Jahl Jah männer : 0 indlichst e . f Lorstant. dledberg. ing des Lokal. mehr auch; jed tage, den Mil itschriften findet bekordnun 8 g statt, als, Mittwochs allen Gewerb⸗ gewerbvereins, II 1 grüßung der an. tvereine. ng. sestzugs am Ge⸗ JJ. rath und Ehren— abetischer Ord⸗ lorstadt. en Melodien“ ffarrer Heßler n“ Tonzbeuftgulz . 1884. Samstag den 19. Zuli. M5. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen⸗ oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Beka n nt m ach unn g. Betreffend: Die Abgabe der Kapitalrentesteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1885/86. Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Einführung einer Kapitalrentesteuer betr., vom 8. Juli 1884 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Einschätzungscommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großherzoglichem Ministerlum der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl des Steuerpflichtigen, offen oder verschlossen, jährlich, ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnortes abzuliefern. Inhaltlich des Artikel 16 des genannten Gesetzes haben die Kapftalrente— steuererklärung abzugeben: 1) für minderjährige, vermißte oder unter Vormund⸗ schaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2) für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter; 3) in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbst— eta n n kt m a ständig zur Kapitalrentesteuer gezogenen Angehörigen, ihm in Steueransatz zu kommen hat. Indem die unterzeichneten Behörden hiermit zur öffentlichen Keuntniß bringen, daß der äußerste Termin zur Abgabe der Kapitalrentesteuererklärungen im gegen— wärtigen Jahr von Großherzoglichem Ministerlum der Finanzen auf den 20. August festgesetzt worden ist, richten dieselben an sämmtliche für kapitalrentesteuerpflichtig zu erachtende Bewohner der Steuercommissariatsbezirke hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zum genannten Termin an die betreffenden Buͤrger— meistereien gelangen zu lassen, von wo sie, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet an die Vorsitzenden der betreffenden Einschätzungscommissionen übersendet werden. Das Formular zu den Kapitalrentesteuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuer— pflichtigte von der Bürgermeisteret des Wohnorts zu beziehen. Friedberg am 18. Juli 1884. Die Großherzoglichen Steuereommissariate Büdingen, Butzbach, Friedberg und Hungen. Hechler. Schober. Snell. Hoos. 1 Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1884. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Herbst 1884 stattfindenden Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufge— fordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Aus— schlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1884 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. J. Dem Gesuch sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— zeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit Er— klärung über dessen Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; Zu pos. b. wird noch besonders bemerkt, daß in dem Einwillig— ungs⸗Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unter— halten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. 5. Jun dem Gesuche ist außerdem auzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 5 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein— gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung— I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875) Aufschluß. d a Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt den 9. Juli 1884. 1 8 Großherzogliche Prüsunge gemnisten er, 12 Freiwillige. ros. d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. Der Vorsitzende: Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 14 enthält das Gesetz, die Einführung einer Capital— rentensteuer betreffend. Berlin. Für die allernächste Zeit werden manche wichtige Verschiebungen im diplomatischen Dienste erfolgen. Graf Herbert Bismarck, der älteste Sohn unseres Reichskanzlers, der sich in schwieriger Zeit auf seinem Londoner Posten vorzüglich bewährt und sich auch in der hohen englischen Gesellschaft sehr beliebt gemacht hat, wird in allernächster Zeit zum Gesandten im Haag ernannt werden. An seine Stelle wird als Botschaftsrath bei der Londoner Botschaft der bisherige erste Botschaftssecretär in St. Peters— burg, v. Plessen, ernannt werden, der als Nach⸗ folger den Botschaftsrath bei der Pariser Bot⸗ schaft, v. Bülow, erhalten wird. In die Pariser Stellung wird v. Rotenhan einrücken, der bisher Legationssecretär der preußischen Gesandtschaft beim päpstlichen Stuhle war. — 17. Juli. Die Pol. Nachr. melden: Hiesige politische Kreise betrachten den Zwischen— fall in Paris in Folge der Erklärungen des hie— sigen französischen Botschafters für erledigt. Danzig, 17. Juli. Das aus den Panzer⸗ corvetten„Baden“,„Bayern“,„Würtemberg“ und„Sachsen“, vier Panzerkanonenbooten und den Avisos„Blitz“ und„Grille“ bestehende Panzergeschwader hat heute früh die hiesige Rhede verlassen, um nach Kiel zu gehen. Karlsruhe, 16. Juli. Die Großherzog— lichen Herrschaften reisten via Potsdam, Stral⸗ sund, Malmö nach Tullgarn ab. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Gastein, 16. Juli. Heute früh nahm Kaiser Wilhelm sein erstes Bad und machte dann einen einstündigen Spazier— gang auf der Kaiserpromenade. Abends machte der Kaiser eine Spazierfahrt nach Böckstein. Holland. Haag, 17. Juli. Die Beisetz— ung des Prinzen von Oranien fand heute statt. Frankreich. Paris. Der Polizeicommissär Galien, welchem der Vorwurf gemacht wird, bei dem Tumult vor dem Hotel Continental nicht die nöthige Energie gezeigt zu haben, wurde abgesetzt. — 16. Juli. Die Commission des Senats für die Verfassungsrevision beschloß nahezu ein— stimmig, eine Revision des Art. 8, betr. die finanziellen Rechte des Senats, nicht stattfinden zu lassen. Dagegen wurde das Amendement Faye, welches den Art. 8 vervollständigen will, in Er⸗ wägung gezogen. — 17. Juli. Die Agence Havas meldet: Staatsrath habe die Forderungen des franzö⸗ sischen Gesandten Patenotre abgelehnt, wird formell dementirt; vielmehr gilt eine Verständig⸗ ung zwischen China und Frankreich als nahe bevorstehend. f Großbritannien. London, 17. Juli. Das Oberhaus verwarf nach dreistündiger De⸗ batte mit 182 gegen 132 Stimmen Wemys' Antrag, betreffend die Fortsetzung der Berath—⸗ ung der Reformbill, und nahm Cadogan's Amen⸗ dement auf Einberufung einer Herbstsession zur Berathung einer neuen Bill über die Wahl- reform und die Eintheilung der Wahlbezirke an. — 17. Juli. Im Unterhaus erklärte heute Gladstone, daß die Finanzcommission heute die Arbeiten beendet habe, er hoffe auf eine bal— dige Conferenzsitzung. Serbien. Belgrad. Die Meldungen ver— schiedener Blätter über die Vervollständigung des Cabinets werden in Regierungskreisen als verfrüht bezeichnet. J Rußland. Petersburg. Ueber die Stadt und den Kreis Nischni-Nowgorod, sowie über die Kreise Balachna, Semenoff und Gorbatoff wurde für die Zeit vom 13. Juli bis 22. September die Maß⸗ regel verschärfter Sicherheitsaufsicht verhängt. Egypten. Kairo. In der Sitzung des Die Nachricht der Times aus Shanghai, der englischen Unterhauses vom 14. kam die Lage Gordon's in Khartum abermals zur Sprache. In Beantwortung einer Anfrage theilt der Un— terstaatssecretär für auswärtige Angelegenheiten, Lord Fitzmaurice, mit, es sei in Wady Halfa die Meldung eingetroffen, daß General Gordon in Khartum beständig Ausfälle mache. Afrika. Durban. Es verlautet in Pieter— maritzburg, daß die Boeren das Reservatgebiet betreten haben und John Dunn, sowie Hlubi anzugreifen beabsichtigen. Aus Stadt und Land. m. Friedberg. Das Misstonsfest, welches am 16. d. Mts. dahier abgehalten wurde, war in erfteu⸗ licher Weise von vielen Gästen von Auswärts und unter zahlreicher Betheiligung von Seiten der hiesigen Gemeinde ein stark besuchtes. Nach vorausgegangener Liturgie, bei welcher unter der Leitung des Seminarlehrers Schmidt der hiesige Musikverein die eingereihten Chöre ausgezeichnet, wie viele Gäste rühmten, vorgetragen hatte, predigte Superintendent Dr. Sell über das Wort Christt:„Der Acker ist die Welt.“ Wir haben eine so geistesfreie und geistesfrische Missionspredigt, von der ernstesten l christlichen Gesinnung getragen, noch nie gehört. Der Prediger hat die hohe Bedeutung der Mission für unsere gesammte Culturentwickelung, die früher oft verkannt, jetzt aber ausnahmslos von allen Parteien, insbesondere von den bedeutendsten Sprachforschern und Staatsmännern aner— kannt wird, in das hellste Licht gestellt, als er von dem Missionsfeld, der Missionsarbeit und dem Missionsziel sprach. Nach ihm setzte Missionär Bergfeldt, anknüpfend an Johs. 3, 16 auseinander, wie uns ein altes Recht und eine heilige Pflicht zur Heidenbekehrung ermuntert, indem er zugleich auf die reichen Erfolge dieser Arbeit hinwies. Bei dem einfachen Mittagessen am Schlusse des Gottesdienstes hat Kirchenrath Baur für die große Bethetligung an unserem Feste aus der Nähe und Ferne und für den Fahnenschmuck der Stadt den Dank des Kirchenvorstandes ausgesprochen. Im Nachmittagsgottes— dienst hat Superintendent Dr. Habicht sehr entsprechend über Marc. 1, 15—20 geredet und die Mission als ein Netz im Völkermeer bezeichnet, das aus den Seilen der Vaterliebe Gottes besteht, von Predigern und Missionären ausgeworfen wird, und an welchem nicht nur die Christen, die unter den Heiden wohnen, sondern auch die in der Heimath mitziehen sollen. Nach einer von dem Semi— naristenchor vorgetragenen Psalmstelle erzählte Missio när Thumm, der längere Zeit im Süd-Mahratta-Distrikt unter den Hindus gearbeitet hatte, an Tim. 2, 5 an— knüpfend, wie es die Helden einen schweren Kampf kostet, wenn sie von der Wahrheit des Christenthums überzeugt sind, die alten Banden, mit welchen sie an das Heiden thum geknüpft sind, zu zerreißen und mit aller Entschie denheit die neue Wahrheit des Evangeliums zu bekennen. Zwischen den beiden Gottesdiensten und nach dem Nach mittagsgottes dienst wurden die Freunde der Mission, welche aus den entfernteren Orten herbeigekommen waren, in den freundlich geschmückten Räumen des Spitals auf Veranstaltung des Seminarlehrers Wahl mit Kaffee und Kuchen bewirthet. Um 5 Uhr versammelten sich abermals die Missionsgäste in dem Steinhäußer'schen Felsenkeller zu einer Vereinigung im Freien. Auch hier hat der Seminaristenchor durch seinen schönen Gesang die Ver— sammlung erfreut. Die trefflich geleitete Dilettanten— Kapelle hat Musikstücke vorgetragen und außerdem haben Pfarrer Walz und Metropolitan Strobel kurze Ansprachen gehalten, in welchen sie insbesondere die hohen Verdienste rühmten, welche sich die Frauen um dieses Werk erwor— ben haben. Es entwickelte sich hier ein beiteres christ liches Volksfest, an welchem aus allen Ständen und Partheien die Gäste freudig Antheil genommen und gern bezeugt haben, wie die großen christlichen Bestrebungen die volle Theilnahme aller evangelisch Gesinnten verdienen. Alle Theilnehmer an dieser zweiten Versammlung waren von herzlichstem Danke gegen unsere Dilettantenkapelle erfüllt, welche das Fest am frühen Morgen durch die Choralmusik vom Thurme der Burgkirche eröffnet und zur Verherrlichung der Nachfeier ihr Bestes beigetragen hat. Diesem Dank gab Seminarlehrer Wahl zuletzt noch den entsprechenden Ausdruck Darmstadt, 16. Juli. Ein schreckliches Gewitter, verbunden mit einem schauderhaften Wirbelsturme, hat heute Nachmittag in unserer Gegend ungeheuren Schaden angerichtet; eine Scheuer wurde umgerissen, Bäume ent⸗ wurzelt, hohe Schornsteine umgeworfen, sogar ein Kind mehrere Fuß hoch mit in die Luft genommen u. s. w. Allerlei. Augsburg, 16. Juli. Die berühmte Maschinen⸗ fabrik von Riedinger steht seit 9 Uhr heute Abend in Flammen. Barmen. Ueber den Blitzschlag, welcher von den Zuschauern des Krembser'schen Wettrennens 20 nieder⸗ gestreckt und davon 4 getödtet hat, werden folgende Ein⸗ zelnheiten gemeldet: Es war um 5½ Uhr, als ein ent⸗ setzlich schmetternder und dröhnender Schlag alle noch Anwesenden erzittern machte: der Blitz war in einen zur Linken von der Tribüne außerhalb der Cickus— umzäunung stehenden Menschenknäuel geschlagen und hatte 20 Personen zu Boden gestreckt, welche sämmtlich theils leichter, theils sehr schwer verletzt wurden. Einige der Beschädigten wurden von Freunden und Bekannten gleich in die naheliegenden Gebäude oder nach Hause fortgeschafft, eine Frau, ein Mann und ein Knabe in einer Droschke weggebracht. Zwölf Personen lagen da— gegen leblos auf dem Boden. Sie wurden sofort unter die Tribüne gelegt und Belebungsversuche an ihnen vor— genommen. Es gelang denn auch, acht der Betäubten und Gelähmten wieder ins Leben zurückzurufen, dagegen waren vier todt. Den Todten waren die Haare ver— sengt; an den Füßen hatten sie offene Brandwunden; dagegen waren die Stiefel unverletzt. Einem Trompeter des Musikeorps, welches von der Unglücksstelle mindestens 100 Schritte entfernt stand, wurde durch den verhängniß— vollen Blitzstrahl die Trompete platt geschlagen. Bromberg, 17. Juli. Divisions- Commandeur General v. Radecke wurde heute früh, als derselbe den militärtschen Uebungen im Scheibenschießen beiwohnte, durch eine Gewehrkugel am linken Oberschenkel verletzt. Leipzig. Die Anmeldungen der auswärtigen Schützen zum achten deutschen Schützenfeste laufen ebenso wie die Ehrengaben in bedeutender Anzahl ein. Zur Aus⸗ schmückung der Stadt sind umfassende Vorbereitungen getroffen. Der am 20. Juli stattfindende Festzug wird glänzend ausgestattet werden. Die Bauten auf dem Festplatz sind sämmtlich vollendet. Wien. In der Anarchtstenaffaire gestand Kammerer über das Straßburger Attentat: Die Aufforderung zum anarchistischen Raubmord ging von Nummer eins des „Rebell“ aus, welche 1883 in München, erschien. Stell macher verschrieb Kammerer aus Bern für den 21. October nach Basel, wohin noch ein dritter Unbekannter kam. Am 22. in Straßburg angelangt, rieth Stellmacher, den Apotheker zu berauben, und nebst dem Geld sich auch Medieamente und Gift zu verschaffen. Zur Verwischung der Spuren wurde eine Droschke nächst dem Bahnhofe um 11 Uhr Nachts gemiethet und außerhalb der Stadt gefahren. Die auf dem Wege versuchte Narkotisirung des Kutschers mißlang, daher wurde Reißaus genommen. Bei der Festung hielt der Soldat, welcher erschlagen wurde, sie an. Um Mitternacht wurde der Apotheker Lienhardt ermordet. Frau Lienhardt und das Dienst— mädchen agnoseirten in Wien Stellmacher als das In— dividum, das am Attentatstag in der Apotheke bettelte. Bei Eisert führten die Raubmörder Bomben mit. Paris, 16. Juli. Von gestern früh bis zum Abend sind in Toulon 7 und in Marseille 30 Personen an der Cholera gestorben, von gestern Abend bis heute Vormit— tag 10 Uhr sind in Toulon 22 Cholera Todesfälle vor⸗ gekommen, darunter die Frau des Admirals Fisquet, in Marseille sind von gestern Abend bis heute Vormit— tag 10 Uhr 20 Personen an der Cholera gestorben. Aus Paris kommt die wichtige Kunde, Dr. Koch hätte sich, bevor er Lyon verließ, dahin geäußert, daß die Epidemie auf den jetzigen Herd beschränkt werden könne, wenn die Regierung eine zlemlich bedeutende Zahl von Aerzten an Ort und Stelle schicke, welche sorgfältig jeden Fall prüfen und persönlich darüber wachen müßten, daß immer und ohne Einschränkung alle von den Kranken und Todten berrührenden Kleidungsstücke verbrannt würden. Damit stimmt vollkommen der stationäre Charakter der Epidemie in der letzten Zeit überein.— 17. Juli. Von gestern Abend bis heute früh 10 Uhr sind in Toulon 14 und in Marseille 21 Personen an der Cholera gestorben. London, 16. Juli. Bei einem Unfall, der den Schnellzug Nachmittags bei Bulhouse auf der Manchester⸗ Sheffield Bahn betraf, wurden 5 Passagiere getödtet und viele verletzt. Petersburg. Die sibirische Pest grassirt im Gou⸗ vernement Pleskoff und hat bereits 20 Opfer gefordert. Die von den Behörden ergriffenen Vorsichtsmaßregeln zur Unterdrückung der Seuche werden als unzulänglich bezeichnet. Gerichtssaal. Friedberg, 15. Juli. In der Sitzung Gr. Schöffen⸗ gerichts vom heutigen wurde erkannt: 1) in der Privat- klagesache des Thomas Hütter von Dornassenheim gegen Wilhelm Jung von da, wegen Beleidigung, auf Frei⸗ sprechung des letzteren, unter Verurtheilung des ersteren in alle entstandenen Kosten; 2) in der Strafsache gegen Georg Köhler Ehefrau zu Ossenheim, wegen Beleidigung des Lehrers Nagel von da im Dienst, auf eine Geldstrafe von 10 Mark; 3) die weiter auf der Tagesordnung gestanden habenden Privatklagesachen: a. des Reinhard Klöß III. Frau von Weckesheim gegen Heinrich Leuk von da; b. des Reinhard Klöß III. und Frau gegen Friedrich Leuk daselbst, sowie 6. der Friedrich Leuk gegen Reinhard Klöß III. in Weckesheim, sämmtlich wegen Beleidigung, kamen nicht zur Verhandlung, da sie vorher durch Ver— gleich ihre Erledigung gefunden hatten. Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. Juli. Wochenmarkt. Birnen en gros zu M. 1214, Aprikosen zu M. 20—30 per Centner. Hiesige Kartoffeln werden bereits zu M. 5.50 per Malter angeboten, gelbe rheinische kosten M. 10— 12. Zwiebeln per Ctr. M. 14— 16. Brockelbohnen per Pfund 20 Pf., gelbe 20 Pf., kleine Salatbohnen 25 Pf., Erbsen 15 Pf., ausgekernte per Liter 40 Pf. Kopfsalat ist theurer geworden und wird für das schöne Haupt 10 Pf. verlangt. In den übrigen Gemüse- und Obst⸗ sorten gegen den letzten Markt keine erwähnenswerthe Veränderung. Frankfurt, 15. Juli. Heu- und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf 50 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.50— 2.80, für Stroh M. 2.40—2.70.— Buttermarkt. Für Butter wurde im Engroshandel bezahlt per Ctr. M. 75, gering⸗ werthige M. 65, im Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1— 1.20. Volksbad. Wasserwärme am 16. Juli Mittags 17 Reaumur. Walter. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 6. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Pr. Köstlin. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10 Uhr: Herr Candidat Simon. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1¼ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Katechismuslehre. Katholische Gemeinde. 7. Sonntag nach Pfingsten. Samstag 5 Uhr: Beicht. Sonntag 6 Uhr: Beicht. 347 Uhr: Austheilung der heil Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Immobiliar-Versteigerung. Dienstag den 22. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhaus auf freiwillgen Antrag des Carl Fritz II. dabier die nachbeschriebenen Immobilien öffentlich meistbietend versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 592. 136%0j0. Scheuer in der Stadt, II. 590. 22910. Grabgarten daselbst. Bemerkt wird, daß die Scheuer erst vor mehreren Jahren erbaut worden ist, sich zu Lageräumen eignet, aber auch zu Wohnungsräumen eingerichtet werden kann. Friedberg den 18. Juli 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2697 Steinhäußer. Chocolade Wagner, Mainz, Ph. Dan. Kümmich. Corsesten von den gewöhnlichsten bis zu den feinsten billigst bet 2693 Geschwister Schloß. empfohlen von 1675 Holzversteigerung. Montag den 21. Juli l. J., Vormittags 8½ Uhr anfangend, sollen in dem Nieder-Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 11, dem Forsthaus gegenüber, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 275 Schäleichen-Baumstützen, 4 Raummeter Schäleichen-Scheiter, 124,5 1 1 Knüppel, 36—— Späne, 12930 Schäleichen Wellen. Die Zusammenkunft ist am Forsthaus Winterstein. Zahlungstermin gegen Burgschaft Ende Dezember 1884. Nieder-Mörlen am 17. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen. Kremer. Kalk hat jederzeit vorräthig 2675 Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Naubeim. Bohnen schneidmaschinen Jean Huber. empfiehlt Arbeits-Vergebung. Dienstag den 22. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten auf dem Gemeinde— zimmer zu Beienheim öffentlich vergeben werden: Brechen von Chaussirsteinen, veranschlagt zu 54 M., Anfahren von Chaussirsteinen 113 Zerschlagen von Chaussirsteinen 1 Grabenarbeit 8 Friedberg den 18. Juli 1884. Zörb II., 2690 Bezirks bauaufseher. Obligations-Verloosung. Bei der hier erfolgten Verloosung der Partial-Obli⸗ gationen sind die Nummern 75 und 78 à 342 M. 86 Pf. rückzahlbar geworden, was den Inhabern derselben mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bis zum 1. November 1884 bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. Ober⸗Erlenbach am 15. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Erlenbach. 2679 Veith. Ein freundliches Logis hat zu vermiethen Louise Klees, Vorstadt. R 3 e 0 smaßre gelg lig — 5. Schöͤffen⸗ der Privat⸗ ehem hegen J, auf Frel⸗ f ieh en assache gegen n Wilen ine Geldstrafe Tagesordnung des Reinhard trich Leuk von egen Fredrich egen Reinhard Beleldlgung, ser durch Ver⸗ — rkt, Birnen 20.—30 per zu M. 5.50 M. 1012. n per Pfund ien 25 Pf., „Kopfsalat schöne Haupt und Obst⸗ ihnenswerthe ihmarkt. Die ide bezahlt je 0, für Stroh Butter wurde 75, gering ach Güte der nur. Wullel. —— berg. 8. stlin. imon. aur. 8 . Diegel. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die Verwaltung der Zahlstelle in Friedberg der unter dem Protectorat Sr. Kaiserl. und 8 Hoheit des Kronprinzen des deutschen Reichs und von Preußen stehenden Kaiser Wilhelms Spende an Stelle des Stadtrechners Herrn Melchior dem Rathsdiener Herrn Heinrich Wagner übertragen worden ist. Derselbe nimmt Einlagen an, ertheilt Aus— kunft und verabfolgt Prospeete und Anmeldeformulare. Die Stiftung wird erst durch Aushändigung der von uns ausgestellten Versicherungs Urkunden, Einlage— Quittungen und Rückgewährscheine verpflichtet. Diese Urkunden werden in längstens 8 Wochen nach der Ein— zahlung von der Zahlstelle gegen Rückgabe der von ihr 268 ertheilten Quittungen über die Einzahlung ausgehändigt. Berlin, W 41, Mauerstr. 85, im Juni 1884. Direction der Kaiser Wilhelms-Spende, Allgemeinen deutschen Stiftung für Alters-Renten- und 2653 Kapital⸗Versicherung. Holzversteigerung. Dienstag den 22. d. Mts., Vormittags 8 Uhr an⸗ fangend, soll im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Boden— berg, nachverzeichnetes Gehölze versteigert werden: 114,4 Raummeter Scheit⸗ u. Knüppel Eichenschälholz, 23130 Wellen Eichen⸗Schälholz, 52 Raummeter Stockholz, 475 Baumstützen. Zahlungstermin: Martinitag l. J. Ober⸗Mörlen am 17. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. 2699 Neck el. III 7 1116 5 8 speziell für Kindernahrung bestimmte Hafer-& Gerstenmehle, laut Analysen beste Fabrikate. Knorr's Suppen⸗ Erbsen⸗, Linsen⸗& Bohuenmehle, Knorr's Suppen⸗ Grünkorumebl, Tapioca, Reismchl, Hofergrübe, Tapioca⸗Julienne ꝛc. ꝛc. liefern vorzügliche kräftige Suppen für Ge⸗ sunde und Kranke. Zu haben bei J. Baumeister in Friedberg. Für Auswanderer! 2677 Die achte gemeinschaftliche Reise nach dem Staate Wisconsin(Nordamerika) findet von Bremen aus am 24. September heurigen Jahres mit dem neuen Schnell— dampfer„Fulda“ statt. Ueberfahrt von Bremen nach New⸗Vork nur 9 Tage. 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Freier Zutritt für die Kurfremden und Kurhaus-Abonnenten. Grossherzogliche Bade- Direction. Nachschießen zu Seulberg. Das am 13. und 14. Juli stattgehabte Geld-Scheiben-Schießen konnte nicht ganz aus— geschossen werden und wird dasselbe Sonntag den 20. Juli zu Ende gebracht. Bemerkt wird, daß an diesem Tage auf dem Schießplatz gut besetzte Tanzmusik anzutreffen ist, wobei ein vorzüglicher Apfelwein nebst Bier verabreicht wird. Es ladet ergebenst ein 2680 2678 Pi. Alb. Becker. Die Versicherungsgesellschaft Thuringia in Erfurt gewährt— außer Feuer- und Transport-Versicherung— a. Kapitalbersicherungen auf den Todesfall mit und ohne Dividende. Dividenden werden schon von der dritten Jahresprämie an gewährt und steigen nach Verhältniß der Versicherungs— jahre. Bei Annahme einer Durchschnitts-Dividende von 3 Prozent erhält der Versicherte beispielsweise für das 10., 20., 30., 40. Versicherungsjahr der Jahresprämie als 30 60 90 120 Prozent Dividende; b. Altersbersorgungen, Aussteuer- und Militärdienst⸗Versicherungen; e. Versicherungen gegen Reiseunfälle, sowie gegen Unfälle aller Art. Prospecte und Antragsformulare stehen bei Unterzeichnetem unentgeltlich zu Diensten und ist derselbe zur Ertheilung jeder Auskunft gern bereit. 2081 Philipp Vogt, Agent der Thuringia. Floßholzlager. E. L. Weihl. Baumaterialienhandlung. Fauerbacher Thor. Cementplatten, zum Belegen von Fluren, Küchen ꝛc., in 3 Farben, Sandstein⸗ platten, mit der Maschine und mit der Hand geschliffen, Prima Portland- Cement, Cement⸗ und Steingutröhren, In Dachpappe, Bauholz und sonstige Baumateria— lien habe ständig auf Lager und liefere billigst. Asphalt⸗Isolir⸗ Platten, zum Isoliren von Gebäuden gegen das Eindringen von Grund- und anderem Wasser, sowie CEement-Dachpfannen(PD. R. P. 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Die drei Stallgebäude auf dem staͤdtischen Grundstücke zwischen Neuer Zeil und Heiligkreuzgasse, einschließlich der in den Gebäuden vorhandenen Stall⸗ Einrichtungen, sollen an Ort und Stelle am Mittwoch den 23. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, zum Abbruch öffentlich versteigert werden. Die Bedingungen liegen bei der Bau-Deputation, Paulsplatz 3 J. zur Einsicht auf. Die Besichtigung der Baulichkeiten ist taglich, mit Ausnahme des Montags, in den Stunden von 8—12 Uhr Vormittags gestattet. Die Mitbietenden haben an Ort und Stelle eine Caution von 300 Mark zu hinterlegen. Frankfurt a. M. den 14. Juli 1884. l 2670 I au- Deputation. 7 2 3 Wein- und Obstpressen (Keltern), neuestes System, ohne Rundgang, pressen in doppelter Geschwindigkeit als frühere Keltern. Kelterschrauben liefern nach Angabe. —— neuest verbesserter Con— Apfel* Mühlen e sStruction, grosse Leistungs- lähigkeit bei sehr leichtem Gang. Zeichnungen und Preise versenden franco und gratis. Ph. Mayfarth& Co., Frankfurt am Main, Maschinenfabrik und Eisengiesserei. 2556 nach Maaß aus haltbaren soliden Stoffen unter Garantie für gutes. Bekanntmachung. Am 24. Juli, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, wird die Wahl von 20 Wahlmännern für die Stadt Friedberg zum Behuf der Wahl eines Abgeordneten in der Stadt Fried— berg im Rathhaussaal vorgenommen werden. Alle stimm⸗ berechtigten Staatsbürger werden daher eingeladen, an ihre Stimmen abzugeben. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Die⸗ jenigen, welche mit der Entrichtung des letzten fälligen Ziels ihrer Einkommensteuer im Rückstande sind, zur Abstimmung nicht zugelassen werden und daß daher alle Diejenigen, welche bis zum 18. Juli 1881 mit der Ent⸗ richtung von Einkommensteuer im Rückstande waren, nur dann zur Abstimmung zugelassen werden können, wenn sie den Rückstand noch bis zur Wahl abführen und daß solches geschehen, der Wahleommission durch Vorzeigung ihrer Steuerquittung nachweisen. Friedberg am 18. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. Freiwillige Feuerwehr. 1 72 . 8 Samstag den 19. Juli, 5 A Abends 8 Uhr, N Ausrücken. f 2694 SGoeorg Hieronimus. 7 1 12 2 7. Veteranen- und Militär-Verein Friedberg. Samstag den 19. d., Abends 8⅛ Uhr, Monats⸗ Versammlung im Vereinslokale. Abfahrt zum Bezirks⸗ feste Sonntag den 20. d., Vormittags 10¼ Uhr, vom Fauerbacher Thor aus. 2692 Der Präsident. Lokalgewerbyerein Friedberg. Generalversammlung Mittwoch den 23. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale von Metzger Windecker. Tagesordnung: Vorlage des Statuten-Entwurfs und Beschlußfassung über denselben. Friedberg den 17. Juli 1884. Der Vorstand: 2689 Limpert, Vorsitzender. Jeden Tag warme Bäder(auch Salzbäder). 2435 Carl Walter. Feinsten Limburger Käse, Aechten Emmenthaler Kaͤse empfiehlt P. Theis, 2683 vormals G. Haustädt. 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(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 29.) dem gedachten Termin sich persönlich einzufinden und — i