1884. Donnerstag den 13. Uovember. M35. Sberhessischer Anzeiger. che Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. wi i 1 e oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. der Marine wurden genehmigt. Hierauf begann die Debatte bezüglich des Extraordinariums des Kriegsministeriums und wurde der erste Posten desselben unverändert angenommen. Schweiz. Genf, 10. Nov. Nach der nun— mehr vorliegenden amtlichen Feststellung wurden in den Großen Rath 51 Radicale und 49 Con— servative gewählt. Dänemark. Kopenhagen. Die bisherige vereinigte Linke des Folkethings hat sich ge— spalten. Die Hälfte der Mitglieder unter der Führung Berg's, des Präsidenten des Folkethings, schloß sich den Gemäßigten an, die andere Hälfte bildete eine neue Partei unter der Führung Hoerup's. Belgien. Brüssel, 11. Nov. Die Session der Kammer wurde heute ohne Thronrede er— öffnet, morgen erfolgt die Constituirung der erish. und Freitag Abend ausgegeben. he Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 ä 8 1 Deutsches Reich. Darmstadt. Der Staatsminister i. P. wirkl. Geheimerath Freiherr von Starck, der Ministerial-Präsident i. P. wirkl. Geheimerath Schleiermacher, sowie der Kommerzienrath Michel zu Mainz wurden zu lebenslänglichen Mitgliedern der ersten Kammer ernannt; der Brückenwärter ernbet. Heiles zu Offenbach wurde auf Nachsuchen, ir(Roch) unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhe— üscwager stand und der Kreisbauaufseher Fischer von 0 5 Dieburg nach Bensheim versetzt; der Haupt— „ steueramtsassistent 2. Kl. Petry in Mainz wurde ieuß zum Steueramtskontroleur in Bensheim, der Finanzaspirant Seitz aus Nidda zum Hauptisteuer— amtsassistent 2. Kl. in Mainz ernannt; der Haupt— steueramtsassistent 1. Kl. Schmidt in Offenbach 1 nach Mainz und der Hauptsteueramtsassistent 11 2. Kl. Spiegel in Mainz nach Offenbach versetzt. , Woll Berlin. Dem Vernehmen nach wird der at. Reichskanzler persönlich die westafrikanische Con— hsackleinen ferenz eröffnen. Deutsche Vertreter auf dersel— dune ben werden außerdem noch sein: Staatssekretär 252 Graf Hatzfeldt, Unterstaatssekretär Busch, Geh. 5 Legationsrath Russerow. Das Bureau wird ge— Sticken bildet aus dem deutschen Viceconsul in Peters— burg, Schmidt, und dem französischen Botschafts— e ß, rath Raindre. Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge ahne] wird auch die Türkei an der Congoconferenz Körbe theilnehmen. Vertreter derselben ist der hiesige 6e 400 Botschafter. g 5. 80.— Der„Reichsanzeiger“ publieirt die Ein— 3 berufung des Reichstags zum 20. November. „— Nachdem Serbien von den Mächten im gen Jaht] Jahre 1882 als Königreich anerkannt worden d Burtin. und durch Abschluß eines Handels- und Con— . sularvertrages zu Deutschland in engere Bezieh— ungen getreten ist, wird die deutsche Mission in „ Belgrad zum Range einer Gesandtschaft erhoben und den bei allen königlichen Höfen bestehenden bels N deutschen Missionen formell gleichgestellt. Heut. München, 10. Nov. Minister v. Crails— heim ist behufs Theilnahme an den Verhandlungen des Bundesraths heute nach Berlin abgereist. ö Stuttgart, 11. Nov. Bischof Hefele wurde g heute zum König berufen und conferirte auch ö . erlsh, mit dem Cultusminister. Die Abreise des Hofes nach Nizza ist auf den 18. November festgesetzt. , N Der Landtag ist auf den 27. Nov. einberufen. „ 11 1 1 1 Ausland. leis, 10 Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 11. Nov. Bünder. Das rumänische Königspaar ist hier eingetroffen 1 und wurde am Bahnhofe vom Kaiser empfangen chte und herzlich begrüßt. bettet— 11. Nov. Der Budgetausschuß der öster— reichischen Delegation genehmigte das Ordina— rium der Kriegsmarine unter Streichung von zusammen 23,000 fl. bei 3 Titeln. Bei Be— vathung des Extraordinariums beantragte Hausner die Streichung der für den zweiten Kreuzer als 5 6 i 330,000 fl. Beer bean— erste Rate eingestellten 330,000 fl. ö 705 1 11 1 diese Summe auf 250,000 zu reduciren. 4 Nach den Aufklärungen des Marine-Comman⸗ FJanten, welcher für die Streichung dieser Posi⸗ lion keine Verantwortung übernehmen wollte, purden beide Anträge zurückgezogen; die Po— ische 10 tion, betreffend die Anschaffung e be, booten, wurde ebenfalls genehmigt, nachdem con⸗ 7 atirt worden war, daß dieselbe nicht als die Bureaus. Der Senat wählte sein fruͤheres Bureau wieder. Danach ist Anethan zum Präsi— denten, Merodi-Kint zum Vicepräsidenten gewählt. Frankreich. Paris, 10. Nov. Der Senat nahm das Gesetz, betr. die Senatswahlen nach Ablehnung sämmtlicher Amendements an. — 11. Nov. Der Ministerrath genehmigte die Erhöhung der Eingangszölle auf auslän— dische Cerealien im Prinzipe. Die Ziffer für die Erhöhung soll derart festgesetzt werden, daß die Landwirthschaft den gleichen Schutz erhält, wie die andern Industriezweige. — Mehrere Abendblätter, namentlich das Journal„Paris“, melden: Die Gerüchte über Friedensverhandlungen mit China haben an Be— stand gewonnen, die Unterhandlungen sollen in London durch Vermittelung Granville's mit Tseng lebhaft fortgesetzt werden. — 11. Nov. In Mouceau les mines wur— den 39 Haussuchungen vorgenommen, wobei auf eine geheime Gesellschaft bezügliche Papiere mit Beschlag belegt wurden. Großbritannien. London, 10. Nov. Das Unterhaus verwarf mit 194 gegen 109 Stimmen Stanley's Amendement, wonach die Reformbill erst in Kraft tritt, wenn die Bezirks— eintheilungsbill angenommen ist. Das Haus erledigte in Einzelberathung die Reformbill in ihrer ursprünglichen Fassung und setzte die dritte Lesung auf morgen fest. Ashley theilt mit, der britische Minister in Washington sei ange— wiesen worden, Unterhandlungen anzuknüpfen, damit Amerika den Zoll auf Zucker aus West— indien aufhebt, wenn Westindien den Zoll auf gewisse aus den Vereinigten Staaten eingeführte Waaren aufhebe.— 11. Nov. Das Haus nahm abstimmungslos in dritter Lesung die Reformbill an. —„Daily News“ erfährt, die Autisclaverei— Partei in England und andern Ländern werde bei der Congoconferenz die strengsten Maß— nahmen zur Abschaffung des Sclavenhandels, der sich für die Eingeborenen von Aequatorial— afrika so verhängnißvoll erwiesen, beantragen. — 11. Nov. Bei dem gestrigen Lordmayors— Banket äußerte Grauville: Frankreich und China waren zu gewissen Zeiten bereit, Englands gute Dienste behufs Herstellung des Friedens anzu— nehmen, aber niemals gleichzeitig. Die englische Regierung würde sich sehr freuen, wenn Nord— amerika oder Deutschland oder eine andere weniger als England interessirte Macht die Ver— mittelung übernehme. Die Congo-Conferenz an— irste Rate einer größeren Anschaffung beantragt ist. Die übrigen Titel des Extraordinariums langend, sei England nicht im mindesten eifer— süchtig auf die deutsche Colonisation; es habe der Conferenz willig zugestimmt und sei froh, daß Deutschland und England sich in Ueberein— stimmung befinden, um so mehr, als Frankreich und England in dieser Beziehung einig sind. Italien. Rom. Der Minister des Aeußeren, Mancini, hat den Gesandten von Chile und Uruguay mitgetheilt, daß er ihre Regierungen für den Schaden verantwortlich mache, den Ita— lien durch das Zurückweisen von italienischen Auswandererschiffen erleide, und gedroht, Kriegs— schiffe nach den Häfen dieser Lander abzusenden. — Die Steuereingänge von 1884 überstiegen bisher diejenigen von 1883 um 5½ Mill. Lire. Allerlei. Bremen, 8. Nov. Wie segensreich die deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wirkt und wle sehr sie die Unterstützung aller Menschenfreunde verdient, geht wieder aus dem Berichte hervor, welchen der Generalseeretär der Gesellschaft soeben versendet. Leider meldet der erste Bericht nichts Erfreuliches.„Aber wenn ein Wetter rast“, so steht in ihm zu lesen,„wie das am 26. Oetober zwischen 10 Uhr bis Mitternacht, ist menschliche Hülfe nur zu oft machtlos“. Es handelte sich um ein an der Insel Amrum gestrandetes Schiff, welches, ehe das Rettungsboot seine Mannschaft bergen konnte, durch Brechseen vom Strande ab in den tiefen Canal getrieben wurde, wo es sofort mit Mann und Maus versank. Das Schiff hieß nach den angetriebenen See— fahrtsbüchern„Gratina“, der Capitän war aus Großen⸗ fehn. Der zweite Bericht lautet günstiger. Durch die Station Wangeroog wurde am 27. Oetober die Mann⸗ schaft der Tjalk„Anna Margaretha“ nach vlelen Mühen gerettet. Gleich nach der Rettung versank die Tjalk. Aus Stolpmünde an der Ostsee meldet der dritte Bericht die Rettung der Mannschaft der Swinemünder Scha— luppe„Anna“. Die Mannschaft wurde, nachdem die Racketenleine glücklich über das Wrack geworfen worden war, mittelst der Hosenboje an Land geholt. Möchten diese Berichte über die heldenhaften Thaten der Rettungs- mannschaften an den deutschen Seeküsten jeden Leser zu einer kleinen Gabe in die bekannten Sammelbüchsen der Gesellschaft veranlassen. Paris, 10. Nov. Im Laufe des Nachmittags, von Mittags bis 11 Uhr Abends, sollen 138 Cholera⸗Erkrank⸗ ungen und 51 Todesfälle an der Cholera vorgekommen sein; offizielles liegt noch nicht vor.— Aus Montreull werden 10 Cholerafälle gemeldet.— 11. Nov. Die officielle Ziffer der gestern in den Hospitälern vor— gekommenen Todesfälle an der Cholera ist 83. In die Hospitäler wurden gestern 119 Cholerakranke verbracht. Im Ganzen werden gegenwärtig 190 Cholerakranke in den Hospitälern behandelt. Heute von Mitternacht bis Mittag wurden 40 Erkrankungen und 13 Todesfälle an der Cholera in der Stadt Lonstatirt. Die Epidemie wüthet nur in den schmutzigen Quartieren, während die schönen Stadttheile verschont bleiben. Paris. Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein Deeret, wonach die Weltausstellung in Paris am 5. Mat 1889 eröffnet und bis zum 31. Oetober dauern wird. Ein weiteres Deeret wird die näheren Bedingungen, unter welchen die Ausstellung stattfindet, bekanntgeben. London, 10. Nov. Am Samstag Abend fand in der Kohlengrube Hochin bei Tredegar eine Explosion statt, während 15 Bergleute in der Grube sich befanden. Man befürchtet, daß Alle umgekommen sind. Bis jetzt 1 wurden 4 Todte gefunden. Gerichtssaal. Altenstadt. In der Donnerstag den 6. d. Mts. dahier abgehaltenen Schöffengerichtssitzung wurde wle folgt erkannt: 1) in der Privatklagesache der Jacob Sellheim Ehefrau zu Höchst a. d. N. gegen Karl Seitz Ehefrau daselbst, wegen Beleidigung, erhielt Letztere eine Geldstrafe von zehn Mark, ev. zwei Tage Haft und die Kosten; 2) in der Privatklagesache des Konrad Lotz IV. in Glauberg, gegen Johannes Jüngling daselbst, wegen Beleidigung und Körperverletzung, wurde Letzterer wegen Beleidigung für straffrei erklärt, dagegen wegen Körper⸗ verletzung in eine Geldstrafe von fünfzehn Mark, ev. drei Tage Gefängniß, sowie zur Kostentragung ver⸗ urtheilt; 3) die Privatklagesache der Adam Elbrecht Ehefrau von Lindheim, gegen Philipp Finkernagel Ehe— frau und Anna Finkernagel daselbst, wegen Beleldigung, 3 fand durch Vergleich ihre Erledigung; 4) in der Privat⸗s ea 22, Kühe und Rinder ca. e Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68-70, Pu klagesache der Philipp Finkernagel Ehefrau zu Lindheim, D 0 0 5. * Abe 1 Ehefrau daselbst, wegen Beleidigung, 2. Qual. M. 6265, Kühe und Rinder l. kam ebenfalls ein Vergleich zu Stande. M. 55—60, 2. Qual. M. 42—50, Kälber 1. Qual. tra M. 60-00, 2. Qual. M. 52—54 per 100 Pfd. sen Schlachtgewicht. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Nov. Fruchtber. Waizen M. 16.75, Korn M. 15.50, Gerste M. 1416, Hafer M. 12.00, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Friedberg, 12. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.90, Eier 1 St. 8 Pf., 2 St. 17 Pf. Gießen, 11. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete E Butter per Pfd. M. 1.00 0.00, Eier 1 Stück 78 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.60, Hühner ver Stück M. 0 901.50, Hahnen 2 des Besti ngsortes, erfolge. per Stüc M. 9. 70.—l. 20, Enten per Stück m. 1.40.80, 1 Ani eee ee Gänse per Pfd. 36—54 Pf., Welsche M. 0.00 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—70 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 54-60 Pf., Hammel⸗ 6 fleisch 60—70 Pf., Kalbfleisch 56—60 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00— 4.40, Zwiebeln per Ctr. M. 4 bis 5, Weißkraut per Stück 3—7 Pf. J Grünberg, 8. Nov. Fruchtpreise. Welzen M. 16.80, Korn M. 16.20, Gerste M. 14.50, Hafer M. 13.00, Erbsen M. 16.10, Samen M. 23.20, Kartoffeln M. 3. Frankfurt, 10. Nov. Fruchtmarkt. Hies. Weizen j mehl Nr. 0 M. 33½ 34, Nr. 1 M. 26½j 27, Nr. 2 M. 25½ 26 ½, Nr. 3 M. V Nr. 5 M. 15—15½, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Ver⸗ band M. 50—53, norddeutsches und westfälisches Weizen⸗ f mehl 00 M. 23½j—24½, Suppengries je nach Qual. M. 2—32, Roggenmehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 24 25 ½, do. 0/1 do. M. 22—23½ ꝗq do. 1 do. M. 20—21, do. 2 do. M. 17, Weizen ab unserer Um⸗ gegend M. 16/17, do. frei ab Bahnhof hier M. 17½, do. fremder je nach Qual. M. 16-18. Roggen hies. M. 153/16, do. französischer M. 16 ¼, do. Königs berger M. 16, do. Petersb. M. 15½— 15½, do. Galatz, Nieolajeff und Odessa M. 15½. Gerste, Brauerwaare M. 16- 18½, do. zu Mahlzwecken M. 13. Hafer je nach Qual. M. 13½¼—14½. Raps M. 251½— 26, Mais, buntes(mixed) M. 13½, do. etwas beschädigtes M. 12. Roggenkleie M. 5, Weizenkleie M. 4½. Rüböl im Detall M. 60. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 10 Nov. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren: Ochsen 366, Bullen „ der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Un⸗ 5 gewißheit vorgebeugt wird. 75 gende Punkte zu beachten: größeren Orten ist in Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe ftets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar in welchem die Wohnung sich der im Reichspostgebiet mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, noch des Näheren zu bezeichnen. nungen eignet sich die Angabe des Staates und bei* größeren Staaten des politischen Bezirks(Provinz, Re⸗ gierungsbezirk u. s. w.), in belegen ist, (Oder),(Elbe),(Rhein),(Main) ꝛc.], oder von Ge⸗ birgen[(Harz),(Riesengebirge) de 1 zusätzliche Bezeichnungen, wie[(Thüringen),(Altmark), 240, Kälber ca. 308. theil auf der Sendung anzugebe Qual. kunft der Sendungen n. Die Beachtung dieser nkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueber⸗ an die Empfänger wesentlich bei⸗ daher im eigenen Interesse der Ab⸗ Sendungen hiernach genau gen, und es liegt der, die Aufschriften der anzufertigen. Zur Sicherung schnellet Beförderung und Bestellung Dabei sind namentlich fol⸗ 8 1. Bei Postsendungen nach 9 der mpfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von 2. Auf Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der befindet, hinter der Orts⸗ ezeichnung„Berlin“ zu vermerken. 3. Gibt es mit dem zusätzliche Bezeichnung bei⸗ Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postver ufügen. 2 8 1 ö ge ehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem Abend 66½18, heute 65½—661½0—651 3 orte“, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittelung. Bahnen: Böhm. Nord ½ Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post⸗ eder Reichspostanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn belegene Bestimmungsort zwar— so empfiehlt es ich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung Zu derartigen Bezeich— welchem der Bestimmungsort oder auch die Angabe von größeren Flüssen gestaltete sich anfänglich 1 i bemerklich. Die Meldung Aufschrift die Wohnurg 8 in der früheren Fassung nicht mehr an den Reichstag gelangen riefen jedoch die Choleraberichte und die Vertheuerung des Geldstandes hervor, die aber in der Nachbörse in Folge höherer 2 2 8 Wiener Notirungen wieder einer festeren Tenden wich. Wohnung des Empfängers, der Postbezirk(O., N., NO. zc.), Egypter gingen unter ihren Abenberg um 1 waren aber schließlich wieder böher. Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, 4 125 241½, heute 242/8808 so ist dem Ortsnamen eine Mecklenburger ½0/o. schwächer. Von Banken: Disconto-Commandit 10%, Ungar. Credit⸗ bank 10% besser. Priorttäten fest. Von amerikan. Bonds: Denver und Rio 1½0% höher. Von Wechseln: Wien billiger, Disconto 35/0%/. M., 11. Nov. Die Tendenz auf bessere auswärtige Notir⸗ gen fest und machten sich besonders lebhafte Käufe in editactien und Disconto-Commandit zu höheren Coursen daß die Börsensteuervorlage D. Frankfurt a. werde, fand günstige Aufnahme. Weiterhin eine weniger freundliche Stimmung Creditactien, gestern 5/8 7/8. Staats bahn⸗ tien, gestern Abend 25075, heute 2505/8—3/4 8/8. Lombarden, gestern Abend 1229/8, heute 1225. Galizier, Egypter, gestern Von fl., Localbahnen/ fl. edriger. Schweizerische Bahnen anziehend. Von deutschen ahnen: Mainzer matter. Marienburger verloren //, Von ausländischen Fonds: Russen à 795,8 im Umsatz. stern Abend 226 ¼, heute 226104. Serbische Rente war Andere eher nachgebend. on Industriegetien: Bad Zuckerfabrik ½0/ schwächer. Italien theuerer. Privat⸗ Nicht minder sind (Lausitz) ꝛc.] für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsend— ungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bezw. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Send— ung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bezw. der Landes⸗ Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 11. Nov. 1884. Fohlen-Versteigerung. Freitag den 14. November, Nachmittags 2 Uhr, soll der Preußer'schen Hofraithe ein Saugfohlen, der 19. Preis, welcher auf das Loosnummer 10327 gefallen ist, öffentlich meistbietend versteigert werden. Der bei der Versteigerung erzielte Betrag steht dem Gewinner bis zu Ende dieses Monats zur Verfügung. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. 4047 Steinhäußer. ** 8 51 5 st Pferde-Versteigerung. Wegen Aufgabe der Oekonomie läßt Johann Wilhelm Becker Wittwe in Ober-Ros bach Montag den 17. Novem— ber d. J., Nachmittags 1 Uhr, 2 gute dunkelbraune Arbeitspferde, 5 Jahre alt, öffentlich meistbietend ver⸗ steigern. Ober⸗Rosbach am 11. November 1884. In Auftrag: Blecher, Bürgermeister. Versteigerung. Montag den 17. November und die folgenden Tage, jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der 4049 Burg, neben dem Lokal der Ackerbauschule, folgende Gegenstände versteigert werden: 1 Weißzeugschrank, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Kaunitz, 1 Kleiderschrank, 6 runde Wirthstische, mehrere lange Tische, mehrere kleinere Tische, 4 vollständige Betten mit Sprungfederrahmen und Matratzen, 1 Parthie Gartenstühle, mehrere Dutzend Wiener und Ulmer Stühle, eine große Parthie Weißzeug(Servietten, Tafel tücher, Handtücher e.), eine große Partbie Flaschen und Gläser, *** cieren, Kannen und Blechgeschirr, ꝛc.) eine Parthie Küchen. „„ 1 kleine Küchenwaage, 1 Schwarzwälder Wanduhr, mehrere Waschtische, 1 Schnellwaage, mehrere Spiegel, mehrere Commoden, 1 Clavierbank de., 1 Weißzeugpresse, 1 Mehlkasten, Porzellan(Teller, Platten, Sau— Messer und Gabeln(darunter silberne), 1 Steig- und 1 Doppelleiter, 1 große Wirthschaftskaffeemühle, 1 Cigarrenkasten mit Glasscheibe, mehrere Nachtttsche, eine Parthie Blecheinmachbüchsen, 9 Cocosläufer mit eisernen Beschlägen, Ofenschirm, gußeiserner Mörser, Zuckerschneider, Kaffeebrenner, Sitzbadewanne, eiserne Bettstelle, eine Parthie messingene Leuchter, 1 Handnäbmaschine, Bieruntersätze, 1 Stück dreitheilige Roßhaarmatratzen, 255 sämmtlich zu einem früheren Wirthschaftsinventar gehörig. In Auftrag: Schwarz, Hoftaxator. 228—— 4027 r E e e e eee ö FFC Bremen. SN Mit den neuen Schnelldampfern de norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika Näheres bei dem General-Agenten 2707 Chr. Emil Derschov, Ofrenbhach a. M., und dessen Agenten: 8 2 1 *. 2 4 8 machen. Major a. das„Frankf. nahme der Genannten unter dem Hinweise, daß die einzig Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 19 16. 16 do. in ½. 16. 17 16 Englische Sovereings 20. 38 20. 33 Russische Imperiales. 16. 73 16. 69 Diegten.—; „ al marco. 9. 665 9. Dollars in Gold. 4. 21 Den Wählern des Herrn D. Hinze zur Notiz, daß Journal“ die Auf⸗ Gegenerklärung des pure verweigert hat statthafte Antwort des Herrn Majors die gerichtliche Klage sei. „Mit allgemeinen Nedens⸗ arten sei hier keine Wider⸗ legung gegeben.“ 4050 Winterschuhe und Stiefel sind in größter Auswahl und guter Waare frisch eingetroffen und empfehle solche bestens. usagasse. 3611 Hch. 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Der Vorstand des Areiswahlvereins der deutsch-freisinnigen Partei des Wahlkreises Friedberg- Büdingen. Bienen⸗Honig, Holl. Zucker⸗Syrup empfiehlt billigst W. Bernbeck. Wollene Strümpfe für Herren und Damen, für Kinder in allen Größen. 1 4. F. Aletter. Zur gefl. Beachtung. Durch Uebernahme eines großen Trieotwaarenlagers werden, um wieder schnell damit zu räumen, einige Hundert Dutzend wollene, halbwollene und baumwollene Unterjacken, Unterhosen, Hemden, Jagdwesten zu einem sehr billigen Preise ausverkauft. Es ist daher Jeder— mann Gelegenheit geboten, seinen Bedarf für den Winter für wenig Geld zu decken. Achtungsvoll 3742 M. Netscher. Lungenschwindsüchtige, Brust- und Hals. kranke werden auf die Heilwirkung der Pflanze „Homeriaua“ aufmerksam gemacht, worüber während der Dauer von eirea 1½½ Jahren tausende unbestreitbare Beweise vorliegen, welche theils amtlich, theils ärztlich constatirt worden sind. Der Alleinverkauf der brühmten Pflanze ist übertragen Ernst Weidemann, Liebenburg a. 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Liederkranz in Friedberg. Abend ⸗ Unterhaltung im Saale des Hötel Trapp Sonntag den 16. November, Abends 7¼ Uhr, unter gefälliger Mitwirkung der Herren Adolf Müller (Bariton), Lehrer am Raffkonservatorium in Frankfurt und Friedrich Gatzert(Clavier), Lehrer am Gym— nasium zu Worms. 4033 Tasel- Obst. Neue ital. geschälte Birnen, „ Brünellen, „ lürk. Pflaumen, „ amerik. Apfelschnitzen, „ Feigen 4032 empfiehlt J. Baumeister. Einen Bäckerlehrling Bäckermeister See, Homburg v. d. H. Frisch geleerte.. Falatöl- und Weinfässer (zum Krauteinmachen) bei 3500 sucht 3906 Georg Groß. Im Bügeln im Hause empfiehlt sich Frau May, 2946 in der Burg, nächst dem Kreisamt. N. Minter-Schule und Stiefel in großer Auswahl zu enorm billigen Preisen empfehlen Spier& Kupfer, Strafanstalt-Schuh- Magazin, gegenüber dem Rathhause. 3904 FFP Kalender für 1885. Lahrer Hinkende Bote, große Volksausgabe M. 1. Hessischer Landkalender„ —— durchschossen„—.25 Reichsbote„ 10 Familienkalender 75 0 Gustav-Adolf-Kalender„—.35 Hebel's Rheinländischer Hausfreund„ 30 Spinnstube 15 130 Daheimkalender 5 Trewendt's Volkskalender„ Lahrer Bote 3 Vorräthig bei Carl Bindernagel. Neue Zwetschen, es „ Rosinen, „ Corinthen, „ Feigen W. Bernbeck. Als geübte Schneiderin im Anfertigen von Damen- und Kinderkleidern in und außer dem Hause empfiehlt sich empfiehlt Rosa Ross. Zu erfragen bei Herrn Kaufmann Stern, Usagasse, sowie bei Herrn Herz Aron Judengasse. 4044 Im Reinigen von Bettfedern empfiehlt sich Frau Möbs, 2166 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorhause. Auf Petritag wird ein 5 Dienstmädchen, 4039 Schöne Canarienvögel, gute Schläger, Harzer, bei Ilbenstadt. 4051 Konrad Braun. Gesundheitsunter jacken ärztl. empfohlen, Unterhosen, für Er⸗ sowie wachsene und Kinder, billigst bei 47 K. Friedrich. .—— SS——— Gegen⸗Erklaͤrung. Herr Major a. D. Hinze hat auf unsere bekannte Erklärung geantwortet, aber was? und wie? Er bezeichnet nur die Erzählung des fraglichen Lieferanten als gemeine Verleumdung, allein zur Hauptsache schweigt Herr Hinze. 1 Maßgebend allein ist und bleibt, und das hat Herr Hinze nicht geleugnet * g und kann es nicht leugnen, da wir für alle Thatsachen urkundlichen Beweis eines 1 preußischen Stabsoffiziers, welcher für die Wahrheit eintritt, besitzen: 1) daß er den fraglichen Lieferanten um ein namhaftes Darlehen angegangen, 2) daß dieser ihm das Darlehen abgeschlagen, 3) daß der Lieferant nach diesem eine Lieferung nicht erhalten hat, 4) daß, als dies zur Kenntniß der Offiziere seines Regiments kam, Herr Hinze veranlaßt wurde, schleunigst seinen Abschied zu nehmen. Diese einfachen Thatsachen genügen für Jeden, der nicht absichtlich die Augen zudrücken will, um einzusehen: die Handlungsweise des Herrn Hinze war eine derartige, daß er nach der Ansicht seiner Kameraden als nicht mehr würdig galt, der Armee ferner anzugehören. Die ehrenhafte Form der Entlassung des Herrn Hinze, worauf sich dieser beruft, beweist weiter Nichts, als daß jene Thatsachen der Allerhöchsten Stelle nicht bekannt geworden sind. Daß es bei dieser ehrenhaften Entlassung kaum bleiben wird, ist zweifellos, da sich nunmehr das Ehrengericht, das Herr Hinze vor seiner Abschiednahme nicht an— 1 gerufen hat, mit der Sache befassen muß. wegen„Veröffentlichung unliebsamer militärischer Schriften“ genommen. Die Whanptung auf einem Flugblatt der deutsch-freisinnigen Partei, daß bereits Klage gestellt sei, ist erlogen und eine etwaige Aeußerung, daß Klage gestellt werde, hat gar keinen Werth, denn man braucht dies ja nach der Wahl einfach nicht mehr zu thun; wir aber erwarten dieselbe zuversichtlich, um Herrn Hinze alles Das zu beweisen, worauf„sich einzulassen, diesem(erklärlicherweise) seine persönliche Würde verbietet“. Friedberg den 11. November 1884. Das natianal- liberale Wahl-Comité. J. A.: Jöckel, Rechtsanwalt. Erklärung. Es wird allgemein erzählt, der Kandidat der deutsch-freisinnigen Partei, Herr Major a. D Hinze habe auf seinen Pensionsgehalt verzichtet. Letzteres ist völlig unm ahr. Das Kriegsministeriun in Berlin hat auf Anfrage heute— 9. November— wörtlich geantwortet: „Major a. D. Hinze ist Pensionsempfänger und hat bis jetzt auf seine Militärpension ni clat verzichtet.“ Dies zur Charakteristik jenes durchsichtigen Wahlmanövers. Das national-liberale Wahl-Comité. 4036 Jöckel, Rechtsanwalt. Wie agitiren die Deutsch-Freisinnigen? Der würdige Geistliche des Städtchens A. läßt wöchentlich das Stuttgarter evangelische Sonntagsblatt in seiner Gemeinde zustellen. Das sieht ein schlauer„Freisinniger“, und darauf baut er seinen Plan. Er ruft den Jungen, der die Blätter herumträgt, zu sich, gibt ihm 30 Pf., und schiebt in jedes Cxemplar einen Stimmzettel, lautend auf den Namen des Herrn Major a. D. Hinze. Ist es auch nicht schoͤn, so hilft es doch; die biederen Landwirthe, die mit dem Sonn⸗ tagsblatte den Stimmzettel erhalten, denken:„Wenn unser guter Herr Pfarrer für den Major ist, so muß das wohl der rechte Mann sein.“ Sie wählen Hinze, und bekanntlich gelten die ergaunerten Stimmen gerade so viel wie die andern. 4036 Herr Hinze hat seinen Abschied weder wegen„eines Beinbruchs“, noch Casino. Das erste Damen- Casino mit Theater und Mufik findet am 19. November, Abends 7 Uhr, statt. 1043 Der Vorstand. nicht der„Deutsch— 5 8 2 3 22 2 2 S N———* 2 G S ———— SS C 283 2 222 f — 22 225 Wit — 2 2 SS— 3. S 5 2 2283 2 2 2— Ss 2—— ———— 5 2 O A . 55 3 SSE S„ — 2— S F Vetr 2 1 *————— 8 2 2— 2 S 2 —== 5 5 A 8„„ derli 2 2 2——— * E— 2 8 g 8 22S S wir —— 55—— 1 2:—— arten — 8 58 5— Git *—— 2 2— %—. 2= — 23 2 5 S 32 82 S 0 S 2 S S S A ‚ S SSS ů .— 2 2 2 3— S S o. SS S S 22 2 2— 9 S 2 8 und S 52S 8225 2 8 die 32323 2 8 3 7 2 o- O 22 e 2 8 wech 5 88 3 88 8 25— 8 38 3 3232 5 Si S N S 8 88 siͤck 33— S. einge SS S. e S g SS 2 22 5 mit S 8 S 2 8 22 2 283 2 2—* 2— 2 2 2 2 2 2 8— 2 1 Par „„ 2 2— 2 2 2 S 2 2= S 2 8 8 2 5 2 2 5 bau 2 SOS l 5—— Zelle O A= 2 2— 2 2 S S S 8 SS SS 8 S SS SDS S8 N zelle 2 2 8 werd —= 2— 2 3 2 888 2 2— Str ö 2—— S2 4 arbei — 2 2——— 2 1 Z SAS e . S 2 SS S„e 28* N. 2— chef SG S? Se Ss S 8 „ S— 2 2 2 S 3 RK= 2 32* SA 6—— S2 3— 2 2— 2— 18.— 8 — 2 r S 28 2 2—— 1 —= 2 8 2—— 2 Obe 2 2 S2 SS—»„F S 3 8 a 2 2— 82 2 8 2 S 2 8— 8. 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