irmonie⸗ chestrion, 2459 Thuy. ln If, gel, ind sonst wie Alle cht⸗ und n und lagende ed, gellstens 2390 a örn⸗ oro ö . b Ainder, rich. 1884. Dienstag den J. Zuli. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf. ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Ja ihres conto bei uns haben), wele hen der? Betrag nicht beit zefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Abnahme des Verfassungs-Eides vom II. Amtlicher Theil. Quartal l. J. Friedberg den 21. Juni 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 8 Zur Ausschwörung des Verfassungseides durch die im II. Quartal d. J. aufgenommenen, befindenden Ortsbürger und die, welche ohne Ortsbürger zu werden, geheirathet haben, aber in der Gemeinde wohnen, sowie die hiermit sich noch im Rückstande haben wir auf Mittwoch den 9. k. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem Selzerbrunnen bei Groß Karben für die aus den Orten des früheren Kreises Vilbel und Dienstag den 8. k. Mts., Vormittags 11 Uhr, den des früheren Kreises Friedberg Termin anberaumt. Orte, welche Beschwerden und Wünsche vorbringen wollen, Audienz ertheilen. auf dem Rathhause dahier für die zur Ausschwörung des Verfassungseides Verpflichteten aus den Gemein— Zugleich werden wir in dem erstgenannten Termine anderen Angehörigen der ersteren Sie wollen hiernach Einladung ergehen lassen und die im Nück— stand befindlichen unten Verzeichneten zugleich bei 3 Mark Strafe vorladen lassen und bis zum 6. k. Mts. unfehlbar Verzeichnisse mit Be— scheinigung, daß Vorlage erfolgt oder Bericht, daß keine zu laden sind, an uns einsenden. Georg Marx von Nieder-Weisel, Moses Simon II. von Pohl-Göns, Heinrich Bingel von Rockenberg, Christian Weis II. von Stein— fürth, Carl Michael Zur Verhütung benachtheillgender Einwirkungen auf die Uferverhältnisse des Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 23. 78 der Kreisordnung Eon 12. Juni 1874 für die Gemarkungen Holzhausen und Rodheim v. d. H. Folgendes bestimmt: §. 1. Wer innerhalb der Ufergrenzen des Erlenbachs, fernung bis zu 15 Meter von denselben auf beiden Seiten des Erlenbachs, Sand,§. 4. Kies, Steine u. dgl. gewinnen, überhaupt Erdarbeiten, sofern sie nicht mit der regel⸗ mäßlgen Bebauung der Grundstücke im Zusammenhange stehen, oder Uferveränder— 8 ungen vornehmen will, bedarf hierzu vorheriger, schriftlich zu ertheilender Erlaubniß Erlenbachs wird unter J. 14710, mit Bezugnahme auf Art. der zuständigen Großh. Bürgermeisterel. §. 2. Arbeiten der im§. 1 genannten Art dürfen nur nach Maßgabe der Jost von Vilbel, Johann Adam Emmerich von Vilbel. Polizei⸗ Reglement. Juni 1884, zu Nr. M.§. 3. oder in einer Ent— bis zu 30 Mark bestraft. Dr. Braden. bel der Erlaubniß ertheilten näheren Vorschriften, in der speziell gestatteten Aus— dehnung und an der genau zu bezeichnenden Stelle vorgenommen werden. Die Uferanlieger muͤssen gestatten, daß Arbeiten, Bauten und Anlagen, welche im öffentlichen Interesse an oder auf ihrem Eigenthum zu dessen Schutze voll— zogen werden sollen, ausgeführt werden, vorbehältlich der nach Art. 13 des Gesetzes vom 18. Februar 1853 denselben zustehenden Befugnisse. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden mit Geldstrafe Gegenwärtiges Reglement tritt mit dem Tage seiner Verkündigung im Oberhessischen Anzeiger in Kraft. Friedberg den 26. Juni 1884. Großh. Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. An die Großherzoglichen Barg te des Kreises. Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, Halbjahr 1884 gegen die vorschrlftsmäßige Bescheinigung und Quittung Donnerstag den 10. Juli d. J. auszahlen wird. die Pfleggelder aus dem 1. Friedberg den 28. Juni 1884. zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Vogt, Für den Vorstand der Mathildenstiftung. Meyer. Deutsches Reich. Darmstadt, N. Juni. Zweite Kammer. Der Prä— sident verkündet den Einlauf einer Eingabe der Abgg. Geier, Möhn und Nacké, betr. die Einstellung der Ar— beiten am neuen Festungsabschluß am unteren Rheinthor in Mainz. Der erste Gegenstand der Tagesordnung be— trifft die weltere Reeommunieation der ersten Kammer bezüglich des Gesetzentwurfs, die Erbschafts- und Schenk— ungssteuer betr. Es bestehen noch zwei Dissense mit der ersten Kammer. Zu Art. 6 Pos. b und Art. 36 hat die erste Kammer nunmehr beschlossen, daß steuerfrei sein sollen„Vermächtnisse und Stiftungen, welche zu mild— thätigen Zwecken innerhalb des Deutschen Reichs Ver— wendung finden.“ Abg. Muhl, der Namens des Aus— schusses mündlich Bericht erstattet, erklärt, daß der Aus— schuß einverstanden sein könne, wenn mit dem Ausdruck der richtige Sinn verbunden werde. Um die nothwen— dige Interpretation in das Gesetz selbst zu legen, bean— tragt der Ausschuß die Annahme des Beschlusses der ersten Kammer mit folgendem Zusatz: Unter Vermächtnissen und Stiftungen zu wohlthätigen Zwecken sind solche zu ver— stehen, welche zum Vortheil von Bedürftigen direet ge— macht werden oder Anstalten zugewendet werden, die ihre Gaben Bedürftigen zukommen lassen. Die Berathung wurde für dringlich erklärt und der Ausschußantrag gegen 6 Stimmen angenommen. Die Kammer berketh sodann noch über einen Antrag des Abg. Wasserburg, der dahin geht: 1. die Regierung um eine Gesetzvorlage zu ersuchen, wonach bei allen hessischen Wahlen die Abstimmung nur in geschlossenen, von der Regierung gestempelten Cou— verts stattfinden solle; 2. die Regierung wolle auf ge— sandtschaftlichem Wege veranlassen, daß die gleiche Ve— stimmung durch die Reichsgesetzgebung für alle Wahlen im Reich getroffen werde. Abg. Muhl erstattet Namens des Ausschusses mündlich Bericht über diesen Antrag. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß dieser Antrag vorerst für erledigt erklärt werde, da die Erfahrungen, die man im Königreich Württemberg seiner Zeit mit den geschlos— senen Wahleouverts gemacht habe, dazu geführt hätten, diese Einrichtung dort wieder abzuschaffen. Die Gr. Re— gierung habe sich aus diesem 19 ablehnend gegen den Antrag Wasserburg verhalten. Der Ausschußantrag wurde gegen 5 Stimmen angenommen. Um 12 Uhr fand der Schluß des Landtags in Gegenwart der Mit— glieder der ersten und zweiten Kammer statt. Nachdem Ministerialseeretär Dr. Breidert den Landtagsabschled zur Verlesung gebracht hatte, erklärte Ministerialpräsident Finger den 24. Landtag Namens des Großherzogs für geschlossen. — Das Regierungsblatt Nr. 12 enthält den Landtags-Abschied vom 23. Juni 1884. Berlin, 27. Juni. Der Reichstag beschäftigte sich heute mit der dritten Berathung des Unfallversicherungs— gesetzes.§ 1 wird mit einer redaetionellen Aenderung angenommen, welche den ersten Theil einer Reihe von Amendements bildet, welche von eonservatlver, frei conservativer, ultramontaner, nationalliberaler Selte be antragt wurden.§ 2 wird mit dem Zusatz Maltzahn⸗ Gültz angenommen und die§§ 3 und 4 in der Fassung der zweiten Berathung.§ 5 Carenzzeit. Der Antrag Maltzahn-⸗Gültz will eine Erhöhung der Leistung für ver— unglückte Arbeiter im Vergleich zu den Beschlüssen der zweiten Lesung, der Antrag Barth gänzliche Beseitigung resp. wesentliche Verkürzung der Carenzzelt. Nach längerer Debatte, wobei Staatsseeretär v. Bötticher bittet, den§ 5 wie in der zweiten Berathung zu belassen und beide Anträge abzulehnen, wird§ 5 mit den Anträgen Maltzahn Gültz angenommen. Die§8§ 6 bis 17 werden genehmigt, desgleichen§ 18 mit dem Zusatz Maltzahn— Guͤltz, wonach mit der Capitalisirung der Zinsen des Reservefonds erst nach Ablauf von elf Jahren begonnen werden soll, wenn ein gewisser Beharrungszustand ein— getreten ist. Nachdem die Berathung bis§ 18 gediehen, beantragt Windthorst Vertagung, was jedoch ab gelehnt wird, worauf das Gesetz bis zum Schlusse ge— nehmigt wird.— 28. Juni Der internattonale Vertrag wegen des Schutzes der unterseeischen Telegraphenkabel wurde in erster und zweiter Berathung angenommen, nachdem Staatsseeretär Stephan darauf hingewiesen, daß die deutscherseits gegebenen Anregungen und Vor— schläge fast überall angenommen worden seien, wie er gern und mit Genugthuung eonstatire. Es folgt darauf die dritte Berathung des Militärrelietengesetzes. Nach kurzer Generaldebatte tritt das Haus in die Special berathung ein. Nachdem das Relietengesetz im Einzelnen angenommen war(die Gesammtabstimmung bleibt noch ausgesetzt), tritt das Haus in die dritte Berathung des Aetiengesetzes. In der Specialdebatte wird eine große Reihe Artikel fast durchweg ohne Debatte in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Bei der Berathung des Artikels 249 d(der Gefängnißstrafe festsetzt für den, wer in öffentlichen Bekanntmachungen falsche Thatsachen vorspiegelt) befürwortet Reichensperger(Olpe) im Interesse der Zeltungsredaeteure den Antrag, der nur die wissentliche Verbreitung von solch falschen Bekannt— machungen strafbar lassen will. Windthorst befür— wortet eine Abänderung dahin, daß die Verantwortlich— keit des Redaeteurs für dergleichen Bekanntmachungen wegfallen soll, wenn sie im Inseratenthetile stehen und die Unterschrift einer Person tragen, welche sich im Bereich der deutschen Jurisdietion befindet.§ 249 d wird mit den beiden Anträgen Reichensperger und Windthorst an— genommen. Der Rest des Aetiengesetzes wird nach den Beschlüssen der zweiten Lesung erledigt. Der Nachtrags— etat wird ohne Debatte in dritter Lesung angenommen, ebenso die Literareonvention mit Italien, die Convention mit Siam, der Vertrag mit Korea. In der definitiven Gesammtabstimmung wird nunmehr noch das Relleten— gesetz und das Aetiengesetz angenommen. Auf die Inter⸗ pellation, betreffend Cholera, erwiedert Staatsseeretär v. Bötticher: Es liege noch keine positiv sichere Er— klärung über die Natur der Krankheit vor. Dieselbe solle jedoch sporadisch, ohne besondere Ansteckungsgefahr, sein. Die sorgfältigsten Ermittelungen dauern fort. Hier habe die Choleracommission mit Pettenkofer und Koch heute ihre Arbeiten begonnen. Man hoffe mit dem Revi— sionssystem ohne Grenzsperre durchzukommen. Nachdem Moltke dem Präsidenten den Dank des Hauses ausge— sprochen, erklärt v. Bötticher die Session für ge— schlossen. Die Sitzung schließt mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser. Kiel, 28. Juni. Die Prinzen Wilhelm und Heinrich trafen heute hier ein und schifften sich sofort auf der„Hansa“ ein, welche sodann in See ging. Ausland. Schweiz. Bern, 27. Juni. Der National- rath lehnte den Antrag Joos auf definktive Kündigung der lateinischen Münzconvention ab. — Der Bundesrath hat die verschiedenen Staatsregierungen zur Betheiligung an der am 9. Juli abzuhaltenden diplomatischen Conferenz zur Feststellung allgemeiner Grundsätze für die in— ternationale Convention zum Schutze des literar— ischen und künstlerischen Urheberrechts eingeladen. — 28. Juni. Der Nationalrath, der Bundesrath und der Ständerath haben die dies— malige Session und die dreijährige Legislatur— periode heute geschlossen. Norwegen. Christiania, 28. Juni. Die Wahl des neuen Storthings-Präsidenten, auf welche die all gemeinste Aufmerksamkeit gerichtet; war, ist auf den Odelsthings-Präsidenten Nielsen gefallen. Die conservativen Blätter erklären dem neuen Ministerium offen den Krieg, die der Linken jubeln. Frankreich. Paris, 28. Juni. Der Marincminister befahl, in Toulon zwei Truppen— transportschiffe auszurüsten, um dieselben im Nothfalle nach China zu senden. Großbritannien. London, 28. Juni. Die Conferenz trat heute hier im Auswärtigen Amt zusammen. Die Vertreter mit ihren finanziellen Beiräthen waren auwesend und wurden von Granville empfangen. Spanien. Madrid, 28. Juni. Heute früh wurden in Gerona zwei Officiere, welche sich an Zorillaistischen Umtrieben betheiligt hatten, erschossen. Italien. Rom, 28. Juni. Die Deputirten— kammer genehmigte die Verlängerung des Staats— betriebs der Oberitalienischen und Römischen Eisenbahnen bis zum Schlusse dieses Jahres. Numänien. Bukarest, 27. Juni. Das heute hier circulirende Gerücht, das Ministerium habe seine Entlassung eingereicht, wird als bisher durchaus unbegründet bezeichnet. Serbien. Nisch, 27. Juni. Die Skupsch⸗ tina genehmigte mit Acclamation das Gesetz betreffs des außerordentlichen Belagerungs— zustandes anläßlich der revolutionären Be— wegung im vorigen Jahre. iu. Die Skupschtina nahm mit allen gegen zwei Stimmen das Budget pro 1884/85 an. Nachmittags wurde sodann die Skupschtina durch den König geschlossen. Rußland. Kronstadt, 28. Juni. Heute ist die kaiserliche Pacht„Zarewna“ mit dem Kaiser und der Kaiserin an Bord, begleitet von zwei anderen kaiserlichen Bachten aus Peterhof längs Kronstadt in See gegangen. Der Zweck der Reise der beiden Majestäten, welche die Herzogin von Edinburg begleitet, ist die Be⸗ sichtigung der finischen Scheeren. Egypten. Kairo, 26. Juni. Der Fall Berbers ist amtlich bestätigt. Die Garnison wurde am 26. Mai Morgens überrumpelt und hat sich nach hartem Kampfe ergeben, worauf ein Massacre folgte. Nur Wenige ent— kamen. Frauen und Kinder wurden geschont. — Amtlichen Telegrammen aus Wady Halfa zufolge soll ein Beduine, der früher Lieutenant in der Armee Hicks Paschas war, berichtet haben, daß der Mahdi einen Angriff gegen Khartum unternahm, der indeß mit starkem Verlust für die Rebellen zurückgeschlagen wurde. Wann der Angriff erfolgte, ist nicht bekannt; auch fehlen weitere Einzelnheiten darüber. Aus Stadt und Land. r. Friedberg. Die General-Versammlung der Pfennig-Sparkasse wurde am 24. Juni abgehalten. Zu nächst berichtete das Vorstandsmitglied des Vorschuß Vereins E. Ermus über das Ergebniß der Rechnung des letzten Jahres und über die in den letzten zwei Monaten erfolgte Aufloͤsung der Kasse in ihrer seltherigen Einrichtung. Der Kasse-Vestand belief sich am 1. Juni 1883 auf. 96 Pf. Die in 1883/84 erfolgten Ein 28722 M. lagen betrugen 170875 An Zinsen wurden zugeschrieben 1039 25 Demnach betrug die gesammte Einnahme. 47400 M. 6 Pf. Zurückbezahlt wurden mit Zinsen 46706„ 8 Demnach bleibt Rest. 693 M. 58 Pf. wovon bei der Sparkasse des Vorschußvereins auf Einzel— Namen als Pfennig Spar kasse-Restanten angelegt sind 158 1 57 Demnach bleibt Reste. 537 M. 1 Pf. Der Reservefonds besteht am 30. Juni d. J. nach Ab zug der Drucke und der Herstellungskosten der Spar marken aus 473 M. 27 Pf. Zur Prüfung der vor gelegten Rechnung nebst Urkunden wurden Seminarlehrer Wahl und Instrumentenmacher Glück bestimmt. Nach Erledigung der Berichterstattung, aus welcher sich auf's Neue ergab, wie der Vorstand des Vorschuß-Vereins mit äußerster Pünktlichkeit die Geschäfte der Hauptsammel stelle seither besorgt hatte, wurde die in dem Ober⸗ hessischen Anzeiger schon beleuchtete neue Einrichtung mit Sparkarten und Sparmarken nochmals besprochen und beschlossen, daß sie vom 1. Juli an in's Leben treten soll. Als Verkaufsstellen wurden die früheren Sammel- stellen: C. VBindernagel, Bernbeck, Oppenheim und Flaschenträger, welche sich zur Uebernahme dieser Ver— pflichtung bereit erklärt hatten, angenommen. Zugleich wurde festgesetzt, daß weitere Verkaufsstellen der Marken nur nach vorausgegangener Verständigung mit Ausschuß des Vorschuß-Vereins errichtet werden können, damit nicht durch Vermehrung der Conti zu einer neuen Ueberbürdung des genannten Vereins Veranlassung ge— geben werde. Ferner hat die Versammlung einen von Kaufmann J. Dörr ausgearbeiten Statuten-Entwurf der Pfennig-Sparkasse berathen und mit kleinen Ab änderungen angenommen. Nach den Statuten, welche gedruckt zur Vertheilung kommen, wird die Kasse von einem Curatorium geleitet, das jährlich von der General- Versammlung gewählt wird, die aus sämmtlichen Mit gliedern der Kasse besteht. Mitglied der Kasse kann jeder unbescholtene Einwohner der Stadt Friedberg werden, welcher in dem Reservefonds, aus dem die Her⸗ stellungskosten der Karten und Marken bezahlt werden, einen einmaligen Beitrag von 50 Pf. zahlt. Anmeld— ungen zur Mitgliedschaft nehmen der Vorschuß-Verein, die Verkaufsstellen der Marken und die Mitglieder des Curatorlums entgegen. Zum Schluß wurden die seit⸗ herigen Mitglieder des Curatoriums: Kreisrath Dr. Braden, Lederhändler H. Bechstein, Kaufmann Bernbeck, Pfarrer Meyer und Seminarlehrer Wahl wieder gewählt und Pfarrer Meyer der Vorsitz in demselben übertragen. U. Friedberg. Wie unseren Lesern bereits früher mitgetheilt, sind seit dem 20. Mal d. J. auf sämmtlichen Bahnen des Vereins deutsch österreichischer Eisenbahnen kombinirbare Nundreisebillets zur Einführung gelangt, durch welche jedem Retsenden die Möglichkeit gegeben ist, sich selbst ein Rundtourbillet nach Maßgabe des bei jeder Billet⸗Expedition vorhandenen und für 25 Pfennig käuf⸗ lichen General-Verzeichnisses der Coupons für combinir bare Rundreisebillets nebst zugehöriger Uebersichtskarte zusammenzustellen. Als Central-Ausgabestelle für die aufgelegten Conpons ist für den Bezirk der Königlichen Eisenbahn-Direction zu Hannover die Verkehrs-Controle J. daselbst bezeichnet und erfolgt auch von dieser die Zu— sammenstellung der gewünschten Coupons, was indessen keineswegs ausschließt, daß zur Behändigung des Billets die Billetexpeditionen mitzuwirken haben. Wiederholt ist es nun vorgekommen, daß Bestellungen auf kombinirte Rundreisebillets, welche nicht bei den Billet Expeditionen, sondern direet bei der Central-Ausgabestelle gemacht worden waren, nicht rechtzeitig ausgeführt werden konnten, da einerseits durch nicht genaue Befolgung der dem General Verzeichniß vorgedruckten Bestimmungen oder auch in Folge unrichtiger Auswahl der Coupons häufig Rück fragen veranlaßt wurden, deren endgültige Erledigung mehrere Tage in Anspruch nahm. Wir glauben deshalb unsere Leser gerade jetzt bei dem bevorstehenden Beginn der Schul- und Gerichtsferien, wo die Nachfrage nach kombinirbaren Rundretsebillets voraussichtlich eine ge steigerte sein wird, darauf aufmerksam machen zu müssen, daß Bestellungen auf die erwähnten Billets nur dann die gewünschte pünktliche Erledigung finden können, wean solche bei den Billet Expeditionen unter Benutzung eines Bestellschein-Formulars, welches Seitens derselben un entgeltlich verabfolgt wird, rechtzeitig gemacht werden, da die Beamten der Billet Expedittonen angewiesen sind, dem Publikum bei der Zusammensetzung der beabsichtigten Rundreisen sachverständige Auskunft und Rath zu er⸗ theilen. Eine directe Bestellung bei der oben genannten Centralausgabestelle oder gar bei der Königlichen Eisen bahndirection bietet nicht die geringsten Vortheile. Nicht minder ist aber auch erforderlich, daß die Bestellungen so früh als tbunlich, mindestens 2 volle Tage vorher gemacht werden, da nicht nur die für die Zusammen setzung der Billets erforderliche, sondern auch die für die Hinsendung der Bestellung und die Uebersendung der Billets nöthige Zeit und zwar nach Maßgabe der Zug verbindungen mit Hannover und der Büreaustunden der Eisenbahndienststellen in Betracht zu nehmen ist. 5. Dortelweil. In unserer Gemeinde Zusammenlegung der Grundstücke stattfinden. Unbegreif— licher Weise sind trotz der offenbaren Vortheile, die die Gemeinde und die Grundbesitzer davon haben, einige der Letzteren gegen das Projekt. Diesen Leuten möchten wir Folgendes erzählen:„Auf der Dienstreise, welche kürzlich der preußische Staatsminister Lucius durch den Regierungsbezirk Kassel machte, um die Ausführung der in jenem Landestbeil noch neuen Zusammenlegungen und großen Forstablösungen zu controltren, ereignete sich folgende bezeichnende Episode. Der Minister besuchte die Gemarkung der im Kreis Hanau gelegenen Gemeinde Ostbeim, welche vor 4 Jahren die Durchfübrung der beschlossenen Consolidation in tumultuarischer Weise zu verhindern suchte. Da die gesetzlichen Voraussetzungen zur zwangsweisen Durchführung des Zusammenlegungs verfahrens vorlagen und über den wirthschaftlichen großen Nutzen kein Zweifel obwalten konnte, ordnete der Minister, trotz stürmischer Gegenpetitionen, die Durchführung an. Die Gemarkung, 880 Hectar groß, welche in 9400 Par— zellen zersplittert war, ist seitdem vollständig consolidirt und den 597 Grundbesitzern in 1160 neuen Plänen, welche durch bequem gelegte Wege zugänglich gemacht und durch zweckmäßiges Grabennetz entwässert sind, zu⸗ gewiesen worden. An der Flurgrenze wurde der Minister von fast der gesammten männlichen Einwohnerschaft empfangen und der Führer der Deputation, welcher ihm vor 4 Jahren in Berlin die Gegenpetition äberreicht hatte, trat hervor und dankte, daß die Consolidation soll eine dem gegen ihren Willen durchgeführt sei. Sie bätten die Sache damals nicht verstanden, jetzt sähen sie die Vor⸗ theile des Verfahrens ein, welches den Werth ihrer Grundstücke in vielen Fällen verdreifacht habe“. Aehn⸗ liche erfreuliche Wahrnehmungen wurden in zahlreichen anderen Fluren gemacht. Allerlei. Hameln, 28. Juni. Heute Nachmittag begann hier, begünstigt vom schönsten Wetter, das Rattenfängerfest mit dem Zuge der Austreibung der Ratten. Derselbe wurde durch ein Musikeorps in der Tracht des 13. Jahrhun⸗ derts eröffnet; dem Musikcorps folgte der Rattenfänger Singulf, welchem sich über 400 Kinder in Rattencostüm anschlossen. Dem Volksfest auf dem Felsenkeller wohnten gegen 6000 Personen bei. Die Feier in der elektrisch erleuchteten, prachtvoll decorirten Festhalle wurde durch einen Prolog eröffnet, auf welchen nach der Wolf'schen Dichtung gestellte lebende Vilder folgten. Breslau, 27. Juni. Sämmiliche in der Grube Deutschland verschütteten Bergleute wurden gerettet. Thorn, 27. Juni. Der Weichseldamm bei Altau ist gestern Abend durchbrochen. Heute früh reichte die Ueberschwemmung bis Schmolln. Die linke Niederung ist vollständig unter Wasser. Der Schaden ist sehr erheblich. Die Gefahr für den Damm bei Czarnowo wurde durch Militär beseitigt. Der Wasserstand war hier gestern 6.40, heute 5.70. Das Wasser fällt weiter. Toulon, 29. Juni. Seit dem 27. Mittags sind hier 14 Choleratodesfälle vorgekommen. Heute sind in Marseille 6 Fälle von Choleraerkrankungen vorgekommen. Gerichtssaal. Butzbach, 28. Juni. In der am 20. Juni statt⸗ gefundenen Schöffengerichtssitzung kamen folgende Sachen zur Verhandlung und Aburtheilung: 1. Konrad Streck— fuß von Hoch-Weisel und Konrad Jung von Münster erhielten wegen Körperletzung jeder eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen und die Kosten, unter Hastverbindlichkeit als Gesammtschuldner für die dem Staate erwachsenen baaren Auslagen; 2. Konrad Möckel VII. von Ziegen— berg erhielt wegen Betrugs eine Gefängnißstrase von 3 Tagen und die Kosten; 3. Philipp Weiß von Bönstadt erhielt wegen Diebstahls eine Gefängnißstrafe von 5 Wochen und wegen Bettelns eine Haftstrafe von 14 Tagen, auch wurde die Ueberweisung an die Landespolizeibehoͤrde aus⸗ gesprochen; 4. Heinrich Christian Martin Noll von Fried⸗ berg wurde wegen Bettelns in eine Haftstrafe von 8 Tagen verurtheilt, auch die Ueberweisung an die Lan⸗ despolizelbehörde ausgesprochen; 5. der Kirchendiener Anton Fett von Langenhain wurde wegen Jagdvergehens und wegen strafbaren Elgennutzes in eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und in die Kosten des Verfahrens ver⸗ urthellt; 6. die Strafsache gegen Karl Hartmann von Butzbach, wegen Diebstahls, kam, da der Angeklagte un⸗ entschuldigt ausblieb, nicht zur Verhandlung, die Vor— führung desselben wurde angeordnet und Vorführungs— befehl gegen ihn erlassen; 7. die Strafsache gegen Isaac Strauß von Hoch-Weisel, wegen Uebertretung des 8. 367 pos. 11 des R. Str. G., fand dadurch ihre Erledigung, daß der Angeklagte seinen Einspruch gegen den gegen ihn erlassenen Strafbefehl zurückzog. Altenstadt In der Donnerstag den 3. Juli dahier stattfindenden Schöffengerichtssitzung kommen folgende Sachen zur Verhandlung: 1) Privatklagesache des Johs. Konrad Rau von Altenstadt gegen Konrad Schildger von da, wegen Beleidigung; 2) Strafsache gegen Phll. Heinrich Clarius von Höchst a. d. N., wegen Jagdpollzei⸗ übertretung; 3) Strafsache gegen Johannes Rosenberger Ehefrau von Lindheim, wegen Ruhestörung. Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 1. Juli: Wiedereröffnung der Opernsaison. Don Juan.(Im Abonnement.) Mittwoch den 2. Jul': Abschiedsvorstellung der Münchener. Im Austragstüberl.(Außer Abonnement.) Donnerstag den 3. Juli: Tell.(Oper im Abonnement.) Freitag den 4. Juli: Boccaccio.(Außer Abonnement.) Samstag den 5. Jull: Margarethe. Margarethe: Fräul. Nicolal.(Im Abonnement.) Sonntag den 6. Juli: Lakme.(Im Abonnement.) Literarisches. Bei gegenwärtiger Saison wollen wir nicht unter- lassen, unsere Leser aufmerksam zu machen auf das im Verlag von W. Langgutb in Eßlingen erschlenene Schrlft⸗ chen„Der praktische Obstbaumzüchter“, herausgegeben von L. Müller, Lebrer und Pomolog. Gründliche An leitung zur Pflege und Zucht der verschtedenen Obstsorten. reis 25 Pf. Der Verfasser legt in dieser Broschüre seine reichhaltigen Erfahrungen nieder, unter steter Beobacht⸗ ung der neuesten für die Cultur der Obstbäume wichtigen, von Fachmännern als praktisch anerkannten Resultate. Torilde von Tornau. (Forts.)— Aus den Lagunen Venedigs. Zeichnung von G. Jank.—„Behüt dich Gott! es wär zu schön gewesen“! Gemälde von M. Röbbecke.— Die Schuppen flechte, die verbreitetste Haarkrankheit. Von Dr. F. E Clasen.— Ein Stück deutscher Kunst: Goldene Henne mit sieben Küchlein.— Das Ende von Lincoln's Mörder. Von H. v. Egger.— Fahrendes Volk in klassischer Zeit. Von H. Göll.— Bilder: Verblüfft! Von J. Schurig; und der Trappist. Von D. Boissieu.— Zeichen der Zeit. — Wie weit Menschen sehen können.— Rechtsrath.— In unserer Spielecke.— Mit zwei illustr. Beilagen. Daheim. Nr. 39 enthält. i abe — zann hier, gerfest mit bbe wurde Jahrhun⸗ ltenfänger kteneostüm r wohnten elektrisch irde durch Volsschen der Grube rettet. bei Altau relchte die Mederung N st sehr Czarnowo stand war allt weiter. ittags sind ute sind in rgekommen. —— Juni statt⸗ nde Sachen rad Streck⸗ n Münster ingnlßsttafe bindlichkeit erwachsenen von Ziegen⸗ spstrase von on Bönstadt on 5 Wochen Tagen, auch ehoͤrde aus⸗ von Fried, ftstrafe von an die Lan Airchendtenet agdvergehens fängnißstraft fahrens ver— artmann von, ngeklagte un 9, dle Vor, orführungs⸗ gegen Jsaae j des 9.307 Eiledigung, en gegen ihn g Nosenberzt — Frankfurt. 1 Obensases er Wünchent. Handel und Verkehr. Friedberg, 28. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 0.90, Eier 1 Stück 6 Pf. Homburg, 28. Juni. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4— 4.50, per Gescheid 8—9 Pf. Eier per Stück 5, 6 und 7 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 1 00. Gießen, 28. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80- 0.95, Eier 1 Stück 5 6 Pf., Käse per Stück 4—9 Pf., Tauben per Paar M. 0.80 bis M. 1.00, Hühner ver Stück M. 1.00— 1.50, Hahnen per Stück M. 0.75— 1.20, Enten per Stück M. 1.70— 2.20, Gänse per Stück M. 3.50—4, Welsche M. 0—0, Ochsenfleisch per Pfd. 66—70 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56-60 Pf., Kalbfleisch 46— 50 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammelfleisch 64— 70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5—5.50, Zwiebeln per Ctr. M. 15., Kirschen per Pfund 25 Pf. Frankfurt, 28. Juni. Wochenmarkt. Kirschen je nach Qual. M. 16—24., Heidelbeeren M. 15., Stachel⸗ beeren M. 18., Johannisbeeren M. 20., Aprikosen M. 70 bis 80, Pfirsische M. 100. Alles per Ctr. Erdbeeren 35— 50 Pf. Birnen sind gleichfalls in verschiedenen Sorten schon am Markt. Alte Kartoffeln per Malter (200 Pfund) M. 5., per Gescheid 9— 12 Pf., neue Italiener per Pfund 12— 15 Pf., Sachsenhäuser rothe 10 Pf., in größerem Quantum 7 Pf., Rheinische gelbe 42 Pf.— Eier per Hundert M. 4.50 5.50. Brodpreise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 29. Junt 1884. Geber. Nehmer. M. Pf.. Pf. 20 ⸗Frankenstü cke. 16. e do. mM 6. 1 20 Englische Sovereings 20 38 20. 34 Russische Imperiale 16 76 16 71 2 65 9. 60 ail mare 963 9 8 r 211 4. 17 Volksbad. Wasserwärme am 30. Juni Mittags 160 Reaumur. Walter. Bekanntmachung. Die om 10. Juni l. J. auf der fiscalischen Mautzen⸗ wiese in der Gemarkung Ober-Mörlen abgehaltene Heugras-Verstelgerung ist nicht genehmigt. Ober Rosbach am 28. Juni 1884. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. P—— 3 rasversteigerung. Donnerstag den 3. Juli l. J. wird von Morgens 8 Uhr an die diesjährige Gras⸗Erndte von der fisca— lischen Mautzenwiese in der Gemarkung Ober-Mörlen öffentlich meistbietend versteigert. Ober⸗Rosbach am 28. Juni 1884. Großherzogliche Oberförsteret Ober Rosbach. Strack. 1 5 Holzversteigerung. In den Freih. von Franckenstein'schen Waldungen werden versteigert: 1) Montag den 7. Jui J., Distrikt Kuppe: 8 Raummeter Eichen-Schälknüppel, 11 7 Eichen⸗Spähne, 15350 Stück Eichen⸗Schälwellen, „„ Baumstützen. 2) Dienstag den 8. Juli l. 8 Distrikt Dicker Busch: 34 Raummeter Eichen-Schälknüppel 19375 Stück Eichen⸗Schälwellen. 3) Mittwoch den 9. Juli l. J. Distrikt Mörler-Unter und Eichelgarten: 113 Raummeter Eichen-Schälknüppel, 9875 Stück Eichen ⸗-Schälwellen, 5 Raummeter Eichen⸗Spähne. Zusammenkunft am ersten Tag auf dem Hübnerweg im Distrikt Kuppe, am zweiten Tag auf der Marien⸗ schneise im Distrikt Dicker Busch, am dritten Tag am ehemaligen Schießplatz im Distrikt Mörler-Unter, jedes mal Vormittags 9 Uhr. Ockstadt den 28. Juni 1884. Der Frh. v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Ein Wagen steht zu verkaufen bei Martin König III. 2500 . 0 2495 (Obligationen) a] pari. ohne Kosten gegen neue Stücke umgetauscht werden. Stiftungs-Kapitalien zugelassen. (F. à 103/¼.) 2315 stattfindenden Ausloosungen werden die betreffenden Inhaber benachrichtigt. Bei letzteren(4% igen Obligationen), rückzahlbar innerhalb 10 Jahren, steht dem Inhaber einmonatliches Kündigungsrecht zu. Großherzoglich Hessischen Ministeriums des Innern d. d. Der Bezug der Hypotheken-Antheilscheine kann erfolgen direet bei der land⸗ wirthschaftlichen Creditbank in Frankfurt a. M. oder durch Vermittelung der Herren Carl Glock, Rechner, in Schotten, Chr. Jost jun., Kaufmann, in Nidda, A. Kaufmann, Bankier, in Gießen, H. Pfannmüller, Kaufmann, in Lauterbach, Joh. Schäfer, Stadtrechner, in Grünberg, Schmid, Bürgermeister, in Reichelsheim i. d. W., Gustav Vogt, Kaufmann, in Butzbach, W. Wolfschmidt, Rechner, in Schotten. Hppothetken-Antheilscheine der landw. Creditbank in Frankfurt a. M. Ausgegeben auf Grund erworbener Hypotheken und Kaufchillinge, 4½2% Hypotheken-Antheilscheine(Obli⸗ gationen) zum Tagescours der Frankfurter Vörse(gegenwärtiger Cours 101¼80/), 4% Hypotheken⸗Antheilscheine Erstere(4½% ige Obligationen) rückzahlbar innerhalb 49 Jahren. Von den jährlich Ausgelooste Obligattonen können Die Obligationen sind laut Reseript des 31. Juli 1873 zur Anlage von Gemeinden⸗-, Kirchen⸗ und Holzversteigerung. Montag den 7. Juli l. J., von Morgens 9 Uhr an, werden in dem Domanialwald-Distrikt Burgwald, Schlag XVII: 97 Raummeter Schäleichen-Knüppelholz, 11900 Schäleichen-Wellen, 26 Raummeter Spähne und 115 Stück Schäleichen-Baumstützen versteigert. Ober⸗Rosbach am 28. Juni 1884. Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach. Strack. Hofraithe-Versteigerung. 2481 Freitag den 4. Juli, Vormittags 11 Uhr, soll uaf freiwilligen Antrag der Philipp Wil helm Sieck's Erben die denselben zustehende Hofraithe Flur J. Nr. 214= 1308,10 Klafter haltend, bestehend aus einem Zstöckigen Wohnhaus, Scheuer, Stallungen, Lagerhaus ꝛc. Flur 1. Nr. 213= 478/10 Klafter, nebst daranstoßenden Gärten Flur J. Nr. 221= 281¼10 Klafter öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß die Hofraithe sowohl durch ihre ausgezeichnete Lage auf der Kaiserstraße, wie auch durch ihre bedeutenden Räumlichkeiten und Hintergebäude sich zu jedem öffentlichen Geschäftsbetrieb eignet und die Zahlungs bedingungen Seitens der Erben günstig ge⸗ stellt werden. Friedberg den 27. Juni 1884. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. Arbeits-Vergebung. Freitag den 4. Juli, Nachmittags um 3¼ Uhr, 2508 sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Material- lieferungen auf dem Rathhause zu Staden öffentlich vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 40— Zimmerarbeit 12 5 Dachdeckerarbeit 309— Weißbinderarbeit 48— Lieferung von Russensteinen 47— 5„ Sand 12— 5„ Kalk 2— 5„ Cement 12— Lieferung einer Schornsteindeckplatte 7 Friedberg den 30. Juni 1884. Zörb II., 2499 Bezirks bauaufseher. ö Directe Post⸗Dampfschiffahrt Hamburg-Amerika Nach New-Vork jeden Mittwoch u. Sonntag mit Deutschen Dampfschiffen der Hallburg-Amerikauischen Dab keffabrt-Aoteu-Gcsellschall August Bolten, Hamburg. Auskunft u. Ueberfahrts⸗Verträge bei: F. J. Bothof, Generalagent, Mainz, oder C. F. Sehleuningz in Friedberg. 368 Gummi- Waaren- Bazar, . Pisse- Röchte. Hemden, weiß und farbig, für jedes Alter und in jeder Größe empfiehlt 2469 in Ober-Mörlen. 2333 G. F. Aletter. Mineralbrunnen. Zum sofortigen Eintritt wird ein Maschinist gesucht, der sämmtliche vorkommende Reparaturen an Maschinen ꝛc. ꝛc. zu machen im Stande sein muß. Bevorzugt wird ein solcher, welcher schon längere Zeit an Mineral- brunnen gearbeitet hat und sich durch beste Referenzen aus weisen kann. Schwalheimer Mineralbrunnen bei Friedberg. 2472 M. Schimmelbusch. Ein kleines Logis in der Vorstadt ist an eine stille Familie zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Anz. 2447 Kellerverpachtung. Zwei unter dem Hause des Mathildenstifts dahier befindliche Keller sind vom 1. Juli d. J. ab ander⸗ weit zu verpachten. Stiftsrechner Sehrt ertheilt nähere Auskunft. 2300 Universal-Reinigungs⸗ Salz. Original-Packete zu 25, 50 und 90 Pf. J. A. Windecker, Friedberg. 5 0 1615 f Ein tüchtiger Oberknecht, der über seine Leistungsfähigkeit gute Zeugnisse vorlegen kann, wird auf ein Gut in der Nähe von Frankfurt gesucht. Offerten unter B. 2625 an Rudolf Mosse, Frank- furt a. M.(F. à 262/6. 5 Arbeitshemden eat billigst bet K. Friedrich neben der Post Nr. 77. 2505 Ich warne hiermit Jedermann meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich für Nichts hafte. Werezem Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Tode, sowie bei der Beerdigung unserer geliebten Tochter Anna Morell sagen wir hiermit unsern aufrichtigsten Dank. Friedberg den 30. Juni 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. 2494 Allen Freunden, Bekannten und Verwandten von Nah und Fern, welche unseren innigstgeltebten und un⸗ vergeßlichen Sohn und Bruder Ludwig Fourier zu seiner letzten Ruhestätte geleitet und durch die überaus reichliche Blumenspende ihre Theilnahme an unserem schweren Verluste bewiesen haben, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Södel am 28. Juni 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. 5 Danksagung. 5 Für die uns bei unserem geliebten, unvergeßlichen Gatten, Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Jacob Stetzer erwiesene liebevolle Theilnahme bei dessen langer Krank⸗ heit und bei dessen Beerdigung sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank, besonders den belden Vereinen Krieger⸗ und Gesangverein, welche ihn noch besonders durch Gesang und Ehrensalven beehrten. Ober⸗Ros bach. Die trauernden Hinterbliebenen. Vorschuß⸗ u. Creditverein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Vom 1. Juli ab bis auf Weiteres ist unsere Kasse, wegen Abschluß der laufenden Rechnungen, nur des Vor— mittags von 9 bis 12 Uhr offen. i Am 3. Juli bleibt dieselbe wegen Verhinderung des Vorstandes auch des Vormittags geschlossen. — Volksbad.— Mit dem 1. Juli d. J. ist das Volksbad in den alleinigen Besitz des Herrn Carl Walter übergegangen. 25 Von der Kapttalschuld, einschließlich Zinsen bis heute, Auslagen für Reparaturen im Frühjahre u. dgl., im Ganzen M. 6384.05, haben übernommen 2496 Carl Walter Kaufsumme M. 2000.—, een ee eee, ee Gustav Schwarz/„„ 4384.05„ 1461.35, Carl Trapp„ii ee e M. 6384.05. Etwaige rückständige Forderungen sind bis längstens Gust. Schwarz einzureichen. Gustav Schwarz. Carl Trapp. Carl Walter. Spar⸗ und Leihkasse Groß⸗Karben. (Eingetragene Genassenschaft.) Bilanz pra Rechnungs- Jahr 1883. N 3. Juli bei Herrn Pfennigsparkasse Friedberg. Am 1. Juli l. J. tritt die neue Sparmarken-Ein⸗ richtung in's Leben und werden von diesem Tage ab Sparmarken von 10 bis 30 Pf. per Woche von den Verkaufsstellen Carl Bindernagel, Wilhelm Bernbeck, . Eduard Opppenheimer, 4. Heinr. Flaschenträger an Sparer abgegeben. Alles Nähere ist bei den ge— nannten Verkaufsstellen zu erfabren. Friedberg den 27. Juni 1884. 1 Für das Curatorium: Pfarrer Meyer. 9 2488 Allgemeiner Taubstummen- Verein. Samstag den 5. Juli, Abends 8 Uhr, Hauptversamm— lung(§. 3 der Statuten) im Vereinslokal(Restauration Ulrich). Tagesordnung: 1) Vortrag. 2) Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 1* Casino. Felsenkellerabend Mittwoch den 4. Juli, 7 Uhr Abends beginnend, auf Windecker's Felsenkeller. 2509 5 1 l Der Vorstand. Lukalgewerbuerein Kriedherg. Die Bibliothek und Mustersammlung des Lokal— gewerbvereins sind außer Sonntags nunmehr auch jeden Mittwoch, von 8 bis 12 Uhr Vormittags, den Mit gliedern des Vereins geöffnet. Das Ausleihen der Bücher und Zeitschriften findet nach der im Lokale aufgehängten Bibliothekordnung statt. Die Benutzung des offenen Zeichensaals, Mittwochs 2487 von 8 bis 12 Uhr, wird wiederholt allen Gewerb —— ktreibenden angelegentlichst empfohlen. 1 0 Friedberg den 20. Juni 1884. A. Aetliva. M. Pf. B. Passiv. M. Pf. 2416 Der Vorstand des Lokalgewerbvereins. Volksbad 1. Kassenbestand 2,193 90 1. Außerordentliche Einlagen. 54,733 74 Vo 0 5 2. Darlehen-Conto.. 27,500 65 2. Ordentliche Einlagen„419899 84 Abonnement vom 1. Juli ab: 3. Kaufschilling-Conton. 12,408 63] 3. Reservefonds der vorm. Spar- und Für Familie 8 9 M.— Pf., 4. Hypotheken-Conto 5825 33,889 52 Leihkasse. CC 15200—„ Zellenbäder„„ 5. Cession von Bär& Mengel 59172 4. Reservefonds der Spar- und Leih— 65„ Zellenbäder an Kinder von 10-14 6. Cession auf Güterpacht.. 558— kasse(E. G.) 3 1723665 Jahren. 5 2 7. Mobilien(Kassenschrank ꝛc.) 285 60] 5. Reingewinn in 1883. 467 46, Kinderzellenbäder 155 8. Vorlagen V 109 17—„ Bassin.„„„„ S 77 557 Summa 477,537 19„ Schwimm Unterricht pro Stunde.— 1 5. a 7 Die bis 1. Juli abonnirt gewesenen Leute erhalten Mitgliederzahl am 31. Dezember 1883= 111. 4 1 über noch zu leistenden Betrag an der Kasse Bescheid. Für den Vorstand: 2501 C. Walter Müller, 5— 2490 Direktor. Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft von 1836. Siebenundvierzigster Nechenschafts⸗Bericht. Im Jahre 1883, dem 47. Gesch äftsjahre der Gesellschaft, wurden abgeschlossen 2085 Versicherungen mit 111 M. 9,182,100 Kapital und 1 24,905 Rente. Gesammte Jahres-Einnahme pro 1883 5,338,041. 7 —.— ˙•—“1. 0„997,379 Kapital. Geschäftsstand Ende 1883 Versicherungsbestand 22,533 Personen mit, 960528 Nadel und„ 170,539 Rente. Gesammt- Garantiefonds VV 5 32,661,483. Unvertheilte Ueberschüsse der letzten 5 Jahre VIbisn 3,895,770. Auf die Prämie pro 1884 erhalten die Berechtigten 32% Dividende. Die Dividende„ 18s beträgt voraussichtlich 32% der 1880 gez. Prämien. 5 1886 157„ 320%„ 1881 1 1 „ 1887 0 1 32 720, 0„ 1882„ 7 „ 888 0 22%% 1 15 Berlin den 30. April 1883. Direction der Berlinischen Lebens⸗Versicherungs⸗-Gesellschaft. Weitere Auskunft wird gern ertheilt, auch werden Anträge auf genommen von Carl Groß in Friedberg. Jean Wörner jun. in Bad-Nauheim. Ganz leichte bade Basalt, Bla alen 2e it. 2 1 2880 Sommer-Unterjacken und Unterhosen, sowie die beliebten 8 Ki B der erste Band von Gerstäcker, Filetjacken empfeble zu sehr billigen Preisen. 8 Ein 5 uch,„Die beiden Sträflinge“, wurde 2218 Heinr. Diehl, Usagasse. auf dem Burgwall in Friedberg, oder auf dem Weg 8 —. da nach Bad-Nauheim verloren. Der redliche Finder Salmiak 2 Gläser wird gebeten, dasselben in der Leih bibliothek von Carl 8 7 Vindernagel in Friedberg oder Bad-Nauheim abzugeben. in Ahorn-Etuis, für Touristen unentbehrlich, empfiehlt 2466 W. Bernbeck. 1 J. A. Windecker Ein tüchtiger Hausbursche Versicherungen entgegen 2489 empfiehlt nach Bad⸗Nauheim sofort gesucht. Hafermehl und Hafergries Gedienter Soldat bevorzugt. 2500 in bester Qualität. 2503. Brause-Limonade-Gonbons 2467 empfiehlt W. Bernbeck. Neue Matges-Häringe 2179 bei Wilh. Fertsch. f Bürstenwaaren, Fensterleder und Schwämme empfiehlt 2439 Carl hamm, Usagasse. 8—** 8 Brennholz-Versteigerung. Mittwoch den 2. Juli, Nachmittags 1 Uhr, lasse ich vor meinem Hause mehrere Haufen Brennholz verkaufen. 2497 F. Hanstein, Wagnermeister. Ein Lehrjunge kann sofort mit und ohne Kost und Logis eintreten bei . M. Reuss, 2424 Tapezier. 2492 2 gut dressirte Zughunde mit Wagen hat zu verkaufen Bönstadt. Gut gebrannte sind stets zu haben bet Groß⸗Steinheim a. M. Gesser& Eppert. In einer kleinen Bäckerei Darmstadts kann eln braber Junge das Bäckerhandwerk gründlich erlernen. Die Reise wird vergütet. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. 2481 5 5 5 Schneider — C I 1 1 9 gute Arbeiter, auf große Stücke gesucht von (F. à 260 /.) Bender& Gattmann, 2493 Schäfergasse 18, Frankfurt a. M. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Adolf Behrends. Ziegel und Backsteine 2486 —