Herrn Antzuchn 1200 J en. ble, tt, ) Klee bester Qualität 9 fübrett Witt. Augast 5. die seither von n ich einem hiesan, tz 1883. Nimul Stern. 1 . n Aoyd in Bremen Seuntagb us 1 den Hauptagenten 1 * 1 9 1 LI * L f 1, Mal, den 1105 rb. d. Anz. Fig sell K. cut 1 „ Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Petterweil, Pohl-Göns, Reichels— 1.883. Samstag den 31. März. M 37. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die einspaltige Petitzelle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabelsen- oder Zi Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconko bei uns haben), ——— welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Am 1. April — beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger; derselbe wird auch ferner wöchentli Röglin 5 ch dreimal erscheinen. Das Abonne— ment beträgt bei den Kaiserlichen Reichs⸗Poststellen vierteljährlich 1 Mart 23 Pf., mit Bestellgeld 1 Mark 30 Pf. Bei der Verlags-Expedition kostet der„Anzeiger“ pro 2. Quartal nur 1 Mark. r 60 licher 1 * Vegadanele er 1 e, ind 0 83 1 9 Hinterbliebene 1 — 1 der Theilnaso“ r unbtl Wilitaͤrpflichtigen des Jahrgangs 1863 rn lc„ U 0 aue! 2 welche gestellungspflichtig sind, speciell darnach pünktlich zur Ausführung kommen. nag! 1 a Amtlicher Theil. Betreffend: Das Militär⸗Ersatz-Geschäft pro 1883. Das diesjährige Musterungsgeschäft wird für den diesseitigen Kreis zu Friedberg im Nathhaussaale in folgender Weise vorgenommen: f Montag den 16. April l. J., Vormittags 9 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Assenheim, Bad— Nauheim, Bauernheim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt u. Bruchenbrücken. Dienstag den 17. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militär pflichtigen aus den Gemeinden: Büdesheim, Eung⸗Gräfenrode, Butzbach, Dorheim, Dorn-Assenheim, Dortelweil und Fauerbach b. Fr. Mittwoch den 18. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Fauerbach vor der Höhe und Friedberg. Donnerstag den 19. April l. J., Vormittags S Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Gambach, Griedel, Groß⸗Karben, Harheim, Hausen mit Oes und Heldenbergen. Freitag den 20. April l. J., Vormittags S Uhr, Musterung der Militär pflichtigen aus den Gemeinden: Hoch- Weisel, Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Klein-Karben, Kirch-Göns, Kloppen⸗ heim, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Massenheim, Melbach und Münster. Samstag den 21. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Münzenberg, Nieder-Erlenbach, Nieder Eschbach, Nieder-Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach und Nieder-Weisel. Montag den 23. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militänpflichtigen aus den Gemeinden: Nieder-Wöll⸗ stadt, Ober⸗Erlenbach, Ober⸗Eschbach, Ober⸗Florstadt, Ober-Mörlen, Ober⸗Ros bach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt. Dienstag den 24. April l. J., Vormittags S Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Okarben, heim, Rendel, Rockenberg und Rodheim. Mittwoch den 25. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Rödgen, Schwal⸗ heim, Södel, Staden, Stammheim, Steinfurth, Trais-Münzenberg und Vilbel, aus der Gemeinde Vilbel jedoch nur die im Jahre 1861 und 1862 geborenen Militärpflichtigen. Donnerstag den 26. April l. J., Vormittags 8 Uhr, Musterung der Milizärpflichtigen aus der Gemeinde Vilbel— und zwar die im Jahre 1863 in dieser Gemeinde geborenen Militärpflich⸗ tigen—, ferner sämmtliche Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach. Freitag den 27. April l. J., Vormittags 8 Uhr, im Rathhaussaale zu Friedberg . 4 Loos ziehung sämmtlicher Militärpflichtigen des Kreises Friedberg aus dem Jahrgang 1863. 5 r g i ft tliche n den genannten Musterungsterminen haben sich sämmtlie 5 g 12 5 mit Ausnahme der zum ein— jährige freiwilligen Dienst Berechtigten, sowie diejenigen Militärpflichtigen 1 f g 12 8 5 init tscheidung der früheren Jahrgänge, welche bis jetzt eine definitive En se 19 nach nicht erhalten haben, pünktlich, nüchtern und reinlich gekleidet ein— Beka en ut in a c n n zufinden. Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten oder dritten Male erscheinen, haben ihre Loosungsscheine mitzubringen. Für Militär⸗ pflichtige, welche durch Krankheit am Erscheinen verhindert sind, ist im Termin ein ärztliches Attest zu übergeben. Nach§ 65 der Ersatz— ordnung ist das Erscheinen der Loosungsberechtigten zum Loosen nicht erforderlich, es wird vielmehr in diesem Falle durch ein Mitglied der Ersatzcommission die Loosungsnummer fur den einzelnen Militärpflichtigen gezogen. Diejenigen dagegen, welche bei der Musterung unentschuldigt ausbleiben, verlieren das Recht, an der Loosung theilzunehmen und können keinen Anspruch auf Berücksichtigung aus Reclamationsgründen erheben. Außerdem wird gegen dieselben das im§ 48 der Ersatz⸗ ordnung angedeutete Strasverfahren eingeleitet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtigen auf Grund der ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen zu der Muster— ung vorzuladen und eine Bescheinigung über die erfolgte Vorladung der Stammrolle beizufügen. Körperliche Gebrechen der Militärpflich— tigen, welche durch die vorzunehmende ärztliche Untersuchung nicht un— bedingt constatirt werden können, wie Harthörigkeit, Schwachsinnigkeit ꝛc. sind durch amtlich ausgestellte Zeugnisse des Geistlichen, Lehrers, Burger— meisters ꝛc. nachzuweisen. Wer an Epilepsie(Fallsucht) zu leiden be— hauptet, hat auf eigene Kosten drei Zeugen vor Gericht zu stellen, welche das Vorhandensein eidlich zu erhärten haben. Wenn ein Mili— tärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei beziehungsweise eine Bescheinigung des Gerichts zu erbringen. Ist ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig, haben die Großherzoglichen Bürgermeistereien hierauf aufmerksam zu machen und hierüber die erfor— derlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhand— lungen über die Zurückstellungsgesuche sind, insoweit es noch nicht ge— schehen, sofort und längstens im Termin vorzulegen. Wenn die Zurück— stellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet, wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termine vor der Ersatzcommission einzufinden. Reclamationen, welche der Ersatzcommission nicht vorgelegen haben, werden von der Groß— herzoglichen Oberersatzcommission unnachsichtlich zurückgewiesen und nur dann berücksicht, wenn die Veranlassung zu der Reclamation erst nach dem Kreisersatzgeschäft entstanden ist. Mit dem Kreisersatzgeschäft ist die Classification der Reserve- und Landwehrmannschaften sowie der Ersatzreservisten I. Classe verbunden. Nach Erledigung der Zurück⸗ stellungsgesuche findet an den oben bezeichneten Tagen die Classificirung derselben ruͤcksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher Diejenigen derselben, welche im Falle einer Einberuf— ung auf Zurückstellung Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Vormittags 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche, welche sofort bei dem Unterzeichneten einzureichen sind, näher zu begründen. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden auwesend zu sein und dafür zu sorgen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungs— geschäfts ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Friedberg den 27. März 18838. i Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatzcommission des Kreises Friedberg. Dr. Braden. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzeommission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Die vorstehende Bekanntmachung woller 2 und das Großherzogliche Polizei-Commissariat zu Wickstadßtt. 1 Sie alsbald in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen, die Militärpflichtigen, bedeuten und sich selbst darnach bemessen, auch dafür sorgen, daß die gegebenen Bestimmungen Dr. Braden. flersaz mit 14 Jf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Bekanntmachung, c den Obstbaumwärter-Cursus an der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1883 betreffend. Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter wird im laufenden Jahre wieder ein Obstbaumwärter-Cursus an hiesiger Ackerbauschule abgehalten werden. Derselbe beginnt mit Rücksicht auf die jetzige Witterung erst Montag den 9. April und währt zunächst bis Samstag den 5. Mai, sowie im Sommer von Mitte August bis Anfang September. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt, für Kost und Logis haben die Schüler dagegen selbst zu sorgen. Werden dieselben außer der Unterrichtszeit im pomologischen Garten der Ackerbauschule beschäftigt, so erhalten sie dafür entsprechende Bezahlung. Aumeldungen sind möglichst bald, spätestens aber bis zum 8. April an das unterzeichnete Cura— torium einzureichen. Etwaige Anmeldungen bei den landwirthschaftlichen Bezirks-Vereinen, oder Großherzoglichen Bürgermeistereien bitten wir, uns gefälligst übermitteln zu wollen. Friedberg den 22. März 1883. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden. Dr. Freiherr v. Gemmingen. Schmidt. Dr. To bisch. Betreffend: Den Obstbaumwärter-Cursus an der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1883. Friedberg den 22. März 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule dahier, sowie unter Hinweis auf unser Aus- schreiben vom 26. Februar 1881, Kreisblatt Nr. 26, empfehlen wir Ihnen, Leute Ihrer Gemeinden, welche sich zur Ausbildung als Obst⸗ baumwärter eignen, zum Eintritt in den Cursus zu veranlassen und etwa bei Ihnen erfolgende Aumeldungen alsbald au uns gelangen zu lassen. Den Ihnen unter Kreuzband zugehenden Abdruck der genannten Bekanntmachung wollen Sie in den Publikationskasten einheften. Dr. Braden. Betreffend: Die Kosten der Unterhaltung der Kreisstraßen. i Friedberg den 27. März 1883. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und die Gemeinde-Einnehmer des Kreises. Um es bei der großen Ausdehnung des Kreises denjenigen Personen, die für Arbeiten oder Lieferungen zur Unterhaltung oder Erbau⸗ ung von Kreisstraßen Zahlung aus der Kreiskasse zu beanspruchen haben, zu ermöglichen, dazu zu gelangen, ohne daß sie genöthigt sind, sie bei dem Kreiskasserechner persönlich zu erheben, ist in Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Junern und der Justiz mit dem Rechnungsjahr 1883/84, also vom 1. April laufenden Jahres an, folgende Anordnung getroffen worden: Die ordnungsmäßig angewiesenen Rechnungen, Verdienstzettel ꝛc. werden dem Kreiskasserechner zugestellt, von diesem in das Soll der Ausgabe im Handbuch und außerdem noch einmal in ein besonderes Hülfsregister eingetragen und dem Kreisamt kurzer Hand zurückgegeben, welches dieselben mit entsprechender Verfügung dem Gemeinde-Einnehmer des Wohnorts der Empfänger zur vorlagsweisen Zahlung übersendet. Die ordnungsmäßig vollzogenen Quittungen rechnet der Gemeinde-Einnehmer bei der nächsten Zahlung des von der Gemeinde zur Kreiskasse zu leistenden Beitrags dieser zu, auch kaun er sie, wenn die Gemeinde die Mittel zur vorlagsweisen Zahlung nicht besitzt, gegen baar bei der Kreiskasse umtauschen. Als Zahltage des Rechners der Kreiskasse, welche auf dem Bureau des Kreisamts abgehalten werden, sind die Wochentage Montag und Dienstag bestimmt worden. Sie, die Großherzoglichen Bürgermeistereien, wollen dies entsprechend veröffentlichen und die Gemeinde ⸗Einnehmer hiernach noch besonders bedeuten. Unsere Verfügung vom 16. Mai vorigen Jahres im Oberhessischen Anzeiger Nr. 58, betreffend„Ausführung des Gesetzes vom 27. April 1881, den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßen im Großherzogthum betreffend“, wird andurch zurückgenommen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Zusammenlegung und Melioration der Grundstücke in der Gemarkung Kloppenheim. Wir bringen andurch zur Kenntniß der Interessenten, daß wir 10. Kostenanschlag über die Meliorationen nebst Zeichnung über die die Offenlegung der in rubricirtem Betreff erwachsenen und nunmehr Stau⸗Schleußen; vollendeten Arbeiten verfügt haben. Es kommen zur Offenlage: 11. Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths. 1. das topographische Güterverzeichniß; Die Offenlegung findet auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu 2. die Gütergeschosse; Kloppenheim und zwar in der Zeit von Samstag den 31. März bis 3. die Karte; 4. das Protokoll der Commission über die Bestimmung der Bonitäts— Innerhalb dieser Frist oder aber in dem Termin Montag den klasse und deren Werthe vom 5. October 1882; 16. April 1883, Vormittags von 8½ bis 9½ Uhr, sind etwaige Re⸗ 5. desgleichen über Errichtung und Einziehung von Wegen, Be- clamationen gegen die offengelegten Arbeiten oder gegen die Rechts⸗ stimmung des Abzugs für Massegrundstücke über Verwerthung beständigkeit des Verfahrens, soweit über solche bis dahin nicht abge— des Ueberschusses, den allgemeinen Plan und die Zutheilung der stimmt wurde, um so gewisser vorzutragen, als sonst Einverständniß neuen Grundstücke vom 9. März 1883; mit denselben unterstellt werden würde und als spätere Reclamationen 6. der Meliorationsplan; nicht mehr zugelassen werden. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand 7. topographisches Verzeichniß über die Zutheilung der neuen Grund- wegen Versäumniß der Reclamationsfrist ist ausgeschlossen. 8 stücke in Flur J und II der Gemarkung Kloppenheim vom 9. März 1883; Friedberg den 27. März 1883. g Großherzogliches Kreisamt Friedberg. „die Nachweisung der reinen Theilungsmasse; 9. Verzeichniß der auf andere Besitzer übergegangenen Obstbäume; b J. V. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis- Assessor. 9 Betreffend: Die Beglaubigung von Unterschriften oder Handzeichen. Vilbel den 27. März 1883. Das Großherzogliche Amtsgericht Vilbel an sämmtliche Ortsgerichte des Bezirks. In Artikel 1 des Gesetzes über die Ausführung der deutschen Civilprozeßordnung vom 4. Juni 1879 sind die Vorschriften enthalten, nach welchen die Beglaubigung von Unterschriften oder Handzeichen vollzogen werden sollen und ist dort auch ausgesprochen, daß die Ortsgerichts⸗ vorsteher zur Vornahme von Beglaubigungen befugt sein sollen. Mit Rücksicht darauf, daß die Beglaubigungen von Ihnen, den ertheilten Vorschriften gemäß, nicht vollzogen werden, machen wir Sie insbesondere auf Absatz 3 des Artikel 1 des angeführten Gesetzes aufmerksam, welches lautet:„Wird die Unterschrift oder das Handzeichen vor dem beglaubigenden Beamten vollzogen, so hat er diese Thatsache, wird dagegen vor ihm die Unterschrift oder das Handzeichen von dem Aussteller nur als von ihm herrührend anerkannt, so hat er nur diese Aner⸗ kennung zu bescheinigen,“ und erwarten von Ihnen, daß Sie für die Folge sich bezüglich der Beglaubigungen streug nach den angeführten Vorschriften richten. Mangelhafte Beglaubigungen werden Ihnen auf Ihre Kosten zur Verbesserung zurückgegeben werden. Wegelin. Weiß. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafeu für die J. Periode 1889 vom 1. bis 25. April dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Friedberg am 30 März 1883. Großherzogliche Distriets Einnehmereien Friedberg und Nieder⸗Wöllstadt. Weigel. Nieß. Allerlei. Verbrechen zu Grunde liegt, hat bis jetzt nicht ermittelt Stadt durch eine unter eigenthümlichen Umständen bei Wetzlar, 28. März. Der„Wetzl. Anz.“ schreibt: werden können.“ Anschließend an vorstehende Notiz übte Mordthat in Aufregung versetzt. Eine Frau Roth, „Ein recht gefährliches Hinderniß hat der am verflossenen bemerkt der„Gieß. Anzeiger“, daß auch gestern Nach-] welche ihre ganze Familse, 5 Kinder, durch einen ein- Samstag Abend um 9 Uhr 30 Minuten von bier nachmittag ein schon erwachsener Schlingel ein Stück eines träglichen Früchte⸗ und Gemüsehandel, den sie haupt- Gießen abgegangene Personenzug auf seinem Wege an⸗ Wegweisers am Uebergang der Berlin-Coblenzer Bahn sächlich auf dem Markt in Mannheim betreibt, ernährt, getroffen. Kurz nach dem Passiren des sog. Würzberges am Wege von Gleiberg nach Gießen von der Brücke aus hat durch ihren Mann, einen notorischen Gewohnhelts: stieß der Zug mit solcher Heftigkeit auf einen harten auf die Schienen warf. Zur Rede gestellt verweigerte säufer, viel zu leiden. Als derselbe gestern wieder schwer Körper, daß sich unter dem Anprall die Puffer ver- der Bursche seinen Namen und sprang querfeldein. Eine betrunken nach Hause kam, schleppte die Frau. ihn schledener Wagen krumm bogen. Bei näherer Untersuchung richtige Ladung Prügel dürfte das beste Correcturmittel] die Scheuer, band ihn dort fest und schlug ihn mit eine stellte es sich heraus, daß ein großer Stein auf der für solche Bubenstreiche sein. schweren Hammer wiederholt derart auf den Kopf, da Babnstrecke lag, der erst nach einiger Zeit mit erheblicher Kassel, 29. März. Der deutsche Verein gegen der Tod alsbald eintrat. Die Frau ist verhaftet un Anstregung entfernt zu werden vermochte. Ob diesem Mißbrauch geistiger Getränke wurde heute hier unter die 5 Kinder sind nunmehr in die traurigste Lage versetz Begegniß, welches die Ankunft des Zuges um 16 Minuten Vorsitz des Professors Nasse(Bonn) constituirt. da sie ihrer Pflegerin und Ernährerin für immer he verzögerte, ein erklärbarer Unfall oder ein sträfliches, Frankenthal, 27. März. Gestern wurde unse e(raubt sind. Samstag den 14. April 1883, täglich Vormittags 10 bis 12 Uhr, statt. F 118511 nen 4 — 3 0 ——— f noiu bi 8 1 N — 2 2 fete 458 805 . „ ap 4 ͤöͤ«ĩ·oðͥ Aabauschl Samstag da) bade habn schäftigt, 01 fächnete Ii stereien bill. bisch. 2 2 reises. es. 4 Aer Au, 48 aug als Oi 28 igen Ju lase ö einheften. 5 1883. 5 s Kreseß 3 8 g oder Ethu thigt sind, J. zustiz mit dn J angewiesen außerdem it der Verf f len A ttugge „auch kaun a t des Rechnen 775 timnt won“ noch besondem 2 2 Gesetzes von 1 d J 98 IE. 8 2 ung über die) 2 2 1 ei⸗Bureau 0 31. Mürz bb 12 Uhr, fut, Montag da ad etwaige J: den die Nah hin nicht dä Cinverstäldugz Netlamallun z J votigen Sh 3 Ink- 14063 4 ssen. 2 2 44K„„ Juin berg kis⸗Assessol, ne e Würzburg. Wie man dem„F. K.“ mittheilt, soll eine Persönlichkeit inhaftirt und bereits vernommen worden seln, in welcher man den Thäter der an Privatler Franz am 16. November 1878 Nachmittags dahier mitten in der Stadt in dessen Wohnung verübten Mordthat entdeckt haben will. Pest, 29. März. Georg Mailath, Präsident des Obersten Gerichtshofs und Präsident des Oberhauses wurde heute Morgen in seiner Wohnung(Festung) er— drosselt gesunden. Die Hände sind gefesselt, die Zunge ist herausgerissen, das Bett ist unberührt. Die Leiche wurde halb ausgekleidet vorgefunden. Mailath war noch nach Mitternacht im Cavalier-Casino. Vom Fenster des Schlafzimmers hing ein dunner Strick herab, womit wahrscheinlich der Mörder durch das eingeschlagene Fenster flüchtete. Die bisherigen Ermittelungen scheinen auf einen Raubmord hinzudeuten. Die Uhr, Vörse, Brief⸗ tasche und Ring des Ermordeten fehlen. An dem Cassen⸗ schrank sind Spuren gewaltsamer Oeffnungsversuche sichtbar. Der Gerichtsarzt constatirte die Zerschmetterung der Kinnlade. Die Erdrosselung erfolgte durch eine Rebschnur. Der Leibhusar des Ermordeten, der in der Nähe des Schlafzimmers die Nacht verbrachte und erst vor einigen Wochen in den Dienst getreten, ist als ver⸗ dächtig verhaftet. Behufs Ermittelung der Thäter sind die umfassendsten Maßnahmen im Gange. Calals. Hierselbst stellte sich dieser Tage infolge eines Sturmes eine ungeheure Spingfluth ein, welche Wellen bis zu 20 Meter Höhe uber die ganze Stadt warf und großen Schaden anrichtete. Gerichtssaal. Butz bach. Nächsten Freitag den 30. März, Vorm. 8 Uhr anfangend, findet am hiesigen Amtsgericht eine Schöffensitzung statt. Zur Verhandlung gelangen folgende Klagesachen: 1) gegen den Handelsmann Simon Schwarz von Nieder-Weisel, wagen Betrugs; 2) gegen Schuh⸗ macher Ludw. Pfaff von Butzbach, wegen Beleidigung; 3) gegen Heinr. Wenzel von Kirchgöns, wegen Verun— reinigung der Ortsstraße; 4) gegen Joh. Binzer und Consorten von Kirchgöns, wegen ruhestörenden Lärms; 5) gegen Konrad Dieter IV. und Consorten von Fauer⸗ bach v. d. H., wegen Uebertretung; 6) gegen Heinrich Schreiber aus Düren und Jakob Lehmann aus Magde⸗ burg, wegen Anfertigung und Führung falscher Legitima⸗ tlonspapiere; 7) gegen Friedrich Schneider und Heinrich Urband von Holzheim, wegen Körperverletzung und groben Unfugs; 8) gegen Christian Geisel von Steinfurth, wegen Betrugsversuchs und Unterschlagung. Gießen. Verzeichniß der Sitzungen des Schwur⸗ gerichts im 1. Quartal d. J. 1. Mittw. den 28. März, Vorm. 9 Uhr: Angekl.: Johannes Eifert von Atzenhain, wegen Körperverletzung, Bedrohung und Brandstiftung. St.⸗A.: Zimmermann. Verth.: Dr. Dittmar. 2. Donnerst. den 29. März, Vorm. 8½ Uhr: Angekl.: Johannes Steuernagel II. von Nieder-Ohmen, wegen Meineids. St.⸗A.: Jöckel. Verth.: Baist. 3. Freitag den 30 März Vorm. 8½ Uhr: Angekl.: Dietrich Fischer von Elpen rod, wegen Nothzuchtsversuchs und Betrugs. St.⸗ A.; Dr. Lahr. Verth.: Dr. Schwarz. 4. Dens. Nachm. 3 Uhr: Angekl.: Heinrich Wagner XVI. von Groß ⸗Busek, wegen Brandstiftung. St.⸗A.: Dr. Lahr. Verth.: Labroisse. 5. Samst. den 31. März, Vorm. 8½ Uhr: Angekl.: Carl Kurz von Stockhausen, wegen Raubversuchs. St. A.: Zimmermann. Verth.: Dr. Reatz. 6. Mont. den 2 April, Vorm. 9 Uhr: Angekl.: Johs. Wolf II. Ehefrau und Conrad Wolf, ledig, von Burgbracht, wegen Meineids. St. A. Dr. Lahr. Verth.: Hirschhorn. 7. Dlenst. den 3. April, Vorm. 8 Uhr: Angekl.: Konrad Rohn von Stockhäuser Hof, wegen Meineids. St.- A.: Jockel. Verth.: Dr. Dittmar. 8. Mittw. den 4. April, Vorm. 8 Uhr: Angeklagte: Friedrich Weber III. von Bönstadt und Heinrich Köhl von Nieder-Eisenhausen, wegen Körper— verletzung mit tödtlichem Erfolg. St. ⸗A.: Zimmermann. Verth.: Or. Schüler und Lauer. 9. Donnerst. den 5. April, Vorm. 8 Uhr: Angekl.: Anton Horne von Ober-Walluf, wegen Todtschlagversuchs. St. A. Zimmermann. Verth.: Weidig. 10. Freit. den 6. und Samst. den 7. April, je Vorm. 8 Uhr: Angekl.: Heinrich Mösers Ehefrau, Marie Griesemer und Johs. Griesemer's Ehefrau, sämmtlich von Staden, wegen Meineids und Verleitung zum Meineid. St.⸗A.: Dr. Lahr. Verth.: Curtman, Metz und Steinberger. Gießen. Schwurgerichtsverhandlung vom 28. März J. J. gegen Joh. Eifert von Atzenhain, wegen Körper— verletzung, Bedrohung und Brandstiftung. Angeklagter wurde fur schuldig erachtet und in eine Gesammtzucht— hausstrafe von 3 Jahr, 1 Monat und 1 Woche, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahr venurtheilt. Handel und Verkehr. Frankfurt, 29. März. Viehmarkt. Es standen am Platze an 80 Ochsen, 25 Kühe und Rinder, sowie 270 Kälber. Bei langsamem Geschäft wurden die erst genannten Viehgattungen zu den Preisen des Vormarktes verkauft. Für Kälber blieb aber die Nachfrage noch hinter den letzten Märkten zurück und wurde die beste Waare für 88 bis 60 Pf. per Pfd. Schlachtgewicht abgegeben, geringere Qualität zu 50—52 Pf. Frankfurt, 28. März. Frankfurter Produkten⸗ börse.(Offieielle Notirungen.) Weizen effeetiv hiesiger und Wetterauer M. 195,4—20, fremder M. 19¾—23, per diesen Monat M. 19¼. Roggen effeetiv hiesiger M. 14, fremder M. 14—15½, per diesen Monat M. 14. Gerste effeetiv hiesige und Wetterauer M. 17 18, fremde M. 1819. Hafer effectiv hies. M. 12— 50, fremder M, 12-13, per diesen Monat M. 12¼. Rüböl effeetiv weln effectiv ohne Faß M. 46. Mehl Nr. 1 M. 38, Nr. 2 M. 36, Nr. 3 M. 31, Nr. 4 M. 27, Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berl. Mke.) Mark 23. 1.(Berl. Marke) Mark 21 ½, II. do. 18. Wir machen hierdurch auf eine Verkehrserleichterung aufmerksam, welche auf den Strecken der Königlichen Eisenbahn⸗Direetion zu Hannover für den regelmäßigen Transport von Milch eingeführt ist. Den Versendern wird nämlich ein monatliches Abonnement gewährt, welches die Abonnenten der jedes maligen Frachtzahlung für die vollen und die leer zurückgehenden Milchgefäße überhebt, welches die schnellste Abfertigung gewährleistet, indem die Feststellung des Gewichts nicht stets erforder⸗ lich wird, und welches endlich die Ausstellung von Frachtbriefen entbehrlich macht. Die Beförderung der Milchgefäße erfolgt mittelst der Personenzüge gegen Be⸗ rechnung der einfachen Stückgutfracht. Alice⸗Frauenverein für Krankenpflege zu Friedberg. Durch Beschluß des unterfertigten Comités ist die Vergütung für Dienstleistungen der Vereinspflegerin mit Wirkung vom 1. März l. J. an, wie folgt festgesetzt worden und zwar für: 1. Vereinsmitglieder mit dem Wohnorte Friedberg für eine Tag⸗ oder Nachtpflege je 1 Mark— ohne Verköstigung der Pflegerin; 2. Nichtmitglieder mit demselben Wohnorte je 1 Mark 50 Pf.— ohne Verköstigung; 3. Vereins mitglieder außerhalb Friedbergs je 1 Mark mit Verköstigung der 1 88 0 und Ersatz der Reisekosten für die Hin⸗ und Rückfahrt; 4. Nichtmitglieder außerhalb Friedbergs je 1 Mark 50 Pf., Verköstigung und Ersatz der Reisekosten; 5. Geringer Bemittelte erhalten auf Nachsuchen Ermäßigung; 6. Unbemittelte werden unentgeltlich verpflegt. Bei längerer Krankheitsdauer kann auch den unter Ord.⸗Nr. 1—4 aufgeführten Personen auf Anstehen das Pfleggeld ermäßigt werden. Gesuche sind an die Präsidentin des Vereins, Frau Dr. Trapp, oder deren Stellvertreterin, Fräulein Hilda Dieffenbach, zu richten. Seitens der Herren Aerzte kann direete Requisition der Pflegerin erfolgen. Friedberg am 26. Februar 1883. Das Comkté des Alice⸗Frauen vereins für Krankenpflege zu Friedberg. * Die häufigen Klagen über die Erfolglosigkeit einer Annonce und das dafür weggeworfene Geld würden verstummen, wenn man von Haasenstein& Vogler in Frankfurt(Main) über die Form, den Inhalt und die geeigneten Zeitungen zuvor fachmännsschen Rath einholen möchte. 573 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Quasimodogeniti. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Weif fenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Weiffenbach. Katholische Gemeinde. Erstkommunion der Kinder. 7 Uhr: Austheilung der heil. Kommunion. 9 Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und Predigt. 3 Uhr: Andacht. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 31. März 1883. Berichtigung. Sabbathausgang 7 Uhr 20 Min. Kleesamen. 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Das Regierungsblatt Nr. 7 enthalt: Grundsätze über die Leistung von Bei— hülfen zur Heilung der durch die Ueberschwemm— ungen veranlaßten Beschädigungen an Gebäuden aus Mitteln des Staats. Darmstadt. Der Gerichtsaccessist v. Hessert, prov. Amtsauwalt zu Bingen, wurde zum Amts— anwalt bei den Amtsgerschten Bingen, Ober— Ingelheim und Wöllstein bestellt. Berlin, 28. März. Der Kaiser ist von seiner Unpäßlichkeit soweit wieder hergestellt, daß derselbe bereits heute wieder die regel— mäßigen Vorträge entgegennehmen konnte. L Es gilt als sicher, daß dem Landtage in nächster Session ein allgemeines Elementar— schuldotationsgesetz, durch welches auch die Pensionsfrage geregelt wird, vorgelegt wer— den wird. Frankfurt, 29. März. Am zweiten Oster⸗ feiertag wurde bei E. Fleischmann und R. Döll polizeiliche Haussuchung gehalten. Man soll in ersterem den Vertrauensmann für die Züricher Versammlung der Socialdemokraten vermuthet haben. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Abend— post ist ermächtigt, Gerüchte von der Demission des Statthalters von Galizien, Grafen Potocki, als vollkommen grundlos zu bezeichnen. — Die„Wiener Ztg.“ veröffentlicht das Gesetz, die Abänderung und Ergänzung der Gewerbeordnung, sowie ferner eine Verord— nung des Handelsministers, die gewerbsmäßigen Anlagen zur Erzeugung und Leitung der Elec— tricität betreffend. Frankreich. Paris. Das Gerücht, die Regierung wäre willens, die Verurtheilten von Montceau⸗les-Mines und Lyon, insbesondere Fürst Krapotkin, zu begnadigen, ist unbegründet. Großbritannien. London. Der Rück— tritt Gladstone's steht bevor. Hartington wird als Nachfolger angesehen. — Michael Boyton, der frühere Organisator der irischen Landliga, ist in Dublin verhaftet worden.. — 28. März. Am Montag wurden in der Umgebung von Ballinrobe in Irland 26 Per— sonen verhaftet, die im Verdachte stehen, an der Ermordung David Feericks Theil genommen zu haben. Es heißt, daß die Verhaftungen auf Grund der Aussagen eines der Mitbe— theiligten erfolgt seien, der sich als Kronzeuge gemeldet hat. — 29. März. Im Unterhaus kündigte Mocoan an, er werde für die zweite Lesung der parlamentarischen Eidesbill den Antrag ein— bringen: Jede Bill, welche die Zulassung der Atheisten erleichtere, als unzweckmäßig, ver— fassungswidrig und gefährlich zu erklären.— Das Haus nahm ferner mit 68 gegen 50 Stim— men den Antrag Camerons an, die Minimal— gebühren für inländische Telegramme auf sechs Pence herabzusetzen. Die Regierung bekämpfte den Antrag als inopportun, obwohl sie das Princip billige. Dublin. Sechs der am 23. März vor der Jury schuldig gesprochenen Mitglieder der patrio— lischen Verbrüderung sind zu Zwangsarbeits⸗ strafen von verschiedener Zeitdauer, von 5 bis zu 10 Jahren verurtheilt, die übrigen, am 27. März schuldig Gesprochenen mit zehnjähriger Zwangsarbeit bestraft worden. 5 Liverpool, 29. März. Die Polizei saisirte gestern eine Kiste mit Cxplosionsstoffen und Höllenmaschinen, welche von Cork per Dampfer angekommen war. Ein auf dem Schiffe befind⸗ liches Individuum wurde kurze Zeit nach der Ausschiffung verhaftet. Italien. Rom, 27. März. Als der Legung der mit Pulver gefüllten Flaschen, die vor dem ee, Sberhessscer Aweiger M 37. — Justizpalast und dem Quirinal gefunden worden, verdächtig, wurde ein aus Sieva gebürtiges Individuum Namens Camillo Consorte verhaftet. — Der Moniteur de Rome meldet: Die preußische Antwort auf die Note Jacobini's vom 19. Januar forderte die Curie auf, ihre Wünsche betreffs der freien Ausübung des kirch— lichen Hirtenamts und der Erziehung des Clerus näher zu formuliren. Die preußische Regierung werde die Wünsche einer sorgfältigen Prüfung unterziehen. Türkei. Konstantinopel, 30. März. Nasri Bey zeigte der Pforte telegraphisch am Dienstag an, daß er keine Candidatur für den Posten eines Gouverneurs des Libanon annehme. Die Agence Havas versichert, daß die Ernennung des Miriditenfürsten Bib Doda zum Libanon— gouverneur als sicher zu betrachten sei. Rußland. Petersburg. Im Finanzmini— sterium weist man auf die Nothwendigkeit hin, eine neue Staatsanleihe im Auslande zu ver— anstalten. Man will dieser Angelegenheit un— mittelbar nach der Krönung näher treten. Egypten. Kairo. Zahlreiche Beamte der Finanzverwaltung und der Verwaltung des Innern werden auf Antrag Colvins aus Er— sparungsgründen am 1. April entlassen. — 28. März. Aus dem Sudan meldet Oberst Hicks, daß er mit den gesammten ihm zur Verfügung stehenden Truppen vom blauen Nil aufgebrochen sei und gegen Mahdi marschire, um denselben zu einer Eutscheidungsschlacht zu zwingen. — 29. März. Die Einnahme El-Obeids wurde durch eine Treulosigkeit der Garnison ermöglicht. Unter Schonung des Lebens der Einwohner ist die Stadt der Plünderung preis— gegeben worden. Oberst Hicks beabsichtigt mit Abd⸗el⸗kader, der an der Spitze von 6000 Mann steht, die Rebellen anzugreifen; die Zahl der— selben beträgt 40,000 Mann. Amerika. New-PVork. Aus Lima trifft die Nachricht ein, daß der peruanische Präsident Calderon die Friedenspräliminarien unterzeichnet hat. Chili erhält die ganze südperuanische Provinz Tarapaca, Bolivia gewinnt den Strich mit den Städten Tacna und Arica. Bis zum 10. März hatten dagegen die chilenischen Truppen den von ihnen seither besetzten Norden Perus zu räumen. Aus Stadt und Land. W. Bad⸗ Nauheim. Der Artikel in voriger Num— mer des Anzeigers bedarf einer Berichtigung, indem der letzte Pfarrer auf St. Johannisberg Konrad Roßbach hieß und vielleicht schon Anfang der 8er Jahre des 16. Jahrhunderts nach Nieder-Mörlen abgezogen ist, worauf dann im Jahre 1596 die Zerstörung der Johannis— bergkirche stattfand. sm. Herbstein, 29. März. Wir stecken noch mitten im Winter. Bei Nacht Frost, bei Tage Schneegestöber, überall liegt der Schnee noch mehrere Fuß hoch, und trotz alledem hielt heute Mittag bei heiterem Sonnen— schein Frau Schwalbe ihren Einzug. Schlitz. In unserer Nähe wurde der Handelsmann Aron Weil von Grebenau ermordet und beraubt. Derselbe wurde am Gründonnerstag Nachmittag am Weg zwischen Willofs und Grebenau todt aufgefunden, die Tödtung scheint durch Axthiebe auf den Kopf ausgeführt worden zu sein. In Verbindung damit gebracht wird die alsbald erfolgte Verhaftung des Sebastian Schneider von Willofs Darmstadt, 28. März. Der Sprachforscher und Lexicograph Lorenz Diefenbach ist heute gestorben. Verloosungen. Nassau. 4pCt. Staats⸗Anlehen von 1851. Ziehung vom 6. März 1883. Heimzahlung am 30. Juni 1883. Lit. A4. Nr. 20 33 54 90 2 fl. 1000. Lit. B. Nr. 21 30 32 34 66 72 110 144 174 196 242 270 321 368 373 387 421 463 473 570 617 624 640 641 642 705 778 à fl. 500. Lit. C. Nr. 1 88 161 176 196 217 257 261 278 292 345 433 442 497 576 631 633 662 671 691 704 776 782 788 795 856 859 898 910 924 954 963 à fl. 300. Lit. D. Nr. 40 45 71 102 121 164 207 253 281 311 383 393 411 432 441m 450 454 471 475 491 550 569 587 626 709 737 770 819 839 864 870 879 885 950 957 967 974 1014 1049 1053 1100 1122 1177 1212 1260 1281 1353 1409 1429 1444 1499 1511 1520 1537 1566 1581 1686 1610 1625 1706 1728 1814 1829 1865 1875 1891 1968 à fl. 100. Freiburger Fr. 10⸗Loose von 1879. Ge⸗ winn⸗ Ziehung vom 15. März 1883.— Heimzahlung am 15. Juli 1883. Serie 705 Nr. 2, S. 1701 Nr. 15, . 2712 Nr. 11, S. 8129 Nr. 14 à Franes 5,000. 830 Nr. 3 18 29, S. 1346 Nr. 6, S. 1736 Nr. 19, 2006 Nr. 10, S. 2509 Nr. 7, S. 2937 Nr. 28, 3840 Nr. 8, S. 4354 Nr. 23, S. 4491 Nr. 16, 5463 Nr. 19, S. 6905 Nr. 14 15, S. 6226 Nr. 2, 6955 Nr. 11, S. 8374 Nr. 4, S. 9594 Nr. 7, S. 9689 3 10, S. 10280 Nr. 12 à Fr. 50. S. 396 Nr. 22, 407 Nr. 8 20, S. 506 Nr. 7, S. 559 Nr. 5 9, 705 Nr. 5, S. 830 Nr. 9, S. 1346 Nr. 1736 Nr. 18 21, S. 2006 Nr. 15, S. 2009 Nr. 6, 2221 Nr. 4, S. 2978 Nr. 21, S. 4119 Nr. 24, 4159 Nr. 10, S. 4269 Nr. 19, S. 4354 Nr. 18, 4491 Nr. 9, S. 5405 Nr. 23, S. 5463 Nr. 6 22, 6905 N. 1 11 12, S. 6926 Nr. 5, S. 6969 Nr. 16, 7535 N. 7 25, S. 7551 Nr. 5 9 13, S. 8129 Nr. 1 16, S. 8214 Nr. 25, S. 8374 Nr. 13, S. 8414 Nr. 7 20, S. 9689 Nr. 16 à Fr. 40. Auf alle übrigen in den am 15. Februar gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der ge⸗ ringste Gewinn von Fr. 13. Der Taunusclub„Wetterau“ und seine Aufgaben. In manchen Kreisen ist die Ansicht vertreten, als be— stehe der Hauptzweck der Gebirgsvereine in der soge— nannten„Bergfexeret“, d. h. in dem Bergerklettern, in der Erreichung einer möglichst. hohen Anzahl von Metern nach aufwärts, oder in die Länge und nebenbei in der Vertilgung eines ansehnlichen Quantums von Mund— vorräthen und schädlichen und unschädlichen Getränken. Es läßt sich wohl nicht in Abrede stellen, daß viele Touristen hierin ihre Foree entwickeln; doch abgesehen davon, daß dieselben jener Gegend, die sie besuchen, Geld zuführen, mithin direeten Nutzen zuwenden, machen viele derselben botanische, barometrische und geologische Beobachtungen und tragen so ihr Scherflein bei zu dem großen Gesammtwerke der Forschung. Das hier Gesagte gilt nur von einzelnen Personen. Anders verhält es sich mit Vereinen, welche ein be⸗ stimmtes Gebiet in den Kreis ihrer Thätigkeit ziehen und sich die Aufgabe stellen, die benachbarten Gebirge anziehender zu machen, zu verschönern, zu eultiviren. Es geschieht dies insbesondere durch Anbringung von Wegweisern, durch Herrichtung von Aussichts- und Ruhe—⸗ plätzen, sowie durch Hervorhebung der schönsten Ge— birgspunkte mittelst Pavillons und Thürmen. Zu Unternehmungen der letzteren Art, die etwas kost— spielig sind, ist es nothwendig, daß sich die Nachbarn— und verwandte Vereine mit einander verbinden. Wir denken hier namentlich an ein gemeinsames Vorgehen von Gebirgs- und Verschönerungsvereinen, indem sich die— selben ergänzen und unterstützen. Vereinigung macht stark. So ist anderwärts schon Großes geleistet worden. Wir erinnern nur, um Beispiele anzuführen, an den Thurm auf der Ludwigshöhe bei Darmstadt, an den Thurm bei Bad Ems, an den Thurm auf dem Haus⸗ berge bei Butzbach, welche sämmtlich aus freiwilligen Beiträgen errichtet wurden. In unserem Theile der Wetterau haben wir auch einen Gebirgsverein und zwei Verschönerungsvereine, einen in Friedberg, einen in Bad-Nauheim. Was haben dieselben zur Verschönerung des Gebirges bisher gethan? Bis jetzt sind nur Wegetafeln sichtbar und auf dem Aus- sichtsthurm des Johanntsberges Orientirungstafeln. Zum Weiteren gehört Geld, viel Geld. Deßhalb hat der vor 2 Jahren gegründete Taunuselub„Wetterau“ schon in seiner ersten General-Versammlung den Beschluß gefaßt, Mittel anzusammeln, um den Winterstein oder Stein— kopf mit einem Aussichtsthurme zu krönen, der nicht allein dem Besucher eine prächtige Rundschau gewährt, sondern auch zur Verschönerung der Winterstein- Gruppe beiträgt und somit der Landschaft einen höberen Reiz verleiht. Es fehlt dem langen Bergrücken dort oben, seitdem der Wald in Folge der Lohrindenwirthschaft in wechselnde Blösen und Buschwerke verwandelt worden, gleichsam ein Ruhepunkt für das Auge des Thal— bewohners. Den Mangel desselben empfiadet jeder denkende Beschauer und Naturfreund, möge derselbe vom Viereichenplatz bei Friedberg oder von einer anderen Stelle der mittleren Wetterau aus den Taunus besehen. Bis jetzt hat der Taunuselub„Wetterau“ einen Baufonds von M. 130.— angesammelt, welcher bei dem gegenwärtigen Stand der Mitgliederzahl um M. 100.— jährlich vermehrt werden kann. Außerdem liefert das von Lehrer Werner dem Vereine gütigst überlassene, auf dem Johannisberge aufgestellte Fernrohr einen Ertrag von ea. M. 60.— jährlich. Da der Bau des in Aus- sicht genommenen Thurmes einfach aufgeführt werden soll und Steine und Sand an Ort und Stelle zu haben sind, so wird die Verwirklichung des Projects nicht allzu theuer sein. Inzwischen wurde der Vorstand von befreundeter Seite aufgefordert, die Inangriffnahme des Thurmbaues durch eine Extrasammlung zu be— schleunigen, wozu die Bewohner der Umgebung, haupt— sächlich Friedbergs und Nauheims, zur Beitragszeichnung einzuladen wären. Mehrere namhafte Zeichnungen sind schon in Aussicht gestellt. Gogo ggg 1 3 2 in demselben erschienen waren. Der Vorstand des Taunuseclubs macht sich gerne diese Idee zu eigen und wird in Kürze mit der Samm— lung freiwilliger Beiträge zum Besten des Thurmbaues beginnen. Er hat die feste Zuversicht, daß die Be⸗ wohner Friedbergs und Nauheims nicht zurückstehen werden hinter denen anderer Städte, welche in ihrer Umgebung die Zeichen edlen Sinnes und guten Ge— schmacks opferwillig mehren und damit die Sympathie und Anerkennung aller Derer gewinnen, welche ihre Gegend besuchen. Im Anschluß hieran machen wir einstweilen auf die in den ersten Tagen stattfindende Generalversammlung des Taunuselubs aufmerksam. Das Nähere wird im Inseratentheil demnächst bekannt gemacht werden. Theater. (Eingesandt.) Friedberg. Daß die Direetion unserer„Hanauer Künstler“ uns gleich bei der Eröffnungsvorstellung eine der interessantesten Novitäten bringt, verdient entschieden große Anerkennung, denn nach Allem, was man von „Reif⸗Reiflingen“ gehört, hat das Stück überall dieselben glänzenden Erfolge erztelt wie„Krieg im Frieden“. So lesen wir in den„Hamb. Nachr.“: „Es ist bewundernswerth, wie der Autor die kleine Hand— lung durch 5 Akten amüsant auszuspinnen wußte, ohne das Publikum zu ermüden; die komtschen Situationen, der muntere Dialog und was besonders hervorzuheben ist, der heitere, liebenswürdige Ton, der in dem Ganzen waltet, verbreiten in dem Auditorium die behaglichste Stimmung und sind wir dem Autor dankbar für die heiteren Stunden, die er uns in harmloser, liebenswür— diger Unterhaltung bereitet. Der große Erfolg, den „Krieg im Frieden“ errungen, hat Moser ermuntert, eine Fortsetzung zu liefern. Die überaus wirksame Figur des schneidigen Lieutenants„Reif v. Reiflingen“ war sehr geeignet zu einer weiteren Ausarbeitung, um so mehr, da dessen Liebesbewerbungen in dem ersten Stücke keinen Abschluß gefunden. Bekanntlich führte sein Freund „Kurt v. Folgen“ das von„Reif v. Reiflingen“ geliebte Mädchen als Frau heim und der Letztere tröstete sich damit:„Unter Kameraden ist das ganz egal!“ Dem Autor war es nur darum zu thun, den liebens— würdigen Lieutenant und großen Damenverehrer in den heiligen Stand der Ehe zu bringen und dies gelingt ihm auch in dem zweiten Stück nach verschiedenen Hinder— nissen vollkommen.“ Die Hanauer Gesellschaft führt sich mit diesem Stücke auf's Vortheilhafteste ein. Da es begreiflicherweise wünschenswerth ist, daß dem Unter— nehmen absolute Stcherheit möglichst garantirt ist, so möchten wir unser kunstliebendes Publikum nochmals zu recht zahlreicher Betheiligung beim Abonnement auf— fordern. Wie in den vorhergehenden Jahren werden auch diesmal neben Passe-partout-Karten,(lautend auf eine bestimmte Nummer im Sperrsitz und gültig für zwölf Abonnementsvorstellungen), Dutzendkarten für den ersten wie für den zweiten Platz ausgegeben, die wegen ihrer praktischen Verwendbarkeit— sie können bei jeder Vor— stellung in beliebiger Anzahl benützt werden— und wegen ihres billigen Preises sparsamen Familtenvätern besonders zu empfehlen sind. Literarisches. Daheim Nr. 24 und 25 enthalten: Zum 22. März 1883. Gedicht von E. Ebel.— Margaretha.(Schluß) — Der Kaiser im Gottes hause, Illustr.— Im Hirsch— grund.(Schluß.)— Aus der Kanzlei der deutschen Katser. Von Dr. F. Leist.— Uto mit dem Tüchlein Von B. Rogge.— Vor dem Kaiser! Von H. Vogt. Mit Illustr. Praktische Wohlthätigkeit in London. III. und IV. Deutsche Wohlthätigkeits-Anstalten in Lon— don. Das deutsche Hospital. Die Wasch-Anstalt zu Nine⸗Elms. Von L. v. Ompteda.— Ostergesang. Ge— dicht von R. Kögel.— Zwei Vettern.(Forts.)— Im Ostergottesdienst. Bild von O. A. Wergeland.— Das Osterspiel in Italien. Ein Rest vom geistlichen Drama des Mittelalters. Von Th. Trede.— Ein altchristliches Osterbild. Mit Illustr.— Die Grabeskirche des Herrn in Rußland. Reiseskizze von H. Dalton.— Die Veronika— legende und die Christusbilder. Von V. Schultze.— Ein Osterspaziergang. Bild von Th. Pöckh.— Am Familien— tische: Die Tischgabel in Europa.— Eine italienische Wahlkandidatengeschichte.— Ein deutsches Staatshand— buch für Jedermann.— Rechtsrath. Haus wirthschaftl. Fortschritte. Mit Illustr.— Mit fünf illustr. Beilagen In dem reich illustrirten Werke:„Unser deutsches Land und Volk. Vaterländische Bilder aus Natur Geschichte ze. zꝛc. des deutschen Reichs von Klöden und Oberländer, Leipzig bei Otto Spamer, 1882“ steht im 5. Bande eine Beurtheilung der in Wetterauer Mund— art verfaßten Gedichte des„Friedrich von Trais“ welche wir den Lesern unseres Blattes nicht glauben vorenthalten zu sollen, da diese Gedichte ihrer Zeit alle n einem Aufsatze: „Die Wasserschelde zwischen A Meer e wir nämlich Seite 298 des genannten Bandes jenes Werkes:„Auch hat das Sprachidiom, ähnlich wie das norddeutsche Platt in Fritz Reuter, so in Prof. Weigand und Friedrich von Trais seine gemüthstiefen und humo⸗ ristischen Volksdichter gefunden. Die frischen Wetterauer Mädchen mit all dem Zauber natürlicher Anmuth und ländlicher Romantik, sei es in Dorfldyllen oder ächtem Volkslied, lachen uns in zahlreichen Dichtungen entgegen.“ S. 299 heißt es dann weiter:„Von neueren Dichtungen zeichnen sich besonders die Friedrich's von Trais aus meistens im„Unterhaltungsblatt des Oberhessischen An⸗ zeigers“ abgedruckt, durch ihre frische Natürlichkeit und ihren volksthümlichen Humor. Wir können es uns nicht versagen, wenigstens eine kleine Probe zu geben.(Folgt Auszug aus dem Gedichte„Ziehnärwet“.) Voll ächten Volkshumors ist auch„Der Gang auf den Markt“;„Das Erstemal auf der Eisenbahn“;„Wie's im Winter her⸗ geht“;„Der Gang zur Kirmes“ u. s. w. Welch innige Herzenstöne der Dichter in diesem gemüthvollen Dialekte anzuschlagen versteht, davon giebt:„Es hat nicht sollen sein“ glänzendes Zeugniß. Brodpreise vom 1. bis 16 April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad⸗Nauheim kostet das ½ Kilo Kalbfleisch 56 Pf. Oeffentliche Aufforderung. Am 20. l. Mts. wurde in der Nähe von Dortel— weil die Leiche eines unbekannten, offenbar dem Arbeiter- stande angehört habenden Mannes gefunden. Der Ver— storbene mag im Alter von 50— 60 Jahren gestanden haben und war bekleidet mit altem, blauem Kittel, schwarz— grauer Tuchhose und desgl. Weste, einem Paar ledernen Schuhen, wollenem Unterkamisol und alten, braunen Strümpfen. Er hatte braunes, grauuntermischtes Haupt— haar, blaugraue Augen, ziemlich gut erhaltene Zähne, kleinen Backenbart und sonst glattrasirtes Gesicht. In der Nähe der Leiche, welche eine Länge von 1½¼ Meter hatte, lag ein Säckchen mit folgenden Gegen— ständen: a. einem alten, blauen Kittel, b. einer alten, baumwollenen, gewürfelten Hose, c. einem braungestreiften, baumwollenen Hemde, d. einem deseeten katholischen Gesangbauche. In der Westentasche des Verstorbenen fanden sich 25 einzelne Pfennige. Alle Dlejenigen, welche über die Persönlichkeit des Verstorbenen Auskunft zu geben vermögen, werden er— sucht, sich bei Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel, der Großherzoglichen Bürgermeisterei Dortelweil, oder der unterzeichneten Behörde zu melden. Gießen den 29. März 18838. 12⁴4 Großherzogliche Staatsanwaltschaft. Bekanntmachung. Montag den 2. April, Vormittags 10½ Uhr, soll das Ausfüllen des seitherigen langen Weihers und Planiren des ehemalig Meyer'schen Besoldungsstückes neben demselben in Abtheilungen an die Wenigstnehmen— den auf Ort und Stelle in Accord gegeben werden. Die Zusammenkunft ist nächst der Seemühle. Der Kostenüberschlag der ganzen Arbeiten beträgt 1047 M. 78 Pf. und kann bei unterzeichneter Stelle eingesehen werden. Friedberg den 29. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. 1251 Steinh auß er, Beigeordneter. 2 Holz⸗Versteigerung. 1232 Freitag den 6. April er., Vormittags 10 uhr sollen im Butzbacher Stadtwald, Distriet Jungwald, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 7 Eichen⸗Stämme 2 Cubikmeter Inhalt Nadel!!!“ 1,31 1 202„ V Derbstangeu 8,61 1 5 1975„ Reisstangen 10,30 5 (worunter sehr viel Bohnenstangen) 13 Raummeter buchen, eichen und nadel Knüppel 385 Stück 5 15 1„ Wellen 7 Raummeter„ Stöcke sodann von Nachmittags 2 Uhr ab im Distriet Sommerberg: 93 Raummeter buchen, eichen und nadel Scheiter, * 1 *. 77 11„„ 5* 5 Knüppel, 800„„ 1 0„ Wellen, 10 10„ Erbsenreiser, 227 5„ eichen und nadel Stöcke, 13 Eichen⸗-Stämme, 2,85 obm. Inhalt, 9 Nadel⸗ 5 1 15 2 Birken 8 9 5 und 1 Eichen-, 1 Nadel-Derbstange 0,17„ 5 Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz im Distrlet Jungwald zuerst zum Ausgebot kommt, da— gegen im Distriet Sommerberg abgewechselt wird. Zu— sammenkunft Vormittags auf der Grube„Johanna.“ Nachmittags in der Hauptschneise am Pflanzgarten. Butzbach, 28. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel. Für Bienenzüchter empfehle retnen geschleuderten Honig sowie Kunstwaben. 1055 J. Baumeister. bin feels, Zimmer hat zu vermlethen möblirtes Ernst Hanstein, 1217 Haagkstraße. ee Holzversteigerung in den Gräflich Solms⸗Nödelheim⸗ schen Waldungen. Im Revier Wickstadt, Distrikt Hasenzahl, sollen ver⸗ steigert werden: Montag den 2. April, Morgens 9 Uhr: Durchmesser und 4— 12 Meter Länge mit 32 Fest⸗ meter Inhalt, 19 Stück Lärchen⸗Stangen von 10— 12 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge mit 1,71 Fest⸗ meter Inhalt, 76 Raummeter Buchen-Scheitholz, 8 5 Eichen⸗Scheitholz, 36 1 Buchen⸗Prügelholz, 54 5 Eichen ⸗Prügelholz, dabei 6 Raum⸗ meter 2½ Meter lang, zu Garten⸗ pfählen geeignet, 60 17 Buchen-Stockbolz, 70 5 Eichen⸗Stockholz, 300 5 Buchen- und Eichen-Reisholz. Zusammenkunft im Distrikt Hasenzahl, am Eingang des Waldes, zunächst Wickstadt. Wickstadt den 27. März 1883. Der Gräfliche Revierförster 1193 Hab ich. Kapital Aufnahme. Die Gemeinde Ockstadt beabsichtigt, eirea 50,000 M. zu 4¼0/% Zinsen zur Erbauung eines neuen Schulhauses und Anlegung von neuen Ortsstraßen anzuleihen. Die hierauf reflektirenden Kapitalisten werden ersucht, uns ihre deßfallsigen Offerten bis längstens den 10. April k. Mts. zukommen lassen zu wollen. Ockstadt am 27. März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Dienst. Holzversteigerung 1234 Mittwoch den 4. April d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Langenbainer Gemeindewald, District Filzhard folgende Holzsortimente öffentlich ver— steigert werden: 730 Gebund Birken-Reisig, Besenreiser, 50 Nadelstämme und 46 Stück Nadel⸗Derbstangen, 42 Raummeter Nadel-Scheiter und 89 Raummeter Nadel⸗Knüppel holz, f 56 Raummeter Nadel⸗Stöͤcke, 4300 Nadel⸗Wellen, 3770 Weichholz-Wellen. Bemerkt wird, daß der Anfang in dem Schlag, in welchem die Weichholzwellen und Besenreiser sind, gemacht wird. Ziegenberg den 29 März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain. Rumpf. Hol zversteigerung. Mittwoch den 4. April d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen im Köpperner Gemeindewald, Schlag Nr. 8 und 9, Distriet Sandgrube und Mosengeilsschlag, folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: 2 Stämme Eichen Bau- und Nutzholz, 6 1 Buchen⸗Nutzholz, 2 Raummeter Eichen Scheitholz, 158 5 Buchen⸗Scheit- und Prügelholz, 159„„ Stockholz, 50 Stück Eichen-Wellen, 1 1750„ Buchen Wellen, 1125„ Birken⸗Wellen, 4500„ gemischte Laubholz-⸗Wellen, Je 5 Nadelholz⸗Wellen. Die Zusammenkunft ist am Schiffweg, Schlag Nr. 8. Köppern den 29. März 1883. Der Bürgermeister 8 T.. Holz-Versteigerung. 1211 Die auf den 12. d. Mts. anberaumt gewesene Holzversteigerung im Hauser Gemeindewald soll Montag den 2. April, Vormittags von 10 Uhr an, abgehalten werden. Es kommen zum Ausgebot: 46 Raummeter Buchen- und Eichen Scheiter, 20 5 desgl. Knüppel, 2130 desgl. Reisholz- Wellen, 88 Raummeter desgl. Stockholz, 32 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Stämme von 20 bis 58 Centimeter Durchmesser und 14,30 Kubik⸗ meter Inhalt. Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr loco Hausen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das ver steigerte Holz bis Martini 1883 creditirt. Haufen am 28. März 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Häuser. Alle Sorten a Schuhe und Stiefel zu den billigsten Preisen bei 71 Jos. Butzbach. 76 Stück Elchen⸗Stämme von 15— 55 Centimeter 1 em e 22 202 ——— e Revierförs dis. c lahme. circa 50,000 9. ö tuen Schulhaust mzuleihen. u werden ersuch, ens den 10. Alf 1 „ eisterei Ocktadt. * ung tags 10 Uhr meindewald, öffentlich ver⸗ detbstangen, 9 Raummetet 11 2 lag, in welchen „gemacht wild, ormittags 9 Uh indewald, Schlag ö Mosengellssclaß, Versteigetung * * 0 Prügelholz, —— Braunkohlenverkauf. Für die gegen Bürgschein auf Credit von dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnun bel Melbach vom 1. April bis 30. September 1883 bezogenen Braunkohlen wird Frist 185 Beung Ae ende Dezember 1883 gegeben. Die Preise der Kohl fer ü öhnli ls 5 Stück Preßklöze 1,20 M. Preise der Kohlen sind: für 100 Stück gewöhnliche Klötze 3 M. und für 100 10 10 Bad⸗Nauheim am 29. März 1883. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad⸗Nauheim. Jager L. A. Pelissier, Hanau, Tuch⸗ und Leinwand⸗Handlung, mit festen und billigsten Preifen, empfiehlt ihr stets nur in zuverlässigen guten Qualitäten auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager. 238 Für den Zucker⸗Nübenbau nöthige Maschinen, als: Sae⸗Maschinen, Hack⸗Maschinen gong Krümmer, Rud. Sack), Handhacken, Zschaar. Berliner Pflüge ze. fabrictren und liefern billigst.— Reparaturen an allen landw. Maschinen werden jederzeit in unserer Fabrik gut und billig oder durch unsere Monteure an Ort und Stelle ausgeführt. Ph. Mayfarth& Co. in Frankfurt a. M. Fabhrik: Hanauerlandstrasse Nr. 169— 71 nächst der neuen landw. 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Die Ge⸗ bäude sind vor einigen Jahren erst neu erbaut worden und befinden sich in gutem Zustand. Friedberg den 29. März 1883. Philipp Schmidt, Konkursverwalter. Gestrickte Kinderkleider, ur ade und Gamaschen, sowie Schlaber billigst bei K. Friedrich. 9 f Bekanntmachung. Samstag den 31. März 1883, Nachmittags 4 Uhr, sollen folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung vor dem Rathhause dahier zwangsweise versteigert werden? 1 Pferd, 1 vollständiges Bett. Friedberg den 24. März 1883. Fey, . Gerichtsvollzieber. FFC Schnurrbart! S 2 Jünglinge, kauft 8 n Paul Bosse's berühmten 7 Fdustaches-Balsam für schnellen Bartwuchs. Ganze Dose&. 2. 50. halbe X. 1. 50&. bei Paul Bosse, Frankfurt a. M., Schillerstr. 12. 785 9 7 25 2 . 2 2 2 2 7 1* 2* 25 2 0 a 2 —— 9 Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Wegen Passage wende man sich an den Hauptagenten M. Abraham, Mainz, oder dessen Agenten J. Schulhof, Friedberg. 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Nach F. 20 der Statuten treten aus dem Ausschusse Karl Friedrich Maley, Gustav Wilhelm Schmid und Der Vorstand besteht aus den Herren Wilhelm Steten als Cassirer, Karl Schmid J. als Controleur, Christian Wilhelm Altmansperger als Ersatzbeamter und ist deren Wiederwahl ebenfalls zulässig. Reichelsheim am 28. März 1883. Tapeten in großer, reichhaltiger Auswahl, von den ordinärsten bis zi Tapeten, empfehlen zu außergewöhnlich billigen Preisen Friedberg. David Groedel Söhne. Musterkarten stehen auf Verlangen zu Diensten. Landw. Maschinen und Geräthe K. 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I., M. 1.30, M. 1.50, M. 1.80, M. 2., M. 2.25, M. 2.50, Frauenhemden(weiß) zu M. 1.40, M. 1.70, M. 2., M. 2.30, Confirmandenhemden zu M. 1.80, Arbeitskittel zu. M. 150, M. 1.70, M. 2., Kragen per ½ Dutzend M. 10 Großes Lager in Herren- und Knaben- Anzügen, selbstverfertigte Waare, fein und gut gearbeitet, der vollständige Herren-Anzug zu M. 20., M. 25., M. 30., M. 33., Buckskinhosen zu M. 4., M. 5., M. 6., M 7., M. 8., M. 9., M. 10., Buckskiuröcke zu M. 6., M. 7., M. 8., M. 9., M. 10., M. 12. und M. 15., Arbeitshosen zu M. 1.80, M. 2., M. 2.50, M. 3 50, Turntuch und sonstige Arbeitsröcke zu M. 2., M. 2.20., M. 2.50, M. 3., M. 4., Knaben ⸗ Anzüge zu M. 2.50, M. 3., M. 3.50, M. 4., M. 5., M. 6. bis M. 10. Confirmanden-Anzüge zu M. 11. Anzüge, sowie Hemden werden auch nach Maaß ohne jede Preiserhöhung angefertigt. Ferner großes Lager in Tuch- und Buckskin, sowie in halbwollenen und baum⸗ wollenen Hosenzeugen, Zwilch und Barchenten, Wachstuchen, Hosenträgern, Halsbinden, Baum— wollbieber, Schürzenzeugen, sowie allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln. g Die Preise verstehen sich nur gegen Baarzahlung ohne jeden Abzug. Die Waare ist in größeren Parthien eingekauft, ist deßhalb nicht schlechter als in anderen Geschäften. Es kann sich Jedermann davon überzeugen, daß die Waare wirklich staunend billig ist, denn mein Prinzip ist: Kleiner Nutzen, großer Umsatz. Der Laden ist von Morgens 8 bis Abends 9 Uhr geöffnet. M. Netscher, Zum billigen Laden. die Herren Anton Schäfer, ist deren Wiederwahl zulässig. Für den Ausschuß: Waans, Vorsitzender. 1215 1231 den feinsten Gold— als: Süemaschinen, Kleesamen. Aechten steyerischen Rothklee, Pfälzer Rothklee, 17 7 0(ewigen) Klee empfiehlt in keimfähiger Waare und bester Qualität 1104 Fr. Hilbrecht Wittwe. 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