dal lswett Turn uni. d nebbst Stall Imständen auch ben werden. g eichneten Stiftun Conmsson d. nb. Stiftung: eher. n sind pant x inzen 8 Sleluntt hte g soie die hellehh u Preisen. ena, Nan LI neben der Nos, D sehen. adlichen Oekont r, sowie eln ürdig zu verkauf H. Schleunin igerung, mittags um 9 zarkanlagen in post rt. 884. Oflermeher. erung. des Vormsttags Irndte von einen! lichen Blinden Auf Stelle an den N 15 A.: Gael buch, Oeheimnssse fall waschen 1 chhandlul 1 — 1884. Donnerstag den 12. Juni. M 69. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. bie einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. f Amtlicher Theil. betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1884. Friedberg den 7. Juni 1884. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz- Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei- Commissariat Wickstadt. Das diesjährige Ober-Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg findet ach dem untenstehenden Reiseplan am 3., 4. und 5. Juli l. J. in dem stathhaussaale zu Friedberg statt. Hierbei haben zu erscheinen: 1. die von den Truppen-(Marine-) Theilen abgewiesenen Ein— ährig- Freiwilligen; 2. die von Großherzoglicher Ersatz-Commission als dauernd un— nuglich erkannten, 3. die von derselben zur Ersatz-Reserve II. Classe und 4. die von derselben zur Ersatz-Reserve J. Classe in Vorschlag ebrachten, sowie 5. die von derselben als tauglich erkannten Militärpflichtigen; 6. sämmtliche, von fremden Ersatz-Commissionen gemusterten, zwischen in den diesseitigen Kreis verzogenen Militärpflichtigen. Die Ihnen demnächst unter Couvert zugehenden Ladungen wollen Sie den Militärpflichtigen sofort zustellen lassen und dafür sorgen, aß dieselben reinlich und— da die Reihenfolge noch nicht bekannt— sämmtlich präcis zu der in der Ladung angegebenen Stunde erscheinen. Sollten Militärpflichtige, welche der Großherzoglichen Ober-Ersatz— Lommission vorzustellen sind, bis dahin in einen anderen Aus hebungs— sezirk verziehen, so ist hiervon nach F. 45, pos. 13 der Ersatzordnung, sbald Anzeige hierher zu machen. Deutsche We §. 24. 7) Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Ersatzbehörden lücht puͤnktlich erscheinen, sind, sofern sie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe erwirkt baben, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen zu be trafen. Außerdem können ihnen von den Exsatzbehörden die Vortheile der Loosung F. 65) entzogen werden. Ist diese Versäumniß in böslicher Absicht oder wieder lolt erfolgt, so können sie als unsichere Dienstpflichtige(§. 65, 3) behandelt werden. st die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Hillen der Gestellungspflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. M. G.& 33. §. 65. 3) Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem ion den Ersatzbehörden abzuhaltenden Termine nicht pünktlich erschienen und denen Unter Hinweis auf die nachstehend abgedruckten Bestimmungen der Wehrordnung wollen Sie die betreffenden Militärpflichtigen be— deuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen unter— lassenen oder nicht rechtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Be— stimmungen bemerkten Strafen genommen werden, sowie dieselben weiter darauf aufmerksam machen, daß diejenigen unter ihnen, welche der Beorderung zum Ober-Eisatzgeschäft keine Folge leisten, sich sofortige zwangsweise Vorführung zu gewärtigen haben. Sie selbst haben sich an den genannten Tagen, sofern an denselben Militärpflichtige aus Ihren Gemeinden zu erscheinen haben, pünktlich einzufinden. Die der Großherzoglichen Ober-Ersatzeommission vorzulegenden Reclamationen werden unmittelbar nach der ärztlichen Untersuchung der Reclamirten in der Reihenfolge der betreffenden Liste verhandelt. Eltern oder Geschwister von Militärpflichtigen, welche bei Beurtheilung der Reclamationen irgendwie in Frage kommen, wollen Sie auf den Tag, an welchem der betreffende Militärpflichtige zur Vorstellung kommt, Vormittags präcis zu der Stunde, auf welche der Militärpflichtige ge— laden ist, auf das Rathhaus dahier vorladen und dieselben zugleich auf die Nachtheile, welche ihr Nichterscheinen im Gefolge hat, hinweisen. Dr. Braden. hrordnung. deßhalb von den Ober Ersatzeommissionen die Vorthelle der Loosung entzogen wor— den sind. R. M. G. F. 33. Steben solchen Militärpflichtigen gesetzliche Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zur Seite, so können sie von den verstärkten Ober-Ersatzeommissionen dieser Vergünstigungen nur dann als verlustig erklärt werden, wenn ihre Versäumaisse in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt sind. Unter gleicher Voraus setzung können solche Militärpflichtige von den Ersatzbehörden als unsichere Dienstpflichtige sofort zur Einstellung gebracht und durch die Landwehr— Bezirks-Commandeure dem nächsten Infanterie Truppentheil oder Marinetheil über wiesen werden.(§. 67, 3). R. M. G.§. 30 4b und 7. Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen des betreffenden Militär— pflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G. F. 33. Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, 1884 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 16.—, Reiseplan b für das Aushebungsgeschäft der 49 Infanterie-Brigade(1. Großherzoglich Hessischen) pro 1884. Datum. f 8 l Ort 3 5 f f S. Reiset 2 be der Dienstverricht 5 e und Beginn des Geschäfts. des Geschäfts. Reisetour und Angabe de ienstverrichtungen 0 0 ꝛc. ic. dc. 1 Juli 3.[Donnerstag, 9½ Uhr Morgens,] Friedberg Liste Bb, Ca, b, e, D. Beilagen 1—3, Felddienstunfähige, Invaliden, Revision der alphabetischen und Restanten-Listen. Juli 4. Freitag, 8¼ Uhr Morgens, Friedberg Liste E. Juli 5. Sonnabend, 8½ Uhr Morgens, Friedberg Liste E. c. dc. 2c. Alan t m ach un g. N In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Mai Heu M. 7.—, Stroh M. 6.—. 0 1 0 ben a Friedberg den 10. Juni 1884. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. A ernagel Dr. Braden. 7 in 3 1 Bekanntmachung. 10 Mittwoch den 2. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, findet in dem Rathhaussaale zu Friedberg eine außerordentliche, öffentliche Sitzung ng. ul. des Kreistags des Kreises Friedberg statt. Gegenstände der Tagesordnung sind: d Bekannten, 1. Erbauung einer Kreisstraße von Beienheim nach Weckesheim. 5 2. Bewilligung eines Nachtrags-Credits zur Bestreitung der Mehranforderungen der Provinzialkasse pro 1882/3, 1883/4, und 1884/5. tb n Ol 3. Mittheilung bezüglich Ausführung früherer Beschlüsse über Auslegung des Wegbaugesetzes, event. weitere Beschlußfassung dieserhalb. ibm, ung f Friedberg den 7. Juni 1884. Der Vorsitzende des Kreistags. g eee Dr. Braden. en! ehe anf ge. Deutsches Reich. Kowno, Wilna, Pekow nach Peterhof. Die— Der Erbgroßherzog Ernst Ludwig wurde lebenen Darmstadt, 9. Juni. Der Großherzog hohen Reisenden wurden daselbst auf das zum Seconde-Lieutenant à la s. des 1. Inf.⸗ bite und Familie sind gestern wohlbehalten in Peterhof Glänzendste empfaugen. Samstag den 14. wird Regts. Nr. 115 e„ i 115 hitte bi St. Petersburg angekommen. Der Bräu⸗ die Braut von Peterhof aus ihren Einzug in— Der Steuerrath Laugsdorf in Homberg indel,(Zam war bis an die Grenze entgegengefahren[St. Petersburg halten und am Sonntag den 15. wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner und begleitete die Braut auf der Fahrt über die Trauung stattsinden. Dienste in den Ruhestand versetzt. — Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 13, enthält: 1. Bekanntmachung, die für 1884/85 in der Stadt Mainz zu erhebenden Umlagen betr. 5 , une Uebersichten der für 1884/85 genehmigten Umlagen der israel. Religionsgemeinden des Kr. Dieburg, der politischen Gemeinden bes Kr. Oppen⸗ heim, der Landgemeinden des Kr. Offenbach und der Landgemeinden des Kr. Mainz. VI. Ermächtigung zur An nahme eines fremden Ordens. VII. Exequatur-Ertheilung. VIII. Dienstnachrichten. IX. Ruhestandsversetzungen. 5 X. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: stelle zu Kirtorf, Gehalt 900 M. i f — 10. Juni. In der heutigen vertraulichen Sitzung der zweiten Kammer der Stände wurde von dem Vor⸗ sitzenden des Staatsministeriums ein an diesen gerichtetes Schreiben des Großherzogs zur Kenntniß der Kammer gebracht. In diesem Schreiben ist die Veranlassung zu dem Rücktritte des Staats ministers von Starck berührt, der Entschluß des Großherzogs, daß die politischen Ge⸗ schäfte in dem seitherigen Sinne und Geiste fortgeführt werden sollen, kund gegeben und die Mittheilung ent⸗ halten, daß es der feste Wille des Großherzogs sei, so bald als möglich die gerichtliche Scheidung der von dem⸗ selben geschlossenen, thatsächlich bereits getrennten Ehe mit Frau von Kolemins herbelzuführen. Eine weitere Verhandlung über den Gegenstand dieser Mittheilung fand nicht statt. Es wurde hierauf eine Reibe von Berichten angezeigt. Die Wiederwablen der Abg Dittmar und Honstein wurden nach erfolgter mündlicher Bericht erstattung für gültig erklärt. Es erfolgte bierauf die Beant— wortung mehrerer Intexpellationen. Sodann folgte die Berathung über die Bitte mehrerer Civilbeamten wegen nochmaliger Eröffnung der in der Bekanntmachung vom 4. Dezbr. 1874 bestimmten Fristen. Dem Antrag des Ausschusses gemäß werden diese Fristen nochmals auf drei Monate eröffnet; ferner über den Antrag des Abg. Haas und Genossen auf Aufnahme einer Erhöhung des Gehalts des Vorstehers der landwirthschaftlichen Ver— suchsstation um 2000 Mark in das Budget von 1885— d8. In mündlicher Berichterstattung beantragt der Ausschuß den Antrag für vorerst erledigt zu erklären und wird dieser Antrag einstimmig angenommen. Es folgt das Gesuch der Bürgermeisterei Friedberg, Verwilligung von Mitteln zur Vestreitung der Kosten für Ausfertigung der Eigenthumsurkunden nach vollzogener Zusammen⸗ legung der Grundslücke. Der Ausschuß beantragt nach der entgegenkommenden Erklärung der Reglerung das Gesuch für erledigt zu erklären, was einstimmig ange nommen wird. Den Antrag des Abg. Möllinger, das Landstreicherwesen betr., beantragt der Ausschuß: an Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, in ihren auf Verminderung des Vagantenthums gerichteten Be— strebungen wirksamst fortzufabren und den Antrag Möllinger hierdurch für erledigt zu erklären, was eben— falls debattenlos einstimmig angenommen wird. Berlin, 9. Juni. Zur heutigen Grund— steinlegung für das Reichstagsgebäude hatten sich Tausende von Menschen auf der Strecke vom kaiserlichen Palais bis zum Festplatze angesam— melt. Ungeheurer Jubel begrüßte den Kaiser, sowie den Kronprinzen und den Reichskanzler auf der Fahrt nach dem Festplatze. Der Kaiser, in großer Generalsuniform mit dem Band des Schwarzen Adlerordens und decorirtem Helm, betrat Punkt 12 Uhr den prachtvoll geschmückten Pavillon, dessen Hauptsäulen mit Kornblumen— guirlanden umwunden waren. Die sofort be⸗— ginnende Feier verlief genau programmmäßig. Die Kelle und der Hammer wurden dem Kaiser auf blauseidenem Kissen dargeboten. Die Ur— kunde, welche der Reichskanzler verlas und welche bierauf mit den anderen Schriftstücken und Münzen in den Grundstein versenkt wurde, hat folgenden Wortlaut: „Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden deutscher Kaiser, König von Preußen, thun kund und fügen zu wissen, daß Wir beschlossen haben, im Namen der Fürsten und freien Städte des Reiches und in Gemeinschaft mit den verfassungsmäßigen Vertretern des deutschen Volkes den Grundstein zu einem Hause zu legen, in welchem der ge— meinsamen Arbeit der gesetzgebenden Körper eine würdige Stätte bereitet werden soll. Unter den glorreichen Waffen erfolgen der vereinten deutschen Stämme ist durch Gottes Fügung das Deutsche Reich zu ungeahnter Macht und Herrlichkeit erstanden. Aus der Begeisterung des Volkes und aus dem gegenseltigen Vertrauen der Bundesregier— ungen ist für Deutschland die Kraft erwachsen, seine Versassung und seine nationale Entwickelung aus eigener Macht zu schützen und die Pflege seiner Wohlfahrt in die eigene Hand zu nebmen. Diesem Schutze und dieser Wohlfahrt soll die Arbeit in dem Hause dienen, dessen Grundstein wir legen. Wir blicken, dankbar gegen Gott, auf das zurück, was die verbündeten Regierungen, in gemeinsamer Thätigkeit mit dem Reichstage während der verflossenen Jahre Unseres kaiserlichen Waltens für Deutschland geschaffen haben, und sehen der Zukunft mit der Hoffnung entgegen, daß unter Uns wie unter Unseren Nachfolgern die gemeinsame Arbeit für das Vaterland von Einigkeit getragen und von Segen be— und zum Tragen Eine Lehrer gleitet sein werde. Der Ordnung, der Freiheit, der Gerechtigkeit, der gleichen Liebe für alle Kreise Unseres Volkes sei unverbruͤchlich diese Arbeit gewidmet. Möge Friede nach Außen und Innen den Bau dieses Hauses beschirmen! Auf immerdar sei das Haus ein Wahrzeichen der unauflöslichen Bande, welche in großen und berr⸗ lichen Tagen die Deutschen Länder und Stämme zu dem Deutschen Reiche vereinigt haben! Dazu erflehen Wir den Segen Gottes. Gegenwärtige Urkunde haben Wir in zwei Ausführungen mit Unserer Allerhöchsteigenhän⸗ digen Namensunterschrift vollzogen und mit Unserem größeren kaiserlichen Insiegel versehen lassen. Wir be⸗ fehlen, die eine Ausfertigung mit den dazu bestimmten Schriften und Münzen in den Grundstein des Hauses niederzulegen, die andere in Unserem Archiv aufzube— wahren. Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt Berlin am neunten Juni des Jahres ein tausend acht hundert vier und achtzig.“ 5 Der königlich bayerische stimmfübrende Bevoll⸗ mächtigte zum Bundesrath überreichte Kelle und Mörtel mit einer Ausprache. Der Hammer wurde dem Kaiser vom Reichstags-Praͤsidenten v. Levetzow mit einer Ansprache übergeben. Die Hammerschläge auf den Grundstein begleitete der Kaiser mit den Worten:„Im Namen Gottes zum Gedeihen und zur Ehre des deutschen Vaterlandes. Amen.“ Der Schluß des Weihe— spruches des Generalsuperintendeten Oberhof— predigers Kögel lautet:„So erhebe sich und wachse dieser Bau für Jahrhunderte, eine Burg der Treue, ein Herd der Eintracht, eine Warte für die Zeichen der Zeit, ein Bergungs— ort für das Erbe der Väter, ein Ausgangspunkt für gottgesegnetes Thun! Amen!“ Während der Feier regnete es, der Kaiser ist aber trotz— dem im Freien geblieben. — 10. Juni. Reichstag. Ein Schreiben des Reichs: kanzlers sucht die Genehmigung des Reichstages, gegen den Abg. Möller ein Strafverfahren wegen Beleidigung des Reichskanzlers einzuleiten, nach. Das Schreiben geht an die Geschäftsordnungs-Commission. Es folgt hierauf die erste Berathung des Antrages Ackermann, betreffend die Ergänzung der Gewerbeordnung. Ackermann be⸗ fürwortet seinen Antrag, welcher der Noth des Hand— werkerstandes abhelfen und das Handwerk consolidiren wolle, damit er kräftig und des Erfolges sicher den Kampf gegen das Großkapital aufnehmen könne. An den mittel⸗ alterlichen Zunftzwang im Sinne des Monopols denke Niemand. Man wolle blos Raum schaffen für freie Organisationen und corporative Verbände. Das In- nungsgesetz von 1881 genüge den berechtigten Ansprüchen des Handwerkerstandes nicht, wie die zahlreichen Pettttonen gegen dasselbe bewiesen. Bundes commissär Lohmann erklärt, die Regierung habe zu dem Antrage Ackermann noch keine Stellung genommen, doch liege kein Anlaß für sie vor, von dem Standpunkt abzugehen, den sie selbst in ihrer Vorlage von 1881 eingenommen. Ein Antrag auf Commissionsberathung ist nicht gestellt. Der Reichstag tritt deshalb sofort in die zweite Berathung ein. Der Antrag wird bei namentlicher Abstimmung mit 157 gegen 144 Stimmen angenommen. — 10. Juni. Die Transvaal-Deputation machte heute Nachmittag dem Fürsten Bismarck und den activen Ministern ihre Abschiedsbesuche und reiste, vom Geheimen Legationsrath Kusserow nach dem Bahnhof begleitet, heute Abend nach Amsterdam ab.— Die Großherzogin von Baden ist heute Abend nach Karlsruhe abgereist. 10 Juni. Die Actiengesetzcommission nahm in zweiter Lesung unverändert die Be— stimmung an, daß Actien auf Namen auf min— destens 1000 Mark, Actien auf Inhaber auf mindestens 5000 Mark lauten müssen. Rüdesheim. Ueber das Attentat auf dem Niederwald wird der„Allg. Ztg.“ aus sicherer Quelle mitgetheilt, daß dasselbe nicht gegen das Denkmal selbst und das vor demselben er— richtete Kaiserzelt projektirt war, sondern den kaiserlichen Zug bei der Auffahrt zum Denkmal treffen sollte. Ein Sprengversuch in der Nähe des Denkmals war durch die Vermauerung sämmtlicher Entwässerungsröhren unterhalb des— selben unmöglich gemacht. Wohl aber wurden in Entwässerungsröhren, über welche der Fürsten— zug auf dem Wege zum Niederwald fuhr, Dynamit⸗— quantitäten aufgefunden. Carlsruhe, 11. Juni. Die erste Kammer lehnte den von der zweiten Kammer angenommenen v. Neubronn'schen Gesetzentwurf, betr. die fünftägige Neuefrist bei landwirthschaftlichen Verkäufen, ab. Ems, 9. Juni. Der König von Sachsen reist heute über Mannheim nach München. Stuttgart. Der Staatsanzeiger meldet: Der König reist am 15. Juni zum Sommer— aufenthalt nach Friedrichshafen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 9. Juni. Aus mehreren Ortschaften werden neuerdings Wahl— unruhen gemeldet, welche theilweise das Ein⸗ schreiten der bewaffneten Macht zur Folge hatten.? Agram, 10. Juni. Der Landtag lehnte den Antrag auf Vorlegung der auf Aushängung doppelsprachiger Wappenschilder bezüglichen Acten mit 8 Stimmen Mehrheit ab. Der Banus hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen und Ueber— gang zur Tagesordnung beantragt. Dänemark. Kopenhagen. Die Neuwahlen für das Folkething sind auf den 25. Juni festgesetzt. Großbritannien. London, 9. Juni. In Newry(Irland) fand gestern anläßlich der von den Nationalisten abgehaltenen Versammlung ein;! Zusammenstoß der Nationalisten mit Orangisten statt. Polizei und Truppen stellten die Ruhe wieder her, wobei von beiden Parteien Mehrere 3 verhaftet wurden. — 10. Juni. Unterhaus. Sämmtliche zwölf Artikel der Reformbill werden ohne Amendements angenommen. — Die„Daily News“ bezeichnen die Mit— theilungen der„Pall Mall Gazette“ über das Abkommen zwischen England und Frankreich größtentheils als irrthümlich. Pecuniäre Arrange— ments seien darin gar nicht erwähnt, von der Besetzung des Sudan durch türkische Truppen sei darin gar nicht die Rede. Serbien. Belgrad, 10. Juni. Bulgarien beantwortete heute die Note Serbiens betreffs der serbischen Flüchtlinge ablehnend. In der Autwort wird auf die vielfachen Juteressen hin— gewiesen, welche Bulgarien und Serbien ver— bänden und hervorgehoben, daß Bulgarien die Verantwoctung für alle Folgen eines Zwischen— falles ablehnen müsse. Die Zahl der serbischen Flüchtlinge in ganz Bulgarien betrage nur 40. In Folge dieser ablehnenden Antwort ist die serbische Agentur in Sofia heute geschlossen worden. Der diplomatische Agent verläßt heute noch Sofia. Rußland. Petersburg, 9. Juni. Der König von Griechenland ist heute in Peterhof eingetroffen. — Ju Odessa wurden Ende voriger Woche zwölf Artillerie-Offiziere unter der Anschuldigung, den Nihilisten anzugehören, verhaftet. Bei den Verhasteten wurden gravirende Schriftstücke vor— gefunden, die weitere Verhaftungen unter der Artillerie erwarten lassen. Kronstadt, 8. Juni. Die Herzogin von Edin— burgh ist, vom Großfürsten Paul Alexandrowülsch begleitet, auf der königlich englischen Nacht„Os— borne“ heute Nachmittag hier angekommen, vom General-Admiral Großfürsten Alexis und vom Marineminister empfangen und alsbald nach Peterhof geleitet worden. Egypten. Kairo, 9. Juni. Die Pall Mall Gazette bestätigt, daß zwischen Waddington und Granville ein Einverständniß erzielt sei, wonach England dem Khedive acht Million Pfund zu vier pCt. gewährt. Egypten solle vom 1. Jan. 1885 ab mindestens auf weitere drei Jahre von englischen Truppen besetzt bleiben. Aus Stadt und Land. Gleßen. Nach dem soeben zur Ausgabe gelangten“ Verzeichniß der Studtrenden an hliesiger Hochschule im Sommersemester 1884 besuchen dieselbe im Ganzen 521 immatrikulirte Studirende gegen 497 im verflossenen Wintersemester. Ferner besuchen noch 23 nicht immatti⸗ kulirte Hörer Vorlesungen. Von obigen 521 sind 418 Hessen und 108 Nichthessen. Es widmen sich 1. det Theologie 93, 2. der Rechtswissenschaft 59, 3. det Medicin 89, 4. der Thierheilkunde 36, 5. der Zahn, heilkunde 6, 6. der Cameralwissenschaft 29, 7. der Forst⸗ wissenschaft 45, 8. der Mathemattk 29, 9. der classischen Philologie 38, der neueren Philologie 24, 10. der Philosopbie ꝛc. 32, 11. der Geschichte 5, 12. der Phar- macie 17 und 13. der Chemie 20. Erbach, 8. Juni. Heute Abend ist der regierende Graf, Franz Eberhard zu Erbach Erbach und von Wartenberg Roth, senior des Gräfl. Erbachischen Gesammthauses im 66. Lebensjahre nach längerer Krankheit gestorben. Allerlei. vr. Frankfurt. Unter allen Etablissements Frank⸗ furts ist namentlich der Palmengarten zum weltberühmten internationalen Rendezvous der feinen Welt geworden un jeder Tourist kann uns über ibn erzählen; in 85 illustrirten Zeitungen finden wir die Abbildungen seiner herrl. Bauten und Anlagen. Die Idee zur Gründung dieses Mustet⸗ * 0 1* 2 — 90 12e 2 227288 — 9. Juni l Instituts wurde von Siesmayer, Erlanger, Pfaff, Heiß, lerdings l Sonnemann, Siebert, Heuer und Kayser zc. angeregt. veise d ah namentlich ist Stesmayer der Träger und Verwirklicher ir a8 Ch, des gefaßten Planes, so daß sein Name in der Geschichte Folge halte des Palmengartens glänzen wird, so lange sie Geltung dta lehnt N behält. Die einst vielfach sandige Gegend hat sein genialer f Aus 9 da helst durch seine Metbamorphose umgewandelt, sesn Fleiß gol hängu, und seine stetig schaffende Künstlerhand haben alle An⸗ züglichen dg strengungen gemacht, die Natur, wenn sie nicht zu über⸗ B treffen, so ihr doch wenigstens in der vollendetsten Form nachzukommen. Wenn die liebe Sonne lacht, ist's, als sseien ihre Strahlen mit dem herrlichen Duft der Par— terreblüthen parfümirt, das Flüstern der Palmenwedel 0 um uns, die saftigen Boskets, die herrlichen Promenaden Junifest ö und lauschigen Plätze, sie alle machen die Brust freier u, 9 9 n und das Herz fröhlich gestimmt. In den feinsten Schlangen— 155 Juul 9 windungen zieht ein rothweißer Pfad zwischen und vor b 00 wen prächtigen Beeten am Eingange des Gartens hin. ersammlung. Im schöngepflegten Rasen stehen auf Hügeln und Rabatten nit Ornat uit allen erdenklichen Launen schöngefärbte Coleussorten, (lien die da Die Neuwahl werschiedene Farn, Palmen-, Dracaenen-, seltene Phlox, Heltotropen-, Pelargonien-, Geranien, Iresinenarten mit Arteien Mehra wielen anderen prächtigen Pflanzen und Pflänzchen. Die 8 Lokalfärbung ist echt künstlerisch bebandelt. Und wem ammtli 1 werdanken wir diese lieblichen Schöpfungen? Wenn die iche J wo Pflanzen reden könnten, so würden sie uns sagen:„Sein ne Amendeneh, Name ist Siesmayer, er ist der Vater und langjährige Director dieses Paradieses.“ Für manche Palmengarten— bbesucher bildet natürlich das Palmenhaus den Haupt anziehungspunkt. Die Phantasie braucht keine Anstreng: ungen zu machen, um sich in ihm aus Europa hinweg in die Heimath der exotischen Gewächse zu versetzen. Unter der sorglichen Leitung des Garteninspeetors hat der Fleiß geschulter Gärtner Partien malerisch auf den Glpfel eines Felsens erhoben, hier und da ein lauschiges Plätzchen zur Ruhebank eingerichtet oder halbverloren in wichtem Grün einen Durchschnitt auf die Hauptpartien wes Palmenhauses verschafft. Im anstoßenden Restau— nationssaale kann der Angehörige einer jeden Nation, zu welcher Zeit es ihm beliebt, in feinstem Geschmack A hubereitete Speisen und Getränke servirt erhalten. Ein flüchtiger Gang durch den Saal bestätigt die Annabme einer wahrhaft fürstlichen Einrichtung. Aeußeres und Inneres des Restaurattonsgebäudes ist wirklich nobel. Wir behalten uns die Proben lukullischer Genüsse vor, heute fesselt uns die Majestät hochaufstrebender Palmen, Farnen und die Fälle einer tropischen Flora mehr. Durch das große Mittelfenster des Gesellschaftssaales urscheint die gesammte Pflanzenwelt des Südens zu diner magischen Wirkung vereint. Und nun zu all diesem Schönen die herrliche Musik der Gartenkapelle. Wir begreifen es, warum die Frankfurter so gerne hier weilen. Imposanter, wenn auch nicht lieblicher als der Park um den Goldfischweiher, dem sich Gewächshäuser und neservirte Blumenbeete anschließen, ist der große Park mit seinen wundervollen Baumgruppen, seinen schön— gepflegten Rasen, seinen versteckten Buchten, seinen Bauten, die mit ihrer Umgebung harmonische, malerische Gruppen bilden. Mit„Oebler's Führer durch den ichnen die A zette“ über da und Frauktet cüniäte Arran zähnt, von di irkische N 3 uni. Bulgu. erbieus bel nend. In i Juteressens Serbien; Bulgarien U eines Zwischu l der serbische age nur 40. t ist die serbisc en worden. Dl ie noch Soft Juni. Der ah—— hof eingettf e voriger U er Anschudgag, haftet. Bi del Palmengarten“ verschaffen wir uns wie im Palmenhaus die Kenntniß der verschiedenen Pflanzen in den Gewächs— häusern und gehen dann theils auf ebenem Pfade, bald bergab, dann wieder steil durch durchbrochene Felsen, gleich darauf wieder ans Wasser zur Brücke hin. Der Wechsel der Perspektive, erzeugt durch die fortgesetzte Verlegung des Gesichtspunktes, erinnert an die bunt— variirenden Ansichten einer Laterna magica. Könnten wir dieser Skizze ein wenig Lokalfärbung geben, es wäre uns lieb, aber nicht Worte können das Bild von dem Sweizerhause auf den Garten und umgekehrt wieder— geben, so zart war das Blau des Himmels und die Atmosphäre, das ultramarinfarbige Wasser des Sees, die sanften Abstufungen der einzelnen Partien, sie alle wirken insgesammt auf Geist und Gemüth, so daß jeder Leser, der Interesse an Naturschönheiten hat, Wohl— gefallen an dieser Landschaft finden muß. Gotha. Ein furchtbares Gewitter zog am vorigen Dienstag Nachmittag zwischen 5 und 8 Uhr uber Thüringen dahln; besonders in der Nähe von Gotha war es von unheilvollen Folgen. Auf dem Boxpberge fand das Frühjahrs rennen statt; ungeheure Menschen— massen waren zu demselben erschienen, und es ging Alles gut, bis das Gewitter kam, das zum Theil mit Hagelschauer begleitet, fürchterlich auftrat; es folgte Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag, die Verwirrung und Angst unter den Tausenden, die kein Obdach finden konnten, war entsetzlich; das Rennen mußte abgebrochen werden; gegen fünfzehnmal hatte der Blitz auf dem Bopberge eingeschlagen; ein Blitz erschlug zwei vor dem Wagen eines Gastwirtbs haltende Pferde, verschonte aber den Kutscher, dagegen wurden zwei daneben stehende Soldaten vom Blitz getroffen und so betäubt, daß sie in das Lazareth gebracht werden mußten. In Molsch— leben wurde ein Landwirth in seiner Hausthür vom Blitz erschlagen; ein gleiches Unglück hatte am ersten Pfingsttag ein Landwirth in Laasan bei Jena, der in seinem Geböfte vom Blitz getödtet wurde, während seine Frau gelähmt und ein Kind verletzt ward. Auch in die Rudelsburg schlug der Blitz, während Hunderte von Studenten in derselben versammelt waren. Wien, 10. Juni. Der Anarchist Stellmacher wurde wegen Raubmordes des Wechlers Eisert und wegen Mor— des des Detectivs Blöch zum Tode durch den Strang verurtheilt. Madrid, 9. Juni. In dem 300 Meter langen Tunnel der asturischen Bahnlinie erfolgte ein Zusammen— stoß, wodurch 12 Arbeiter getödtet wurden. Gerichtssaal. Butzbach. Nächsten Freitog den 13. d. Mts., Vor— mittags 8 Uhr anfangend, findet dahter eine außerordent— liche Schöffengerichtssitzung statt. Es kommen zur Ver— bandlung: 1) Strafsache gegen Johs. Binzer, Konrad Zörb und Anton Euler, sämmtlich von Kirch⸗-Göns, wegen schwerer Körperverletzung; 2) Strafsache gegen Josef Pepler von Ober-Mörlen, wegen Dlebstahls; 3) Privat— klagesache des Aug. Heinz von Nieder-Weisel gegen Heinr. Haub IV. von da, wegen Beleidigung; 4) Privatklagesache der Gerhard Adami Wittwe von Nieder-Weisel gegen Joh. Georg Marx III. von da, wegen Beleidigung. Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Juai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75- 0.90, Eier 1 Stück 5 Pf. Friedberg, 10. Juni. Fruchtbericht. Waizen M. 20, Korn M. 16.00, Gerste M. 14.— 16., Hafer M. 13.—15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 10. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. We. 0.80- 0.90, Eier 1 Stück 5 Pf., Käse per Stück 4-10 Pf., Tauben per Paar M. 0.80 bis M. 0.00, Hühner per Stück M. 1.00— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.85— 1.50, Enten per Stück M. 2.20— 2.50, Gänse per Stück M. 4—0, Welsche M. 10—0, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 54- 60 Pf., Kalbfleisch 40—50 Pf., Schweinefleisch 5460 Pf., Hammelfleisch 64— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—4.50, Milch per Liter 13—18 Pf.,[Zwiebeln per Ctr. M. 15, Kirschen per Pfd. 30— 50 Pf. Grünberg, 7. Juni. Fruchtpreise. Weizen M. 19.20, Korn M. 17.60, Gerste M. 17.80, Hafer M. 16.30, Linsen M. 28., Samen M. 26., Kartoffeln M. 3.80. Homburg v. d. H., 10. Juni. Marktpreise. Kar⸗ toffeln per Malter M. 33.50, per Gescheid 8—9 Pf., Eier per Stück 5, 6 und 7 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Frankfurt, 9. Juni. Produktenbörse. Weizen still, effect. hies. und wetter. M. 20— 20.50, fremder M. 19-20, per diesen Monat M. 19.50. Roggen still, effect. hies. M. 15.50 16.50, fremder M. 15.50— 16.75, per diesen Monat M. 16. Gerste still, effect. hiesige und wetterauer M. 17—18, fremde M. 18 19. Hafer still, eff. hiefiger M. 15.25— 15.75, fremder M. 15.25 bis 16.75, per diesen Monat M. 15.50.— Rüböl un⸗ verändert, effeetiv ohne Faß hiesiges M. 37.— Brannt⸗ wein 500% Trall. per 160 Liter effeetiv ohne Faß M. 42. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Katholische Gemeinde. Frohnleichnamfest. Mittwoch 5 Uhr: Beicht. Donnerstag 6 Uhr: Beicht. 3/47 Uhr: Austheilung der heil. Communkon. 10 Uhr: Hochamt und Proeession. 2 Uhr: Andacht mit Segen. Israelitische Gemeinde. Sabbathfetler vom 14. Juni 1884. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr 15 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr— Min. 3 Nachmittags 4 Uhr— Min. Sabbathausgang 9 Uhr 15 Min. Wochengottesdilenst von Sonntag den 15. Juni an Morgens 6 Uhr, Abends 9 Uhr. n Materiallieferung. i„22% Freitag den 21. d. Mis, Vormittags 10 lihr, zogin von 6* oll auf unserem Bureau dahier die Anlieferung unseres Alexandrow Bedarfs an Dielen, Latten, Schmiedelsen, Eisenblech, . Nacht Ea Pfannennägeln, Gußwaaren, Roststäben, Backsteinen, chen Jaber— Ziegeln, Salzsäcken, Petroleum, Salzkörben aus Stuhl- gekommen, rohr, Holzkübeln und Reiserbesen auf dem Submissions⸗ Alexis und uu nvege vergeben werden. Die Offerten sind versiegelt, lsbald ah, e frankirt und mit der Aufschrift:„Materiallieferung“ ver⸗ * 2 ssehen, vor der angegebenen Zeit abzugeben. Die Exröff— — nung derselben findet in Gegenwart der erschienenen Sub⸗ Die Pall*= mittenten statt. Die Bedingungen können vom 16. d. Mts. 9 ington dn zan eingesehen werden. e. Bad⸗Nauheim am 16. Juni 1884. zielt fel,— Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad⸗Nauheim. silion Piu, 2 Jäger. 1 ....— olle von 5 f e de Bekanntmachung. ben, Donnerstag den 12. Juni 1884, Nachmittags 4 Uhr, — sollen folgende Gegenstände meistbietend gegen Baar⸗ and. fan zahlung vor dem Rathhause dahier zwangsweise ver— Ausgabe o,, steigert werden:. leiter 1 4 Kühe, 1 1 Wagen, 2 vollständige Betten selbe im a und 1 Schrank. 1477 in 100 Friedberg den 4. Juni 1884. 5 N lch 0 e y, 1 10 10 N 2209 Gerichtsvollzieher. ö ich,.„— 8 7 8 s widmeg 4 B 3 2 U f ö 50, 5% 4 % 2 Zwangs-Versteigerung. 4 ½ del* Samstag den 14. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen folgende Gegenstände meistbietend gegen Baar— zahlung vor dem Rathhause zu Schwalheim ver— steigert werden: 40 . 0 7 0% 10 9 56 l . Je 2, gn bologie 1 10* b, 62 1 Pferd, 2 Kühe, 2 Schweine, 2 Wagen, 6 Ziegen, % ugelend e 2 Kleiderschränke, 1 vollständiger Tanzboden, 1 voll 190 Pott, ständige Obstpresse, sowie Haus- und Küchengeräth⸗ int ante N schaften. 00 geen Dorheim im Juni 1884. khei Bommersheim 2242 greisbote. / ace Ein Lehrling 1 on gagewggs 1 kann sofort eintreten bei Wagnermeister 20 ola Nieder⸗Florstadt. Heinrich Lechel. len; b 10 1 0 Gras-Versteigerung. Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 11 Uhr an— fangend, soll das Heu- und Grummetgras von eirca 50 Morgen gemeinheitlichen Wiesen in einzelnen Ab— theilungen auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. Petterweil den 8. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. Grasversteigerung. Montag den 16. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr an— fangend, soll in der Wirthschaft des Konrad Bingel dahtler das Heugras von eirea 120 Morgen Gemeinde— wiesen versteigert werden. Dorheim den 10. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim. 2225 2259 N. 2 rasverstei Grasversteigerung. Montag den 16. und Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll die diesjährige Gras-Erndte von 150 Morgen gemeinheitlichen Wiesen im Rathhaus hierselbst meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 7. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid. Grasversteigerung. Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll 2234 die diesjährige Gras-Erndte von 28 Morgen Kirchen⸗ und Pfarrwiesen im Rathhause hierselbst meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 7. Juni 1884. ö Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. 2235 Schmid. Heugras-Versteigerung. Dienstag den 17. d. Mts., von Morgens 9½ Uhr an, wird das der Gemeinde Harheim zustehende Heugras an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Harheim den 10. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Harheim. Guth. 1 0 2248 2241 Rirschen-Versteigerung. Montag den 16. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen die der Gemeinde Heldenbergen gehörigen Kirschen von circa 200 tragenden Bäumen an Ort und Stelle melstbletend versteigert werden. Heldenbergen den 9. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. Löhner. Heugras-Versteigerung. Donnerstag den 19. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, 2240 soll das der Gemeinde Heldenbergen gehörkge Heugras von circa 200 Morgen Wiesen in einzelnen Abthellungen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gegen Bürgscheine wird Zahlungsfrist bis 1. Sep— tember l. J. gestattet. Heldenbergen den 9. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterel Heldenbergen. Löhner. or Holzversteigerung. Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, sollen in dem Gräflich zu Rantzau'schen Kirch⸗ walde bei Ziegenberg öffentlich versteigert werden: 4300 schwere Schälwellen, 1125 leichte Schälwellen(Backholz), sodann nach dieser Versteigerung, um 11 Uhr, von ca. 8 Morgen Gräflichen Wiesen das diesjährige Heugras. Ziegenberg den 9. Juni 1884. Die Gräfliche Verwaltung. Sommerlad. 8 Holzversteigerung. Freitag den 13. Juni, Vormittags halb 9 Uhr an⸗ fangend, kommen im hiesigen Gemeindewald„Forstenwald“ zur Versteigerung: 5950 Stück Eichen⸗Schälwellen, 121 Raummeter Eichen⸗Schälknüppel, 41 Eichen Stämme. Gegen genügende Bürgscheine wird bis 1. October Credit gegeben. Nieder⸗Wöllstadt den 10. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Wöllstadt. JV d B. 2246 Bausch, Beigeordneter. Turn und Spielplatz. die Turnhalle stoßende Platz mit Kies gedeckt, mit einer vor Regen schützenden Halle, Bänken, 2 Schaukeln und einem Sandhaufen versehen worden ist, wünschen wir, daß die Jugend unserer Stadt nach gethaner Arbeit darauf spielen und sich an dem Ge⸗ botenen— ohne Uebermaaß und Ausgelassenheit— erfreuen möge. Den Kindern über und unter 6 Jahren diene der Platz zum Spielen; die aus der Schule entlassene Jugend besuche ihn, um unter Anleitung Erwachsener zu turnen. Während der Schul-Unterrichtsstunden ist das Betreten des Platzes verboten. Der Erweiterung der 4 Eichenplatz-Anlage in der Richtung der ausgefüllten früheren Sandgrube wird der unterzeichnete Vorstand, sobald ihm die nöthigen Geldmittel zu Gebote stehen werden, gern näher treten. Diejenigen, welche die hierauf bezüglichen Bestrebungen unseres Vereins zu unterstützen bereit sind, wollen sich bei einem der Unterzeichneten melden, oder ihre Namen, sowie den Jahresbeitrag durch Casinodiener Rausch, welcher die Beiträge für 1884 in der Kürze erheben wird, in die Mitgliederliste eintragen lassen. Der Vorstand des Vereins für Handels- und gemeinnützige Zwecke: G. Dieffenbach. Carl Groß. C. Heyland. Eduard Hirsch. Emanuel Loeb. G. Schwarz. Nachdem der an 2258 Carl Trapp. Motten-Spiritus, A8. 91 5 11 5 de Motten-Pulver, 2 d e e Campher, ee Spanischen Pleller 5 empfiehlt Wilh. Bernbeck. 2206 Meyer. 8 nerxmanun's 1 1159 Theerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbe— dingt alle Arten Haut-Unreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. Vorräthig u Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühnn. Eine gelbe Dogge ist mir zugelaufen. 2263 Nieder⸗Florstadt. Christian Unger, Milchkutscher. 810 tüchtige Arbeiter Neue Ilalienische Kartoffeln, Neue Italienische Zwiebeln 2186 bei Wilhelm Fertsch. Einen tüchtigen Gesellen, sowie einen braven Lehrjungen sucht Schneidermeister Georg Wilhelm Weitzel 5 zu Bönstadt. 9 bun m. ho lhgenagelten festen Tuchschlen für Coraschuhe f ten Dutzend 1 Vark, ferner— — 1 m. durchstepp. Tuchsohl. u. Imitirt. Leder- D bdbantofel zullage fur Frauen butzend 5 Urb., m holsgenagelten festen Tuchschl. für Frauen hutzend 6* Aurk. Bei erosser. Abnahme billiger liefert G. Engelhardt, Zeitz. Die 9 7 310 8 werden für dauernde Beschäftigung auf sofort für den 2236[J Steinbruch gesucht. Vilbel. F. M. Fleisch. Umhänge und Paletots, Kleiderstoffe ꝛe., sowie alle dazu gehörigen Artikel empfieblt billigst 1736 G. F. Aletter. Ein Schneidergeselle Dauernde Be— Gegründet 1837. von Gegründet 1837. A. Zuntz sel. Wwe. kann sofort bei mir in Arbeit treten. schäftigung wird zugesichert. Steinfurth. Chr. Walter, 2231 Schneldermeister. N. 5 8 Gebr. Java ⸗Kaffee's in empfehlende Erinnerung. Niederlage in Friedberg bei Herrn M. Eckstein. 7** H. Strauß. Bad⸗Nauheim bei Herrn Gg. Ph. Ludwig. Bellersheim bei Herrn Samuel Löb. Bönstadt bei Herrn A. Haas und bei Herrn Elias Müller. Butzbach bei Herrn Z. Liltensteln. Dorheim bei Herrn Johs. Braun. Echzell bel Herrn S. Simon Wittwe. Grünberg bei Herrn J. Weifenbach. Heldenbergen bei Herrn Löb Speier Wittwe. Homburg v. d. H. bei Herrn Ferd. Datz. Hungen bei Herrn A. Buch. Klein⸗Karben bei Herrn S. Ortenberger. Lich bei Herrn H. Zimmer VII. Nieder Florstadt bei Herrn Michel Adler. Nieder-Weisel bei Herrn H. Helnemann. Nieder-Wöllstadt bei Herrn Tobtas David. Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. Rodheim v. d. H. bei Herrn D. Stern J. Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. Staden bei Herrn C. Hessenberger& Sohn. Ülfa bei Herrn Georg Gottwalls VII. Vilbel bei Herrn C. H. Kullmann. 1208 Wir ersuchen wiederbolt und zum letztenmale alle Diejenigen, welche Einlagebücher der Pfennigsparkasse besitzen, diese nun umgehend zur Auszahlung oder Ueber— schreibung auf unsere Sparkasse bei uns einzureichen. Friedberg den 10. Jun 1884. Vorschuss-& Creditverein, Zweifach brümiirt Anisterdam 1883. II v. Gimborn, Chem. Fabrik, Emmerich a. Rh. Gallus⸗, Aleppo-, Kaiser⸗, Salon-, Alizarin-, rothe, blaue ꝛc. Tinten, Stempelfarben, flüs— siger Leim vorräthig bei Carl Bindernagel. Carl Scriba. Carl Chr. Weis. Lonis Weis. J. Kuchel. Homburg v. d. H., empfiehlt unter Zusicherung prompter und billiger Be⸗ dienung seine Dampf-Kunst⸗Färberei und chemische Wascherei von Damen und Herren Garderoben, Möbel⸗ und Decorattonsstoffen ꝛc Annahme in Friedberg durch Herrn C. F. Schleuning. 4„ Buß bach 5 5 B. Küchel II. Türkische Pflaumen, * und flelschigste Sn Amerik. Apfelschnitzen 2256 empfiehlt J. Baumeister. Einen Lehrling sucht** Ilbenstadt. Schreiner Schmünk. Ein braves Dienstmädchen wird für sofort gesucht. 1872 1490 Zu einer Besprechung über die zu ehrendem Andenken des verstorbenen Bürgermeisters Seriba in Aussicht ge nommene Stiftung gestatten wir uns die Bürger hiesigen Stadt und sonstige Freunde des Verstorbenen auf — Samstag den 14. Juni 1884— Abends 8 Uhr, in das Steinhäußer'sche Garten— lokal einzuladen. Friedberg, 6. Juni 1884. Dr. Braden, Steinhäußer, Kreisrath. Bürgermeister. Nur 40 Pfennig kostet das Pfund Nieren-, Sack- und Mickerfett bei sämmt lichen Ochsenmetzgern. 2257 Der untere Stock unseres Haules (Bahnhofstraße 518) wird wegzugs halber am 1. Ser- tember frei und kann anderweitig vermiethet werden. 2151 Fräulein Renner. Meine Wiese an der Seebach (900 Meter haltend) will ich auf 1 oder 3 Jahre ver— pachten. 2261 Jean Rausch, Schuhmacher. Erbsen, Bohnen, Linsen in bestkochender Qualität bei J. A. Windecker. 2260 sinde Annonce 2203 Ochsenfleisch per Pfund.„„ Kalb fleisc))) Schweinefleisch(Ammenstück ũntn..? 44„ Dorrslessc hh do. Carre und Keull. Schwartenma gen Leber- u. Blutwurst, frisch, sowie abgeräuchert 48„ Fleisch- und Bratwurst e. V Quell ferne Würstfett ,,; 48 empfiehlt in stets guter Waare Wilh. Hanstein, Metzger, Kaiserstraße 116, neben Herrn Rappolt. Jwetschen-Honig, Apfel-Gelée, Holl. Syrup, Bienen-Honig in den feinsten Qualitäten empfiehlt billigst 2254 W. Bernbeck. Aufforderung. Diejenigen, welche von den zum Nachlasse dee ver— storbenen Frau Philipp Steck Wittwe dabler gehörigen Güterstücke in Pacht haben und mit der Zahlung det Pachtbeträge, die nunmehr an die Erben übergegange sind, im Rückstande sind, werden hiermit aufgefordert, solche in der Kürze an die Unterzeichneten zu berichtigen, Friedberg, Juni 1884. 22⁴5⁵ Sie's Erben. Logis gesucht ogis gesucht, bestehend in 2— 3 Zimmern, per sofort oder 1. Jul, Angebote unter Nr. 2239 an die Exp. d. Anz. 2230 Zum Vertrieb unseres„Rheinischen Unterhaltungs⸗ blattes“ in Friedberg suchen wir einen soliden Agenten, Näheres bei Herrn F. Weihl. Rudolph Bechtold& Comp., 250 MWiesbaden. 5** 8 2— Ein braves Zienstmädchen zu sosortigem Eintritt gesucht. Zu erfragen bei det Exped. d. Anz. 22409 Das Proviant-Amt in Bockenheim tauft Heu det neuen Erndte von guter Qualit it zu den höchsten Markl preisen. Nähere Auskunft mündlich im Büreau bien selbst, Kasernenstraße, oder auf schriftliche frankirt Anfragen. 225 71 8 1 1 1 7 Ein Baͤckerlehrling wird gesucht von Bäcker Malsi. 2237 2239 Für die vielen Beweise herzlicher Liebe und Theil nahme, sowohl während des Krankseins, als auch b und Schwiegermutter Hatharina Völker, geb. Dillenburger, sagen wir unseren aufrichtigsten Dank. Ossenheim, Wickstadt. 2247 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Vindernagel. Näheres bei der Exped. d. Anz. 2262 2251 eingetragene Genossenschaft. Druck und Verlag von Carl Bindernagel Scriba-Stiftung. der Beerdigung unserer geliebten Mutter, Großmutbeh