ul. 1884. Samstag den 8. November. M. 33. 9954. 0 N 2 Uhr. 0 fand. 8 9 7 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt 1 7 ö 8 8. 981. 8 9 ee e eee e Areieblatt für den reis zriedberg. en e ae Se er. linge Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf i größerem;„Ziffers i f., bei i f.; ei w 12 a f. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 225 2 Bel 9 Pf. b. unn Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden fits ber daß nahe Inde 2— 2 i Ge Amtlicher Theil. ern und 5 15 JV cke dase Betreffend: Die Drainlrung in Flur V, VI und VII der Gemarkung Fauerbach b. Fr. 9 15 5 720 Antrag des Gemeinderaths von Fauerbach b. Fr. wird ein auf Grund des Gesetzes vom, 2. Januar 1858 ausgearbeitetes Projekt e zwar: 1. eine Uebersichtskarte, 2. Verzeichniß der Grundbesitzer, Kostenanschlag und Culturplan 4 Wochen lang, und zwar von Mittwoch den 19. November bis Dienstag den 16. Dezember d. J. einschließlich, auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Fauerbach offen gelegt. Die Abstimmung über das Projekt findet Mittwoch den 17. Dezember, Vormittags von 10 bis 12 Uhr, statt. Bemerkt wird, daß die 1 Abstimmung sich nur auf die rubricirten Fluren der Gemarkung Fauerbach, nicht aber auch, wie ursprünglich beabsichtigt, auch auf die Flur 4 100 XIV der Gemarkung Friedberg bezieht. Stimmberechtigt sind Diejenigen, welche in dem Grundbuch beziehungsweise in dem offen gelegten Verzeichniß der Betheiligten eingetragen sind eventuell deren Erben. Etwaige Berichtigungen des Grundbuchs oder der Stimmberechtigtenliste müssen daher noch vor dem Termin bewirkt werden. Alle diejenigen, welche glauben, daß ihnen durch die Ausführung vorbemerkter Pläne ein stanb. Schaden entstehe, oder welche es vorzögen, daß ihre Grundstücke ganz, oder zu dem zur Ausführung der Entwässerungsanstalt erforderlichen steckt Theile derselben, abgetreten werden, oder welche, ohne im Plane und in der Liste der Stimmberechtigten aufgeführt zu sein, sich dem Unter— 8 nehmen noch anschließen möchten, kurz alle, welche zur Sache etwas vorzubringen haben, können ihre Erklärungen während der angegebenen fichrit. vierwöchigen Frist durch schriftlichen Vortrag bei uns einreichen, müssen solche aber spätestens in dem festgesetzten Termine bei Meidung späterer ile Nichtberücksichtigung schriftlich oder mündlich abgeben. Von allen denjenigen, welche spätestens in diesem Termine weder in Selbstperson, noch . 5 1 durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte abgestimmt haben, wird angenommen, daß sie mit der Ausführung des Unternehmens einverstanden N 1 sind und keine Ansprüche zu bilden haben. Es müssen daher nur diejenigen in dem Termine erscheinen, welche gegen einen der Pläne stimmen . oder sonst etwas zur Sache vorbringen wollen und ihr Anliegen nicht vorher schon schriftlich vorgebracht haben. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Frist ist ausgeschlossen. Zur Bestreitung der Kosten der auszuführenden Arbeiten soll ein Anlehen bei der Groß⸗ 1 herzoglichen Landescultur-Rentenkasse aufgenommen werden. Der Antheil der Einzelnen an der Schuld wird später nach Maßgabe ihres Nutzens von den Anlagen bestimmt, worüber noch Hebregister offen gelegt werden wird. Friedberg den 5. November 1884. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreisassessor. Bekanntmachung. r e 1105 Die Herbst⸗Control-Versammlungen pro 1884 im Kreise Fried— N berg, 1. und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Groß— „ f herzoglich 1 8 0 7 Landwehr-Regiments Nr. 115, werden in nach— g lf stehender Weise abgehalten: re A. In Butzbach, auf dem Viehmarkt. 2„Am 14. November, Vormittags ig Uhr. Idol, Hierbei haben zu erscheinen sämmtliche Reservisten und die zur Dis— roßer lub position der Truppentheile und Ersatz-Behörden beurlaubten Mann— Vougul schaften aller Waffen, sowie diejenigen Wehrleute, welche im Herbst 9000 dieses Jahres zum Landsturm überzuführen sind(das sind diejenigen 5 Mehl. Hung 1 Mannschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. April und 30. Sep— tember 1872 in den Militärdienst eingetreten sind), aus den Ortschaften: Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-⸗Weisel, Kirch⸗Göns, Langenhain mit Ziegenberg, Mai— bach, Münster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppershofen, Ostheim, Pohl⸗Göns, Rockenberg, Trais-Münzenberg, Wohnbach. B. In Friedberg im Hof der Kloster-Kaserne. Gräfenrode, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder— Wöllstadt, Nieder-Florstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Okarben, Ober-Florstadt, Ober-Wöllstadt, Petterweil, Rodheim, Staden, Stammheim, Wickstadt. D. In Vilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südliches Ende von Vilbel. Am 15. November, Nachmittags 3 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Ortschaften Büdesheim, Dortelweil, Groß-Karben, Helden— bergen, Harheim, Klein-Karben, Massenheim, Nieder-Erlenbach, Nieder— Eschbach, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Rendel, Vilbel. Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute puͤnktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältnisse Dispen— sations-Gesuche von den Kontrol-Versammlungen vorbringen wollen, ale zu wl b 3855 so sind diese,— von der Ortsbehörde beglaubigt,— mindestens Am 14. November, Nachmittags 2 Uhr. 8 Tage vor der Kontrol-Versammlung dem betreffenden Bezirksfeld— Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien[ webel vorzulegen. Nur für außerordentliche Fälle ist eine kürzere j. hehe aus den Ortschaften Bad-Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Frist statthaft. derne Friedberg, Ockstadt, Bauernheim, Beienheim, Dorn Assenheim, Wer Dispensation von der Kontrol-Versammlung erhält, hat sich an Melbach, Rieder⸗Mörlen, Ober-Mörlen, Ossenheim, Reichelsheim, spätestens 14 Tage nach der Kontrol-Versammlung bei dem Bezirks⸗ Fr Rödgen, Schwalheim, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim, feldwebel zur Nachkontrole zu melden. Wisselsheim. Außerdem werden die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien ersucht, C. In Nieder⸗Wöllstadt am Eisenbabn-Viaduct über der Friedberger jeden Kontrolpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter ar lein Chaussee. darauf aufmerksam zu machen, daß keine besonderen Ordres zur Ge— 8 Am 15. November, Vormittags 8 ½ Uhr. ö stellung ausgegeben werden. i 5 „Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorien Das Großherzogliche Bezirks-Kommando Friedberg. wir g aus den Ortschaften Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗ Roemheld. . l Deutsches Reich. der Volkspartei, Sonnemann, und dem social— Versammlungen im Wahlkreis Darmstadt-Groß— E sultat der Stich- demokratischen Sabor ist zu Gunsten des Letz-gerau sind verboten worden. Friedberg. Ueber das Re 5 Zaefall wahlen erfährt man Folgendes: In Darmstadtf teren ausgefallen. Berlin, 5. Nov. Der Kaiser ist heute N siegte Ulrich, N. L., mit 3000 St. Majorität gegen Socialdemokrat Müller; es ist also der seit 1877 im Besitz des Fortschritts befindliche Kreis Darmstadt⸗Großgerau wieder von den Nationalliberalen zurückerobert; in Offenbach Liebknecht, Soc., mit 8864 gegen Schloßmacher, N. L., 6539. Es fehlen noch mehrere Orte, die 100 e Don aber keinen Ausschlag geben; in Mainz Vollmar, %% Soc., 7795, Racke, U., 7534. Es fehlen noch Darmstadt. Militär-Dienstnachrichten. v. Bachmayr, Major vom 2. Rhein. Hus.-Regt. Nr. 9, wurde unter Entbindung von dem Komm. als Adj. der Gr. 25. Division als Escadr.-Chef in das 2. Hus.⸗Regt. Nr. 2 versetzt; Endell, Rittm. vom 2. Hus.⸗-Regt. Nr. 2 als Adj. zur Gr. 25. Division kommandirt; Dr. Prast, Assist.⸗ Arzt 1. Kl. vom 4. Gr.⸗Inf.-Regt. Nr. 118, zum Schles. Ulanen-Regt. Nr. 2 versetzt. — 5. Nov. Sämmtliche für gestern anbe— raumte und noch abzuhaltende social-demokratische früh in gewohnter früher Stunde aufgestanden und befindet sich wohl.— 6. Nov. Der Kaiser nahm heute Vormittag die regelmäßigen Vor— träge und Meldungen entgegen. Das Befinden des Kaisers ist durchaus zufriedenstellend, an der contusionirten Stelle machen sich nur noch geringe Schmerzen bemerkbar. — Ju der Commission, welche zur Berath— ung der Impffrage eingesetzt ist, haben die Ver— handlungen begonnen. Es gilt als zweifellos, daß die Commission empfehlen wird, die Impf— 3 — ———————— — — ̃ —— ung mit humanisirter Lymphe— also von Kind auf Kind— abzuschaffen und die Impfung mit animaler Lymphe einzuführen. Auch die Reichs⸗ regierung ist für dieses Verfahren. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 5. Nov. Der Budgetausschuß der österreichischen Dele⸗ gation berieth gestern das Budget des Ministe— riums des Aeußern. Kalnoky gibt ein längeres Exposé über die äußere Lage, indem er consta⸗ tirt, daß die Veränderungen in der auswärtigen Lage für die Monarchie seit der letzten Sesston durchweg befriedigend sind. In Betreff der tür— kischen Eisenbahnanschlüsse bemerkt der Minister, daß nur die Pforte in dieser wichtigen Frage soweit rückständig ist, daß weder die Anschlußpunkte de— finitiv fixirt sind, noch in Betreff der Vergebung der Arbeiten bisher etwas praktisches geleistet wurde. Holland. Haag, 5. Nov. Nach dem, jetzt feststehenden Resultat der Senatswahlen befinden sich in demselben 26 Liberale, 13 Antiliberale. Belgien. Brüssel. Der„Moniteur belge“ veröffentlicht ein Decret des Königs und ein Rundschreiben an die Gouverneure, durch welches einige Erleichterungen bei der Anwendung des neuen Schulgesetzes eingeführt werden und das Wartegeld fur Lehrer im Falle, daß sie zur Disposition gestellt werden, erhöht wird. Frankreich. Paris, 5. Nov Der heute Morgen hier wieder eingetroffene deutsche Bot⸗ schafter, Fürst Hohenlohe, hatte Nachmittags eine längere Conferenz mit Ferry. — 6 Nov. Die Tonkin⸗Commission berieth heute mit Ferry, Peyron und Campenon. Ferry bestätigte auf Befragen, daß England Frankreich seine guten Dienste für Beilegung des Conflictes mit China angeboten habe. — 6. Nov. Es finden Unterhandlungen in Peking durch Vermittelung des amerikanischen Gesandten, welcher von den Gesandten Deutsch— lands, Englands und Rußlands unterstützt wird, statt. Der Erfolg wird aussichtsvoller, seitdem sich Frankreich geneigt zeigt, unter gewissen Be⸗ dingungen auf Indemnität zu verzichten. Ein Telegramm des Reuter'schen Bureaus aus Shan— ghai vom 6. November meldet jedoch, die er⸗ neuten Versuche, in den Differenzen mit Frank— reich zu einer friedlichen Verständigung zu ge— langen, seien als gescheitert anzusehen. Großbritannien. London, 5. Nov. Unterhaus. Bei der Debatte über die Bill, betreffend die Armenpflege in Irland wurde O' Donnel wegen nicht zur Sache gehöriger Be— merkungen vom Sprecher zur Ordnung gerufen und da er sich nicht fügen wollte, vom Hause mit 163 gegen 28 Stimmen seine Ausschließung für die heutige Sitzung beschlossen. O' Donnel verließ den Saal, dem Sprecher zurufend:„Sie spielen die Rolle, die man von Ihnen erwartete.“ Das Haus nahm den Antrag Gladstone's an, nach der Adreßdebatte während des Monats November der Wahlreformbill den Vorrang vor allen anderen Anträgen zu geben. — Die Negociationen zwischen dem hiesigen und dem Petersburger Cabinete wegen der central— asiatischen Grenzfrage haben einen ernsteren Charakter angenommen. — 5. Nov. In Bezug auf die Lage Khartums und das Schicksal Gordon's herrscht fortgesetzt eine peinliche Ungewißheit. Aus der Erklärung, welche der Kriegsminister Hartington in der gestrigen Sitzung des Unterhauses abgab, geht hervor, daß General Wolseley von dem Falle Khartums Nichts wisse. Wolseley be— findet sich gegenwärtig in Dongola, und es klingt unwahrscheinlich, daß die Kunde von dem Falle Khartums eher nach Kairo gedrungen wäre, als nach Dongola. Italien. Rom.„Popolo Romano“ de— mentirt alle Gerüchte angeblich bevorstehender Aenderungen des Cabinets. Rußland. Petersburg. Die„Russische Zeitung“ meldet, daß vom 1. Januar 1885 ab die Gehälter au katholische Geistliche nur unter der Bedingung ausgezahlt werden, daß die Bischöfe über alle Veränderungen im Personale die Gouverneure in Kenntniß setzen und wo Generalgouverneure vorhanden sind, denselben über solche Veränderungen Vorschläge machen. Asien. Shanghai, 4. Nov. Zufolge der Nachrichten aus Peking sind dort Gerüchte ver— breitet, wonach die Abtretung Formosas an Frankreich auf 20 Jahre behufs Abschlusses des Friedens beabsichtigt sei. 21 Mandarinen hätten sich für den Vorschlag, Frieden zu schließen, der Vater des Kaisers jedoch dagegen ausgesproch en, Allerlei. Newyork, 4. Nov. Nach der Depesche eines hie— sigen Blattes aus Wilmington soll ein Matrose dort angekommen sein, der sich als den einzigen Ueberlebenden von der Mannschaft des deutschen Schiffes„Karl Augusta“ bezeichnet. Derselbe gibt an, das Schiff sei, auf der Fahrt von Hamburg nach Veraeruz begriffen, unweit der Küste Nordkarolinas durch Dynamit in die Luft gesprengt worden. Die„Hamburger Börsenhalle“ theilt jedoch mit, daß ein Schiff Namens„Karl Augusta“ von Hamburg nach Veracruz nicht unterwegs sei. Die Nachricht, eine Goelette dieses Namens sei in die Luft gesprengt worden, dedürfe daher der Bestätigung. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 22. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½, Uhr: Herr Candidat Rippert. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ʒ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abends 5 Uhr: Missionär Thum. statholische Gemeinde. 23. Sonntag nach Pfingsten. Samstag 5 Ubr: Beicht. Sonntag 6 Uhr: Beicht. 3/47 Uhr: Austheilung der heil. Communkon. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Aufgebot. Der durch Urtheil Königlich Preußischen Landgerichts zu Aachen vom 12. Mat 1854 für verschollen erklärte Heinrich Joseph Danz aus Düren, ein Neffe des im Jahre 1887 zu Ober-Mörlen verstorbenen Pfarrers Heinrich Joseph Danz, soll inhaltlich eines von Rechts anwalt Seyd in Friedberg, als Bevollmächtigter des Werner Offermann zu Kalk bet Deutz— eines Stief⸗ bruders des Verschollenen— vorgelegten, jedoch nicht als Sterbe⸗Urkunde geltenden Bescheinigung vom 19. Juni 1845 auf der Insel St. Alelsco bei Fernambuco ge— slorben sein. Derselbe, oder seine nach Testament oder Gesetz berufene Erben, insbesondere sein seit Ende der ger Jahre gleichfalls verstorbener Bruder Franz Danz, werden daher auf Antrag des genannten Rechtsanwaltes aufgefordert, Rechte an das in gerichtlicher Verwaltung befindliche, eirea 5000 Mark betragende Vermögen des Heinrich Joseph Danz bis zum Aufgebotstermin Mittwoch den 31. Dezember 1884, Vormittags 9 Uhr, geltend zu machen, widrigenfalls angenommen wird, daß sowohl Heinrich Joseph Danz, als sein Bruder Franz Danz ohne Testaments oder Leibeserben verstorben seien und demgemäß an Verwandte dritten Grades, soweit genügende Legitimation vorliegt, die Ueberweisung frag— lichen Nachlasses zur Nutznießung bis zum 50. Jahre der Verschollenhelt des Erblassers, dann aber zu Erb— und Eigenthum angeordnet werden würde. Bad⸗Nauheim den 1. November 1884. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Süßffert. 3976 Schütz. Immobiliar-Versteigerung. Montag den 10. November l. J., Vormsttags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus das dem Moses Isenburger, August und Carl Neuhof gehörende Schlachthaus in der Judengasse auf deren Antrag einer dritten und letzten Verstelgerung ausgesetzt werden. Der Meistbietende erhält den unbedingten Zuschlag. Friedberg den 3. November 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. 350— 600 Mark liegen in der Kirchenkasse zu Bauernheim gegen hypothekarische Sicherheit sofort zum Ausleihen bereit. Ossen heim C. Maul, 3993 Kirchenrechner. Apfel- und Birnen-Pyramiden in schöner Auswahl offerirt 3980 Adolf Welle, Gräfl. Hofgärtner. 4002 Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Behausung des Metzgers Carl Söllner (Metzgergasse) nachgenannte, den Kindern erster Ehe des— selben gehörenden Gegenstände, nämlich: 1 Commode, runder Tisch, 6 Stühle, 1 Bettstelle, Bettwerk, Weißzeug, 1 Paar goldene Ohrringe, 1 goldener Ring, sowie sonstige Haus geräthschaften, auf freiwilligen Antrag versteigert werden. Friedberg den 7. November 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 11. d. Mts., 10 Uhr, 4003 Vormittags werden zu Dorheim einer öffentlichen Versteigerung an den Wenigstnehmenden ausgesetzt: 1) Die Anfertigung von 30,000 lfd. m Draingräben, inel. Röhrenlegen und Zufüllen, 2) Die Anfertigung und Anfuhr von 110,000 Stück Drainröhren, 3) Die Anfertigung von 1000 Stück Nivellirpfählen. Uebernehmer von Röhren haben Proberöhren bei Meidung Ausschlusses vorher einzusenden. Melbach den 6. November 1884. Hahn, Culturtechniker. Mühlen- Verpachtung. Die mit starker Wasserkraft versehene Mühle zu Arnsburg bei Station Lich der Oberhessischen Eisen— bahnen soll mit dem dazu gehörigen Gelände vom 1. März 1855 an auf 12 Jahre verpachtet werden. Pachtliebhaber wollen sich an unterzeichnete Stelle wenden. Laubach(Oberhessen) am 5. November 1884. Gräflich Solmsische Rentkammer daselbst. 3992 3994 Weber. Tapetenbranche. 3983 Tüchtige, solide Agenten werden von einem leistungsfähigen Hause für Detailverkauf unter günstigen Bedingungen gesucht. Offerten mit Referenzen unter D. 3581 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.(P. à 24/1. Das Neueste in Kaputzen, wollenen und seidenen Tüchern, gestrickten Exemplaren Kinderkleidchen, Jäckchen und Gamaschen, Handschuhen u. s. w. empfiehlt zu billigen Preisen M. Holler, 3851 zunächst der Burg. Versteigerung. Mittwoch den 12. November l. J., Vormittags 10 Uhr, soll das lebende, sowie todte Inventar auf dem Hofgute in Staden öffentlich meistbietend versteigert werden: 23 Kühe, 2 Faselochsen, ostfriesische und Berner Race, 10 Pferde, 7 Zuchtschweine, 1 Eber, eine complete große Brennerei neuesten Systems, eine Grasmähmaschine, Ringelwalze, Ackerwagen, Wirthschaftsgeräthe, Betten ꝛc. Es wird hierbei ausdrücklich bemerkt, daß die herr⸗ schaftlichen Wagen, Schlitten und Geschirre ꝛc. mitver— steigert werden. Staden. Die Freiherrlich v. Stein'sche 3834 Gutsverwaltung. Versteigerungs-Anzeige. Montag den 10. November d. J., Vormittags 10 Uhr, werden im Schulhause zu Nieder-Mörlen verschiedene, zum Nachlasse des verstorbenen Lehrers Kempf gehörige Mobiliargegenstände, als: 1 Sopha, Commoden, Tische, Stühle, Betten u. s. w., sowie Haus haltungsgegenstände, u. A. auch 1 Honigschleudermaschine und 1 Kelter, meist⸗ bietend gegen Baarzahlung versteigert. Nieder-Mörlen den 8. November 1884. 3978 Die Erben. Versteigerung. Donnerstag den 18. d. Mts., Morgens 10 Uhr, lassen Ludwig Schmidt IV. und Michael Schmidt, ledig, ihre in Gemeinschaft habenden Mobiltar-Gegenstände, bestehend in 1 Oekonomiewagen, 3 Pflügen, 2 Eggen, 7 Stück Rindvieh, darunter 3 Stück frischmilchende Kühe, Heu, Stroh, Kartoffeln und sonstigen Oekonomle⸗ gegenständen, theilungshalber öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Harheim den 6. November 1884. 3989 Ludwig Schmidt IV. 1 Hochstämmige Obstbaͤume!! Die Gräfl. Hofgärtnerei zu Assenheim i. d. Wetterau offerirt hochstämmige Apfel- und Birabäume in kräftigen und zweijährigem Kronenschnitt. Unser Palatins, Obstbäumesortiment besteht aus 16 Sorten Wirthschafts— J und sind die Bäume durch die günstige Lage und Beschaffenheit der Gräfl. 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No⸗ Nachmittags um 3 Uhr statt. vember 1884, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit unseres lieben Gatten, Vaters und Bruders Herrn Zimmermeister Joseph Bender, sowie für die Begleitung zu seiner letzten Ruhestätte, sagen innigen Dank Friedberg, 6. November 1884. 3987 Die trauernden Hinterbliebenen. ö ö 8 Erklärung. Das Comité der deutsch-freisinnigen Partei des Wahlkreises Friedberg-Büdingen erläßt in Nr. 129 des Wetterauer Boten die Aufforderung:„Jede Verdächtigung der Person und der persönlichen Verhältnisse des Herrn Wahltandidaten Hinze ihm zur Kenntniß zu bringen, um alle Aussprenger derartiger Verdächtigungen gerichtlich belangen zu können.“ Verdächtigungen Herrn Hinze gegenüber zu verbreiten, ist unserem Comité niemals eingefallen, allein da jeder Wähler verlangen kann, daß der Inhaber der höchsten Ehrenstellung, die das Volk zu vergeben hat, makellos ist, so sehen wir uns, zumal wir unerhörter Weise von den Gegnern herausgeford ert worden sind, im Interesse der gesammten Wählerschaft verpflichtet, nachstehende, uns von maßgebender Seite gewordene Mittheilungen der Oeffentlichkeit zu übergeben: Herr Major Hinze stand im Frühjahr 1883 als etatsmäßiger Stabs-Offizier im Regiment Nr. 81 in Frankfurt a. Main und war als solcher Vorsitzender der Regiments— Bekleidungs⸗Commission und mit dem Abschluß von Verträgen über Militärlieferungen betraut. In dieser Eigenschaft trat er mit einem Militärlieferanten in Verbindung, indem er denselben um ein namhaftes Darleben ersuchte, das Letzterer jedoch mit Rücksicht auf die zerrütteten Vermögensverhältnisse des Herrn Hinze ablehnte. Kurze Zeit darauf wurde dem obigen Lieferanten, der Zeit gehabt, bezüglich einer Lieferung an das Regiment Nr. 81 der Zuschlag nicht ertheilt. Dieser Lieferant erzählte, daß Seitens des Herrn Major Hinze der Zuschlag ab— hängig gemacht worden sei von der Gewährung des von ihm abgelehnten Darlehens. Ofsiziere des Regiments, welche den Vorfall erfuhren, brachten denselben zur Anzeige und wurde Herr Major Hinze zur schleunigsten Einreichung seines Ab⸗ schiedes veranlaßt. 1 Abschied in Folge dessen längere Lieferungen Herr Major Hinze hat seinen genommen. e. Das national⸗ liberale Wahl⸗Comité: In Auftrag: Jöckel, Rechtsanwalt. Friedberg, 7. November 1884. 2 3996 5 3. 3—— ˖ 3 Atelier Schmittner. Ich mache im Interesse derjenigen, welche Photographien zu Weihnachts⸗Geschenken bestimmt haben, darauf aufmerksam, die Aufnahmen bald vorzunehmen, um eine brillante Aus— führung möglich zu machen. 5 5 P. F. Schmittner, Maler und Hof- Photograph. Aufnahmen bei jeder Witterung. Billiaste Preise. ben Alleinver kauf der permanent- brennenden Circulations-Füllöfen mit Mica-Fenstern von Junker& Ruh, Karlsruhe, bestes Fabrikat, auf's Feinste regulirbar, empfiehlt zu Fabrikpreisen 3858 Jean Huber. v5, 5 1 2 Grüßtes und billigstes Lager in allen Sorten Tisch⸗, Wand⸗ und Hänge Lampen mit Flaschen— zügen, mehrarmigen Lüstres, sowie allen einzelnen Lampentheilen f Georg Gross. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. 1935(Eingetragene Genossenschaft.) 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Die Zeit des Kommens und Weg- gehens, sowie auch zeitweiligen Weggehens, z. B. zum 775 Nachtessen, steht ganz im Belieben eines Jeden. Indem wir alle Lehrlinge unserer Stadt freundlichst zur Be— theiligung einladen, bitten wir auch deren Eltern und Bet Herren Lehrmeister, sie auf den Feierabend aufmerksam zu machen und zur Förderung der guten Zwecke dieser Einrichtung mitzuhelfen. her 368 Der Vorssand des evang. Vereins.. in Gasthaus zur Post in Reichelsheim. Am 9. gutbesetzte Tanzmusik. 3982 1 0 5 1 8 Nachkirchweihfest . Me zu Bauernheim. 1b Sonntag den 9. November d. J. findet bei mir Tanzmusik statt, wozu ich böflichst einlade. 1 Bauernheim den 8. November 1884. 1 3988 Georg Höres Wittwe. Mein Gelellschaftsimmer ist von jetzt an wieder jeden Sonntag geheizt und ist— dessen Benutzung einem verehrlichen Publikum empfehlend zur Dispositton gestellt. b Ockstadt, 5. Nov. 1884. Achtungsvollst. 3984 Gastwirth Klingl. v. 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