1884. Dienstag den 12. August. 3 95 hufab⸗ Adolf— „ Oberhessischer Anzeiger. Dindecker'gz Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 5 1 5„„ 5 Erscheint dreimal wöchentlich und e Diens und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 8 g Ae an e 1 Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern ksoweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. eundlichst ein⸗ f. Betreffend: Die Ausführung des Unfallversicherungs⸗Gesetzes. Friedberg am 9. August 1884. Versend Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. fieller Diejenigen von Ihnen, welche unsere Verfügung vom 1. August 1884(Oberhessischer Anzeiger Nr. 92) noch nicht erledigt haben, verden hieran mit Frist von 24 Stunden erinnert. J. V. b. K.: Fey, Regierungs-Accessist. af Ah Betreffend: Die Vertilgung der Kleeseide. Friedberg den 9. August 1884. . 1 Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. 17 Wie man uns mittheilt, zeigt sich neuerdings in verschiedenen Gemarkungen des Kreises die Kleeseide in nicht unbedeutender Ausdehnung i uf den Feldern. Indem wir Sie auf das nachstehend abgedruckte Reglement vom 6. August 1870 verweisen, empfehlen wir Ihnen, die hierin 1 10 Ping vorgeschriebene Ermittelung alsbald eintreten zu lassen und eventuell uns unter Angabe der von Ihnen angeordneten Vertilgungs-Maßregeln 5 Anzeige zu erstatten. J. V. d. K.: Fey, Regierungs-Accessist. zeige Reglement 0=—. N 5 5 0.0 5 0 0 zum Schutze der Felder und Wiesen gegen die Verbreitung der Kleeseide für den Kreis Friedberg. Mit Zustimmung des Kreis⸗Ausschusses des Kreises Friedberg und mit Ge- festgesetzten Zeit Seitens des Naturalbesitzers der Verfügung entsprochen worden ist, sehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 4. August l. J. zu mit öffentlichen Mitteln auf Kosten des Betreffenden aus. Die Commission wacht er. M. d. J. 10658 werden für den Kreis Friedberg zur Vertilgung der Kleeseide[darüber, daß die von ihr vorgeschlagenen Maßregeln richtig und ordnungsmäßig weihung meines ztem Dichtset bestens georg. sachstehende Vorschriften erlassen: befolgt werden. Außerdem macht der Bürgermeister von dem Auftreten der Klee— 0 1. Zum Schutze der Felder und Wiesen gegen die Verbreitung der Kleeseide] seide in der Gemarkung dem Kreisamt Anzeige, welches im Laufe des Herbstes oder eph Bezold. bird in jeder Gemeinde des Kreises vom Gemeinderathe eine Commission von drei[ Frühjahrs die von dem Kreisausschuß für diesen Zweck zu erwählende Commission lezw. 6 Mitgliedern(je nach der Größe der Gemarkung) alljährlich zu Johannis auf nach den von der Kleeselde heimgesuchten Distrieten sendet, damit sich dieselbe von Jahr gewählt; die Bildung der Commission wird unter Nennung der Mitglieder[den zur Vertilgung der Kleeselde angewendeten Maßregeln überzeugen kann. Dem in der Gemeinde publieirt. Kreisamte ist über das Resultat der Inspeetlon von Seiten der letztgedachten Com— 2. Die Commission hat die Aufgabe, zu ermitteln, ob sich in der Gemarkung mission Bericht zu erstatten Varl Wollt. leeseide vorfindet und wird hierin von den Feldschützen unterstützt, welche bei 5. Die Maßregeln zur Einschränkung resp. Ausrottung der Kleeseide sind Strafe gehalten sind, jeden einzelnen Fall des Vorkommens von Kleeseide in der f folgende: Zeigt sich die Kleeseide nur an elner oder an einzelnen kleinen nicht über l Gemarkung der Commission sofort anzuzeigen. Hat die Commission irgendwo in[ein Meter im Durchmesser betragenden Stellen und in einer durchschnittlichen Ent— 0 0 der Gemarkung Kleeseide entdeckt, so macht sie sofort dem Bürgermeister Anzeige] fernung derselben von mindestens 15 bis 20 Metern, so werden die betreffenden atwetg, davon, indem sie zugleich die zur Einschränkung resp. Ausrottung der Kleeseide er-] Stellen in einem etwas größeren Umkreise auf etwa 20 bis 25 Centimeter tief(je forderlich scheinenden Maßregeln demselben vorschlägt. nach Beschaffenheit des Bodens) sorgfältig umgegraben, so daß nirgends eine Spur up 3. Zur Erfüllung ihrer Aufgabe wird die Commission verpflichtet, 8 Tage von Klee sichtbar bleibt. Finden sich im weiteren Verlaufe nach Ausführung dieser sach allgemeiner Beendigung der Getreide Erndte die neuen Klee- und Luzernefelder] Maßregel wieder neue Stellen mit Kleeseide oder zeigt sich letztere überhaupt bald Nu tuf Kleeselde zu untersuchen und diese Untersuchung in Zwischenräumen von höchstens[in größerer Ausdehnung und Menge als eben angeführt, so daß eine Einschränkung cht N 14 Tagen während der Monate August, September und October und ebenso im d derselben durch bloses Umgraben der betreffenden Stellen von sehr zweifelhaftem 1 frühjahre von Mitte Mai an mehreremale zu wiederholen, auch auf jede etwaige[Erfolge zu bleiben verspricht, so ist das ganze Feld in einer Tiefe von mindestens 0 Anzeige von Seiten der Feldschützen, oder irgend welcher anderer Personen von dem[12 bis 15 Centimeter umzupflügen. Es bleibt der Commission überlassen, an Stelle J Kb Vorkommen der Kleeseide Untersuchung der betreffenden Stellen eintreten zu lassen.] des Umgrabens auch das Verbrennen der betreffenden Kleeseidestellen mit Stroh, 0(benso wie die Felder sind die Wiesen, Raine, Gräben, Böschungen ꝛc. von der[welches zur Beschleunigung und sicheren Wirkung des Verfahrens vorher mit Petro— 5(ommission zu besichtigen, da die Kleeseide hier häufig auf den verschiedenen Klee- leum getränkt wird, als Vertilgungsmittel anzuordnen. Unter allen Umständen ist erübel teten, auf Ginster, Quendel, Heidekraut, Wicken ꝛc. vorkommt. Ueber den Rund- aber die Vertilgung der Kleeseide vor deren Blüthe resp. Samenbildung vorzunehmen. 1 fung der Commission in der Gemarkung ist ein Protokoll von derselben aufzunehmen. 6. Gegenwärtiges Reglement wird innerhalb des Monats Juli jeden Jahres, Herren. 4. Ist dem Bürgermeister von der Commission das Vorhandensein von Klee- nach welchem die Kleesetde in der Gemarkung aufgetreten ist, in der Gemeinde 7 ide auf irgend einer Stelle der Gemarkung angezeigt, so gibt derselbe sofort dem[öffentlich bekannt gemacht und so lange aufrecht erhalten, bis nachweislich jede ö aturalbesitzer der Fläche auf, die von der Commission in Vorschlag gebrachten] Spur von Kleeseide in der Gemarkung verschwunden ist. 0 Maßregeln zur Einschränkung resp. Ausrottung der Kleeseide spätestens innerhalb Friedberg den 6. August 1876. Großh. Kreisamt Friedberg. 5 11 b Tagen in Anwendung zu bringen und führt dieselben, falls nicht innerhalb der Tra pp. ib.— 95 f 1 0 9 224 0 Vetreffend: Prüfungen für die Volksschullehrer. Friedberg am 4. August 1884. 1 11 Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. e 2.; 5 5 S 7. eb N e a„ n 5 len gh. Jh Wir empfehlen Ihnen hiermit, die Lehrer, Schulverwalter und Verwalterinnen bezw. Gehülfen Ihrer Schulen, sowie auch die Aspiran— gase dal innen, welche hierbei in Betracht kommen, darauf aufmerksam zu machen, daß nach den in letzter Zeit in der Darmstädter Zeitung erschienenen a Bekanntmachungen der obersten Schulbehörde im Herbste l. J, folgende Prüfungen stattfinden sollen: Untersuchue 1. Die in Art. 33 des Volksschulgesetzes vorgesehene erweiterte Prüfung: Montag den 27. October d. J., Vormittags 8 Uhr, in Darmstadt. dn e,. 2. Die Schlußprüfung der Schulamtsaspiranten und Aspirantinnen: Montag den 6. October l. J., Vormittags S Uhr, ebenfalls zu Darmstadt. audeds. 3. Die erste Prüfung der Schulamtsaspirantinnen vom 22. bis 24 September d. J. zu Bensheim. 75 fil Die Anmeldungen zu diesen Prüfungen haben zu erfolgen: 5 5 4 bel ö 1. Für die erweiterte Prüfung bei uns bis spätestens zum 15. September l. N 6. Darmst. Zeitung Nr. 198 J. Bl. vom 18. Juli el. J.). Breaks, an 2. Für die Schlußprüfung gleichfalls bei uns bis spätestens zum 6. September l. J.(s. Darmst. Zeitung Nr. 217 J. Bl. vom 6. August 1 39 1 den ge 3. Für die erste Prüfung der Schulamtsaspirantinnen alsbald bei der Großherzoglichen Direction des Schullehrer-Seminars zu Bens— Wige, c heim(s. Darmst. Zeitung Nr. 197 vom 17. Juli l. J.).. l rm Das Nähere über die beizubringenden Anlagen ꝛc. ist aus den betreffenden Bekanntmachungen zu ersehen. rc, Schl. Dr. Braden. J. eff Bel nn dun g. Betreffend: Die Viehpreisvertheilung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen in 1884. Die diesjährige Viehpreisvertheilung des landw. Vereins von Oberhessen soll III. Schwetn e und zwar: 1. Mutterschweine, trächtig oder mit Ferkeln; ar Donnerstag den 4. September zu Lauterbach abgehalten werden. Mit derselben 2. Eber; 3. Zuchtschweine im Alter von wenigstens/ Jahr. 77 5 weine Ausstellung von Produeten landwirthschaftlicher Thätigkeit, sovie von Ma— IV. Schafe, und zwar: 1. Zuchtschafe in Loosen von wenigstens 3 Stück; 10 scinen und Geräthen verbunden. Prämiirt werden:„ 2. Böcke. 5 10 J. Pferde, und zwar 1. Zuchtststuten mit Fohlen; 2. Zuchtstuten, bezüglich V. Ziegen. Letztere müssen, insofern sie im Besitze von Privaten sind, eine bestimmte Zeit lang angekauft sein und zwar Stuten mit Fohlen mindestens 1 Jahr; Bullen, Rinder, Zuchtkühe und Zuchtschweine ½ Jahr. Fohlen, welche bis zum Alter von 2½ Jahren noch nicht eingespannt worden sind, sollen vor anderen den Vorzug haben. Die Bewerber haben amtliche Bescheinigungen über die bezüglich der Thiere geforderten (Voraussetzungen beizubringen. Unrichtige Angaben des Ausstellers in Bezug auf II. Rindvieh und zwar: 1. der einheimischen Vogelsberger Gebirgsrace; lebte! 2. der Simmenthaler Race, und 3. der Kreuzung von beiden vorhergenannten Racen; K J. der Niederungsracen. 5 10 Im Einzelnen: a. Bullen von Privaten, Gemeinden und Gemeindebullen⸗ helltern, im Alter von 1— 2 Jahren; b. Rinder, die sichtbar trächtig sind, von biren diesjähriger Deckschein vorliegt; 3. Fohlen, die nicht mehr saugen. Vom Aussteller selbst gezüchtete Thiere werden höher prämiirt, als gekaufte. ö ll. 3 Jahren; c. Zuchtkühe. 0 die bestimmten Anforderungen an die concurrirenden Vieh prämiirt werden. currenz keine Prämien gekommen sind, und zwar 10 Pfennig für Prämiirung des thunlichst mit Ausschluß des Publikums in abgegrenzten Räumen vorzunehmen. Namen der Aussteller dürfen den Preisrichtern vor der Prämtirung nicht mitgetheit Zur Preisbewerbung sind Nur die aus Mitteln des Bezirksvereins des Kreises Lauterbach, bei aus gestellten gleich preiswürdigen Thieren, Mitgliedern des landw. Brzirksver— Die Hälfte der verfügbaren Prämikrungs summe wird ausschließlich für die kleinen Grundbesitzer reservirt und die Bestimm— den Preisrichtern überlassen. Thiere der kleinen Landwirthe werden besonders vorgeführt. Viehhändler als solche sind von der Bewerbung aus bereits bei einer Preisvertheilung eines Bezirks prämtirt worden sind, können in derselben Categorie nicht wiederholt einen Preis bei der bevorstehenden Preis- Anmeldungen zur Betheiligung bei der Ausstellung beliebe man bis zum Die Einlieferung von auszustellenden Erzeugnissen der Landwirthschaft, werden. Die Thiere sind nach Nummern vorzuführen. alle Angehörigen der Provinz zugelassen. stammenden Preise werden lediglich den Angehörigen eins Lauterbach vorzugsweise gewährt. ung, wer zu solchen zu rechnen ist, N. bach einzureichen. zum 2. September erfolgen. Friedberg den 11. August 1884. Thiere haben zur Folge, daß etwa zuerkannte Prämien wieder zurückgezahlt werden müssen und daß der Aussteller in solchem Falle durch 5 Jahre von der Zulassung zu Pr ist. Es kann nur wirklich preiswürdiges, den verlangten Eigenthümer solchen Viehes, welche wegen zu starker Con- erlangen konnten, erhalten auf Verlangen eine durch die Preisrichter festzusetzende Wegentschädigung, wenn sie über 10 Kilometer weit her— den Kilometer. Viehes durch die Preisrichter beginnt Vormittags 8 Uhr und ist geschlossen. Thiere, welche vertheilung erhalten. ämitrungen ausgeschlossen Lelstungen entsprechendes sowie Maschinen verbunden. Die Musterung und Die Im Uebrigen erfolgt die und Die prämiirten 25. 5 landw. Die auszustellenden Thiere müssen am 4. September, Vormittags des Verlustes der zuerkannten Prämien oder Wegentschädigung auszuhalten. züglich der Erhebung eines Standgeldes bleibt Bestimmung vorbehalten. zustellenden Maschinen, Geräthen, Werkzeugen Die Größe der einzelnen Preise wird von den Preisrichtern bestimmt. dem Staatsfonds fließenden 1000 Mark sollen dieselben 60 Mark und bei Kleinvieh nicht unter 30 Mark pro Stück oder Loos betragen. Zuerkennung der Preise nach Maßgabe der für die landw. Vereine gültigen, in Nr. 7 der Zeitschrift für die landw. gedruckten Prämitrungsordnung. Im Ganzen stehen zur Verfügung: Aus dem Staatsfonds Aus Provinzialvereinsmitteln Aus dem Bezirksverein Lauterbach 500„ Ein Aussteller kann auf der bevorstehenden Ausstellung in einer Categorie nur einen der bewilligten ist eine Verloosung von Vieb, Geldpreise erhalten. Mit der Ausstellung landwirthschaftlichen und sonst nützlichen Geräthen Jeder Aussteller hat die Ausstellungszeit bei* e⸗ Den aus⸗ ꝛc. sind die Verkaufspreise anzuheften. Bei den aus bei Großvieh nicht unter Vereine in 1882 ab— 1000 Mk. 1000„ Zusammen 2500 Mk. Friedelhausen, am 2. August 1884. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen. Aldalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Mts. bei Herrn Rentmeister Lipp zu Lauter— Maschinen und Geräthen wollen bis spätestens 7 Uhr, am Ausstellungsplatz zur Stelle sein. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. W. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor. Deutsches Reich. Friedberg. Bei den Landtags-Wahlen wurden gewählt: Stadt Darmstadt: Oberbürger— meister Ohly und Banquier Wolfskehl. Stadt Mainz: Joh. Falk III und Prof. Schlenger. Stadt Gießen: Rechtsanwalt Metz. Stadt Offenbach: Fabrikant Böhm. Stadt Friedberg: Rechtsanwalt Jöckel. Stadt Alsfeld: Fabrikant Grünewald. Stadt Worms: Andr. Reinhart Stadt Bingen: Redacteur Pennrich. Provinz Starkenburg: 2. Wahlbezirk: Bürgermeister Kredel in Michelstadt. 4. Wahlbezirk: Ober— amtsrichter Arnold in Darmstadt. 6. Wahl— bezirk: Georg Schönberger in Groß-Bieberau. 7. Wahlbezirk: Sparkasserechner Lautz in Groß Umstadt. 9. Wahlbezirk: Rechtsanwalt Metz in Darmstadt. 13. Wahlbezirk: Obersteuerrath Baur in Darmstadt. 16. Wahlbezirk: Philipp Wasserburg in Mainz. Provinz Oberhessen: 3. Wahlbezirk: Apotheker Dr. Vogt in Butzbach. 6. Wahlbezirk: Freih. Adalbert von Rabenau. 9. Wahlbezirk: Bürgermeister List in Lauterbach. 10. Wahlbezirk: Bürgermeister Muth in Salz 11. Wahlbezirk: Gutsbesitzer Sturmfels in Ulfa. Provinz Rheinhessen: 1. Wahlbezirk: Joh. A Möllinger in Pfeddersheim. 6. Wahlbezirk: Dr. Schröder in Darmstadt. 9. Wahlbezirk: Dr. Büchner in Darmstadt. Darmstadt, 9. Aug. Prinz Albert Victor, ältester Sohn des Prinzen von Wales, ist heute hier eingetroffen, am Bahnhof empfangen wor— den und mit dem Erbgroßherzog nach dem Jagdschloß Wolfsgarten gefahren, woselbst der Prinz mehrere Tage verweilen wird. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 20 enthält: 1. Bekanntmachung, die Ausführung des versicherungsgesetzes betreffend. 11. Uebersicht der für 1884/85 in den israelitischen Religionsgemeinden des Kr. Darmstadt genehmigten Umlagen. 111. Ordensverleihungen. IV. Namensveränderung. V. Dienstnachricht. Dem evangel. Pfarrer Brüning zu Hüttengesäß wurde die Pfarrstelle zu Hähnlein über tragen. VI. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: Eine Lehrer stelle zu Wallerstädten, Gehalt 900 M. VII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Hofmusiker Planz zu Darmstadt; der Forstwart Naumann zu Reimenrod; der Forstwart Simon zu Ohmes; der Ober Rechnungs-Revisor Daab zu Darmstadt; der Amtsrichter Raab zu Laubach; der Distrietseinnehmer Habich zu Burkenau; der Schullehrer Schmehl zu Allendorf a. d. L. — Das Regierungsblatt Nr. 21 enthält die Verordnung, die Gewerbsteuer betr. — Das Regierungsblatt Nr. 22 enthält: Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes über die Anfertigung und Verzollung von Zünd— hölzern betr. — Das Regierungsblatt Nr. 23 enthält: Bekanntmachung, die Berechnung der Dienstzeit der nach dem Edict vom 12. àupril 1820 pen— sionsberechtigten Civilbeamten betreffend. Der Commandeur des Gendarmerie— Distriets Oberhessen Major Beck wurde zum Unfall hessen, der Major v. Follenius zum Comman-] Ein großer Zug setzte sich nach der Börse in deur des Gendarmerie-Districts Oberhessen, der Ministerialrath Hallwachs zum Geh. Staats rath in dem Ministerium des Innern und der Justiz, der Kreisrath Rothe in Offenbach zum Ministerialrath in dem Ministerium des Innern und der Justiz, der Kreisassessor v. Zangen in Darmstadt zum Rath bei der Provinzial-Direction Oberhessen mit dem Amtstitel„Regierungsrath“ und der Regierungsaccessist Dr. Linß aus Darm— stadt zum Kreisassessor ernannt. Berlin, 8. Aug. Der Kaiser ist heute Morgen in bestem Wohlsein in Großbeeren an— gekommen und begab sich alsbald in offenem vierspännigen Wagen nach Schloß Babelsberg. — Die Meldung verschiedener Blätter, daß der Kapitän zur See v. Hollen, oder andere deutsche Marineofficiere demnächst in den türkischen Militärdienst treten würden, ist unrichtig. — Die französische Presse beschäftigt sich eifrig mit einem Artikel des„Figaro“, welcher für ein Bündniß zwischen Frankreich und Deutsch— land eintrat. Mehrere Blätter äußern sich über den Vorschlag viel freundlicher, als man es z. B. nach der ersten Aeußerung des Chauvinisten— blattes Republique frangaise erwartet hätte. Die France sieht in dem Artikel einen Beweis, daß man in Frankreich anfange, eine Politik des Verstandes an die Stelle der„Politik der Sen— timentalität“ zu setzen; sie billigt dies, wenn— gleich es ihr zu weitgehend scheint, von einer „Allianz“ mit Deutschland zu sprechen, so meint sie doch, daß eine„Verstandesehe mit der Mög— lichkeit der Scheidung“ angezeigt sei. — Die Gesellschaft für deutsche Colonie— sation forderte sämmtliche deutschen Vereine, welche colonialpolitische, überseeische und handels— politische Ziele verfolgen, auf, sich zu einem allgemeinen deutschen Colonisationsverband zu vereinigen. Zur Berathung darüber wird eine Delegirten-Conferenz aller Vereine in Berlin vorgeschlagen. Homburg, 7. Aug. Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz ist zum Kurgebrauche hier eingetroffen. Die Kronprinzessin des Deutschen Reiches wird Ende dieses oder Anfangs nächsten Monats hier erwartet. Meiningen, 9. Aug. Der Landtag ist vertagt worden, nachdem die Eisenbahn Ludwig— stadt⸗Lehesten und der bezügliche Staatsvertrag mit Bayern genehmigt worden waren. Ausland. Belgien. Brüssel, 8. Aug. Die Kammer nahm heute die Vorlage, betr. die Wiederher— stellung diplomatischer Beziehungen zur Kurie, mit 73 gegen 44 Stimmen an. An den Zu— gängen zum Kammergebäude waren dieselben po— lizeilichen Sicherheitsmaßregeln wie gestern ge— troffen. Der Bürgermeister von Brüssel hatte heute eine Besprechung mit dem Minister des Innern. — 10. Aug. Heute fand die angekündigte Commandeur des Gendarmerie-Districts Rhein— Nundgebung gegen das neue Schulgesetz statt. Bewegung; dort hielt Jauson eine Rede, im der er an die Thronrede des Königs bei Eröffnung der Kammersession im Jahre 1878 erinnerte, das Ministerius und das neue Schulgesetz heftig angriff und die Zurückziehung des letzteren und die Auflösung der Kammer verlangte. Von der Börse aus begab sich der Zug nach den ver— schiedenen Ministerien, wo unter Hochrufen auf den König die Eutlassung des Ministeriums ge— fordert wurde. Die Ordnung wurde nirgends gestört. Frankreich. Paris Einem Privattele— gramm der Voss. Ztg. zufolge soll Waddington beabsichtigen, von seinem Londoner Botschafter— posten zurückzutreten — 9. Aug. Grevy empfing heute den Be— such des Königs von Schweden, der für einige Tage hier eingetroffen ist. — 9. Aug. Ein französisches Geschwader von 5 Kriegsschiffen unter dem Commando des Admirals Lespes hat Kelung auf der Insel Formosa bombardirt und genommen. Patenotre erklärte den chinesischen Delegirten, es hänge von dem chinesischen Ministerrath ab, die Be— setzung Kelungs durch Erfüllung der französischen Forverungen abzukürzen. Die Entschädigung für Frankreich wurde auf 80 Million ermäßigt. Versailles, 8. Aug. Nationalversammlung. Laisant verlangte die unbeschränkte Revision and griff das Ministerium und die Majoritaͤt der Nationalversammlung heftigst au. Der Bericht— erstatter der Commission erklärte gegenüber Montjau, welcher die Beseitigung des Senats gewünscht, die Vorgänge in der Sitzung vom letzten Montag würden genügen, des Einkammer— systems überdrüssig zu werden. Nach einigen Bemerkungen Chesnelong's, worin er verschie— dene Behauptungen des Berichterstatters richtig stellte, vertheidigt Pelletan die Machtvollkommen. heit der Nationalversammlung gegen jedwede Vereinbarung. Dauphin setzte auseinander, daß die vorliegende Vereinbarung aus dem Einver— nehmen der Majoritäten beider Kammern her— vorgegangen sei. Diese Ausführungen riefen lebhafte Proteste auf der Rechten und Linken hervor, Dauphin wurde gezwungen die Redner— tribüne zu verlassen. Als hierauf Schluß der Generaldebatte durch Aufheben der Hände be— schlossen wurde, nahm der Lärm zu. Jolibois bestieg die Tribüne, wurde aber vom Präsiden— der verließen ihre Plätze und drängten der Tri— büne zu. Der Tumult war wieder über alle Beschreibung und die„feinen“ Franzosen be— schimpften sich mit den gemeinsten Worten. Prä— sident Leroyer bedeckte sein Haupt und suspen— dirte die Sitzung. Nach Wiederaufnahme der einzelnen Artikel. Ein Amendement Barodet welches die Einberufung einer constituirender ten am Sprechen verhindert, zahlreiche Mitglie- Sitzung begann der Congreß die Berathung der Versammlung verlangt, wird bei der Vorfrage mit 493 gegen 286 Stemmen abgelehnt. Barodet —— 1 4 4 ( — 1 2 2 5 1 zu Lauter 5 spätesteng 5 elle sein.„ 5 or. — er Börse tede, in du 1 Eröffum 5 erinnert, geset het etzteren l Von der h den ber- f chrufen auf teriums ge— e nirgends Privattele: Vaddingkon Bolschafter ite den Bi⸗ r für eine Geschwabg mando des der Jh Pence „es hülg N b, die WM.. ranzösische Ischädigu S u ermäßig. sammluag 80 Jeviston d S asoritit z f Der Bell. a gegen des Seu, Sitzung del und sechs andere Deputirte, welche das Amende— ment mitunterzeichnet, verließen hierauf den Saal. — 9. Aug. Die Nationalversammlung lehnte mit großer Majorität zwei Amendements, betr. die Proclamirung der Souveränetät des Con— gresses mittelst der Vorfrage, ab. Der Congreß hat von den gegen den Revisionsentwurf ge— richteten Anträgen bisher überhaupt fünf ab— gelebnt, etwa zwanzig sind unerledigt. Die heutige Sitzung verlief ruhig. Türkei. Constantinopel. Der Aufstand in Bemen(Arabien) gewinnt an Ausdehnung. Der Gouverneur verlangt Verstärkungen. Es ist zweifelhaft, ob die von der Pforte beschlossene Erhöhung der Garnison in Vemen auf 10,000 Mann genügen werde. Rußland. Petersburg. Als Stabsquar— tier des Amurmilitärbezirks wurde officiell Cha— barowia bestimmt. Amerika. New-Pork, 9 August. Die Saint⸗-James Gazette, Echo und andere Abend— blätter veröffentlichen eine Depesche, wonach drei deutsche Socialisten verhaftet worden sind, weil sie durch Straßenanschlag die Adresse eines socialistischen Comites verbreiteten, worin der Anarchist Stellmacher in Wien verherrlicht und zur Förderung der socialen Revolution auf— gefordert wird. Aus Stadt und Land. h. Friedberg. Ich habe meine Badekur für diesen Sommer begonnen und zwar mit warmen Bädern in unserer Badeanstalt. Warum fahre ich denn nicht nach Nauheim? Einfach darum, um Zeit, Umstände und Geld zu sparen, und weil ich überzeugt bin, daß die gute Wirkung so keine geringere ist, als wenn ich nach Nauheim führe. Ja wenn man sich in Nauheim ein— miethet, da ist's anders, so aber geht durch die Reise— Umstände verloren, was man in anderer Beziehung besser zu finden glaubt. Ich habe für meine Ansicht Aerzte auf meiner Seite. Die Aerzte lassen die Armen hier baden, was aber diesen gut und heilsam ist, das kann lbei Nichtarmen nicht anders sein. Zudem kann man ha hier die Zusätze von Salz u. s. w. zu den Vädern haben. Das Flußbad wird gut besucht; ebenso macht das Schwimmen und Schwimmenlernen Vielen große Freude. Ich wollte diesmal nur schwächliche und ältere Personen auf die Vortheile aufmerksam machen, die es hat, bier auch die warmen Bäder, die man ganz nach Wunsch haben kann, zu nehmen. Gießen. Auf unserer Landesuniversität befinden ich in diesem Sommersemester 523 Studirende, und gwar 419 Hessen und 104 Nichthessen. Es widmen sich: Der evangelischen Theologie 92, der Rechts wissenschaft 57, der Mediein 90, der Thierheilkunde 36, der Zabnbeil— kunde 6, der Forstwissenschaft 46, der Cammeralwissen— schaft 29, der Mathematik 29, der Classischen Philo— logie 38, der Neueren Philologie 24, Geschichte 5, Philo— sophie, Naturwissenschaften 32, Chemie 20, Pharmacie 17. Allerlei. Hamburg, 9. Aug. Eine Depesche aus Saigun von heute meldet, daß der deutsche dreimastige Schooner „Anine“ auf offener See untergegangen sei. Ein Theil der Mannschaft und der Capitän seien gerettet. Wien, 8. Aug. Der Anarchist Stellmacher wurde heute hingerichtet; derselbe blieb trotzig und unbewegt bis zum letzten Augenblick und den Seelsorger schroff abweisend. Er hinterließ eine umfassende Selbstbiographie. Paris, 9. Aug. Von gestern bis heute Vormittag sind in Marseille 8, in Toulon 4, in Arles 6 und in Gigeau(Departement Herault) 18 Personen an der Cholera gestorben.— 10. Aug. Von gestern Vormittag 10 Uhr bis heute Vormittag 10 Uhr sind in Marseille 17, in Toulon 5, in Gigeau 10 Personen an der Cholera gestorben. Außerdem sind in der Umgebung von Mont— pellier einige isolirte Choleratodesfälle vorgekommen. London. General Brine beabsichtigt am 12. d. eine Luftreise über den Canal zu unternehmen. Die Füllung des dazu benutzten Ballons wird 38,000 Kubikfuß Gas erfordern. Die Abfahrt soll von Dover aus stattfinden. General Brine hofft das jenseitige Ufer gleichzeitig mit dem Postdampfer zu erreichen. Rom, 9. Aug. Nach offieiellen Berichten, die vom 7. Mitternacht bis 8. August Mitternacht reichen, sind in Dronero(Provinz Cunco) einer, im Weiler Piznaroli bei Cairo im Bezirke Montenotte zwei, in Pancalieri zwei, in Osasio drei Choleratodesfälle vorgekommen. Aus Pignaroli wird ein, aus dem Weiler Bellini zwei neue Eikrankungsfälle gemeldet. In den Lazarethen ist weder ein neuer Erkrankungsfall- noch Todesfall vor— gekommen. Die Provinz Alessandria ist von Infeetions— krankheiten frei. Salerno, 8. Aug. Der Pulverthurm des Castells in San Giorgio ist heute in die Luft geflogen, wobei drei Todte und drei Verwundete vorkamen. Athen. Ueber die Ursachen des Feuers im könig lichen Schlosse ist eine Untersuchung eingeleitet worden. Der Schaden ist weniger erheblich, als angenommen wurde; nur das Dach des nördlichen Flügels ist nieder— gebrannt und einige Zimmer unter demselben wurden beschädigt. Bei den Rettungsarbeften wurden 44 Per— sonen verletzt, aber keine getödtet oder schwer verwundet. sp. Baltimore. In Conshohocken, Penns, hat am 13. Juli Joh. May, ein deutscher Schuhmacher aus dem Darmstädtischen, früher bei L. Leopold in Friedberg in Arbeit, seine eigene Tochter ermordet. Er stand Morgens 2 Uhr auf und begab sich in das Schlafzimmer seiner sechs— zehn Jahre alten Tochter Lizzie, der er unziemliche An— träge stellte. Als dieselbe ihn zurückwies, ging er in seine Werkstätte, wo er ein zweischneidiges, fünf Zoll langes Messer nahm, mit dem er, nach dem Schlaf— zimmer zurückgekehrt, seiner Tochter eine Anzahl tödt— licher Stichwunden beibrachte. Hierauf versetzte er sich selbst sechszehn Stiche in die Herzgegend, die seinen baldigen Tod zur Folge hatten. Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1— 1.10, Eier 1 Stück 6 Pf. Gießen, 6. Aug. Der heute und gestern dahier abgehaltene Viehmarkt war stark und fast mit lauter gut genährtem Vieh befahren. Es waren anfgetrieben: 8 Pferde, 1856 Stück Rindvieh und 550 Stück Schweine. Der Handel war im Allgemeinen nicht so lebhaft als auf den vorhergehenden Märkten. Nächster Markt Dienstag den 19. und Mittwoch den 20. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt. Gießen, 9. Aug. Auf dem beutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.75 1.00, Eier 1 Stück 5—6 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.65, Hühner per Stück M. 0 901.30, Hahnen per Stück M. 0.55 0.80, Enten per Stück M. 1.10— 1.40, Ochsenfleisch per Pfd. 68—70 Pf., Kuh- und Rind— fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel— fleisch 60 70 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5—7., Zwiebeln per Ctr. M. 12. Frankfurt, 8. Aug. Heu- und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf ca. 50 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.60—3., für Stroh M. 1.60— 2.10.— Buttermarkt. Für Butter wurde im Engroshandel bezahlt per Ctr. M. 80, im Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1.— 1.10. Frankfurt, 9. Aug. Wochenmarkt. Gemüse, Kar— toffeln und Zwiebeln hatten ihren vorigen Preis, Perl— zwiebeln per Liter 70 Pf., Salatgurken zum billigsten Preise nahezu unanbringlich. Von Obst waren die ersten italtenischen Trauben am Markt en gros per Pfund 80 Pf., ital. Pfirsiche 75 Pf. Stark verhandelt nach dem Norden werden Aepfel, Birnen und Pflaumen. Eier per Hundert M. 55.50. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 12. August: Die Stumme von Portici. Mittwoch den 13. August: Außer Abonn.: Alida. Donnerstag den 14. August: Die Entführung aus dem Serail. Hlerauf: Coppelia.(Ballet.) Freitag den 15. Aug.: Außer Abonn.: Nanon. Samstag den 16. August: Neu einstudirt: Iphigenie in Aults, von Gluck, nach der Bearbeitung von R. Wagner. Sonntag den 17. August: Lakme. Schauspielhaus. Dienstag den 12. August: Die Karlsschüler. Mittwoch den 13. August: Die Goldprobe. Donnerstag den 14. August geschlossen. Freitag den 15. August: Durchs Ohr. Samstag den 16. August: Fedora. Sonntaß den 17. August: Reif-Reiflingen. Boltsbad. Wasserwärme am 11. Aug Mittags, 180 Reaumur. Walter. Die Versucherin. Konkurs-Verfahren In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Gebrüder Arnstein zu Friedberg und dasjenige der Inhaber des Geschäfts, Meyer& Leopold Arnstein, st in Folge eines von den Gemeinschuldnern gemachten Worschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin muf Montag den 1. September 1884, Vormittags 9 Uhr, wor dem Großherzoglichen Amtsgerichte hierselbst anbe— sraumt. Friedberg den 2. August 1884. Weber, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. 2942 *** 10*. 1 0 ab, Mobiliar-⸗Versteigerung. F er vat.] Mittwoch den 13. d. Mis., Nachmittags 2 Uhr, atters ch lollen in hiesigem Rathhaus die Mobilien des ver— ollkommeh storbenen Georg Schimpf, nämlich: 1 Taschen⸗Uhr, th Jede: Bettstellen, 1 Kleiderschrank, Bettwerk, Herrenkleider egen Je e u. s. w., an den Meistbietenden versteigert werden. einandel, 0* Friedberg den 7. August 1884. dem Cub Sz Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. E 2953 Steinhäußer. wa S toi en-Fieferun 1 . 7— e 0, E Steinkohlen-Lieferung. N 95 Nedlll⸗ 82 Die Lieferung des Bedarfes an Steinkohlen für das u die? del St Rathhaus, die Schulen, das Versorgungshaus und das f Schah 0 22 Hospital soll im Submissionswege vergeben werden. t Hände 4 Angebote sind bis zum 15. d. Mts. bei der unter⸗ 4 Jobs seichneten Bebörde, allwo auch die näheren Bedingungen zu. rüde, S2 ju erfahren sind, einzureichen. om 1. zl Friedberg den 11. August 1884. ei 11 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. gate del 192 956 Stein häußer. ö 0 2 K bel 7 2 2. % Desinfect ‚ race kSinfecnhlons-Pulver, Helen 10 in Cartons von elrea 1 Kilo Inhalt, empfiehlt à 40 Pf. suspel er Carton ˖ 11 70 d 902 1 3 Wilh. Bernbeck. aufn n dt 1 52 3— 8 ful 7* U Ur 1 1„ 11 ge, Tuber. Eimer. Butterlasser. ven Ade uwie alle sonstigen Holzwaaren billigst. 2905 wol gafe Carl Damm, Usagasse. del Nurcde— chu ö Vilbeler Markt. Freitag den 15. August J. J., Nachmittags 4 Uhr, werden die Marktplätze an Ort und Stelle versteigert. Der Markt findet Sonntag den 24. und Montag den 25. August statt und werden Carussell's, Schau— buden, Schießstände ꝛc. zugelassen. Vilbel den 9. August 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Hinkel. Holzversteigerung. Mittwoch den 13. August l. J. werden von Morgens 9 Uhr an im Freih. von Franckenstein'schen Walddistrikt Tannenwiese 24 Kiefernstämme von 25 38 em Durch— messer, 12— 23 m Länge= 35,61 ebm Inhalt versteigert. Die Stämme sind zum größten Theil zu Schnittholz vorzüglich geeignet. Ockstadt den 7. August 1884. Der Freih. von Franckenstein'sche Oberförster. Rumpf. Norsteigerunas- Anzeige Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 12. August l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Rathhause zu Friedberg verschiedene Glas- und Porzellanwaaren, 2 goldene Damen-Uhren, 1 goldene Kette mit do. Kreuz, sowie eine größere Parthie Weißzeug zwangsweise gegen Baarzahlung ver— steigert. Die Gold-, Glas- und Porzellansachen kommen Vormittags 9 Uhr, das Weißzeug Nachmittags 2 Uhr 2945 2925 zum Ausgebot. Friedberg, 8. August 1884. König, 2939 Gerichtsvollzieher. 3 Viertel Morgen Hafer auf dem Stand hat zu verkaufen 2950 J. Dönges in der Burg. 2862 Ein neues Viktoria-Chaischen, einspännig, sehr passend für Aerzte, auch neue Bernerwägelchen billigst zu verkaufen bei Heinrien Arras, Wagenbauer, in Eberstadt bei Darmstadt.(788.) Markt⸗Verlegung. Da der auf den 24. d. Mts. dahier abzuhaltende Krämermarkt auf einen Sonntag fallen würde, so ist derselbe auf Montag den 25. und Dienstag den 26. Auguft d. J. verlegt worden Homburg v. d. H. den 7. August 1884. (Ag. 3987.) Bürgermeister-Amt. 2952 Schleußner. Obligations-Verloosung. Bel der dahier erfolgten Verloosung der hiesigen Parttal-⸗Obligationen ist die Nummer 29 mit 100 fl. = 171 Mark 43 Pf. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber derselben mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bis zum 1. September l. J. bei hlesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. Ossenheim den 9. August 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. 2954 Keller. Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 14. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, läßt Unterzeichneter in seiner Behausung folgende Gegen— stände, als: 2 Küchenschränke, 1 Kleiderschrank, 2 nuß⸗ baumlackirte Bettstellen, 1 Nachtschrank, 1 Wasserbank, Stühle, 1 Kindertischchen und 2 Wasch⸗ mit Ring⸗ maschinen u dgl. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern. Sämmtliche Gegenstände sind noch gut erhalten. 29 36 E. Becker Kaiserstraße Nr. 11. Gesucht wird eine Frau oder ein älteres Mädchen, welche sich energisch der Führung des Haushaltes annimmt, zugleich aber selbst bei jeder Arbeit kräftig zugreift und welche sich zur Pflege resp. Beaufsichtigung einer periodisch geistig gestörten, jedoch gutartig erkrankten Dame eignet. Offerten ꝛc. an die Exped. d. Anz. 2941 Arbeitshemden, sehr weit, in guter Qualität empfiehlt 2827 G. F. 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