mm⸗ an und l K er eingeladen eunzuffnden gemacht des le ten fü dad nf Sierning. sak-Jerein 0 Uhr, Monats⸗ ahrt zum Btzirks⸗ 5 10 ½ Uhr, vom r Präsident. 4 Friedberg. ulung s 8½ Uhr, uten⸗Entwurfs und ber denselben. r Vorstand: rt, Vorstzender. rt, Lon ag Cat! Boller. r Käse, ler Käse e dd, 10 dee im Hause des Herm f Ausssst in bi Schütze 1 1 Fre l. Tce l 90 Nr. 200 1884. 22. Zuli. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. — 185 +⏑ 2 Dienstag den Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, 0 Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Dem Localcomité des Oberhessischen Bienenzüchter-Vereins zu Bad-Nauheim ist von Gr. Ministerium des Innern und der Justiz die Genehmigung ertheilt worden, gelegentlich der am 12. und 13. August l. J. zu Bad-Nauheim stattfindenden diesjährigen Wanderversammlung eine Verloosung von Bienenproducten, Bienenzuchtgeräthen ꝛc. zu veranstalten und hierzu 2500 Loose à 50 Pf. im Kreise Friedberg auszugeben. Betreffend: Das Gesetz vom 14. Mai 1879 über den Verkehr mit Nahrungsmitteln und Gebrauchsgegenstän—* 5 Fu; 1881 den, hier insbesondere die Auslegung der Bestimmungen in§§. 10 u. f. in der gerichtlichen Praxis. Friedberg den 18. Juli 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie an umgehende Erledigung unserer Verfügung vom 29. Juni l. J.— Amtsblatt ohne Nr.— mit Friist von drei Tagen. Betreffend: Den Verkehr mit Petroleum, hier Versuche über die Beziehungen zwischen der Gefahr-Temperatur bei brennenden Petroleumlampen und dem auf den Abel'schen Prober ermittelten Entflammungs punkt. Dr. Braden. Friedberg am 18. Juli 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Verfügung rubricirten Betreffs vom 29. Juni l. J.— Amtsblatt ohne Nr. — im Rückstande sind, werden hieran binnen drei Tagen erinnert. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Einsendung der rubricirten Verzeichnisse vom J. Semester l. hieran mit Frist von drei Tagen erinnert. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler in 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien Hausen, Münster, Nieder-Eschbach, Ober-Florstadt, Ober-Mörlen, Ockstadt, Steinfurth und Wisselsheim. Wir erinnern an die Einsendung der rubricirten Verzeichnisse binnen drei Tagen. Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogli Dr. Braden. Friedberg den 18. Juli 1884. J. im Rückstande sind, werden Dr. Braden. Friedberg den 18. Juli 1884. Dr. Braden. Friedberg am 19. Juli 1884. chen Bürgermeistereien des Kreises. Die Ihnen unter Convert zugehenden Ausmusterungs- ꝛc. Scheine wollen Sie den betreffenden Militärpflichtigen sofort zustellen und uns bis zum 30. 1. Mts., unter namentlicher Angabe der Betreffenden, anzeigen, daß dies geschehen. Der Tag der Aushändigung der Erfatz⸗Reservescheine I. Classe und der Ersatz⸗Reservepässe ist von Ihnen auf dem betreffen⸗ den Schein bezw. Paß zu vermerken und uns in Ihrem Berichte anzugeben. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 5 Heinrich Faulstich von Assenheim wurde als Fleischbeschauer dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. eat ma chu n g. Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1884. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Herbst 1884 stattfindenden Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufge— fordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Aus— schlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1884 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großberzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuch sind folgende Papiere beizufügen: à. Geburts— zeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit Er⸗ klärung über dessen Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. Hinsichtlich Zu pos. b. wird noch besonders bemerkt, daß in dem Einwillig⸗ ungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unter⸗ halten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Französisch, Euglisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 1 e. 5 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, 8 ri werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung 1 I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungs— welche au die zu Prüfenden gestellt Blatt Nr. 55 von 1875) Ausschluß. 4 2 Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt den 9, Juli 1888111 Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Großherzog nebst Familie werden Dienstag, den 22. von Fischbach dahier eintreffen, und später im Jagdschloß Wolfsgarten Aufenthalt nehmen. — Der Gerichtsschreiber Hut in Lauterbach wurde zum Gerichtsschreiber in Offenbach und der Gerichtsschreiber Wendel in Offenbach zum Gerichtsschreiber in Lauterbach ernannt. Ausland. Schweiz. Bern, 18. Juli. Der Bundes⸗ rath ernannte zu Delegirten für die Verhand— lungen mit der päpstlichen Kurie über die Diö— cesanverhältnisse in Basel und Tessin den Ge— sandten in Wien, Alpli, und den Ständerath Patrolli in Graubünden. Die Verhandlungen finden in Bern statt. — Da der Canton Tessin fortdauernd über Grenzverletzungen durch italienische Truppen klagt, hat der Bundesrath wegen der Grenzverletzungen bei der italienischen Regierung reclamirt und um Abhilfe gebeten. Dänemark. Kopenhagen. Dem Fr. Journ. schreibt man von hier: Der Minister des Innern, Skeek, ist seit längerer Zeit heftig erkrankt; derselbe hat einen Schlaganfall gehabt, der an seiner Genesung zweifeln läßt. Es steht daher eine Ministerkrisis bevor, deren Folgen nicht ab zusehen sind. Estrup's Stellung scheint gefährdet. Norwegen. Christiania. Zur Completir— ung des Ministeriums ist Großhändler Kildal zum Staatsrath ernannt worden, wodurch Re⸗ sortveränderungen bevorstehen. Selbst die Rechte begrüßt denselben als acceptabel. Holland. Haag. Dem Vernehmen nach genehmigte der Staatsrath den Entwurf des Regentschaftsgesetzes. Wie verlautet, würden die Kammern zur Berathung des Entwurfs am 28. Juli einberufen. Frankreich. Paris. In der Revisions— Commission des Senats erklärte der Conseils— präsident Ferry: Falls der Revisionsentwurf aus dem Senat in anderer Fassung hervorgehen würde als in der Kammer, würde die Regier— ung die Kammer ersuchen, diese anzunehmen; es sei nöthig, daß die Beschlüsse der Kammer und des Senats identisch seien. Andernfalls wäre der Congreß unmöglich. — 19. Juli. Die Deputirtenkammer nahm das Ehescheidungsgesetz mit den vom Senate beschlossenen Modificationen ohne erhebliche De— batte an. — Die Minister, welche in Toulon und Marseille waren, berichteten über ihre gemachten Wahrnehmungen und erklärten, es sei nothwen— dig, Maßregeln zu ergreifen, um die öffentliche Gesundheitspflege zu verbessern. 2,000,000 Fres seien unzureichend, um den von der Cholera Betroffenen zu helfen. Campenon beabsichtigt demnächst den Antrag zu stellen, die großen Ma— növer in diesem Jahre der Cholera wegen fort— fallen zu lassen. — Die Agence Havas meldet: China habe Frankreich eine erste Genugthuung gewährt durch die in dem Amtsblatt von Peking am 16. d. erfolgte Publikation eines Decrets, welches ent— sprechend den Bestimmungen des Vertrages von Tientsin die Räumung von Laskai, Langson und Caobang anbefehle und die Zurückziehung aller chinesischen Truppen auf das chinesische Gebiet anordne. Die Räumung solle binnen Monats— frist erfolgen. Die Verhandlungen über die Entschädigung nähmen ihren Fortgang. Bis zur Regelung derselben werde das französische Geschwader unter Admiral Courbet in beobach— tender Stellung vor Futschou bleiben. Großbritannien. London. Das Hampshire— Regiment in Hosport wurde beordert, sich zum Abgang nach Malta bereit zu halten, um ein von dort nach Egypten abgehendes Regiment zu ersetzen. — Einer Meldung der Agence Havas zu— folge haben die finanziellen Beiräthe der Con— ferenz sich sämmtlich gegen den Antrag Englands auf Reduction der egyptischen Grundsteuer und der Zinsen der egyptischen Schuld ausgesprochen. — 20. Juli. Die Königin hat sich gestern mit der Prinzessin Beatrix von Windsor nach Claremont zu der Herzogin von Albany begeben, die von einem Sohne entbunden wurde. Die Abreise des Hofes nach Osborne ist bis auf Weiteres verschoben worden. Spanien. Madrid, 18. Juli. Die De— putirtenkammer genehmigte in ihrer heutigen Sitzung den zwischen Cuba und den Vereinigten Staaten von Nordamerika abgeschlossenen Ver— trag und wurde sodann geschlossen. Rumänien. Bukarest. Wiener Blättern wird von hier berichtet, daß der deutsche Kron— prinz hierselbst im Herbst zum Besuch des Königs Carl eintreffen wird. Rußland. Petersburg. Ueber ein geplantes Attentat auf den Kaiser, welches während dessen demnächst stattfindender Anwesenheit in Warschau zur Ausführung kommen sollte, bringt die„Re— forma“ einen längeren sensationellen Bericht. — Ein kaiserlicher Erlaß ernennt den Staats— secretär Kochanoff zum Präsidenten und die Sena— toren Rennenkampf, Holtheer, Mordwinoff und Gerard zu Mitgliedern der temporären Spezial— session des Reichsraths, welche die Immediat— klagen über die Verfügungen des Senatsdepar— Amerika. New⸗Pork. Ein Schreiben Blaine's erklärt die Annahme der Ernennung zum repu— blikanischen Präsidentschaftscandidaten. Aus Stadt und Land. Friedberg. Lehrer und Schüler unseres Schul⸗ lehrer-Seminars haben am 18. d. M. einen Ausflug nach dem Niederwald gemacht. Geistig erfrischender und von mächtigerem Einfluß auf Erzeugung ächter nationaler Gesinnung kann kaum etwas Anderes gedacht werden. Wie ging den Seminaristen das Herz auf bei der Rhein⸗ fahrt durch den entzückenden Rheingau! waxen doch die meisten noch nicht am Rheine gewesen. Die Freude wurde erhöht durch die Begegnung mit einem Württem berger Lehrer-Seminar, das denselben Reisezweck, wie das Friedberger Seminar, hatte, und mit dessen führen dem Oberlehrer die vom Stuttgarter Seminarlehrertag herrührende Freundschaft mit dem Lehrercollegium des Friedberger Seminars erneuert werden konnte. Am Nationaldenkmal angelangt, wurde den Seminaristen zuerst über das Denkmal, sowie über dessen einzelne Theile und Figuren Aufschluß ertheilt, sodann patrio⸗ tische Lieder mit hoher Begeisterung gesungen, welche durch eine, von ächter Vaterlandsliebe und kernhafter, nationaldeutscher Gesinnung getragene, schwungvolle Rede des Seminardirektors Schäfer bei den zahlreich An— wesenden wahrhaft in Enthusiasmus überging. Wärmer ist unser glorreicher Heldenkaiser noch nie gefeiert, und des Vaterlandes in größerer Innigkeit noch nie gedacht worden, wie gerade in diesem erhebenden Augenblicke; zu Beidem konnte auch ein besseres und ergreifenderes Symbol nicht auffordern, als die Germania vor unseren Augen. Es war in der That eine wahre Weihestunde, in der sich aus den verschtedensten Theilen Deutschlands Deutsche in gehobener, patriotischer Stimmung zu— sammenfanden. Alle zollten Direktor Schäfer dankbare Anerkennung für seine Rede und den schönen Gesang der Seminaristen. Auch der Oberlehrer des Württem— berger Seminars hielt eine gute, schöne Rede, welche ebenfalls den deutschen Kalser verherrlichte. Beim heiteren Mittagsmahl der Mitglieder des Friedberger Seminars wurde dem geliebten Landesfürsten in gerechter Würdigung seiner ruhmvollen Antheilnahme an der großen nationaldeutschen Sache, wie der Förderung aller guten Institutionen und Veranstaltungen im eigenen Lande, insbesondere auch des Schulwesens, in überkommener Hessentreue ein begeistertes Hoch gebracht. Allen Theil⸗ nehmern dieser schönen Parthie entschlüpften bei der Heimfahrt die Worte:„Das war ein schöner Tag, der uns unvergeßlich bleiben wird.“ I. Friedberg. Gestern Nacht 3 Uhr wurden von einer Gesellschaft junger aus dem Wirthshaus heimkehrender Leute die Marquisen an den Läden durchgeschnitten. Da man die Helden erkannt hat, so wird die Belohnung für diese riesige Heldenthat an dem nächsten Schöffen gericht erfolgen. Groß-Gerau. Ueber den bereits von Darmstadt aus gemeldeten furchtbaren Gewittersturm, welcher am 17. Juli Nachmittags hauste, werden aus dem Ried von verschiedenen Seiten sehr bedenkliche Mittheilungen ge macht. Seit Menschengedenken wurde das Ried von einem solch fürchterlichen Naturereigniß nicht heim gesucht. Die ganze Natur war in Aufregung und so heftig folgten die Blitze, daß man in einem Feuermeer zu sein glaubte. Reisende, welche das Ried durchfuhren, bemerkten 4 Stellen, an welchen der Blitz eingeschagen hatte und Gebäude entzündet worden waren; in Biebesheim wurden durch den Blitz zwei Gebäulichkeiten in Brand gesteckt; durch die Gewalt des Sturmes wurden sehr viele Bäume entwurzelt, während die große Mehrzahl der Bäume ihrer Aeste beraubt wurde; überall waren die Landleute mit dem Schneiden der Frucht beschäftigt und zählte einer der Reisenden über 30 große Frucht— wagen, welche von dem Sturme umgeworfen waren, während die Frucht in alle Winde zerstreut wurde. Das Dampfboot„Moltke“ der Köln-Düsseldorfer Gesell— schaft, welches auf der Tour von Worms nach Mainz begriffen war, hatte ebenfalls von dem Sturm viel zu leiden. Die Plan des Schiffes wurde in Fetzen gerissen und die eisernen Stangen auf dem Schiff wie Rohr gebogen. Auch in Bingen wüthete um Mittag ein hef— tiges Gewitter und hatten die Badeanstalten auf dem Rhein viel zu leiden. i. Darmstadt. Die in dem Landesverband der hessischen landw. Creditgenossenschaften(einem Bestand— theil des südwestdeutschen Verbands) eingeführte obli— gatorische Revision durch einen Verbands beamten hat nunmehr bei allen dem Verband seit längerer Zeit an— gehörigen Vereinen stattgefunden und steht aus dem Kreis Friedberg nur noch die Revision eines vor Kurzem beigetretenen Vereins aus. Der Vorschuß- und Credit— verein zu Assenheim, sowie die Spar- und Leihkasse zu Holzhausen v. d. H. haben in jüngster Zeit nun auch ihren Beitritt zum Verband angezeigt, während noch einige solcher ländlichen Vereine aus diesem Kreis, welche den Werth der Revisionen zu gering schätzen, zum Ein tritt in den genannten Verband und zur Unterstellung unter die Verbandsrevision sich nicht entschließen können. Allerlei. Leipzig, 20. Juli. Der anläßlich des 8. deutschen Schützenfestes veranstaltete Festzug, an welchem gegen 6000 Personen theilnahmen, verlief heute äußerst glän— zend. Vor dem Palais des Königs wurde eine Huldig— ung dargebracht. Während des Festzuges stürzte leider tements zu prüfen hat. das Gerüst des neuen Börsengebäudes ein, auf welchem sich viele Personen befanden, um von dort aus den gestzug in Augenschein zu nehmen, 2 Personen wurden schwer, 6 leicht verletzt. Paris, 17. Juli. Seit heute Vormittag 10 Uhr sind in Marseille 15 und in Toulon 24 Personen an der Cholera gestorben.— 18. Juli. Von heute früh bis heute Abend sind in Marseille 24 und in Toulon 16 Cholera Todesfälle vorgekommen.— 19. Juli. Von gestern Abend bis heute Abend sind in Marseille 49 und in Toulon 38 Personen an der Cholera gestorben. Aus Arles wurden heute vier, aus Sisteron zwei, aus Nimes ein Cholera-Todesfall gemeldet.— 20. Juli. In Toulon starben von gestern Abend bis heute Vormittag 10 Uhr 31 Personen, in Marseille 32 Personen an der Cholera. London, 18. Juli. In Liverpool traf heute der Dampfer„Saint Dunstan“ aus Marseille ein. Auf der Reise sind an Bord zwei Cholera-Todesfälle vorgekommen. Das Schiff wurde auf Anordnung der Sanitätsbehörden vollständig isolirt. London. Ueber das fürchterliche Eisenbahnunglück, welches sich bei dem Schnellzug Manchester-London am 16. d. M. zutrug, wird weiter berichtet, daß die Ent⸗ gleisung des aus 7 Doppelwaggons bestehenden und mit Passagiren von Manchester, Newark, Liverpool, Grimsby und London ziemlich gefüllten Zuges in Folge des Bruches einer Achse der Locomotive erfolgte. Der Zug stürzte einen steilen Damm hinunter, wo die Waggons durch den jähen Fall in Trümmerhaufen verwandelt wurdeu. Der Locomotivführer und der Heizer blieben unversehrt, aber 20 Personen wurden getödtet und über 40 verwundet, einige darunter so erheblich, daß ihr Aufkommen bezweifelt wird. Unter den Getödteten be— finden sich 9 Frauen und 4 kleine Kinder. Inmitten der zerschmetterten Waggons spielten sich herzzerreißende Scenen ab. Gerichtssaal. Butzbach. In der am 11. Juli stattgehabten Schöffengerichts-Sitzung kamen folgende Sachen zur Aburtheilung: 1) Karl Hartmann, Taglöhner von Butzbach, angeklagt wegen Diebstahls, erhielt eine Ge— fängnißstrafe von 14 Tagen und die Kosten; 2) der Landwirth Karl Jung von der Oes, angeklagt wegen Körperverletzung, erhielt eine Geldstrafe don 10 Mark ev. 3 Tage Gefängniß und die Kosten des Verfahrens; 3) Bettchen Meier von Holzheim, erhielt wegen Haus— friedensbruchs eine Geldstrafe von 6 Mark ev. 2 Tage Gefängniß und wegen Körperverletzung eine Geldstrafe von 10 Mark ev. 3 Tage Gefängniß, sowie die Kosten des Verfahrens; 4) die Privatklagesache des Nicolaus Wissig und des Konrad Wissig II., beide von Langenhaln, gegen Reinhard Lemp daselbst, fand durch Vergleich ihre Erledigung; 5) der Landwirth Philipp Reineck IV. von Münster hatte gegen den Peter Jung, Sohn des Bei⸗ geordneten Jacob Jung von da, die Anklage wegen Be⸗ leidigung durch die Presse erhoben und wurde der An⸗ geklagte in eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und in die Kosten des Verfahrens, sowie zur Erstattung der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt, dem Ankläger auch das Recht zuerkannt, den entscheidenen Theil des Urtheils einmal auf Kosten des Angeklagten binnen 14 Tagen nach erlangter Rechtskraft in den„Wetterauer Boten“ einrücken lassen zu dürfen. Ueber die Cholera entnehmen wir der Berliner klinischen Wochen— schrift: Die Angaben über die Erkrankungen und Todesfälle an der Cholera lassen ein ge— ringes Wachsen derselben erkennen. Leider dürfen wir uns auf die Zuverlässigkeit dieser Daten, wie überhaupt auf die französischerseits über die Epidemie gemachten Angaben nicht verlassen. Während es erst hieß, daß das Expeditiousschiff „Sarthe“ durchaus frei von dem Verdacht der Einschleppung sein sollte und die ersten Todes⸗ fälle auf dem„Montebello“ vorgekommen wären, sagt die Gazette médicale, daß nach Privatbe— richten aus Toulon Niemand daran zweifele, daß die Cholera durch die„Sarthe“ eingeschleppt sei. Man habe Effecten von der„Sarthe“ auf den„Montebello“ gebracht, auf dem die Cholera einige Tage später ausbrach und durch die Ueber⸗ führung der Kranken an Land schnell propagirte. Ob auf diesem oder einem anderen Wege, daran ist nicht zu zweifeln, daß die Quelle der Epi— demie auf das französische Kriegsschiff zurückzu⸗ führen ist. Die auf den Bahnstationen u. a. vorgenommenen Desinfectionsmaßregeln bezeichnet Dr. Rochard als Kindereien und mit vollem Recht. Er hatte den Auftrag, Koch zu empfangen, vom Handelsminister erhalten und ist demselben mit voller Courtoisie, indem er unserem Forscher alles Nöthige und Gewünschte zur Verfügung stellte, nachgekommen. Auf die überall auf⸗ tauchenden Gerüchte von Cholerafällen ist selbst⸗ verständlich Nichts zu geben. Bekanntlich wird zu Cholerazeiten jede Brechruhr von ängstlichen Gemüthern als Cholera denuncirt. Nicht so leicht dürfen wir es nehmen, daß 3 Todesfälle * bahnunglück * London 1 daß die Ent sehenden und b Aberpool, uges in Folge erfolge. Der o die Waggons 1 verwandelt Heizer blieben dtet und über lich, daß iht Getödteten be⸗ er. Inmitten herzzerrelßende —— stattgehabten Sachen zur glöͤhner von sielt eine Ge⸗ sten; Y der geklagt wegen von 10 Ma s Verfahrens; wegen Haus: rk ev. 2 Tag ene Geldstras wie die Rostn des Mieolauß on Langenha, Vergleich ichn eineck IV. bo John des Bil“ age wegen B. urde der An ochen und it Frstattung dir en Auslagen uerkannt, den uf Kosten des r Rechtskraft en zu dürfen. . en Wochel. srkrankungel ssen ein ge seider dürfe ieser Datel, eils uber di. t verlasse. aditionsschüf zerdacht del sten Tol inen wärel, N Privatbe 70810 eifel, aus Aix, einige Meilen nördlich von Marseille, gemeldet werden. In der That spricht sich Koch su einem Bericht vom 5. Juli dahin aus, daß die Seuche heftig aufträte und rapide Fortschritte mache. Koch erklärt, daß er bei seinen Unter— suchungen in Toulon den Cholerabacillus auch gefunden habe. Wenn die Cholera bisher eine intensive Verbreitung in der Umgegend von Toulon nicht gefunden habe, so sei dies auf den gebirgigen Charakter der Umgegend zurückzu— führen, welche auch bei früheren Choleraepide— mien in Toulon weniger stark und rasch in Mit— leidenschaft gezogen worden sei. Schließlich spricht Koch die Ueberzeugung aus, daß, nach⸗ dem man es in Toulon und Marseille unzweifel— haft mit der asiatischen Cholera zu thun habe, diese entsprechend den bisher gemachten Erfahr— ungen sich auch über den europäischen Continent ausbreiten werde. In Folge dieses Berichts sind Seitens des Reichsamts des Innern sofort die nothwendigen Schritte geschehen, um die Bundesregierungen von dem Stande der Ange— legenheit in Kenntniß zu setzen und dieselben zur Durchführung der für diesen Fall vorausgesehenen Maßregeln zu veranlassen. Es betreffen diese Maßregeln das Revisionssystem bezw. die Unter— suchung der aus dem Westen kommenden Eisen— bahnzüge, Desinfection, Einsetzung von Local⸗ Comité's, welche die Aufgabe haben, die sani— tären Zustände der einzelnen Orte zu prüfen, die Beobachtung der sanitätspolizeilichen Vor⸗ schriften zu überwachen, Einrichtung von Cho— leralazareth-Stationen u. s. w. Sperrmaßregeln werden nicht beabsichtigt. In Deutschland haben wir in den Jahren, welche seit dem letzten Auf— treten eines größeren Seuchenzuges bei uns ver— strichen sind, enorme Fortschritte in Bezug auf die Assanation unserer Städte und auf die Ad⸗ ministration und Rührigkeit unserer Gesundheits— behörden gemacht. Wir können nichts Besseres thun, als uns in den großen Zügen auf den Standpunkt stellen, der den obigen Ausfuͤhr— ungen entspricht, wobei es keineswegs ausge⸗ schlossen bleibt, daß in den der Heimstätte der dischen Meeres mit ihren unzureichenden hygie— nischen Zuständen die Durchführung der Quaran— täne z. Z. noch ein nothwendiges Uebel ist. Die Angst vor der Cholera schreibt sich zum Wesent⸗ lichen aus den Jahren, in welchen sie uns un— vorbereitet und unter traurigen hygienischen Ver— hältnissen überkam. Den Befürchtungen gegen— über, welche sich jetzt in vielfach übertriebener Weise geltend machen, müssen wir es als unsere feste Ueberzeugung hinstellen, daß wir, ohne uns einer selbstzufriedenen Lässigkeit hinzugeben, der drohenden Gefahr mit Ruhe in's Auge sehen köunen. Mit Stolz dürfen wir in unsere Be— hörden das volle Vertrauen setzen, daß alle nothwendigen Maßregeln mit Umsicht und Be— sonnenheit ergriffen werden. Pflicht der Aerzte und der Presse ist es, die Thatsachen mit Nüchternheit und Ruhe zu besprechen und unge— rechtfertigter Furcht oder Panik vorzubeugen. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.05— 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf. Gießen, 19. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.95— 1.12, Eier 1 Stück 5—6 Pf., Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.75, Hühner per Stück M. 0. 901.20, Hahnen per Stück M. 0.50— 0.80, Enten per Stück M. 1.50 1.60, Gänse per Stück M. 0.00, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 68— 70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 52—58 Pf., Hammel⸗ fleisch 60— 70 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5— 7.50, Zwiebeln per Ctr. M. 15., Kirschen per Pfund 15—25 Pf. Homburg, 19. Juli. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 8.00— 9, per Gescheid 910 Pf. Eier per Stück 5, 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Frankfurt, 18. Juli. Heu⸗ und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf ca. 65 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu neues M. 2.20 bis 2.80, altes nur noch wenig vorhanden M. 3, für Stroh M. 3. Frankfurt, 19. Juli. Wochenmarkt. Einmach— gurken: Salzgurken 1. Sorte M. 2.50, 2. Sorte M. 1.80, Essiggurken M. 1 per Hundert. Erbsen per Pfd. 15 Pf., ausgekernte per Liter 30 Pf., Bohnen 10—12 Pf. per Pfd., Salatbohnen 15 Pf., Schneidbohnen 18 Pf. Alte Zwiebeln per Ctr. M. 14-16, per Gescheid 50 Pf. Neue Kartoffeln: rothe per Malter(200 Pfd.) M. 5—7, Cholera nahe gelegenen Häfen des mittellän⸗ per Gescheid 12 Pf., gelbe das Malter M. 7-9, per Gescheid 15 Pf. Birnen kosteten per Ctr. M. 1012, Kirschenbirnen M. 8—10, Himbeeren per Pfd. 25 Pf., Heidelbeeren 8 Pf. Reineclauden en gros zu 50 Pf. per Pfd., Birnen 25 Pf., Pfirsiche 65 Pf. Literarisches. Daheim Nr. 42 enthält: Die kluge Else.—(Forts.) — Von den Wachtfeuern des Mahdi J.— Torilde von Tornau.(Forts.)— Der bayerische Hiesel. Ein Lebens- bild aus dem vorigen Jahrhundert. Mit Porträt.— Der Fischer. Radierung von H. Deiters.— Am Famitientische: Zu unseren Bildern:„Im Vorübergehen“ von A. Lüben; und„Kulturbeleckt“ von W. Trübner. — Ein Moskitonetz.— Werners Peter von Danzig.— Gesundheitsrath.— In unserer Spielecke. Mit zwei illustr. Beilagen. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 22. Juli: Fidelio. Mittwoch den 23. Juli geschlossen. Donnerstag den 24. Julk: Die Maccabäer. Freitag den 25. Jult: Nanon. Außer Abonnement. Samstag den 26. Juli: Neu einstudirt: Die weiße Dame. Sonntag den 27. Juli: Tanhäuser. Schauspielhaus. Dienstag den 22. Juli: Ultimo. Mittwoch den 23. Juli: Neu einstudirt: Cato von Eisen. Hlerauf: Neu einstudirt: Der Zigeuner. Donnerstag den 24. Juli geschlossen. Freitag den 25. Juli: Cato von Eisen. Vorher: Sym⸗ pathie. Samstag den 26. Juli: Krieg im Frieden. Sonntag den 27. Juli: Doctor Klaus. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 19. Juli 1884. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke.. 16. 26 16 22 do. I%½%j,% ũ ů6ĩl1A ies 20 Englische Sovereinggs 20. 40 20. 35 Russische Imperiales.. 16. 77 1822 Duggten n 9 65 „ a mars de, Doll ats ir Golddd 1 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Mittwoch den 23. Juli 1884. Neumond Ab. Beginn: Dienstag Abend 8 Uhr 35 Minuten. Mittwoch Morgens 6 Uhr. 5 Nachmittags 6 Uhr(Minchagebet). Bekanntmachung. Die zur Zeit in Friedberg wohnenden Nathan Löw Eheleute von Mogendorf bei Selters im Königreiche Preußen haben angemeldet, fortan in Gütern getrennt zu leben. Friedberg am 15. Juli 1884. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. 2702 Weber. 1 7 Submission. Nachfolgende, zum Umbau des Durchlasses auf der Staatsstraße Gießen— Gelnhausen, Abth. 120— 121 (Gemarkung Berstadt), erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen sollen auf dem Submissionswege in Accord gegeben werden: M. Pf Maurerarbeit, veranschlagt zu 449 37 Mauerstein⸗(Schichtstein-) Lieferung, 32 cbm 144— Sandlieferung(Wölfersheimer), 30 ebm 135— Schwarzkalklieferung, 80 Centner 96— Cementlieferung, 4 Tonnen 40— Die Offerten wolle man längstens bis zum Samstag den 26. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, porto— frei und versiegelt bei unterzeichnete Stelle einreichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen vom 22. an zur Einsicht offen liegen. Nidda den 17. Juli 1884. 2703 Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Eisenbahn- Directions- Sezirk Hannover. Königliches Eisenbahn-Setriebs-Amt Cassel. (Main⸗Weser⸗ Bahn.) Die zu einem Nebengebäude auf der Haltestelle Bruchenbrücken erforderlichen Arbeiten sollen im Wege öffentlicher Submission vergeben werden, wozu hiermit Termin auf Montag den 28. Juli er., Vormit⸗ tags 9 Uhr, auf dem Büreau der unterzeichneten Eisen⸗ bahn⸗Bau⸗Inspeetion anberaumt wird, woselbst Zeichnung, Kostenanschlag und Bedingungen eingesehen und Offerten⸗ Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 19. Juli 1884. 2705 Königliche Eisenbahn⸗Bau⸗Inspection. TFia glich frische Eier, Butter, sowie Handkäse, per Stück 4 Pf. Kaufmann Stern, Usagasse. 2716 Eisenbahn- Directions- Vezirk Hannover. Königliches Eisenbahn-Betriebs-Amt Cassel (Main-Weser-Bahn.) Die bei Ausführung eines Dienstwohngebäudes auf der Haltestelle Erbstadt— Kaichen vorkommenden Arbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden, wozu Termin auf Montag den 28. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau der unterzeichneten Eisen⸗Bahn-Bau⸗ Inspeetion(Gallus-Anlage 4) anberaumt wird, woselbst Zeichnung, Kostenanschlag und Bedingungen eingesehen und Offerten⸗Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 19. Juli 1884. 2706 Königliche Eisenbahn⸗Bau⸗Inspection. Holzversteigerung. Montag den 28. Juli kommen in dem Domanial⸗ walddistrikt Mainzerhecke, Schlag IV, zur Versteiger⸗ ung: Schäleichen: 700 Baumstützen, 16 rm Scheiter, 26,7 rm Knüppel, 15318 Wellen und 14,4 rm Stöcke (Späne). Zusammenkunft Morgens 8 Uhr an der dicken Eiche. Ober⸗Rosbach, 19. Juli 1884. Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach. 2710 Strack. Verkauf eines Fasel-Ebers. Mittwoch den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Ratthaus ein der Gemeinde zustehender schwerer Fasel⸗Eber öffentlich meistbietend versteigert werden. Wohnbach am 18. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach. 2711... Philippi. 8 Verstei 8⸗Anzei Versteigerungs-Anzeige. Mittwoch den 30. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden vor dem Rathhause zu Friedberg verschiedene Möbel, darunter Sophas, Kleiderschränke, Seeretär, Betten ꝛc., ferner eine Parthie Weißzeug meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Sämmtliche Gegenstände sind noch gut erhalten.“ Friedberg, 21. Juli 1884. König, Gerichtsvollzieher. 0 12717 Ueber Retter's Haarwasser. Es kann nicht genug wiederholt werden und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die Hauptporen nur verstopfen, in Folge Zutritt des Staubes sich eine Schichte bildet, welche die Hautausdünstung verhindert, die Haarwurzeln erstickt und dadurch Kopfleiden und kahle Stellen erzeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden Vertrauen auf schwindelhafte Reelame— unbe⸗ dacht, ob das Versprochene zu erfüllen möglich sei— Hunderttausende für schädliche Haarmittel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare auf kahlen Stellen zu erzeugen, während sie damit doch nur den Charla⸗ tanismus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nicht viel vernünftiger, bei Zeiten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaare abzulassen und dafür ein wirklich gutes conservirendes Haarmittel statt der insgesammt schädlichen Oele und Pomaden zu gebrauchen? Als ein solch verläßliches und unschädliches Mittel kann das Haar-Wasser von Carl Retter in München nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragender ärztlicher Autoritäten, wie Professor Dr. v. Wittstein ꝛc. ꝛc., Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb 8 Tagen gänzlich zu entfernen. Zu beziehen per Flacon à 40 Pf. bei Herrn 2709 J. Baumeister, Friedberg. Kapitalaufnahme. Die Gemeinde Steinfurth sucht 10,000 M. zu 4% ganz oder getrennt aufzunehmen. Meldungen nimmt unter⸗ zeichnete Stelle entgegen. Steinfurth am 19. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinfurth. Alt. t Gesucht wird von einem Beamten(Wittwer) ein bescheidenes, gebildetes Fräulein oder eine kinderlose Wittwe, nicht unter 40 Jahre alt, zur selbstständigen Führung des Haushalts. Nur solche Damen, welche zugleich auch Liebe zu Kindern haben, wollen sich mit Franco⸗Offerten unter Nr. 34 an die Exped. d. Anz. wenden unter An⸗ 2704. gabe der Gehaltsonsprüche. 3 Gummi- Waaren- Bazar, Mannheim E. 3, Nr. 1. Preisliste gegen 10 Pfennig-Marke. 2070 Actien-Zucker-Fabrik Wetterau in Friedberg. Die Actionäre der Actien-Zuckerfabrik Wetterau in Friedberg werden hierdurch auf Dienstag den 29. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, nach Friedberg in den Rathhaussaal zur ersten ordentlichen General-Versammlung und zwar unter Hinweis auf§. 26 des Statuts eingeladen. Die Einlaßkarten und Stimm— zettel werden Morgens von 8—9 Uhr in dem genannten Locale ausgegeben. Tages-Ordnung: 1) Bericht über den Rechnungs-Abschluß, die Verwendung des Gewinns und Ertheilung der Decharge. 2) Abänderung des Statuts und der§§. 11, 32 und 33 und des F. 7 der Instruction. 3) Beschaffung des Rest-Baukapitals. Friedberg den 19. Juli 1884. Der Vorstand des Aufsichtsrathes: 2721 G. von Lö. I; f 2722 Einladung. Der 22. Verbandstag hessischer Vorschuß- und Credit Vereine wird am 29. und 30. d. M. in Bad-Nauheim abgehalten. Die Vorversammlung ist Dienstag den 29. er., Abends 9 Uhr, im deutschen Hofe und die Hauptversammlung Mittwoch den 30. er., von Vormittags 9 Uhr ab, im Kurhause. Wir gestatten uns hierzu, sowie zu dem am 30. er-, nach Schluß der Hauptversammlung, Nachmittags 3 Uhr, staitfindenden gemeinsamen Mittagsmahl im Kurhause die Einwohner Bad⸗ Nauheims und der Umgegend zu recht zahlreicher Beteiligung ergebenst einzuladen.— Der Preis des Couverts ohne Wein ist bei vorheriger Bestellung bis zum 27. er. M. 2.50, später M. 3. und ist zum Zwecke der Unterschrift für das Diner eine Subscriptionsliste in Circulation gesetzt; außerdem nimmt der unterzeichnete Vorstand Anmeldungen entgegen. Wein- u. Obstpressen 5 sowie Obstmühlen u. Kelterschrauben 1 empfehlen als Spezialität in anerkannt vorzüg- lichen Constructionen zu billigsten Preisen und Tae unter weitgehendster Garantie 2 2 J. Weippert& Söhne, Maschinenfabrik und Eisengiesserei 2654„ Ileilbronn am Neckar.(Stg. 22/7 e.) decht Liebig Company's Fleisch- Hx tract 2401 (Fray Bentos) zu haben in Friedberg in den beiden Apotheken, sowie bei den Herren W. Fertsch, G. Groß, W. Bernbeck, J. Baumeister, in Bad-Nauhelm in der Apotheke und bei den Herren Ph. J. Weiß, Richard Wörner. Verkauf auf Abbruch. 5 Die drei Stallgebäude auf dem städtischen Grundstücke zwischen Neuer Zeil und Heiligkreuzgasse, einschließlich der in den Gebäuden vorhandenen Stall-Einrichtungen, sollen an Ort und Stelle am Mittwoch den 23. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, zum Abbruch öffentlich versteigert werden. Die Bedingungen liegen bei der Bau-Deputation, Paulsplatz 3 J, zur Einsicht auf. Die Besichtigung der Baulichkeiten ist täglich, mit Ausnahme des Montags, in den Stunden von 8— 12 Uhr Vormittags gestattet. f Die Mitbietenden haben an Ort und Stelle eine Caution von 300 Mark zu hinterlegen. Frankfurt a. M. den 14. Juli 1884. 2670!au- Deputation. Lederlreibriemen. Hanfriemen.“ Ci iti ederlreibriemen, Hlanfriemen. Eisenvitriol, Gummischläuche und Platten, duales Mittel, zur Desinfectten von Aborten, sowie sämmtliche techn. Lederartikel für Maschinenbetrieb Misistätten, Schlachthäusern ze., bei jetziger Jahreszeit bei 1. Korn& Simon besonders empfehlenswerth, empfiehlt **— 2 Frankfurt a. M., 2719 Fr. Hilbrecht Wittwe. 2393 Große Bockenheimerstraße 50.„N Neue Selbstgepreßten 2 8 Fim Sar Holl. Vollhäringe „Himbeer Saft 5 2577 empfieh J. Baumeister. 5 N N 8 f 8„mit silberner Kette Feinsten Obst-Gelee, Eine Cylinder⸗Uhr en gen 8 2 Nachmittag auf dem Wege von Ober-Mörlen nach Ockstadt Besten Zwetschen⸗Latwerg, Je err ö. v. ang figen eie gute Belt Holl. Colonial-Syrup ung aszugtbe nn.— empfiehlt in vorzüglichster Qualität 2720 Fr. Hilbrecht Wittwe. Tukalgewerhyerein Kriedberg. General versammlung Mittwoch den 23. Juli, Abends 8½½ Uhr, im Lokale von Metzger Windecker. Tages ordnung: Vorlage des Statuten-Entwurfs und Beschlußfassung über denselben. Friedberg den 17. Juli 1884. Der Vorstand: 2689 Limpert, Vorsitzender. Grünkern, Holl. Vollhaͤringe, Salz⸗ und Essiggurken in vorzüglichster Waare empfiehlt 2718 Fr. Hilbrecht Wittwe. J. A. Windecker empfiehlt 2714 Neue grüne Kerne. Desinfectionsmittel gegen ansteckende Krankheiten, wie 5 935 Carbolsäure, Chlorkalk, Eisenvitriol 2713 empfiehlt J. Baumeister. Kleesaat. Zur bevorstehenden Aussaat empfiehlt neuen Incarnat⸗ stleesamen 271ʃ2 W. Goeckus- Neu angekommen eine große Parthie längliche Fässer, zu ein- und zwei⸗ spännigen Pfuhlfässern sich eignend, bet 2601 Georg Groß. Ein Paar schwarze Glacéhandschuhe in Ockstadt gefunden. Abzuholen bei der Exp. d. Anz. 2708 Druckzeuge in schöner Auswahl empfiehlt 2550 G. F. Aletter. * Kin derwagen in großer Auswahl bei 2700 Carl Damm, Usagasse. Ganz leichte Sommer⸗-Unterjacken und Unterhosen, sowie die beliebten Filetjacken empfehle zu sehr billigen Preisen. 3 2218 Heinr. Diehl, Usägasse. 8 r empfiehlt zu sehr billigen S Corsetten dae. Fredric Mit den neuen Schnelldampfern des Uorddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika 8 in 9 Tagen f FFF machen. Näheres bei dem Geueral-Agenten 2707 Chr. Emil Derschov, Offenbach a. VI., und dessen Agenten: Isidor Schulhof, Friedberg. Nic. Spiegelherger, Butzbach. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Herrenkragen cn. (Hierzu Praktischer Rathgeber für's Haus Nr. 5 und 6.) Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Di ——