— — kin. rrn Pfarrer ersammlung 697 t hat sich g gestellten Afrika Gottesahl⸗ Süld⸗Afrila, „ statt und e Mitglleder lle übrigen, s ergebenst 698 eig 0 Borstand. 7 äckerei von 10 Ff, u 0 66 ict werden. N maschinen, Huber.— bs inge oel. 4% al A. Herrn K 65⁰ 0 igel. 1884. Donnerstag den 21. Februar. L 23. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Di 111 ja Meti pio 17* 51 b 1 N 0 f 38 Ju 7 f ö f f 7 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. 5 Das i Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Turnverein zu Lich die Erlaubniß ertheilt, zur theilweisen Gewinnung der Mittel e Erbauung einer neuen Turnhalle am 3. Mai d. J. eine Verloosung von Industriegegenständen zu veranstalten. Es dürsen höchstens 4000 Loose à 50 Pf. ausgegeben werden und muß der Werth der Gewinnste mindestens 65% des Bruttoerlöses aus den Loosen betragen. Betreffend: Die Mathildenstiftung für Oberhessen. Der Vertrieb der Loose ist in der Provinz Oberhessen gestattet. Bekanntmachung. In dem Voranschlag der Mathildenstiftung für Oberhessen sind für das Jahr 1883 850 M. vorgesehen, welche zu wohlthätigen Zwecken verwendet und womit in erster Linie die in der Provinz bestehenden Kleinkinderschulen bedacht werden sollen. Es werden hiernach die Vorstände solcher Schulen, für welche eine Subvention gewünscht wird, aufgefordert, ihre deßfallsigen Ges i ˖ ögli führli ˖ 0„ ii n gen 0 6 5 allsigen Gesuche, mit welchen eine möglichst ausführliche Mit— theilung über Ausdehnung, Mittel und Bedüͤrfnisse der betr. Anstalt zu verbinden ist, bis zum J. März l. J. an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Der Vorstand der Mathildenstiftung für Oberhessen. Gießen am 15. Februar 1884. Betreffend: Das Vormundschafkswesen. Dr. Boekmann. Friedberg den 11. Februar 1884. Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg b. an sämmtliche Vormünder und Curatoren des Amtsgerichtsbezirks Friedberg. Da viele Vormünder und Curatoren bis jetzt noch nicht die Rechenschaftsberichte eingesendet haben, so bringen wir deren sofortige Eestattung hiermit wiederholt in Erinnerung. Sellheim. Weber. Deutsches Reich. Darmstadt. Gerichts-Accessist Kolb in Darmstadt wurde zum Amtsanwalt bei den Amts— gerichten Darmstadt II, Groß-Gerau und Langen bestellt und Regierungs-Accessist Dr. Linß in Darmstadt mit Aushilfeleistung bei dem Secre— tariat des Ministeriums des Innern und der Justiz beauftragt, sowie der ordentl. Professor Dr. Pescatore in Gießen auf Nachsuchen entlassen. Berlin, 18. Febr. Der Kriegsminister hat sich gestern nach Friedrichsruhe begeben und zwar, wie angenommen wird, in Sachen eines Nachtragsetats und der Artilleriereorganisation. — 18., Febr. Die Steuercommission nahm mit 18 gegen 5 Stimmen den F. 2 des Kapital— rentensteuergesetzes, wonach ein Abzug etwaiger Schuldzinsen nicht stattfinden soll, mit dem Amendement v. Zedlitz, daß die auf dem Ka— pital haftenden privatrechtlichen Lasten abzuziehen sind, sowie mit dem Antrag Hüne, daß im Ein— kommensteuergesetz das Einkommen nach den ver— schiedenen Quellen getreunt zu berechnen, die Schulden aber von der Einnahme aus Kapital— renten nur dann abzuziehen sind, wenn das uͤbrige Einkommen durch andere Schulden ab— sorbirt ist, an. — 19. Febr. Im Abgeordnetenhause begann heute die zweite Lesung der Eutwürfe der Kreis— und Provinzialordnung der Provinz Hannover. Stuttgart, 18. Febr. Der hiesige öster— reichische Gesandte, v. Pottenburg, starb heute in Folge einer Nierenkrankheit. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 19. Febr. Im Abgeordnetenhause überreichte der Handels— minister die am 18. Februar in Paris abge— schlossene Handelsconvention mit Frankreich und ersuchte um deren möglichst rasche verfassungs— mäßige Behandlung. 5 Norwegen. Christiania, 18. Febr. Vor dem Reichsgerichte wurden die Verhandlungen im Prozesse gegen die Minister heute beendet. Zum Schluß hielt Staatsminister Selmer noch eine kurze Rede an den Gerichtshof. Die Fäll⸗ ung des Urtheils soll am 22 8 beginnen. Die Publikation wird voraussichtlich am 25. Februar erfolgen. 1 Schweiz. Bern, 18. Febr. Der Socialist Peukert erklärte in einer meist von deutschen Socialisten besuchten Versammlung, daß die That Stellmacher's individuellen Motiven entsprungen sei und durch die Unterdrückung in Wien ge— rechtfertigt sei. Redner forderte zu gewaltsamer Beseitigung aller Hindernisse gegen den Aus— bruch der Revolution auf. Die deutschen So— cialdemokraten opponirten. Frankreich, Paris,(7 Febr. In einer heute stattgehabten, von etwa 3000 Personen besuchten Versammlung der Bonapartisten und Jeromisten wurde durch Acclamation ein Antrag angenommen, welcher die Revision der Verfassung und die Ernennung einer constituirenden Ver— sammlung fordert und gleichzeitig verlangt, daß der Bevölkerung wieder das Recht eingeräumt werde, das Staatsoberhaupt direct zu wählen. — 19. Febr. In der Kammer wurde die Organisation des Elementarunterrichts verhan— delt. Der Artikel, welcher bestimmt, der Un— terricht in den Staatsschulen erfolgt ausschließ— lich durch Laien, wird trotz des Widerspruchs Freppels angenommen. Ferry legte den abge— schlossenen Handelsvertrag mit Oesterreich vor. Die Kammer beschloß die Dringlichkeit. Großbritannien. London, 19. Febr. Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die Vieh— einfuhrvorlage an. Richmond kündigte an, daß er bei der Einzelberathung Abänderungsanträge stellen werde, um das Gesetz gegen die Ein— schleppung von Seuchen wirksamer zu machen. Spanien. Madrid. Die neue Kammer dürfte erst im Juni zusammentreten. Von bis— herigen Anhängern der Opposition gehen der gegenwärtigen Regierung Gesuche um deren Un— terstützung bei den Wahlen zu. Italien. Rom.„Popolo Romano“ und „Opinione“ veröffentlichen eine Depesche des Bürgermeisters von Corneto, daß in der Nacht vom 16. zum 17. d. Mts. an der Grenze des Gebietes von Corneto gegen Toscana hin seiteus einiger Unbekannten beabsichtigt war, ein Attentat auf den passirenden Hofzug zu begehen. Der Carabinier Varicchio verhinderte die Ausführung des Planes, indem er die Leute zwang, sich zu— rückzuziehen. Der Gemeinderath von Corneto beschloß gestern einstimmig, feierlich gegen das Attentat zu protestiren und Variechio 500 Lire Belohnung zu gewähren. Dem Vorgang wird von den Journalen keinerlei Wichtigkeit beige— legt. Im Hofzuge selbst blieb er ganz unbemerkt. — 19. Febr. Die Municipalität beschloß, den König zu seiner glücklichen Rückkehr zu beglückwünschen. Die gegen den Gendarmen Varicchio geschleuderte Flasche ist 15 Centimeter hoch und enthält 175 Gramm Feuerwerkspulver, das den Zug wohl schwerlich gefährdet haben würde, wohl aber den Gendarmen hätte tödten können. Türkei. Constantinopel. Es ist keine Re— volution in Sphakia auf Kreta ausgebrochen, aber es hat dort eine großartige Kundgebung zu Gunsten des ökumenischen Patriarchen statt— gefunden. Der Befehl für die Entsendung einer Truppenmacht von Salonichi nach Kreta wurde zurückgenommen. Serbien. Belgrad, 18. Febr. In Folge Rücktritts Cristic's ist ein neues Ministerium mit Garaschanin als Präsidenten gebildet wor— den. Garaschanin erhält das Aeußere, Novakovic das Innere, Parlovic die Finanzen und Petrovic den Krieg. Justizminister Marinkovic übernimmt interimistisch den Unterricht. Der Gesandte in Rom, Kujundzie, ist zur eventuellen Uebernahme des Unterrichts hierher berufen. Pirotschanac sicherte dem neuen Cabinete seine Unterstützung zu. Rußland. Petersburg. Dieser Tage fand man bei der Zollrevision der Passagiere auf Bahnhof Wirballen bei einem Passagier mit Namen Berg, welcher einen Paß aus Königs— berg hatte und Schriftsteller sein soll, daß sein Handkoffer, trotz des wenigen Juhalts, doch ein bedeutendes Gewicht hatte; man untersuchte den Koffer genauer und fand, daß derselbe doppelte Seitenwände hatte, zwischen denen sich mehrere hundert nihilistische Flugblätter befanden. Die— selben waren in russischer Sprache gedruckt und in Genf in der Schweiz angefertigt. Der Passa— gier wurde sofort speciell untersucht, wobei man auch noch compromittirende Briefe vorfand. Berg ist vorläufig in Kibarty internirt. Egypten. Kairo, 18. Febr. In der An— gelegenheit betreffend die Petition der egyptischen Soldaten ist Oberst Duncan mit der Untersuch— ung beauftragt worden. Es bestätigt sich, daß die Unterschriften der Petition gefälscht waren. In Folge einer an die egyptischen Soldaten ge— richteten Aufforderung meldeten sich über 200 Mann freiwillig zur Uebernahme des Kameel— führerdienstes bei dem Expeditionscorps. — 18. Febr. Einer Meldung des Bureau Reuter aus Khartum von heute zufolge, ist Ge neral Gordon heute daselbst angekommen. Baring erhielt gestern Abend eine Depesche aus Khartum, welche besagt, daß eine von Gordon erlassene Proclamation den Mahdi als Sultan von Kor— dofan anerkenne und den Erlaß der Hälfte ge— wisser Steuern ankündige. Bezüglich des Sklaven— vertrags trete keinerlei Einschräukung ein. Die Proclamation habe bei der arabischen Bevölker— ung Khartums den günstigsten Eindruck gemacht. — 19. Febr. Auf Ansuchen des englischen Generalconsuls Baring beschloß die englische Re— gierung, die Occupations-Armee in Egypten zu verstärken. Ein Bataillon Infanterie und eine Batterie Artillerie gingen heute aus Malta nach Egypten ab; ein weiteres Bataillon aus Gib— raltar wird nachfolgen. Das Transportschiff Jumna ist heute mit 739 Mann englischen Truppen in Suakim angekommen. 200 Mann der Garnison von Tokar machten einen Ausfall, griffen die Insurgenten an und tödteten und verwundeten viele. Aus Stadt und Land. Friedberg. Wie in anderen Kreisen, so geht man jetzt auch in dem Kreise Mainz den Spatzen zu Leibe. Auf mehrfache Anregung hat nämlich auch das Kreisamt Mainz die ihm unterstehenden Vürgermeistereien zum Kampf gegen das Spatzenvolk aufgefordert. Für die Einlieferung von Sperlingen sollen in den einzelnen Gemeinden kleine Geldprämien ausgesetzt, das Vernichten der Todescandidaten aber nur von Erwachsenen betrieben werden. Gleichzeitg macht das Kreisamt darauf auf— merksam, daß die Bürgermeistereien nicht berechtigt sind, die Ablieferung von Sperlingen den Ortseinwohnern zur Pflicht zu machen. Ein Krieg gegen die Spatzen hier in Friedberg könnte auch Nichts schaden, denn sie haben sich in der letzten Zeit in unglaublicher Weise vermehrt. f. Friedberg. Am letzten Sonntag hielt der Turn— verein seinen Jux Abend ab. Derselbe war außerordent— lich stark besucht, die Vorträge waren gut gewählt und gut ausgeführt. Bemerken wollen wir, daß dabei auch eine Sammlurg für eine arme Frau eingeleitet wurde, die das schöne Resultat von 15 M. ergab. br. Ober Rosbach. In der vorigen Nummer des Oberh. Anz. ist bei dem Artikel„Ober-Rosbach“ bemerkt, daß nur ein Theil der Bürger Ober- Rosbachs sich an dem Leichenbegängnisse des verstorbenen hiesigen Lehrers Lenz betheiligt babe. Um nun eine falsche Auffassung dieser Worte zu vermeiden, muß constatirt werden, daß ein sehr großer Theil der Bürger Ober-Roßbachs sich an dem Leichenzug betheiligt hat, so daß derselbe ein be redtes Zeugniß dafür war, daß der Verstorbene in der kurzen Zeit von nur 4 Jahren, die er in OberRosbach wirkte, sich die Liebe und Anhänglichkeit den Bewohner in hohem Grade eworben hat. Vilbel. Den„V. A.“ zufolge wurde am ver— flossenen Samstag in der hiesigen Gemeinde-Kiesgrube ein Junge von 13 Jahren ausgegraben, welcher bereits seit Dienstag Abend von seinen auf der Festenburg wohnenden Angehörigen vermißt wurde. Nach der Aus— sage eines andern Bewohners der Festenburg, welcher erzählte, daß er den Jungen noch Abends um 11 Uhr in der Kiesgrube gesehen habe, wurde die Spur da— hin gelenkt. Offenbach. Das hiesige„Tagbl.“ schreibt: In Folge falscher Denunciation wurde gegen mehrere Per— sonen Untersuchung wegen Münzvergehen eingeleitet. Am Freitag Nachmittag war Staatsanwalt Rüster von Darmstadt hier und nahm mehrere Haussuchungen und Sistirungen vor, doch wurde bei denselben nichts Ver— dächtiges gefunden. Wie mitgetheilt wird, soll die An— zeige aus Rachsucht geschehen sein. Klein-Krotzenburg, 14. Februar. Im hiesigen Gemeindewald zwischen Hainstadt und Froschhausen wurde gestern Abend von hiesigen Bewohnern die Leiche eines feingekleideten Herrn erhängt aufgefunden. Nach- dem die hiesige Bürgermeisterei noch gestern das zu— ständige Amtsgericht zu Seligenstadt von dem tragischen Todesfall benachrichtigt hatte, erschien heute das Ge— richt zur Aufnahme des Thatbestandes am Fundorte der Leiche, welche als die des Fabrikanten G. aus Offenbach ermittelt wurde. Jedenfalls liegt hier ein Selbstmord vor. Allerlei. Hofheim a. M., 16. Febr. Die Schaaf'sche Papier— fabrik dahier ist heute Morgen 6 Uhr total abgebrannt; die daneben liegende May'sche Lederfabrik wurde mit knapper Noth gerettet. Hanau, 17. Febr. Gestern Abend gegen 7 Uhr entgleiste der Zug der Eberbach-Babenhausener Bahn, wobet ein oder zwei leere Personenwagen umfielen. Die Passagiere mußten in Folge dessen umsteigen; später ent— gleiste noch eine Maschine vor dem Hanauer Ostbahnhof. Durch diese Vorkommnisse hatten vie 3 Züge 4½ Stunde Verspätung. Verunglückungen von Personen sind dabei jedenfalls nicht vorgekommen. Werlin, 17. Febr. Im Posthause zu Senheim sind durch einen explosiven Stoff der Briefkasten und ein Theil des Schalterfensters zerstört worden. Es haben im Lauf der Jahre ähnliche Vorkommnutsse bereits öfter stattgehabt, wobei nach den angestellten Untersuchungen kindischer, allerdings sehr übel angebrachter Muthwille zu Grunde lag, der den ermittelten Schuldigen freilich auch sehr übel bekommen ist. Lima, 14. Febr. In Arequipa ist eine Wasserhose niedergegangen, welche in der Stadt selbst und ihrer näch— sten Umgebung schreckliche Verwüstungen angerichtet hat. Gerichtssgal. Friedberg, 12. Febr. In der heutigen Schöffen— gerichtssitzung wurde in folgenden Fällen erkannt: 1) Ph. Bott und Eltsabetha Schmidt von Leidhecken, angeklagt wegen Beleidigung, erhielten je 20 M. Geldstrafe, sowie Heinrich Bischoff von dort, angeklagt wegen Bedrohung, eine solche von 15 M.; 2) Johann Scherer Ehefrau von Ober-Mörlen, angeklagt wegen Unterschlagung, wurde zu einer Gefängnißstrafe von drei Tagen verurtheilt; 3) Martin Pfaff von Caub, angeklagt wegen Dlebstahls, wurde in eine Gefängnißstrafe von drei Wochen verur— theilt; 4) David Schneider von Wittgenborn und Helene Stahl von hier, angeklagt wegen Coneubinats, wurden fretgesprochen und der Staatskasse die Kosten zur Last gesetzt. Friedberg, 19. Febr. In heutiger Sitzung des Schöffen-Gerichts wurde in folgenden Fällen erkannt: 1) in der Privatklagesache des Johs. Gröninger XVI. von Ockstadt gegen den Johannes Klein XIX. von da, wegen Beleidigung, erhielt letzterer eine Geldstrafe von 15 M. und die Kosten; 2) in der Privatklagesache des Christian Fourier J. von Wölfersheim gegen Karl Fr. Ulrich von da, wegen Beleidigung, erhielt der Angeklagte eine Geldstrafe von 15 M. und die Kosten; 3) in der Strafsache gegen Fritz Jung von Wölfersheim, ange— klagt wegen Widerstands und Mißhandlung, erhielt der— selbe eine Gefängnißstrafe von sieben Tagen; 4) in der Strafsache gegen Gustav Schwarz von Friedberg, ange— klagt wegen Uebertretung straßenpolizeilicher Vorschriften, erhielt derselbe eine Geldstrafe von 15 M Butzbach, 15. Febr. In der heutigen Sitzung des hiesigen Schöffengerichts wurden folgende Sachen ver— handelt: 1) Wilh. Theobald von Sachsenhansen, früher Dachdeckergeselle dahter, angeklagt wegen Diebstahls, er— hielt eine Gefängnißstrafe von vier Wochen, auf welche jedoch die seit dem 29. Jan. l. J. erlittene Untersuch⸗ ungshaft aufgerechnet wurde, und die Kosten des Ver⸗ fahrens; 2) Joh. Heinr. Schwab von Gambach, Sohn der Heinrich Schwab III. Wittwe daselbst, erst 13 Jahre alt, angeklagt wegen Diebstahls, erhielt mit Rücksicht auf sein noch sehr jugendliches Alter eine Gefängniß— strafe von vier Tagen; 3) Peter Hellers Ehefrau von Garbenteich, nebst ihrer Tochter Katharina, und Jacob Feusters Wittwe, nebst ihren beiden Söhnen Heinrich und Johannes, angeklagt wegen Bettelns, erhielten: die Mütter je zwei Tage und die Kinder je ein Tag Haft; 4) Joh. Jacob Kißler II. Wittwe von Nieder-Weisel, angeklagt wegen Beleidigung, wurde freigesprochen; 5) in der Privatklagesache der Gg. Hahn Eheleute von Rocken— berg gegen Kaspar Schmidt von da, wegen Beleidigung, erhielt letzterer eine Geldstrafe von 30 M., ev. 6 Tage Haft und die Kosten des Verfahrens; 6) in der Privat— klagesache des Reinhard Krausgrill II. von Niederweisel gegen Konrad Hildebrand XIV. von da, wegen Be— leidigung, erhielt der Angeklagte eine Geldstrafe von 25 M., ev. 5 Tage Haft uud die Kosten des Verfahrens. Gießen, 18. Febr. Bei der heute erfolgten Aus— loosung der Geschworenen für die 1. Schwurgerichts— periode in 1884, welche am 24. März unter dem Vor— sitze des Landgerichtsraths Dr. von Schmalkalder be ginnt, wurden folgende Namen aus der Urne gezogen: 1. W. Völsing II., Landw. in Groß-Felda. 2. G. Ram⸗ speck, Kaufmann in Alsfeld. 3. K. Peppler, Fabrikant in Grünberg. 4. Ph. Lotz, Lackfabrikant in Gießen. 5. A. Kliem III. in Kloppenheim. 6. J. Faust, Landw. in Elpenrod. 7. E. Döll, Landwirtb in Alt-Buseck. 8. Chr. Wagner XIX., Landw. in Groß-Buseck. 9. W. Schwenk III. in Nieder-Eschbach. 10. J. K. Völsing, Landw. in Groß⸗Felda. 11. J. Schön, Gastw. in Lollar. 12. K. Dippel, Glaser in Grünberg. 13. J. Menz in Wallernhausen. 14. Fr. Koch, Oekonom in Stockheim. 15. H. K. Ludwig, Landw. in Ulfa. 16. Fr. Tresselt, Kaufmann in Gießen. 17. K. Schlörp, Muͤller in Lauter. 18. W. Klöpper, Kaufm. in Gießen. 19. A. Mathesius, Mühlenbesitzer in Hirzenhain. 20. H. Specht in Heinerts— hausen. 21. Prof. Dr. Röntgen in Gießen. 22. D. Lang, Landw. in Kestrich. 23. G. Schmidt II., Landwirth in Harbach. 24. J. Weber IV., Landwirth in Lang⸗Göns. 25. P. Stoll II., Landwirth in Bad-Nauheim. 26. K. Winheim, Stiftsrechner in Lich. 27. Chr. Güngerich, Pachter auf Hof Albach. 28. J. Rahn V., Landw. in Altenhain. 29. L. Lang II., Bürgermeister in Oden— hausen. 30. J. J. Hermann, Landw. in Eschenrod. Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 0.85 0.95, Eier 1 St. 6, 2 St. große 13 Pf. Frledberg, 19. Febr. Fruchtber. Walzen M. 19.00, Korn M. 16.50, Gerste M. 16., Hafer M. 13—14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund. Grünberg, 16. Febr. Fruchtpreise. Welzen M. 19.20, Korn M. 10.30, Gerste. 4.60, Hafer M. 14.80, Erbsen M. 18.40, Lein M. 19, Samen M. 32. Jsraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeler vom 23. Februar 1884. P. Stalim. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 45 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. 4 Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 25 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 24. Februar an Morgens 6% Uhr, Nachmittags 4½ Uhr. Dienstag den 26. und Mittwoch den 27. Februar: Neumond Adar. Im Namen des Großherzogs! In der Privatklagesache des Johannes Schweitzer IX. zu Ober-Mörlen, vertreten durch Rechtsanwalt Brentano di Tremezzo in Friedberg, Privatklägers, gegen den Johann Reuß, Sohn des Johann Reuß II. daselbst, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat auf die von dem Privatkläger gegen das Urtheil des Großherzoglichen Schöffengerichts zu Bad⸗Nauheim vom 8. November 1883 eingelegte Be— rufung, die Strafkammer des Großherzoglichen Land— gerichts zu Gießen in der Sitzung vom 1. Februar 1884, an welcher Theil genommen haben: 1. Großh. Landgerichts director Muth, als Vorsitzender, Landgerichtsrath v. Schmalkalder, Landgerichtsrath Kullmann, als Richter, Gerichts Accessist Pr. Loewe, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt, daß der Berufung des Privatklägers stattzugeben, das Urtheil Großh. Schöffengerichts Bad— Nauheim vom 8. November 1883 aufzuheben und statt dessen dahin zu erkennen, daß Angeklagter Johann Cleophas Reuß, Sohn des Johs. Reuß II., von Ober— Mörlen, geboren daselbst am 8. April 1863, ledig, katholisch, Landwirth, wegen öffentlicher Beleidigung in eine Geldstrafe von 50 Mark, eventuell 10 Tage Ge— fängniß, sowie zur Kostentragung einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen zu ver— urtheilen. Gleichzeitig wird dem Privatkläger die Be 2. Großh. 3. Großh. Großh. fugniß zuerkannt, die Verurtheilung des Angeklagten auf Kosten dieses innerhalb 14 Tagen, nach Zustellung der Urtheilsabschrift an, einmal durch den in Friedberg erscheinenden Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. Muth, v. Schmalkalder, Kullmann. F. d. A Dr. Loewe. 3 B. d A Brentano, Rechtsanwalt. Oeffentliche Aufforderung. 617 Der Kaufbrief des Georg Wolf IV. von Wohn- bach, jetzt in Amerika, vom 30. October 1866, über die in der Wohnbacher Gemarkung gelegenen Aecker Flur I Nr. 176 und 177, ist verloren gegangen. Da der Kaufpreis, wie bescheinigt, bezahlt sein soll, so werden auf Antrag alle Diejenigen, welche Ansprüche an diese Liegenschaften machen wollen, aufgefordert, dieselben binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Löschung der Beschränkung verfügt wird. Hungen den 13. Februar 1884. Großherzogliches Amtsgericht. May. 716 91 7. 2 1 17 21 b Ein feines möblirtes Zimmer in der Nähe des Bahnhofes ist zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. Klös. 800 Ein ordentliches Dienstmädchen [gesucht. Zu erfragen bet der Exp. d. Anz. 693 Bekanntmachung. Freitag den 22. Februar, Vormittags 11 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause nachstehende Arbeiten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Das Abrechen eines Theils der Stadtmauer hinter der Hofratthe des Wilhelm Ulrich, 17,50 m lang, 7,00 hoch, veranschlagt zu 220 Mark. 2) Das Fortfahren von Mauersteinen davon auf den neuen Friedhof, etwa 50-60 ebm, veranschlagt per ebm zu 80 Pfennig. Friedberg den 19. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. 723 Steinhäuß er. 2 Jagd- Verpachtung. 676 Freitag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll die hiesige Feldjagd anderweitig auf hiesigem Rath— hause verpachtet werden. Bauernheim den 16. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. Väth. Bekanntmachung. Donnerstag den 21. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Großherzoglichen Schloßgarten 37 Haufen Ausputzholz, größtentheils geeignet zu Erbsenreisern, öffentlich meistbietend versteigert. Friedberg den 20. Februar 1884. Broßherzogliche Schloß verwaltung Friedberg. 722 Dönges. — ili 1 2 080 in vers I er Privat ö dderwelel vegen Be⸗ srufe von erfahrens. gten Aus⸗ urgerichts— dem Vor⸗ kalder be Menz in Stockheim. „Teesselt, in Lauter. Nathesius, n Helnerts⸗ . D. Lang, ndwirth in ang⸗Göns, e Güngerich, g Landw. in in Oden⸗ henrod. 822 2314444 — 21 ulter kostete —— roße Ja Pf. M. 19.00, N. 10-14. Zolpsund. f . 19.20, 5 N. L480, 2. — dberg. 8 1 5 1 2 1 in. 7 1 . Februar 5 Februar: f — 9 9. Uhr, sollen 1 ten an die „ ö zauer hinter 30 m lang/ 50 m 9 von auf den veranschlagt jtledberg. Holzversteigerung. In den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Waldungen werden versteigert: 1) Freitag den 22. Februar, Distrikt Magazin: 12 Raummeter Buchen-Knüppel, 24 15 Birken-Aspen- Knüppel, 16000 Buchen-Durchforstungs wellen, 2400 Eichen⸗ 5 1000 Klefern— 0 3500 Fichten Wellen, 202 Fichten⸗Reisstangen, 235 Fichten-Bohnenstangen. 2) Samstag den 28. Februar, Distrikt Rabennest: 4 Raummeter Buchen-Scheiter, 116 1 Buchen-Knüppel, 35 5 Eichen Knüppel, 44 5 Buchen-Eichen-Stöcke, 3150 Buchen-Wellen, 400 Eichen-Wellen, 36 Eichen⸗Stämme mit 6 Kubikmeter Inhalt, 56 Buchen⸗Stämme mit 6 Kubikmeter Inhalt, 35 Eichen-Derbstangen, 101 Buchen-Derbstangen(Wagnerholz). Zusammenkunft an beiden Tagen auf dem Neuen— Weg, jedesmal Morgens 10 Uhr. Ockstadt den 9. Febrrar 1884. Der Frh. v. Franckenstein'sche Oberförster 708 Rumpf. Straßen- Unterhaltungs- Materialien. 679 Die Lieferung resp. Anfuhr und das Zerschlagen der für das Rechnungsjahr 1884/85 zur Unterhaltung der Staatsstraßen im VBaubezirk Nidda erforderlichen Stelnmaterialien soll an nachstehenden Orten und Terminen loosweise unter den bei den Versteigerungen bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich ver— steigert werden: 1. Zu Bingenheim, im Gemeindehause, Mitt⸗ woch den 27. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, für die Straße Schwalheimer Hof— Nonnenstümpfen, Abth. 120-162. Zu Ranstadt, im Gemeindehause, Samstag den 1. März d. J., Vormittags 9 Uhr, für die Straße Gießen—Gelnhausen, Abth. 168 bis 203, und Ranstadt— Staden, Abth. 189206. Die Großherzoglichen Vürgermeisterelen werden er— sucht, im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen für mög⸗ lichste Verbreitung des Vorstehenden besorgt zu sein. Groß berzogliches Kreisbauamt Nidda. Wiesen bach, Bau⸗Acecessist, Vicar. Arbeits⸗Versteigerung. 696 Montag den 25. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, sollen die zur Erbauung einer Brücke über die Nid da nöthigen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: f Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 445— Zimmerarbeit 0= Schlosserarbeit 0— Brechen von Mauersteinen 180— Anfahren dieser Steine 240— Liefern von Sand 75— 5„ hydraulischem Kalk 84— Cement 57 0 * auf dem Rathhause zu Staden öffentlich vergeben werden. 146 Friedberg den 16. Februar 1884. Zörb II., versteigert werden: ö 11 Eichen-Stämme, 6— 10 Meter Länge und 40 bis 92 Centim. Durchmesser, 26,28 Festm. Inh., Kiefern⸗Stämme, 7 13 Meter Länge und 15 bis 23 Centim. Durchmesser, 4,55 Festm. Inh., Derbstangen, 6,26 Festmeter Inhalt, Naummeter Eichen Scheiter(Werkholz), Buchen-⸗Scheiter, Eichen Knüppel, Klefern-Knüppel, 5 Eichen Stöcke, Stück Buchen Wellen, 300„ Eichen Wellen, 1400„ Kiefern Wellen. Bemerkt wird, daß das Pfarr- und Schul-Besoldungs⸗ holz mit zur Versteigerung kommt. Das Stamm- und Werkholz kommt zuerst zum Ausgebot. Zusammenkunft in der Steinernwand, „ Nieder⸗Florstadt den 18. Februar 1884. Großherzogliche Vürgermeisterei Nieder-Florstadt. Alles. Feilchen-Abfall- Seile 21 45 53 70 18 118 1 40 14000 Arbeits⸗Vergebung. Montag den 25. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Rathhause zu Nieder-Florstadt öffentlich vergeben werden: M. Pf. Pflasterarbeit, laut Kostenüberschla 221— Pflastersteine zu brechen. 40— Anfahren dieser Steine 48— Liefern von Sand 192 50 Friedberg den 19. Februar 1884. Zörb II., Bezirksbauaufseher. Versteigerung von Speicher Altensilien zu Wölfersheim. Freitag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem herrschaftlichen Fruchtspeicher zu Wölfers— heim folgende Gegenstände: f 1 Repositur mit 6 Gefachen, 1 runder steinerner Tisch, 1 Fegemühle, 2 Stebe, 1 Simmer und 1 Meste (Friedberger Maaß), 2 Simmer, Meste, Kumpf, Großh. Hess. Normal-Maaß, Gescheid, 6 Mäßchen, Fruchtschaufeln, 2 alte Schnellwaagen,! eiserner Karren zum Säcke fahren, sowie 1 große eiserne Herdplatte. öffentlich gegen Baarzahlung verkauft werden. Hungen am 15. Februar 1884. Fürstliches Rentamt: Demme. 112 0 2 28 705 Holz⸗Versteigerung. Montag den 25. Februar, Morgens 9 Uhr anfangend, kommt in dem Michelbacher Gemeindewald nachstehendes Gehölz zur Versteigerung: Distrikt Leimenkaut: 22 Nadel-Stämme von 4,24 Festmeter Inhalt, 22 Stangen 1. Classe, 95 5 2 340 5„ Distrikt Seierwies: Nadel-Stämme von 0,49 Festmeter Inhalt, Stangen 3. Classe, 2 180 45* 2 7 30 Stück Rüsteholz Stämmchen. Distrikt Hasenstück: Nadel-Stangen 3. und 4. Classe. Distrikt Buchenhardt 8b: Eichen-Stämme von 37,06 Festmeter Inhalt, Raummeter Eichen-Scheitholz, 75 Eichen-Knüppelholz, 7 Buchen-⸗Scheitholz, 0 Buchen Knüppelholz, Eichen-⸗Wellen, 1525 Buchen-Wellen. Michelbach den 17. Februar 1884. Philippi, Vurgermeister. z⸗Versteigerung. Hol. Im Gräflichen Revier Arnsburg kommen Freitag den 370 — 22. d. Mts. zur Versteigerung: Scheit: Prügel⸗ Stock- Reiserholz. Raummeter. 152 17 88 898 Die Eichenforstreiser, Distrikt Danielskopf und Nuß garten, werden nicht vorgezeigt und mit der Versteiger— ung wird um 9 Uhr beim Kalkofen begonnen. Arnsburg den 18. Februar 1884. 702 Henckel. Holzversteigerung. Montag den 25. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Altenstädter Gemeindewald, Distriet Alter Heegwald und Eichwald folgende Holzsortimente ver— steigert werden: 25 Eichenstämme von 6 bis 12 Meter Länge und 35 bis 48 Centimeter Durchmesser mit 25 Festmeter Inhalt. 250 Stück Nadel-Derbstangen von 7 bis 10 Meter Länge und 7 bis 12 Centimeter Durchmesser mit 10 Fest⸗ meter Inhalt. Die Zusammenkunft ist am Altenstädter Pflanzgarten. Altenstadt den 19. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt. 719 5 Wagner. 25 2 Bekanntmachung. 718 Bezüglich des am 11. und 22. Januar und 12. Februar d. J. im Rodheimer Gemeindewald ver— steigerten Holzes ist erster Abfuhrtag auf Donnerstag den 21. d. Mts. festgesetzt, wovon den Steigerern biermit Kenntniß ge— geben wird. 5 17192 955 Rodheim v. d. H., 19. Februar 1884 8 %. Jagdyerpachtung. 707 Samstag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr- soll auf hiesigem Rathhaus die der Gemeinde Bingen heim zustehende Wald- und Feldjagd nochmals ver— pachtet werden. Bingenheim den 18. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Bingenheim. Lahm. —— 1 7. Holzversteigerung. 706 Montag den 25. d. Mts., Vormittags ½10 Ubr anfangend, kommen im Hoch-Weiseler Gemeindewald, Distrikt Langscheid, 13720 Buchen Wellen, 3200 Eichen— Wellen, 130 Birken-Wellen, 30 Wellen Dornen und 50 Raummeter Buchen-Stöcke zur Versteigerung. Der Anfang und die Zusammenkunft ist oberhalb der Issel. f Hoch-Weisel am 18. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch-Welsel. Wörner. Aufforderung. Alle Diejenigen, welche an die Konrad Jäger'sche Concursmasse noch zu zahlen haben, werden aufgefordert, binnen vier Wochen Zahlung zu leisten, andernfalls Klage erhoben wird. Friedberg den 15. Februar 1884. G. Schwarz. Concurs-Verwalter. 653 Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika in 9 Tagen 2 53 machen. Näheres bei dem General-Agenten M. Abraham, Mainz, und dessen Agenten: 5 Ilermann Vogt, Reichelsheim. 10 Silberpappelstämme, circa 700 Kubikmeter enthaltend, sind zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei W. Buff in Nieder⸗ Wöll 710 15 Gelen Abend 9 Uhr verschied nach längerem 0 schwerem Leiden unser unvergeßlicher Gatte, Sohn, Schwiegersobn, Bruder und Schwager, der pract. Arzt Dr. med. Wilhelm Bausch, nach kaum vollendetem 36. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bittet Nieder-Wällstadt den 19. Febr. 1884. Im Namen der Hinterbliebenen: G. Buff. Die Beerdigung sindet Donnerstag den 21 Febr., Nachmittags 2 Uhr statt. 709 — 2„A 1 Todes-Anzeige. Es hat dem Allmächtigen gefallen, unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter F und Großmutter— 2 Margaretha Huber, 5 geb. Fink, 15 1 heute Nacht um 1 Ubr nach längerem Leiden u einem Alter von 59 Jahren in ein besseres Jen- F seits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten 5 Belenheim den 20. Februar 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag den 2 Febr. 5 Nachmittags 2 Uhr statt. 724 6 Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. Qualität empfiehlt& Packet(3 Stück) 201 Apotheker C. Görtz. in vorzüglicher 40 Pf. Jacobi. Musikverein zu Friedberg. Concert Montag den 25. Februar 1884, Abends 7½ Uhr, im Crapp'cchen Saale, unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Anna Göring(Alt), Herrn Otto Hohlfeld, Hof-Concertmeister aus Darmstadt und Herrn G. D. Becker aus Rödelheim. Programm. 1. Die Kapelle, Fa; i 9. Der Wegweiser 5 Frz. Schubert. 2. Andor, 1 C. Kreuzer. 10. Es blinkt der Than.... A. Rubinstein. 3. Chaconne, Violinsolo J. S. Bach. 11. Meine Lieb' ist grün wie der 4 Arie aus„Titus“ W. A. Mozart. Fliederbusch. e eee Brahms 5. Schön Rohtranut, 12. Polouaise. H. Wieniawski. 6. Frühlingsgruß,( Cbore Schumann. 13. Int Maß, ö 7. Im Walde, 0 14. Stirb, Lieb' und Freud', Chöre. Fr. Silcher. 8. Adagio aus dem 1. Concert. M. Bruch. 15. Wohin mit der Frend', Isillets für nummerirten Platz à M. 1.50, sowie nicht nummerirten Platz 2 M. 1.— sind in den beiden hiesigen Buchhandlungen und Abends an der Kasse zu haben. Für die nicht actiwen Mitglieder des Musikvereins stehen nummerirte Plätze bei Herrn Lehrer Heiland zur Verfügung. 700 leesamen. Bekanntlich liefere ich keine amerikanische, sondern nur ächte steyrische Rothsaat und ächten Luzernesamen, garantirt kleeseidefrei. Da ich mich bei meinen Einkäufen lediglich von Rücksichten auf Gute und Aechtheit, nicht auf Billigkeit des Samens leiten lasse, so bin ich jederzeit in der Lage, Saatgut von irgend erreichbarem, höchstem Gebrauchswerthe zu liefern. Ich halte mich den Herren Landwirthen bei Bedarf bestens empfohlen. J E. Wiechard, Friedberg. 9 9 5 7 Versteigerung. Donnerstag den 28. und Freitag den 29. Februar versteigern wir im hiesigen Kurhause unser gesammtes Mobiliar, sowie sonstige Küchen- und Wirthschafts Einrschtungs-Gegenstände in größter Auswahl, Bettzeug, Weißzeug u. s. w. Wir geben schon vorher auch aus der Hand Gegenstände aller Art ab. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr und laden wir zu recht zahlreichem Zuspruch ergebenst ein. Gebäder Eich. FFF Bernhardiner feinster e Alpenkräuter⸗ mMagenbikter von Wallrad Ottmar Bernhard, 711 699 2 12 . königl. bayer. Hofdestillateur in Lindau im Bodensee, Zürich und Bregenz, 2 allgemein als vorzüglicher Magenliqueur bekannt und beliebt, ist stets ächt zu baben in Flaschen zu 3 M. 4., M. 2.10(Probeflaschen M. 1.05) in Friedberg bei Herrn W. Bernbeek.. S 5 2 2 e eee Leere Oelfässer von jeder Größe, zu Pfuhlfässern sich eignend, in großer Georg Groß. e 5 i ee eee SN ere. eee Des 655 Das von Herrn Schwöbel bewohnte Logis ist wegzugshalber anderweit zu vermiethen und sogleich beziehbar. M. Hottes. 5 2 5— b— 11 15 Tuchschuhe! 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Ein williger Junge von braven Eltern, welcher Lust bat, die Dachdecker Profession zu erlernen, kann auf Ostern unter vortheilhaften Bedingungen in die Lehre treten bei Eberhard Walther, Dachdeckermeister, 713* in Assenheim. 1 7 versende Anweisung zur Rettung S Uuentgeltlich von Srunkiucht 1 und 9 11 Vorwissen vollständig zu beseitigen.. C. Fallen herz- Berlin C., Rosenthalerstr. 62.(4495/ B.) 1 n& Cacao's Chocoladen& Cacao's aus den Fabriken: Compagnie Francaise in Straßburg, Ph. Suchard, Neuchatel, empfiehlt 656 Georg Groß. Nieder⸗Wöllstadt. Auf das Grab unseres Freundes Dr. Bausch. Unser Freund, er ist geschieden, Ach, so jung, so früh in's Grab. Schlumm're sanft den ew'gen Frleden, Den die Welt noch Niemand gab. In des Himmels ew'gen Freuden Lebe, Freund, in Gottes Ruh, Bis wir nach der Erde Leiden Eilen Deiner Heimath zu. Rechtlich hast Du stets gehandelt, Deine Pflicht hast Du gethan, Wer, wie Du, auf Erden wandelt, Geht dann leichter himmelan. Ruhe wohl in Gottes Segen, Du, der eine Thräne wertb, Engel tragen Dir entgegen Eine Palme, die Dich ehrt. Dort, wo Engel Dich umschweben, Wo nur Siegespalmen weh'n, Werden einst nach diesem Leben Froh wir All' uns wieder seh'n. a Donnerstag Dortmund. Einladung 715 zu dem zweiten am Freitag den 22. Februar, Abends 8 Uhr, im Rathbbaussaale stattfindenden Vortrage des Herrn Pfarrer Deggau über: Die Gottesahnungen der Nigritier und der Kassernbölker, lädt der evangelische Verein nicht nur alle Glieder der evangelischen Gemeinde, sodern auch alle sonst sich dafür interessirenden Be⸗ wohner Friedbergs und der Umgegend ergebenst ein. W.. Lucalgewerbuerein Kriedberg. Die verehrlichen Mitglieder des Vereins werden hier— durch benachrichtigt, daß die N 2** f Vereins-Bibliothek denselben nunmehr zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung steht. l Das Local befindet sich in dem westlichen Saale über den städtischen Pferdeställen, woselbst auch die Mustersammlung eingerichtet ist. Die Bibliothekstunden sind einstweilen auf Sonntags Vormittags von 9—12 Uhr festgesetzt. 5 Die Bibliothekordnung ist in dem Lokale ausgehängt und das Bücherverzeichniß liegt zur Einsicht der Mitglieder offen.. Als Bibliothekar fungirt Herr Architekt Diesener. Friedberg den 15. Februar 1884. Der Vorstand: Limpert, Vorsitzender. 630 N 5 5 imp Concert des Gesangvereins„Euphrosyne“ zu Heldenbergen Sonntag den 24. Februar, Abends 7 Uhr im Locale des Herrn Gastwirth Goy, wozu freundlichst einladet Der Vorstand. S 0 9 Aufforderung. Schreckliche Folgen des seither sebr stark betriebenen Fleischgenusses, sowie die glänzendsten Exemplare, welche die Vegetarianer-Vereine in unserem Vaterlande aufzu⸗ wetsen haben, geben den Unterzeichneten Veranlassung, auch in unserer Stadt Fried berg einen Vegetarianer⸗Verein zu gründen, zu welchem Zwecke alle Freunde des Menschen— wohls auf Freitag den 22. d. Mts., Abends 8 Uhr, in das tel Trapp freundlichst eingeladen werden. 721 Mehrere Vegetarianer. Frische — S Schellfische 2 bei Villi Lerlseli. Größere Darlehen (über 30,000 Mark) auf landwirthschaftlichen Grund— befitz vermittelt Dr. Bender, in Frauksurt am Main, Liebigstraße 56. 701 662 Corsetten 6. Hruck und Verlag von Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. wriedrich empfiehlt zu sehr billigen Preisen sasses Leistt ssbe 1. 2 Bet