weten rein. (Wmitngz liothek findet Uhr satt en von Mit⸗ er abgegeben 2582 berg. 84. sinuten. Vorstand. ge etter. tfedern es Wittwe, 388. ft aumeifter. Whörbe 284 Sasse. heel 7715 Vereins Carl Binder— nd recht⸗ deutschen de. Friedberg N e. tbullen Steinberger, e A Hamill, ort elntreit“ deem 1884. Donnerstag den 10. Zuli. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwo und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeisterei der Kreisstadt Friedberg, sowie die Gr. Bürgermeistereien des dritten Wahlbezirks der Provinz Oberhessen, nämlich: Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hoch Weisel, Maibach, Bodenrod, Kirch-Göns, Münster, Hausen mit Oes, Münzenberg, Trais— Münzenberg, Langenhain mit Ziegenberg, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober-Mörlen, Oppershofen, Ostheim, Pohl-Göns und Rockenberg. Mit Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 30. Juni d. J.— Oberhessischer Anzeiger Nr. 78— dessen Beachtung wir andurch in Erinnerung bringen, benachrichtigen wir Sie nunmehr, daß als Wahlcommissäre bestellt worden sind; für die Kreisstadt Friedberg Großherzog— licher Kreisassessor Ur. Freiherr v. Gemmingen zu Friedberg, für den dritten Wahlbezirk Großherzoglicher Kreisrath Ur. Braden daselbst, und weisen Sie an, nach vollzogener Wahlmännerwahl die Protokolle über diese Wahl nebst sämmtlichen Beilagen so schleunig als möglich an Betreffend: Die Wahlen zum XXV. Landtag. Friedberg am 8. Juli 1884. den bestellten Wahleommissär einzusenden. Dr. Braden. e In Gemäßheit der Justruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Juni 1884 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 17.—, Heu M. 6.—, Stroh M. 5.—. Friedberg den 8. Juli 1884. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. 9 85 Gemäß Art. 39 des Gesetzes vom 16. Juni 1874, die innere Verwaltung der Kreise und Provinzen betr., wird das Protokoll über die öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg vom 2. l. Mts. nachstehend zur allgemeinen Kenutniß gebracht. Friedberg den 7. Juli 1884. Der Vorsitzende des Kreistags: Dr. Braden. Protokoll über die außerordentliche öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg am 2. Gegenwärtig: J. Der Vorsitzende des Kreistags; II. Großherzoglicher Kreis— Assessor Dr. Freiherr v. Gemmingen; III. Die Kreistags Abgeordneten und zwar die Herren: 1. Bergrath Jäger, 2. Bürgermeister Küchel, 3. Wilhelm Seybold II., 4. Hermann Bausch, 5. Beigeordneter Cuntz, 6. Carl Friedrich Wilhelm Keller, 7. Friedrich Keil, 8. Heinrich Reif, 9. Johannes Diehl J., 10. Kaspar Scherer, 11. Bürgermeister Herling, 12. Johann Grimm, 13. Heinrich Ruppel, 14. Justizrath Dr. Geyger„ 15. Friedrich Wetz, 16. Bierbrauer Melchior, 17. Graf Oriola, 18. Freiherr v. Löw, 19. Freiherr v. Leonhardi, 20. Kammerrath Bierau; IV. Kreis— ausschußmitglied Jöckel; V. Der Protokollführer Kreisamtsgehülfe Mahr. Nachdem der Vorsitzende die heutige außerordentliche Sitzung eröffnet hatte und zu Urkundspersonen die Herren Justizrath Dr. Geyger und Bürgermeister Küchel bestimmt worden waren, kam der Tagesordnung entsprechend zur Verhandlung: J. Erbauung einer Kreisstraße von Beienheim nach Weckesheim. Nach ent— sprechender Mittheilung seitens des Vorsitzenden aus den Aeten und nach Einsicht— nahme der von dem Kreisingenieur gefertigten bezüglichen Pläne ꝛc. beschließt der Kreistag einstimmig, daß die Straße Beienheim nach Weckesheim nach den vorge legten Plänen ausgebaut werden soll. II. Bewilligung eines Nachtrags-Credits zur Bestreitung der Mehranforder— Juli 1884. des Kreises Friedberg zur Provinzialkasse noch aufzubringenden 38,727.68 M. durch Kapitalaufnahme zu beschaffen und für deren Rückzahlung in den nächsten Jahren Sorge zu tragen“ wird zum Beschluß erhoben und genehmigt, daß zu fraglichem Zwecke ein Kapital von 38,000 bis 39,000 M. aufgenommen werden soll. Gelegent⸗ lich Verhandlung dieses Gegenstandes und mit Rücksicht auf die sich stets steigern⸗ den Ausgaben an Kosten für Straßenbauten in den Jahren 188/83, 1883/84 und 1884/85 fieht sich der Kreistag veranlaßt, den Kreisausschuß zu beauftragen, bei Großherzoglicher Regierung unter Darlegung der auf die Dauer unhaltbaren Zu⸗ stände und bedenkliche Finaazlage dahin vorstellig zu werden, daß eine bessere und gerechtere Vertheilung der Straßenbaukosten zwischen Kreisen und Provinz durch Abänderung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen ermöglicht werde. III. Mittheilung bezüglich Ausführung früherer Beschlüsse über Auslegung des Wegbaugesetzes eventuell weitere Beschlußfassung dieserhalb. Mit Rücksicht auf die vorliegenden Verhältnisse beschließt der Kreistag dem Antrage des Kretsaus— schusses gemäß, von weiteren Schritten in dieser Sache abzusehen. Da weitere Anträge nicht gestellt wurden und die Tagesordnung erschöpft war, wurde die Sitzung durch den Vorsitzenden geschlossen, das Protokoll verlesen und genehmigt. Der Vorsitzende: Dr. Braden. ungen der Provinzialkasse pro 1882/83, 1883/84 und 1884/85. ausschusse gestellte Antrag:„Die für 1882/83, 1883/84 und 1884/85 als Beitrag Die Urkund Dr. Geyger Der von dem Kreis— spersonen: Der Protokollführer: „ e Mahr. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Nr. 17 enthält: 1. und 11. Uebersicht der pro 1884/85 genehmigten Umlagen in den Landgemeinden des Kreises Alzey und in den Gemeinden des Kreises Schotten. 111. Bekanntmachung, die für 1884/85 in der Ge— meinde Pfaffen-Beerfurth zu erhebenden Umlagen betr. IV. Ordensverleihung. V. Namens veränderung. VI. Dienstentlassung. VII. Dienstentsetzung. Vom Amte entlassen wurde der Lehrer Krenz zu Walldorf. Ii. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die Lehrerstelle zu Holzmühl, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Eppertshausen, Geh. 900 M. Eine Lehrerstelle zu Gau-Vickelheim, Geh. 9001000 M. IX. Serbefälle. Gestorben sind: Der Schullehrer Dornes zu Lehnheim, der Locomotivführer Flohr, der Oberst von Ochsenstein zu Darmstadt, der Prem.-Lieut. Anton zu Leipzig, der Steuerrath Fröhlich zu Darmstadt, der Generalarzt Dr. Göring, der ev. Pfarrer Wagner zu Griesheim, der Ministerialealeulator Bradner zu Darmstadt. X. Berichtigung. 8 Berlin. Die Nordd. Allg. Ztg. hält es gegenüber dem Hamb. Corresp. für unrichtig, daß die Begutachtung des Börsensteuergesetzes durch Handelsorgane beabsichtigt worden sei. Ohne Zweifel wuͤrde der preußische Staatsrath die berufene Behörde sein, um den von Preußen aufgestellten Entwurf vor der Einbringung des— selben in den Bundesrath zu prüfen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erfährt von zuverlässiger Seite, daß die Nachricht, die Reichs— regierung beabsichtige den Etatsentwurf für 2 Jahre abermals vorzulegen, völlig unbegründet sei. Die angeordneten im Gange befindlichen Etatsvorarbeiten betreffen lediglich den Gesetz— entwurf vom 1. April 1885 bis 31. Mai 1886. — Mit Befriedigung können wir mittheilen, daß die Auregung Deutschlands, zur Regelung der Congofrage eine Conferenz einzuberufen, bei den interessirten Mächten immer mehr Anklang findet. Elberfeld. Die Mitglieder des Unter— suchungsgerichts sind am 6. Juli Abends vom Niederwald nach Elberfeld zurückgekehrt. Der geständige Anarchist heißt Rupsch; er hat die Minen selbst gelegt. Die Ortsaufnahme hat seine Aussagen vollauf bestätigt. Ems, 6. Juli. Die heutige Abreise des Kaisers nach der Mainau gestaltete sich zu einer großartigen Ovation für den geliebten Fürsten. Vom Kurhofe bis zum Bahuhofe bildeten Tau— sende Spalier am Wege, Alle wollten noch ein— mal den Kaiser von Angesicht sehen und ihm Glück- und Segenswünsche auf die Reise mit⸗ geben. Mächtige Hochrufe umbrausten den Wagen des Kaisers, der freundlichst nach allen Seiten hin dankte. Im Fürstenwartesaale des Empfang— gebäudes wurden dem Kaiser so reichlich Bou— quets überreicht, daß man ein besonderes Coupé des Extrazuges damit beladen mußte. Homburg. Die Kaiserin wird, wie der Taunusbote meldet, Mitte Juli erwartet. Man ist bereits mit den Vorbereitungen zum Em— pfange im königlichen Schlosse beschäftigt. Karlsruhe. Justizminister Nokk wurde zum Staatsrath ernannt, Kiefer zum Präsidenten des Landgerichts in Constanz. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 8. Juli. Die Parlamentswahlen sind beendet. Durch die Stich— wahlen gewannen die liberale Partei und die Un— abhängigen je 4 Sitze. Das Gesammtresultat ist: 234 Liberale, 60 Mitglieder der gemäßigten Opposition, 77 Unabhängige, 17 Antisemiten, 16 Nationale und 9 Parteilose. Triest. Osservatore Triestino erklärt die Nachricht, daß auf der Istrianer Staatsbahn in den letzten Tagen eine Dynamitmine aufge— funden worden sei, für unbegründet. Pola, 7. Juli. Der Kaiser und der Kron— prinz sind um 6 Uhr Morgens hier eingetroffen, mit enthusiastischen Kundgebungen empfangen. Nach Besichtigung der Land- und Seetruppen und dem Besuch der Befestigungen begaben sich f! der Kaiser und der Kronprinz unter Hurrah- u rufen und Kanonensalut an Bord der Kaiser- r Pacht Miramar, wo das kaiserliche Hoflager aufgeschlagen wurde. Der Kaiser nahm alsbald Meldungen entgegen und empfing Deputationen. Schweden. Stockholm, Jul unser Königspaar, von Schloß Tullgawn kom— mend, gestern Abend spät zu Wasser am Riddar— holm landete, wurde es außer von den Be— hörden und Hofbeamten von einer 10,000 Per— sonen zählenden Meunschenmenge, darunter Vereine mit ihren Fahnen und Musikcorps, empfaugen. Die Volkshymne wurde gespielt und begeisterte Hurrahrufe begleiteten den König bis zum Schloß, wo er seinen Dank aussprach. Norwegen. Christiania, 8. Juli. Das Storthing ist ohne Thronrede vom Staatsmi— nister Sverdrup im Namen des Königs ge— schlossen worden. Belgien. Brüssel, 8. Juli. Nach dem definitiven Resultate der Senatswahlen haben die Katholiken, abgesehen von den Stichwahlen, im Senate eine Majorität von 17 Stimmen. Frankreich. Paris. Dr. Rochard ist aus Toulon zurückgekehrt und machte Mittheilungen über die Auffassungen des hygienischen Consul— tativ⸗Comité's; er constatirte, daß die Epidemie unter den Marinetruppen nachgelassen habe. Die Form, in der die asiatische Cholera auftrete, sei durchaus milde. — 7. Juli. Ferry erkläxte in der Kammer, er habe am Vormittag die mit der Genehmig— ung der kaiserlich chinesischen Regierung vex— sehene Urkunde über den Vertrag von Tientsin erhalten. Der Vertrag wurde von den Chinesen verletzt. Die Chinesen eröffneten das Feuer auf die französischen Truppen unter Umständen, welche außer Zweifel ließen, daß es sich um einen hinter— listigen Ueberfall handelte, daher sei Genugthu— ung nothwendig. Die Regierung hielt, nachdem sie im Mai auf Kriegsentschädigung seitens Chinas verzichtet, es für Pflicht, China daran zu er⸗ innern, daß derartige Verletzungen bezahlt wer— den müßten oder Genugthuung erheischten. Die Regierung erwarte die Antwort Chinas, sei in— deß inzwischen in der Lage, den Verträgen Acht ung zu verschaffen und werde dies mit Mäßig— ung, aber mit durch Nichts zu erschütternder Festigkeit thun.(Beifall.)— Parlamentskreise meinen, die Regierung werde eine Entschädigung von 250 Million von China fordern. Mehrere Abendblätter wollen wissen, die französischen Truppen würden als Garantie für die Kriegs— entschädigung gewisse Punkte der chinesischen Küste, namentlich das Arsenal von Foutschou besetzen. — 8. Juli. Die Senatscommission, die fur den Verfassungsrevisionsentwurf gewählt wurde, be— steht aus 9 gegen, 9 für die Vorlage. Von letzteren verlangen mehrere, die Kammer solle die Garantie geben, daß die Revision eine beschränkte sein soll. Großbritannien. London, 7. Juli. Ein Individuum, Namens Gratton, wurde bei Hanley verhaftet. In seinem Besitze befanden sich 39 Dynamitpatronen. Vor dem Polizeigerichte ver— nommen, verweigerte er die Auskunft über die Provenienz und den Gebrauch des Dynamits. Italien. Rom, 7. Juli. Die Eisenbahn-Com— mission genehmigte die sicilianische Eisenbahn Con— vention und wird im Herbste die Tarife berathen. Rußland. Petersburg. Schon vor einiger Zeit wurde berichtet, daß der Emir von Afgha— nistan den Russen feindselig gesinnt sei und daß er die Russen anzugreifen wünsche. Nun wird aus Simla gemeldet, daß der Emir eine große Streitmacht in Herat und dem westlichen Turkestan zusammenziehe. Es muß sich bald herausstellen, ob diese Rüstungen gegen Rußland gerichtet sind. Egypten. Kairo, 7. Juli Ein Telegramm des Mudir von Dongola meldet aus Debbah, gesandt wurden. Folge der Unzufriedenheit unter der Garnison, die durch die Proclamation des versprochen Leid zugefügt letzten Tagen obert wurde. die meisten Europäer den moslemitischen Glauben annahmen. Beispiel nachzufolgen, behalten und es ist ihm erlaubt, sich im Lager des Mahdi frei zu bewegen. J Gerüchte, ohne im Stande zu sein, dieselben durch irgend eine amtliche Mittheilung Congreß wurde heute vertagt. sagen, daß bei einem in dieser Stadt abgehal— velche, wie ich Grund zur Annahme habe, glaub- e 0 vie es heißt, von der aufständischen Armee ab⸗ Diese Briefe melden, daß in Mahdi, worin wurde, daß den Einwohnern kein werden solle, Khartum in den des Mai ohne Schwierigkeit er— Ein Massacre fand nicht statt, da Rechtskraft an gerechnet, General Gordon weigerte sich, diesem aber er ist völlig wohl— Ich melde diese Amerika. Washington, 7. Juli. Der New-Pork. Nachrichten aus Panama be— tenen Meeting beschlossen wurde, den wegen Bestechung in Anklagezustand versetzten Präsi— denten aufzufordern, das ihm eingeräumte Re— gierungspalais zu verlassen. Aus Stadt und Land. „. Bad⸗Nauheim, 7. Juli. Das erste Bezirks- fest des Kriegervereinsbezirks Bad⸗Nauheim-Butzbach, verbunden mit der Fahnenweihe des hlesigen Militär⸗ vereins„Hassia“, wurde gestern in unserer festlich ge— schmückten Badestadt abgehalten. Schon am Vorabend wurde das Fest eingeleltet durch großes Concert und Feuerwerk im Kurgarten, sowie durch einen brillanten Fackelzug, woran sich sämmtliche hiesigen Vereine betheil⸗ igten Nachdem Morgens elrca 1200 Krieger ein— getroffen waren, bewegte sich am Nachmittag um 2/2 Uhr der stattliche Festzug unter Vorantritt zweier Musik— kapellen, nämlich der Kapelle des 1. Garde-Dragoner— Regiments und der hiesigen Feuerwehr, durch die Haupt— straßen der Stadt nach dem Festplatze. Hier wurden zunächst die fremden Gäste von dem Festpräsidenten, Bürgermeister Wörner, auf's Herzlichste begrüßt, worauf derselbe am Schlusse seiner Rede ein Gedicht„Kaiser Wilhelm“ vortrug und„Die Wacht am Rhein“ von sämmtlichen Anwesenden gesungen wurde. Pfarrer Walz hielt hierauf die Rede zur Fahnenweihe, worauf„Nun danket Alle Gott“ gesungen wurde. Sodann erfolgte die Enthüllung und Ueberreichung der Fahne. Post seeretär Leister, als zweiter Präsident, sprach mit warmer Begeisterung über die besonderen Pflichten der Mitglieder der Kriegervereine, wie dieselben, wenn auch nicht als active Militärs, so doch, indem sie sich dem„rothen Kreuz“ zur Verfügung stellten, sowie indem sie ächte Kamerad schaft pflegten, durch Unterstützung der nothleidenden Mit glieder segensreich wirken könnten. Seine Rede schloß mit einem Hurrah auf Kaiser und Großherzog. Bezirks— präsident Dr. Vogt von Butzbach hielt späterhin noch, nachdem er ein Telegramm von Oberst v. Gerlach von Darmstadt, sowie von den auf dem Bezirksfeste zu Nidda versammelten Kriegern und von der sächsischen Krieger— kameradschaft verlesen hatte, eine von ächt patriotischem Geiste durchdrungene Ansprache. Nach Beendigung des offiziellen Theiles des Festes bildeten Tanz und sonstige Vergnügungen den Abschluß des schönen Tages. Der Himmel war dem Fest günstig. Gastwirth Thuy aus Vilbel, als alleiniger Festwirth, hatte Alles aufgeboten um die Gäste zufrieden zu stellen und so verlief dasselbe in der schönsten Weise. Heute, am zweiten Festtage fand ebenfalls Zug durch die Stadt und gesellige Unterhaltung auf dem Festplatz statt. Allerlei. Toulon, 7. Juli. In den letzten 24 Stunden gab es 15 Choleratodte.— 8. Juli. Von gestern Abend bis heute Vormittag 10 Uhr kamen hier 10 Choleratodesfälle vor, in Marseille hat sich der Zustand verschlimmert, am Jul starben hier 6 Personen und am 8. Juli 14 Personen an der Cholera. Geheimerath Dr. Koch erklärt auf das Entschiedenste, daß es sich um die asiatische Cholera handle. Alle Touloner Aerzte seien übrigens seiner An— sicht. Ueber den Ursprung der Epidemie hege er nicht den geringsten Zweifel, dieselbe sei aus dem fernsten Orient eingeschleppt. Er erkenne dieselben Mikroben bei den Touloner Kranken, wie in Egypten und Indien. Koch glaubt, die Epidemie werde überall hinkommen, denn, mit einem Mittelpunkt als Seuchenherd wie Toulon, müsse sie sich ausbreiten, und er werde in diesem Sinne auch nach Deutschland berichten. Gerüchte wollen wissen, daß auch in anderen südfranzösischen Städten einzelne Cholerafälle vorgekommen sind. So soll in Aix ein Professor, der aus Toulon dorthin kam, nach wenigen Stunden der Cholera erlegen sein. Im Lazareth von Trompelour, am Einfluß der Gironde, sind nun auch daß er Ende v. Mts. von etwa 13,000 Auf⸗ ständischen angegriffen, der Angriff aber nach hartnäckigem Kampfe und mit großen Verlusten auf beiden Seiten abgeschlagen worden sei. — Der hiesige Correspondent des Daily Telegraph meldet unterm 4. d.:„Hiesige Leute, zwei Fälle von gelbem Fieber festgestellt worden. Gerichtssaal. Bad⸗ Nauheim. In der Donnerstag den 10. Juli dahier stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen fol— gende Fälle zur Aburtheilung: 1) die Strafsache gegen 1 von Ober-Mörlen, wegen kasten der Gr. Bürgermeisterei kannt zu machen; Lindheim wurde von 5 Mark, ev. drei Tage Haft und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt; von Höchst a. d. N., Art. 25 des Jagdstrafgesetzes, verübt am des 14. März d. J. eine Geldstrafe von 1 Mark, sowie zu bestätigen.“ die rde d Uebertretung derselben Gesetzesstelle, angeblich am mittage desselben Tages verübt, Mißhandlung; 2) die Straf⸗ ache gegen Peter Schild, Georg Jung und Johannes vürdig sind⸗ haben soeben Briefe erhalten, welche, Adam, sämmtlich von Nieder-Mörlen, wegen Ruhestörung. Altenstadt. In der Donnerstag den 3. d. Mts. stattgehabten Schöffengerichtssitzung wurde in folgenden Sachen erkannt: 1) erbielt wegen Beleldigung des Johs. Kontad Rau von da, eine Geldstrafe von 9 Mark, ev. und in die Kosten des Verfahrens; zugleich Beleidigten die Vefugniß zugesprochen, Theil des Urtheils während acht Tagen, Konrad Schildger von Altenstadt, drei Tage Haft wurde dem den entscheidenen von dessen durch Anschlagen im Aushäng— Altenstadt öffentlich be— 2) Johs. Rosenberger's Ehefrau von wegen Ruhestörung in eine Geldstrafe 3) Philipp Heinrich Clarius erhielt wegen Uebertretung des Nachmittage Kosten; dagegen wurde der Beschuldigte wegen Vor⸗ freigesprochen. Juli am hie; Butzbach. Bei der Freitag den 1 sigen Amtsgericht stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) die Privat- klage des Philipp Reineck IV. von Münster gegen Peter von da, wegen Beleidigung; 2) die Privatklage des Nikolaus Wissig und des Konrad Wissig II. von Langenhain gegen Richard Lemp von da, wegen Be— leidigung; 3) die Strafsache gegen Karl Jung von der Oes, wegen Mißhdlg.; 4) die Strafsache gegen Bettchen Meyer von Holzheim, wegen Hausfriedensbruchs und Miß handlung; 5) die Strafsache gegen Karl Hartmann von Butzbach, wegen Diebstahls. Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85- 0.95, Eier 1 Stück 6 Pf. Friedberg, 8. Jult. Fruchtber. Waizen M. 20.75, Korn M. 16.50, Gerste M. 14.—16., Hafer M. 13.—15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Grünberg, 5. Juli. Fruchtpreise. Welzen M. 20.10, Korn M. 18.40, Gerste M. 16.90, Hafer M. 17.30, Samen M. 22 50, Kartoffeln M. 4.40. Gießen, 8. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.85, Eier 1 Stück 5-6 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60 bis M. 0.80, Hühner per Stück M. 0.90—1.30, Hahnen per Stück M. 0.65— 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 2.00, Gänse per Stück M. 3.004, Ochsen fleisch per Pfd. 68—70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf., Schweinefleisch 52—58 Pf., Hammel fleisch 60 70 Pf., Kalbfleisch 50— 54 Pf., Kartoffeln Jung per 100 Kilo M. 5— 6, Zwiebeln per Ctr. M. 15., Kirschen per Pfund 20—25 Pf. Frankfurt, 7. Juli. Fruchtmarkt. Welzen mehl Nr. 0 M. 36-37, Nr. 1 M. 30—32, Nr. 2 M. 28-29, Nr. 3 M. 25— 27, Nr. 4 M. 18—20, Nr. 5 M. 16-17, hiesiges Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 57—59, norddeutsches und westfällsches Weizenmehl 00 M. 25.50 bis 26.50, Suppengries je nach Qual. M. 27—32.50, Roggenmehl 0(Berliner Marke) M. 26-27, 0s/% do. M. 23 50— 24.50, do. 1 do. M. 21.50— 22.50, d. 2 do. M. 1819. Weizen ab unserer Umgegend M. 20.75—21, do. frei ab Bahnhof hier M. 21—, do. fremder je nach Qual. M. 18—21, Roggen hiesiger M. 17, do. französischer M. 17— 17.25, do. Petersburger M. 16.25 bis 16.50, do. Nieolajeff, Galatz und Odessa M. 15.7516, do. amerlkanischer M. 16— 16.25, Gerste, Brauerwaare M. 17.50— 20, do. zu Mahlzwecken M. 14-15. Hafer je nach Qual. M. 15.50— 17.25. Mais, bunter(mixed) M. 13— /. Erbsen M. 18— 19. Wicken M. 18.50—19 Roggenkleie M. 5.25—5.50. Weizenkleie M. 4.755. Rüböl, detail M. 63. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 7. Juli. Viehmarkt. Ochsen, Zutrieb ca. 340 Stück, gute Exemplare M. 70 per Ctr. Schlacht gewicht, 2. Qual. M. 6066. Kühe und Rinder waren gestern und heute stärker als seither zugefahren, 1. Qual. M. 65, 2. Qual. M. 50—58. 30 Stück Bullen, je nach Qual. M. 45-50, Kälber: Zutrieb ca. 200 Stück, Preise für 1. Qual. per Pfd. 55—60 Pf., für 2. Qual. 50 Pf. Hämmel: Zutrieb 30 Stück, Preise für 1. Qual. 62 Pf., 2. Qual. 56—53 Pf. Schweine, Prima Hannoveraner 51 Pf., Landschweine 50 Pf. Frankfurt, 8. Juli. Heu⸗ und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf 50 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 3— 3.20, neues M. 2.20 bis 2.60, für Stroh M. 2.20— 2.80.— Buttermarkt, Für Butter wurde im Engroshandel bezahlt per Ctt. M. 65, im Kleinverkauf je nach Güte der Waare per Pfd. 90 Pf. bis M. 1. Weizen M. 19.50 Mainz, 6. Juli. Fruchtmarkt. bis 20.50. Korn biesiges M. 17.30— 17.70, russisches M. 15.90 16. Gerste Pfälzer M. 18.50— 19, Hafet inländ. M. 16.00 17. Rapskuchen M. 132— 135. Mohnöl M. 51—56. Leinöl M. 23.50—24.50. Rüböl rohes M. 29.75 30.10, gereinigtes M. 31.50 32. Mainz, 6. Juli. Viehmarkt. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Vlehmarkte im Ganzen 10 Stück Vieh zugetrieben und zwar 13 Farren, 141 Ochsen, 257 Kühe, 274 Kälber und 378 Schweine. Bezahl! wurden Farren mit 44— 45 M., Ochsen 1. Qualitat 72175 M., 2. Qualität 6771 M., Kühe 1. Omualltct 63-65 M., 2. Qualität 56—60 M. Alles per 50 Kile Schlachtgewicht. Kälber wurden bezahlt mit 60-65 Pf. Jakob Morschel, Joseph Heller und Anton Born, sämmtlich und Schweine mit 48—52 Pf. per ½ Kilo leb. Gewicht, ie Slraf⸗ ene Volksbad. 0 v Mr Wasserwärme am 9. Juli Mittags 16 Reaumur⸗ Walter. te üngerfabrik dagen Geld ⸗ Cours. 195 adt, Frankfurt, am 8. Juli 1884. 2— 8 0 f Gee,. Michel& Co., Ludwigshafen am Rhein, f aft M. 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Von obiger Fabrik wurde mir der Verkauf für Oberhessen übertragen und empfehlen den te w S 0 8 f.—. 5 9— f 1 f Samstag Morgens 8 Uhr— Min. geehrten Landwirthen die vorzüglichen Fabrikate unter Garantie des Gehalts zu Fabrikpreisen. . n 8 Min. Friedberg im Juli 1884. Achtungsvoll ö f 0 9 8 yr— Min. 5 lan he Wochengottesdienst von Sonntag den 13. Jull an] 2602 Salomon Simon. e Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 45 Min. 8 f Im Auf des hiest Voltsbildungs- B 3 de Privat m Auftrage des hlesigen Volksbi ungs⸗ Verein egen Peter 5 2 FJ„E 2 Holzversteigerung. wurde gedruckt und ist im Verlage von Carl Binder⸗ rivatklage D rat e⸗ er au ̃; 5 5 nagel erschienen: 9 1 110 7* Dienstag den 15. d. Mts., Vormittags halb 9 Uhr,. begen B. 4 Die J. Pfeifer'schen Erben zu Altenstadt lassen 1 7 5 f dem Freih. v. Rotbschild'schen Walde„Alten— Ueber die Entstehung und recht⸗ Ors ihre dortselbst an der Hauptstraße belegene Hofraitbe, berg“ öffentlich meistbietend versteigert werden: ö 9 a in welcher früher eine größere Oekonomie betrieben 6 Raummeter Eichen-Schälknüppel, liche Bedeutung der deutschen 1 0 wurde, bestehend aus Wohnhaus, großer Scheuer und 4600 Stück Eichen⸗Schälknüppel⸗ und Reisholzwellen, Standesunterschiede. i gewölbtem Keller, geräumigen Stallungen für Rindvieh, 750 Stück gemischte Reis holzwellen. V ortr ag rtrag, mann von ter kostete M. 20.70, . 13.—15. Zollpfund. M. 20.10, M. 17.30, arkt kostete 5—0 Pf, r M. 000) 9.90140, per Sti J, Ochsen Rindfessc „bann „„Fartoffelt 1. M. 150 Welgenmell NN..= M. 16175 g M. 60 g 15.7510 rauen lb. hie nter dne 0 18.50 r. Schlac Ander wol 1. Ol n 0 a Bulle, 200 Slut, Pferde und Schweine, Brennhaus und Chatsen Remise, Donnerstag den 17. Juli, 10 Uhr Morgeus, auf dem Rathhaus zu Altenstadt unter den alsdann bekannt gegeben werdenden Bedingungen öffentlich meist⸗ bietend versteigern. Wegen ihrer bedeutenden fahrten nach zwei Straßen, namentlich für ein Handelsgeschäft. Versteigerung. Freitag den 11. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf Antrag des Moses Isenburger das demselben in Gemeinschaft mit August und Karl Neuhof zu⸗ stehende, in der Judengasse gelegene Schlachthaus Flur 2 Nr. 5372/10 12,5 Klafter öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß der vor dem Schlachthaus be⸗ findliche Hofraum und das Schlachthaus zuerst getrennt und dann zusammen ausgeboten werden. Die Grenzen können vor der Versteigerung an Ort und Stelle be— sichtigt werden, die Versteigerung selbst findet auf dem Rathhause statt. Friedberg den 9. Juli 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Holzversteigerung. In hiesigem Stadtwalde, Distrikt Sumpf, Schlag XV, werden folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert, nämlich: Montag den 14. Juli l. J., von Vormittags 8 Uhr ab: 22 Raummeter Schäleichen Knüppel, 13220 Schäleichen-Wellen und 10 Raummeter Eichen⸗Stöcke. Dienstag den 15. Juli l. J, von Vormittags 8 Uhr ab: 82 Stück Schäleichen-Stämme von 3— 10 Meter Länge und von 14—32 Centimeter Durchmesser, 11 Stück Derbstangen, 900 Stück Schäleichen Relsstangen(Baumstützen). Die Zusammenkunft ist im Hochwald. Bad Nauheim den 9. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad Nauheim. Wörner. Räumlichkeiten und Ein— eignet sich die Hofratthe 25957 2608 2610 Holzorsteigerung. Montag den 14. und Dienstag den 15 d. Mts; kommen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Wehrholz, nachbenannte Holzsortimente zur Versteigerung: 136 Eichen Stämme,] Stämme 1½ Festmeter, 11 Eichen⸗Stangen, f zusammen 55,70 Festm. Inh., 15 Nadelholz-Stämme, 261 Nadelholzstangen 1, 2., 3. Classe, 17,73 Fest⸗ 105 8(meter Inh., 40 RNaummeter Eichen-Nutzklobenholz(80, 43 5 Eichen Scheit, 134 0 Eichen⸗Knüppel 9100 Stück Eichen Wellen, 6 Raummeter Buchen-Scheit, 23 1 Buchen-Knüppel, 8500 Stück Buchen-Wellen, 7 Raummeter Weichholz-Knüppel, 130 5 Nadelholz⸗„ 45 1 5 Scheit(8“) Nutzholz. Anfang der Versteigerung Morgens 9 Uhr und kommt das Nutzbolz zuerst zur Versteigerung. Pfaffenwies bach den 3. Juli 1884. Der Büͤrgermeister 2594 Stephan. für Herrer, Damen und Kinder, Okarben am 5. Juli 1884. Freiherrliche Forstverwaltung: 2590 Hilgenreiner. Versteigerungs-Anzeige. Mittwoch den 16. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr an— 2 fangend, sollen in der Behausung des verstorbenen Herrn . Geyger zu Assenheim nachverzeichnete Gegenstände, als: Tische, Stühle, Commoden, Sopha, Bettstellen, Bettwerk, Weißzeug, 1 goldene Uhr, 1 silberne Uhr, Bücher, 1 elserne Kiste, eine Parthie Breynholz, sowie sonstige Haus- und Küchengräthschaften gegen Baarzahlung öffentlich meistbtetend versteigert werden. Friedberg, 9. Juli 1884. f Schwarz, Großh. Hoftapxator. Wein⸗Etiquettes in über 100 Sorten von 35 Pf. per 100 Stück an bis zu den elegantesten vorräthig bei Cart Bindernagel, Die Dampf- Kaffeebrennerei Gegründet 1837. von Gegründet 1837. A. Zuntz sel. Wwe. , Gonn a. Rh. 90 i 75 Berlin. Hoflieferant, bringt ihre Specialitäten: ( Gebr. Java⸗Kaffee's in empfehlende Erinnerung. Niederlage in Friedberg bei Herrn M. Eckstein. 57 5, e Bad⸗Nauheim bei Herrn Gg. Ph. Ludwig. Bellersheim bei Herrn Samuel Löb. Bönstadt bei Herrn A. Haas und bei Herrn Elias Müller. Butzbach bei Herrn Z. Lilienstein. Dorheim bei Herrn Johs. Braun. Echzell bei Herrn S. Simon Wittwe. Grünberg bei Herrn J. Weifenbach. Heldenbergen bei Herrn Löb Speier Wittwe. Homburg v. d. H. bei Herrn Ferd. Datz. Hungen bei Herrn A. Buch. Klein⸗Karben bei Herrn S. Ortenberger. Lich bei Herrn H. Zimmer M Nieder ⸗Florstadt bei Herrn Michel Adler. Rieder⸗Weisel bei Herrn H. Heinemann. Nieder⸗Wöllstadt bei Herrn Tobtas David. Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. Rodheim v. d. H. bei Herrn D. Stern l. Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. Staden bei Herrn C. Hessenberger& Sohn. Ulfa bei Herrn Georg Gottwalls VII. Vilbel bei Herrn C. H. Kullmann. 2520 5 g 3 5 Hemden, billigst bei K. Friedrich. im Volksbildungs-Verein zu Friedberg am 14. Dezember 1883 von Amtsrichter Herzberger. Preis: 20 Pf. Nen angekommen eine große Parthie längliche Fässer, zu ein⸗ und zwei⸗ spännigen Pfuhlfässern sich eignend, bet 2601 Georg Groß. gehalten Drei junge Himmenthaler Zuchtbullen stehen zum Verkauf bei W. Steinberger, 2569 Kloster Thron. Vienenwerkzeuge, Wabenmesser, Endeklungsmesser, Wabenzangen und sonst noch zur Blenenzüchterei gehörige Artikel, sowie Alle Sorten Messer und Gabeln, Tranchir, Schlacht- und Hackmesser, Rasir- und Taschenmesser, Garten- und Okulirmesser, Scheeren und alle in mein Fach einschlagende Artikel bringe ich in empfehlende Erinnerung. Carl Schäfer, Messerschmied, in Friedberg. NB. Schleifen, sowie Reparaturen werden schnellstens ausgeführt. 2390 Ledertreibriemen, Hanfriemen, Gummischläuche und Platten, sowie sämmtliche techn. Lederartikel für Maschinenbetrieb bei Korn& Simon, Frankfurt a. M., 2393 Große Bockenheimerstraße 50. 5 Strobhüte, Jonn- K RKegenschirme sowie garnirte Damen- und Kinderhüte billigst bei K. Friedrich neben der Post. 2593 Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Theilnahme während des Leidens und bei der Beerdigung unserer unvergeß⸗ lichen Tochter und Schwester Antonie Gompk, sagen wir Verwandten, Freunden und Bekannten auf— richtigen, herzlichen Dank. Friedberg, 9. Juli 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Am 5. Juli verstarb Frl. Antonie Gompf, die lang⸗ jährige Lehrerin am Großh. Taubstummen-Institute dahter. Während ihrer langen treuen Wirksamkeit hat sie sich in reichem Maße die Liebe und Verehrung der taub⸗ stummen Zöglinge und ebenso die stete Hochachtung des gesammten Lehrer-Colleglums erworben; ihr Andenken wird daher in Ehren bleiben. Friedberg den 7. Juli 1884. Namens des gesammten Lehrer-Collegiums: Großh. Direction des Taubst.⸗Instituts. 2509 Wodaege. . Gartenwirthschaft von Henn 8 Jamin. Samstag den 12. Juli, Abends 8 Uhr anfangend: Concert, ausgeführt von der Kapelle des Dilettanten-Vereins. Die Mitglieder und Freunde des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Entree frei. Feulberger Freiheits-Schießen. Sonntag den 13. und Montag den 14. Juli findet bei Gelegenheit des Freiheitsschießens im Bauwalde 2596 2591 Große Tanzbelustigung statt und wird es mein Bestreben sein, die geehrten Besucher durch gute Speisen und Getränke, sowie aufmerksame Bedienung zufrieden zu stellen. Phil. Alb. Becker. Es ladet ergebenst ein Erklärung! 2604 Wie mir von befreundeter Seite mitgetheilt wird, ist in Friedberg— wahrscheinlich durch einen bös— willigen Verleumder veranlaßt— eine Behauptung in Umlauf gesetzt, wonach uch mit dem Wirth Herrn Anton Thuy aus Vilbel, welchem bei der dahier am Sonntag stattgehabten Fahnenweihe die Festwirthschaft übertragen war, einen Vertrag abgeschlossen habe, welcher für Friedberg verletzende Bedingungen enthielt, weshalb ich mich veranlaßt fühle, unten den Wortlaut dieses Vertrages, welcher durch Herrn Postsekretär Leister Namens des Militär ⸗Vereins Hassia mit Thuy abgeschlossen ist, mit dem Anfügen zu veröffentlichen, daß die Stadt Friedberg oder ein Geschäftsverhältniß mit dortigen Einwohnern— gleichviel welcher Art— mit keinem Wort gelegentlich der Verhandlung erwähnt und die Bedingung, bezüglich Lieferung der Fleisch— speisen, lediglich aus sanitären Gründen eingestellt wurde, um die Einführung von Fleisch zweifel⸗ hafter Qualität und von auswärtigen unbekannten Quellen zu verhindern. Es mag dahin gestellt bleiben, ob es nicht als selbstverständlich erscheint, daß man den Geschäftskeuten desjenigen Ortes, an welchen ein derartiges Fest abgehalten wird, stets den Vorzug zur Lieferung ihrer Waaren zu geben verpflichtet ist, da diese doch einen großen Theil des nicht unbedeutenden Ristkos mit übernehmen und trotzdem wurde Thuy noch mündlich eröffnet, daß falls er etwa einen Theil seines Bedarfes an Fleisch von auswärts decken wolle, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden war, er dies unter Angabe des Lieferanten thun könne. Der Vertrag lautet: Vertrag. Zwischen dem Militär-Verein Hassia zu Bad-Nauhelm heute folgender Vertrag abgeschlossen: Herr Thuy übernimmt die Festwirthschaft, und zwar allein, bei der folgenden Bedingungen: 1. Herr Thuy zahlt dem Verein, dem verzapften Bier; 2. legt er den Tanzboden auf seine Rechnung, zur freien Verfügung des Vereins; 3. die Fleischwaaren werden von hier bezogen; von auswärts darf nichts eingebracht werden, von dieser Art; der Verein duldet nicht daß sonstige Verkaufsbuden auf dem Festplatz aufgestellt werden; die Militärmusik concertirt bis 8 Uhr Abends, ferner wird auf dem Festplatz eine Tanzmusik zur Ver— fügung gestellt, bis Mitternacht, in der Voraussetzung daß, auf dem Festplatze, Publikum in ge— genügender Zahl vorhanden ist; 6. für Musik hat der Wirth in keiner Weise zu sorgen. Bad⸗Nauheim, den 25. Juni 1881. Anton Thuy. und dem Restaurateur Thuy aus Vilbel wurde Fahnenweihe am 6. Juli a. c. unter wenn mindestens 7 Heetoliter verzapft sind, 3 M. per Heetoliter von 2 Militärverein vertreten durch: Leister, Postsekretär, Vicepräsident. Die Genehmigung zur Erfüllung dieses Vertrags bleibt dem Militärverein Hassia vorbehalten. Der Militärverelu„Hassia“ bestätigt den mit Herrn Thuy abgeschlossenen Vertrag unker der Bedingung, daß Herr Thuy mindestens 1500 Sitzplätze liefert, und die ganze Einrichtung bis zum Sa mstag den 5. Julie. Morgens fertig stellt, damit die Abnahme durch den Vereinsvorstand erfolgen kann. Die Speisen liefert Herr Thuy zum Preise von 20 Pf. für ein belegtes Brödchen, 2 ein Siedwürstchen, ie Bratwupst, Nauheim, 27. Juni 1884. Anton Thuy. Leister, Postseeretär. Indem ich vor Weiterverbreitung rubr. Gerüchtes hierdurch warne, biete ich demjenigen, welcher mir den Urheber desselben so bezeichnet, daß ich ihn gerichtlich belangen kann, fünfzig Mark Belohnung. Bad⸗Nauheim den 9. Juli 1884. Nachtrag. von 60 Pf. für ein Cotelett, „ 70„ ein Pie raten, ferner 3/10 Liter Bier für 15 Pf. 1 1 Ba d Jean Wörner qun, Bürgermeister. Geschäfts⸗ Empfehlung. Der Unterzeichnete halt Lager in allen Sorten Brettern, Latten, Schalterbäumen, schwed. Riemer u. s. w. Georg Schiek, neben dem Bahnhof. Steinerne Töpfe und Krüge in großer Auswahl empfiehlt zu den billigsten Preisen. Homburg v. d. H. 2589 RnRergmann's 1159 7* U 555 2 Cheerschwefel-Seife, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbe⸗ dingt alle Arten Haut Unxeinigkelten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendend weiße Haut. 5 f W. Bernbeck. J. A. Windecker Erbsen, Bohnen, Linsen Un bestkochender Qualität. 2603 Vorräthig à Stück 50 Pf. bei Apotheker Lülsn. Druck zeuge —— in schöner Auswahl empfiehlt G. F. Aletter. 2550 Dilettanten- Verein. FTaunusclub Wetterau. Gemeinschaftlicher Ausflug Sonntag den 13. Juli auf das Franckenstein'sche Tempelchen. Versammlungsort an der städtischen Turnhalle. Ab— marsch mit Musik Nachmittags präcis 3 Uhr. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Alle Mitglieder, sowie Freunde und beiden Vereine sind freundlichst eingeladen. Gönner der 2598 1 9**** Lokalgewerbverein Friedberg. Die Bibliothek und Mustersammlung des Lokal⸗ gewerbvereins sind außer Sonntags nunmehr auch jeden Mittwoch, von 8 bis 12 Uhr Vormittags, den Mit- gliedern des Vereins geöffnet. Das Ausleihen der Bücher und Zeitschriften findet nach der im Lokale aufgebängten Bibliotbekordnung statt. Die Benutzung des offenen Zeichensaals, Mittwochs von 8 bis 12 Ühr, wird wiederholt allen Gewerb— treibenden angelegentlichst empfohlen. Friedberg den 20. Juni 1884. 2416 Der Vorstand des Lokalgewerbvereins. Gele ꝙ Einmuchiglser, Patent-Einmachbüchsen in großer Auswahl bei 2600 Georg Groß. Fruchtreffe bei 2605 Carl Damm, Usagasse. Aechten dreijährigen Uordhäuser Kornbranntwein, sowie feinsten Rheingauer Wein⸗Essig empfiehlt 2607 Ph. Dan. Kümmich. Für die Einmachzeit empfehle: 7 Aecht franz. Cognac, Aechten Batavia-Arac. Aechten Franzbranntwein, Feinsten Rum, Schwarzwälder Kirschwasser, sowie sämmtliche 0 77 Gewürze in reiner, bester Waare. 2575 V. Iernbeck. 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Red.: Carl Vindernagel. Druck und Verlag von Carl Vindernagel.