ugerbundee Nil tstage die berz⸗ lürgeikundez Couoen egskameraden, ). mite Partbie noc W halber g. Vczüglich diet dem Johannisbe er Vorstant, m Anfertigen 10 en Blumen, gu hleisen, ebenso! 9 3 unn. derung, Witiwe Wagnez weber, San Weckmonn, idermeiste, ßer schen Garti ieselbe ist gege „ Postsekretär. . ags 10 Uh, solln zenstraße mehrite zahlung vafsegget J Uf. f Gölus' Etbeg. er Käs, Theis, 3 G. Haustädt. int in Sah (H. 28 0 trag seiner Tach nit eisernen Miba nen Schraubeh,“ 3 Ohm und% r Spezeieihmnd Bilzein Sti. 1884. Donnerstag den 21. August. M99. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(f oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Regulirung der Gewerbsteuer. Amtlicher Theil. Friedberg den 19. August 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern hiermit die Säumigen an Erledigung unserer Verfügung obigen Betreffs vom 4. Vorlage des betr. Gemeinderathsprotokolls bis zum — 25. 1. Mts. unfehlbar bei 3 Mark Dr. Braden. 5 l. Mts., Kreisblatt Nr. 93, und erwarten Strafe. Friedberg den 16. August 1884. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Bataillonsbezirks werden hierdurch ersucht den nachstehenden Allerhöchsten Gnadenerlaß Seiner Majestät des Kaisers und Königs allen darin genannten Theilnehmern an dem Kriege von 1870/71, welche in Ihren Gemeinden domi— eiliren, zur Kenntniß bringen zu wollen: „Um denjenigen Theilnebmern an dem Kriege von 1870/71, welche in Folge erlittener innerer „wegen Ablaufs der gesetzlichen Präklusivfrist aber zur Geltendmachung von Versorgungsansprüc Ich, daß die Unterstützungsgesuche der bezeichneten Invaliden einer wohlwollenden Prüfung unterzogen onds bei der Reichshauptkasse unterbreitet werden, sofern Thatsachen nachgewiesen „ungen zur Hülfe zu kommen, bestimme „und Mir zur Gnadenbewilligung aus Meinem Dispositionsf Dienstbeschädigung invalide geworden, hen nicht berechtigt sind, durch Gnadeubewillig— „sind, welche die Ueberzeugung von dem ursächlichen Zusammenhang der Krankheit mit der im Kriege erlittenen Dienstbeschädigung zu begründen „vermögen. Bad-Gastein den 22. An den Reichskanzler. Juli 1884. Gleichzeitig ersucht das unterzeichnete Bezirks- Commando die Großherzoglichen Bürgermeistereien, welchen Gesuche nur berücksichtigt, beziehungsweise von diess Diejenigen ehemaligen Unteroffiziere und Soldaten, welche glau ihrer Erwerbsfähigkeit beschränkt zu sein und welche die Präklusivfrist zur Anmeldung von haben, können sich mit einem Gesuche um jene Unterstützung an den zuständigen Bezirksfeldwebel wenden; Thatsachen, welche die Ueberzeugung von dem ursächlichen Zusammenhaug der Krankheit mit einer im Kriege von Dienstbeschädigung zu begründen vermögen; Dienstzeit und eines tadellosen Lebenswandels bis jetzt; Unterstützung bedürftig sind, und wie hoch sich ihr Verdienst beläuft; 1. den Nachweis von 1870/7 erlittenen inneren 2. den Beweis der guten Führung während der N 3. das Attest der Ortsbehörde ꝛc, daß die Gesuͤchsteller einer Sie haben hiernach das Weitere zu veranlassen.“ 4. den Beweis der vorhandenen verminderten Erwerbsfähigkeit. gez. Wilhelm. gez. von Bismarck. die nachstehenden Bedingungen, unter eits zur weiteren Vorlage gebracht werden können, den Interessenten mitzutheilen: ben durch eine im Kriege 1870/71 erlittene innere Dienstbeschädigung in Versorgungs-Ansprüchen(den 20. Mai 1875) versaͤumt die Gesuche müssen jedoch enthalten: Das Bezirks-Commando Friedberg. Roemheld. Deutsches Reich. Berlin, 19. Aug. Der Kaiser ertheilte dem heute hier eingetroffenen Botschafter Grafen Münster und dem Gesandten v. Schlözer Audienzen. Die Genannten wurden auch nebst dem englischen Botschafter zur Tafel geladen. — 19. Aug. Graf Kalnoky ist heute Abend von Varzin hierher zurückgekehrt, in der öster— reichischen Botschaft abgestiegen und Nachts über Dresden nach Wien zurückgereist. Der öster— reichische Botschafter, Szechenyi, gab demselben bis zum Bahnhose das Geleite und begab sich dann mit einem späteren Zuge ebenfalls nach Wien zu längerem Urlaub. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 18. Aug. Die österreichische Corvette„Donau“ ist gestern in Suakin eingetroffen. — In den letzten Tagen tauchen die Ge— rüchte über eine bevorstehende Zusammenkunft des Zaren Alexander III. und Kaisers Franz Joseph wieder lebhafter auf. Auf eine diesbe— zügliche an unterrichteter Stelle im auswärtigen Amte in Wien eingezogene Erkundigung wurde zwar keine Bestätigung, indeß auch kein Dementi zu Theil. Pest. Der Handelsminister hat die Einfuhr und Durchfuhr von Hadern und abgenutzten Tauen, Stricken, gebrauchtem Bettzeug, getra— gener weißer Wäsche und getragenen Kleidern aus Italien verboten. Schweiz. Bern. Die Verhandlungen über die Diöcesanverhältmisse in Basel und Tessin haben wegen der von der Curie erhobenen Forderungen eine Unterbrechung erfahren. Der päpstliche Ab— gesandte Ferrata erwartet neue Instructionen. Schweden. Stockholm, 18. Aug. König Oskar wird morgen, von Schottland kommend, sich über Calais nach dem Rhein begeben und blätter behaupten, Neuwied, seinem Schwager, der Stadt Futscheu sofort zu bemächtigen. dem Fürsten von einen Besuch abstatten. Am Schluß der Woche gedenkt der König aus einem deutschen Ostsee-JBlätter, darunter der Diritto, erhielt Courbet Befehl, sich Nom, 18. Aug. Mehrere hiesige stellen in Abrede, Italien. hafen vielleicht über Berlin heimzukehren, wo daß die Beziehungen Italiens zu Deutschland dann in Schonen die Herbstmanöver beginnen. Belgien. Brüssel, 18. Aug. Heute fand im Rathhause eine Versammlung der liberalen Vereinigung statt, worin beschlossen wurde, sofort den Kammern einen Protest gegen das neue Schulgesetz zugehen zu lassen. Sollte das Gesetz durch die Repräsentantenkammer votirt werden, so will die liberale Vereinigung die Vertreter der liberalen Partei des ganzen Landes nach Brüssel berufen, um den König zu ersuchen, dem Gesetze die Sanction nicht zu ertheilen. Diese Versammlung würde voraussichtlich am 31. d. M. stattfinden. Frankreich. Paris, 18. Aug. Die Session der Generalräthe wurde ohne Zwischenfall eröffnet. — 18. Aug. Ein Telegramm aus Thuanan meldet die heute in Huͤe in Gegenwart des Obersten Guerrier, des Commandauten du Tarn und des französischen Residenten vollzogene Krön— ung des neuen Königs von Annam, sowie die Besetzung der Citadelle von Hüe.— Die Ent— schädigungssumme, die Frankreich von China verlangt, ist nun endgiltig auf 80 Million Francs festgestellt. Dieser Betrag soll in 10 Annnitäten von 8 Million jährlich entrichtet werden. 19. Aug. Der Dampfer„Rionegro“ ist gestern von Algier mit 1300 Mann und Kriegs— material nach Tonkin abgegangen.— Oberst Guerrier trat mit seinen Truppen den Rückmarsch an. Die Ansprache, womit Guerrier dem neuen König Annams alle Bedingungen des französischen Protectorats speciell in Erinnerung brachte, wurde auf Befehl der annamitischen Regierung in ganz D 2 Annam bekannt gemacht.— Wie mehrere Abend-! und Oesterreich S in letzter Zeit lauer geworden seien, und daß das Fehlen Manecini's bei der Var— ziner Begegnung in diesem Sinne zu deuten wäre. — Das Journal„Rose“ erklärt die Blätter— meldung, die Rückkehr des beim Papste be— glaubigten spanischen Botschafters erfolge, um einem drohenden Bruche mit dem Vatican vor— zubeugen, als leere Erfindung. Die Bezieh— ungen Spaniens zum Vatican seien die herz— lichsten. Der interimistische spauische Geschaͤfts— träger habe, ohne auf die Rückkehr des Votschafters zu warten, seinen Urlaub antreten können. Spanien. Madrid. Aus Anlaß eines Ge— rüchts von der Erkrankung des Königs von Spa— nien wird von einer über die betreffenden Ver— hältnisse unterrichteten Seite Folgendes mitge— theilt: Es gibt in der That genug Gründe zu Beunruhigungen, sowohl was die Wahrschein— lichkeit des Vorhandenseins einer gewöhnlich un— heilbaren und traurig endenden Krankheit be— trifft, wie mit Bezug darauf, was in diesem Falle in Spanien geschehen würde. Don Alfonso hatte kurze Zeit nach seiner Thronbesteigung au Blutauswurf gelitten, worin man unter allen Umständen ein schlimmes Vorzeichen sehen muß, weil es das Symptom eines bösartigen Pro— zesses in der Lunge ist. Nachdem dieses Leiden vollständig veischwunden war, ist es wiederge— kehrt und wiederholt sich uun mit bedenklicher Häufigkeit. Gegen dieses schwere Lungen- und Bronchialleiden hat nun König Alfonso Hilfe in Beteln gesucht, einem herrlichen Kurorte in der Provinz Navarra mit schwefel- und sodahaltigen Quellen. — Nuiz Zorilla, gegen welchen wegen Theil⸗ nahme an der letzten Militärrevolte eine Unter— suchung eingeleitet worden war, wurde in con- tumaciam zum Tode verurtheilt. Serbien. Belgrad. Der Ministerpräsident Christies wurde zum Vicepräsidenten des Staats— raths ernannt. Die Ankunft des Königs von Rumänien findet nach den neuesten Dis⸗ positionen erst am 30. August statt. Die Ab— reise ist auf den 31. August festgesetzt. Amerika. New⸗Pork. Die in St. Louis erscheinende Zeitung, der„Globe Demekrat“, meldet aus Mexiko die Entdeckung einer Ver— schwörung gegen die Regierung. Präsident Gon⸗ zales sollte gestürzt und durch General Iglesias ersetzt werden. Es wird hinzugefügt, daß im Zusammenhange mit dem Complot mehrere Ver— haflungen vorgenommen wurden. Die Generale Ramirez und Mejia, sowie zwei weitere Theil nehmer an der Verschwörung wurden auf Befehl des Präsidenten erschossen. Egypten. Kairo, 17. Aug. Drei Ba— taillone englischer Infanterie, eine Schwadron englischer Husaren und eine Abtheilung berittener englischer Infanterie sind marschfertig, um, sobald die Transportfahrzeuge bereit sind, auf dem Nil nach Wadihalfa abzugehen.— Der Mudir von Dongola meldet, er habe einen vom 20. Juli datirten Brief Gordon's erhalten, wonach in Khartum alles ruhig sei und in welchem Gordon Auskunft über die Lage Dongola's verlange. Asien. Shangai. Die„Times“ meldet aus Futschen vom 18. d., Li-hung-chang sei mittelst kaiserlichen Ediets angewiesen, von Shan— gai nach Nanking zurückzukehren. 5000 Mann chinesischer Truppen marschirten nach Kelung. Eine größere Anzahl Mitglieder des Censor— Amtes sprachen sich in einer Eingabe an die Kaiserin gegen die Bewilligung der Forderungen Frankreichs und in ktiegerischem Sinne aus. Aus Stadt und Land. „. Friedberg. Am vergangenen Sonntag den 5 d. Mts. beging der Veteranen und Militärvereln dahier im Anschluß an sein Stiftungsfest die Feier des Jahres— tages der Schlacht von Gravelotte. Nachdem der Verein sich Morgens um ½10 Uhr versammelt hatte, marschirte er in geschlossenem Zuge nach dem Fried hofe, um daselbst der gefallenen Brüder ehrend zu gedenken. Nach Ab— spielung eines Chorals bob der Ehrenpräsident, Seminar- lehrer Wahl, in begeisteter Rede die hohe Bedeutung des heutigen Tages, namentlich für unsere hessische Division hervor. Ein Rückblick auf jene großen Tage möge auch uns befähigen, wenn es gelte, einzutreten für unser theures Vaterland. Nachdem ein Choral die erhebende Feier geschlossen, begab sich der Zug nach der Sladikirche, woselbst der Festgottesdienst um 10½ Uhr selnen Anfang nahm. Hier wußte Prof. Dr. Weiffen— bach in warmer, eindringlicher Predigt seinen Hörern zum Vewußtsein zu bringen, wie Golt es gewesen, der durch gnädige Fügung nach heißem Kampf den Sieg verliehen, wie aber das deutsche Volk, dessen eingedenk, dieser Wohlthaten sich allezeit auch würdig erweisen solle. Nachmittags 3 Uhr bewegte sich ein stattlicher Zug unter den Klängen der Adam'schen Militärkapelle durch die sestlich geschmückten Straßen der Stadt bis in den schattigen Biergarten von G. Steinhäußer, der die zahl— reich erschienenen Festgäste kaum zu fassen vermochte. Der Präsident des Vereins, H. Bindewald, begrüßte nun die anwesenden Festgäste, und wies darauf hin, wie der Verein auch im vergangenen Jahr zu reicher Blüthe sich entfaltet habe und wie er, wenn er nur seinen Prineipten treu bleibe, auch in der Zukunft zu den schönsten Hoff nungen berechtige. Ein donnerndes Hoch auf Kaiser und Großherzog fand bei der Versammlung stürmischen Beifall. Nun ergriff Prof. Dr. Weiffenbach das Wort, um in einem historischen Rückblick die jetzige Blüthe unseres Vaterlandes in das rechte Licht treten zu lassen, gegenüber dem Verfall desselben vor gerade 1000 Jahren. In des Redners Hoch auf die wackeren Helden des Vaterlandes stimmte die Versammlung begelstert ein. In einer schneidigen, zündenden Rede feierte zuletzt noch stud. phil. Baur die Einheit des wiedererstandenen deutschen Vaterlandes und verstand es, die Versammlung zu begeistern für ein Hoch auf„das einige Volk von Brüdern“. Das Concert der trefflichen Kapelle, die durch ihr ebenso reichhaltiges, wie geschmackboll aus gewähltes Programm allgemeinen Beifall gefunden, ver mochte die Theilnehmer bis in die späten Abendstunden in froher Feststimmung zusammenzuhalten. Rühmend sei noch gedacht der musterhaften Bedienung auf dem Fest platz, wie auch die hiesigen Einwohner, die durch so reiches Schmücken der Häuser der Stadt auch äußerlich ein festliches Gepräge gaben, unsere Anerkennung verdienen. W. Bad⸗Nauhelm, 19. Aug. Die sterblichen Ueber reste des Oberamtsrichters Allwohn dahter wurden heute Nachmittag unter sebr großer Betheiligung aus Nah und Fern zur letzten Ruhe gebracht. Sämmtliche Bürger⸗ meister und Beigeordnete des Amtsgerichtsbezirks, welche den Sarg trugen, sowie fast sämmtliche hiesige und in unseren Nachbarstädten Friedberg und Butzbach domi cilirten Behörden hatten sich gleichfalls zur Beisetzung eingefunden, selbst aus den entlegendsten Orten waren Freunde und Bekannte herbeigeeilt, um dem Verstorbenen das letzte Ehrengeleit zu geben, gewiß ein Beweis, welch großer Achtung und Liebe sich der Entschlafene bei Allen, die mit ihm, sei es in freundschaftlichem oder amtlichem Verkehr standen, zu erfreuen hatte. Die hiesigen Vereine waren mit ihren Trauerfahnen in corpore erschienen. Die Trauerrede wurde von Pfarrer Walz dahter ge— halten. In ebenso schlichter, wie ergreifender Weise gab derselbe ein sesselndes Bild des Lebens und Wirkens des Entschlafenen. Die feierliche Stimmung wurde wesentlich gehoben durch die Vorträge einer Abtheilung der hiesigen Kurmusik, sowie des Gesangvereins„Con cordia“. Gerichtsschreiber Weber von Friedberg legte im Namen der Friedberger Freunde einen Kranz am Grabe mit folgenden Worten nieder, die wir hier wiedergeben, da sie durch die Aufstellung am Grabe den Friedbergern un— verständlich geblieben waren:„Rechtlichkeitssinn, offenes, gerades Wesen, das keine Selbstüberschätzung kennt, edle Freundschaft, gebaut auf gegenseitige Achtung und Treue, sind Zierden des Mannes; sie sind Sprossen in der Leiter, auf welcher der Mensch aus dem Irdischen in das Himmlische steigt. Du hast sie geübt, diese Tugenden, theurer Todter! Zur Bestätigung dessen legen Freunde aus Friedberg diesen Kranz an Deinem Grabe nieder. Er wird verwelken; den unverwelklichen hast Du Dir selbst gewunden! Dein Andenken wird bei uns immer im Segen bleiben!“ Mainz, 18. Aug. Zwischen einem Fuhrmann von hier und einem Taglöhner entstand heute Morgen um 6 Uhr auf der Mombacherstraße ein Wortwechsel, im Verlauf dessen der erstere ein Messer zog und damit seinen Gegner auf der Stelle todtstach. Der Thäter floh, wurde jedoch verfolgt und von Fabrikarbeitern eingeholt, die ihn der Polizei überlieferten. Die ganze Bevölkerung ist wegen dieser That in Aufregung. Allerlei. Essen, 18. Aug. Die„Rhein.-Westph. Zeitung“ meldet aus Herne: Heute ist auf Zeche Schamrock bei Herne eine Epplosion schlagender Wetter durch verbots— widriges Schießen verursacht worden. Acht Personen, darunter drei Familienväter sind getödtet. Die Wetler— führung der Grube ist in Ordnung, der Betrieb nicht gestört. Paris, 18. Aug. In den letzten 24 Stunden sind in Toulon 3, in Marseille 14, in Arles 6, in den Depar— tements Ostpyrenäen 13, Herault 5, Gard 4, Aude 5 Choleratodesfälle vorgekommen.— 19. Aug. In den letzten 24 Stunden sind in Marseille 14, in Toulon 8, in' den Departements Herault 11, Gard 6, Aude 4 und Ostpyrenäen 20 Choleratodesfälle vorgekommen. Rom, 18 Aug. In den Provinzen Bergamo, Cam pobasso, Cosenza, Massa e Carrara, Parma, Porto Maurizio und Turin sind gestern insgesammt 17 Er⸗ krankungen und 10 Todesfälle an der Cholera vorge kommen.— 19. Aug. In der Provinz Bergamo sind gestern 15 Erkrankungen und 9 Todesfälle, in der Pro— vinz Campobasso 1 Erkrankung und 1 Todesfall, in der Provinz Cuneo 13 Erkrankungen, in der Proinz Massa e Carrara 11 Erkrankungen und 3 Todesfälle, in der Provinz Parma 3 Erkrankungen und 3 Todesfälle, in der Provinz Porto Maurizio 2 und in der Provinz Turin 5 Todesfälle an der Cholera vorgekommen. Rom, 19. Aug. In Cosenza fand ein zwei Minuten anhaltender Erdstoß statt. In Rossano war derselbe noch heftiger, verursachte aber keinen Schaden. Die Kaiser Wilhelm-Spende. Vor nunmehr sechs Jahren ist im ganzen deutschen Reiche eine Sammlung veranstaltet worden, um anläßlich der schmachvollen Attentate vom 11. Mai und 2. Juni unserem greisen Heldenkaiser die Freude seines Volkes über die glückliche Erhaltung seines Lebens sichtbarlich auszudrücken. Mehr als elf und eine halbe Million Landeskinder in 75,576 Gemeinden haben damals ihr Scherflein gespendet und so eine Summe von 1,740,000 M. aufgebracht, welche von dem Comité dem Kronprinzen mit der Bitte übergeben wurde, über die Verwendung der„Kaiser Wilhelm-Spende“ zu einem allgemeinen wohlthätigen Zwecke zu bestimmen. Der Kronprinz hat mittelst Ordre vom 21. März 1879 die Spende zu einer Stiftung gewidmet, über welche er das Protectorat übernahm und welche den Zweck haben sollte, die Grund— lage einer Alters-, Renten- und Capltalversicherungs— Anstalt für die gering bemittelten Classen des deutschen Volkes, insbesondere für die arbeitende Bevölkerung zu bilden, in Verbindung mit einer Einrichtung zur Ge währung von Auskunft und Beirath an genossenschaftliche Altersversorgungs-Anstalten für einzelne Berufskreise. Die Kaiser Wilhelm-Spende ist also eine Alters-, Renten- und Capitalversicherungs Anstalt und nicht zu verwechseln mit Lebensversicherungs Anstalten oder Spar— cassen. Sie ist nicht dazu bestimmt, diesen nützlichen und segensreichen Instituten Concurrenz zu machen, sondern sie zu ergänzen. Lebens versicherungen werden zu dem Zwecke abgeschlossen, den Hinterbliebenen des Versicherten nach dessen Tode Vortheile für die Zukunft zu gewähren, haben also für den Versicherten persönlich keinen Nutzen und erfordern— in der Regel bis zum Tode des Versicherten— ganz bestimmte und pünktliche Zahlung von Prämien. Kommt der Versicherte in Ver⸗ 85 5 K mögensumstände, die ihn zwingen, seine Prämienzahlungen einzustellen, so hat er in den meisten Fällen viele Jahre umsonst gespart, er verliert die gezahlten Prämien und hat keinen Nutzen von den Einzahlungen. Genügt er seinen Verbindlichkeiten, dann wird das versicherte Ca⸗ pital nach seinem Tode fällig und seine Erben haben den Genuß. Bei den Sparcassen werden von Leuten aller Stände kleinere Ersparnisse zinstragend angelegt, die eingezahlten Gelder bringen etwas Verdienst, stehen aber dem Einzahler jeder Zeit zur Verfügung, und er kann das Ersparte wieder ausgeben, wann und wie er will. Was will aber die Kaiser Wilhelm-Spende? Sie will jedem Deutschen, es sei, wer es sei, dem einfachen Arbeiter, der von der Hand in den Mund lebt, dem Handwerker, der auf gewöhnlichem Wege nur selten Etwas für die alten Tage erübrigen kann, der Wäscherin, Plätterin, Schneiderin, die sich ihr Brod sauer verdient, dem kleinen Beamten, der schmales Gebalt und noch schmalere Pension bezieht, dem Volksschullehrer, der mit Gehalt und Pension ebenfalls noch immer sehr kärglich bedacht ist, Gelegenheit bieten, sich einer Altersrente, einer Alters-Versorgung zu versichern. Für Alte und Junge, für Männer, Frauen und Kinder darf versichert werden. Es bedarf zu diesem Vorhaben, wenn es ins Werk gesetzt werden soll, weder des Eingehens einer Verpflichtung zur Zahlung einer bestimmten Summe zu bestimmter Zeit, sondern es steht in des Versichernden Ermessen, wann und wie viel Geld er für sein Alter oder für das seiner Angehörigen und seiner Arbeiter mit großem Nutzen anlegen will. Jede Einzahlung soll statutenmäßig 5 Mark betragen. Um nun dem, der nicht mit einem Male soviel erübrigen kann, auch Gelegenheit zur Benutzung der Wilhelm-Spende zu geben, sind bei den Zahlstellen Sammelcassen errichtet, die ganz kleine Beträge annehmen und jedesmal, wenn der Betrag von 5 Mark erreicht ist, die Eintragung der Einzahler für den Sparer veranlassen. Niemand geht durch seine Ein— lagen die Verpflichtung ein, damit fortzufahren. Jede Einzahlung versichert ihm ein frühestens beim Beginn des 56. Lebensjahres fälliges entsprecher des Capital oder nach seiner Wahl eine ihm bis zum Ableben zu gewährende Jahresrente. Fühlt sich nun der Versicherte zu dem gedachten Zeitpunkte der Rente noch nicht be dürftig, so läßt er sie noch bis zum 60. Jahre stehen. Inzwischen wächst die Rente. Man wird hieraus zur Genüge erkennen, daß mit den von der Wilhelm-Spende gebotenen Vortheilen eine Sparcasse nicht in Vergleich kommen kann. Allerdings können die Einlagen bei der Wilhelm-Spende nicht beliebig wieder abgehoben werden. Jede Versicherung muß wenigstens 5 Jahre bestehen, ehe ste wieder gekündigt werden kann. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate und nach Ablauf derselben werden die Einzahlungen nebst 2 pCt. Zinseszinsen zurückgewährt. Eine so bindende Klausel war unumgänglich nothwendig, um es dem Sparenden nicht ganz leicht zu machen, die Grundlage seiner Altersversorgung je nach seiner Laune wieder zu zerstören! Es gibt nun verschiedene Arten der Versicherung bel der Wilhelm-Spende. Man kann so einzahlen, daß die Ersparnisse dem Anstaltsvermögen zufallen, wenn der Versicherte die Zeit der Fälligkeit der Rente oder des Capitals nicht mehr erlebt, dies ist Ver— sicherung ohne Vorbehalt, welche sich für solche Personen empfiehlt, die keine Anverwandte besitzen oder kein In— teresse daran haben, daß nach dem Tode ihre Ersparnisse einer bestimmten Person zu Gute kommen. Man kann ferner so einzahlen, daß die Exsparnisse dem Anstalts— vermögen nur zufallen, wenn der Versicherte schon einmal Rente bezogen hat, aber zurückgezahlt werden, wenn er vor der Fälligkeit verstirbt. Dies ist Versicherung mit kurzem Vorbehalt und empfiehlt sich für den Fall, wenn der Einzahlende nicht wünscht, daß die Einlage ganz ver— fällt, wenn das Mitglied früh stirbt, sondern dann nur die angesammelten Zinsen opfern will. Man kann endlich so versichern, daß die Einzahlungen auf jeden Fall zurückgewährt werden; dies ist Versicherung mit dauerndem Vorbehalt und empfiehlt sich dann, wenn das Mitglied seine Ersparnisse jedenfalls seinen Erben zukommen lassen, sich selbst aber zugleich einer Rente versichern will. Je größer der Vorbehalt— desto geringer die Rente. Dies ist natürlich, weil bei vorbehaltlosen Einzahlungen der Anstalt viel häufiger Capital verfallen würde, als bel denen mit kurzem Vorbehalte u. s. f. Die Anstalt bietet eben durch die Vielseitigkeit ihrer Tarife Jedem Gelegen heit, sich für seine alten Tage vor Noth zu schützen. Sie sorgt aber auch für ihre Versicherten, wenn diese vorzeitig invalide werden, und zahlt ihnen für den Fall der Arbeitsunfähigkeit sofort nach Eintritt derselben dit dem Lebensalter entsprechenden Renten von den Einlagen. Ein specielles Eingehen auf das Statut und die Ver sicherungs-Bedingungen ist uns des Raummangels wegen versagt. Dem Vermögenslosen, der sich auf die alten Tage selbst versorgen will, sollen diese Zeilen nur einen Wink geben, wie die Wilhelm-Spende, namentlich so lange noch nicht die soclalpolitischen Reformen zum Ab schluß gebracht sind, benutzt werden kann. Verloosungen. Pest, 14. Aug. Ziehung der ungarlschen 100 fl.“ Loose. Es fielen: der Haupttreffer auf S. 724 Nr. 22, 15,000 fl. auf S. 3466 Nr. 42, 5000 fl. auf S. 2567 Nr. 6, je 1000 fl. auf S. 1212 Nr. 14, S. 5902 Nr. 8, S. 724 Nr. 43, S. 913 Nr. 37. Außerdem wurden folgende Serien gezogen: 110 944 1022 1139 12311672 1995 2213 2403 2515 2601 2984 3017 3061 3400 3575 3628 4429 4468 4771 5264 5422 5661 5808. Finnland, 10 Thaler-Loose von 1867. Serien Ziehung vom 1. Aug. 1884. S. 44 47 63 166 75 6 2ʃ5 39 46 66 353 75 466 554 636 40 66] —— lehrer, der mit wenn es ins ingehens eines ben Summe 9 1 Versthernden ur sein Alter seinet Abele Einzahlung fol dem, der nicht uch Gelegenheit geben, sind bi die ganz klin der Vetrag von r Einzahler fir durch seine Ein ufahren. Jede beim Begsun er des Capltal im Ableben zu der Versicherte noch nicht be „Jahre sehn id hieraus zu zilhelm⸗ Syn cht in Vall Zinlagen bil du gehoben weiden, hre bestehen, ch Kündlgungssist serselben werden n zurückgewähn. lich nothwendig, zu machen, dit J seiner Laune dene Arlen der Man kann so staltsvermögen 1 Fölligkeit den , des ist Vun solche Person oder keln J ihre Eispamst len. Man kash e dem Austale ate schon einn werden, weng Versicherung 1 1 den Fall, uin Finlage ganz ondern dann f Man kann euole auf jeden 0 ag mit daun nn das Mi a zukommen lade sichern 0 90 694 280 296 415 516 547 647 723 918 990 996 774 81 856 1062 1103 135 137 3ͤ;ͤ 88873 896 934 995 2127 471 493 582 591 630 651 656 657 771 927 3011 056 065 075 080 091 188 280 366 402 418 497 638 802 812 963 4169 284 287 302 309 421 422 450 551 638 698 770 936 782 991 5171 278 360 490 580 593 605 606 656 665 718 830 838 910 911 958 6026 180 195 260 280 406 570 675 685 761 793 809 894 927 999 7003 046 142 328 345 467 604 872 949 950 8009 078 145 225 287 335 357 404 461 499 633 709 765 777 781 846 9053 118 185 288 333 340 366 443 484 658 685 821 10009 025 083 993 228 11182 Die Gewinn-Ziehung 179 1255 280 307 461 333 379 453 489 535 818 922. findet am 1. November 1884 statt. Handel und Verkehr. Friedberg, 19. Aug. Fruchtber. Waizen M. 17.25, Korn M. 15.00, Gerste M. 15.00, Hafer M. 13.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 20. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.05— 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf. Gießen, 19. Aug. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund M. 1.10— 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf., Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben ver Paar M. 0.50 bis M. 0.60, Hühner per Stück M. 1.00— 1.70, Hahnen per Stück M. 0.50—0.65, Enten per Stück M. 1.00— 1.40, Gänse per Stück M. 4, Ochsenfleisch per Pfd. 68 bis 70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf., Schweine⸗ fleisch 5060 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kalb⸗ flelsch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 7.00 bis M. 8.00, Zwiebeln per Ctr. M. 10—11. Grünberg, 16. Aug. Fruchtpreise. Welzen M. 17.90, Korn M. 16.00, Gerste M. 15.70, Hafer M. 14.20, Samen M. 24.20. Frankfurt, 18. August. Fruchtmarkt. Weizen— mehl Nr. 0 M. 34.50 35.50, Nr. 1 M. 29- 30, Nr. 2 M. 27— 28, Nr. 3 M. 24— 26, Nr. 4 M. 17—19, Nr. 5 M. 15.50-16.50. Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 55—56, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 24.50— 25.50, Suppengries je nach Qual. M. 27— 32.50, Roggenmehl 0(Berliner Marke) M. 25—26, 0% do. M. 23— 24, do. 1 do. M. 21—22, do. 2 do. M. 1718. Weizen neuer ab unserer Umgegend M. 17.50, do, frei ab Bahnhof hier M. 17.75— 18, do. fremder je nach Qual. M. 18-19. Roggen hiesiger neuer M. 15.75, do. französ. M. 16.50, do. Petersburger M. 15.25, do. Nieolajeff, Galatz und Odessa M. 15. Gerste, Brauerwaare M. 17.5019, do. zu Mahlzwecken M. 13, Hafer, je nach Qual. M. 13.50— 14. Raps M. 26. Mais, buntes(mixed) M. 1313.50, Erbsen M. 18—19, Wicken M. 18.50— 19, Roggenkleie M. 5.25 5.50, Weizenkleie M. 4.75—5. Rüböl, detail M. 60. Stimmung matt. Hauptsächlich gefragt.— Dringend offerirt.— Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Lilo.) Frankfurt, 18. Aug. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 350 Ochsen, ca. 35 Bullen, ca. 450 Kühe und Rinder, ea. 250 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen J. Qual. M. 66, 2. Qual. M. 57 60, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 55, 2. Qual. M. 40-50, Kälber 1. Qual. M. 64, 2. Qual. M. 54 bis 56 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Mainz, 17. Aug. Viehmarkt. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkte im Ganzen 1114 Stück Vieh zugetrieben und zwar 26 Farren, 148 Ochsen, 301 Kühe, 308 Kälber und 328 Schweine. Bezahlt wurden für Farren M. 46—48, Ochsen 1. Qual. M. 72— 74, 2. Qual. M. 68— 70, Kühe 1. Qual. M. 66-68, 2. Qual. 56—64. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 70-72 Pf., Schweine mit 54—56 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht. D. Frankfurt a. M., 19. August. Bereits im Laufe des gestrigen Tages waren ungünstige Schätzungen über die Ergebnisse der Semestralbilanz der ungarischen Creditbank am hiesigen Platze verbreitet. Als im Abend— verkehr die ersten Ziffern der Bilanz bekannt wurden, trat, indem sich jene ungünstigen Gerüchte zum großen Theil bestätigten, ein Rückgang der Course ein und ver— loren Creditactien rapide eirea 2 fl. Heute eröffnete die Börse noch unter dem Niveau von gestern Abend, da nicht allein die Contremine den Anlaß zu Abgaben be— nutzte, sondern auch die Provinz Verkaufordres sandte. Bei der theilweisen Reserve der Speculation und ange— sichts der besseren Erwartungen, welche sich an den Aus— fall der Bilanz des Hauptinstituts der österr. Creditan— stalt knüpfen, konnten sich im Verlaufe des ziemlich belebten Geschäfts die Course auf Deckungen wieder er— holen. Nach Schluß des offiziellen Verkehrs trat indeß elne erneute Ermattung auf schwächeres Wien ein und bröckelten in Folge der sich wieder geltend machenden Verkaufslust Creditaetien um elrea 1½ fl. ab. Außer— dem wirkte die Meldung der Times, daß die Verhand— lungen in Shanghai abgebrochen seien bei Beginn des Geschäfts verstimmend ein. Die ziemlich festen Notir ungen des Pariser und Londoner Platzes lteßen jedoch erkennen, daß jene Meldung dort keinen tieferen Eindruck gemacht habe. Großes speeulatives Interesse doeumen— tirten sich auf Londoner Impulse für türk. Rente und Loose. Oesterr. Bahnen lagen anhaltend matt. Credit— aetien gestern Abend 261, heute 260½⁰— 50 8504 174 bis 261. Staatsbahnagetien gestern Abend 261, heute 2615/8—261. Galizier gestern Abend 224, heute 224 bis ½ bis 224. Lombarden gestern Abend 1265/, heute 125½ bis ¾. Egypter gestern Abend 591/16, heute 593/ bis 60. Oesterr. Bahnen weichend. Elbthal ver— loren 3 fl. Deutsche Bahnen nachgebend. Schweizer Bahnen anziehend, Nordost 5/80%, Union ½% besser. Gotthard matter. Von ausländischen Staatsfonds wur— den Türken à 8¾ umgesetzt. Italiener besser. Von Banken: Diseonto Commandit à 203 im Umsatz. Oesterr. Prioritäten fest. 4% Gold-Prag-Duper gesucht. Amerik. Prioritäten theilweise besser. Industriewerthe fest. Von Wechseln: Paris und Holland billiger, London theurer. Privat-Disconto 3 /80%. Literarisches. Daheim. Nr. 46 enthält: Ein Medusenhaupt. Erzählung von B. Renz.— Haus und Schule in Frank⸗ reich. V. Die Französin und ihre Bilduag. Von St. Waetzoldt.— Die verhängnißvolle Bowle. Humoreske aus dem Soldatenleben. Von H. Ferschke.— Am Familientische: Schützenregeln. Von H. Vogt.— Zu unseren Bildern: Mühsam erreichtes Ziel. Von W. Simmler.— Kopf eines Orientalen. Nach Rembrandt. — Friedrich Wilhelm III. und Luise am Kochelfall.— Windmühle. Radierung von G. Meißner.— Noch ein— mal die kath. poln. Propaganda. Von H. Tischer.— Aus Philipp Grot-Johanns Leben.— Zur Geschichte des Rigi.— Gesundheitsrath.— Briefkasten.— In unserer Spielecke.— Mit einer illustr. Beilage. Volksbad. Wasserwärme am 20. Aug. Mittags, 160 Reaumur. Walter. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 18. Aug 1884. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke. 5. 0 do. in 1½, 6 Englische Sovereings 20. 39 20. 34 Russische Imperiales 10.75 0 Dae? 9. 65 9. 60 7 al marco. N 9. 66 9. 59 Dollars ir ld 4. 1 117 Jsraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 23. August 1884. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 15 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr— Min. 1 Nachmittags 4 Uhr— Min. Sabbathausgang 7 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 24. August an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 35 Min. Bekanntmachung. Montag den 25. August l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen vor dem Rathhause zu Ockstadt folgende Gegen— stände zwangswelse gegen Baarzahlung öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: 1) drei Kühe, 2) ein Rind, 3) ein Schwein, 4) eirea 6 Fuder Waizen, F 1 Gerste. Friedberg den 19. August 1884. en, 3031 Gerichtsvollzieher. Arbeits-Vergebung. Freitag den 22. d. Mts., Mittags um 12 Uhr, soll das Räumen der Wetter in der Gemarkung Ossen— heim, veranschlagt zu 100 Mark, öffentlich an Ort und Stelle vergeben werden. Friedberg den 20. August 1884. Zörb II., 3043 Bezirksbauaufseher. Arbeits-Vergebung. Samstag den 23. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen die zur Herstellung der Einfriedigung und Chaussirung der Ortsstraße bei Erbauung eines neuen Schulhauses zu Steinfurth nöthigen Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden:. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu W Steinhauerarbeit 230— Schlosserarbeit 425— Weißbinderarbeit 35— Chaussirarbeit 94 50 Brechen von Chaussirsteinen 40— Anfahren von Chaussirsteinen 40— Zerschlagen von Chaussirsteinen 60— Lieferung von Deckkies 28— Friedberg den 19. August 1884. Zörb, 3035 Bezirks-Bauaufseher. Jagd⸗ Verpachtung. Mittwoch den 27. August d. J., Nachmittags 2 Uhr, oll auf dem Büxreau des Unterzeichneten die der Ge— meinde Pohl-Göns zustehende Feld- und Waldjagd auf weitere 6 event. 9 Jahre öffentlich an den Meistbietenden perpachtet werden. Pobl⸗Göns den 18. August 1884. Großherzogliche Vürgermeisterei Pohl Göns. 3051 Seitz. Faselochs-Versteigerung. Freitag den 22. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Faselchochs, im Rathhaus dahier meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 19. August 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. 3037 8 5 Gch mid.. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗ Nauheim ist zu haben: l Die im Großherzogthum Hessen dermalen gültige Jagdgesetzgebung, nebst den Verordnungen ꝛe. und gerichtlichen Entscheid— ungen ze. 9 Von A. Haller, Landrichter in Gießen. 2960 Dritte Auflage. Preis geb. M. 2. 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