1884. Dannerstag den 6. Nauembher. M 32. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen⸗ Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), — oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden slets per Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Mit Rücksicht darauf, daß die Feldmäuse in diesem Herbste wieder gro derselben in der vorgeschriebenen Weise alsbald vorzunehmen. statthaft erscheint, und unter allen Umständen nur unter den erforderlichen Maßnahmen zur V In dieser Beziehung ist es iunsbesondere nicht erlaubt, wurden, zu streuen, weil auf diese Weise Jagdvögel der Gef Vor der Durchführung der zur Vergiftung erforderlichen Maßret nommen werden darf. Schaden gewarnt ist, und Tauben und Hühner Amtlicher Theil. an die Großherzoglichen Wir bemerken Ihnen hierbei, einhalten kann. Das Gift ist für Rechnung der ßen Schaden anrichten, Friedberg den 24. October 1884. Bürgermeistereien des Kreises. empfehlen wir Ihnen, die Vertilgung daß eine Vergiftung nur im aäußersten Nothfall erhütung einer Vergistung nützlicher Thiere vorge— vergiftete Getreidekörner, ohne daß dieselben vorher zermalen ahr der Vergiftung ausgesetzt sind und hierdurch großes Unheil entstehen kann. geln hat ortsübliche Bekanntmachung zu erfolgen, damit Jedermann vor etwaigem Gemeinde zu beziehen und durch Ortsvorstands— mitglieder oder von der Gemeinde angestellte Personen mit größter Sorgfalt möglichst tief in die Gänge zu streuen. N Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Einsendung der rubrieirten Verzeichnisse noch im Rückstande sind, werden hieran erinnert, die— selben binnen 24 Stunden, bei Meidung der Zusendung von Wartboten, anher einzusenden. Dr. v. Gemmingen, Kreisassessor. Friedberg den 5. November 1884. J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreisassessor. Deutsches Reich. d. Fridberg. Trotz der angestrengtesten Bemühungen der gegnerischen Parteien— die neue demokratisch-freisiunige Fraktion einge— rechnet— ist es der national-liberalen Partei in unserem Wahlkreise bereits im ersten Wahlgang gelungen, nahezu die er— forderliche absolute Majorität, 6051 Stimmen— also über 2000 Stimmen mehr als der deutsch-freisinnige Candidat Hinze er— halten hat— auf ihren Candidaten Görz zu vereinigen. Nur je eine einzige Stimme in 45 Ortschaften mehr und der national-liberale Candidat hätte schon jetzt gesiegt und die auf— regenden Kämpfe einer engeren Wahl wären dem Wahlkreis erspart geblieben. Die Wahl gibt ein glänzendes Zeugniß dafür, daß unser Wahlkreis trotz aller gegnerischen Agitation, dieses Mal, wie immer seit Bestehen des deutschen Reichstags, der nationalen und liberalen Sache treu geblieben ist und daß alles Berliner deutsch-freisinnige Blendwerk den gesunden Blick unserer hessischen Landsleute nicht zu trüben vermochte. Und wie im hiesigen Wahlkreis im Kleinen, so zeigt im ganzen deut— schen Vaterland im Großen die national— liberale Partei einen mächtigen Aufschwung und die deutsch-freisinnige Partei einen ebenso jähen Rückgang. Von den 106 Man— daten, welche die deutsch-freisinnige Partei im letzten Reichstag besessen, sind ihr bis jetzt nicht mehr als 30 geblieben; das Schick— sal, das ihr Candidat Major Hinze mit einer staunenswerthen Ausdauer seit vier Wochen auf sammtlichen Wahlversammlungen der national— liberalen Partei anzukündigen nicht müde wurde, es hat sie selbst erreicht, sie ist„zer— rieben“. Das deutsche Volk hat eben am 28. October kundgegeben, daß es müde ist der deutsch-freisinnigen Politik, einer Politik, die den bedeutenden sozialen Aufgaben unserer Zeit kühl und verneinend gegenübersteht und die großartigen Bestrebungen unseres Reichskanzlers nur zu hemmen trachtet, daß es überdrüssig ist, nur immer leere Versprechungen zu hören, die ebenso freigebig vor der Wahl ge⸗ geben, als leicht nach der Wahl vergessen wer— den. Der 1. und 3. Oberhessische Wahl— kreis haben bereits im ersten Wahlgang dieser Stimmung durch die Wahl von zwei entschieden national-liberalen Männern Ausdruck gegeben, au unserem Wahlkreis ist es, ein Gleiches in der engeren Wahl zu thun. Was der erste Wahlgang begonnen, die zweite wird es vollenden: die vollständige Niederlage der deutsch— freisinnigen Partei in unserer Provinz. t. Friedberg. Die landwirthschaftlichen Zölle beschäftigen eben in hohem Grade auch andere Länder und wird namentlich die Re— gierung der französischen Republik damit rechnen müssen, um so mehr, als diese Frage bei den bevorstehenden Wahlen voraussichtlich eine wich— tige Rolle spielen wird. So hat auch in der That das Ministerium Ferry aus freien Stücken eine Erhöhung der Eingangszölle auf Vieh vor— geschlagen und zwar für Ochsen von 15 auf 25 Frs., Kühe und Stiere von 8 auf 12 Frs., Schweine von 3 auf 6 Frs., Schafe von auf 3 Frs. Die französischen Agrarier sind jedoch mit dieser Erhöhung noch nicht zufrieden und verlangen namentlich auch Verstärkung des Mehl zolles von: Frs. 1.20 auf 9 Frs. pro 100 Kilo, des Weizenzolles von 60 Cts. auf 5 Frs. und einen Eingangszoll für alle anderen Getreide— arten von Frs. 3 pro 100 Kilo. Die Schweiz, welche einen großen Theil ihres Bedarfs an Getreide importiren muß, erhebt vom Januar 1885 an einen Eingangszoll von Frs. 1.25 pro 100 Kilo auf alle Cerealien. Ferner auf eingehendes Vieh: Kühe und Ochsen Frs. 5 Jungvieh Frs. 2, Schweine Frs. 2, Schafe und Ziegen Frs. ½. Wir ersehen hieraus, daß die beiden republikanischen Regier— ungen die landwirthschaftliche Zollfrage viel an— ders auffassen, wie unsere deutsch-freisinnige Partei und sich nicht wee letztere ablehnend da— gegen verhalten. Darmstadt. Post-Personalnachrichten. Er— nannt ist der Ober-Postdirektionssekretär Drescher in Offenbach zum Postkassierer. Angestellt ist der Postanwärter Ritzel in Gießen als Postassistent. Uebertragen sind dem Postsekretär Blümel in Darmstadt eine Bureaubeamtenstelle 1. Kl. und dem Postassistenten Altvater ebendaselbst eine Bureaubeamtenstelle 2. Kl. bei der Ober-Post— direktion. Versetzt ist der Ober-Postdirektions— secretär Henriey von Darmstadt nach München— Gladbach behufs Uebernahme einer Postkassierer— stelle. Jn den Ruhestand getreten ist der Bureau— assistent Kadoch in Darmstadt. — Der Ministerialrath Fink wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste und unter Verleihung des Charakters als Ge— heimerath, sowie unter Belassung in seiner Neben— stelle als Präsident der Centralstelle für die Ge— werbe und den Landesgewerbverein in den Ruhe— stand versetzt; ferner wurde der Oberbaurath Horst zum Ministerialrath und der Ministerial— kanzlist 1. Kl. Hecht zum Ministerial-Kanzlei— inspector ernaunt. Berlin. Nachrichten von einer in Vorbe— reitung begriffenen Vorlage wegen Erhöhung der Getreidezölle sind, wie von bestunterrichteter Seite versichert wird, völlig aus der Luft gegriffen. — Mehrere Journale melden, die Pforte habe in Berlin Vorstellungen gemacht wegen ihrer Ausschließung von der Congo-Conferenz, obgleich die Türkei in Afrika die größten In⸗ teressen habe. Die Zulassung der Pforte zur Conferenz sei deßhalb wahrscheinlich. — 3. Nov. Der kaiserlich deutsche Bot— schafter in Paris, Fürst Hohenlohe, ist hier an— gekommen und hat für die Dauer seines Aufent— halts bei seinem Bruder, dem Herzoge von Ra— tibor, Wohnung genommen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentlicht eine Reihe von Briefen des verstorbenen letzten Königs von Hannover aus den Jahren 1866 und 1867 und bemerkt dazu: Es durfte von Interesse sein, diese Briefe, worin König Georg die Wege und Ziele der welfischen Politik dar— gelegt, sowie einige in gleicher Richtung charak— teristische Berichte seiner Agenten, weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Der Herzog von Cum— berland habe sich in einem Schreiben vom Juli 1878, worin er dem Kaiser den Tod seines Vaters anzeigte, vollständig auf den Standpunkt des Königs Georg gestellt, so daß der Juhalt dieser Schriftstücke auch für ihn gelte. — 4. Nov. Der Kaiser hat den Jagdaus— flug nach Wernigerode aufgegeben, da er sich durch Ausgleiten im Zimmer eine leichte An— schwellung an der Schulter zugezogen hat. Der Kaiser brachte die Mittagsstunden wie gewöhn— lich im Arbeitszimmer zu. Braunschweig. Die„Weimarische Ztg.“ bezeichnet die Nachricht verschiedener Zeitungen, daß der großherzoglich weimarische Hofstallmeister, Graf Wedell, wegen der braunschweigischen An— gelegenheit am dänischen und schwedischen Hofe gewesen sei, für unbegründet. Kiel, 4. Nov. An Stelle der gestrandeten Brigg„Undine“ wird morgen die Brigg„Rover“ ——— — —— —— durch den ersten Offizier, Mannschaften in Dienst gestellt und geht in der nächsten Tagen nach dem Mittelmeer. lust der hölzernen Segelbrigg„Undine“ triff die deutsche Marine materiell nicht sehr fühlbar Die„Undine“ war ein veraltetes, lediglich zu Schiffsjungenübungen benutztes Fahrzeug, desser Einziehung für die nächste Zeit ohnedies be reits geplant war. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die sei einigen Tagen cursirenden Gerüchte, daß sich di Regierung ernstlich mit der Frage der Herstell ung der Valuta befasse, haben bereits zu Be sprechungen in den hiesigen Finanzkreisen zu dem 3 1 25 Zwecke geführt, der Regierung Vorschläge wegen dem er in Berlin mit Bismarck conferirt hat. eines großen Goldanlehens zu machen, das all seitig als unerläßlich anerkannt wird, da di Regelung der Valuta nur unter der Voraussetz ung des durchführbar erachtet wird. Pest, 3. Nov. garischen Delegation erklärte der Kriegs minister Obgleich wir mit den Nachbarstaaten in den möglichst besten Beziehungen stehen, müssen wi doch die Wehrkraft der anderen Staaten auf— daß der deutsche Fuͤr f 5 Fürst von Bei uns kostet die Erhalt- von der Bevölkerung mit respectvollster Zuvor— merksam verfolgen. ung eines Mannes am wenigsten, woraus unser äußerste Sparsamkeit erhellt. die Interpellationen Nachdruck erhalten werde. Prag, 3. Nov. Statthalter Baron Krau ist nach Gödölls zum Kaiser berufen. gemessen. fragen und speziell mit dem Berichte in Zu sammenhang bringen, welchen die seit Jahre tagende Ersparungscommission nunmehr fertig⸗sscheitert. Wie verlautet, wird sich Zorilla nach gestellt hat und der bereits, eine Reihe von Vor- London begeben. Die Journale halten meisten— schlägen behufs Vereinfachung der Verwaltun enthaltend, dem Kaiser unterbreitet worden sein soll Belgien. Brüssel. Der„Moniteur belge publicirt die Ernennung des bisherigen Gesandten in Stockholm, Baron Pitteurs von Hiegaerts, zum d N z ö F ari f 1 5 i F em bemnächst stattfindenden C N diplomatischen Vertreter Belgiens beim Vatican. nächst stattfindenden Consisoriam der f 0 Paris, 3. Nov. Heute sind Posen Gnesen präconisirt werden. An die Mächte hier Gerüchte verbreitet, die Regierung habe sist Seitens der Curie das bestimmte Ersuchen beunruhigende Nachrichten sowohl vom Kriegs- gerichtet worden, die überseeischen katholischen schauplatze in Tonkin, als von jenem in China erhalten, mit deren Veröffentlichung sie zurück- neutralen päpstlichen Flagge stehende zu erklären. Der„National“ bringt ein Telegramm von Hongkong, wonach in Tientsien ein Aufstand sind gestern hier eingetroffen und wurden sehr ausgebrochen sei, durch welchen der dortige fran— 5 zoͤsische Consul Nistelhuber mit seinen Beamten Festlichkeiten anläßlich des Schlusses der Aus Frankreich. halte. gezwungen wurde, die Stadt zu verlassen. De selbe habe sich nach Shanghai geflüchtet. Diese Zwischenfalle wird besondere Bedeutung zug schrieben, weil in Tientsien bekanntlich der bi her den Franzosen günstig gesinnte Vicekön Li⸗Hung⸗Chang seine Residenz hat. — Der„Temps“ bespricht die Gerüchte von einer Mediation in der chinesisch-französischen— 3. Angelegenheit und glaubt, die englische Regier—„Reuter's Buxeau“ ung habe freiwillig Schritte gethan, um China eine befriedigende Lösung der Verwickel-[Khartum zusammengezogen ungen herbeizuführen. Frankreich sei von diesen[ mals zur Ergebung aufgefordert. Schritten verständigt und habe den Beweggrund den englischen Behörden neuerdings nach Khar— für dieselben nur billigen konnen. Der„Temps“ halt es für unrichtig, daß China jede Inter vention abgelehnt; eine Mediation, die sich a einen Schiedsspruch über die Frage wegen d Enutschädigungssumme beschränke, deren Hö N Frankreich niemals große Wichtigkeit beigelegt, besetzt.— General Wolseley amwortete auf und welcher die vollständige Ausführung d Capitän⸗Lieutenant] Tonkins, vorausginge, würde eine annehmbare Altag, die„Undine“- Offiziere und„Undine“-Lösung der Differenzen bieten. Der Ver-[Hanoi vom 30. Oct.: Ueberganges Zur Goldwährung als schen Viceconsul veranlaßte, in Anbetracht der Im Heeresausschusse der un⸗ Bezüglich des Repetirgewehrs sind die Fachmänner noch nicht merpräsident Brisson habe einigen ihn befragen— einig. Der Kriegsminister gibt detaillirte Daten] den Deputirten seine Bereitwilligkeit erklärt, im über die besondere Sorgfalt bei Pensionirungen. Falle einer Niederlage Ferty's in der Tonkin⸗ — In den Delegationen sind Interpellationen 5 betreffs der türkischen Eisenbahufrage angekündigt. übernehmen. Man ist von denselben in den Regierungskreisenskrisis werden jedoch von der„Agence Havas“ keineswegs unangenehm berührt, da man viel— für unbegründet Erl 5 mehr erwartet, daß die österreichisch⸗ungarischer⸗ folge würde Courcel auf der Congoconferenz seits auf die Pforte geübte Pression; damit sieBalay Hesbuisson beigegeben werden. die Angelegenheit endlich ins Reine bringe, durch 85 f Dieser W̃* i n g Wales den Fall Khartums telegraphirt habe B 1 18. 8 8 2 Berufung wird hier eine ben. bei- für absolut unbegründet, auch schenke Baring Man will dieselbe mit Verwaltungs- den umlaufenden Gerüchten keinen Glauben. Vertrages von Tientsin, betreffend die Räumung eden Fall Khartums betreffenden Gerüchte, er 1— General Briere d'Isle telegraphirt aus Die Truppenabtheilung, t welche nach Penthe marschirte, erreichte den [Nachtrab der Chinesen und fügte letzteren er— 11 bebliche Verluste bei. Eine andere Abtheilung i säuberte die Umgegend Thainguvens von Zer⸗ „sprengten. Die Lage am Weißen Flusse ist eine gute; vom rothen Flusse liegt nichts Neues vor. — 4. Nov. Der Senat begann heute die Berathung des Gesetzentwurfs über die Wahlen zum Senat und beschloß mit 171 gegen 71 Stimmen die Berathung der einzelnen Artikel. — 4. Nov. Botschafter Fürst Hohenlohe kommt morgen schon wieder hierher zurück, nach— ˖ e — 4. Nov. Aus Nizza wird gemeldet, daß das dortige offiziöse Organ der Mairie,„Le petit Nicois“, einen unerhörten Schmähartikel gegen Deutschland veröffentlichte, was den deut— e bevorstehenden Ankunft des Königs von Württem— berg den Maire von Nizza um Aufklärung über [den Zweck solcher Gemeinheiten anzugehen. Der Maire bat sich beeilt, den Artikel zu desavouiren, rsein Bedauern auszudrücken und zu versichern, den Behörden wie e] kommenheit empfangen werden würde. — J. Nov. Mehrere Blätter melden, Kam— Debatte die Bildung eines neuen Cabinets zu Die Gerüchte von einer Minister— Dem„Temps“ zu— Großbritannien. London, 1. Nov. Im [Oberhaus erklärt Granville die Nachricht, daß 8 der Khedive der Königin und dem Prinzen von 5 Spanien. Madrid. Alle Versuche Zo— us rilla's, Ruhestörungen herbeizuführen, sind ge— g theils au der Behauptung fest, daß es bei den Nachrichten von Zorilla's Ruhestörungsversuchen lediglich auf Börsenmanöver abgesehen gewesen sei. Italien. Rom. Wie verlautet, würde auf 11 Nachfolger Ledochowskl's für das Erzbisthum Missionen als neutrale unter dem Schutze der Turin, 3. Nov. Der König und die Königin enthusiastisch empfangen. Dieselben werden den r⸗stellung beiwohnen. m Egypten. Kairo, 3. Nov. Einer Meld— e⸗ ung des„Bureau Reuter“ zufolge ist Wolseley S⸗ bei Sonnenuntergang in Dongola eingetroffen, ig vom Mudir und dessen Generalstab empfangen. Die eingeborenen Truppen bildeten bis Mudirieh Spalier. November. Ein Telegramm von aus Dongola von heute Mahdi hat die Streitkräfte um und Gordon aber— Zwei von in[sagt: Der um abgesendete Boten sollen vom Mahdi fest⸗ genommen sein. Eine große Anzahl Auf— uff ständischer befindet sich in Berber, ebenso sind er[die Brunnen auf dem Karawanenwege zwischen be] Debbah und Khartum von den Aufständischen es] das Ersuchen Baring's um Auskunft über die habe durch Wilson eine vom 2. November datirte Depesche des Majors Kitchener erhalten, welche durch einen Boten aus Shendy überbrachte Nachrichten enthalte, nach welchen der Mahdi mit starken Streitkräften nach Omburman ge— kommen sei und Gordon zur Eutscheidung auf— gefordert habe. Gordon habe geantwortet, er werde Khartum noch 12 Jahre halten. Darauf habe sich der Mahdi ohne Gefecht nach Emmek, eine Tagereise südlich von Khartum, 12 Stunden vom Nil, zurückgezogen. Man glaube, der Mahdi werde Gordon vorläufig nicht angreifen. Aus Stadt und Land. s. Friedberg. Wie uns mitgetheilt wird, hat die Gr. Staats-Regterung das hiesige Kreisbauamt beauf⸗ tragt, mit dem Stadtvorstande von Bad Nauheim wegen Erwerbs eines geeigneten Amtsgerichtsgebäudes in Be⸗ nehmen zu treten. Da die Gr. Staats Regierung bereit ist, das Bau- resp. Ankaufskapital mit 4½9/ zu ver⸗ zinsen, so steht zu erwarten, daß die Vertreter der Stadt Bad⸗Nauheim, in richtiger Würdigung der Wichtigkeit des Bestehens des Amtsgerichtes in Bad⸗Nauheim, auf das gewiß liberale Anerbieten der Regierung eingehen werden, womit die Frage des ferneren Bestehens des dortigen Amtsgerichts ein für allemal beseitigt wäre. e. Assenheim. Am 1. November waren es fünfzig Jahre, daß Kammerrath Trümpert dahier in gräfliche Dienste trat und es wurde die Gelegenheit allseitig be— nutzt, um dem würdigen Jubilar Zeichen der Verebrung und Liebe darzubringen. Trümpert war stets ein eifriger, pflichttreuer Beamter des gräflichen Hauses, ein liebens⸗ würdiger Gesellschafter und treuer Freund, freundlich und gefällig gegen Jedermann. Mögen ihm noch viele lichte und glückliche Tage beschieden sein. Allerlei. Essen, 3. Nov. Die„Rheinisch-Westphälische Ztg.“ theilt mit, daß auf der Zeche„Victor“ bei Kastrop in Folge der Explosion schlagender Wetter 2 Personen getödtet, 6 schwer, 7 leichter verwundet worden sind. Der Betrieb der Zeche ist nicht gestört. Wesel, 2. Oet. Durch einen furchtbaren Knall wurden heute Nacht die Einwohner unserer Stadt aus dem Schlafe aufgeweckt. Viele glaubten an eine Explosion des Gaskessels, andere an einen Donnerschlag und wieder andere an Kanonendonner. Es hat sich nun bestätigt, daß es eine mächtige Feuerkugel war, welche sich von Nordwest nach Südost bewegte und in der Nähe unserer Stadt mit donnerähnlichem Knall sich auflöste. Kastrop. In der Nacht von Sonntag auf Montag sind auf der Zeche Graf Schwerin etwa 20 kg Dynamit und mebrere Schachteln Zünder aus einem fest ver⸗ schlossenen Raume gestohlen worden. Der Raub konnte erst nach Zertrümmerung verschiedener starker Schlösser ausgeführt werden. Man fürchtet, daß das gestohlene Gut zu weiteren Verbrechen dienen soll. Die Polizel⸗ behörde hat umfassende Maßregeln zur Entdeckung des Thäters angeordnet. Bremen. Die Dampfer des„Norddeutschen Lloyd in Bremen“ haben in jüngster Zeit zweimal Gelegenheit gehabt, sich hülfreich zu erweisen. Der am 6. September von Bremen abgegangene Dampfer„Weser“ traf an der Küste von Florida den daselbst gestrandeten Dampfer „Marseille“ von der„Compagnie Commerclale in Hävre“ und übernahm von demselben 12 Cajüten- und 61 3wischen⸗ deckspassaglere. Ferner bringt der Telegraph die Nach— richt aus Newyork, daß der Lloyddampfer„Rhein“ in Newyork angekommen ist mit 186 Personen, Passaglere und Mannschaft des am 24. October brennend auf See angetroffenen Dampfers„Maas dam“. Die„Maasdam“ wurde am 25. October von dem Lloyddampfer„Oder“ vollständig ausgebrannt gesehen, und es ist erfreulich, daß die Besorgnisse, die man um das Schicksal der Menschen auf der„Maasdam“ haben mußte, verhältniß⸗ mäßig rasch gehoben sind. Prag, 4. Nov. Gestern Mittag erschien in Prag bei dem Juwelier Ziska ein Individuum mit dem Wunsche, silberne Uhrketten zu kaufen. Bei dem Vorweisen der Ubrketten überfiel der angebliche Käufer den Juwelier mit einem großen Küchenmesser, wobei er aus rief: Das schickt Ihnen ein Socialist! Der Ueberfallene erwehrte sich des Angreifers, dieser flüchtete, wurde jedoch ergriffen. Der Attentäter ist der 26jährige Schlossergebilfe Wenzel Koblicek. Derselbe leugnet jetzt Soeialist oder Anarchist zu sein, wie er überhaupt jede verbrecherische Absicht bestreitet und behauptet, Ziska nur in einem Anfall von Geistesstörung attakirt zu haben. Bern. In der Schweiz ist ein Gesetz über Wein fabrikatton in Kraft getreten. Die Locale, in denen die Weinschmiererei geübt wird, müssen künftig ein Schild mit der Aufschrift:„Weinfabrik“ tragen. Sie stehen unter staatlicher Aufsicht und zahlen für jedes Liter Kunstwein eine Steuer von 2 Centimes, Im Handel müssen alle Fässer, Flaschen und Verkaufslocale mit der Bezeichnung„Fabrieirter Wein“ versehen werden. Nantes, 4 Nov. Gestern sind hier 10 Erkrankungen und 7 Todesfälle an der Cholera vorgekommen. Gerichtssaal. Butzbach. In der Freitag den 7. Nov., Vorm. 9 Uhr, am hiesigen Amtsgericht stattfindenden Schöffen⸗ gerichtssizung kommen folgende Strafsachen zur Ver⸗ handlung: 1) gegen Adolf und Meier Bär von Griedel, sowie Levi Meyer von Gambach, wegen Körperverletzung; 7 * PP alirte elche achte dahdi ge⸗ auf⸗ 05 22 arauf umek, unden ö der teifen. — at die beauf- wegen in Be⸗ bereit zu ver⸗ Stadt hügkeit m, auf ingehen ns des wäre. fünfzig räfliche itig be⸗ rebrung elfuger, liebens⸗ zundlich h viele f tg.“ op in ersonen n sind. n Renal adt aus ploston d wieder bestätigh, sich voß unsern Monlag Dynamt fest vet⸗ b konnte Shlise etohlen Pollzel ung de n Lloyd legenhet eptenbil f an dit Dans n Habe Zossche die Nach: ben ö assaglel 1 80 Bags dan ich 10 2) gegen Johs. Sames von Holzheim und Christian Schmalz von Grüningen, wegen Beleidigung; 3) gegen Jacob Wambold von Butzbach, wegen Pfandveräußer— ung; 4) gegen Valthasar Wetz von Holzheim, wegen Uebertretung; 5) gegen Ernst Richter von Nieder-Weisel, wegen Uebertretung; 6) gegen Franz Ludwig Haumann von Rockenberg, wegen Uebertretung; 7) gegen Konrad Zimmer VI. von Nieder-Weisel, wegen Uebertretung. Die Strandung der„Undine“. Ueber die Strandung des deutschen Kriegsschiffes „Undine“ gibt kein Bericht ein so vollständiges und lebendiges Bild des Vorfalls, als eine Schilderung der Kopenhagener„Natlonaltidende“, welche diesem Blatte aus dem Strandungsorte an der jütischen Westküste zu⸗ geht. Sie lautet: Am 28. October, um 1 Uhr Nach— mittags bemerkte man von Agger eine Brigg, die, vor dem Winde treibend, etwa 2 Meilen vom Lande entfernt war. Ein orkanartiger Sturm mit schweren Böen blies von West und West gen Süd. Das Meer war in einer ungeheuren Aufregung und mächtige Wellen brachen sich an der Küste. Aus der ganzen Lage an Bord ging deutlich hervor, daß man sich dort in offener See glaubte und die Nähe des Landes noch nicht bemerkt hatte, da die Küste um Agger und Thyborön ganz flach, doch bei hohem Seegang dem Wasserspiegel gleich ist. Schweigend standen die Küstenbewohner und beobachteten die Brigg, welche vom Wind und Strom immer mehr dem Lande zugetrieben wurde. Es wurde nach den Rettungsmann— schaften geschickt; man erkannte, daß sie stranden mußte. Plötzlich wurde es rege an Bord; man hatte die Gefahr bemerkt. Mit einer, so kam es den Bewohnern von Agger vor, unbegreiflichen Schnelligkeit wurde die Brigg zum Winde gedreht, und unter Segeldruck suchte man hinaus zu kreuzen. Es war zu spät. Der Sturm wurde immer stärker, immer näher kam das Schiff. Am Lande wußte man nicht, daß man ein Kriegsschiff vor sich hatte; denn nur selten trifft ein solches an dieser Küste ein. Man wunderte sich allerdings darüber, daß die Manöver und Wendungen so rasch ausgeführt wurden. Es war ein glänzender Anblick, die Brigg, die mit allen Segeln gepreßt wurde, mit den Wellen kämpfen zu sehen. Wenn sie stampfte, brach das Wasser über sie bis an den Mars. Ueber drei Stunden wurde tapfer gekämpft, aber ver— gebens. Um 5 Uhr war sie dicht vor dem äußersten Riff, und als letzter Versuch gab der Capitän den Be— fehl, den Anker fallen zu lassen. Einen Augenblick hielt dieser und es sah aus, als ob der Versuch gelänge; dann riß die Kette und stark stoßend wurde die Brigg über das erste Riff geführt. Jetzt war Nichts mehr zu thun, als das Schiff dem Lande so nahe wie möglich zu bringen und die Besatzung zu retten. Zwischen dem ersten und zweiten Riff wurde gewendet; der Steven steuerte gerade auf die Küste zu und das Schiff stieß etwa 200 Ellen(125 Mtr.) vom Lande auf den Grund, ungefähr eine Meile südlich von dem Dorfe Agger(bei der westlichen Mündung des Limfjords). Das Meer brach nun gewaltsam über das Schiff, das mit ein— wärts geneigtem Deck seine Steuerbordseite dem Lande zuwandte., Der Versuch, die Masten zu kappen, um das Schiff zu erleichtern, mißlang, weil das Takelwerk aus Stahldraht bestand. Die Küstenbewohner hatten sich nun an dem Strandungsorte versammelt und bald kamen die Rettungsapparate an. Gegen 6 Uhr wurde die erste Rakete abgeschossen; aber der Sturm führte die Leine neben das Schiff. Der zweite Schuß legte die Leine über das Schiff und die Verbindung war erreicht. Aber beim Aushoken war die Trosse in dem Takelwerke des Schiffes unklar geworden, und erst gegen Mitter— nacht konnte der Rettungsstuhl mit dem ersten Mann nach dem Lande gehen. Die Küsten bewohner hatten eine harte Arbeit auszuführen. Der niedrige Vorstrand war vom Wasser überfluthet. Gegen 6 Uhr kam der letzte Mann, der Capitän, ans Land; alle 149 Mann waren geborgen. In Abtheilungen zu 50 marschirten die Leute, jedesmal wenn diese Zahl gerectet war, mit einem Offizier und einem Wegweiser nach Agger. Es war Nichts weniger als angenehm für diese Leute, bis auf die Haut durch— näßt eine Meile durch Sand und Wasser zu marschlren. Im Laufe der Nacht war der deutsche Viceconsul von Thistee, Bendixen, nach Agger gekommen; seine erste Sorge war, für die geborgene Mannschaft beim Wirth in Agger warme Getränke und sonstige Stärkung zu bestellen. Auch für Quartiere ward gesorgt. Es war nicht leicht, Quartiere zu schaffen; Agger besteht nur aus etwa 30 Familien, die höchstens ein Paar hundert Menschen ausmachen. Doch war um 8 Uhr Morgens Alles untergebracht. Vor der Strandung war die „Undine“ schon vier Tage in der Nordsee gewesen und hatte in der Zeit beständig starken Sturm und hohe See gehabt. Nach der letzten Lothung, die vorgenommen worden, ein Paar Stunden bevor man das Land be— merkte, glaubte man an Bord 7—8 Meilen in See zu sein. Demnach hat der starke Strom in Verbindung mit dem orkanähnlichen Sturme die Strandung bewirkt. Hätte das Schiff so weit vom Lande gestanden, daß der Rake— tenschuß es nicht hätte erreichen können, so wären wahr— scheinlich Alle ertrunken; denn kein Rettungsboot in der Welt hätte den Kampf gegen die Brandungen durch— führen können, die sich über die Rlffe wälzten. Daß die Rettung so vollständig gelang, ist nächst der energi— schen Aus dauer der Bewohner von Agger auch der aus— gezeichneten Diseiplin zu verdanken, dle während der Bergung an Bord herrschte. Dies war um so aner— kennenswerther, als unter der Besatzung 80 Mann waren, welche sich jetzt zum ersten Mal auf See befanden. Handel und Verkehr. Friedberg, 5. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 0.90, Eier 1 Stück 8 Pf. Friedberg, 4. Nov. Fruchtber. Watzen M. 16.75, Korn M. 15.50, Gerste M. 14—16, Hafer M. 12.00, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Butzbach, 1. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.00, Käse per Pfd. 46—47 Pf. Eier 2 Stück 15 Pf. Grünberg, 1. Nov. Fruchtpreise. Welzen M. 16.80, Korn M. 16.00, Gerste M. 14.30, Hafer M. 12.90, Erbsen M. 15.90, Samen M. 23.20, Kartoffeln M. 3. Gießen, 4. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.95— 1.00, Eier 1 Stück 7-8 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.70, Hühner per Stück M. 0 901.20, Hahnen per Stück M. 0.60— 0.90, Enten per Stück M. 1.30- 1.60, Gänse per Pfd. 40—55 Pf., Welsche M. 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—70 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 56— 60 Pf., Schweinefleisch 54—60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60— 70 Pf., Kalbfleisch 56—60 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 4.40, Zwiebeln per Ctr. M. 4, Weißkraut per Stück 3—6 Pf. Frankfurt, 3. Nov. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren: Ochsen 377, Bullen ca. 22, Kühe und Rinder ca. 330, Kälber ca. 520. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68-70, 2. Qual. M. 6265, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 58—60, 2. Qual. M. 45— 52, Kälber 1. Qual. M. 68— 70, 2. Qual. M. 58-60 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Frankfurt, 3. Nov. Weizen effeetiv hiesiger, ab Bahnhof hier M. 17.25 17.50, ab unserer Umgegend M. 16.75— 17, do. fremder je nach Qualität M. 16. bis 18., Roggen je nach Qualtät M. 15.75 16., Gerste M. 16.— 18.50, Hafer M. 13.— 14.50, Mehl Nr. 1 M. 25.50— 27, Nr. 2 M. 25.50— 26.50, Nr. 3 M. 23. bis 24., Nr. 4 M. 17., Nr. 5 M. 15. 15.50., Roggen⸗ mehl%(B. M.) M. 22.— 23.50, do. I. M. 20.— 21. do. II. M. 17., Raps M. 25.—26., Rüböl detall M. 60. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll— gewicht= 100 Kilo. Mainz, 2. Nov. Fruchtmarkt. Weizen M. 17.25 bis 17.75. Korn hiesiges M. 16.15— 16.30, russisches M. 15.00— 15.25. Gerste pfälzer M. 17.20— 17.50, fränkische M. 17.75- 18.50. Hafer inländischer M. 14.00 bis 14.50. Raps 26.20— 26.50. Rapskuchen M. 130 bis 135. Leinöl M. 23.— 24 Mohnöl M. 54.00 56.00. Rüböl rohes M. 28.20— 28.35, gereinigtes M. 29.5030 mit Faß. Verloosung. Nov. Serienziehung der Bukarester 162 244 302 470 476 815 928 1241 1249 1486 1617 2325 2326 2570 2649 2664 2713 2837 2961 3269 3514 3539 3731 4016 4094 4098 4155 4605 4636 4694 4833 4987 5312 5792 5859 5961 6189 6199 6343 6375 6392 6417 6450 6576 6960 6977 7075 7285 7304 7330 7476. 100,000 Fr. fielen auf S. 2961 Nr. 28, 25,000 Fr. auf S. 4098 Nr. 13, 5000 Fr. auf S. 2511 Nr. 30. Gotha, 1. Prämien⸗Anleihe. 1072 1118 1207 2229 3007 3137 3195 Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg Getraut: 5. Oet. Der Lehrer Jacob Knab von Pfedders heim, mit Louise Kunigunde Bieler. 26.„ Der Steinhauer Johannes Fix, Wittwer, mit Wilhelm Nees Wittwe, geb. Weltzel. Geboren: 29. Sept. Eine uneheliche Tochter. 1. Oet. Dem Tapezierer Georg Martin Reuß 1 Sohn. 7.„ Dem Mechanikus Ehrich Theodor Adolf Friedrich Fündeling 1 Sohn. 8. 5 Dem Schuhmacher Wilhelm Ewald II. 1 Tochter. 6.„ Dem Seiler Heinrich Karl Dieterich 1 Tochter. 24.„ Dem Kaiserlichen Postseeretär Paul Emil Robert Kunzendorf 1 Tochter. 23.„ Dem Schneider Heinrich Ernst Ziegler 1 Tochter. 22.„ Dem Schuhmacher Philipp Adam Hermann Zöll 1 Tochter. Gestorben: 6. Oct. Ein todtgeborenes Töchterchen. 13 Ein todtgeborenes Töchterchen. 12.„ Der Rentner Otto Johann Hill, 41 Jahre alt. 12 Heinrich Blum, Knecht aus Nieder-Wöllstadt. 17.„ Karl König, Söhnchen des Gerichtsvollztehers Karl König, 3 Jahr 10 Monate alt. 19.„ Marie Gottwerth, Wittwe des verstorbenen Landwirths Andreas Gottwerth aus Alsfeld, 80 Jahre alt. 27.„ Die Nätherin Mariane Müller, 38 Jahre alt. 27.„ Der Metzger Karl Waltz I., 79 Jahre alt. 30. Regine Hofmann, Ehefrau des Spenglers Adam Hofmann II., 31 Jahre alt. 2. Nov. Der Zimmermann Christian Joseph Bender, 36 Jabre alt Bekanntmachung. Zum Zwecke der Auseinandersetzung mit Dr. Seelhorst in Bad Nauheim gegen dessen Restschuld an die Con- cursmasse des H. Rönkendorff in Bad-Nanheim wird auf Antrag des Concursverwalters und des Gläubiger— ausschusses die Versammlung der Gläubiger auf Mittwoch den 12. November l. J., Vormittags 9 Uhr, berufen. Bad⸗Nauheim den 4. November 1884. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Süffert. 5 5 Submission. Die zur Herstellung der Dächer in der Pfarrhofraithe zu Bruchenbrücken nöthige Dachdeckerarbeit, im Betrage von 192 Mark 50 Pf., soll auf dem Sub— missionswege vergeben werden. Voranschlag und Sub— missions bedingungen liegen auf dem Büreau des Unter— zeichneten zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten bis zum 10. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, einzureichen 3974 Sch ü g. sind.. Friedberg den 1. November 1884. Zörb II., 3957 Bezirks bauaufseher. Delitater Heide⸗Scheiben⸗Honig, das Pfd. 70 Pf., zweite Waare 50 Pf., Leckhonig 50 Pf., Seim(Speisehonig) 40 Pf., bis zum Sommer täglich frisch ausgenommen, Postcolli gegen Nachnahme, engros Güter-Verpachtung. Freitag den 7. November l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die Grundstücke der Frau Louis Winheim Wittwe, in den Gemarkungen Fried— berg und Fauerbach b. Fr. gelegen, auf weitere 9 Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden. Friedberg den 31. October 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Zur gefl. Beachtung. Durch Uebernahme eines großen Tricotwaarenlagers werden, um wieder schnell damit zu räumen, einige Hundert Dutzend wollene, halbwollene und baumwollene Unterjacken, Unterhosen, Hemden, Jagdwesten zu einem sehr billigen Preise ausverkauft. Es ist daher Jeder⸗ mann Gelegenheit geboten, seinen Bedarf für den Winter für wenig Geld zu decken. Achtungs voll 742 T Neue italienische Maronen, 3925 om Mit den neuen Schnelldampfern des Uorddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika I— machen. Näheres bei dem „ Cronberger Kastanien 3917 bei 5 Wilhelm Fertsch. 8 Ein stattlicher Bernhardiner⸗Hund, 1½ Jahr alt, ist mit Hundehütte preiswerth zu ver⸗ kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 3933 Cinen Bäckerlehrling Bäckermeister See, billiger. Nichtpassendes nehme umgebend franco zurück. (201/10 A.) E. Dransfelds Imfereien, Soltau, 3710 Lüneburgerheide. Homburg v. d. H. General-Agenten M. Ahraham, Mainz, und dessen Agenten: Hermann Vogt, Reichelsheim. 2525 Frisch geleerte Falatöl- und Weinfässer (zum Krauteinmachen) bei 3500 Georg Groß. Jaat-Eicheln und Jaat-Bucheln, Kiefern und Fichtenzapfen werden zu kaufen gesucht. Offerten unter E. B. Schafgarben, sowie sonstige Samen kauft zu höchsten Preisen 100 an die Expedition des A P. Theis, 30 vormals G. Haustädt. Neue Linsen und geschälte Vietoria⸗Erbsen 3914 3501 Rodheim v. d. 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Ausweis pro October 1884. gegenüber dem Nathhause. 3956 Einnahme. Kassebestand pro 1. Oetober 1884 M. 23863. 60 Wechsel-Conto ee e Depositen n Conto-Corrente A.„ V 76634. 33 Conto-Corrente B.„ 46274. 35 Spar-Einlagen„ 54508. 63 Anlehen 5 1109. 50 Bank-Conto„ 25367.— Auswärtige Correspondenten 1 38239, 88 Effeeten-Conto 5 8403. 10 Pfennig⸗Sparkasse 5 192. 60 Kaufschtllings Conto 5 778.— Reservefonds 8 6.— Wechsel-Zinsen Conto 5 670. 64 Depositen-Zinsen Conto 7 235. 25 Kaufschillings-Zinsen 8 219. 12 Effeeten-Zinsen 5 1286.— Unkosten 5 10. 20 M. 286566. 75 Ausgabe. Wechsel-Conto M. 13176. 13 Depositen 7240.— Conto-Corrente A.„ 46354. 22 Conto-Corrente B. 5 Spar⸗Einlagen„ 33446. 30 Anlehen 7 4223. 45 Bank⸗Conto 85879. 55 Auswärtige Correspondenten 2. 5433. 37 Effeeten-Conto 8188. 22 Mobilien- und Utensilien Conto 5 130. 30 Hausreparaturen-Conto 5 1 Unkosten-Conto 1 1210. 31 Kassebestand pro J. November 1884 41918. 94 286566. 75 M. Eingang. Ausgang. M. 18931. 87 Wechsel-Conto-Corrent A. M. 29417. 39 670. 60 Wechsel-Conto-Corrent B.„ 11345. 54 „ 26875. 70 Wechsel-Bank⸗Conto 12127. 07 9988. 12 Wechsel-Giro„ 6984. 65 „ 40748. 15 Effekten ⸗Conto 6 M. 97214. 44 M. 66087. 51 Rohrmatten, Cocosmatten und 3942 Aufträge biltet man bei Frau Hebamme Heß abzugeben. werden in kleineren und größeren Posten gekauft von 3958 zu verkaufen. Im Kleidermachen und Sticken n und außerhalb des Hauses empfehlen sich Emilie und Elise Heß. Wallnüsse Ph. J. Weiß in Bad⸗Nauheim. Ein gut erhaltenes Pianino Wo? sagt die Exped. d. Anz. 3961 Wollene Strümpfe für Herren und Damen, für Kinder in allen Größen. G. F. Aletter. 3965 Die Dampf-Kaffeebrennerei Gegründet 1837. von Gegründet 1837. Hoflieferant, bringt ihre Speelalitäten: Gebr. Java⸗Kaffee's in empfehlende Erinnerung. Niederlage in Friedberg bei Herrn M. Eckstein. 1„ e Bad⸗Nauheim bei Herrn Gg. Ph. Ludwig. Bellersheim bei Herrn Samuel Löb. 7 Donnerstag Dortmund. Saale des Hötel Trapp. zu machen und zur Förderung der guten Einrichtung mitzuhelfen. 3968 gegen rauhe und spröde Haut. Liederkranz. Abend⸗Unterhaltung Sonntag den 16. November im Beginn präeis 7¼ Uhr. Der Vorstand. Friedberg. Feierabend. Sonntag den 9. November, Abends 6 Uhr, oll in dem nach dem Pfarrhause zu gelegenen Saale über Indem heiligung einladen, bitten wir auch deren Eltern und Herren Lehrmeister, sie auf den Feierabend aufmerksam Zwecke dieser Der Vorräthig à Packet (3 Stück) 50 Pf. bei Apotheker Lüln. 1841 Zwei Oefen hat zu verkaufen Frau Dachdecker Betz Wittwe. 3962 2 Kalbfleisch, per Pfund 50 Pf., bei K. Söllner, G. E. Haustein, Gg. Hanstein II., Wilh. Hanstein. Ein junger Mensch, welcher mit Pferden umgehen kann und willig ist, wird als Kutscher gesucht. Von wem? sagt die Expedition des Anzeigers. 3971 Gummibäume und Philodendron, sowie sonstige Pflanzen für Zimmerkultur in großer Aus⸗ wahl; ebenso getrocknete Kränze, Kreuze und Bouquets, auch Mackart-Bouquets empfiehlt die Gärtnerei von 3909 J. Jordan. Ein Lehrling kann alsbald bei mir eintreten. 3967 Wilh. Hanstein, Metzger. Eine kleine Wohnung ist in meinem Hinterhaus an eine stille Familie zu ver⸗ miethen und sofort beziehbar. Friedberg, 5. November 1884. 3963 3964 Fr. Hecht. Bönstadt bei Herrn A. Haas und bei Elias Müller. Butzbach bei Herrn Z. Liltenstein. Dorheim bei Herrn Johs. Braun. Echzell bei Herrn S. Simon Wittwe. Grünberg bei Herrn J. Weifenbach. Heldenbergen bei Herrn Lö b Speier Wittwe. Homburg v. d. H. bei Herrn Ferd. Datz. Hungen bei Herrn A. Buch. Klein⸗Karben bei Herrn S. Ortenberger. Langsdorf bei Herrn Ferdinand Kahn. Lich bei Herrn H. Zimmer VII. N Nieder ⸗Florstadt bei Herrn Michel Adler. Nieder-Weisel bei Herrn H. Heinemann. Nieder-Wöllstadt bei Herrn Tobtas David. Ostheim bei Herrn S. Kaufmann. Rodheim v d. H. bei Herrn D. Stern l. Schotten bei Herren S. Kaufmann Söhne. Staden bei Herrn C. Hessenberger& Sohn. ülsa bei Herrn Georg Gottwalls VII. Vilbel bei Herrn C. H. Kullmann. 3815 1 A Prima Jagdpulver, sowie Ia Jagdschrote empfiehlt zu den billigsten Preisen 3970 Ph. Dan. Rummich. Herrn Cocosläufer 3821 billigst bei Carl Damm, Usagasse. Tricattaillen und Jamenwesten ru u n lederne, seidene u. Fil d' Eeosse- K. Friedrich. Glacchandschuhe, Handschuhe billigst bei Danksagung. Alen welche uns bei der Beerdigung unserer lieben Tochter Marie ihre Theilnahme bewitsen haben, sagen wir hiermit herzlichsten Dank. Reichelsheim den 3. November 1884. 3972 Famile Scheibel. Danksagung. Für die vielen Veweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit unserer lieben Gattin, Mutter, Schwägerin und Nichte Frau steqine Hofmann, für die reiche Blumenspende, sowie für die Begleitung zu ihrer letzten Ruhestätte, sagen innigen Dank Friedberg den 4. November 1884. 3966 Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. 3627 Druck und Verlag von Carl Bindernagel.