lung. bends dz präche cthhaussanl ll. räels 8 Uhr: ung ls. der Finanz ses in Stock 8. f kulen, betr. sidenten und ng. für imvalld⸗ Bcpolsteung einslocal bis derselben mt „Ursache der ethlsche Br den Vimbig⸗ erhandlungen on. die Vereins ae edberg. nds 8 Uhr, istandes. Vorstand. schule, e Gewerbe und. ichlichen Unt. Zeichensaal. zeichnen, kun ll. Geometis, ichzeichnen it Nechen⸗Untes id des Lokal“ 4480“ 40. Wiegen. em dankbaren 4507 n, . Stadlkliche felluna R — 9 1884. Samstag den 20. Dezember. M 5l. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Betreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1886. Friedberg am 18. Dezember 1884. a Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben, Reichelsheim, Rodheim und Vilbel. Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1886 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden. Dr. Braden. Bekanntmachung. a Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntuiß, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz die Ausdehnung der Concession der Unteragenten des Hauptagenten C. G. Büͤcking jun in Alsseld 1. Heinrich Bernhard in Hainbach, 6. August Peppler Nachfolger in Grünberg. 11. J. Philipp Raiß VIII. in Groß⸗Gerau, 2. Carl Stern in Homberg, 7. Michael Cahn in Schlitz, 12. F. G. Nack in Heppenheim, 3. Elias Hirsch in Kirtorf, 8. Samuel Stein in Lauterbach, 13. Carl Lieb in Wimpfen, 4. Koppel Münz in Büdingen, 9. Abraham Reiß V. in Ulrichstein, 14. Gebrüder Siegel in Bingen 5. K. Bickoni in Butzbach, 10. J. Rapp in Groß⸗Umstadt, auf die Beförderung von Auswanderern durch das Rhederhaus Julius Hartmann& Comp. zu Antwerpen über diesen Seehafen nach Amerika und Australien unter der Bedingung genehmigt hat, daß die Vorschriften der Verordnung vom 25. Januar 1851 beachtet werden und daß die von den Unteragenten geleisteten Cautionen durch die Cautionsbesteller und beziehungsweise Eigenthuͤmer der Cautionsobjekte auch für dieses neue Vollmachtsverhältniß haftbar erklärt werden. Friedberg den 15. Dezember 1884. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 4525 J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreisassessor. Betreffend: Ausführung des Impfgesetzes. An die Herren Aerzte des Kreises. Wir ersuchen Sie ergebenst um Einsendung der auf die von Ihnen im laufenden Jahre vorgenommenen Impfungen bezüglichen Impf— listen, sowie um alsbaldige Anmeldung etwaigen Bedarfes an Impfformularien.. i 3 Friedberg am 18. Dezember 1884. Großherzogliches Kreis-Gesundheitsamt Friedberg. 0 Di ren C. C. Weis in Friedberg. Nöbelmagazin gegenüber dem Hotel Trapp, don J. Pfeffer& Metzendorf 8 8 5 3 5 5 5 8 0 5 5 in Friedberg nächst dem Bahnhofe, empfiehlt zum Einkauf von Weihnachtsgeschenken seine Weihnachts-Ausstellung in Photographie— große Auswahl aller seineren und gewöhnl. Möbel. Albums, feinen Portefeuillewaaren, Gesangbüchern, Farbkasten, Papeterien, Schreib- und Billigste Preise, reellste Bedienung. — Musikmappen u. E. 3„ Preis⸗Verzeichnisse gratis und franco. 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Amt Usingen erlassenen amtlichen Bekanntmachungen, sowie durch die Veröffentlichung aller neu in Kraft tretenden wichtigen Gesetze ꝛe. wird der Inhalt des„Wetterauer Boten? wesentlich bereichert. Durch rascheste und möglichst ausführliche Berichterstattung erfreut sich der„Wetterauer Bote“ in der Provinz Oberhessen und dem königl. Amt Usingen einer großen, mit jedem neuen Quartal stets sich vermehrenden Abonnentenzahl. Viele Bebörden und Private benutzen deßhalb das Blatt zur Veröffentlichung ihrer resp. Bekanntmachungen. Die kleine Inserat— zeile kostet 12 Pf., bel Wiederholung desselben Inserats wird hoher Rabatt bewilligt. Die Ausgabe des „Wetterauer Boten“ erfolgt Dienstags, Donnerstags und Samstags. Bestellungen auf den„Wetterauer Boten“ nebst 8 Seiten großem„Illustrirten Sonntagsblatt“ nehmen sämmtliche kaiserl. Postämter, die Posthülfsstellen⸗ verwalter, die Briefträger, unsere Privatboten und die unterzeichnete Expedition zum Preise von 1 M. 50 Pf. pro Quartal, jedesmal fret ins Haus geliefert, jederzeit entgegen. Wünscht man das Blatt regelmäßig an dem Postschalter, oder bei den Posthülfsstellerverwaltern seines resp. Wohnorts abzuholen, so kostet der„Wetterauer Bote“, einschließlich Sonntagsblatt, nur 1 M. 25 Pf pro Quartal. Butzbach. Die Expedition des„Wetterauer Boten“. Zu bevorstehenden Weihnachten empfehle: Classiker, elegant gebunden, von 60 Pf. au; Photographiealbum in allen Größen. für Kinder Regenschirme, 8 4445 Kuputxen, wollene Tcsier, Lum, Tucsier, Handschuie, seidene und hulhSH,ỹ“ĩe ne Tucher, Strumpfe in allen Grössen, Unterjueken, Unterhosen, fertige Roche, Schurzenu, Kleidelien, Corseis, Kragen, Manschielien, Tuscheniucher, Hemden, weiss umd farbig, Kleider- stosfe, Rockzeuge ec. elc. „Minter- Mantel“.„Regen-Mäntel“. Krieg.(G. F. Aletter. Hassan's Kaffee, F Frankfurt a. 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N, Stadtfuche. in Kaputzen, Manschetten, rn, Schirmen, rlig, Schnuc en, gestrickten 5 zu billig w. zu 1442 —— — Tendenz entbehrend und nur bestimmt, Beilage. Bberhessischer Anzeiger. 151. Deutsches Reich. Friedberg. Ueber das Votum vom 15. schreibt die„K. Zig.:“ Der Reichskanzler Fürst Bismarck, dem das Deutsche Reich den Hauptantheil an seiner Größe verdankt, dem es neuerdings verdankt, daß die Interessen seiner Angehörigen auch in den fernsten Welttheilen geschützt werden, hat unter genauem Nach- weis, daß er mit dem jetzigen Hilfspersonal die Geschäfte des Deutschen Reiches nicht bewältigen könne, vom deutschen Volke jährlich 20,000 M. verlangt, damit er sich einen neuen Direktor halten könne. Und das deutsche Volk— doch nein, eine Mehrheit des deutschen Reichstags hat ihm diese Forderung abgeschlagen. Der Eindruck, den wir und den die Mehrzahl des deutschen Volkes von diesem Reichstags beschluß und noch mehr von den ihm voraufgegangenen Reichstagsverhandlungen empfangen haben, ist ein trauriger. Es ist empörend und beschämend zugleich, daß der Mann, der in der ganzen Welt als der erste seiner Zeit gilt, dem Niemand bestreiten kann, daß er das Deutsche Reich geschaffen und es zwölf ge— fährliche Jahre lang mit unglaublicher Meisterschaft zwischen Neid und Gefahren glücklich hindurchgebracht hat in eine nach menschlichem Ermessen verbürgte Friedens— zeit, der dem Reich so eben eine Stellung auch als See— großmacht errungen hat, als siebzigjähriger Greis vor den deutschen Reichstag tritt mit der Erklärung, er wolle die Geschicke des Reiches weiter leiten, wenn man ihm nur für die nothwendigsten Arbeiten, die er nicht zu leisten im Stande sel, eine zuverlässige Arbeitskraft be— solden wolle— und daß im deutschen Reichstag sich eine Mehrheit zusammenthut, die ihm diese Forderung abschlägt, unter nichtigen Vorwänden, lediglich um ihn zu ärgern.— Briefe und Telegramme gehen dem Reichs- kanzler zu, in denen Private sich bereit erklären, für eine längere Reihe von Jahren die von dem Reichstag abgelehnten 20,000 Mark für den zweiten Director des auswärtigen Amtes,(Titel 2 der Vorlage vom 15. Dee., nicht 1-3, wie es in unserer vorigen Nummer irrthümlich hieß), zu bezahlen, darunter von einem Deutschen, in Paris lebend, der gleich für 15 Jahre die Kosten übernehmen will. Bei der namentlichen Abstimmung im Reichstage bet dieser Position(ein weiterer Direetor im Aus- wärtigen Amte) stimmten für die Bewilligung: die beiden conservativen Fraetionen und die Nationalliberalen ge— schlossen, gegen dieselbe außer dem Abgeordneten Dr. Horwitz die gesammte Linke, Centrum, Welfen, Polen, Elsaß— Lothringer und der Däne. Darm stadt. Militär-Dienstnachrichten. Prinz v. Battenberg, Sec.-Lt. vom Garde du Corps, wurde zum Prem Lt., Graf zu Stolberg— Stolberg, Port.⸗Fähnr. vom 2. Gr. Drag.-Rgt Nr. 24 zum See. Lt., Frhr. v. Gleichen gen. v. Rußwurm, Unteroff. vom 2. Gr. Drag-Rgt. Nr. 24 zum Port.⸗Fähnr. befördert. Frhr. v. Minnigerode, Sec. ⸗Lt. vom 3. Gr. Juf.-Rgt. Nr. 117 à la s. des Rgts. gestellt. Weber, Sec.-Lt. vom Gr. Feld-Art.⸗Rgt. Nr. 25, zum Prem.⸗Lt., Frhr. v. Gagern, Prem. Lt. von der 1. Ingen.⸗Insp., unter Beförd. zum Haupt⸗ mann, zum Comp.-Chef im Bad. Pion.-Bat. Nr. 14 ernannt. Dambsch, Prem.-Lt. vom Schl.⸗Holst. Train-Bat. Nr. 9, unter Beförd. zum Rittm. und Comp.-Chef, zur Gr. Train— Comp. versetzt. Ziegler, Göttelmann, Vicefeldws. vom J. Bat. 4. Gr. Landw.⸗Agts. Nr. 118, zu Sec.⸗Lts. der Res. des 2. Nass. Inf.-Rgts. Nr. 88, Lechner, Freuay, Strecker, Vicefeldws. von dems. Bat., zu Sec.-Lts. der Res. des 3. Gr. Juf.⸗Rgts. Nr. 117, Mayer, Vice⸗ wachtm. von dems. Bat., zum Sec. Lt. der Res. des 2. Gr. Drag.⸗Rgts. Nr. 24 befördert Zentgraf, Prem. Lt. vom Feld-Art. Rgt. Nr. 25 ausgeschieden. Lubowski, Sec. Lt. der Landw. Inf. des 1. Bats. 4. Gr. Landw.-Rgts., der Abschied bewilligt. — Der Kammerherr und General-Lieutenant à la s. von Grolmann wurde zum Oberst— Kammerherrn ernannt. 5 Berlin, 17. Dee. Erste Berathung des Antrages Jazdzewski auf Zulassung der polnischen Sprache für den Gerichtsverkehr in Posen. Der Antragsteller befü Ant ls durchaus jeder polltischen efürwortet den Antrag a bin erich chen „Mißständen vorzubeugen, die für die der deulschen Sprache nicht hinreichend mächtigen Polen gegenwärtlg bestehen. Der Antrag geht an eine Commission von 14 Mitgliedern. Liebknecht begründet den Antrag auf Bestrafung der Polizeibeamten, die widerrechtlich Vollmar und Frohme auf dem Vahnhofe in Kiel verhafteten, als dleselben vom Soelaldemokraten-Congreß in Kopenhagen zurück⸗ kehrten. Die Immunitäten der Abgeordneten seten da— durch verletzt, da der Reichstag damals versammelt ge⸗ wesen. Der Antrag wird der Geschäftsordnungscommission des Reichstags überwiesen Zur dritten Berathung steht der Antrag des Abg. Ausfeld auf Gewährung von Dläten. Das Gesetz wird im Einzelnen und im Ganzen gegen die Stimmen der beiden conservativen Fractionen und der Minorstät der Nationalliberalen angenommen.— 18. Dee. Eingegangen ist der Gesetzentwurf, betr. die Ausdehnung des Unfallgesetzes. Nachdem der Geschäftsordnung ge— mäß das Präsidium für die weitere Dauer der Session bestätigt worden, wird die zweite Berathung des An— trages Grillenberger begonnen. Hartwig, Staats secretär Bötticher, Kayser, Waldburg-Zeil und Richter betheiligten sich an der Debatte, die sich wesentlich nur um locale Vorgänge bei der Umgestaltung der Kranken— kassen in Leipzig und Greiz dreht. An der weiteren De— batte nehmen Troendlin, Frege, Bebel, Hartwig und Kayser Thell, worauf der Commissionsantrag angenom— men wird. Auf Antrag von Moufang, welcher auf die Dringlichkeit der Materie hinweist, welche auch der Staatsseeretär v. Bötticher anerkennt, wird ausnahms— weise eine dritte Lesung sofort vorgenommen und das Gesetz definitiv fast einstimmig genehmigt. Hierauf ver— tagt sich das Haus bis 8. Januar. 17. Dez. In der heutigen Sitzung der Budget⸗Commission lehnte die Mehrheit derselben(Deutsch-Freisinnige und Centrum) 250,000 M. für Erwerb des Grundstückes und die erste Baurate für den Neubau des Festungs— gefängnisses in Posen ab. 76,000 M. für den Neubau zweier Artillerie-Wagenhäuser in Bessungen bei Darmstadt werden als erste Rate bewilligt, 5,279,461 M. für bauliche Unter— haltung, Retablissements der kleinen Neubauten, 2,762,486 M. für Beschaffung und Unterhaltung der Utensilien, 4,192,434 M. für Feuerung, Erleuchtung und Miethen, sowie Unterhaltung und Ergänzung der Festungsapprovisionements— bestände und Feuerungsbestände; ebenso die ent— sprechenden Titel des sächsischen und württem— bergischen Etats unter Berücksichtigung der durch frühere Abstriche erwachsenden Cousequenzen werden bewilligt.— 18. Dec. Das Kapitel 20, betr. Gouverneure, Commandanten und Platz— majore aus einer Forderung von 610,425 M. war der Commission überwiesen worden und liegt hierzu der Antrag Richter vor: die Com— mandanten in Frankfurt a. M., Altona, Breslau, Hannover, Karlsruhe, Stettin, Darnmstadt, Sonderburg-Düppel und Memel künftig als fortfallend zu bezeichnen. Der Kriegsminister sagte, der Antrag sei unannehmbar, so weit es sich um die drei letztgenannten Städte handle, welche Festungen seien; ebenso könne eine ein— fache Beseitigung im Budget für die Comman— danten in Darmstadt und Karlsruhe nicht statt— finden, da hier Verträge und Abmachungen mit Hessen und Baden vorliegen. Für die übrigen Städte lägen derartige Hindernisse nicht vor, zur Zeit aber sei die Beibehaltung der Com— mandauten erwünscht. Immerhin werde die Militärverwaltung in Erwägung ziehen, ob sie, wo Ersparniß möglich, die Commandantenstellen aufgeben lassen könne. Er werde dem Reichs— tage entsprechende Vorschläge machen. Der An— trag Richter wurde abgelehnt und eine von Köller eingebrachte, den Erklärungen des Kriegs ministers entsprechende Resolution angenommen. 18. Dec. Der Bundesrath überwies heute den Gesetzentwurf wegen eines Beitrages zu den Kosten des Zollanschlusses Bremens an den Ausschuß und nahm in zweiter Berathung das Postsparkassengesetz an. — 18 Dec. Die Schifffahrtsacte für den Congo und Niger wurde heute fertig gestellt. Der heutigen Sitzung präsidirte der Unterstaats— secretär Busch, da Hatzfeld heftig erkrankt ist. — Die Durchsuchung der Soldaten nach Schriftstücken und Papieren, die einen Zusam— menhang mit socialdemokratischer Agitation nach— weisen oder wahrscheinlich machen könnten, die wir von Frankfurt meldeten, war eine allgemeine, die zu gleicher Zeit an allen Orten und wie es den Anschein hat, fast überall in gleicher Weise zur Ausführung gebracht worden ist. Ob 77... 3 bekannt, wie das etwaige Resultat der vor— gestrigen Ermittelungen. Es liegen Berichte vor aus Potsdam, Wittenberg, Breslau, Kassel, Düsseldorf, Stuttgart u. s. w. Aber von nirgendwoher wird gemeldet, daß irgend etwas Verdächtiges gefunden sei. Ueberall wurden auch die Privatwohnungen der verbeiratheten Unteroffiziere und der Einjährig-Freiwilligen von dazu commandirten Offizieren durchsucht. Leipzig, 17. Dez. In der heutigen Sitzung des Hochverraths-Prozesses bezeichnete Rupsch alle Angaben des Küchler als Lügen. Holzhauer, Reinbach, Söhngen und Töllner erklären sich sämmtlich für nichtschuldig. Sie haben dem Rupsch wohl Geld gegeben, da dieser abreisen wollte, ahnten aber nicht, daß er ein Verbrechen vollführen wollte. Töllner weiß von gar Nichts, da er, als er am 25. September bei Holzhauer war, sinnlos berrunken gewesen sel. Küchler dersichert, Reinsdorf habe ihm gesagt, nach Rüdesheim käme der Kaiser und viele Fürstlichketten, das sei ein geeigneter Zeitpunkt, etwas in's Werk zu setzen. Man solle den ersten Wagen mit dem Kaiser schonen, wenn dem Kronprinzen geschadet würde, werde das den Katser auch treffen. Rupsch be— streitet das Alles. Er wisse nur, daß das Attentat bestimmt sein sollte, den Kaiser, den Kronprinzen und verschtedene bohe Generale zu tödten. Holzhauer erklärte, Nichts von der Vorbereitung zum Attentat zu wissen und will Rupsch kein Dynamit gegeben, überhaupt kein Dynamit besessen haben. Rheinbach bekennt sich nicht— schuldig. Er will von dem Attentat nicht das Geringste gehört haben. Zehn Mark will er Holzhauer gegeden haben, welche er ihm für gelieferte Schuhmacher— arbeit schuldete. Der Angeklagte Söhngen erklärt sich nichtschuldig. Er habe Rupsch 8 Mark gegeben, damit derselbe, der arbeitslos war, abreisen könnte. Rupsch habe davon gesprochen, daß bei der Niederwaldfeter Etwas passiren könne, aber nicht gesagt, daß er selbst Etwas im Schilde führe. In der Nachmittagssitzung erklärte Reinsdorf, bei dem Niederwaldattentat nicht ganz un— betheiligt gewesen zu sein, sondern die Hand im Spiele gehabt zu haben. Er weist in heftigen Worten, so daß der Präsident und der Oberreichsanwalt ihn mehrfach unterbrechen, auf die Lage des Arbeiterstandes hin. Das Werk der Befretung aus dieser Lage müsse das Werk der Arbeiter selbst sein. Der soeialdemokratischerseits beliebte Stimmzettelkampf sei Unsinn und Blasphemie. Die von Arnarchisten vorgeschlagene Propaganda der That allein könne helfen. Der Zweck heilige die Mittel, man dürfe nicht sentimental sein, er habe seine Pflicht als Anarchist erfüllt. Angeklagter räumt ein, Rupsch und Küchler zum Attentat überredet, ihnen Instruetionen und das erforderliche Dynamit gegeben zu haben. Wenn er nicht krank gewesen, hätte er das Attentat wahr⸗ scheinlich selbst ausgeführt. Befragt, ob er sich des zur Last gelegten Verbrechens schuldig bekenne, antwortete Reinsdorf: Ich erwarte Ihre Entschließungen, das ist einfach Machtfrage, geben Sie uns einige Armeeecorps und der Stand der Sache wird sich umdrehen. Im Laufe des Nachmittags wurde eine Anzahl Zeugen ver— nommen, der Untersuchungsrichter Schäfer(Elberfeld) erklärte, die Darstellungen Rupsch's machten auf ihn theil⸗ weise den Eindruck der Wahrheit.— 18. Dez. In der heutigen Sitzung wurde zunächst Zeuge Palm wegen des Niederwald Attentats vernommen. Derselbe erklärt, Küchler habe ihm erzählt, er und Rupsch seien nach dem Niederwald gereist, um den Festzug zu stören, und hätten in die Drainage Dynamit gelegt, durch Regenwetter sei aber die Zündschnur naß geworden und die Explosion unterblieben. Der Zeuge giebt zu, den Betrag von 40 M. leihweise beschafft und denselben dem Küchler zur Reise nach London behufs Herbeischaffung von Schriften gegeben zu haben. Reinsdorf will wissen, von wem Palm den Geldbetrag geliehen, und glaubt, daß er denselben von der Polizei erhalten. Zeuge verweigert die Auskunft, da er sonst befürchtet, selbst in die An— gelegenheit verwickelt zu werden. Zeuge bezeichnet als nichtig, daß Küchler ihm gesagt, er sei mit auf den Niederwald gegangen, um das Altentat zu vereiteln. Zeuge Färber Kaufmann aus Barmen will über den an ihn gelangten Brief, unterzeichnet: Der Aus schuß der soeial revolutionären Partei in Newyork, nicht das Geringste wissen. Reinsdorf fragt den Polizeicommissär Gottschalk, ob er wisse, daß die Arbeiter in Elberfeld— Barmen viel Dynamit hätten. Gottschalk erklärt, es seien mehrere Steinbrüche vorhanden, wobei Dynamit benutzt werde, ebenso werde dasselbe bei Anlegung von Hausbrunnen angewendet. Bürgermelster Alberti aus Rüdesheim gab eingehende Mittheilungen über die Wirk— ungen der Explosion an der Festhalle, desgleichen der Wirth d der Küfer in der Halle, sowie die Zeugen Porsperger und und Lauter. Der Sachverständige Major Pagenstecher aus Mainz erklärt, daß die über den Wasser durchlaß fahrenden Wagen die darin befindlichen Personen durch die Explosion böchst gefährdet gewesen. In der Büchse, welche in der Drainage lag, bätte sich nach Meinung von Sachverständigen 1½—2 Pfund Dynamit befunden. In der Nachmittagssitzung wurde die Be— weisaufnahme beendet. Zeuge Fellbecker(Barmen) be— in jüngster Zeit ein specieller Anlaß zu diesem Vorgehen sich dargeboten hat, ist ebensowenig merkt, Rupsch arbeitete bei ihm längere Zeit gut. In. 0 1 9 N 1 1 1 1 5 1 7 — der ersten Zeit habe er keinen Grund zur Unzufriedenbeits ung auf die Forderung Rußlands und Deutsch— gehabt, bis er sich mit den Socialdemokraten eingelassen lands Mitglieder auch ihrerseits zur Staats- habe. Später entdeckte er, daß Rupsch ihn bestohlen. Auf Vorhalten sagte Rupsch, die Socialdemokraten baben mich verführt. Zeuge Brinkann(Barmen) erklärt, Rupsch habe ihm gesagt, es werde mit den Social— demokraten noch ein schlechtes Ende nehmen, es sei ihm aber gleich, so oder so. Zeuge Sommereisen deponirt, Reinsdorf arbeitete mit ihm in einer Druckerei; er babe einmal gesehen, wle Reinsdorf aus Paris einen Brief mit 100⸗ oder 20-Franes billets bekommen habe. Zeuge Böllhof(Elberfeld) erklärt betreffs eines an seine Adresse gelangten Briefes mit 100 Mark aus Newyork, er wisse nicht, wie er zu diesem Gelde gelangte. Zeuge Schiebeck (Elberfeld) deponirt, daß ihm Reinsdorf gesagt, er werde große Thaten verüben und den Zürichern einen Streich spfelen; ganz Deutschland werde an ihn denken. Reinsdorf habe stets einen schweren Revolver bei sich getragen, auch eine Flasche Schwefelsäure besessen. Der Gerschtshof beschließt, die Zeugen Palm, West und Weber nicht zu beeldigen, da sie der Theilnahme ver; dächtig seien. Nach Verlesen mehrerer Schriftstücke wird die Beweisaufnahme geschlossen. Ausland. Schweiz. Bern, 17. Dez. Der National⸗ rath hat mit 86 gegen 34 Stimmen die Maß— nahmen des Bundes rathes gegen den Staats— rath von Tessin gutgeheißen. — Dem Nationalrath ist folgender Antrag zugegangen: In Folge der im deutschen Reichs tage gemachten Vorlage, betreffs Subvention von Dampferlinien, und betreffs der Frage, ob die Mittelmeer-Linie von Genua oder von Triest auszugehen habe, muß die Schweiz und die Gotthardbahn wünschen, daß Genua als Aus— gangspunkt gewählt werde. Darum sei der Schweizer Bundesrath zu ersuchen, durch ge— eignete Schritte bei Entscheidung der obigen Frage das Interesse der Schweiz zu wahren. Frankreich. Paris, 18. Dez. Die Kammer genehmigte Nachmittags das Finanzbudget. Die Finanzeommission des Senats berieth das Cultus— budget und stellte die von der Kammer ge— strichenen Credite wieder her. — 18. Dez. Ein heute veröffentlichtes Decret ordnet die Bildung eines vierten Regi— ments algerischer Tirailleurs und die Theilung der Fremdenlegion in zwei Regimenter an. Großbritannien. London, 17. Dez. Aus Varmouth wird gemeldet, daß die Regier— ung gerichtliches Vorgehen gegen Roß, Preston, Chalk, die Eigenthümer dreier Fischerboote, wegen Seeräuberei auf hohem Meere und Be— raubung des deutschen Schiffes„Diedrich“ am 19. September in der Nähe der holländischen Küste angeordnet habe. Dover, 18. Dez. Bei der Durchsuchung der gestern vom Continent angelangten Waaren durch Zollbeamte, wurden in einer Kiste, die nach der Declaration Gußeisen enthalten sollte, an 200 Pfund Dynamit vorgefunden. Spanien. Madrid, 16. Dez. Die Blätter theilen mit, daß die spanische afrikanische Ge— sellschaft kürzlich über 300 Meilen der afrikani— schen Küste zwischen Kap Vogador und Kap Blanco, einschließlich 200 Meilen Fischereigründe von großem Werth, in Besitz genommen hat. Die Gesellschaft hat ferner drei Factoreien unter dem Schutz der spanischen Flagge gegründet. Barcelona, 18. Dez. In dem Treppen- hause eines Privathauses fand gestern eine Dynamit-Explosion statt, wodurch einige Zer— störungen angerichtet wurden. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Rumänien. Bukarest, 18. Dez. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Gesetz, betreffend die Einberufung des Recrutencontingents von 12,000 Mann. Rußland. Petersburg. Die„Pos. Ztg.“ berichtet: Ein am 7. d. Mts. auf den kaiser— lichen Zug geplantes Attentat ist glücklich ver— eitelt worden. Einer der längs der Bahnlinie aufgestellten Posten ist ermordet und nicht weit von ihm das Werkzeug gefunden worden, wo— mit der Versuch des Losschraubens der Eisen— bahnschienen gemacht worden war. Das Werk— zeug ist als einem seitdem verschwundenen Bahu— wärter gehörig erkannt worden. Egypten. Kairo, 17. Dez. Die Besprech⸗ ungen über die Antwort der egyptischen Regier— (schuldenkasse zu ernennen, werden fortgesetzt. Die Regierung hatte beabsichtigt, mit Vorbehalt zu antworten wie der Khedive, gab aber den Vorbehalt auf, weil der russische und deutsche Vertreter deutlich erklärten, daß sie sich mit einer ausweichenden Antwort nicht zufrieden geben würden 5 China. Hongkong. Einer Daopesche der „Times“ vom 17. d. zufolge, glaubt man in Peking, die japanische Regierung werde sich mit der chinesischen Regierung in Betreff der Ange— legenheiten Korea's ins Einvernehmen setzen. Man hofft, die Angelegenheit werde gütlich geordnet. Amerika. Washington, 18. Dec. Der Vertrag zwischen Amerika und Nicaragua über den Nicaragua-Canal ist dem Senate im Wort— laute gedruckt mitgetheilt worden. Präsident Arthur hebt in dem Begleitschreiben die großen Vortheile für die ganze Welt aus dem Canal— unternehmen hervor. Aus Stadt und Land. Friedberg. Wir können unseren Lesern die in⸗ teressante Mittheilung machen, daß Major Hinze endlich die von uns schon längst erwartete und gewünschte Klage (gegen Rechtsanwalt Jöckel als Urheber und den Redakteur des Anzeigers als Verbrelter) wegen Beleidigung er— hoben hat. . Ilbenstadt. Die evangelischen Bewohner unseres Ortes, welche seither nach Nieder-Wöllstadt eingepfarrt waren, sind auf ihr Ansuchen, mit Genehmigung des Großherzogs und unter der verfassungsmäßigen Zustimm⸗ ung der Landessynode, nunmehr dem evangelischen Pfarr⸗ amte zu Burg Gräfenrode zur Pastortrung überwiesen worden. Am verflossenen Sonntage wurde die in dankens⸗ werther Munificenz seitens des Grafen zu Leiningen— Westerburg zur Abhaltung des Gottes dienstes zur Ver— fügung gestellte, auch im Innern und Aeußeren zu diesem Zwecke würdig und schön hergerichtete Gräfliche Gruft⸗ kapelle von Superintendent Dr. Habicht, im Auftrage Gr. Ober-Consistorlums, eingeweiht. Dekan Kalbhenn, der neue Seelsorger, hielt die Festpredigt. Allerlei. Düsseldorf, 17. Dee. Gestern Mittag gegen 1 Uhr entgleisten die Maschine und der Tender des Berliner Expreßzuges auf der Köln-Mindener Strecke in der Nähe der Pionierstraße. Die Maschine zerstörte dabel mehrere Weichen und ein Bahnwärterhäuschen. Die Personenwagen blieben glücklicherweise im Geleise, so daß von den Passagieren Niemand verletzt wurde. [Von dem Zugpersonal hat sich der Maschinist leicht am Arme verletzt. Die Ursache der Entgleisung soll ein Bandagenbruch an der Locomottve fein. Posen, 15. Dec. Ueber einen neuen Eisenbahn— Unfall wird Verliner Blättern telegraphirt: Gestern Abend sttleßen zwei Güterzüge bei Statton Amsee auf der Strecke Posen-Thorn aufefnander. Die Unfallstelle ist auf längere Zeit nicht passirbar. Zwei Fahrbeamte sind schwer, einige andere leicht verwundet. Auf der Unfallstelle müssen die Passagiere umsteigen. Mährisch-Ostrau, 17. Dec. Gestern Nachmittag haben in dem Salm'schen Siebener Schacht bet Polnisch— Ostrau schlagende Wetter stattgefunden. Drei Bergleute wurden getödtet und mehrere verwundet, von welchen elnige gestorben sind. Gerichts saal. Butzbach. In der am 12. dahier stattgehabten Schöffengerichts-Verhandlung kamen folgende Anklage sachen zur Aburtbeilung: 1) Johann Gg. Haumann von Rockenberg, angeklagt wegen Beleidigung des Gendarmen Weil von Rockenberg, wurde in eine Geldstrafe von 40 M., sowie in die Kosten verurtheilt, dem Beleidigten auch das Recht zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils binnen 14 Tagen nach eilangter Rechtskraft desselben einmal auf Kosten des Angeklagten in den „Wetterauer Boten“ einrücken lassen zu dürfen; 2) Marga— rethe Kuhl von Trais-Münzenberg, angeklagt wegen Dieb— stahls, erhielt eine Gesammtgefängnißstrafe von 12 Tagen und die Kosten; 3) Martin Sames, Philipp Tag und Gilbert Gorr III., sämmtlich von Trais-Münzenberg, angeklagt wegen Uebertretung der Straßenpolizetiordnung, wurden: Martin Sames wegen Versäumniß des Termins in eine Geldstrafe von 3 M. event. 1 Tag Haft ver⸗ urtheilt, Tag und Gorr dagegen der angeklagten Ueber— tretung für nichtschuldig befunden und deshalb von Strafe uud Kosten freigesprochen; 1) Konr. Diehl XI. von Hoch Weisel, angeklagt wegen Beleidigung des Flur⸗ schützen Becker von da, erhielt eine Geldstrafe von 10 M. event. 3 Tage Haft und die Kosten. Gießen. Schwurgerichtsverbandlung am 16. l. Mts. gegen. Konrad Gunther von Lieblos und Kaspar Wagner von Mittel-Gründau, wegen Verbrechens gegen die Sittlich— keit. Die Geschworenen erkannten belde Angeklagten für schuldig und wurden demgemäß Konrad Günther in eine Gefängnißstrafe von 10 Monat und Kaspar Wagner in eine desgleichen von 9 Monat verurtheilt.— Schwur⸗ gerichtsverhandlung am 17. l. Mts. gegen Georg Friedrich Strack von Gießen, wegen betrüglichen und einfachen Vankerutts. Die Geschworenen verneinten die ihnen vorgelegte Schuldfrage bezüglich des betrüglichen Banke— rutts, erkannten den Angeklagten jet och des einfachen Bankerutts für schuldig und wurde derselbe demgemäß wegen des ersteren Verbrechens freigesprochen, bezüglich der letzteren Beschuldigung aber in eine Gefängnißstrafe von 5 Monaten, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft verurtheilt. Handel und Verkehr. Frankfurt, 17. Dee. Auf dem beutigen Markt kostete per Ctr. Heu M. 2.60- 3.20, Stroh M. 22.50, Eier das Hundert M. 5.90— 9.60, Butter 1. Qual. M. 1, 2. Qual. M. 1.10, Kartoffeln per Ctr. M. 2— 2.50, Kohlrabi per Stück 3 Pf., Erbsen 100 Kg. M. 22-30, Rothkraut per St. 15—35 Pf., Huhn M. 1—2, 1 Ente M. 2 2.70, 1 Taube 40—60 Pf., Hahn M. 1.90—2, Gans M. 6—10, Welsche M. 5—8. Bekanntmachung. n Niederdorfelden wird am 15. December eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Herrn Bürgermeister Steul übertragen worden ist. Darmstadt, den 9. December 1884. Der Kaiserliche Ober-Postdirector: Hagemann. Am Sonntag den 21. December werden die Annahmeschalter wie an den Wochentagen offen gehalten. Friedberg, den 18. December 1884. Katserliches Postamt. Wü st. Einladung zur Lösung von Neujahrsgratulations⸗ Entbindungskarten. Für diejenigen Personen, welche von den Glück⸗ wünschen zum neuen Jahr enthoben sein möchten, wer⸗ den in diesem Jahre, wie es schon seit mehreren Jahren an anderen Orten geschehen ist, sogenannte Neujahrs⸗ gratulations⸗Entbindungskarten gegen Entrichtung eines Geldbeitrags ausgegeben. Wer eine solche Karte erwirbt, von dem wird angenommen, daß er auf diese Weise seine Glückwünsche darbringt und ebenso seinerseits auf Be⸗ suche und Kartenzusendungen verzichtet. Die Karten können bei den beiden hiesigen Buchhändlern und Stift⸗ ungsrechner Heidt bis zum 28. Dezember gegen Bezahl— ung von 1 M. für das Stück in Empfang genommen werden. Die Namen der Abnehmer werden vor dem 1. Januar 1885 veröffentlicht. Bei den nach dem 28. Dezember gelösten Karten ist diese Veröffentlichung nicht mehr möglich. Der Erlös aus der Kasse wird für die Volksküche verwendet. Zur zahlreichen Betheiligung erlauben wir uns ganz ergebenst einzuladen. Friedberg den 16. Dezember 1884. Für die Armen-Commission: Meyer. Für unsere Armen-Anstalten haben wir folgende Gaben erhalten, deren Empfang wir mit dem Ausdruck unseres freundlichsten Dankes öffentlich bescheinigen. A. Für das Bürger⸗Hospital: Kaufmann Häberle 5 M., Ungenannt 30 M. B. Für die Volksküche: Oberlebrer Bitsch 5 M., Kaufmann Häberle 10 M., Geschwister Dieffenbach 3 M., Professor Dr. Köstlin 10 M., Bürger⸗ meister Steinhäußer 3 M., aus einem Sühneversuch 5 M., Schulinspecetor Schmidt 5 M., Frau Major Römheld 5. M. und eine Mahne Gemüse, Kaufmann Fertsch ½ Centner Reis und ½ Centner Gerste, Director Matthias 3 M., Domänerath Stolz 5 M., Frau Crecelius 2 M., Spengler Heldt's Wittwe 2 M., Schlosser Rumpf 1 M. 50 Pf., Kappenmacher Kalbfleisch 2 M., Ungenannt 1 Korb Kartoffeln, Joseph Leineweber 1 Mahne mit Kartoffeln und Gemüse, Christoph Trumpfheller 10 Pfund Mehl, Georg Hanstein 0 Pfund Nierenfett, Ungenannt 1 Korb Kartoffeln, Ungenannt 1 Korb Gemüse, Unge— nannt 10 M., durch Frau Hof⸗Uhrmacher Hanau 1 M., Frau Medleinalrath Möller 2 M. Für die Armen⸗Commission: Meyer. Die Christbescheerung der Friedberger Kleinkinder-Schule findet Sonntag den 21. Dezember, Punkt 4 Uhr Nachmittags im Rathhaussaale statt. Als Beitrag zu den Kosten werden von Erwachsenen 20 Pf., von Kindern 10 Pf. Eintrittsgeld erhoben. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 4. Advent. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkircht: Nachmittags 1½, Uhr: Herr Candidat Euler. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½,ʒ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Ur. Weiffenbach. Am zweiten Weihnachtstage Abendmahl in der Burg⸗ kirche, Beichte daselbst nach dem Vormittagsgottesdienste des ersten Festtages. statholische Gemeinde. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 6 Uhr: Beicht. 3/7 Uhr: Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. December zem Herrn rector: — erden die gehalten. ostamt. — ulgtions⸗ en Glück⸗ ten, wer⸗ ren Jahren Neujahrs⸗ tung eines te erwirbt, Velse seine auf Be⸗ le Karten ind Stift⸗ n Bezahl⸗ ginammen vor dem nach dem ffentlichung e wird für hetheiligung mission: — vir folgende m Ausdruck hescheinigen. berle 5 M., Oberlehrer Geschwister . Bürger⸗ tuch 9 M., r Römheld Feitsch or Matthias tlius 2 M, umpf! A. Ungenannt Mahne mlt er 10 Pfund Ungenannt nüse Unge⸗ anau f M., umission: — Friedbergel in tag den niltas un 0 zu ell . vol döerg⸗ ennie, eee Im Namen des Großherzogs. In der Privatklagesache des Johannes Heßler von Wölfersheim, Privatklägers, gegen den Conrad Bangel von da, Angeklagten, und des Conrad Bangel von da, Privatklägers, gegen Jobannes Heßler von da, Angeklagten, wegen gegenseitiger Beleidigung, hat das Großherzog— liche Schöffengerscht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 9. Dezember 1884, an welcher Theil genommen haben: . 1. Oberamtsrichter Sellheim, als Vorsitzender, 2. Wilhelm Treut, 3. Philipp August Schneider, als Schöffen, Hülfsgerichtsschreiber Hohenstein, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: 1) Der Angeklagte Johannes Heßler wird von der Anklage der Beleidigung des Conrad Bangel frei— gesprochen. 2) Der Angeklagte Conrad Bangel wird von der Anklage sub 2 freigesprochen, dagegen wegen der Beleidigung sub 1 in eine Geldstrafe von 30 Mark, event. in eine Gefängnißstrafe von 6 Tagen, sowie in sämmtliche Kosten des Verfahrens und in die dem Privatkläger Johannes Heßler erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird dem Beleidigten Johannes Heßler die Befugnsß zugesprochen, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, einmal im Oberhess. Anzeiger auf Kosten des Angeklagten Bangel zu ver— öffentlichen. D Der Anwalt des Privatklägers Heßler: Brentano. Bekanntmachung. 4520 Diejenigen, welche die auf dem Submissionswege zu vergebende Lieferung der für 1885 bei dem Amts— gerichte Friedberg erforderlichen Schreibmatertalien zu übernehmen beabsichtigen, wollen Offerten und Muster bis zum 30. d. Mts. einreichen. N Die Lieferungsbedingungen liegen dahier offen. Friedberg am 17. Dezember 1884. Der Gerichts schreiber des Großherzlichen Amtsgerichts N Friedberg: ebe r ON 7 In der Privatklagesache des Christian Pfeiffer zu Friedberg, Privatkläger, gegen den Heinrich Stein III. und dessen Tochter Marie Stein von Dorheim, Angeklagte, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen gericht zu Bad⸗ Nauheim am 27. November 1884 für Recht erkannt: 1) Heinrich Stein III. von Dorheim wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 5 Mark, event. 1 Tag Haft und Marie Stein, Tochter des ersteren, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 15 Mark, event. 3 Tage Haft verurtheilt 2) Die Verurtheilten haben die Kosten des Verfahrens unter solidarischer Haftbarkeit zu tragen. 3) Dem Privatkläger wird die Befugniß zugesprochen, den Tenor des Urtheils 14 Tage nach erlangter Rechtskraft desselben auf Kosten der Angeklagten einmal im Oberh. Anzeiger bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urthels bescheinigt. Bad⸗Nauheim den 10. Dezember 1884. 4532 Schütz, 5 Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. „ Windecker, 4535 Rechts Anwalt. Holzversteigerung. Montag den 22. l. Mts., des Vormittags von 9 Uhr an, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrtkt Wasserdöll, versteigert: 1450 Wellen Birken-⸗Reisig, 30334 Weichholz-Reisig, 5 Dornen⸗„ 1500 Gebund Pfriemen. Die Zusammenkunft ist im Schlag, in der Nähe der 7 Wege. 658 Bürgschaft Zahlungsfrist bis Ende Juli 1885. Ober-Mörlen den 11. Dezember 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Jeckel. Fischerei⸗Verpachtung. Die Fischerei in der Gemarkung Staden soll Freitag den 2. Januar 1885, Vormittags 10 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier öffentlich meistbietend verpachtet werden. Staden am 19. Dezember 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Staden. 4544 Grießmer. 4522 Ein renommirtes Colonialwaaren-Geschäft wird zu miethen event. zu kaufen gesucht. Offerten unter U. 3914 an Rudolf Mosse, Frank- jurt a. M.(F. à 150/12.) 4449 Aechl chinesisch. Thee, sowie Chocolade in feinster Qualität empfiehlt P. Theis, 4526 vormals G. Haustädt. Meihnachislichter. in Wachs, Stearin und Paraffin 4496 empfiehlt W. 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Wir glauben, daß es auch für weitere Kreise von Interesse sein dürfte, zu vernehmen, in welch ungalifizir⸗ barer Weise die Deutschfreisinnigen ihre Gegner be⸗ kämpfen und lassen zur Kennzeichnung des Tons elnen auf die Nationalliberalen bezüglichen Vers, der sich am Schlusse des erwähnten Artikels befindet, hier folgen: O Märchen, würdest du doch wahr, Nur einen einzigen Tag im Jahr, O Knüppel aus dem Sack, Ich gäb' was d'rum, ich weiß nicht was Und schläge d'rein ohn' Unterlaß. Frisch: Knüppel aus dem Sack Auf's Lumpenpack, Auf's Hundepack. So wagen die deutschfreisinnigen Protektoren des Herrn Major Hinze die 7231 natsonalliberalen Wähler unseres Wahlkreises zu behandeln. 4530 Rohen sowie gebrannten Kaffee empfiehlt in guter Quallität 4536 Asagasse. Fr. Gunderloch. Frauenhemden, Hosen, Unterröcke und Nachtjacken, sowie Hemden und Hosen für Kinder 391 billigst be! K. Friedrich neben der Post. 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