N ell. Monats- Stntuten⸗ tand. —————— 187 Uhr: aller. vereins. kommen⸗ er Walter möblirt, nen ein⸗ p. d. Anz. huung ö bl. 1 nd Blut⸗ uflein. gegeben. N 182 9 ermletben. ü ger, ga sse. de 1 Pflaster, Oberbes. . 61230 germel. lugt be Frltdnin. 2 eMit⸗ efallen ante fen. 1884. Dunnerstag den 17. Januar. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisstraßen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Versteigerung des Anlieferns und Zerschlagens der Unterhaltungssteine für die Kreisstraßen des Bezirks Friedberg J. und II. findet folgendermaßen statt: a. Bezirk Friedberg J.(Bezirksbauausfseher Zörb J.) Montag den 21. Januar, Vormittags 8½ Uhr, auf dem Natbhause zu Ockstadt: Quarzitsteine für die Straßen: Friedberg—Ockstadt—Staatsstraße; Ober— Nieder- Rosbach; Ockstadt— Nauheim. Straßen: Nauheim— Schwalheim; Nauheim— Rödgen— Wisselsheim; Rödgen— Schwalheim— Dorheim. Vormittags 11 Uhr auf dem Ratbhause zu Schwalheim: Basaltsteine für die Nachmittags 2 Uhr zu Steinfurth in der Wirthschaft von b. Rosenbecker IV.: Basaltsteine für die Straßen: Staatsstraße— Steinfurth Oppershofen und Oppershofen— Södel. b. Bezirk Friedberg II.(Bezirksbauaufseher Zörb II.) Samstag den 19. Januar, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause zu Assenheim: Vasaltsteine für die Straßen: Assenheim— Vönstadt—Erbstadt; Assenheim— Wickstadt; Assenheim—Bruchenbrücken— Fauerbach; Bruchenbrücken—Chaussechaus und Ilbenstadt—VBurg-Gräfenrode. Dienstag den 22. Januar, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause zu Rodheim v. d. H.: Basalisteine für die Straße Rodheim— Rieder-Wöllstadt; Quarzitsteine für die Straßen: Rodheim— Holzhausen und Rodheim— Wehrheim. Mittwoch den 23. Januar, Nachmittags 2½ Uhr, Versteigerung des Anlieferns von Basaltsteinen für die Straßen: Dorn Assenheim— Weckesbeim und Reichelsheim— Heuchelheim auf dem Gemeindezimmer zu Dorn Assenheim. Friedberg den 12. Januar 1884. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ur. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Oberrechnungsprobator 2. Kl. Wambold wurde zum Oberrechnungspro— hator 1. Kl. ernannt und der Kreisbauaufseher Wallbott zu Worms auf Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlassen. Berlin, 15. Januar. Abgeordnetenhaus. Eingegangen ist ein Gesetzentwurf, die Ab— änderung des§ 2 des Gesetzes der Staats— schuldenverwaltung betreffend. Das Haus er— ledigt in der dritten Lesung ohne Debatte das Gesetz über den Gebietsaustausch mit Württem— berg. Darauf begann die Generaldiscussion der beiden neuen Steuergesetzvorlagen.— Die Nordd. Allg. Ztg. erklärt die Gerüchte, die Steuervorlagen, besonders die Capitalrenten— seuer sollten dem Ministerpräsidenten nicht so ehr am Herzen liegen und eine etwaige Ab— lehnung demselben sogar nicht unerwünscht sein, uf Grund verläßlicher Informationen für falsch. Der preußische Volkswirthschaftsrath hurde durch Ministerialbeschluß zum 22. d. M. nberufen. Den Mitgliedern ging ein bezüg— lches, von den Ministern Maybach, Dr. Lucius und v. Bötticher gezeichnetes Schreiben, sowie tte Grundzüge über die Unfallversicherung zu. Das Schreiben weist auf die Ablehnung der Diäten und Reisekosten durch den Landtag hin und hofft, daß hieraus die Mitglieder keinen Aulaß nehmen werden, sich der Theilnahme an den Sitzungen zu enthalten. eis M. S.„Prinz Adalbert“, 12 Heschütze, Comm. Cpt. z. S. Meusing I., ist an 13. Jan. in St. Vincent eingetroffen und heabsichtigte am 15. Jan. die Reise fortzusetzen. — S. M. Kanonenboot„Nautilus“, 4 Geschütze, Comm. Corv.-Cpt. Aschenborn, ist am 13. in Kapstadt eingetroffen. Dresden, 15. Jan. Die erste Kammer bewilligte heute 2,250,000 M. zur Fortsetzung der Eisenbahnlinie Freiberg-Bienenmühle bis zur Landesgrenze bei Moldau. München, 15. Jau. Der Finanzausschuß lahm bei der gestrigen Berathung des Cultus— tats den Antrag des Referenten Rittler auf löglichste Wiedereinführung des confessionellen Ceschichtsunterrichts an den humanistischen Gym— asien durch die Stichentscheidung des Vor— stzenden an. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Das Frem— Aublatt erklärt auf Grund positiver Infor— tionen die Meldung auswärtiger Blätter ven einem angeblichen Schreiben des österrei— chschen Kaisers an den Papst, worin bezüglich der Eventualität eines Besuches in Rom irgend welche Erklärungen abgegeben sein sollen, für unbegründet. Pest, 14. Jan. Das Abgeoidnetenhaus acceptirte mit großer Majorität das Budget pro 1884 als Basis der morgen beginnenden Specialdebatte. — 15. Jan. Das Unterhaus erledigte die ersten Budgetkapitel in einer Spezialdebatte und lehnte mehrere alljährlich wiederkehrende Anträge auf Reduction der Civilliste und Funktionszulage des Ministerpräsidenten, owie auf Streichung des Dispositionsfonds ab. Der Finanzminister versprach, noch in dieser Session den Entwurf eines Pensionsgesetzes vorzulegen und erklärte, der Entwurf der Dienstpragmatik der Beamten sei in Verhandlung. Agram, 15. Jan. Im Landtage zog Lonec— saries einen Antrag auf Ausschließung der Starce— vicianer zurück, nachdem in einer gestrigen ge— heimen Sitzung die erforderlichen Maßregeln zur Hintanhaltung von Störungen festgestellt wurden. Starcevic erklärt, der Beschluß der geheimen Sitzung gehe ihn Nichts an. Der Landtag beschließt die Ausschließung Starcevic's. Der Club der Nationalpartei ernannte einen Ausschuß behufs Verschärfung der Hausordnung— Norwegen. Christiania, 15. Jan. In der heutigen Reichsgerichtsverhandlung in dem Staatsprozesse gegen die Minister beendigte der Vertheidiger sein Plaidoyer und beantragte Frei— sprechung Selmer's von der Anklage des Odel— things. Hierauf begann der Ankläger seine Replik. Frankreich. Paris, 15. Jan. Heute tagte ein Ministerrath, welcher sich mit dem Budget pro 1885 beschäftigte und beschloß, die Aus— gaben aller Ministerien auf das Allernothwen— digste zu beschränken. — Nach Telegrammen Courbet's aus Hauoi vom 8. und 9. Januar hat sich seit der Ein— nahme Songtay's die Zahl der Seeräuber in den Umgebungen von Hanoi und Haiphong ver— mindert. Die Schwarzflaggen haben am linken Ufer des schwarzen Flusses mehrere Dörfer ver— brannt. Zahlreiche Recognoscirungen dieser Gegend haben stattgefunden. Die Provinz Namdinh wird noch immer von Seeräubern bedroht. Zahlreiche Colonnen sind zu deren Verfolgung ausgesandt. Großbritannien. London. Die Königin Victoria wird sich, wie der„Manchester Guardian“ meldet, Anfangs März auf der königlichen Pacht „Osborne“ von Portsmouth nach Vliessingen einschiffen; von dort begibt sie sich nach ihrer Villa in der Nähe von Baden-Baden und reist Anfangs April nach Darmstadt, um der Ver— mählung ihrer Enkelin, der Prinzessin Victoria von Hessen, mit dem Prinzen Ludwig von Batten— berg beizuwohnen. Der Prinz und die Prin— zessin von Wales werden der Hochzeitsfeier gleich— falls beiwohnen. Von Darmstadt begeben sich die königlichen Herrschaften nach der Riviera und kehren erst gegen Ende April nach Eng— land zurück, — 14. Jan. Wolff und Bondurand, welche wegen des bekannten Complottes zur Zerstörung der deutschen Botschaft durch Cxplosionsstoffe angeklagt sind, erschienen heute vor dem Ge— richtshof von Oldbailey. Dublin, 14. Jan. Die Regierung verbot die in Blacklidu, Grafschaft Cavan, geplanten Nationalisten- und Orangisteumeetings, weil große Unruhen vorauszusehen sind. Spanien. Madrid, 15. Jan. In der Kammer erklärte der Ministerpräsident, Spanien wolle die Freundschaft mit allen Mächten, aber mit keiner Macht ein intimes Freundschafts— verhältniß. Der Deputirte Castelar erörterte Spaniens innere Politik und wies darauf hin, daß Spanien einen wesentlich demokrattischen Charakter habe. Wenn die Monarchie dem letzteren keine Rechnung trage, so werde die Republik bald unvermeidlich sein. Rußland. Petersburg. Der Regierungs- Bote veröffentlicht den Reichsbudgetvoranschlag pro 1884, welcher die Einnahmen und Ausgaben mit 801,997,412 Rubel balancirt. — In London, so heißt es nach einem Tele— gramm des D. M. B., sei in der Wohnung eines plötzlich von dort verschwundenen Nihi— listen, welcher viel Umgang mit Irländern ge— habt, ein chiffrirter, Mitte Dezember aus Peters— burg datirter Brief vorgefunden worden, welchen zu dechiffriren der Polizei gelungen sei, und der eine Stelle enthalten soll, welche besagt: ein Revolverschuß sei sicherer als eine Dynamit— bombe; es müsse aber eine Gelegenheit abge— wartet werden, bei welcher der Kaiser mit dem Thronfolger zusammen aus dem Leben geschafft werden könnten, damit möglichste Anarchie ein— trete. Gleichzeitig verlautet, es wären auch aus Paris Warnungen eingelaufen. — Wie man von guter Seite meldet, sind die letzten Spuren des dem Kaiser kürzlich zu— gestoßenen„Unfalles“ geschwunden, so daß der Zar zur Zeit für vollkommen hergestellt gelten kann. — Auf Grund des Preßgesetzes verbot der Minister des Junern den Verkauf der einzelnen Nummern des„Petersburger Listok.“ Egypten. Kairo, 13. Jan. Es verlautet, Oberst Moncrieff sei als erster und der Franzose Barrois als zweiter Unterstaatssecretär des Ar— beitsministeriums designirt. Für den neuen Posten im Finanzministerium sei ebenfalls ein Franzose designirt. — Einem Telegramm der Times aus Khartum vom 12. Januar zufolge plünderten und ver brannten die Insurgenten Heluan bei Khartum— Amerika. New- Vork. Aus Lima wird vom 11. Jan. gemeldet: Die Opinion Nacional berichtet, daß zwischen Chili und Bolivia ein Waffenstillstand abgeschlossen worden sei, durch dessen Bedingungen aber die Beilegung der perua— nischen Frage in keiner Weise berührt wird. Washington, 14. Jan. Der Senat wählte heute Edmunds wieder zum Präsidenten. Asien. Hongkong, 13. Jan. Die Behör— den der Provinz Kwantuang treffen ernstliche Kriegs vorbereitungen. Zwischen Kanton und der Grenze Tonkins wird eine telegraphische Ver— bindung hergestellt und nach Hainan beträchtliche Truppenverstärkungen geschickt. Eine Proklama— tion des Vicekönigs fordert die Bevölkerung auf, sich auf den Krieg vorzubereiten und einen An— griff der Franzosen zurückzuweisen. Aus Stadt und Land. DD. Friedberg. Der Ziehungstermin der Loose des Vereins für Kinderheilstätten an den deutschen See— . ist auf den 15. März a. c. verlegt worden. Um e gemeinnützigen Bestrebungen des genannten Vereins zu unterstützen, hat der hiesige Vorschuß- und Credit— Verein noch eine Anzahl Loose kommen lassen, welche a M. 1. per Stück zu haben sind. ? Friedberg, 14. Januar. Heute fand in der „Rosenau“ in Frankfurt eine Versammlung von ca. 100 Personen aus dem Großherzogthum Hessen uud der Pro— vinz Hessen⸗Nassau(darunter Vertreter der betheiligten Regierungen), zu der bekanntlich durch Extrabellage zu diesen Blättern eingeladen war, statt, um die projeetirte Errichtung von Arbeiter Colonieen zu besprechen. Als Redner traten auf Präsident Dr. Goldmann(Darmstadt), Pfarrer Stromberger(Zwingenberg), Landrath v. Broich (Hersfeld), Pol.-Präsident Hergenhahn(Frankfurt), Landesdirector Sartortus(Wiesbaden), Ministerialrath Weber(Darmstadt), Frhr. v. Rabenau(Friedelhausen), Kreisrath Dr. Braden, v. Wambold(Darmstadt), Ober— bürgermeister Miquel(Frankfurt), Oberbürgermeister Ohly(Darmstadt), Graf Laubach u. A. Es wurde be— schlossen, den Verein im Verbande mit dem Regierungs- bezirk Wiesbaden als constitutrt zu betrachten. In den Vorstand, der das Recht hat, sich bis auf 30 Mitglieder zu verstärken, wurden gewählt a. aus Starkenburg: Dr. Goldmann, v. Marquard, Ohly, Rothe; b. aus Oberhessen: Boekmann, Fürst Solms-Lich, v. Rabenau, Dr. Braden, Walz; c. aus Rheinhessen: Küchler, Heyl, Hirsch, Thomas, Spamer, Römheld, Pauli, Walter; d. aus Nassau: Stamm, Dr. Miquel, v. Hergenhahn, Ladenburg, Heller-Gölzenleuchter. r. Bad Nauheim. Unter zahlreicher Betheiligung der Mitglieder fand am 9. d. Mis. die 23. Generalver— sammlung des hiesigen Turnvereins statt. Nach Be— grüßung der Anwesenden durch den Vereinspräsidenten, Lehrer Wagner, und vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte derselbe mit warmen Worten des verstorbenen Bürgermeisters Seriba von Friedberg, des eigentlichen Gründers des Usgauverbandes und ehrten die Anwesen— den das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von ihren Sitzen. Sodann wurde der Rechenschaftsbericht verlesen. Die Mitgliederzahl hat in sehr erfreulicher Weise gegen das Vorjahr zugenommen. Dieselbe betrug am 1. Januar 1883 80 Mitglieder und erhielt einen Zuwachs von 28 Mitgliedern, so daß der Bestand am 1. Januar 1884 108 Mitglieder war. Entsprechend der Zunahme der Mitgliederzahl war auch der Turnstunden— besuch in dem vergangenen Jahre ein bedeutend stärkerer wie im Vorjahre. An 110 Turnabenden turnten zu⸗ sammen 3300 Mann, also durchschnittlich 33 Mann. Der Verein betheiligte sich außer dem dahier abgehaltenen Volksturnfeste, an dem mittelrh. Turnfest in Gießen und an dem Abturnen des 5. Bezirks in Friedberg. Ferner nahm derselbe Theil an der Feiee von Kaisers Geburts— tag und dem Sedanfeste. Abendunterhaltungen wurden zwei, Bälle dagegen einer und zwar in Gemeinschaft mit dem Gesangverein„Frohsinn“ abgehalten. Versamm lungen fanden 24 statt. Von sonstigen Vereinsvorkomm— nissen, soweit sie ein allgemeines Interesse haben, sei er— wähnt, daß der Verein in diesem Jahre in den Besitz eines eigenen Turnplatzes gekommen ist, dessen Herstell— ung jedoch 310 M. 57 Pf. kostete und wodurch der Verein genöthigt war, einen Theil des ersparten Napitals in Anspruch zu nehmen. Ferner wurde noch in dem Bericht dankend des Ehrenmitgliedes, Ing. Hauptmann Henning, in Berlin gedacht, welcher dem Verein zur würdigen Ausstattung seines neuen Heims 50 M. Unter— stützung zu Theil werden ließ. Das finanzielle Gesammt— resultat der von dem seitherigen Rechner Heinr. Pfeffer vorgelegten Rechnung beziffert sich auf eine Einnahme von 877 M. 64 Pf. und eine Ausgabe von 861 M. 9 Pf.; mithin beträgt der Baarbestand 16 M. 55 PF aus dem Vereinsvermögen mußten jedoch zu den Aus gaben 200 M. zugeschossen werden, so daß dasselbe von 450 sich auf 250 Mark verringert hat. Bei der darauf vorgenommenen Vorstandswahl wurde Lehrer Wagner einstimmig als Präsident wiedergewählt, ein Zeichen, daß derselbe das Vertrauen sämmtlicher Mitglieder genießt, als Vlee⸗Präsidenten wählte man Heinrich Pfeffer. Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, besonders dem schon 13 Jahre das Rechneramt mit Treue und Gewissenhaf— tigkeit führenden Rechner Pfeffer wurde von dem Vor— sizenden die Anerkennung des Vereins ausgesprochen. Die Discussion bei den daraufgestellten Anträgen be— handelte lediglich interne Angelegenheiten. Schließlich wurde noch der von Gastwirth Fritz gestellte Antrag, wonach die Rechnung in Zukunft vor der Abhaltung der Generalversammlung geprüft und dann der Abschluß der Versammlung vorgelegt werden soll, einstimmig an— genommen. Gießen, 14. Jan. Ueber einen in der Nacht vom Freitag zum Samstag auf dem Seltersberg stattgehabten Naubanfall erfährt der Gießener Anzeiger: Ein Bewohner des Seltersbergs begab sich 2½ Uhr Nachts, von einer kleinen Feler heimkebrend, nach seiner Wohnung. In der Nähe des Dr. Dieffenbach'schen Hauses erhielt der ruhig seines Wegs gehende Mann plötzlich von einer vor ihm auftauchenden Gestalt einen Faustschlag in das Ge— sicht, worauf ihm ein Strolch Geld abforderte. Nach Erhalt von 2 Fünfmarkstücken, erklärte letzterer:„es schickt naut“. Nun überkam den Angefallenen der Zorn und er packte seinen Gegner an der Halsbinde, dseser des— gleichen, beide sich würgend, der Angefallene laut um Hülfe rufend. Diese wurde ihm denn auch in Person eines eben heimkehrenden jungen Mannes, welcher in ber Nachbarschaft wohnt. Der Strolch entwand sich den Händen seines doch stärkeren Partners und sprang durch den Hof des Rheinischen Hofs nach der Hollergasse zu. Nach sofort am andern Morgen eingeleiteten Recherchen konnte der Strolch in der Person eines seither bei einem hiesigen Kohlenhändler beschäftigten Arbeiters mit Namen Martin Wagner, aus Geilshausen gebürtig, ermittelt und am Samstag-Abend zur Haft gebracht werden. Allerlei. * Pfaffenwiesbach, 11. Jan. Heute fand die Bürgermeisterwahl statt; zweimal theilten sich gleichmäßig die Stimmen zwischen dem früheren Bürgermeister Erker und dem neuen Kandidaten Becker. Das Loos entschied für Erker. Frankfurt, 15. Jan. Der Attentäter, welcher im Polizeigebäude im Clesern-Hof mittelst Dynamit eine Explosion verursachte, ist in Hamburg verhaftet worden. Straßburg. Der frühere Director der Tabak— manufactur, Roller, wurde vom hiesigen Landgericht mit einer Klage gegen den Fiseus auf volle Gehaltszahlung während seiner Dispositionsstellung unter Verurtheilung in die Kosten abgewiesen. Wien, 14. Jan. Der ermordete Sohn des Geld— wechslers Eisert, Rudolf Elsert, ist heute unter sehr großer Theilnahme der Bevölkerung beerdigt worden; der Zustand des Geldwechslers Eisert und seines zweiten Sohnes Heinxichs hat sich gebessert, so daß die Genesung Beider nicht ausgeschlossen erscheint.— Der wegen Theil nahme an den Schenk'schen Mordthaten verhaftete Schlosser— geselle Schlossarek ist bedenklich erkrankt. Wien, 14. Januar. Die Beweise und Anzeichen, welche dafür sprechen, daß die beiden verhafteten Per— sonen, Pongratz und sein Genosse Dürschner, den Raub— mord in der Eisert'schen Wechselstube verübt, haben sich derart gehäuft, daß an der Schuld dieser Männer nicht mehr zu zweifeln ist. Viele Personen, welche die Ver— brecher zur Zeit der Unthat von der Wechselstube weg— fliehen saben, erkannten in den beiden die Mörder. Ver— schiedene Versuche, ihre Alibi nachzuweisen, mißlangen. Vom geraubten Gelde ist Nichts vorgefunden worden. Aussee, 15. Jan. Nach anhaltendem Schneesturm stürzten vom Sarstein bedeutende Lawinen ins Thal. Der Bahnverkehr zwischen Obertraun und Aussee wurde eingestellt. Neapel, 13. Jan. Seit einigen Tagen ist der Vesuv wieder thätig. Im Nordwesten hat sich ein neuer Krater gebildet. Die Lava hat bereits Atrio erreicht und aus dem Innern des Verges wälzen sich unter Donnern fort— während ungeheuere Wolken empor. Professor Palmieri hat schon 6 Tage vorher, auf Grund der Anzeichen des Seismographen den Ausbruch verkündet. Kurze Nachricht des Erziehungsvereins„Mathilden-Stiftung“ zu Friedberg an seine Freunde. Wir können unseren Freunden mittbeilen, daß wir bis jetzt 293 Kinder in unsere Stift— ung aufgenommen haben. In 1883 wurden 14 Pfleglinge aufgenommen und 14 entlassen. Die Entlassenen sind soweit von uns gefördert wor— den, daß sie als Gesellen oder Dienstmädchen ihren Unterhalt verdienen. Gegenwärtig wer— den 74 Kinder in Familien und 28 in Anstalten erzogen, 17 Lehrlinge und 5 Dienstmädchen aus— gebildet. 12 Kinder warten auf ihre Aufnahme, weil uns die Mittel zur Bestreitung der Er— ziehungskosten fehlen.— Ueber besondere Ver— gehen einzelner Pfleglinge sind keine Klagen in 1883 laut geworden; auch sind die meisten Kin— der vollkommen gesund geblieben. Einzelne Kin— der zeichnen sich durch den Eifer, dem Vorstand durch ihr Verhalten Freude zu machen, aus. Viele Eltern sehen die Wohlthat, welche wir ihren Kindern durch die Aufnahme in unsere Stiftung bereitet haben, gerne ein. Es ist vorgekommen, daß uns ein Vater 100 M. gebracht hat, damit wir sein Kind, das er nicht beaufsichtigen konnte, in unsere Erziehung nehmen möchten.— Dem Verein sind 26 neue Mitglieder beigetreten und die Zahl derselben beläuft sich nach dem Aus— tritt bezw. Wegzug von 12 älteren, auf 239 Mitglieder. Eine größere Zahl von Mitglie— dern wäre uns sehr erwünscht, und wir bitten Alle, die es noch nicht sind und 1 M für unsere Kinder noch übrig haben, es zu werden. Wenn wir uns die Vagabundennoth, das Anwachsen der Gefängnisse, der Zucht- und Irrenhäuser vergegenwärtigen und an die vielen Bettelkinder denken, die auf der Bettelfahrt nichts Gut s lernen, da müssen wir es als eine nationale Aufgabe ausehen, daß die armen der Verwahr— losung preisgegebenen Kinder zur Gottesfurcht, Vaterlandsliebe, Selbstbeherrschung und Selbst— hülfe erzogen, daß sie an Ordnung, Fleiß und Sparsamkeit und tägliche Reinigung von Leib und Seele gewöhnt werden, und sittliche Energie in ihrer Brust erweckt wird. An der Lösung dieser Aufgabe sollten sich Alle betheiligen und namentlich sollten Eltern den Dank für die herrliche Gottesgabe gesunder und wohzerathe— ner Kinder auch dadurch abtragen, daß sie sich der elenden Kinder annehmen, welche keine braven Eltern haben. Die Drei-Zehntel. Eine volkswirthschaftliche Errungenschaft der Neuzeit! Nach den Bestimmungen des seit 1. Januar d. J in Kraft getretenen Reichsgesetzes über die Bezeichnung des Rauminhaltes der Schankgefäße kamen unter Anderem auch die namentlich beim Bierverzapf üblichen/ Gläser, sogenannte Töpfchen, in Wegfall, und dürfen jetzt nur noch solche Gläser, welche auf Zehntheile des Liters, also 1/10, 2/10, 3/10 u. s. w. und ausnahmsweise auch ½ Liter Inhalt geaicht sind, geführt werden. Unsere Brauer und Wirthe haben es trefflich verstanden, diese Neuerung zu ihrem Vortheil auszunutzen; sie haben mit deren Einführung nicht bis zum neuen Jahre gewartet, sondern dieselbe sofort nach erschienener Verordnung ins Werk gesetzt, und warum? Zu Anfang des vorigen Jahres noch kosteie das Töpfchen, 3/8 Liter, 9 Pfennig, das ganze Liter also 24 Pfennig; später wurde dleser Preis erhöht auf 10 Pfennig pro Töpfchen, das Liter also auf 26 Pfennig, ein Aufschlag, gegen den, der Abrundung halber, Niemand etwas einzuwenden hatte. Nun sind aber an Stelle der bisherigen 3ù8-Gläser die neuen nur ½1R0 Liter haltenden eingeführt, der Preis von 10 Pfennig aber beibehalten worden, wonach das Liter, welches bis dahin 26 Pfennig kostete, sich nunmehr auf 33½ Pfg. berechnet, ein ganz ungerechtfertigter Aufschlag von nicht weniger als 25%, gegen den das ganze biertrinkende Publikum entschieden Front machen sollte. Ein Ausweg, dieser Uebertheuerung des Bieres zu entgehen und zu— gleich ein Mittel, die Herren Brauer zur Richtigstellung des Preises der ¾1o Gläser, welcher im Verhältniß zum 3) Töpfchen nicht mehr wie 8 Pfennig betragen dürfte, zu veranlassen, möchte darin zu finden und allgemein zu empfehlen sein, daß jeder Biertrinker nur ½ Liter(halben Schoppen) verlangen sollte; dieser kostet 7 Pfennig, das ganze Liter also 28 Pfennig, während dasselbe in 3/02 Glas, wie oben berechnet, 33¼ Pfennig kostet. Das Richtige und den früheren Preisen entsprechende wäre die Einführung von ¼10 Litergläsern zum Preise von 10 Pf.; hiernach würde sich das ganze Liter auf 25 Pf. berechnen, was immerhin noch einen kleinen Aufschlag gegen den früheren Preis der /- Töpfchen bedeuten würde, und womit die Herren Brauer sich hätten begnügen, nicht aber, wie geschehen, die Ausbeutung des Publikums übertreiben sollen. th. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Jan Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70— 0.80, Eier 1 St. 6, 2 St. gr. 13 Pf. Frtedberg, 15. Jan. Fruchtber. Watzen M. 19 00, Kron M. 16.50, Gerste M. 16, Hafer M. 13—14. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfund. Grünberg, 12. Jan. Fruchtpreise. Welzen M. 18.90, Korn M. 16.30, Gerste M. 14.60, Hafer M. 14.20, Erbsen M. 16.90, Samen M. 32.00. Homburg v. d. H., 15. Januar. Wochenmarkt. Kartoffeln per Malter M. 3.50—4, per Gescheid von 7 bis 8 Pf., Eier per Stück 8, 9 und 00 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 0.90, 2. Qual. M. 0.80. Gießen, 15. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier per St. 6—8 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 58 Pf., Tauben per Paar M. 0.75— 1.00, Hühner per Stück M. 1.00— 1.70, Hahnen per Stück M. 1.00- 1.80, Enten per Stück M. 1.80— 2.20, Ochsenfleisch per Pfd. 7000 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54 60 Pf., Kalbfleisch 5051 Vf., Schweinefleisch 60—00 Pf., Hammelfleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50— 4.00, Gänse per Pfd. 50—62 Pf., Zwiebeln per Centner M. 9.—00., Weiß⸗ kraut per Hundert M. 5.8. Frankfurt, 14. Jan. Frankfurter Produktenbörse. (Offieielle Notirungen.) Wekzen still, eff. hiesiger und Wetterauer M. 19— 19.75. fremder M. 19—19.50., per diesen Monat M. 19.25. Roggen stlll, eff. hiesiger M. 16.— 16.25, fremder M. 16.— 16.50, per diesen Monat M. 16.00. Gerste still, eff. hiesige und Wetterauer * W. 17 glestger Monat „ Pal in Pol Anttiel ung zu — D Die“ Allent Von! en und u Aus-. 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Marke) M. 23.— 23.50, 1.(Berl. Marke) M. 22— 22.50, IJ. do. M. 18. Frankfurt, 14. Jan. Viehmarkt. Ochsen: Zu⸗ trieb 350 Stück. Preise für 1. Qual. M. 66— 68, 2. Qual. M. 60, ganz gute M. 70 per Ctr. Schlacht— gewicht. Kühe und Rinder: Zutrieb inel. Sonntag 450 Stück, Rest 25 Stück. Preise für l. Qual. M. 60, 2. Qual. M. 50, 3. Qual. M. 40. Bullen, Zutrieb 15 Stück, Preise M. 40— 50. Kälber: Zutrieb 280 Stück. Preise für 1. Qual. 64— 66 Pf., 2. Qual. 50—54 Pf. per Pfd. Hämmel: Zutrieb 150 Stück, fast durchweg gute Waare. Preise für 1. Qual. 58 62 Pf., 2. Qual. 40— 50 Pf. Bet Schweinen ist weder hinsichtlich des Antriebs noch der Preise eine nennenswerthe Veränder— ung zu verzeichnen. Literarisches. Daheim. Nr. 15 enthält: Ellernbruch.(Forts.)— Die Lutherfeter in Amerika. Von Prof. Wackernagel in Allentown.— Ein Gottesdienst für Vagabunden in Berlin. Von K. Liebich.— Er lebt!(Schluß.)— Ein gutes Volks⸗ buch.— Die Stadt der großen Moschee. Von G. von Beaulieu. Mit Illustr.— Das kleine Staats handbuch des Reichs und der Einzelstaaten.— Am Familientische: Eine gefährliche Arbeit. Mit Bild.— Mittelalterliche Tinte.— Gesundheitsrath.— In unserer Spielecke. Mit zwei illustr. Beilagen. Vorschuß⸗& Credit-Verein e. G. Friedberg. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Nassauische Landesbank ihre 4½/ igen Schuldverschreibungen Lit E demnächst kündigen wird und daß den Inhabern anheim gestellt ist, die genannten Schuldverschreibungen in 4% ige deßgleichen umzutauschen. Die Anmeldungen zum Um— tausch haben bis zum 14. Februar 1884 zu geschehen. Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß die noch im Umlauf befindlichen 4½% igen Pfandbriefe der Süd— deutschen Boden-Creditbank zur Heimzahlung auf den 1. August d. J. verloost werden und schon von jetzt ab, in 4% ige desgleichen umgetauscht werden können. 215 Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen ssind, ist die Expeditlon zu keinerlei Auskunftsertbeilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. Die Expedition des Oberhess. Anzeigers. Geld- Cours. Frankfurt, am 15. Januar 1883. 20-Frankenstücke 16. 16-20 do. in ½ 16. 16—19 Englische Sovereings. Wi. n 20. 30 34 Ruff Impersales 156. 69. 73 (( ĩ an mare, 9 Dollars in God Israclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 19. Januar 1884. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 5 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. 05 Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 25 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 20. Januar Morgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr. lan Bekanntmachung. Hilmar Bindewald zu Friedberg hat in die von ihm daselbst unter der Firma„H. Bindewald“ betriebene Möbel- und Nähmaschinenhandlung seinen Bruder(seit— herigen Proeuristen) Friedrich Bindewald als Gesell— schafter aufgenommen. Beide betreiben das Geschäft unter der senherigen Firma und ist Jeder zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Eintrag in's Firmenregister ist erfolgt. Friedberg am 7. Januar 1884. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber. Im Gemeindewald Nieder-Rosbach, Distrikt Wasser— döll, werden Montag den 21. und Dienstag den 22. Januar nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend ver— steigert: 27 Stück Eichenstämme von 5— 10 Meter Länge mit 4,54 Festmeter Inhalt, Stück Fichtenstämme von 10— 21 Meter Länge mit 165,26 Festmeter Inhalt, Stück Eichen⸗Derbstangen von 5 9 Meter Länge, „ Fichten-Derbstangen von 7— 12 Meter Länge, 34„ Fichten Reisstangen, Raummeter Buchen-, 5 Eichen- und 3 Nadel— Scheiter, Raummeter Buchen-Knüppelholz, 5 Eichen⸗ 5 0 Nadel⸗ 8 250 Stück Eichen-Wellen, 3663„ Nadel Wellen(Backholz), 11 Raummeter Buchen Eichen-Stöcke, 3 Nadel⸗Stöcke. Anfang und Zusammenkunft der Versteigerung an beiden Tagen jedesmal Vormittags um 10 Uhr auf dem Hauptweg oberhalb des Bainhardswaldes. Am ersten Tage kommt sämmtliches Brennholz und ein Theil des Stammholzes und am zweiten Tage nur Stammholz zum Ausgebot. Sämmtliche Fichtenstämme eignen sich besonders zu Bauholz. Nieder⸗Rosbach am 12. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Rosbach. Groh. Holzversteigerung. Im Gemeindewald Hoch-Weisel, Distrikt Großerhaus— berg und Brülerberg kommen 1) Montag den 21. d. Mts.: 39 Nadel⸗Stämme, 3407 Nadel-⸗Derbstangen und 2600 Nadel ⸗Reisstangen, 2) Dienstag den 22. d. Mts., am Kleinen und Großen Hausberg und Brülerberg: 47 Rm. Nadel⸗Knüppel, 200 Laubholz-Wellen, 15480 Nadel-Wecken, 40 Rm. Nadel-⸗Stöcke zur Versteigerung. Bemerkt wird, daß am ersten Tag das Brennholz und am zweiten Stamm- und Stangenholz zur Ver— steigerung kommt. Zusammenkunft jeden Tag Morgens halb 9 Uhr loco Hoch Weisel. Hoch⸗Weisel am 10. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch--Weisel. Wörner. Gesucht werden zum sofortigen Antritt und auf dauernde Arbelt 16 15 204 206 Station Ranstadt.(H. 6123.) 1 Eduard Bermel⸗ Photographie. 211 Ein Lehrling gesucht. Fritz Rühl. Holzversteigerung. In dem Freiherrl. v. Franckenstein'schen Walddistrikt Tannenwiese werden verstetgert: 1) Donnerstag den 24. Januar: Kiefern-Stämme von 30— 48 em Durchmesser, 7-23 m Länge mit 83 ebm Inhalt, zu Schnitt— holz besonders geeignet, Kiefern⸗ Stämme von 15—42 em Durchmesser, 4 24 m Länge mit 255 cbm Inhalt. 2) Freitag den 25. Januar: 7 Raummeter Nadel-Scheiter, 68 5 Kiefern-Knüppel, 95„ Socke 2500 Wellen Kiefern-Reisig. Im Distrikt Eichelgarten kommen weiter zur Ver— steigerung: 288 a. Montag den 28. Januar: 575 Eichen-Stämme von 13— 26 em Durchmesser, 4-15 m Länge mit 171 ebm Inhalt, 15 Buchen-Stämme mit 12 ebm Inhalt, 7 Erlen⸗Stämme mit 3 ebm Inhalt, 47 Eichen-Derbstangen(Wagnerholz); b. Dienstag den 29. Januar: 8 Raummeter Buchen-Knüppel, 92 55 Eichen Knüppel, 13 50 Aspen Knüppel, 18 02 Eichen ⸗Stöcke, 3500 Stück Eichen-Wellen. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr in den betreffenden Holzschlägen. Ockstadt den 15. Januar 1884. Der Frh. v. Franckenstein'sche Oberförster Nu m p f. Faselochs-Versteigerung. Freitag den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender, zum Schlachten geeigneter Faselochs auf hiesigem Rathhause versteigert werden. Nieder Florstadt den 14. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt. Alles 8 5 ere Ankauf eines Faselochsen. Die Gemeinde Petterweil beabsichtigt einen zur Zucht tauglichen, etwa/ bis 1½ Jahr alten Faselochsen an— zukaufen. Besitzer solcher Thiere wollen sich an unter— zeichnete Stelle wenden. Petterweil den 11. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. 209 205 174 Fasclochs⸗Versteigerung. Freitag den 18. d. Mts., Mittags 12 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender, sehr setter und schwerer Faselochs auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. Petterweil den 11. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Verges. ö soll die der Gemeinde Blofeld gehörende Feld— Waldjagd der ganzen Gemarkung 12 bis 15 Steinrichter, besonders auf Partser Pflaster, in meinem Basaltbruch in Bellmuth bet der Oberhess. ö 5 ein Mädchen, und das Bügeln perfect versteht(Jahresstellung). J Adresse zu erfragen in der Expd. d. Anz. N 5 b e Jagd-Verpachtung. Mittwoch den 6. Februar J. J., Nachmittags 1½ 1 und loco Blofeld auf 6 Jahre öffentlich meistbletend verpachtet werden. Blofeld den 14. Januar 1884. f Großherzogliche Bürgermeisterei Blofeld. 216 Conrad. Man sucht in ein Herrschaftshaus auf dem Lande welches durchaus erfahren und gewandte ist im Waschen * 3 Halsbinden& Shlips u ne, Bersteigerung nun Erdarbeiten. Samstag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll die Ausführung eines Theils der in Folge der Guͤter— zusammenlegung in der Gemarkung Assenheim entstandenen Erdarbeiten in 10 Loosen, zusammen veranschlagt zu 2367 Mark, in öffentlicher Versteigerung an den Wenigst— nehmenden an Ort und Stelle vergeben werden. Die Zusammenkunft ist an dem Bahnviadukt an der Chaussee nach Dorn-Assenheim. Assenheim den 15. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermelsterei Assenheim. B 208 Best. Jagd-Verpachtung. 202 Donnerstag den 31. Januar 1884, Nachmittags 3 Uhr, findet die Feldjagd-Verpachtung der Gemeinde Harheim, enthaltend 1900 Meter-Morgen, auf 9 Jahre statt. Harheim den 13. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Harheim. Guth. „ Immobiliar-Versteigerung. Freitag den 18. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus die Hofralthe, sowie Grundstücke, zu dem Nachlaß des Lazarus Eschborn gehörend, nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 15. Januar 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Mit den neuen Schnelldampfern des Uorddeutschen Lloyd kann man die Reise 5 von Bremen nach Amerika 9 T 17 N Näheres bei dem Geueral-Agenten M. Abraham,, Mainz, Für einen soliden, mit den nöthigen Kenntnissen offen. f a n Anmeldungen sind schriftlich einzureichen. Vorschuss-& Creditverein zu Friedberg. ö Eingetragene Genossenschaft. 26 A3 wei ant erhaltene, schwere Zugpferde (Wallache) sind zu verkaufen. 0 171 ö Taunusbrunnen bei Gross-Karben. Bei Verladungen auf hiesiger Station empfehle meine bequem gelegene, sehr exact wiegende und nach dem neuesten System construirte Fuhrwerks⸗Brückenwaage. Bei der vorzüglichen Einrichtung meiner Waage, kann jeder Interessent das Waagresultat von der Scala der Waage selbst ablesen und sind deßbalb Irrthümer vollständig ausgeschlossen. Im benöthigten Falle steht unentgeltliche Vorspann bis zur Höhe der Umladeplätze, sowie kostenfreie Benutzung meiner geräumigen und gesunden Stallungen zur Disposition. 227 G. H. Freundlieb, „Zur Stadt Hanau“. L. A. Pelissier, Tuch⸗ und Leinwand— mit festen und billigsten Preisen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. Handlung, 228 Der obere Stock unseres Hauses ist zu vermiethen und sogleich bezieh⸗ bar. Henn& Jamin. Prima Speisekartoffeln, nicht tiefäugig, sind billig zu haben. j, ui Slern, Usagasse. Heuuseise in bester Qualität empfiehlt 223 J. A. Windecker. Eine Monatsfrau wird gelucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 210 Frische Auchopis, per Pfund-Dose 50 Pf., per 2 Pfund-Dose 90 Pf., Prima Hlb- Curias, per! Pfund-Dose M. 2.50, Hummer, Sardines à Thuile, Corned beef, amerikanische Ochsenzungen, feste Gothaer Cervelatwurst Wilhelm Fertsch. Ein braves, zuverlässiges Dienstmädchen wird für Petritag gesucht. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. 178 9 212 bei Ein küchtiges Hausmädchen wird sofort nach Bockenheim gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 185 Ein tüchtiges Mädchen für das Haus wird auf das Jahr zum sofortigen Ein— tritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 129 Laden mit oder ohne Wohnung zu vermiethen bei Henn& Jamiu. Li 0 4 Ein Junge aus guter Familie kann sofort in meine Buchhandlung als Lehrling eintreten. Ebenso kann in meiner Buch⸗ druckerei ein solcher sofort oder später angenommen werden. Carl Bindernagel. Ein neuer kupferner Kessel, 225 Liter haltend, ist preiswürdig zu verkaufen bei Ludwig Schmidt, Färberei, 181 Friedberg. 214 Frau Gerichtsvollzieher Fey. Magdeburger Sauerkraut verkauft per Pfund 207 Fr. Gunderloch, Usagasse. (Ebner, geehrten Publikum erlaube mir ergebenst anzu— zeigen, daß ich mein Geschäft von jetzt ab auf eigene Rechnung betreibe und bitte um geneigten Zuspruch. Heinrich Rupp, Barbier. Eiserne Vettstellen, schon zu M. 8.50, bei 40 G. M. 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Nieder-Weisel bei Herrn H. Heinemann. Nieder-Wöllstadt bei Herrn Tobias David. Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. Rodheim v. d. H. bei Herrn D. Stern l. Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. Ulfa bei Herrn Georg Gottwalls VII. Vilbel bei Herrn C. H. Kullmann. f 2 8 i Abfall- Seile empfiehlt à Packet(3 Stück Apotheker C. Görtz. Herrn 17 2 Veilchen- in vorzüglicher Qualität 40 Pf. 201 Triedberger Adreßkalender 1884 224 Emilie Hartmann, F. W. Zimmermann, Verlobte. Sachsen-Alten burg. Friedberg. Einladung des Volks- Bildungs- Vereins zu Friedberg zu dem Freitag den 18. Januar l. J., Abends 8 Uhr, im Rathhaus saale stattfindenden Vortrage des Herrn Dr. Heid: Ueber Erziehung zur Arbeit. Der Eintritt ist Jedermann gestattet. Friedberg, 15. Januar 1883. 218 Der Vorstaud. Donnerstag- Dortmund. Casino. Sonntag den 20. Januar 1884, Abends 7 Uhr: Damen-Casino mit Cheater. 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Anz. 199 Eine Mahlmuhle mit Wasserkraft, nach neuestem System eingerichtet, ist unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen billig zu ber— kaufen oder auch zu verpachten. r Anfragen zu richten unter D. 1399 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. H. 217 Weiße Taschenlücher, mit und ohne Stickerei, farbige Tascheatücher, Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, Vorstecker, Spitzen, Schleier, Bünder, Blumen, Federn, Brantkranze, Kopftücher, Corsetten, Unterröcke, Nachtjacken, Leinene und Alpaka⸗ Schürzeu, Frauen und Kinder⸗Hosen, Hemden für Herren, Damen und Kinder, feine Brusteinsütze für Herren- hemden, Herrenkragen, Strümpfe, Socken, Strumpfbänder, Hoseutrüger, sowie Kinderjäckchen, Röckchen und Schlaber zu den billigsten Preisen bei K. e riedrich. Meine Wohnung befindet sich jetzt in dem Hause des Herrn Sattler— meisters Heinrich Falck, Kaiserstraße, der Post gegenüber, 70 Marie Dörr, Kleidermacherin. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme, sowohl Einzelner, wie vom Gesangverein Liederkranz, die uns bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes und Schwagers, des Herrn Conrad Schäfer, zu Theil geworden sind, sprechen wir Allen unseren innigsten Dank aus. Groß⸗Karben, 14. Januar 1884. 200 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Vindernagel. bei Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. ö Misseh die 31 zum zu th schaften den Jal bäuslid visten k Londwe Neservit Tategort dle Za zwei P dienstge Folgend inzige selnes zu bet die de Ruin berufu besitze den g bei d C. we. eignet Lande Mann wegen Fäller folgen Ersog Gesuch Ildnet ö Signal — B. st hier anger, 5— fennun Lamm, zal ö