äger), ferner eiches Gewebe 1884. Dienstag den 21. Octaher. N 125. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden slets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Unterrichtsanstalten des Localgewerbevereins Friedberg. Friedberg am 17. October 1884. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, das nachstehend abgedruckte Unterrichtsprogramm zu möglichst umfassender Kenntniß Ihrer Ortsangehörigen iusbesondere der Handwerksmeister, gelangen zu lassen und dieselben auf den Zweck dieses nützlichen Unternehmens des durch die Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein unterstützten Localgewerbevereins Friedberg besonders aufmerksam zu machen, da durch diese Austalt einem längst gefühlten Bedürfuiß genügt wird. Dr. Braden. f Unterrichtsanstalten des Localgewerbvereins Friedberg. Der Beginn des Unterrichts für die Werktagsabendschule ist auf Montag den 3. November, Abends ½ 8 U her, fest— gesetzt und findet folgendermaßen statt: Montag ½8— ½/⁰ 9 Uhr Rechnen, ½29— 0½ 0 Uhr Geometrie; Dienstag 8— 7½9 Uhr Aufsatz, ½9— 10 Uhr Buchführung; Unterrichtslocal im städtischen Schulhause. Der Beginn des neuen Cursus für den Sonntagsunterricht ist auf Sonntag den 9. November festgesetzt und erstreckt sich auf Freihand- und Ornamentzeichnen, geometrisches Zeichnen und darstellende Geometrie, sowie Fachzeichnen. Unter— richtslocal: Säle auf den städtischen Pferdeställen und im neuen städtischen Schulhause. Der Unterricht in der erweiterten Handwerkerschule wird in ähnlicher Weise, wie im Wintersemester 1883/4 sertheilt, beginnt am Dienstag den 4. November und zwar nach folgendem Lehrplan: Mittwoch ½8— ½9 Uhr Physik(Naturlehre); Donnerstag ½8— 09 Uhr Rechnen, J)½29—½ 10 Uhr Baumaterialienkunde. U, lung fe... haft ler e Erinnerung: und enge, Dienstag. Mittwoch. Donnerstag. Freitag. Vormittag 8½— 10 Uhrs Geometrie J, Fachzeichnen II 10-12 Uhrs darstellende Geometrie Il, Uebungen darin J. Nachmittag 1½—3 Uhr Mechanik J, Fachzeichnen II. 3—4 Uhr Fachzeichnen J und II. Unterrichtslocal im neuen städtischen Schulhause. Das Schulgeld für die Sonntagszeichenschule mit der Werktagsabendschule beträgt pro Monat 80 Pf. Das Schulgeld für die erweiterte Handwerkerschule beträgt 50 Pf. pro Monat. Für ältere Gewerbtreibende, Gesellen und Haudwerksmeister, welche sich die Bibliothek und reichlichen Unterrichtsmittel, Musterzeich— nungen ꝛc. des Localgewerbevereins nutzbar machen wollen, ist die Einrichtung des offenen Zeichensaals getroffen, in welchem sie Copien von Zeichnungen selbst oder mit Hilfe des Lehrers anfertigen, sich Rath und Belehrung in technischen und gewerblichen Angelegenheiten holen können; auch können soweit thunlich durch Schüler unter Anleitung des Lehrers gegen geringe Vergütung Zeichnungen, Copien und Pausen Rechnen II, Fachzeichnen J. Fachzeichnen J und II. Geometrie II, Fachzeichnen J. darstellende Geometrie J, Uebungen darin II. Bauconstructlonslehre hund II. Fachzeichnen J und II. Rechnen J, Fachzeichnen II. Fachzeichnen J und II. Modelliren. für Söhne von Mitgliedern 40 Pf. angefertigt werden. Alle Gewerbtreibenden des Kreises, sowie alle diejenigen, welche ihre Söhne für das Handwerk ausbilden wollen und zur Hebung des Gewerbestandes des Kreises beizutragen gewillt sind, werden ersucht', Anmeldungen von Schülern bis zum 31. October schriftlich oder mündlich an den Vorstand des Localgewerbevereins oder an den Hauptlehrer Diesener gelangen zu lassen, Auskunft bereitwilligst ertheilen. welche auch jede weitere Der Vorstand des Localgewerbvereins Friedberg. Bekanntmachung. Die Herbst-Control-Versammlungen pro 1884 im Kreise Fried— berg, 1. und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Groß— herzoglich Hessischen Landwehr-Regiments Nr. 115, werden in nach— stehender Weise abgehalten: A. In Butzbach, auf dem Viehmarkt. Am 14. November, Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen sämmtliche Neservisten und die zur Dis— position der Truppentheile und Ersatz-Behörden beurlaubten Mann— schaften aller Waffen, sowie diejenigen Wehrleute, welche im Herbst dieses Jahres zum Landsturm überzuführen sind(das sind diejenigen Mannschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. April und 30. Sep⸗ tember 1872 in den Militärdienst eingetreten sind), aus den Ortschaften: Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Kirch Göns, Langenhain mit Ziegenberg, Mai— bach, Münster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppershofen, Ostheim, Pohl⸗Göns, Rockenberg, Trais-Münzenberg, Wohnbach— B. In Friedberg im Hof der Kloster-Kaserne. Am 14. November, Nachmittags 2 Uhr.. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Ortschaften Bad-Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. 7 Friedberg„ Ockstadt, Bauernheim, Beienheim, Doru— Assenheim, Melbach, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ossenheim, Reichelsheim, * Rödgen, Schwalheim, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim, Wisselsheim. C. In Nieder⸗Wöllstadt am Eisenbabn-Viaduct über der Friedberger Chaussee. Am 15. November, Vormittags 8 ½ Uhr. 1 Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Aae aus den Ortschaften Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg— JGräfenrode, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder— Wöllstadt, Nieder Florstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Okarben, Ober-Florstadt, Ober-Wöllstadt, Petterweil, Rodheim, Staden, Stammheim, Wickstadt. D. In Vilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südliches Ende von Vilbel. Am 15. November, Nachmittags 3 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Maunschaften vorgenannter Kategorien aus den Ortschaften Büdesheim, Dortelweil, Groß-Karben, Helden— bergen, Harheim, Klein-Karben, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder— Eschbach, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Rendel, Vilbel. Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältnisse Dispen— sations-Gesuche von den Kontrol-Versammlungen vorbringen wollen, so sind diese,— von der Ortsbehörde beglaubigt,— mindestens 8 Tage vor der Kontrol-Versammlung dem betreffenden Bezirksfeld— webel vorzulegen. Nur für außerordentliche Fälle ist eine kürzere Frist statthaft. Wer Dispensation von der Kontrol-Versammlung erhält, hat sich spätestens 14 Tage nach der Kontrol-Versammlung bei dem Bezirks— feldwebel zur Nachkontrole zu melden. Außerdem werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien ersucht, jeden Kontrolpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter darauf aufmerksam zu machen, daß keine besonderen Ordres zur Ge— stellung ausgegeben werden. Das Großherzogliche Bezirks-Kommando Friedberg. Roemheld. ———2— Betreffend: Die Reinigung der Schornsteine. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die zum Kreise Wir eröffnen Ihnen hiermit, daß wir steine betreffend, die früher in Ihren Gemeinden übliche fünfmalige in gleichen Zwischenräumen— reduzirt haben. Betreffend: Den Neubau einer Kreisstraße von Nieder-Erlenbach nach Ober-Erlenbach. Chaussirsteinen soll auf dem Submissionswege vergeben werden und zw liegen auf dem Bureau des Kreisingenieurs L Frie. 5 0 October Vormittags 11 Uhr verschlosseu und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen. Die Lieferung von 2400 ebm 3) 100 ebm Wandsteine. Friedberg den 20. October 1881. Voranschlag und Bedingungen sind daselbst unter Vorlage von Probesteinen bis zum 31. Friedberg am 18. October 1884. Friedberg gehörigen Bürgermeistereien des ehemaligen Kreises Vilbel. in Gemaßheit des§ 6 des Regulativs vom 22. Januar 1875 die Reinigung der Schorn— Submissionsausschreiben. Reinigung auf eine viermalige— und zwar vorzunehmen alle drei Monate Dr. Braden. ar: 1) 1800 ebm Grundbausteine, 2) 1000 ebm Decksteine, impert zu Friedberg zur Einsicht offen. Angebote Großherzogliches Kreisamt Friedberg. g J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis- Assessor. Otulsches Neich. Darmstadt. Der Ministerialrevisor Scriba wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben der Charakter als Rechnungsrath verliehen. — Das Staatsministerium hat im Laufe voriger Woche mehrere Sitzungen gehalten, welche dem Abschlusse des in den einzelnen Ministerien vorberathenen Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen und Ausgaben für die Budgetperiode 1885—88 gewidmet waren Die bezüglichen Berathungen haben, wie die Darm— städter Zeitung mitzutheilen in der Lage ist, einen durchaus befriedigenden Stand der Fi⸗ nanzen des Großherzogthums ergeben. Berlin. Die Nachricht verschiedener Blätter, daß der Botschafter Fürst Orloff in Berlin de— missioniren wolle, ist gänzlich unbegründet. Fürst Orloff ist zur Zeit augenleidend und deshalb gegenwärtig auf seinem Posten nicht anwesend. — Der Kaiser wird dem ursprünglichen Programm gemäß am Donnerstag, den 23d. M., in Berlin eintreffen und dann dauernd hier wohnen. Um die Mitte des künftigen Monats soll sich dann die gesammte königliche Familie in Berlin zusammenfinden. Bei seinem vortreff— lichen Gesundheitszustande gedenkt der Kaiser sich an den Hofjagden wie in früheren Jahren zu betheiligen. Hanau, 17. Oct. Die feierliche Beisetzung der Leiche des Landgrafen Friedrich von Hessen in die Familiengruft zu Rumpenheim findet da— selbst am 22. d. Mts. statt. Braunschweig, 18. Oct. Herzog Wilhelm ist heute Nacht gestorben. Die Nachricht von dem Ableben des Herzogs, welche im Laufe des Vormittags sich verbreitete, wurde von der Be— völkerung überall mit tiefer Trauer aufgenom— men. Vor dem Residenzschlosse und in den angrenzenden Straßen bildeten sich Gruppen, welche, von der Trauernachricht tief ergriffen, dieselbe besprachen. Von den Thürmen fand Trauergeläute statt, die Schulen sind geschlossen An zahlreichen Häusern wehen Trauerfahnen. Die berzoglichen Wohnräume der Residenz wurden vom Staatsministerium versiegelt. Von den„Braun— schweigischen Anzeigen“ wird der Tod des Her— zogs durch ein von den Mitgliedern des Staats— ministeriums unterzeichnetes amtliches Extrablatt gemeldet. Ein zweites amtliches Extrablatt theilt mit, daß ein Regentschaftsrath für das Herzog tbum Braunschweig, bestehend aus: Graf Görtz Wrisberg, Staatsminister, Dr. jur. Wirklicher Geheumrath v. Veltheim, Landtags Prasident Pr. Schmid, Oberlandesgerichts-Präsident, con— stituirt wurde. Seit heute Mittag ist eine Proclamation durch Anschlag zur Kenntniß der Bewohner der Stadt gebracht worden, nach welcher General von Hilgers im Namen des Kaisers den Oberbefehl über die Truppen über— nommen hat.— 19. Oct. Die„Schlessische Zeitung“ theilt mit, daß gestern Mittag der Oberpraͤsident v. Seydewitz und der Regierungs— Präsident Freiherr Junker von Ober-Conreydt auf dem Schlosse zu Oels erschienen seien. Der Oberpräsident habe dort den Mitgliedern der herzoglichen Kammern erklärt, daß er von dem Minister des Innern den Austrag erhalten habe, Namens Seiner Majestät des Königs und Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Krouprinzen von dem gesammten herzogl. Grund besit, feudalem und allodialem, Besitz zu ergreifen, und daß er sodaunn die Verwaltung übernommen.! Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 18. Anläßlich von bei der hiesigen Polizei vorgekom— menen Unregelmäßigkeiten verfügte der Minister des Innern die Suspendirung einiger Polizei— beamten, ferner eine Disciplinaruntersuchung und Ueberweisung der bezüglichen Acten an des Criminalgericht. Belgien. Brüssel, 17. Oct. Einer Blätter— meldung zufolge war der Arbeitsminister Vander— perenboom, als er dieser Tage Caesmes(Henne gau) besuchte, persönlichen Insulten ausgesetzt. Der Wagen, worin der Minister saß, wurde mit Steinen beworfen, die Wagenfenster zer— trümmert und der ganze Wagen mit Koth bedeckt. — Das„Mouvement geographique“ theilt mit, daß die Expedition unter Lieutenant Delizie, welche von Loango abgegangen war, um die Mission Brazza ham Stanley-Pool neu zu ver— proviantiren, unfern vom Ladimasee von 200 Trägern verlassen wurde. Dieselbe ist am 8. Juli in der Station der internationalen Gesellschaft Oct. Manyanga am Congo eingetroffen, um sich neuerdings auszurüsten. Antwerpen. Da man bei den Comunal— wahlen Unruhen befürchtet, so sind zwei Es— cadronen Lanciers hier eingetroffen. An die Artillerie und Gendarmerie, welche durch ein berufene Bürgergarde verstärkt sind, ist scharfe Munition ausgegeben worden. Frankreich. Paris, 17. Oct. Die„Times“ meldet aus Foutscheu vom 16. d., daß ein neues Treffen bei Tamsui stattgefunden hat, in welchem 3000 Chinesen getödtet wurden. Die Verluste der Franzosen waren unbedeutend. Die Regier ung erhielt noch keine Nachricht von diesem Sieg. Die letzten Depeschen Courbet's constatiren, daß das Truppencorps in Kelung den Bau der Schanzen vollendete, welche dem offensiven Vor— gehen der Chinesen Halt gebieten sollen. 8 Det In der tammer interpellirte Desroys über die landwirthschaftliche Krisis und verlangte für die landwirthschaftlichen Pro— ducte denselben Schutz wie für die Industrie. Durch Eintritt des freihändlerischen Ministers Rouvier in das Cabinet seien Besorgvisse her— vorgerufen worden, er bitte deßhalb die Regierung um Erklärungen. Ferry erwiderte, die Für— sorge der Regierung sei der Landwirthschaft in der nämlichen Weise wie der Industrie zu gewandt, die Regierung habe dies durch Vor— schlag auf Erböhung der Viehzölle bewiesen, auch gegen mäßige Erhöhung der Getreidezölle habe er Nichts einzuwenden. Die Interpellation sei aber keine geeignete Gelegenheit, eine Frage von so großer Wichtigkeit zu discutiren. Er beantrage deßhalb einfache Tages-Ordnung. Brialon greift lebhaft die hohen Eisenbahntarise au. Der Arbeitsminister erwiderte, die Eisen bahngesellschaften seien mit Erörterungen über die Ermäßigung der Tarife beschäftigt. Hierauf wurde die Tagesordnung mu 259 gegen 175 Stimmen angenommen. — Im Gefäugnisse zu Roanne(Loire) er— folgte eine Dynamitexplosion Der oberste Ge— fangenwärter wurde leicht verletzt. Großbritannien. London, 17. Es verlautet, in Folge neuestens aus Brüssel und Dover eingelaufener Gerüchte über ein neues Dynamitcomplot würden die Bewegungen ver— dächtiger Personen nicht nur in den englischen Einschiffungs- und Landungshäfen strengstens be— wacht, sondern auch Antwerpen und die übrigen 5 Oct. belglschen Häfen stünden unter Beovachtung von englischen Detectives. Unter der Tribüne der Rennbahn zu Houghtonlespring wurde gestern früh eine Blechbüchse gefunden, worin 16 Dyna— mitpatronen enthalten waren. Der an der Büͤchse befindliche Zünder zeigte Spuren, daß er an— gezündet gewesen war. Der bei der Ankunft des Dampfers„Lord Clive“ verhaftete Ungar scheint nach den angestellten Recherchen keine verbrecherischen Absichten gehabt zu haben. Er hatte in amerikanischen Bergwerken gearbeitet und von dort Dynamit mitgebracht, ohne zu wissen, daß letzteres verboten ist. Dublin, 17. Oct. Der parnellitische Ex— deputirte Sullwan, berühmter Advokat und Mitbegründer der irischen Home Rule-Bewegung, ist heute dahier gestorben. Spanien. Madrid. Die Pariser Nach— richt, daß Marquis Casala Iglesia zum Ge— sandten in Berlin ernannt und mit der Ver— tretung Spauiens auf der Congoconferenz be— traut worden sei, ist ganz unbegründet. Graf Bensmar ist bereits zum Vertreter Spaniens auf der Congoconferenz ernannt worden. Egypten. Kairo. Northbrook ist hierher zurückgekehrt und hat, wie es scheint, sich davon überzeugt, daß die Herabsetzung der Steuern in Oberegypten unvermeidlich ist. Die italienische Regierung hat ihr Mitglied bei der Staats— schuldencasse, Baravelli, angewiesen, sich an dem Processe gegen die egyptische Regierung nicht zu betheiligen. — 17. Oct. Eine Meldung aus Dongola besagt: Kaufleute aus Shendy hätten die Nach— richt uͤberbracht, Gordon habe am 6. d. Mts. Shendy und Metammeh bombardirt und ein— genommen. Gordon unternehme oft solche Streif— züge, um, wie man glaube, sich Proviant zu verschaffen. Amerika. Washington, 17 Oct. Der neue deutsche Gesandte v. Alvensleben wurde gestern vom Präsidenten Arthur empfangen. Persien. Teheran, 18. Oct. Die deutsche Gesandtschaft ist hier eingetroffen. Zum feier— lichen Empfang hatte die persische Regierung an allen Stationen zwischen dem kaspischen Meere und Teheran große Vorbereitungen getroffen. Der Schah stellte der Gesandtschaft ein Palais zur Verfügung. Aus Stadt und Land. bb. Friedberg. Das Aprocentige Anlehen des Kreises Friedberg von M. 100,000 warde von dem Kreis- ausschuß dem hiesigen Vorschuß- und Credit Verein e. G. zugetheilt. d. Friedberg. Die von national liberaler Seite in Södel und Nieder- Florstadt veranstalteten Wähler— versammlungen nahmen den gewünschten Verlauf. In beiden Vinsammlungen entwickelten die Rechtsanwälte Jockel und Windecker von hier die Grundsätze der national liberalen Partei und wiesen alle Angriffe der Deutsch Freisinnigen auf's Treffendste zurück. Sie traten auf's Wärmste für die Candidatur Görz ein, indem sie betonten, daß der Candidat der Dentsch-Freisinnigen ein nicht allein den Wählern, sondern auch den Befür— wortern seiner Wahl ganz und gar unbekannter Mann sei, während Görz, der national' liberale Candidat, als Hesse mit den Verhältnissen und Bedürfnissen unseres engeren Viterlandes auf's Beste vertraut, durch seine Vergangenheit und Thätigkeit als unabhängiger, unab⸗ setzbarer Richter dafür sichere Bürgschaft leiste, daß unser Wahlkreis durch einen ehrenwerthen, sachkundigen und liberalen Mann vortrefflich vertreten werde. Die nationaleliberale Candidatur wurde in beiden Versamm⸗— lungen, die sehr stark besucht waren, mit höchstem Bel— sall aufgenommen d Vad-⸗ Nauheim, 18. Oet. Unter dem Vorsitz des Vergraths Jäger von hier wurde heute im Sprengel schen Sagle eine Wählerversammlung abgehalten, in eee! inn gres mung unc dc n n 13 nc ec . — Nr Ble. Schorn. Monate Deckeln, gebote Assessor, — fung von züne der gestern Dyna⸗ er Büchse er an⸗ Aukunst e Ungar en keine ben. Er geanbeitet ohle zu ische Ez⸗ pat und ewegung, er Nach⸗ um Ge⸗ der Ver⸗ tenz be⸗ . Graf Spaniens n. st hierher ich davon Steuern talienische Staats⸗ ch an den ung nicht Dongola die Nach: d. Mis. und ell ye Streif oviant zu ct. Der en wurde angen. ie deutsche zum felel⸗ Regierung hen Melle gettofsel in Palas — inlehen, des bem Kreis⸗ Berein e. s welcher Professor Oaken aus Gießen das national— liberale Programm entwickelte. Die interessanten Aus— führungen des Redners, in welcher er sich speziell gegen die deutsch-freisinnige Partei und ihre Führer Richter und Bamberger wandte, verbunden mit seiner hin reißenden Rednergabe, entfesselten einen Beifallssturm, wie wir ihn noch selten in Wahlversammlungen gehört haben. Dagegen war die Erwiderung des Rechtsanwalts Dr. Rosenberg von Gießen, der die deutsch freisinnige Partei vertrat und dee eine Vertherdigung seines bekannten Cireulars an die jüdischen Gemeindevorstände versuchte, recht matt und wurde von Rechtsanwalt Windecker unter dem lauten Beifall der Versammlung dieser Versuch, die mosaische Religion für deutsch freisinnige Wahlzwecke in's Treffen zu führen, als ungerechtfertigt und unwürdig zurückgewiesen. Nach einer kurzen Debatte über den Werth der Getreidezölle wurde die Versammlung gegen Mitternacht mit einem Hoch auf den Kaiser geschlossen. r. Butzbach, 19. Oet. Die heute seitens ves national ⸗ liberalen Wahleomitzs im Saale des Hessischen Hofs einberufene, unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Küchel stattgehabte Wählerversammlung war von eirca 500 Personen besucht und wurde vom Landtagsabgeord— neten Dr. Vogt eröffnet. Nachdem derselbe den Dank dem seitherigen Abgeordneten Dr. Schröder für sein langjähriges Wirken im Reichstag ausgesprochen, legte der Candidat der Partei, Oberlandesgerichts-Präsident Görz, seinen Standpunkt in den die Wahlbewegung be— herrschenden Fragen dar und schließt mit der Ver— sicherung, daß wie er, seit 1848 im öffentlichen Leben thätig, der national-liberalen Partei seit ihrem Bestehen angehört habe und derselben auch im Alter treu bleiben werde. Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Rede erörtert Rechtsanwalt Metz aus Darmstadt die Stellung der national liberalen zur deutsch-freisinnigen Partei, die er der systematischen prinzipiellen Oppositlon gegen den Reichskanzler Fürsten Bismarck anklagt, welche Opposition ein Aufbäumen des deutschen Geistes gegen solch unqualifizirbare Angriffe hervorgerufen habe. Die darauf folgenden Ausführungen des Kaufmanns Joutz in der bekannten deutsch-freisinnigen Manier, wurden in schlagender Weise von Metz und Or. Vogt zurück— gewiesen und die Versammlung mit einem Hoch auf den Katser geschlossen. 0 e. Weckesheim, 18. Oekober. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde Oeconom K. W. Hilger mit 43 Stimmen gewählt. i Allerlei. London, 17. Oet. Heute früb ereignete sich im Londoner Stadtviertel Bermondsey eine furchtbare Gas— epplosion. Ein Haus ist eingefallen, wobei ein Kind todt blieb und zwei tödtlich verletzt warden. Sechzehn Personen sind schwer verwundet. Queenstown, 17. Oct. Der Dampfer„Nevada“ ist heute Morgen mit brennender Ladung von Newyork angekommen. Das Feuer ist am Mittwoch durch Selbst entzündung der Ladung entstanden. Von Passagieren wie von Mannschaft ist Niemand verletzt. Die Feuers— brunst wurde hier gelöscht und ist das Schiff nach Liver— pool abgegangen. Handel und Verkehr. Friedberg, 18 Oet. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 1.10, Eier 1 Stück 7—8 Pf. Gießen, 18. Oet. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eier 1 Stück 7 Pf., Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.2), Hahnen ver Stück M. 6.60 1.20, Enten per Stück M. 1.30— 1.70, Gänse per Pfd. 32—45 Pf., Welsche M. 0.00—9.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—70 Pf., Kuh- und Rind— fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 54— 60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60- 70 Pf., Kalbfleisch 56—60 Pf., Kartoffeln per 00 Kilo M. 3.00— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 5 00, Weißkraut per Stück 5—9 Pf. Frankfurt, 17. Oet. Buttermarkt. Für Butter wurde im Engroshandel bezahlt per Ctr. M. 93-95, im Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1.15— 1.25. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 21.: Vorletztes Gastspiel von Frau Therese Vogl und Herrn Heinrich Vogl. Zum dritten und letzten Male: Tristan und Isolde. Tristan: Herr Vogl. Isolde: Frau Vogl. Im Abonnement. Große Preise. Mittwoch den 22.: Geschlossen. Donnerstag den 23. Letztes Gastspiel von Frau Therese Vogl und Herrn Heinrich Vogl. Tannhäuser. Tann⸗ häuser: Herr Vogl. Elisabeth: Frau Vogl. Im Abonnement. Große Preise. Freitag den 24.: Geschlossen. Samstag den 25.: Carmen, Sonntag den 26.: Martha. Schauspielhaus. Dienstag den 21.: Zum ersten Male: Ehrenschulden. Trauerspiel in 1 Aet von P. Heyse. Hierauf: Im Bunde der Dritte. Zum Schluß. Zum ersten Male: Unter Brüdern. Lustspiel in 1 Aet von P. Heyse. Mittwoch den 22.: Zum ersten Male wiederholt: Ehrenschulden. Im Bunde der Dritte. Unter Brüdern. Donnerstag den 23. Geschlossen. Freitag den 24.: Harold. Samstag den 25. Hüttenbesitzer. Sonntag den 26.: Im Abonnement A.(für den ausgefallenen Freitag) Der Salontyroler. Montag den 27.: Fatinitza. Die Lieferung von Basaltpflaster— Steinen für den Bahnhof Gießen soll öffentlich vergeben werden. Verhandlung am 31. Oetober, Vormittags 11 Uhr. Lieferungsbedingungen ze. ꝛc. sind zum Preise von 0,5 Mark zu beziehen. 3789 Königl. Eisenbahn-Bauinspeetion. Kapitalgesuch. Die hiesige Gemeinde beabsichtigt ein Kapital von 3000 Mark à 40% aufzunehmen. Offerten wolle man an unterzeichnete Stelle senden. Nieder⸗Florstadt den 17. Oetober 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt. 3774 Alles. Ss 2 5* Faselochs-Versteigerung. Freitag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause ein der biesigen Gemeinde ge— höriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs meistbietend versteigert werden. Nieder⸗Florstadt den 17. October 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nleder-Florstadt. Alles. 3 I 2 1* Faselochs-Versteigerung. Donnerstag den 23. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus ein sehr gut gehaltener, zur Zucht untauglich gewordener Gemeinde-Faselochs meist— bletend versteigert werden.. Melbach den 18. October 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Melbach. Hahn. 3793 Bekanntmachung. Bei der am 13. d. Mts. vorgenommenen Verloosung Stadt Alzeyer Obligationen sind die Nummern 2, 9, 14 und 21 der V. Serie zur Rückzahlung gezogen worden. Außerdem gelangt die aus der IV. Serie allein noch rückständige Nr. 8 zur Rückzahlung. Den Inhabern dieser Obligationen wird vom 1. Januar 1885 an gegen Aushändigung derselben, sowie der nicht fälligen Zins Coupons, der Nennwerth durch die Stadt⸗ kasse zu Alzey, oder die land wirthschaftliche Ereditbank zu Frankfurt a. M. ausbezablt werden. Vom 1. Januar 1885 ab hört der Zinsenlauf der genannten Obligationen auf. Alzey den 17. October 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Alzey. Lissem. G. F. 3751 Die Grube und Brikettfabrik„Friedrich“ bei Hungen empfiehlt 2 um Winterbedarf Braunkohlenbriketts ab Werk zu 50 Pf. pr. Centner. Die Braunkohlenbriketts, für alle Arten von Feuerungsanlagen der Industrie, des Hauses und der Küche passend, sind mit den Vorzügen ihrer großen Heizkraft, ihrer Sauberkeit und Bequemlichkeit bei der Verwendung, das anerkannt beste und billigste Brennmaterial. Die Briketts haben sich mit diesen Eigenschaften in kurzer Zeit die allgemeine Beliebtheit gegenüber den anderen Brennmaterialien erworben. Jede Auskunft ertheilt bereitwilligst 25 Mark Belohnung Demjenigen, der mir den Hallunken namhaft macht, welcher in der Nieder Eschbacher Gemarkung auf meinem Grundstück die beiden blauangestrichenen Räder von meinem Vorderpflug gestohlen hat. Bonames den 12. October 1884. 3788 A. Launhardt. Für eine renommirte Gastwirthschaft in einem Land— städtchen vor Frankfurt wird ein braves, junges Mädchen als Kellnerin Gefällige Offerten befördert die Exped. d. Anz. esucht. 5 3786 unter Nr. 3786. 5 Fabrzy'sche Double Peppermint, Preisgekrönt Paris 1867. Aerztlich empfohlen als bestes Mittel zur Stärkung und Heilung des Magens, als angenehme Erfrischung auf Reisen sehr zu empfehlen, sind ½ Schachteln à 50 Pf. und ½ à 25 Pf. zu haben in Friedberg bei 3785 F. J. Lühn, Mohren Apotheke. Nicht zu übersehen. Nußbaumstämme werden angekauft von Nieder- Rodenbach. Heinrich Ott. Arbeits-Vergebung. Samstag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen die in Folge Consolidation der Grundstücke zu Ober- und Nieder-Ros bach erforderlichen Planir- und Graben— arbeiten, veranschlagt zu M. 484.92, an Ort und Stelle unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be- dingungen öffentlich vergeben werden. 4 Zusammenkunft bei der Harbmühle auf der Straße nach Rodheim zu. Vilbel den 20. October 1884. Der Consolidationsgeometer Bergauer. 3802 8 3 8 feinster u. billigster Quali⸗ Hosenträger en e Fricdric. 3761 NB. Anmeldungen nimmt Herr Gastwirch W. Wind in Friedberg entgegen. 4 3723 5— Neue Kastanien Wilhelm Fertsch. 3711 bei Ein Schuhmacher findet dauernde Beschäftigung bei Heinrich Alt in Nieder ⸗Florstadt. Ein kleines Logis hat zu vermiethen Wittwe Graubert 3799 in der Vorstadt. Die Direction. Eine Mahlmühle mit Wasserkraft, nach neuestem System eingerichtet, ist unter sehr günstigen Zahlungs bedingungen billig zu ver— kaufen, oder auch zu verpachten.(F.& 173/10.) Anfragen unter V. 3423 zu richten an Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. 3738 f i dinderfseider VNächen, Nöckchen, Gestrickte Kinderkleider, ur ech und Gamaschen, sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich. .... 2 7 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Anzeige, daß es Gott dem Allmäch— tigen gefallen bat, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Maria Gottwerth Wittwe, geb. Wagner, heute Morgen ½11 Uhr nach längerem Leiden in ihrem 81. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bittet Friedberg den 19. Oetober 1884. Für die trauernden Hinterbliebenen: Weigel, Rendant. Die Beerdigung findt Mittwoch den 22. Oet., Nachmittags 3 Uhr statt. Nach dem Wunsche der Verstorbenen wird auf Blumenspenden verzichtet und findet besondere Einladung nicht statt. 3806 . ·˙·. Danksagung. Für die uns bei dem schmerzlichen Verluste unseres unvergeßlichen Karl von allen Seiten bewiesene Theil— nahme, sowie für die vielen, vielen Blumenspenden, sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten, herzlichsten Dank. Friedberg, 20. October 1884. Die trauernden Eltern: K. König und Frau. 3807 ä———— ä E AA— AA T 1 1 Wähler Versammlung in Vilbel Dienstag den 21. Oktober, Abends 8 Uhr, im Saal der Stadt Cassel. Der Candidat der national-liberalen Partei, Herr Oberlandesgerichts-Präsident Görz aus Darmstadt, wird erscheinen und sein Programm entwickeln. Alle Wähler werden hierzu eingeladen. 3782 Das national- liberale Wahl- Comité. iehstag 1 Reichstagswahl. Zur Widerlegung gegentheiliger Behauptungen übergebe ich folgende Erklärung, welche meine Stellung in dem Wahlkampfe kennzeichnet, der Oeffentlichkeit. Soll der deutsche Reichstag Zweck und Bedeutung einer Volksvertretung haben, wie sie älteren Verfassungsstaaten eigenthümlich ist, so muß er aus Volks- Anwälten gebildet werden, welche auf dem gesetzlich zu garantirenden Boden des gleichen Rechts, der gleichen Freiheit für Alle die Pflege der Wohlfahrt Aller jedem Sonder-Juteresse voran— stellen. Geguer der weiteren Ausbildung des indirecten Steuersystems, da es die nicht besitzenden Klassen in ungleichem Maaße drückt, Gegner des Socialisten-Gesetzes, Gegner der bestehenden übermäßig-langen Militär-Dienstzeit, Gegner der Festlegung des Militär- Etats auf weitere 7 Jahre, Gegner jeder Einmischung des Staats in inner kirchliche Angelegenheiten, Gegner des herrschenden Schein-Konstitutionalismus, kaun ich bei einer Entscheidung zwischen dem Can— didaten der Deutsch-Freisinuigen und dem Candidaten der 1884 r National-Libe— ralen, deren wachsende Ergebenheit in den Willen des Reichskanzlers— bei ausreichender Vertretung dieser Partei im künftigen Reichstage— neben Bewilligung neuer Steuern eine weitere Schädigung unserer bescheidenen freiheitlichen Errungenschaften und somit auch des Ansehens des Reichstags befürchten läßt, meine Stimme nur Herrn Major a. D. Hinze 3791 geben. Die demokratisch⸗freisinnigen Wähler des Kreises mögen ohne Ausnahme für die Candidatur Hinze energisch eintreten. Friedberg im October 1884. Die Versicherungsgesellschaft Thuringia in Erfurt gewährt— außer Feuer- und Trausport-Versicherungen— N. Kapitalversicherungen auf den Todesfall mit und ohne Dividende. Dividenden werden schon von der dritten Jahresprämie an gewährt und steigen nach Verhältniß der Versicherungsjahre. Bei An- nahme einer Durchschnitts- Dividende von 3 Prozent erhält der Versicherte beispielsweise für das 10., 20., 30., 40. Versicherungsjahr der Jahresprämie als 30 60 90 120 Prozent Dividende; b. Altersversorgungen, Aussteuer-, Militärdienst- und Renten-Versicherungen; c. Versicherungen gegen Reiseunfälle, sowie gegen Unfälle aller Art. Prospecte und Antragsformulare stehen bei Unterzeichnetem unentgeltlich zu Diensten und Carl Trapp- N ist derselbe zur Ertheilung jeder Auskunft gern bereit. 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Diejenigen Herren, welche hieran Theil nehmen wollen, werden ergebenst ersucht, dies dem Gastwirth im„Deut— schen Haus“ bis zum 23. d Mts. anzuzeigen. Rodheim v. d. H. den 18. Oetober 1884. 3792 Mehrere Freunde des Herrn Dr. Momberger. Lokalgewerhverein Friedberg. Außerordentliche Generalversammung und Abend⸗ versammlung der Vereinsmitglieder Dienstag den 21. October 1884, Abends 8 Uhr, im Saale von J. Burck. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl eines Vorstandsmitgliedes. 2. Besprechung über die Lehrlingsfrage, Patentwesen ꝛc. Zeitschriften liegen zur Einsicht offen. Der Vorstand: 3752 Limpert, Vorsitzender. An einem Kursus im Schneidern, Musterzeichnen und Maaßnehmen können noch einige Damen theilnehmen. Dauer des Kursus 8 bis 10 Wochen. Friedberg den 2. Oetober 1884. Martlia Diesener, 3598 Schnurgasse 395 J. Frische Schellsische 280% Wi Ferne Flobert Gewehre, neueste Einrichtung, von 16 M. an, 6, 7 und 9 mm weite Schrot- und Kugelpatronen bei P. Theis, vormals G. Haustädt. 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