4 1884. Donnerstag den II. Veptember. 2 108. ttw richt berhessischer Anzeiger. welche lange e Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, ck. 9158 und Freitag Abend ausgegeben. Donnerstag und Samstag. len und Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 3284 f Kasde. 5 An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend! bah ier des Geb S. K. Hoheit des Groß aalen Zur Feier des Geburtstages S. K. Hoheit des Großherzogs G. Huustädt wird 0 Freitag den 12. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, neiner ein Festessen im Hötel Trapp dahier stattfinden, zu welchem die Bewohner der Stadt Friedberg und der Umgegend hierdurch freundlichst f eingeladen werden. Auswärtige, sowie solche hiesige Einwohner, welchen die in Umlauf gesetzte Liste etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, icht, Süüble, Friedberg den 4. September 1884. Hanftein II. 8 werden gebeten, bis zum 10. l. Mts. ihre Anmeldung im Hötel Trapp zu machen. Im Auftrag des Comité's: Dr. Braden, Kreisrath. en eit bligen Betreffend: Reichstagswahlen. Amtlicher Theil. Friedberg am 9. September 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. isteruums vom 30. August l. J. zu Nr. St. M. 3561 laden wir Sie ein, mit Aufstellung der ichstagswahl sofort zu beginnen und deren Fertigstellung uns bis spätestens 25. l. Mts. anzu⸗ Bei Aufstellung dieser Listen, welche für jeden Wahlbezirk in doppelter Ausfertigung und genau nach dem vorgeschriebenen Formular zu erfolgen hat, sind die Bestimmungen in den§§. 1—3, 7 und 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869— Reichsgesetzblatt Seite 145— und in 6. 1 des Reglements zur Ausführung dieses Wahlgesetzes vom 28. Mai 1870— Reichsgesetzblatt Seite 275— zu Bezüglich des Eintrages des Alters in Spalte 4 des Formulars zur Wählerliste genügt es jedoch, wenn dieser Eintrag dahin voll⸗ Auf Grund des F. 7 des Wahlgesetzes für den Reichstag und der§F. 6 und 7 des Ausführungsreglements hierzu werden zugleich für die nächste Reichstagswahl, und zwar sowohl für die ersten 1 Zufolge Verfügung Großh. Staatsmin N Waählerlisten zu der demnächst stattfindenden Re zeigen. m Aitisant. irt feln beachten. l U zZxsogen wird, daß der zum Wählen Berechtigte das 25 Lebensjahr zurückgelegt hat. dename. Jacken bekannt machen lassen und, daß dies geschehen, ür Er⸗ en, 11 150 1 Friedrioõ. 5 2. Die Stadt Friedberg wird in zwei r ihren wird auf en angemessene ener Anzeiger“ 3218 die sammtlichen übrigen Straßen und Hofraithe len er Construction, ressen bellebtese und 1% in bessche fere zu billige machung. Indem wir Sie benachrichtigen, daß a der Bezirksconferenz Vilbel ernannt worden ist letztgenannten Lehrer ohne Verzug anzuweisen. palter tion des 1 kgl. Hauses und des Aeußern vom 26. August Formularien zu den Wahlprotokollen werden Ihnen mit nächster Post zugesendet. Betreffend: Lehrer⸗Leseverein des Conferenzbezirks Vilbel. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des ehemaligen Kreises Vilbel. Wahlen als auch etwaige Ersatzwahlen nachstehende Vorschriften ertheilt, welche Sie, insoweit solche Ihre Gemeinden betreffen, ortsüblich anher anzeigen wollen: 1. Jede Bürgermeisterei des Kreises Friedberg— mit Ausnahme von Friedberg und Vilbel— bildet einen Wahlbezirk; die selbst— ständige Gemarkung Wickstadt wird für die bevorstehende Reichstagswahl der Bürgermeisterei Assenheim, Bainhards der Bürgermeisterei Ober⸗ Rosbach, Straßheim der Bürgermeisterei Ockstadt, Hasselheck der Bürgermeisterei Ober-Mörlen und Oes der Bürgermeisterei Hausen angeschlossen. Wahlbezirke getheilt: Der erste Wahlbezirk umfaßt die Wahlberechtigten der Hausnummern von 1 bis 290, der zweite Bezirk die übrigen Hausnummern.. 3. Die Stadt Vilbel wird ebenmäßig in zwei Wahlbezirke getheilt: Den ersten Wahlbezirk bilden sämmtliche auf der rechten Seite der Nidda belegenen Hofraithen sowie Marktplatz, Lohstraße und Hanauerstraße einschließlich der angrenzenden Nebenstraßen, den zweiten Bezirk n. Ueber Offenlegung der Wählerlisten, Bestimmung des Wahllocals und Ernennung der Wahlvorsteher erfolgt demnächst weitere Bekannt⸗ Die nothwendigen Formularien zu den Wählerlisten, wozu die erforderlichen Einlagebogen mit der Feder herzustellen sind, sowie die Dr. Braden. Friedberg den 9. September 1884. u Stelle des nunmehr pensionirten Lehrers Rausch zu Vilbel, Lehrer Vetter daselbst zum Rechner „beauftragen wir Sie, die Auszahlung des bisher bezahlten Beitrags der Gemeinden an den In der Anweisung wollen Sie sich auf diese Verfügung beziehen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Deutsche Molkerei⸗Ausstellung in München. 5 5 Inhaltlich einer an die Generaldirection der kgl. baierischen Verkehrsanstalten ergangenen Entschließung des Staatsministeriums des d. J. wurde 1. die Gültigkeitsdauer der in der Zeit vom 1. bis incl. 9. October d. J. gelösten „FFFccCcccPcTTPTGTcTrTffTTGPTTTTTfTfTTTTrTTThTTGTTTTTTTT n 3 2* 5 e ee eee 1 internen dreitägigen Retourbillete nach München bis zum 13. October einschließlich verlängert und die Generaldirection der kgl. baierischen Verkehrsanstalten ermächtigt, 2. die Retourbillete für Comitémitglieder, Delegirte oder Preisrichter gegen entsprechende, mit dem Generalcomité des landw. Vereins unmittelbar zu verabredende Legitimation vom Tage der Abreise nach München bis zum 18. October d. J. zu verlängern. 4 g Ich ersuche die Herren Bürgermeister die Landkalender gefälligst recht bald gelegentlich abholen zu lassen. i 5 9 Friedberg den 10. September 1881. Kreuder, Kreisamtsgehülfe. 95 Deutsches Reich. Ausschluß der Walfischbai, eine Strecke von etwa Ausland. 1 1 Darmstadt, 6. Sept. Frau Prinzessin 120 geographischen Meilen, durch Aufhissen der“ Schweiz. Bern, 8. Sept. Die interna⸗ Carl ist heute von Schloß Fischbach wieder hier deutschen Flagge als deutsches Gebiet anerkannt tionale Conferenz zum Schutze des literarischen I eingetroffen. worden ist. Damit ist den Engländern geschehen, und künstlerischen Eigenthums wurde heute durch l Essen. Die„Rheinisch-westfälische Zeitung“ was sie Lüderitz zugedacht hatten: ihre Besitzung den Bundesrath Droz eröffnet. Derselbe wurde J meldet aus Münster, daß Fürst Bismarck und(Walfischbai) ist„trocken gesetzt“. f zum ständigen Präsidenten gewählt. An der 90d: die Mehrzahl der Minister die Einladung der Regensburg, 9. Sept. Der Kronprinz Conferenz nehmen Pertreter Deutschlands, Bel— get, Stände zu dem Kaiserdiner am 24. d. Mts. be⸗ des Deutschen Reichs und Prinz Heinrich, von giens, Frankreichs, Oesterreichs, Ungarns, Groß— 1 reits angenommen haben. Die Kaiserin wird dem Kriegsminister v. Mailinger begleitet, trafen britanniens, Hollands, Schwedens, Norwegens 770 am 23. d. Mts. erwartet. Mittags, von dem Fürsten Taxis empfangen, und der Schweiz Theil. — 3. Bremen, 6. Sept. Lüderitz hat aus Cap- hier ein. Nach der Begrüßung durch die Spitzen— 9. Sept. Wie verlautet, sind die ita— stadt die telegraphische Nachricht erhalten, daß die durch ihn geschehene Erwerbung des ganzen Küstenstriches nordwärts seiner älteren Besitzung Angra Pequena bis zum Cap Frio, jedoch mit der Behörden fuhren die Prinzen unter den Hoch⸗ rufen der Bevölkerung nach dem Taxis'schen Palais zum Diner, nach welchem eine Besichtigung der Seheuswöͤrdigkeiten der Stadt beabsichtigt ist. lienischen Truppen heute von der schweizerischen Grenze zurückgezogen worden. — Der Anarchist Kuttmann in Burgdorf in der Schweiz wurde, meine Telegramm des 2 — .— * eee „Berliner Tageblatt“ zufolge, wegen Verbreit— ung anarchistischer Schriften zu fünfzehn Tagen Gefängniß und zehnjähriger Ausweisung aus dem Canton Bern gerichtlich verurtheilt. Belgien. Brüssel, 7. Sept. Die auf heute angesetzte Manifestation der katholischen Partei nahm gegen 1½ Uhr ihren Anfang, indem sich der aus einer sehr großen Anzahl von Theilnehmern bestehende Zug um diese Zeit in Bewegung setzte. Die den Zug in dichten Schaaren begleitende Menschenmenge suchte als— bald die Ordnung zu stören, indem sich vielfach Gruppen in den Zug drängten, die Theilnehmer belästigten, die Bewegung hemmten und Fahnen und Embleme zerrissen. Polizeimannschaften, Gendarmerie und berittene Abtheilungen der Bürgergarde suchten die Ordnung wieder her— zustellen. Mehrere Verhaftungen wurden vor— genommen; auch kamen auf beiden Seiten Ver— wundungen vor. Die Zahl der Verwundeten beträgt gegen hundert. Einige wurden schwer verletzt. Das Gerücht, daß 3 Personen todt seien, hat sich nicht bestätigt. In mehreren an— deren Städten haben bei der Rückkehr der Theil— nehmer der klerikalen Kundgebung auf den Bahn— höfen Ruhestörungen stattgefunden. — 8. Sept. Der Bürgermeister untersagte die für nächsten Sonntag beabsichtigte Mani— festation der Lehrergenossenschaft. Ein Theil der gestern verhafteten Personen ist wieder in Frei⸗ heit gesetzt worden. Frankreich. Paris, 7. Sept. Die„Schwarze Bande von Montceau les Mines“ hat ihre Un— thaten wieder begonnen: Am Fuße des Kreuzes von Magny wurden 7 Dynamitpatronen gefun— den; der Zerstörungsversuch mißlang indessen, weil die Zündschnur erloschen war. Auch hat eine Anzahl Personen wieder Drohbriefe erhalten. — 8. Sept. General Millot ist heute von Futschen abgereist. General Brieère-Delisle ist gestern angekommen und hat das Commando übernommen. Großbritannien. London, 8. Sept. Gestern fand ein eruster Krawall in Worthing zwischen der Heilsarmee und der Skelettarmee statt; ein Salutist feuerte in die Volksmenge und verwundete mehrere Personen; er wurde verhaftet. Italien. Rom, 8. Sept. Der König und Prinz Amadeus trafen auf der Reise nach Neapel heute auf dem hiesigen Bahnhofe ein und setzten, von Depretis begleitet, unter lebhaften Ova— tionen seitens der Bevölkerung die Reise fort. Der Königszug traf um 4 Uhr Nachmittags in Neapel ein. Der König, der Herzog von Aosta und Depretis wurden von Mancini, dem Prä— fecten, dem Maire, vielen Deputirten und Sena— toren und einer großen Zahl von Notabilitäten empfangen. — Der Gesundheitsrath war gestern zu einer Sitzung zusammen getreten; wie versichert wird, schloß sich derselbe der Aufhebung der Quarantäne an der österreichischen und der schweizer Grenze an. — 8. Sept. Alle Journale sprechen leb— hafte Anerkennung über das Verhalten des Königs aus, welcher anstatt in der Ville Copodimonte im Königspalaste zu Neapel abgestiegen sei, wo— selbst doch erst jüngst zwei Cholerafälle vorgekom— men seien. Der König, Prinz Amadeus, Depretis und Mancini besuchen die dortigen Spitäler. Rußland. Warschau, 8. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin sind nebst dem Großfürsten Thronfolger, den Großfürsten Georg, Wladimir und Nikolaus dem Aelteren, sowie dem sonstigen Gefolge gestern Vormittag in Wilna eingetroffen und von der zahlreich herbeigeströmten Bevöl— kerung enthusiastssch begrüßt worden. Nachmit— tags setzten der Kaiser und die Kaiserin ihre Reise hierher fort. Die massenhaft herbeige— strömte Bevölkerung, welche in ihrer Bewegung in keiner Weise beschränkt wurde, empfing das kaiserliche Paar und die Mitglieder der kaiser— lichen Familie überall mit stürmischen Ovationen. Die Herrschaften sind heute früh hier in Warschau angelangt und haben sofort dem Gottes dienst in der griechisch-katholischen Kirche beigewohnt. Sodann begaben sie sich zu den Manövern der Truppen auf dem Nokotowskifeld, die um 2 Uhr endigten. — 9. Sept. Vom Bahnhofe begaben sich die Majestäten in die griechische Kathedrale, hernach in die katholische Alexanderkirche und stiegen sodann im Palais Lazienki ab. Nachdem das kaiserliche Paar noch der Truppenparade bei— gewohnt, kehrte dasselbe gegen 3 Uhr Nach— mittags nach dem Palais zurück. Die Stadt war prächtig geschmückt und Abends illuminirt. Die Gemahlin des General-Gouverneurs über— reichte der Kaiserin gestern bei der Ankunft derselben Namens der Damen Warschaus ein prachtvolles Bouquet. Bei der Truppenrevue waren 80,000 Mann in der Parade aufgestellt. Zu dem morgen stattfindenden Balle bei dem General-Gouverneur sind zahlreiche Bürger— Familien geladen worden. Egypten. Kairo. Die Militärbehörden haben nunmehr Saras, ein etwas oberhalb des großen Kataraktes gelegenes Dorf, zur Basis der Nilexpedition, anstatt Wady Halfa, gewählt. Der Transport von Wady Halfa nach Saras wird per Eisenbahn erfolgen, wodurch der zweite Ka— tarakt und sechs Meilen gefährliche Schifffahrt vermieden werden. Oberst Colville telegraphirt aus Dongola, daß der Scheich Haraui die Unter— werfung seines Stammes angezeigt hat. Hier⸗ durch wird die ganze Route zwischen Meravi und Dongola offen. Alexandrien, 9. Sept. Lord Northbrooke und General Wolseley sind an Bord der„Iris“ hier augekommen. Dieselben wurden von Nubar Pascha im Namen des Khedive empfangen und sind alsbald nach Kairo weitergereist. Amerika. New⸗PVork. Bei den Staats— wahlen in Maine siegten die Republikaner und wurde der republikanische Candidat zum Gon verneur gewählt. Auch in den beiden Kammern der Staatslegislatur werden die Republikaner über die Majorität verfügen. China. Shangai, 8. Sept. Einem Tele— gramm der„Times“ vom 6. September zufolge, hätten die chinesischen Behörden bekannt gegeben, daß, nachdem der Krieg erklärt worden, Shangai als neutral und Woosung als blokirt erklärt worden sei. Eine Bestätigung dieser Nachricht fehlt. Die Hauser der Fremden jeder Nationa— lität wurden von schinesischen Soldaten geplündert. — Nach einer Meldung der„Agence Havas“ von heute wollen die Chinesen die Einfahrt des Flusses bei Shanghai sperren. Die Con⸗ suln haben dagegen Protest erhoben. Japan. Nangasakr, 8. Sept. Die japa⸗ nesische Gesandtschaft in London dementirt die Meldung, daß Japan die Souveränetät über die Loochoo-Juseln beansprucht habe. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die Franksurter Bäcker sind dem Bei⸗ spiel ihrer Collegen in den benachbarten Städten gefolgt und haben einen Abschlag des Brodpreises eintreten lassen. Wann folgen die Friedberger? i. Friedberg. Der Erziehungs-Verein „Mathilden-Stiftung“ in Friedberg hielt am letzten Montag Nachmittag auf hiesigem Rathhaus unter dem Vorsitze des Kreisraths Dr. Braden seine Jahresver— sammlung ab. Leider war dieselbe— wohl der Ungunst des Wetters wegen— nur schwach besucht, was um des— willen gewiß zu bedauern ist, weil unter unseren vielen Vereinen der in Frage stehende Verein zur Erziehung verwahrloster Kinder unstreitig einer der wohlthätigsten ist und darum allseitige Beachtung und Theilnahme ver— dient. Die zunächst vorgelegte Rechnung über Einnahme und Ausgabe während des letzten Rechnungsjahres wurde — vorbehältlich der genaueren kreis amtlichen Prüfung— unbeanstandet gutgeheißen. Erfreulich war dabei, daß auch Vermächtnisse— im Betrage von 200 Mark, wenn wir nicht irren— darin aufgeführt werden konnten. Möchten solch rühmliche Beispiele Nachahmung finden; wer mit einer der Wohlthätigkeit bestimmten Summe wirklich Gutes stiften will, findet hier treffliche Gelegen— heit dazu. Der von Decan Meyer vorgetragene Jahres- bericht führte die drei Punkte aus:„Wie stand's mit unsern Kindern bei ihrer Aufnahme, wie steht's jetzt mit ihnen und was wird aus ihnen?“ Auf das Nähere kann hier nicht eingegangen werden; nur so viel sei gesagt: Wer die Darlegungen gehört hat, wie groß das leibliche oder sittliche Elend einst war, dem sie entrissen werden mußten, und wer ferner vernommen hat, wie 9 verwahrloste Kind während der 19 Jahre des Bestehens des Vereins durch denselben schon gerettet und zum braven Menschen erzogen worden ist, der hat sich gewiß gesagt:„Ja, es muß bier geholfen werden, und es kann durch den Verein geholfen werden, und gern will auch ich, daß es geschehe, mein Scherflein beitragen!“ Be⸗ sonders erwähnenswerth ist noch das Lob, das weitaus den meisten Pflegeltern gespendet werden konnte. Es ist gewiß eine erfreuliche Thatsache, daß es in unserem Kreise an Familien nicht fehlt, die geneigt und geeigenschaftet dazu sind, solche Kinder liebevoll bei sich aufzunehmen und sich einen Gotteslohn an ihnen zu verdienen. Zum Schluß wies der Bericht noch darauf hin, wie aus ver⸗ schiedenen Gründen es wünschenswerth sei, daß die Stift⸗ ung in den Besitz eines eigenen Mutterhauses gelange. In der darauffolgenden Diskussion wurden zwar die Vorzüge der Familienerziehung vor der Anstaltserztehung mit Ent— schiedenheit betont; indessen stimmte man doch darin über— ein, daß neben der ersteren immerhin ein Pflegehaus nöthig sei zur vorläufigen Aufnahme neuer Pfleglinge, sowie um allzeit in der Lage zu sein, auch älteren Pfleg: lingen ein vorübergehendes Heim bieten zu können, wenn sie dessen dringend bedürften. Sollte darum das seither von der Stiftung benützte hiesige Versorgungshaus in der Folge nicht mehr ausreichend sein, so wird man allerdings dem Gedanken an Gründung eines eigenen Vereinshauses näher treten müssen. Wir aber wünschen dem Verein ein fröhliches Gedeihen und recht viel theil— nehmende Herzen und offene Hände. Es handelt sich dabei um das Lebensglück armer Kinder; es handelt sich aber auch um das Wohl der menschlichen Gesellschaft, und es ist besser und edler, wie bei der Diskussion be⸗ merkt wurde, man baut Erzlehungshäuser, als Zuchthäuser. Vilbel. Trotz der derzeitigen sehr kühlen Witterung, hat man dermalen hier über große Hitze zu klagen, welche namentlich in den Köpfen mancher Grundbesitzer den höchsten Grad erreicht zu haben scheint. Es trägt hierzu im wesentlichen die projectirte Konsolidatlon der rechts von der Nidda gelegenen Gemarkung Vilbel mitbei. Zur Abstimmung hierüber war vom Großherzoglichen Kreisamte Friedberg Termin auf den vergangenen Samstag von Vormittags 9— 12 Uhr anberaumt gewesen. Der Termin konnte aber nicht abgehalten werden, da offenbar Drohungen, Versprechungen und sonstige Abstimmungs⸗ beeinflussungen vorgekommen waren, welche die Vornahme der Abstimmung als nicht geboten erscheinen ließen. Unter Anderem fehlte aus uns bis jetzt unbekannten Gründen ein zur Abstimmungscommission gewähltes Ge— meinderathsmitglied und dauerte es immerhin eine merk— bare Weile, bis für das fehlende Commissions mitglied der Ersatzmann, bezw. ein anderes Gemeinderathsmitglied requirirt werden und zur Stelle sein konnte. Weiterhin wurde mehreren Geschäftsleuten,(Metzgern, Gastwirthen) gedroht, daß wenn sie nicht gegen die Konsolldatton stimmten, ihnen kein Fleisch mehr abgekauft, bezw. ihre Wirthschaft nicht mehr besucht würde und was derglelchen Machinationen mehr waren. Ueber die angeblichen Schat— tenseiten bezw. angebliche Nachtheile der Konsolidatson schwirren hier Gerüchte(von den Gegnern ausgehend) in den Lüften herum, welche nur geeignet sind, jeden klar denkenden, stimmberechtigten oder nicht stimm— berechtigten Menschen in Zweifel zu versetzen, ob er wirklich im 19. Jahrhundert, in einer Stadt mit an⸗ nähernd 4000 Seelen und 1½ Stunden entfernt von Frankfurt a. M. lebt. Vielen von diesen Betheiligten sst es ja manchmal nicht zu verdenken, wenn sie gehörte Ansichten Anderer unterstützen und vertreten, weil sie es meistens nicht besser verstehen, aber es sind leider hlerorts auch geistig sehr begabte Leute bei den Gegnern, welche offenbar aus Privat-Interessen gegen ihre Ueberzeugung stimmten und agitirten. Am allermeisten hierbei ist aber die Handlungsweise einzelner Gemeinderathsmitglieder aufgefallen. Bekanntlich kann doch ohne Majoritäts⸗ beschluß des Gemeinderaths in der Konsolidation Nichts geschehen und kein Geld aus dem Gemeindesäckel zur Verarbeitung verwendet werden. Unsere derzeitigen Stadtväter haben in Gegenwart eines kreisamtlichen Beamten in einer Gemeinderathssitzung für die Konsolt— dation gestimmt, den Abstimmungsmodus mit 4 Procent Geländeabzug aufgestellt, sämmelich unterschrieben und die nöthigen Gelder zur sofortigen Inangriffnahme der Vorarbeiten bewilligt, und trotz dieser Handlung haben einige Gemeinderathsmitglieder in ganz auffallender Weise gegen die Konsolidation agitirt und Stimmen für das Nichtzustandekommen der Konsolidatson geworben. Etwas Anderes wäre es gewesen, wenn diese charakter festen Männer als Gemeinderathsmitglieder dagegen ge— stimmt und später als Privatmänner dafür gestimmt bätten! Hoffentlich werden diese Zeilen manchem noch im Dunkel lebenden hiesigen Bürger klar machen und eingedenken lernen, daß, ehe man wählt oder abstimmt, man nur richtig handelt, wenn man die Schatten- und Lichtseiten einer Sache selbst für sich genau prüft und dann erst abstimmt, nicht aber daß man einseltig handeln und Drohungen, Versprechungen, oder sonstige Beein⸗ flussungen respectiren soll. Wir sind der Ansicht, daß bei einer nochmaligen demnächstigen Abstimmung ein sehr günstiges Resultat für die Konsolidation erzielt werden wird, denn die Erfahrung hat gelehrt, daß in dieser Sache auf einen Hieb kein Baum fällt. Es muß noch mehr Licht in die Sache kommen; bekanntlich muß der Bauersmann zu allem Guten theilweise gezwungen werden, wir pflanzten vielleicht heute noch keine Kartoffel, wenn es seiner Zeit nicht von den Regierungen streng befohlen und überwacht worden wäre. Alzei. Im Schuljahr 1883/84 waren in unserem Schullehrer-Seminar 10 Lehrer thätig und wurde die Anstalt von 81 Schülern besucht, davon waren aus Rhein- hessen 60, ars Starkenburg 20 und aus Oberhessen 1. 9819 L Amar Saanen pon A1 9099 eee eee e. . 1 25— S. Hin 171 arin über⸗ Uflegehaus Ufleglinge, ren Pfleg⸗ Men, wenn das sälher gshaus in wird man es eigenen r wüͤnschen viel thell⸗ andelt sich andelt sich geselschaft, kussion be⸗ uchthäuser. Witterung, gen, welche esizer den fägt hierzu der rechts el mitbel. erzoglichen n Samstag een. Der da offenbar sümmungs⸗ Vornahme gen ließen. nbekannten qähltes Ge⸗ eine merk⸗ nsmitglied th mitglied Weiterhin astwirthen) onsolldatton bezw. ihre dergleschen chen Schat⸗ nsolidatlon usgehend) nd, jeden ht stimm⸗ en, ob er dt mit an⸗ ntfernt bon Betheiligten sit gebote well sie es ider hlerorts lern welche seberzeugung bel ist abet hönitzlledet Masoritäts⸗ ation Nichts esäckel zur gegen deisamtlichen die Konsolk 1 Pre leben und nahme der fraß haben g. Ansicht 10 19 el seh il wenne 6 1 — — 8 — ———— 7 8— vo 1 8 s * 171 unn — 2 — Allerlei. Wiesbaden, 9. Sept. Die 38. Hauptversamm⸗ lung des Gesammtvereins der Gustav Adolph⸗Stiftung wurde heute feierlich eröffnet. Dieselbe wurde Namens der Stadt durch den Oberbürgermeister v. Ibell, Namens der biesigen evangelischen Gemeinde durch den Stadt⸗ pforter Koehler begrüßt. Bei dem darauf folgenden Gottes dienste hielt Prof. Achelis(Marburg) die Predigt. Die Zahl der Theilnehmer beträgt über 400. Potsdam, 8. Sept. An der Weiche bei Neuendorf ist gestern Abend gegen 9 Uhr ein Personenzug entgleist. Die Central-Apparatbude Nr. 33 wurde vollständig zer⸗ trümmert. Der Packwagen lief auf die Locomotive auf und wurde ebenfalls zertrümmert. Der Maschinist wurde getödtet, der Zugführer schwer und der Heizer leicht verwundet. Der Verkehr blieb ungestört. Paris, 9. Sept. Im Departement der Ostpyrenäen kamen gestern 15 Choleratodesfälle vor. London, 8. Sept. Die deutsche Barke„Montezuma“ landete am Sonnabend in Falmouth drei Mitglieder der am Aequator gescheiterten britischen Pacht„Migno⸗ nette“, welche während 24tägigem Umherirrens auf dem Meere vom Hunger getrieben ihren vierten Kameraden tödteten und dessen Leiche verzehrten. Die drei Seeleute wurden wegen Immoralität verhaftet. Madrid, 9. Sept. In der Provinz Alicante star— ben gestern 5 Personen an der Cholera. Rom, 9. Sept. In den von der Cholera infieirten Provinzen kamen gestern einschließlich der bereits aus der Stadt Neapel gemeldeten zusammen 764 Erkrank⸗ ungen und 347 Choleratodesfälle vor. Neapel, 9. Sept. Gestern kamen hier 653 Erkrank⸗ ungen und 310 Todesfälle an der Cholera vor. Handel und Verkehr. Frledberg, 10. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.00— 1.15, Eter 1 Stück 6 Pf. Friedberg, 9. Sept. Fruchtber. Waizen M. 16.50, Korn M. 15, Gerste M. 14— 15, Hafer M. 12.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund, Grünberg, 6. Srpt. Fruchtpreise. Weizen M. 16.60, Korn M. 16.10, Gerste M. 13.40, Hafer M. 12.20, Samen M. 22.66. Gießen, 9. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.08— 1.20, Eier 2 Stück 11—13 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 9.50 per Stück M. 0.50 0.70, Enten per Stück M. 1.20— 1.60, Ochsenfleisch per Pfd. 6870 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56— 60 Pf., Schweinefleisch 52—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 6070 Pf., Kalbfleisch 50—54 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00 6.00, Zwiebeln per Ctr M. 8. Homburg, 9. Sept. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 5.00—6, per Gescheid 9— 10 Pf. Eier per Stück 6, 7 und 8 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Frankfurt, 7. Sept. Fruchtmarkt. Hies. Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 32.5033, Nr. 1 M. 26.50— 27, Nr. 2 M. 25.50— 26.50, Nr. 3 M. 23 24, Nr. 4 M. 17, Nr. 5 M. 15— 15.50, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 50—53, norddeutsches und westfälisches Weizenmehl 00 M. 23.50— 24.50, Suppengries je nach Qual. M. 27—32.50, Roggenmehl 0(Berliner Marke) M. 24— 25, do. 0/1 do. M. 22— 23, do. 1 do M. 20-21, do. 2 do. M. 17. Weizen neuer ab unserer Umgegend M. 16.75—17, do frei ab Bahnhof hier M. 17— 7/4, do. fremder je nach Qual. M. 1718. Roggen neuer hiesiger M. 15.75 16, do. französischer M. 16.25— ½, do. Petersb. M. 15.25, do. Nicolajeff, Galatz und Odessa M. 15. Gerste, Brauerwaare M. 1618, do. zu Mahlzwecken M. 13, Hafer je nach Qual. M. 13— 14. Raps M. 25— 26, Mais buntes(mixed) M. 13 13.50, Roggenkleie M. 5— 5.25, Weizenkleie M. 4.50—4.75. Für Aepfel zeigt sich jetzt schon Kauflust und wird per zweite Hälfte September lieferbar M. 7.50—8 bezahlt. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo.) Frankfurt, 8. Sept. Viebmarkt. Der Antrieb belief sich bei Ochsen auf 489, Kühen und Rindern 352, Bullen 14, Kälbern 268, Hämmeln 244, Schweinen 184 Stück. Die Preise stellten sich bei Ochsen 1. Qual. auf M. 70—72 per Ctr. Schlachtgewicht, 2. Qual. M. 66—68, Kühen und Rindern M. 60-62, 2. Qual. M. 55—45 herunter. Bullen M. 48— 52, Kälbern 1. Qual. 65 Pf. per Pfd., 2. Qual. 55 Pf., Hämmeln, die einzige etwas vernachlässigte Viehsorte, bei welcher sich das Geschäft mühsam hinzog, 1. Qual. 62 Pf., 2. Qual. 55 Pf., bei Schweinen, prima Schwarzwälder und Hannoveraner, wie vor acht Tagen 58-60 Pf., Landschweine 54-56 Pf. Mainz, 7. Sept. Fruchtmarkt. Weizen M. 17.00 bis 18.52. Korn hiesiges M. 16.00-16.25, russisches kuchen M. 132—135. Mohnöl M. 54—56. Leinöl M. 23.50—24. Rüböl, rohes, M. 28.40- 28.60, ge— reinigtes M. 30.25 30.50. Mainz, 7. Sept. Viehmarkt. Der Zutrieb be⸗ trug zusammen 898 Stück und zwar 13 Farren, 164 Ochsen, 242 Kühe, 184 Kälber und 295 Schweine. Der Durchschnittspreis betrug bei Farren M. 45—48, Ochsen 1. Qual. M. 72— 74, 2. Qual. M. 68—70, Kühe 1. Qual. M. 64 66, 2. Qual. 55—62. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 65—70 Pf. und Schweine mit 56— 57 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht. Bekanntmachung. Im Bezirk des kaiserlichen Postamts Echzell bestehen folgende Verkaufsstellen für Postwerthzeichen: 1. In Echzell bei Frau S. Simon Wittwe. 2. In Bisses bei Herrn Bürgermeister Spengler, Der Verkauf der Postwerthzeichen geschleht zu dem⸗ selben Preise, wie bei der Postanstalt selbst. Echzell, 8. September 1884. Kaiserliches Postamt. Bickelhaupt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. satholische Gemeinde. Freitag, 12. September, Vormittags 8 Uhr: Feler⸗ liches Hochamt als am allerhöchsten Geburtsfeste Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. Jsraelitische Gemeinde. Sabbathfeier vom 13. September 1884. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 40 Minuten. Samstag Morgens 8 Uhr— Min. 7 Nachmittags 4 Uhr— Min. Sabbathausgang 7 Uhr 10 Min. Zur Geburtstagsfeier Sr. Königl. Hoheit des Groß⸗ herzogs findet vor beendigtem Morgengottesdienste ein Fest⸗Gottesdienst statt. Wochengottesdienst von Sonntag den 14. September an Morgens 4 Uhr 30 Min.(Selichoth), Abends 7 Uhr. M. 14.80 15.00. Gerste, Pfälzer M. 16.3017. Hafer bis M. 0.65, Hühner per Stück M. 0 85— 1.20, Hahnen inländ., M. 13.40- 14.75. Raps 25.50— 26.00. Raps⸗ Von Montag bis inel. Donnerstag Morgens 5 Uhr. Freitag den 19. September Morgens 4 Uhr 30 Min. Grummetgras⸗Versteigerung. Donnerstag den 11. September, Nachmittags um 2 Uhr, soll auf Antrag der Erben des Samenhändlers W. Gökus das Grummetgras von 10 Morgen an der Pfingstweide abthellungsweise an Ort und Stelle versteigert werden. Friedberg den 10. September 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3308 Sinan ße. Gebäude-Versteigerung auf den Abbruch. Montag den 15. September, Vormittags 11 Uhr, sollen an Ort und Stelle die von W. Ulrich erworbenen Gebäude auf dem Haagk, bestehend in Haus und Stall— ungen, auf den Abbruch öffentlich meistbietend versteigert werden. Vor Beginn dieser Versteierung kommen 1 Pfuhl⸗ und 1 Wasserpumpe, sowie mehrere Oefen und Herde ꝛc. zum Aus gebot. Friedberg den 10. September 1884. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. 3307 Steinhäußer. 2———— Obst⸗Versteigerung. Am Freitag den 12. September, Vormittags 7½ Uhr, soll auf Bahnhof Friedberg anfangend, das Obst(Aepfel und Birnen) an der Bahnböschung nördlich vom Rosen⸗ thalviaduet öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden. Friedberg am 9. September 1884. 3295 Die Bahnmeisterei XVII. Bekanntmachung. Samstag den 13. September 1884, Nachmittags 2 Ubr, sollen folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung vor dem Rathhause dahier zwangsweise versteigert werden: 1 Wagen, 1 Kleiderschrank, 1 Commode, 1 Bett. Friedberg den 6. September 1884. Fey, 3289 Gerichtsvollzieber. Faselochs-Versteigerung. Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause ein zum Schlachten geeigneter, fetter, schwerer Faselochs öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Nieder⸗Erlenbach den 8. September 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Erlenbach. 3290 Kötter. Ein Schuhmachergeselle dat een 3311 J. Schreiner, Schuhmacher. Vergebung von Drainagearbeiten, Fertigung und Anfuhr der Ziegelröhrtn, sowie Liefer- ung der Nivellirpfähle und Mündungesteine. Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen an die Westigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg am 10. September 1884. Greb, Provinzial⸗Wlesenbaumeister. 8 FFC l Veraccordirung von Drainage⸗ arbeiten und Materiallieferungen. Mittwoch den 17. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Rathhause zu Rockenberg die bei Ausführung einer Drainageanlage in den Gemarkungen Rockenberg Flur VII und Oppershofen Flur 1 vorkommenden Ar⸗ beiten und Materiallteferungen, veranschlagt wie folgt: 1. Fertigung der Grabenarbeiten, inel. des M. Pf. Röhrenlegens 160 2. Lieferung der Drainziegelröhren 200— 3. Anfuhr der Röhren 50— 4. Lieferung eines Mündungssteins mit Eisengitter 15— 5. Lieferung der Nivellirpfähle 5— an die Wenigstnehmenden veraccordirt werden. Friedberg am 10. September 1884. Greb, 3310 Provinzial⸗Wiesenbaumeister. Korbweiden⸗Versteigerung. Freitag den 12. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr an⸗ fangend, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Korbweiden an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Petterweil den 9. September 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. erges. B 75 Ein Bulle, erste Qualität, ist zu verkaufen bei 3301 P. Haas in Ober⸗Erlenbach. 3298 9 N 5 U Arbeits-Versteigerung. Freitag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Utphe nachstehende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung be— kannt zu gebenden Bedingungen versteigert werden: in dem Rathhause zu Nieder-Wöllstadt die zur 9 S155 8 Drainirung der Gemeinde-Pfingstwelde daselbst erforder— 5 1516 e Stück Drain⸗ M. 2800 817 1 und Materiallieferungen, veranschlagt 2 Anfahren Peta 2200 Etr 5 330. wie folgt: M. Pf. f N Fe 0 5 1 Fertigung von ca. 3184 lfd. m Draingräben, 9 3 en derben ie f 95 einschließlich des Röhrenlegens und Zu— legen und Zufüllen„ 2287. e% 557 44] Melbach den 8. September 1884. „Fertigung der erforderlichen Drainröhren Hahn von 37-137 mm eLichtweite, ca. 12,000 3274 Cultuͤrtechniker 5 Stück, zus. 513 50 Ac N: 8 Anfuhr der Röhren, ca. 406 Ctr. 101 50 2 4. Lieferung von 2 Mündungssteinen mit 5 epfel Versteigerung. Eisengitter 30 Dienstag den 16. September d. J., Vormittags um 5. Lieferung der Nivellirpfähle 10— 11 Uhr, sollen die der Gemeinde Aulendiebach gehörigen Aepfel, circa 200 Malter feines Brechobst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Aulendiebach am 5. September 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Aulendiebach. 3258 Bolitsch. Mobilien-Verstei Mobilien-Versteigerung. Freitag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, sollen aus dem Nachlaß der Johannes Sprengel Eheleute von hier 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, 1 Commode, Tische, Stühle, Nachttischchen, 1 Uhr(Regulator), so⸗ dann Kleidungsstücke, Bettwerk, Weißzeug und ver⸗ schiedene Haus- und Küchengräthschaften meistbletend versteigert werden. Reichelsheim den 9. September 1884. Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim. Schmid. Obbst⸗Versteigerung. Freitag den 12. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, soll das hiesige Gemeindeobst an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Petterweil den 9. September 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. 3297 Berges. Freitag den 12. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen zwischen Assenheim und Ilbenstadt an der Nidda etwa 40 Tannen Stämme, sowie verschledene andere Gegen⸗ stände, Bockgerüste und Spaten, welche sich zum Zucker⸗ rübenausmachen gut eignen, öffentlich gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Höch sst a. M., 10. September 1884. J. Breiteustein, Bauunternehmer. 3299 Cine kleine Wohnung hat zu vermiethen 5 3294 Chr. Lotz, Schlossermeister. 5 85 2 Allgemeine Wählerversammlung. Sonntag den 14. September, Nachmittags 3 Uhr, findet in Steinhäußer's Gartensaal zu Friedberg eine allgemeine Wählerversammlung des Wahlkreises Friedberg-Büdingen statt, in welcher der Candidat der deutsch⸗freisinnigen Partei des Wahlkreises Herr Major a. D. Hinze aus Berlin sich den Wählern vorstellen und sein Programm entwickeln wird. Der Vorstand des Wahlvereins der deutsch-freisinnigen Partei des Wahlkreises Friedberg— Büdingen ladet die Wähler desselben hiermit zu dieser Versammlung freundlichst ein. Friedberg den 8. September 1884. Ver Vorstand des Wahlvereins der deutsch-freisinnigen Partei des Friedberg-Büdingen: G. Dieflenbach, Vorsitzender. Ossenheimer Madchen. Nächsten Sonntag den 14. September findet bei Harmonie- und Tanzmusik das Kirchweihfest statt, wozu freundlichst eingeladen wird. 3292 U Spar- und Vorschuß-Verein, e. G., Steinfurth Generalversammlung. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Spar- und Vorschuß-Vereins, e. G., Steinfurth findet Sonntag den 14. September l. J., Nachmittags 3 Uhr, im Wahlkreises Saale des Herrn Heinr. Rosenbecker IV. statt und werden die Mitglieder hierzu freund— lichst eingeladen. Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht. 2) Bericht des Ausschusses über die Prüfung der Bilanz pro 30. Juni 1884 und Entlastung des Vorstandes. 3) Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns. 4) Ergaͤnzungswahl des Ausschusses. Nach dem Statut treten aus dem Ausschusse die Herren H. Reif und Chr. Leonhardt und ist Ersterer wieder wählbar. Für Letzteren findet wegzugshalber eine Neuwahl statt. Steinfurth den 11. September 1884. Für den Ausschuß: Lehrer J. Huber, erster Vorsitzender. Lehr- und Ergiehungs-Anslall von Fräulein Mi II II* 7 9 2 E. (Valentin sches Institut) Frankfurt a. M., Bleichstr. 36. Gründlicher Unterricht in den Wissenschaften, in Sprachen, Musik und Zeichnen. Sorgfältige körperliche Pflege 2629 Aufnahme zu jeder Zeit.(475. Aepfel Verkauf. nübenheber und Mübengabeln 3275 Der Unterzeichnete beabsichtigt, die Erndte von elrea billigst bei F. Theis, 300 Obstbäumen auf seinem Terrain in Brüchenbrücken 3217 vormals G. Haustädt. bei Friedberg in Abtheilungen oder im Ganzen sofort zu N 7 verkaufen. Wegen Besichtigung wende man sich an Ver⸗ in schönster Auswahl empfiehlt walter A. Klintzing in Bruchenbrücken.(F. à 67/9.) 31²⁷ G. F. Aletter. Frankfurt a. M., Reuterweg 67. Hermann Lhoest. Wegen Aufgabe meiner Wirthschaft verkaufe ich verschledenes Inventar, als: Tische, Stühle, Bänke de., aus der Hand. 3271 3296 Georg Hanstein II. 1000 Tapetenmuster aus der Fabrik von v. Derblin, Mannheim, von 20 Pf. bis 20 M. per Stück, liegen zur Auswahl offen bei G. M. Reuss, 1573 Tapezier. Agelten sesten Tuchsod lar 2 Tuchschuhe) e. ssuee 17 8 ordschuhe f even s butuend it ut k, ferner— Mit den neuen Schnelldampfern des Uorddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika— Bir E Zullace su rauen huutend rk. a r 3 5 Vaseline-Cold-Cream-Seife gegen rauhe und spröde Haut. Vorräthig à Packet 3 Stück) 50 Pf. bei Apotheker Luhn. 1841 Rohrmatten, Cacosmatten und Läufer 22 4 Carl Damm, Usagasse. A 904 /8 B. 1—— Ein kraͤftiger Junge 8 70 die Bäckerei erlernen bei 300 Nähsses bei dem General-Agenten V. Abraham, Mainz, und dessen Agenten: Hermann Vogt, Reichelsheim. * Gratis versendet Anweisung zur Rettung von Trunksucht auch ohne Wissen M. C. Falkenberg, Berlin, Rosenthalerstr. 62. machen. Bäcker Rosenschon. Die Herbstentlassung aus dem evang. Predigerseminar zu Friedberg sindet Montag den 15. September l. J., Vormittags 10 Uhr, in der Burgkirche statt. Die Hauptrede wird zum Gedächtnisse des Herrn Geb. Kirchenrath Or. Schwabe von Herrn Professor Dr. Weiffenbach gehalten. Alle Freunde unserer Anstalt sind hiermit herzlich eingeladen. Die Direction des Predigerseminars: Dr. Diegel. Reichstagswahl. Die Mitglieder des hiesigen nationalliberalen Wahl⸗ Comité's, sowie alle Diejenigen biesigen Herren, welche demselben beizutreten, oder dasselbe in seiner Thätig— keit zu unterstützen geneigt sind, erlaube ich mir auf Donnerstag den 11. d. Mts., Abends 8 Uhr, in den Saal auf Windecker's Felsenkeller ergebenst einzuladen. 3293 Jückel, 3291 Rechtsanwalt. Veteranch- und Militär verein Friedberg. Freitag den 12. d. Mts., Abends 8½ Uhr, Zusam— menkunft im Vereinslocale zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs. 3305 5 Der Präsident. 3235 In der Nähe der Alitenschule zu Darmstadt Wohnung und Pension für 2 Schülerinnen. Näheres i E 2 2 Ein kräftiger Junge, welcher die Bäckerei erlernen will, wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3186 * J. A. Windecker empfiehlt Neue Linsen, Erbsen, Bohnen in bestkochender Qualität. 3303 Gesucht nach auswärts zur Beaufsichtigung eines Jjährigen Mädchens und zur Stütze der Hausfrau ein gebildetes, junges Mädchen. Offerten unter M. E. bei der Exped. d. Anz. 3302 Die Dampf-Kaffeebrennerei Gegründet 1837. von Gegründet 1837. I 72 bringt ihre Speeialitäten: Gebr. Java ⸗Kaffee's in empfehlende Erinnerung. Niederlage in Friedberg bei Herrn M. Eckstein. 77 1„ H. Strauß. Bad⸗Nauheim bei Herrn Gg. Ph. Ludwig. Bellersheim bei Herrn Samuel Lö b. Bönstadt bei Herrn A. Haas und bei Herrn Elias Müller. Butzbach bei Herrn Z. Liltenstein. Dorheim bei Herrn Johs. Braun. Echzell bei Herrn S. Simon Wittwe. Grünberg bei Herrn J. Weifenbach. Heldenbergen bei Herrn Löb Speier Wittwe. Homburg v. d. H. bei Herrn Ferd. Datz. Hungen bei Herrn A. Buch. Klein-Karben bei Herrn S. Ortenberger. Langsdorf bei Herrn Ferdinand Kahn. Lich bei Herrn H. Zimmer VII. Nieder ⸗Florstadt bei Herrn Michel Adler. Nieder-Weisel bei Herrn H. Heinemann. Nieder-Wöllstadt bei Herrn Tobtas David. Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. Rodheim v. d. H. bei Herrn D. Stern J. Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. Staden bei Herrn C. Hessenberger& Sohn. lia bei Herrn Georg Gottwalls VII. ilbel bei Herrn C. H. Kullmann. 3029 —— Veran tw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Vindernagel. 1 .