 23. Juli. Wochenma bis Herbst 1833 Gehülfe dei seinem Vater. in seinem per Pfund M. 1.25 1.30, Eler Geburtsorte. Von Herbst 1833— 37 verwaltete er eine Friedberg, 22. Juli. Fruchtber. Schulstelle zu Herbstein, woselbst er sich auch verheirathete. Im Jahr 1835 unterzog er sich der Schlußprüfung, deren Resultat ein gutes war. Die Schulstelle zu Nieder— Mörlen wurde ihm im Jahr 1837 übertragen, er ver⸗ waltete dieses Amt mit dem größten Segen 47 Jahre lang in dieser Gemeinde. Friede seiner Asche und Ehre seinem Andenken Mainz. Das Wahre an dem Dynamit Attentat, das einem hiesigen Blatte zufolge gegen die Mainzer bis M. Conservenfabrik geplant gewesen sein soll, ist, daß die] Hahnen Mllitärbehörde vor kurzem ein anonymes Schreiben er—. halten hat, in welchem derselben die Mittheilung gemacht wurde, daß zwei Arbeiter der Fabrik, welche Soctalisten seien, die Absicht hätten, die Conservenfabrik mittelst Dynamit in die Luft zu sprengen. Die auf diese Denun— clatton hin angestellte Untersuchung ergab aber, daß die Korn M. 16.50, Gerste M. 14.— 16., Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo Grünberg, 19. Juli. Fruchtpreise. Korn M. 17.20, Gerste M. 16.50, Gießen, 22. Juli. Auf dem heu Butter per Pfd. M. 1.10— 1.20, Eiter 0.75, Hühner per Stück per Stück M. 0.50— 0.80, fleisch per Pfd. 68— 70 Pf., Kuh 56—60 Pf., Schweinefleisch per 100 Kilo M. 5— 7.50, Zwiebeln Kirschen per Pfund 20—30 Pf. an die Behörde ergangene Denunciation nur ein Aet Frankfurt, 21. Juni. Fruchtmarkt Welzen— der Rache gegen die beiden Ardeiter war, denen es nie mehl Nr. 0 M. 36—37, Nr. 1 M. 30—32, Nr. 2 in den Sinn gekommen war, ein solch abscheuliches] M. 28 29, Nr. 3 M. 25 27, Nr. 4 M. 18-20, Attentat zu planen. Mainz. Am Montag Abend hat die Mainzer Sicher— heitsbehörde einen guten Fang gemacht; es ist derselben nämlich gelungen, die Wohnung eines Falschmünzers zu entdecken und sämmtliche zur Falschmünzerei gehörigen Sachen, als Formen, Metall ze, mit Beschlag zu belegen. Nr. 5 M. 16—17, im Verband M. 57— 59, norddeutsche Qual. M. 27— 32.50, Roggenmehl M. 26 27, 0/1 do. M. 23.50- 21.50, bis 22.50, do. 2 do. M. 18-19. Dies alles geschah in Abwesenheit des Falschmünzers—] Umgegend M. 20 9, do frei eines erst kürzlich hierhergezogenen Steindruckers, der,] M. 20.25—21, do. fremder je nach als er spät am Abend seine Wohnung aufsuchen wollte,] Roggen hiesiger M. 16.75, do. franz von der Polizei in Empfang Falschmünzer scheint es genommen wurde. Der nach den gefundenen Formen Petersburger M. 16.25, do Odessa M. 15.50, Gerste, Braueiwa zu urtheilen hauptsächlich auf die Fabrikation von] do. zu Mahlzwecken M. 14—15. Hafer je nach Qual. falschen 20Pfennigstücken abgesehen zu haben. M. 15.50— 17.50. Raps M. 26— 27. Mais buntes Allerlei(mixed) M. 13-)⁰. Erbsen M. 18-19. Wicken 3 8 38 5 l 3 M. 18.50— 19. Roggenkleie M. 5.25— 5.50. Weizen dontabaur, 14. Juli. Auch in unserer Stadt kleie M. 4.75—5, Rüböl, detail, M. 60 61.(Die bildet die gefürchtete Cholera das Tagesgespräch. Vor-] Preise versteben sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll gestern starb nach lAstündigem Unwohlsein ein im rüstigen[ gewicht— 100 Kilo.) A ehe M N e N 1 1— 1 N 7 A1 stehender. Mann an der 0 holera nostras“, also Frankfurt, 21. Juli. ni bt an der asiatischen Cholera. Als die Leiche bei ein-[350 Stück, 1. Qual. M. 6566 getretener Dunkelbeit mit dem Leschenwagen, nur gefolgt gewicht, 2. Qual. M. 58— 60.— von einem Geistlichen und den Angehörigen des Verstor benen, zum Kirchhofe gebracht wurde, herrschte in den Straßen eine schauerliche Stille, denn Alle waren in die Häuser geflüchkek. Dle Dehörde gat sofert die nörhigen Zutrieb bis M. 50 herunter. wurden je nach der Qual. M. 40— standen ca. 290 Stück am Platze und Handel und Verkehr. Samen M. 24.20, Kartoffeln M. 5.00, Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 M. 1.50 1.80, Gänse per Stück M. 0.00, Ochsen⸗ 52—58 fleisch 60 70 Pf., Kalbfleisch 50—5 hiesiges Milchbrod- und Brodmehl Weizenmehl 00 M. 25.50- 26.50, Suppengries je nach Nicolajeff, Viehmarkt. ca. 350 Stück, gute Waare M. 62, geringe Für die aufgetriebenen ca. 20 Bullen rkt. Butter kostete 1 Stück 6 Pf. Waizen M. 20.25, Hafer M. 13.— 15. — 200 Zollpfund. Welzen M. 19.50, Hafer M. 17.20, tigen Markt kostete 1 Stück 5—6 Pf., M. 0.90 1.20, Enten per Stück und Rindfleisch Pf., Hammel⸗ 54 Pf., Kartoffeln per Ctr. M. 15., S und westfälisches )(Berliner Marke) do. 1 do. M. 21.50 Weizen ab unserer ab Bahnhof hier Qual. M. 18— 21, ösischer M. 17, do. Galatz und are M. 17.50— 20, Ochsen ca. per Ctr. Schlacht Kühe und Rinder, 48 bezahlt. Kälber Waare 55 Pf. ver Pfd, für geringe bis 45 Pf. herunter bezahlt.— Hämmel waren ca. 220 Stück zugeführt, der diesjährigen 1. Qual. 6264 Pf., 2. Qual. 45—50 Pf. per Pfd. N llständig besetztem Schweine waren in Prima Schwarzwälder und wold g begeisterte Auf- Hannoveraner vertreten, für welche 54— 56 Pf. gelöst up wurde, Landschweine wurden zu 50 Pf. umgesetzt. 967 Sonntag Frankfurt, 22. Juli. Heu- und Strohmarkt.(5 ttgefunden hatten, Die Anfuhr belief sich auf ca. 60 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.30—2.80, N demolirt. Zur[für Strob M. 2.202 50.— Buttermarkt. Für Butter wurde eine Com wurde im Engroshandel bezahlt per Etre? M. 85, im 971 Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfund 8 e Festbanket an- M. 1.10 129 ßens wurde vom Mainz, 20. Juli. Fruch markt. Weizen M. 18.50 einem Bewillkommnungsgruß bis 20.50. Korn hiesiges M. 17.25— 17.50, russisches Um 6 Uhr erschien der König M. 15.50 15.70. Gerste, Pfälzer M. 18.50 19. Hafer f cbuß des Bundes M. 1525 16.50. Raps M. 26.50 27.39, Naps die 131 135. Mohnöl M. 54— 56. Leinöl Iro enthusiastisch be·[ M. 24.25. Rüböl, rohes, M. 29.65- 29.80, ge— vil 1½ Stunden auf dem reinigtes M. 31.50-31.75. Kal d nahm die Fest— Mainz, 20. Juli. Viehmarkt. Zugetrieben waren von wohnte der König der 10 Farren, 123 Ochsen, 231 Kühe, 235 Kälber und dem „Trompeter von 422 Schweine. Bezahlt wurden für Farren M. 45— 47, wor Ochsen 1. Qual. M. 72—74, 2. Qual. M. 68 70, kun Vormittag 10 Uhr Kühe 1. Qual. M. 65—67, 2. Qual. M. 56-62. Alles Die lon 43 und in per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt uns — mit 60-65 Pf. und Schweine mit 48—52 Pf. per Qu ½ Kilo leb. Gewicht. 1 d b. Frankfurt a. M., 22. Juli. Die besseren ert Meldungen bezüglich der Cholera Epidemie aus Marseille und Toulon, ferner das Dementi von dem Auftreten der Cholera in Paris riefen eine festere Tendenz hervor, Al die sich während des Börsenverlaufs behaupten konnte, Günstig stimmte auch die Nachricht von der behaupteten Nichtauflösung des Syndicats der türkischen Tabaksregie⸗ Anleihe. Gegenüber der freundlicheren Stimmung ließ 1 indeß das Geschäft noch viel zu wünschen übrig und 0 bewahrte ein Theil der Speculation große Reserves 0 Diejenigen, welche auf Grund der letzthin aufgetauchten ungünstigen Momente sich à la Baisse engagirt hatten, 0 schritten meist zu Rückkäufen. Creditaetien gestern Abend 2523/8, heute 253/—3. Staatsbahnagetien gestern hab Abend—, heute 266½—7. Galizier gestern Abend 234½, ebe heute 235 /. Lombarden gestern Abend 128¼, heute 123½ an bis/- ½. Von Oesterr. Bahnen waren Alföld, Graz— Köflacher, Local-Vahnen und Prag ⸗Duxer schwächer. 8 Schweizerische Bahnen besser, Gotthard ½0%. Deutsche 2 Bahnen still. Egypter wurden 4 59¼—‘8 rege um: gesetzt. Andere auswärtige Fonds behauptet. Bankaetien fest. Oesterr. Prioritäten gut behauptet. Amerik. Priori⸗ täten wenig verändert. Von Wechseln: London und Wien billiger, Paris höher. Privat⸗Disconto 28/0%0. d 9 Volksbad. al Wasserwärme am 23. Jull Mittags 16 Reaumur. Walter. 1 2 Geld⸗ Cours. Frankfurt, am 22. Jult 1884. 20 Geber. Nehmer— J M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke. 16. 25 16, 0 do. in% 8 Englische Sovereings.. 20. 40 20. 35 J Russische Imperiales 00. 00 16. 75 b Dualen„„. 68 — ab mrs 7 Dollars in Bold. 4. 21 f Mitgliedskarten, à 30 Pfennig pro Jahr, zu der Generalfechtschule N des Reichswaisenhauses in Lahr sind bei der Expeditlon des Anzeigers zu haben. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate ꝛe. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort belgelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftserthellungen befugt. Offertenbriese sind, soweit keine bestimmten 0 gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der 8 Expedition abzuholen. 0 Die Expedition des Oberhess. Anzeigers, a Jsratlitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 26. Juli 1884. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr— Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr— Min. Nachmittags 4 Uhr— Min. Sabbathausgang 8 Uhr 35 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 27. Juli an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 20 Min. Donnerstag den 31. Juli 1884: Faflen des neunten Ab.. ners manns 1159 Cheerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie Unbe⸗ dingt alle Arten Haut- Unreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. wurde für Prima⸗ Vorräthig à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühn,. berunt er zugeführt M. 18.50 russisches ö 905 „ Raps 6. Leinöl 980, ge . 68 70 62. Alles en bezahlt 2 Pf. per 5 le- besseren 6 Marseille Auftreten enz hervor, en konnte, behaupteten abaksregie⸗ mung ließ übrig und Reserbe, getauchten tt hatten, en gestern tien gestern dend 284 0½ heute 128ʃ½ fföld, Grag r schwächer, . Deulscht s rege um Bankacllen erlk. Prior gondon und onto 2/0, —— ur. Wallet, —— nalfechtschu er Cppeditso 2 ung heilung ue Holzversteigerung. Montag den 28. Juli kommen in dem Domanial⸗ walddifirikt Mainzerhecke, Schlag IV, zur Versteiger⸗ ung: Schäleichen: 700 Baumstützen, 16 rm Scheiter, 26,7 rm Knüppel, 15318 Wellen und 14,4 rm Stöcke (Späne). Zusammenkunft Morgens 8 Uhr an der dicken Eiche. Ober⸗ Rosbach, 19. Juli 1884. Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach. 2710 Strack. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die Verwaltung der Zahlstelle in Friedberg der unter dem Protektorat Sr. Kaiserl. und Königl. Hoheit des Kron⸗ prinzen des deutschen Reichs und von Preußen stehende Kaiser Wilhelms Spende an Stelle des auf seinen Antrag von diesem Amte entbundenen Stadtrechners Hrn. Melchior dem Rathsdiener Herrn Heinrich Wagner übertragen worden ist. Derselbe nimmt Einlagen an, ertheilt Aus— kunft und verabfolgt Prospekte und Anmeldeformulare. Die Stiftung wird erst durch Aushändigung der von uns ausgestellten Versicherungs-Urkunden, Einlage— Quittungen und Rückgewährscheine verpflichtet. Diese Urkunden werden in längstens 8 Wochen nach der Ein⸗ zahlung von der Zahlstelle gegen Rückgabe der von ihr ertheilten Quittungen über die Einzahlung ausgehändigt. Berlin, W. 41, Mauerstr. 85, im Juli 1884. Direction der Kaiser Wilhelms Spende, Allgemeinen deutschen Stiftung für Alters-Renten⸗ und Kapital-Versicherung. 2723 Das frühere Milani'sche, jetzt der Frau Gerhard Adam! Wittwe zu Nieder-Weisel gehörige, zu Bad⸗ Nauheim belegene Anwesen: Flur XIV. Nr. 71, Flächeninhalt 461 UHMeter Hof⸗ raithe in der Neustadt, Flur XIV. Nr. 70, Flächeninhalt 188 OMeter Grab⸗ garten daselbst, habe ich unter annehmbaren Bedingungen zu verkaufen, eventuell auch zu vermiethen. Reflectanten belieben sich an mich zu wenden. Friedberg den 22. Juli 1884. L. Seyd, Rechtsanwalt. Versteigerung. Freitag den 25. Jult, Vormittags 9 Uhr, sollen vor dem Hause der Frau Adam Engel Wittwe die zum Nachlaß der Charlotte Rück gehörenden Gegenstände, als: 1 Bett, 1 Commode, 2 Schränke, 1 Tisch, Stühle, 1 Wanduhr, Weißzeug und Kleidungsstücke ꝛc. ꝛc., gegen Baarzahlung versteigert werden. 2739 Der Curator: 227 C. F. Schleuning. Ledertreibriemen, Hanfriemen, Gummischläuche und Platten, sowie sämmtliche techn. 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Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg.— 1110 gesetzt; außerdem nimmt der unterzeichnete Vorstand Anmeldungen entgegen. 274 5 Stein iuß tr. 16 Bad-Nauheim den 18. Juli 1884. Ne 4 Der Vorstand und Ausschuß des Spar- und Vorschuß-Vereins, e. G., Bad-Nauheim: 4 iederabend 251 1 Jean Wörner jun, C. W. Boruscheuer, F. letter IV., F. Langsdorf l. 3 des Liederkranzes Samstag den 26. Juli, Abends 1 SSG 7 8 Uh begteneeb, e Herten bee Peau gern 4. Jenn. 19 85 Ich habe neben meinem Apotheken-Geschäfte eine 2725 pode eee und Freunde des W 15 190 5 0 5 75— 2 0*— 5 Eil. f b 10 5 abrikations-Anstalt sämmtlicher Mineralwasser 1 der Verte 19 N q 0 Turnverein. bn g 99 etablirt und empfehle 8 f N 2. 5 72 2 1 1 5 Sodawasser, erkennt, Jretgee 25. d. Ms., Abends N*— 7 18 7 ½ Uhr, in Windecker's Felsenkeller. 1; Fri* F Sneuses Ausfiug mit Musit Sonntag den 27. d. Mts. nach D. in stets frischer Füllung. 1 dem Ossenheimer Wäldchen. 10 95 Die Bitterwasser und medizin. 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