3 . tät N CFF 1884. Dienstag den 8. Januar. 4. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen ein Beleg kostet 9 Pf. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat unter Nr Frühjahrs⸗ und Herbst⸗Pferdemarkt je eine Verloosung von Pferden 115 faden Geg dürfen höchstens 8000 Loose à 1 M. 50 Pf. ausgegeben und müssen 6588 M. zum deu Herb stmarkte darf die Zahl von 12,000 Loosen(à 1 M. 50 Pf.) nicht übersch Gewinngegenständen zu verausgaben. Der Verkauf der Loos Amtlicher Theil. Betreffend: Die Führung der Register über die Zuzüge und Wegzüge in 1883. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Januar 1878, Oberhessischer Anzeiger Nr. 8, rubricirten Register bis zum 20. laufenden Monats ordnungsmäßig abgeschlossen an uns einzusenden nach Maßgabe der Vorschrift unter Nr. 10 der Anleitung zur Führung der Register vorzulegen. 29899 genehmigt, daß mit dem nächstjährigen Friedberger enständen verbunden wird. Bei dem Frühjahrs warkte 11 5 1 i 60h verwendet werden; bei ritten werden und sind 11,000 M. für d N e im Großherzogthum ist gestattet. f e ee Friedberg am 5. Januar 1884. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor. Betreffend: Das Landgestüt, inbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler in 1884. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt Friedberg am 5. Januar 1884. Sie wollen uns sofort anzeigen, wie viele Bedeckscheine und Verzeichnisse Sie für das Jahr 1884 bedürfen. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis- Assessor. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für di 4* 2„** 7 1 5* 8 b. t Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für 55 Monat 89 Berka n n m eiche 1883 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 15.—, Heu M. 7.—, Stroh M. 6.—. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 5. Januar 1883. Es wird hiermit in Gemäßheit des§. 58 der Reichs-Instruktion zu dem Reichsgesetz über die Abwehr und Unterdrückung von Vieh— J. V. d. K.: Bekanntmachung. Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor. seuchen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in dem Stelle des Otto Schwab zu Buͤdesheim die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist. Großherzgliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 4. Januar 1884. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. An Stelle des seitherigen Gemeinde-Einnehmers von Harheim, Ludwig Schmidt IV., ist Philipp Schmidt IV. daselbst zum Gemeinde⸗ Einnehmer ernannt und verpflichtet worden. Wegen Bettels bestraft: Peter Reichert aus Höhingen, Reinhold Nöthen aus Beienburg. Einladung fordern wir Sie hiermit auf, die oder desfallsige Negativbescheinigungen zu der Sonntag den 13. d. Mts., Nachmittags 2½ Uhr, im Saale des Herrn Bierbrauereibesitzers und Gastwirths Binzel in Friedberg stattfindenden landwirthschaftlichen Besprechung der Section Friedberg über die Frage:„Auf welche Weise kann die Rindviehzucht noch immer mehr gehoben werden und welche Zuchtrichtung ist einzuschlagen?“ Herr Kreis-Verinärarzt Pr. Gebb will die Güte haben und diese so wichtige Frage durch einen Vortrag einleiten. Södel am 4. Januar 1884. 99 Reitz. Deutsches Reich. Darmstadt. Dem Bürgerm. Schleuning in Stumpertenrod wurde das silberne Kreuz des Philipps-Ordeus verliehen und der Pro- fessor Geheimerath Dr. Wasserschleben zu Gießen zum lebenslänglichen Mitglied der ersten Kammer ernanut, sowie der Gerichtsvollzieher Knierim zu Herbstein auf Nachsuchen seines Dienstes entlassen und zum Hülfsgerichtsschreiber in Vilbel ernannt. — Die zweite Kammer wird voraussichtlich in etwa 3 Wochen zusammentreten und zunächst den Entwurf des neuen Expropriattonsgesetzes berathen. Berlin. Die Wiesbadener Zeitung, welche zu höchsten Marinekreisen bekanntlich in in— timer Beziehung steht, veröffentlicht folgende in⸗ teressante Notiz:„Wir geben unter allem Vor⸗ behalt eine Nachricht wieder, welche— falls sie sich bestätigen sollte— nicht verfehlen würde, berechtigtes Aufsehen zu erregen. Danach soll vor etwa 14 Tagen eine sehr geharnischte Note nach dem Recept des bekannten kalten Wasser— C—ʒœ᷑ strahls aus Berlin nach Paris gerichtet worden sein. Ueber den Inhalt derselben verlautet nichts Näheres, doch glaubt man, daß sie sich auf das ganz unqgualificirbare Benehmen der französischen Kriegsschiffe bei Gelegenheit der Reise des Kronprinzen bezieht. Bekanntlich wurde auf der Fahrt von Genua das Geschwader von einem französischen Kriegsschiff beobachtet. Dasselbe fuhr in der Nacht mitten durch Ersteres durch. Auf der Rückreise sollen sich ähnliche Vorfälle zugetragen haben; auch haben, wie bekannt, im Hafen von Barcelona die Schiffe sämmtlicher Nationen geflaggt und salutirt, wie das die internationale Höflichkeit gebietet, nur die französischen nicht. Es heißt, daß die be— treffenden französischen Offiziere bereits suspen— dirt seien. — Die Grundzüge für den Entwurf eines Gesetzes über die Unfallversicherung der Arbeiter nebst Begründung sind nunmehr im Reichsamt des Innern fertig gestellt und werden in den ersten Tagen der kommenden Woche bereits zur Begutachtung an die Bundesregierungen abgehen, wie wir dies schon früher zu melden in der Lage waren. — 5. Jan. Lasker ist heute Nacht um 1 Uhr in Newyork am Herzschlag plötzlich ge— storben. Lasker kehrte von einem Diner des Banquier Seligmann zurück, als er vom Schlage getroffen wurde. Der Leichnam soll ein⸗ balsamirt und nach Deutschland übergeführt werden. München, 4. Jan. Bei der heute in der Abgeordnetenkammer begonnenen Specialdebatte über die Hagelversicherungs-Vorlage zog Ab. v. Hörmann seinen Antrag auf Erhöhung der Dotationen auf sechs Million zurück, um durch denselben das Gesetz nicht zu gefährden. — 5. Jan. Die Abgeordnetenkammer nahm nach langer Specialdebatte den Art. 1 der Hagel—⸗ versicherungsvorlage in folgender Fassung an: „Zum Zwecke der Versicherung gegen Hagel— schaden wird eine öffentliche Hagelversicherungs— gesellschaft auf Gegenseitigkeit errichtet. Die— selbe genießt die Rechte der milden Stiftungen und hat ihren Sitz in München.“ Ueber die 3 ä 2 8 3 —— —— 2 3 eee ee 8 Art. 2—4 fand eine lebhafte Discussion statt. Die Abstimmung und Fortsetzung der Specialdebatte wurde vertagt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest. Dem Pester Lloyd zufolge bezweckt eine Reise Tisza's nach Wien die Unterbreitung einiger Reichstagsvor⸗ lagen der vorläufigen Sanction des Kaisers. Eine derselben, militärischen Charakters, erfordere die unmittelbare vorher gehende Verständigung mit den österreichischen und gemeinsamen Ministern. Belgien. Brüssel. Wie verlautet, hat sich auf den Wunsch des Königs der englische General Gordon entschlossen, die Leitung der Geschäfte der Afrikanischen Internationalen Ge⸗ sellschaft zu übernehmen und wird bereits in der Kürze nach dem Congo abgehen. Frankreich. Paris. Ein Gerücht von der Demission des Gesandten Campeaux in Hüe ist der Agence Havas zufolge unbegründet. — Madagassische Abgesandte, mit Vollmachten zum Friedensschlusse versehen, sind in Tamatave eingetroffen. Madagascar nimmt das Ultimatum Frankreichs an und tritt den nördlichen Theil der Insel vom Cap Ambre bis zum Cap Bellona an Frankreich ab. — Der Jubel über die Einnahme Songtay's ist rasch verstummt, seitdem Admiral Courbet auf seiner Siegeslaufbahn so plötzlich Halt ge⸗ macht hat und nach Hanoi zurückgekehrt ist. Um Songtay zu halten, soll Courbet 2400 Mann dort zurückgelassen haben, also fast die Hälfte seiner Combattanten. Natürlich kann da von Fortsetzung der militärischen Operationen und einem Marsch gegen Bacninh keine Rede sein, bevor General Millot mit den neuen Verstärk— ungen angekommen ist. Darüber kann es Februar werden. Auch die diplomatischen Verhandlungen scheinen in's Stocken gerathen zu sein. Der National und die Patrie melden, der gegen— wärtige Geschäftsträger in Peking, Semalle, kehre in Kurzem nach Frankreich zurück und Gesandter Patenotre gehe demuächst uach Peking. Der France zufolge würde eine weitere Credit⸗ forderung von 30 Million für die Expedition in Tonkin Mitte Februar in der Kammer ein⸗ geracht werden. — 6. Jan. Dem Figaro zufolge wird sich der Graf von Paris am 10. Jan. nach Spanien begeben.— Tonino Bey, der Ceremonienmeister des Khedive, ist hier angekommen und wäre derselbe, wie die Agence Havas wissen will, mit einer diplomatischen Specialmission beauftragt. Großbritannien. London, 4. Jan. Die Aufregung in Leicester in Folge der Entdeckung eines Feniercomplots gegen die Midland-Eisen⸗ bahn hat besondere Vorsichtsmaßregeln auf der ganzen Bahnstrecke London⸗Leicester verursacht. — 4. Jan. Nach einem Telegramm an Reuter's Bureau aus Kairo von heute wird gemeldet, die Beziehungen zwischen Egypten und England nahmen einen etwas gespannten Cha⸗ rakter an. Die egyptische Regierung stellte eine kräftige Note dem englischen Cabinet zu, worin sie erklärte, der dermalige Zustand könne nicht fortdauern und die endgiltige Entschließung be— züglich der Sudanfrage von der englischen Re⸗ gierung verlangte. Wenn England dem Khedive seinen Beistand verweigere, ist das Ministerium fest entschlossen, den östlichen Theil des Sudan der Türkei zu überlassen, und den Tribut an die Pforte entsprechend zu ermäßigen. Die egyptischen Truppen würden so in Egypten con— centrirt, daß die der egyptischen Regierung zu Gebote stehende Truppenmacht von 15,000 Mann auch ohne die Occupationsarmee ausreichend sei, die Ordnung aufrecht zu erhalten und die Grenze zu schützen. Es verlautet, daß Baring bei Uebermittelung der Note seine Meinung dahin ausdrückte, daß dazu 15,000 Mann nicht ausreichend wären. — 5. Jan. Der heutige Cabinetsrath im auswärtigen Amte beschäftigte sich ausschließlich mit der egyptischen Angelegenheit. Das Reuter— sche Büreau meldet, es gehe das Gerücht, eng— lische Kriegsschiffe würden die Ordre erhalten, * Positionen im Rothen Meere und im Suez⸗ canal einzunehmen. Spanien. Madrid, 3. Jan. In der Kammer erklärte Robledo Namens der Conser⸗ vativen, er werde keinen Entwurf zur Thron— reden-Adresse einbringen. Fabra fragte an, weßhalb an der Pyrenäengrenze Vorsichtsmaß⸗ regeln ergriffen seien. Der Minister des Innern erwiederte, dies sei wegen der in einem benach⸗ barten Grenzdorfe verbreiteten falschen Gerüchte. Italien. Rom, 5. Jan. Um zwei Uhr Mittags fand heute die feierliche Ueberführung der Leiche Victor Emanuels nach dem Pantheon programmmäßig statt. Rumänien. Bukarest. Der Handels minister Campineanu ist nach Hamburg abgereist, um die dortigen Docks- und Entrepot⸗Ein⸗ richtungen zu studiren. Egypten. Kairo, 4. Jan. Die im egyp⸗ tischen Dienst befindlichen britischen Beamten willigten ebenfalls in eine Gehaltsreduction. Der englische Finanzrath ergriff die Initiative, und es heißt, auch die Minister würden in eine Gehalts reduction willigen. Die Gesammt⸗ reduction der Ausgaben würde in Folge dessen 430,000 egyptische Pfund betragen, und das Ausgabebudget hierdurch auf die im Liquidations⸗ gesetz normirte Summe herabgemindert werden. — Der Daily News wird gemeldet, daß die Lage von Khartum bedenklich sei. Die Araber schließen den Platz allmälig ein. Die eingeborene Bevölkerung wird streng überwacht, da ihr nicht getraut wird. Nach Einbruch der Dunkelheit darf Niemand die Stadt verlassen. Die Times meldet aus Khartum, ein Schwager des Mahdi habe dreißig Meilen von Khartum versucht, einen Aufstand zu organisiren. — Die den Eingang zum Rothen Meer sperrende Station Aden soll mit neuen Befestig⸗ ungen ausgestattet werden, deren Kosten auf 100,000 Lst. veranschlagt werden. Die jetzigen sind hinfällig und veraltet. Aden ist als Kohlen⸗ und Proviantstation von unschätzbarem Werthe für den Seeweg nach Indien, China und Australien, und vom Standpunkte der groß⸗ britischen Politik aus wären jene 100,000 Lst. sehr nützlich verwandt. — 5. Jan. Die Garnisonen am Weißen Nil sind in Khartum angekommen, wodurch die Truppenmacht daselbst auf 6000 Mann erhöht worden ist. — 6. Jan. Der englische Generalconsul Baring wurde heute Vormittag von dem Khedive in Audienz empfangen und theilte demselben die Antwort der englischen Regierung auf die Note der egyptischen Regierung vom 2. d. mit. Die englische Regierung besteht darauf, daß die Truppen von Khartum bis zum zweiten Nil⸗ kataract zurückgezogen werden. Aus Stadt und Land. . Nieder⸗Mörlen, 5. Dez. Von den bei dem hiesigen Orte lagernden Zigeunern ist vorgestern einer ge⸗ storben und heute auf dem hiesigen Friedhofe bestattet worden. s. Södel, 5. Jan. Mit großer Befriedigung dürfen wir auf das nunmehr zurückgelegte erste Geschäftsjahr unserer Pfennigsparkasse zurückblicken. Bei der gestern Abend im Gemeindehause stattgehabten, sehr zahlreich be⸗ suchten Generalversammlung, ergab sich ein Jahresab- schluß von 235 Einlegern mit 3119 M. 95 Pf. Einlage. Hiervon sind bei dem Mathildenstift Friedberg verzins⸗ lch angelegt: 2910 M.; im Laufe des Jahres wurden zurückbezahlt: 192 M. 50 Pf.; der Verlust beträgt: 1 M. 10 Pf. und verbleiben in Cassa 16 M. 35 Pf. Die mit Erhebung der Einzahlungen betrauten Mit⸗ glieder unterzogen sich diesem mühsamen Geschäfte in völlig uneigennuͤtziger Weise und stattete die Versamm⸗ lung denselben hierfür herzlichsten Dank ab. Möge der Sinn für Sparsamkeit in unserer Gemeinde auch im laufenden Jahre sich in gleich eifriger Weise bethätigen und der nächste Abschluß ein ebenso befriedigendes Resul⸗ tat aufzuweisen haben. g. Rockenberg, 4. Jan. Aus dem Landeszuchthaus „Marienschloß“ versuchte am Samstag ein Gefangener zu entspringen. Es gelang ihm, über das Dach in das Magazin zu kommen, wo er sich in„Civil“ umkleidete und den Blitzableiter hinab zu klettern suchte. Hierbei wurde er aber bemerkt und, nach vergeblicher Aufforder⸗ ung zurückzukehren, wurde ein Schuß auf ihn abgefeuert. Hierauf trat er dann schleunigst den Rückzug an. Hungen, 3. Jan. In der heute hier stattgehabten sehr stark besuchten Versammlung sprach man sich all⸗ seitig für die Errichtung einer Zuckerfabrik auf Aktien aus. Man betonte namentlich, daß das Reich einen Industriezweig, welcher jährlich über 44 Million Mark Steuer eintrage, gewiß fördern müsse und daß, wenn auch die seitherigen außerordentlich hohen Dividenden für die Folge nicht mehr erwartet werden könnten, ein solches Unternehmen immerhin auch jetzt noch Gelegen⸗ heit zu einer soliden Kapitalanlage mit gutem Gewinn bieten werde, das auch außerdem für die Entwickelung des ganzen landwirthschaftlichen Betriebs von größtem Vortheil sei. Es erfolgten hierauf namhafte weitere Zeichnungen, so daß jetzt im Ganzen 1725 Morgen zum Zuckerrübenbau angemeldet sind, ein Betrag, welcher zur Errichtung der Fabrik mehr wie genügt. Die General⸗ versammlung der Betheiligten zur Feststellung des Sta⸗ tuts und endgültigen Bildung der Gesellschaft soll in 8 Tagen stattfinden. Man hofft, die Fabrik noch bis November d. J. erbauen und in Betrieb setzen zu können. Weitere Thellnehmer sind jedoch keineswegs ausgeschlossen, da eine möglichste Ausdehnung des Unternehmens im allseitigen Interesse liegt, und ist hierbei bezuglich des Wohnortes, der Kreis- und Landesangehörigkeit keine Grenze gezogen. Weitere Anmeldungen beliebe man da⸗ her, jedoch schleunigst, an den Vorsitzenden des aus⸗ führenden Comités, Kammerrath Weber in Laubach, zu richten. Fürstenau, 2. Jan. Hier wohnte bis vor einem halben Jahre ein reicher Bauer, der nacheinander drei Schwestern heirathete. Jede seiner Frauen war Wittwe und brachte ihm Kinder zu. Da aus jeder Ehe zwischen ihm und seinen Frauen Kinder hervorgingen, so hatte er das gewiß seltene„Glück“, Vater von 27 Kindern aus sechs verschiedenen Ehen zu sein. Mehrere Jahre hin⸗ durch waren nicht weniger als zehn seiner Kinder schul⸗ pflichtig. Trotz der vielen Esser waren die äußeren Ver⸗ hältnisse des Mannes recht günstig zu nennen, und er konnte es ermöglichen, jedem seiner Kinder zu einem an⸗ gemessenen Fortkommen zu verhelfen. Heute sind die vielen Vögel bereits ausgeflogen, während der kinder⸗ reiche Vater in einem kleinen Städtchen in Ruhe seinen Lebensabend verbringt. Das Wort„viel Kinder, viel Segen“ ist hier zutreffend gewesen. Allerlei. st. Frankfurt. Es sei hier besonders darauf auf⸗ merksam gemacht, daß die am Mittwoch den 9. Jan. statt⸗ findende Aufführung des Weihnachtsmärchens„Struwwel⸗ peter und König Nußknacker“ im Frankfurter Opernhause nicht wie seither um halb vier Uhr, sondern um drei Uhr beginnt. Frankfurt, 5. Jan. Ein schwerer Eisenbahnunfall hat sich heute Nachmittag auf dem Bebraer Bahnhof in Sachsenhausen ereignet, dem leicht viele Menschenleben hätten zum Opfer fallen können. Der um 4 Uhr fällige Berliner resp. Leipziger Schnellzug, welcher sich im rich⸗ tigen Geleise befand, hatte bereits seine Geschwindigkeit gemäßigt, sonst wäre das Mittel, zu welchem der Bahn⸗ wärter Weißgerber griff, verhängnißvoll geworden. Der Bahnwärter, der in einem Ueberleitungs⸗Geleise einen Güterzug auf den Schnellzug herankommen sah, erkannte sofort die Gefahr, welche in der Streifung des Schnell⸗ zuges durch den Güterzug lag und warf voll Geistes⸗ gegenwart die Weiche herum. In Folge dessen fuhren die Züge gerade aufeinander. Andernfalls wäre der mit Personen dicht besetzte Schnellzug in die Flanke getroffen und die Wagen wären leicht die Böschung herabgeworfen worden. Der Umstand, daß sofort Contredampf gegeben und gebremst worden war, milderte die Wucht des Stoßes und es wurde daher nur ein Wagen des Güͤterzuges total zertrümmert. Die Maschinen erlitten allerdings schwere Beschädigungen. Ein Wagen des Schnellzuges entgleiste. Die Geleise waren nach etwa anderthalb⸗ stündiger Arbeit wieder fret gemacht. Der Heizer der Schnellzugslocomotive wurde vom Tender geschleudert und hat einige Hautabschürfungen erlitten. Der Bremser des zertrümmerten Wagens rektete sich, die Gefahr er⸗ kennend, durch einen Sprung. Rumpenheim, 2. Jan. Es ist gelungen, den Urheber des letzten Brandes, bei welchem zwei Scheunnen eingeäschert worden, zu ermitteln. Es ist ein fruher auf dem Hofe bedienstet gewesener Knecht, der diese That aus Rache vollführt haben soll. Heidelberg. Am Morgen des 2. Januar entgleiste bei Huttenheim der Frühzug Bruchsal-Germers heim durch Bruch einer Bandage. Trotzdem die gut besetzten Wagen übereinander geschoben, Waͤnde eingedrückt und Bänke zertrümmert wurden, sind die Reisenden glücklicher Weise mit dem Schrecken davongekommen. Ein Weichenwärter erhielt im Gesicht unerhebliche Verletzungen. Boppard, 3. Jan. Gestern Abend brach hier in dem Wirthshause„Zum Rebstock“ Feuer aus, welches sich alsbald auf das daranstoßende Bürgermeistereigebäude und die anstoßenden Nebenhäuser verbreitete. Durch Vorrath von brennbaren Stoffen genährt, erreichte die Gluth einen so hohen Grad, daß das Dach und die Glockenthürme der nahen Pfarrkirche glühendheiß wurden und das Holzwerk des Thurmdaches Feuer fing. Nur der umsichtigen und aufopfernden Thätigkeit der frei⸗ willigen Feuerwehr, die mit großer Ordnung und Ruhe arbeitete, sowie der sehr anzuerkennenden Hilfeleistung der Zöglinge von St. Martin ist es zu verdanken, daß die schöne Pfarrkirche gerettet wurde, an deren Thur der greise Pfarrer zitternd vor Angst und Besorgniß stand. Leipzig. Das Reichsgericht hob das Urtheil in dem Neustettiner Synagogen-Brand auf und überwies den Proceß an das Landgericht in Conitz. Berlin, 4. Januar. Ein entsetzlicher Gattenmord wurde gestern in dem benachbarten Weißensee verübt, wo . 22 DN der 33jährige Schneider W. Schötz seine Frau, mit welcher er schon längere Zeit im Unfrieden lebte, auf scheußliche Weise mit einem von ihm selbst zuvor ge— schärften Messer ermordete. Wien, 4. Jan. Der Sohn des Cafetiers Wagner in Hernals wurde wegen Mordversuchs auf seinen Vater unter riesigem Zusammenlaufe verhaftet. Der abge— feuerte Revolver verfehlte das Ziel. London. Ein furchtbarer Raubmord, der in der Neujahrsnacht verübt worden zu sein scheint, macht viel von sich reden. In dem Reservoir der New-River Water⸗ Compagny im Norden Londons wurde am 2. Januar die Leiche eines den besseren Ständen angehörigen Mannes aufgefunden, in welcher der bei Lloyds angestellte Asse— curadeur John Broome Tower, 22 Jahre alt, erkannt wurde. Der Ermordete befand sich am Sylvesterabend auf dem Heimwege von einem Mitternachtsgottesdienste und ist wahrscheinlich Garottern in die Hände gefallen. Gerichtssaal. Altenstadt. In der Donnerstag den 3. Januar d. J. dahier abgehaltenen Schöffengerichtssitzung wurde erkannt: 1) in der Strafsache gegen Wilhelm Koch von Langen⸗Bergheim, wegen Schießens im Orte, auf eine Geldstrafe von 6 M. ev. 2 Tage Haft und die Kosten; 2) in der Strafsache gegen Heinrich Wagner von Alten⸗ stadt, wegen Uebertretung straßenpolfzeilicher Vorschriften, auf Freisprechung von Strafe und Kosten; 3) in der Strafsache gegen Ludwig Wagners Frau von Nieder⸗ Mockstadt, wegen Jagdvergehens, auf eine Gefängniß⸗ strafe von 6 Tagen, sowie Tragung der Kosten; 4) in der Strafsache gegen Ernst Gerlach, Dienstknecht zu Lindyeim, wegen Uebertretung des§ 372 des P.⸗St.⸗G. fiel die Hauptverhandlung aus, da die Staatsanwaltschaft die Klage fallen ließ. Handel und Verkehr. Friedberg, 5. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80—0.85, Eier 1 St. 7, 2 St. 00 Pf. Homburg v. d. H., 4. Januar. Wochenmarkt. Kartoffeln per Malter M. 3.50— 4, per Gescheid von 7 bis 8 Pf., Eier per Stück 8, 9 und 10 Pf., Butter per Pfund 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 0.90. Gießen, 5. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier per St. 7—8 Pf., 2 Stück 00 Pf., Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.80— 1.20, Hühner per Stück M. 0.90—1.30, Hahnen per Stück M. 0.85— 1.40, Enten per Stück M. 1.80— 2.00, Ochsenfleisch per Pfd. 70—72 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—60 Pf., Kalbfleisch 50— 54 Pf., Schweinefleisch 60—64 Pf., Hammelfleisch 60—70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50—0.00, Gänse per Pfd. 52—66 Pf., Zwiebeln per Centner M. 9.—10., Weiß⸗ kraut per Hundert M. 4.— 7. Frankfurt, 5. Jan. Wochenmarkt. Preise der Gemüse: Blumenkohl per Stück 2560 Pf., Weißkraut 12—20 Pf., Rothkraut 20—50 Pf., Wirsing 4—7 Pf. Obst: Kochäpfel per Ctr. M. 7.50, Borsdorfer M. 11, Neinette M. 9, Kochbirnen M. 7— 10, Nüsse, Tausend M. 1.75—2, Hundert 25 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 8.50. Kartoffeln per Malter(200 Pfd.) M. 44.50, Gescheid 8 und 9 Pf., Mäuschen 25—30 Pf. Eier: deutsche per Hundert M. 5.60— 6.60, italienische M. 9.50. Geflügel und Wildpret: Hahn M. 0.80— 1.20, Huhn M. 1.10 bis 1.80, Ente M. 2—3, Taube 60-80 Pf., Gans 55 bis 70 Pf. per Pfd.— Reh per Pfd. 65—80 Pf., Hirsch 50 P., 1 Hase M. 3.50. Literarisches. Daheim. Nr. 14 enthält: Ellernbruch. Erzählung von H. Warring.— Kronprinz Friedrich Wilhelm in Spanien. Von F. Fliedner.— Er lebt!(Forts.)— „Ach, wenn du wärst mein eigen!“ Bild von M. Flashar. — Der Mahdi und die Revolution im Sudan. Mit Porträt und zwei Karten.— Am Familientische: Ein buchhändlerischer Plan Napoleons.— Der Stern der Weisen.— Rechtsrath.— Ein Zweckessen auf dem Lande. Mit Illustr.— In unser Spielecke. Mit einer illustr. Beilage. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: Landwirth Daniel Rühl von Lardenbach mit Katharina Peter von Sellnrod. Kesselschmied Christian Deckarm von Rohrbach mit Anna Maria Rohmann von Friedberg. Tapeztier Georg Martin Reuß von Friedberg mit Eleonore Steinhäußer von Friedberg. Geboren: 26. Nov. Dem Schneider Adam Koob 1 Tochter. 0. Dem Küfer Wilhelm Weith 1 Sohn. 30. Nov. Dem Lohnfuhrmann Joh. Heinrich Ferdinand Lebeau 1 Sohn. 4. Dez. Dem Handelsmann Elias Kahn 2 Söhne. 7. Dez. Dem Landw. Friedr. Wilh. Bechstein 1 Sohn. Eine uneheliche Tochter. Dem Eisenbahnarbeiter Konr. Michel 1 Tochter. Dem Hof-Maurer Konr. Ph. Hottes 1 Sohn. Dem Gerichtsvollziehergehülfen Franz Joseph Nees 1 Tochter. Dem Handarbeiter Heinrich Leander Krahner 1 Tochter. Gestorben: . Kaufmann Otto Friedrich Chr. Frick, Sohn des Spenglermeisters Karl Emerich Frick, 26 Jahr alt. . Kaufmann Joh. Emil Diehl, Sohn des Heil⸗ gehülfen Heinrich Diehl II., 24 Jahr alt. . Maria Munker, Wittwe des Kuͤfers Heinrich Munker, 48 Jahr alt. . Carl Emil Seriba, Gr. Bürgermeister a. D., 60 Jahr alt. Konrad Kuh, Söhnchen des Schuhmachers Christoph Ludwig Kuh, 1 Jahr 10 Monat alt. . Adam Heinrich Lebeau, Söhnchen des Lohn⸗ fuhrmanns Joh. Heinrich Ferdinand Lebeau, 15 Tage alt. . Hannchen Kahn, Ehefrau des Handelsmanns Elias Kahn, 30 Jahr alt. „ Elisabetha Neeb, Handarbeiterin aus Ober⸗ Kleen, 61 Jahr alt. z. Katharina Volp, Töchterchen des Dachdeckers Georg Heinrich Wilhelm Volp, 7 Monat alt. 16. Dez. Anna Margarethe Weymandt, Ehefrau des Schuhmachers Heinr. Weymandt, 73 Jahr alt. 18. Dez. 26. Dez. 26. Dez. 18. Dez. 22. Dez. 25. Dez. 28. Dez. Johann Heinrich Rudolph, Lademeister an der M.⸗W. B., 43 Jahr alt. Heinrich Engel II., Metzger, 79 Jahr alt. Katharina Weller, Töchterchen des Hand— arbeiters Wilhelm Weller, 3 Monat alt. Thomas Fix, Söhnchen des Steinhauers Joh. Fix III., 7 Monat alt. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 8. Lakme. Mittwoch den 9., Nachmittags drei Uhr. peter. Außer Abonn. Ermäßigte Preise. Donnerstag den 10. Alida. Freitag den 11. Geschlossen. Samstag den 12., Nachmittags 3½ Uhr. peter. Außer Abonn. 7 Uhr. Lakme. Sonntag den 13. Walküre. Schauspielhaus. Dienstag den 8. Feen Hände. Mittwoch den 9. Götz von Berlichingen. Donnerstag den 10. SGeschlossen. Freitag den 11. Zum ersten Male: Carneval in Rom. Operette in 3 Akten von J. Braun. Text von R. Geiséee. Musik von J. Strauß. Samstag den 12. Nareiß. Anfang 7 Uhr. Sonntag den 13. Götz von Berlichingen. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 5. Januar 1883. Struwwel⸗ Struwwel⸗ Ermäßigte Preise. Abends 20⸗Frankenstü cke 16. 16—19 do. u 16. 15—19 Englische Sovereing gs. 20. 30—34 Russische Imperi ales 16. 67—71 Dugg ten 9. 67-71 „al maren, 9. 60—64 Dollars in Gold 11 Pfennig ⸗Sparkasse. Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Bestand am 1. Juni 1883 sammt Zinsen 28722 96 Uebertrag vom 29. Dez. 1888 27340 12251 75 1. C. Bindernagel 63 49 15 e,, 173 121 70 3. E. Oppenheimer 148 122 10 4. H. Flaschenträger 74 55 1 5. H. Flaschenträger 91 611 15 27889[41383 96 Uebertrag am 1. Juni 1883 Einleger 1053. Uebertrag vom 29. Dez. 1883 neue Einleger 160. Neue Einleger: 217 Gesammt⸗Einleger 1234 Friedberg den 5. Januar 1884. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G. Arbeits⸗Vergebung. Donnerstag den 10. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Nieder⸗Erlenbach die in Folge der Consolidation der Grundstücke in der Ge⸗ markung Nieder⸗Erlenbach erforderlich werdenden Meltora⸗ tlonsarbeiten, als: 1) Erd⸗ und Transportarbeiten zur Aus⸗ füllung von Hohlwegen, Anfertigung von Gräben, Plantrung von Gewann⸗ wegen ꝛc., zusammen veranschlagt zu M. 8735.91, 2) Maurerarbeit zu 05 71.90, 3) Pflasterarbeit zu„ 132.48, 4) Drainage ⸗Arbeiten, e d der Röhren, zu⸗ Anfuhr und Legen hren, z. ammen zu 50 den 10 Termine bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen öffentlich in Accord gegeben werden. bel den 1. Januar 1884. i 50 Der Consolidationsgeometer 53 Bergauer. Holzversteigerung. reitag den 11. d. Mts., Vormittags von 10 Uhr an 5 75 75 im Rodheimer Gemeindewald, Distrikt Vorderwald, etwa 10 Minuten von der von Friedberg nach Homburg führenden Chaussee gelegen, folgendes Gehölz versteigert: 74 Raummeter 38 5 3110 Eichen Wellen, 5 97 Raummeter Eichen⸗Stöcke, 144 Eichenstämme, enthaltend 172,18 Festmeter, von 28— 78 Centimeter Durchmesser und 5— 13 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst. Gegen vorschriftsmäßigen Bürgschein wird Zahlungs⸗ frist bis 1. September l. J. gestattet. Rodheim v. d. H. am 3. Januar 1884. Eichen⸗Scheiter, Knüppel, 7 Holzversteigerung. Donnerstag den 10. Januar werden in dem Domanial⸗ wald, Distriet Hochholz, 10 Kiefernstämme= 0,87 Fest⸗ meter, 4 Stück Nadel-Derbstangen, sodann Kiefern: 190 Raummeter Knüppel, 1770 Wellen, 27 Raummeter Stöcke, Eichen: 300 Wellen versteigert. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr in Abtheilung 1 bei Nr. 1. Heldenbergen den 4. Januar 1884. Großherzogliche Oberförsterei Altenstadt. J D D Leuer, Forst⸗Accessit. 8 Arbeits-Versteigerung. Samstag den 12. d. Mts., Vormittags 11 Uhr an⸗ fangend, soll auf hiesigem Rathhaus öffentlich wenigst⸗ nehmend veraccordirt werden: 1) Die Anfertigung von 22,128 lfd. Meter Drainage räben 2) Die Anfertigung von 79,270 Stück Drainröhren, 3) Die Anfuhr der Letzteren im Gewichte von eirea 2400 Centnern. Bellersheim den 5. Januar 1884. Großherzogliche ee Bellers heim. o p p. 107 109 Immobiliar⸗Versteigerung. Freitag den 11. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachgenannten, zu dem Nach— lasse des Lazarus Eschborn gehörenden Immobilien an den Meistbietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Bel der unterzeichneten Buͤrgermeisterei sollen elrea 600 Centner 18841 Eichenlohrinde, 21jähriger Stock⸗ ausschlag, zum Verkauf kommen. Der Verkauf erfolgt im Wege der öffentlichen Sub⸗ misston. Gebote, versiegelt mit der Aufschrift„Gebote auf Eichenlohrinden“ sind bis zum 18. d. Mts. bei der unterzeichneten Bürgermeisterei, wo auch die Verkaufs⸗ bedingungen einzusehen sind, abzugeben. Holzhausen den 3. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzhausen. 119 Ried.* Für einen soliden, mit den nöthigen Kenntnissen versehenen jungen Mann ist bei uns Stelle als Lehrling off en. Anmeldungen sind schriftlich einzureichen. Vorschuss-& Creditverein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. 26 L 2 8 Köchin gesucht. Eine durchaus tüchtige Köchin, welche die besten Zeugnisse aufzuweisen hat, wird gegen entsprechenden Lohn nach Gießen gesucht⸗ Zolche, die in der Milchwirthschaft etwas er⸗ fahren jist, erhält den Vorzug. Nähere Aus; kunft ertheilt die Exped. d. Anz. 50 Als Krankenwärter zu einem älteren Herrn wird ein solider, evangellscher Mann gesetzten Alters unter vortheilhaften Bedingungen gesucht. Dienstantritt zu Ende d. Mts. Adresse an die Exped. d. Anz. 113 Ein Frauenzimmer, das schon längere Zeit einer Haushaltung vorstand, sucht auf Petritag Stelle. Zu erfragen bei der Exped. des Anzeigers. 111 er von Herrn Oberhöfer bisher inne⸗ Großherzogliche. vd H. 100 Wehrhein, Beigeordneter. Flur. Nr. Klftr. b 11. 513. 157/10. Hofraithe in der Stadt, II. 46. 80. Grabgarten, Eulengärten, II 17. 80 N daselbst. riedberg den 8. Januar 1884. 8 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 118 Steinhäußer. für Herren, Damen und Kinder, emden, bag bei 02 K. Frierich. 8 0 gehabte Laden ist vom 15. Februar ab anderweit zu vermiethen. g 11⁴ J. A. Windecker. 5 . rr 3 3 rer Gesangverein Concordia. Zweite musikalisch-theatralische e Samstag den 12. Januar 1884 2 Uhr. im Saale des Hotel Trapp, Abends Karten à M. 1. sind zu haben bei Herren Gebhr. Loeb 5 Geer Hanau. 58 Der Vorsiund. Ark eulen ie beginnt soeben mit frischen Kräften einen neuen Jahrgang, für welchen seitens der neuen Verleger außerordentliche Anstrengungen gemacht wurden. Der Eintritt ins Abonnement ist deshalb jetzt besonders zu empfehlen. Der ungewöhnlich billige Preis bleibt derselbe. 224.000 Zu beziehen: in Wochen-Nummern à M. 1 60 für das Quartal, 2 oder in 14 Heften à 50 Pf. oder 26 Halbheften à 30 Pf. durch alle Buchhandlungen(die Wochenausgabe auch durch die Post). FFC ieee Bernhardiner feinster 8 Alpenkräuter⸗ Kagenbitter Wallrad Hina Bernhard, königl. bayer. Hofdestillateur in Lindau im Bodensee, Zürich und Bregenz, allgemein als vorzüglicher Magenliqueur bekannt und beliebt, ist stets ächt zu haben in Flaschen zu M. 4., M. 2.10(Probeflaschen M. 1.05) in Friedberg bei Herrn W. Bernbeek. VVVVFVVVVVVTCVFVVbV Mosapothete zum Engel. Winter Mantel,! Winter. Mäntel, Punsch⸗Essenzen, Malwein-Essenz, Arak, Rum, Conjac in erster Güte zu billigen Preisen. um damit zu räumen, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. C. Görtz. G. F. Aletter, Friedberg. Winter Müntel. 8 eee ee — O E F;Frische Schellfische in Eispackung uA Mit den neuen Schnelldampfern des 108 bei Vith. Fertsch. Norddeutschen Lloyd 5 8 kann man die Relse E + F l arun g. von Bremen nach Amerika Näheres bei dem Geueral-Agenten Chr. Emil Derschov, Offenbach a. M., und dessen Agenten! Isidor Schulhof, Friedberg. Gesucht wird auf Petritag ein Mädchen, welches die Hausarbeit gründlich versteht und gute Zeugnisse aufzuweisen hat. Näheres bei der Exped. d. Anz. 104 Erbsen, Bohnen, Linsen, sehr billig, verkauft 103 Die Nachrede, welche ich gegen die Familie des ver— storbenen Jacob Grünwald zu Okarben ausgesprochen, nehme ich hiermit zurück und bereue aufrichtig, solche gethan zu haben. Groß-Karben den 3. Januar 1884. Jeanette Junker. 102 Wr, einen jungen Mann wird in einer ge⸗ bildeten Familie an hiesigem Orte eine Peusion für sofort gesucht. Offerten werden unter C. S. an die Expedition des Aae erbeten. 106 Ich widerrufe die Btleidigungen, welche ich gegen die Ehefrau des Philipp König. von Ober-Mörlen und dessen Tochter Theresia Maria ausgesprochen habe. 110 machen. Ehefrau des Peter Born V. Das Am- Aichen Hafi Slern, von Gläsern und Flaschen besorgt in 5 3 Usagasse. 1 in Oder⸗ Rosbach. Lokalgewerbverein Friedberg. Der Vortrag des Herrn Ingenieur Brockmann von Offenbach über Elektrizität und Magnetismus, ver⸗ bunden mit Experimenten findet statt: Mittwoch den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Rathhaussaale. Der Vortrag ist öffentlich und wird zum Besuch desselben ergebenst eingeladen. Der Vorstand: 80 Limpert, Vorsitzender. Aufforderung. Die Stelle eines Vereinsarztes der Junggesellen ist seit einigen Tagen erledigt und soll neu besetzt werden. Geeignete, unverheirathete Bewerber, die sich ver⸗ pflichten, den Posten mindestens 5 Jahre ununterbrochen versehen zu wollen, werden aufgefordert, sich innerhalb 8 Tagen bei dem Vorstand des Junggesellenvereins zu melden, von dem auch die näheren Bedingungen gegen Zahlung von 50 Pf. Copirgebühren zu beziehen sind. 12 Der Vorstand des Junggesellen⸗ Vereins. Zu vermiethen die Mansardewohnung in meinem neuen Hause mer, Küche mit Speisekammer, Magdstübchen, großem abgeschlossenem Corridor, Wasserleitung ꝛc. ꝛc.). Wird auch getrennt vermiethet und ist sofort beziehbar. 112 G. H. Freundlieb. Alle orten Bürstenwaaren empfiehlt billigst Carl Damm, 116 usagasse. Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Ausweis pro Dezember 1883. (6 Zim⸗ 98 Einnahme. W pro 1. Dezember 1883 M. 27637. 68 Wechsel„ 66117. 48 Depositen„ 28503. 10 Conto-Corrente A. 85387. 71 Conto-Corrente B. 1 38078. 49 Spar⸗ Einlagen 8 64956. 95 Anlehen-Conto 1 5200. 8 Bank⸗Conto 1 20163. 76 Pfennig ⸗Sparkasse„ 2360. 30 Stamm Antheile, Monatsbeiträge„ 9046.— Reservefonds, Beitritt 75 102.— A„ 42483. 61 Bechsel-Zinsen-Conto 15 1676. 70 Depositen-Zinsen⸗Conto 75 1330. 65 Effeeten⸗-Zinsen-Conto 5 455. 25 Hausreparaturen 51. 30 Unkosten 5 9. 20 M. 53500. 18 Ausgabe. Wechsel M. 44571. 50 Depositen„ Conto-Corrente 4.„ 68075. 36 Conto⸗Corrente B.„ 61115. 75 Spar⸗Einlagen„ 74642. 62 Anlehen-Conto„ 17984. 10 Bank⸗Conto„„ 42418. 17 Auswärtige Correspondenten 0 1948. 14 Pfennig⸗Sparkasse„ 2827. 0 Stamm-⸗Antheil 7 158. 54 Effeeten-Conto 5 11072. 60 Hausreparaturen„ 56364. 73 Mobilien und Utensilien 15 18 Unkosten 5 1696. 76 Kassebestand pro 1. Januar 1884„ 27904. 51 MN. 393560. 78 Eingang. Ausgang. M. 43060. 70 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. M. 57707. 63 „ 731. 95 Wechsel⸗Conto⸗Corrent B.„ 13460. 91 „ 36408. 34 Wechsel⸗Bank⸗Conto„ 22877. 17 „ 12962. 08 Wechsel-Giro„ 12767. 10 „22935. 57 Effekten⸗Conto„ 30871, 33 M. 116098. 64 M. 137684. 14 Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau Marie Walz, geb. May, nach langem schwerem Leiden heute früh zu sich zu rufen. Friedberg den 6. Januar 1884. C. F. Walz. Die Beerdigung findet Dienstag den 8. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom 9 90 Bahnhofe aus statt. Besondere Einladung er folgt nicht. 101 Verantw. Red.: Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Carl Bindernagel. ee ——— e